Recklinghausen

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Geschrieben von tron 22/04/2009 @ 02:10

Tags : recklinghausen, nordrhein-westfalen, deutschland

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Recklinghausen

Wappen der Stadt Recklinghausen

Die Stadt Recklinghausen liegt im Ruhrgebiet im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Landkreises, des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster, und ist dessen größte Stadt und Sitz. Recklinghausen ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.

Recklinghausen liegt am Nordrand des Industriereviers im so genannten Emscherland auf der zur Emscherniederung sanft abfallenden Südabdachung der Lippe-Emscher-Platte. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist der Rodelberg mit 124 m ü. NN, die tiefste Stelle liegt bei der Schule in der Karlstraße (43 m ü. NN). Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in West-Ost-Richtung 9,5 und in Nord-Süd-Richtung 10,9 km. Der Umfang des Stadtgebiets beträgt 43 km.

Berghausen, Bockholt, Essel, Grullbad, Hillen, Hillerheide, Hochlar, Hochlarmark, König Ludwig, Röllinghausen, Speckhorn, Stuckenbusch, Süd, Suderwich und Börste.

Hochlar hat etwa 7.500 Einwohner. Der Ort blickt auf eine lange Tradition im Vest zurück und fand erstmals im 9. Jahrhundert urkundliche Erwähnung als Huch Larhe (gerodeter Hügel). In Hochlar fanden zur Zeit der Inquisition auf dem Segensberg Hexen- und Ketzerverbrennungen statt.

Berühmte Ereignisse in Hochlar sind der Tanz in den Mai des Löschzuges Hochlar der Freiwilligen Feuerwehr, das alle drei Jahre stattfindende Schützenfest, das jedes Jahr aufgeführte Hochlarer Krippenspiel und der alle zwei Jahre stattfindende Erntedankmarkt.

König-Ludwig/Röllinghausen (16.398 Einwohner) wurde nach der ehemaligen Zeche benannt. Ihr Namensgeber war der bayrische König Ludwig II. Teil des Stadtteils König-Ludwig ist die ECA-Siedlung. Der Bau wurde 1953 durch den Marshallplan der USA ermöglicht. Aus den USA kamen die Mittel, um in Recklinghausen eine Siedlung für ca. 500 Bewohner zu erschaffen. Heute leben ca. 2000 Einwohner in der ECA-Siedlung.

Wurde seit 1884 auf Schacht 1 der Zeche Recklinghausen 2 Kohle gefördert, so stand für 1901 die Inbetriebnahme des zweiten Schachtes in Aussicht. Die Harpener Bergbau AG beschloss daraufhin, in Hochlarmark eine weitere Kolonie errichten zu lassen. Die Dreiecksiedlung sollte entstehen. Im April 1900 gelangte der Beschluss zu Ohren der Gemeinde Recklinghausen-Land, zu der auch das Industriedorf Hochlarmark zählte. So entstand zwischen Robert-, Karl- und Westfalenstraße die heutige Dreiecksiedlung mit ihrem einzigartigen Zechenflair.

Oer-Erkenschwick, Datteln, Castrop-Rauxel, Herten und Marl (alle Kreis Recklinghausen) sowie im Süden die kreisfreie Stadt Herne.

Recklinghausen wird im Jahr 1017 erstmalig als Ricoldinchuson erwähnt. Ab 1150 wird die Stadt Mittelpunkt des so genannten Vest Recklinghausen, eines Gerichts- und Verwaltungsbezirks für das gesamte Umland. Das Vest Recklinghausen gehört bis 1802 zum Kurfürstentum Köln. 1236 erhält Recklinghausen die vollen Stadtrechte.

Zwischen 1514 und 1706 sind 100 Hexenprozesse aktenkundig. Höhepunkt der Hexenverfolgungen waren die Perioden 1580 - 1581 und 1588 - 1589, als auch die Truchsessschen Wirren endeten. Letzte als Hexe verurteilte Frau war Anna Spickermann, nach 16 Monaten Haft und Folter 1706 Hinrichtung durch das Schwert, dann verbrannt.

Nach Aufhebung des Kurfürstentums Köln kommt das Vest Recklinghausen zum Herzogtum Arenberg, 1811 zum Großherzogtum Berg (Arrondissement Essen innerhalb des Ruhrdepartements) und 1814 zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein. 1815 wird das Vest endgültig preußisch und der Provinz Westfalen eingegliedert. Recklinghausen bildet eine aus mehreren Gemeinden bestehende Bürgermeisterei und wird Sitz eines Kreises. 1819 wird Herten und 1821 Erkenschwick Teil der Bürgermeisterei Recklinghausen. 1836 wird die Bürgermeisterei in die Stadt Recklinghausen (Einführung der revidierten Städteordnung) und der Landbürgermeisterei (ab 1844 Amt) Recklinghausen geteilt. Zur Stadt gehört die Altstadt und die Stadtteile Hillen und Bruch. Zur Landbürgermeisterei gehören Herten und die Bauerschaften Ebbelich, Langenbochum, Scherlebeck, Bockholt, Disteln, Löntrup, Lenkerbeck, Hüls, Hochlarmark, Stuckenbusch, Hochlar, Speckhorn, Sinsen, Siepen, Oer mit Alt-Oer, Erkenschwick, Essel, Berghausen, Röllinghausen und die Gemeinde Suderwich. 1857 scheidet Herten aus dem Amt Recklinghausen aus und bildet ein eigenes Amt. Am 1. April 1901 scheidet Recklinghausen aus dem Kreis aus und wird kreisfreie Stadt, bleibt aber weiterhin Sitz des Kreises.

1926 wird das Amt Recklinghausen aufgehoben und die Gemeinde Suderwich sowie die Bauerschaften Röllinghausen, Berghausen, Hochlarmark, Stuckenbusch, Hochlar, Bockholt, Speckhorn, Börste und Essel Süd nach Recklinghausen eingemeindet. 1949 wird Recklinghausen Großstadt. Am 1. Januar 1975 wird Recklinghausen im Zuge des 2. Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen in den vergrößerten Kreis Recklinghausen eingegliedert.

Im Jahre 1949 überschritt die Stadt Recklinghausen die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 131.569 ihren historischen Höchststand. Ende Juni 2005 lebten in Recklinghausen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 121.827 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen durch die jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise die Stadtverwaltung. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Katholisch: Recklinghausen gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war mit dem gesamten Vest dem Archidiakonat Dortmund unterstellt. Diese politische Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln ist Ursache dafür, dass die Reformation nicht Fuß fassen konnte. Daher blieb Recklinghausen über Jahrhunderte eine katholische Stadt. Nach Auflösung des Archidiakonats Dortmund 1612 bildete das Vest ein besonderes geistiges Kommissariat innerhalb des Erzbistums Köln. Die Propsteikirche St. Peter in Recklinghausen wurde die Mutterkirche für das gesamte Umland. Nach dem Übergang an Preußen (1815) wurden auch die kirchlichen Strukturen neu geregelt. So kam Recklinghausen 1821 zum Bistum Münster und wurde Sitz eines Dekanats, das später in die Dekanate Recklinghausen-Nord und Recklinghausen-Süd aufgeteilt wurde. Heute gibt es das Kreisdekanat Recklinghausen, das aus mehreren Dekanaten besteht. Dazu gehört auch das Dekanat Recklinghausen mit seinen Kirchengemeinden.

Evangelisch: Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Recklinghausen. Sie gründeten in der Mitte des Jahrhunderts ihre eigene Kirchengemeinde und erbauten 1847 in Recklinghausen die erste evangelische Kirche im Vest, die Gustav-Adolf-Kirche. Bis 1873 gehörte die Kirchengemeinde Recklinghausen und ihre Nachbargemeinde Dorsten zum Kirchenkreis Bochum, danach zum neu gebildeten Kirchenkreis Münster. Nachdem die evangelischen Gemeinden Ende des 19. Jahrhunderts stark wuchsen bzw. neue Gemeinden entstanden, war eine Teilung des Kirchenkreises Münster geboten. 1906 entstand der Kirchenkreis Recklinghausen in der Westfälischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen, der späteren Evangelischen Kirche von Westfalen. Ihm gehören die sieben Kirchengemeinden der Stadt (Recklinghausen-Altstadt - Andreaskirche, Bruch, Recklinghausen-Hillerheide, Hochlarmark, Johannes-Kirchengemeinde, Philipp-Nicolai-Kirchengemeinde und Suderwich) an, die sich zum "Evangelischen Gemeindeverband Recklinghausen" zusammengeschlossen haben. Darüber hinaus umfasst der Kirchenkreis Recklinghausen die Kirchengemeinden in Herten, Marl, Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop und Haltern am See.

Daneben gibt es in Recklinghausen auch noch verschiedene evangelische Freikirchen, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und Gemeinden der Mennoniten und der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Ende 2005 lag der Anteil der katholischen Bürger bei 42,9 %, der evangelischen bei 28,2 %.

Weitere: Es befinden sich auch drei Versammlungen (Gemeinden) von Zeugen Jehovas in Recklinghausen. Die Neuapostolische Kirche ist ebenfalls im Ort vertreten.

Inzwischen existieren in Recklinghausen auch mehrere Moscheen. Fünf Moscheen werden vom Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ) zwei weitere vom Türkisch-Islamischen Verein betrieben. Außerdem existieren noch weitere islamische Gebetsräume, Kulturvereine und Gemeindezentren.

In der alten jüdischen Schule (heute Rabbi-Selig-Auerbach-Haus) unterhält eine kleine jüdische Gemeinde ein Begegnungszentrum. Im Keller befindet sich eine Mikwe, ein rituelles jüdisches Tauchbad.

An der Spitze Recklinghausens gab es schon seit dem 13. Jahrhundert einen Rat, der aus den 12 Schöffen entstand. Doch verschwand der Begriff Schöffe erst im 14. Jahrhundert zugunsten der Ratsmänner. Ab 1378 gab es den Bürgermeister und die Räte. Sie wurden alljährlich am Stephanustag gewählt. Erst 1781 wurde die jährliche Wahl abgeschafft. Danach gab es 4 Bürgermeister und 4 Beigeordnete. Recklinghausen war Mitglied im Vestischen Landtag, der bis 1808 durch die Stadt Recklinghausen einberufen wurde.

Ab 1808 gab es zwei auf 5 Jahre gewählte Bürgermeister, denen ein Sekretär und ein Inspektor zur Seite standen. 1811 wurde die Munizipalverfassung nach französischem Vorbild eingeführt. 1837 trat die preußische Städteordnung in Kraft. Danach stand ein Bürgermeister an der Spitze der Stadt, der nach Erlangung der Kreisfreiheit den Titel Oberbürgermeister erhielt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Mit der Wiedereingliederung der Stadt in den Kreis Recklinghausen trugen die Stadtoberhäupter die Titel "Bürgermeister" bzw. "Stadtdirektor". 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.

Im Rat der Stadt Recklinghausen bildet seit der Kommunalwahl 2004 die CDU mit 25 Sitzen die größte Fraktion.

Das Wappen der Stadt Recklinghausen zeigt in Grün eine goldene Stadtmauer mit offenem Tor, darin ein aufrechter goldener Schlüssel mit Bart oben, die ein goldenes Kirchengebäude mit spitz bedachtem Hauptturm über Fassadengiebel und Seitentürmen mit Zwiebeln umgibt. Die Stadtfarben sind grün-gold. Das Wappen wurde der Stadt 1908 von König Wilhelm II. von Preußen verliehen.

Die Arbeitslosenquote von Recklinghausen lag im Dezember 2006 bei 12,2 %.

Im Norden der Stadt liegt der kleine Verkehrslandeplatz Loemühle.

Der Hauptbahnhof liegt nordöstlich des Stadtzentrums an der Kursbuchstrecke 425.

Der Südbahnhof, ein Haltepunkt an der gleichen Strecke, liegt im Südwesten der Stadt an der Grenze der Stadtteile Hochlarmark und Recklinghausen Süd. Er wird nur von den Linien RB 42 und S 2 bedient.

Als Güterzugstrecke durchquert die Hamm-Osterfelder Bahn das Stadtgebiet von West nach Ost.

Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Buslinien der Vestische Straßenbahnen GmbH (Sitz in Herten). Bis 1982 hatte diese Verkehrsgesellschaft auch noch Straßenbahnlinien, deren Betrieb jedoch eingestellt wurde. Der Name der Verkehrsgesellschaft blieb jedoch erhalten.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif der Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Recklinghausen ist über die Bundesautobahnen 2 Oberhausen–Berlin und 43 Wuppertal–Münster, die sich im Stadtgebiet kreuzen, an das Fernstraßennetz angeschlossen. Ferner beginnt die Bundesstraße 225 im Stadtgebiet.

Im Süden der Stadt liegt der Stadthafen Recklinghausen am Rhein-Herne-Kanal.

In Recklinghausen erscheinen als Tageszeitungen die „Recklinghäuser Zeitung“ des Medienhauses Bauer sowie eine Lokalausgabe der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ). Das Studio des Radiosenders „Hit Radio Vest“ befindet sich ebenfalls in Recklinghausen. Das Sendegebiet umfasst den gesamten Kreis Recklinghausen außer Gladbeck. Hit Radio Vest gehört ebenfalls zum Medienhaus Bauer. Mit wm.tv verfügt die Stadt zudem über einen Regionalfernsehsender, dessen Sendezentrale in Bocholt liegt. Hier wird für den Kreis Recklinghausen eine eigene Sendung produziert.

Seit 2 Jahren gibt es auch Kult A, Internet TV 2.0 über Kunst und Kultur in Recklinghausen sowie den Onlinemediendienst cityREdio.

Die Stadt ist Sitz traditionsreicher Schulen wie des Gymnasium Petrinum, das seine Tradition auf die erstmals 1421 erwähnte Lateinschule der Stadt zurückführt und bis heute eine der wenigen Schulen der Region ist, die als erste Fremdsprache neben Englisch auch Latein anbietet. Es bestehen weiterhin das 1904 gegründete Hittorf-Gymnasium, seit 1924 das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das Marie-Curie-Gymnasium, ursprünglich Städtisches paritätisches Lyceum als Zusammenlegung der 1866 gegründeten Höheren katholischen Töchterschule und der 1881 gegründeten Privaten evangelischen Töchterschule, das als erste Fremdsprache neben Englisch auch Französisch anbietet und schließlich seit 1965 das neusprachlich-naturwissenschaftliche Theodor-Heuss-Gymnasium in Recklinghausen-Süd. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterführender Schulen wie die Realschule der Maristen-Schulbrüder. Im Gesamtschulbereich sind die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, die Wolfgang-Borchert-Gesamtschule und die Städtische Gesamtschule Suderwich in Recklinghausen ansässig. In Recklinghausen befindet sich seit 1995 eine Abteilung der 1992 gegründeten Fachhochschule Gelsenkirchen.

Neben diversen Fußballvereinen im gesamten Stadt- und Kreisgebiet gibt es in Recklinghausen seit mehr als 25 Jahren auch einen American Football Club. Die Recklinghausen Chargers spielen aktuell in der Regionalliga West. Ihr Zuhause ist das Stadion Hohenhorst.

Recklinghausen verfügt mit den jährlich stattfindenden "Ruhrfestspielen" über ein kulturelles Ereignis, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. An Freizeitmöglichkeiten sind auch der Tierpark und die Westfälische Volkssternwarte mit Planetarium zu nennen. Am Rande der Stadt entsteht das weitläufige Naherholungsgebiet Hoheward - Der Landschaftspark.

Für Theaterfreunde bietet Recklinghausen mehrere Tournee-Gastspiele an. Ferner gibt es das Theater im Depot. Die Stadt ist auch Heimat der Neuen Philharmonie Westfalen (Landesorchester Nordrhein-Westfalen), die zum 1. November 1996 aus dem Philharmonischen Orchester der Stadt Gelsenkirchen (Orchester des Musiktheaters im Revier – MiR) und des Westfälischen Sinfonieorchesters hervorging. Träger sind die Städte Gelsenkirchen und Recklinghausen sowie der Kreis Unna.

Ein weiterer kultureller Treffpunkt ist das soziokulturelle Zentrum Altstadtschmiede e.V.. Es besteht seit 1975 und ist damit eines der ältesten in Deutschland. Im Angebot sind Jazz- und Blueskonzerte, Kleinkunstveranstaltungen sowie Kinder- und Jugendtheater.

Als freie und offene Kulturgruppen, die sich in Recklinghausen engagieren und etabliert haben, seien noch das Theater Gegendruck sowie das Alternative Kulturzentrum erwähnt.

Im Zweiten Weltkrieg kam Recklinghausen mit relativ geringen Schäden davon. Stärker betroffen war allerdings die Propsteikirche, die 1944 durch eine Luftmine erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Stadtkern wird heute an vielen Stellen von maßstabsprengenden Kaufhäusern und Neubauten dominiert. Von der ehemals kleinteiligen, vornehmlich aus Fachwerkhäusern bestehenden Bebauung blieben nach Sanierungsmaßnahmen lediglich geringe Reste im Bereich Paulsörter und an der Steinstraße erhalten.

Als ältestes erhaltenes Wohnhaus gilt Kunibertistraße 12. Der später veränderte Fachwerkbau wurde auf das Jahr 1558 dendrochronologisch datiert. Besonders ansehnlich ist ferner die Alte Apotheke, Breite Straße 14. Der verputzte Fachwerkbau mit Frontgiebel und Mansarddach dürfte um 1800 entstanden sein. Das historisch bedeutendste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt ist die katholische Propsteikirche St. Peter. Von der im 14. Jahrhundert erbauten Stadtmauer blieb ein gut 200 Meter langes Stück am Herzogswall mit zwei Türmen erhalten. Der Stephansturm wurde in den Komplex der Engelsburg einbezogen, die ab 1701 für den kurkölnischen Richter Münch errichtet wurde. Weitere Bauwerke sind das 1908 von dem Kölner Baumeister Otto Müller-Jena in Neorenaissanceformen errichtete Rathaus und das Ruhrfestspielhaus von 1965. Im Stadtgebiet finden sich noch zwei als Industriedenkmäler erhaltene Fördergerüste: ein Stahlkastenstrebengerüst der Zeche Recklinghausen II und ein seltenes Turmgerüst der Zeche General Blumenthal, nahe der A 43.

Die Ziegelsteinskulptur des dänischen Künstlers Per Kirkeby steht vor dem Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege am Lohtor am Rande der Innenstadt. Das 26 m lange und 6 m hohe Bauwerk aus etwa 30.000 Ziegelsteinen besteht aus sechs großen und sieben kleinen Bögen und ist in den Gehweg integriert.

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Bundestagswahlkreis Recklinghausen II

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Der Bundestagswahlkreis Recklinghausen II (Wahlkreis 123) liegt in Nordrhein-Westfalen und umfasst die Städte Marl, Datteln, Haltern, Herten und Oer-Erkenschwick aus dem Kreis Recklinghausen. Der Wahlkreis gilt seit den 1960er-Jahren als eine sichere Hochburg der SPD.

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Bundestagswahlkreis Recklinghausen I

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Der Bundestagswahlkreis Recklinghausen I (Wahlkreis 122) liegt in Nordrhein-Westfalen und umfasst die Städte Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Waltrop aus dem Kreis Recklinghausen. Der Wahlkreis gilt seit den 1960er-Jahren als eine sichere Hochburg der SPD.

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Bahnhof Recklinghausen Süd

Bahnhof Recklinghausen Süd

Der Bahnhof Recklinghausen Süd ist ein Bahnhof in Recklinghausen. Er liegt an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg und ist nach dem Hauptbahnhof der wichtigste Bahnhof Recklinghausens. Er gehört zur Bahnhofskategorie 5.

Beim Recklinghauser Südbahnhof handelt es sich um einen Durchgangsbahnhof, der einen Mittel- und einen Seitenbahnsteig (ehemals Hausbahnsteig) hat, die mit einem Fußgängertunnel verbunden sind. Er besitzt drei Bahnsteiggleise. Gleis 1 und 2 für die Regionalbahn-Linie RB 42 (Essen–Münster) und Gleis 3 für die S-Bahn-Linie S 2 nach Dortmund. Neben den Bahnsteigen steht ein Stellwerk, das immer noch von zwei Personen bedient wird. Nördlich der Bahnsteige befinden sich die Gleise des Güterbahnhofes. Dieser ist gegenüber der ursprünglichen Anlage wesentlich verkleinert und sein ehemaliger Ablaufberg entfernt worden.

Mit dem Bau der Hamburg-Venloer Bahn 1870 wollte die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft auch die Stadtteile Süd und Hochlarmark mit der Eisenbahn erreichbar machen. Auch die Arbeiter der Zeche Recklinghausen 1 sollten ihre Arbeitsplätze schneller erreichen können. Man entschied sich zum Bau eines Bahnhofsgebäudes mit einem Haus- und Seitenbahnsteig.

In den 1970er-Jahren wurde der Bahnhof modernisiert. Dabei wurden die Verbindungsgleise zur mittlerweile stillgelegten Zeche abgebaut, das Bahnhofsgebäude abgerissen und die Bahnsteige neu gebaut. So wurde aus dem Hausbahnsteig ein Seitenbahnsteig und aus dem zweiten Seitenbahnsteig ein Mittelbahnsteig. Dieses zusätzliche Gleis wurde errichtet, um Direktfahrten zum Bahnhof Herne zu ermöglichen. Es war aber nur kurz in Betrieb und wurde später für den Güterverkehr benutzt. Außerdem wurde ein modernes Stellwerk östlich der Bahnsteige gebaut. Im Zuge der Verlängerung der S-Bahn-Linie S 2 zum Hauptbahnhof wurde der Bahnhof zwischen 1997 und 1998 zum zweiten Mal modernisiert. Die beiden Bahnsteige wurden mit Rampen ausgestattet und der Bahnsteig an Gleis 3 auf S-Bahn-Höhe erhöht. Dies hatte zur Folge, dass der Mittelbahnsteig zwei unterschiedliche Höhen hatte, da die Bahnsteige der Gleise 1 und 2 in der alten Höhe blieben. Mit Fertigstellung der Modernisierung wurde der Bahnhof Recklinghausen Süd zur Kategorie Nahverkehrssystemhalt heruntergestuft, da dort ausschließlich S- und Regionalbahnen halten. Am 24. Mai 1998 hielt dort zum ersten Mal eine S-Bahn, die seitdem von Montag bis Freitag 6 bis 20 Uhr Recklinghausen mit Dortmund verbindet.

Der Bahnhof Recklinghausen Süd wird im Jahr 2007 von einer Regionalbahn-Linie, einer S-Bahn-Linie und zwei Omnibus-Linien angefahren.

Ins S-Bahn-Zielnetz 2015 wurde die Strecke Herne–Recklinghausen nicht einbezogen.

Im durch die Vereine Pro Bahn und Verkehrsclub Deutschland erarbeiteten vorgestellten Perspektivennetz ist jedoch der Vorschlag für eine Regional-Express-Verbindung Dortmund–Recklinghausen–Düsseldorf (RE 19) enthalten.

Langfristig ist geplant, den Bahnübergang durch einen Straßentunnel zu ersetzen.

Diese Daten haben den Stand November 2007.

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Trainingsbergwerk Recklinghausen

Schacht II der Zeche Recklinghausen

Das Trainingsbergwerk Recklinghausen befindet sich unter der ehemaligen Bergehalde der Zeche Recklinghausen in Recklinghausen Hochlarmark.

Das taube Gestein aus den beiden Schächten wurde seit dem Abteufen des ersten Schachtes (1869) direkt neben Schacht II an der Wannerstraße aufgeschüttet. Während des zweiten Weltkriegs wurden darin Schutzgänge und Bunkerräume für die Bergarbeiter und die näheren Anwohner angelegt. Auf der Halde wuchs im Laufe der Zeit ein dichter Baumbestand heran. Die Haldenhöhe macht sich neben der benachbarten Halde Hoheward eher unscheinbar aus.

Die zwischenzeitlich aufgelassenen Schutzeinrichtungen wurden 1975, kurz vor der Schließung des Schachtes II wieder geöffnet und weiter aufgefahren, insgesamt entstand ein Streckennetz von 1200 m Länge mit verschiedenen, auch oberirdischen Schulungs- und Veranstaltungsräumen. In drei unterschiedliche Streben wurden Streckenvortriebe und ein Schacht eingebaut. Das „Bergwerk“ wird von der RAG zu Aus- und Weiterbildungszwecken und als Veranstaltungsort bzw. Marketinginstrument genutzt. Alles, was an Technik in einem normalen Bergwerk in großer Tiefe und über weite Flächen verstreut vorhanden ist kann hier konzentriert an einem Ort ohne lange Anfahrtswege trainiert, geprüft und besichtigt werden.

Ausgebildet werden neben Bergmänner alle im Bergbau vertretenen Berufsgruppen wie Elektroniker, Mechaniker, Ver- und Entsorger. Insgesamt werden 44 bergbauspezifische Lehrgänge für Facharbeiter und Techniker angeboten.

Besichtigt werden kann das Bergwerk nach Voranmeldungen. Es finden regelmäßig Führungen für Schulklassen („RAG macht Schule“) statt.

Im Trainingsbergwerk werden Maschinen und Anlagen einzeln und im Zusammenspiel miteinander erprobt und Prüfungen der Überwachungsbehörden durchgeführt.

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Kreis Recklinghausen

Wappen des Kreises Recklinghausen

Der Kreis Recklinghausen (auch mit einem Zusatz als der Vestische Kreis bezeichnet) liegt im Norden des Ruhrgebiets im Nordwesten des Landes Nordrhein-Westfalen. Er gehört zum Regierungsbezirk Münster und ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Sitz des Kreises ist die Stadt Recklinghausen.

Der Kreis Recklinghausen ist ein Kreis des Ruhrgebiets, der sich im Norden bis ins südliche Münsterland erstreckt. Mit 639.811 (31. Dez. 2007) ist er (abgesehen vom Sonderfall Region Hannover) der bevölkerungsreichste Landkreis Deutschlands. Der größte Fluss im Kreis ist die Lippe.

Der Kreis Recklinghausen gliedert sich in zehn kreisangehörige Gemeinden, von denen vier Mittlere kreisangehörige Städte und sechs Große kreisangehörige Städte sind. Für ihre örtlichen Angelegenheiten sind die Gemeinden grundsätzlich selbst zuständig, während der Kreis für kleinere Kommunen örtliche und ansonsten überörtliche Aufgaben übernimmt.

Der Kreis Recklinghausen grenzt im Norden an die Kreise Borken und Coesfeld, im Osten an den Kreis Unna und die kreisfreie Stadt Dortmund, im Süden an die kreisfreien Städte Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Essen und Bottrop sowie im Westen an den Kreis Wesel.

Im Mittelalter gehörte das Gebiet um Recklinghausen, das Vest Recklinghausen, zum Kurfürstentum Köln. Von 1446 bis 1576 wurde es an die Herren von Gemen und Schaumburg-Lippe verpachtet. 1811 wurde es dem Herzogtum Berg angeschlossen.

Nach dem Wiener Kongress wurde das Vest Recklinghausen 1815 zusammen mit anderen westfälischen Gebieten dem Königreich Preußen zugeschlagen und in die Provinz Westfalen integriert. In der Folge entstanden 1816 der preußische Regierungsbezirk Münster und der Landkreis Recklinghausen.

Nach mehreren Gebietsänderungen erhielt er bei der letzten Kreisreform von 1975/76 seine heutige Gestalt, als die früher kreisfreien Städte Castrop-Rauxel, Gladbeck und Recklinghausen in den Kreis Recklinghausen eingegliedert und die ehemals kreisangehörige Gemeinde Kirchhellen nach Bottrop eingemeindet wurden.

Das Nesselblatt steht für die Herrlichkeit Lembeck, ein Amt des Fürstbistums Münster, das nördlich der Lippe bei Dorsten lag. Das schwarze Kreuz ist das Zeichen der Kölner Bischöfe, die einen großen Teil des Gebietes, das Vest Recklinghausen, besaßen. Der Schlüssel im Kreuz symbolisiert Sankt Peter, den Patron des Erzbistums Köln.

Das Wappen wurde am 30. Juni 1952 genehmigt.

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Source : Wikipedia