Open Source

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Geschrieben von daneel 13/03/2009 @ 05:13

Tags : open source, software, high-tech

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Open Source

Open Source (engl.) bzw. quelloffen ist eine Palette von Lizenzen für Software, deren Quelltext öffentlich zugänglich ist und durch die Lizenz Weiterentwicklungen fördert.

Open-Source-Software steht unter einer von der Open Source Initiative (OSI) anerkannten Lizenz. Diese Organisation stützt sich bei ihrer Bewertung auf die Kriterien der Open Source Definition, die weit über die Verfügbarkeit des Quelltexts hinausgeht. Sie ist fast deckungsgleich mit der Definition Freier Software, fügt jedoch die Forderung hinzu, dass der Quelltext auch zur Bearbeitung und Weiterverbreitung freigegeben sein muss. Dies erwies sich als Vorteil, der auch etwa gegenüber Kapitalgebern wirksam kommunizierbar ist.

Beeinflusst durch das 1997 publizierte Essay Die Kathedrale und der Basar von Eric Steven Raymond, entschied Netscape im Jahre 1998 angesichts der wachsenden Dominanz von Microsoft am Browser-Markt, den Quelltext des wirtschaftlich nicht mehr verwertbaren Netscape Navigators freizugeben (aus dieser Freigabe entstand später das Mozilla-Projekt).

Kurz darauf befanden Raymond, Bruce Perens, ein Informatiker, und Tim O’Reilly, Gründer und Vorstand des O’Reilly-Verlags, dass die Freie-Software-Gemeinde ein besseres Marketing benötige. Um die Freie Software als geschäftsfreundlich und weniger ideologisch belastet darstellen zu können, wurde dabei beschlossen, einen neuen Marketing-Begriff für Freie Software einzuführen – der Begriff Open Source wurde von da an flächendeckend im Marketing genutzt und war auch der Namensgeber für die von Raymond, Perens und Reilly gegründete Open Source Initiative (OSI). Es wurden für die Wirtschaft angepasste Open-Source-Lizenzen geschaffen, welche weiterhin den Bedürfnissen des Open-Source-Umfelds genügten, aber auch für die Wirtschaft interessant sein sollten. Eine der bekanntesten Lizenzen, die aus diesen Bestrebungen hervorging, ist die Mozilla Public License.

Diese Charakteristika werden detaillierter in der Open Source Definition (OSD) der Open Source Initiative festgelegt.

In der eigentlichen Bedeutung unterscheidet sich die Open-Source-Definition nicht von freier Software. Der Begriff Open-Source-Software scheint aber mit der Betonung der Überlegenheit des Entwicklungsprozesses (siehe The Cathedral and the Bazaar von Eric Steven Raymond) eher die Entwicklersicht wiederzugeben, während der Begriff Freie Software den Nutzen für den Anwender und die Gesellschaft heraushebt. Beide Begriffe können unterschiedliche Assoziationen auslösen, die ursprünglich nicht geplant waren.

Die Entscheidung, den Terminus Open Source zu etablieren, vorgeschlagen von Christine Peterson vom Foresight Institute, begründete sich zum Teil auf der möglichen Missinterpretation des Wortes frei. Die Free Software Foundation (FSF) verstand das Wort im Sinne von Freiheit (“free speech, not free beer” – „freie Meinungsäußerung, nicht Freibier“), jedoch wurde es oft fälschlicherweise mit kostenlos assoziiert, da der englische Begriff free beide Bedeutungen haben kann. Tatsächlich ist freie Software in den meisten Fällen wirklich auch kostenlos erhältlich. Man hoffte, dass die Verwendung der Bezeichnung Open Source diese Mehrdeutigkeit beseitigt und auch eine einfachere Vermarktung von Open Source vor Vertretern der Wirtschaft ermöglicht. Außerdem weckt der Begriff Open Source nicht zwangsläufig eine Assoziation mit der GNU-GPL, die aus wirtschaftlicher Sicht problematisch sein kann.

Seit der Einführung der neuen Bezeichnung wurde jedoch oft kritisiert, dass diese ebenfalls Verwirrung stiftet: Sie assoziiert die Verfügbarkeit des Quelltextes, sagt aber nichts über die Freiheit, ihn zu verwenden, zu verändern und weiterzugeben, aus. Kritisiert wird daher von der FSF vor allem die Tatsache, dass der Begriff Open Source die Einsicht in den Quellcode einer Software hervorhebt, nicht aber die Freiheit, diesen Quellcode auch beliebig weiterzugeben oder zu verändern. So nennt die PGP Corporation die aktuelle Version ihres Kryptographieprogramms PGP z. B. Open Source, da der Quellcode betrachtet werden kann. Weitergabe und Veränderung dieses Quellcodes sind aber verboten, so dass das Programm nicht unter die Open-Source-Definition fällt. Aus diesem Grund ist die freie Implementierung GNU Privacy Guard entstanden, die mit der GPL den Open-Source-Anforderungen gerecht wird.

Die Free Software Foundation, insbesondere Richard Stallman, kritisiert an der Open-Source-Bewegung, dass sie sozialethische Aspekte außen vor lässt und sich lediglich auf technische und wirtschaftliche Fragenstellungen konzentriert. So werde die Grundidee von Freier Software nach Stallmans Meinung vernachlässigt.

Der Begriff Freie Software ist allerdings ebenfalls problematisch, da er häufig ausschließlich in Verbindung mit den Lizenzen der FSF (GNU-GPL, GNU LGPL und GNU FDL) gebracht wird. Diese Lizenzen sind zwar auch nach Auffassung der OSI frei, sie fordern allerdings, dass abgeleitete Werke die gleichen Freiheiten gewähren. Die GNU-Lizenz für freie Dokumentation ist hierbei besonders problematisch, unter anderem deswegen, weil sie die Möglichkeit bietet, die Modifikation ganz bestimmter Abschnitte zu verbieten. Die GNU-FDL erfüllt somit eine grundlegende Anforderung der Open-Source-Definition und der Definition freier Software sowie der Debian Free Software Guidelines nicht.

Die Begriffe Freie Software und Open-Source-Software werden zwar synonym verwendet, allerdings bestehen Unterschiede in der Interpretation. Die meisten Menschen und Organisationen, die von freier Software sprechen, sehen Lizenzen als unfrei an, wenn sie Einschränkungen enthalten wie eine Begrenzung des Verkaufspreises, die Pflicht zur Veröffentlichung eigener Modifikationen oder die Bestimmung, dass jede Modifikation der Software an den ursprünglichen Autor gesandt werden muss. Die Open-Source-Initiative dagegen akzeptiert solche Lizenzen als Open Source. Dies ist unter anderem deshalb problematisch, weil Software unter diesen Lizenzen nicht oder nur unter starken Einschränkungen in andere freie Software-Projekte integriert werden kann, was dem Autor bei der Auswahl der Lizenz womöglich gar nicht bewusst war. Oft wird deshalb auch dazu geraten, keine eigene Lizenz zu verwenden, deren rechtliche und praktische Probleme man unter Umständen nicht überschaut, sondern auf eine erprobte und anerkannte freie Lizenz wie die GPL, die LGPL oder die BSD-Lizenz zurückzugreifen.

Um den Namenskonflikt zwischen Freie Software und Open-Source-Software zu umgehen, werden in jüngerer Zeit auch häufig die Begriffe FOSS und FLOSS (Free(/Libre) and Open Source Software) verwendet.

Der Begriff Open Source beschränkt sich nicht ausschließlich auf Software, sondern wird auch auf Wissen und Information allgemein ausgedehnt. Beispiele dafür sind OpenCola und Wikipedia. In diesem Zusammenhang wird von Open Content oder freien Inhalten gesprochen.

Übertragen wurde die Idee des öffentlichen und freien Zugangs zu Information auch auf Entwicklungsprojekte. In diesem Zusammenhang wird oft von Open Hardware oder freier Hardware gesprochen, wobei es sich nicht um freien Zugang zur Hardware handelt, sondern um freien Zugang zu allen Informationen, eine entsprechende Hardware herzustellen.

Eine Studie im Auftrag der Europäischen Kommission hat im Jahr 2006 die wirtschaftliche Bedeutung von Open Source für Europa untersucht. Demnach ist der Marktanteil in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Den Gesamtwert beziffert die Untersuchung auf rund zwölf Milliarden Euro. Die Wertschöpfung wird in den Wirtschaftsstatistiken der EU-Staaten allerdings nur unzureichend erfasst, da die Software-Entwicklung nicht proprietär ist. Auf Unternehmensseite sind Sun, IBM und RedHat die größten Programmlieferanten.

Für das Jahr 2010 prognostiziert die Studie bei den IT-Dienstleistungen einen Open-Source-Anteil von 32 Prozent und befürwortet eine stärkere Förderung von freier Software, damit Europa das wirtschaftliche Potenzial von Open Source besser nutzen kann. So findet das Thema zunehmend in der Wirtschaftsförderung Beachtung. Ein Beispiel ist die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, die eine Initiative für einen Open-Source-Cluster gestartet hat.

Seit einigen Jahren hat sich in den Wirtschaftswissenschaften eine lebhafte Debatte um Open-Source-Software entwickelt. Siehe dazu die Abschnitte „Volkswirtschaftliche Aspekte“ und „Betriebswirtschaftliche Aspekte“ in der Literatur über Freie und Open-Source-Software.

Open-Source-Softwareprojekte werden in der Regel von einer zentralen Instanz verwaltet und koordiniert (meist durch den Projektgründer). Die Entwickler selbst können nur begrenzt mitbestimmen welche Ziele angestrebt werden sollen, welche Funktionen implementiert werden dürfen oder welche Philosophie verfolgt werden soll. Dies führt oft zu Abspaltungen vom Grundprojekt und zu vielen zumeist recht ähnlichen Programmen, was die Auswahl für den Anwender schwer macht. Ein Beispiel dafür sind die verschiedenen Linux-Distributionen. Andere sehen aber gerade darin die Vorteile von Open-Source-Software, da durch immer neue Abspaltungen ein reger Wettbewerb entsteht.

Eric Raymond beschreibt in seinem Buch Die Kathedrale und der Basar eine Entwicklungsmethode (den Basar) durch die Open-Source-Projekte selbstständig von der Gemeinschaft verwaltet werden können. Ob diese Entwicklungsmethode tatsächlich Anwendung findet oder überhaupt praktisch umgesetzt werden kann ist aber umstritten.

Es werden vereinzelt Firmen kritisiert, die Weiterentwicklungen von bestehender Open-Source-Software so weit an eigene Systeme anpassen, dass sie praktisch nicht mehr anders verwendet werden können. Die Weiterentwicklung steht dann zwar immer noch unter einer Open-Source-Lizenz, kann von der Gemeinschaft aber nicht mehr genutzt werden.

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Free/Libre Open Source Software

Die Begriffe Free/Libre Open Source Software bzw. Free and Open Source Software und ihre Akronyme FLOSS bzw. FOSS sind hybride Begriffe für Freie Software und Open-Source-Software. Die Begriffe werden häufig genutzt, um den nicht gelösten Namensstreit zwischen den beiden Bewegungen zu umgehen.

Hintergrund ist dabei, dass der historisch ältere Begriff „Freie Software“ aus der Sicht einiger Fürsprecher freier Software als ungeeignet erachtet wurde, um damit das Marketing für Freie Software bei Firmen voranzutreiben. Aus diesem Grund wurde 1998 der neutrale Begriff Open Source gewählt, der seitdem von vielen Entwicklern, Nutzern und großen Teilen der Presse übernommen wurde. Auf der anderen Seite lehnte der Begründer der Freien-Software-Bewegung, Richard Stallman, die Formulierung jedoch strikt ab (Siehe Open Source und Freie Software).

Um nun beiden Parteien bei der Benennung dieses Softwarebereichs Rechnung zu tragen, spricht man oft von FOSS bzw. FLOSS.

Da das Akronym FOSS nur dem englischen Titel, eventuell auch noch dem deutschen („F“ für frei) entspricht, wurde mit der Zeit der Begriff FLOSS eingeführt, der den meisten weiter verbreiteten Sprachen gerecht wird. Ebenso versucht man so, dem Begriff eine Gratismentalität zu nehmen, da das L wie bei libre (franz. und span.), livre (portugiesisch) oder libero (italienisch) unmissverständlich für Freiheit steht.

Die Schöpfer der Begriffe beabsichtigten, mit ihrem Akronym weder die Anhänger der Freien-Software-Philosophie noch die der Open-Source-Philosophie zu verprellen. Man hoffte, die Reibungen zwischen den beiden Bewegungen entspannen zu können und so deren Zusammenarbeit zu verbessern. In der Tat empfahl Richard Stallman, der Begründer des Begriffes der Freien Software, öffentlich, den Begriff zu verwenden, vor allem für Forschungsprojekte, die in dieser Sache neutral erscheinen wollen .

Ende 2004 hat sich FLOSS in der englischen Variante bei einer Reihe von offiziellen Dokumenten in einigen Ländern durchgesetzt, darunter Süd-Afrika , Spanien und Brasilien . In offiziellen spanisch- und portugiesisch-sprachigen Dokumenten hat sich das Acronym FLOSS jedoch nicht durchgesetzt, da die hier gebräuchlichen Begriffe libre bzw. livre unmissverständlich und ausreichend sind.

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Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software

Das Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software, kurz ifrOSS, wurde von den Juristen Till Jaeger und Axel Metzger Anfang 2000 in München gegründet. Es beschäftigt sich insbesondere mit Rechtsfragen von Open Source und Open Content. Das Institut hat unter anderem die UVM-Lizenz für freie Inhalte erstellt. Das ifrOSS ermöglichte im Jahr 2002 durch eine Stellungnahme zum Urheberrecht-Gesetzesentwurf die Aufnahme der sogenannte Linux-Klausel im Gesetz, welche für Lizenzen wie GNU-FDL und ähnliche in Deutschland Rechtssicherheit ermöglichen.

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Source : Wikipedia