Regenstauf

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Geschrieben von goldorak 20/04/2009 @ 14:14

Tags : regenstauf, bayern, deutschland

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Regenstauf

Wappen von Regenstauf

Regenstauf ist ein Markt in der Oberpfalz und die größte Gemeinde im Landkreis Regensburg. Am 31. Dezember 2005 zählte Regenstauf 15.004 Einwohner.

Der Ort liegt am Fluss Regen, der fünfzehn Kilometer weiter südlich bei Regensburg an deren nördlichstem Punkt in die Donau fließt. Regenstauf besitzt einige reizvolle Bauten, Brücken, Brunnen und Denkmäler, so zum Beispiel den berühmten Aussichtsturm auf der Spitze des 436 Meter hohen Regenstaufer Schlossberges, der den alten Markt um gut 90 Meter überragt. Kern der Siedlung ist der historische Straßenmarkt, der sich deutlich von der lockeren Bebauung in restlichen Siedlungsgebiet abhebt. Bekanntheit hat auch ein Storchennest auf einem ausgedienten Brauereikamin im Ortskern erlangt. Im Ortsteil Karlstein befindet sich das Schloss Karlstein (1393) und circa 650 westlich die Ruine der Burg Forstenberg (um 1200).

Regenstauf liegt an der A 93 Regensburg - Hof (Anschlussstelle Regenstauf), die parallel dazu laufende Bundesstraße 15 quert den Ortskern Regenstauf.

Der Bahnhof Regenstauf liegt an der von der Vogtlandbahn befahrenen Bahnstrecke Regensburg–Hof.

Auf dem Gemeindegebiet Regenstauf liegt der Verkehrslandeplatz Regensburg-Oberhub. Die nächsten internationalen Flughäfen sind München II und Nürnberg.

Der Regen ist nicht schiffbar.

Im Jahr 970 wird Regenstauf in Aufzeichnungen erstmals als Ort genannt. 1196 kam es in den Besitz des Herzogtums Bayern. 1326 erfolgte die Erhebung Regenstaufs zum Markt.

Das Wappen des Marktes, verliehen 1470 durch Herzog Albrecht IV. von Bayern, zeigt zwei gekreuzte Fische als Symbol für den Fluss unter einem farbenprächtigen Regenbogen. 1563 wurde der Ortsteil Diesenbach Edelsitz. Während des Dreißigjährigen Krieges befanden sich von 1633 bis 1646 schwedische, kaiserliche, österreichische und bayerische Truppen in Regenstauf. Im Ortsteil Heilinghausen fand 1686 der Hexenprozeß der Mühlenbesitzerin der Eichmühle Anna Bayer statt.

1713/14 wurde die berühmte Sebastianskapelle erbaut. Johann Wolfgang von Goethe war 1786 in Regenstauf, seine Italienische Reise nimmt literarisch auf den ersten Seiten von Karlsbad aus über Regenstauf ihren Anfang.

Das Ereignis eines Zugunglücks, bei dem der Schriftsteller Thomas Mann in Regenstauf Zeuge wurde, thematisierte er 1908 in seiner Novelle Das Eisenbahnunglück; eine Metalltafel, angebracht an der neuen Bahnhofsunterführung des Regenstaufer Bahnhofs, gibt u.a. hierüber Auskunft. „Die große Schnellzugmaschine von Maffei war hin und entzwei. Preis siebzigtausend“, schrieb Mann in der Novelle.

1918 besuchte der englische Schriftsteller David Lindsay den Markt Regenstauf und besichtigte u.a. den Aussichtsturm auf dem Gipfel des Schlossberges. Beeindruckt durch „das Mysteriöse des Turmes“ und die gewaltige Anstrengung bei der Bewältigung der vielen steilen Treppenstufen verewigte Lindsay den Turm im letzten Kapitel seines berühmten Planetenromans A Voyage To Arcturus. Der Turm mit seinen Fenstern, seinem inneren und äußeren Aussehen ist in Lindsays Buch Punkt für Punkt so wiedergegeben wie das reale Vorbild in Regenstauf.

1924 stiftete Maximilian Marquart Freiherr von Pfetten für den Ortsteil Heilinghausen ein Benefiziat auf ewige Zeiten. Seit der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wurde Regenstauf von der Suburbanisierung erfasst. Ein reger Wohnungsbau setzte ein, der die Ortschaft in den folgenden Jahrzehnten primär zum Wohnstandort in der Nähe von Regensburg werden ließ. 1961 ließ sich hier die Brüterei Süd GmbH & Co KG Lohmann-Masthuhn-Brüterei nieder.

1965 hielt der damalige SPD-Vorsitzende Willy Brandt auf dem Regenstaufer Marktplatz eine Rede. 1976 kam es zur Entdeckung und Ausgrabung von 11 Urnengräber aus der Keltenzeit im Ortsteil Diesenbach. 1982 erfolgte ein grundsätzlicher Aufschwung im Ort mit der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt, nachdem die Autobahnumfahrung fertig gestellt war. Ein Rathaus wurde neu erbaut, das alte Rathaus 1997 zu einem Kulturhaus umfunktioniert.

2002 wurde der Regensburger Altbischof Manfred Müller (scherzhaft Bischof Brown genannt) „wegen seiner kriminalistischen Spürnase“ bei einem feierlichen Festakt in der Tagungsstätte des Regenstaufer Schlosses Spindelhof in den Rang eines Ehrenkommissars erhoben. Hierbei wurden ihm symbolisch Handschellen und Dienstgradabzeichen überreicht und anschließend eine Polizei-Dienstmütze mit silbernem Band.

In der Marktgemeinde Regenstauf gibt es mehrere Sportvereine. Der größte Verein mit rund 2200 Mitgliedern ist der TB/ASV Regenstauf, der 2008 aus der Fusion des TB 1893 Regenstauf und dem ASV Regenstauf entstand. Neben der Fußballabteilung mit 500 Mitgliedern gibt es im Verein noch die Sparten Volleyball, Tischtennis, Tennis, Ski, Turnen, Karate, Taekwondo und Aerobic.

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Regensburg

Wappen der Stadt Regensburg

Regensburg (von lat. Castra Regina: Lager am Regen – nach dem ab 179 n. Chr. existierenden röm. Legionslager) ist eine kreisfreie Stadt in Ostbayern. Sie ist Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz und Sitz der Regierung der Oberpfalz sowie Sitz des Landrats des Landkreises Regensburg. Seit dem 13. Juli 2006 gehört die Regensburger Altstadt mit Stadtamhof zum UNESCO-Welterbe.

2007 hatte die Stadt 132.495 Einwohner und steht damit nach München, Nürnberg, Augsburg und Würzburg an fünfter Stelle unter den Großstädten des Freistaates Bayern.

Die Stadt ist Bischofssitz der römisch-katholischen Diözese Regensburg, hat drei Hochschulen und bildet eines der 23 bayerischen Oberzentren.

Regensburg ist stark vom verarbeitenden Gewerbe (Automobilbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Mikroelektronik) geprägt. Die Arbeitslosigkeit liegt unter dem bayerischen Landesdurchschnitt (Juli 2008: 3,3 %). Mit 720 sozialversicherten Beschäftigten je 1000 Einwohner hat Regensburg eine hohe Arbeitsplatzdichte.

Diese Naturräume prägen den Stadtkörper bereits in seiner Form und Ausdehnung, die Stadt befindet sich in einer klassischen „Pfortenlage” an einer Übergangsstelle zwischen topographischer Enge und Weite. Die Donau verlässt hier das Hügel- und Bergland und fließt in die Gäubodenebene.

Daraus ergibt sich für einige Stadtteile im Norden und im Westen kein oder wenig Außenerweiterungspotenzial. Alle heutigen und künftigen Stadterweiterungsgebiete liegen im Osten und Süden, also in der großen Donauebene und den relativ flachen Ausläufern des niederbayerischen Tertiär-Hügellandes.

Folgende Städte und Gemeinden, die alle zum Landkreis Regensburg gehören, grenzen an die Stadt Regensburg. Sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Lappersdorf, Zeitlarn, Wenzenbach, Tegernheim, Barbing, Neutraubling, Obertraubling, Pentling, Sinzing und Pettendorf.

Regensburg hat im Gegensatz zu vielen anderen Städten einen relativ kompakten Siedlungskörper. Dies führt zwar zum einen zu einer „Stadt der kurzen Wege”, zum anderen wirkt die Gesamtstadt – mit Ausnahme der klar ablesbaren Altstadt, des Universitäts-Grünzuges und der Wöhrde (Donauinseln) – jedoch als eine einzige, fast schon zu homogene Siedlungsfläche. Zu den wesentlichen inneren Gliederungselementen gehören die relativ großen Grünanlagen der Stadt, der Altstadtkern und die großen Infrastrukturelemente (Wasserflächen, Bahnlinien, Autobahnen und Bundesstraßen).

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts beschränkte sich Regensburg weitgehend auf das Gebiet des alten Römerlagers und einiger weiterer umfriedeter Gebiete im Westen. Mit der Eingemeindung von Kumpfmühl erfolgte 1810/18 ein Sprung über die heutige Bahnlinie in Richtung Süden. Von Beginn des 20. Jahrhunderts vergrößerte sich Regensburg in einer Serie von Eingemeindungen, besonders in den Jahren 1924, 1938 und 1977. Für die genaue Auflistung der Stadtbezirke, ihrer Fläche und der Folge der Eingemeindungen einschließlich der hinzugewonnenen Fläche siehe Einwohnerzahl und Fläche von Regensburg.

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone mit kontinentalem Einschlag. Das Regensburger Klima zeichnet sich insbesondere durch stabile und trockene Sommer aus und unterscheidet sich damit vom im Sommer regenreichen Klima des Voralpenlandes. Für den im Voralpenland üblichen Föhn ist Regensburg die nördliche Grenze. Er gibt vom Keilberg aus den Blick auf die Alpen frei, sein Auftreten ist außerordentlich selten. Im Gegensatz dazu halten sich im Herbst und Winter sehr lange beständige Nebel und Hochnebel, wobei längere Perioden mit einer geschlossenen Schneedecke selten sind. Bedingt durch seine Talkessellage litt Regensburg in früheren Zeiten häufig unter Smog. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,0 Grad Celsius, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 646 Millimeter. Damit liegt Regensburg am unteren Rand der Städte Bayerns.

Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 16,2 bis 18,0 Grad Celsius und die kältesten Dezember bis Februar mit −0,9 bis −2,7 Grad Celsius im Mittel.

Die größte Niederschlagsmenge fällt von Juni bis August mit durchschnittlich 74 bis 93 Millimeter, die geringste im März und November mit durchschnittlich 33 bis 39 Millimeter.

Regensburg ist eine der ältesten Städte in Deutschland. Im Laufe der Jahrhunderte ist Regensburg mit einer Vielzahl von Namen bedacht worden. Das weist auf die reichhaltige Geschichte hin. Älteste Namen der Siedlung sind die keltischen Bezeichnungen „Radasbona“, „Ratasbona“ oder „Ratisbona“. Neben den bereits im Text genannten gebräuchlicheren Namen wurde die Stadt auch mit so illustren Bezeichnungen wie Quadrata, Germanisheim, Hyatospolis, Ymbripolis, Reginopolis und Tyberina bedacht.

Der Regensburger Donaubogen ist bereits seit der Steinzeit besiedelt. Anfang 2006 wurden etwa 100 m östlich der Mauern des späteren Legionslagers keltische Gräber mit teilweise hochwertigen Grabbeigaben gefunden. Sie wurden auf etwa 400 v. Chr. datiert.

Die römische Geschichte Regensburgs beginnt mit der Einrichtung eines Kohortenkastells um etwa 79 nach Christus im heutigen Stadtteil Kumpfmühl. Das Lager diente als Beobachtungsposten für die Naab- und Regenmündung und war durch Graben und Pfahlpalisaden, später auch durch eine Steinmauer, gesichert. In ihm war entweder eine rund 500 Mann starke berittene Kohorte oder eine rund 1.000 Mann starke Doppelkohorte Fußsoldaten untergebracht. Eine Donausiedlung im Bereich der heutigen westlichen Altstadt wird ebenfalls für diese Zeit vermutet. Reste eines Beobachtungsturmes wurden nahe der Naabmündung gefunden, aus dieser Zeit wird auch die älteste römische Brauerei nördlich der Alpen vermutet (heute Römer-Pavillon am Kornweg). Das Kastell und die Zivilsiedlung(en) wurden im Rahmen des Markomannensturms in der zweiten Hälfte der 160er-Jahre zerstört.

Nach dem Zurückdrängen der Markomannen bis ca. 170 n. Chr. wurde auf Anordnung von Kaiser Marc Aurel das Legionslager Castra Regina (Lager am Regen) errichtet. Dieser Steinbau mit seiner ca. 10 Meter hohen Mauer, den vier Toranlagen und zahlreichen Türmen ist heute noch gut im Grundriss der Regensburger Altstadt erkennbar. Von seiner Einweihung im Jahre 179 n. Chr. ist heute noch die steinerne Inschrift erhalten, die sich einst über dem Osttor befand und als die Gründungsurkunde Regensburgs gilt. Im Lager war die III. Italische Legion mit ca. 6.000 Soldaten stationiert. Es war militärischer Hauptstützpunkt der Provinz Raetia und bildete somit eine Ausnahme im römischen Verwaltungssystem, da die Legion nicht in der „Hauptstadt“ der Provinz, in Augsburg, stationiert war. Die Völkerwanderung führte um 400 zur militärischen Aufgabe des Kastells, das fortan eine mauerbewehrte Zivilsiedlung war.

Von etwa 500 bis 788, als Tassilo III. von Karl dem Großen abgesetzt wurde, war Regensburg der Hauptsitz der bajuwarischen Herzöge, der Agilolfinger.

Regensburg ist eines der ältesten Bistümer Deutschlands, das bereits einige Jahrzehnte bestand, als es 739 von Bonifatius dem Canonischen Recht und somit dem Bischof von Rom unterstellt wurde (Überreste diverser aufeinander folgender Epochen finden sich u. a. in den Ausgrabungen unter der Niedermünster-Kirche, zu einer der ältesten Klosteranlagen der der Stadt gehörig, der auch die Erhardi-Krypta zuzuordnen ist. Ähnlich alt ist die romanische Kapelle St. Georg und Afra). Obwohl Regensburg als Reichsstadt 1542 protestantisch wurde, blieb die Stadt immer katholische Bischofsstadt, obwohl sie zeitweise von anderen Bistümern mitverwaltet wurde.

Im 9. Jahrhundert war Regensburg eine der wichtigsten Städte des ostfränkischen Karolingerreiches. Hemma († 876), die Gemahlin des ostfränkischen Königs Ludwig des Deutschen, sowie die zwei letzten ostfränkischen Karolingerherrscher, Kaiser Arnulf von Kärnten († 899) und sein Sohn König Ludwig das Kind († 911) wurden hier in der Benediktinerabtei St. Emmeram beigesetzt. St. Emmeram war ein Vorstadtkloster; der Bischof residierte – wie in allen mittelalterlichen Städten – im Episcopium, in nächster Nähe zum Dom, seiner Bischofskirche, in der ummauerten Stadt.

Im Jahre 954 zog sich Liudolf, der älteste Sohn Ottos des Großen, nach dem Scheitern seines Aufstandes gegen seinen Vater nach Regensburg zurück. Nach einer mehrmonatigen Belagerung der Stadt durch Ottos Bruder Heinrich wurde Regensburg schließlich erobert und in Brand gesteckt; Liudolf gelang jedoch die Flucht.

Eine Regensburger Stadtsage aus dieser Zeit ist die Dollingersage.

Durch Fernhandel bis Paris, Venedig und Kiew erlebte die Stadt ihre wirtschaftliche Blütezeit. Sie war damals eine der wohlhabendsten und einwohnerstärksten Städte Deutschlands. Die romanische und gotische Architektur des Mittelalters bestimmt noch heute das Gesicht der Altstadt. Ein weiteres Zeichen für den damaligen Wohlstand der Stadt ist der Bau der Steinernen Brücke von 1135 bis 1146. Das mittelalterliche Bauwunder wurde Vorbild für viele andere Brückenbauten, zum Beispiel für die Judithbrücke (Vorläuferin der Karlsbrücke) in Prag. Die Brücke ist zugleich Symbol für den Aufstieg der bürgerlichen städtischen Selbstverwaltung: Im Brückenprivileg Kaiser Barbarossas vom 26. September 1182 wird mit dem Brückenmeister (magister pontis) Herbord erstmals ein genuin städtischer Funktionträger namentlich benannt.

Im Mai 1147 brach Konrad III. in Regensburg zum zweiten Kreuzzug auf, der strategisch günstige Donauübergang dürfte dafür mit den Ausschlag gegeben haben. Kaiser Friedrich I. Barbarossa brach hier im Mai 1189 mit einer großen Streitmacht zum 3. Kreuzzug auf.

In den Jahren 1207 und 1230 verliehen König Philipp von Schwaben und Kaiser Friedrich II. der Stadt umfangreiche Privilegien (in der Forschung als Philippinum bzw. Fridericianum bekannt), die in der Folge den Aufstieg zur Freien Stadt (umgangssprachlich Freie Reichsstadt) ermöglichten. Schon am 10. November 1245 erreichten die Regensburger Bürger, dass Kaiser Friedrich II. der Stadt das Recht der Selbstverwaltung mit dem Privileg „einen Bürgermeister und Rat zu setzen“ bestätigte. Dies führte zusammen mit dem lukrativen Fernhandel und dem Auszug der bayerischen Herzöge nach Landshut 1255 zu einem Erstarken der Bürgerschaft. Damit begann der über Jahrhunderte fortbestehende Konflikt der Stadt mit dem Regensburger Bischof und vor allem dem umliegenden Herzogtum Bayern. Vermutlich nach 1260 wurde mit dem Bau des Regensburger Doms St. Peter begonnen. Zusammen mit der Steinernen Brücke ist er das Wahrzeichen der Stadt.

Nach Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs setzte eine probayerische Partei 1485/86 den Anschluss der Stadt an das Herzogtum Bayern-München durch. Die städtische Reichsunmittelbarkeit wurde 1492 wieder hergestellt. Regensburg verlor dabei seinen Status als Freie Stadt und war nur mehr eine gewöhnliche Reichsstadt. Die inneren Unruhen setzten sich fort und Kaiser Maximilian I. griff im Jahr 1500 in die inneren Verhältnisse ein und oktroyierte Regensburg eine neue Stadtverfassung, die sogenannte „Regimentsordnung“, die 1514 modifiziert wurde und formal bis 1803 in Kraft blieb. 1519 wurde in einem Pogrom die damals größte jüdische Gemeinde Deutschlands vertrieben. Vorausgegangen war eine Anordnung des Stadtrats am 21. Februar, der damit einer Forderung christlicher Handwerker nachkam. Die Regensburger nutzten das Machtvakuum nach dem Tode Maximilian I. am Neujahrstag 1519 bis zur Krönung von Karl V. Das alte Judenviertel wurde zerstört und es entstand eine lukrative Wallfahrt zur schönen Maria auf dem heutigen Neupfarrplatz.

1541 fand in der Neuen Waag am Haidplatz das Regensburger Religionsgespräch zwischen Philipp Melanchthon und Johannes Eck statt, ein Versuch, die sich vertiefenden Gräben zwischen Katholiken und Protestanten zu überbrücken. Nach Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Rat wurde die Reichsstadt 1542 evangelisch. Man erhoffte sich dadurch eine größere Unabhängigkeit vom katholischen Bischof und vom Kaiser. Der Konflikt mit dem Fürstbischof und dessen Hochstift Regensburg eskalierte dadurch weiter. 1630 wurde auf dem Reichstag zu Regensburg Wallenstein abgesetzt. 1633 wurde Regensburg im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen unter Bernhard von Weimar erstürmt. 1634 wurde es von kaiserlichen und bayerischen Truppen wieder zurückerobert.

Regensburg war ein wichtiges Zentrum schon des Ostfränkischen Reichs gewesen, in dem auch immer wieder Reichstage abgehalten wurden. Ab 1594 waren die Reichstage nur noch im Reichssaal des Regensburger Rathauses abgehalten worden. 1663 wurde der Reichstag schließlich nicht mehr aufgelöst, womit er zum Immerwährenden Reichstag wurde. Im Immerwährenden Reichstag tagten nicht nur die Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, sondern in der Regel Gesandte aus ganz Europa. Der Kaiser selbst wurde dabei meist durch kaiserliche Prinzipalkommissare vertreten.

1748 wurde der kaiserliche Generaloberpostmeister Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis zum Prinzipalkommissar ernannt und verlegte aus diesem Grund die Residenz seiner Familie von Frankfurt nach Regensburg. Architektonisches Zeugnis der Zeit des Immerwährenden Reichstags sind die zahlreichen Gesandtschaften in der gleichnamigen Straße in Regensburg. Der wirtschaftliche Nutzen für die Stadt war aber gering, da die Gesandten weder zoll- oder steuerpflichtig waren. Die politische Lage in der Stadt selbst war zu dieser Zeit recht kompliziert. Neben der Reichsstadt gab es weitere reichsunmittelbare Kräfte in Regensburg, nämlich das Hochstift Regensburg des Regensburger Bischofs sowie die Reichsklöster St. Emmeram, Niedermünster und Obermünster. Dazu kamen Sonderrechte des Kaisers und der auf dem Reichstag tagenden Fürsten.

Ende des 18. Jhs. wurde die Stadt von schweren innenpolitischen Auseinandersetzungen erschüttert, als vor dem Hintergrund eines drohenden Finanzkollaps der Stadt Vertreter der Bürgerschaft und des Magistrats den Geheimen Rat der Stadt (das eigentliche Regierungsorgan) wegen Misswirtschaft und Verfassungsbruchs mit Erfolg vor dem Reichshofrat in Wien verklagten. Der Kaiser verordnete eine punktuelle Revision der Stadtverfassung und gewährte Regensburg – zum Schaden der städtischen Gläubiger – ein Schuldenmoratorium, das den Kollaps des Stadtstaates abwendete.

Im Jahr 1800 nahm die siegreiche französische Armee in Regensburg Quartier und legte der Stadt hohe Kontributionsforderungen auf, die die Stadtfinanzen vollends ruinierten.

1803 fiel hier eine der letzten Entscheidungen des Reichstags: Der Reichsdeputationshauptschluss leitete die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches ein. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss entstand unter anderem das eigenständige Fürstentum Regensburg unter Carl Theodor von Dalberg, der sein Amt als Erzbischof aufgrund bayerischer Einwände erst am 1. Februar 1805 antreten konnte. Die Rheinbundstaaten erklärten auf der letzten Sitzung des Regensburger Reichstags am 1. August 1806 den Austritt aus dem Verband des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Im 5. Koalitionskrieg (Frankreich gegen Großbritannien und Österreich) besetzte das österreichische Korps Liechtenstein am 20. April 1809 Regensburg. Die Franzosen beschossen und stürmten drei Tage später die Stadt. Hierbei erlitt Napoleon seine einzige Verletzung auf allen seinen Feldzügen. Dalberg behielt zwar sein Amt als Regensburger Erzbischof (bis zu seinem Tod 1817), musste aber auf Druck Napoleons Regensburg am 22. Mai 1810 an das Königreich Bayern abtreten.

Die Inbesitznahme durch Bayern bedeutete den Verlust der politischen Bedeutung und der Sonderstellung der Stadt innerhalb des alten Bayern. Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren schon zu reichsstädtischer Zeit so desolat geworden, dass die weitere Selbstständigkeit der Stadt alleine schon deshalb ausgeschlossen schien. Regensburg wurde Hauptstadt des Regenkreises, ab 1838 des Kreises Regensburg und Oberpfalz und ab 1953 des Regierungsbezirkes Oberpfalz. Die Stadt ist eine kreisfreie Stadt und zugleich Sitz des gleichnamigen Landkreises. Die Stadt selbst begann nur langsam wieder an Bedeutung zu gewinnen. Regensburg wurde 1859 an das Eisenbahnnetz mit Verbindungen nach Nürnberg und München angeschlossen. Bis heute bedeutend ist die Eröffnung des Luitpoldhafens 1910 (mittlerweile als Westhafen bekannt).

Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Jahre 1933 wurde Oberbürgermeister Otto Hipp am 20. März 1933 abgesetzt, welcher der NSDAP noch zu Beginn der dreißiger Jahre die Nutzung städtischer Gebäude untersagt hatte. Am 12. Mai 1933 fand auf dem Neupfarrplatz eine Bücherverbrennung statt. Im selben Jahr ließ Oberbürgermeister Otto Schottenheim (1933–45; NSDAP) im Norden der Stadt den Bau einer – zunächst nach ihm benannten – „nationalsozialistischen Mustersiedlung“ beginnen (heute: Konrad-Siedlung).

Am 9. November 1938 wurde im Zuge der Reichspogromnacht die Synagoge am Brixner Hof niedergebrannt, die verbliebenen jüdischen Geschäfte geplündert und die jüdische Bevölkerung Regensburgs terrorisiert. Am 2. April 1942 wurden 106 Regensburger Juden vom Platz der zerstörten Synagoge aus nach Piaski transportiert und im Vernichtungslager Belzec ermordet. Weitere Transporte, unter anderem in das KZ Theresienstadt, folgten bis 1943. Im Stadtteil Stadtamhof befand sich ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Weitere KZ-Außenlager befanden sich im „Colosseum“ mit 400 Häftlingen sowie auf dem Flugplatz Regensburg-Obertraubling. Insgesamt fielen 200–250 Regensburger Juden dem Holocaust zum Opfer, 233 war die Emigration geglückt.

1939 wurde Regensburg dem Reichsgau Bayerische Ostmark (Sitz: Bayreuth) zugeschlagen. Im Herbst 1942 zerschlug die Gestapo die sog. Neupfarrplatz-Gruppe, eine aus etwa 50 Personen mit unterschiedlichstem weltanschaulichen Hintergrund bestehende Widerstandsbewegung. Neun Angehörige wurden hingerichtet, der Rest zu Zuchthausstrafen und Ehrverlust verurteilt.

Im Jahre 1940 beginnend wurden aus dem Bezirksnervenkrankenhaus an der Ludwig-Thomas-Straße insgesamt 638 Frauen, Männer und Jugendliche im Rahmen der „Euthanasie“-Aktion T4 in die Tötungsanstalt Hartheim deportiert. Mehr als 500 weitere Menschen wurden gegen ihren Willen sterilisiert.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden in und um Regensburg mehrere Arbeitslager für sowjetische Kriegsgefangene errichtet. Etwa 700 von ihnen wurden Opfer von Zwangsarbeit bzw. fielen Seuchen und den elenden Lebensbedingungen zum Opfer. Im Zweiten Weltkrieg hatte Regensburg unter schweren Luftangriffen zu leiden. Im Vergleich zum Zerstörungsgrad anderer deutscher Innenstädte wurde die Altstadt weniger in Mitleidenschaft gezogen, wenngleich mit der Stiftskirche Obermünster eines der bedeutendsten Baudenkmale der Stadt völlig verloren ging und andere historische Bauten wie z. B. die Alte Kapelle oder die Neue Waag am Haidplatz ernsthaft beschädigt wurden. Angegriffen und getroffen wurden hauptsächlich die am Stadtrand gelegenen Messerschmitt-Werke (siehe auch Operation Double Strike), damals die größten Flugzeugwerke in Europa. Bei insgesamt 20 Bombenangriffen der Royal Air Force und der 8. US Air Force 1943–45 starben etwa 3.000 Menschen, darunter viele Kriegsgefangene. 1945 erfolgte eine Teilsprengung der Donaubrücken. Die Stadt selbst wurde jedoch schließlich kampflos übergeben, nicht zuletzt aufgrund einer Demonstration der Regensburger Frauen und des Dompredigers Dr. Johann Maier am 23. April 1945. Maier forderte die Übergabe, damit die Stadt nicht beschädigt werde. Am folgenden Tag wurde er wegen „Sabotage“ zusammen mit dem Regensburger Bürger Josef Zirkl und dem pensionierten Gendarmeriebeamten Michael Lottner öffentlich hingerichtet. An der Hinrichtungsstelle am Dachauplatz wurde ein Mahnmal errichtet und Maiers Gebeine 2005 in den Regensburger Dom überführt.

1965 wurde der Grundstein der Universität gelegt, 1992 das dazugehörige Klinikum eröffnet; Anfang der 1970er-Jahre kam die Fachhochschule hinzu. 1960 nahm der Osthafen seinen Betrieb auf, 1978 der Main-Donau-Kanal. Der Siemens-Konzern hat seinen Standort Regensburg permanent ausgebaut, u. a. durch Errichtung einer Fabrik zur Chipherstellung der Infineon AG. 1986 nahm das BMW-Werk bei Harting die Produktion auf. Seit 1989 produziert Toshiba in Regensburg Laptops und Notebooks.

Im Zuge der bereits genannten Eingemeindungen hat Regensburg einen Gebietszuwachs von knapp 3 km² erfahren. 1997 wurde Regensburg mit dem Europapreis für seine hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet.

Der historische Stadtkern Regensburgs ist weitestgehend erhalten und damit die größte mittelalterliche Altstadt Deutschlands. Außerdem besitzt sie die größte Anzahl an Geschlechtertürmen nördlich der Alpen, was ihr den Beinamen „Nördlichste Stadt Italiens“ eingetragen hat. Umsichtige und von der Bevölkerung mitgetragene Sanierungsmaßnahmen haben den Bestand von über 1.000 geschützten Denkmälern bis heute gesichert. Am 13. Juli 2006 wurde die Regensburger Altstadt von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Im Jahr 739 wurde vom Hl. Bonifatius das Bistum Regensburg gestiftet. In der Folgezeit wurden zahlreiche Klöster gegründet. Regensburg stand mit Cashel, Irland, in engem kulturellen Austausch. Hier wurden Geistliche ausgebildet, die später nach Regensburg kamen.

Die Stadt selbst wurde 1245 reichsunmittelbar und führte ab 1528 die Reformation ein (am 15. Oktober 1542 war die erste öffentliche Abendmahlsfeier). Da im Stadtgebiet jedoch weiterhin der katholische Bischofssitz und viele Klöster verblieben, die nicht zur Reichsstadt selbst gehörten, blieb das katholische Bekenntnis in der Stadt weiterhin vertreten und wurde durch zahlreiche Zuwanderungen zum vorherrschenden Bekenntnis.

Das Bistum Regensburg war zunächst der Erzdiözese Mainz, später dem Erzbistum Salzburg unterstellt. Auch wenn durch Pfründehäufung Regensburg oft der persönlichen Anwesenheit seines Oberhirten entbehrte, so gibt es seit der Canonischen Errichtung des Bistums eine nur durch die Ernennungsmodalitäten geringfügig unterbrochene Folge der Regensburger Bischöfe bis heute.

1542 konvertierte zwar der Rat der Stadt zum Protestantismus, jedoch verblieben die katholischen Reichsstände in Regensburg. Auch die Mehrheit der Bevölkerung blieb katholisch. Diese Konfessionsmischung war neben der Nähe zum kaiserlichen Wien einer der wesentlichen Gründe für die Ausrufung des Immerwährenden Reichstages nach Regensburg. Die Stadt war eines der wenigen Territorien im Reich, in dem beide Konfessionen zusammentreffen konnten.

Bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 war an den erzbischöflichen Stuhl von Mainz das Amt des Reichserzkanzlers gebunden. Dies war 1803 Carl Theodor Anton Maria Reichsfreiherr von Dalberg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss wurden die Mainzer Rechte nach Regensburg übertragen, Dalberg wurde Erzbischof von Regensburg, was er bis zu seinem Tod 1817 blieb. 1817/1821 wurde das Bistum Regensburg neu umschrieben und der „Kirchenprovinz München und Freising“ unterstellt. Das Bistum Regensburg ist bis heute das flächenmäßig größte bayerische Bistum mit 14.665 Quadratkilometer und setzt sich aus 33 Dekanaten zusammen. Die Pfarrgemeinden der Stadt Regensburg gehören heute innerhalb des Bistums zum Dekanat Regensburg, das mit den Dekanaten Laaber, Alteglofsheim, Donaustauf und Regenstauf die Region Regensburg bildet.

Die protestantischen Gemeinden wurden nach Einführung der Reformation von einem Superintendenten geleitet. Als Kirchenverwaltungsbehörde bestand ein Konsistorium. Nach dem Übergang an Bayern 1810 wurden die Gemeinden Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Innerhalb dieser Landeskirche gehören sie heute zum Dekanat Regensburg im gleichnamigen Kirchenkreis. 1970 waren ca. 80 % katholisch und 15 % protestantisch. Aufgrund von Zuwanderung und Kirchenaustritt sank die Zahl auf 60 % zu 15 %.

Im Bereich der Freikirchen bestehen in Regensburg heute Gemeinden der Adventisten, der Baptisten, der Mennoniten (seit 1820) und der Methodisten sowie eine pfingstlerische Freien Christengemeinde und eine Freie Evangelische Gemeinde.

Daneben existiert heute in Regensburg eine alt-katholische Pfarrgemeinde sowie eine russisch-orthodoxe Gemeinde mit der Maria-Schutz-Kirche im Stadtpark.

Während seiner sechstägigen Pastoralreise durch Bayern im Jahr 2006 verbrachte Papst Benedikt XVI. drei Tage in Regensburg. Dabei feierte er auf dem am südlichen Stadtrand gelegenen Islinger Feld zusammen mit ca. 230.000 Menschen die Heilige Messe. Außerdem hielt er an der Universität eine in der Folge von islamischer Seite kritisierte Vorlesung und feierte im Dom eine ökumenische Vesper mit hohen Vertretern der evangelischen und orthodoxen Kirche.

Regensburg war die erste jüdische Gemeinde in Bayern und im Mittelalter eine der bedeutendsten in Europa. Aus dem Jahr 981 stammt die früheste urkundliche Erwähnung eines Juden in Regensburg. In den folgenden Jahrhunderten florierte die Gemeinde und brachte einige der bekanntesten zeitgenössischen Schriftgelehrten und Lyriker, wie Isak ben Mordechai, Efraim ben Isaak (Efraim der Große aus Regensburg) und Jehuda ben Samuel he-Chasid (Jehuda der Fromme) hervor. Das Judenviertel befand sich am heutigen Neupfarrplatz. Im Jahre 1519 wurde die Synagoge zerstört und die Juden vertrieben. Ab 1669 lebten wieder Juden in der Stadt. Zwischen 1861 und 1871 wuchs die Gemeinde von 150 auf 430 Mitglieder an. Ein Synagogenneubau entstand 1912.

Die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Regensburg endete vorläufig nach der Zerstörung der Synagoge in der Pogromnacht des 8. November 1938 mit der Deportation und Ermordung der Regensburger Juden während des Zweiten Weltkriegs. Nach 1945 nahm Regensburg etwa 3.500 Displaced Persons auf: Juden, die entweder aus dem KZ Flossenbürg befreit worden waren oder aus den osteuropäischen Lagern in die bayerische US-Zone flüchteten. Die meisten unter ihnen wanderten so schnell wie möglich in die USA oder nach Israel aus, so dass Regensburg 1953 nur noch rund 400 Juden zählte. Anfang der 1990er-Jahre waren es gerade noch 60. Erst seit der Einwanderung aus Russland ist die Zahl wieder auf etwa 400 gestiegen.

Bei Grabungen am Neupfarrplatz wurden 1995 Reste der Synagoge wiederentdeckt. Hier richtete die Stadt ein Informationszentrum ein, das document Neupfarrplatz. Es informiert unterirdisch über die wechselhafte Geschichte des Neupfarrplatzes: Jüdisches Ghetto und Religionszentrum von internationaler Bedeutung, Juden-Vertreibung, Katholische Wallfahrtskirche Zur Schönen Maria, Evangelische Neupfarrkirche als Mutterkirche des österreichischen und süd-osteuropäischen Protestantismus. Der Grundriss der ehemaligen Synagoge wird heute durch ein vom israelischen Künstler Dani Karavan gestaltetes begehbares Bodenrelief aus weißem Beton nachgezeichnet, das am 13. Juli 2005 eingeweiht wurde. Die heutige Synagoge steht auf dem Gelände des in der Pogromnacht zerstörten Vorgängerbaus wenige 100 Meter östlich des Neupfarrplatzes in der Straße Am Brixener Hof, jüdische Friedhöfe befinden sich in der Schillerstraße westlich des Stadtparks sowie in einem Abschnitt des städtischen Friedhofs auf dem Dreifaltigkeitsberg.

In Regensburg leben etwa 3000 Muslime meist türkischer Abstammung. Die religiös unterschiedlich ausgerichteten muslimischen Gemeinschaften Regensburgs verfügen über vier Moscheen – teilweise mit angeschlossener Koranschule und Bibliothek –, deren älteste im Jahr 1978 vom Verein der Türkisch-Islamischen Gemeinschaft gegründet wurde. Muslimische Friedhöfe befinden sich in einem Abschnitt des städtischen Friedhofs auf dem Dreifaltigkeitsberg sowie in der nördlich von Regensburg liegenden Ortschaft Kareth.

Außerdem besitzt Regensburg ein alevitisches Kulturzentrum.

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lebten 1830 in der Stadt 16.000 Einwohner, so waren es 1900 bereits 45.000. Bedingt durch zahlreiche Eingemeindungen in den Jahren 1924 und 1938 stieg die Einwohnerzahl bis 1939 auf 96.000. Im Jahre 1940 überschritt die Bevölkerungszahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 31. März 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 131.489. Dabei zählen nur Hauptwohnsitze nach Abgleich mit den anderen Landesämtern. Am 31. Dezember 2005 betrug der Bevölkerungsstand (Gesamtbevölkerung aus Haupt- und Nebenwohnsitzen) 151.717. Für die genaue Entwicklung der Einwohnerzahl seit 1830 siehe Tabellen in Einwohnerentwicklung von Regensburg.

Die politische Führung Regensburgs basierte jahrhundertelang auf der Reichsunmittelbarkeit. Regensburg erhielt 1245 durch Kaiser Friedrich II. das Recht der Selbstverwaltung und das Privileg „einen Bürgermeister und Rat zu setzen“. Damit war sie Freie Reichsstadt und blieb es bis 1803. Der Rat hatte 16 Mitglieder. Diese Zahl wurde bis 1803 beibehalten. Zwischen 1803 und 1810 war Regensburg Kurfürstentum unter dem Reichserzkanzler Carl Theodor von Dalberg. 1809 stand die Stadt unter französischer Besatzung. Mit dem Übergang an Bayern 1810 wurde Regensburg Hauptstadt des Regenkreises und wurde ab 1811 durch einen königlichen „Polizeidirektor“ geleitet.

Ab 1818 stand an der Spitze der Stadt ein „Erster Bürgermeister“, der ab 1907 den Titel des Oberbürgermeisters (OB) erhielt. Heute gibt es neben dem OB noch zwei weitere hauptamtliche Bürgermeister. Der OB und der Stadtrat werden für eine Legislaturperiode von sechs Jahren gewählt. Beide Wahlen finden zum gleichen Termin statt. Der Stadtrat setzt sich aus 50 gewählten Mitgliedern und dem Oberbürgermeister zusammen. Darüber hinaus gibt es vier berufsmäßige Stadträte ohne Stimmrecht: Wirtschafts- und Finanzreferent, Rechts- und Umweltreferent, Planungs- und Baureferent sowie ein Kulturreferent.

Dem Rat gehören sechs Fraktionen an. Linke, CSB und vier aus der Fraktion der CSU ausgeschiedene Mitglieder haben keinen Fraktionsstatus. Der neue Stadtrat konstituierte sich am 8. Mai 2008.

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister konnte im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen. Daher kam es am 16. März 2008 zu einer Stichwahl zwischen dem seit 1996 amtierenden Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) und Joachim Wolbergs (SPD), aus der Hans Schaidinger bei einer Wahlbeteiligung von 41,87 % als Gewinner hervorging.

Schaidinger ist Nachfolger von Christa Meier (SPD), die die erste Frau in diesem Amt in einer deutschen Großstadt war. Schaidinger ist außerdem seit Februar 2005 Vorsitzender des Bayerischen Städtetags. Für alle bisherigen Oberbürgermeister der Stadt Regensburg siehe Liste der Oberbürgermeister von Regensburg.

Das Wappen der Stadt Regensburg zeigt zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel auf einem roten Schild. Die Stadtflagge ist weiß (silber) und rot. Die Schlüssel sind das Attribut des Heiligen Petrus, dem Patron des Regensburger Domes und der Stadt. Der Heilige Petrus ist in den Siegeln der Stadt schon seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar, doch wurde er im Laufe der Geschichte unterschiedlich dargestellt. Ab 1395 zeigt das Sekretesiegel der Stadt Schlüsselwappen unter der Gestalt des Stadtpatrons. Seit 1398 wurde das Wappen in Wappenbüchern abgebildet. Seit 1549 wird das Wappen als Wasserzeichen der Regensburger Papiermühle verwendet. Ab diesem Jahr treten die Schlüssel als Symbole auch allein auf und wurden später ebenfalls mehrmals verändert. Sie konnten sich jedoch als Stadtwappen behaupten.

Bereits 1951 hat die Stadt Regensburg die Patenschaft über die Sudetendeutsche Volksgruppe übernommen.

Seit 1980 feiert die Stadt alljährlich am 10. November den Stadtfreiheitstag. An diesem Tag im Jahre 1245 erhielt sie die Urkunde für ihre Selbstständigkeit, für die Stadtfreiheit. Heute werden an diesem Tag verdiente Bürger der Stadt geehrt und ausgezeichnet.

Anlässlich des 750. Jahrestags der Reichsfreiheit stiftete die Stadt den Brückenpreis der Stadt Regensburg.

Regensburg verfügt über 1500 denkmalgeschützte Gebäude. Davon bilden 984 im historischen Kern das Ensemble „Altstadt mit Stadtamhof“, welches 2006 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde.

Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe kleinerer Häuser. Darunter befindet sich das Figurentheater im Stadtpark, das Regensburger Bauerntheater in der Gaststätte Hubertushöhe, das STATT-Theater (Kleinkunstbühne), das Theater an der Universität und das Offene Theater Regensburg.

Regensburg besitzt Museen verschiedener Träger. Von der Stadt Regensburg betrieben ist das am Dachauplatz neben der Minoritenkirche gelegene Historische Museum. Das Alte Rathaus beherbergt das Reichstagsmuseum. Sein Hauptanziehungspunkt ist die aus dem Mittelalter unverändert erhaltene Folterkammer und der Reichssaal, dem Veranstaltungsort des immerwährenden Reichstages. Es folgt das Keplergedächtnishaus und die Städtische Galerie „Leerer Beutel“. Dort residiert auch der Jazz-Club Regensburg. Neu hinzugekommen ist die document Neupfarrplatz über die Synagoge und das frühere Judenviertel.

Das Bistum Regensburg unterhält die Bistumsmuseen Regensburg, die in Domschatzmuseum, Diözesanmuseum Obermünster und das Museum St. Ulrich aufgeteilt sind. Der Freistaat besitzt in Regensburg als Filiale des Bayerischen Nationalmuseums das Museum im Schloss Thurn und Taxis, der Kreuzgang von St. Emmeram und die Prunkräume und das Fürstliche Marstallmuseum (Thurn und Taxis Museum).

Sonstige Museen sind das Kunstforum Ostdeutsche Galerie, das Naturkundemuseum Ostbayern, der Reptilienzoo in Burgweinting (siehe Burgweinting-Harting), das Donau-Schiffahrts-Museum, das Museum in der Dreieinigkeitskirche, das Museum des Bezirksklinikums, die Volkssternwarte Regensburg, sowie an Museen in privater Trägerschaft das Brückturmmuseum, das Uhrenmuseum, das Golfmuseum, das Postmuseum und das Dinoraeum.

Am Gewerkschaftshaus in der Richard-Wagner-Straße wird seit 1986 mit einer Gedenktafel an zwei NS-Opfer aus der Arbeiterbewegung erinnert: an die SPD-Reichstagsabgeordnete Antonie Pfülf, die aus Verzweiflung über die Handlungsunfähigkeit ihrer Partei und der Gewerkschaften 1933 in den Freitod gegangen war. Nach ihr wurden auch die örtliche Parteizentrale benannt sowie ein Preis mit ihrem Namen gestiftet. Der andere war der SPD-Landtagsabgeordnete Alfons Bayerer, der nach langjähriger Zuchthaushaft 1939 an den Haftfolgen starb.

Seit 1986 erinnert eine Gedenktafel am Jüdischen Gemeindehaus Am Brixener Hof 2 an die Zerstörung der Synagoge und an die Verfolgung und Ermordung hunderter jüdischer Bürger. Eine Erinnerungstafel an umgebrachte jüdische Schülerinnen haben Schüler des Von-Müller-Gymnasiums 1987 nach eigenen Recherchen im Foyer ihrer Schule angebracht. Auf dem Jüdischen Friedhof an der Schillerstraße geben Inschriften auf Grabsteinen Auskunft über den unnatürlichen Tod dieser Verstorbenen. U.a. befinden sich hier die Grabstätten von Otto Selz (eines der ersten jüdischen Opfer von 1933) sowie von Julius Lilienthal, der beim „Schandmarsch“ im Zusammenhang mit dem Novemberpogrom 1938 durch die Stadt getrieben wurde.

Am Altbau des Bezirksnervenkrankenhauses an der Ludwig-Thoma-Straße erinnert seit 1990 eine Gedenktafel an die 638 ermordeten Psychiatriepatienten und weitere Opfer des NS-Rassenwahns.

In einer Grünanlage an der Kreuzung Siemens-/Straubingerstraße erinnert seit 1988 das „Mahnmal am Hohen Kreuz“ (Bildhauer Heinrich Glas) an 700 sowjetische Kriegsgefangene, die im Zweiten Weltkrieg Opfer brutaler Zwangsarbeit und unmenschlicher Lebensbedingungen wurden. Mit einem Mahnmal für die Opfer des Lagers „Colosseum“ wird der teils jüdischen KZ-Häftlinge dieses und anderer Außenlager gedacht.

An den Mord an Domprediger Johann Maier, den Lagerarbeiter Josef Zirkl und den Polizeiinspektor Michael Lottner am 23. April 1945 wird an mehreren Stellen der Stadt erinnert. Sie hatten versucht, die Forderung der „Regensburger Frauendemonstration“ nach friedlicher Übergabe der Stadt an die US-Truppen zu vermitteln und wurden daraufhin von Gestapo-Beamten erschossen bzw. öffentlich erhängt. Daran erinnern seit 1946 eine Gedenktafel im Dom, zwei weitere Tafeln seit 1950 am Ort ihrer Hinrichtung am Dachauplatz, sowie seit 1975 mit einem Denkmal in einer Grünanlage am Dachauplatz. Straßenbenennungen im Stadtteil Prüfening kamen hinzu.

Regensburg hat ein reiches Musikleben. International herausragend bekannt sind die Regensburger Domspatzen. Die alte Musik wird alljährlich im Festival „Tage alter Musik“ gepflegt. Sie verbinden historische Aufführungspraxis mit Konzerten in den historischen Räumen Regensburgs. Die klassische Musik wird in Konzertreihen auf hohem internationalen Niveau in Regensburg präsentiert. Insbesondere die Odeon Concerte im Audimax der Universität bringen internationale Orchester wie das London Philharmonic Orchestra oder berühmte Solisten wie Anne-Sophie Mutter in die Domstadt. Seit 2003 gibt es im Juli die Regensburger Schlossfestspiele im Innenhof des Schlosses Thurn und Taxis. Auch sie finden im süddeutschen Raum immer mehr Beachtung. Im Programm finden sich immer mehrere Stars, wie etwa der Startenor Rolando Villazon.

Moderne Musikrichtungen, besonders der Jazz, werden alljährlich im Sommer während des Bayerischen Jazzweekends gepflegt. An einem verlängerten Wochenende im Sommer treten an mehreren Spielstätten in der Altstadt über einhundert verschiedene Bands, Combos und Solisten auf. Die Jury des Bayerischen Jazzinstituts sorgt für ein hohes musikalisches Niveau. Hinzu kommen die Regensburger Tage des Schülertheaters, dabei führen in drei Wochen im Juni etwa 20 Schulbühnen ihre Stücke auf. Weiterhin gibt es das Open-Air-Kino der in der Altstadt ansässigen Lichtspielhäuser. Über mehrere Wochen werden aktuelle Filme, aber auch Klassiker und Publikumslieblinge aus den letzten Jahren gezeigt.

Die Steinerne Brücke mit dem Brücktor wurde 1135 bis 1146 gebaut. Sie gehört zu den bedeutendsten Brückenbauwerken des Mittelalters und war unter anderem Vorbild für die Prager Karlsbrücke. Das Alte Rathaus mit dem Reichssaal war Sitz des Immerwährenden Reichstages. Der Herzogshof mit Römerturm am heutigen Alten Kornmarkt bildete die frühere Herzogspfalz der agilolfingischen Herzöge.

Aus der Römerzeit sind beim Bischofshof die Porta Praetoria, ein Stadttor, und an der Adolph-Kolping-Straße, im Parkhaus an der D.-Martin-Luther-Straße und am Ernst-Reuter-Platz Reste der römischen Kastellmauern erhalten.

Das gotische Ostentor von 1300 war das Eingangstor zur Stadt von Osten. Die Historische Wurstkuchl an der Donau gilt als älteste Wurstbraterei der Welt. An der Stelle des früheren Hafens findet man unterhalb der Steinernen Brücke den Salzstadel und oberhalb den Amberger Stadel. Geprägt ist das Stadtbild auch durch die so genannten Patrizierburgen bzw. Geschlechtertürme wie das Haus an der Heuport oder das Goldene Kreuz am Haidplatz, das als Kaiserherberge für Karl V. diente. Weitere große Patrizierburgen sind das Goliathhaus, das Runtingerhaus und das Zandthaus. Der 1260 entstandene Goldene Turm in der Wahlenstraße ist wohl der bekannteste der Regensburger Geschlechtertürme, mit denen die Patrizierfamilien ihren Reichtum und Einfluss zur Schau stellten. Ebenfalls sehenswert ist der Baumburger Turm.

Die königliche Villa am Ostrand der Altstadt entstand von 1854 bis 56 im Auftrag von König Maximilian II. im Stil der englischen Neugotik. Das fürstliche Schloss Thurn und Taxis ist mit 500 Zimmern das größte Schloss in Deutschland. In der Nähe des Hauptbahnhofs befindet sich einer der fünf letzten noch erhaltenen Pilzkioske, der hier „Milchschwammerl“ genannt wird.

In Regensburg gibt es eine Vielzahl historischer Kirchen und mehrere teils ehemalige Klöster. Der Dom St. Peter ist das Hauptwerk der Gotik in Bayern. Nach mehreren Vorgängerbauten dürfte der gotische Dom bald nach 1260 begonnen worden sein. Ein vorläufiger Abschluss ist mit dem Jahr 1520 anzusetzen. Von 1859 bis 1872 erfolgte erst der Ausbau der Turmhelme und der Querhausgiebel. Die letzte große Innenrenovierung fand von 1985 bis 1988 statt.

Die Stiftskirche und Basilika Minor zu Unserer lieben Frau zur Alten Kapelle (Stift zu Unserer Lieben Frau Regensburg) wurde um 875 erbaut. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie neu ausgestattet und zählt seither zu einer der prachtvollsten Kirchen des Rokoko in ganz Bayern.

Die ursprünglich romanische, später stark barockisierte Kirche und Basilika Minor St. Emmeram war früher Teil des gleichnamigen, 1803 säkularisierten Klosters, dessen Räumlichkeiten heute zum Schloss Thurn und Taxis gehören. Sie hat den Status einer päpstlichen Basilika Minor. Beachtenswert ist ebenfalls die Nebenkirche St. Ruprecht.

Die Kirche St. Jakob auch bekannt unter dem Namen Schottenkirche, eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert, leitet ihren Namen vom Kloster der irischen Benediktiner (Skoten) ab, zu dem sie gehörte. Der Haupteingang, das Schottenportal, ist wegen seiner einzigartigen Steinmetzarbeiten weltberühmt.

Die frühgotische Kirche St. Ulrich beherbergt das Bistumsmuseum des Bistums Regensburg.

Regensburg verfügt über einen die Altstadt vollständig umschließenden Grüngürtel. Er stößt im Osten und im Westen an die Donau an. Er entstand Ende des 18. Jahrhunderts aus der mittelalterlichen Stadtumfriedung und Teilen des Schlossparks der Fürsten von Thurn und Taxis. Die weiteren Einzelheiten zum Alleengürtel finden sich im Artikel Sehenswürdigkeiten in Regensburg im Abschnitt Grüngürtel.

Große Parks im Westen der Altstadt sind der Dörnbergpark, der Stadtpark und der Herzogspark. Am Oberen Wöhrd befindet sich der „Inselpark“. Die größte Grünanlage, der „Donaupark“ mit dem Westbad und dem Westbadweiher liegt im Westen an der Donau. Weitere Parks südlich der Donau sind der „Königswiesener Park“, der „Georg-Hegenauer-Park“, der „Karl-Freitag-Park“, die Grünanlagen der Universität und der „Ostpark“ an der Landshuter Straße, ein ehemaliger Exerzierplatz; nördlich der Donau liegen der Hans-Herrmann-Park, der Aberdeen-Park und der Tempe-Park.

An der Frankenstraße befindet sich der eigentümliche Max-Buchhauser-Garten mit seinen grotesken Skulpturen. Beliebtes Spaziergebiet sind die „Winzerer Höhen“ mit gutem Ausblick auf die Stadt und der Möglichkeit der Weiterwanderung zum beliebten Biergarten in Adlersberg. Weitere beliebte Ausflugsgebiete im Stadtgebiet sind die Wanderungen von Keilberg aus, der Burgweintinger Wald, sowie der Max-Schultze-Steig am westlichen Donauufer.

In der Spielzeit 2008/09 tritt der SSV Jahn 2000 Regensburg in der 3. Fußball-Bundesliga an. Die Frauenmannschaft des SC Regensburg spielte in der Spielzeit 2006/2007, 2007/2008 in der 2. Frauenbundesliga, Staffel Süd und in der Spielzeit 2008/2009 in der Regionalliga. Der Freie TuS Regensburg spielt in der Landesliga Mitte.

Regensburg ist auch eine Stadt mit angesehenen Eishockeyvereinen. Zu den bekannteren gehört der EV Regensburg, der nach der Insolvenz der Eisbären GmbH ab der Saison 2008/09 in der Landesliga Nord Eishockey spielen wird. Der EHC Regensburg wird in der kommenden Saison in der Landesliga Ost antreten. Beide Mannschaften spielen in der 1998 im Stadtosten neu errichteten Donau-Arena, die das alte Eisstadion an der Nibelungenbrücke ersetzte.

In Regensburg sind in Deutschland wenig verbreitete US-Amerikanische Sportarten sehr stark vertreten: Im Baseball spielen die Regensburg Legionäre in der höchsten Spielklasse, der Bundesliga Süd. Ihre Spielstätte ist die Armin-Wolf-Arena, das größte Baseballstadion Deutschlands. Mit den Regensburg Phoenix ist auch eine American-Football-Mannschaft ansässig. Das Team, das aus dem ehemaligen Bundesliga-Team der Royals hervorgegangen ist, spielt in der Regionalliga.

Die LG TELIS FINANZ Regensburg hat im Sportjahr 2007 zwei Welt- und elf Europameistermeisterschaften, sowie 10 Deutsche Meisterschaften errungen. Dazu kommen noch 55 Bayerische Meistertitel. Damit zählt sie zu den erfolgreichsten Leichtathletikvereinen Deutschlands.

Neben dem Veloclub Ratisbona, der als einer der größten Radsportvereine in Bayern Ausrichter des bekannten Arberradmarathons ist, kümmert sich u. a. der RSC88 Regensburg seit 1988 um ambitionierte Mountainbiker und Rennradfahrer in Regensburg. 2007 war Regensburg zum zweiten Mal nach 1950 Etappenzielort der Deutschland Tour, des wichtigsten internationalen Radrennens auf deutschem Boden.

Die Damen des ESV 1927 Regensburg spielen in der Saison 07/08 in der Bayernliga, die Herren in der Bezirksoberliga. Die Herrenmannschaft der SG/DJK Regensburg spielt ebenfalls in der Bayernliga.

Die erste Mannschaft der SV Fortuna Regensburg spielt in der Saison 2008/2009 in der 1. Bundesliga. Die erste Mannschaft der SG Post/Süd Regensburg spielt in der 2. Bundesliga Süd.

Der Billardclub Regensburg spielt in der Disziplin Dreiband in der 2. Bundesliga.

Der Schachverein SV Fortuna Regensburg spielt nach seinem Aufstieg in der 2. Bundesliga Ost.

Das Regensburger Kulturleben bietet einige herausragende, regelmäßige Veranstaltungen: zweimal im Jahr − Anfang Mai und Ende August – treffen sich die Regensburger zu ihrem Volksfest, der Regensburger Dult. Das Bürgerfest in der gesamten Altstadt findet alle zwei Jahre an einem langen Wochenende im Sommer statt und zieht weit über 100.000 Besucher an. Ebenfalls im Zweijahresintervall ist Ende März und Anfang April die neuntägige Donauausstellung (DONA) mit vielen Sonderausstellungen zu sehen. Jeweils am zweiten Juliwochenende treffen sich Ritter, Gaukler und Spielleute beim Regensburger Spectaculum, einem Mittelaltermarkt, unter den Bögen der Steinernen Brücke auf der Jahninsel. Im Dezember folgen die Weihnachtsmärkte, besonders hervorzuheben ist hier der Christkindlmarkt.

Die größte Regensburger Sportveranstaltung ist der Regensburg-Marathon am Sonntag nach Christi Himmelfahrt. Mit über 1000 Marathon- und über 3000 Halbmarathonfinishern gehört er zu den 20 größten Stadtmarathons in Deutschland. Am zweiten Sonntag im August folgt der Regensburg Triathlon über Kurz- und Jedermann-Distanz. Der Arberradmarathon führt am letzten Sonntag im Juli mehr als 6.000 Teilnehmer auf unterschiedlich anspruchsvollen Strecken von bis zu 250 Kilometer Länge von Regensburg in den Bayerischen Wald und zurück.

Der wirtschaftliche Aufschwung Regensburgs nach dem Zweiten Weltkrieg begann relativ spät. Die Fachhochschule und die Gründung der Universität 1967 bildeten die Grundlage für eine sehr dynamische wirtschaftliche Entwicklung, gestärkt durch die Ansiedlung einer Reihe von Großunternehmen. Die Arbeitslosenquote (Stadt + Landkreis) lag im Januar 2008 mit 5,0 % unter dem bayerischen Landesdurchschnitt. So erreicht Regensburg heute die höchste Arbeitsplatzdichte in Deutschland nach Frankfurt am Main mit 720 je 1.000 Einwohner. Die im Verhältnis zu den Hauptwohnsitzen hohe Zahl von 92.565 (2005) sozialversicherten Beschäftigten (die Zahl der Erwerbstätigen liegt über 128.000) folgt aus den starken Pendlerströmen aus dem Umland und führt zu einem hohen Bruttoinlandsprodukt der Stadt. Im Prognos Zukunftsatlas 2007, der 439 Kreise und kreisfreie Städte in Deutschland nach ihrer Stärke und Dynamik miteinander vergleicht, zählt Regensburg auf Platz 5 zu den acht „Top-Regionen mit Zukunftschancen“.

2005 arbeiteten 75 der abhängig Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft, 30.387 im verarbeitenden Gewerbe, 2.458 im Baugewerbe, 11.365 im Handel, 4.607 für Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 3.220 im Kredit- und Versicherungsgewerbe, 32.844 im Sektor Dienstleistungen und 6.147 in den Verwaltungen der ansässigen Gebietskörperschaften. 1.192 Personen arbeiten in sonstigen Bereichen. Das verarbeitende Gewerbe hat seine Schwerpunkte im Automobilbau mit seinen Zuliefersparten, in der Elektrotechnik, in der Mikroelektronik und im Maschinenbau.

Außerdem ist Regensburg seit 2006 Sitz der Geschäftsstelle des bayerischen Cluster Sensorik. Die von der Stadt Regensburg (Amt für Wirtschaftsförderung) initiierte Strategische Partnerschaft Sensorik e. V. ist ein Technologie-Netzwerk mit über 30 Mitgliedern aus dem Bereich Sensorik im Raum Ostbayern.

Zu den bedeutendsten Firmen der Stadt gehören heute E.ON, BMW, Continental Automotive, Siemens, Infineon, Osram Opto Semiconductors, Maschinenfabrik Reinhausen, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, AREVA Sachsenwerk, die SGB Starkstrom-Gerätebau GmbH, die Deutsche Telekom AG, Toshiba und Andritz-Fiedler Perforier-Technik. Außerdem war Regensburg der Standort der ältesten Zuckerfabrik Bayerns (stillgelegt Ende 2007); das 1899 gegründete Werk gehörte zur Südzucker AG.

Die Ansiedlung von Zukunftsbranchen wird durch die Stadt aktiv gefördert. Einrichtungen wie der Gewerbepark Regensburg, das Gründerzentrum IT-Speicher oder der BioPark mit inzwischen über 30 Biotech-Firmen sind Bestandteile einer wirtschaftlichen Neustrukturierung der Stadt. Zu Zeiten des New-Economy-Booms wurden hier eine Reihe von Unternehmen gegründet wie ABC Telebuch (Vorläufer von Amazon.de), Adori AG, Feedback AG, Offerto.de oder die SPiN AG, womit Regensburg zeitweise eines der Zentren der deutschen Internetwirtschaft war. Einige Unternehmen sind zwischenzeitlich in geografisch günstiger gelegene Regionen in Deutschland übergesiedelt (von Amazon ist z. B. nur ein Teil des Kundensupports verblieben), während andere Unternehmen (beispielsweise Adori oder Feedback) mit dem Absturz des Neuen Marktes untergingen.

Große Flächen für den Einzelhandel entstanden im 1967 errichteten und mehrmals erweiterten Donau-Einkaufszentrum im Nordosten der Stadt. In den letzten Jahren entstanden am Bahnhof innenstädtisch zusätzlich die Regensburg Arcaden.

Von der Vielzahl Regensburger Brauereien sind nur die drei Stiftungsbrauereien Kneitinger, Bischofshof und die Spitalbrauerei geblieben. Die am Ort befindliche Fürstliche Brauerei Thurn und Taxis wurde 1996 durch Paulaner übernommen.

Mit dem Autobahnkreuz Regensburg und dem Regensburger Hauptbahnhof ist die Stadt ein Autobahn- und Eisenbahnknotenpunkt in Ostbayern.

Bis in die 1970er-Jahre war Regensburg der Sitz einer Eisenbahndirektion und Schnittpunkt von Fernverkehrszügen. Die Deutsche Bahn befährt die Strecke Nürnberg – Regensburg – Passau – Wien mit ICE-Zugpaaren im Zweistundentakt. Bis zur Eröffnung des Europakanals Rhein-Main-Donau 1992 war sie die Bahnstrecke mit dem höchsten Güteraufkommen in Deutschland.

Regensburg erfuhr durch den Wegfall der Interzonenzüge und der Einstellung der Interregio-Züge einen Bedeutungsverlust. Auf den Strecken Regensburg – Landshut – München, Regensburg – Weiden – Hof und Regensburg – Ingolstadt – Ulm verkehren seitdem nur noch Regionalzüge. Damit ist Regensburg kein Fernverkehrskreuz mehr. Regionale Bahnstrecken nach Alling, zur Walhalla und nach Falkenstein wurden bereits in der Nachkriegszeit stillgelegt.

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) versorgen 70 Buslinien des Regensburger Verkehrsverbundes (RVV). Zwischen 1903 und 1964 betrieb die Stadt ein kleines Straßenbahnnetz. Anfang der 1980er-Jahre scheiterte ein Vorhaben zur Untertunnelung des Altstadtabschnittes für die Stadtbusse. Es laufen Planungen für den Bau eines Stadtbahnnetzes. Dafür werden bereits Trassen freigehalten bzw. Bauwerke wie die Nibelungenbrücke entsprechend ausgelegt.

Mit dem Bedeutungsverlust der Bahn ging eine Aufwertung der Straßenanbindung einher. Bis in die 1980er-Jahre mündeten alle Bundesautobahnen um Regensburg in Bundesstraßen. In der Folgezeit wurde Regensburg stufenweise vollständig an das deutsche Bundesautobahnnetz angeschlossen.

Neben der Steinernen Brücke, die inzwischen für den motorisierten Verkehr gesperrt ist, existieren im Stadtgebiet als überregional bedeutsame Brücken die Nibelungenbrücke, die Donaubrücke Pfaffenstein sowie die Donaubrücke Schwabelweis.

Regensburg liegt an drei touristischen Straßen, der Deutschen Limesstraße, der Straße der Kaiser und Könige sowie der Europäischen Goethe-Straße.

Der Hafen Regensburg ist mit einem Gesamtumschlag 2003 von 6.681.000 t (Schiff: 3.194.000 t) der größte Hafen Bayerns. Seine Lage am Europakanal Rhein-Main-Donau macht ihn zu einem wichtigen Umschlagplatz zwischen den Nordseehäfen und Osteuropa.

Regensburg ist Kreuzungspunkt mehrerer Fernradwege: Der Donau-Radweg führt von der Donauquelle nach Budapest, der Waldnaabtal-/Naabtal-Radweg von Bärnau nach Regensburg, der Regental-Radweg von Regensburg nach Bayerisch Eisenstein, der Limes-Radweg von Bad Hönningen nach Regensburg, der Falkenstein-/Festspiel-/Chambtal-Radweg von Regensburg nach Falkenstein/Cham/Furth im Wald.

1992 wurde das Universitätsklinikum in Betrieb genommen. Es bildet den Abschluss des Ausbaus der Universität Regensburg zur Volluniversität, in der alle wesentlichen wissenschaftlichen Studiengänge angeboten werden. Die erste Ausbaustufe umfasste seit den frühen 1980er-Jahren die Zahn-, Mund- und Kieferklinik. Das Klinikum zählt zu den modernsten in Europa. Es hat 3.200 Beschäftigte, etwa 1.500 Studierende der Human- und Zahnmedizin, die höchste Versorgungsstufe vier sowie einen Einzugsbereich von zwei Millionen Einwohnern aus den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern. Aktuell verfügt es über 804 Betten und 12 Dialyseplätze. 2004 wurden 97.936 ambulante Behandlungen, 28.635 stationäre Behandlungen bei einer durchschnittliche Verweildauer von acht Tagen durchgeführt.

Die weiteren, teilweise mit dem Uniklinikum zusammen arbeitenden Krankenhäuser sind das Krankenhaus St. Josef, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und die Klinik St. Hedwig für Geburten und Kinder. Seit 1852 gibt es mit dem Bezirksklinikum Regensburg eine Nervenheilanstalt in der Stadt.

Aus Regensburg berichten mehrere Rundfunkanstalten. Der Bayerische Rundfunk unterhält das Regionalstudio Ostbayern und der regionale Fernsehsender TVA sendet Informationen über die Region Regensburg/Kelheim/Straubing/Cham. Die Radiosender Gong FM, Radio Galaxy und Radio Charivari Regensburg haben ebenfalls ihren Sitz in Regensburg. Die Mittelbayerische Zeitung, die größte Tageszeitung der Region, erscheint in Regensburg. Eine weitere Regensburger Tageszeitung ist die „Donaupost”, Ableger des Straubinger Tagblatts. Erwähnenswert ist auch die seit 1998 erscheinende „Regensburger Soziale Straßenzeitung und Monatsmagazin Donaustrudl“ mit einer Auflage von ca. 7000 Exemplaren.

Seit 28. September 2006 läuft in Regensburg das „Subprojekt Regensburg“ des europäischen DMB-Projekts MI FRIENDS. Das Projekt in Regensburg ist auf 2 Jahre Laufzeit angelegt, anschließend soll es in den Regelbetrieb übergehen. Regensburg wurde als Projektstandort ausgewählt, weil es sehr gut der durchschnittlichen europäischen Regionalstadt entspricht, sowohl was die Einwohnerzahl von knapp 130.000 und den Einzugsbereich von etwa 170.000 Menschen angeht, als auch was die sozioökonomische und demographische Zusammensetzung betrifft.

Im Ortsteil Ziegetsberg befindet sich ein 139 m hoher Fernmeldeturm aus Stahlbeton vom Typ FMT 2/73, der von 1974 bis 1976 errichtet wurde. Dieser Fernmeldeturm trug auch vom 16. Januar 2003 bis zum 4. April 2003 eine Drahtantenne für Mittelwelle am unteren Schaft des Turms über die das Programm von MEGARADIO auf der Mittelwellenfrequenz 819 kHz mit einer Sendeleistung von 5 kW verbreitet wurde. Die ursprüngliche Größe des Turms betrug 159 m, 2007 wurde jedoch nach Einführung von DVB-T die nutzlos gewordene Turmspitze entfernt.

Bis 2004 war auch der AFN in Regensburg präsent. Er sendete auf der Mittelwellenfrequenz 1485 kHz und verwendete als Sendeantenne für diesen nur 200 Watt starken Sender eine Drahtantenne, die zwischen 2 Holzmasten gespannt war.

Regensburg besitzt drei Hochschulen und damit alle Bildungsreinrichtungen des ersten und zweiten Bildungsweges. Die 1962 gegründete Universität Regensburg nahm als vierte Universität Bayerns 1967 mit allen wesentlichen Fakultäten den Lehrbetrieb auf. Als ihr akademischer Nukleus fungierte die Theologische Hochschule am Ägidienplatz. Die Hochschule Regensburg – University of Applied Sciences, wurde 1971 als Nachfolgerin des Polytechnikums, der Höheren Fachschulen und weiterer Einrichtungen gegründet. Die Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg erhielt 2001 den Hochschulstatus. Sie ging aus der 1874 gegründeten weltweit ersten katholischen Kirchenmusikschule hervor.

Zu den Hochschuleinrichtungen im weiteren Sinne gehören die Forschungs- und Gründerzentren. Im IT-Speicher (einem ehemaligen Lagerhaus an der Donau) und dem IT-Hafen (dem früheren Sitz einer Schifffahrtsgesellschaft) finden Neugründungen der Informationstechnik eine erste Bleibe. Zusammen mit der Fakultät für Informatik der Hochschule Regensburg fokussieren diese Einrichtungen auf den Schwerpunkt IT-Sicherheit. Auf dem Campus der Universität befinden sich Biopark 1 und 2. Diese beiden Einrichtung stehen Neugründungen im Bereich der Biotechnologie und Life-Sciences zur Verfügung. Hier hat eine Arbeitsgruppe der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), mit Arbeitsschwerpunkt Tumor- und Alterskrankheiten, ihren Sitz. Seit 2007 befinden sich das Institut für Ostrecht, das Osteuropa-Institut und das Südost-Institut in Regensburg, die unter dem Dach des Wissenschaftszentrums Ost- und Südosteuropa Regensburg kooperieren.

Regensburg hat ferner zahlreiche allgemeinbildende Schulen. Insgesamt gibt es 18 Grundschulen, sechs Hauptschulen, sechs Förder- und Sonderschulen, fünf Realschulen und acht Gymnasien. Ferner verfügt die Stadt über mehrere berufliche Schulen, vier Berufsschulen, zwei Wirtschaftsschulen, eine Fachoberschule und zwei Berufsoberschulen sowie 14 Berufsfachschulen. Hinzu kommen zwölf freie Bildungseinrichtungen privater und öffentlicher Träger. Größte Einrichtung dieser Art sind die Eckert-Schulen für Berufsfortbildung.

Im Bereich Erwachsenenbildung ist die Volkshochschule der Stadt Regensburg tätig.

Zu den bekanntesten Ehrenbürgern der Stadt gehören Papst Benedikt XVI., früherer Professor der Universität Regensburg, der frühere bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß und der in Regensburg geborene frühere Ministerpräsident Alfons Goppel.

Regensburg ist ferner die Geburtsheimat einiger berühmter Personen ihrer Zeit. Der in Regensburg geborene Don Juan de Austria, ein unehelicher Sohn von Kaiser Karl V. und der Regensburger Bürgertochter Barbara Blomberg, fungierte als Führer der Flotte der heiligen Allianz in der siegreichen Seeschlacht über die Osmanen bei Lepanto.

Vor Ort wirkte der am 9. Januar 1534 in Regensburg verstorbene berühmte Chronist Johannes Aventinus. Am 15. November 1630 starb in Regensburg Johannes Kepler, Mathematiker und Astronom. Zwischen 1945 und 1950 lebte in Regensburg der sudetendeutsche Industrielle Oskar Schindler, der während des Zweiten Weltkrieges über 1.200 Juden vor der drohenden Vernichtung in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern rettete.

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Landkreis Regensburg

Wappen des Landkreises Regensburg

Der Landkreis Regensburg ist der südlichste Landkreis des Regierungsbezirks der Oberpfalz in Ostbayern. Er grenzt im Nordwesten an den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, im Norden an den Landkreis Schwandorf, im Nordosten an den Landkreis Cham (alle in der Oberpfalz), im Osten an den Landkreis Straubing-Bogen, im Süden an den Landkreis Landshut und im Südwesten an den Landkreis Kelheim (alle in Niederbayern). Die kreisfreie Stadt Regensburg wird ganz vom Landkreis Regensburg umgeben.

Der Landkreis ist landschaftlich vielgestaltig. Er umfasst das Donautal und die Täler von Laaber, Regen und Naab, allesamt Nebenflüsse der Donau. Im Osten gehört das Kreisgebiet zum Vorderen Bayerischen Wald und im Westen zu den Ausläufern der Fränkischen Alb.

Die Fläche des Landkreises umfasst 1.395,92 km². Die größte Ausdehnung des Landkreises in Ost-West-Richtung beträgt ca. 61 km, in Nord-Süd-Richtung ca. 52 km. Der höchster Punkt ist der Brennberg mit 653 m über NN, der tiefste Punkt die Gmünder Au mit 320 m.

Vor 1803 gehörten die Gebiete des heutigen Landkreises Regensburg vornehmlich zum Fürstbistum Regensburg, zu Kurbayern und zum Herzogtum Pfalz-Neuburg. 1628 war die Oberpfalz an Bayern gefallen, davon auch Teile des heutigen Landkreises. Bereits 1803 wurde das Landgericht Stadtamhof errichtet. 1810 wurde die Stadt Regensburg eine kreisunmittelbare Stadt. 1811 entstand noch das Bezirksamt Regenstauf. Ferner gab es ein Herrschaftsgericht Wörth, aus dem 1850 das gleichnamige Landgericht errichtet wurde. Die Stadt Regensburg und alle Landgerichte gehörten zum Regenkreis, der 1838 in Oberpfalz umbenannt wurde.

1857 wurde aus 43 Gemeinden des Landgerichts Stadtamhof und einer Gemeinde des Landgerichts Kelheim das neue Landgericht Regensburg errichtet. Das verkleinerte Landgericht Stadtamhof blieb aber weiterhin bestehen. 1862 wurde aus den Landgerichten Regensburg und Wörth das Bezirksamt Regensburg und aus den Landgerichten Stadtamhof und Regenstauf das Bezirksamt Stadtamhof gebildet. Die Stadt Regensburg gehörte diesen Bezirken jedoch nicht an. Die Gerichtsbezirke innerhalb des Bezirksamts Regensburg wurden 1879 und 1905 verändert. Auch der Bezirk Stadtamhof wurde 1879 durch die Aufnahme von Gemeinden der Nachbarbezirke Hemau, Kelheim und Roding erweitert. Ferner vergrößerte sich nach 1900 das Gebiet der Stadt Regensburg durch Eingemeindungen zulasten des Bezirks Stadtamhof. 1929 wurde das Bezirksamt Stadtamhof schließlich aufgelöst und sein Gebiet dem Bezirksamt Regensburg zugeordnet.

Das noch verbliebene Bezirksamt Regensburg wurde ab 1939 in Landratsamt Regensburg, der zugehörige Bezirk in "Landkreis Regensburg" umbenannt. 1946 wurden zwei Gemeinden in den Landkreis Straubing umgegliedert.

Im Rahmen der Gebietsreform 1972 erhielt der Landkreis Regensburg seine heutige Größe, indem er um Orte der bisherigen Landkreise Parsberg, Mallersdorf, Burglengenfeld und Rottenburg an der Laaber (2 Gemeinden) erweitert wurde. Im Osten gab der Landkreis Regensburg insgesamt sechs Gemeinden an die Landkreise Cham und Straubing-Bogen ab.

Bei der Landratswahl von 2008 setzte sich Herbert Mirbeth im ersten Wahlgang mit 50,73% gegen Tanja Schweiger von den Freien Wählern (18,46%), Josef Weitzer von der SPD (18,01%) und weitere drei Kandidaten durch.

Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten gespalten von Rot und Silber; vorne ein silberner Schrägbalken, hinten ein rotes Tatzenkreuz.

Das polizeiliche Kennzeichen lautet sowohl in der Stadt Regensburg, wie auch im Landkreis "R". Bei PKW kann allerdings dennoch die Herkunft des Wagens unterschieden werden: Allen städtischen PKW wird prinzipiell eine Nummer mit genau zwei Buchstaben und zwei bzw. drei Ziffern zugeteilt. Für Halter aus dem Landkreis sind Kennzeichen mit einem Buchstaben und vier Ziffern reserviert, wobei es hier einige Ausnahmen gibt.

Im Jahre 1859 erreichte die erste Bahnlinie Regensburg von München über Sünching und führte weiter nach Schwandorf - Amberg - Nürnberg.

Erst 1873 folgte die direkte Strecke über Neumarkt nach Nürnberg. Im selben Jahr konnte man auch nach Landshut - München den kürzeren Weg über Eggmühl nehmen, während von Sünching nur noch in Richtung Straubing - Passau gefahren wurde.

1874 wurde die Donautalbahn nach Saal - Ingolstadt durch die Bayerischen Staatseisenbahnen in Betrieb genommen. Von ihr zweigte 1875 in Sinzing die kurze Stichbahn nach Alling ab.

Weitere staatliche Lokalbahnen folgten erst nach der Jahrhundertwende: 1903: Eggmühl - Schierling - Langquaid und 1913: Regensburg-Wutzlhofen - Wenzenbach - Falkenstein.

Es verblieben die Hauptbahnen mit 112 km Länge.

Der Landkreis Regensburg wird durch die Autobahnen A 3 (Passau-Nürnberg) und A 93 (München-Hof) erschlossen.

Der Landkreis Regensburg umfasst 41 Gemeinden, davon 3 Städte und 8 Märkte.

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Christoph Schiller

Karl Christoph Schiller (* 13. November 1927 in Mistelbach; † 4. November 1994 in Regenstauf) war ein deutscher Theologe, Pädagoge und Politiker (SPD).

Nach dem Schulbesuch leistete Schiller zunächst Reichsarbeitsdienst. Anschließend wurde er zur Wehrmacht eingezogen und nahm 1944/45 als Luftwaffenhelfer am Zweiten Weltkrieg teil und wurde verwundet. Zuletzt geriet er in russische Kriegsgefangenschaft.

Schiller absolvierte von 1948 bis 1952 ein Studium der evangelischen Theologie, war 1953/54 Stadtvikar in Treuchtlingen und von 1954 bis 1957 als Exponierter Vikar in Nürnberg-Langwasser tätig. Von 1957 bis 1961 wirkte er als Pfarrer in Burggrub. Im Anschluss arbeitete er als Religionslehrer und wurde zum Oberstudienrat befördert.

Schiller war seit 1966 Ratsmitglied der Stadt Bayreuth und von 1974 bis 1994 Mitglied des Bezirkstages des Bezirkes Oberfranken. Dem Deutschen Bundestag gehörte er von 1969 bis 1972 an. Er war über die Landesliste Bayern ins Parlament eingezogen.

Schiller amtierte von 1966 bis 1972 als Bürgermeister der Stadt Bayreuth und war von 1972 bis 1990 Landrat des Kreises Wunsiedel.

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Gerhard Faltermeier

Gerhard Faltermeier (1965)

Gerhard „Gerd“ Faltermeier (* 23. Oktober 1943 in Steinsberg, heute Gemeinde Regenstauf im Landkreis Regensburg; † 9. März 2009 in Karlsruhe), auch „Benno“ gerufen, war ein deutscher Fußballspieler, der in den Jahren 1965 bis 1968 in 13 Spielen der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Amateure zum Einsatz kam. 1971 war er auch der erste Torschütze des Monats der ARD Sportschau.

Im heutigen (2007) Markt Regenstauf im Oberpfälzer Landkreis Regensburg, Ortsteil Steinsberg, durchlief der Schüler Gerhard Faltermeier in der Jugendabteilung des dortigen FSV Steinsberg die diversen Jugendklassen. Bereits mit 17 Jahren stürmte das Offensivtalent in der ersten Mannschaft des Heimatvereins in der Kreisliga Regensburg. Durch seine herausragende Trefferquote fiel er den Spähern des SSV Jahn Regensburg auf. Jahn war durch den 13. Rang in der Saison 1962/63 in der 2. Liga Süd durch die Einführung der Fußball-Bundesliga ab 1963/64 in die 1. Amateurliga Bayern zurückgestuft worden. Der Verein des Ex-Nationaltorhüters Hans Jakob, wollte in der Runde 1963/64 den Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga Süd bewerkstelligen und war deshalb an einem talentierten Torschützen interessiert. Mit 19 Jahren wechselte „Benno“ Faltermeier 1963 nach Regensburg.

Der junge Angreifer vom FSV Steinsberg setzte sich auf Anhieb gut in Szene und gehörte der Stammelf an. Im zweiten Jahr in Regensburg erlebte er mit den Rot-Weißen im Jahnstadion den überraschenden Abstieg in die Landesliga Bayern. Umgehend feierte Faltermeier mit Jahn Regensburg die Meisterschaft und den Aufstieg in die 1. Amateurliga Bayern in der Saison 1965/66. In dieser Phase warb intensiv der 1. FC Nürnberg um den Torschützen der Jahn-Elf. Nur dank großen Engagements von Seiten der Jahn-Führung konnte der Vorvertrag von Faltermeier, den er beim „Club“ unterzeichnet hatte, rückgängig gemacht und damit der beste Angreifer für die 1. Amateurliga in Regensburg gehalten werden. Jahn startete in die Regionalliga Süd durch. Der Aufsteiger erreichte in der Runde 1966/67 mit Gerhard Faltermeier den Einzug in die Regionalliga Süd. In der Regionalliga kämpfte ständig für den Klassenerhalt. Am vorletzten Spieltag kam Jahn in seinem Heimspiel nur zu einem 1:1 und hatte damit nahezu die letzte Chance für den Klassenerhalt verspielt. Punktgleich mit 20:46 Zählern gingen Frankfurt und Regensburg in den letzten Spieltag, der am 12. Mai 1968 ausgetragen wurde. Die Faltermeier-Elf trat in Rüsselsheim, der FSV im heimischen Bornheimer Hang gegen Waldhof Mannheim an. „Benno“ Faltermeier gelang in der 52. Spielminute der Treffer zum 2:0-Endstand für seine Jahn-Mannschaft, Frankfurt verlor sein Heimspiel mit 0:1 und damit hatte Jahn Regensburg in letzter Minute den Klassenerhalt geschafft.

Nach zwei Runden mit Trainer Alfred Schmidt in der Oberpfalz erlebte Faltermeier mit Heinz Elzner zur Saison 1970/71 seinen dritten Trainer bei Jahn. Im Süddeutschen Pokal des Jahres 1970 war der SSV in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals eingezogen. Vor 15.000 Zuschauern gelang am 3. Januar 1970 im heimischen Jahn-Stadion ein 1:0-Erfolg gegen den Bundesligisten Eintracht Braunschweig. Zusammen mit Manfred Ritschel bildete Gerhard Faltermeier dabei einen gefährlichen rechten Flügel. Das Achtelfinale wurde am 29. Juli 1970 beim FC Bayern München ausgetragen. Die Münchener gewannen vor 20.000 Zuschauern mit 4:0 Toren. Nach neun Runden in Regensburg nahm der noch 28-jährige Faltermeier das Angebot des Karlsruher SC an und wechselte im Sommer 1972 nach Baden.

Der seinerzeitige Mittelfeldspieler des SSV Jahn Regensburg jagte am 28. März 1971 im Regionalligaspiel (damals zweitklassig) gegen den VfR Mannheim einen 20-Meter-Freistoß so in den Winkel, dass der Ball oben im Netz hängen blieb. 71.000 von 250.000 Einsendungen wählten diesen Treffer zum ersten „Tor des Monats“. Sportschau Gastgeber Oskar Klose überreichte die erste Auszeichnung an Faltermeier.

Faltermeier hatte mit 31 Spielen und sechs Treffern Anteil an der Vizemeisterschaft der Elf aus dem Wildpark in der Regionalliga-Runde 1972/73 und dem damit verbundenen Einzug in die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Dort setzte sich aber Fortuna Köln durch und das Team von KSC-Trainer Heinz Baas hatte keine Chance. In seiner zweiten Saison in Karlsruhe erlebte der Mittelfeld-Routinier den Trainerneuling Carl-Heinz Rühl. Faltermeier war von der dynamischen und positiven Art des Kölners sehr angetan, dies galt trotz des nur erreichten Mittelfeldplatzes in dieser Runde. In 29 Spielen steuerte „Benno“ fünf Treffer für die Badener bei. Da mit Beginn der Runde 1974/75 die Ära der 2. Fußball-Bundesliga angesagt war, er 31 Jahre wurde und zudem sein ihm angenehmer Angestelltenplatz bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder in der Karlsruher Hans-Thoma-Straße als Profi in der 2. Bundesliga auf dem Spiel gestanden hätte, beendete Gerhard Faltermeier nach der Runde 1973/74 seine Karriere im Vertragsligafußball.

Bereits bei der ersten Verbandsrunde mit Jahn Regensburg in 1963/64 wurde Faltermeier von Verbandstrainer Horst Stürze in die Verbandsauswahl berufen und nahm auch an einer Afrika-Reise im Jahre 1964 mit der Bayern-Auswahl teil. Mit der BFV-Auswahl gewann er in den Jahren 1965 und 1968 zweimal mit Mitspielern wie Heinz Wittmann, Rudolf Netzel, Josef Parzl, Manfred Ritschel, Horst Pohl, Manfred Größler und Dieter Nüssing den DFB-Länderpokal.

Im Jahre 1967 nahm er an einer Nordamerikareise mit dem Bayerischen Fußball-Verband teil, die völlig neue Einblicke in die Lebensgewohnheiten für den 24-Jährigen aus der Region Oberpfalz vermittelten. Insgesamt brachte es Faltermeier von 1965 bis 1968 auf 28 Berufungen in der Bayerischen Amateurauswahl.

DFB-Trainer Dettmar Cramer berief den 21-jährigen Faltermeier zu seinem ersten Länderspiel in der Deutschen Amateurnationalmannschaft für das Spiel am 2. Juni 1965 in Wiesbaden gegen Holland. Beim 4:2-Erfolg bildete er zusammen mit Heinz-Herbert Kreh und Gerhard Neuser das Innentrio. Im Jahre 1966 ragten die zwei Einsätze im UEFA Amateur Cup gegen die Türkei in Bamberg und gegen Jugoslawien in Sisak heraus.

Beim Debüt des späteren Rekordnationalspielers Egon Schmitt am 25. Mai 1967 in Konstanz gegen Italien stürmte Faltermeier im Angriff der DFB-Elf. Das 0:0-Unentschieden am 20. September 1967 gegen Österreich hatte hohen emotionalen Stellenwert, da es im Jahn-Stadion in Regensburg vor heimischer Kulisse ausgetragen wurde. Auch der Nachfolger von Dettmar Cramer, Udo Lattek, schenkte dem Regensburger das Vertrauen für die zwei Olympia-Qualifikationsspiele 1967 gegen Großbritannien. Das Heimspiel am 25. Oktober wurde in Augsburg mit 0:2 Toren verloren, so dass der 1:0-Erfolg am 8. November in Hendon nicht für die Qualifikation ausreichte. Das im Vorfeld des Rückspiels erlebte Londoner Stadtderby Arsenal gegen West Ham United blieb „Benno“ Faltermeier noch lange in lebhafter Erinnerung. Die Atmosphäre im Stadion, die Stimmung der Fans in den brechend vollen Rängen und deren unaufhörliche Unterstützung der Mannschaften waren für den damals 24-Jährigen ein nachwirkender Eindruck. Nicht zu missende Erlebnisse brachten für Faltermeier und seine Kollegen aus der Amateurnationalmannschaft auch die Asienreise im Dezember 1967/Januar 1968 mit sich. Vom 30. Dezember 1967 bis zum 17. Januar 1968 trug die DFB-Elf sechs Länderspiele gegen Burma, Thailand, Malaysia, Hongkong, Philippinen und Japan aus. Die Eindrücke der Städte, der Menschen auf der Straße und im Stadion, das waren Momente wofür es sich lohnte, Amateurnationalspieler zu sein, bemerkte Faltermeier im Gespräch über diese Reise. Da Jahn Regensburg nach der Asienreise dem Spieler keine Freistellung für die Amateurnationalmannschaft mehr zugestehen wollte, war das 13. Länderspiel am 3. Januar 1968 in Bangkok gegen Thailand das letzte Spiel von Faltermeier für die DFB-Amateure.

Nach einer Zwischenstation als Spieler beim SC Baden-Baden in der 1. Amateurliga Südbaden in der Runde 1974/75 begann „Benno“ Faltermeier im Sommer 1975 beim ASV Durlach seine Laufbahn als Trainer im Amateurbereich. Bis zum 40. Lebensjahr übte er diese Aufgabe als Spieler-Trainer aus. An seine Tätigkeit in Durlach schlossen sich die Stationen KSC-A-Jugend, SG Siemens Karlsruhe, FV Hochstetten, FC Eggenstein, Fortuna Kirchfeld, FC Busenbach, FV Berghausen und FG Rüppurr an. Neben seinen Trainer-Engagements verstärkte das „Laufwunder“ Faltermeier über viele Jahre die KSC-Traditionsmannschaft. Ende 1998 zwangen ihn diverse Operationen dazu seine Trainertätigkeit zu beenden.

Gerhard Faltermeier war seit 2006 im Ruhestand und erholte sich von einer Krebsoperation. Er lebte mit seiner Frau in Karlsruhe und hatte zwei Enkelkinder, mit denen er viel Zeit verbrachte. Er hatte immer noch Interesse am Abschneiden von Jahn und dem Karlsruher SC. Am 9. März 2009 erlag Gerd Faltermeier im Alter von 65 Jahren seiner Krebserkrankung.

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Source : Wikipedia