Opera

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Geschrieben von tron 28/02/2009 @ 20:40

Tags : opera, browser, internet, high-tech

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Opera

Opera 9 unter Windows XP

Opera ist eine für viele Plattformen (siehe Verfügbarkeit) kostenlos erhältliche Software, die einen Webbrowser, ein E-Mail-Programm und weitere Werkzeuge in sich vereint. Hersteller ist das norwegische Unternehmen Opera Software ASA.

Der Opera-Browser ist seit der Version 8.5 vom 20. September 2005 werbefrei verfügbar und damit seitdem so genannte Freeware. Kostenpflichtige Registrierungen sind damit nicht mehr erforderlich. Es werden auch keine Werbebanner mehr eingeblendet. Bis einschließlich Version 4 gab es den Browser nur in einer kostenpflichtigen Version, im Anschluss gab es auch alternativ eine kostenlose, werbefinanzierte Variante, die ein Werbebanner anzeigte (Adware). Diese beiden Varianten werden seit der Umstellung auf die werbefreie, kostenlose Version nicht mehr fortgeführt.

Als der Browser Opera Ende 1996 in Norwegen das Licht der Öffentlichkeit erblickte, sagte man ihm keine große Zukunft voraus. Immerhin stellte die Firma Microsoft mit dem Internet Explorer einen kostenlosen Browser ohne Werbung zur Verfügung, der bereits den Marktführer Netscape ins Wanken brachte. Die Gründe, weshalb sich Opera trotz seiner kosten- und werbefreien Konkurrenz einer wachsenden Beliebtheit erfreute, waren neben der vielfältig anpassbaren Oberfläche und der Geschwindigkeit beim Laden von Inhalten auch die sehr gute Kompatibilität zu neueren Web-Standards. Des Weiteren setzte Opera in Bezug auf Anwenderkomfort neue Maßstäbe. Opera bot seit der ersten Version das sogenannte Tabbed Browsing (mit grafischen „Tabs“ seit Version 4, Grundlage von mehreren Dokumentschnittstellen in einem MDI aber schon seit Version 1) an und führte früh Mausgesten ein. Beides wurde später von anderen Browsern übernommen.

Opera selbst begann 1994 als Forschungsprojekt des norwegischen Telekommunikationsunternehmens Telenor und wurde 1995 als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen Opera Software ASA ausgegliedert. Im März 2004 ging Opera an die Osloer Börse. Im Mai 2004 gab Opera bekannt, durch einen Vergleich in einem Rechtsstreit mit einem nicht näher bezeichneten internationalen Unternehmen 12,75 Millionen US-Dollar erhalten zu haben.

Net Applications hat zwischen Februar und Dezember 2008 einen recht konstanten Marktanteil des Browsers um 0,7 % festgestellt. The Counter stellte mangels Nachkommastellen im Dezember 2008 einen Anteil von einem Prozent fest. Da sich solche Statistiken immer nur auf eine mehr oder minder große Stichprobe beziehen und zudem je nach Land und Publikum oft große Unterschiede bestehen, sind solche Aussagen jedoch immer mit Vorsicht zu genießen. Auf der häufig von Technik-Begeisterten besuchten Website heise.de lag der Anteil der Opera-Benutzer beispielsweise 2008 bei um 8 %.

Trotz des Funktionsumfangs ist die Windows-Installationsdatei für Opera 9 in englischer Sprache, mit ca. 6,7 MB das kleinste Installationspaket, verglichen mit anderen Browsern, relativ schlank. Daneben gibt es noch eine Classic-Version ohne Microsoft Installer mit 4,8 MB. Die internationale mehrsprachige Version hat 8,5 MB. Wie oben beschrieben, ist ein E-Mail-Programm, ein News-Reader, ein Torrent-Client und ein IRC-Client integriert, im Unterschied zu Konkurrenzprodukten wie Mozilla SeaMonkey jedoch kein WYSIWYG-Editor für HTML-Seiten. Bei der Anzeige von Webseiten erfüllt Opera weitgehend die aktuellen Standards für HTML und CSS, das Anzeigen von PNG-Grafiken mit Alpha-Transparenz funktioniert ebenfalls einwandfrei. Seit Version 8.0b3 enthält Opera eine Unterstützung für eine Teilmenge des SVG-Grafikformates. Beim E-Mail-Programm erfolgt ohne zusätzlich zu definierende Filter eine automatische Erkennung von Mailinglisten, deren Nachrichten in Baumdarstellung angezeigt werden können. Opera unterstützt bereits teilweise Web-Standards, die sich noch in der Entwicklung befinden, so zum Beispiel Webforms oder CSS3.

Zur Seitendarstellung wird die eigens entwickelte und plattformübergreifende Rendering Engine Presto verwendet, die im Jahre 2003 die vormals eingesetzte Engine Elektra ablöste. Sie unterscheidet sich von Elektra vor allem im Hinblick auf ihre dynamische Arbeitsweise: Aufgerufene Seiten oder deren Teile können jederzeit neu gerendert werden. Presto unterstützt zudem das Document Object Model (DOM) des W3C vollständig. Des Weiteren interpretiert Presto so genanntes Street HTML. Damit bezeichnet der Hersteller nicht standardkonforme, für den weit verbreiteten Internet Explorer optimierte Webseiten.

Eine weitere Besonderheit des Browsers ist die Zoom-Funktion, die nicht nur Texte vergrößert, sondern auch Bilder sowie Plug-ins entsprechend skaliert und glättet. Die Vergrößerung ist in angepassten Schritten von 20 % (1/5 der normalen Darstellung) bis 1000 % (das Zehnfache der normalen Darstellung) einstellbar. Zur besseren Lesbarkeit von Webseiten (Accessibility) dient auch der „Benutzermodus“. Mit dessen Hilfe ist der Nutzer in der Lage, das Aussehen einer beliebigen Webseite mit eigenen CSS-Dateien anzupassen. Beispielsweise lassen sich Bilder ausblenden und Farben (z. B. weißer Text auf schwarzem Hintergrund) verändern. In der aktuellen Version wird bei der Navigation mit der Maus über die Tabs eine Mini-Vorschau der bereits geladenen Inhalte angezeigt. Der Vollbild-Modus (F11) zeigt die ganze Seite ohne Menüs oder Panels im Gegensatz zu anderen Browsern wie beispielsweise Microsoft Internet Explorer, bei denen selbst im Vollbild noch z.B. die Adressleiste angezeigt wird.

Es gibt auch einen Kioskmodus, der Opera im Vollbild ohne Menüs und ohne Hinweis auf das verwendete Betriebssystem zeigt. Allerdings kann man relativ leicht aus dem Browser „ausbrechen“. Der Kioskmode schützt also nicht vor Computer-Vandalismus. Außerdem lassen sich mit der Funktion „An Seitenbreite anpassen“ Webseiten, die für große Auflösungen geschrieben wurden, auch auf kleinen Displays lesen, und mit der „Small-screen“-Funktion kann die Webseite wie mit dem Opera-Mini-Mobilbrowser betrachtet werden, was besonders für Webdesigner von Vorteil ist, da so für gute Kompatibilität gesorgt werden kann.

Mit Hilfe der Multiple-Document-Interface-Oberfläche können mehrere Seiten innerhalb eines Opera-Fensters geöffnet werden. Um zwischen den Seiten zu wechseln, steht eine Leiste ähnlich der Windows-Taskleiste zur Verfügung. Mit speziellen Befehlen können alle außer der aktuellen Seite geschlossen oder geschlossene Seiten wieder angezeigt werden. Die Navigation zwischen den Tabs erfolgt über die Tastatur, das Mausrad oder durch Anklicken der Tabs.

Mit Mausgesten ist es möglich, Opera ohne Schaltflächen und Menüs zu steuern, etwa um zur vorherigen Seite zurückzukehren. Um eine Mausgeste auszuführen, wird die rechte Maustaste gedrückt gehalten, die Maus kurz in die jeweilige Richtung bewegt und die Taste wieder losgelassen. Zum Beispiel wird mit einer Bewegung nach links die vorherige Seite gezeigt, mit einer Bewegung nach unten wird eine neue, leere Seite geöffnet. Der Nutzer kann Bewegungen und Befehle in den Optionen beliebig konfigurieren oder die Mausgesten gänzlich ausschalten. Natürlich kann Opera auch konventionell mittels Schaltflächen gesteuert werden und reagiert auch auf Mäuse mit spezieller „Zurück“-Taste. Mausgesten funktionieren sehr intuitiv und beschleunigen das Navigieren in den Seiten erheblich.

Opera unterstützt seit Version 8.00 die Steuerung über Sprachbefehle und das Vorlesen von Webseiten. Dazu wird die Technologie VoiceXML verwendet. Diese Funktion ist derzeit nur auf Englisch verfügbar und muss aufgrund der Dateigröße zusätzlich heruntergeladen werden. Eine deutsche Version ist jedoch laut Opera Software geplant.

Eine in die Adressleiste eingebaute Suchfunktion vereinfacht Suchvorgänge bei diversen Suchmaschinen und Online-Händlern. Um zum Beispiel bei Google nach „Regenschirm“ zu suchen, gibt man in die Adressleiste g Regenschirm ein. Diese Art der Suche ist von vornherein auch mit eBay (e Regenschirm), Amazon.de (z Regenschirm) und vielen anderen Seiten möglich und kann über das GUI angepasst und erweitert werden. Eine weitere Funktion ermöglicht es dem Anwender, per Rechtsklick auf das Eingabefeld einer Suchseite eine spezielle Suche hinzuzufügen. Diese kann dann in der Menüleiste hinzugefügt werden und ist sofort im Kontextmenü verfügbar. Die Suche in der Seite findet Ergebnisse bereits während der Eingabe. Suchen innerhalb aller Bereiche von Opera ist möglich, in den Favoriten, in Notizen, in den Mails etc.

Alle momentan aufgerufenen Seiten und deren Anordnung können als „Sitzung“ gespeichert werden, um später damit fortzufahren. Man kann beim Programmstart stets eine bestimmte Sitzung laden, um beispielsweise verschiedene Nachrichtenportale zeitsparend zu überprüfen, man kann jedoch auch die jeweils letzte Sitzung fortsetzen. Wie beim Internet Explorer gibt es Favoriten. Mit einem Klick auf einen (Favoriten-)Ordner kann man alle darin enthaltenen Seiten gleichzeitig öffnen. Mit der Funktion Speeddial (= Schnellwahl) ab Version 9.2 kann man in einer neuen Seite bis zu neun Favoriten voreingestellt anzeigen lassen, oder per Tastaturkürzel laden. Die Favoriten werden per Drag und Drop belegt und beim Browserstart geladen.

Der Passwort-Manager automatisiert Anmeldevorgänge auf Seiten, die Benutzernamen und Passwort erfordern. Diese Funktion wird in Opera als „Wand“ (von „magic wand“ englisch für Zauberstab) bezeichnet und lässt sich auf Wunsch auch mit einem Opera-eigenen Master-Passwort schützen. Das Master-Passwort kann außerdem als Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf das E-Mail-Programm Opera Mail dienen.

Sowohl Oberfläche als auch Innenleben von Opera lassen sich zum großen Teil verändern. Der Nutzer kann sämtliche Symbolleisten nach Belieben anpassen oder ganz ausblenden. Das grafische Erscheinungsbild lässt sich momentan mit knapp 300 verschiedenen Skins (ab Opera 7) verändern, die kostenlos von der Opera-Website geladen werden können.

Die Datei search.ini erlaubt das individuelle Konfigurieren des zentralen Suchfelds für Suchmaschinen und Wörterbücher, sowie die Definition eines Buchstaben-Kürzels zur Suche in den frei gewählten Nachschlagewerken. Ab Version 9.0 ist außerdem ein Suchmaschineneditor eingebaut, der das Anpassen von Suchmaschinen im GUI ermöglicht.

Die Versionen für Linux, Solaris und FreeBSD basieren auf Qt von Trolltech. Die Versionen für sogenannte Mobilgeräte sollen mit der Plattform Qtopia von Trolltech entwickelt werden.

Opera kann Seiten in beliebigen Intervallen automatisch neu laden und beherrscht die Validierung (Prüfen auf Fehler) des HTML-Quelltextes (durch das W3C).

Insbesondere für Bildschirme mit höheren Auflösungen ist die Möglichkeit interessant, eine „verlinkte Seite“ zu erstellen. Beispiel: Bei einer Google-Suche ergibt sich meistens eine Vielzahl von Suchergebnissen (Seite A). Um diese Ergebnisse nun zu überprüfen, erstellt man in Opera eine „verlinkte Seite“ (Seite B) und positioniert Seite A und Seite B nebeneinander. Klickt man nun auf einen beliebigen Link in Seite A, wird dieser in der Seite B geladen. Dadurch lassen sich in diesem Beispiel die Suchergebnisse schneller auf Tauglichkeit überprüfen, da das Zurückkehren zu den Ergebnissen nicht erforderlich ist.

Neben dem normalen Vor- und Zurückgehen beim Surfen enthält Opera „schnelle“ Vor- und Rücklauf-Schaltflächen. Erkennt Opera in einer Webseite eine wiederkehrende Formatierung (bspw. Vorschaubilder oder eine Auflistung von Bildern) kann man mit dem Vorlauf-Button alle Bilder oder Dokumente ansehen, ohne jedes Mal zurückgehen und neu klicken zu müssen. Mit der Rücklauf-Schaltflächen kommt man mit einem Klick z. B. auf die Hauptseite eines Diskussionsforums zurück, auch wenn man sich bereits im dritten Unterforum befindet.

Ebenfalls enthalten ist eine Funktion zum erneuten Öffnen von geschlossenen Seiten (es wird dort fortgesetzt, wo die Seite geschlossen wurde). Die Seiten-Historie werden nach dem Schließen von Opera aus der Liste entfernt.

Opera lässt sich komplett über Tastenkombinationen, also ohne Maus, steuern. Die Tastenkombinationen lassen sich individuell einstellen.

Sollte Opera einmal durch einen Absturz unvorhergesehen beendet werden, merkt sich der Browser die vor dem Absturz geöffneten Seiten und man kann nach dem Neustart an derselben Stelle weiterarbeiten.

In Texten eingebettete Internetadressen (URLs) können durch einen Doppelklick markiert werden. Unmittelbar darauf öffnet sich ein Kontextmenü, in dem man den Befehl „Webadresse aufrufen“ anklicken kann, um sich daraufhin die Seite im selben Tab, in einem neuen Tab (Umschalttaste+Klick) oder einem neuen Tab im Hintergrund (Umschalttaste+Strg+Klick) anzeigen zu lassen. Es werden bei einem Doppelklick immer nur die Teile links der Stelle markiert, die angeklickt wird, was das Aufrufen einer Seite auf einer höheren Ebene erleichtert.

Ebenfalls im Kontextmenü sind Direktlinks auf eine Enzyklopädie, ein Wörterbuch und zu derzeit (März 2008) 19 Übersetzungsmöglichkeiten integriert, mit denen einzelne, markierte Wörter oder ganze Sätze nachgeschlagen werden können.

Opera kann jede offene Seite inklusive ihrer kompletten Historie auf Knopfdruck (Umschalttaste+Strg+Alt+n) in den Hintergrund duplizieren. Eine Funktion, die sehr praktisch ist, wenn man z. B. einen Beitrag in einem Diskussionsforum oder bei Wikipedia bearbeitet und auf einer vorhergehenden Seite, deren genauen Namen man sich nicht gemerkt hat, etwas nachschauen möchte.

Des weiteren merkt sich Opera Text, der in ein Feld eingefügt wurde. Damit ist es z. B. möglich, einen Beitrag der Wikipedia zu editieren, in der History dieses Tabs zurückzugehen und anschließend die Arbeit an dem zu bearbeitenden Artikel fortzusetzen.

Opera kann sich Webservern gegenüber auch als Mozilla oder InternetExplorer ausgeben, um so schlecht programmierte Browserweichen zu umgehen, die Opera-Benutzer abweisen. Er kann sich diese geänderte Identifikation für individuelle Seiten merken und wendet sie beim nächsten Besuch automatisch an.

Jede Seite kann individuelle Einstellungen erhalten, wie z. B. Verwendung von JavaScript, Cookies, Popupblocker etc.

In Opera integriert ist das E-Mail-Programm „Opera Mail“ (früher „M2“), das sich vor allem in der E-Mail-Verwaltung von anderen Programmen unterscheidet. E-Mails werden in Opera Mail nicht in Ordner verschoben, sondern in einer zentralen Liste gespeichert und mithilfe sogenannter „Filter“ sortiert. So ist es möglich, sämtliche E-Mails an und von einer bestimmten Adresse zu sehen, indem der Nutzer einmalig einen Filter mit entsprechenden Bedingungen erstellt. Jede E-Mail kann in beliebig vielen Filtern erscheinen, ohne selbst kopiert oder verändert zu werden.

Verschiedene Filter legt Opera automatisch an: So gibt es „Aktive Adressen“-Filter, mit denen man schnell auf alle Mails von Personen zugreifen kann, mit denen man kürzlich Mails ausgetauscht hat, verschiedene „Aktuelle Korrespondenz“-Filter sammeln automatisch aktuelle Mail-Korrespondenzen (bestehend aus empfangenen Mails und eigenen Antworten). Auch Mailingslisten werden automatisch erkannt und es gibt Filter für verschiedene Dateianhänge (z. B. alle Mails mit Bildern).

Gespeichert werden E-Mails in mbox-Dateien, die sich auch mit einem Text-Editor betrachten lassen. Außerdem enthalten ist ein lernfähiger, auf dem Bayesschem Filter aufbauender Spam-Filter, sowie Unterstützung von POP3-, IMAP- und Newsgroups. Seit der Opera-Version 7.5 ist es auch möglich, RSS-Feeds zu verwalten.

Opera kann Text und HTML-Mails darstellen. Das Erstellen von HTML-Mails ist nicht möglich, so dass E-Mails nur im Textformat verschickt werden können und Bilder nicht in die E-Mail eingebaut werden, sondern nur an die E-Mail angehängt werden können.

Die interne Pop-Up-Blocker-Funktion von Opera kann nicht alle Werbeinhalte erfassen. Über die Datei urlfilter.ini im Operaverzeichnis kann man aber Inhalte gezielt ausblenden. Einige Webseiten bieten auch größere URL-Filterlisten zum freien Download an.

Opera Software bietet seinen Browser in der aktuellen Version für folgende Betriebssysteme an: Microsoft Windows, Mac OS X, Linux, FreeBSD und Solaris. Ältere Versionen gibt es für BeOS, Mac OS, OS/2 und QNX. Opera steht in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Die offizielle deutschsprachige Version ist auch bezüglich der eingebauten Suchfunktion (siehe Bedienung) an den Sprachraum angepasst.

Die Software ist auch in zwei Versionen für mobile Geräte, das heißt für Mobiltelefone bzw. Smartphones und für PDAs, erhältlich. Als Betriebssysteme werden für „Opera Mobile“ im mobilen Bereich Symbian OS (mit Oberflächen Series 60, 80, 90, und UIQ), Windows Mobile, EZX, BREW, µitron, Qtopia, Maemo, Linux und Psion unterstützt. Allerdings ist Opera für diese Plattformen im Gegensatz zu den Desktop-Varianten nicht kostenlos. Kostenlos erhältlich ist jedoch „Opera Mini“ für fast alle Java-fähigen Mobiltelefone.

Opera ist in einer dynamischen und einer statischen Version verfügbar. In der statischen Version ist das Qt integriert, während es bei der dynamischen auf dem System bereitstehen muss. Die statische Version ist nur noch über den FTP-Server verfügbar.

Seit Februar 2006 veröffentlicht Opera sogenannte Schnappschüsse („Snapshots“) der aktuell in Entwicklung befindlichen Version des Browsers. Diese werden in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht und enthalten meist kleinere Änderungen, die die Entwicklung des Browsers aus Anwendersicht nachvollziehbar machen sollen. Allerdings ist unerfahrenen Anwendern von der Benutzung noch mehr abzuraten als von den Preview- und Beta-Versionen, da die Snapshots nicht gründlich auf Bugs untersucht werden.

Im Herbst 2005 hat Opera Software die ersten Versionen seines MIDP-kompatiblen Browsers Opera Mini für Java-fähige Mobiltelefone und PDAs veröffentlicht. Opera Mini nutzt einen speziellen Proxyserver, der von Opera ASA betrieben wird und der die Seiten und Bilder der Website mit der Small-Screen-Rendering-Technik aufbereitet, komprimiert und an das Mobiltelefon weiterschickt. Dadurch werden die Seiten nicht nur an die meist kleinen Displays angepasst, sondern auch das Datenvolumen und der Rechenaufwand werden reduziert. Anfang Mai 2006 erschien Opera Mini in der Version 2.0 und Ende November 2006 in der Version 3.0. Die Version 4.2 ist seit dem 25. November 2008 verfügbar, zeigt die Seite zunächst stark verkleinert an, so dass sie in voller Breite auf das Display passt. Danach kann man einzelne Teile der Seite auswählen und in voller Größe betrachten. Von Opera wird ein voll funktionsfähiger „Opera Mini™ Simulator“ als Java-Applet angeboten.

Opera Mobile wird für Pocket PCs mit Windows Mobile, für Smartphones mit Windows Mobile sowie für Smartphones mit Symbian OS und Linux plattformabhängig angeboten. Bei Mobiltelefonen mit der Symbian-Benutzeroberfläche UIQ 3 ist Opera Mobile in der Version 8.65 integriert. Im Gegensatz zu anderen Versionen wird Opera Mobile nicht kostenfrei zur Verfügung gestellt, sondern muss für 24 US-Dollar erworben werden (Stand: Juli 2008).

Opera entwickelte in Partnerschaft mit Nintendo einen Nintendo-DS-Browser, mit dem es möglich ist, auf diesem Gerät herkömmliche Webseiten zu besuchen. Allerdings werden weder Flash noch Java-Inhalte unterstützt. Mitgeliefert wird eine RAM-Erweiterung für den zweiten Slot des Nintendo DS (Lite). Der Browser erschien am 24. Juli 2006 in Japan, am 6. Oktober 2006 in Europa und am 8. Juni 2007 in den USA. In Europa wird der Browser für den empfohlenen Preis von 39,99 € angeboten.

Des Weiteren wurde am 22. Dezember 2006 ein Opera-Browser für Nintendos Spielekonsole Wii veröffentlicht. Als Speicherplatz wird ein eingebautes Flash-ROM (Read-Only-Memory) verwendet. Alle Webstandards der Desktopversion des Browsers werden auch auf Wii unterstützt, im Gegensatz zur DS-Version auch Adobe Flash. Die Navigation erfolgt mit der „Wiimote“, dem Einhand-Controller des Wii. Der Browser konnte bis Juli 2007 gratis bezogen werden, inzwischen muss er mit 500 Wii-Punkten (entspricht 5 €) gekauft werden.

Im Rahmen der CES 2008 hat Opera verkündet, dass eine neue Version des Opera-Browsers für die Wii veröffentlicht wird. Diese wird laute den Entwicklern den ACID3-Test bestehen und einige neue Features, wie die Unterstützung des Bookmark-Synchronisationsdienstes Opera Link, mit sich bringen.

Am 23. Januar 2007 wurde eine spezielle „Opera OLPC Edition“ für den 100-Dollar-Laptop vorgestellt. Dabei handelt es sich fast um die normale Desktopversion. So wurde diese Version mittels gcc 4.1 kompiliert (anstatt 2.95, ebenso wurde Qt 3.3.7 anstatt 3.3.5 verwendet). Des Weiteren hat diese Version ein verändertes Aussehen.

Unter Dragonfly versteht man die am 6. Mai 2008 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierten Entwicklertools aus dem Hause Opera.

Die Schaubilder stellen einzelne Versionen von Opera anhand der Erscheinungsdaten auf zwei Zeittafeln (Opera 1 bis 4 und Opera 5 bis 9) angeordnet dar und sollen dem Überblick dienen.

Opera 7 wurde Anfang 2003 herausgegeben. Die heute noch verwendete Presto-HTML-Rendering-Engine wurde eingeführt, die erstmals Unterstützung für das W3C DOM bot. Ebenfalls neu war die Small Screen Rendering-Technik, die Seiten wie auf Handheld- und anderen kleinen Bildschirmen rendert. Die komplette Benutzeroberfläche wurde unter Verwendung eines maßgeschneiderten plattformübergreifenden Skinning-Systems neu geschrieben, das sie vollständig konfigurierbar machte und den Ressourcen-Verbrauch im Vergleich zu Version 6 erheblich reduzierte. Das kombinierte SDI/MDI-Interface und Funktionen wie Vor-/Rücklauf, das Notizen-Panel und Opera Show (die Fähigkeit, Präsentationen mithilfe von CSS zu gestalten und im Vollbildmodus anzuzeigen, siehe auch S5) kamen als weitere Funktionen hinzu. Der neue Mail- und News-Client M2 erweiterte Operas E-Mail-Fähigkeiten enorm. Basierend auf einem leistungsstarken Filter-System mit Mail-Organizing-Fähigkeiten zielt er darauf ab, die E-Mail-Verwaltung so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Da sowohl das Interface als auch die Rendering-Engine nativ in Opera verankert sind, kann Opera 7 identisch auf allen Betriebssystemen ausgeführt werden. Das im Mai 2004 veröffentlichte Opera 7.5 enthielt eine Vielzahl neuer Funktionen und unterschied sich deutlich von Opera 7.0. Opera 7.5 war mit einer neuen Benutzeroberfläche und einem neuen Standard-Skin ausgestattet. Opera Mail wurde um RSS-Unterstützung und eine auf GNU Aspell basierende Rechtschreibprüfung erweitert; ein neuer IRC-Client wurde integriert.

Seit Version 8.50 beinhaltet Opera keinen Werbebanner mehr, was zuvor bei der kostenlosen Variante der Fall war. Die Kaufversion wurde damit überflüssig und abgeschafft.

Mit der Technical Preview 2 folgten innovative Funktionen wie als Ajax-Applikationen realisierte Widgets (z. B. Taschenrechner und Kalender), eine Vorschaubilder-Funktion für geöffnete Tabs, sowie erneut ein integrierter BitTorrent-Client. Dem bereits in der ersten Vorschau enthaltenen Quelltextanzeiger wurde ein einfaches Syntax-Highlighting hinzugefügt. Außerdem wurde eine graphische Konfigurationsmöglichkeit der ursprünglich für den Kioskmodus gedachten Filterfunktion für URI hinzugefügt, die einen Adblock-ähnlichen Werbeblocker ermöglicht. Auch die bereits aus der ersten Vorschau bekannten seitenspezifischen Einstellungen wurden um eine Konfigurationsmöglichkeit in der Oberfläche ergänzt. Zudem wurden bereits aus den Vorversionen bekannte Funktionen ausgebaut und verbessert.

Seit der Vorabversion „Build 8265“ vom 10. März 2006 besteht Opera auch den Acid2-Test, mit dem die Darstellungsfähigkeiten von Webbrowsern geprüft werden.

Die Final-Version von Opera 9.0 erschien am 20. Juni 2006.

Am 4. September 2007 wurde die erste Alphaversion von Opera 9.5 veröffentlicht, nach zahlreichen Weeklys und zwei Betaversionen erschien die finale Version am 12. Juni 2008. Neben Unterstützung für CSS3 und einer komplett neu geschriebenen JavaScript-Engine wurde das Standarddesign durch den dunkel gehaltenen Sharp-Skin ersetzt. Mittels Opera Link und einem Konto bei My Opera lassen sich Schnellwahl, Lesezeichen und Notizen mit einer anderen Desktopinstallation und Opera Mini ab Version 4 synchronisieren. Direkt in der Adressleiste lässt sich per Quick Find eine Volltextsuche über alle besuchten Webseiten durchführen. Der Phishingschutz wurde um die Malware Blacklist von Haute Secure ergänzt.

In Opera 9.60 wurden unter anderem die Synchronisierungsfunktion „Opera Link“, der integrierte Feedreader sowie der auch zum Programmpaket gehörende E-Mail-Client um nützliche Funktionen erweitert. Zudem sollen sich mit der neuen Version Webseiten noch schneller darstellen lassen.

Legende: Fettgedruckte Ziffern weisen auf die aktuelle Opera-Produktiv-Version hin. 1Ursprünglich mit Opera 5 bzw. 6 ausgeliefert, C-Modellreihe Access NetFront vorinstalliert. Opera stellt die meisten dieser OS/HW-spezifischen Versionen auf einem FTP-Server zur Verfügung.

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Opéra comique

Die Opéra comique hat ihre Ursprünge auf den Pariser Jahrmärkten des 18. Jahrhunderts, hier die Foire Saint-Laurent.

Die Opéra comique (auch Opéra-comique, frz. ‚komische Oper‘; eigentlich Maskulinum, also ‚der‘) ist eine in Paris entstandene Operngattung, bei der die musikalischen Nummern nicht durch Rezitative verbunden sind, sondern durch gesprochenen Dialoge. Sie ist damit das Pendant zum deutschen Singspiel beziehungsweise der Spieloper oder komischen Oper.

Die Opéra comique verwendete keine antiken mythologischen Sujets wie die Tragédie lyrique, sondern historische oder gegenwärtige Stoffe, und ihre Helden sind keine Adligen. Sie besteht in der Regel aus drei Akten.

Ob der Charakter eines Werkes komisch oder tragisch ist, spielt für diese Gattungsbezeichnung keine Rolle. Die Opéra comique ist oft gar nicht komisch, sondern hat eher rührend-sentimentale Handlungen, was sich bei Übersetzungen ins Deutsche noch verstärkte. Das hat damit zu tun, dass die Tragödie bis zum 18. Jahrhundert dem Adel vorbehalten war (siehe Ständeklausel) und das aufstrebende Bürgertum sich mit Komödien begnügen musste. Deshalb wurde die Opéra comique zu einer bürgerlichen Oper, die sich von der (tragischen) höfischen Oper ebenso distanzierte wie von den (komischen) Jahrmarktsvergnügungen.

Ebenso wurde mit der ursprünglichen Opéra comique das Einheimische gegen die italienischen Kulturimporte ausgespielt, was für das Singspiel im deutschen Sprachgebiet ebenso eine Rolle spielte wie in Frankreich. Da große Teile gesprochen waren, konnten die Partien auch von Schauspielern ausgeführt werden, während man für die Oper (italienische) Gesangsvirtuosen benötigte.

Weil es im deutschen Sprachgebiet auch im 19. Jahrhundert noch das Hoftheater für die Repräsentation des Adels gab, im Unterschied zu Paris, hielt sich hier der ursprüngliche Sinn der Opéra comique als Gegengattung zur höfischen Oper (zum Beispiel in Albert Lortzings Singspielen, am radikalsten in seiner „Freiheitsoper“ Regina, 1848), während diese Gattungsbezeichnung in Paris nach der Französischen Revolution mit der Institution der Opéra-Comique und ihren Vorschriften und Gegebenheiten zusammenfiel. Daher muss man eine bieder-bürgerliche Opéra comique des 18. Jahrhunderts, die sich um ein bürgerliches Selbstbewusstsein bemühte, ohne es sich mit den Aristokraten zu verderben, von einer großstädtisch-glanzvollen Opéra comique des 19. Jahrhunderts unterscheiden.

Im Pariser Jahrmarktstheater wurden seit dem 17. Jahrhundert Komödien mit eingelegten Vaudevilles (bekannten Melodien) gegeben. Die Konkurrenz mit den italienischen Truppen im frühen 18. Jahrhundert und die zunehmende Beachtung durch das Pariser Bürgertum führten zu einer Aufwertung dieser Stücke.

Als ein Gesangsverbot auf den Jahrmärkten 1714 aufgelöst wurde (das jedoch nicht das letzte an diesen Orten bleiben sollte), schlossen sich zwei französische Theatertruppen zur Institution der Opéra comique zusammen, die eine französische Alternative zu den italienischen Opern bieten sollten. Alain-René Le Sages Opernparodie Télémaque trägt um 1715 als eines der ersten Stücke die Gattungsbezeichnung Opéra comique. In die Vaudevilles waren Lieder mit neuen Texten zu bekannten Melodien eingelegt, in der Opéra comique war dagegen auch die Musik neu komponiert. Oft wurden diese Stücke „comédie mêlée d'ariettes“ oder „drame mêlé de chants“ genannt, was die Mischung aus gesprochenem Text und Gesang anzeigt. Unterschätzt wird heute häufig die Bedeutung des Gesellschaftstanzes für diese frühen populären Opern.

Die Rivalität zwischen italienischer und französischer Musik wurde stets von Neuem angefacht. Als eine italienische Operntruppe in Paris 1752 wiederum sehr erfolgreich war, präsentierte der Philosoph und Musiker Jean-Jacques Rousseau mit seinem Intermède Le Devin du village (Der Dorfwahrsager) eine Opéra comique, die den Italienern mit Hilfe des Hofes Konkurrenz machen konnte. Rousseau, der sich über den Erfolg freute, aber durchaus nicht zur konservativen „französischen“ Partei gehörten wollte, zettelte daraufhin mit einem öffentlichen Brief (Lettre sur la musique française, 1753) den sogenannten Buffonistenstreit an, indem er die französische Opernmusik pauschal verurteilte und ihr die italienische Opera buffa als leuchtendes Beispiel voranstellte.

Wie ihre italienischen Vorbilder (v. a. La serva padrona, 1733) behandelt Rousseaus Kurzoper den Erfolg einfacher Leute, aber Komik und Intrige sind zugunsten der konstruktiven und positiven Handlungselemente (vgl. Rührstück) stark zurückgenommen. Obwohl sich Rousseau in dieser Oper um französische Rezitative bemühte, machte sein Beispiel nicht Schule. Man blieb in der Opéra comique beim gesprochenen Text der Jahrmarktskomödien. Aber der schlichte, sentimentale Ton wies den „ernsthaften“ Stücken dieses Genres einen Weg.

So wurde die Opéra comique nach der Jahrhundertmitte zu einer „bürgerlichen“ Opern-Alternative einerseits gegenüber der höfischen Tragédie lyrique und andererseits gegenüber dem „vulgären“ Vaudeville. Komponisten wie François-André Danican Philidor oder Pierre-Alexandre Monsigny entwickelten ihre musikalischen Mittel.

Der Dichter Charles Simon Favart (1712–1792) rühmte sich, mit der Opéra comique eine Oper für die „honnêtes gens“, das Bürgertum seiner Zeit, geschaffen zu haben. Er arbeitete etwa mit dem italienischen Komponisten Egidio Duni zusammen. Nach ihm ist die Salle Favart benannt, das „Haus“ der Opéra comique. Nicolas Dalayrac (1753–1809) vertrat eine leichtere, komödienhafte Spielart der Opéra comique. Seine Gesangspartien konnten oft noch von Schauspielern gemeistert werden. Der Komponist André Grétry (1741–1813) gilt als ein Wegbereiter der moderneren, dramatischeren und musikalisch gewichtigeren Opéra comique. Seine Oper Richard Cœur-de-lion (1784) enthält eine mehrmals wiederkehrende patriotische Melodie, die oft als Vorform des Leitmotivs gedeutet wurde. Zur Opéra comique der Revolutionszeit gehören Werke von Étienne-Nicolas Méhul, Nicolas Isouard oder François Devienne.

Im deutschen Sprachgebiet wurde die Opéra comique bewundert und nachgeahmt, aber ihr Witz wurde oft nicht verstanden. So wurde Marie Duroncerays Les amours de Bastien et Bastienne (1753), eine bissige Parodie auf Rousseaus Devin du village, in der von Mozart vertonten deutschen Fassung Bastien und Bastienne (1768) wieder zum bieder-rührenden Singspiel. Neben den parodistischen gab es gewiss auch sentimentale Originale, die in Deutschland besser verstanden wurden: Méhuls rührender Joseph (1807) wurde im deutschen Sprachgebiet häufig gespielt und regte ähnliche deutschsprachige Opern an wie Joseph Weigls Die Schweizer Familie (1809).

Die älteren Opéras comiques bildeten bis weit ins 19. Jahrhundert hinein ein unerschöpfliches Reservoir für Übersetzungen, Bearbeitungen und Neuvertonungen in andern Sprachen. Die deutschen Wanderbühnen hatten stets auch opéras comiques im Repertoire, die sich mit relativ geringem Aufwand aufführen ließen. Selbst die erste Wiener Operette Das Pensionat (1860) geht noch auf eine ältere Opéra comique zurück. Eine nationalistisch orientierte Theater- und Musikgeschichtsschreibung seit dem Ende jenes Jahrhunderts versuchte allerdings oft, die deutschsprachigen Spielopern als Originalwerke auszugeben.

Da Paris nicht nur die Kultur der Höfe anleitete, sondern bis ins 19. Jahrhundert auch die größte Stadt auf dem europäischen Kontinent war, kamen die meisten kulturellen Strömungen von dort. Christoph Willibald Gluck (1714–1787) komponierte als Kapellmeister des Französischen Theaters (Burgtheater) in Wien auf französische Libretti zwischen 1758 und 1763 mehrere opéras comiques, bevor sich dieses Theater dem deutschsprachigen Singspiel zuwandte wie Mozarts Die Entführung aus dem Serail (1782), was im 19. Jahrhundert als bürgerlicher und „nationaler“ Triumph des „Deutschen“ gesehen wurde.

Die Emanzipation der Opéra comique war gleichsam vollendet, als sie nach der Revolution an die Stelle der höfischen Tragödie treten konnte. Zur Opéra comique dieser Art gehört Luigi Cherubinis tragische Oper Médée (1797). In Verbindung mit dem Theatermelodram ergaben sich allerdings modernere Typen der Tragödie oder Tragikomödie wie die Rettungsoper mit ihren Abenteuerstoffen. Eine unruhige Ära des Experimentierens zu Beginn des Jahrhunderts spiegelt die Regierungszeit Napoléon Bonapartes. Beethovens Fidelio (1805–1814) vollzieht diese Entwicklung nach: Orientiert sich der erste Akt noch weitgehend an der rührstückhaften älteren Opéra comique, begibt sich Beethoven im weiteren Verlauf der Komposition mit einem Melodram und dem spektakulären Befreiungs-Quartett in den Bereich der Rettungs-Oper, um im großen utopischen Chorfinale das Werk gleichsam oratorienhaft zu beenden.

Die moderneren „Spektakelstücke“ Frankreichs hatten auch erheblichen Einfluss auf die sogenannte romantische Oper, wie zum Beispiel auf Carl Maria von Webers Der Freischütz (1821).

Mit der Tradition dieser jüngeren und größeren Opéra comique verbindet man die Namen der Komponisten François-Adrien Boïeldieu (1775–1834) und Daniel-François-Esprit Auber (1782–1871) sowie des Librettisten Eugène Scribe. Boïeldieus La dame blanche (1825) setzt die Adelsgesellschaft in ihr altes Recht und steht damit im Dienst der Restauration, während Aubers Le maçon (1825) Handwerkerschicksale im exotischen Umfeld behandelt und unter dem deutschen Titel Maurer und Schlosser häufig gespielt wurde.

Im Jahr 1827/28, als der Melodram-Dichter und -Produzent René Charles Guilbert de Pixérécourt Direktor der Opéra-Comique war, waren sich die Varianten des Pariser Musiktheaters so nahe wie nie zuvor, und es spaltete sich die Grand opéra als Folgegattung für die altmodisch gewordene Tragédie lyrique ab. Die politische Bedeutung der Opéra comique kam nur noch gelegentlich zum Tragen und ging auf die Grand-opéra über wie in Aubers La muette de Portici (1828), deren Aufführung am 25. August 1830 in Brüssel die belgische Revolution auslöste. Obwohl dieses Stück heute aufgrund der fünf Akte und Rezitative zur Grand-opéra gerechnet wird, behielt es durch die integrierte pantomimische Rolle und die sozial niedrig stehenden Hauptfiguren Eigenschaften der Opéra comique bei.

In der Zeit des Vormärz waren die unterhaltsamen Stücke, die nirgends anecken konnten, modern. Sie entwickelten musikalische Stilmittel weiter, die Gioachino Rossini berühmt gemacht hatten (der in Paris lebte, aber nicht mehr komponierte). Aubers Fra Diavolo (1830) und Gaetano Donizettis La Fille du régiment (1840) gehören zu den erfolgreichsten Opern dieses Genres und blieben hundert Jahre lang im Repertoire.

Der Postillon von Lonjumeau (1836) von Adolphe Adam (1803–1856) wurde zu einer der auch im deutschen Sprachgebiet erfolgreichsten Opéras comiques. In ihr zeigt sich die Ideologie der älteren Opéra comique, in der das Komische zum Sentimentalen tendiert, wieder sehr deutlich. Die vorgebliche Bigamie der Hauptfigur stellt sich als Treue heraus, weil sich die zweite Ehefrau des zum Gesangsstar gewordenen Postillons als seine verlassene erste entpuppt: Er führt also kein Lotterleben, sondern ist im Grunde doch ein pflichtbewusster Bürger.

Zur repräsentativen großbürgerlichen Operngattung wurde im 19. Jahrhundert dann allerdings die Grand opéra (die ihrerseits an eine Pariser Institution, die „Opéra“, gebunden war) mit ihrem hauptsächlichen Vertreter Giacomo Meyerbeer. Die Opéra comique hatte zunehmend Mühe, sich zu profilieren, und eiferte ihr nach. Sie konnte sich nicht mehr als Gegengattung zur höfischen Oper ausgeben. Mit den modernen Vaudevilles der Boulevardtheater und später mit den Music Hall-Attraktionen entstand dagegen eine Art Musiktheater für Dienstboten und Arbeiter, sodass die Opéra comique ebenso wie die Grand Opéra das gehobene Bürgertum repräsentierte.

Dies bemängelte der Komponist Jacques Offenbach und erklärte in einer Abhandlung von 1856, dass er die Opéra comique als „einfache und wahre“ Oper (le genre primitif et vrai) des 18. Jahrhunderts wiederbeleben wolle, weil die im Haus der Opéra-Comique gespielten Stücke mittlerweile „kleine Grand Opéras“ geworden seien. Das Ergebnis war Offenbachs Pariser Operette im Théâtre des Bouffes-Parisiens. Offenbachs an der Opéra-Comique aufgeführtes Werk Barkouf (1860) mit einem Hund als Hauptfigur fiel durch. Die grotesk-komischen Stücke hatten an diesem Ort keine Zukunft.

Die größer dimensionierte Opéra comique konnte sich halten, weil die Grand opéra nach Meyerbeers Tod 1864 erschöpft schien. Mit Georges Bizets Carmen (1875) wurde sie wieder zur führenden französischen Oper. Die Tradition, dass die Opéra comique eine Operngattung der „einfachen Leute“ war und auch tragische Schicksale in diesem Milieu darstellen konnte, wurde mit Carmen aufgenommen und radikalisiert (denn die Hauptfigur schert sich dort nicht um bürgerliche Werte), was bei der Uraufführung zu einem Skandal führte, sich aber im Nachhinein durchsetzte.

Gegen die Tendenzen der Zeit waren jedoch die traditionell gesprochenen Dialoge der Opéra comique. Weil die Gesangspartien von Schauspielern nicht mehr zu bewältigen waren und Sänger Mühe mit den gesprochenen Dialogen hatten, gab es aufführungspraktische Schwierigkeiten. Außerdem empfand man oft die Stückelung der Musik als der Oper nicht mehr angemessen. Dies führte dazu, dass viele Opéras comiques nachträglich mit Rezitativen versehen oder große Ballette integriert wurden. Carmen teilt das Schicksal der nachkomponierten Rezitative mit Charles Gounods Faust (1859) und Jacques Offenbachs Les Contes d'Hoffmann (1881), die als letzte bedeutende Werke der Gattung gelten.

Zur Vermeidung des Begriffs Opéra comique wurde mehr und mehr auch die Gattungsbezeichnung Drame lyrique gebraucht. Mit dem Drang zur durchkomponierten Form verschwand die Opéra comique allmählich, etwa zur selben Zeit, da in Deutschland Singspiel beziehungsweise Spieloper dem Musikdrama als „hohes“ und der Wiener Operette als „niederes“ Genre wichen. – Tragédie lyrique wurde als Gattungsbegriff von Jules Massenet wieder verwendet, auch „Opéra lyrique“ taucht gelegentlich auf.

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Royal Opera House

Ansicht des Royal Opera House

The Royal Opera House in Covent Garden, London, ist das bedeutendste britische Opernhaus. Es ist die Heimat der Royal Opera und des Royal Ballet.

Das erste Theatergebäude an dieser Stelle, das damalige Theatre Royal (siehe Patent Theatre) wurde von Edward Shepherd entworfen. Es wurde am 7. Dezember 1732 mit einer Aufführung von William Congreves "The way of the world" eröffnet. Obwohl schon ab 1735 auch Opern, zum Beispiel von Händel, aufgeführt wurden, blieb das Haus doch hauptsächlich ein Schauspielhaus.

Nach der Zerstörung des Gebäudes 1808 begann man sofort mit dem Wiederaufbau. Ein Jahr später, am 18. September 1809 wurde es mit einer Aufführung von Macbeth wiedereröffnet. In der Folgezeit wurden neben Theaterstücken auch Oper und Ballett gezeigt.

1846 kam der Dirigent Michael Costa zum Theatre Royal und mit ihm fast seine ganze Opernkompanie. Der Innenraum des Theaters wurde, nach Entwürfen von Benedetto Albano völlig umgestaltet. Schließlich wurde das Haus als königliche Italienische Oper mit Gioacchino Rossinis "Semiramis" wiedereröffnet.

Am 5. März 1856 wurde das Gebäude erneut durch ein Feuer völlig zerstört. Der Wiederaufbau verzögerte sich durch Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Am 15. Mai 1858 fand die Wiedereröffnung statt.

1892 wurde das Haus offiziell zum Royal Opera House. Das Repertoire wurde ständig erweitert. Außerhalb der Spielzeit blieb das Haus geschlossen oder wurde für andere Zwecke wie Filmvorführungen oder Cabaret verwendet. Während des ersten Weltkriegs wurde das Gebäude als Lagerraum genutzt. Während des zweiten Weltkriegs wurden dort Tanztees veranstaltet.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurde David Webster zum Generaldirektor des Hauses ernannt und man bot dem Sadler's Wells Ballet unter der Leitung von Ninette de Valois das Haus als permanente Heimat an. Die Wiedereröffnung fand am 20. Februar 1946 mit einer Aufführung von Dornröschen statt.

Von 1996 bis 2000 wurde das Gebäude saniert und erweitert. In dieser Zeit blieb das Haus geschlossen.

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Opera seria

Als Opera seria (ital.: Dramma per musica; deutsch: „ernste Oper“; auch große oder ernsthafte Oper) wird, im Gegensatz zur Opera buffa, eine Form der Oper bezeichnet, die in Neapel entstand und bevorzugt mythologische und heroische Stoffe verarbeitet. Damit wurde die Herrschaft der Regierenden (Adelige bzw. Fürst, (Erz)-Bischöfe) legitimiert und überhöht. Prägenden Einfluss auf ihre textliche Grundlage nahmen die Librettisten Apostolo Zeno und vor allem Pietro Metastasio. Letzterer in einem Maße, dass man für das 18. Jahrhundert auch von der „metastasianischen Opera seria“ spricht.

Dieser Typus der „Opera seria“ besteht meist aus 3 Akten. Jeder dieser Akte setzt sich wiederum aus einer Reihe von Szenen zusammen, die ihrerseits aus einem Rezitativ und einer die Szene abschließenden Arie bestehen. Eine solche Arie nennt man Abgangsarie, weil es sich um einen Sologesang handelt, den eine der Personen auf der Bühne singt bevor sie abgeht. Ein entscheidendes Element der Opera seria ist die Affektenlehre. Die Stars der Opernbühne waren die Kastraten.

Die Akteure der Opera seria waren Adelige und Könige (z. B. Händel: Flavio) bzw. meistens Helden der antiken Mythologie Händel: Deidamia, Hasse Didone abbandonata, es galten die Regeln des strengen, geschlossenen Dramas. Auch die Personenkonstellation war festgelegt: Prima und Seconda Donna (meist Sopran/Mezzosopran/Alt, meistens von Frauen gesungen), Primo und Secondo Uomo (meist Sopran, von Kastraten gesungen), ein Mezzo carattere (meist ein Bariton, Tenor, …) und eine oder mehrere Buffo-Rollen (Bass, Sopran, …). Charakterlich sind die Figuren keine psychologisch vielschichtigen, fühlenden Subjekte sondern Darstellungen eines Personentypus': sie repräsentieren entweder die Tugend, die Niedertracht oder schwanken zwischen beiden Polen und entscheiden sich letzten Endes für die Tugend. Sie sind keine (im Sinne der Aufklärung) frei handelnden Personen, sondern stets dem Willen der Götter oder dem Schicksal unterworfen. Die Chöre sind Chöre im Sinne des antiken Dramas, sie repräsentieren quasi ein vervielfachtes Einzelwesen, keine Masse von fühlenden Individuen.

Formal betrachtet besteht die Opera seria hauptsächlich aus dem Satzpaar Rezitativ-Da-capo-Arie, wobei die Handlung nur in den Rezitativen vorangetrieben wird. Die Arien kommentieren lediglich das Geschehen. Der Text einer solchen Arie besteht üblicherweise aus zwei oder drei Sätzen, die in höchst virtuosen Koloraturen auf mehrere Minuten ausgedehnt werden. Die Oper beginnt mit einer Ouvertüre, die jedoch keinen Bezug zur Handlung hat, es war durchaus üblich den Opern Ouvertüren voranzustellen, die ursprünglich für ein anderes Stück geschrieben wurden. Ebenso verbreitet war es bei Gastspielen international berühmter Gesangsvirtuosen deren mitgebrachte Bravour-Arien in die Stücke einzufügen.

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Source : Wikipedia