Pfund Sterling

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Geschrieben von tron 09/03/2009 @ 20:07

Tags : pfund sterling, devisen, finanzen

Neueste Nachrichten
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Pfund Sterling

Wechselkurs gegenüber dem Euro

Das Pfund Sterling, engl. Pound Sterling, ist die britische Währung.

Das Währungssymbol £ bzw. lb leitet sich - wie die Lira - vom römischen Pfund (libra) her. Der Standard-ISO-4217-Währungscode lautet GBP (Great Britain Pound).

Der Name Sterling (siehe auch Sterlingsilber) kommt von einer gleichnamigen englischen Silbermünze von 1,555 Gramm (1/240 Pfund) und ist vom Begriff „easterling“ („Ostling“) abgeleitet. Der Begriff ist gleichbedeutend mit dem früher in Deutschland gebräuchlichen Kurant, hat aber durch die Aufhebung des Goldstandards seinen praktischen Sinn verloren. Verwendet wird er heute nur noch zur Unterscheidung von Währungen anderer Staaten, die das Wort Pfund enthalten.

Darüber hinaus waren noch einige weitere Penny- und Sovereign-Nominalwerte früher im Umlauf, siehe auch Maundy set.

Am 15. Februar 1971 (Decimal Day) begann der 18-monatige Zeitraum der Umstellung des Pfunds auf das Dezimalsystem. Seither ist das Pfund in 100 pence (Einzahl Penny, kurz „p“) unterteilt. In der ersten Zeit nach der Umstellung wurde der Dezimal-Penny noch als New Penny bezeichnet. Die neuen Kursmünzen hatten Werte von 1/2, 1, 2, 5, 10 und 50 (New) Pence. Mittlerweile wurde der dezimale Halfpenny abgeschafft und Geldstücke im Wert von 20 Pence, 1 Pfund und 2 Pfund eingeführt.

Die alten Penny-Münzen wurden eingezogen, aber die alten Schillinge und Florins blieben noch lange als 5- und 10-Pence-Münzen im Umlauf. In den 1990er Jahren wurden die umlaufenden 5-, 10- und 50-Pence-Münzen durch motivgleiche, jedoch wesentlich kleinere Münzen ersetzt, die großen Münzen und damit auch die noch umlaufenden Münzen zu 1 und 2 Schilling sind außer Kurs gesetzt worden.

Die Buchstabenabkürzung für das nichtdezimale Geld ging nach dem lateinischen LSD-System - L (librae) für das Pfund - S (solidus) für den Shilling - d (denarii) für den Penny. Die Abkürzung p für den new Penny hat sich als Homophon zu pea („Erbse“) in der englischen Sprache durchgesetzt.

Alle Banknoten in England und Wales werden von der britischen Zentralbank Bank of England herausgegeben. In Schottland und Nordirland dürfen auch bestimmte Geschäftsbanken (in Schottland: Bank of Scotland, Clydesdale Bank, Royal Bank of Scotland; in Nordirland: Bank of Ireland, First Trust Bank, Northern Bank, Ulster Bank) ihre eigenen Geldscheine drucken.

Während die Geldscheine der Bank of England als gesetzliches Zahlungsmittel in England und Wales akzeptiert werden müssen, gilt dies nicht in Nordirland und Schottland - in diesen beiden Gebieten sind Banknoten nicht gesetzliches Zahlungsmittel. In der Praxis werden die Bank-of-England-Noten in jedem Land akzeptiert, nordirische und schottische Geldscheine werden jedoch in den anderen Ländern außerhalb Großbritanniens häufig nicht angenommen. Auch kann es mit Noten, die nicht von der Bank of England stammen, außerhalb von Großbritannien Probleme beim Rücktausch geben.

Mit einem Sonderdruck (12. Juli 2005, Auflage 2 Mio.) der Fünf-Pfund-Note von der Royal Bank of Scotland wurde der Golfer Jack Nicklaus geehrt, als erste lebende Person nach Queen Elizabeth, der Königinmutter.

Die von Großbritannien abhängigen Gebiete (Kanalinseln, Insel Man) sowie die britischen Überseegebiete Falklandinseln, St. Helena und Gibraltar geben ihre eigenen Banknoten heraus. Die Gültigkeit dieser Geldscheine ist allerdings auf die Ausgabegebiete beschränkt.

Es gibt von der Bank von England 5-, 10-, 20- und 50-Pfund-Banknoten. Die Bank von Schottland führt derzeit 5-, 10-, 20-, 50- und 100-Pfund-Banknoten und geringe Mengen der 1-Pfund-Banknote, wobei diese von der 1-Pfund-Münze weitestgehend verdrängt wurde.

Die bis 2008 üblichen Münzen wurden von 1968 bis 1972 das erste Mal herausgegeben. Diese zeigten die Embleme Großbritanniens. 2008 wurden komplett neue Münzen vorgestellt. Diese zeigen Ausschnitte des Königlichen Wappenschildes (Royal Shield of Arms), wobei die 1-Pfund-Münze das Wappen komplett zeigt..

Die Geldscheine werden immer wieder in neuem Design vorgestellt, zuletzt 2007 die 20-Pfund-Note.

Die 2-Pence-Münze enthält das Abzeichen des Prinzen von Wales mit der deutschsprachigen Inschrift "Ich dien".

Der Wechselkurs des Pfundes zum Euro (€) schwankt frei, da Großbritannien nicht Mitglied des sogenannten Wechselkursmechanismus II der Europäischen Union ist. Der Kurs bewegt sich zur Zeit um 1 € = 0,88 £ (1 £ = 1,13 €).

Der Binnenwert des Pfundes unterlag in der Zeit seiner Existenz zahlreichen Schwankungen, die aber vor allem durch seine Anbindung an Edelmetallwerte begrenzt wurden. Die Bibliothek des Britischen Unterhauses hat hierzu ein Dokument veröffentlicht, welches diese Schwankungen seit 1750 dokumentiert.

Das Dokument trifft die Aussage, dass zwischen 1750 und 1914 der Wert der Währung, vor allem bedingt durch Ereignisse wie Krieg und Ernteerträge, von Jahr zu Jahr zwar erheblich schwankte, aber im langjährigen Verlauf relativ stabil war. So betrug der Index-Wert des Pfundes 1750 5,1 und erreichte 1813 einen Höhepunkt von 16,3. Die allgemeine Schwankungsbreite war bis 1914, als der Wert 9,8 betrug, zwischen 8,5 und 10,0. 1920 wurde mit 25,3 ein neuer Höhepunkt erreicht, was sich bis Mitte der 1930er wieder auf 15,8 stabilisierte.

Regelmäßige, alljährliche Entwertung etablierte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Nachdem der Index 1940 20,2 erreichte stieg er seither an. Die Indizes betrugen beispielsweise 33,0 im Jahr 1950, 49,1 im Jahr 1960, 73,1 im Jahr 1970, 263,7 im Jahr 1980, 497,5 im Jahr 1990, 671,8 im Jahr 2000 und 757,3 im Jahr 2005.

Die Bedeutung des Pfund als Reservewährung hat in den letzten Jahren, insbesondere seit der Einführung des Euro, leicht zugenommen (von 2,9 % auf 4,7 %). Neben dem Dollar (leicht fallend rund 64 %) und dem Euro (steigend auf rund 26,5 %) ist das Pfund die drittwichtigste Reservewährung. Gebräuchlich ist das Pfund insbesondere als Reservewährung in Entwicklungsländern mit traditioneller Bindung an das Vereinigte Königreich und in den heutigen Commonwealth-Staaten.

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Poundland

Poundland ist eine britische Ladenkette, die sämtliche Waren für je ein Pfund Sterling verkauft. Der erste Laden wurde im Dezember 1990 in Burton-upon-Trent eröffnet, vier weitere folgten noch im selben Jahr.

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Guernsey-Pfund

Das Guernsey-Pfund (engl. Guernsey Pound, Guernsey £) ist die Währung der Kanalinsel Guernsey.

Das Guernsey-Pfund ist eine Binnenwährung und entspricht in seinem Wert exakt dem britischen Pfund. Es wird vom Treasury and Resources Department der States of Guernsey herausgegeben. Es ist das übliche Zahlungsmittel der Inselbewohner, mit dem Pfund Sterling kann jedoch ebenfalls überall auf Guernsey bezahlt werden. Die Bindung an das britische Pfund besteht seit 1921. Vorher waren die lokalen Zahlungsmittel wie doubles, shilling und pound an den französischen Franc gebunden. 1971 wurde das Münzsystem dezimalisiert. 1 Pfund entspricht heute 100 pence.

Außerhalb von Guernsey wird das Guernsey-Pfund nur auf den benachbarten Kanalinseln (Jersey, Sark und Alderney) als gültiges Zahlungsmittel anerkannt. Auch die Kanalinsel Jersey hat ihre eigene Währung, das Jersey-Pfund, das gleichfalls mit dem Pfund Sterling wertmäßig verbunden und nur auf den Kanalinseln als Zahlungsmittel anerkannt ist.

Eine Bezeichnung nach ISO 4217 existiert nicht, die übliche Abkürzung ist GGP.

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Isle of Man

Flagge der Isle of Man

Die Isle of Man (älter auch Isle of Mann, deutsch Insel Man, manx Ellan Vannin) ist eine Insel in der Irischen See. Sie ist als autonomer Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie. Sie stellt ein gesondertes Rechtssubjekt dar und ist nicht Teil der Europäischen Union. Die Isle of Man ist bekannt als Steueroase und Sitz von Offshoreunternehmen sowie für das Motorradrennen Tourist Trophy.

Die Isle of Man ist eine der Britischen Inseln und liegt in der Irischen See zwischen Schottland (29 km entfernt), England (48 km), Nordirland (52 km), Wales (71 km) und der Republik Irland (85 km). Durch ihre Lage hat sie ein feuchtes, gemäßigtes Klima mit milden Wintern und kühlen Sommern.

Die 572 km² große Insel ist größtenteils hügelig. Die höchste Erhebung ist der 621 m hohe Snaefell, der mit der Snaefell Mountain Railway erreicht wird. Im äußersten Norden ist die Insel sehr flach, dieser Teil ist durch Ablagerung von Sedimenten entstanden. Bei einer Ausdehnung von 52 km und 22 km besitzt die Insel eine Küstenlänge von 160 km. Der längste Fluss Sulby misst 17 km. Der Südwestspitze vorgelagert und durch den Calf Sound (auf Manx: Yn Challoo) getrennt ist die 2,6 km² große und max. 120 m hohe Insel Calf of Man, ein Vogelschutzgebiet.

Das Sulby Glen ist ein Tal im Norden der Insel. Den Namen hat der Glen, oder das Tal, davon, dass der River Sulby in nordwärtiger Richtung durchfließt. Das Tal misst in der Länge 3 Kilometer und hat eine maximale Breite von 300 und eine minimale Breite von weniger als 50 Metern.

Die ersten Besiedler waren Jäger und Sammler, die im 6. Jahrtausend v. Chr. durch die reichen Fisch- und Wasservorräte angezogen wurden. Mit der Ankunft der Ackerbauern brach die Jungsteinzeit auf der Insel an.

Zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert wurde die Isle of Man ein Außenposten der Wikinger und war bis zum 13. Jahrhundert Teil des norwegischen Königreiches (Jarltums) der Hebriden. Die Pagan Lady of Peel, eine wikingerzeitliche Bestattung auf St. Patrick’s Isle, zeugt von dieser Phase. Danach wurde Man an Schottland abgetreten und kam im Jahre 1765 an die britische Krone. Die Insel besitzt noch acht der typischen Steinkreuze und fünf Promontory Forts.

Die Bewohner bezeichnen sich und ihre Insel nach der keltischen Sprache als „Manx“.

Die Bevölkerung ist überwiegend anglikanisch. Zahlreiche Bewohner bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben, sind Methodisten, Baptisten oder Presbyterianer.

Auf der Isle of Man wird heute Englisch gesprochen. Die ursprüngliche Sprache der Insel ist das Manx (Eigenbezeichnung Gaelg Vanninagh, dt. „Manx-Gälisch“), eine keltische Sprache. Der seinerzeit letzte Manx-Sprecher Ned Maddrell ist 1974 gestorben, war jedoch auch kein Muttersprachler, da er die Sprache erst nach dem Englischen erlernt hatte. Es gibt erfolgreiche Versuche der Wiederbelebung – so sprachen 1991 rund 0,8 Prozent der Bevölkerung wieder Manx, und es gibt wieder 28 „Muttersprachler“; der älteste von ihnen ist 14 Jahre alt (Stand: 2005). In manchen Schulen wird Manx unterrichtet.

Die durchschnittliche Lebenserwartung auf der Isle of Man beträgt 77,8 Jahre, die Kindersterblichkeit 0,63 Prozent. Das Bevölkerungswachstum beträgt 1,8%.

Die Isle of Man ist weder Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern als Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt. Als solcher ist sie auch kein Mitglied der Europäischen Union. Dennoch gilt ein Teil des EU-Rechts auf der Insel, und die Isle of Man nimmt an der Zollunion teil.

Das Vereinigte Königreich ist für Außenpolitik und Verteidigung zuständig, ansonsten ist die Insel selbstverwaltet.

Staatsoberhaupt (Lord of Mann) ist Königin Elisabeth II., die auf der Insel durch einen Lieutenant Governor vertreten wird.

Dem Ministerrat steht der Chief Minister vor.

Das 979 gegründete Parlament, der Tynwald (manx-gälisch Tinvaal), ist das älteste durchgängig bestehende Parlament der Welt (das älteste noch aktive, aber nicht durchgängig bestehende ist das seit 930 in Island belegte Althing) und besteht aus zwei Kammern: dem direkt gewählten House of Keys und dem indirekt gewählten oder ex officio besetzten Oberhaus, dem Legislative Council. Wahlberechtigt zum Tynwald ist seit 2006 jeder Einwohner ab 16 Jahren.

Der Nationalfeiertag, der Tynwald Day, wird am 5. Juli gefeiert.

Die Länge des Straßennetzes der Insel Man beträgt ungefähr 800 km. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass auf vielen Straßen keine Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten.

Die drei ersten Linien werden von der Isle of Man Transport betrieben. Einige der Straßenbahnen sind in ihrer Grundkonstruktion schon über 100 Jahre alt, allerdings wurden Motoren und Technik in den 70er Jahren aus Fahrzeugen der 1974 stillgelegten Straßenbahn Aachen übernommen.

Auf der Insel Man befindet sich ein internationaler Flughafen.

Fähr- und Schnellschiffverbindungen nach Belfast, Dublin, Heysham und Liverpool werden von der Steam Packet Company betrieben.

Zwischen Großbritannien und der Insel Man liegt seit 1999 das längste Drehstromseekabel der Welt zur Verbesserung der Stromversorgung der Insel.

Offshore Banking, verarbeitende Industrie und Tourismus sind die wichtigsten Wirtschaftszweige. Land- und Fischereiwirtschaft waren früher die wichtigsten Arbeitgeber.

Die Insel hat ihre eigene Währung (Isle of Man Pound, 1:1 an das englische Pfund Sterling gekoppelt), und ihre eigenen Briefmarken.

Die Einkommensteuer hat Sätze zwischen 10 und 18 Prozent, die Körperschaftsteuer beträgt 0 Prozent.

Aufgrund ihrer isolierten Lage und ihrer fehlenden politischen Zugehörigkeit zum Vereinigten Königreich wird die Isle of Man im Volksmund auch als Versteck der britischen Millionäre bezeichnet. So hat sich der britische Schauspieler Norman Wisdom hier seinen Altersruhesitz eingerichtet. Als Steueroase bietet sich die Insel seit 2009 nicht mehr an, da sich Deutschland mit der Isle of Man auf mehr Transparenz verständigt hat.

1 Liegt größtenteils in Asien.  2 Hat zusätzliche Gebiete außerhalb Europas.

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Schilling

Schilling (englisch: shilling) ist der Name einer Währungseinheit in verschiedenen Ländern.

Offizielle Währung ist der Schilling heute in Kenia (Kenia-Schilling), Somalia (Somalia-Schilling), Tansania (Tansania-Schilling) sowie in Uganda (Uganda-Schilling). In einigen anderen Ländern war er als Währung bzw. Münze gebräuchlich, wie in Österreich (Österreichischer Schilling), Großbritannien, Norddeutschland, Litauen und Dänemark (Skilling).

1 karolingisches Silberpfund = 20 Schilling (Solidi) = 240 Pfennig (Denari) gleich etwa 406½ Gramm.

Im Frankenreich galt ab etwa 800 nur noch eine reine Silberwährung, deren Münzgewicht auf dem Pfund beruhte. Goldsolidi (Goldschillinge) waren die absolute seltene Ausnahme und hatten wohl keine Währungsfunktion mehr. Die später, ab etwa 1150 in Oberitalien begonnenen silbernen, neuen Schillingmünzausprägungen, wogen das Mehrfache des inzwischen im Silbergehalt inflationär geminderten „normalen“ Denars (= denar piccolo). Sie waren nicht mehr der alte - nur jetzt in Silberform - wiederbelebte ursprüngliche Goldschilling. Es gab fortan silberne (mehrfache, schwere) Denarii (= denarii grossi) - nun wiederum als Schilling bezeichnet, de facto entsprachen sie jedoch etwa dem frühen antiken halben Denar. Sie galten gewöhnlich 4 bis 12 (auch bis zu 20) einfache, verminderte Denarii oder Pfennige. Aus dem italienischen „Grossino“ (= denarius grossus) entstand der Name Groschen. In einigen deutschen Städten und Regionen, wo der Schilling (bzw. Groschen) als Pfennigmehrfaches im 14. Jahrhundert anfangs noch nicht geprägt wurde, war er als Zählmaß im Werte von seltner 6 schweren oder meist 12 leichten Pfennigen jedoch schon gebräuchlich.

Die ebenfalls zuerst wieder im italienischen Raum ab etwa 1250 in Florenz, Genua, Vendig u.a. oberitalienischen Stadtstaaten begonnenen Goldmünzprägungen, die später als Fiorino, Florin, Dukat oder Zechine bezeichnet wurden, waren eine Reaktion auf das nach dem Untergang des Weströmischen Reiches wieder gestiegene wirtschaftliche Potenzial der beginnenden Frührenaissance und stellen somit eigentlich den alten, spätrömischen Goldsolidus (ca. 4,5 g) mit neuem Namen aber mit verringertem Feingewicht (ca. 3,5 g) dar. Letztendlich hat es eigentlich nur eine „Münznominal-Namenskorrektur“ als Reaktion auf vorausgegangene inflationäre Prozesse gegeben. Die deutschen Gold-Gulden des späten Mittelalters ab etwa 1200 waren wiederum eine Nachahmung der beliebten oberitalienischen Florine.

Die Herkunft des Wortes Schilling ist nicht sicher geklärt. Schon im Gotischen bezeichnete es die römische Goldmünze (Solidus), die auch als Schmuck getragen wurde. Möglicherweise kommt es vom germanischen Wort Skildulingaz, was schildartiges Ding, bzw. Schild-ling bedeutet, (vgl. dazu auch escudo). Nach einem Handelslexikon von 1848 soll das Wort Schilling von „schallen“ bzw. von „schellen“, d.h. klingeln, kommen.

Die deutschen silbernen Schillinge der Neuzeit waren mit dem Groschen vergleichbar und galten meist 12 Pfennig, z. B. in Hamburg vor 1871, wo der halbe Schilling Sechsling (= 6 Pfennig) und der Viertel Schilling Dreiling (= 3 Pfennig) genannt wurde; alle drei waren Scheidemünzen.

Der früher gebräuchliche britische shilling (abgekürzt „s“ von solidus) hatte einen Wert von 12 Pence (abgekürzt „d“ von denarius) oder 1/20 Pfund Sterling (£). Er wurde 1816, dem Jahr der Einführung des Goldstandards (mit der Kurantmünze Sovereign), mit einem Gewicht von 5,7 g Sterlingsilber und einem Durchmesser von 24 Millimetern standardisiert. 1920 wurde der Silberanteil auf 50 Prozent gesenkt und 1947 gänzlich auf Kupfernickel umgestellt. Die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Shilling war „bob“. Im Schriftverkehr wurden Shillings abgekürzt durch den Schrägstrich oder den Apostroph wiedergegeben (1 Shilling: 1s oder 1/- oder 1’-). Größere Münzen waren der Florin (2s), Half Crown (2s 6d) und Crown (5s).

1971 wurde der Shilling mit der Umstellung des britischen Pfundes auf das Dezimalsystem abgeschafft, die Münzen wurden allerdings erst nach und nach eingezogen und blieben einstweilen als 5 (New-) Pence-Münzen im Umlauf; umgangssprachlich wird die „neue“ Fünf-Pence-Münze deshalb noch heute gelegentlich als Shilling bezeichnet.

Von 1925 bis 1938 und 1945 bis 1998 war der Schilling Buch- und Bargeld, von 1999 bis zur Bargeldeinführung des Euro 2002 gab es den Schilling nur als Bargeld.

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Templeton-Preis

Der Templeton-Preis ist die weltweit höchst dotierte Auszeichnung (820.000 Pfund Sterling) für einzelne Personen. Mit ihm werden Verdienste gewürdigt, welche die Verbindung zwischen Wissenschaft und Religion untermauern. Der Templeton-Preis wurde 1972 von dem Finanzinvestor Sir John Templeton (1912–2008) gestiftet.

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Jersey-Pfund

Bankautomaten mit der Möglichkeit, zwischen englischem und Jersey-Geld zu wählen

Das Jersey-Pfund (engl. Jersey Pound, Jersey £) ist die Währung der Insel Jersey.

Das Jersey-Pfund ist eine Binnenwährung und entspricht in seinem Wert exakt dem britischen Pfund. Für jedes Jersey-Pfund hält der Treasurer of the States of Jersey 1,10 Pfund Sterling als Sicherheit, damit ist es eine sehr teure Eigenwährung. Es ist das übliche Zahlungsmittel der Inselbewohner, mit dem Pfund Sterling kann jedoch ebenfalls überall auf Jersey bezahlt werden.

Außerhalb von Jersey wird das Jersey-Pfund nur auf den benachbarten Kanalinseln (Guernsey, Sark und Alderney) als gültiges Zahlungsmittel anerkannt.

Auch die kleinere Kanalinsel Guernsey hat ihre eigene Währung, das Guernsey-Pfund, das gleichfalls mit dem Pfund Sterling wertmäßig verbunden und nur auf den Kanalinseln als Zahlungsmittel anerkannt ist.

Eine Bezeichnung nach ISO 4217 existiert nicht, die übliche Abkürzung ist JEP.

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Schottland

Flagge Schottlands

Schottland (englisch und Scots: Scotland, schottisch-gälisch: Alba , Lateinisch-keltisch: Caledonia) ist ein Land im Nordwesten von Europa und ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Teil der größten europäischen Insel Großbritannien sowie mehreren Inselgruppen. Bis 1707 war es ein eigenständiges Königreich, in jenem Jahr wurde es mit dem Königreich England – mit dem es bereits seit 1603 in Personalunion regiert wurde – vereinigt. Die Hauptstadt von Schottland ist Edinburgh.

Schottland umfasst das nördliche Drittel der Insel Großbritannien. Die Fläche beträgt 78.772 km². Es grenzt im Süden zwischen dem Solway Firth im Westen und dem Fluss Tweed an der Ostküste auf 96 km an England. Es teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands, die Central Lowlands und die Southern Uplands. Der höchste Berg Schottlands (und ganz Großbritanniens) ist der Ben Nevis bei Fort William. Er gehört zu den sogenannten Munros.

Schottland westlich vorgelagert ist die Inselgruppe der Hebriden, die deutlich getrennt sind in die Gruppen der Inneren und Äußeren Hebriden. Nördlich von Schottland liegen die Inselgruppen der Orkney-Inseln und deutlich weiter entfernt die Shetland-Inseln.

Bevölkerungsschwerpunkt ist der Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow.

Das Klima in Schottland ist gemäßigt mit tendenziell sehr unbeständigem Wetter. In den Atlantikregionen wird es durch den Golfstrom erwärmt. Die Temperaturen sind niedriger als im Rest Großbritanniens, was sich aus der nördlicheren Lage ergibt. Schottlands Hochmoore erreichten im Januar 1982 mit rund –27,2 °C bei Braemar in den Grampian Mountains die tiefsten Temperaturen, die jemals in Großbritannien gemessen wurden. Die Sommertemperaturen liegen um etwa 18 °C. Die höchste gemessene Temperatur wurde am 9. August 2003 mit 32,9 °C in Greycrook an der schottischen Grenze aufgezeichnet. Allgemein ist der Westen wärmer als der Osten Schottlands, da durch den Golfstrom das Wasser des Atlantiks wärmer als das der Nordsee ist. Die Western Highlands sind mit 3.000 mm jährlichem Niederschlag am regenreichsten. Im Winter ist nur in den Höhenlagen regelmäßig mit Schneefall zu rechnen.

Fast alle Schotten sprechen Standardenglisch. Das Meldeamt nimmt an, dass 30% der Bevölkerung daneben fließend Scots (Schottisch) sprechen. Etwas mehr als 1% der Bevölkerung geben als Muttersprache Schottisch-Gälisch an, eine keltische Sprache, mit dem Irischen verwandt. Nur auf den Äußere Hebriden gibt es noch eine Schottisch-Gälisch sprechende Mehrheit, was sich auch im offiziellen schottisch-gälischen Namen der Inseln Na h-Eileanan Siar (englisch: the Western Isles; als Wahlkreis Na h-Eileanan an Iar ) widerspiegelt. Dennoch beherrschen fast alle Schottisch-Gälischsprecher auch fließend Englisch.

Als König Jakob VI. (englisch: James VI, gälisch: Seumas VI ) von Schottland 1603 als Jakob I. den englischen Thron bestieg, wurde am schottischen Hof und im Parlament noch Lowland Scots geschrieben und gesprochen.

Sowohl Englisch als auch Scots werden vom schottischen Parlament als Amtssprachen anerkannt, beide mit demselben Respekt, aber nicht mit derselben Wertigkeit. Schottisch-Gälisch wurde offiziell 2005 durch den „Gaelic Language (Scotland) Act“ anerkannt. Scots wurde offiziell als „regionale Sprache oder Minderheitensprache“ anerkannt auf Basis der „Europäischen Charta für Regional- oder Minderheitssprachen“, welche 2001 vom Vereinigten Königreich ratifiziert wurde und von der Schottischen Exekutive im Partnerschaftsabkommen („Partnership Agreement“) 2003 unterstützt wurde. Das Projekt „Schottisches Wörterbuch“ wird von staatlicher Seite finanziell unterstützt.

Siehe auch die Artikel Geschichte Schottlands und Liste der Herrscher Schottlands.

Vor rund 12.000 Jahren begann die Zuwanderung über eine Landbrücke, die bis etwa 4000 v. Chr. die Britischen Inseln mit dem europäischen Festland verband und dann durch den Meeresanstieg aufgrund des Abschmelzens der eiszeitlichen Gletscher verschwand. Die frühesten Einwohner waren mesolithische Jäger und Fischer beziehungsweise ab etwa 4500 v. Chr. einwandernde neolithische Bauern. Die ältesten archäologischen Hinweise auf menschliche Siedlungen und Kultstätten stammen aus der Zeit um 6000 v. Chr.

Im Jahre 43 n. Chr. erobert Kaiser Claudius den südlichen Teil Britanniens. Ab circa 80 n. Chr. marschieren die Römer mehrmals in Schottland ein, können aber keine dauerhafte Herrschaft errichten. Der Hadrianswall als Nordgrenze von Römisch-Britannien wird in den Jahren 122 bis 128 zwischen den Mündungen von Tyne und Solway gebaut. Um 400 n. Chr. verlässt Rom Britannien.

Im Jahre 503 landen die Skoten (Kelten aus Irland) an der Westküste Schottlands. 843 vereint Kenneth Mac Alpin die Skoten und Pikten als eine Nation. Diese keltische Monarchie dauert bis 1057, als Macbeth von Malcolm III. getötet wird. Unter Malcoms Herrschaft verstärkt sich der englische Einfluss. 1296 annektiert der englische König Eduard I. Schottland.

1297 siegt William Wallace in der Schlacht von Stirling Bridge über die englischen Truppen. 1314 schlagen die Schotten unter Robert the Bruce die Engländer, angeführt von Eduard II., in der Schlacht von Bannockburn erneut. 1320 wird die Erklärung von Arbroath aufgesetzt. Sie soll den Papst dazu bringen, die schottische Unabhängigkeit von England anzuerkennen. Papst Johannes XXII. in Avignon akzeptiert die Erklärung.

1603 wird Jakob VI. von Schottland, Sohn Maria Stuarts, als Jakob I. auch König von England. So werden die beiden Kronen vereinigt. Schottland und England bleiben vorerst separate Königreiche unter einem Monarchen.

1692 werden beim Massaker von Glencoe zahlreiche Angehörige des MacDonald-Clan auf Anordnung der englischen Regierung in einer Strafaktion ermordet. 78 Clanmitglieder werden getötet oder erfrieren auf der Flucht im tobenden Februarschneesturm. Dieses Ereignis bleibt tief im schottischen Nationalbewusstsein haften.

Mit dem Act of Union 1707 wird Schottland formal mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Schottland löst sein Parlament auf und schickt Abgeordnete ins Parlament von Westminster. 1746 wird in der Schlacht bei Culloden der von „Bonnie Prince Charlie“ (eigentlich Prinz Charles Edward Stewart, genannt „Der Junge Anwärter“ („The Young Pretender“) oder der „Hübsche Prinz Karl“) angeführte letzte schottische Aufstand blutig niedergeschlagen.

Um 1780 beginnen die Highland Clearances, die Vertreibung von Kleinbauern (Crofters), um Platz für Schafzucht zu schaffen. 1820 erreicht die Industrielle Revolution Schottland. Schiffbau, Kohlebergbau, Eisen- und Stahlhütten ersetzen die Textilwirtschaft als Schottlands Hauptindustrie. 1975 wird das erste Öl von der Nordsee an Land gepumpt. Schottland wird ein Erdöl förderndes Land.

1997 stimmt die schottische Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit für ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs. 1999 wird ein neues schottisches Parlament gewählt. Es ist für innerschottische Angelegenheiten zuständig.

Die im Süden Schottlands gelegenen Southern Uplands sind aufgrund der Nähe weit stärker von England geprägt als die anderen Regionen. So ergeben sich kulturelle Unterschiede zwischen den Gebieten.

Der Dudelsack (Englisch: Bagpipes), der Kilt und der Whisky sind die bekanntesten Elemente der schottischen Kultur. Der Dudelsack hat für Schottlands Kultur besondere Bedeutung erlangt und wird mit ihr assoziiert, obwohl es in ganz Europa Sackpfeifen gibt. Der Kilt als Männerrock war schon in der Frühzeit bekannt. Ob er in seiner schottischen Form auch hier entwickelt wurde, ist umstritten. Die Erfindung des Whiskys reklamieren die Iren für sich, jedoch liegt der tatsächliche Ursprung im Dunkeln. Die Qualität schottischen Whiskys genießt Weltruf.

Auch der Harris Tweed, der nur so bezeichnet werden darf, wenn er auf den äußeren Hebriden hergestellt wurde, ist weitläufig bekannt. Kulinarisch zählen Shortbread (Butter-, Spritzgebäck), Haggis und Kidney pie zur traditionellen schottischen Küche.

Reste altschottischer, in Schottland inzwischen selten gewordener Kultur (vor 19. Jh.), insbesondere in Musik und Tanz, finden sich auf der von hochlandschottischen Auswanderern bevölkerten kanadischen Insel Cape Breton.

Eine weitere Besonderheit stellt das schottische Clansystem, vor allem in den Highlands, dar. Die damit häufig verknüpften Tartans (Karomuster) sind allerdings erst ab Ende des 18. Jahrhunderts in ihrer heutigen Form entstanden.

Alljährlich finden von Mai bis Oktober an bis zu 100 Orten in Schottland Highland Games (Hochlandspiele) und Hochlandtreffen (Highland Gatherings), letztere meist mit musikalischem Schwerpunkt, statt. Der wohl bekannteste dort ausgeübte typisch schottische Wettbewerb ist das Baumstammwerfen (Caber toss oder Tossing the Caber („caber“ von gäl. „cabar“ = „Baumstamm“)).

Es gibt keine offizielle Hymne, jedoch wird traditionell Scotland the Brave verwendet; besonders bei Fußball- und Rugby-Spielen ist jedoch Flower of Scotland von Roy Williamson (The Corries) zu hören.

Aus Schottland kommen die vor allem in den 1980ern und 1990ern erfolgreichen Bands Big Country, Simple Minds, Runrig, Wet Wet Wet, The Proclaimers und Texas. Auch die New-Wave-Band Franz Ferdinand stammt aus Schottland, ebenso wie die Hardrock-Veteranen Nazareth. Belle and Sebastian und The View sind bekannte Bands aus dem Bereich Indie-Rock/Pop. Weitere schottische Bands aus dem Bereich Rock/Postrock sind Travis, Aereogramme, Mogwai, Snow Patrol und die Newcomer The Fratellis. Mark Knopfler, Jack Bruce, Midge Ure und Paolo Nutini sind weitere bedeutende Musiker. Aktuell in den internationalen Charts mitwirkend sind Calvin Harris und Amy Macdonald.

Schottland ist das Zentrum der europäischen Whisky-Industrie. Das Zentrum der Erdölförderung aus der Nordsee ist Aberdeen. Hier hat das Ölgeschäft die Fischerei längst abgelöst. Hauptexportprodukt ist allerdings Computersoftware.

Eine schottische Eigenheit gibt es bei der Währung. Zwar wird in Schottland, wie im Rest des Vereinigten Königreiches, in Pfund Sterling bezahlt – allerdings dürfen die drei großen schottischen Banken Bank of Scotland, Royal Bank of Scotland und Clydesdale Bank ihre eigenen Banknoten herausgeben. Zusammen mit den Noten der Bank of England gibt es in Schottland also vier verschiedene Geldscheine in jedem Nennwert. Allerdings werden die schottischen Pfund Sterling nicht in jedem Geschäft außerhalb Schottlands akzeptiert. Man kann die Banknoten aber bei allen Banken gebührenfrei in „nicht-schottische“ Noten umtauschen.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Schottland einen Index von 111,7 (EU-25:100) (2003).

1999 bekam Schottland sein eigenes Parlament, zum ersten Mal seit seiner Vereinigung mit England im Jahr 1707. Seitdem sind das schottische Parlament, Erster Minister (vergleichbar mit Ministerpräsidenten und Landeshauptleuten) und Kabinett für die meisten Aspekte der Innenpolitik verantwortlich. Der Amtssitz dieser Institutionen ist Edinburgh. Als Teil des Vereinigten Königreiches hat Schottland eigentlich selbst kein eigenes Staatsoberhaupt, stattdessen gilt der jeweilige britische König oder Königin als Staatsoberhaupt für das ganze Vereinigte Königreich.

Die Legislative Gewalt liegt neben dem schottischen Parlament weiterhin auch beim Parlament des Vereinigten Königreiches in Westminster, wobei dieses Entscheidungen, die das schottische Parlament getroffen hat, auch überstimmen kann.

Schottland besitzt eine eigenständige Rechtsordnung, die im Vergleich zum englischen Recht stärkere Ähnlichkeit mit den Rechtsordnungen Kontinentaleuropas aufweist. Auch die Gerichts- und vielfach die Verwaltungsorganisation unterscheidet sich von der englischen.

Schottland wurde 1707 durch den Act of Union 1707 mit England zum Königreich Großbritannien vereinigt. Seit langem gibt es aber politische Kräfte, die eine erneute Unabhängigkeit des Landes anstreben. Das am 7. Mai 2007 neu gewählte Parlament beabsichtigt, 2010 eine Volksabstimmung zur Unabhängigkeit des Landes vom Vereinigten Königreich abzuhalten. Tendenziell ist die Meinung bei den Schotten darüber aber eher ausgeglichen, nur eine knappe Mehrheit erklärt sich für eine Unabhängigkeit. Interessanterweise sieht das Meinungsbild in England anders aus: 59 % der Engländer hätten einer Umfrage zufolge nichts gegen eine Abspaltung Schottlands.

Eine Besonderheit insbesondere im Norden Schottlands sind die Single Track Roads, einspurige Straßen mit regelmäßigen Ausweichstellen. Auf Nebenstrecken sind sie die Regel, aber auch etliche Abschnitte von Hauptstraßen sind Single Track Roads.

Innerhalb Schottlands verbindet die Busgesellschaft Scottish City Link die größten Städte des Landes, sowie einige weitere wichtige Ziele, insbesondere Fährhäfen. Mit dem Scottish Postbus erreicht man auch abseits gelegene Orte.

Bahnlinien werden durch die Topographie erschwert, so dass es in den Highlands nur Verbindungen nach Oban, Mallaig sowie über Inverness nach Kyle of Lochalsh und Thurso gibt.

Zwischen dem schottischen Festland und den schottischen Inseln gibt es viele regelmäßige Fährverbindungen. Diese werden im Westen überwiegend von Caledonian MacBrayne betrieben, im Norden von Northlink Ferries, einige sind auch in der Hand von lokalen Betreibern. Die wichtigsten Fährhäfen im Westen sind Oban und Mallaig.

Internationale Fährverbindungen wurden zweimal wöchentlich von Superfast Ferries von Rosyth (bei Edinburgh) nach Zeebrugge in Belgien angeboten. Seit September 2008 wurde die Fährverbindung eingestellt. Einmal wöchentlich wird von der Smyril-Line von Lerwick (Shetland Inseln) nach Bergen in Norwegen sowie zu den Färöern und nach Island eine Fährverbindung angeboten.

Natur (hier Schmalblättriges Weidenröschen) in den Highlands von Schottland.

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Penny (Münze)

Derzeit in Umlauf befindliche Penny-Münzen

Der Penny (Mehrzahl bei Wertangaben: Pence) ist eine früher in vielen Ländern mit britischem Einfluss vorhandene Unter-Währungseinheit des Pfunds, meistens im Verhältnis 1 Pfund = 240 Pence. Vergleiche die im deutschen Sprachraum auftretende Währungsbezeichnung Pfennig. Heute gibt es den Penny noch im Vereinigten Königreich als Unterteilung des Pfund Sterling in 100 Pence.

Der silberne Penny wurde vermutlich in der Zeit um 786 von König Offa von Mercien im englischen Binnenland eingeführt. Der Name Penny leitet sich vom altenglischen Wort peniġ , pæniġ (Mehrzahl: peneġas, pæneġas), früher pening (penning, pending), das auf den selben Wortstamm wie das deutsche Wort Pfennig zurückgeht. Die Münzen waren in Größe und Gewicht dem in dieser Zeit auf dem Festland verbreiteten Dinar ähnlich. Bis in die 70er Jahre wurde der Penny mit d. abgekürzt. Dies leitet sich vom lateinischen Denarius ab.

Die angelsächsischen Silberpennys waren auch die Währung, in der das Danegeld bezahlt wurde (im Prinzip eine Art Schutzgeld, das man den Wikingern zahlte, damit sie weiterzogen und das Land nicht brandschatzten). Man kann die Last, die das Danegeld damals für England darstellte, gut an der Tatsache festmachen, dass mehr angelsächsische Pennys aus dem ersten Jahrtausend in Dänemark gefunden wurden als in England selbst. In der Herrschaftszeit von Aethelred (978-1016), wurden um die 45 Millionen Pennys an die Dänen gezahlt und Knut der Große (1016-1035) musste 20 Millionen Pennys an die Invasionsarmee abstottern. Es wird geschätzt, dass das Gesamtgewicht des Silbers, das zwischen 990 und 1015 als Danegeld gezahlt wurde, ungefähr 93 Tonnen betrug. Zu der damaligen Zeit entsprach das 250.000 englischen Pfund. Umgerechnet in den jetzigen Wert dieser Währung ergeben sich 1,2 Milliarden englische Pfund (ca. 1,8 Milliarden €).

Ein Penny enthielt ursprünglich 1/240tel eines Troy Pound an Silber (ein Troy Pound entspricht 373 g - also hatte der Penny ein Gewicht von 1,55 g). Um die Reinheit und die genaue Einhaltung des Gewichtes zu gewährleisten, wurde auf der Rückseite einer Münze der Name des Münzschmieds und die Prägeanstalt vermerkt.

Ab der Regentschaft von König Offa war der Penny über die Zeitspanne von ca. 500 Jahren die einzige Art von Münze, die in England geprägt wurde; bis zu der Zeit, als König Heinrich III. und später König Edward III. die Prägung von Goldmünzen veranlassten.

Siehe auch die späteren Nominale Farthing, Schilling, Groat, Florin, Crown, Nobel, Guinea und Sovereign, die Penny-Mehrfache darstellten.

Nach einigen privaten Prägungen wurden Kupferpennies ab 1797 als offizielle Prägungen unter der Regierung von Georg III. in Umlauf gebracht. Diese Kupfermünzen waren bei einem Durchmesser von 36 mm recht dick und wurden „Cartwheels“ (Wagenräder) genannt. Seit 1830 wurde die Prägung von Silberpennies nur für besondere Münzsätze, die Maundy sets, vorgenommen. Nach 1860 wurden Gewicht und Durchmesser reduziert und bei gleicher Rückseitengestaltung, der mit Neptuns Dreizack und Schild sitzenden Brittania, bis zur Dezimalisierung beibehalten.

Erst 1971 wurde der Penny an das Dezimalsystem angepasst. Statt einem 240stel eines Pfund Sterling entsprach er nun einem 100stel. Zur Unterscheidung wurde der dezimale Penny „New Penny“ (New Pence) genannt; 1982 wurde dieser Zusatz aber wieder gestrichen.

Zahlreiche britische Kolonien und Mitglieder des britischen Commonwealths kannten den Penny als Währungseinheit. Bis zur Einführung des Euro war auch das Irische Pfund in Pence unterteilt. Heute gibt es den Penny außer in Vereinigten Königreich nur noch in den abhängigen Gebieten Falklandinseln, Gibraltar, Guernsey, Isle of Man, Jersey und St. Helena. Das 1-Cent-Stück in den USA wird umgangssprachlich oft „Penny“ genannt. Penny farthing wird im Englischen das Hochrad genannt, in Anspielung auf das sehr große Vorderrad und das sehr kleine hintere.

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Guinee

Zwei Guineen aus der Zeit König Georgs II.

Die Guinee (; engl. guinea ) war eine britische Goldmünze, die seit 1663 als erste Goldmünze maschinell hergestellt wurde. Ursprünglich betrug ihr Nennwert 20 Schilling, also ein Pfund Sterling. Der Umrechnungskurs zur Silbereinheit Pfund Sterling schwankte, da er vom Verhältnis des Preises von Silber zu Gold abhing. Der Wert der immer leichter werdenden Guinee stieg auf bis zu 27 Schilling. Die Guinee war bis 1816 gültiges Zahlungsmittel.

Nach der großen Münzreform von 1696 wurde der Wert auf 21½ Schilling festgesetzt und schließlich 1717 auf 21 Schillinge. Dabei blieb es bis 1813, bis zu dem Jahr, in dem sie zum letzten Mal geprägt wurde. Dann wurde sie vom Sovereign abgelöst, der dann noch etwas später wieder als Pfund bezeichnet wurde.

Da die Guinee einen aristokratischen Nimbus hatte, wurden allerdings weiterhin viele Waren des gehobenen Bedarfs in Guineen gepreist. Im Auktionshandel (z. B. Antiquitäten, Kunstwerke und Sportpferde) wird heute noch in Guineas abgerechnet, dieser Usus ist traditionell im Agio des Auktionators auf den Zuschlagpreis von einst 5 Prozent begründet. Hierbei zählt eine Guinee 21 Schilling (£1-1s-0d, geschrieben als '1g', '1gn'; Mehrzahl: '3gs' oder '3gns'), also 1,05 £ in dezimaler Notierung.

Bis zur Dezimalisierung des Pfundes wurden auch Gebrauchtwagen gern in Guineas angeboten, weil dann der Preis im Vergleich zum Pfund (scheinbar) geringer ausfiel. So waren beispielsweise bei einem Preis von 12.000 Guineas tatsächlich 12.600 Pfund zu bezahlen.

Benannt wurde die Münze nach der goldreichen Region Guinea, aus der ein großer Teil des zur Prägung verwendeten Goldes stammte.

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Source : Wikipedia