Postbank

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Geschrieben von tron 25/02/2009 @ 16:42

Tags : postbank, banken, finanzdienstleister, wirtschaft

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Der seltsame Postbank-Plan der Deutschen Bank - WELT ONLINE
Juni 2009, 11:41 Uhr Was hat Ackermann mit der Postbank vor? Die Deutsche Bank macht nach ihrem Einstieg ein Geheimnis aus ihren Plänen für die Postbank. Diese verharrt in einem Schwebezustand. Längst ist nicht mehr nur fraglich, wie viele Anteile der...
Postbank leistet Erste Hilfe - sueddeutsche.de
Die Postbank will Wertpapiere des Typs verkaufen, die seit der Finanzkrise in Verruf geraten sind. Der Staatsbank KfW soll sie dabei unterstützen. Die staatliche Förderbank KfW will der Postbank beim Verkauf von Kreditrisiken am Kapitalmarkt helfen....

Postbank

Werbeaktion der Postbank anlässlich ihres Börsengangs im Juni 2004

Die Deutsche Postbank AG ist ein deutsches Finanzinstitut mit Sitz in Bonn. Postbank ist der Name, unter dem das Unternehmen in der Öffentlichkeit auftritt. Sie ist seit der zweiten Postreform 1989 mit dem Poststrukturgesetz eine deutsche Geschäftsbank. Davor firmierte sie unter den Begriffen „Postscheckamt“ (später „Postgiroamt“) und „Postsparkasse“. Schwerpunkte der Bank sind das Spar- und Retailgeschäft, daneben ist sie Hausbank der Deutschen Post. Die Aktie der Deutschen Postbank ist seit dem 18. September 2006 Bestandteil des DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der Postscheckdienst wurde 1909 im Deutschen Reich eingeführt. Jeder hatte Anspruch auf ein Postscheckkonto, von dem aus bargeldlose Zahlungen getätigt werden konnten. Der Postsparkassendienst wurde 1883 in Österreich und am 2. Januar 1939 im Deutschen Reich eingeführt. Ein Sparer konnte an allen Postämtern Einzahlungen leisten und in vielen europäischen Ländern Rückzahlungen vornehmen lassen.

1989 wurde im Zug der Postreform die Deutsche Bundespost in drei relativ eigenständige Geschäftsbereiche aufgegliedert. Die Postbank firmierte von da an unter dem Namen „Deutsche Bundespost - Postbank“. Sie wickelte weiterhin Postsparkassen- und Postscheckdienst über die Postämter ab. 1994 wurden die Geschäftsbereiche in Aktiengesellschaften umgewandelt und die Deutsche Bundespost aufgelöst.

Von 1990 bis 1997 war Günter Schneider Vorstandsvorsitzender (bis 1994 als Vorstand der Generaldirektion Postbank innerhalb der Bundespost) der Postbank. Anschließend übernahm Dieter Boening den Vorstandsvorsitz bis 1999. Im selben Jahr erwarb die Deutsche Post AG die Postbank von der Bundesrepublik Deutschland. Von 2000 bis 2007 war Wulf von Schimmelmann Vorstandsvorsitzender, im Sommer 2007 übernahm Wolfgang Klein das Amt.

2000 erwarb die Postbank die DSL Bank.

Seit dem 1. Januar 2004 hat die Postbank die Abwicklung des Zahlungsverkehrs für die Deutsche Bank und die Dresdner Bank übernommen.

Am 6. Mai 2004 teilte Klaus Zumwinkel, damaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG (Eigentümerin der Postbank) mit, dass die Postbank am 21. Juni 2004 an die Börse gehen wird und bis zu 50 Prozent minus einer Aktie der Postbank verkauft wird. Die in der ersten Bookbuilding-Phase am 6. Juni festgesetzte Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro wurde am 19. Juni auf 28,00 bis 32,00 Euro auf Grund der geringen Nachfrage geändert und der Börsengang auf den 23. Juni verschoben.

2005 wurde die Übernahme der BHW Holding AG eingeleitet. Am 21. März 2005 übernahm die Postbank 9,2 % der Anteile an der BHW Holding AG von der Ergo Versicherungsgruppe. Am 25. Oktober wurde mit der Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften (BGAG) und dem BWB (Beamtenbund) ein Vertrag zur Übernahme von weiteren 76,4 % Anteilen an der BHW Holding AG abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde am 2. Januar 2006 vollzogen, womit die Postbank 91,04 % der Anteile hielt und damit den BHW-Konzern erfolgreich übernahm.

Anfang 2007 wurde die Postbank Vertriebsakademie GmbH als jüngste Tochter der Postbank ausgegründet. Damit bündelt sie die Bildungsaktivitäten an zentraler Stelle und stellt die Qualifikation der Berater sicher.

Am 21. September 2007 gaben die HUK-Coburg und die Postbank den Abschluss einer langfristigen Vertriebspartnerschaft bekannt. Ab Oktober 2007 startete der Absatz von Kraftfahrtversicherungen der HUK-Coburg in den Filialen der Postbank und im Internet. Ab 2008 vertreiben alle Vertriebskanäle der Postbank exklusiv Kraftfahrt-, Haftpflicht- und Sachversicherungen der HUK-Coburg. Umgekehrt bietet der Vertrieb der HUK-Coburg exklusiv Bankprodukte für Privatkunden der Postbank, wie zum Beispiel Girokonten, an.

Die Postbank beauftragte die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley, einen Fusionspartner zu suchen. Im September 2008 wurde eine Übernahme durch die Deutsche Bank angekündigt, die der Offerte der spanischen Großbank Santander zuvorkam. In einem ersten Schritt will sich die Deutsche Bank mit 29,75 Prozent an der größten deutschen Filialbank beteiligen. In den folgenden zwölf bis 35 Monaten sollen weitere 20,25 Prozent plus eine Aktie übernommen werden. Der Kauf der Postbank wird mit mehr als 8 Mrd. Euro bewertet. Das positive Votum des Post-Aufsichtsrats wurde am 12. September bekanntgegeben.

Zu den Produkten zählen neben dem Girokonto und dem klassischen Sparkonto mit Sparbuch auch die Sparcard 3000 plus, die Sparcard 3000 plus direkt (relativ hoher Zins), Kapital plus, Kapital plus direkt (Festgeld für mindestens 30 Tage, ab 2.500 Euro), das Quartalsparen (relativ hoher Zins, in Quartalen, in denen das Kapital von Anfang bis Ende stehen bleibt), sowie das DAX-Sparbuch. Letzteres Produkt wird aber von Verbraucherschützern stark kritisiert, da es nicht die Rendite erwirtschafte, die die Werbung suggeriere. So soll der Anleger mit dem DAX-Sparbuch zusätzlich zu einem Basiszins die Hälfte des Anstiegs des Börsenindizes DAX erhalten. Erst bei genauerem Hinsehen bzw. nach Gutschrift der Zinsen ergibt sich, was dies bedeutet, nämlich dass bei einem angenommen linearen DAX-Anstieg von 12 % im Jahr (also etwa 1 % pro Monat) der Anleger nicht etwa 6 % p.a., sondern lediglich 0,5 % p.a. zusätzlich erhält. Dies liegt daran, dass die Berechnung des DAX-Bonus monatlich (!) erfolgt. Der Anstieg des DAX um 1 % in einem Monat führt somit nicht zu einem Bonus von 0,5 % pro Monat, sondern nur 0,5 % p.a. oder 0,04167 % pro Monat. Zudem bietet die Postbank einen Sparplan an, indem das Kapital in eine nicht spekulative Anlageart investiert wird.

Außerdem bietet die Postbank Kredite, Tagesgeldkonten, Fonds, Baufinanzierung, Bausparen, Versicherungen und Altersvorsorgeprodukte an.

Die Bankleitzahlen der Postbank haben eine Besonderheit: Die letzten beiden Ziffern stellen die ersten beiden Stellen der alten (westdeutschen) vierstelligen Postleitzahl des jeweiligen Ortes dar (Ausnahme hiervon sind die Spar-Niederlassungen Hamburg und München, bei denen die erste PLZ-Ziffer verdoppelt wird, die Niederlassung Leipzig sowie die „Gf FK“-Bankleitzahlen in Saarbrücken). Insgesamt ist die Postbank in 14 Niederlassungen aufgeteilt. Als weitere Besonderheit sind für die Postbank an den Stellen 4 bis 6 der Bankleitzahl grundsätzlich die Ziffern 100 reserviert (Ausnahme: Easytrade-BLZ). Diese Ziffernfolge wird von der Deutschen Bundesbank nicht an andere Kreditinstitute vergeben. Für Kunden der „Direktbank“ existieren keine eigenen Bankleitzahlen. Diese Kunden werden auf Institute in verschiedenen Städten verteilt.

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Postbank Finance Award

Der Postbank Finance Award ist der höchstdotierte Hochschulwettbewerb im Bereich Banking & Finance. Erstmalig wurde 2003/2004 von der Deutschen Postbank AG ausgeschrieben. Zu diesem Wettbewerb werden jedes Jahr Lehrende und Studierende aus allen Fachrichtungen, aus dem In- und Ausland, eingeladen. Diese beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellungen der finanzwirtschaftlichen Umwelt. Ein "Team" setzt sich hierbei aus drei bis fünf Studenten, welche von einem Lehrstuhl betreut werden, zusammen.

Die Preisgelder werden jeweils an die drei bestplatzierten Lehrstühle, mit ihren einzelnen Teammitgliedern, ausgeschüttet. Dies kommt der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zugute. Die Erstellung von Themen, sowie die Auswahl und die Prämierung der jeweiligen Wettbewerbsbeiträge geschieht durch ein ausgewähltes Gremium aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.

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Deutsche Bank

Deutsche Bank in Krakau

Die Deutsche Bank AG ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main ist als Universalbank tätig und betreibt bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney. Die Bank entwickelte sich im 20. Jahrhundert unter anderem durch Übernahmen und Fusionen in Deutschland (1914–1929, 1957) sowie in Großbritannien und den Vereinigten Staaten (ab 1989) zur Großbank. Im deutschen Privatkundengeschäft hat sie jedoch (2007) einen Marktanteil von lediglich etwa 6%.

Zu Beginn wurde das Unternehmen von einem Direktorium geleitet. Der Verwaltungsrat hatte jedoch weitreichende Kontroll- und Entscheidungsrechte. Erst die Aktienrechtsreform von 1884 brachte die heute noch übliche Aufgabenteilung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Seitdem wurde der Vorstand von einem Vorstandssprecher geleitet, was die Rolle des Primus inter Pares verdeutlichen soll. Auch war es üblich, Entscheidungen einstimmig zu treffen. Die Umbenennung des Verwaltungsrates in Aufsichtsrat setzte die Bank erst nach Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden Adelbert Delbrück im Jahr 1889 um.

Im Januar 2002 beschloss die Deutsche Bank eine Änderung ihrer Führungsstruktur. Der Vorstand, bis dahin traditionell elfköpfig, konzentriert sich seitdem auf Strategie und Kontrolle, während das neue, offiziell unter dem Vorstand angesiedelte Gremium, das Group Executive Committee (GEC), im operativen Geschäft entscheidet. Dem GEC gehören neben dem Vorstand die Konzernbereichsleiter an, womit insbesondere die für das Investmentbanking und das internationale Geschäft verantwortlichen Londoner Deutschbanker erheblich an Einfluss gewonnen haben. Dies passt zu der schon unter Hilmar Kopper erdachten Strategie, das Unternehmen von einer deutschen Filialbank zum Weltkonzern umzubauen.

Am 1. Februar 2006 brach die Bank mit der Tradition des Vorstandssprechers und ernannte Josef Ackermann im Rahmen seiner Vertragsverlängerung zum Vorstandsvorsitzenden. Begründung war, dass man sich den allgemeinen Gepflogenheiten anpassen wollte.

Diese Denkschrift wurde dem Antrag auf Konzession zur Aktiengesellschaft, die bisher in Preußen nur einem Bankhaus, dem A. Schaaffhausen’schen Bankverein erteilt worden war, beigefügt.

Der Hauptsitz des Unternehmens sollte sich in Berlin befinden, nicht zuletzt, weil die Gründung der Deutschen Bank einem wahrhaft patriotischen Gedanken entsprungen sei.

Genau vier Wochen später, am 10. März, wurde durch allerhöchsten Erlass Sr. Majestät des Königs von Preussen das Gründungsstatut der Deutschen Bank genehmigt. Dieser Tag gilt als offizielles Gründungsdatum der Aktiengesellschaft. Das Aktienkapital betrug 5 Millionen Taler (15 Millionen Mark, heutiger Gegenwert ca. 1 Milliarde €).

Die Öffentlichkeit sah die Neugründung zunächst sehr kritisch. So bezweifelte die bissige Frankfurter Wirtschaftszeitung „Der Aktionär“ die Fähigkeit der Gründer ein derartiges Institut den modernen Anforderungen entsprechend zu leiten (...), selbst wenn es wahr sein sollte, dass die Bank bei den Riffpiraten, den Kaffern und bei den Schwarzfuß-Indianern Kommanditen errichten will.

Am 9. April 1870 nahm die Deutsche Bank ihren Geschäftsbetrieb in den eher bescheidenen Räumen in der Französischen Straße 21 auf.

Die ersten Direktoren waren Wilhelm Platenius, Georg von Siemens und Hermann Wallich.

Wie sich herausstellte, war Berlin für das internationale Geschäft weniger gut geeignet, als etwa Hamburg oder Bremen. So entschloss man sich im Juli 1871, eine erste Zweigstelle in Bremen zu eröffnen. Ein Jahr später folgte Hamburg. Auch schien es notwendig, in der Welthandelsmetropole London präsent zu sein. Dies führte 1871 zur Gründung der „German Bank of London“, an der die Deutsche Bank zu über 40 % beteiligt war. Nachdem sich die Neugründung als verlustträchtig erwies, entschied man sich 1873 für die Eröffnung einer eigenen Zweigstelle („Deutsche Bank (Berlin) London Agency“). 1879 verkaufte man schließlich die Anteile an der „German Bank of London“ mit einem Verlust von 117.000 Mark.

Auch das Asiengeschäft, in das die Deutsche Bank 1872 mit der Eröffnung von Filialen in Shanghai und Yokohama eingestiegen war, brachte Verluste, da das Betriebskapital in Asien auf Silbervaluten beruhte, die 1873 entwertet wurden. 1875 mussten die Zweigstellen wieder geschlossen werden.

Von 1872 bis 1877 bzw. 1882 beteiligte sich die Deutsche Bank als Kommanditist bei Firmen in Paris und New York City.

1886 wurde mit der Gründung der Deutschen Übersee-Bank ein Schritt zur Erschließung des südamerikanischen Marktes gemacht, der auch einen Kurswechsel der Unternehmensstrategie erkennen lässt: War unter Adelbert Delbrück, der 1889 seinen Hut als Aufsichtsratsvorsitzender genommen hatte, versucht worden, den internationalen Markt langsam und mit der Gründung eigener Filialen zu erobern, so bemühten sich Hermann Wallich und Georg von Siemens, die nicht mehr den traditionellen Privatbankier darstellten, sondern zukunftsorientiert als Manager fungierten, den Überseemarkt durch Tochterinstitute zu beherrschen. Mit dieser neuen Form des Auslandsengagements entwickelte sich das Geschäft mit regelmäßigem, befriedigendem Fortschritt.

Davon zeugte u. A. auch der Bezug der prächtigen, neuen Zentrale 1879. Diverse Übernahmen, darunter die des Berliner Bankvereins (1876), der Deutschen Union-Bank (1876) und des Frankfurter Bankvereins (1886) ließen die Deutsche Bank zur größten des Deutschen Kaiserreiches aufsteigen, die großen Rivalen von Disconto-Gesellschaft und Dresdner Bank konnte man bereits 1876 hinter sich lassen.

In der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg war der Ausbau des Filialnetzes nur ein zweitrangiges Ziel und alle wichtigen Geschäfte wickelte man über die Berliner Zentrale ab. Dennoch folgten auf Filialeröffnungen in Bremen und Hamburg auch Zweigstellen in Frankfurt (1886), München (1901), Leipzig (1901), Dresden (1901), Nürnberg; und Augsburg (1906).

1909 wechselte Carl Klönne in den Vorstand der Deutschen Bank. Siemens war es gelungen, einen der profiliertesten Experten für Unternehmensfinanzierung insbesondere im Bereich der westdeutschen Kohle- und Stahlindustrie für das Institut zu gewinnen. Mit ihm begann nicht nur eine enge Zusammenarbeit mit der Essener Credit-Anstalt (1903), sondern zu Klönnes angestammten Großkunden, darunter der Bochumer Verein, der Schalker Verein, die Harpener Bergbaugesellschaft und der Essener Bergwerksverein König Wilhelm. Das Industriegeschäft war dank Klönne erstmals auf eine breite Grundlage gestellt. Klönne pflegte auch einen regen Briefverkehr mit August Thyssen.

Währenddessen entwickelte sich das Überseegeschäft in rasanter Geschwindigkeit. Hatte die Deutsche Überseeische Bank 1893 noch knapp 1,7 Mrd. Mark Umsatz gemacht, so betrug er 1899 5,6 Mrd. Mark und 1913 fast 22 Mrd. Mark. Die Banco Alemán Transatlántico erwies sich als wichtige Stütze des Geschäfts der Deutschen Bank. Die gute Entwicklung in Argentinien, woher 1900 20 % der Weltproduktion an Weizen stammten, ließ auf weiteres Wachstum am boomenden Südamerika-Markt hoffen.

Als 1895 die Disconto-Gesellschaft die Bank für Chile und Deutschland mit Filialen in Berlin und Valparaíso gründete, zögerte auch die Banco Alemán Transatlántico nicht lange mit einer Filialeneröffnung in Chile. Die dezentrale Wirtschaftsstruktur Chiles machte die Eröffnung weiterer Zweigstellen notwendig, 1897 in Iquique und Santiago de Chile. Trotz der großen Wirtschaftskrise in Chile 1898 wurde das Filialnetz immer engmaschiger, als Concepción und Valdivia folgten. Auch in Argentinien wurden weitere Niederlassungen gegründet, bis zum Ersten Weltkrieg in Bahia Blanca, Cordoba, Tucumán, Bell-Ville, Mendoza und Rosario. Schließlich folgte die Expansion nach ganz Lateinamerika: Mexiko (1902), Peru und Bolivien (1905), Uruguay (1906) und Brasilien (1911, São Paulo und Rio de Janeiro).

Zur Ergänzung wurde mit einem weiteren Tochterinstitut, der Zentralamerika-Bank, der mittelamerikanische Markt versorgt. Initiator dieser beispiellosen Expansion war Ludwig Roland-Lücke, von 1894 bis 1907 Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und Direktor der Deutschen Überseeischen Bank. Ein gemeinsames Projekt von Deutscher Bank und der AEG, die Deutsch-Überseeische Elekticitäts-Gesellschaft (1898 ins Leben gerufen) war bereits 1909 das größte Stromversorgungsunternehmen Argentiniens und warf satte Gewinne ab.

Nach dem Scheitern der eigenen Filialen in Ostasien startete man 1899 mit der Gründung der Deutsch-Asiatischen Bank, einer weiteren Tochterfirma, einen neuen Anlauf auf den Markt des Fernen Ostens. Dies bedeutete auch das erste gemeinsame Projekt mit der Disconto-Gesellschaft, deren Geschäftsführer Adolph von Hansemann die Neugründung angeregt hatte. Das in Shanghai ansässige, neue Institut, das sich am Anfang auf Handelsfinanzierung beschränkte, hatte zu Beginn mit starker (vor allem britischer) Konkurrenz zu kämpfen. Bis 1913 entwickelte sich die Deutsch-Asiatische Bank mit Erfolg und es konnten sieben Zweigstellen in China (darunter auch Hongkong und Tsingtao), zwei in Japan (Yokohama und Kobe), sowie jeweils eine in Singapur und Kalkutta eröffnet werden. Die Deutsch-Asiatische Bank war die Vorgängerin der Deutschen Bank (Asia Pacific), die bis heute als Konzerntochter der Deutschen Bank in großem Stil im asiatischen Raum agiert.

So freute er sich ganz besonders, als er noch im selben Jahr auf die pompöse Eröffnungsfeier der Northern Pacific Railroad eingeladen wurde. Vom redegewandten Präsidenten der Bahnlinie, Henry Villard, und der glanzvollen Festivität geblendet, stimmte Siemens im Überschwang der Beteiligung an der in prekärer finanzieller Lage befindlichen Northern Pacific-Bahnlinie zu. Noch während der Feier verlor die Aktie beinahe die Hälfte ihres Wertes. Doch Siemens blieb bei seinem Entschluss und rief währenddessen die Deutsch-Amerikanische Treuhand-Gesellschaft AG zur Förderung deutscher Investitionen in den USA mit einem Kapital von 20 Mio. Mark ins Leben. Bis 1895 war der Northern Pacific weiter auf Talfahrt, bevor sich mit James J. Hill eine Kooperation mit der Great Northern Railway ergab. 1896 hatte der Kurs wieder seinen Einführungswert erreicht. Dennoch blieb der Northern Pacific ein Verlustgeschäft von mehreren Millionen Mark. Georg von Siemens, für den das ganze ohnehin ein herber Rückschlag war, stellte zur Deckung des finanziellen Verlustes einen großen Teil seines eigenen Vermögens bereit.

Am 27. Juni 1903 kam es zu einer Einigung zwischen dem Wiener Bankverein, der Deutschen Bank und der rumänischen Regierung: Die Deutsche Bank hatte sich entschlossen, die Mehrheit des rumänischen Erdölunternehmens Steaua Romana zu übernehmen und Arthur von Gwinner mehr Verhandlungsgeschick bewiesen, als die Vertreter von John D. Rockefellers Standard Oil Company und der Disconto-Gesellschaft. Danach folgte die Reorganisation der Erdölgesellschaft. Ein Jahr nach Erwerb von Steaua fasste die Deutsche Bank ihre gesamte Aktivität im Erölgeschäft in einer Holding zusammen, in der auch die Deutsche Petroleum-Aktiengesellschaft (DPAG) zu finden war.

Zu den größten Industrie-Projekten der ersten Jahrzehnte zählte auch die Finanzierung der Bagdadbahn (Osmanisches Reich, 1888).

Zunächst wuchs das innerdeutsche Filialnetz nur langsam. Die ersten Filialen wurden in den Hafenstädten Bremen 1871 und Hamburg 1872 gegründet. 1886 wurde der Frankfurter Bank-Verein übernommen, 1892 eine Filiale in München errichtet. 1901 übernahm die Deutsche Bank das im Bau befindliche Gebäude der insolvent gewordenen Leipziger Bank, im gleichen Jahr wurden in Dresden, 1905 in Nürnberg und 1906 in Augsburg Filialen gegründet.

Die regionale Präsenz wurde zu Beginn „befreundeten“ Banken überlassen, an denen die Deutsche Bank beteiligt war. Ab 1914 fusionierte die Deutsche Bank mit einigen dieser Regionalbanken, so 1914 mit der Bergisch-Märkischen Bank in (Wuppertal-)Elberfeld und 1917 mit der Norddeutschen Creditanstalt in Königsberg und dem Schlesischen Bankverein in Breslau. Dadurch entstand mit 38 neuen Niederlassungen eine Filialbank und gleichzeitig die größte Universalbank der Welt. Während des Ersten Weltkrieges konnte die Deutsche Bank 6,5 Mrd. Mark Reichsanleihen unterbringen und zählte 1917 zu den Mitbegründern der Universum-Film-Aktiengesellschaft UFA. Diese sollte im Auftrag der Militärverwaltung das neue Medium Film zu einer effektiveren Propaganda nutzen.

1929 erfolgte schließlich die Megafusion mit dem großen Rivalen, der Disconto-Gesellschaft, zur „Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft“, mit 289 Niederlassungen. In der neuen Bank gingen außerdem die Norddeutsche Bank aus Hamburg, der A. Schaaffhausen'sche Bankverein aus Köln, die Rheinische Creditbank aus Mannheim, das Bankhaus Böcking, Karcher & Cie aus Kaiserslautern sowie die Süddeutsche Disconto-Gesellschaft aus Mannheim auf.

Die Machtübernahme der Nazis hatte direkte Folgen in der Führung der Bank. So wurde der jüdische Vorstandssprecher Oscar Wassermann noch vor der Hauptversammlung im Juni 1933 vorzeitig entfernt und durch den assimilierten Juden Georg Solmssen (eigentlich: Salomonsohn) ersetzt, der aber seinerseits 1934 durch einen Nichtjuden ersetzt wurde.

Aus der Gründergeneration war Max Steinthal im Aufsichtsrat der Bank verblieben, schied aber 1935 aus, um der Bank "keine Schwierigkeiten zu machen". Er und seine Frau Fanny wurden später enteignet und starben 1940 mittellos im Hotel Eden Berlin. Der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann stellte 2008 die an diese und andere tragischen Biographien erinnernden Stipendien am Abraham-Geiger-Kolleg Potsdam ein und erntete dafür Kritik aus dem Deutschen Bundestag, weil er sich der historischen Verantwortung der Bank nicht stellen wolle.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war die Deutsche Bank im Rahmen der so genannten Arisierung an der Enteignung jüdischer Bürger beteiligt, wie z. B. bei der Aronwerke Elektrizitäts-AG in Berlin. Die Beteiligung an der Arisierung von mehr als 330 Unternehmen (z. B. Bankhaus Mendelssohn, Bondi & Maron) erfolgte insbesondere durch gewährte Kredite, aber auch durch eigenen Erwerb und Weiterverkauf, wie bei der Hubertus AG des Petschek-Konzerns. Insgesamt war die Vermittlung von zu verkaufenden Vermögenswerten ein gewinnträchtiges Provisionsgeschäft und half so der nationalsozialistischen Diktatur bei der Umsetzung ihrer rassistischen Ziele.

Infolge der Besetzung Europas durch das nationalsozialistische Regime expandierte auch die Deutsche Bank und übernahm u. a. 1938 zuerst im Sudetenland, später auch in Böhmen und Mähren, die Böhmische Union-Bank sowie in Österreich bis 1942 komplett die Creditanstalt-Bankverein in Wien. Insbesondere die späteren Geschäfte der Böhmischen Union-Bank waren geprägt durch den Kauf arisierter (d. h. letztendlich enteigneter) Unternehmungen in Osteuropa und den Verkauf vor allem an die Reichswerke Hermann Göring oder an das Wirtschaftsimperium der SS. Auch die Deutsche Bank verdiente am Handel mit dem Gold ermordeter Juden sowie an der Finanzierung von Unternehmen, die in Auschwitz auf der Baustelle Bunawerk der I.G. Farben oder für die dortige SS tätig waren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von den US-Amerikanern erwogen, die Vorstandsmitglieder der Deutschen Bank und der anderen Großbanken in Nürnberg als Kriegsverbrecher anzuklagen, was jedoch nicht geschah, da sie nicht mit einer Verurteilung rechneten. Im Hinblick auf die Verstrickungen der drei deutschen Großbanken, zu denen auch die Dresdner Bank und die Commerzbank zählten, in die Nazi-Verbrechen empfahl die US-amerikanische Militärbehörde OMGUS noch vor den Nürnberger Urteilssprüchen die Zerschlagung dieses Bankengeflechts. In der Ostzone (SBZ) wurden alle Großbanken enteignet und in den Westzonen insbesondere auf Initiative der USA dezentralisiert. Hintergrund hierfür war zum einen das vom New Deal geprägte Misstrauen der amerikanischen Verwaltung gegen eine Machtagglomeration des Big Business, zum anderen die Beteiligung der Großunternehmen an den Verbrechen des Nationalsozialismus.

Dadurch war die Deutsche Bank ab dem 1. April 1948 mit zehn kleineren Regionalbanken tätig.

Nachdem 1952 das Luxemburger Abkommen und 1953 unter wesentlicher Beteiligung von Abs das Londoner Schuldenabkommen abgeschlossen wurden, stieg die Kreditwürdigkeit Deutschlands. Der gleichzeitig einsetzende Exportboom machte eine Stärkung der deutschen Exportfinanzierung notwendig. Nachdem die Bundesrepublik 1955 weitere Souveränitätsrechte erhielt, war die weitere Konzentration des Bankwesens nur noch eine Frage der Zeit. Mit einem erneuten Gesetz über den Niederlassungsbereich von Kreditinstituten vom 24. Dezember 1956 wurde die rechtliche Möglichkeit zur endgültigen Zusammenführung der Nachfolgeinstitute geschaffen. Ende April 1957 fassten die drei Nachfolgeinstitute der Deutschen Bank die entsprechenden Beschlüsse, so dass am 2. Mai 1957 rückwirkend zum 1. Januar 1957 die heutige Deutsche Bank AG mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet wurde. In West-Berlin firmierte die Bank zunächst unter dem Namen 'Berliner Diskonto-Bank AG' später unter 'Deutsche Bank Berlin AG'. Der Vorstandssprecher war Hermann Abs, der bereits seit 1938 im Vorstand der alten Deutschen Bank tätig war.

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde 1990 das Filialnetz der Staatsbank der DDR übernommen. 1993 erreichte das Filialnetz der Deutschen Bank seine größte Dichte. Seitdem wurde die Anzahl der Filialen in Deutschland nach und nach reduziert.

Seit den 1980er Jahren expandiert die Deutsche Bank vor allem außerhalb der Bundesrepublik Deutschland. 1989 betrug die Bilanzsumme rund 202 Milliarden US-Dollar und es erfolgte im gleichen Jahr die Übernahme der britischen Investmentbank Morgan Grenfell in London. Die 1990er wurden geprägt von Bankgründungen und Übernahmen in Ost- und Südeuropa. 1998 wurde zum Preis von 16,5 Milliarden DM die US-amerikanische Investmentbank Bankers Trust in New York City übernommen.

Die Deutsche Bank ist inzwischen in vielen Ländern vertreten, teils unter eigenem Namen, teils über Beteiligungen. So ist u. a. in Russland, China und vor allem Indien starkes Wachstum zu verzeichnen, sehr starke Standbeine hat man in Europa bereits in Spanien, Italien, Belgien, Polen sowie Portugal.

Mitte bzw. Ende der 1990er Jahre wurde das Breitengeschäft mit den Privatkunden von der Bank ausgegliedert. Das Investmentbanking, die Firmenkunden und die vermögenden Privatkunden (Private Banking) und sehr vermögenden Kunden (Private Wealth Management) verblieb in der AG. Das Breitengeschäft wurde über die Bank 24 AG in die Nachfolgerin Deutsche Bank 24 transformiert, welche heute unter der Bezeichnung Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG firmiert. Inzwischen ist man bemüht, wieder eine Reintegration nach innen und außen zu betreiben und tritt wieder einheitlich auf.

Seit 2001 wird die Aktie der Deutschen Bank auch an der New York Stock Exchange gehandelt. Im gleichen Jahr führte die Deutsche Bank ihr Hypothekenbankgeschäft mit dem der Dresdner Bank und der Commerzbank in der Eurohypo AG zusammen. Im Jahr 2005 hat die Deutsche Bank ihren Anteil an der gemeinsamen Gesellschaft an die Commerzbank verkauft.

2006 erweiterte die Deutsche Bank ihr deutsches Privatkundengeschäft, indem sie im Juni 2006 die Berliner Bank und im August 2006 die norisbank erwarb. Im selben Jahr begann die Deutsche Bank damit, unter dem Label "Bankamız" bundesweit Bankdienstleistungen in türkischer Sprache anzubieten.

Mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent ist die zur Unternehmensgruppe gehörende DWS Investments die größte deutsche Fondsgruppe. Auch europaweit ist die DWS-Gruppe mit mehr als 150 Milliarden Euro verwaltetem Fondsvermögen eine der führenden Publikumsfondsgesellschaften und auch im Islamic Banking spielt DWS inzwischen mit Partnern bei den „Global Playern“ mit. Hier unterhält die Deutsche Bank mit „Dar al Istithmar“ in London eine „Globale Denkfabrik“ für die Islamische Finanzindustrie.

Im Juli 2007 verkaufte die Deutsche Bank ihren Anteil von 13,2 Prozent an der Deutschen Beteiligungs AG. Im gleichen Monat erwarb die Deutsche Bank Abbey Life von der fünftgrößten britischen Bank Lloyds TSB. Der Preis für das Versicherungsunternehmen liegt bei 1,44 Mrd. Euro.

Ein Jahr später, im Juli 2008, kaufte die Bank den wesentlichen Teil des niederländischen Mittelstandsgeschäfts der ABN Amro für 709 Mio. Euro. Zwei Monate später, im September 2008, wurde die Übernahme der Postbank angekündigt, die der Offerte der spanischen Großbank Santander zuvorkam. In einem ersten Schritt will sich die Deutsche Bank mit knapp unter 30 Prozent an der größten deutschen Filialbank beteiligen. In den folgenden zwölf bis 35 Monaten kann der Anteil auf 50 Prozent plus eine Aktie ausgebaut werden. Der Kauf der Postbank wird mit mehr als 8 Mrd. Euro bewertet. Das positive Votum des Post-Aufsichtsrats wurde am 12. September bekannt gegeben. Am 22. September führte die Deutsche Bank eine Kapitalerhöhung über 2,2 Mrd. Euro zur Finanzierung des Kaufes der Postbank-Aktien durch. Am 7. Oktober wurde mitgeteilt, dass keine weiteren Kapitalmaßnahmen geplant seien.

Eigentümer: 86 Prozent institutionelle Gruppen, 14 Prozent private Aktionäre.

Die Deutsche Bank gehört zu den größten juristischen Spendern in Deutschland und hat seit 2000 bereits mehr als 3,6 Millionen Euro an die Bundestagsparteien gespendet. Der Hauptanteil dieser Spendensumme (etwa 60%) kommt der CDU zugute. Alleine im Wahlkampfjahr 2005 erhielt diese 400.000 Euro. Die FDP erhielt seit 2000 etwa ein Viertel der gesamten Spendensumme. Geringe Anteile gingen an die übrigen, im Bundestag vertretenen Parteien. Ein solches Spendenverhalten ist unter demokratischen Gesichtspunkten umstritten, da Juristische Personen kein Wahlrecht besitzen und über solche Parteispenden die Möglichkeit haben Einfluss auf die Parteipolitik zu nehmen.

Die Abteilung Kultur und Gesellschaft wurde von 1995 bis 2000 durch die Witwe von Willy Brandt, Brigitte Seebacher-Brandt geleitet. Zum 125 jährigen Jubiläum 1994 wurde eine Kulturstiftung der Deutschen Bank mit einen Stiftungsvolumen von 100 Millionen DM ins Leben gerufen. Die jährliche Ausschüttung betrug 7 Millionen DM Mit diesen Ausschüttungen wurden u.a. Projekte des Forschungsverbundes SED-Staat und der Forschungsstelle Osteuropa finanziert. Nach dem Jahr 2000 kamen die Stiftungsgelder vermehrt künstlerischen Projekten (Museen, Ausstellungen) zugute.

Schon zu Lebzeiten Willy Brandts wurde Brigitte Seebacher-Brandt in das Kuratorium der Alfred-Herrhausen-Gesellschaft berufen.

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BHW (Finanzdienstleister)

BHW ist ein deutscher Finanzdienstleister mit Sitz in Hameln. Seit Januar 2006 ist BHW eine Tochter der Postbank.

Das Unternehmen wurde 1928 in der Rechtsform der GmbH in Berlin gegründet. Gründungsgesellschafter waren die Standesorganisationen der deutschen Beamtenschaft. Die Abkürzung BHW stand damals für Beamtenheimstättenwerk. Heute hat sich BHW auch für Nichtbeamte als Kunden geöffnet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte das Unternehmen im Jahre 1947 seinen Sitz nach Hameln.

1990 wird die BHW Holding GmbH gegründet, welche später zur BHW Holding AG umgewandelt wird. 1997 geht BHW an die Börse, wo die Aktien die WKN 522390 erhalten. Schon kurze Zeit später wird die Aktie in den MDAX, den zweitwichtigsten Leitwerteindex der Frankfurter Börse, aufgenommen. Mit der 2003 erfolgten Verkleinerung des MDAX war die BHW Holding AG im Kleinwerteindex SDAX notiert. Im Januar 2006 legt die Deutsche Postbank AG nach Übernahme von zirka 91 % des Stammkapitals an der BHW Holding AG ein Pflichtangebot zum Aufkauf der verbleibenden im Streubesitz befindlichen Aktien vor, pro Aktie sollen 15,04 € gezahlt werden. Am 9. Februar 2006 wird bekannt, dass die Postbank bereits mehr als 95 % der Aktien hält, weshalb am 21. Februar 2006 die Aktie der BHW Holding AG aus dem SDAX genommen wird (Nachfolger hier ist die Baumarktkette Praktiker). Im Februar 2008 wurde die Aktie von der Börse genommen, nachdem ein Squeeze-out der verbleibenden Kleinaktionäre erfolgt ist.

Heute übernimmt BHW neben der Betreuung eigener Kunden unter dem Namen BHW KreditCenter auch die Verwaltung der Kunden anderer Hypothekenbanken und Bausparkassen (sogenanntes Kreditprocessing als Outsourcing-Service).

Die BHW Bausparkasse wies im Geschäftsjahr 2006 einen Bestand von etwa 4,52 Mio. Bausparverträgen mit einer Bausparsumme von 107,8 Mrd. € aus (Vorjahr: 4,65 Mio. Verträge, 108,7 Mrd. € Bausparsumme). Das eingelöste Neugeschäft betrug etwa 434.000 Bausparverträge mit einer abgeschlossenen Bausparsumme von 10,9 Mrd. € (Vorjahr: 11,4 Mrd. €).

Seit dem 1. Januar 2008 ist Hans-Joachim Gasda der neue Vorstandsvorsitzende der BHW Bausparkasse. Sein Vorgänger Michael Meyer ist Vorstand für Produktmarketing bei der Postbank.

Großaktionäre waren bis Dezember 2005 die Nachfolger der Gründungsorganisationen, die Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften (BGAG) mit 39,8 % des Aktienkapitals und der Deutsche Beamtenbund mit 36,6 %. Im März 2005 übernahm die Postbank 9,2 % der Anteile von der ERGO Versicherungsgruppe. Am 25. Oktober 2005 kündigte die Postbank an, die 76,4 % der BGAG und des Beamtenbundes zu übernehmen. Der Vertrag wurde am 2. Januar 2006 vollzogen, nachdem im November/Dezember 2005 die marode AHBR aus dem BHW-Konzern herausgelöst wurde, was Bedingung der Postbank-Chefs für diese Transaktion war.

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Großbank

Als Großbanken werden die größten privaten Kreditinstitute eines Landes bezeichnet.

In Deutschland gelten die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die Commerzbank, die HypoVereinsbank und die Deutsche Postbank - die auch unter dieser Position in der Bankenstatistik der Deutschen Bundesbank zusammengefasst werden -, als Großbanken. Sie stellen das Schwergewicht der Privaten Gruppe dar. Die durchschnittliche Bilanzsumme der Großbanken entsprach im Jahr 2003 etwa 32 % der Summe aller Kreditinstitute und belief sich im Jahre 2006 auf 1,3 Billionen Euro.

In Österreich werden zur der Gruppe der privaten Großbanken die Bank Austria Creditanstalt, die Erste Bank und die Bank für Arbeit und Wirtschaft (BAWAG) gezählt.

In der Schweiz gelten die UBS und die Credit Suisse als private Großbanken.

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Source : Wikipedia