Monaco

3.4002157497516 (1854)
Geschrieben von bishop 29/03/2009 @ 16:08

Tags : monaco, europa, ausland

Neueste Nachrichten
FIA-Streit: Ferrari-Anhörung vor GP von Monaco - Volksstimme
Mai und damit noch vor dem Großen Preis von Monaco am kommenden Wochenende stattfinden. Dies berichteten internationale Medien übereinstimmend. Der italienische Rennstall will... mehr... London - Auch nach dem Krisengipfel in London bleibt die Zukunft...
Hamilton über sein neues Leben im Mittelfeld - Motorsport-Total.com
"Das Gefühl, morgens aufzustehen und zu wissen, dass man nicht gewinnen kann, egal wie hart man fährt oder wie gut das Team arbeitet, ist nicht so toll", verriet Hamilton am Rande der Präsentation seines neuen Spezialhelms für Monaco....
Monaco – Teil 5 - MOTORSPORT aktuell
Von Petra Wiesmayer Der Grand Prix von Monaco ist geradezu ein Muss für alle, die auch nur im entferntesten mit Motorsport zu tun haben und ebenso für all jene, die sehen und gesehen werden wollen. Die Schönen und Reichen geben sich jedes Jahr im Mai...
Formel 1 - BMW Sauber freut sich auf Monaco - Motorsport-Magazin.com
Zwar ist Monaco keine echte Formel-1-Strecke, doch alle freuen sich darauf. Auch bei BMW Sauber ist man auf das Wochenende gespannt. Motorsport-Magazin.com - Egal wie die aktuelle Form auch aussehen möge, auch bei BMW Sauber freut man sich auf das...
Formel 1: Glock will in Monaco zurück in die Punkte - FOCUS Online
Das Ziel des Toyota-Piloten ist es beim Großen Preis von Monaco wieder in die Punkte zurückzukehren. Toyota-Pilot Timo Glock hat ein enttäuschendes Wochenende in Barcelona hinter sich. Der 27-Jährige musste bereits früh im Rennen Punkte abschreiben,...
Ferrari und McLaren auch in Monaco mit KERS - Auto Motor Sport
Da wundert sich Renault-Ingenieur Pat Symonds: "Ich möchte die Simulation sehen, die verspricht, dass ich in Monaco mit KERS schneller bin." Im Streit um das Budget-Limit gingen drei Regeländerungen für 2010 beinahe unter. Im nächsten Jahr gibt es zum...
Whitmarsh hofft für Monaco auf ein Wunder - autobild.de
"In Monaco", kündigt er vorausblickend auf das nächste Rennwochenende selbstbewusst an, "wird es anders laufen - dort werden wir stark sein. Wir haben noch einen Haufen Arbeit. Es wird nicht von Zauberhand passieren, aber wir werden dort stärker...
Trulli/Monaco: „Bootpartys sind nicht mein Ding!“ - BUNTE Online
Am Sonntag startet Jarno Trulli in Monaco. Der Toyota-Rennstar ist schon jetzt vor Ort und verrät exklusiv auf BUNTE Online, wie es ihm in dem glamourösen Fürstentum gefällt. "Das Rennen in den engen Straßen von Monaco ist vor allem, was die Logistik...
42 Millionen für mehr Wellness in Monaco - Hotel News
Dass allein der Name Monaco ausreicht, um an Luxus, Reichtum und facettenreichen Elitegesellschaften zu denken, braucht man heute wohl niemanden erzählen. Monaco ist das Synonym für den Komfort der verschiedensten Luxusklassen mit internationalem Flair...
Über Monaco-Spiele in Obwalden - Blick Online
Der Kanton Obwalden lebt von der Grossregion Luzern, die solche Monaco-Spiele überhaupt erst möglich macht. Kein Reicher würde sich der Langeweile einer ländlichen Idylle aussetzen, hätte er nicht eine Stadt mit Wirtschaft und Unterhaltung und Kultur...

Monaco

Klimadiagramm von Monaco

Das Fürstentum Monaco ist ein Stadtstaat in Westeuropa. Es liegt von Frankreich umschlossen an der Mittelmeerküste in der Nähe der italienischen Grenze.

Der Name geht zurück auf griechische Siedler, die sich im 5. Jahrhundert v. Chr. im Gebiet des heutigen Monaco niederließen. Zu Ehren von Herakles Monoikos errichteten sie einen Tempel. Aus dem Namenszusatz des Gottes, der so viel wie „der Einzigartige“ bedeutet, entwickelte sich der Landesname „Monaco“.

Heute ist Monaco vor allem bei den Reichen der Welt als Wohnsitz begehrt, da weder Einkommensteuer noch Erbschaftsteuer erhoben und im Ausland begangene Finanzvergehen nicht verfolgt werden. Unternehmungen in Monaco zahlen hingegen Steuern.

Das Fürstentum liegt an der französischen Mittelmeerküste, auf 43° 44' nördlicher Breite und 7° 25' östlicher Länge zwischen der französischen Stadt Nizza im Westen (15 km Entfernung) und der französisch-italienischen Grenze im Osten. Die Küstenlänge des Fürstentums beträgt 4,1 km. In den letzten Jahrzehnten hat man das Staatsgebiet durch Landgewinnung um 40 ha auf 197 ha (1,97 km²) vergrößert. Monaco verfügt über ein schmales Küstenmeeresgebiet. Die gesamte Fläche des Landes liegt am Rand der Seealpen.

Mit seiner sehr geringen Fläche ist Monaco nach der Vatikanstadt der zweitkleinste Staat der Welt. Monaco hat eine der höchsten Einwohnerdichten aller Staaten.

Der Vorwurf an die fürstliche Macht, nach dem Spruch „Teile und herrsche“ zu verfahren, führte dazu, dass 1917 die drei Gemeinden in eine Gemeinde zusammengefasst wurden. Die ursprünglichen Gemeinden galten fortan als Stadtbezirke (Quartiers).

Die Stadtbezirke werden für statistische Zwecke in 173 Blöcke (îlots) untergliedert.

In Monaco herrscht Mittelmeerklima, mit milden Wintern und warmen Sommern, 796 mm Niederschlag und einer Sonnenscheindauer von 2.583 Stunden pro Jahr. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar/Februar um 10 °C, im Juli/August um 23 °C.

Monaco ist der am dichtesten besiedelte unabhängige Staat der Welt (ca. 17.000 Einwohner pro km²), der auch zu den sichersten der Welt gehört. Die Einwohner von Monaco werden als Monegassen bezeichnet. Die einheimische Bevölkerung (2004: 7.600) macht jedoch nur einen relativ geringen Anteil der anwesenden Bevölkerung aus. 47 % der Einwohner sind Franzosen. Italiener und Monegassen machen jeweils 16 % der Bevölkerung aus. Die restlichen 21 % verteilen sich auf 125 verschiedene Nationalitäten. Der Anteil der Franzosen an der Bevölkerung ist permanent rückläufig, da die in Monaco wohnenden Franzosen aufgrund eines Abkommens zwischen Frankreich und Monaco in Frankreich steuerpflichtig sind, so dass sie die extrem hohen Lebenshaltungskosten (v. a. Immobilienpreise) nicht durch eine Steuerersparnis kompensieren können. Der italienische Bevölkerungsanteil ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen, auch viele Deutsche und Briten sind in Monaco wohnhaft.

Das Monegassische ist ein romanischer Dialekt, der mit dem ligurischen Dialekt der italienischen Sprache verwandt ist. Alleinige Amtssprache ist jedoch Französisch. Immerhin ist Monegassisch Pflichtfach an den Schulen, und auch das Abitur (Matura) kann auf Monegassisch abgelegt werden. Im Übrigen werden auch Italienisch und Englisch gesprochen.

Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatskirche. Monaco ist Sitz eines Erzbischofs, der direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt ist. Die Freiheiten anderer Religionen und Konfessionen werden jedoch von der monegassischen Verfassung garantiert. 90 % der Monegassen sind Katholiken, 6 % Protestanten, daneben gibt es orthodoxe und jüdische Minderheiten.

Herrschaft der Grimaldi (ursprünglich aus Genua) seit dem 13. Jahrhundert. 1731 starb die männliche Linie der Familie aus. Familie Goyon-Matignon (eingeheiratet) folgte in Namen und Herrschaft.

Internationale Aufmerksamkeit erlangte Monaco 1956, als die berühmte US-amerikanische Schauspielerin Grace Kelly den Fürsten Rainier heiratete.

Monaco ist seit 1911 eine konstitutionelle Monarchie, in der der Regierende Fürst das Staatsoberhaupt ist. Die Exekutive besteht aus dem Regierungsrat, der aus vier Mitgliedern besteht, welche das Kabinett bilden; Vorsitzender des Regierungsrates ist der Staatsminister. Bis vor kurzem wurde der Staatsminister vom Fürsten aus einem Dreiervorschlag der französischen Regierung ausgewählt und musste stets ein Franzose sein; seit einer jüngst erfolgten Änderung des diesbezüglichen Staatsvertrags ist der Fürst in seiner Auswahl frei, bedarf aber der Zustimmung Frankreichs. Seit der Verfassungsänderung 1962 teilt sich der Fürst seine Regierungsmacht mit dem Nationalrat, welcher das Parlament darstellt. Dieser besteht aus 24 Mitgliedern, die in freien und geheimen Wahlen auf fünf Jahre gewählt werden. Regionale Angelegenheiten, die nur das Staatsgebiet von Monaco betreffen, werden vom Gemeinderat beschlossen, der 15 gewählte Mitglieder hat und vom Bürgermeister Monacos geleitet wird.

Die Unabhängigkeit Monacos, die seit dem 25. Februar 1489 besteht, war bisher an das Bestehen der Grimaldi-Dynastie gebunden. Ein Vertrag mit Frankreich regelte, dass bei Aussterben der Grimaldi Monaco an Frankreich fällt. Zwischen Frankreich und Monaco besteht ein so genanntes völkerrechtliches Protektorats-Verhältnis, das in einem „Schutzvertrag mit Frankreich“ vom 17. Juli 1918 festgelegt wurde. Darin garantierte Frankreich die Unabhängigkeit und Souveränität Monacos, für wichtige Einzelentscheidungen der monegassischen Außenpolitik wurde jedoch eine Konsultationspflicht festgelegt. Zur Nachfolge des Fürsten heißt es darin: „Im Falle einer Vakanz der Krone, beispielsweise durch das Fehlen eines direkten oder adoptierten Erben, würde das Gebiet von Monaco einen autonomen Staat unter dem Protektorat von Frankreich bilden“. Für mehrere Schlüsselpositionen im Fürstentum schlägt nach den bisherigen Abkommen die französische Regierung die Beamten vor: der monegassische Regierungschef, der Generalstaatsanwalt und der Polizeichef. Im Oktober 2002 wurde eine Neufassung des Vertrages unterzeichnet, die den außenpolitischen Spielraum Monacos erweitert, in wichtigen Fragen aber weiter eine Konsultationspflicht vorsieht. Handelspolitisch gehört Monaco zwar zu Frankreich, die von Frankreich im Rahmen der Europäischen Union abgeschlossenen Verträge gelten aber nicht automatisch für Monaco. Über Frankreich ist Monaco auch dem Schengener Abkommen angeschlossen. Monaco ist seit dem 28. Mai 1993 Mitglied der Vereinten Nationen, beantragte am 21. Oktober 1998 den Beitritt zum Europarat und wurde am 5. Oktober 2004 aufgenommen. Seit dem 7. Januar 2000 unterhält Monaco eine Vertretung bei der EU in Brüssel. Die Regierungsgeschäfte von Monaco werden seit April 2005 von Fürst Albert II. ausgeübt, nachdem sein Vater Fürst Rainier am 6. April 2005 verstarb. Nach einer üblichen Trauerphase wurde Albert II. am 12. Juli 2005 offiziell in sein neues Amt eingeführt. Dabei verzichtete er demonstrativ auf das sonst übliche Hofzeremoniell zu Gunsten einer volksnah gestalteten Feier.

2008 hat eine Kommission der EU zum wiederholten Male das mangelhafte Demokratie-Verständnis des Fürstentums (insbesondere die schwache Stellung des Parlaments) kritisiert. Auch die eingeschränkte Pressefreiheit im Fürstentum sowie die Unwilligkeit der Justiz, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten (v.a. in Fällen von Steuervergehen und Geldwäsche) spricht gegen den Willen der konstitutionellen Erbmonarchie, sich üblichen westlichen Standards zu unterwerfen.

Die Thronfolge ist im Artikel 10 der monegassischen Verfassung geregelt und wurde zuletzt 2002 geändert. Thronfolger ist der erste direkte und legitime Nachkomme des Fürsten mit Priorisierung der männlichen Nachkommen im gleichen Verwandtschaftsverhältnis. Wenn der Fürst keinen Nachkommen hat, gilt diese Regelung für die Brüder und Schwestern bzw. deren Nachkommen. Wenn der Thronfolger auf den Thron verzichtet, treten seine Nachkommen an seine Stelle. Derzeitige Thronerbin ist Alberts Schwester Caroline, gefolgt von ihrem ältesten Sohn Andrea.

Die öffentliche Sicherheit garantiert die Compagnie des Carabiniers du Prince. Die 112 Beamte zählende Einheit (94 Carabiniers, 15 Unteroffiziere, 3 Offiziere) fungiert als nationale Gendarmerie, stellt die Schlosswache und nimmt protokollarische Aufgaben bei besonderen Gelegenheiten und Staatsempfängen wahr. Zur Kompanie gehören die Fanfare de la Compagnie des Carabiniers du Prince (26 Musiker unter dem Kommando eines Maréchal des logis) sowie eine Motorradstaffel. Die Carabiniers sind dem Innenministerium unterstellt; ihre Tradition reicht zurück bis in das Jahr 1817.

In Monaco gibt es seit 1869 keine direkte Steuerpflicht für Privatpersonen. Der große Anteil vermögender Einwanderer hat das Fürstentum zu einem Symbol für Luxus und Reichtum werden lassen.

Monaco hat weder eine eigene Währung noch eine Zentralbank. Es bestand eine Art Währungsunion mit Frankreich, in der die monegassischen Banken den gleichen Regeln wie die französischen unterworfen waren. Im Dezember 2001 schloss Monaco mit Frankreich ein Abkommen zur Einführung des Euro. Die monegassischen Euromünzen werden vom Kontingent Frankreichs abgeleitet, welches die Europäische Zentralbank festlegt.

Monaco gehört gemäß Art. 3 Abs. 2 ZK zum Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft, da ein Zollabkommen mit Frankreich besteht.

In Monaco gibt es eine Mehrwertsteuer wie in Frankreich, wohin auch ein Teil davon abgeführt wird. Das Glücksspiel macht heute einen Anteil unter 5 % aus, nach dem Zweiten Weltkrieg waren es noch 70 %.

Die Spielbank Monte Carlo wird von der Société des Bains de Mer (SBM) betrieben. Etwa 70 % der Aktien sind im Besitz des Staates Monaco. Monegassen dürfen nicht spielen.

Monaco ist in den letzten zehn Jahren zunehmend zu einem Finanz- und Wirtschaftszentrum geworden.

Derzeit gibt es nach Angaben der monegassischen Verwaltung etwa 30.000 Arbeitnehmer, die jeden Tag als Berufspendler von außerhalb nach Monaco kommen.

Monacos Regierung sorgt für öffentliche Sicherheit und Sauberkeit, u. a. durch die allgegenwärtige Video-Überwachung. Dies hat die Kriminalität im Fürstentum stets niedrig gehalten und die Anziehungskraft Monacos für die Reichen und Schönen erhalten.

Monaco wird auch Manhattan am Mittelmeer genannt. Dies verweist auf die stetige Bautätigkeit (Hochhäuser). Bereits in den 1970er-Jahren wurde der riesige neue Stadtteil Fontvieille durch Aufschüttung dem Meer abgetrotzt.

Anfang des Jahrtausends wurde dem Hafen „La Condamine“ ein beweglicher Anlegesteg aus Beton von 352 Metern Länge, 28 Metern Breite und einem Gewicht von 160.000 Tonnen einschließlich eines kleineren Gegenstücks auf der anderen Hafenseite vorgelagert, der in Spanien gebaut und dann übers Meer nach Monaco gebracht wurde. Dieser Anleger, der vor allem für die neue Generation großer Kreuzfahrtschiffe konzipiert wurde, ist mit Drehgelenk an der Spitze des Felsens von Alt-Monaco fixiert. Trotz dieser Anlegemöglichkeit ankern die meisten großen Kreuzfahrtschiffe nach wie vor einige hundert Meter von Monaco entfernt, da sie die hohen Kosten für das Anlegen scheuen. Die Installation der ursprünglich geplanten Geschäfte und Restaurants im Anlegesteg gelang nicht, da sich keine Geschäftsleute fanden, die sich an diesem Standort ausreichende Kundschaft versprachen. So präsentiert sich der Anleger heute als monströser, weitgehend ungenutzter und somit unrentabler grauer Betonklotz, der den alten Hafen und den Schlossfelsen ästhetisch entstellt und ein tiefes Loch in die Staatskasse gerissen hat. Offiziell wird der Anleger gegenüber der Öffentlichkeit allerdings als ökonomischer Erfolg dargestellt.

Auffallend ist eine in Monaco permanent festzustellende und teils zu öffentlichen Beeinträchtigungen führende Bautätigkeit an den verschiedensten Stellen des Fürstentums. Dies ist in der sehr geringen Landesfläche von knapp zwei Quadratkilometern begründet, die Monaco zum zweitkleinsten Staat der Welt nach dem Vatikan macht. Durch diesen Platzmangel ist man sehr darauf bedacht, jeden noch so kleinen Fleck der Landesfläche so effizient wie möglich auszunutzen und zu bebauen. Momentan werden beispielsweise nach der Verlegung der Eisenbahn unter die Erde die freiwerdenden Gleisflächen mit Hochhäusern bebaut.

Der Immobilienmarkt und das Baugewerbe sowie viele Bereiche des öffentlichen Lebens (Fußballclub etc.) werden durch das Imperium der Familie Pastor beherrscht.

Die Verkehrssituation im Fürstentum ist vor allem zu den Hauptverkehrszeiten äußerst angespannt. Während der Hauptsaison und während Großveranstaltungen kommt es auf den Straßen häufig zu Verkehrsstaus. Demgegenüber verfügt Monaco andererseits jedoch über eine große Anzahl öffentlicher Parkhäuser, die fast durchweg unterirdisch in die Felsen gebaut sind.

Im Fürstentum verkehren sechs Buslinien, mit denen praktisch jeder Punkt in Monaco bequem erreicht werden kann. Die Fahrpreise sind mit einem Euro pro Einzelfahrt moderat und beinhalten auch das Busboot zur Überquerung des Hafens. Die Verwaltung Monacos hat erklärtermaßen das Ziel, durch günstige Fahrpreise mehr Fahrgäste in die öffentlichen Verkehrsmittel zu locken. Für Touristen empfiehlt sich eine Tageskarte, die "Carte Touristique Journaliere", die für drei Euro bei den Fahrern der Buslinien zu erstehen ist und die unbegrenzte Nutzung des Busnetzes bis Betriebsschluss des Verkaufstages umfasst.

Der unterirdische Bahnhof Monaco - Monte Carlo liegt an der Bahnlinie von Cannes nach Ventimiglia, die am Meer verläuft und die schönsten Orte der Côte d'Azur verbindet.

Monaco ist ein bemerkenswertes kulturelles Zentrum. Im Jahr 1879 war nach dem Projekt des Architekten Charles Garnier (Erbauer der Pariser Oper) das Gebäude des Saals Garnier - die Oper Monte Carlos gebaut worden.

In dieser Szene sangen in verschiedenen Jahren Enrico Caruso, Fjodor Schaljapin, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti. Im Jahr 1911 war hier von Sergei Djagilew die Ballets Russes Djagilews unter der Protektion des Fürsten von Monacos, Pierre, gegründet worden. Hier tanzten: Anna Pawlowa, Vaslav Nijinsky, Tamara Karsawina, George Balanchine, Sergei Lifar, später auch Rudolf Nurejew und Mikhail Baryshnikov.

In Monte Carlo wurde die Akademie des klassischen Tanzes geschaffen, die den Namen der Prinzessin Grace trägt.

Der Fonds des Fürsten Pierre, der Rainier III in die Ehre des Vaters gegründet ist, überreicht den Großen literarischen Preis, den musikalischen Preis des Fürsten Rainier III und den internationalen Preis auf dem Gebiet der modernen Kunst jährlich.

In der Stadt ist das berühmte Ozeanographische Museum gelegen, dessen Direktor unter anderem der Forscher Jacques-Yves Cousteau war.

1929 fand erstmals der Grand Prix von Monaco statt, seit 1955 gastiert die Formel 1 jährlich im Fürstentum. Außerdem führt die Rallye Monte Carlo in den Zwergstaat.

Der AS Monaco gehört mit sieben Meistertiteln zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der französischen Liga. Der monegassische Fußballclub spielt im Stade Louis II im Stadtteil Fontvieille. Das Fürstentum unterhält außerdem eine eigene Fußballnationalmannschaft, die aber keine offiziellen Länderspiele bestreitet.

Im Frühling findet jeweils ein Tennisturnier der ATP Masters Series statt. Gespielt wird dabei auf Sand. Das Monte Carlo Masters gehört zu den wichtigsten Turnieren im Herrentennis.

Seit 1995 findet im November der Marathon de Monaco et des Riviera statt.

Seit 2005 wird jährlich der Ironman 70.3 Monaco, ein Halbdistanz-Ironman, im Fürstentum ausgetragen.

Die EPT Monte Carlo, die seit 2005 im Monte Carlo Bay Hotel ausgetragen wird, ist das bedeutendste jährliche Pokerturnier Europas.

Die monegassische Küche ist eine mediterrane Küche. Neben Fisch- und Fleischgerichten ist aber auch die italienische Küche weit verbreitet. Monegassische Gerichte werden meist mit Oliven, Tomaten und Zwiebeln zubereitet.

Eine typische Vorspeise ist "Barbajuan". Hierbei handelt es sich um eine spezielle Art fritierter kleiner Ravioli. Es gibt lokal unterschiedliche Rezepte fuer die Fuellung, das monegassische Original kommt jedoch im Gegensatz zu den Barbajuan aus z.B. Menton immer ohne Reis aus.

Zu Weihnachten gibt es sehr häufig ein Weihnachtsbrot (Pain de Noël), auf welchem Walnüsse in Form eines Kreuzes um einen Olivenzweig angeordnet sind.

In Anbetracht der Einwohnerzahl Monacos gibt es eine vielfältige Medienlandschaft. Die Pressefreiheit ist eingeschränkt, kritische Berichterstattung ist nicht erwünscht und findet in der lokalen Presse (auch in der französischen Regionalzeitung „Nice Matin“) nicht statt. Film- und Fotoaufnahmen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch das Innenministerium .

Radio Monte Carlo und Télé Monte-Carlo senden rund um die Uhr. Die Anstalten sind von der Regierung unabhängig. Des weiteren betreibt Monaco einen Staatskanal, welcher wichtige Ereignisse überträgt und Meldungen der Behörden in Verkehr bringt. „Monaco Info“ sendet seit 1995 mehrere Stunden wöchentlich.

Liste der zu empfangenden Radio Stationen in Monaco.

Für die deutschsprachige Minderheit erscheint einmal im Monat die „Monaco Zeitung“. Wichtige ausländische Zeitungen sind erhältlich.

Monaco zählt zu den Alpenstaaten, hat die Alpenkonvention unterzeichnet und hat auch einen eigenen Alpenverein, den Club Alpin Monégasque (CAM).

Der neu geschaffene Fernwanderweg Via Alpina, auf dem man alle acht Alpenstaaten von Monaco bis Triest durchwandern kann, wurde am 21. Juni 2002 mit einer Wanderung von der Place du Palais nach La Turbie eröffnet.

Anfang jeden Jahres findet das Internationale Zirkusfestival von Monaco statt. Unter der Schirmherrschaft des Fürsten Albert streiten die besten Zirkusartisten der Welt um den "Oskar der Zirkuswelt" den Goldenen Clown. In diesen Tagen verwandelt sich Monaco in einen riesigen Zirkus mit Clowns, Artisten und vielen verschiedenen Tieren, die nicht nur im großen Zirkuszelt auftreten, sondern auch die Straßen und Plätze des Fürstentums mit Leben füllen. Ein interessanter Kontrast zum sonst eher elitären Leben in Monaco.

Der Place du Casino (von den Einheimischen liebevoll Camembert genannt) stellt in mehrfacher Hinsicht eines der touristischen Zentren Monacos dar. Zum einen liegt dies in seiner sehr zentralen Lage mitten im Fürstentum begründet. Zum zweiten befinden sich dort das bekannte Hôtel de Paris sowie das berühmte Casino von Monte-Carlo und direkt daneben die prunkvolle Oper Monacos, wobei alle genannten Einrichtungen durch ihre historische Architektur zu beeindrucken vermögen. Zum dritten ist der Casino-Platz mit seinem Rondell die erste Anlaufstelle für Touristen, die auf Kreuzfahrt das Fürstentum anlaufen, da die Kreuzfahrtschiffe in Sichtweite des Casinos ankern und die Passagiere direkt unterhalb des Casinos an Land gehen. In den Sommermonaten ist der Place du Casino speziell an Freitag- und Samstagabenden ein Treffpunkt für Monaco-Touristen aus aller Welt.

Als zweiter zentraler Touristenmagnet in Monaco gilt die Altstadt, Monaco-Ville. Sie ist auf dem sogenannten Fürstenfelsen gelegen, wo sich auch der Fürstenpalast, die politische und private Residenz der Fürstenfamilie, befindet. Die Altstadt Monacos ist, wie für das Fürstentum typisch, sehr eng bebaut; in den engen Gassen der Altstadt befinden sich zahlreiche Gaststätten und Souvenirläden. Speziell in der Hochsaison ist die Altstadt sehr stark von Monaco-Touristen bevölkert und mitunter schon als von Touristen überlaufen zu bezeichnen.

Der exotische Freiluft-Garten Monacos - Jardin Exotique - bietet Pflanzenkundlern eine sehr große Anzahl der verschiedensten Pflanzen- und Baumarten zur Besichtigung. Der Exotische Garten zeichnet sich zudem durch seine Lage aus. Er befindet sich an der Staatsgrenze zu Frankreich in Richtung Nizza in großer Höhe, von wo sich ein spektakulärer Panoramablick über das Fürstentum bietet.

Das Ozeanographische Museum befindet sich auf dem Felsen von Monaco in Monaco-Ville und bietet Besuchern eine Fülle von meereskundlichen Exponaten, darunter auch seltene lebende Meerestiere in Aquarien. Es beherbergt etwa 4.000 Fischarten sowie Arten von 200 Familien Wirbelloser. Die prunkvolle Architektur des Museums weist auf seine Gründung 1910 durch Albert I hin. Der Gründer betätigte sich selbst als Ozeanologe, Walforscher und Teuthologe. Er war an dem damals als sensationell empfundenen Fund eines Lepidoteuthis grimaldii (ein geschuppter Tiefseetintenfisch) beteiligt, welcher nach seiner Familie Grimaldi benannt wurde. Das rasch danach erbaute Museum sollte auch diesen Fund gebührend präsentieren. Die Lage direkt 85 Meter oberhalb des Meeres auf einer Felsenklippe ist ebenfalls eindrucksvoll.

Die Jachthäfen von Monaco sind regelmäßig beliebte Touristenziele, wo besonders spektakuläre und große Privatjachten von vermögenden Eignern vor Anker liegen. Der größte Hafen befindet sich in Monte-Carlo, entlang jener öffentlicher Straßen, die auch für den alljährlichen Formel 1-Grand Prix genutzt werden. Weitere Jachthäfen finden sich in Fontvieille, direkt unterhalb des Fürstenfelsens und auf der gegenüberliegenden Seite von Fontvieille in Richtung Cap d´Ail.

In Larvotto befindet sich der öffentliche Strand Monacos, der naheliegenderweise gerade in den warmen Sommermonaten ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen ist. Der Sand dort ist indessen grobkörnig und nicht mit feinen, weißen Sandstränden an anderen Mittelmeerorten zu vergleichen, und im Wasser stellen mitunter Quallen eine Störung des Badebetriebs dar. Ein weiterer vergleichsweise großer und im Sommer recht bevölkerter öffentlicher Badestrand befindet sich unmittelbar hinter Fontvieille, zu Cap d'Ail hin und auf französischem Staatsgebiet.

Als Kontrast zu den zahllosen Betonbauten in Monaco wurden mehrere öffentliche Gärten mit teils exotischen Pflanzen, Palmen sowie einheimischen und importierten Vogelarten angelegt. Erwähnenswert sind hier der Japanische Garten, der sich westlich des Grimaldi Forums an der Avenue Princesse Grace befindet und durch große Pflanzenpracht, filigrane japanische Hütten- und Brückenbauten und Teiche mit seltenen Koi-Karpfen gefällt; sowie die Gärten in Fontvieille und im Bereich zwischen Musée Océanographique und Fürstenpalast.

1 Liegt größtenteils in Asien.  2 Hat zusätzliche Gebiete außerhalb Europas.

Zum Seitenanfang



Monaco beim Eurovision Song Contest

Flagge Monacos

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Geschichte Monacos als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Monaco nahm erstmals 1959 und bis einschließlich 1979 jedes Jahr am Wettbewerb teil. Ab 1980 nahm das Fürstentum aus Desinteresse nicht mehr teil, kehrte jedoch 2004 sowie in den beiden Folgejahren überraschend zurück, konnte sich aber nicht für das Finale qualifizieren. 2007 wurde erneut auf die Teilnahme verzichtet. Als Grund wurden schlechte Erfolgsaussichten sowie die Unausgeglichenheit des Wertungssystems genannt. Für 2008 hat der monegassische Fernsehsender eine Teilnahme nicht kategorisch ausgeschlossen, es wurde aber trotzdem auf eine Teilnahme verzichtet. Monaco plant für den Eurovision Song Contest 2009 in Moskau ein Comeback.

Bei seiner ersten Teilnahme erreichte Monaco nur den letzten Platz, war aber in den Folgejahren deutlich erfolgreicher: Bisher einmal konnte Monaco den Sieg beim Eurovision Song Contest erlangen, nämlich 1971 mit der Sängerin Séverine und dem Lied Un banc, un arbre, une rue, zudem erreichte das Land einmal den zweiten, je drei Mal den dritten und vierten sowie zweimal den fünften Platz. Nach der Rückkehr zum Wettbewerb 2004 sah es jedoch weniger rosig aus, alle drei Beiträge kamen unter die letzten vier im Halbfinale und schafften nicht den Sprung in die Samstagabendshow. Insgesamt landeten dennoch 14 der 24 vorgestellten Lieder, also fast 60 %, in der vorderen Hälfte der Wertungstabelle.

Kaum einer der monegassischen Vertreter kam tatsächlich aus dem rund 30.000 Einwohner umfassenden Fürstentum, die meisten stammten in Wirklichkeit aus Frankreich. Bekannte Ausnahmen sind die monegassische Sängerin Maryon und die aus dem damaligen Jugoslawien stammende Tereza. Die einzige Siegerin, die - ebenfalls aus Frankreich stammende - Sängerin Séverine, sagte später, vor dem Wettbewerb nie in Monaco gewesen zu sein und auch nach ihrem Sieg nie vom Fernsehsender dorthin eingeladen worden zu sein.

Monaco war seiner Landessprache auch in Jahren, in denen offiziell keine Sprachregelung herrschte (1973 bis 1976 sowie seit 1999), seiner Landessprache Französisch sehr treu: alle Beiträge wurden zumindest teilweise, die meisten ganz in ihre gesungen. Lediglich 1970 waren in dem Lied Marlène - das von Marlene Dietrich handelte - einige Worte auf Englisch und Deutsch enthalten, beim bisher letzten Beitrag 2006 einige Worte auf Tahitisch. Von vielen Liedern wurden auch Fassungen in anderen Sprachen aufgenommen, vornehmlich Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch.

Zum Seitenanfang



Römisch-katholische Kirche in Monaco

Die römisch-katholische Kirche in Monaco war bis 1887 kirchenrechtlich ein Teil eines französischen Bistums, wurde danach immediates Bistum, und ist heute als eigenständiges Erzbistum, ohne Metropolitanbistum zu sein, direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt.

Fürst Rainier I. erklärte die römisch-katholische Kirche zur Staatskirche.

Am 15. März 1887 erhielt das 2 km² große Fürstentum am Mittelmeer eine eigene Diözese. Mit der steigenden Zahl der Einwohner wuchs auch die Zahl der Gläubigen zwischen 1949 und 2002 von 14.950 auf 29.000. In Monaco sind etwa 90,6% der Bevölkerung römisch-katholisch. Die Bischöfe, die fast immer aus Frankreich kamen, erhielten am 30. Juli 1981 den Titel eines Erzbischofs, da Monaco immediates Erzbistum wurde.

Heute zählt das Erzbistum 13 Diözesan- und 7 Ordenspriester. Zugleich leben auch 15 Ordensschwestern in den 6 Pfarreien Monacos.

Der Apostolische Nuntius von Monaco ist 2006 André Pierre Louis Dupuy.

Zum Seitenanfang



Olympische Sommerspiele 1936/Teilnehmer (Monaco)

MON

Monaco nahm bei den XI. Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin mit einer Delegation von sechs Athleten teil.

Zum Seitenanfang



A1 Team Monaco

Das A1 Team Monaco ist das monegassische Nationalteam in der A1 Grand Prix-Serie.

Das A1 Team Monaco wurde von Rennfahrer Clivio Piccione und dem im Stadtstaat wohnhaften Schweizer Hubertus Bahlsen gegründet; das Team setzt seit Beginn einen eigenen Rennstall ein.

Das A1 Team Monaco hat bisher an 4 Rennwochenenden der A1 Grand Prix-Serie teilgenommen.

Das A1 Team Monaco setzte an Rennwochenenden bisher 2 verschiedene Fahrer ein, von denen einer auch an den Rennen selbst teilnahm. Stammfahrer in dieser Saison ist Co-Seatholder Clivio Piccione.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia