Nicolas Kiefer

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Geschrieben von daneel 31/03/2009 @ 06:11

Tags : nicolas kiefer, tennisspieler, tennis, sport

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Nicolas Kiefer

Nicolas Kiefer (* 5. Juli 1977 in Holzminden) ist ein deutscher Tennisspieler. Der größte Erfolg in seiner Tenniskarriere war der Gewinn der Silbermedaille im Doppel an der Seite von Rainer Schüttler bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Dazu konnte er bisher sechs Turniere auf der ATP-Tour gewinnen und hatte weitere 12 Finalauftritte. Er gehört zu den vier erfolgreichsten deutschen Tennisspielern in der Open Era.

Nicolas Kiefer begann im Alter von sechs Jahren mit dem Tennisspielen und wurde schon bald als Talent entdeckt und im Leistungszentrum von Hannover gefördert. Nachdem er auf der Juniorentour im Jahr 1995 die Juniorentitel bei den Grand-Slam-Turnieren in Melbourne (Australian Open) und New York (US Open) gewinnen konnte und zusätzlich im Finale der Juniorenkonkurrenz von Wimbledon stand, galt er als das vielleicht größte deutsche Tennistalent seit Boris Becker. Der Durchbruch auf der ATP-Tour gelang Kiefer dann im Jahr 1997, als er in Wimbledon das Viertelfinale erreichte und seinen ersten Profiturniersieg in Toulouse errang. Mit Platz 32 in der Weltrangliste beendete Kiefer eine Saison zum ersten Mal in seiner Karriere als bester Deutscher. 1998 erreichte Kiefer erstmals das Viertelfinale der Australian Open, scheiterte dort aber etwas überraschend am Franzosen Nicolas Escude. Kiefer beendete die Saison auf Platz 35.

Den Sprung in die Weltspitze schaffte Kiefer dann aber in der Saison 1999 als er an vier Endspielen auf der Profitour teilnahm (davon gewann er zwei, in Halle und in Tashkent) und erstmals unter den besten zehn Spielern der Welt zu finden war. Die Saison beendete er auf Platz 6 und konnte dabei zum ersten und bisher einzigen Mal in seiner Karriere am saisonabschließenden Masters Cup teilnehmen, der damals in Hannover ausgetragen wurde. Nach einer Niederlage gegen Thomas Enqvist erreichte Kiefer mit Siegen gegen Todd Martin und Jewgeni Kafelnikow das Halbfinale, wo er Pete Sampras unterlag.

Die Saison 2000 begann für Kiefer mit dem Erreichen des Viertelfinales bei den Australian Open vielversprechend, er unterlag dort allerdings dem Schweden Magnus Norman in vier Sätzen. Nach diesem Turnier stand Kiefer auf Platz 4 der Weltrangliste- seine bis heute beste Platzierung. Es folgten jedoch zahlreiche Verletzungen und enttäuschende Ergebnisse. Im September konnte Kiefer aber immerhin das Viertelfinale der US Open erreichen, wo er dem späteren Sieger Marat Safin unterlag. Diese Saison bezeichnete Kiefer trotz zwei Turniersiegen in Dubai und Hongkong als die Seuchensaison seiner Karriere, da er immer wieder von Verletzungen gestoppt wurde und letztendlich die Saison nur auf Platz 20 beendete.

Die Jahre 2001 bis 2005 waren von stagnierenden Leistungen Kiefers geprägt. Zwar konnte er in diesem Zeitraum noch neun weitere Male das Endspiel eines Turniers erreichen, ein Sieg gelang ihm seither aber nicht mehr. Das bescherte ihm den traurigen Weltrekord der meisten Niederlagen in ATP-Finals hintereinander. 2002 und 2003 war Kiefer sogar nur noch selten unter den besten 50 Spielern der Welt zu finden, die Rolle als Hoffnungsträger des deutschen Herrentennis musste er zunehmend alleine an Tommy Haas abgegeben. Erst mit der Saison 2004 (in der er vier Turnierfinale erreichte) fand Kiefer wieder in eine positive Form zurück und ist seitdem auch meistens unter den 30 besten Spielern der Welt geführt.

Bei den Olympischen Spielen 2004 erreichte Kiefer an der Seite von Rainer Schüttler mit der Silbermedaille einen großartigen Erfolg, der aber durch die vergebenen Möglichkeiten zum Matchgewinn und damit zur Goldmedaille getrübt wurde. Zum Auftakt der Saison 2006 erreichte Kiefer bei den Australian Open das Halbfinale, die beste Grand-Slam-Leistung seiner Karriere. Der Erfolg machte Hoffnung auf eine gelungene Saison des 28-Jährigen. Kiefer konnte damit den erneuten Sprung in die Top 15 der Welt realisieren. Bei den French Open zog sich Kiefer dann eine Handgelenksverletzung zu, die ihn zu einer einjährigen Pause zwang. Bei den Gerry Weber Open 2007 in Halle (Westfalen) gab er sein Comeback, unterlag allerdings gegen Tomáš Berdych. Seinen ersten Erfolg auf der Tour nach seiner langen Verletzung feierte er 2 Wochen später in der ersten Runde von Wimbledon gegen Filippo Volandri. Er scheiterte in der dritten Runde in einem denkbar knappen Match gegen die Nummer fünf der Welt, Novak Đoković, das wegen anhaltenden Regens erst vier Tage später als geplant zu Ende gespielt werden konnte. Bei den Countrywide Classic in Los Angeles drang er bis ins Halbfinale vor, musste dieses dann allerdings wegen einer Knieverletzung absagen.

Im Juli 2008 erreichte er in Toronto erstmals das Finale eines Turniers der Tennis Masters Series, in welchem er sich nach Siegen über zwei Top-Ten-Spieler, Nikolay Davydenko und James Blake, erst dem designierten Weltranglistenersten Rafael Nadal geschlagen geben musste. Dieses Ergebnis brachte ihn, erstmals nach seinem Comeback, zurück unter die Top 20 der Tennis-Weltrangliste und machte ihn wieder der zur Nummer eins ihm deutschen Tennis. Bei den Olympischen Spielen in Peking unterlag er im Achtelfinale Paul-Henri Mathieu. Im Doppel scheiterte er bereits in der ersten Runde, an der Seite von Rainer Schüttler, bereits in der ersten Runde dem österreichischen Doppel Melzer-Knowle.

Auf dem Tennisplatz gab sich Nicolas Kiefer oft als ein sehr extrovertierter Spieler, der schon durch einige negativ in Erinnerung bleibende Verhaltensweisen (z. B. Nichtakzeptieren von Schiedsrichterentscheidungen, Schiedsrichterbeleidigungen, arrogantes Auftreten) aufgefallen ist. Nach seinem Comeback zeigte er sich doch wesentlich gereifter und besonnener auf dem Tennisplatz. Abseits des Turniergeschehens in seinem Sport ist Kiefer begeisterter Fußball- und Eishockeyanhänger der Clubs Hannover 96 und Hannover Scorpions. Er ist Vereinsmitglied von Hannover 96 und tritt bei Spielen in einem Trikot der Bundesliga-Mannschaft auf. Außerdem ist er auch karitativ und sozial bei mehreren Projekten engagiert, z. B. „bed by night“ in Hannover (Einrichtung zur Versorgung von Straßenkindern), „Aktion Kindertraum“ und zusammen mit der Menschenrechtsorganisation amnesty international im Kampf gegen Folter.

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Rafael Nadal

Rafael Nadal bei den US Open 2006

Rafael Nadal Parera (katalanisch Rafel Nadal Parera, * 3. Juni 1986 in Manacor, Mallorca) ist ein spanischer Tennisspieler und seit dem 18. August 2008 die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste.

Rafael Nadal gewann in seiner bisherigen Karriere sechs Grand-Slam-Titel, viermal bei den French Open, sowie einmal in Wimbledon und die Australian Open. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gewann Nadal zudem die Einzelkonkurrenz.

Der besonders als Sandplatzspezialist bekannte Spieler hält den Rekord der längsten Siegesserie auf Sand: zwischen April 2005 und Mai 2007 gewann er 81 Spiele in Folge, bevor er im Endspiel des Hamburger Masters-Turniers gegen Roger Federer verlor.

Rafael (Rafa) Nadal Parera wurde auf der spanischen Insel Mallorca geboren. Der Nachname Nadal entstammt dem dort gesprochenen Katalanischen und bedeutet Weihnachten.

Nadal begann im Alter von vier Jahren mit dem Tennisspielen. Erster und bis heute einziger Trainer ist sein Onkel Toni. Nadals zweiter Onkel Miguel Ángel Nadal spielte als Profi-Fußballer unter anderem für den FC Barcelona und hatte 63 Einsätze für die spanische Nationalmannschaft.

Rafael Nadal suchte schon früh den Weg auf die Profitour. Im Jahr 2001 wurde der Spanier erstmals als Profi-Spieler gemeldet und spielte bei einigen niederklassigen Wettbewerben.

2002, mit erst 16 Jahren, gelang dem Mallorquiner sein erster Sieg auf der ATP-Tour. Im selben Jahr gewann Nadal sechs Titel bei kleineren spanischen, unterhalb der höchsten Turnierkategorie angesiedelten Turnieren der Future-Serie. Im Juni erreichte er bei seinem einzigen Start auf der Junioren-Tour das Halbfinale von Wimbledon.

Zum Jahresende 2002 hatte sich der Spanier um rund 600 Plätze in der Tennis-Weltrangliste verbessert und beendete die Saison erstmals unter den 200 besten Spielern der Welt.

Die Saison 2003 begann für Nadal mit einigen Finalteilnahmen auf der Challenger-Tour, bevor er sich im April 2003 erstmals für ein Turnier der Masters-Series qualifizieren konnte. In Monte Carlo macht er mit Siegen über Karol Kucera und Albert Costa auf sich aufmerksam, ehe er in der dritten Runde gegen den späteren Finalisten Guillermo Coria verlor. Durch diesen Erfolg hatte Nadal weitere wichtige Punkte in der Rangliste errungen, die ihm in den nächsten Wochen und Monaten die regelmäßige Teilnahme an Turnieren der ATP-Tour, der höchsten Spielklasse im Herrentennis, ermöglichten. Im Mai des Jahres qualifizierte er sich erneut für ein Turnier der Masters-Series. Am Rothenbaum in Hamburg erreichte er mit Siegen über den Franzosen Paul-Henri Mathieu und Carlos Moya die dritte Runde. Eine Verletzung verhinderte einen ersten Start bei den French Open. Wenige Wochen später erreichte er bei seinem ersten Start in Wimbledon mit 17 Jahren als jüngster Spieler seit dem sechzehnjährigen Boris Becker 1984 die dritte Runde. Später im Jahr folgte die bis dahin beste Platzierung auf der ATP-Tour mit Erreichen des Halbfinales beim Turnier in Umag. Schon in der Saison 2003 deutete sich Nadals besondere Stärke auf Sandplätzen an: 11 seiner 14 Saisonsiege konnte er auf diesem Spielbelag vorweisen. Zum Jahresende stand Rafael Nadal erstmals in den Top 50 der Tennis-Weltrangliste. Nadal spielte in der Saison 2003 zudem für den TC Blau-Weiß Neuss in der Tennis-Bundesliga.

2004 gewann Nadal erstmals ein ATP-Turnier. Er siegte im August in Sopot. Bereits zu Jahresbeginn hatte er in Auckland auf Hard Court erstmals das Finale eines ATP-Turniers erreicht, war aber Dominik Hrbaty unterlegen. Bei seinem Debüt bei den Australian Open zog Nadal in die dritte Runde ein, in der er Lleyton Hewitt unterlag. Nach dem Einzug ins Viertelfinale des Turniers von Dubai erreichte der junge Spanier auch die vierte Runde beim Turnier in Miami. Hier setzte er ein besonderes Ausrufezeichen: er besiegte den Weltranglisten-Ersten Roger Federer in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:3.

Besondere Aufmerksamkeit erregte Nadal indessen bei den sich anschließenden großen Sandplatzturnieren. Der Spanier erreichte mehrmals die Runde der letzten Acht. Auch beim Turnier von Estoril zog der Spanier ins Viertelfinale ein. Bei seinem Dreisatz-Sieg über den Franzosen Gasquet erlitt der Siebzehnjährige eine Stressfraktur im Mittelfußknochen, die ihn zu einer dreimonatigen Pause zwang. Das Comeback fand im Juli in Bastad statt. Nadal erreichte auf Anhieb erneut das Viertelfinale, wo er gegen Gaston Gaudio verlor. Schon eine Woche später bestritt Nadal am Stuttgarter Weißenhof abermals ein Viertelfinale.

Im August in Sopot gelang ihm schließlich der erste Turniersieg. Nadal schaffte erneut den Sprung unter die besten 50 Spieler der Welt. Bei den US Open 2004 erreichte Nadal zusammen mit Tommy Robredo erstmals das Halbfinale eines Grand Slam-Turniers im Doppel.

Nach eher durchschnittlichen Leistungen in der Hallensaison beendete Rafael Nadal die Saison 2004 auf Platz 51 der Weltrangliste.

Ein letztes Highlight folgte im Dezember, als Nadal zum Sieg der Spanier im Daviscup-Finale gegen die USA beitrug. Mit 18 Jahren und 6 Monaten war er bei seinem Sieg über Andy Roddick der zweitjüngste Spieler (nur Boris Becker war 1985 im Daviscup-Finale gegen Schweden jünger), der jemals ein Einzelmatch in einem Daviscup-Finale gewann. Spanien besiegte die USA mit 3:1.

Das Jahr 2005 brachte den endgültigen Durchbruch: Rafael Nadal gewann 11 Turniere, darunter seinen ersten Grand Slam-Titel bei den French Open sowie 4 Turniere der Masters-Kategorie. Im Frühjahr gewann er 24 Spiele in Folge. Acht seiner 11 Titel gewann der Spanier auf Sand, seinem Lieblingsbelag. Nadals Jahresbilanz auf Sand lautete auf unglaubliche 50 Siege und 2 Niederlagen, wobei er bis zum Jahresende 36 Matches in Folge ungeschlagen blieb. Nadal wurde somit zum erfolgreichsten Sandplatz-Spieler seit dem Österreicher Thomas Muster, der 1995 fünfundsechzig Siege bei zwei Niederlagen feierte.

Den größten Erfolg feierte Rafael Nadal im Juni bei den French Open in Paris. Er war der erste Spieler seit Mats Wilander 1982, der die French Open gleich beim Debüt gewinnen konnte. Im Halbfinale besiegte er an seinem neunzehnten Geburtstag sensationell den Weltranglisten-Ersten Roger Federer mit 6:3, 4:6, 6:4 und 6:3. Mit seinem Sieg über Mariano Puerta im Finale in Paris wurde Nadal mit 19 Jahren und 2 Tagen der jüngste Grand Slam-Sieger seit Pete Sampras bei den US Open im Jahre 1990.

Nach 24 Siegen in Folge verlor Nadal erstmals wieder in Halle gegen den Deutschen Alexander Waske. Auch in Wimbledon musste der Spanier eine relativ frühe Niederlage einstecken: er verlor als Nummer vier der Setzliste gegen den Luxemburger Gilles Müller in der zweiten Runde. Nach der Rückkehr auf die Sandplätze im Juli setzte der Spanier seine Siegesserie mit Turniergewinnen in Bastad und Stuttgart fort. Nadals Siegesserie auf Sand überstand das Jahr 2005. Im Anschluss gewann er in Montreal den ersten Titel auf Hard Court, als er Andre Agassi in drei Sätzen schlug. Nach einer relativ frühen Niederlage bei den US Open gegen den Amerikaner James Blake in der dritten Runde, gewann der Spanier in Peking seinen zehnten ATP-Titel. Er siegte im Finale gegen Guillermo Coria. Im Oktober triumphierte Nadal in Madrid auch erstmals bei einem Hallen-Turnier der Masters Serie gegen Ivan Ljubicic.

Ende des Jahres 2005 rückte der Spanier immer stärker in die Rolle des Herausforders des Schweizer Weltranglisten-Ersten Federer. Federer wie auch Nadal beendeten das Jahr mit je 11 Turniersiegen, wobei beide je vier der höchsten Masters-Kategorie gewannen. Federer konnte 81 und Nadal 79 Matchgewinne verbuchen.

Nadal beendete das Jahr auf dem zweiten Platz der Tennis-Weltrangliste. Er war damit der erste Teenager seit Boris Becker im Jahr 1986, dem dies gelang.

Im Jahr 2006 begann Nadal mit einer Bilanz von 22 Siegen bei 25 Matches innerhalb der ersten vier Monate des Jahres. In den Finals von Dubai (Hartplatz), Monte Carlo, Rom und Paris (alle auf Sand) schlug er erneut den Weltranglisten-Ersten Roger Federer. Nadal entwickelte sich mehr und mehr zum einzigen wirklichen Angst-Gegner des insgesamt die Szene ungefährdet dominierenden Schweizers.

Nach seinem Erfolg in Monte Carlo siegte Nadal auch in Barcelona. Bei den Offenen Italienischen Meisterschaften in Rom bezwang Nadal im Finale erneut Federer, diesmal nach über fünf Stunden und Abwehr zweier Matchbälle mit 6:7, 7:6, 6:4, 2:6 und 7:6. Mit diesem Sieg war Nadal seit 53 Matches auf Sand unbesiegt und stellte damit den Rekord von Guillermo Vilas aus dem Jahre 1973 ein. In Anschluss an das kraftraubende Match verzichtete Nadal, wie auch Federer, auf einen Turnierstart in Hamburg, um sich für die kurz darauf stattfindenden French Open zu schonen.

In seiner ersten Partie in Roland Garros löschte Rafael Nadal die gemeinsam mit Guillermo Vilas gehaltene Bestmarke von 53 aufeinanderfolgenden Siegen auf Sandplätzen. Im Finale am 11. Juni traf er erneut auf den Weltranglistenersten Federer. Diesmal siegte Nadal nach 3 Stunden und 2 Minuten in vier Sätzen mit 1:6, 6:1, 6:4 und 7:6 (7:4). Mit diesem Sieg hatte Nadal nunmehr 60 Siege auf Sand in Folge errungen. Er war der erste Spieler seit Gustavo Kuerten im Jahre 2001, dem es gelang, seinen Titel auf der „terre battue“ zu verteidigen.

Im Anschluss zeigte sich Nadal auch auf Rasen stark verbessert. Beim traditionellen Wimbledon-Vorbereitungsturnier in Queens erreichte der Spanier das Viertelfinale. In der Runde der letzten Acht zwang ihn eine Rückenverletzung zur Aufgabe gegen den späteren Turniersieger Lleyton Hewitt. In Wimbledon erreichte der Sandplatzspezialist zur Überraschung vieler Experten das Endspiel. Nadal war der erste Spanier seit dem Titelgewinn seines Landsmannes Manuel Santana 1966, dem der Einzug ins Finale der Offenen Meisterschaften von England gelang. Dort kam es erneut zu einem Duell zwischen Nadal und dem dreifachen Champion Federer, der die fünf letzten Vergleiche gegen den Spanier alle verloren hatte. Der Schweizer gewann 6:0, 7:6 (7:5), 6:7 (2:7) und 6:3. Für Nadal ging damit eine besondere Serie zu Ende: die Niederlage an der Church Road war die erste in einem Finalspiel nach insgesamt 14 Erfolgen in Serie.

Bei den US Open erreichte Nadal das Viertelfinale, scheiterte dort aber überraschend an Michail Youzhny. Auch beim Hallenmasters in Madrid schied Nadal im Viertelfinale aus. Beim ATP-Masters-Cup in Shanghai erreichte Nadal schließlich das Halbfinale, wo er an Roger Federer mit 4:6 und 5:7 scheiterte. Wie im Vorjahr beendete Nadal das Jahr damit auf dem zweiten Platz der Weltrangliste.

Zu Beginn des Jahres 2007 erreichte Nadal das Viertelfinale der Australian Open, unterlag dort jedoch Fernando Gonzalez klar in drei Sätzen. Auch beim Turnier in Dubai scheiterte der Spanier im Viertelfinale, wie schon bei den vergangenen US Open unterlag er Michail Youzhny. Beim Masters-Turnier in Indian Wells feierte Nadal dann seinen ersten Turniersieg seit den French Open im vergangenen Jahr. Beim Masters-Turnier in Miami unterlag er dann jedoch im Viertelfinale Novak Đoković, den er im Finale von Indian Wells noch bezwungen hatte. Am 22. April verteidigte Nadal dann seinen Titel beim Masters-Turnier in Monte Carlo gegen den Weltranglisten-Ersten Roger Federer mit 6:4 und 6:4. Dies war bereits Nadals 7. Sieg im 10. Aufeinandertreffen mit dem Schweizer.

Ende April gewann Nadal das Turnier von Barcelona ohne Satzverlust, sein Finalgegner war Guillermo Cañas. Am 13. Mai verteidigte er seinen Titel bei Masters in Rom mit einem 6:2 und 6:2 gegen Fernando Gonzalez. Zu diesem Zeitpunkt war Nadal damit seit 78 Matches auf Sand unbesiegt. Mit dem Erfolg im Halbfinale gegen den Russen Nikolai Dawydenko stellte der Spanier zudem einen neuen Rekord von ungeschlagenen Spielen auf einem Belag auf. Den bisherigen Rekord hatte John McEnroe gehalten. Auch im Master von Hamburg erreichte Nadal das Finale, doch diesmal verlor er nach 81 Siegen auf Sand in einem Finale auf höchstem Niveau gegen den Weltranglistenersten Roger Federer mit 6:2, 2:6 und 0:6. Bei den French Open erreichte er das Finale, in dem er am 10. Juni Roger Federer mit 6:3, 4:6, 6:3 und 6:4 in 189 Minuten bezwang. Somit gelang Nadal der French Open-Hattrick. Dies schaffte zuletzt Björn Borg vor 27 Jahren.

Beim Rasenturnier im Queen’s Club erreichte Nadal das Viertelfinale, unterlag dort aber dem Franzosen Nicolas Mahut mit 5:7 und 6:7(0:7).

Beim Turnier in Wimbledon gewann Nadal im Achtelfinale gegen Mikhail Youzhny nach einem 0:2-Satzrückstand noch das Match, nachdem der Russe wegen Rückenproblemen eingeschränkt war. Nach dem Viertelfinale gegen Tomas Berdych traf Nadal auf Novak Đoković, der wegen Ermüdung und einer geprellten Zehe beim Stand von 6:3, 1:6, 1:4 aufgab. Im Finale traf Nadal wie im Vorjahr auf Roger Federer. Nach fünf sehr hart umkämpften Sätzen konnte sich schließlich Federer mit 7:6, 4:6, 7:6, 2:6 und 6:2 durchsetzen. Zwei Wochen später gewann Nadal zum zweiten Mal das ATP-Turnier von Stuttgart. Im Finale schlug er den Schweizer Stanislas Wawrinka mit 6:4 und 7:5.

Beim Masters-Turnier in Montreal erreichte Nadal das Halbfinale, unterlag dort jedoch Novak Đoković mit 5:7 und 3:6. Bei den US-Open verlor Nadal, der sich mit Knieproblemen plagte, im Achtelfinale gegen seinen Landsmann David Ferrer in vier Sätzen. Nadal musste auch das Turnier von Bangkok wegen der Knieverletzung absagen. Beim Masters in Madrid verlor er im Viertelfinale gegen den späteren Sieger David Nalbandian mit 1:6 und 2:6. Beim Paris Masters erreichte Nadal nach Siegen gegen Youzhny und Marcos Baghdatis das Finale, in welchem er gegen Nalbandian unterlag.

Bei seinem letzten Turnier des Jahres, dem Masters Cup in Schanghai, bezwang er in der Gruppenphase Richard Gasquet mit 3:6, 6:3 und 6:4. In seinem zweiten Gruppenspiel verlor er gegen David Ferrer in drei Sätzen und musste um das Weiterkommen bangen. Allerdings gewann er sein letztes Gruppenspiel gegen den Serben und Aufsteiger des Jahres Novak Đoković unerwartet leicht mit 6:4, 6:4 und zog somit als Gruppenzweiter in das Halbfinale ein, in welchem er Roger Federer unterlag. Nadal beendete auch das Jahr 2007 als Nummer zwei der Weltrangliste und auch auf dem zweiten Platz im Championsrace.

Nadal erreichte beim Turnier von Chennai das Finale, welches er allerdings deutlich gegen Youschny mit 6:0 und 6:1 verlor. Noch am Vorabend hatte er in einem vierstündigen Spiel gegen seinen Landsmann Carlos Moya mit 6:7, 7:6 und 7:6 gewonnen. Bei den Australian Open 2008 erreichte Nadal das Halbfinale, in welchem er in drei Sätzen gegen Jo-Wilfried Tsonga verlor. In Rotterdam erreichte er nur das Achtelfinale, in welchem er gegen den Italiener Andreas Seppi knapp in drei Sätzen verlor.

Beim Turnier von Dubai erreichte der Mallorquiner wie im Vorjahr das Viertelfinale, in dem er dem späteren Turniersieger Andy Roddick in zwei Sätzen unterlag. Beim folgenden Masters-Turnier in Indian Wells erreichte Nadal als Titelverteidiger das Halbfinale, wo er gegen den späteren Turniersieger, den Australian-Open-Gewinner Novak Đoković, verlor. Im Turnierverlauf gelangen ihm Siege gegen James Blake sowie gegen Jo-Wilfried Tsonga. Blake konnte er auf dem Weg ins Finale des unmittelbar anschließenden Masters-Turniers von Miami erneut schlagen. Im Endspiel musste sich Nadal dem Russen Nikolay Davydenko in zwei Sätzen mit 4:6 und 2:6 geschlagen geben.

Für das spanische Davis-Cup-Team spielte Nadal vor der Sandplatz-Saison ein letztes mal auf Hartplatz. In Bremen trug er ein 7:6, 6:0 und 6:3 gegen Nicolas Kiefer zum 4:1 Erfolg der Spanier über Deutschland im Viertelfinale bei.

Mit einem 7:5, 7:5-Erfolg gegen Roger Federer holte sich Nadal den vierten Titel von Monte Carlo in Folge und machte so einen historischen Sieg perfekt. Für den Spanier wurde es der 24. Einzeltitel in seiner Karriere und der 19. auf Sand. Im Doppel gewann er zusammen mit Tommy Robredo ebenfalls das Endspiel, und somit den vierten Titel in seiner Profilaufbahn.

Bei den Barcelona Open Seat Gódo schlug er im Finale seinen Landsmann David Ferrer mit 6:1, 4:6 und 6:1. Damit ist Nadal der einzige, der dieses Turnier vier Mal in Folge gewinnen konnte. Zuvor konnten Björn Borg und Mats Wilander dieses Turnier jeweils drei Mal hintereinander gewinnen.

Beim ATP-Masters-Series-Turnier von Rom schied Nadal gegen seinen Landsmann Juan Carlos Ferrero in Runde zwei mit 5:7 und 1:6 aus. Eine Woche später konnte der Spanier sich für die Niederlage vom letzten Jahr im Finale des Turniers in Hamburg gegen Roger Federer mit 7:5, 6:7 und 6:3 revanchieren. Es war das bis dahin 16. Aufeinandertreffen der beiden Rivalen, Nadal hatte dabei eine Bilanz von 10:6. Rafael Nadal ist erst der dritte Spieler der Tennisgeschichte, der alle drei Masters-Turniere auf Sand gewinnen konnte.

Bei den French Open 2008 erlangte Nadal ohne einen einzigen Satzverlust seinen 22. Sieg auf Sand und den vierten Sieg in Folge bei den French Open. Damit konnte er den Open-Era-Rekord von Björn Borg egalisieren. Nach einem Erfolg im Halbfinale gegen Novak Đoković gewann Nadal das Finale gegen Roger Federer deutlich mit 6:1, 6:3 und 6:0. Mit nur 107 Minuten war es das kürzeste Finale in Roland Garros seit 1980. Wenige Tage später, am 15. Juni 2008, gewann Nadal sein erstes Turnier auf Rasen mit 7:6 und 7:5 gegen den Serben Novak Đoković beim Turnier im Queen’s Club von London.

Beim Turnier von Wimbledon kam es wie in den vergangenen zwei Jahren erneut zum Finale zwischen Nadal und Roger Federer. Diesmal jedoch gewann der Spanier in einem knappen Fünf-Satz-Match mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7 und 9:7. Damit beendete er die Siegesserie Federers, der zwischen 2003 und 2007 das Turnier fünf Mal in Folge gewinnen konnte. Mit diesem Sieg gelang es zum ersten mal seit Björn Borg 1980 einem Spieler, die French Open und Wimbledon im selben Jahr zu gewinnen. Außerdem war Nadal nach Manuel Santana, der 1966 in Wimbledon erfolgreich war, der zweite Spanier, dem ein Sieg bei diesem Grand-Slam-Turnier gelang.

Beim ersten Turnier der Hartplatzsaison in Toronto (Masters-Kategorie), das abwechselnd mit Montréal stattfindet, gewann Nadal das Finale gegen Nicolas Kiefer mit 6:3 und 6:2.

Beim Turnier von Cincinnati gelangte Nadal ins Halbfinale, wo er gegen den Serben Novak Đoković mit 1:6 und 5:7 verlor. Im gleichen Turnier schied der Weltranglistenerste Roger Federer im Achtelfinale gegen Ivo Karlovic mit 6:7, 6:4 und 6:7 aus. Damit war besiegelt, dass Rafael Nadal den Schweizer Roger Federer zum 18. August 2008 an der Spitze der Tennisweltrangliste ablösen würde, die dieser 237 Wochen in Folge innegehabt hatte.

Am 17. August 2008 gewann Nadal bei den Olympischen Sommerspielen in Peking das Finale im Herreneinzel gegen den Chilenen Fernando González mit 6:3, 7:6 und 6:3.

Bei den US Open konnte sich Nadal gegenüber dem Vorjahr steigern und erreichte zum ersten Mal das Halbfinale, in dem er auf Andy Murray traf. Beim Stand von 2:6, 6:7 und 3:2 musste das Spiel wegen Regens unterbrochen werden. Nach der Fortsetzung am Sonntag verlor Nadal das Match in vier Sätzen mit 2:6, 6:7, 6:4 und 4:6.

Nach seinem Einsatz im Davis-Cup-Viertelfinale kam Rafael Nadal auch im Halbfinale gegen die USA zum Einsatz. In Madrid konnte er im ersten Spiel Sam Querrey mit 6:7, 6:4, 6:3 und 6:4 besiegen. Die vierte Begegnung der Partie gewann er gegen Andy Roddick glatt in drei Sätzen: 6:4, 6:0 und 6:4. Insgesamt schlug Spanien die USA mit 4:1.

Das spanische Heimspiel bei den Madrid Masters endete für Nadal mit einer Halbfinalniederlage gegen den ungesetzten Franzosen Gilles Simon; Nadal verlor in drei Sätzen mit 6:3, 5:7 und 6:7.

Das letzte Masters in Paris war für Nadal im Viertelfinale beendet, dass er beim Stand von 1:6 wegen Knieproblemen abbrechen musste. Diese Verletzung war ebenfalls der Grund für seine Absage des Tennis Masters Cups. Auch für das Davis-Cup-Finale wurde Nadal deshalb nicht nominiert.

Das Jahr 2009 begann für Rafael Nadal mit dem ATP Turnier von Doha in Qatar. Nach klaren Siegen in den ersten beiden Spielen schied Nadal im Viertelfinale gegen den Franzosen Gaël Monfils mit 4:6 und 4:6 aus. Dagegen lief es im Doppelwettbewerb zusammen mit seinem Landsmann Marc López besser. Sie sicherten sich den Doppelsieg gegen die kanadisch-serbische Paarung Daniel Nestor und Nenad Zimonjić mit 4:6, 6:4 und 10:8.

Anfang Februar gelang Nadal bei den Australian Open der erste Grand-Slam-Sieg auf einem Hartplatz. Im Finale besiegte er Roger Federer nach 4:23 Stunden in fünf Sätzen mit 7:5, 3:6, 7:6 (7:3), 3:6 und 6:2. Für Nadal war es der insgesamt sechste Grand-Slam-Titel, der 13. Sieg im 19. Duell gegen Federer und gleichzeitig der erste Einzel-Sieg eines Spaniers bei den Australian Open.

Nadals bevorzugter Untergrund ist der Sandplatz, ein Belag auf dem er zurzeit als nahezu unbesiegbar gilt. Oft wird er deshalb als Sandkönig („el rey de la tierra“) bezeichnet. Nadals Spielweise ist durch ein kraftvolles und aggressives Grundlinientennis geprägt. Vor- und Rückhandschläge werden mit, für Spanier und Südamerikaner charakteristischem, starkem Topspin gespielt. Dies erreichte er unter anderem durch seinen extremen Vorhandgriff Westerngriff und hohe Beschleunigung des Schlägerkopfes. Die ebenfalls mit starkem Topspin geschlagene beidhändige Rückhand ist Nadals stärkste Waffe und gilt als eine der Härtesten im Profitennis.

Nadals Spielhand ist die Linke, obwohl er Rechtshänder ist. Verantwortlich für diesen Umstand ist Trainer und Onkel Toni Nadal, der die Ansicht vertrat, Rafael Nadals beidhändige Rückhand würde von einem starken rechten Arm profitieren. Bemerkenswert ist auch die außergewöhnliche Athletik des Mallorquiners und hier im Besonderen seine enorme Schnelligkeit und Beweglichkeit, die es ihm oft ermöglicht, auch schwierige Bälle auf der Rückhandseite zu umlaufen und stattdessen seinen stärkeren Vorhandschlag einzusetzen. Nadal gilt als nervenstark und besitzt ein außergewöhnlich ausgeprägtes Antizipationsvermögen. Auf Grund dieser Eigenschaft sind die Gegner des Spaniers zu sehr aktivem und risikoreichem Spiel gezwungen.

Beim Aufschlagsspiel setzt Nadal im Unterschied zu vielen seiner Konkurrenten nicht auf Härte und Geschwindigkeit, sondern auf eine geschickte Platzierung der Bälle. Nadal verfolgt hierbei die Strategie, möglichst extreme Winkel zu spielen und so seine Gegner unter Druck zusetzen. Oft wurde Nadal in der Vergangenheit für sein Verhalten beim Aufschlag kritisiert, vor dem er eine ritualisierte Bewegungsfolge ausführt: Er putzt zuerst die Linie, schlägt seine Schuhe ab, richtet seine Strümpfe, streicht sein Haar hinter die Ohren und zum Schluss zupft er sich noch die Hose aus dem Hinterteil. Dies führt nicht selten zur Verärgerung bei seinen Gegnern, die sich in ihrem Spielrhythmus gestört fühlen.

Nadal absolviert seine Spiele in der Regel in Muskelshirts. Durch sein auffälliges Outfit ist der, als eher schüchtern geltende Spanier, ein Pop-Star der Szene.

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Fernando González

Fernando González bei den Australian Open 2007

Fernando Francisco González Ciuffardi (* 29. Juli 1980 in Santiago de Chile), Spitzname El Bombardero de La Reina (Der Bomber von La Reina) und Mano de Piedra (Steinhand), ist ein professioneller Tennisspieler aus Chile. In seiner bisherigen Karriere gewann er zehn Turniere in der Einzelkonkurrenz. Der bisher größte Erfolg seiner Laufbahn war der Gewinn der Olympischen Goldmedaille im Tennisdoppel an der Seite seines Landsmanns Nicolás Massú in Athen 2004.

González wurde in Santiago, Chile geboren. Er zog mit seiner Familie in die Gemeinde La Reina im Osten von Santiago, wo sein Vater der Präsident des Tennisclubs war. Im Alter von sieben Jahren begann González selbst mit dem Tennisspielen und machte in den folgenden Jahren durch Erfolge auf der Juniorentour bereits früh auf sich aufmerksam.

So erreichte González als Juniorenspieler unter anderem den ersten Platz der Junioren-Weltrangliste. Er gewann zudem die Junioren-US-Open im Doppel mit Nicolás Massú im Jahr 1997. Im folgenden Jahr gelang González der Erfolg bei den Junioren-French-Open sowohl im Einzel gegen Juan Carlos Ferrero als auch im Doppel. Zur Saison 1999 wechselte González auf die Profitour.

In seiner ersten Profisaison 1999 nahm González größtenteils an Turnieren niedrigerer Kategorien teil und spielte nur zwei Spiele bei Turnieren der obersten Kategorie. Bereits in der Saison 2000 gelang González allerdings der erste Sieg bei einem Turnier der ATP-Tour bei den US Men's Clay Court Championships in Orlando. An diesen Erfolg konnte González im Jahr 2001 nicht weiter anschließen, sondern erreichte lediglich eine Final- und zwei Halbfinalteilnahmen bei Turnieren der niederklassigen Challenger-Kategorie.

Die Saison 2002 wurde zur Durchbruchsaison für den Chilenen, dem im Laufe der Saison zwei Turniersiege in Viña del Mar und Palermo gelangen. Auch bei den Grand-Slam-Turnieren sorgte González mit einem Viertelfinaleinzug bei den US Open und dem Erreichen des Achtelfinals bei den Australian Open für Aufsehen. Die Saison beendete González auf Platz 18 der Weltrangliste überholte somit Marcelo Rios und war damit erstmals in seiner Karriere bestgeführter Chilene in der Wertung. 2003 wurde eher eine Enttäuschung für González, der im Saisonverlauf ohne Turniersieg blieb, allerdings bei den French Open ein zweites Grand-Slam-Viertelfinale erreichte.

In der Saison 2004 gelang González ein erneuter Turniersieg in Viña del Mar, doch der größte Erfolg seiner bisherigen Karriere sollte bei den Olympischen Spielen in Athen folgen. Dort gelang González an der Seite von Nicolás Massu der Einzug in die Doppelkonkurrenz des Turnieres. Das Finale konnten die beiden Chilenen gegen das deutsche Doppel Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler gewinnen, nachdem diese zuvor 5 Matchbälle in Folge vergeben hatten. Zudem gewann González auch die Bronzemedaille in der Einzelkonkurrenz.

In der Saison 2005 gelangen González drei Turniertitel – in Auckland, Amersfoort und Basel. Zudem erreichte er in Wimbledon sein drittes Grand-Slam-Viertelfinale. Durch diese Erfolge konnte der Chilene als Reservist beim saisonabschließenden Masters Cup teilnehmen. Nach der Abreise von Andre Agassi rückte González in das Hauptfeld des Turnieres vor, wo ihm ein Sieg gegen Mariano Puerta gelang, er jedoch das Halbfinale knapp verpasste. Das Jahr 2005 beendete González auf Platz 11 der Weltrangliste. 2006 rückte der Chilene noch weiter in der Rangliste nach vorne, blieb im Verlauf jedoch ohne Titel. Zum Ende des Jahres gelangen González drei Finalteilnahmen in Folge (Wien, Madrid, Basel). Allerdings blieb er bei den Endspielen ohne Erfolg und verpasste als Zehntplatzierter in der Weltrangliste knapp die erneute Teilnahme beim Masters Cup.

Zu Beginn der Saison 2007 erreichte González das Finale der Australian Open und wurde dadurch einer von fünf aktiven Spielern, denen es gelang, bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens einmal die Viertelfinalphase zu erreichen. In der Runde der letzten Acht besiegte er den Weltranglistenzweiten Rafael Nadal mit 6:2, 6:4, 6:3 und erreichte damit zum ersten Mal in seiner Karriere die Halbfinalphase bei einem Grand-Slam-Turnier. Dort traf er auf den Deutschen Tommy Haas, den er in einer eindrucksvollen Vorstellung mit 6:1, 6:3 und 6:1 besiegen konnte. Bemerkenswert war die Tatsache, dass er im gesamten Matchverlauf keine einzige Breakchance gegen sich zuließ und selbst nur drei unerzwungene Fehler machte. Im Finale traf Fernando González auf den Titelverteidiger Roger Federer, gegen den er am Ende mit 6:7(2), 4:6 und 4:6 unterlag.

Nach einer längeren Zeit ohne größere Erfolge erreichte González im Mai das Finale des Masters in Rom. Im Halbfinale schlug er dabei Filippo Volandri, der im Achtelfinale den Weltranglistenersten Roger Federer bezwungen hatte. Im Finale unterlag der Chilene dann aber Rafael Nadal glatt mit 2:6 und 2:6. Bei den French Open folgte mit 2:6, 2:6, 4:6 eine Erstrundenniederlage gegen Radek Štěpánek. Beim darauffolgenden Grand-Slam-Turnier in Wimbledon erreichte er mit einem 3:6, 7:6, 6:2, 6:2 über Robby Ginepri und einem weiteren Sieg über Alejandro Falla die dritte Runde, unterlag dort aber gegen den Serben Janko Tipsarevic mit 3:6, 6:3, 3:6, 6:4, 6:8.

Im November konnte Gonzalez zum 2. Mal am Masters Cup in Shanghai teilnehmen, wo er sensationell das 1. Spiel gegen Roger Federer 3-6 7-6(1) 7-5 gewann. Es war Gonzalez' erster Sieg gegen Federer, gegen den er in den vorigen zehn Begegnungen immer verloren hatte. Das restliche Turnier verlief allerdings enttäuschend für den Chilenen: Er konnte kein einziges Match mehr gewinnen und verpasste somit erneut den Einzug ins Halbfinale.

Bei den Australian Open gelang es Gonzalez nicht, die Finalteilnahme aus dem Vorjahr zu verteidigen. Nach seinem Drittrundenaus rutschte er in der Weltrangliste von Platz 7 auf Platz 24 ab. Im Februar konnte er jedoch zum 3. Mal sein Heimturnier in Viña del Mar gewinnen und außerdem im Mai bei den BMW Open in München den 10. Turniersieg seiner Karriere feiern. In Roland Garros verlor er erst im Viertelfinale gegen Roger Federer in 4 Sätzen mit 2-6 6-2 6-3 & 6-4.

Den Höhepunkt des bisherigen Jahres bildete aber die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Peking. Nachdem er im Halbfinale gegen den US Amerikaner James Blake mehrere Matchbälle abgewehrt hatte (4-6 7-5 11-9), unterlag er erst im Finale Rafael Nadal 6-3 7-6(2) & 6-3. Mit den beiden Medaillen von Athen (Gold im Doppel, Bronze im Einzel) besitzt Gonzalez nun olympische Medaillen in allen 3 Farben.

Der Achtelfinaleinzug bei den US Open bescherte ihm schließlich die Rückkehr in die Top Ten der Weltrangliste.

Bei dem ersten Grans-Slam des Jahres, den Australian Open, gewann González in der ersten Runde gegen Lleyton Hewitt mit einem Fünf-Satz Sieg 3:6 7:5 5:7 6:0 7:5. In den nächsten zwei Runden besiegte er Guillermo Canas 7:5 6:3 6:4 und Richard Gasquet 3:6 3:6 7:6(10) 6:2 12:10. Im Achtelfinale scheiterte er allerdings an dem späteren Sieger Rafael Nadal.

Im Februar konnte González zum vierten Mal das Turnier in Viña del Mar gewinnen. Er setzte sich im Finale mit 6:1 6:3 gegen Jose Acasuso durch.

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Michael Berrer

Michael Berrer (* 1. Juli 1980 in Stuttgart) ist ein deutscher Tennisspieler.

Mit 7 Jahren begann Michael Berrer Tennis zu spielen. 1999 begann er seine Profikarriere. Er spielt beim TV Reutlingen. Sein bislang größter Erfolg war das Erreichen des Halbfinals beim ATP-Kremlin Cup 2007 in Moskau. Der erste Einzelsieg in einem Grand-Slam-Turnier gelang ihm in Wimbledon gegen den Spanier Albert Montañés mit 6:3, 6:3 und 6:2. Auch bei den Countrywide Classic in Los Angeles spielte er ein überzeugendes Turnier und schied erst im Viertelfinale gegen Nicolas Kiefer aus. Bei den BMW Open 2008 in München gewann er gemeinsam mit dem Korbacher Rainer Schüttler die Doppelkonkurrenz, somit seinen ersten Titel auf der ATP-Tour.

Im Februar 2009 gewann er das Challenger Turnier von Wroclaw (Polen) mit 6:3 und 6:4 gegen Alexandre Kudryavtsev.

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Rainer Schüttler

Rainer Schüttler beim World Team Cup in Düsseldorf, 2005

Rainer Schüttler (* 25. April 1976 in Korbach) ist ein deutscher Tennisspieler.

Zu seinen Stärken zählen das Grundlinienspiel, der Kampfgeist und die Beinarbeit. Seine beste Weltranglistenposition war Mitte 2004 Platz fünf im Entry-System. Bereits seit 1999 ist der unverheiratete Rainer Schüttler im Davis-Cup-Team. Zu seinen Karrierehöhepunkten zählen die Siege bei den ATP-Turnieren in Doha 1999, Shanghai 2002, Tokio und Lyon 2003, das Finale der Australian Open 2003, das Finale des Masters-Turniers in Monte Carlo 2004, das Halbfinale des Masters Cup 2003 und das Halbfinale in Wimbledon 2008. Zusammen mit Nicolas Kiefer erreichte er wohl seinen bedeutendsten Erfolg und stand im Finale des Doppelturniers der Olympischen Spiele 2004 in Athen und gewann die Silbermedaille. Insgesamt gewann Schüttler bisher vier Einzeltitel und vier Doppeltitel. Seit den Erfolgen bis 2004 ist er allerdings seltener bei hochklassigen Spielen zu sehen. Ein Grund für diesen Einbruch sind diverse Verletzungen. Anfang 2006 erkrankte Schüttler dann am Pfeiffer-Drüsenfieber. 2007 erreichte er bei den French Open im Doppel das Viertelfinale mit Michael Kohlmann.

Schüttler trainiert mit Dirk Hordorff. Er ist außerdem im Davis-Cup-Team, das von Patrik Kühnen geleitet wird.

Einige Jahre lang fand in Korbach-Lelbach der Rainer Schüttler Cup statt. Es war ein äußerst beliebtes Jugend-Nachwuchsturnier.

Im Moment spielt Schüttler beim TK Kurhaus Aachen in der Tennis-Bundesliga. Binnen vierzehn Tagen gewann Schüttler im April und Mai 2008 zwei Doppeltitel auf der ATP-Tour: in Houston an der Seite des Letten Ernests Gulbis am 20. April 2008, und bei den BMW Open in München gemeinsam mit Michael Berrer am 4. Mai 2008.

Beim Turnier in Wimbledon erreichte Schüttler 2008 zudem erstmals nach einem Fünfsatzsieg über den Franzosen Clement das Halbfinale, in dem er gegen den Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal in drei Sätzen unterlag.

Nachdem er die für den Start bei Olympia 2008 notwendige Qualifikation nicht erreichen konnte, nominierte ihn das NOK als Sonderfall außerhalb der Qualifikationskritierien. Da er trotzdem kein Antrittsrecht im Einzel gehabt hätte, erzwang er die Aufstellung durch eine Klage vor dem CAS. In der ersten Runde bekam er es dann mit Kei Nishikori aus Japan zu tun und gewann sein erstes Spiel mit 6:4, 6:7 und 6:3. Anschließend ging es in der zweiten Runde gegen den Mitfavorit Novak Djokovic. Hier verlor Schüttler trotz großen Kampfes und gutem Tennis glatt mit 4:6 und 2:6.

Bei den anschließenden US Open musste er erkältungsbedingt gegen den Franzosen Florent Serra bereits in der 1. Runde aufgeben.

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Source : Wikipedia