Passau

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Geschrieben von c3po 09/03/2009 @ 09:07

Tags : passau, bayern, deutschland

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Passau

Wappen der Stadt Passau

Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt im Regierungsbezirk Niederbayern in Ostbayern. Sie liegt an der Grenze zu Österreich sowie am Zusammenfluss der Flüsse Donau, Inn und Ilz und wird deshalb auch „Dreiflüssestadt“ genannt.

Eine erste keltische Siedlung lag in der La-Tène-Zeit auf dem Altstadthügel mit einem Donauhafen in Höhe des heutigen alten Rathauses. Dieses keltische Oppidum Boiodurum wurde im ersten nachchristlichen Jahrhundert von den Römern erobert und Teil der Provinz Raetia. An der Stelle des heutigen Domes entstand das römische Kastell Batavis (Castra Batava) als Teil der Limesbefestigung. Der Name Batavis leitet sich von den zunächst dort stationierten germanischen Söldnern vom Stamm der Bataver ab. Aus Batavis entwickelte sich der heutige Name Passau. In der späten Kaiserzeit entstand am anderen Innufer in der römischen Provinz Noricum das Kastell Boiotro, das bis zum Abzug der Romanen Bestand hatte.

Im Jahr 476 verließen die Römer die Region. Die Bajuwaren errichteten auf der Halbinsel eine Herzogsburg. Bereits im Jahr 739 war Passau Bischofssitz, zu dieser Zeit wurde auch das Kloster Niedernburg gegründet, welches über große Ländereien im Einzugsbereich der Ilz verfügte. Im 11. Jahrhundert war dort Gisela, Schwester des Kaisers Heinrich II. und Witwe des Königs von Ungarn, Stefan I., Äbtissin. Als 999 vom Kaiser die weltliche Herrschaft über die Stadt dem Passauer Bischof Christian übertragen wurde, endete die Vorherrschaft des Klosters.

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts war das Passauer Schmiedehandwerk bedeutsam. 1217 wurde Passau zum Fürstbistum. Das Kloster Niedernburg, das dem Bischof 1161 von Friedrich I. Barbarossa geschenkt wurde, wurde zum Sitz des Fürstbistums. Passau erhielt 1225 Stadtrechte verliehen. Es gab mehrere Aufstände der Bürger gegen die Herrschaft der Fürstbischöfe, zuletzt 1367/68, die aber allesamt scheiterten. Andererseits entwickelte das Bistum einen beträchtlichen Wohlstand und weckte immer wieder Begehrlichkeiten bei den Nachbarn Bayern und dem Herzogtum Österreich.

Passau ist auch Entstehungsort des Ausbunds, des ältesten bis heute noch bei den Amischen benutzten Gesangbuchs des Protestantismus. Seine Kernsammlung entstand zwischen 1535 und 1540 im Verlies der Passauer Burg. Die Autoren waren inhaftierte Täufer. Einige von ihnen verstarben bereits während der Gefangenschaft. Die meisten der gefangenen Täufer erlitten im Anschluss an die Haftzeit den Märtyrertod. Die gedruckte Erstausgabe trägt den Titel: Etliche schöne christliche Gesäng wie sie in der Gefengkniß zu Passau im Schloß von den Schweizer Brüdern durch Gottesgnad gedicht und gesungen warden. Ps. 139.

1552 wurde in der Stadt der Passauer Vertrag geschlossen, der ein Wegbereiter für die Tolerierung der Konfessionen im Augsburger Religionsfrieden war.

1622–33 wurde die Philosophisch-Theologische Hochschule gegründet. 1676 fand in Passau die sogenannte Kaiserhochzeit von Leopold I. und Eleonore von Pfalz-Neuburg statt. Die Stadt wurde mehrmals von Überschwemmungen und Bränden heimgesucht. 1662 legte ein Brand die gesamte Stadt in Schutt und Asche. Italienische Baumeister (Carlone und Lurago) bauten die Stadt danach wieder auf und gaben der Stadt ihr heutiges südländisch anmutendes barockes Aussehen. 1786 erschien die erste Passauer Zeitung. Passaus Zeit als selbständiges Fürstentum endete mit der Säkularisation 1803, wodurch es zu Bayern kam. 1821 wurde die Stadt wieder Bischofssitz. Von 1806 bis 1839 war Passau Hauptstadt des Unterdonaukreises. 1860 wurde die Eisenbahnlinie nach Straubing eröffnet. 1870 wurde St. Nikola eingemeindet, 1909 Haidenhof und 1923 Beiderwies.

Von 1935–1945 war Passau ein wichtiger Standort der Wehrmacht. In der Stadt lagen vor allem Einheiten der Infanterie. Außerdem lagen in Passau starke Flak-Kräfte, so in den Teilorten Kachlet und Doblstein.

Seit 1942 befand sich in Passau ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau. Die Häftlinge wurden beim Bau eines Unterwasserkraftwerks beim heutigen Stausee Oberilzmühle eingesetzt. Ab November 1942 unterstand dieses Außenlager dem KZ Mauthausen, welches im März 1944 die Außenstelle Passau II und im März 1945 die Außenstelle Passau III eröffnete. Die Häftlinge wurden hier in den Waldwerken Passau-Ilzstadt und bei der Bayer. Lloyd zum Entladen von Schiffen eingesetzt.

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Grubweg, Hals, Hacklberg und Heining sowie Teile der Gemeinde Kirchberg vorm Wald in die Stadt Passau eingemeindet, wodurch das Stadtgebiet von 20 auf 70 Quadratkilometer wuchs und die Einwohnerzahl um 40 % auf 50.000. Seit 1978 ist Passau Universitätsstadt. Die Universität erfreut sich insbesondere in den Bereichen Jura, Betriebswirtschaftslehre und Informatik eines guten Rufes.

1980 wurde die Stadt Passau mit dem Europapreis für ihre Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet. 1993 überschritt Passau die Marke von 50.000 Einwohnern. Es ist das Oberzentrum der Region Donau-Wald.

2008 wurde Jürgen Dupper (SPD) als Nachfolger von Albert Zankl (CSU) zum Oberbürgermeister gewählt. Der Stadtrat wählte Urban Mangold (ödp) und Anton Jungwirth (FDP) zu seinen beiden Stellvertretern.

Jedes Jahr findet in Passau und Umgebung der Politische Aschermittwoch statt. Bis zum Jahr 2003 hielt die CSU ihre Veranstaltung in der Nibelungenhalle ab, bevor sie in die neugebaute Dreiländerhalle am Stadtrand umzog.

In Passau gründeten einige Bewohner 1998 aus Protest gegen eine Tagung der NPD die sogenannte Passauer Aktion Zivilcourage (PAZ). Diese hatte das Ziel, den Widerstand gegen die in Passau regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen der rechtsextremen NPD nicht ausschließlich der Antifa zu überlassen, sondern eine breite Zustimmung der Bevölkerung für diese Ziele zu gewinnen. Es war das Ziel der PAZ, die NPD-Tagung durch Blockaden und Nötigung zu stören. Einen entsprechenden Aufruf an die Passauer Bürger unterzeichneten unter anderem die Kabarettisten Bruno Jonas und Sigi Zimmerschied, einige Stadtratsmitglieder, Gewerkschaftssekretäre, Gastwirte, Schüler und Kirchenvertreter, der Generalvikar des Bistums, der Leiter der Passauer Stadtwerke und der Geschäftsführer des Schlachthofes. Letztlich war die NPD-Veranstaltung jedoch durch das Versammlungsrecht des Grundgesetzes geschützt. Dass die Veranstaltungen von NPD oder DVU seit einigen Jahren nicht mehr in Passau stattfinden, ist auf den Abriss der Nibelungenhalle zurückzuführen.

Patenstädte Passaus sind Bad Griesbach, Freyung, Hauzenberg. Pocking und Simbach am Inn.

Die Altstadt liegt auf einer schmalen Halbinsel am Zusammenfluss von Inn und Donau. Der Dom „St. Stephan“ steht auf einem kleinen Hügel. Zu beiden Flussufern hin fallen die Gassen teilweise in steilen Treppen ab.

Das Stadtbild hat dank italienischer Baumeister ein südländisch anmutendes Flair und ist geprägt durch Häuser im Stil der Inn- und Salzachbauweise. Deshalb wird Passau des öfteren auch als das Venedig Bayerns bezeichnet. Jenseits der beiden Flussufer steigt die Landschaft in grünen Hügeln an. Überragt wird die Stadt im Norden von der Veste Oberhaus und im Süden von der Wallfahrtskirche Mariahilf.

Der westlich der Altstadt gelegene Bereich zwischen Hauptbahnhof und St.-Nikola-Kloster befindet sich aktuell in der Neugestaltung. Aufgrund der Reduzierung von Gleisanlagen durch die Deutsche Bahn sowie einer durch den Rückzug der Bundeswehr möglichen Entstehung einer neuen Veranstaltungsstätte in Kohlbruck konnte hier ein großer Bereich in der Innenstadt städtebaulich neu gestaltet werden. Dieses als Neue Mitte bekannt gewordenes Projekt soll bis zum Jahre 2011 abgeschlossen sein.

Zu Füßen der Burganlage Veste Niederhaus fließt zunächst die Ilz von links und kurz danach von rechts der Inn der Donau zu. Das Wasser des Inns, das von den Alpen kommt, ist grün, das der Donau blau und das der aus einem Moorgebiet kommenden Ilz schwarz, so dass die Donau ein längeres Stück nach dem Zusammenfluss drei Wasserfarben (Grün, Blau, Schwarz) aufweist. Auffallend ist dabei, wie stark das grüne Wasser des Inns das Wasser der Donau beiseite drängt. Dies hängt neben der zeitweise sehr großen Wassermenge des Inns hauptsächlich mit der stark unterschiedlichen Tiefe der beiden Gewässer (Inn: 1,90 Meter / Donau: 6,80 Meter) zusammen – „der Inn überströmt die Donau“. Zwar führt der Inn im Jahresmittel auch etwa fünf Prozent mehr Wasser als die Donau selbst, doch rührt dies hauptsächlich von den starken Hochwässern des Inns bei der Schneeschmelze her, während die Donau eine deutlich konstantere Wasserführung aufweist. Sie führt die meiste Zeit des Jahres (sieben Monate, Oktober bis April) mehr Wasser mit sich als der Inn.

Auch wenn der optische Eindruck es also nahelegt, von der Mündung der Donau in den Inn zu sprechen, ist die Namensgebung Donau für den sich ergebenden Strom weiterhin gerechtfertigt – nicht nur durch die Länge der zurückgelegten Wegstrecken (Donau: 647 km / Inn: 510 km).

Der Stephansdom ist Sitz des Passauer Bischofs. Er geht zurück auf eine Kirche, die schon um 450 existierte. Die Bischofskirche wird 730 erstmals urkundlich erwähnt und ist seit 739 Kathedrale der Diözese. Zwischen 1280 und 1325 wurde diese durch einen frühgotischen Dom ersetzt. Ein Ostteil im spätgotischen Stil wurde von 1407 bis 1560 angebaut. Im Stadtbrand von 1662 wurde der Dom mit Ausnahme der Außenmauern des Ostteils vollständig zerstört. Von 1668 bis 1693 wurde der Dom von Carlo Lurago neu errichtet, diesmal im Barockstil. Besonders zu erwähnen sind im Innenausbau Stukkaturen von Giovanni Battista Carlone und Gemälde von Johann Michael Rottmayr in den Seitenaltären. Der Stephansdom ist der größte Barockdom nördlich der Alpen. Mit der Domorgel mit 17.774 Pfeifen und 233 Registern befindet sich die größte Domorgel der Welt in Passau.

Neben dem Dom ist auf dem Domplatz, welcher den höchsten Punkt der Altstadt bildet, ist noch das Lamberg-Palais erwähnenswert; hier wurde 1552 der Passauer Vertrag geschlossen. Südlich des Doms liegt die Alte Residenz, die heute das Landgericht beherbergt. Im ehemaligen fürstbischöflichen Opernhaus befindet sich heute das Stadttheater. Das 1645 ursprünglich als Ballhaus errichtete Gebäude wurde ab 1770 als Hofkomödienhaus genutzt und schließlich 1783 auf Anweisung von Fürstbischof von Auersperg durch Johann Georg Hagenauer zum Opernhaus umgebaut.

Am Donauufer befindet sich das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert mit seinem 38 Meter hohen Turm, der 1890 hinzugefügt wurde.

Am Rathausplatz beherbergt das Patrizierhaus „Wilder Mann“ das Passauer Glasmuseum mit Exponaten des weltberühmten „Böhmischen Glas“.

Östlich des Rathausplatzes steht das 1848 bis 1851 von Friedrich von Gärtner errichtete klassizistische Hauptzollamt.

Unweit des Rathauses befindet sich die ehemalige Jesuitenkirche St. Michael mit dem benachbarten Komplex des ehemaligen Jesuitenkollegs, weiter Richtung Ortspitze das ehemalige Benediktinerinnenkloster Niedernburg. Im Ort steht das Bürgerliche Waisenhaus, das vom Schiffsbaumeister Lukas Kern 1749 gestiftet wurde. Das Gebäude wurde 1750–1755 von Domkapitel-Baumeister Johann Michael Schneitmann erbaut. Vor dem Waisenhaus steht ein Johannes Nepomuk-Standbild des Passauer Bildhauers Joseph Carl Hofer aus dem Jahr 1759.

Die so genannte Ortspitze liegt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz. Die Geschützbastion in Form eines Kleeblattes aus dem Jahr 1531 sicherte früher die Flusstäler gegen Osten.

Die Pfarrkirche St. Paul wurde 1050 erstmals urkundlich erwähnt; der heutige Baubestand stammt aus den Jahren 1663 bis 1678. Am Rindermarkt daneben steht die zweischiffige Spitalkirche von 1380 des 1200 gegründeten St.-Johannes-Spitals.

In der Bräugasse befindet sich das Museum Moderner Kunst (MMK). Sein Begründer Hanns Egon Wörlen, Sohn des Malers Georg Philipp Wörlen, bleibt der Kunst und seinem Museum auch in seinem hohen Alter treu.

Im Zentrum der Altstadt liegt der Residenzplatz mit seinen Patrizierhäusern und der Neuen Bischöflichen Residenz. In der Residenz ist das Domschatz- und Diözesanmuseum zu besichtigen. In der Mitte des Platzes befindet sich der Wittelsbacherbrunnen, der 1903 eingedenk der 100-jährigen Zugehörigkeit der Stadt zu Bayern von Jakob Bradl aus München errichtet wurde. Das Herberstein-Palais (Schustergasse 4) mit seiner durch Wandpilaster gegliederten Fassade besitzt einen Renaissance-Arkadenhof im italienischen Stil von 1590 und beherbergt heute das Amtsgericht Passau.

Lohnend ist ein Spaziergang entlang der malerischen und sonnigen Innpromenade. Dort kommt man am Schaiblingsturm vorbei, einem runden Wehrturm, der im Mittelalter zum Schutz des Salzhafens errichtet wurde.

Die Ludwigsstraße und ihre Nebenstraßen bilden die Fußgängerzone mit Geschäften und Cafés. Am Eck zur Heiliggeistgasse steht die Votivkirche, die Klosterkirche des ehemaligen Franziskanerklosters.

In der Schießgrabengasse befindet sich das Bürgerliche Zeughaus. In der Theresienstraße steht die 1856 nach Plänen von Friedrich Bürklein errichtete evangelische Stadtpfarrkirche.

Jenseits der Donau ragt auf einem Hügel die mächtige Veste Oberhaus auf. Sie beherbergt heute unter anderem das Oberhausmuseum mit Stadtmuseum und weiteren Sammlungen mit Schwerpunkt auf Ostbayern und den Nachbarländern Böhmen und Österreich. Unterhalb der Veste, mit ihr durch einen Wehrgang verbunden, liegt zwischen Donau und Ilz die Veste Niederhaus, die sich in Privatbesitz befindet. An den Burgberg angelehnt zur Ilzseite hin steht die ehemalige Wallfahrtskirche St. Salvator.

Einige wenige hundert Meter donauaufwärts befindet sich Schloss Freudenhain, das von 1785 bis 1792 vom Passauer Fürstbischof Kardinal Joseph Franz Anton Graf von Auersperg erbaut wurde. Heute beherbergt es das nach ihm benannte „Auersperg-Gymnasium Freudenhain“. Darunter nahe der Uferstraße steht ein spätgotisches Herrenhaus mit barocker Fassade, der einzig erhaltene Rest des ehemaligen Schlosses Eggendobl.

Die Ilzstadt gegenüber der Altstadt hat durch Hochwassersanierung der Nachkriegszeit, die den Abriss einer ganzen Häuserzeile mit sich brachte, stark an historischer Substanz eingebüßt. Die Ilzstadt war ursprünglich eine Säumer- und Fischersiedlung und Umschlagplatz für den Salzhandel nach Böhmen. Hier begann der Goldene Steig. Über den Häusern der Ilzstadt steht die Pfarrkirche St. Bartholomäus mit stämmigem romanischem Turm und gotischem Schiff.

Ilzaufwärts befindet sich der Stadtteil Hals, der von der malerischen Burgruine Hals überragt wird. Der Name kommt von der Lage am „Hals“ der engen Ilzschleife. Am Marktplatz der ehemaligen Marktgemeinde Hals ist vor dem Rathaus aus dem Jahr 1510 noch ein Pranger zu sehen. Mit dem Bau der Kur- und Wasserheilanstalt Bavaria-Bad 1890 kamen Kurgäste wie der Schriftsteller Peter Rosegger und der Komponist Franz Lehár nach Hals. Mit dem Ersten Weltkrieg wurde die Anlage allerdings geschlossen. Seit 1920 wird das Wasser der Ilz hinter Hals zur Stromerzeugung durch ein Wehr zu einem See gestaut. Hier beginnt auch der Ilztal-Wanderweg, der auf ehemaligen Holz-Triftwegen entlangführt, darunter ein begehbarer Triftstollen.

Jenseits des Inns erhebt sich auf einem Hügel die Wallfahrtskirche Mariahilf über der Innstadt. Die Wallfahrtsstiege umfasst 321 Stufen. In der Innstadt gegenüber der Altstadt ist noch das mittelalterliche Severinstor mit Barbakane von 1412 erhalten. Der zugehörige Torturm wurde 1820 abgetragen. Daneben sind noch der runde Peichterturm von 1403 am Beiderbach und Teile der Innstadtmauer von 1410 mit Vierecktürmen und Zwinger zu sehen. Im Zentrum der Innstadt steht am kleinen Kirchenplatz die Kirche St. Gertraud und gegenüber das Rokoko-Patrizierhaus Zum schwarzen Adler. Ebenfalls in der Innstadt befindet sich das Römermuseum mit der Ausgrabungsstätte des Römerlagers Boiotro. Erwähnenswert ist noch die Severinskirche, die in ihren Fundamenten bis in die spätantike Zeit zurückgeht.

Empfehlenswert ist der Blick vom Innsteg, von der Bevölkerung „Fünferlsteg“ (benannt nach der früheren Brückenmaut von 5 Pfennigen) genannt, auf die Altstadt. Der Steg verbindet die Innstadt mit der auf der gegenüberliegenden Seite des Inns sich an die Altstadt anschließenden Universität, die ihre Verwaltung im ehemaligen Augustinerchorherrenstift St. Nikola hat.

Das Theater im Fürstbischöflichen Opernhaus (Stadttheater Passau) ist Sitz des Musiktheaters des Landestheaters Niederbayern. Das Schauspiel hat seinen Sitz in Landshut.

In den siebziger Jahren entstand mit dem Scharfrichterhaus in der Milchgasse eine Kleinkunst- und Kabarettistenszene, die über die Stadt hinaus bekannt wurde. Die Scharfrichterbühne setzte damals einen Gegenpol zur kleinbürgerlich-konservativen Atmosphäre der Stadt und führte zu starker Polarisierung in der Bevölkerung. Seit 1983 wird anlässlich der Passauer Kabarett-Tage alljährlich einer der bedeutendsten deutschen Kabarettpreise, das „Scharfrichterbeil“, verliehen. Zu den bekanntesten Preisträgern gehören Hape Kerkeling (1983), Urban Priol (1986) und Günter Grünwald (1988).

Die aus der Zeit des Nationalsozialismus stammende Nibelungenhalle, Austragungsort des Politischen Aschermittwochs der CSU von 1975 bis 2003, wurde im Februar/März 2004 abgerissen. Als funktionale Nachfolgerin der Nibelungenhalle wurde die Dreiländerhalle im Stadtteil Kohlbruck neu errichtet. Um den ehemaligen Standort der Nibelungenhalle herum wurde das Aufgeben von Bahnflächen durch die DB AG sowie der Abriss der Halle selbst genutzt um dieses Gebiet neu zu gestalten. Dieses als Neue Mitte bekanntes Projekt umfasst mehrere Einkaufsmöglichkeiten, ein unterirdisches Multiplex-Kino sowie einen Büro- und Hotelturm.

Es gibt begründete Hinweise, dass das Nibelungenlied aus Passau oder seiner Umgebung stammt. Somit kann sich Passau „Nibelungenstadt“ nennen.

An Volksfesten gibt es neben der Maidult und der Herbstdult im September, welche beide seit 2005 auf einem neu gestalteten Gelände in Kohlbruck stattfinden, das dreitägige Haferlfest in der Ilzstadt im Juli und das zweitägige alle zwei Jahre stattfindende Bürgerfest in der Altstadt im Juni. Im Ortsteil Hals findet auf einer Insel in der Ilz alljährlich das Inselfest statt.

In Zusammenarbeit mit der Universität Passau haben sich mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Filmfestival Passau, dem iberoamerikanischen Filmfest muestra! und den Crank-Cookie-Kurzfilmtagen drei Festivals für Filmschaffende etabliert.

Auf dem Innstadt-Friedhof erinnert ein Denkmal an alle Opfer der NS-Gewaltherrschaft.

Größter Verein Passaus ist der 1. FC Passau. Die Herrenfußballmannschaft des Vereins spielt in der Bezirksoberliga. Die Heimspiele werden im Dreiflüssestadion ausgetragen.

Aktuell erfolgreichster Fußballverein der Stadt ist der SV Schalding-Heining, dessen Herrenfußballmannschaft in der Landesliga spielt.

Daben existiert mit den EHF Passau Black Hawks ein Eishockey-Verein in der Stadt. Dieser spielt in der Oberliga Gruppe Süd.

Größter Leichtathletikverein der Stadt ist die Leichtathletikgemeinschaft Passau, dessen Mitglieder schon mehrere deutsche Meistertitel erringen konnten.

Mit dem TTC Fortuna Passau spielt ein Tischtennisverein der Stadt seit der Saison 2001/02 in der 2. Bundesliga Süd.

Der SK Passau 1869 spielt in der 2. Bundesliga Ost Schach.

Passau ist ein Etappenort des internationalen 3-Länderradrennens Linz-Budweis-Prag.

Größte Laufveranstaltung ist der DJK-Domlauf über 8,3 km.

Bildung und Forschung haben in Passau Tradition. Im Jahre 1612 eröffnete das Jesuitenkolleg Passau, das heute als Schule genutzt wird.

Die 1978 gegründete Universität Passau ist eine der jüngsten und mit 9000 Studierenden eine der kleinsten Universitäten Bayerns.

Ferner bestehen eine Volkshochschule, vier Gymnasien (Adalbert-Stifter-Gymnasium (ASG), Auersperg-Gymnasium Freudenhain, Gymnasium Leopoldinum und das Gisela Gymnasium für Mädchen (Niedernburg)), die staatliche Fachoberschule Passau, zwei Realschulen, drei Volksschulen, sechs Grundschulen, drei Förderschulen sowie 14 berufsbildende Schulen.

Das Wappen stellt einen roten Wolf auf weißem Schild dar. Die Herkunft des Wappentieres ist nicht sicher geklärt. Der Überlieferung nach geht es auf Bischof Wolfger von Ellenbrechtskirchen (kurz Wolfger von Erla, 1191–1204) zurück. Als (fürst)bischöfliches Wappentier ist der Wolf aber erst ab 1259/1264 nachweisbar.

Als offizielles Wappen der Stadt gilt der rote Wolf dann seit 1432. Ab 1300 war er allerdings bereits als offizielles Warenzeichen der passauischen Messerer und Klinger gebräuchlich. Das älteste überlieferte Siegel von 1368, das den Stadtpatron St. Stephan zeigt, trägt auch den roten Wolf im kleinen Schild.

Der 1860 errichtete Hauptbahnhof Passau ist heute ein Grenzbahnhof zwischen den Netzen der Deutschen Bahn und der Österreichischen Bundesbahnen. An diesem Bahnhof treffen auf die Hauptlinie Linz–Nürnberg/München die Nebenbahnen aus Mühldorf, Freyung, Wegscheid und Hauzenberg, wobei die letzten drei derzeit nicht befahren werden. Es gibt jedoch Bemühungen, diese zu reaktivieren.

Durch die Autobahn A 3 ist Passau mit Regensburg und durch die Innkreis Autobahn mit Wels in Oberösterreich verbunden. Südlich von Passau bei Pocking soll die Autobahn A 94 nach München in ihrem Endausbau in die A 3 münden. Bisher jedoch sind hier lediglich Teilstrecken fertig gestellt worden. Mit den Bundesstraßen B 8, B 12, B 85 und B 388 ist Passau an das weitere Fernstraßennetz angebunden.

Von den drei Flüssen in Passau ist nur die Donau schiffbar. Seit der Fertigstellung des Rhein-Main-Donau-Kanals ist diese Teil der Europäischen Schifffahrtslinie von Rotterdam bis zum Schwarzen Meer. Im innerstädtischen Personenverkehr spielen die Wasserwege keine Rolle. Es verkehren jedoch sowohl donauaufwärts als auch -abwärts regelmäßig mehrere Linien. Hauptanbieter dieses Linienverkehrs ist die Reederei Wurm & Köck.

Innerstädtisch verkehren von der Verkehrsbetriebsgesellschaft Passau, einer Tochter der Stadtwerke, betriebene Busse auf elf Hauptlinien und vier Kleinbuslinien. Zentraler Knotenpunkt dieses Liniennetzes ist seit Januar 2007 der überdachte Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), in dem auch ein Servicegebäude der Stadtwerke Passau untergebracht ist. Neben eigenen Fahrkarten, gilt auf den Linien der VBP auch das Bayernticket in all seinen Varianten als Fahrschein. Seit dem 14. Dezember 2008 nimmt die VBP am City-Ticket der Deutschen Bahn teil, so dass mit BahnCard 25 oder 50 rabattierte Fernverkehrsfahrkarten ab einer Wegstrecke von 100 km ebenso als Fahrscheine gelten wie die BahnCard 100.

Die Brauerei Peschl-Bräu beendete ihre Tätigkeit am 31. Oktober 2008.

In Passau existiert mit der seit 1946 erscheinenden „Passauer Neuen Presse“ (PNP) eine Lokalzeitung. Diese erscheint sechsmal wöchentlich. Der Sonntag wird seit 1. Oktober 2000 durch das Gratismagazin „Am Sonntag“ abgedeckt. Das boulevardeske Anzeigenblatt hat eine Auflage von 63.000 Stück und erscheint durchgängig in Farbe. Daneben existiert die seit 1973 von der Wochenblatt Verlagsgruppe herausgegebenen „Passauer Woche“, welche dienstags erscheint und ebenfalls gratis aufliegt. Seit 2004 erscheint, zunächst monatlich und seit 2007 14-täglich, die PR-aktiv, die ebenfalls gratis erhältlich ist, mit einer Auflage von 43.000 Stück. Herausgegeben wird sie von ZPV (Zeitungsproduktions- und -vertriebs GmbH & Co. KG.). Seit Oktober 2005 erscheint zunächst unregelmäßig, seit Juni 2007 monatlich der „Bürgerblick Passau“, herausgegeben vom Mitbegründer und ehemaligen Chefredakteur der „Am Sonntag“ Hubert Denk.

In Passau sind auch mit unserRadio und Radio Galaxy zwei Lokalradios sowie mit TRP1 (Tele Regional Passau) ein lokaler Fernsehsender ansässig.

TRP1 wurde als einer der ersten Regionalsender in Bayern 1984 von den Passauer Unternehmern Andreas Werner und Christian Repa gegründet und ging am 14. März 1985 auf Sendung. Das Sendegebiet erstreckt sich im Kabelnetz von Freyung (Bayerischer Wald) über Passau, Vilshofen, Pocking bis Eggenfelden. Seit 2003 ist das Programm von TRP1 auch digital über Astra 1F europaweit zu empfangen. Schwerpunkt des Programms ist die tagesaktuelle Berichterstattung.

Auf dem Kühberg (Geographische Koordinaten: 48° 33′ 46″ N, 13° 27′ 32″ O48.56277777777813.4588888888897) existiert seit Beginn der 1950er Jahre eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks. Bis 1978 diente diese Anlage auch als Mittelwellensender und verwendete als Sendeantenne einen gegen Erde isolierten Sendemast. Heute dient diese Anlage nur noch zur Verbreitung von Hörfunkprogrammen im UKW-Bereich und verwendet als Antennenträger einen freistehenden Fertigbetonmast.

Ein weiterer, ebenfalls als Stahlbetonkonstruktion mit zwei Antennen-Plattformen ausgeführter Fernmeldeturm der Deutschen Telekom befindet sich südlich von Passau in der Nähe des zu Neuburg am Inn gehörenden Dorfes Dommelstadl. Der Fernmeldeturm dient als Richtfunk-Knoten, Mobilfunk-Basisstation sowie als UKW- und DAB-Sender.

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Priesterseminar Passau

Das Bischöfliche Priesterseminar Passau ist die Ausbildungsstätte des römisch-katholischen Bistums Passau für Priesteramtskandidaten, die keinem Orden angehören.

Die Priesterausbildung findet ergänzend zum Studium der Katholischen Theologie statt und will Bereiche der priesterlichen Ausbildung sicherstellen, die nicht Inhalt wissenschaftlicher Theologie sind.

Bischof Leopold Wilhelm von Österreich gründete 1638 in Passau ein Priesterseminar. Dieses wurde durch die Säkularisation in Bayern aufgelöst. 1828 gründete Bischof Karl Joseph von Riccabona das heutige Priesterseminar St. Stephan am Domplatz. 1906 wurde der alte Kanonikatshof erweitert. In Erwartung des konziliaren Aufschwungs entstand Ende der 1960er Jahre ein Neubau. 1988 wurde die Seminarkapelle neugestaltet.

Das Priesterseminar befindet sich in zwei Gebäuden. Im barocken Gebäude ist das eigentliche Priesterseminar, in dem auch die Seminaristen wohnen. Der Neubau ist zum Teil an die örtliche Liga Bank, das Bischöfliche Ordinariat sowie Privatpersonen, meist Studenten oder Auszubildende, vermietet.

Zu Beginn des Jahres 2007 wurde beschlossen, dass die Theologische Fakultät der Universität Passau mangels Studenten für zehn Jahre ruhen soll. Die Priesteramtskandidaten des Bistums Passau leben daher seit dem Wintersemester 2007 im Priesterseminar Regensburg und studieren an der Universität Regensburg.

Die im Hauptstudium befindlichen Seminaristen werden ihr Studium mit Diplomprüfung in Passau beenden, da die Fakultät nach und nach in ein Institut umgewandelt wird.

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Stadttheater Passau

Das Stadttheater Passau

Das Theater im Fürstbischöflichen Opernhaus Passau, meist einfach Stadttheater Passau genannt, ist ein Theater in Passau mit 350 Sitzplätzen. Es dient für Oper, Operette, Musical, Konzert und Schauspiel. Es ist Sitz der Musiktheaterabteilung und feste Spielstätte des Landestheaters Niederbayern.

Im Jahr 1645 errichtete der Passauer Fürstbischof Leopold Wilhelm von Österreich am Ufer des Inns ein Ballhaus. Als das Jeu de Paume aber gegen Mitte des 18. Jahrhunderts seine Popularität verlor, wandelte Fürstbischof Leopold Ernst Kardinal Graf von Firmian das Haus 1771 bis 1774 durch seinen Musikdirektor zu einem der Hofgesellschaft vorbehaltenen Hofkomödien- und Hofopernhaus um.

1783 bis 1786 ließ Fürstbischof Joseph Kardinal Graf von Auersperg das Gebäude grundlegend verändern und machte es als Fürstbischöfliches Opernhaus dem Volk zugänglich. Der Fürstbischöfliche Hofbaumeister Johann Georg von Hagenauer setzte ein zweirangiges Logenhaus mit Fürstenloge in die rechteckige Umfassung des ehemaligen Ballhauses ein. Die Malereien an Brüstungen und Galerieen schuf Franz Petzka. Sie zeigen Jagd-, Schäferei- und Gärtnereiszenen sowie Symbole für die verschiedenen Musikgattungen. Die Illusionsmalerei an der Decke stellt einen blauen Himmel mit Wölkchen dar.

Das gleichzeitig erbaute Redoutengebäude, ebenfalls von Hagenauer, ziert eine klassizistische Fassade mit flachem Relief. Im Obergeschoss befindet sich ein großer Redoutensaal.

Am 1. November 1783 wurde das Fürstbischöfliche Opernhaus mit der Oper Alceste von Anton Schweitzer eröffnet. Es war eines der ersten deutschen Residenztheater, das zahlenden Untertanen offenstand.

Durch die Säkularisation im Jahr 1803 ging das bisherige Fürstbischöfliche Opernhaus in den Besitz des Kurfürsten von Bayern über und wurde nun in Churfürstliches Theater umbenannt. Ab 1806, nach der Gründung des Königreiches Bayern, hieß es Königlich-Bayerisches Theater.

Im Jahr 1882 drohte wegen feuerpolizeilicher Mängel die Schließung, als das Staatsministerium keine Gelder bewilligte. Doch am 8. September 1883 beschloss die Stadt Passau, das Gebäude zu kaufen und umzubauen. Die Eröffnung des Passauer Stadttheaters erfolgte am 28. Oktober 1883.

1893 bis 1895 kam es im Geiste des Historismus unter Theaterdirektor Ludwig August Wesselsky zu baulichen Veränderungen. Seit den zwanziger Jahren bis 1945 wurde das Theater auch als Kino benutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt es durch Intendant Peter Hausser den Namen Passauer Kammerspiele. Bereits 1950 aber musste es aufgrund finanzieller Schwierigkeiten erneut geschlossen werden. Am 4. Oktober 1952 konstituierte sich der Zweckverband Niederbayerisches Städtebundtheater, der sich zunächst aus den Städten Landshut, Passau und Straubing zusammensetzte. Die musikalische Abteilung wurde Passau, das Sprechtheater Landshut zugeordnet. Später schlossen sich andere Städte an.

Die baulichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts beseitigte man wieder im Zuge einer Restaurierung von 1959 bis 1966. Am 11. November 1961 kam es zur Wiedereröffnung als Fürstbischöfliches Opernhaus mit Cimarosas Il matrimonio segreto.

Von 1970 bis zu seinem Tod am 17. Februar 1996 prägte Intendant Klaus Schlette den Spielbetrieb. 1988 bis 1991 erfolgte eine weitere Renovierung. Dabei wurde unter anderem eine neue Prospektzuganlage, ein versenkbarer Orchestergraben und ein großer Lastenaufzug geschaffen. Nach Schlettes Tod wurde Johannes Reitmeier dessen Nachfolger, seit 2002 leitet Intendant Stefan Tilch das Theater.

Als Teil des Landestheaters Niederbayern ist das Stadttheater Passau dessen musikalische Abteilung mit eigenem Opernesnemble inklusive Solisten, Chor und Orchester. Das Orchester des Stadttheaters ist die Niederbayerische Philharmonie unter der Leitung von Generalmusikdirektor Basil H. E. Coleman.

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Source : Wikipedia