Pete Doherty

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Geschrieben von c3po 23/04/2009 @ 04:07

Tags : pete doherty, rock, musik, kultur

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Pete Doherty

Pete Doherty

Pete Doherty (* 12. März 1979 in Hexham, Northumberland, England; eigentlich Peter Doherty) ist Sänger der englischen Band Babyshambles. Nicht nur durch Musik, sondern auch durch seine Beziehung zu Kate Moss und exzessiven Drogenmissbrauch machte er zuletzt regelmäßig auf sich aufmerksam.

Dohertys Vater diente als Offizier beim britischen Militär, weshalb Pete in London, Belfast, Liverpool, Krefeld und auf Zypern aufwuchs. Er hat zwei Schwestern, Amy Jo und Emily, und ist selbst das mittlere Kind.

Mit 17 gewann Doherty einen Poesiewettbewerb des British Council und wurde als Kulturbotschafter nach Russland geschickt. Er studierte am Adinah Kroner College der University of London, brach sein Studium jedoch bereits im ersten Jahr ab. Danach zog er mit Carl Barât, den er 1996 durch seine Schwester kennengelernt hatte, in eine Wohnung in Nordlondon. Zwischen den beiden entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, der sie in der Musik, in Lyrik und in künstlerischen Darstellungen Ausdruck verliehen.

Doherty und Barât gründeten in den späten 1990er Jahren die Band The Libertines, aus der zwei von der Kritik hochgelobte Alben hervorgingen, „Up The Bracket“ und „The Libertines“. Das erstere wird von schnellen und schroffen Gitarrensounds geprägt, gekoppelt mit einprägsamen Melodien und patriotischen Textpassagen. Das zweite Werk ist charakterisiert durch lyrische Songs, die die Tragik und Dramatik des Zusammenbruchs der von Drogen erschütterten Beziehung reflektiert - "Cornered the boy kicked out at the world - The world kicked back, a lot fucking harder now". Das Ende dieser sehr produktiven Periode war der Einbruch von Doherty in das Haus von Barât, wo er dessen Laptop und Musikinstrumente entwendete und sie für Drogen versetzte.

Bekannt wurde die Band mit ihren ersten Veröffentlichungen 2002. Dohertys Drogenprobleme und interne Unstimmigkeiten führten zwei Jahre später zu seinem Ausschluss aus der Band.

Anfang 2004, noch vor seinem Bruch mit The Libertines, arbeitete Doherty mit dem britischen Dichter Wolfman zusammen. Gemeinsam nahmen sie die Single "For Lovers" auf, die noch im April des Jahres in die britischen Top 10 aufstieg. Trotz einer Nominierung für den Ivor Novello Award verdiente Doherty mit dem Lied nur wenig, da man die Veröffentlichungsrechte bereits für eine relativ geringe Summe verkauft hatte.

Doherty gründete die Babyshambles noch kurz vor seinem Ausscheiden bei den Libertines. Die jetzigen Babyshambles wollte er eigentlich auch Libertines nennen, doch dies war aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Ihr erstes Album Down In Albion erschien im November 2005, ihre dritte Single "Fuck Forever" erreichte Platz 3 der britischen Single Charts. Die Touren der Band wurden regelmäßig durch Dohertys Konflikte mit dem Gesetz unterbrochen, wie zum Beispiel einem Angriff auf Max Carlish, der eine Dokumentation über die Babyshambles drehen sollte. Doherty verbrachte vier Tage im Gefängnis von Pentonville, bis die 159.000 £ Kaution aufgebracht werden konnten. Zwei Drittel des Geldes kamen von seinem Manager, der Rest von EMI.

Alleine und oft auch mit den Babyshambles führte Pete Doherty die schon von den Libertines bekannte Tradition weiter und veranstaltet kurz zuvor bekanntgegebene Konzerte, so genannte Guerilla Gigs in eher kleinen und privateren Lokalitäten, wie zum Beispiel an Silvester 2005 in seiner Londoner Wohnung oder im Frühjahr 2006 im NonStop-Kino (Veranstaltungsort und Pornokino) in Graz Österreich. Bei diesen Gelegenheiten stellte er einige Solo-Werke unter dem Titel "Pete Doherty's Solo Album" vor. Für die Auftritte im NonStop Kino ließ er auf Anregung von Bettina Aichbauer, Besitzerin des NonStop Kinos und befreundet mit Doherty, den Film "Spew it out your soul" produzieren.

Die Staatsanwaltschaft Köln klagte Doherty im Mai 2006 wegen Drogenkonsums auf öffentlicher Straße an. Im selben Jahr stand er auch in seiner Heimat vor Gericht und gestand fünf Fälle von Drogenbesitz. Doch seine Freunde Michael Haugez und Ali Ghazvini, beide Philosophen und Musiker, leisteten ihm Beistand. Er wurde mit der Auflage auf Kaution entlassen, jede Nacht in der Suchtklinik "The Priory" in London zu verbringen. Außerdem ist es ihm verboten, bis zum Abschluss des Verfahrens das Land zu verlassen.

Nach einem neuerlichen Absturz Mitte November 2006 wurde Doherty schlangenlinienfahrend im Besitz von Crack, Ketamin und Cannabis festgenommen, ihm drohte nun endgültig eine Gefängnisstrafe wegen wiederholten Verstoßes gegen Kautionsauflagen. Seine Deutschlandtournee wurde kurzfristig abgesagt.

Im Juli 2007 gab es erneut Streit zwischen ihm und Kate Moss. Sie hatte ihn kurzerhand aus der gemeinsamen Wohnung geworfen, weshalb Doherty, laut der Zeitung "Daily Mirror", zur Zeit in einem Wohnwagen lebt. Die Gründe sollen, Kate Moss zu Folge, nicht in einer angeblichen Affäre liegen, sondern an den Selbstmordphantasien Dohertys, die er ihr anvertraute, nachdem sie sein Testament entdeckt hatte.

Am 7. August 2007 bekam Doherty vor Gericht eine letzte Gnadenfrist bis 4. September 2007; er muss seinen Willen zeigen, gegen seine Drogensucht ankämpfen zu wollen, ansonsten droht ihm eine Haftstrafe wegen wiederholten Drogenbesitzes. Am 21. August wurde Doherty abermals wegen Verdachts auf Drogenbesitz festgenommen, die Polizisten mussten ihn aber am folgenden Tag wegen eines Formfehlers wieder laufen lassen. Seit Ende August befindet sich Doherty in der Klinik Cloud´s House im südenglischen Salisbury zur Behandlung seiner polytoxen Drogensucht, somit erfüllte er die Auflage vom 7. August 2007.

Am 1. Oktober 2007 erschien das zweite Album der Babyshambles "Shotter`s Nation". Die erste Single "Delivery" erschien am 17. September, das dazugehörige Video wurde am 17. August 2007 erstmalig ausgestrahlt.

Im April und Mai 2008 verbüßte Doherty schließlich 29 Tage einer eigentlich 14-wöchigen Haftstrafe wegen unerlaubten Drogenbesitzes.

Pete Dohertys aktueller Künstlername lautet "Billy Bilo". Am 13. März 2009 erschien sein Soloalbum "Grace/Wastelands", welches unter seinem Geburtsnamen "Peter Doherty" veröffentlicht wurde.

In Interviews zählte Doherty 1984 von George Orwell, Brighton Rock von Graham Greene, Notre-Dame des fleurs von Jean Genet und Les Fleurs du Mal von Charles Baudelaire, sowie die Werke von Oscar Wilde als von ihm gerne gelesene Bücher auf. Ebenso erwähnte er Emily Dickinson und Tony Hancock.

Zu Dohertys Lieblingsfilmen gehören britische Filme der 1960er, wie Geliebter Spinner, Poor Cow - geküsst und geschlagen und O Lucky Man!.

Als musikalische Einflüsse gibt er Lee Mavers von The La's und The Only Ones an. Außerdem schätze Doherty The Smiths und The Clash. Es heißt, er würde, wie The Dukes, versteckte Botschaften in bestimmte Songs einbauen. Gemeinsam mit Carl Barât soll Pete eine Vorliebe für die Cockney-Musiker Chas and Dave entwickelt haben.

Doherty ist bekennender Fan vom Londoner Fußballklub Queens Park Rangers, für den er in seiner Jugend ein Fanmagazin geschrieben hat. Als deutschen Lieblingsclub gibt er Bayer Uerdingen (heute KFC Uerdingen) an, was wohl mit seinem langjährigen Aufenthalt in Krefeld zusammen hängt.

Doherty hat seit 2003 einen Sohn namens Astile, gemeinsam mit seiner damaligen Freundin und Sängerin Lisa Moorish.

Auf dem Album This Is the Life von Amy MacDonald befasst sich der Song Poison Prince mit der Drogensucht von Pete Doherty.

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Rock Against Racism

Rock against Racism (übersetzt: Rockmusik gegen Rassismus) wurde 1978 als Veranstaltungsplattform der 1976 ins Leben gerufenen britischen "Anti Nazi League" gegründet, um der steigenden Anzahl von rassistischen Übergriffen und Verbalattacken ein positives Zeichen entgegenzusetzen. Das erste und zugleich erfolgreichste Festival, das von "RAR" veranstaltet wurde, war im Gründungsjahr 1978 der "Carnival against the Nazis". Über 100.000 Demonstranten marschierten vom Trafalgar Square aus quer durch das Londoner East End (das Kerngebiet der ultrarechten National Front) zu einem deklariert antirassistischen Rockkonzert im Victoria Park (Hackney), an dem unter anderem The Clash, die Buzzcocks, Steel Pulse (welche der Kampagne auf ihrer LP Tribute to the Martyrs das Lied Jah Pickney - R.A.R. widmeten), X-Ray Spex, Misty in Roots und die Tom Robinson Band teilnahmen. Dabei wurde versucht, immer "schwarze" (Reggae-, Ska-) und "weiße" (Rock-, Punk-) Bands gemeinsam auftreten zu lassen.

Auslösendes Moment für die Initiative "Rock against Racism" waren auch öffentliche Entgleisungen von David Bowie und Eric Clapton gewesen. Während Bowie in einem (wie er später entschuldigend erklärte, unter schwerem Drogeneinfluss gegebenen) Interview mit dem Playboy seine Bewunderung für Adolf Hitler äußerte und meinte, ein faschistischer Führer würde Britannien gut tun, funktionierte Clapton ein Konzert in Birmingham zu einem Wahlaufruf für den ultrakonservativen Enoch Powell um: Großbritannien dürfe keine "schwarze Kolonie" werden. Im Unterschied zu Bowie distanzierte sich Clapton niemals von diesen Aussagen, sondern bestätigte sie in späteren Interviews noch. Ein weiterer Grund war die zunehmende Bedeutung der National Front, welche in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre einen anwachsenden Zulauf an Mitgliedern und steigende Wahlergebnisse verzeichnen konnte.

Aus "Rock against Racism" wurde in der Folge die heute noch aktive Veranstaltungsplattform Love Music-Hate Racism. Künstler wie Mick Jones, The Buzzcocks, The Libertines, Ms. Dynamite und The Eighties Matchbox B-Line Disaster und viele andere stellten sich für Auftritte im Rahmen von "Love Music-Hate Racism"-Events zur Verfügung. Die bisher jüngsten Ereignisse fanden im Juni 2005 unter dem Titel "Unite Against Fascism" (unter vielen anderen mit Estelle, Pete Doherty und Terri Walker) und am 2. August 2005 in Penzance/Cornwall ("Punk in Penzance for LMHR") statt.

Auf die direkten Angriffe von RAR und (später) LMHR reagierte die National Front bereits 1977 mit der Gegenkampagne "Rock against Communism" (RAC) - RAC wurde in der Folge zum Synonym für Rechts- und Neonazi-Rock.

Direkt inspiriert von RAR war das Rock gegen Rechts-Festival am 16. Juni 1979 in Frankfurt (es spielten u.a. Udo Lindenberg und die Schmetterlinge), das sich gegen eine NPD-Großveranstaltung richtete.

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The Libertines

The Libertines

The Libertines (zu deutsch “Wüstlinge”, “Freigeister”, “Freidenker”) war eine vierköpfige englische Indieband aus London.

Carl Barât schloss bereits 1997 erste Bekanntschaft mit seinem zukünftigen Bandkollegen Pete Doherty. Er teilte sich ein Apartment mit dessen Schwester Amy-Jo, durch die sie auch begannen, Songs zu schreiben und später beschlossen, eine Band zu gründen. Beide brachen ihre Studien an der University of London ab und zogen in eine gemeinsame Wohnung in Camden Road.

Gemeinsam mit ihrem dortigen Nachbarn Steve Bedlow, auch bekannt als Scarborough Steve, gründeten sie The Libertines. Durch Steve lernten sie auch ihren späteren Bassisten John Hassall kennen.

Innerhalb weniger Wochen nahm die Band in den Odessa Studios drei Songs auf. Als Schlagzeuger wirkte Paul DuFour mit, der auch noch auf einigen kleineren Konzerten mitspielte.

Als Roger Morton, ein Journalist des britischen Musikmagazins New Musical Express, The Libertines auf einem Konzert in Islington sah, bot er ihnen an sie zu managen. Obwohl sie zur selben Zeit auch ein Angebot von John Waller bekommen hatten, entschieden sie sich für Roger. Nach sechs erfolglosen Monaten trennte er sich von der Band.

Mitte März 2000 trafen The Libertines auf Banny Poostchi, eine Anwältin der Warner Music Group, die die Musiker fortan managte. Unter Bannys Anleitung entstand "Legs 11", eine Sammlung von acht Songs. Im Dezember desselben Jahres beschloss auch sie, nach einer Reihe gescheiterter Versuche ihnen einen Plattenvertrag zu besorgen, ihre Tätigkeit als Managerin für die Libertines einzustellen. Auch Hassall und DuFour schlossen sich ihr an und verließen die Band.

Später versuchte Banny Poostchi erneut, einen Plattenvertrag bei Rough Trade Records zu bekommen. Im Dezember 2001 unterschrieben sie den Vertrag. Die freien Positionen des Schlagzeugers und Bassisten wurden jeweils mit Gary Powell und Johnny Borrell besetzt.

Als Johnny Borrell kurz darauf ausstieg und die Band Razorlight gründete, sprang erneut John Hassall als Bassist ein. Pete Doherty und Carl Barât mieteten eine gemeinsame Wohnung in London, die später zu einer beliebten Location für zahlreiche Guerrilla Gigs wurde.

Mit diesem Line-up trat man als Vorband für The Strokes und The Vines auf.

Zur Zeit der Aufnahmen für Up the Bracket und der entsprechenden Tour verschlimmerte sich Pete Dohertys Drogenabhängigkeit dramatisch, wodurch er sich vom Rest der Band immer mehr entfernte.

Carl war verärgert von den Menschen, mit denen sich Pete umgab und deren Drogenkonsum. Die Spannungen vergrößerten sich, als Doherty regelmäßig Guerilla Gigs ohne den Rest der Band veranstaltete, was auch die Aufnahmen für das zweite Album verkomplizierte. In dieser Zeit begann Pete Doherty seinen ersten Drogenentzug, den er jedoch sofort wieder abbrach.

An Carl Barâts Geburtstag plante Pete ein geheimes Konzert, in der Absicht die Spannungen zu glätten. Sein Bandkollege bevorzugte jedoch eine Party in anderer Gesellschaft. Verwirrt und verärgert brach Doherty in seine Wohnung ein und kam dafür für zwei Monate ins Gefängnis.

Nach Dohertys Haftentlassung spielten die Libertines noch am selben Tag einen Reunion-Gig im Tap'n'Tin Pub, bei dem auch Hassall und Powell anwesend waren. Der Auftritt wurde zum NME Gig Of The Year ernannt. Die Band versuchte ihre Probleme hinter sich zu lassen und spielte Mitte Dezember 2003 drei Mal vor ausverkaufter Halle im London Forum. Diese Konzerte kamen unter die Top 100 Gigs Of All Time des Q Magazine. Weiter gingen die Libertines im März 2004 auf eine Tour durch Großbritannien und spielten drei ausverkaufte Konzerte in der Brixton Academy.

Die Managerin Banny Poostchi wurde durch Alan McGee ersetzt, der bereits für Oasis gearbeitet hatte und später auch der Manager von Dirty Pretty Things wurde. Die Band gab weiterhin Konzerte und arbeitete an ihrem zweiten Album. 2004 gewannen sie den NME Award for Best Band, obwohl in diesem Jahr "Don't Look Back Into The Sun" ihre einzige offizielle Veröffentlichung gewesen war.

Aufgrund der schlechten Beziehung zwischen Pete Doherty und dem Produzenten Bernard Butler wurde für diese Aufgabe wieder Mick Jones engagiert, der allerdings auch seine Probleme mit Doherty hatte. Am 14. Mai begann dieser einen zweiten Anlauf, seine Drogensucht zu bekämpfen, gab jedoch drei Wochen später entnervt auf.

In der Zwischenzeit hatte Carl Barât bereits einen wöchentlichen Abend im Infinity Club in West End arrangiert. Am Abend nach seinem Ausriss aus der Entzugsklinik tauchte Pete ebendort auf und verkündete seinen Bandkollegen, er wolle in einem buddhistischen Kloster in Thailand versuchen, clean zu werden. In dieser Nacht hatten die Libertines ihren letzten Auftritt in Anwesenheit aller Mitglieder.

Dohertys Entzug blieb zum wiederholten Male ohne Erfolg. Die verbleibende Besetzung der Libertines gab noch einige Konzerte, um das Album zu promoten und vor allem um die Enttäuschung der Fans zu lindern. Nach weiteren Drogeneskapaden weigerte sich die Band mit Pete auf die Bühne zu gehen, bis er seiner Abhängigkeit endgültig absage.

Die Libertines gaben ihr letztes Konzert in Paris am 17. Dezember 2004, immer noch ohne Pete. Barât beschloss die Band ruhen zu lassen. Eine offizielle Auflösung gab es nie.

Doherty widmet sich der von ihm gegründeten Band Babyshambles. Ihr Debütalbum Down In Albion beinhaltet drei Top 10 Singles produziert von Mick Jones. Petes Privatleben wird inzwischen von sämtlichen europäischen Boulevardblättern kommentiert.

Barât gründete Dirty Pretty Things, wobei ihn Gary Powell als Drummer unterstützt. Die Band veröffentlichte die Single "Bang Bang You're Dead" Ende April 2006, ihr erstes Album Waterloo to Anywhere im Mai 2006 und tourte davor ausgiebig. Nach dem Release des zweiten Albums "Romance At Short Notice" löste sich die Band aber ohne Nennung konkreter Gründe im Herbst 2008 auf.

Hassall schloss sich der Band Yeti an. Ihre erste Single "Never Lose Your Sense of Wonder" kam im März 2006 in die Läden und erreichte Platz 36 in den britischen Charts.Heutzutage ist die Band allerdings eher weniger bekannt.

Powell war Mitglied der Dirty Pretty Things.

Am 12. April 2007 schienen sich die Gerüchte zu bewahrheiten, dass die Libertines kurz vor ihrer Reunion stehen. Auf einem Gig im Londoner Hackney Empire traten Pete Doherty und Carl Barât erstmals wieder gemeinsam auf. Carl Barât hätte sogar Trauzeuge von Pete Doherty bei dessen Hochzeit mit seiner Ex-Verlobten Kate Moss sein sollen.

Am “Love Music Hate Racism” Festival nahmen die Libertines teil, zeitkritisch sind sie in “Hooray For The 21st Century”, in dem sie singen “What became of the working class? Nike, Reebok, Adidas, scratch cards, pimples, ecstasy Hooray for the 21st Century ”. Eine bemerkenswerte Zeile aus "Time For Heroes" spricht sich mit "there are fewer more distressing sights than that of an Englishman in a baseballcap" gegen die Amerikanisierung aus. Ein Thema, das alleine aus dem Gesichtspunkt der Musikgeschichte betrachtet zu Beginn des 21.Jahrhunderts eine große Rolle spielte. In ihrem Song “Arbeit Macht Frei” setzen sie sich außerdem kritisch mit dem Rassismus in Großbritannien ("She cleaned the steps of a mean street where no policeman walked the beat, Her old man, He don't like blacks or queers, Yet he's proud we beat the Nazis..., How queer") auseinander und hoffen, wissentlich der häufigen Unkenntnis bezüglich des Titels in Großbritannien, wenigstens das Bewusstsein der Musikliebhaber zu stärken. Ansonsten empfehlen sie auch gerne, die British National Party – eine extrem rechtsgerichtete, britische Partei – nicht zu wählen.

Die Libertines werden von der Presse und den Medien gerne als chaotische Punkband bezeichnet. Schon bevor sie ihre erste Single veröffentlichten, wurden sie von der Presse hochgelobt und als britische Antwort auf die amerikanische Band “The Strokes” gefeiert.

Im Gegensatz zu den Strokes, die ihre Einflüsse von Velvet Underground bis zu den Voidoids zu stilsicheren Popnummern verarbeiten, hört man bei den Libertines mehr Tiefe und auch einiges an Ironie. Mit ihrem Song “The Boy Looked At Johnny” spielen sie auf das gleichnamige Buch von Julie Burchill und Tony Parsons (Boy Looked At Johnny) an, das oft als Manifest des Punks bezeichnet wird und versuchen, die alte Fehde zwischen New Yorker und Londoner Künstlern wieder anzufachen, indem sie singen “Yes, New York City's very pretty in the night time, but don't you miss Soho” (Soho – Stadtteil von London).

Als einer der wesentlichsten Einflüsse der Libertines lässt sich wohl "The Clash" verzeichnen. Der ehemalige Clash-Gitarrist Mick Jones produzierte bereits das Debüt “Up The Bracket” sowie später das zweite, namenlose Album der Libertines und hat selbst schon einmal mit den Libertines live auf einem ihrer Konzerte gespielt.

Außer The Clash hatten auch “The Beatles”, “The Cure”, “The Jam”, “The Who” und “The Smiths” Einfluss auf die Musik der Libertines. Laut Leadgitarrist und Sänger Carl Barât befinden sich unter seinen Vorbildern auch The Velvet Underground. “Razorlight” hingegen, die Band einer ihrer ehemaligen Bassisten, Johnny Borrell, wurden ihrerseits von den Libertines beeinflusst.

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Lag Gitarren

Im Jahre 1978 beschloss der französische Rockmusiker Michel Chavarria mit Hilfe seines Freundes Daniel Delfour, heute einer der glänzendsten französischen Geigenfabrikanten, eine Werkstatt zu eröffnen, die sich darauf spezialisieren sollte elektrische und akustische Gitarren zu reparieren und umzubauen.

In der alten Werkstatt des Großvaters von Michel, einem Tapeziermeister, war ein Treffpunkt für Gitarristen mit defekten Gitarren und Sonderwünschen entstanden, die ihre Instrumente auf spezielle Bedürfnisse einstellen und tunen ließen.

Nach großen Erfolgen und steigender Beliebtheit dieser Werkstatt entstanden aus Skizzen erste Gitarren Prototypen mit eigenem Lag-Label.

In den 90ern lieferte Lag unter anderem recht bezahlbare, in Korea gefertigte Modelle, unter anderem die Linien Hotline und Rockline. Allerdings verschwand die Marke zeitweilig fast völlig aus der Wahrnehmung der Instrumentenläden und -versender, da die Vertriebsfirma Music Connection, die seit Mitte der 90er Jahre die Instrumente vertrieb, Schiffbruch erlitt. So war das Comeback mit den derzeit erhältlichen Modellen recht überraschend. Auch wenn die Firma nie wirklich verschwunden war, so war es bis Anfang des neuen Jahrtausends fast unmöglich, in deutschen Läden eine Lag-Gitarre zu erwerben.

Heute werden im Werk in Bédarieux jährlich ca. 1500 E-Gitarren und ca. 800 akustische Gitarren in Handarbeit gefertigt. Die Modellpalette des Herstellers teilt sich in eine Standard und eine Master Serie. Die Modelle der Master Serie sind handgefertigt und preislich im oberen Mittelfeld angesiedelt.

Die Standardserie besteht aus in Korea und China gefertigten günstigeren Einsteiger- und Mittelklassemodellen, die dem Design der Master Modelle nachempfunden sind.

Gitarren der Firma Lag zeichnen sich durch hochwertige Materialien und Verarbeitung, sowie den Qualitätsbauteilen wie beispielsweise Tonabnehmern von Seymour Duncan und EMG aus.

E-Gitarren Modelle sind die Jet, die Arkane, die Roxane und die Imperator (derzeit nur in der Master Serie erhältlich); Eine Akustikgitarrenserie wird unter dem Namen "Four Seasons" angeboten.

Bekannte Endorser der Marke Lag sind unter anderen Frank Zappas Sohn Dweezil und der Motörhead-Gitarrist Phil Campbell sowie der Gitarrist der Band um Liv Kristine Dimi Argyropoulos und Pete Doherty von den Babyshambles.

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The View (Band)

The View sind eine vierköpfige Indie-Rock/Punkrockband aus Dundee, Schottland. Die Band ging Anfang 2005 aus verschiedenen heimischen Coverbands hervor und erspielte sich einen Namen als Support Act von britischen Bands wie Babyshambles, Primal Scream und The Undertones.

Der Bandname leitet sich von der "Bayview Bar" in Dundee ab, in welcher die Band ihren ersten Probenraum hatte. Von hier aus trat die Band Anfang 2005 ihren Siegeszug an, nahm erste Demos auf und machte die Plattenfirmen auf sich aufmerksam. Auch gaben sie Pete Doherty ein Demotape von sich, der ebenfalls ihren Bekanntheitsgrad erhöhte. Im Frühjahr 2006 unterschrieb die Band einen Vertrag beim Indie-Label "1965 Record". Kurze Zeit später nahm man mit Produzent Owen Morris, welcher vorher bereits Oasis und The Verve produziert hatte, die ersten Songs auf. Im Verlauf der 2. Hälfte des Jahres 2006 erschienen die Singles "Wasted Little DJ's" und "Superstar Tradesman", welche die britischen Top 20 knackten. Im Januar 2007 erschien die Single "Same Jeans", sie schaffte es sogar auf Platz 3. Am Ende Januar erschien dann das Debüt "Hats Off To The Buskers", welches von 0 auf 1 in die britischen Albumcharts einstieg. Im März erschien das Album dann auch außerhalb von Großbritannien.

Ihr zweites Studioalbum Which Bitch? wurde im Februar 2009 veröffentlicht.

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Café Carina

Café Carina

Das Café Carina ist ein Künstler- und Musikcafé im 8. Wiener Gemeindebezirk. Es befindet sich in einem von Otto Wagner entworfenen Stationsgebäude der Wiener Stadtbahn (Heute Linie U6).

Das heutige "Café Carina" war bis Ende 1984 ein über Generationen geführter Familienbetrieb namens "Andre". Seit 1985 besteht es unter dem Namen "Café Carina" und hat sich seit Sommer 1997 durch Aktionen der KünstlerInnengruppe trans wien als Kunstort etabliert. Durch weitere Veranstaltungen ist das Lokal neben Café Concerto und Chelsea zu einem festen Bestandteil der neuen Szene am Wiener Gürtel geworden.

Das Café versteht sich als ein Ort individueller künstlerischer Gestaltungsfreiheit, das durch die Selbstorganisation der Veranstaltenden ein sehr gemischtes Programm bietet. Der Veranstaltungskalender beinhaltet halbprivate Feste, Livemusik, DJs Performances, Kabarett ebenso wie Symposien zur Gürtelproblematik oder Filme bis zu temporären und permanenten Rauminstallationen.

Im Juli 2006 wurde das Café einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als Pete Doherty ein spontanes Konzert im Künstlerlokal gab. Unter den Zusehern befanden sich unter anderem Gustaf und Björn von Mando Diao.

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Source : Wikipedia