Reise

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Geschrieben von c3po 10/03/2009 @ 07:09

Tags : reise, freizeit

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Reise

Badereise

Der Begriff Reise (v. althochdeutsch: risan = aufstehen, sich erheben) bedeutet im Sinne der Verkehrswirtschaft die Fortbewegung einer oder mehrerer Personen über eine längere Zeit zu Fuß oder mit öffentlichen bzw. nicht öffentlichen Verkehrsmitteln außerhalb des Wirtschaftsverkehrs, um ein Reiseziel zu erreichen oder mehrere Orte bis zur Beendigung der Reise am Ausgangsort kennenzulernen (Rundreise). Im fremdenverkehrswirtschaftlichen Sinne umfasst die Bezeichnung Reise die Summe der beiden Phasen "Ortsveränderung" und Aufenthalt. Die verwendeten Verkehrsmittel bilden hierbei eine Gesamtheit: Die Reisekette (Beispiel: Bus – Flugzeug – Straßenbahn – Taxi).

Urlaubsreisen dienen primär der Erholung und Freizeitgestaltung. Wenn Reisende selbst sie planen, sind es Individualreisen - standardisierte Angebote von Reiseveranstaltern dagegen Pauschalreisen. Letztgenannter Typ ist häufig, aber nicht zwingend eine Gruppenreise.

Je nach Neigung, Interessen und Bedürfnissen gibt es eine Vielfalt von Reisearten. Primär Erholungszwecken dienen etwa Bade-, Wander- und Ski-, aber auch Gesundheits-, Wellness- und kulinarische Reisen. Aktiver sind Sport- und Abenteuer- und für Menschen mit vorwiegend kulturellen Bedürfnissen die Studien- oder Bildungsreisen; spezielle Ausprägungen sind etwa Sprach-, Städte-, Konzert- oder Opernreisen.

Eine Sonderform der Urlaubsreise stellt die Weltreise dar, bei der man - grob gesehen - einmal die Erdkugel umrundet. Urlaubsreisen sind beliebte Preise etwa bei Gewinnspielen, werden aber auch von Arbeitgebern als Belohnungen für besonders erfolgreiche Mitarbeiter eingesetzt (sog. Incentive-Reisen).

Wirtschaftlichen Zwecken dient die Geschäftsreise. Neben dem Aufsuchen von Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern etc. etwa zum Zwecke von Besprechungen, Beratungen und Verhandlungen sind insbesondere die Messe- und Fortbildungsreisen zu nennen. Sie werden überwiegend individuell von Einzelpersonen oder kleineren Gruppen durchgeführt.

Aus religiöser Motivation werden Pilgerreisen unternommen. Häufig dienen sie dem Aufsuchen geheiligter Stätten wie etwa Rom, Jerusalem, Lourdes oder Mekka, aber auch von Veranstaltungen wie etwa den Kirchentagen. Mitunter werden Pilgerreisen als religiöse Pflicht vorgeschrieben (die Hadsch im Islam), zumindest verheißen sie den Gläubigen aber Seelenheil, spirituelles Wachstum, Vergebung von Sünden, Heilungen von Gebrechen und Ähnliches.

Im Gegensatz dazu steht bei der Missionsreise nicht das Heil des Reisenden selbst, sondern der „Besuchten“ im Vordergrund. Sie dient der Ausbreitung des Glaubens. Besonders aktiv waren und sind in diesem Bereich die christlichen Kirchen sowie der Islam.

Wissenschaftliche Ziele verfolgen schließlich die Forschungsreisen (auch: Expedition). Teils dienen sie der bloßen Konsultation in fremden Städten befindlicher Bibliotheken und Archive, häufig werden aber auch Ausgrabungen, Baudenkmäler, Gesteinsformationen, fremde Tier- und Pflanzenarten und dergleichen untersucht. Das Urbild des Forschungsreisenden stellt Alexander von Humboldt dar, der Anfang des 19. Jahrhunderts Mittel- und Südamerika erkundet hat. Weitere Beispiele sind der Polarreisende Giuseppe Acerbi sowie später der Tibetforscher Heinrich Harrer.

Mit sogenannten Entdeckungsreise sind etwa Marco Polo, Christoph Kolumbus, Vasco da Gama, Ferdinand Magellan und James Cook in bis dahin (den Europäern) unbekannte Teile der Welt vorgestoßen. Heute ist dieser Reisetyp weitgehend nur noch von historischer Bedeutung, was damit zusammenhängt, dass die Erde heutzutage weitgehend als erkundet und vermessen gilt. Ausnahmen mag es noch in unzugänglichen Gebieten etwa am Amazonas oder im Himalaya geben.

Während bei den meisten der genannten Reisearten die Motivation klar zutage tritt, ist sie speziell bei den Urlaubsreisen in erheblichem Maße diversifiziert. Insbesondere stellt sich die Frage, was Menschen dazu treibt, zum Zwecke der Erholung und Freizeitgestaltung gerade auf Reisen zu gehen.

Ursprünglich wurden die einzelnen Bestandteile wie Fahrt, Unterkunft etc. vom Reisenden unmittelbar bei den jeweiligen Leistungserbringern (Verkehrsunternehmen, Beherbergungsbetriebe) gebucht. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte die Buchung indes zunehmend, insbesondere bei Pauschalreisen, über Vermittlung eines Reisebüros. Seit dem Aufkommen des Internets ist insofern eine gewisse Umkehrung des Trends zu beobachten, als nun wieder verstärkt der Kunde selbst die Leistungen auf den Website der Anbieter auswählt und online bucht. Mit Hilfe von Reisesuchmaschinen können Angebote durchsucht werden. Google tut sich mit einer eigenen Reisesuchmaschine ("Troogle") noch schwer, auf der amerikanischen Seite des Suchmaschinenbetreibers gibt es allerdings bereits erste Ansätze für eine solche Funktion.

Klassische Reiseverkehrsmittel sind Kraftfahrzeuge (auch in Form des Trampens), Omnibusse, Eisenbahnen (einschließlich Autoreisezüge), Schiffe (einschließlich Fähren) sowie Flugzeuge. Zu den Verkehrsmitteln, die über die reine Transportfunktion hinaus (auch) dazu genutzt werden können, über eine längere Zeit einen eigenen Erlebniswert zu vermitteln, gehören Fahrräder, Motorräder, aber auch Schiffe (Kreuzfahrt, Flusskreuzfahrt, Frachtschiffreise, Segeltörn, Floßfahrt etc.) und Eisenbahnen. Seltener werden hierzu auch Tiere genutzt, wie z.B. Pferde, Esel, Kamele oder Elefanten. Eine Kombination aus Verkehrsmittel und Unterkunft stellen Wohnwagen, Hausboote, Rotels und Dachzeltbusse dar.

Der Aufenthalt am Zielort erfolgt klassischerweise in Hotels oder Pensionen, bei jüngeren Reisenden auch in Jugendherbergen. Daneben haben sich Sonderformen wie das Camping und das Reisen mit dem Wohnmobil etabliert. Eine besonders neue Reiseform sind die erst durch das Internet wirklich populären Gastfreundschaftsnetzwerke.

Stets hat die Reise auch ein zentrales Motiv in Literatur und Kunst dargestellt, häufig tragen sie dort ganz oder teilweise imaginäre und phantastische Züge. Frühe Beispiele sind Homers Odyssee bzw. Vergils Aeneis, die die Irrfahrten der namensgebenden Titelfiguren nach dem Fall Trojas beschreiben. Als zentrale Figur aus dem arabischen Kulturkreis sei Sindbad, der Seefahrer aus der Sammlung Tausendundeine Nacht genannt, als Vertreter des europäischen Mittelalters die Pilger aus Chaucers Canterbury Tales. Zu erwähnen sind weiter Jonathan Swifts Gulliver, zahlreiche Romane Jules Vernes (Reise um die Erde in 80 Tagen, 5 Wochen im Ballon etc.) sowie Max Frischs bewegter Roman Homo faber.

Von der erwähnten fiktionalen Literatur zu unterscheiden sind die Reiseberichte, in denen die Autoren ihre eigenen Erlebnisse auf Reisen schildern. Bedeutendstes Werk der Gattung dürfte Goethes Italienische Reise sein. Weitere wichtige Beiträge zum Genre kamen etwa von Heinrich Heine (Harzreise), Hermann von Pückler-Muskau, Gustave Flaubert (beide Orient), Hermann Hesse (Indien, Italien) und anderen.

Der Ruf "Reise, Reise!" war auf Segelschiffen das Signal zum Aufstehen für die Matrosen (heute nur noch in der Marine gebräuchlich). Es hatte seinen Ursprung im englischen Wort rise, sich erheben, aufstehen. Geschichtlich gesehen stammt der Ausdruck Reise vom altdeutschen Wort Reisa ab und bedeutete damals soviel wie "auf Fahrt gehen oder Aufbruch" und stand damals für "auf Kriegszug gehen".

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Italienische Reise

Goethe in der Campagna, von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein

Die Italienische Reise ist ein Reisebericht, in dem Johann Wolfgang von Goethe seinen Italienaufenthalt zwischen September 1786 und Mai 1788 beschreibt. Das zweiteilige Werk basiert auf seinen Reisetagebüchern, entstand jedoch erst wesentlich später, zwischen 1813 und 1817. Neben Dichtung und Wahrheit und Kampagne in Frankreich zählt es zu seinen autobiografischen Schriften.

Chronologisch stimmt die Italienische Reise mit seinen Tagebuchaufzeichnungen weitgehend überein, ist im Gegensatz zu diesen jedoch stark stilisiert und entbehrt ihrer Ursprünglichkeit. Während Goethe die eigentliche Reise inkognito unternahm, tritt er im Reisebericht selbst als Erzähler in der ersten Person auf. Trotz der intensiven nachträglichen Überarbeitung ist die Italienische Reise in Tagebuchform gegliedert. Dabei beginnen sich im Laufe des Werks Adressaten heraus zu kristallisieren: die ersten Teile sind an keinen bestimmten Leser gerichtet, später wendet er sich explizit an seine "Freunde", und schließlich an konkrete Personen.

Goethe begann seine Italienreise (Grand Tour) 1786, nachdem vorher bereits drei Anläufe zu einer solchen Reise abgebrochen wurden. Er reiste über Regensburg, Innsbruck und den Brenner zum Gardasee, nach Verona, Venedig, Ferrara, Bologna, Rom, Neapel und Sizilien. Dabei reiste er alleine, was zu seiner Zeit ungewöhnlich war.

Der Fokus seiner Beschreibungen verschiebt sich im Verlauf des Werks. Im frühen Teil des Berichts dominieren meteorologische, botanische, geologische und geographische Beobachtungen (so suchte er etwa im Botanischen Garten von Palermo nach der "Urpflanze"). Ab seinem gut zweiwöchigen Venedigaufenthalt im Oktober 1786, der von Theaterbesuchen geprägt ist, treten jedoch kulturelle Themen in den Vordergrund.

Sein Hauptinteresse liegt dabei in der Antike. Mittelalterlicher und neuzeitlicher Kunst bringt er wenig Interesse entgegen, besonders, wenn sie christlich geprägt ist; so besucht er beispielsweise in Assisi nicht die Grabeskirche des heiligen Franz von Assisi mit den Fresken von Giotto, sondern vielmehr den in eine Kirche umgewandelten Tempel auf dem Hauptplatz der Stadt. Werke von Michelangelo und Raffael bewundert er zwar, beschreibt sie jedoch ausdrücklich nur unter ästhetischen Gesichtspunkten und unter Ignorierung des religiösen Hintergrunds.

Einen großen Raum nimmt Goethes eigene Malerei ein. Er verkehrt in Künstlerkreisen und trägt sich mit der Absicht, vom Literaten selbst zum Maler zu werden. Trotz intensiver Übungen scheitert dieser Plan jedoch letztlich. In seine italienische Zeit fällt die Fertigstellung und Veröffentlichung der Iphigenie auf Tauris, für die er von allen Seiten mehr Anerkennung erntet als für seine Versuche als Maler.

Kontakte zu Einheimischen werden in der Italienischen Reise kaum dargestellt. Goethe spricht zwar über die Unterschiede zwischen der italienischen und der deutschen Mentalität, macht dies jedoch nicht an konkreten Bekanntschaften fest, sondern beschreibt eher seinen Eindruck von der Bevölkerung als Ganzes. Eine wichtige Rolle kommt etwa der Darstellung des römischen Karnevals zu, von dem er eher abgestoßen ist. Grundsätzlich steht er der italienischen Mentalität jedoch positiv gegenüber.

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Reiseroman

Ein Reiseroman ist ein Roman, in dem über eine Reise berichtet wird. In derartigen Romanen begegnet der/die/das Eigene dem Fremden, was häufig in einer ethnozentrischen Gestaltungsweise zum Ausdruck kommt. Das als fremd Beschriebene wird als das "ganz andere" charakterisiert, wobei das Interpretationsvorrecht des Beschreibenden und seine Werteskala nicht in Frage gestellt werden. In der deutschen Literatur wurde traditionsgemäß dem Land Indien die Rolle des "Fremden an sich" zugewiesen. Wichtige Bestandteile des Reiseromans sind Abreise, Ankunft, Aufenthalt in der Fremde und Rückkehr nach Hause.

Ein Sonderfall des Reiseromans ist mit dem Filmgenre "Roadmovie" vergleichbar. Der Textinhalt beschreibt in diesem Fall eine Reise ohne eigentliches Ziel oder Ankunft, typische Protagonisten sind Außenseiter und Aussteiger. Das Parfum von Patrick Süskind kann auch als Reiseroman betrachtet werden.

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Reisefotografie

Die Reisefotografie hat ihre Wurzeln in der fotografischen Dokumentation der wissenschaftlichen Erkundungen des 19. Jahrhunderts (siehe auch wissenschaftliche Fotografie, Expedition (Forschungsreise) und Reise). Sie diente schon damals dem Festhalten der Landschaften, Pflanzen, Tiere sowie Menschen und ihrer Gebräuche und hat die Malerei zu diesem Zweck weitgehend abgelöst. Insbesondere wurde ihr ein besonderer Dokumentationscharakter zugebilligt (siehe Theorie der Fotografie). In manchen Fällen musste jedoch tatsächlich von den idealisierten Darstellungen der Maler des 19. Jahrhunderts Abschied genommen werden.

In technischer Hinsicht hat die Entwicklung des Negativ-Positiv-Prozesses (zum Beispiel nasses Kollodiumverfahren im Jahr 1851) durch die dadurch gegebene Möglichkeit der einfachen Vervielfältigung sowie der laufend erhöhten Lichtempfindlichkeit des Materials der Fotografie als Dokumentationsmedium zum Durchbruch verholfen. Zu jener Zeit mussten die Fotografen jedoch die fotografischen Platten direkt vor ihrer Belichtung herstellen und sofort entwickeln. Besonders bewegte Objekte konnten nur bedingt aufgenommen werden. Viele Bilder wirken daher gestellt und künstlich arrangiert. Der Aufwand zur Fotografie wurde erst durch die Entwicklung des Filmes und immer kleinerer Kameras vermindert (siehe auch Chronologie der Fotografie).

Je geringer der technische Aufwand zur Fotografie wurde, umso mehr entwickelte sich die Reisefotografie zu einem Medium der breiten Massen. Zusammen mit dem Aufkommen des Massentourismus wurde die verbildlichte Erinnerung an den eigenen Urlaub für viele Menschen zu einem Hauptmotiv zur Auseinandersetzung mit dem Lichtbild. Heute wird die Fotografie als Reiseerinnerung durch die digitale Fotografie weiter verbreitet sowie durch die „Handy-Fotografie“ auch den fotografisch Unkundigen eröffnet.

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Reisekosten

Als Reisekosten werden im deutschen und österreichischen Steuerrecht Aufwendungen bezeichnet, die bei beruflich oder betrieblich bedingten Reisen anfallen.

Reisekosten umfassen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Steuerlich voll anerkannt werden sie aber nur bis zu einer gewissen Dauer der Reise (deutsches Steuerrecht i. d. R. 3 Monate, österr. teilweise kürzer). Dauert die Reise länger, nimmt das Finanzamt im Regelfall an, dass der Mittelpunkt der Lebensführung an den Ort der Auswärtstätigkeit verlagert wurde. Der Ort der auswärtigen Tätigkeit wird dann als neue regelmäßige Arbeitsstätte angesehen.

Für Selbständige (Gewerbetreibende und Freiberufler) stellen die Fahrt- und Reisekosten Betriebsausgaben dar, in den anderen Einkunftsarten sind es Werbungskosten.

Die Wahl des Verkehrsmittels steht dem Reisenden frei. Bei Benutzung eines Mietwagens oder eines öffentlichen Verkehrsmittels (Flugzeug, Zug, Nahverkehr, Fähre oder Taxi) sind die Aufwendungen in der nachgewiesenen Höhe abzugsfähig.

Benutzt der Reisende für die Geschäftsreise einen Dienstwagen, sind die Aufwendungen in den Betriebsausgaben des Arbeitgebers bzw. Unternehmers enthalten.

Zu a) Der Einzelnachweis setzt voraus, dass die Gesamtkosten des Fahrzeugs, die Jahresfahrleistung und die beruflich gefahrenen Kilometer anhand eines Fahrtenbuchs nachgewiesen werden. Der Nachweis der tatsächlichen Aufwendungen kann auch dadurch erfolgen, dass sämtliche Aufwendungen (Steuern, Haftpflicht, Kaskoversicherung, Abschreibung, Betriebskosten, Reparaturen und Pflegedienst) in einfachen Aufzeichnungen festgehalten und mit Quittungen belegt werden.

Zu b) Eine Pauschalierung setzt voraus, dass der Umfang der auf einer Geschäftsreise zurückgelegten Fahrkilometer festgehalten wird (z. B. in einem Fahrtenbuch oder in der Reisekostenabrechnung).

Der fahrzeugindividuelle Kilometersatz kann durch Einzelnachweis über einen Zeitraum von 12 Monaten ermittelt werden und auch in den Folgejahren – bis zu einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse – angewendet werden.

Zu c) Die deutsche Kilometerpauschale beträgt bei Kraftwagen 0,30 €, bei Motorrädern und Motorrollern 0,13 € und bei Fahrrädern 0,05 € für den gefahrenen Kilometer. Für die Mitnahme jedes weiteren Teilnehmers an der Dienstreise erhöht sich der Pauschbetrag um 0,02 € und bei der Mitnahme auf dem eigenen Motorrad oder Motorroller um 0,01 €.

Mit diesen Pauschbeträgen sind sämtliche üblicherweise mit dem Betrieb des Fahrzeugs verbundenen Aufwendungen abgegolten, also insbesondere Kraftfahrzeugsteuern, Versicherungsprämien, übliche Reparaturkosten, Aufwendungen für die Garage und die Zinsen für einen Kredit zur Anschaffung eines Pkw. Nicht abgegolten sind jedoch die Aufwendungen, die ihrer Natur nach außergewöhnlich und nicht vorhersehbar sind. Insbesondere Unfallschäden (auf der beruflichen/ betrieblichen Fahrt) und Aufwendungen infolge eines Fahrzeugdiebstahls sind abzugsfähig.

Zu den Fahrtkosten zählen die Aufwendungen für Hin- und Rückfahrt, Fahrten am Reiseziel und für Zwischenheimfahrten bei länger dauernden Geschäfts-(Dienst-)reisen.

Da der Pauschbetrag in Anbetracht ständig steigender Kraftfahrzeugkosten unter den tatsächlichen Aufwendungen liegt, empfiehlt sich der Nachweis der tatsächlichen Kosten in den Fällen, in denen der private Pkw nicht nur gelegentlich für Dienstreisen verwendet wird.

Als Übernachtungskosten sind die tatsächlich entstandenen Kosten (Hotel, Herberge, Fremdenzimmer, Appartement und Zweitwohnung) anzuerkennen. Nebenkosten zur Übernachtung (Garage, Minibar, Fernseher, Telefon) sind keine Übernachtungskosten. Lässt sich der Kostenanteil für das Frühstück nicht feststellen, ist der Gesamtbetrag bei einer Übernachtung im Inland um 4,80 EUR (20 % von 24 EUR) und bei einer Übernachtung im Ausland um 20 % des für den betreffenden Staat geltenden Pauschbetrags für Verpflegungsmehraufwand zu kürzen.

Beispiel: Eine inländische Hotelrechnung lautet "Übernachtung mit Frühstück 106,50 €". Zur Ermittlung der Übernachtungskosten sind abzuziehen 20 % von 24 €, d. h. 4,80 €. Steuerfrei ersetzbare Kosten der Unterkunft liegen i. H. v. 101,70 € vor.

Bei Übernachtungen im Inland müssen die Übernachtungskosten grundsätzlich im Einzelnen nachgewiesen werden. Sie können geschätzt werden, wenn sie dem Grunde nach zweifelsfrei entstanden sind (→ BFH vom 12. September 2001 – BStBl II S. 775). Die in diesem Zusammenhang oft genannte Übernachtungspauschale von 20,00 Euro bezieht sich nur auf die weiter unten beschriebene Möglichkeit der steuerfreien Erstattung von Aufwendungen durch den Arbeitgeber. Meist wird sie jedoch auch von den Finanzämtern anerkannt, außer bei Übernachtung im Fahrzeug.

Weitere Informationen siehe unter Verpflegungsmehraufwand.

Aus Anlass einer Dienstreise sind die verschiedensten Nebenkosten denkbar: Hotelgarage, berufliche Telefongespräche oder Telefaxübermittlungen, Parkgebühren, Maut, Umbuchungs- und Stornokosten bei Flug- und Fährtransporten. Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit dieser Kosten ist der belegmäßige Nachweis. Gebühren für Gepäckaufbewahrung, Parkuhren, Trinkgelder und ähnliches können durch Eigenbelege glaubhaft gemacht werden.

Reisekosten, die einem Arbeitnehmer entstehen, kann der Arbeitgeber steuerfrei erstatten (§ 3 Nr.13 bzw. Nr.16 EStG). Die Reisekosten, die der Arbeitgeber steuerfrei erstattet hat, sind nicht mehr im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung als Werbungskosten abzugsfähig (§ 3 c Abs.1 EStG).

Der Arbeitgeber kann festlegen, dass jeweils nur die günstigste Alternative als Erstattungsgrundlage herangezogen wird. Dann muss er jedoch auch die entstehenden zusätzlichen Zeiten z. B. für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ertragen.

Achtung: Es ist zu unterscheiden zwischen den entstandenen tatsächlichen Kosten, die steuerlich absetzbar sind, und den vom Arbeitgeber erstatteten Kosten, die gemäß dessen Reisekostenordnung niedriger sein können (insbesondere im öffentlichen Dienst und bei Körperschaften des öffentlichen Rechts). Der Differenzbetrag kann in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Dazu muss der Arbeitnehmer eine Kopie der Abrechnung und der Buchungen der Erstattung einreichen und der Arbeitgeber muss dem Finanzamt des Arbeitnehmers gemäß Abgabenordnung (AO) die Originalbelege vorweisen können.

Zusätzlich muss der Veranlasser der Reise auch Reisenebenkosten (z. B. Hotelgarage, Telefonkosten) steuerfrei erstatten.

Als Fahrtkosten sind höchstens die tatsächlich entstandenen Kosten (mit Flugzeug, Zug und ÖPNV, Fähre oder Taxi) erstattungsfähig. Führt der Arbeitnehmer die Auswärtstätigkeit mit seinem eigenen Fahrzeug durch, kann der Arbeitgeber Fahrtkosten z. B. für einen PKW 0,30 €/km steuerfrei erstatten.

Auch Fahrtnebenkosten sind Reisenebenkosten. Park- und Straßenbenutzungsgebühren sind wie die Fahrtkosten absetzbar. Dazu gehören auch Auslagen für Straßenkarten, typische Fahrzeugputzmittel und fahrzeugtypische Verbrauchsstoffe.

Unfallkosten werden gegenüber dem Veranlasser der Reise abgerechnet, Kosten aus der Selbstbeteiligung trägt ebenfalls der Veranlasser der Reise. Nur bei gerichtlich festgestellter grober Fahrlässigkeit kann der Arbeitgeber die Übernahme der Unfallkosten verweigern.

Die Kosten sind in nachgewiesener Höhe erstattungsfähig. Inländische Übernachtungskosten kann der Arbeitgeber auch mit 20 € pro Übernachtung pauschalieren, wenn feststeht, dass der Arbeitnehmer auswärts übernachtet hat und ihm tatsächlich Kosten entstanden sind.

Schon bisher wurden Übernachtungen in der eigenen Wohnung (z. B. Zweitwohnung), in einem Fahrzeug (z. B. Fernfahrer übernachten im LKW) oder in der vom Arbeitgeber gestellten Unterkunft (z. B. Bauarbeiter übernachtet im Baucontainer des Arbeitgebers) nicht zur Kostenerstattung zugelassen.

Zur Abgeltung des berufsbedingten Mehraufwandes für Verpflegung können die gültigen steuerlichen Pauschalen für Verpflegungsmehraufwand steuerfrei gezahlt werden.

Für Beamte, Richter, Soldaten und Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes (in Deutschland) sind die Reisekosten, die der Dienstherr/Arbeitgeber zu tragen hat, durch das Bundesreisekostengesetz bzw. die Reisekostengesetze der einzelnen Bundesländer geregelt.

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Source : Wikipedia