Nikolai Walujew

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Geschrieben von robby 04/05/2009 @ 12:07

Tags : nikolai walujew, boxen, sport

Neueste Nachrichten
WBA kürt Walujew zum Weltmeister - sueddeutsche.de
Hamburg (dpa) - Der Box-Weltverband WBA hat den Russen Nikolai Walujew vom Berliner Sauerland-Team als Weltmeister bestätigt. Damit gibt es zwischen dem Usbeken Ruslan Chagaev und WBO/IBF-Champion Wladimir Klitschko höchstwahrscheinlich keinen...
Walujew-Tschagajew: Neues Chaos nach Kampf-Absage - FOCUS Online
Der Weltverband WBA prüft die Absage des WM-Kampfes zwischen Ruslan Tschagajew und Nikolai Walujew, der aufgrund einer Hepatitis-B-Infektion von Tschagajew abgesagt worden war. Nach der überraschenden Absage des WM-Kampfes zwischen Ruslan Tschagajew...
ABGESAGTER BOXKAMPF "Walujew ist der größte Feigling" - Spiegel Online
Kampf abseits des Rings: Ruslan Tschagajews Promoter Klaus-Peter Kohl hat nach der Absage des WBA-Titelkampfs Boxer Nikolai Walujew verhöhnt und mit rechtlichen Schritten gedroht. Walujews Promoter Don King will seinen Schützling dagegen kampflos zum...
Klitschko-Gegner "Walujew hat kein Herz" - FR-online.de
Die Variante, den russischen Riesen Nikolai Walujew vor die Fäuste von Dr. Steelhammer zu bringen, ist schnell geplatzt. Der 2,13- Meter-Mann hat abgesagt. Zwei Wochen seien zu kurz, um sich auf den Ukrainer vorzubereiten, hat Walujew gesagt und sich...
Das Duell Klitschko gegen Tschagajew war erst ein Notbehelf, nun ... - sueddeutsche.de
Nur vier Tage zuvor hatten finnische Funktionäre und deutsche Ausrichter in Helsinki den Titelkampf zwischen den parallel als WBA-Champions geführten Tschagajew und Nikolai Walujew wegen angeblicher Infektionsgefahr durch Hepatitis-B-Keime bei...
Boxen: Walujew fit für WM-Kampf - FOCUS Online
Mai in Helsinki bringt Box-Riese Nikolai Walujew nur noch 144 Kilogramm auf die Waage. Fünf Kilo verlor er im Trainingscamp. Nikolai Walujew (l.) musste beim ersten Kampf gegen Ruslan Tschagaew (r.) noch einstecken Schwergewichts-Boxer Nikolai Walujew...
Walujew: "Ich bin so gut in Form wie nie zuvor" - 1asport.de
Danach ging ein Raunen durch die Menge: Denn der Russische Riese Nikolai Walujew stieg über die Ringseile hinweg ins Seilgeviert. Der 2,13 Meter große WBA-Weltmeister absolvierte jedoch nur ein leichtes Training. Sein Coach Alexander Zimin wollte wenig...
Armer Riese - FR-online.de
Im Moment hat gerade Nikolai Walujew im Dickicht die Orientierung verloren. Der russische 2,13-Meter-Riese hat sich akribisch auf Ruslan Tschagajew vorbereitet. Bei all der Gewissenhaftigkeit haben er und sein Management doch tatsächlich vergessen,...
Tschagajew stellt sich Klitschko - FR-online.de
Mai in Helsinki die WBA-WM gegen Nikolai Walujew (Russland) boxen, um die Titelfrage zu klären. Der Kampf fiel jedoch aus, weil Tschagajew einen Tag vor dem Duell nach einer Blutuntersuchung von den Ärzten Startverbot erhielt....
Tiefschlag fürs Boxen Von René Hofmann - sueddeutsche.de
In der vergangenen Woche platzte der Kampf zwischen Nikolai Walujew und Ruslan Chagaev, der am Samstag in Helsinki geplant gewesen war. Der Grund dafür: Finnische Ärzte hatten entdeckt, was in der Szene schon länger bekannt war - Chagaev hat Hepatitis...

Wolodymyr Wirtschis

Wolodymyr Wirtschis (ukrainisch Володимир Вірчіс, oft auch in der russischen Namensform Владимир Вирчис/Wladimir Wirtschis; * 18. August 1973 in Kachowka, Ukraine) ist ein ukrainischer Schwergewichtsboxer.

Wirtschis wurde 1999 erst im Alter von 26 Jahren in der Ukraine Boxprofi. Er schlug viele seiner ersten Gegner KO, musste aber 2003 mit dem ersten bekannteren Gegner Julius Francis über die Runden gehen.

Respekt verschaffte er sich 2005 durch einen KO in der letzten Runde über seinen Landsmann Taras Bidenko, als er nach Punkten deutlich zurück lag. Bidenko hatte zuvor mit einer Punktniederlage gegen Nikolai Walujew in seinem vierten Profikampf nur einmal verloren.

Im gleichen Jahr besiegte Wirtschis dann umstritten den ehemaligen englischen Meister Michael Sprott nach Punkten. Danach schlug er Cliff Couser nach Punkten.

2006 erlitt er selbst gegen den ungeschlagenen, früheren Amateurstar Ruslan Chagayev eine umstrittene Punktniederlage. Im nächsten Kampf konnte er dennoch um die Europameisterschaft boxen und besiegte den Titelverteidiger Paolo Vidoz durch KO. In einem WM-Ausscheidungskampf der WBC am 27. September 2008 gegen Juan Carlos Gómez verlor er in 12 Runden nach Punkten. Gómez darf Vitali Klitschko nach seinem Sieg am 11. Oktober 2008 gegen Samuel Peter um die WBC-Krone herausfordern.

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Jameel McCline

Jameel McCline (* 20. Mai 1970 in Harlem, New York), genannt „Big Time“ McCline, ist ein US-amerikanischer Schwergewichtsboxer.

Nach einer längeren Haftstrafe wegen illegalen Waffenhandels und nur einem Amateurkampf begann McCline 1995 seine Profikarriere. Er log einfach den bekannten Trainer Kevin Rooney (Ex-Trainer von Mike Tyson) an, dass er schon große Erfahrung gesammelt habe. Mit seinem Äußeren (austrainiert 115-120 Kilogramm) sorgte er für Interesse. Ohne nennenswerte boxerische Ausbildung und Ringerfahrung verlor er aber bereits seinen zweiten Kampf gegen Gary Bell durch KO in der ersten Runde. In der Folge wurde ihm deshalb keine große Aufmerksamkeit zuteil.

McCline blieb dennoch konsequent dem Sport treu und gewann in den nächsten Jahren regelmäßig Kämpfe auf den "Heavyweight Explosion"-Veranstaltungen von Cedric Kushner. Von 1996 bis 2002 blieb er ungeschlagen.

2001 sollte Michael Grant nach seiner demoralisierenden KO-Niederlage gegen Lennox Lewis wieder neu aufgebaut werden. Als Gegner wählte Promoter Kushner McCline aus, aber der nutzte die Gelegenheit und überraschte Grant mit einem Niederschlag in der ersten Runde, der sich dabei verletzte und aufgeben musste.

McCline stand jetzt im Rampenlicht und durfte gegen den Puncher Lance Whitaker antreten, der gerade den größten Sieg seiner Karriere gelandet hatte. Er schaffte die zweite Überraschung in Folge und schlug Whitaker nach Punkten. Er wurde dafür beim Ring Magazine unter den besten Zehn geführt. Anschließend bestätigte er die Ranglistenposition mit einem hohen Punktsieg über Shannon Briggs.

Er stieg dadurch zum Pflichtherausforderer des WBO-Weltmeisters Wladimir Klitschko auf. In diesem Kampf am 7. Dezember 2002 boxte er allerdings verhalten, wurde vorgeführt und gab nach einem Niederschlag in der zehnten Runde auf.

In den nächsten Kämpfen gelangen McCline KOs gegen Charles Shufford und den ungeschlagenen Cedric Boswell, so dass er einen weiteren Titelkampf bei der IBF gegen Weltmeister Chris Byrd erhielt. Er hatte Byrd dabei in der zweiten Runde am Boden, verlor aber dennoch nach Punkten. Im Jahr 2005 unterlag er dann dem ungeschlagenen Calvin Brock und Zuri Lawrence.

Am 20. Januar 2007 forderte McCline in Basel den WBA-Titelträger Nikolai Walujew heraus. Am Ende der dritten Runde zog er sich eine Knieverletzung zu, die ihn daran hinderte weiter zu kämpfen. Nach dem Kampf gab McCline an, wahrscheinlich seine Karriere zu beenden. Die Titelverteidigung war der bisher schwerste Titelkampf des Profiboxens. Zusammen brachten die beiden Kontrahenten 270kg auf die Waage. Im Anschluss an den Kampf wurde bei McCline ein Patellasehnenriss im linken Knie festgestellt. Die Verletzung erfordert eine Operation, der Heilungsprozess wird nach Schätzungen ein halbes Jahr dauern.

Am 15. Juni kündigte Vitali Klitschkos Berater Shelly Finkel an, dass Klitschko bei seinem Comeback gegen McCline kämpfen würde. Da dieser sich allerdings in der Vorbereitung auf den Kampf verletzte, wurde der Kampf abgesagt. McCline sollte dann zunächst im Rahmenprogramm des WM-Kampfes zwischen WBC-Titelträger Oleg Maskajew und Samuel Peter gegen DaVarryl Williamson antreten. Wenig später musste allerdings auch Maskajew aufgrund einer Trainingsverletzung ebenfalls seinen Kampf absagen, so dass McCline zum Gegner von Samuel Peter aufstieg. Der Kampf um den WBC-Interimstitel fand am 6. Oktober 2007 im New Yorker Madison Square Garden statt. Dem nicht für seine Schlagkraft bekannten McCline gelangen in der zweiten und dritten Runde überraschend drei Niederschläge, dennoch konnte er den Kampf nicht entscheiden. Stattdessen gewann Peter nach zwölf Runden nach Punkten. Auch seinen nächsten Kampf, einen Ausscheidungskampf des WBC-Verbandes gegen den ehemaligen WBA-Weltmeister John Ruiz, verlor er am 8. März 2008 einstimmig nach Punkten.

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Nikolai Sergejewitsch Walujew

Nikolai Sergejewitsch Walujew (russisch Николай Сергеевич Валуев, englische Transkription Nikolay Valuev; * 21. August 1973 in Leningrad, Sowjetunion, heute Sankt Petersburg, Russland) ist ein russischer Profiboxer und Weltmeister der WBA im Schwergewicht.

Walujew, der seine sportliche Karriere als Basketballspieler und Diskuswerfer begonnen hat, ist mit offiziell 2,13 m Körperlänge und bis zu 150 kg Kampfgewicht der größte und schwerste Schwergewichtsweltmeister, den es bisher gab. Er hat Schuhgröße 52. Nach eigenen Angaben betrug seine Körpergröße im Alter von zwölf Jahren bereits 1,96 m. Nach dem Abitur studierte er in St. Petersburg an der Universität Sport – ohne Abschluss.

Erst im Alter von 20 Jahren begann Walujew mit dem Boxsport. Er hatte nur eine kurze Amateurkarriere mit weniger als 15 Kämpfen. Er nahm an den Goodwill Games 1994 in Sankt Petersburg teil, unterlag jedoch schon im ersten Kampf knapp seinem Landsmann Alexei Lesin. Außerdem gelang ihm ein zweiter Platz bei den Russischen Meisterschaften.

Seinen ersten Profikampf bestritt Walujew am 15. Oktober 1993 in Berlin. Ernsthaft, d.h. mit regelmäßigen Kämpfen, begann er seine Karriere jedoch erst Ende 1996, damals noch für Klaus-Peter Kohls Universum Box-Promotion. Im Januar 1999 gewann er den Titel des Russischen Meisters im Schwergewicht. Im selben Jahr bestritt er in Prag einen Kampf gegen Andreas Sidon, der ohne Wertung blieb. 2002 besiegte er in Seoul Taras Bidenko nach Punkten.

Walujew gehört seit 2003 zum Boxstall des Promoters Wilfried Sauerland. Seit 2004 besiegte er den früheren WBC-Titelträger im Cruisergewicht Marcelo Domínguez, den nigerianischen Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1992 Richard Bango, Paolo Vidoz, den damals ungeschlagenen US-Amerikaner Gerald Nobles, Attila Levin und Clifford Etienne.

Beim Weltmeisterschafts-Ausscheidungskampf der WBA erboxte sich Walujew am 1. Oktober 2005 in Oldenburg gegen Larry Donald die Pflichtherausfordererposition durch einen umstrittenen Sieg mit 114:114, 117:112 und 114:113 Punkten.

Durch einen knappen und ebenfalls umstrittenen Punktsieg gegen den Titelträger John Ruiz in der Berliner Max-Schmeling-Arena konnte sich Walujew am 18. Dezember 2005 den Schwergewichtsweltmeister-Titel nach Version der WBA sichern. Ruiz war bei keiner unabhängigen Fachzeitschrift als Nummer eins geführt und galt als Zögling von Don King.

Seine erste Titelverteidigung gelang ihm am 3. Juni 2006 in Hannover durch technischen KO in der dritten Runde gegen Owen Beck, ebenfalls ein Schützling von Don King. Am 7. Oktober 2006 verteidigte Walujew in Chicago, Illinois (USA), seinen Gürtel gegen Monte Barrett durch technischen KO in der elften Runde. Im folgenden, in der Basler St. Jakobshalle ausgetragenen Schwergewichtsweltmeisterschaftskampf, verteidigte er am 20. Januar 2007 seinen Schwergewichtsmeistertitel gegen Jameel McCline, welcher den Kampf wegen einer Knieverletzung vorzeitig aufgeben musste. Am Ende der dritten Runde fiel der US-Amerikaner, nachdem ihm eine Kniescheibe herausgesprungen war, zu Boden. Die Titelverteidigung war mit einem kombinierten Gewicht von 268 kg der bisher schwerste Titelkampf in der Geschichte des Profiboxens.

Am 14. April 2007 verlor Walujew die erste Pflichtverteidigung seines Titels gegen den noch ungeschlagenen usbekischen Boxer Ruslan Chagayev in der Porsche-Arena in Stuttgart in einem ausgeglichenen Kampf nach Punkten, seine erste Niederlage in 48 Profikämpfen. Daraufhin trennte er sich von seinem langjährigen Trainer Manuel Gabrielian und verpflichtete im Juni 2007 Alexander Simin als neuen Trainer.

Seinen ersten Kampf nach dem Verlust des WBA-Titels gewann er am 29. September 2007 in Oldenburg gegen den Frankokanadier Jean-François Bergeron, der in 27 Profikämpfen noch unbesiegt war, einstimmig nach Punkten. Wie schon gegen Donald und gegen Ruiz gilt auch dieses Urteil der Punktrichter als umstritten, was sich diesmal jedoch insbesondere auf die Höhe des Punktsieges bezog. Walujew lag auf zwei Punktzetteln mit je sieben Punkten und auf dem dritten mit sechs Punkten vorne. Der als ARD-Boxexperte agierende Henry Maske kritisierte die Höhe des Punktsieges vor laufenden Kameras.

Am 17. Februar 2008 gewann Walujew in Nürnberg überlegen einen Ausscheidungskampf des WBA-Verbandes gegen den ehemaligen WBO-Weltmeister Sjarhej Ljachowitsch und sicherte sich damit eine weitere Weltmeisterschaftchance. Der Rückkampf gegen Chagayev sollte am 31. Mai in Oberhausen stattfinden, wurde jedoch aufgrund einer Erkrankung von Chagayev auf den 5. Juli 2008 verschoben. Als Chagayev dann eine Woche vor dem Kampftermin einen Achillessehnenriss erlitt und seiner Pflichtverteidigung wegen dieser schweren und langwierigen Verletzung nicht nachkommen konnte, wurde dem Usbeken der WBA-Titel aberkannt. Chagayev erhielt stattdessen den Status eines „Champion in recess“ (Weltmeister im Wartestand), was ihm ermöglicht, bis zum 26. Juni 2009 den dann amtierenden WBA-Weltmeister herausfordern zu dürfen.

Die WBA ordnete daraufhin einen Kampf um den vakanten WBA-Schwergewichtstitel zwischen Nikolai Walujew und John Ruiz an, der am 30. August 2008 in Berlin stattfand. Walujew gewann diesen Kampf und wurde somit zum zweiten Mal WBA-Schwergewichtsweltmeister. Zunächst wurde ein Sieg mit 2-1 Punktrichterstimmen verkündet, den man anschließend jedoch auf 3-0 berichtigte, da WBA-Supervisor Bob Mack die Wertung der zwölften Runde des japanischen Punkterichters versehentlich Ruiz statt Walujew zuerkannt hatte. Auf Protest des japanischen Punkterichters wurde die Wertung nachträglich korrigiert.

Seine letzte Titelverteidigung, die er nach Punkten (114:114 116:112 115:114) gewann, bestritt Walujew am 20. Dezember 2008 in Zürich gegen den 46-jährigen Ex-Weltmeister Evander Holyfield. Nach vielfachen Protesten kündete die WBA am 29. Dezember 2008 an, das Urteil zu überprüfen.

Walujew ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Sankt Petersburg, jedoch auch etwa fünf Monate im Jahr in Berlin. Als Hobbys nennt er Geländewagenfahren, Fischen, Jagen und Lesen.

Zusammen mit dem Sportjournalisten Konstantin Ossipow veröffentlichte er 2007 seine Autobiografie mit dem Titel „Meine Zwölf Runden“. Außerdem spielte Walujew in den Filmen 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug, Kamennaya bashka und Put mit.

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Evander Holyfield

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Evander Holyfield (* 19. Oktober 1962 in Atmore, Alabama) ist ein US-amerikanischer Profiboxer. Er bekam im Laufe seiner Karriere den Spitznamen The Real Deal verliehen, was so viel wie Der einzig Wahre bedeutet und war als einziger in der Boxgeschichte vier mal Schwergewichtsweltmeister.

Holyfield wollte ursprünglich Karriere im American Football machen, ehe er sich an der High School dem Boxsport zuwandte. Als Amateur bestritt er 174 Kämpfe, von denen er 160 gewann und nur vierzehn verlor. 1983 belegte er bei den Panamerikanischen Spielen in Caracas den zweiten Platz im Halbschwergewicht als er dem Kubaner Pablo Romero unterlag.

1984 gewann er das renommierte Golden-Gloves-Turnier und qualifizierte sich für die Teilnahme an den im selben Jahr stattfindenden Olympischen Sommerspielen in Los Angeles. Er galt dort als Favorit auf den Sieg in der Halbschwergewichtsklasse, wurde jedoch im Halbfinale gegen den Neuseeländer Kevin Barry (später Manager von David Tua) höchst umstritten wegen Schlagens nach dem Rundengong disqualifiziert und musste sich mit der Bronzemedaille zufrieden geben.

Im November des gleichen Jahres wechselte er zum Profiboxen und wurde nach Siegen gegen Dwight Qawi im Juli 1986, gegen den Rechtsausleger Ricky Parkey im Mai 1987 und Carlos De Leon im April 1988 von allen drei bedeutenden Boxverbänden (WBA, IBF, WBC) als Weltmeister im Cruisergewicht anerkannt. Der erste Kampf gegen Qawi (W15) gilt als einer der besten der Geschichte in der Cruisergewichtsklasse. Das Rematch gewann Holyfield schon in der 4.Runde.

Er war damit für 18 Jahre der einzige unumstrittene Weltmeister dieser Klasse, erst O'Neil Bell konnte 2006 die Titel erneut vereinigen.

Im Juli 1988 trat Holyfield erstmals im Schwergewicht an. Mit KO-Siegen gegen James Tillis, Pinklon Thomas, Alex Stewart, Adilson Rodrigues und vor allem mit einem legendären Kampf gegen Michael Dokes arbeitete er sich in den Ranglisten nach oben.

Am 25. Oktober 1990 gewann er schließlich die WM-Titel aller drei damals wichtigen Verbände im Schwergewicht durch einen klaren KO-Sieg in der dritten Runde gegen seinen untrainierten Rivalen James „Buster” Douglas. Dieser hatte zuvor sensationell Mike Tyson KO geschlagen.

In der Folgezeit verteidigte Holyfield die Titel dreimal erfolgreich, gegen die damals jeweils 42-jährigen Exweltmeister George Foreman und Larry Holmes nach Punkten sowie gegen Ersatzgegner Bert Cooper durch KO in der 7. Runde. Ein Kampf gegen Tyson kam zunächst nicht zustande, weil dieser wegen Vergewaltigung inhaftiert wurde.

Am 13. November 1992 verlor Holyfield seinen Weltmeistertitel gegen den als Profi ungeschlagenen Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von 1988, Riddick Bowe. Nach dieser Punktniederlage erklärte er seinen Rücktritt.

Kurze Zeit später widerrief er diese Entscheidung und nahm sich Emanuel Steward statt George Benton als neuen Trainer. Er schlug erneut Alex Stewart, wirkte aber auf Journalisten formschwach.

Anschließend kam es am 6. November 1993 zum Rückkampf mit Bowe, den Holyfield mit einer völlig anderen Strategie als im ersten Kampf, nämlich „In and Out“ statt „Pressure Fighting“ knapp nach Punkten für sich entscheiden konnte. Hier ging es nur noch um zwei der drei Titel, da Bowe sich zuvor geweigert hatte, den der WBC gegen Lennox Lewis zu verteidigen und diesen dann niedergelegt hatte.

Nach dem neuerlichen, wiederum umstrittenen Verlust der beiden verbliebenen WM-Titel am 22. April 1994 gegen den ungeschlagenen und durchaus angesehenen, aber als Außenseiter in den Kampf gegangenen Rechtsausleger Michael Moorer wurde bei Holyfield ein angeborener Herzfehler diagnostiziert, der sein Karriereende zu besiegeln schien. Holyfield bestritt jedoch die Diagnose und führte sie auf die Einnahme falscher Medikamente zurück. Dennoch bestritt er in der unmittelbaren Folgezeit keine Kämpfe.

Dreizehn Monate später bestritt er ein erneutes Comeback und besiegte den ehemaligen WBO-Weltmeister Ray Mercer, der zuvor in einigen Kämpfen enttäuscht hatte, sich hier aber wieder in Topform präsentierte, in einem harten Kampf nach Punkten und hatte ihn erstmals in dessen Karriere am Boden (Mercer ging erst wieder 2002 im Alter von 41 in einer KO-Niederlage gegen Wladimir Klitschko zu Boden).

Am 4. November 1995 boxte er dann in einem Nichttitelkampf ein drittes Mal gegen Riddick Bowe. Diesmal unterlag er jedoch durch KO in der achten Runde, nachdem er selbst zunächst Bowe in der sechsten Runde, zum ersten Mal in dessen Profilaufbahn, am Boden hatte. Holyfield machte für diese Niederlage später eine Hepatitiserkrankung verantwortlich.

Am 9. November 1996 kam es schließlich zu dem seit Jahren geplanten Kampf gegen Mike Tyson um den WBA-Titel. Tyson hatte 1996 zunächst die WM-Titel der Verbände WBA und WBC zurückerobert, den WBC-Titel aber abgegeben, weil Lennox Lewis Pflichtherausforderer war (vergleichbar mit Bowes Niederlegung des WBC-Titels 1993) und Holyfield nach seiner KO-Niederlage gegen Bowe als klarer Außenseiter galt. Auch einen naheliegenden Fight gegen Riddick Bowe, der ja gerade Holyfield ausgeknockt hatte, strebte Tyson nicht an. Holyfield, der seine ganze Karriere bei Main Events gewesen war, musste bei Tysons Promoter Don King unterschreiben, um den Kampf zu bekommen. Angesichts der KO-Niederlage gegen Bowe und seiner angeblichen Herzprobleme galt Holyfield als krasser Außenseiter. Das Ring Magazine prognostizierte lakonisch: "Holyfield has no shot. Tyson KO1". Die Wettquoten eröffneten dementsprechend mit 25 zu 1, gingen dann etwas herunter auf 16 zu 1 zu Tysons Gunsten. Bei einer Umfrage des „Las Vegas Review Journal“ setzten 47 von 48 Journalisten auf Mike Tyson.

Holyfield präsentierte sich aber zur allgemeinen Überraschung in hervorragender Verfassung, boxte taktisch perfekt und besiegte Tyson sensationell durch technischen KO in der elften Runde. Er war damit nach dem legendären Muhammad Ali erst der zweite Boxer, dem es gelang, dreimal einen anerkannten WM-Titel im Schwergewicht zu erringen. Linearer Weltmeister war er im Gegensatz zu diesem allerdings keineswegs jedes Mal.

Der Rückkampf am 28. Juni 1997 endete mit einem Eklat: Der Kampf wurde nach der dritten Runde abgebrochen, nachdem Tyson, der die ersten beiden Runden verloren hatte, seinem Gegner ein Stück aus dem rechten Ohr gebissen hatte. Wegen dieser groben Unsportlichkeit wurde der Herausforderer disqualifiziert und für ein Jahr gesperrt.

Am 8. November 1997 besiegte Holyfield seinen ehemaligen Bezwinger, den IBF-Titelträger Michael Moorer, der in diesem Rückkampf fünfmal zu Boden ging, souverän durch technischen KO in der achten Runde und vereinigte damit wieder die WM-Titel von zweien der vier bedeutendsten Boxverbände auf sich.

Mit einem Kampf gegen Lewis hatte er es allerdings nicht ganz so eilig, er verteidigte die Titel zunächst gegen den eher schwach eingeschätzten Vaughn Bean (der allerdings auch Moorer 1997 schon Probleme bereitet hatte) und erreichte nur einen Punktsieg. Er hatte auch vor, gegen Henry Akinwande zu boxen, der aber mit Hepatitis ausfiel.

Der Vereinigungskampf gegen den WBC-Weltmeister Lennox Lewis am 13. März 1999 in New York brachte ein kontroverses Ergebnis: Obwohl Lewis nach Meinung aller Experten klar überlegen war, wurde der Kampf unentschieden gewertet.

Im Rückkampf, der im November 1999 in Las Vegas stattfand, unterlag Holyfield dann einstimmig nach Punkten gegen Lewis, der somit die drei bedeutendsten WM-Titel auf sich vereinigte. Das Ergebnis war erneut strittig; HBO und einige Experten hatten diesmal Holyfield knapp vorne gesehen. „Boxing Monthly“ machte aber eine Umfrage, die ergab, dass eine breite Mehrheit der Journalisten Lewis vorn hatte. Die CompuBox-Statistik zeigte mehr Treffer für Lewis. Das „Ring Magazine“ wertete unentschieden und beließ Lewis auf Platz Eins in ihrer Rangliste.

In der Folgezeit konnte Holyfield nicht mehr an frühere Leistungen anknüpfen. Am 12. August 2000 gewann er durch einen knappen Punktsieg gegen den nicht besonders angesehenen John Ruiz, bis dahin nur durch seine 19-Sekunden-Niederlage gegen David Tua bekannt, erneut den zuvor von Lewis niedergelegten Titel der WBA, weswegen er von manchen US-Amerikanern als „erster vierfacher Weltmeister“ verklärt wurde, obwohl offensichtlich war, dass er nicht mehr der „wahre“ Weltmeister war. Der Rückkampf gegen Ruiz im März 2001 endete für Holyfield mit einer Punktniederlage und dem Verlust des WBA-Titels, er musste sogar zu Boden. Ein dritter Kampf im Dezember desselben Jahres brachte ein Unentschieden.

Es folgte ein Sieg durch „technische Entscheidung“ gegen den Ex-Weltmeister Hasim Rahman am 1. Juni 2002. Aufgrund einer enormen Schwellung an Rahmans Stirn, die Holyfield durch einen, nach Ringrichtermeinung versehentlichen, Kopfstoß verursacht hatte, wurde der Kampf in der achten Runde abgebrochen und Holyfield zum Sieger erklärt, da er zu diesem Zeitpunkt nach der Meinung von zweien der drei Punktrichter mit 6:1 Runden vorn lag. Tatsächlich entstand die Schwellung durch Schlagwirkung eines rechten Hakens Holyfields 50 Sekunden vor Ende der 7. Runde, welshalb der Kampf mit TKO zugunsten von Holyfield hätte gewertet werden müssen.

Im Kampf um den vakanten IBF-WM-Titel am 14. Dezember 2002 gegen Chris Byrd verlor Holyfield dann aber klar nach Punkten. Im Oktober 2003 ging er gegen James Toney sogar KO und auch gegen Larry Donald verlor er im November 2004. Trotz dieser dritten Niederlage in Folge weigerte er sich, zurückzutreten und wurde daraufhin in den USA gesperrt, um ihn „vor sich selbst zu schützen“.

Holyfield wollte sich damit nicht abfinden und kündigte 2005 an, ungeachtet der Sperre in den Ring zurückzukehren. Geplant war unter anderem ein Kampf gegen Andreas Sidon in Deutschland, der jedoch nicht zustande kam.

Im Juni 2006 gab er sein Comeback bekannt. So trat er, mittlerweile 43-jährig, am 18. August 2006 in Texas gegen den Aufbaugegner Jeremy Bates (Bilanz 21-11) an und gewann durch technischen KO in der zweiten Runde.

Er kündigte daraufhin weitere Kämpfe und sogar eine erneute Vereinigung aller WM-Titel an, was von Experten mit äußerst kritischen Augen gesehen wurde. Sein nächster Gegner war dann am 10. November 2006 zunächst Fres Oquendo in San Antonio. Holyfield konnte seinen leicht favorisierten Gegner in der ersten Runde zu Boden schlagen; anschließend verlief der Kampf relativ ausgeglichen. Am Ende wurde Holyfield einstimmig, aber nicht unumstritten, zum Punktsieger und USBA-Champion erklärt. Anschließend besiegte er Vinny Maddalone durch technischen KO in der dritten Runde und Lou Savarese nach Punkten.

Zwischenzeitlich bestritt er einen Show-„Boxkampf“ bei der WWE gegen den Wrestler Matt Hardy, der am 18. August 2007 ausgestrahlt wurde. Holyfield konnte zwei Runden zu je zwei Minuten den mit Kopfschutz boxenden Gegner dominieren. Nach Runde zwei mischte sich MVP, ein weiterer Wrestler, ein und forderte Holyfield auf, Hardy endlich auszuknocken. Daraufhin verpasste Holyfield MVP einen rechten Haken und der Kampf wurde ohne Entscheidung beendet.

Am 13. Oktober 2007 trat Holyfield in Moskau gegen den ungeschlagenen WBO-Weltmeister im Schwergewicht, Sultan Ibragimow an. Ursprünglich hatte Ibragimow eine Titelvereinigung gegen den amtierenden WBA-Weltmeister, Ruslan Chagayev geplant, die allerdings wegen dessen Hepatitiserkrankung abgesagt wurde, so dass er kurzfristig die Chance erhielt, als Ersatzgegner um die WBO-Weltmeisterschaft zu kämpfen. Holyfield verlor den Kampf klar nach Punkten.

Am 20. Dezember 2008 trat Evander Holyfield gegen den WBA-Weltmeister Nikolai Walujew an. Er verlor den Kampf umstritten nach Punkten. Zwei Punktrichter werteten den Kampf für Walujew, ein Punktrichter wertete den Kampf 114:114 unentschieden. Nach der Urteilsverkündung kam es zu massiven Protesten gegen die Wertung. Das anwesende Publikum und Holyfields Trainer Tommy Brooks hatten Holyfield in Führung gesehen und machten ihrem Unmut Luft. Walujew agierte über weite Strecken des Kampfes passiv und konnte keine eigenen Treffer anbringen. Amerikanische Medien sprachen nach Kampfende von einem "Skandal-Urteil" und bezichtigen die Punktrichter, Holyfield den verdienten Titel geraubt zu haben. Auch in Deutschland ergab eine Umfrage der BILD-Zeitung, dass 88% der teilnehmenden Boxfans Holyfield als klaren Sieger gesehen hatten. Sauerland Event versprach noch am Kampfabend in Zürich/Schweiz einen Rückkampf für Holyfield, der voraussichtlich 2009 stattfinden wird. Holyfield hat bei der WBA Protest gegen das Urteil eingelegt. Die WBA hat daraufhin eine Untersuchungskommission eingerichtet, die den Kampf nochmals analysieren wird.

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Ruslan Chagayev

Ruslan Chagayev (Mitte) steht mit seinem Trainer Michael Timm (rechts) im Ring Rob Calloway (links) gegenüber (7. Januar 2006).

Ruslan Chagayev (kyrillisch: Руслан Шамилович Чагаев/Ruslan Schamilowitsch Tschagajew; englische Transkription: Ruslan Chagaev; * 19. Oktober 1978 in Andijon, Usbekistan) ist ein usbekischer Boxer tatarischer Herkunft und momentan Weltmeister im Wartestand der WBA im Schwergewicht.

Chagayevs erster internationaler Erfolg war 1995 der Sieg im Schwergewicht bei den in Taschkent stattfindenden Asien-Meisterschaften. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 1996 in Havanna gewann er Bronze. Im selben Jahr nahm er für Usbekistan an den Olympischen Spielen in Atlanta teil, scheiterte allerdings bereits im ersten Kampf aufgrund einer Punktniederlage am späteren Bronzemedaillengewinner Luan Krasniqi.

Im Oktober 1997 wurde er in Budapest Amateurweltmeister im Schwergewicht und besiegte dabei im Finale Félix Savón nach Punkten (14:4). Dieser Titel wurde ihm allerdings wenig später aberkannt, da er zuvor bereits zwei Profikämpfe in den USA bestritten hatte. Um seinen Amateurstatus bewahren zu können, wurden diese Kämpfe zu Schaukämpfen deklariert. Dennoch erhielt Chagayev vom Amateurboxweltverband AIBA eine einjährige Sperre.

Nach Ablauf dieser Sperre gewann er 1998 den Titel bei den Asienspielen in Bangkok. Im Februar 1999 traf er im Finale eines Amateurturniers in Plowdiw, Bulgarien erneut auf Savón und siegte nach Punkten (7:2), unterlag ihm allerdings wenig später im August 1999 bei der Amateurweltmeisterschaft in Houston im Viertelfinale 1:9. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney schied Chagayev bereits im Viertelfinale gegen den georgischen Bronzemedaillengewinner Wladimir Tschanturia aus.

Im Juni 2001 konnte er in Belfast, Nordirland Amateurweltmeister im Superschwergewicht werden; er besiegte dabei im Finale den Ukrainer Olexij Masikin vorzeitig. Für diesen Erfolg erhielt er vom usbekischen Präsidenten Karimow 100.000 US-Dollar.

Nach seinem „ersten“ Profidebüt 1997 wurde Ruslan Chagayev 2001 endgültig Profi, zunächst in den USA. Nachdem er sich mit seinem US-amerikanischen Promoter zerstritten hatte, wurde er 2003 in Deutschland von Klaus-Peter Kohl für seinen Universum-Boxstall unter Vertrag genommen. In seinem zwanzigsten Profikampf gewann er durch einen umstrittenen Punktsieg über den ungeschlagenen Wolodymyr Wirtschis die WBO und WBA Intercontinental-Titel und verteidigte sie anschließend durch K.O. gegen Michael Sprott.

Im November 2006 besiegte er in einem Ausscheidungskampf um die Position des WBA-Pflichtherausforderers den US-Amerikaner John Ruiz nach Punkten. Am 14. April 2007 holte er dann schließlich durch einen Punktsieg über Nikolai Walujew den Weltmeistergürtel nach Version der WBA.

Chagayev sollte am 13. Oktober 2007 in Moskau in einem Vereinigungskampf gegen den zu diesem Zeitpunkt amtiertenden russischen WBO-Weltmeister Sultan Ibragimow boxen. Der Kampf wurde von Chagayev jedoch abgesagt, als Begründung wurde eine Magenerkrankung genannt. In der Folge gab es dazu in den Medien widersprüchliche Aussagen: Laut der BoxSport-Ausgabe vom September 2007 litt er an einer Hepatitiserkrankung, auf der Webseite seines Promoters wurde hingegen zur selben Zeit berichtet, der Boxer habe eine „akute Entzündung“ überstanden und befinde sich wieder im Training. Seine erste Titelverteidigung bestritt Chagayev am 19. Januar 2008 erfolgreich mit einen unspektakulären Punktsieg gegen den 40-jährigen Briten Matt Skelton.

Chagayev sollte zunächst am 31. Mai in Oberhausen einen Rückkampf gegen Nikolai Walujew bestreiten, der Kampf wurde jedoch wegen einer Virusinfektion des Usbeken auf den 5. Juli 2008 verschoben. Außerdem wurde über Probleme Chagayevs mit dem linken Auge in Folge einer Netzhautablösung aus dem Jahre 2001 berichtet. Doch auch das für den Juli 2008 geplante Duell gegen Walujew in Halle/Westfalen musste Chagayev wegen eines in der Vorbereitung erlittenen Achillessehnenrisses absagen. Da er somit diese Pflichtverteidigung bereits zum zweiten Mal absagen musste, wurde ihm der offizielle WBA-Titel aberkannt und der Status des so genannten „Champion in recess“ (Weltmeister im Wartestand) zugesprochen. Dies bedeutet, dass er bis spätestens 26. Juni 2009 das Recht hat, den dann amtierenden WBA-Weltmeister direkt herauszufordern.

Im ersten Kampf nach dieser Erkrankung trat Chagayev am 7. Februar 2009 in der Stadthalle Rostock gegen den ungeschlagenen Costa-Ricaner Carl Davis Drumond an. In der dritten Runde zog er sich bei einem Kopfzusammenstoß eine stark blutende Platzwunde über dem linken Auge zu. Aufgrund dessen wurde der Kampf nach der sechsten Runde abgebrochen, entsprechend den Regeln die Punktezettel ausgewertet und Chagayev zum Sieger einer so genannten technischen Entscheidung erklärt. Chagayev muss nun in seinem nächsten Kampf gegen Walujew antreten, der während Chagayevs Verletzungspause erneut den WBA-Titel gewann, um den alleinigen WBA-Weltmeister zu bestimmen.

Der 1,85 m große Boxer wohnt und trainiert in Hamburg, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er ist Muslim. Seine Frau, eine armenische Ärztin, ist vor der Hochzeit zum Islam konvertiert.

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Liste der Boxweltmeister im Schwergewicht

Wegen Verletzung konnte Chagayev in Verlauf des Jahres 2008 seinen Titel nicht verteidigen und wurde in den Status Weltmeister im Wartestand (Champion in Recess) mit Recht auf WM-Kampf gegen den amtierenden Meister gestuft. Walujew bekam daraufhin die Möglichkeit, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Diese nutzte er und wurde der amtierende Weltmeister. Nach Cagayevs Titelverteidigung am 7. Februar 2009 gegen Carl Davis Drumond wurden er und Nikolai Walujew durch die WBA zu Co-Weltmeistern ernannt. In einem Titelkampf zwischen beiden soll dann der alleinige Champion ermittelt werden.

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Clifford Etienne

1987 wurde Etienne wegen eines Raubüberfalles zu vierzig Jahren Gefängnis verurteilt, nach zehn Jahren jedoch begnadigt. Im Gefängnis gewann er die Gefangenenmeisterschaften des Bundesstaates Louisiana.

1998 boxte er nach Entlassung auf Bewährung seinen ersten professionellen Schwergewichtskampf. Am 5. Juni 2000 kämpfte er gegen den damals ungeschlagenen späteren WBO-Weltmeister und späteren Bezwinger von Wladimir Klitschko), Lamon Brewster und schlug ihn überraschend klar nach Punkten. Dabei beeindruckte er durch seinen aktionsreichen Kampfstil (Pressure Fighter). Im selben Jahr gelangen ihm außerdem Siege gegen Cliff Couser und den Olympiateilnehmer Lawrence Clay-Bey in einem ebenfalls sehr temporeichen Kampf.

Etienne verfügt allerdings weder über herausragende Schlagkraft noch gute Nehmerfähigeiten, was bei seinem Offensivstil ein großes Risiko bedeutet. Im März 2001 war er gegen Fres Oquendo chancenlos und ging in der achten Runde KO.

2002 boxte er gegen Francois Botha unentschieden; direkt im nächsten Kampf ging er jedoch gegen Mike Tyson nach nur 49 Sekunden der ersten Runde KO. Er kam nie wieder in die Nähe der Weltspitze und unterlag 2005 Calvin Brock und Nikolai Walujew jeweils vorzeitig in drei Runden.

Im August 2005 wurde er wegen bewaffneten Raubüberfalls, Entführung und des Versuchs, einen Polizeibeamten und eine von ihm entführte Familie zu erschießen, erneut verhaftet und im März 2006 angeklagt. Am 22. Juni 2006 wurde er wegen dieser Verbrechen zu 150 Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

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Source : Wikipedia