Oleg Deripaska

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Geschrieben von bishop 11/03/2009 @ 21:09

Tags : oleg deripaska, russland, europa, ausland

Neueste Nachrichten
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Oleg Wladimirowitsch Deripaska

Oleg Wladimirowitsch Deripaska (Januar 2008)

Oleg Wladimirowitsch Deripaska (russisch Оле́г Влади́мирович Дерипа́ска; * 2. Januar 1968 in Dserschinsk, Oblast Nischni Nowgorod) ist einer der jüngsten russischen Oligarchen und mit einem geschätzten Vermögen von 4,9 Milliarden US-$ der acht-reichste Mann Russlands.

Oleg Deripaska studierte Betriebswirtschaft an der Staatlichen Plechanow-Hochschule Moskau und Physik an der Lomonossow-Universität.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann seine Karriere an der Rohstoffbörse in Moskau. Er spezialisierte sich auf den Handel mit Aluminium und auf Aluminiumaktien. Damit legte er den Grundstock seines Vermögens. Mit dem damit verdienten Geld kaufte er Arbeitern in ganz Russland Werkanteile ab, so z. B. bei der Firma Sajansk Aluminium. Im Alter von 26 Jahren war er damit bereits in den Aufsichtsrat dieses Aluminiumunternehmens aufgestiegen. Oleg Deripaskas Investitionen im sehr profitablen russischen Metallhandel führten dazu, dass aus Sajansk Aluminium der Siberian Aluminium Konzern (SIBAL) hervorging. Im Jahr 2000 fusionierten SIBAL und die Aluminiumbeteiligungen des Sibneft-Konzerns, dessen Besitzer Roman Abramowitsch ein guter Freund Deripaskas ist, zu RUSAL dem heute weltweit größten Aluminiumkonzern (nach der Fusion von RUSAL und SUAL im Mai 2007). Deripaska schaffte es innerhalb von nur 6 Jahren den größten russischen Automobilhersteller GAS aus den roten Zahlen zu bringen.

Deripaska unterhält beste Kontakte zur russischen Regierung. Er ist verheiratet mit Paulina Jumaschewa, deren Vater in zweiter Ehe mit Tatjana Djatschenko, einer Tochter Boris Jelzins verheiratet ist. Ihm werden weiterhin sehr gute Beziehungen zu Russlands früherem Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt.

Im September 2006 erregte Deripaska Aufmerksamkeit, als er bekannt gab, für 350 Millionen US-$ den englischen Premier-League-Verein FC Arsenal übernehmen zu wollen. Das Angebot wurde jedoch von Arsenal zurückgewiesen.

Da Deripaska den Aufbau seines Wirtschaftsimperiums zu großen Teilen aus Krediten finanziert hatte, erlitt er, wie die Mehrzahl der russischen Magnaten, infolge der Finanzkrise ab September 2008 riesige Verluste. Deripaska musste in diesem Zusammenhang aus mehreren Beteiligungen an internationalen Firmengruppen aussteigen.

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Wiktor Felixowitsch Wekselberg

Wiktor Wekselberg

Wiktor Felixowitsch Wekselberg (auch Victor Feliksovich Vekselberg, z. B. im Schweizerischen HR, russisch Виктор Феликсович Вексельберг, wiss. Transliteration Viktor Feliksovič Veksel'berg; * 14. April 1957 in Drohobytsch) gehört als russischer Oligarch mit einem Vermögen von gut über 10 Milliarden Dollar gemäß Forbes Magazine zu den 100 reichsten Menschen der Welt. Er ist Gründer und Besitzer der Renova Holding, die neben dem Ölkonzern TNK-BP und der ehemaligen Siberian-Urals Aluminium Company (SUAL, heute RUSAL), namhafte Beteiligungen unter anderem am Technologiekonzern OC Oerlikon besitzt.

Wekselberg wurde im westukrainischen Drohobytsch südlich von Lemberg geboren. Sein Vater war Jude, seine Mutter Ukrainerin. Sie war Mitglied der Kommunistischen Partei (KPdSU) und ist gemäß Wiktor Wekselberg „bis heute von dieser Ideologie überzeugt“.

Durch sein Mathematik-Studium in Moskau kam Wekselberg 1971 erstmals aus Drohobytsch heraus. 1979 schloss er sein Studium an der Moskauer Technischen Hochschule Московский государственный университет путей сообщения (MIIT) ab. Er begann eine Karriere als Wissenschaftler und Forschungsdirektor am „Institute of Advanced Pneumatics“ in Moskau (u.a. Software für staatliche Energiekonzerne). Er begann seine Geschäftskarriere noch bevor die Sowjetunion 1991 zerbrach.

Noch als Wissenschaftler hatte Wiktor Wekselberg seine erste Firma gegründet, die Forschungs- und spätere Handelsfirma (zuerst die erlaubten Bartergeschäfte) NPO KomVek (Kompanie Wekselberg), die eng mit dem Irkutsk Aluminium Konzern zusammenarbeitete. Er verdiente seine erste Million mit dem Import von sehr begehrten westlichen Computern, ausgerüstet mit eigener Software, die er und seine Partner mit dem Sammeln und Verkauf von liegengelassenem Kupfer der staatlichen Energiekonzerne finanzierten.

1991 gründete er mit dem Exilrussen Leonard Blavatnik die Renova Holding (auch Access-Renova). Zwei Drittel der Anteile gehören zu Wekselbergs KomWek und ein Drittel zu Access Industries. Blavatnik lebte in den USA und brachte über sein Investmentunternehmen Access Industries westliches Kapital in die gemeinsame Firma ein. Renova erwarb sich schnell den Ruf, eine der fortschrittlichsten Investment- und Geschäftsfirmen in Russland zu sein, und investierte in zahlreichen Branchen. 1994 führte Renova in Russland die erste feindliche Übernahme einer Firma nach westlichem Muster durch und nutzte konsequent die Möglichkeiten der Privatisierung staatlicher Betriebe.

Nach Jelzins Wiederwahl 1996 beteiligte sich Wekselberg an den Versteigerungen von Staatsbetrieben. Im Juli 1997 konnte er zusammen mit der Alpha-Gruppe 44 Prozent der Tyumen Oil (TNK) übernehmen. Dafür sollten 810 Millionen US-Dollar in die Tyumen Oil (TNK), einer der größten russischen Öl- und Gasfirmen, investiert werden. 1997 übernahm er die Kontrolle und führte TNK zum Joint Venture mit British Petroleum (BP).

Die TNK-BP wurde 2003 gegründet – sie gehört zu 50 % BP, zu 37,5 % der Alfa-Gruppe des Oligarchen Michail Fridman und zu 12,5 % der Access-Renova-Gruppe von Wiktor Wekselberg.

Auf Druck des Kremls unter Wladimir Putin musste sie im Juni 2007 ihren Anteil am ostsibirischen Gasfeld Kowytka deutlich unter Wert an Gazprom verkaufen. Wekselberg leitete ihre Erdgassparte und versucht, die Anteile zurückzukaufen, allerdings zu weitaus höherem Preis.

Wekselberg beteiligte sich in den 1990er Jahren auch an den harten Kämpfen um die Kontrolle der russischen Aluminiumindustrie. Er kaufte Raffinerien im Ural und in Ostsibirien auf, um sie 1996 zur Siberian-Urals Aluminium Company (SUAL) zu vereinigen, die rund 20 Prozent des russischen Aluminiums produziert. Besonders wertvoll sind die europaweit größten Bauxitvorkommen des Konzerns und die Kontrolle über den zweitgrößten russischen Energieproduzenten Irkutskenergo, der die billige Energie für die Aluminiumproduktion liefert.

2003 beteiligte Wekselberg dann eine Investmentfirma der britischen Bankdynastie Fleming mit 23 Prozent am umstrukturierten SUAL-Konzern.

Im August 2006 leiteten die russischen Aluminiumriesen RUSAL (Besitzer die Magnaten/Oligarchen Oleg Deripaska und Roman Abramowitsch, gegründet 2000) und Sual (Besitzer Wiktor Wekselberg) mit dem Schweizer Rohstoffhändler Glencore (von Marc Rich gegründet, mit Sitz in Baar) eine Dreierfusion ein.

Am 14. Februar 2007 erfolgte der Zusammenschluss zum, gemessen an der Produktionsmenge, weltgrößten Aluminiumkonzern mit Anteilen von Rusal 64,5 %, Sual 21,5 % und Glencore 14 %.

Der damals weltweit größte Produzent von Rohaluminium hat einen globalen Marktanteil von beinahe einem Fünftel, sein Wert wird auf um die 25 Mrd. $ geschätzt, und unterhält Produktionsstandorte vor allem in Russland, aber auch in den USA, Skandinavien, China und Afrika sowie Bauxit- und Tonerderaffinerien in Russland, der Ukraine, Afrika, Australien und Südamerika.

Rusals Aufsichtsratschef ist Wiktor Wekselberg, die Geschäfte werden von Oleg Deripaska als CEO geführt, der auch im Aufsichtsrat sitzt. Neuer Generaldirektor wurde Aleksandr Bulygin.

2004 richtete Wekselberg in Zürich vorerst seinen Zweitwohnsitz ein, wo ihm damals sein Rechtsanwalt Carl Stadelhofer Thomas Borer vorstellte, der dann auch in Wekselbergs Dienste trat, und gründete dort die Renova Group Equity Holdings AG und Renova Management AG – abgekürzt „Renova Holding“ oder „Renova Gruppe“. In der Schweiz kaufte er sich einerseits in die Züblin Immobilien Holding ein, andererseits forciert Wekselberg von hier seine internationalen Beteiligungen. In Südafrika will er Mangan und in der Ukraine Titan fördern.

Die Renova-Gruppe, mit diversen Sitzen und Ablegern weltweit, umfasst Erdöl-, Erdgas-, Maschinenbau-, Chemie-, Telekom-, Immobilien- sowie Versorgungsfirmen, Gold- und Platinminen sowie einen Private Equity Fund. Die Holding hat Aktiven in Höhe von 9 Mrd. $ und beschäftigt indirekt 100 000 Leute.

Im Dezember 2006 gründete die Renova Holding die Firma Avelar Energy Ltd. und Avelar Management Ltd., welche schon im Februar 2007 den italienischen Konzern Energetic Source SPA schluckte, der wiederum ein Drittel der Anteile am größten italienischen Windenergieerzeuger Vento Energia kontrolliert. Gleichzeitig begann Avelar Energy Ltd. mit dem schweizerischen High-Tech-Konzern OC Oerlikon, an welchem die Renova mit knapp 14 Prozent beteiligt ist, die Entwicklung und Produktion von eigenen Solarzellen.

Am 7. März 2007 gab die Avelar Energy Ltd. bekannt, dass sie in Italien, der Schweiz und Deutschland innerhalb von fünf Jahren 1 Milliarde Dollar in erneuerbare Energien investieren werde. Mit Wind-, Sonnen- und Bioenergie sollen 1.000 Megawatt produziert werden.

Im Mai 2007 wurde bekannt (Artikel in der österreichischen Tageszeitung Kurier), dass Wekselberg "die teuerste Immobilie Kroatiens" - eine gründerzeitliche Prachtvilla im Zentrum von Dubrovnik - erworben habe und zu renovieren beabsichtige. Für "Bevorzugungen" beim Erwerb habe Wekselberg der Stadt Dubrovnik eine Konzerthalle versprochen.

Wiktor Wekselberg gehörte im Jahre 2006 mit einem Vermögen von 11,2 Milliarden Dollar gemäß Forbes Magazine zu den 44 reichsten Menschen der Welt. In der Liste der 61 russischen Dollar-Milliardäre vom Februar 2007 steht er damit gemäß dem Moskauer Wirtschaftsmagazin „Finans“ auf Rang 10.

Wiktor Wekselberg ist verheiratet mit Marina und hat zwei Kinder, Irina (geb. 1980) und Alexander (geb. 1988). Irina absolvierte die Business School in Yale und arbeitet für die Renova Group in Manhattan.

Wiktor Wekselberg gründete 2000 die kulturhistorische Stiftung The Link of Times Cultural and Historical Foundation, welche außer Landes gebrachte historische und kulturelle Schätze suchen und nach Russland zurückholen soll.

Weksleberg kaufte im Februar 2004 von der Familie Forbes in New York City für rund 100 Millionen Dollar ihre berühmte Fabergé-Collection mit 190 Kunststücken, darunter auch neun kaiserlichen Fabergé-Eiern , die er im Kreml und weiteren Ausstellungen, wie auch in Zürich oder Berlin ausstellte.

Eines der größeren Projekte sind auch die Glocken des Danilow-Klosters, welche 1930 vom amerikanischen Diplomaten und Industriellen Charles Crane vor dem Einschmelzen durch die Bolschewiken gerettet und auf verschlungenen Wegen nach Harvard gebracht worden waren. Dort wurde für sie eigens ein Turm im Lowell House der Harvard-Universität errichtet. Im September 2006 schenkte Wekselberg 1 Mil. $, um ihre Rückführung in das Danilow-Kloster in Russland im Sommer 2007 zu finanzieren und Ersatzglocken zu giessen.

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Magna International

Magna International Inc. ist ein kanadisches Unternehmen aus Aurora, Ontario. Das Unternehmen ist im S&P/TSX 60 an der Toronto Stock Exchange gelistet. Magna International ist Kanadas größter Hersteller von Automobilteilen und eines der größten Unternehmen des Landes. Weltweit hat der Konzern in 23 Ländern ca. 84.000 Beschäftigte in 241 Produktionsbetrieben und 62 Entwicklungszentren (2007).

Das Unternehmen wurde 1957 vom Austro-Kanadier Frank Stronach unter dem Namen Multimatic gegründet. Nach einer Fusion mit Magna Electronics im Jahre 1969 wurde 1973 der Name in Magna International geändert. Magna International ist großteils im südlichen Ontario angesiedelt und produziert hauptsächlich für die großen Automobilfirmen in Kanada und den USA. Die Europazentrale (Magna Holding AG) ist in Oberwaltersdorf in Österreich angesiedelt.

In den Konzern wurden seit den 1990er Jahren zahlreiche Unternehmen eingegliedert, wie beispielsweise 1998 die damalige Steyr-Daimler-Puch in Österreich, heute Magna Steyr, die Fahrzeugspiegelhersteller Donnelly Hohe und Zipperle aus Deutschland. 2005 wurde der Verdeck- und Dachmodulhersteller Car Top Systems von Porsche gekauft.

Viele Werke wurden in der Umgebung von Frank Stronachs Geburtsort Weiz gebaut, so beispielsweise in Weiz, Krottendorf, Gleisdorf, Sinabelkirchen, Ilz und Lannach. Weiterhin ist Magna International mit Zulieferbetrieben in direkter Nähe deutscher Produktionsstandorte der Automobilindustrie wie Ingolstadt vertreten.

Magna International ist nicht nur Automobilzulieferer und -Entwickler, sondern baut auch fertige Fahrzeuge, aber nicht unter einer eigenen Marke, sondern für andere Hersteller wie Mercedes-Benz, Chrysler, Saab, BMW und ab 2009 auch für Aston Martin. Für BMW wurde beispielsweise das SUV BMW X3 in Graz mitentwickelt und gebaut.

In Österreich ist das Unternehmen auch durch die Sponsorauftritte im österreichischen Fußballgeschäft, allen voran als Hauptsponsor von FK Austria Wien, bekannt.

Im Mai 2007 gab Magna bekannt, dass sich der russische Milliardär Oleg Deripaska mit seinem Industrie-Konglomerat Basic Element an Magna mit 1,14 Milliarden Euro beteiligen wird. Über die genaue prozentuelle Höhe der Beteiligung wurde noch nicht informiert. Von Experten wird eine Beteiligung von etwa 20 % angenommen. Anfang Oktober 2008 hat eine russische Bank die 17-Prozent-Beteiligung von Oleg Deripaska als Sicherheit eingezogen. Frank Stronach erwartet sich von der neuen Partnerschaft eine große Wachstumschance in Russland und den umliegenden Ländern für Magna.

Magna wurde als möglicher Käufer der Chrysler-Sparte von DaimlerChrysler genannt, was jedoch nicht gelang: Chrysler wurde mehrheitlich von der Cerberus-Gruppe übernommen.

Das Unternehmen ist bekannt für seine guten Kontakte mit der Politik, beispielsweise beschäftigt es in Kanada und Österreich mehrere ehemals hochrangige Politiker verschiedenster politischer Ausrichtung. So war der ehemalige österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ) von 1998 bis 1999 in Stronachs Konzern beschäftigt. Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Franz Vranitzky sitzt seit 1997 im Aufsichtsrat. Der ehemalige SPÖ-Geschäftsführer Andreas Rudas wurde 2000 Pressesprecher bei Magna. 2003 wechselte der frühere Infrastrukturminister Mathias Reichhold als Berater für Verkehrsinfo-Systeme, Telematik und Weltraumtechnologie in den Magna-Konzern.

Frank Stronach kandidierte 1988 für die Liberale Partei Kanadas. Magna International hat auch gute Verbindungen zur Progressive Conservative Party of Ontario und der Ontario Liberal Party.

2004 kandidierte die ehemalige Vorsitzende des Unternehmens, Stronachs Tochter Belinda Stronach, für die Führung der Konservativen Partei Kanadas. Im Mai 2005 wechselte sie zur Liberalen Partei und war bis zu den Wahlen 2006 die kanadische Ministerin für Entwicklung und Ressourcen.

Am 18. März 2005 wurde der frühere US-Botschafter in Kanada, Paul Cellucci, zum Vizepräsidenten von Magna Entertainment Corp. berufen.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, verfolgt Magna die Strategie "A better product for a better price". Um dieses Ziel zu erreichen, wird vom Jahresbudget ein fixer Prozentsatz in die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten investiert. Diese Maßnahme ist in der Magna Unternehmensverfassung geregelt.

Magna ist auch eines der ersten globalen Unternehmen, das eine verbindliche Mitarbeiter-Charta eingeführt hat. Durch die aktive Einbindung der Mitarbeiter in Unternehmensentscheidungen soll ein besseres Arbeitsklima und damit erhöhte Produktivität erreicht werden.

Da Magna keine Fertigprodukte unter eigener Marke vertreibt, sondern auf Großkunden angewiesen ist, ist die Qualität der Produkte und Forschungsprozesse eine Grundlage der langfristigen Verkaufsstrategie. Aus diesem Grund ist das Unternehmen ständig bemüht, seine Qualitätskontrollen und -prozesse zu verbessern. So wurde unter anderen im Powertrain-Werk Ilz EFQM Qualitätsmanagement eingeführt und im Juli 2008 der Preis "Recognized for Excellence" gewonnen.

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Basic Element

Konzernzentrale Basic Element in Moskau

Die Basic Element Company (oft verkürzt Basel genannt; russisch Ба́зовый элеме́нт) ist ein weltweit tätiger russischer Mischkonzern. Er ist zu 100 % im Besitz des russischen Oligarchen Oleg Deripaska und ist dessen Investmentgesellschaft und Vermögensholding seiner Unternehmensbeteiligungen. Sitz des Unternehmens ist Moskau. Basic Element wurde 1997 gegründet.

Die Unternehmen, die zu Basic Elements gehören, sind in sechs Hauptgeschäftsfeldern tätig: Energie, Produktion, Rohstoffe, Finanzdienstleistungen, Bau und Luftfahrt. Darunter befinden sich neben russischen Unternehmen auch viele in anderen Ländern.

Der konsolidierte Umsatz der Beteiligungen belief sich 2006 auf zusammen rund 18 Milliarden US-Dollar. In diesen Unternehmen waren zusammen rund 600.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Energiesektor ist in der En+ Group zusammen gefasst. Er mufasst Produktion und Verkauf von Aluminium, Bauxit, Erdöl und Elektrische Energieerzeugung. Die bedeutendste Beteiligung sind die UC RUSAL Aluminiumwerke.

Die UC RUSAL ist der weltgrößte Hersteller von Aluminium (4,2 Mio. Tonnen in 2007). Es werden über hunderttausend Menschen beschäftigt. Basic Element hält einen Anteil von 56,76 Prozent an UC RUSAL.

Die CEAC betreibt die Aluminiumhütte Kombinat Aluminium Podgorica bei Podgorica in Montenegro und die Bauxit-Mine Bauxit-Mine Niksic bei Nikšić in Montenegro. Beide Gesellschaften erwirtschaften ca. 15 Prozent des Bruttosozialproduktes von Montenegro und beschäftigen über 4000 Menschen.

Es werden über 75 TWh elektrischer Strom und über 30.000 Gcal Wärme für über 5 Millionen Menschen erzeugt.

Die DOZAKL Gruppe wurde 1976 gegründet. Sie erstellt Aluminium Produkte (Aluminiumdosen etc.) in über 20 Ländern und hat über 2.000 Beschäftigte.

Der Rohstoffsektor umfasst Beteiligungen der Holz- und Papierindustrie und der Minengesellschaften. Der Umsatz 2007 betrug ca. 630 Millionen Dollar.

Continental Management hält Beteiligungen an der Holz- und Papierindustrie. Es werden ca. 450.000 Tonnen jährlich an Papier und Pappe von ca. 14.160 Beschäftigten produziert. Der Umsatz beträgt 12 Milliarden Dollar jährlich.

Die SMR ist in der Exploration, Förderung, Anreicherung etc. von Metallen, insbesondere von Molybdän tätig. Es werden ca. 5,5 Prozent des europäischen Molybdän Marktes produziert.

Der Produktionssektor produziert Kraftfahrzeuge, Automobilkomponenten, Flugzeuge, Waffenfahrzeuge und Eisenbahnwaggons. Im Jahre 2007 wurden 226.192 Kleintransporter (LCV) und Lastkraftwagen, 22.344 Busse, 40.034 Personenkraftwagen, 111.399 Motoren, sowie 5.116 Eisenbahnwaggons gebaut. Der Bereich hat über hunderttausend Beschäftigte. Der Umsatz ist von 3.527 (Jahr 2005) auf 4.541 (Jahr 2006) auf 6.175 (Jahr 2007) Millionen Dollar gestiegen.

Die GAZ Gruppe wurde im Jahre 2005 aus der Restrukturierung der JSC RusPromAvto gebildet. Sie ist der größte russische Fahrzeugproduzent und hat 18 Fabriken in 10 Regionen und die LDV Holding in Großbritannien.

RM Systems produziert Automobilkomponenten in Nischni Nowgorod im Föderationskreis Wolga.

Aviacor baut, repariert und wartet Flugzeuge Tupolew Tu-154M und Antonow An-140. Aviacor will wohl insbesondere den regionalen Turbopropellerflieger Antonow An-140 bauen.

Die VPK Military Manufacturing Company hat sich auf Panzer und Militärfahrzeuge spezialisiert. Zum Bereich gehören das Arzamass Maschinenbauwerk in Arsamas, Hull Plant in Wyksa (beide im Oblast Nischni Nowgorod) und Barnaultransmash in Barnaul in der Region Altai. Es werden vor allem Schützenpanzer der Modelle BTR-80, BTR-90 und BRMD-2M produziert und gewartet.

Die JSC Russian Corportation of Transport Manufacturing ist ein Hersteller von Eisenbahnwagen (z.B. Offener Güterwagen, Gedeckter Güterwagen, Kesselwagen und Tragwagen für ISO-Container usw.). Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Saransk in der Republik Mordwinien.

Die Finanzdienstleistungen umfassen Versicherungen, Banken, Leasing und Pensionsfonds. Er umfasst über 8.000 Beschäftigte und hat über 770 Verkaufsstellen. Der Umsatz hat sich von 1.476 Millionen Dollar im Jahre 2006 auf 1.920 Millionen Dollar im Jahre 2007 erhöht.

Die Ingosstrakh ist einer der größten russischen Versicherungskonzerne. Der im Jahre 1947 gegründete Versicherungskonzern hat über 83 Regionalstellen und ist in 221 Städten vertreten. Er ist auch in fünf GUS-Staaten vertreten.

Die Soyus Bank wurde im Jahre 1993 gegründet. Sie ist unter den 30 größten Banken in Russland. Sie hat über 55 Filialen in 20 russischen Regionen. Sie hat ein Vermögen 2007 von 91.980 Millionen Rubeln und einen Nettogewinn 2007 von 1.029 Millionen Rubeln.

Die Element Leasing bietet kleinere und mittlere Leasinggeschäfte, insbesondere auch für Kraftfahrzeuge. Sie ist in über 50 Städten vertreten und gehört zu den drei größten russischen Leasinggesellschaften.

Die Pensionsfonds NPF Socium und NPF Stroycomplex bieten Pensionsfonds für über 120 der größten Firmen in Russland.

Der Konstruktionssektor entwickelt Transport-Infrastruktur, Geschäfts- und Wohn-Immobilien. Die wichtigtsten Firmen sind Glavstroy, Transstroy und Altius Development. Der Umsatz hat sich von 1.045 Millionen Dollar im Jahre 2006 auf 1.559 Millionen Dollar im Jahre 2007 um 49 Prozent erhöht. Der Konstruktionssektor hat über 30.000 Beschäftigte.

Die Glavstroy Corporation entwickelt vor allem Gebäude in Moskau und St. Petersburg. Dazu gehört auch die Wohnungsgesellschaft Glavmosstroy mit zahlreichen Wohnanlagen in Moskau. Sie beschäftigt über 20.000 Menschen.

Die Transstroy ist eine der größten Holdinggesellschaften, die vor allem Transportinfrastruktur (z.B. Straßen, Autobahnen, Brücken und Tunnel) baut. Transstroy entwickelt den Autobahnring, den Seehafen und den Hochwasserschutz in St. Petersburg. Die Landebahnen an den Flughäfen Pulkovo in Sankt Petersburg und Gelendschik. Es werden einige Straßen und Gebäude für die Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi in der Region Krasnodar errichtet.

Transstroy wird auch das neue Fußballstadion für Zenit Sankt Petersburg errichten.

Die BASEL Cement (gegr. 2006) produziert über 1,4 Mio. Tonnen Zement und 0,54 Mio. Tonnen Pflaster.

Basic Element hält einen 25 Prozent Anteil an der Strabag SE.

Basic Element hat im Luftfahrtsektor vier Flughäfen und eine regionale Fluggesellschaft vor allem in der Region Krasnodar in Südrussland. Dieser ist aufgrund der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, aber auch aufgrund des Tourismus an der Schwarzmeerküste wirtschaftlich besonders interessant.

Die vier Flughäfen in der Region Krasnodar haben im Jahre 2007 ca. 7 % des Passagier- und ca. 4 % des Frachtaufkommens in Russland abgefertigt. Der Luftfahrtsektor hatte 4.750 Beschäftigte und einen Umsatz 2007 von 272 Millionen Dollar.

Sotchi Airport hat 2 Startbahnen, 11 Flugsteige und eine Fluggastkapazität von max. 800 Passagieren pro Stunde. Er verfügt über 1000 Parkplätze. Im Jahr 2007 wurde ein neues Terminal mit über 60.000 Quadratmetern eröffnet. Im Jahre 2007 wurden 1,59 Millionen Fluggäste abgefertigt. Im Rahmen der Olympische Winterspiele 2014 soll der Sotchi Airport auf eine Kapazität von 4 Millionen Fluggästen ausgebaut werden.

Der Krasnodar Airport hat 3 Terminals (Internationale, Nationale Flüge + Fracht). Es können 38 Flugzeuge gleichzeitig abgefertigt werden. Im Jahre 2007 wurden 1,39 Millionen Fluggäste abgefertigt. Er ist Heimatflughafen der Kuban Airlines.

Der Anapa Airport hat eine Kapazität von 400 Fluggästen pro Stunde. Im Jahre 2007 wurden 0,69 Millionen Fluggäste abgefertigt.

Der Gelendzhik Airport liegt an der Schwarzmeerküste in Gelendschik in der Region Krasnodar. Er hat eine Startbahn von 3.100 x 60 Metern und eine Fläche von 28.000 Quadratmetern.

Kuban Airlines hat 13 Flugzeuge vom Typ Jakowlew Jak-42 und hat seinen Sitz am Flughafen Krasnodar. Kuban Airlines wurde 1993 gegründet und 2006 neu organisiert. Es werden zahlreiche Städte in Russland und einige internationale Ziele angeflogen.

Für beide Beteiligungen zusammen erwarb Basic Element Aktien im Wert von umgerechnet mehr als 1,5 Milliarden Euro.

Infolgen der Finanzkrise muß der Baukonzern Glavstroy Anfang März 2009 vier große Bauprojekte in Sankt Petersburg aufgeben und an die Investmentfirma Nafta Moskau des Oligarchen Suleiman Abusaidowitsch Kerimow verkaufen.

Auch die Automobilholding GAZ Gruppe (Группа ГАЗ) gerät Mitte Februar 2009 in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Dazu gehört auch die Gorkowski Awtomobilny Sawod (GAZ).

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Strabag

STRABAG-Haus in der Wiener Donau City

Die österreichische Strabag SE (vormals mit Sitz in Villach bzw. Spittal an der Drau), hat ihren Hauptsitz in Wien im 22. Bezirk Donaucity. Sie gehört zu den fünf größten Bauunternehmen Europas und ist eine Societas Europaea (SE), eine Europäische Aktiengesellschaft. Strabag ist international in allen Bereichen der Bauindustrie tätig. Nach Eigenangaben zum laufenden Geschäftsjahr 2008 beschäftigt der Konzern rund 66.000 Mitarbeiter an über 500 Standorten und erwartet eine Bauleistung von rund 13,4 Milliarden €.

Die Aktien der deutschen Strabag AG mit Hauptsitz in Köln befinden sich zu ca. 87,72 % im Besitz der Strabag SE. An der Ed. Züblin AG, (Stuttgart), hält die Strabag SE rund 57 % der Aktien.

1835 erfolgte die Gründung des Familienhandwerksbetriebes Anton Lerchbaumer in Österreich. 1895 erfolgte die Gründung der "Straßenwalzenbetrieb vormals H. Reifenrath Gesellschaft mit beschränkter Haftung" in Deutschland aus der 1923 durch mehrere Fusionen die Straßenbau-Actien-Gesellschaft mit Sitz in Niederlahnstein entstand. 1928 folgte die Gründung der "Stuag & Co. Gesellschaft mbH", in Wien. 1930 entstand in Anlehnung an den Firmennamen STRAßenBau-Aktien-Gesellschaft die Einführung des Firmennamens Strabag.

1949 kam es zur Notierung der Strabag AG, Köln an der Börse und 1954 war die Gründung der Fa. Isola & Lerchbaumer (Namensgeber von Ilbau) und Bau des Verwaltungsgebäudes in Spittal/Drau. 1965 folgte die Gründung der Strabag Österreich in Linz und 1975 der Fa. Ilbau GesmbH. & Co. KG, Wien. 1976 wurde Die Österreichische Länderbank Hauptaktionär der Stuag. 1986 kam es zur Umwandlung der Strabag Österreich in eine Aktiengesellschaft und Erstnotierung an der Wiener Börse. 1987 war die Gründung der Bau Holding AG als Holdinggesellschaft der Ilbau und Erstnotierung an der Wiener Börse.

1991 erfolgte eine Vollständige Übernahme der Stuag durch die Gruppe Ch. Schwemberger- Swarovski / E. Fröschl. Strabag Österreich erwirbt 1996 einen 50% Anteil an der Stuag. Die BIBAG Bauindustrie Beteiligungs Aktiengesellschaft als Mehrheitseigentümerin der Bau Holding AG übernimmt 1998 die Mehrheit an der Strabag AG, Köln. Die Bau Holding AG – mit der operativen Leitgesellschaft Ilbau – und die Strabag AG, Köln werden Schwestergesellschaften. 1999 war die Vollständige Übernahme der Stuag durch die Strabag, Österreich und Abfindung des Streubesitzes der Strabag, Österreich und Delisting von der Wiener Börse.

Die Bauholding Strabag Gruppe vereinheitlicht 2000 ihren Markenauftritt. Der Konzern tritt in Europa unter der einheitlichen Kernmarke „STRABAG“ auf. Die Marken Ilbau und Stuag werden aufgegeben. In Österreich werden die Unternehmen Ilbau und Stuag auf die neue Strabag AG verschmolzen. Fusionsprojekte in den übrigen europäischen Märkten folgen. Die Bauholding Strabag AG wird 2001 Hauptaktionär und Muttergesellschaft der Strabag AG, Köln. Die Strabag AG, Köln übernimmt 2002 die Deutsche Asphalt Gruppe mit 1500 Mitarbeitern und einer Bauleistung von ca. 150 Mio. EUR. 2003 war die Abspaltung des Streubesitzes der Bauholding Strabag AG und Delisting von der Wiener Börse.

2004 kam es zur Zusammenfassung der Konzessions- und Betreibermodelle der Bauholding Strabag in der A-Way Holding und Finanz AG, einer Tochtergesellschaft der gemeinsamen Muttergesellschaft FIMAG Finanz Industrie Management AG (vormals BIBAG Bauindustrie Beteiligungs Aktiengesellschaft). Die Fimag wird zur strategischen Holding und bildet die neue Berichtsebene. Die Bauholding Strabag Aktiengesellschaft wird im Oktober 2004 in eine Societas Europaea (SE) - eine Gesellschaft europäischen Rechts - umgewandelt und firmiert nunmehr als Bauholding Strabag SE.

Die Fimag-Gruppe übernahm 2005 wesentliche Teile der Walter-Bau-Gruppe. In dem Übernahmepaket enthalten waren die DYWIDAG International GmbH und die neu gegründete DYWIDAG Holding GmbH. Diese umfasst die DYWIDAG SF- und Ing. Bau GmbH, DYWIDAG Bau GmbH und Walter Heilit Verkehrswegebau GmbH, nunmehr Heilit+Woerner Bau GmbH, und wird von der deutschen Konzerngesellschaft, der Strabag AG in Köln, erworben. Die DYWIDAG International GmbH wird von der Bauholding Strabag SE direkt übernommen. Insgesamt erwirtschaften diese Gesellschaften mit rund 3.100 Mitarbeitern eine Bauleistung von knapp 1.000 Mio. EUR. Erwerb eines Aktienpaketes von insgesamt 53,6% an der Ed. Züblin AG, Stuttgart, mit über 7.000 Mitarbeitern und einer Bauleistung von rund 1.500 Mio. EUR durch die FIMAG Finanz Industrie Management AG.

Im Jahr 2006 sorgten zwei Parteispenden-Affären in Österreich für Schlagzeilen rund um die Strabag.

Der „EU-Aufdecker“ Hans-Peter Martin und die renommierte konservative Tageszeitung „Die Presse“ deckten Parteispenden an ungarische Parteien auf. Der Ex-Lobbyist und LIF-Abgeordneter Alexander Zach erhielt von seinem Parteifreund Hans Peter Haselsteiner (Chef des Baukonzerns Strabag) über 15 Millionen Euro Beraterhonorar für seine Firma Eurocontact, um zumindest einen Teil über einen Verein an ungarische Parteien zu spenden.

Nach den Nationalratswahlen im Oktober 2006 wurde auch bekannt, dass die extra für den Wahlkampf des BZÖ gegründete „Orange Werbeagentur GmbH“ von der Strabag 240.000 Euro erhalten hat.

Mit der Umfirmierung der Bauholding Strabag SE in Strabag SE und Verschmelzung der Fimag auf die Gesellschaft wird 2006 die Strabag SE zur neuen Obergesellschaft des Konzerns. Sie ist in den drei Sparten Straßenbau, Hoch- und Ingenieurbau sowie Dienstleistungen organisiert. Nach außen hin spiegelt sich die Umfirmierung in einem neuen Logo wider. Hauptmarken des Konzerns neben Strabag sind DYWIDAG, Heilit+Woerner und Züblin.

In Deutschland wird der Hoch- und Ingenieurbau der Strabag AG zum 1. März 2006 an die Ed. Züblin AG veräußert. Im April 2007 erwirbt der russische Multimilliardär Oleg Deripaska einen 30 Prozent-Anteil.

Am 6. Juni 2007 bestätigte das schweizerische Bundesgericht letztinstanzlich den Entscheid des Handelsgerichts Zürich, wonach die Rechte am Namen Strabag in der Schweiz bei der mittelständischen StraBAG Strassenbau und Beton AG mit Sitz in Zürich liegen. Die beiden Strabag-Tochterunternehmen Züblin-Strabag AG (Zürich) und Murer-Strabag AG (Erstfeld) wurden daraufhin mit Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) vom 2. Juli rechtskräftig unter dem Namen Züblin Murer AG fusioniert.

Am 19. Oktober 2007 notierten die Aktien der STRABAG SE zum ersten mal an der Wiener Börse und wurden am 22. Oktober 2007 in den ATX aufgenommen. Der Ausgabepreis betrug 47€, Deripaska zahlte im April 43€ pro Stück. Entgegen den Versprechungen Haselsteiners, Kleinanlegern 250 Stück zuzuteilen, mussten sie sich mit lediglich 70 Stück begnügen.

Am 7.Mai 2008 legte die STRABAG SE ein öffentliches Erwerbsangebot zum Kauf von Aktien ihrer Tochtergesellschaft STRABAG AG/Köln vor. Dieses endete am 22.Juli mit dem Erwerb von ca. 21,13% des Grundkapitals. Dadurch stieg ihr Anteil von ca. 66,60% auf ca. 87,72 %.

Günter Ibler, ein ehemaliger Baumanager der STRABAG aus Sachsen, der wegen Betrugs und Untreue im Dezember 2005 ertappt und später rechtskräftig verurteilt wurde, spricht davon, dass diese kriminellen Geschäftspraktiken im Konzern "übliche Praxis" seien.

Die Staatsanwaltschaft in Chemnitz ermittelt aktuell gegen zahlreiche Berater und Manager des Konzerns wegen des Verdachtes der Untreue und Bestechung. Unter anderem wird gegen den Vorstand der STRABAG Österreich Manfred Weiss wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und gegen den Chef der STRABAG Hans Peter Haselsteiner wegen des Verdachts der Bestechung ermittelt.

Im Mittelpunkt stehen dabei Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem Bau mehrerer Millionenprojekte bei Autobahnen in Bulgarien und Ungarn sowie beim Bau der A72 und A4 in Sachsen. Zahlreiche Dokumente, die dem Spiegel vorliegen, bekräftigen Iblers Vorwürfe.

Die Strabag SE übernimmt zum 1. Oktober 2008 die Immobilientochter Deutsche Telekom Immobilien und Service GmbH (DeTeImmobilien), mit Sitz in Frankfurt am Main, von der Deutschen Telekom AG. Über finanzielle Einzelheiten der Übernahme wurde, seitens der Deutschen Telekom AG und Strabag SE, Stillschweigen vereinbart. Insgesamt erwirtschaftete die DeTeImmobilien mit rund 6.240 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2007 rund € 1 Mrd. Euro.

Um sich weiterhin eine Betreuung ihrer Gebäude durch DeTeImmobilien zu sichern, schloss die Deutsche Telekom nach Strabag-Angaben parallel zum Verkauf einen Dienstleistungsvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren ab. Zusätzlich seien Vereinbarungen zur Arbeitsplatzsicherung zwischen den Parteien und den Arbeitnehmervertretern getroffen worden.

Mit dem Kauf der DeTeImmobilien erweitert und sichert sich die Strabag SE ihre Kompetenzen bei baunahen Dienstleistungen, erklärte Vorstandschef Hans Peter Haselsteiner. Bislang war die Strabag SE nur im Bau die Nummer eins in Deutschland. Mit dem Erwerb der DeTeImmobilien habe der Konzern nun auch eine führende Rolle im Facility Management. Geplant sei das Know-how der DeTeImmobilien zu nutzen, um auch in diesem Segment eine führende europäische Position zu erlangen.

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Bor (Serbien)

Wappen von Bor (Serbien)

Bor (kyrillisch Бор) ist eine Stadt in Serbien und Standort einer der größten Kupferminen Europas. Sie ist der Verwaltungssitz des gleichnamigen serbischen Okruges (dt. Kreises), und der gleichnamigen Opština (dt. Gemeinde).

1991 betrug die Einwohnerzahl etwa 60.000. Nach Angaben des Statistischen Büros der Republik Serbien hatte Bor am 30. Juni 2005 54.046 Einwohner.

Bor ist eine moderne Stadt in der Region Timočka Krajina. Sie ist umgeben von einigen Kurorten wie Banjsko Polje und Brestovačka Banja sowie dem Bor-See und den Bergen Stol und Crni Vrh (dt. Schwarze Spitze).

In Bors Umgebung steht seit 1856 einer der größten Paläste des Fürsten Aleksandar Karađorđević I., der auch als Quartier von Miloš Obrenović diente.

Im Jahre 1903 wurde die Kupfermine nahe der Stadt Bor eröffnet. Dies war ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung Bors.

Seit 1947 hat Bor den Status einer Stadt inne; damals hatte die Stadt 11.000 Einwohner.

Die Volkszählung 2002 ergab, dass 39.387 Menschen in der Stadt Bor leben.

Am Rande der Stadt Bor befindet sich eine der größten Kupferminen Europas, mit deren Nutzung 1903 begonnen wurde.

In den 1960er und 1970er Jahren war die Mine die Haupteinnahmequelle Bors. Jedoch erlebte die Stadt 1990, während den Jugoslawienkriegen, einen wirtschaftlichen Abschwung. Viele Arbeitskräfte zogen mit ihren Familien ins Ausland (sog. Gastarbeiter). Seit dem Jahr 2003 versucht die Stadt, die Mine zu modernisieren. Die Bergwerke wurden im Jahr 2007 zum Verkauf angeboten. Das österreichische Unternehmen A-TEC des Unternehmers Mirko Kovats legte im Februar 2008 ein Kaufangebot für die Übernahme des Kupfer-Bergbau-Komplexes RTB (Rudarsko-topionicarski kombinat „Bor“) vor. Für den Kupfer-Bergbau-Komplex RTB-Bor wurden 466 Millionen Dollar geboten, ein anderer Bieter, die Firma SMR des russischen Unternehmers Oleg Deripaska bot 370 Millionen.

Bor ist das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Okruges und der gleichnamigen Opština.

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Source : Wikipedia