Oberhausen

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Geschrieben von bishop 06/03/2009 @ 19:09

Tags : oberhausen, nordrhein-westfalen, deutschland

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Oberhausen

Lage der kreisfreien Stadt Oberhausen in Deutschland

Die Stadt Oberhausen ist eine kreisfreie Stadt im westlichen Ruhrgebiet im Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Sie ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland, im Regionalverband Ruhr und in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

Oberhausen liegt geografisch in der Niederrheinischen Tiefebene an den von Ost nach West in den Rhein mündenden Flüssen Ruhr und Emscher. In der Landesplanung ist Oberhausen als Mittelzentrum und als Teil der europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr ausgewiesen. Oberhausen liegt mitten im zentralen Wirtschaftsraum Europas, der häufig auch mit dem Begriff Blaue Banane umschrieben wird.

Das Stadtgebiet Oberhausen hat eine Fläche von 77 km² und dehnt sich in Nord-Süd-Richtung 14,6 km und in West-Ost-Richtung 10,7 km aus. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 53 km, die mittlere Höhenlage 50 m über NN. Der Ortsmittelpunkt, die geographische Stadtmitte im Stadtteil Sterkrade hat die Koordinaten: 51° 31′ n.B. und 6° 51′ ö.L.

Mit etwas über 100 Meter über NN bildet die Knappenhalde den höchsten Punkt im Stadtgebiet. Sie ist eine spitzkegelförmig angelegte Abraumhalde der ehemaligen Zeche Oberhausen. Von dort hat man einen weiten Ausblick über das Stadtgebiet. In östlicher Richtung kann man bis weit in die Nachbarstadt Essen blicken.

Seit 1975 ist das Stadtgebiet in die drei Stadtbezirke Alt-Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade gegliedert. Sie haben jeweils eine Bezirksvertretung mit einem Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretung hat je nach Größe des Stadtbezirks zwischen 15 und 19 Mitglieder und wird bei jeder Kommunalwahl (alle 5 Jahre) von der Bevölkerung des Stadtbezirks gewählt.

Der Bereich des heutigen Stadtgebiets Oberhausen gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zu unterschiedlichen Herrschaften. Während Lippern (Lipperheide) und Lirich zum Reichsstift Essen (Essen-Borbeck) gehörten, Styrum zur Reichsfreien Grafschaft Limburg-Styrum, Alstaden und Dümpten zur Herrschaft Broich (beide zur Grafschaft Limburg, später Herzogtum Berg gehörig), lagen die Bürgermeisterei Holten mit Buschhausen und Sterkrade im Kreis Wesel im preußischen Herzogtum Kleve und Osterfeld im kurkölnischen Vest Recklinghausen. Nach vorübergehender Zugehörigkeit ab 1806 zum Großherzogtum Berg (Alt-Oberhausen, Sterkrade) bzw. ab 1803 zum Herzogtum Arenberg (Osterfeld) kommt das gesamte heutige Stadtgebiet 1815 zu Preußen. Im Zuge der Verwaltungsgliederung des Preußischen Staates werden die Ortschaften den am 23. April 1816 neu gebildeten Landkreisen Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster (Provinz Westfalen), Dinslaken im Regierungsbezirk Kleve bzw. Essen im Regierungsbezirk Düsseldorf zugeteilt. Die beiden letztgenannten Landkreise werden bereits am 27. September 1823 zum neuen Landkreis Duisburg im 1821 mit dem Klever Bezirk vereinigten Regierungsbezirk Düsseldorf (Rheinprovinz) zusammengeschlossen.

Die Besiedlung nahm, bedingt durch den Abbau von Kohle, anfänglich auch Eisenerz, stark zu. Wie andere Orte im Ruhrgebiet wuchs auch Oberhausen vom ländlichen Raum zum Industriestandort mit Zechen, Stahlwerken und chemischer Industrie heran.

Die Anfänge der Eisenverhüttung gehen sogar noch weiter zurück. Die Antoniehütte (auch St.-Antony-Hütte) liegt im (heutigen) Stadtgebiet Oberhausen. Sie wird als die Wiege der Ruhrindustrie (1758) bezeichnet.

Die Bürgermeisterei Oberhausen wird am 1. Februar 1862 auf emsiges Betreiben eines Duisburger Landrats aus Teilen von sechs anderen Gemeinden gebildet. Die Urzelle und den größten Gebietsanteil (zwei Drittel) lieferte die Gemeinde Borbeck mit den Ortsteilen Lippern und Lirich, die bisher zum Reichsstift Essen gehörten. Dazu kamen Teile von Alstaden, Dümpten und Styrum und der Bürgermeisterei Mülheim-Land. Hinzu kamen auch noch kleinere Teile von Meiderich und Buschhausen. Den Namen Oberhausen erhält die junge Gemeinde vom 1847 neuangelegten gleichnamigen Bahnhof (seinerzeit erster Bahnhof der Gemeinde Borbeck) an der Cöln-Mindener Eisenbahn, der wiederum seinen Namen von dem an der Emscher gelegenen Schloss des Grafen Westerholt erhalten hatte. Bereits zwölf Jahre danach am 10. September 1874 erhält die Gemeinde Oberhausen durch Einführung der Städteordnung die Stadtrechte. Sie wurde damit kreisangehörige Stadt des Landkreises Mülheim an der Ruhr, der kurz zuvor am 8. Dezember 1873 aus dem Landkreis Duisburg (nach Ausscheiden von Duisburg als Stadtkreis am 27. Juni 1873) hervorgegangen war. Am 1. April 1901 scheidet auch Oberhausen aus ihm aus, nachdem es gemäß der Rheinischen Provinzialordnung die Marke von 40.000 Einwohnern erreicht hatte und damit ebenfalls Stadtkreis wurde.

Osterfeld gehört ab 1811 zur Bürgermeisterei Bottrop im Landkreis Recklinghausen, löst sich am 1. Juli 1891 im Zuge der Industrialisierung von der damaligen Gemeinde Bottrop und erhält am 17. Juni 1921 Stadtrechte. Nachdem es die Marke von 30.000 Einwohnern überschritten hatte, scheidet Osterfeld gemäß der Westfälischen Provinzialordnung am 1. Januar 1922 auch aus dem Landkreis Recklinghausen aus und wird selbständiger Stadtkreis.

Sterkrade gehörte zur Bürgermeisterei Holten im Landkreis Dinslaken bzw. ab 27. September 1823 zum Landkreis Duisburg und ab 8. Dezember 1873 zum Landkreis Mülheim an der Ruhr. Am 1. April 1886 wird die Bürgermeisterei Holten in die Bürgermeistereien Beeck und Sterkrade (mit der Gemeinde Sterkrade, der Stadt Holten, dem Amt Holten und Buschhausen) geteilt, die am 20. April 1887 zum Landkreis Ruhrort und am 1. April 1909 zum Landkreis Dinslaken kommen. Zum gleichen Zeitpunkt wird Buschhausen geteilt. Der größte Teil wird nach Sterkrade eingemeindet. Ein kleineres Gebiet im Süden kommt zu Oberhausen, der Grafenbusch mit dem Schloss Oberhausen. Am 1. April 1913 erhält Sterkrade Stadtrechte, die Bürgermeisterei Sterkrade wird in die Stadt Sterkrade und die Bürgermeisterei Holten geteilt. Bereits am 1. Juli 1917 werden die Bürgermeisterei Holten und ein großer Teil der Bürgermeisterei Hiesfeld, die Orte Barmingholten, Schmachtendorf und Walsumermark, in die Stadt Sterkrade eingegliedert. Dadurch überschreitet Sterkrade die Marke von 40.000 Einwohnern, um gemäß der Rheinischen Provinzialordnung aus dem Landkreis Dinslaken auszuscheiden und selbständiger Stadtkreis zu werden.

Im Zuge der Kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet werden am 29. Juli 1929 die Stadtkreise Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade zum neuen Stadtkreis Oberhausen (Rheinland) mit Korrekturen an den Grenzen zu den Nachbarstädten Duisburg und Mülheim an der Ruhr vereinigt. Die Einwohnerzahl von Alt-Oberhausen hatte bereits um das Jahr 1914 die 100.000-Grenze überschritten und damit Oberhausen zur Großstadt gemacht. Heute hat Oberhausen etwa 220.000 Einwohner.

Die Gebietsreform von 1929 führte dazu, dass die heutige kreisfreie Stadt Oberhausen drei gewachsene Zentren hat. Die erst Anfang der 1990er Jahren geplante „Neue Mitte“ kann heute als viertes Zentrum der Stadt gewertet werden.

1905 hatte Alt-Oberhausen mehr als 50.000 Einwohner. Bereits 1914 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch es zur Großstadt wurde. Einen Zuwachs um mehr als 80.000 Personen auf rund 190.000 Einwohner brachte am 1. August 1929 die Eingemeindung von Sterkrade (50.661 Einwohner 1925) und Osterfeld (32.655 Einwohner 1925). Im Jahre 1963 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt mit über 260.000 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2006 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Oberhausen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 218.181 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

2004 lebten in Oberhausen 42 % Katholiken und 28 % Protestanten bei einer Gesamtzahl von 219.147 Einwohnern. Im Vergleich zu den Anteilen der beiden christlichen Konfessionen 10 Jahre zuvor ist der Anteil der Protestanten um 12,3 % und bei den Katholiken um 12,9 % gesunken. Ursachen sind in erster Linie ein Sterbeüberschuss, aber auch Wegzug ins Umland, Kirchenaustritte und eine abnehmende Geburten- und Taufquote. Dieses Schrumpfen hat zur Folge, dass die christlichen Kirchen überaltern. Von den Elternpaaren Neugeborener waren 2004 noch 47,2 % beide Christen, ein Rückgang um 8,3 % gegenüber 1994. Entsprechend sinkt auch das Reservoir Nachgeborener, die getauft werden können, obwohl die Taufqoute mit 89 % im Bistum Essen noch relativ hoch liegt.

Die Erosion des Christentums in der Stadt zeigt sich besonders deutlich am Rückgang kirchlicher Trauungen in ihrem Anteil an den zivilen Trauungen. So heirateten 2004 von 254 Paaren, in denen beide Partner katholisch waren, 60 kirchlich, obwohl bei 149 kein Partner geschieden war und eine katholische Trauung somit möglich war. Bei den Protestanten heirateten von 124 rein evangelischen Paaren 53 kirchlich. Hohen Zuspruch erfahren dagegen immer noch die Initiationsriten Kommunion und Konfirmation. Die katholische Firmung dagegen ist 2001 auf 42 % der katholischen Jugendlichen gesunken.

Etwas positiver sieht die Situation aus, wenn man auf die subjektive Einschätzung der Kirchen durch die Oberhausener Bürgerinnen und Bürger schaut. Im Jahr 2000 fanden 93 %, auch noch 68 % der Konfessionslosen, gut, dass es Kirche gibt. Doch auf ihre persönlichen Lebensfragen haben die Kirchen für 69 % keine Antwort, und selbst bei den regelmäßigen Kirchgängern sind es 43 %. Und von den Kirchenmitgliedern teilen nur 31 % die meisten der verkündeten Glaubensüberzeugungen, selbst bei den regelmäßigen Kirchgängern 33 % nicht. Gebraucht wird Kirche mit Abstand am meisten für die Gestaltung von Festen (59 % der Kirchenmitglieder). Das ist aber ein dünnes Bindeglied, da zunehmend weltliche Einrichtungen eine feierliche Gestaltung von Festen an Lebenswendepunkten anbieten, wie am deutlichsten an feierlichen Ziviltrauungen in Schlössern sichtbar wird. So wird, wenn der Trend sich nicht ändert, die christliche Mehrheitsgesellschaft in Oberhausen langfristig in Frage gestellt.

Im südlichen Stadtgebiet Oberhausens gehörten ursprünglich die Ortschaften Lirich und Lippern (Lipperheide) zum Reichsstift Essen (Borbeck) und damit zum Erzbistum Köln; denn die Fürstäbtissin von Essen ließ ihre Orte durch einen vom Kölner Erzbischof investierten Offizial verwalten. Pfarramtlich wurden sie von der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr aus versorgt. Ab 1821 gehörten alle katholischen Pfarreien südlich der Emscher zum Erzbistum Köln. 1857 entstand die erste katholische Kirche im Gebiet der späteren Stadt Oberhausen, die St. Marien-Kirche, die 1888 zur Pfarrkirche innerhalb des Erzbistums Köln erhoben wurde. Die Kirchengemeinden nördlich der Emscher gehörten zum Bistum Münster und ab 1904 zum Dekanat Ruhrort. 1910 wurde Sterkrade Sitz eines eigenen Dekanats. Osterfeld hatte bereits um 1000 eine Kirche.

1958 wurden alle katholischen Pfarrgemeinden Oberhausens dem neuen Ruhr-Bistum Essen zugeordnet. 1960 fasste der erste Bischof von Essen alle Oberhausener Kirchengemeinden zum Stadtdekanat Oberhausen zusammen, zunächst mit den drei Dekanaten Alt-Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld. Mit der Zusammenlegung der Dekanate Sterkrade und Osterfeld zum Dekanat Oberhausen-Sterkrade-Osterfeld existieren seit 2003 nurmehr zwei Dekanate.

Ab Mitte 2007 wird die Strukturreform im Bistum Essen die Zahl der Pfarreien auf die vier Großpfarreien St. Marien und Herz Jesu in Alt-Oberhausen, St. Pankratius in Osterfeld und St. Clemens in Sterkrade reduzieren. Die übrigen werden zu Filialkirchen (Zweigstellen) herabgestuft oder aufgegeben. Die bisherigen Dekanate werden in einem Stadtdekanat zusammengefasst.

Nach Gründung der Stadt Oberhausen 1862 wuchs die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder im südlichen Bereich der heutigen Stadt Oberhausen (Alstaden, Dümpten und Styrum beziehungsweise Lippern und Lirich) schnell. 1864 entstand die Evangelische Kirchengemeinde Oberhausen I mit der Christuskirche und 1893 die Evangelische Kirchengemeinde Oberhausen II mit der Lutherkirche als Mittelpunkt. In Sterkrade waren auf der Königshardt bereits seit 1774 die ersten Protestanten ansässig, doch konnte erst 1846 die Kirchengemeinde Sterkrade gegründet werden. In Osterfeld entstand erst 1896 eine eigene Kirchengemeinde, die zur Westfälischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zur Evangelischen Kirche von Westfalen gehörte. Alle übrigen evangelischen Kirchengemeinden Oberhausens gehörten zur Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zur Evangelischen Kirche im Rheinland.

Daneben gibt es in Oberhausen auch die Altkatholische Kirche und Gemeinden, die zu Freikirchen gehören: zwei Gemeinden der Apostolischen Gemeinschaft, Siebenten-Tags-Adventisten (STA), Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten) und Freie Evangelische Gemeinden (FeG).

Ferner sind in Oberhausen auch mehrere Gemeinden der Neuapostolischen Kirche vertreten.

Im Jahr 1933 gab es ca. 600 Juden in Oberhausen. Bis zur Reichspogromnacht im November 1938 gab es eine Synagoge in der Friedensstr. 24 (erbaut 1898) und in der Holtener Mechthildisstraße (erbaut 1858). Beide wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. November unter der Aufsicht der Oberhausener Feuerwehr niedergebrannt. Die Holtener Synagoge wurde wiederhergestellt und wird als Wohnhaus genutzt.

Im Jahre 1968 haben sich die jüdischen Gemeinden in Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Duisburg zu einer gemeinsamen Kultusgemeinde − der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen − zusammengeschlossen. Als in den 1990er Jahren die Zahl der Gemeindemitglieder − durch die Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion – auf über 2.800 anstieg, wurde der Neubau einer Synagoge und eines Gemeindezentrums erforderlich.

Gemeinsam einigten sich die Jüdische Gemeinde und die drei Städte Oberhausen, Mülheim/Ruhr und Duisburg auf einen Neubau im Duisburger Innenhafen. Seit Einweihung des neuen Gemeindezentrums der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen in Duisburg im Jahre 1999 ist dieser Ort mit Leben gefüllt.

Es finden dort u.a. Kulturveranstaltungen statt, so eine jährliche Jüdische Buchmesse sowie die Jüdischen Kulturtage im Rheinland. Aber auch das Engagement im Bereich der Familien- und Jugendarbeit ist im Gemeindezentrum mit dem Kinder- und Jugendzentrum Tikwatejnu beheimatet − Tikwatejnu ist Hebräisch und bedeutet übersetzt „Unsere Hoffnung“. Auch in Oberhausen und Mülheim sind Büros und Räumlichkeiten vorhanden, um vor Ort Familien- und Jugendarbeit leisten zu können.

Seit 2005 gibt es in Oberhausen auch eine liberale jüdische Gemeinde, die durch die Union Progressiver Juden Anerkennung gefunden hat und deren Mitgliederzahl stetig steigt. Die Räumlichkeiten der Gemeinde befinden sich an der Havensteinstraße, nur unweit der 1938 zerstörten Synagoge an der Friedensstraße.

Bedingt durch die große Zahl türkischstämmiger Bürger Oberhausens gibt es im Stadtgebiet mittlerweile auch eine Vielzahl Moscheen unterschiedlicher Träger.

Mit der Bildung der Gemeinde Oberhausen 1862 wurde die Bürgermeisterverfassung mit Gemeinderat und Bürgermeister eingeführt. Daneben gab es zwei Beigeordnete. Nach Erhalt der Stadtrechte 1874 gab es Stadtverordnete und Bürgermeister, die nach Erlangung der Kreisfreiheit 1901 den Titel Oberbürgermeister trugen. Auch Osterfeld und Sterkrade hatten je einen Gemeinderat und einen Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister an der Spitze. Im Zuge der Kommunalen Neugliederung 1929 verloren diese jedoch ihre Ämter.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von den Bürgern gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder als „Stadtverordnete“ bezeichnet wurden. Der Oberbürgermeister, der ehrenamtlich tätig war, wurde als Vorsitzender und Repräsentant der Stadt vom Rat aus seiner Mitte gewählt. Ebenfalls vom Rat gewählt wurde der hauptamtliche Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze bei Stadt Oberhausen aufgrund der geänderten Gemeindeordnung NRW aufgehoben. Seitdem gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister, der Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt ist. 1999 wurde er zum ersten Mal direkt gewählt.

Das Wappen der Stadt Oberhausen zeigt in einem durch eine silberne Spitze von Blau und Rot gespaltenen Schild, darin schräg gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen (die Symbole des Bergbaus), vorne einen von zwei silbernen Schlangen umwundenen silbernen Merkurstab, hinten gekreuzt eine silberne Zange und einen silbernen Hammer, überdeckt mit einem silbernen Zahnrad. Im Oberwappen ist eine Mauerkrone mit fünf Türmen dargestellt.

Die Stadtflagge ist blau-weiß, bis 1996 schwarz-weiß-rot.

Das Wappen wurde der Stadt bereits 1888 von König Wilhelm I. von Preußen verliehen. Allerdings war das vordere Feld zunächst schwarz statt blau. Am 21. Oktober 1952 verlieh das Innenministerium Nordrhein-Westfalen das Wappen neu in seinen heutigen Farben. Es vereint die Symbole der allgemeinen Industrie (Zange und Hammer), der Hüttenwerke (Zahnrad) und des Bergbaus (Schlägel und Eisen) mit dem Symbol für Handel und Verkehr (Merkurstab).

Die Stadt Oberhausen kooperiert zwecks Aufstellung eines regionalen Flächennutzungsplans in einer Planungsgemeinschaft mit den Städten Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne und Mülheim an der Ruhr („Planungsgemeinschaft der Städteregion Ruhr“).

Oberhausen ist Deutschlands bevölkerungsreichste Stadt ohne Universität oder Fachhochschule. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT ist in Oberhausen angesiedelt. Die Stadt verfügt ferner über das komplette Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie eine Musikschule und ein Studienseminar für Lehrämter an Schulen.

Oberhausen ist Sitz der Deutschen Hörfunkakademie.

In Oberhausen wurde im frühen 19. Jahrhundert ein erstes Stadttheater gebaut, das aber im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Zwischenzeitlich wurde der Spielbetrieb in einem Hotelsaal in Sterkrade weitergeführt, bis am 10. September 1949 mit einer Inszenierung der Oper Carmen das noch heute bestehende Gebäude eröffnet wurde. Bis 1973 wurde es als klassisches Dreispartentheater mit Oper, Operette und Schauspiel geführt, wobei erste Sparmaßnahmen 1968 zu einer Verkleinerung des Opernbetriebs führten und 1973 das Schauspiel-Ensemble bis auf wenige Mitglieder für ein Kindertheater, abgeschafft wurde. In den 1960er-Jahren erlangte das Schauspiel unter dem damaligen Oberspielleiter Günther Büch mit Inszenierungen der Stücke von Peter Handke internationalen Ruf. 1992 erfolgte ein erneuter Umbau des Repertoires, als das Musiktheater geschlossen und erneut ein Sprechtheater für die Region eröffnet wurde. Es genießt nun unter den Intendanzen von Klaus Weise und Johannes Lepper weit über die Grenzen Oberhausens hinaus einen ausgezeichneten Ruf und wurde fünf mal in Folge als „bestes Theater im Rheinland“ ausgezeichnet. In ihm ging das ehemalige Theater im Pott, kurz TiP, auf, das bereits eine lange Tradition als Kinder- und Jugendtheater hatte. Gespielt wird im „Großen Haus“, im „Malersaal“ sowie in der „Rauchbar“. Neben dem Stadttheater gibt es noch das Metronom-Theater am Centro, in dem ab dem 11. November 2008 das Musical „Tanz der Vampire“ von Roman Polanski aufgeführt wird, und die Kleinstädter Bühne Sterkrade e. V.(eine Laienspielgruppe).

An Museen gibt es im Schloss Oberhausen die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, eine Institution der Peter und Irene Ludwig-Stiftung mit wechselnden Ausstellungen. Auf der Westseite des Oberhausener Hauptbahnhofs gelegen zeigt das Rheinische Industriemuseum eine Dauerausstellung zu 150 Jahren Eisen- und Stahlgeschichte an Rhein und Ruhr sowie wechselnde Themenausstellungen. Sowie der Gasometer Oberhausen der in Deutschland einzigartig als Museum fungiert indem es wechselnde Ausstellungen zu besichtigen gibt.

Eine große Mehrzweckhalle für Konzerte, Musicals, Shows aber auch Sportveranstaltungen ist die König-Pilsener-Arena in der Neuen Mitte. Sie hat 12.500 Plätze.

Das Ebertbad, ein ehemaliges Schwimmbad, hat sich zu einem der herausragendsten Veranstaltungsorte für Kleinkunst entwickelt. Es war außerdem die Heimspielstätte der Missfits, einem der bekanntesten Kabarett-Duos in Deutschland.

Das Kongresszentrum Oberhausen (Luise-Albertz-Halle/Stadthalle) ist ein multifunktionales Tagungs- und Veranstaltungszentrum, geeignet sowohl für Traditions- und Unterhaltungsveranstaltungen als auch für Museen, Börsen, Ausstellungen, Tagungen, Kongresse und Seminare. Angegliedert an das Kongresszentrum sind ein Hotel sowie Gastronomie und ein eigenes Parkhaus.

Zu erwähnen sind auch die Schilda-Halle (inzwischen auch als Chill-da-Halle bekannt), das Zentrum Altenberg, die Fabrik K-14, die Turbinenhalle (eine Diskothek mit mehreren Äreas zu unterschiedlichen Musikstilen) und das Drucklufthaus, eine Hochkulturstätte für die Alternative Szene. In allen fünf Fällen handelt es sich um ehemalige Industriebauten, die zu Veranstaltungsorten umfunktioniert wurden.

Der Regionalsender Antenne Ruhr versorgte die beiden Städte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr seit dem 1. September 1990 mit Unterhaltung und regionalen Neuigkeiten. Am 5. August 2007 wurde der Sender aufgeteilt und strahlt jetzt als 106.2 Radio Oberhausen und als 92.9 Radio Mülheim aus.

Ein bedeutendes Bauwerk und ein Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Oberhausen, ein ehemaliger Herrensitz an der Emscher. Das Schloss gab zunächst einem Bahnhof an der Köln-Mindener Eisenbahnstrecke und dann der am Bahnhof entstandenen Siedlung den Namen. Heute beherbergt das Gebäude, das nach Kriegszerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde, die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen.

Auf dem Altmarkt, dem zentralen Platz der auf einem rechtwinkligen städtebaulichen Raster entstandenen Innenstadt, steht das Wahrzeichen von Alt-Oberhausen, eine klassizistische Säule mit einer vergoldeten Siegesgöttin Nike über dem Kapitell.

Sehenswert ist auch das Rathaus der Stadt, das 1930 in den Formen des Backsteinexpressionismus durch die Baumeister Freitag und Jüngerich erbaut wurde.

Ein architektonisch besonders interessanter Platz in der City ist der Friedensplatz mit dem Amtsgericht aus dem Jahr 1907, dem Europa-Haus (Architekt: Hans Schwippert) und den expressionistischen Backsteingebäuden an den Längsseiten, die dem Platz zusammen mit den Wasser- und Baumachsen eine strenge Symmetrie verleihen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf ehemaligem Industriegelände angelegt ist der Friedensplatz ein wichtiges Bindeglied zwischen Altmarkt, Hauptbahnhof und Rathaus.

Weitere bedeutende Bauwerke in Oberhausen sind die Burg Vondern in Osterfeld, das Kastell in Holten und die Baumeister-Windmühle in Buschhausen.

Von besonderem architektonischen und städtebaulichen Interesse sind die zahlreichen Arbeitersiedlungen des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter die Siedlung Eisenheim in Osterfeld, die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets.

Ein weiteres bedeutendes Baudenkmal stellt das von dem Architekten Peter Behrens entworfene Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte dar, das in gleichzeitig monumentaler und sachlicher Formgebung die Essener Straße beherrscht und gemeinsam mit Gasometer und Werksgasthaus an die einstige Gutehoffnungshütte erinnert. Heute dient das Backsteingebäude aus den 1920er Jahren als Depot des Rheinischen Industriemuseums.

In den 1990er Jahren entstand auf dem ehemaligen Industriegelände der Gutehoffnungshütte, später Thyssen, als weiteres Stadtzentrum die „Neue Mitte Oberhausen“ (CentrO). Durch städtebauliche Maßnahmen, die Ansiedlung von modernen Dienstleistungs- und Industrieunternehmen und durch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur wurde ein Strukturwandel vom Industriestandort zum Dienstleistungs- und Tourismusstandort vollzogen. Dadurch verlor die Stadtmitte von Oberhausen mit ihrer Haupt-Einkaufsstraße, der Marktstraße, jedoch nicht wesentlich an Bedeutung und ist für die Einwohner Oberhausens immer noch das gewachsene und bevorzugte Zentrum.

Das Einkaufszentrum CentrO (Shopping Mall) bildet den Kern des Projektes. Weitere wichtige Bestandteile der „Neuen Mitte“ sind die Multifunktionshalle König-Pilsener-ARENA, der Freizeit- und Vergnügungspark CentrO.PARK, ein Multiplex-Kino, ein Erlebnis-Aquarium (Sea Life), ein Yachthafen (Marina) und eine Musicalhalle (Metronom Theater). Die „Neue Mitte“ hat sich inzwischen zum Publikumsmagnet der Stadt entwickelt. In der Planung ist auch noch ein Schwimmbad an der Marina.

Auf den Bauflächen des ehemaligen Elektrostahlwerks an der Osterfelder Straße kann sich die Entwicklung der Neuen Mitte grundsätzlich noch fortsetzen.

Am Rande der „Neuen Mitte“ befindet sich ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, der ehemalige Gasometer der Gutehoffnungshütte. Im Rahmen der IBA Emscher Park wurde er zu einem Veranstaltungsort umgebaut. Das Dach des 117,5 m hohen Gasometers ist seitdem als Beobachtungsplattform zu Fuß oder per Aufzug zu erreichen und bietet eine eindrucksvolle Sicht auf die facettenreiche Kulturlandschaft des Ruhrgebietes. Wechselnde Ausstellungen und Installationen, in den letzten Jahren unter anderem von Christo, Bill Viola oder Christina Kubisch finden immer ein fasziniertes Publikum.

Mit mehr als 250 Vereinen bietet Oberhausen ein reiches Angebot an Sportmöglichkeiten. Hier finden sich neben allen Standardsportarten auch so ausgefallene Angebote wie Square Dance, Cheerleader-Dance oder Paintball. Der bekannteste Fußballverein Oberhausens ist Rot-Weiß Oberhausen, welcher 1904 gegründet wurde. Von 1969 bis 1973 spielte RWO in der Fußball-Bundesliga, konnte seither jedoch nicht mehr in die höchste Spielklasse zurückkehren. In der Saison 2007/08 traten die „Kleeblätter“ als Aufsteiger in der Regionalliga Nord an und konnten sich am Ende als Tabellenzweiter für die 2. Fußball-Bundesliga qualifizieren. Erfolgreich ist im Basketball derzeit die Damenmannschaft von NBO92, die in der ersten Bundesliga spielt und in der Spielzeit 2004/05 Deutscher Vizemeister wurde. Die Tennisspieler des OTHC (Oberhausener Tennis- und Hockeyclub) spielten zeitweise in der 1. Tennis-Bundesliga; die Revierlöwen Oberhausen gehörten zeitweise der DEL an, der Verein ist jedoch inzwischen insolvent und steht kurz vor der Auflösung. In der Saison 2007/08 gelang den Billardspielern des BC Oberhausen der Aufstieg in die Bundesliga. Daneben vertreten unter anderem die Fireballs Sterkrade und die Piranhas Oberhausen die Stadt im Inlineskaterhockey. In Oberhausen aktiv ist ferner Cha Yong-kil, der den neunten und damit höchsten Dan besitzt, den man in Taekwondo haben kann. Er ist Taekwondo-Meister, Präsident des Jidokwan Taekwondo Europe Verbands und Präsident des Welt-Kampfkunst-Bundes. Die drei mitgliederstärksten Vereine der Stadt heißen Turnerbund Osterfeld, TV Jahn Königshardt und Turnclub Sterkrade 1869.

Die 1954 gegründeten, alljährlich stattfindenden Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sind ein Höhepunkt des Oberhausener Kulturlebens.

Erwachsen aus Kontakten, die seit 1952 bestehen, veranstaltet die Stadt Oberhausen eine multilaterale Jugendbegegnung, die sogenannte MULTI. Alle 2 Jahre besuchen Gäste aus anderen Ländern – 2008 aus England (Middlesbrough), Estland (Tallinn), Israel (Jerusalem), Polen (Danzig), Türkei (Mersin), Ukraine (Saporischschja), Sardinien (Carbonia und Iglesias), Russische Föderation (Megion, Baschkortostan: Ufa), Rumänien (Bacau) – die Stadt und ihre Umgebung. Für die Zeit Ihres Aufenthalts in Oberhausen sind sie in Gastfamilien untergebracht und nehmen – zusammen mit Jugendlichen aus Oberhausen und Umgebung – an einem vielfältigen Programm teil. Die gastgebenden bzw. teilnehmenden Jugendlichen aus Oberhausen und Umgebung haben dann in dem darauf folgenden Jahr die Chance, für einen Gegenbesuch in diese Länder zu fahren. Aufgrund der Situation dort, fand der Austausch mit Jerusalem (Israel) in den letzten Jahren nur in Oberhausen statt. Die Multi 2010 wird teil des offiziellen Programm der Europäischen Kulturhauptstadt Essen 2010 sein.

Grundidee der MULTI ist der interkulturelle Austausch, bei dem die Jugendlichen Kompetenzen in den Alltag mitnehmen sollen, das Leben in einer multikulturellen globalen Gesellschaft führen zu können.

Die Sterkrader Fronleichnamskirmes ist die größte Straßenkirmes in Europa.

Traditionell findet am Tag vor Rosenmontag ein Straßenkarneval in der Innenstadt statt.

Die Stadt Oberhausen verdankt ihre Entstehung dem Vorkommen von Erz und Kohle. Spielt das Erz schon wegen seiner mangelhaften Qualität nur eine kurze Rolle in der Stadtgeschichte, sind die Jahre von 1853 (Förderbeginn der Zeche Concordia) bis 1992 (Stilllegung der letzten Zeche) vom Bergbau und – damit verbunden – von der stahlerzeugenden und stahlverarbeitenden Industrie geprägt. Den Gründerjahren des Bergbaus in Oberhausen – neben der erwähnten Zeche Concordia, Zeche Roland (1855), Zeche Oberhausen (1858), Zeche Alstaden (1859) folgten als „Großzechen“ die Bergwerke Osterfeld (1879), später im Verbund mit der Zeche Sterkrade (Förderbeginn 1903) und das Bergwerk Jacobi mit einer Kokerei (1913), daneben als kleinere Schachtanlagen die Zechen Vondern und Hugo Haniel, beide schon 1932 während der großen Depression stillgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Bergbau in Oberhausen wie überall im Ruhrgebiet noch einmal eine kurze Hochkonjunktur, die von 1958 bis zum Beginn der Bergbaukrise mit Absatzschwierigkeiten der Hausbrandzechen dauerte. Danach war der Bergbau eine Krisenbranche, deren Nöte auch an Oberhausen nicht vorbei gingen. Die Stilllegung der Zeche Concordia (1968) erzielte noch ein bundesweites Echo, während die Stilllegungen der Zechen Alstaden (1972), Jacobi (1974, Kokerei 1986) und Osterfeld (1992) fast ohne publizistische Beachtung blieben.

Der zweite Schauplatz des industriellen Niedergangs der Stadt, die Stahlindustrie, hier vor allem der Stahlerzeugung, ging spektakulärer vor sich. Nach der Übernahme der Hüttenwerke Oberhausen AG, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem GHH-Konzern zwangsweise ausgegliedert wurde, durch den Thyssen-Konzern wurden bis auf ein noch bis 1996 laufendes kleines Elektrostahlwerk (Sprengung der Gebäude: 2006) alle Produktionsstätten stillgelegt, so dass auch hier über 13.000 Arbeitsplätze verloren gingen. Lediglich die Stahlverarbeitung – extrem spezialisiert auf exportgängige Produkte – hat sich in Oberhausen-Sterkrade bei der nunmehr zum MAN-Konzern gehörenden „Rest-GHH“ gehalten und bietet dort noch rund 1.500 Arbeitnehmer/innen einen Arbeitsplatz.

Die Arbeitsplatzverluste bei Kohle, Stahl und verarbeitendem Gewerbe allgemein – meist als per saldo Zahl mit 40.000 angegeben – liegen in der Realität weit höher. Wird etwa das Jahr 1960 als Vergleichszeitpunkt genommen, so differieren die Arbeitsplatzzahlen um 53.000.

Der Versuch, Oberhausen mit dem Konzept Neue Mitte Oberhausen als Freizeit- und Einkaufszentrum zu etablieren sowie als Gewerbe- und Tourismusstandort neu zu positionieren, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Die Arbeitsplatzgewinne durch diese Strategie belaufen sich nach Studien des Amts für Statistik und Wahlen auf etwa 10.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in diesem Bereich. Der Imagegewinn für die Stadt durch diese Strategie ist allerdings hoch.

An den nationalen und internationalen Luftverkehr ist Oberhausen über den Flughafen Düsseldorf International, den Flughafen Köln/Bonn, den Flughafen Münster/Osnabrück, den Flughafen Dortmund und den Flughafen Weeze angeschlossen. Außerdem gibt es in der Nähe als Regionalflughäfen noch die Flughäfen Essen/Mülheim und Dinslaken Schwarze Heide.

Bereits 1847 wurde Oberhausen durch die Cöln-Mindener Eisenbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im Schienenpersonenfernverkehr verkehren der ICE International Amsterdam Centraal – Utrecht Centraal – Köln Hbf – Frankfurt (Main) Hbf / Basel SBB (Kursbuch-Tabelle 41), der IC Norddeich Mole–Münster (Westfalen)–Köln–Koblenz–Luxemburg (Kursbuch-Tabelle 30) sowie die Nachtreisezüge „Pegasus“ Amsterdam Centraal – Karlsruhe Hbf – Zürich HB (Kursbuch-Tabelle N 6) und „Pollux“ Amsterdam Centraal – München Hbf (Kursbuch-Tabelle N 7) der CityNightLine. Von Dezember 2006 bis Dezember 2007 verkehrte zusätzlich der ICE von Oberhausen Hbf – Düsseldorf Hbf – Köln Hbf – Frankfurt Flughfn. Fernbf. – Würzburg – Nürnberg – Ingolstadt nach München Hbf als Ersatz für die aufgrund einer Baustelle aufgehobenen Verbindung ab Essen HBF. Im Güterverkehrsbereich existieren in Oberhausen der große Rangierbahnhof Oberhausen-Osterfeld Süd und der Verschiebebahnhof Oberhausen West.

Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) verkehren der Rhein-Emscher-Express (RE 3) und der Rhein-Express (RE 5) sowie die Regionalbahn-Linien 33, 35, 36 und 44 sowie die S-Bahn-Linien 2 und 3. Außer dem Hauptbahnhof gibt es drei weitere Bahnhöfe bzw. Haltepunkte; dies sind: Sterkrade Bf., Holten Bf. und Osterfeld Süd Bf. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der DB Regio NRW und der Prignitzer Eisenbahn GmbH.

Den Straßenpersonennahverkehr in Oberhausen bedienen neben dem örtlichen Betrieb, der STOAG, vier weitere Nahverkehrsbetriebe, die DVG, die EVAG, die MVG und die Vestische Straßenbahnen GmbH. Als innovativ gilt die ÖPNV-Trasse Oberhausen, die im Zuge des Neubaus des CentrO in der Neuen Mitte gebaut wurde. Auf ihr verkehrt neben einer Reihe von Buslinien wieder die Straßenbahn von Mülheim an der Ruhr über den Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Sterkrade. Ende Oktober 2004 wurde diese Strecke um einen 800 m langen Abschnitt bis zum Sterkrader Neumarkt verlängert, der in Richtung Bahnhof von Linienbussen mitbenutzt werden kann. Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Oberhausen ist über die nachfolgend aufgeführten Autobahnen und Anschlussstellen an das Fernstraßennetz angebunden.

Durch das Stadtgebiet von Oberhausen führen weiterhin die Bundesstraße 8, die Bundesstraße 223 und Bundesstraße 231. Seit August 2008 wurde die L 21 zwischen der A 3 AS Dinslaken-Süd/OB-Schmachtendorf und der A 59 AS Dinslaken-Hiesfeld zur Bundesstraße 8 hochgestuft, so dass der Oberhausener Norden nunmehr auch an das Bundesstraßennetz angeschlossen ist.

Oberhausen – seit 2001 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen – bietet optimale Bedingungen für nichtmotorisierte, individuelle Mobilität im räumlichen Nahbereich, vorzugsweise mit dem Fahrrad, zu Fuß, aber auch mit anderen Verkehrsmitteln (z. B. Inlinern, Kickboards, Skateboards u. a.). Oberhausen erzielte zweimal den dritten Platz beim Fahrradklimatest des ADFC. Wie auch an anderer Stelle im Ruhrgebiet wurden in Oberhausen mehrere Trassen ehemaliger Zechenbahnen in Rad- und Wanderwege umgewandelt. Diese ermöglichen fast kreuzungsfreie Radtouren von der Emscherzone im Kern der Stadt bis hinaus in die Wälder der Kirchheller Heide nördlich von Oberhausen.

Der Rhein-Herne-Kanal verläuft von Ost nach West größtenteils parallel zur Emscher. Im Bereich der Neuen Mitte Oberhausen liegt am Rhein-Herne-Kanal mit der Marina Oberhausen ein neuer Freizeit- und Sportboothafen. Am Rhein-Herne-Kanal gibt es zudem weitere Häfen und Anlegestellen für die Binnenschifffahrt.

Die Emscher, die zur Zeit noch Abwässer führt, soll in naher Zukunft renaturiert werden. Kanal und Emscher teilen das Stadtgebiet in einen nördlichen und südlichen Teil. Im Ortsteil Alstaden begrenzt die Ruhr das Stadtgebiet.

Ein großer Arbeitgeber mit ca. 1500 Mitarbeitern am Standort Oberhausen ist die MAN TURBO AG, ein Teil der MAN AG, hervorgegangen aus der ehemaligen Gutehoffnungshütte in Sterkrade. Ein anderer Arbeitgeber war das Oberhausener Unternehmen Babcock Borsig, welches im Jahre 2004 Insolvenz anmeldete.

Seit 1970 in Oberhausen ansässig ist der Asso Verlag, der heute vorrangig Belletristik, Anthologien, Biografien und Sachbücher aus der Region veröffentlicht. Das bei Asso erschienene politische Volksliederbuch -Lieder gegen den Tritt- war lange Zeit Kult in linken Studentenkreisen.

1984–2005 war hier die Elektrikfirma BEKA ansässig, nach Insolvenz und Neugründung 2005 jetzt eltec.

Die Firma Lenord+Bauer fertigt hier Sensoren, Servomotoren und elektronische Steuerungselemente für eine Vielzahl von Industriezweigen.

KODi, der größte Haushaltswaren-Discounter Deutschlands, ist seit 1981 in Oberhausen ansässig.

Ebenso heimisch in Oberhausen ist Deutschlands größte inhabergeführte Agentur für Neue Medien: Bassier, Bergmann & Kindler, Digital Sales and Brand Specialists GmbH. Weitere Niederlassungen existieren in Berlin und Ludwigsburg.

Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen unterhält in Oberhausen eine Außenstelle mit rund 150 Beschäftigten, deren Aufgabenschwerpunkt die Aufbereitung amtlicher Statistiken ist.

Die Stadtverwaltung beschäftigte (2007) 1343 Mitarbeiter.

Die Stadt Oberhausen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Verleihungsdatum.

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Bundestagswahlkreis Oberhausen – Wesel III

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Der Bundestagswahlkreis Oberhausen – Wesel III (Wahlkreis 118) liegt in Nordrhein-Westfalen und umfasst die kreisfreie Stadt Oberhausen und die Stadt Dinslaken aus dem Kreis Wesel. Dinslaken gehört erst seit 2002 zu diesem Wahlkreis; vorher bestand der Wahlkreis immer nur aus der Stadt Oberhausen.

Wahlberechtigt waren bei der letzten Bundestagswahl 213.983 Einwohner. Der Wahlkreis gilt als SPD-Hochburg.

1 1953 stellte die CDU im Rahmen eines Wahlbündnisses mit dem Zentrum keinen eigenen Direktkandidaten auf und unterstützte den Zentrumskandidaten Johannes Brockmann.

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Oberhausen (bei Bad Bergzabern)

Wappen der Gemeinde Oberhausen

Oberhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz, (Deutschland).

Der Weinort liegt zwischen dem Biosphärenreservat Pfälzerwald und dem Rhein. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Bad Bergzabern hat.

2007 waren 63,7 Prozent der Einwohner evangelisch und 22,4 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.

Der Gemeinderat besteht aus neun Ratsmitgliedern, einschließlich der nebenamtlichen Bürgermeisterin, die bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden.

Seit 1. Mai 2006 ist Irmgard Schreiber als Nachfolgerin von Walter Jäger Ortsbürgermeisterin von Oberhausen.

Die Blasonierung des Wappens lautet: Von Silber und Schwarz gespalten, rechts ein mit einer Zinne und einem rot gedeckten Staffelgiebel versehenes blaues Turmhaus mit Uhr, links unter drei goldenen Kerzen mit roter Flamme 1:2 eine beblätterte goldene Traube.

Es wurde 1982 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Der Rathausturm ist das Wahrzeichen der Gemeinde.

Die alljährige Kerwe findet immer am letzten Wochenende im August statt.

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Source : Wikipedia