Puma

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Geschrieben von tron 06/03/2009 @ 20:12

Tags : puma, sportindustrie, wirtschaft

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Puma (Auto)

Puma GT 1600 auf VW-Basis in Kalifornien

Puma war eine brasilianische Kleinserien-Sportwagenmarke, die von 1964 bis 1997 in Produktion war. Die Fahrzeuge entstanden ursprünglich auf DKW-Basis, wechselten nach dem Niedergang dieser Marke zu VW-Technik und wurden in ihrer Endphase auf Basis von Teilen aus dem Haus General Motors hergestellt. Es gab rund 20 verschiedene Modelle, in ihrer Grundkonstruktion basierten alle Sportwagen der Marke Puma auf einem zentralen Rohrrahmen mit GFK-Karosserie.

Im erfolgreichsten Produktionsjahr 1979 entstanden 3.595 Pumas (GM-basiert). Insgesamt wurden offiziell 21.733 Fahrzeuge gebaut, zusätzlich ab 1973 in Lizenzfertigung 383 Fahrzeuge in Südafrika. Im Jahr 1995 erwarb Ford die Rechte an der Marke Puma und nutzte den Namen von 1997 bis 2002 für den Ford Puma.

In den 1950er- und 60er-Jahren versuchte Brasilien intensiv, den Anschluss an die westlichen Industrienationen zu gewinnen. Sichtbarer Ausdruck dafür war, neben der Errichtung der damals hochmodernen Reißbrett-Hauptstadt Brasília, die Schaffung einer nationalen Automobilindustrie. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Kooperationen mit großen Automobilherstellern eingegangen, unter anderem mit Volkswagen. Parallel dazu wurden zur Förderung heimischer Produktionsstätten hohe Importzölle auf fertig produzierte Automobile erhoben. Dies führte zum einen dazu, dass Unternehmen wie Volkswagen oder General Motors ihre Produktionskapazitäten in Brasilien ausbauten, gleichzeitig aber lediglich die üblichen „Brot-und-Butter-Autos“ im Programm standen. Elegante, meist zweisitzige Sportwagen, die zu jener Zeit groß in Mode waren, kamen dadurch kaum auf den brasilianischen Markt.

Der begeisterte Rennfahrer Rino Malzoni aus Matão (São Paulo) begann 1964 für den Einsatz auf der Rennstrecke seinen eigenen Wettbewerbswagen zu bauen. Basis war die Technik des „DKW 3=6“ mit Zweitaktmotor und dem DKW-typischen Frontantrieb. Diese frühen Fahrzeuge werden heute „DKW-Malzoni“ genannt, damals hießen sie schlicht „GT Malzoni“, ab 1966 „GT DKW“. Das Fahrzeug bestand aus einem Zentralrohrrahmen und einer GFK-Karosserie, eine Bauart, die seit der Einführung der Corvette von Chevrolet (1953) vor allem bei Kleinserienherstellern immer beliebter wurde. Aus der ursprünglich geplanten Homologationsserie entwickelte sich aufgrund starker Nachfrage bereits im zweiten Produktionsjahr eine kleine Serienfertigung. Im Jahr 1967 erfolgte ein erster Höhepunkt mit 121 produzierten Sportwagen.

Doch im Jahr 1967 erfolgte auch ein grundlegender Einschnitt in der technischen Ausführung: Die Marke DKW erlebte einen langen Abstieg. Erst war die Marke noch in Händen von Mercedes-Benz und wurde im Jahr 1964 an Volkswagen verkauft. Danach erfolgten bei DKW keine weiteren technischen Entwicklungen mehr. Gleichzeitig wurde die DKW-Produktion in Brasilien eingestellt. Malzoni, der inzwischen mit rennsportbegeisterten Geschäftspartnern eine Firma (Sociedade de Automóveis Luminari) gegründet hatte, entschied sich daraufhin für den Wechsel zu VW-Technik.

Diese Entscheidung brachte für die junge Marke Puma auf den ersten Blick deutlichere Sportwagenattribute: Die wesentlichste Veränderung war der Wechsel vom DKW-typischen Front- zum sportlichen Hinterradantrieb. Motorseitig kam nun ein Vierzylinder-Viertaktmotor zum Einsatz anstatt des bisherigen (tatsächlich aber nicht unsportlichen) Dreizylinder-Zweitaktmotors von DKW. Die Basis lieferte nun der Karmann Ghia, der auch in Brasilien erhältlich war. Außerdem hießen die Modelle sowie das Unternehmen fortan Puma (Puma Veículos e Motores). Ab Oktober 1969 entstand auf Basis des Puma GT 1600 ein 2+2-sitziges Coupé unter der Typenbezeichnung GT 4 R. Außerdem kam unter der Typenbezeichnung GTS ab 1971 sogar eine sehr begrenzte Stückzahl von Cabriolets auf den Markt.

Einen wesentlichen Schub für die Produktionszahlen erbrachte die ab 1970 aufgenommene Exporttätigkeit. Etliche Pumas kamen als so genannte Kitcars in die USA, als Fertigfahrzeuge nach Kanada und Südafrika. Einige wenige Fahrzeuge erreichten auch Australien und den europäischen Markt. Weltweit blieben Pumas jedoch Exoten. Die in die USA exportierten Fahrzeuge mussten aufgrund von US-Importbestimmungen in Teilen geliefert werden: Karosserie, Achsen, Motor und Räder durften nur als einzelne Baugruppen voneinander getrennt eingeführt werden. Viele Importeure ließen nur die Karosserien aus Brasilien kommen und komplettierten die Fahrzeuge mit VW- oder Fremdteilen vom US-Markt.

Ein kurioses Kapitel der Automarke Puma wurde in Südafrika geschrieben. Ab 1973 erfolgte auf Initiative eines südafrikanischen Geschäftsmanns eine Lizenzfertigung in Durban. Diese erforderte allerdings einigen technischen Aufwand und enthusiastischen Einsatz. Der Puma wurde in Brasilien auf Basis des VW Karmann Ghia produziert, und Volkswagen lieferte die dafür benötigten Teile ohne weitere Auflagen. Für Südafrika ergab sich eine andere Situation: Der Karmann Ghia war dort nicht erhältlich, daher war auch keine Teileversorgung durch Volkswagen möglich. Deshalb fertigte man in Brasilien ein paar rechtsgelenkte Prototypen auf Basis des VW Käfer als Baumuster für die Südafrikaner. Damit glaubte man alle Probleme gelöst zu haben.

In Südafrika aber weigerte sich der Großserienhersteller Volkswagen, die benötigten Teile einzeln an die frisch gegründete Bromer Motor Assemblies zu liefern. So sah sich die kleine Fabrik in der Ortschaft New Germany nahe Durban gezwungen, komplette VW Käfer zu kaufen und die benötigten Teile auszubauen. Der Rest wurde weiterverkauft oder, falls das nicht glückte, verschrottet. Die in Südafrika produzierten Fahrzeuge waren von minderer Qualität, und so musste die Bromer Motor Assemblies schon 1974 Konkurs anmelden. Der Autohändler Lindsay Saker in Johannesburg hatte wohl die meisten Pumas in Südafrika verkauft. Nach dem Bromer-Konkurs übernahm der Werkstattleiter von Lindsay Saker, Jack Wijker, die Konkursmasse und sorgte für die Ersatzteilversorgung. Wijker holte weitere Fahrzeuge aus Brasilien und stellte von 1989 bis 1991 noch einmal eine kleine Produktion von 26 Fahrzeugen auf die Beine, die er aus importierten Teilen zusammenbaute. 2006 begann er erneut mit einer Kleinserienproduktion.

Ab 1974 wurde die Versorgung mit Volkswagen-Technik praktisch unmöglich, da die Fertigung des Karmann Ghia im Juli in Deutschland endete und in Brasilien in geringer Stückzahl nur noch bis 1976 erfolgte. So wurde die Marke Puma zu einem weiteren wesentlichen Wechsel in der technischen Basis gezwungen. Man entschied sich für Teile von General Motors aus dem Modell Opala. Die Jahre 1974 bis 1980 sahen vierstellige und damit die höchsten Produktionszahlen von Puma während der gesamten Markengeschichte. Danach folgte jedoch der Niedergang. Brasiliens Wirtschaft hatte den Wettlauf mit den Industrienationen verloren und fiel in eine lang anhaltende Krise. Gleichzeitig wurden die Importbestimmungen gelockert und öffneten den Markt für preiswerte und technisch ausgereifte Sportwagen vor allem aus Japan. Diesem Druck konnte die Puma Indústria de Veículos S.A. auf Dauer nicht standhalten. Die Produktionszahlen sanken binnen fünf Jahren von über 3000 Stück auf lediglich 33 Fahrzeuge im Jahr 1984. Die Firma wurde verkauft, der neue Besitzer hieß ab 1985 Araucária Veículos, von 1987 bis 1993 Alfa Metais. Danach wurden keine Pumas mehr gefertigt.

Der Puma GT 1600 war ein Coupé mit Zentralrohrrahmen und Bodengruppe aus dem VW Karmann Ghia. Angetrieben wurde er vom luftgekühlten 1600-cm³-Vierzylinder-Boxermotor von Volkswagen. Der Motor besaß exakt 1584 cm³ (Bohrung 85,5 mm, Hub 69 mm) und entwickelte 70 SAE-PS (51 kW) bei 4.200 U/min. Der Motor hatte hängende Ventile, eine zentrale Nockenwelle, Leichtmetall-Zylinderköpfe und -Zylinderblock sowie eine vierfach gelagerte Kurbelwelle. Bestückt war er mit einem Fallstromvergaser alternativ von Solex oder Brosol. Der heckgetriebene Sportwagen besaß ein Viergang-Vollsynchrongetriebe mit Hypoid-Achsantrieb. Der Zentralrohrrahmen war hinten gegabelt mit der Plattform des Karmann Ghia als Aufbauboden. Vorn Doppelkurbellenker mit quer liegenden Drehstabfedern, hinten Einzelradaufhängung mit Pendelachse, Längslenkern und quer liegenden Drehstabfedern. Vorn verzögerten Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 27,8 cm, hinten Trommelbremsen.

Der Radstand wurde mit 2.150 mm angegeben, Spur 1.315/1.310 mm, Bodenfreiheit 170 mm, Länge 3960 mm sowie Breite 1580 mm, Höhe 1160 mm. Als Höchstgeschwindigkeit wurden 160 km/h genannt, bei einem Leistungsgewicht von 9,7 kg/PS, der Durchschnittsverbrauch betrug nach DIN 7,7 Liter.

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Siddeley Puma

Siddeley Puma

Der Siddeley Puma ist ein Flugmotor des britischen Herstellers Siddeley-Deasy. Es handelt sich um einen wassergekühlten 6-Zylinder-Reihenmotor.

Der Motor war eine Weiterentwicklung des Galloway Adriatic, der aufgrund von Fertigungsschwierigkeiten nicht zu großen Stückzahlen kam. Im Januar 1917 begann Siddeley die Konstruktion des Originalmotors zu verbessern. Der Motor wurde zunächst Siddeley 1S genannt, bekam dann aber den Namen Puma. Es handelte sich um einen OHC-Motor mit einer von einer Königswelle angetriebenen Nockenwelle, die pro Zylinder 1 Einlass- und 2 Auslassventile betätigte. Die Auslassventile wurden über Tassenstößel betätigt, die Einlassventile hingegen über Kipphebel. Die Zylinderblöcke und Zylinderköpfe waren aus Aluminium gegossen. Die Kolben liefen in eingezogenen Stahlbuchsen. Die großen Aluminiumteile stellten auch das Hauptproblem in der Fertigung dar, da sie oft inakzeptable Lufteinschlüsse aufwiesen und so nicht verwendet werden konnten. Zeitweise lag der Ausschussanteil bei 90%. Ein weiteres Problem, das gelöst werden musste, waren durchbrennende Auslassventile.

Der Motor verfügte über eine Trockensumpfschmierung mit je einer Druck- und einer Rückförderpumpe. Das Gemisch wurde durch 2 Zenith-Vergaser aufbereitet, die auch eine Gemischabmagerung ermöglichten. Die doppelte Zündanlage arbeitete mit 2 Zündkerzen pro Zylinder und 2 Zündmagneten. Als Kraftstoff war eine Mischung aus 80 % Benzin und 20 % Benzol vorgeschrieben.

Im August 1917 begann die Serienfertigung. Insgesamt wurden 11500 Motoren bestellt, von denen bis Dezember 1918 4288 Stück geliefert werden konnten. Die weitere Lieferung wurde wegen des Kriegsendes storniert. Der Motor wurde in einer ganzen Reihe verschiedener Flugzeuge verwendet.

Es gab 1918 noch eine modifizierte Version mit höherer Leistung, bei der sowohl die Pleuel verstärkt als auch die Auslassventile verbessert waren. Das Ziel, den Motor mit einem Verdichtungsverhältnis von 5,4:1 zu betreiben, konnte nicht erreicht werden, so dass man beim ursprünglichen Verhältnis von 4,95:1 bleiben musste.

Ein auf dem Siddeley Puma basierender 12-Zylinder-Motor war der Siddeley Pacific.

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Puma

Puma

Der Puma (Puma concolor) ist eine Katzenart Nord- und Südamerikas. In seinen Heimatländern ist er unter zahlreichen weiteren Namen bekannt; für viele davon gibt es auch im Deutschen eine Entsprechung: Silberlöwe, Berglöwe oder Kuguar (von engl. cougar, frz. couguar). Gelegentlich wird er in den Vereinigten Staaten auch einfach als „Panther“ bezeichnet; ein Name, der außerhalb der Vereinigten Staaten für verschiedene Großkatzen verwendet wird. Der Name Puma ist aus dem Quechua entlehnt.

Zwar wird der Puma taxonomisch nicht den Großkatzen, sondern den Kleinkatzen zugeordnet, gehört aber dennoch zu den größten Katzen: Seine Schulterhöhe beträgt rund 70 cm, die Kopf-Rumpflänge im Schnitt 130 cm bei Männchen; Weibchen sind mit 110 cm etwas kleiner. Hinzu kommt der Schwanz mit einer Länge zwischen 66 cm und 78 cm. Männchen können 100 kg und mehr wiegen, Weibchen in der Regel nicht mehr als 50 kg. Die um den Äquator herum beheimateten Pumas sind am kleinsten, je mehr sie in Richtung der Pole leben, umso größer werden sie.

Das Fell ist kurz, dicht und in der Farbe sehr variabel. Am häufigsten sind gelbliche oder silbergraue Pumas; das Kinn und die Brust sind bei diesen immer weißlich. Neugeborene Pumas sind beigefarben und kräftig gefleckt; die Fleckenzeichnung verblasst noch während des ersten Lebensjahrs. Es gibt keine Hinweise auf Melanismus wie bei Leoparden.

Pumas haben fünf Zehen an den Vorderpfoten und vier an den hinteren Extremitäten. Die Krallen können eingezogen werden. Sie sind sehr beweglich und kräftige Springer, sie können bis zu vier Meter hoch und zehn Meter weit springen.

Die Tiere geben ein großes Spektrum unterschiedlicher Laute von sich, die sich zwischen den Geschlechtern unterscheiden. Anders als bei den eigentlichen Großkatzen sind jedoch keine Brülllaute darunter. Nordamerikanische Forscher wie Truman Everts beschreiben den Schrei des Pumas als menschenähnlich.

Pumas erreichen in der Wildnis ein Alter von 18 bis 20 Jahren. In Gefangenschaft können sie älter als 25 Jahre werden.

Pumas waren früher über den größten Teil Nord- und Südamerikas verbreitet. Kein anderes Säugetier des amerikanischen Doppelkontinents hatte ein vergleichbar weit ausgedehntes Verbreitungsgebiet. Es reichte vom Süden Kanadas über Mittelamerika bis ins südliche Patagonien. Heute ist der Bestand stark ausgedünnt und auf von Menschen schwach besiedelte Gebiete reduziert. In den USA überlebten Pumas die Ausrottungswellen nur in den Rocky Mountains, Cascade Range, Coast Range, in den Wüsten und Halbwüsten des Südwestens und in den Everglades-Sümpfen Floridas. Durch Schutzmaßnahmen hat sich das Verbreitungsgebiet wieder erweitert, inzwischen gibt es beispielsweise auch im Gebiet der Großen Seen wieder Pumas. In manchen Regionen des US-amerikanischen Westens scheuen Pumas auch die Nähe von Städten nicht mehr.

Pumas sind in nahezu allen Habitaten zu finden: die Prärie, boreale, gemäßigte und tropische Wälder, Halbwüsten und Hochgebirge gehören allesamt zu den Lebensräumen dieser Katze.

Pumas erbeuten Säugetiere nahezu aller Größen. In Nordamerika zählen Elche, Hirsche und Rentiere zu den Beutetieren des Pumas, aber auch Mäuse, Ratten, Erdhörnchen, Skunks, Waschbären, Biber und Opossums sowie Schafe und junge Rinder. Auch andere Raubtiere wie Kojoten und Rotluchse können vom Puma überwältigt werden. Neben Säugetieren frisst der Puma auch Vögel und in manchen Gegenden Fische. Er ist jedoch kein Aasfresser und meidet auch Reptilien.

Um ein größeres Beutetier zu erlegen, schleicht sich der Puma zunächst heran. Aus kurzer Distanz springt er dem Tier auf den Rücken und bricht ihm mit einem kräftigen Biss in den Hals das Genick.

Pumas sind Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit, die meist, aber nicht ausschließlich, zwischen November und Juni liegt, kommen sie für maximal sechs Tage zusammen, ehe das Männchen das Weibchen einige Wochen vor der Geburt der Jungen wieder verlässt. Die Tragzeit beträgt etwa drei Monate. Ein Wurf hat zwischen einem und sechs, in der Regel aber zwei bis drei Junge. Das Geburtsgewicht liegt zwischen 230 und 450 Gramm, die Größe der Neugeborenen 20 bis 30 Zentimeter. Die Jungen nehmen nach etwa sechs bis sieben Wochen feste Nahrung auf und trennen sich etwa nach 20 Monaten von der Mutter.

Pumas selbst haben außer dem Menschen kaum Feinde zu fürchten. Lediglich Wölfe und Bären können gelegentlich junge oder kranke Pumas erbeuten. Obwohl unter Artenschutz stehend, wird der Puma dennoch von manchen Bauern gejagt, die um ihre Viehbestände fürchten. Die Art als Ganzes gilt laut IUCN als „nicht gefährdet“. Der Gesamtbestand wird auf weniger als 50.000 erwachsene Tiere geschätzt.

Der Puma ist eine scheue Katze, die menschliche Nähe für gewöhnlich meidet und vor Menschen meistens flieht. Trotzdem kommt es gelegentlich zu Angriffen auf Menschen. In den Vereinigten Staaten soll es jährlich etwa vier solcher Vorfälle geben, die aber nur selten tödlich verlaufen. Opfer der Attacken sind meistens Kinder. Nur in Ausnahmefällen greift er Erwachsene an.

Bei den Indianern war der Puma hoch geachtet. Ihm wurden Eigenschaften wie Führerschaft, Kraft, Findigkeit, Treue, Engagement und Mut zugeschrieben.

Die weißen Kolonisten in Nordamerika bekämpften den Puma. Sie wollten nicht nur ihr Vieh vor ihm schützen, sondern jagten ihn auch, weil er eine beliebte Trophäe darstellte.

Das Irokesisch sprechende, nordamerikanische Indianervolk der Erie trug seinen Namen, der als Kurzform von Erielhonan, auf Deutsch Langer Schwanz, gedeutet wird, wohl nach dem Puma. Sie waren bei den Franzosen daher auch als Nation du Chat, auf Deutsch Volk der Katze, bekannt.

Der nächste Verwandte des Pumas ist der Jaguarundi, der in jüngeren Systematiken in der gleichen Gattung, den Pumas (Puma) geführt wird. Eine relativ enge Verwandtschaft besteht auch zum Gepard, der früher in einer separaten Unterfamilie innerhalb der Katzen geführt wurde, eine Einteilung, die nach phylogenetischen Gesichtspunkten nicht aufrechtzuerhalten ist.

Neuere Genuntersuchungen legen nahe, dass der Puma mit dem ausgestorbenen nordamerikanischen Geparden Miracinonyx relativ nah verwandt ist. Diese gehörten allerdings nicht zur Unterfamilie Acinonychinae, der die heutigen Geparden zugeordnet werden.

Traditionell wurden 24 bis 32 Unterarten des Pumas unterschieden. Zwei im östlichen Nordamerika beheimatete Unterarten galten als ausgestorben. Als besonders bedroht galt der Florida-Panther (P. c. coryi), der in den Everglades-Sümpfen die Ausrottungswellen überlebt hat (siehe unten).

Neuere molekulargenetische Untersuchungen (M. Culver u. a.) legen allerdings den Schluss nahe, dass es in Wirklichkeit nur sechs Unterarten gibt und die Unterscheidung von mehr Unterarten einer wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Alle Pumas Nordamerikas unterscheiden sich genetisch kaum voneinander und stellen eine weitgehend homogene Population dar. Mittel- und Südamerika zeigen eine größere Variabilität. Diese Befunde werden darauf zurückgeführt, dass die Vorfahren der Nordamerikanischen Pumas erst vor rund 10.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit aus Südamerika einwanderten. Da um dieselbe Zeit in Amerika etliche Großtierarten ausstarben, wird vermutet, dass den Puma in Nordamerika dasselbe Schicksal ereilte, er sich allerdings in Südamerika halten konnte und von dort aus etwas wieder nach Norden vorstieß. Mit dieser Studie geht auch eine Neubewertung der ausgestorbenen und bedrohten Unterarten einher.

Obwohl der Florida-Panther nach den neusten Untersuchungen nicht als eigene Unterart gilt, werden große Anstrengungen unternommen, diese Population zu erhalten. Sie galt kurzzeitig sogar als ausgestorben, wurde jedoch 1972 wieder entdeckt. Untersuchungen ergaben, dass nur noch weniger als 30 Tiere dieser eher kleinen, intensiv rot gefärbten Pumas lebten. Sie wiesen zudem Erscheinungen auf, die auf Inzucht schließen lassen (Cow-lips, Knickschwanz). Daher wurden 1995 acht weibliche Pumas aus Texas eingeführt, um die Population der Florida-Panther zu stützen. Diese zeugten mindestens 25 Nachkommen mit männlichen Florida-Panthern. Auch genetische Untersuchungen bestätigten später den Erfolg der Aussetzungen. Die aus Texas eingeführten Pumas wurden danach wieder aus der Population entfernt.

Dank genetischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass bereits vor den offiziellen Puma-Aussetzungen 1995 ein Teil der Florida-Panther mit südamerikanischen Pumas hybridisierte. Wie diese Pumas nach Florida kamen, konnte nicht geklärt werden. Es dürfte sich entweder um entlaufene oder illegal ausgesetzte Tiere gehandelt haben, da eine natürliche Zuwanderung kaum möglich ist.

Heute leben in Florida wieder zwischen 50 und 70 Pumas. 1995 waren es noch zwischen 30 und 50. Dies gilt als Erfolg des Umsiedlungsprogramms. Viele der Tiere tragen zu Forschungszwecken ein Senderhalsband.

Ein Berglöwe war auch tierischer Hauptdarsteller des Disney-Films Die Flucht des Pumas (Run, Cougar, Run, 1972).

Der Volksmund sagt dem Puma in der Redewendung „stinken wie ein Puma(-Käfig)“ nach, dass er besonders streng rieche.

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Felix Puma

Felix Puma ist promovierter Arzt und Politiker in Sambia.

Felix Puma konnte in der Wahl in Sambia 2006 das Mandat des Wahlkreises Lufwanyama in der Nationalversammlung erringen. Er wurde im Oktober 2006 zum Stellvertretenden Minister für Gesundheit ernannt.

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Waman Puma de Ayala

Felipe Waman Puma de Ayala, auch Guaman Poma de Ayala (* 1534 oder um 1550 in San Cristóbal de Suntuntu, heutige Provinz Lucanas im Departement Ayacucho; † um 1615) war ein Schriftsteller indigener (Quechua-) Herkunft im heutigen Peru. Sein Werk "Nueva Corónica y buen gobierno", verfasst auf Spanisch und zum kleineren Teil Quechua, ist eine ausführliche Darstellung des Lebens der Inka sowie der Conquista, der Eroberung durch die Spanier.

Felipe Guaman Poma de Ayala, auch einfach bekannt als Waman Puma, war Sohn einer adligen Familie aus der peruanischen Provinz Huamanga (Ayacucho) und sprach Quechua als Muttersprache. Als Kind oder Jugendlicher lernte er die spanische Sprache, in welcher er auch das Lesen und Schreiben erlernte. In seinem Manuskript von 1615 beschrieb er sich als "achtzig Jahre alt", woher auf das Geburtsjahr 1535 geschlossen wird, mitten in der Zeit der Eroberung Perus durch die Spanier. Möglicherweise diente die Zahl achtzig lediglich als Metapher für hohes Alter, denn viele andere Stellen in seinem Text weisen eher auf ein Geburtsjahr um 1550 hin.

Eine Reihe von Urkunden aus dem 16. Jahrhundert zeigt, dass Waman Puma in den siebziger Jahren spanischen Priestern als Übersetzer für Spanisch und Quechua diente in deren Kampagne zur "Ausrottung des Götzendienstes" in ländlichen Regionen Perus. Waman Puma taucht selbst in einigen Klageschriften aus den späten neunziger Jahren als Kläger auf, wobei er mit der Begründung seiner Abstammung versuchte, Land und ein politisches Amt im Chupas-Tal zurückzuerlangen. Er verlor jedoch sämtliche Prozesse. Darüber hinaus wurde 1600 seine gesamte Habe enteignet, und er musste die Orte verlassen, die er vorher als indianischer Adliger regiert hatte.

Die Chronik ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, zum einen im Hinblick auf die geschickte Kombination von Texten mit Zeichnungen (398 Seiten bestehen aus ganzseitigen Zeichnungen), zum anderen, weil hier ein Adliger aus einem von den Inkas unterworfenen Volk die Conquista beurteilt (während die meisten anderen aus der Kolonialzeit überlieferten Meinungsäußerungen Einheimischer vom Adel aus der Inkahauptstadt Cusco stammen), drittens schließlich, weil der Autor viele Wörter und Phrasen aus seiner Muttersprache Quechua in seinem ansonsten auf Spanisch geschriebenen Werk verwendet. Sie ist der einzige erhaltene Text mit Abbildungen des Lebens der Inkas vor der Eroberung durch die Spanier und ist darum eine unschätzbare Quelle für Historiker, Archäologen und Anthropologen.

Das Original der Chronik wird mindestens seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts in der Dänischen Königlichen Bibliothek aufbewahrt, ist jedoch erst seit 1908 öffentlich zugänglich. Eine Faksimile-Ausgabe in Paris gibt es seit 1936. 1980 veröffentlichten John Murra, Rolena Adorno und Jorge Urioste eine gründliche Transkription des Textes in Mexiko-Stadt. Seit 2000 gibt es die digitale Ausgabe der Dänischen Königlichen Bibliothek.

Der Name Waman Puma (in moderner Quechua-Rechtschreibung) bedeutet auf Quechua "Falke Puma". In spanischer Orthographie wird er traditionell Guaman Poma geschrieben, aber auch Guamán Poma (dies mit einer falschen, spanisch beeinflussten Endbetonung; richtig ist die Betonung auf der ersten Silbe). Er selbst benutzte seinen Quechua-Namen immer in Verbindung mit seinem spanischen Taufnamen Felipe (Phelipe) und dem Familiennamen eines verschwägerten spanischen Conquistadors, Luis Ávalos de Ayala. Waman Puma schreibt in seinem Buch über die Symbolik all seiner Namen.

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Source : Wikipedia