Moringen

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Geschrieben von tron 16/04/2009 @ 22:08

Tags : moringen, niedersachsen, deutschland

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Moringen

Wappen der Stadt Moringen

Moringen ist eine Kleinstadt im Landkreis Northeim in Niedersachsen (Deutschland).

Moringen liegt östlich des Höhenzugs Weper, an den sich unmittelbar westlich der Solling anschließt, und wird vom Oberlauf der Moore durchflossen, die einen westlichen Zufluss der Leine darstellt.

Die Stadt und alle ihrer Ortschaften wurden vor über 1000 Jahren gegründet. Die ältere bäuerliche Siedlung, das Oberdorf von Moringen, entstand um den "Opferteich" und der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Martini Kirche.

Das Unterdorf wurde unter Ausschluß des bäuerlichen Oberdorfes mit den Rechten einer Stadt ausgestattet und befestigt. Die Siedlung ist im Jahre 983 erstmals urkundlich erwähnt, wobei allerdings nicht urkundlich belegbar ist, wann die Siedlung ihre Stadtrechte verliehen bekam. Fest steht jedoch, dass Moringen um 1350 bereits eine "Stadt" gewesen ist.

Die größte Katastrophe in Moringen fand 1734 statt, als ein verheerendes Feuer fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche legte. Man baute die Stadt im Stile der Zeit, nun mit breiteren Straßen als zuvor wieder auf, damit sich ein solches Feuer nicht wieder so schnell ausbreiten konnte. Nur Reste der alten Stadtgestaltung sind heute noch im Bereich der Burg erkennbar.

Die Familie derer von Münchhausen besaß in Moringen ein großes Gut und der Landdrost Börries von Münchhausen war maßgeblich am Wiederaufbau, nach dem großen Brand von Moringen, beteiligt. Das ehemalige Gutshaus derer von Münchhausen steht noch heute in Moringen und beherbergt mehrere Ärzte und eine Massagepraxis.

In Moringen gab es ein Waisenhaus, das spätere Werkhaus, das 1732 auf Kosten der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft errichtet wurde. 1798 wurde das Waisenhaus geräumt, um es anlässlich der damaligen Seeblockade zu einer Zuckerfabrik umzubauen. Das Projekt zerschlug sich 1803 auf Grund der französischen Besatzung, so dass das Gebäude wieder Waisenhaus wurde. 1818 kaufte es das Königreich Hannover zur Einrichtung einer so genannten Korrektionsanstalt. Ab 1838 wurden dort Polizeigefangene untergebracht. Ab 1866 unter preußischer Herrschaft wurde es Werkhaus, d. h. Arbeitshaus für „Nachhaft/Korrektionshaft“. Ab 1871 diente es als Provinzialwerkhaus. 1901–1907 wurde eine Abteilung für schwererziehbare Fürsorgezöglinge angegliedert. Im 1. Weltkrieg wurden hier feindliche, zum Austausch bestimmte Ausländer zusammengefasst. Eine Bedeutung hatte dieses Werkhaus für die Landwirte der Umgebung, die hier gegen geringes Entgelt Arbeitskommandos zur Arbeitshilfe bekommen konnten.

Die Gebäude des Landeswerkhauses wurden vom 10. April 1933 bis 29. November 1933 als Schutzhaftsammellager für Männer und vom 7. Juni 1933 bis 21. März 1938 als Frauenkonzentrationslager, vom 1. August 1940 bis zum Kriegsende, d. h. bis zum 6. April 1945 unter der euphemistischen Bezeichnung „Polizeiliches Jugendschutzlager“ als Jugendkonzentrationslager benutzt. Im Frauen-KZ Moringen waren insgesamt ca. 1350 Frauen inhaftiert, im Jugend-KZ ca. 1400 Jugendliche im Alter von 13 bis 22 Jahren. Während der ganzen Zeit wurde der „normale Werkhausbetrieb“ fortgeführt.

Bei Kriegsende wurden die Gebäude des Werkhauses einschließlich des Jugendschutzlagers von der Besatzungsregierung beschlagnahmt zur Einrichtung eines Lagers für „Displaced Persons“. Am 27. August 1947 wurde das jetzige Landeswerkhaus von der britischen Militärregierung an das Land Niedersachsen übergeben, in dem jedoch Polen noch bis zum 28. Juni 1960 wohnten. 1956 mit Verlegung der letzten „Korrigenden“ wurde das Landeswerkhaus aufgelöst, um stufenweise in ein Landeskrankenhaus umgewandelt zu werden.

An diese Vergangenheit erinnert die Mahn- und Gedenkstätte Moringen im ehemaligen Torhaus der Stadt.

Heute befindet sich in Moringen ein vom Land getragenes forensisch-psychiatrisches Krankenhaus.

Moringen liegt an der Bundesstraße 241, die aus dem Warburger Ortsteil Ossendorf nach Vienenburg (Harz) führt. Etwa 5 km östlich befindet sich die Anschlussstelle Northeim West (Nr. 70) der Bundesautobahn A 7.

Bis 1984 war Moringen mit einem eigenen, aber außerhalb der Ortsbebauung gelegenen Bahnhof an die Sollingbahn angebunden, der noch eine Weile Güterbahnhof blieb und danach geschlossen wurde. Die Bahnanlagen sind inzwischen abgerissen. Die nächst gelegene Bahnstation ist im benachbarten Hardegsen, Anschlüsse zum Fernverkehr bestehen in Göttingen (ICE) und Northeim (IC).

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Möringen

Die Gemeinde Möringen führt kein Wappen

Möringen ist eine Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Stendal-Uchtetal an, die ihren Verwaltungssitz in Stendal hat.

Die Gemeinde Möringen im Südosten der Altmark liegt an der oberen Uchte, etwa 12 km westlich von Stendal. Das Gelände um Nahrstedt ist leicht hügelig und steigt nördlich und südlich der Uchte allmählich um ca. 15 m an.

Zu Möringen gehört der Ortsteil Klein Möringen.

1201 taucht der Ort Möringen erstmals in einer Urkunde auf, ist aber wahrscheinlich bedeutend älter. Aus der Zeit um 1170 stammt auch die stilechte spätromanische Feldsteinkirche des Ortes, der an der alten Heerstraße von Gardelegen nach Stendal lag – eine Postsäule ist bis heute erhalten geblieben. Der Kirchturm ist als Wehrturm ausgebaut und diente dem Schutz vor Überfällen.

Neben kleinen Gewerbebetrieben prägt die Landwirtschaft das Bild der Gemeinde, die sich unter anderem auf die Saatzucht spezialisiert hat.

Zwei Kilometer südlich von Möringen führt die Bundesstraße 188 (Wolfsburg–Gardelegen–Stendal) vorbei. Der Möringer Bahnhof liegt an Hauptbahnlinie Hannover–Stendal–Berlin. Wenige hundert Meter vom Ortsteil Klein Möringen befindet sich der Bahnhof Steinfeld (Altmark) (Strecke Stendal–Salzwedel).

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Klein Möringen

Klein Möringen ist eine Ortsteil von Möringen im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt. Möringen und Klein Möringen gehören seit 2004 zur Verwaltungsgemeinschaft Stendal-Uchtetal.

Der Name "Morungen" wurde 1201 das erste Mal in einer Urkunde erwähnt. Der Ort soll ursprünglich slawische Siedlung gewesen sein, später wird er als eine wüste Ortschaft genannt. In diesem Ort "Morungen" soll auch eine Straße mit dem Namen "Nippo" oder "Nippof" gewesen sein, aus der der Ort Klein Möringen entstanden sein soll.

Die Endung des Ortsnamens weist auf eine Nordschwabengründung hin und bedeutet "Siedlung am Moor". Hier könnte das Moor oder der Morast der vorüberfliessenden Uchte gemeint sein. Klein Möringen wurde von Wenden bewohnt. An die wendischen Bewohner erinnert noch die Feldmark "Wenddorf".

Als Besitzer wird 1238 der Graf Siegfried von Osterburg genannt, der beide Orte vom Kloster St. Ludgeri (Helmstedt) zu Lehen erhalten hat. 1268 wird erstmals ein Ritter namens "Morunge" erwähnt. Die Familie derer von Gohre, derer von der Schulenburg (1510) und später die von Reinhardt besaßen das Dorf bzw. das Rittergut.

In der Nähe des Ortes sind noch zwei Zeugen früherer Geschichte vorhanden. Östlich des Ortes im Wald, am Weg nach Deetz zwei Hünengräber sowie die Überreste einer alten Kapelle, "Die Rassau", drei km westlich am Weg von Steinfeld nach Querstedt.

Die Feldsteinkirche Klein Möringen ist aus dem 13. Jahrhundert, sie wird "Christuskirche" genannt.

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KZ Moringen

Das KZ Moringen war ein Konzentrationslager im niedersächsischen Moringen. Es umfasste die Gebäude des Landeswerkhauses, eines von über 50 Arbeitshäusern, die seit dem 19. Jahrhundert im Deutschen Reich bestanden. Das KZ diente nacheinander der Inhaftierung von Männern, Frauen und Jugendlichen.

Von April 1933 bis November 1933 wurde ein Männer-KZ betrieben. Es wurde aufgelöst, die Insassen wurden entlassen oder in andere KZs gebracht.

Ab Oktober 1933 bis März 1938 war es ein Frauenkonzentrationslager, in dem etwa 1.350 Frauen inhaftiert waren. Während der Anteil der Zeugen Jehovas in den Konzentrationslagern vor Kriegsbeginn durchschnittlich 5-10 % betrug, stellten die Zeuginnen Jehovas im Frauen-KZ Moringen zeitweise fast 90 % der Inhaftierten. Auch dieses Lager wurde aufgelöst. Die Frauen wurden in das KZ Lichtenburg überstellt.

Vom Juni 1940 bis zum Ende des Nationalsozialismus diente es unter der euphemistischen Bezeichnung "Jugendschutzlager" als Jugendkonzentrationslager für Jugendliche und junge Männer im Alter von 13 bis 22 Jahren und war dem Reichssicherheitshauptamt/Amt V (Reichskriminalpolizeiamt) unterstellt. Als Lagerkommandant fungierte SS-Sturmbannführer Karl Dieter.

Die Blockzuweisung bestimmte den Grad der Entrechtung im Lager und darüber, ob der Haft in Moringen die Überstellung in ein KZ, in eine Anstalt, zur Wehrmacht, in den Arbeitsdienst oder die Freilassung folgte. Eine Entlassung war allein möglich für Häftlinge, denen es gelang, in den "Block der Erziehungsfähigen" aufzusteigen. Die Entlassungswahrscheinlichkeit war gering. Von 273 Jugendlichen, die bis zum 1. Oktober 1943 das Lager verlassen hatten, wurden nur 26 wieder entlassen, fünf von ihnen in den Reichsarbeitsdienst.

Die Blockaufteilung ging zurück auf den Arzt und Pädagogen Robert Ritter, Leiter der Rassenhygienischen und bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle im Reichsgesundheitsamt. Ritter betrieb seit 1937 die systematische Erfassung der "fremdrassigen" Sinti und Roma sowie der zahlreichen "deutschblütigen" als "asozial" bzw. "gemeinschaftsfremd" etikettierten Bevölkerungsgruppen. Seit 1941 leitete er zusätzlich das Kriminalbiologische Institut der Sicherheitspolizei (KBI), dessen Aufgabe er darin sah, unter "kriminalbiologischen Gesichtspunkten alle jugendlichen Gemeinschaftsfremden" festzustellen, "gegen die aus Gründen der Vorbeugung polizeiliche Maßnahmen durchgeführt" werden müßten. Jungen und junge Männer, die Ritter als "geistig defekt" und als "krankhaft entartet" betrachtete, sollten in Moringen, Mädchen und junge Frauen im Jugend-KZ Uckermark inhaftiert werden. "In geeigneten Arbeitslagern", so Ritter zynisch, könnten sie "viel Nützliches leisten". Ritter regte auch Zwangssterilisierungen an, die dann vom Lagerarzt und dem Kommandanten beantragt und in der Universitätsklinik Göttingen vollzogen wurden.

Die Jugendlichen mussten in verschiedenen Werkstätten innerhalb des Lagers arbeiten, u. a. für private Unternehmen der Region.

Die Arbeitskraft der Jugendlichen wurde bis zur völligen körperlichen Auszehrung ausgenutzt. Im Sommer 1942 verhungerten einige Jugendliche. Andere begingen Selbstmord. Ein Fall von Erschießung "auf der Flucht" ist bekannt.

Moringen wurde am 9. April 1945 befreit. Drei Tage vorher fanden „Evakuierungen“ in Richtung Harz statt, die Kranken blieben im Lager zurück.

Bis zur Befreiung wurden etwa 1400 Jugendliche in Moringen eingewiesen. Die genaue Zahl der den Lagerbedingungen und Gewaltattacken des Personals und anderer zum Opfer Gefallenen ist unbekannt. Innerhalb des Lagers waren es mindestens 56.

Außenlager wurden im September 1943 in Berlin-Weißensee und im Juli 1944 in Volpriehausen eingerichtet.

Seit 1993 befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen KZs eine Gedenkstätte, die vom 1989 gegründeten Verein „Lagergemeinschaft und Gedenkstätte KZ Moringen e.V.“ betrieben wird. Ein Großteil der alten Gebäude wurde abgerissen. An ihrer Stelle und in Teilen der historischen Bauwerke befindet sich heute das Landeskrankenhaus Moringen, ein forensisch-psychiatrisches Krankenhaus, in dem in erster Linie durch Gerichtsbeschluss eingewiesene Patienten behandelt werden.

Der 44-minütige Film thematisiert die Begegnung des ehemaligen Moringer Häftlings Günter Discher mit vier Jugendlichen aus Berlin, die an Politik und der NS-Vergangenheit zunächst nicht sonderlich interessiert sind. Der Film zeigt die Reaktionen der Jugendlichen auf Dischers Berichte. Man lernt sich kennen, ein Vertrauensverhältnis entwickelt sich. Die Jugendlichen berichten über ihr Lebensgefühl, reflektieren, differenzieren. Darüber hinaus erhält der Zuschauer exemplarische Informationen zu den Haftbedingungen im Jugend-KZ Moringen.

Beide Dokumentationen entstanden in Zusammenarbeit mit der Lagergemeinschaft KZ Moringen.

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Source : Wikipedia