Michael Hackert

3.3654513889122 (4608)
Geschrieben von daneel 04/03/2009 @ 03:14

Tags : michael hackert, eishockeyspieler, eishockey, sport

Neueste Nachrichten
Wenigstens ein Sieg - Hockeyweb.de
Minute für Balázs Ladányi, doch Michael Hackert blockte den Schuss ab. Genau dieser Hackert, der sich stets bemühte, hatte ein paar gute Szenen, ebenso der unerschrockene Patrick Hager und Moritz Müller, dessen Treffer dem jungen Kölner wohl Auftrieb...
Quo vadis, Germania? - Hockeyweb.de
Da war Michael Hackert schon fast zu weit vorgeprescht, als er verschämt zugab, dass die Vorstellung irgendwie auch etwas mit Unvermögen zu tun gehabt hätte. Ganz automatisch drängt sich eine Parallele zu den Tagen von Kattowitz vor neun Jahren bzw....
"Der Check hat mir die Lichter ausgeblasen" - Morgenweb
Michael Hackert schmerzte bei der Eishockey-WM nicht nur die knappe 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen Gastgeber Schweiz. In der 21. Minute kassierte er einen Check von Thierry Paterlini, bei dem er sich eine Platzwunde zuzog....
Der Traum vom Viertelfinale - sportal.de
Denkbar ist eine erste Sturmformation mit Michael Wolf (28, Iserlohn Roosters), Michael Hackert (27, Adler Mannheim) und Philip Gogulla (21, Kölner Haie). Das Trio überzeugt mittlerweile seit Jahren. In der Vorbereitung spielte sich Wolf einmal mehr in...
Ein Künstler mehr - Kunstmarkt.com
Die Landschaftskunst vertritt Jakob Philipp Hackert gleichsam mit einem Paukenschlag: 1779 krachte und spie der Vesuv ganz ordentlich seine rote Lava in den Nachthimmel, die Neapolitaner standen und staunten (Taxe 110.000 bis 130.000 EUR)....
Notizen von der Aare (20) - Hockeyweb.de
Stürmer Michael Hackert (Mannheim): „Wir haben uns wieder schwer getan. Das Spiel haben wir zwar dominiert, aber wenige Tore geschossen. Es hat zur WM gepasst. Wir waren verkrampft. Es war Unvermögen, Pech und was weiß ich sonst noch....
Gogulla: Nach der WM in die USA - Hockeyweb.de
Zusammen mit Torjäger Michael Wolf und Mittelstürmer Michael Hackert bildet der zweitjüngste deutsche WM-Teilnehmer die offensivstärkste Formation. "Wir drei haben uns gesucht und gefunden", sagt Gogulla und lobt seine Nebenleute in den höchsten Tönen:...
Nach dem 2:3 gegen die Schweiz übt sich das deutsche Eishockey ... - sueddeutsche.de
"Hart für uns, dass wir solche Spiele immer verlieren", sagt der Mannheimer Michael Hackert. "Frustrierend" nennt der Düsseldorfer Daniel Kreutzer den Moment, "weil wir durch die Bank ein sehr gutes Spiel abgeliefert haben und nah dran waren an mehr",...
Erwartete Niederlage - Hockeyweb.de
Nach einem Alleingang legte Anton Kurjanow die Scheibe regelrecht in den Kasten, und gerade, als mit Michael Hackert der vierte deutsche Feldspieler nach einer verbüßten Strafzeit die Eisfläche betrat, rappelte es zum fünf und letzten Mal im Kasten des...
Fünfte Pleite im fünften Spiel - Hockeyweb.de
Eine Minute später demonstrierten unsere Cracks wieder ihre Unfähigkeit: Sogar eine 2:0-Situation, vorgetragen von Michael und Michael Hackert, blieb ungenutzt. Österreich spielte jetzt befreiter auf und kam vor allen Dingen durch seinen ersten Sturm...

Michael Wolf (Eishockeyspieler)

Michael Wolf auf der Saisonabschlussfeier 2005/06

Michael Wolf (* 24. Januar 1981 in Ehenbichl, Österreich) ist ein deutscher Eishockeyspieler und aktueller Nationalspieler, der momentan für die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga spielt.

Michael Wolf spielte im Alter von siebzehn Jahren zum ersten Mal als Profi für den EV Füssen, mit dem er 2000 in die Oberliga aufstieg. 2001 nahm der Flügelspieler an der U20-Junioren-Weltmeisterschaft teil, bevor er seine ersten Spiele für den Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen absolvierte. Für die Steelers lief der Rechtsschütze insgesamt drei Jahre lang auf und wurde anschließend von den Moskitos Essen verpflichtet, bei denen er zum deutschen Top-Scorer der 2. Liga aufstieg und dadurch einige DEL-Teams auf sich aufmerksam machte. Schließlich waren es die Iserlohn Roosters, die Wolf mit einem Jahresvertrag mit einer Option auf eine weitere Spielzeit ausstatteten.

Bereits in der Anfangsphase der Saison 2005/06 avancierte der gebürtige Österreicher zu einem der besten Torschützen und erzielte unter anderem einen Hattrick gegen die Eisbären Berlin. Am Ende der Spielzeit wurde Wolf als bester Rookie der Saison ausgezeichnet und verlängerte seinen Vertrag Anfang März 2006 bis zum Ende der Saison 2006/07, im Juli schließlich sogar bis 2008. In seiner zweiten Saison knüpfte der Angreifer an die Vorjahresleistung an und gehörte erneut zu den Stützen des Teams. In der Spielzeit 2007/08 hatte Wolf großen Anteil an der ersten Playoff-Qualifikation seines Teams. In Folge dessen wurde er von Fachmagazin Eishockey News zum bundesweit besten Eishockeyspieler gekürt, was auch auf seine 44 Saisontore zurückzuführen war, die ihn zum besten Torschützen der Liga und zum erfolgreichsten Deutschen seit Dieter Hegen machten. Während der Saison verlängerte der Stürmer, trotz zahlreicher anderer Angebote, seinen Vertrag bis 2010.

Nachdem er zuvor zweimal vor großen Turnieren erst kurz vor Beginn aus dem Kader fiel, schaffte Michael Wolf bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2007 in Russland den Sprung ins Team, welches den Klassenerhalt schaffte. Der Angreifer (5 Tore/3 Assists) bildete mit Michael Hackert (3 T/4 A) und Philip Gogulla (0 T/5 A) die erfolgreichste deutsche Sturmreihe und hatte entscheidenden Anteil am Sprung in die Zwischenrunde. Nach der Weltmeisterschaft wurde der deutsche Topscorer zusammen mit Michael Hackert und Michael Bakos zum besten deutschen Spieler gewählt.

Ein Jahr später erreichte die Mannschaft bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2008 in Kanada erneut die Zwischenrunde. Auch diesmal spielte Wolf mit seinen gewohnten Sturmpartnern zusammen und wurde unter den Augen einiger NHL-Scouts, die durch seine überragende DEL-Saison auf ihn aufmerksam wurden, zusammen mit Marco Sturm und Chris Schmidt zum besten deutschen Spieler gewählt.

Wolf spielte zudem in der ersten Inlinehockey-Bundesliga DIHL bei den Rolling Wanderers Germering und nahm mit der Deutschen Inlinehockeynationalmannschaft an den IIHF Inlinehockey-Weltmeisterschaften 2006 und 2007 teil, bei der er zum besten Stürmer des Turniers ausgezeichnet wurde. Wie auch in einigen Spielen der vorausgegangenen Spielzeiten spielte Michael Wolf im Sommer 2008 für den Inline-Skaterhockey Club Highlander Lüdenscheid in der 1. Bundesliga Nord.

Zum Seitenanfang



Michael Hackert

Michael Hackert im Trikot der Adler Mannheim

Michael Hackert (* 21. Juni 1981 in Heilbronn) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der in der DEL für die Adler Mannheim spielt.

In der Zweitliga-Saison 1998/99 schnürte Hackert das erste Mal im Profi-Eishockey für den Iserlohner EC die Schlittschuhe. Dort verbrachte er auch den Großteil seiner Jugend. Im Jahr 2000 kehrte der Stürmer für zwei Saisons in seine Heimatstadt Heilbronn zurück und spielte dort für den Heilbronner EC. In der Saison 2002/03 stand er für insgesamt drei Clubs auf dem Eis. Erst spielte der Linksschütze für die DEG Metro Stars, wo er sein DEL-Debüt feierte, im November 2002 wechselte Michael Hackert für nur vier Partien zum EV Duisburg und beim ERC Ingolstadt beendete er schließlich seine Saison. Zur Saison 2003/04 unterschrieb der Angreifer einen Vertrag bei den Frankfurt Lions. Im selben Jahr wurde er mit dem Club aus Hessen erstmals Deutscher Meister.

2005 erhielt Hackert Angebot von den Detroit Red Wings aus der NHL, welches er nicht ablehnte. In den USA wurde der Stürmer allerdings nur im Farmteam der Red Wings, den Grand Rapids Griffins, in der American Hockey League eingesetzt, weshalb er nach kurzer Zeit wieder zurück nach Frankfurt kam.

Hackerts Brüder Oliver und Axel spielen ebenfalls Eishockey, Axel seit der Saison 2008/09 sogar zusammen mit Michael bei den Adler Mannheim. Michael Hackert steht in Mannheim bis 2012 unter Vertrag.

Zum Seitenanfang



DEL 2007/08

Zum letzten Mal Heimspielort der Eisbären Berlin: Der Wellblechpalast

Die DEL-Saison 2007/08 war die 14. Spielzeit seit Bestehen der Deutschen Eishockey Liga. Nach der Aufnahme der Grizzly Adams Wolfsburg traten 15 Vereine gegeneinander an.

Eröffnet wurde die Spielzeit mit der Partie der Kölner Haie gegen die Hamburg Freezers am Donnerstag, den 6. September 2007. Der amtierende Deutsche Meister Adler Mannheim bestritt einen Tag später bei den DEG Metro Stars sein erstes Saisonspiel. Der Beginn der Play-off-Runde 2008 war für den 12. März 2008 terminiert. Die Finalserie begann am 13. April und endete am 20. April mit dem dritten Titelgewinn der Eisbären Berlin.

Gemäß dem neuen Kooperationsvertrag zwischen der DEL und dem Deutschen Eishockey-Bund gab es in der vergangenen Spielzeit keinen sportlichen Absteiger mehr. Die Grizzly Adams Wolfsburg als Meister der 2. Bundesliga hatten allerdings die Möglichkeit, in die DEL aufzusteigen. Da die Wolfsburger die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für eine Aufnahme, den sogenannten 9.000-Punkte-Plan, erfüllen, stimmte die DEL-Gesellschafterversammlung der Aufnahme zu. In diesem, von der DEL und der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft ESBG im Jahr 2006 verabschiedeten Plan, muss ein DEL-Stadion mindestens 9000 Punkte erhalten, die folgendermaßen vergeben werden: Für jeden ordnungsbehördlich genehmigten Stehplatz erhält das jeweilige Team einen Punkt, Sitzplätze sind zwei Punkte. Bei Vorhandensein eines Videowürfels oder einer vergleichbaren Anzeigenanlage sowie technischen Einrichtungen für eine fernsehtaugliche Übertragung werden jeweils 1000 Punkte gutgeschrieben.

Als Änderungen gegenüber dem Modus in der Vorsaison beschloss die Gesellschafterversammlung im Juni 2007, dass im Falle eines Penaltyschießens in der Hauptrunde nur noch drei Schützen pro Team antreten. Ferner wurde das Penalty-Schießen in den Play-offs abgeschafft. Es wurde, wie in der NHL, in allen Spielen Verlängerung bis zum „Sudden Death“ und im Gegensatz zu den Vorrundenspielen in der Verlängerung wieder mit 5-gegen-5 gespielt. Zusätzlich wurde im Februar 2008 festgelegt, dass die beiden letzten Spieltage der Vorrunde sowie die Play-off-Spiele nach dem „4 Schiedsrichter“-Prinzip mit einem zusätzlichen Hauptschiedsrichter durchgeführt werden, was vor allem auf die anhaltende Kritik an den Schiedsrichterleistungen von Seiten der Vereine und der Fans in der laufenden Saison zurückging.

Die DEL-Saison 2007/08 sollte zunächst die vorerst letzte ohne sportlichen Absteiger sein. Auf ihrer 69. Gesellschafterversammlung beschloss die Liga im November 2007, den Abstieg zur Saison 2008/09 wiedereinzuführen, gegen diesen Vorschlag wurde allerdings von der Spielbetriebsgesellschaft ESBG im März 2008 ein Veto eingelegt. Somit bleibt die DEL weiterhin eine geschlossene Liga, mit dem Zweitligameister der Saison 2007/08 hat allerdings noch ein weiteres Team die Chance, in die DEL aufzusteigen. Sollte der Meister der 2. Bundesliga die Auflagen des 9000-Punkte-Plans nicht erfüllen, haben die restlichen Zweitligateams die Chance, in einem Bewerbungsverfahren den letzten Startplatz für die Spielzeit 2008/09 zu erhalten.

Im März 2007 kamen erstmalig Meldungen über einen möglichen Umzug der Füchse Duisburg nach Stuttgart aus wirtschaftlichen Gründen auf, am 26. April 2007 gab der Hauptgesellschafter Pape bekannt, in Duisburg zu verbleiben, da es der Stadt Stuttgart nicht gelungen sei, in der kurzen Zeit die benötigten Sponsorengelder in Höhe von 5 Millionen Euro aufzutreiben. Somit tritt 2005 vom EV Duisburg ausgegliederte Spielbetriebsgesellschaft auch in der Saison 2007/08 unter dem Namen „Die Füchse“ in Duisburg an, die weitere Zukunft des Vereins ist jedoch nach wie vor offen.

In der Spielzeit 2007/08 tragen die Eisbären Berlin ihre Spiele zum letzten Mal im traditionsreichen Wellblechpalast aus, in der kommenden Saison soll das Team aus der Hauptstadt in die momentan im Bau befindliche, 17.000 Zuschauer fassende O2 World umziehen. Im Wellblechpalast wurde der SC Dynamo Berlin 15-mal DDR-Meister, der Nachfolgeverein des SC Dynamo, die Eisbären Berlin, gewannen in ihrem Heimstadion ihre ersten vier gesamtdeutschen Titel: die Deutschen Meisterschaften 2005,2006 und 2008 sowie den Deutschen Eishockey-Pokal 2008.

Wie auch in den Vorjahren hatte die schlechte Position der deutschen Nationalmannschaft in der IIHF-Weltrangliste zur Folge, dass keine deutschen Mannschaften für den IIHF European Champions Cup qualifiziert waren. Der Deutsche Meister aus Mannheim folgte jedoch der Einladung des HC Davos zum renommierten Spengler Cup, den sie im Dezember mit vier Punkten Rückstand auf den Sieger Team Canada als Dritter abschlossen.

Zum ersten Mal war das Saisonergebnis hingegen ausschlaggebend für die neu eingeführte Champions Hockey League. Der Meister der Deutschen Eishockey Liga ist dabei automatisch für die Gruppenphase qualifiziert, der Vorrundensieger tritt in einem Qualifikationsturnier gegen den schweizer und den slowakischen Hauptrundenersten an. Sollte der Meister der regulären Saison identisch mit dem Sieger der Play-offs sein, rückt automatisch der Zweitplatzierte der Vorrunde nach.

Vor der Saison gab es einige interessante Transfers und Vertragsabschlüsse. Der Meister Adler Mannheim verstärkte seinen Kader dabei nur punktuell, mit Michael Hackert von den Frankfurt Lions wurde eine weitere Offensivkraft verpflichtet, zudem wurde mit dem Kölner Torhüter Adam Hauser ein Ersatz für den nach Hamburg abgewanderten Jean-Marc Pelletier gefunden. Der einzige Schlüsselspieler aus der Meistersaison, der die Adler verließ, war der Kanadier Nathan Robinson, der in der Saison 2007/08 für die Eisbären Berlin die Schlittschuhe schnürte. Der Vizemeister Nürnberg Ice Tigers musste zunächst mehrere Abgänge kompensieren. So beendete Center Martin Jiranek im Alter von 37 Jahren seine Profikarriere, außerdem wanderten die Schlüsselspieler Justin Mapletoft und Jame Pollock in die National Hockey League zu den Ottawa Senators bzw. den Washington Capitals ab. Als Ersatz verpflichteten die Ice Tigers unter anderem Ahren Spylo von den Hamburg Freezers und Nationalspieler Björn Barta vom ERC Ingolstadt. Zudem wechselten mit Nationaltorhüter Dimitrij Kotschnew und dem NHL-erfahrenen Center Sean Brown zwei weitere Stars der Liga nach Franken.

Auch die anderen Vereine der Liga setzten in dieser Saison wieder auf ehemalige Spieler der National Hockey League, allen voran Stanley-Cup-Gewinner Norm Maracle, der von HK Avangard Omsk zu den Iserlohn Roosters wechselte, und die Kölner Neuverpflichtung Todd Warriner, der zuvor über 450 NHL-Spiele, unter anderem für die Toronto Maple Leafs und die Tampa Bay Lightning, absolviert hatte. Weitere ehemalige NHL Legionäre, die zur Saison 2007/08 in die Deutsche Eishockey Liga wechselten, waren Peter Ratchuk, Brandon Reid (beide DEG Metro Stars), Brandon Smith (Eisbären Berlin), Eric Boguniecki, Scott Ferguson (beide ERC Ingolstadt), Jeff Heerema, Jason Marshall, Richie Regehr (alle Frankfurt Lions), Chad Wiseman (Grizzly Adams Wolfsburg), Andy Delmore (Hamburg Freezers), Mike Green, Chris Herperger (beide Hannover Scorpions), Pat Kavanagh (Iserlohn Roosters) sowie Éric Meloche und Wade Skolney, die bei den Straubing Tigers anheuerten. Außerdem kehrten die beiden deutschen Nachwuchsspieler Felix Schütz und Stefan Langwieder von ihrer Juniorenzeit in Nordamerika nach Deutschland zurück.

Die DEG Metro Stars verpflichteten Andrew Hedlund, der den deutschen Fans schon von seinem Engagement bei den Krefeld Pinguinen bekannt war. Mit Igor Alexandrow wechselte zudem ein weiterer Spieler zurück in die DEL, der zuvor schon bei den Nürnberg Ice Tigers, den Kölner Haien, den Hannover Scorpions, den Augsburger Panthern sowie den Iserlohn Roosters und den Adler Mannheim auf dem Eis gestanden hatte. In der Saison 2007/08 spielte er für die Füchse Duisburg. Ebenfalls aus Russland kehrte Ilja Worobjow in die DEL zurück, um nun für die Frankfurt Lions zu spielen. Auch innerhalb der Deutschen Eishockey Liga kam es vor der Saison zu bedeutenden Spielerwechseln. So verließen die beiden Nationalspieler Lasse Kopitz (jetzt Frankfurt Lions) und Oliver Jonas (jetzt Grizzly Adams Wolfsburg) die Kölner Haie, ebenso wie Routinier Tino Boos, der die Domstädter nach sieben Jahren in Richtung Hannover Scorpions verließ. Als Ersatz für den abgewanderten Adam Hauser verpflichteten die Kölner zudem Torhüter Travis Scott, der auch schon für die Los Angeles Kings in der NHL zwischen den Pfosten gestanden hatte. Zudem wechselte Nationalspieler John Tripp vom ERC Ingolstadt zu den Hamburg Freezers.

Auch während der Saison wurde eine Anzahl neuer Spieler verpflichtet, unter anderem der NHL-Routinier John Slaney, der aus der AHL zu den Kölner Haien wechselte. Ebenfalls auf sich aufmerksam machten die Domstädter, als sie im Dezember Nationaltorhüter Robert Müller von den Adler Mannheim verpflichteten. Müller war zuvor vom Meister auf Leihbasis zum Schlusslicht EV Duisburg transferiert worden. Die Iserlohn Roosters verpflichteten indessen Stürmer Rob Valicevic, der schon 191 NHL-Spiele vorzuweisen hatte. Nach dem schwachen Saisonstart waren auch die Adler Mannheim gezwungen, ebenfalls nachzurüsten, sodass der Kanadier Dan McGillis sowie der Schwede Daniel Johansson für die Defensive unter Vertrag genommen wurden. Die DEG Metro Stars reagierten mit der Verpflichtung von Nationalspieler Anton Bader von den Straubing Tigers auf die lang anhaltende Verletzungsmisere, nach der Verletzung von Jean-Marc Pelletier wurde in Hamburg Philippe Sauvé von den Iowa Stars aus der AHL unter Vertrag genommen.

Im April wurde bekannt, dass Florian Busch, Stürmer der Eisbären Berlin, einen unangemeldete Dopingkontrolle im März zunächst verweigert und erst einige Stunden später nachgeholt hatte. Der DEB wertete den Fall jedoch nicht als Doping-Fall, sondern lediglich als einen verpassten Test. Als Folge dessen wurde Busch vom Verband zu 5000 Euro Strafe 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit im Verein verurteilt.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA erklärte kurze Zeit später, das DEB-Urteil in dieser Form nicht akzeptieren zu können, da nach den NADA-Statuten eine verweigerte Dopingkontrolle als positiver Test zu werten und damit mit einer mindestens einjährigen Sperre zu belegen ist. Besondere Brisanz erhielt der Fall, als ausgerechnet Florian Busch den entscheidennden Treffer im DEL-Finale der Eisbären gegen die Kölner Haie am 20. April erzielte. Einen Tag später leitete die NADA den Fall an die Welt-Antidoping-Agentur WADA weiter, DEL und DEB erklärten indessen, für sie sei der Fall mit dem Urteil gegen den einsichtigen Busch abgeschlossen. Da die IIHF die Genehmigung erteilte, spielt Florian Busch auch für die Deutsche Nationalmannschaft während der Eishockey-Weltmeisterschaft 2008 in Kanada. Die WADA betrachtete den Fall Busch entgegen einer Meldung des IIHF nicht für abgeschlossen, sondern teilt die Ansicht der NADA, dass die Strafe des DEB nicht ausreicht, sondern das Verhalten Buschs eine Sperre nach sich ziehen muss.

Am 7. Mai 2008 hat das Bundesinnenministerium aufgrund der Missachtung der Sanktionsrichtlinien durch den DEB mit sofortiger Wirkung die Auszahlung der jährlichen Fördergelder in Höhe von 600.000 Euro an den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) gesperrt. Zudem hat es bereits am 18. April beim zuständigen Bundesverwaltungsamt einen entsprechenden Antrag zur Rückforderung von Steuermitteln gestellt.

Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Etats der Vereine fast stabil, der durchschnittliche Etat belief sich auf 5,24 Mio. €, was eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellte. Der Gesamtetat der Vereine wurde bedingt durch die Aufstockung der Liga um eine weitere Mannschaft von 70 auf 78,7 Mio. € erhöht. Wieder stand DEL eine vergleichsweise hohe Summe an TV-Geldern vom Pay-TV-Sender Premiere zur Verfügung. Als Hauptsponsor der Liga warben weiterhin die Gelben Seiten in jedem Stadion an der Bande sowie auf den offiziellen Internetpräsenzen der Clubs, die Schiedsrichter laufen mit einem Schriftzug des Arzneimittelkonzerns taxofit auf.

Die Adler Mannheim blieben damit weiterhin Etat-Krösus der Liga, die DEG Metro Stars schlossen durch die finanziellen Erfolge im Premierenjahr des ISS Domes jedoch bis auf 300.000 Euro an den Deutschen Meister auf. Schlusslicht dieser Rangfolge blieb der EV Duisburg, hinzu kamen die Augsburger Panther, die ihren Vorjahresetat knapp verkleinern mussten. Die starke Saison der Sinupret Ice Tigers, die durch den Einzug ins Finale gekrönt wurde, brachte der Mannschaft eine Etaterhöhung um 500.000 Euro, ebenso wie den Straubing Tigers, die sich inzwischen finanziell in der DEL etabliert haben.

Vor der Saison drohte Günter Papenburg, Besitzer der Hannover Scorpions, mit der Schließung der sich in seinem Besitz befindenden TUI Arena und dem Verkauf der DEL-Lizenz zur Saison 2008/09. Grund hierfür war ein andauernder Streit mit der Stadt Hannover, die einen Bau-Zuschuss von 2,5 Millionen Euro zurückgezahlt haben wollte. Da in der zur Weltausstellung Expo 2000 eröffnete Halle die Zuschauerkapazität von 10.500 nur selten erreicht wurde und der Verein damit fortlaufend Verluste erleidet, soll Papenburg nicht bereit gewesen sein, den Forderungen der Stadt nachzugehen.

Im Januar gab Günther Hertel, Alleingesellschafter der Sinupret Ice Tigers, bekannt, dass die Zukunft des Vereins in Nürnberg in Gefahr sei. Hertel äußerte sich dazu folgendermaßen: „Wirtschaftlich sieht es gar nicht gut aus. Ich habe keine Lust mehr, noch mehr privates Geld in die Ice Tigers zu stecken. In den nächsten zwei Wochen werden wir alles versuchen, die Zukunft des Vereins zu sichern – sollten wir das nicht schaffen, wird es nächstes Jahr kein Eishockey in Nürnberg mehr geben.“ Wenige Tage später entschärfte Hertel die Situation und gab sich zuversichtlicher, betonte jedoch weiterhin, dass der Verein neue Sponsoren brauche, um die Lücken im Etat schließen zu können.

Wie schon in der Vorsaison trafen auch in dieser Spielzeit die Mannschaften jeweils vier Mal pro Saison aufeinander. Die sechs bestplatzierten Mannschaften zogen automatisch in die Play-offs ein, die vier Teams auf den Plätzen sieben bis zehn kämpfen in einer Qualifikation nach der Hauptrunde um die Play-offs, für die Clubs ab Position elf ist die Saison nach der Hauptrunde beendet.

Am 6. September 2007 wurde die vierzehnte Spielzeit der DEL mit dem 6:3-Sieg der Kölner Haie gegen die Hamburg Freezers eröffnet.

Erster Tabellenführer der neuen Saison waren die Krefeld Pinguine, die den Aufsteiger EHC Wolfsburg am ersten Spieltag deutlich mit 4:0 besiegt hatten. Meister Adler Mannheim verlor sein Auftaktspiel gegen die DEG Metro Stars mit 2:4. Am zweiten Spieltag wurde beim 10:9 der Nürnberg Ice Tigers in Iserlohn ein neuer Torrekord aufgestellt, mit der 3:6-Niederlage gegen die Berliner Eisbären machten die Adler Mannheim ihren Fehlstart in die Saison perfekt. Diese Negativserie setzte sich in den folgenden Wochen weiter fort, sodass der Deutsche Meister große Teile des ersten Saisondrittels im Tabellenkeller verbrachte. Den Eisbären gelang hingegen ein Saisonstart nach Maß, mit sechs Siegen in sieben Spielen belegten die Hauptstädter zum Ende des Monats den zweiten Tabellenplatz hinter den Frankfurt Lions die sechs ihrer ersten neun Spiele gewonnen hatten und 19 Punkte sammelten. Platz drei belegte der Vorjahresfinalist Nürnberg Ice Tigers, der erst am fünften Spieltag seiner erste Niederlage in Straubing eingefahren hatte.

Durchwachsen hingegen verlief der Saisonstart für DEG Metro Stars, was vor allem an einer anhaltenden Verletzungsmisere im Team lag. So verletzte sich nach Tore Vikingstad und Daniel Kreutzer mit Verteidiger Robert Dietrich ein weiterer Leistungsträger schwer. Mit einem Bruch des rechten Sprunggelenks musste der gebürtige Kasache mehrere Monate pausieren.

Die Kölner Haie gaben indessen eine Kooperation mit Stanley-Cup-Sieger Anaheim Ducks bekannt. Angedacht sei zunächst ein Austausch zwischen Trainern und eine Zusammenarbeit in der Scouting-Abteilung, ebenfalls denkbar ist die Verpflichtung von Spielern, die sich bei den Ducks noch nicht haben durchsetzten können sowie ein mögliches Gastspiel der Kalifornier in Köln.

Auch im Oktober setzten die Tabellenführer aus Frankfurt und Berlin ihre Siegsesserien fort, ein weiterer Gewinner waren die Hamburg Freezers, die sich bis zum Monatsende mit 32 Punkten auf den dritten Tabellenplatz verbessern konnten. Ebenfalls im Aufwind zeigten sich die Kölner Haie, die das Spitzenspiel des 11. Spieltags gegen Tabellenführer Frankfurt Lions mit 4:3 im Penaltyschießen gewinnen konnten. Am selben Spieltag konnten die weiterhin auswärts schwachen Adler Mannheim mit einem 5:1 gegen Schlusslicht Füchse Duisburg zum ersten mal den Kontakt zum Mittelfeld herstellen.

Am 9. Oktober gaben die Füchse Duisburg die erste Trainerentlassung der laufenden Saison bekannt, Coach Dieter Hegen wurde bis auf Weiteres beurlaubt, das Training übernahm der sportliche Leiter Franz Fritzmeier senior, dessen Premiere auf der Bank allerdings beim 0:4 seines Teams in Wolfsburg gründlich misslang. Als Hegens Nachfolger wurde zwei Wochen Später der ehemalige Nationalspieler Peter Draisaitl vorgestellt.

Im Aufwärtstrend befanden sich hingegen die Iserlohn Roosters, denen am 15. Spieltag gegen die Hannover Scorpions der fünfte Sieg in Folge gelang. Da sie eine Woche später auch gegen Tabellenführer Frankfurt die Oberhand behielten, wurde dieser von den Eisbären Berlin abgelöst. Für eine Überraschung sorgte schließlich der Tabellenletzte aus Duisburg, der Nationaltorhüter Robert Müller vom Deutschen Meister aus verpflichtete. Dies geschah zunächst mit der Option, dass Müller zu den Adlern sofort zurückkehren sollte, sollte dies im Saisonverlauf nötig werden. Im Dezember 2007 einigten sich dann jedoch schließlich die Kölner Haie und die Adler Mannheim auf einen sofortigen Wechsel von Robert Müller in die Domstadt.

Zu Beginn des Monats November kamen die Adler Mannheim immer besser in Fahrt, durch das 5:4 gegen Tabellenführer aus Berlin landeten sie am 21. Spieltag bereits den dritten Sieg in Folge, wodurch der Meister langsam wieder in Richtung der Play-off-Plätze rückte. Nach einer einwöchigen Pause aufgrund des Deutschland Cups 2007 startete die Liga am 13. November mit zwei vorgezogenen Partien des 31. bzw. des 38. Spieltages in die nächste Saisonphase. In der sogenannten „Traditional Night“ traten die Adler Mannheim in der SAP Arena in speziellen Trikots ohne Werbung im Design der ersten Bundesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg 1978/79 gegen die Kölner Haie an, der Meister gewann mit 3:1 und setzte seinen Aufwärtstrend fort.

Bei den DEG Metro Stars wurde hingegen das Personalkarussel weiter angetrieben: Aufgrund des schlechten Saisonauftakts wurde Trainer Slavomír Lener mit sofortiger Wirkung entlassen, seine Nachfolge trat interimsmäßig Lance Nethery an. Nach viermonatiger Krankheitspause kehrte dagegen Kapitän Daniel Kreutzer in den Kader der Düsseldorfer zurück.

Die Hannover Scorpions hingegen mussten durch die Verletzung ihres Stürmers Jonas Lanier einen herben Rückschlag im Rennen um die direkten Play-off-Plätze hinnehmen. Im Spiel gegen die Iserlohn Roosters prallte Lanier gegen das Tor und erlitt einen Riss des Syndesmosebandes, woraufhin er drei Monate aussetzen musste. Ebenfalls ernüchternd verlief der Monat für die Hamburg Freezers. Nach dem vierten Tabellenplatz am 19. Spieltag konnten die Hanseaten bis zum Monatsende nur zwei von acht Partien gewinnen und stürzten bis auf Rang 9 ab. Tabellenführer blieben die Eisbären Berlin (55 Punkte), jetzt vor den Kölner Haien (53) und den Frankfurt Lions (50). Die Nürnberg Ice Tigers hielten mit 48 Punkten den Anschluss an das Spitzentrio, Meister Adler Mannheim schaffte den Sprung auf Platz fünf.

Als Konsequenz der schlechten Leistungen wurden zudem Ron Kennedy in Ingolstadt sowie Erich Kühnhackl in Straubing ihrer Ämter enthoben. Kennedys Nachfolger wurde der mehrfache Stanley-Cup-Gewinner Mike Krushelnyski, am 29. November trat Bob Manno die Nachfolge Kühnhackls in Straubing an.

Auch im Dezember setzte sich die Talfahrt der DEG Metro Stars weiter fort, woran auch die weiter anhaltende Verletzungsmisere eine Teilschuld traf. So brach sich der gerade wiedergenesene Robert Dietrich nun das Volkmann-Dreieck im anderen Sprunggelenk und fiel erneut für rund acht Wochen aus, zudem erlitt Schlüsselspieler Tore Vikingstad beim 3:4 in Hannover einen Riss im Adduktorenbereich. Ebenfalls weiter in der Kirse steckten die Hamburg Freezers, die zudem auf ihren Verteidiger Martin Walter verzichten mussten, der sich im Training einen Kahnbeinbruch zuzog.

Die Eisbären Berlin festigten hingegen nach dem deutlichen 7:2-Sieg über Mannheim und einem 6:5 nach Penaltyschießen in einem wahren Eishockeykrimi am 34. Spieltag gegen Hannover die Tabellenführung. Einen missglückten Einstand feierte hingegen Nationaltorhüter Robert Müller, der am selben Spieltag mit seinen Haien mit 0:3 in Augsburg verlor.

Nach einer 4:7-Heimniederlage reagierten schließlich die in dieser Saison durch fehlende Konstanz glänzenden Adler Mannheim und entließen Trainer Greg Poss, der im November gerade erst seinen Vertrag beim Deutschen Meister verlängert hatte. Poss hatte mit den Adlern in der Vorsaison den Pokal und die Meisterschaft geholt, 18 Siege bei 17 Niederlagen waren den Vereinsvorsitzenden bis zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht den hohen Ansprüchen des Clubs genügend. Als Nachfolger wurde Dave King vorgestellt, der zuvor bereits die Hamburg Freezers trainiert hatte, Assistent Teal Fowler blieb dem Verein erhalten. Der Einstand Kings gelang mit einem 7:2 gegen die weiterhin desolaten Düsseldorfer, Nationalspieler Tomáš Martinec feierte dabei seinen 500. DEL-Einsatz.

Als Tabellenführer gingen die Eisbären Berlin ins neue Jahr, nachdem sie sich am zweiten Weihnachstsfeiertag nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 nach Penaltyschießen in Hamburg durchgesetzt hatten und damit mit 78 Punkten nicht mehr einzuholen waren. Die Frankfurt Lions beendeten das Kalenderjahr mit 71 Punkten auf dem zweiten Rang, dahinter folgten Nürnberg (69) und Köln (68).

Zum Jahresbeginn entließ Schlusslicht Duisburg nach einem nur knapp zweimonatigen Engagement Trainer Peter Draisaitl, seine Nachfolge trat der bisherige Co-Trainer Karel Lang. Die Entscheidung der Füchse war bis dato bereits die siebte Trainerentlassung der laufenden DEL-Saison. Drei Wochen später gaben die Füchse bekannt, aus der Übergangs- eine Dauerlösung machen zu wollen.

Sportlich startetenden die Nürnberg Ice Tigers mit einem deutlichen 8:3 im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Eisbären Berlin eine Aufholjagd, die sie bis zum Monatsende an die Tabellenspitze führen sollte. Zuvor gaben die Eisbären zudem bekannt, dass Stürmer Christoph Gawlik mit einem Riss einer Knorpellippe am Schulterblatt bis zum Saisonende ausfallen würde. Weiter unter Druck geriet Hamburgs Trainer Bill Stewart, der nach einer anhaltenden Serie von zwei Siegen aus acht Spielen großspurig ankündigte, bei anhaltendem Misserfolg das Einkommen der Spieler zu kürzen und sich damit den wohl letzten Kredit bei den Fans verspielte. Die Vereinsführung stärkte dem Trainer jedoch weiterhin den Rücken und verlängerte den Vertrag mit dem Kanadier um ein weiteres Jahr bis zum Saisonende 2008/09.

Boden gut machten hingegen die Adler Mannheim, die mit neun Siegen in Folge bis auf Platz fünf vorrückten, die Serie sollte erst wieder Mitte Februar mit einer Niederlage gegen die Iserlohn Roosters enden. Die Frankfurt Lions fielen hingegen nach überraschenden Niederlagen gegen Düsseldorf, Wolfsburg sowie im Spitzenspiel gegen den Tabellennachbarn aus Nürnberg auf Platz vier hinter die Kölner Haie zurück.

Der Februar begann für die Kölner Haie mit einer Hiobsbotschaft. Nationalverteidiger Mirko Lüdemann erlitt im Spiel gegen Schlusslicht Duisburg einen doppelten Bündelriss in der schrägen Bauchmuskulatur und fiel mehrere Wochen aus.

Nach All-Star Game und Länderspielpause aufgrund des Vier-Nationen-Turniers in Lausanne nahm die Liga am 12. Februar ihren Spielbetrieb wieder auf. Für den Tabellenführer Nürnberg begann der 52. Spieltag zwar mit dem erwarteten Sieg über die Füchse Duisburg, schwerer wog hingegen der Mittelfußbruch von Angreifer Scott King, der den Ice Tigers damit für mehrere Wochen nicht zur Verfügung steht. Drei Tage später verlor das Team zudem das Spitzenspiel gegen die Kölner Haie, durch ein deutliches 7:3 gegen die Adler Mannheim konnte die Tabellenführung jedoch weiter zementiert werden. Adlerstürmer Jason Jaspers erlitt dabei einen Kieferburch und fällt damit bis zum Saisonende aus.

Nach Nürnberg und Berlin sicherten sich schließlich die Kölner Haie mit einem Sieg gegen Schlusslicht Duisburg am 55. Spieltag den vorzeitigen Einzug in die Play-offs, die Frankfurt Lions folgten zwei Tage später durch einen Sieg beim selben Gegner. Auf deutlichem Play-off-Kurs waren inzwischen auch wieder die DEG Metro Stars, die gegen die Straubing Tigers den achten Sieg aus den letzten neun Partien holten und somit den achten Platz belegen. Durch das 6:4 im Spitzenspiel gegen Berlin machten die Nürnberg Ice Tigers währenddessen einen wichtigen Schritt in Richtung Vorrundenmeisterschaft, was gleichbedeutend mit einem Qualifikationsplatz für die Champions Hockey League 2008/09 ist.

Weiter Hoffnung auf einen Pre-Play-off-Platz konnten sich auch wieder die Hamburg Freezers machen, die sich mit einem überraschend hohen 6:2 gegen die Kölner Haie eindrucksvoll im Rennen zurückmeldeten und bis auf einen Punkt an die Krefeld Pinguine herankamen. Für die Domstädter war es hingegen die höchste Saisonniederlage.

Im März komplettierten die Iserlohn Roosters (5. Platz) sowie die Adler Mannheim (6.) vorzeitig das Teilnehmerfeld der Play-offs. Nürnberg sicherte währenddessen am 58. Spieltag mit dem letzten nötigen Punkt die Vorrundenmeisterschaft durch eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Hannover Scorpions, die ihrerseits die Teilnahme an den Play-off-Qualifikation erreichen konnten. Als weitere Teams qualifizierten sich schließlich die Hamburg Freezers (7.), die DEG Metro Stars (9.) sowie der ERC Ingolstadt (10.) für die Vor-Play-offs.

Für einen Sieg nach der regulären Spielzeit wurden einer Mannschaft drei Punkte gutgeschrieben, war die Partie nach 60 Minuten unentschieden, erhielten beide Teams einen Punkt, dem Sieger der Verlängerung bzw. nach einem nötigen Penaltyschießen wurde ein Zusatzpunkt gutgeschrieben. Verlor eine Mannschaft in der regulären Spielzeit, erhielt diese keine Punkte.

Vor 3.498 Besuchern gingen die Metro Stars im ersten Spiel in der TUI Arena durch Treffer von Bazany, Hedlund und Ratchuk nach nur zehn Minuten schon mit 3:0 in Führung, die Scorpions konnten in der Folgezeit diesen Rückstand jedoch egalisieren. Den Siegtreffer für die Hannoveraner erzielte schließlich Sascha Goc sechs Minuten vor dem Ende des Spiels. In der zweiten Partie gerieten die vor der Saison als Titelaspirant gehandelten Düsseldorfer durch ein Tor von Thomas Dolak nach neun Minuten in Rückstand, drei Minuten später konnte jedoch Brandon Reid für die Metro Stars ausgleichen. Patrick Reimer erzielte im Konter das 2:1, Wright und Vikingstad erhöhten auf 4:1. Den Scorpions gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Matt Dzieduszycki. Im entscheidenden dritten Spiel sorgten der Hannoveraner Rainer Köttstorfer sowie Klaus Kathan zunächst für das 1:1 nach überaus spannenden 60 Minuten, erst in der 2. Verlängerung erzielte Brandon Reid den entscheidenden 2:1-Siegtreffer dür die DEG Metro Stars. Es war mit 91:44 Spielminuten das bis dato längste Spiel in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga.

Die Viertelfinalserie (Modus: „Best of Seven“) wurde ab dem 18. März ausgetragen. Die weiteren Spiele fanden im Zwei-Tage-Rhythmus statt, sodass das siebte Spiel der Serie am 30. März ausgetragen wurde. Der Erstplatzierte der Hauptunde, die Sinupret Ice Tigers, traten gegen den schlechtplatziertesten Qualifikationssieger, die DEG Metro Stars, an, der Zweite, die Eisbären Berlin, trafen auf den besserplatzierten Qualifikationssieger, die Hamburg Freezers. Das dritte Viertelfinalspiel bestritten die drittplatzierten Kölner Haie gegen die sechstplazierten Adler Mannheim, während im vierten Spiel der Vierte, die Frankfurt Lions, auf den Fünften, die Iserlohn Roosters, traf.

Im ersten Spiel der Serie konnte Nürnberg schon nach dreieinhalb Minuten durch Ahren Spylo in Führung gehen, tat sich dann aber gegen die Düsseldorfer sichtlich schwer. Zweimal konnten die Metro Stars eine Führung der Ice Tigers durch Kreutzer und Wright ausgleichen (Leeb traf zwischenzeitlich für die IceTigers), ehe Andre Savage das entscheidende 3:2 für den Meister der regulären Saison erzielte. Auch im zweiten Spiel gingen die Nürnberger früh in Führung, vor nur 6.112 Zuschauern glichen die Düsseldorfer jedoch postwendend durch Reid aus. Patrick Reimer avancierte schließlich mit zwei Toren im Schlussdrittel für die Metro Stars zum Matchwinner. Das dritte Spiel verlief ähnlich, erneut waren es Reimer und Peter Boon, die eine Nürnberger Führung innerhalb von 58 Sekunden in das 2:1-Endergebnis umwandelten. Das zweite Heimspiel im ISS Dome bestimmten die Metro Stars schließlich über weite Strecken und brachten den Vorrundenmeister durch ein 6:3 an den Rand des Viertelfinal-Ausscheidens. Im fünften Spiel der Viertelfinalserie verloren die Ice Tigers schließlich zum vierten Mal in Folge, sodass der Meister der regulären Saison erstmals in der Geschichte der DEL bereits im Viertelfinale ausscheiden musste. Die DEG Metro Stars zogen hingegen als Sieger der Qualifikationsrunde ins Halbfinale ein, die Nürnberg Ice Tigers sind als Hauptrundenerster für das Qualifikationsturnier der Champions Hockey League 2008/09 qualifiziert.

Für die erste Überraschung der Play-offs sorgten im ersten Spiel der Serie die Hamburg Freezers, die durch Tore von Marc Beaucage, Brad Smyth und Francois Fortier bereits mit 3:0 in Berlin in Führung gehen konnten. Zwar kamen die Eisbären in der Folgezeit wieder bis auf ein Tor heran, Benoit Gratton sorgte jedoch mit einem Treffer ins leere Tor in der Schlussminute für die Entscheidung. Nach dieser überraschenden Auftaktniederlage trat der Tabellenzweite der Vorrunde in den folgenden Partien jedoch stärker auf und konnte drei deutliche Siege in Folge einfahren. Im fünften Spiel der Serie gingen die Freezers zunächst mit 2:0 in Führung, André Rankel konnte im zweiten Drittel mit zwei Überzahltoren ausgleichen. Auch die erneute Hamburger Führung durch Aab konnten die Berliner in der regulären Spielzeit egalisieren, sodass das Spiel in der Verlängerung entschieden werden musste. Dort machte der Eisbär Frank Hördler mit seinem Treffer nach 2:40 minuten den Halbfinaleinzug der Hauptstädter perfekt.

Im ersten Spiel lagen die Adler Mannheim in der Kölnarena bereits mit 0:4 zurück, Ronny Arendt, Francois Methot und Pascal Trepanier konnten den Titelverteidiger jedoch wieder bis auf ein Tor an die Kölner heranbringen, zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr. Nach einem torlosen ersten Drittel gingen die Kölner Haie im zweiten Spiel der Serie erneut gegen die Adler in Führung, Tomáš Martinec und Rick Girard konnten das Spiel schließlich jedoch im Mitteldrittel drehen. Nach regulärer Spielzeit stand es im dritten Spiel zwischen den beiden Kontrahenten 4:4, sodass das Spiel in der Verlängerung entschieden werden musste. Erst nach 168 Minuten und 16 Sekunden sorgte Philip Gogulla mit dem 5:4-Siegtreffer dür die Entscheidung in der sechsten Verlängerung. Damit löste die Partie den nur zwei Tage zuvor von den Frankfurt Lions und den Iserlohn Roosters aufgestellten Rekord als längstes DEL-Spiel aller Zeiten ab: Auch das zweite Spiel in der SAP Arena musste in der Verlängerung entschieden werden, nachdem die Adler eine 3:2-Führung der Kölner sieben Sekunden vor dem Ende durch Martinec ausgleichen konnten. Todd Warriner sorgte diesmal jedoch schon in der ersten Verlängerung für den 4:3-Siegtreffer für die Haie, die somit in der Serie mit 3:1 in Führung gehen konnten. Das fünfte Spiel der entschieden die Haie souverän für sich, der Titelverteidiger aus Mannheim konnte nur die 1:0-Führung der Kölner durch Ivan Čiernik ausgleichen, nach zwei Treffern von Tallaire und Furchner war die Partie entschieden, das 4:1 erzielte erneut Čiernik durch einen Treffer ins leere Tor.

Trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung von Iserlohn, zogen am Ende die Frankfurt Lions ins Halbfinale ein. Im ersten Spiel des Viertelfinals zwischen Frankfurt und Iserlohn konnten die Lions ein 1:3 durch Ilja Worobjow und Chris Taylor kurz vor Ende der regulären Spielzeit aufholen. Nach nur zwei Minuten der Verlängerung erzielte Richie Regehr den Siegtreffer für die Hessen. Auch im zweiten Spiel gaben die Roosters eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand, sodass nach 60 Spielminuten erneut die Verlängerung entscheiden musste. Erst nach 117:45 Minuten erzielte DEL-Toptorjäger Michael Wolf das entscheidende 3:2 für Iserlohn, was bis dato das längste Spiel der DEL-Geschichte bedeutete und den in der Qualifikation in Hannover aufgestellten Rekord ablöste. Auch das dritte Spiel der Serie musste in der Verlängerung entschieden werden, da es nach der regulären Spielzeit erneut 3:3 gestanden hatte. Nach nur 42 Sekunden traf Ryan Ready für Iserlohn und brachte die Sauerländer damit zum ersten Mal in der Serie in Führung. Das vierte Spiel konnte der Überraschungsfünfte der Vorrunde schließlich deutlich mit 5:1 für sich entscheiden, verpasste es aber in der darauffolgenden Partie in Frankfurt für die Entscheidung zu sorgen. Zweimal konnten die Roosters eine Frankfurter Führung ausgleichen, Jason Youngs Treffer in Überzahl im Schlussdrittel brachte dann jedoch die Entscheidung für die Lions. Das sechste Spiel konnten die Frankfurter deutlich gewinnen und glichen somit die Serie aus. Im letzten entscheidenden Spiel in Frankfurt bezwangen die Lions die Roosters schließlich mit 4:3. Nachdem die Hessen mit 4:1 führten, kamen die Sauerländer kurz vor Schluss noch mit 4:3 wieder heran, das Überzahlspiel in den letzten Minuten konnten die Roosters aber nicht zum Ausgleichstreffer nutzen.

Die Ausspielung des Siegers fand, genau wie im Finale, im „Best of Five“-Modus statt. Die Halbfinalserie begann am 1. April, das in beiden Spielen entscheidende fünfte Spiel fand am 10. April statt.

Die Paarungen richteten sich nach den Platzierungen der Viertelfinalsieger in der Hauptrunde. Der best-platzierteste Viertelfinalsieger, die Eisbären Berlin spielten somit gegen den Schlechtest-Platzierten, die DEG Metro Stars, während die zweit-best-platzierten Kölner Haie auf den Dritt-best-Platzierten der Hauptrunde, die Frankfurt Lions, trafen. Die jeweils besser platzierte Mannschaft bekam das erste Heimrecht.

In der ersten Partie gingen die Eisbären vor 4.695 Zuschauern im ausverkauften Berliner Wellblechpalast durch einen Doppelschlag von Pederson und Braun im zweiten Drittel in Führung, Tore Vikingstad konnte für die Rheinländer zwar noch einmal verkürzen, am Ende gewannen die Hauptstädter jedoch deutlich mit 4:1. Im ersten Spiel im ISS Dome führte die DEG dann bereits nach 23 Minuten mit 3:0, die Eisbären schafften jedoch nach einer Aufholjagd noch den 3:3-Ausgleich. Erst 99 Sekunden vor dem Spielende konnte Robert Dietrich durch einen Überzahltreffer den Sieg der Düsseldorfer perfekt machen. Die dritte Partie musste hingegen in der Verlängerung entschieden werden, da beide Teams in der regulären Spielzeit erneut drei Treffer erzielt hatten. Das vermeintliche Berliner 4:3 durch Pederson wurde im dritten Drittel nicht anerkannt, erst in der 14. Minute der Verlängerung erzielte Deron Quint für die Eisbären den Siegtreffer. Im vierten Spiel gingen die Düsseldorfer nach zwei Dritteln souverän mit 4:0 in Führung, erst im dritten Drittel gelang den Berlinern der erste Treffer durch Sven Felski. Dieser erhielt nach einem Stockschlag gegen Reid jedoch eine Spieldauerdisziplinarstrafe, die anschließende Überzahl nutzte Patrick Reimer, um den 5:1-Endstand zu markieren. In der entscheidenden Partie erhöhte André Rankel nach einem starken zweiten Drittel und Toren von Florian Busch und Richard Mueller in der 53. Minute für die Berliner auf 3:0, ein Düsseldorfer Treffer durch Brandon Reid konnte schließlich den Finaleinzug der Eisbären nicht mehr verhindern. Die DEG Metro Stars schafften nach der weit hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Vorrunde als Sieger der Playoff-Qualifikation mit dem Einzug ins Halbfinale immerhin einen versöhnlicheren Abschluss der Spielzeit.

Nur zwei Tage nach dem siebten Viertelfinalspiel mussten die Frankfurt Lions im ersten Halbfinalspiel in der Kölnarena eine deutliche 1:7-Niederlage gegen ausgeruhtere Kölner Haie einstecken, das zweite Spiel konnten die Hessen jedoch ausgeglichener gestalten. Zwar waren die Gäste aus Köln nach nur zwei Minuten mit einem Doppelschlag in Führung gegangen, doch nur zwei Minuten später kamen die Frankfurter durch Jeff Ulmer zum Anschlusstreffer. Zweimal schafften es die Lions, eine Kölner Führung auszugleichen, das letzte Mal erst 66 Sekunden vor dem Spielende. Layne Ulmer egalisierte die 4:3-Führung der Domstädter. Mit seinem Treffer in der Verlängerung sorgte Chris Taylor schließlich für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Hessen in der Halbfinalserie. Durch die Tore von Philip Gogulla und Taylor war auch die dritte Partie nach 60 Minuten ausgelichen, in der Verlängerung erzielte Ivan Čiernik den Siegtreffer für die Haie. Im vierten Spiel führten die Lions im Schlussdrittel bereits souverän mit 4:1, Kamil Piroš und Ivan Čiernik sorgten mit ihren beiden Anschlusstreffern allerdings wieder für zwischenzeitliche Spannung. Die entscheidende fünfte Partie gestalteten die Kölner zunächst überlegen, verpassten es jedoch die Führung zu erzielen. Dies gelang erst im zweiten Drittel, als Stéphane Julien den starken Frankfurter Schlussmann Ian Gordon erstmals bezwingen konnte. im Schlussdrittel konnten die Frankfurter zweimal ausgleichen, erst in der 58. Minute erzielte Mirko Lüdemann den Siegtreffer für die Haie, die damit zum sechsten Mal in ein DEL-Finale einziehen konnten.

Die Sieger der beiden Halbfinale traten gegeneinander an, wobei die Eisbären Berlin, die in der Hauptrunde besser platziert waren als die Kölner Haie, das erste Heimrecht erhielten. Die Finalserie begann am 13. April, das letzte Spiel der Saison fand am 20. April statt.

In der ersten Finalbegegnung konnten die Kölner zweimal eine Eisbären-Führung egalisieren, ehe Steve Walker in der Verlängerung eine Überzahlsituation zum 3:2-Siegtor für die Hauptstädter nutzen konnte. Vorausgegangen war dem Treffer eine Zeitstrafe gegen den Kölner Todd Warriner. Vor 17.986 Zuschauern in der Kölnarena gingen die Eisbären in der zweiten Partie abermals durch Walker in Führung, Kamil Piroš glich für die Domstädter nach 44 Minuten aus. Für die Entscheidung sorgte schließlich Dave McLlwain, der zehn Minuten vor dem Ende den 2:1-Siegtreffer für Köln erzielen konnte. Im dritten Spiel führten die Eisbären bereits früh mit 2:0, Bryan Adams und Stéphane Julien konnten jedoch im Mitteldrittel für die Kölner ausgleichen. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Sven Felski in seinem 700. Spiel für die Berliner den erneuten Führungstreffer, doch wieder war es Julien, der 46 Sekunden vor dem Ende in einem 6–4-Überzahlspiel ausgleichen konnte. Nur 15 Sekunden später erzielte Kapitän Steve Walker schließlich den Siegtreffer für die Eisbären Berlin, denen damit nur noch ein Sieg zum Titel fehlte. In der vierten Partie lagen die Haie vor 18.678 Zuschauern in der heimischen Kölnarena bis zur 59. Minute mit 1:0 in Führung, Deron Quint gelang jedoch in der Schlussminute der Ausgleich. In der Verlängerung erzielte schließlich der wegen seiner verweigerten Dopingkontrolle umstrittene Florian Busch den 2:1-Siegtreffer für die Eisbären, die damit zum dritten Mal nach 2005 und 2006 die Deutsche Meisterschaft gewinnen konnten.

Mit der WestLB Fair Play Trophy wird jährlich das fairste Team einer DEL Saison gekürt. Hierzu werden die durchschnittlichen Strafminuten der Vereine Punkte umgewandelt, jedes Spiel Sperre, das von der Ligagesellschaft gegen einen Spieler ausgesprochen wird, wird mit einem zusätzlichen Punkt bewertet und zu den durchschnittlichen Strafminuten addiert. Die wenigsten Punkte mit durchschnittlich 17,27 Strafminuten pro Spiel und keiner Spielsperre erhielten die Grizzly Adams Wolfsburg, die damit Preisträger der WestLB Fair Play Trophy wurden. Am schlechtesten schnitten die Iserlohn Roosters mit insgesamt 27,95 Punkten ab.

Zum Most Valuable Player (MVP) der DEL-Playoffs 2008 wurde Steve Walker von den Eisbären Berlin gewählt. Der Kanadier lief ab dem Halbfinale trotz eines zum Ende der Hauptrunde erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie mit einer Spezialschiene auf und erzielte zwei spielentscheidende Tore, eines davon im dritten Finalspiel gegen die Kölner Haie. In insgesamt neun Playoff-Einsätzen konnte Walker drei Tore und fünf Assists erzielen, damit landeten 21 % seiner 14 abgegebenen Schüsse im gegnerischen Tor. In der Endrunde erhielt der Stürmer zudem vier Strafminuten.

Wie in den Vorjahren nahm die DEL am IIHF Referee Exchange Program teil. Neben den bisherigen Vertretern Martin Reichert und Richard Schütz nahm in der Saison 2007/08 erstmals auch der deutsche Profischiedsrichter Daniel Piechaczek an diesem Programm teil. Im Gegenzug wurden 17 DEL-Spiele von zehn verschiedenen ausländischen Schiedsrichtern geleitet. Zu ihnen gehörten Milan Minář, Radek Husička (beide Tschechien), Danny Kurmann, Brent Reiber (beide Schweiz), Sören Persson, Marcus Vinnerborg (beide Schweden), Jari Levonen, Sami Partanen, (beide Finnland) sowie Peter Ország (Slowakei).

Immer wieder gab es auch in dieser Saison Kritik an Schiedsrichterentscheidungen, die eine Diskussion an der Qualität der Schiedsrichter in der Deutschen Eishockey Liga aufkommen ließen. Eine Reaktion hierauf war die Entscheidung DEL, die beiden letzten Spieltage der Vorrunde sowie die Play-off-Spiele nach dem „4 Schiedsrichter“-Prinzip mit einem zusätzlichen Hauptschiedsrichter durchzuführen. Auch wurden immer wieder Rufe nach mehr Profischiedsrichtern in Deutschland laut.

Die TV-Rechte der DEL lagen in der Saison 2007/2008 bei dem Pay-TV-Sender Premiere, der wöchentlich mindestens zwei Partien übertrug (meist donnerstags um 19:30 Uhr und sonntags um 14:30 Uhr). In den Play-offs wurde in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt.

Das 10. DEL All-Star Game fand am 2. Februar 2008 erstmals außerhalb eines DEL-Standortes in der Freiberger Arena in Dresden statt. Erneut trat eine Auswahl der besten Europa- gegen eine Auswahl der besten Nordamerika-DEL-Spieler gegeneinander an. Eine Besonderheit war, dass in diesem Jahr auch jeweils ein Spieler des gastgebenden Teams, den Dresdner Eislöwen aus der Oberliga, in die Auswahlen gewählt werden durften.

Vor dem Spiel wurde auch in diesem Jahr eine Skill-Competitions ausgetragen, bei der die Spieler in verschiedenen Disziplinen ihr Können unter Beweis stellten. Den härtesten Schlagschuss hatte Jakub Ficenec mit 167 km/h, beim Goalie-Contest blieben sowohl Robert Müller aus dem Team Europa als auch Norm Maracle für die Nordamerikaner ohne Gegentreffer. Die Staffel gewann Europa vor Nordamerika. Andy Roach wurde in der folgenden Competition zum schnellster Skater gekürt.

Das von Heiko Awizus geleitete Spiel gewann schließlich das Team Nordamerika vor 3.400 Zuschauern mit 16–14 gegen die Europäer. Zum Most Valuable Player wurden Michal Mařík (Europa) und Ryan Ramsay (Nordamerika) gewählt.

Im Rahmen des All-Star-Spiels erklärte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, sich Dresden durchaus als zukünftigen DEL-Standort vorstellen zu können, da das wirtschaftliche Umfeld mit der neuen Arena vorhanden sei. Tripcke betonte jedoch auch, dass ein Einstieg in die höchste deutsche Profiliga weiterhin nur über den sportlichen Weg zu schaffen sei. Die ortsansässigen Dresdner Eislöwen waren im Jahr zuvor aus der 2. Bundesliga abgestiegen, schafften aber in der Oberliga-Saison 2007/08 den direkten Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse.

Zum Seitenanfang



Heilbronner Falken

Heilbronner Falken

Die Heilbronner Falken sind eine deutsche Eishockeymannschaft aus Heilbronn, Baden-Württemberg, die aktuell in der 2. Eishockey-Bundesliga spielt. Die 1980 ins Leben gerufene Eishockeyabteilung des REV Heilbronn wurde 1986 als Heilbronner Eishockey Club neugegründet, die Profimannschaft wurde 2003 in die Heilbronner Falken GmbH ausgegliedert. Bislang konnte der Club viermal die Süddeutsche Meisterschaft gewinnen und stieg zudem zweimal in die zweithöchste deutsche Spielklasse auf, zuletzt im Jahr 2007.

Ihre Heimspiele tragen die Mannschaften des Vereins, der seit 2004 Kooperationspartner der Adler Mannheim aus der Deutschen Eishockey Liga ist, in der 2002 fertig gestellten Lavatec Arena aus.

Im März 1980 bildete sich innerhalb des 1934 gegründeten Rollschuh- und Eislaufverein Heilbronn um den ehemaligen tschechoslowakischen Nationalspieler Josef Matoušek die erste Eishockeymannschaft in Heilbronn, die sich in der Anfangszeit zunächst als Hobbymannschaft mit anderen Mannschaften in der Region maß. In den folgenden Monaten wurde der Aufbau der Eishockeyabteilung des REV weiter vorangetrieben, sodass schon in der Saison 1980/81 die erste Heilbronner Eishockeymannschaft am Spielbetrieb der Landesliga Baden-Württemberg teilnahm. Erreichte man in der Saison noch nur den vierten Platz unter sechs Mannschaften, schaffte der REV mit Unterstützung der vom Kölner EC verpflichteten ehemaligen Nationalspieler Wim Hospelt und Sigi Stotz sowie Detlef und Dieter Langemann den direkten Aufstieg in die Baden-Württembergliga. Zusammen mit den vom benachbarten Mannheimer ERC verpflichteten Kräften sowie durch die Verstärkung verschiedener in Heilbronn stationierter US-amerikanischer Soldaten konnte sich die Mannschaft schnell in der Spielklasse etablieren und schaffte schon in der ersten Spielzeit den Aufstieg in die viertklassige Regionalliga Süd/West. Zudem konnte der sich der Verein wirtschaftlich festigen und in der Folgezeit einen deutlich steigenden Zuschauerschnitt aufweisen.

Der im Dezember 1984 für den entlassenen Josef Schalkowski verpflichtete Spielertrainer Eugen Kielbicki führte den REV bereits in seiner ersten Regionalligasaison in die Aufstiegsrunde zur Eishockey-Oberliga. Trotz zahlreicher Ausfälle sowie des Abgangs der ehemaligen Kölner Spieler, die aufgrund der großen Distanz zu ihrer Heimatstadt den Verein verlassen hatten, konnte sich Heilbronn gegen die Konkurrenten durchsetzten und war damit für die Oberligasaison 1985/86 startberechtigt. Zur neuen Spielzeit verpflichtete der REV den ehemaligen Bundesligaspieler Jiri Bolehovsky als Trainer, sodass Kielbicki von nun an wieder ausschließlich als Spieler für den Verein tätig war. Zwar belegte man auf Anhieb den zweiten Platz in der Oberliga Mitte, aufgrund eines Punktabzugs im Zusammenhang mit dem ungültigen Vertrag des Verteidigers Grant Campbell musste der REV Heilbronn schließlich jedoch in der Relegationsrunde um den Klassenerhalt spielen. Hinzu kam, dass der Stammverein durch den Aufstieg in die Oberliga Mitte immer größere Geldsummen für den Erhalt des Spielbetriebs auftreiben musste, sodass die Eishockeyabteilung im Sommer 1986 in den neu gegründeten Heilbronner EC ausgegliedert wurde.

Die neue Mannschaft qualifizierte sich in der Spielzeit 1986/87 mit souveränen Leistungen und unter der Führung von Trainer Wilbert Duszenko und dem Ersten Vorsitzenden Joachim Weitzel abseits sowie der Sturmpartner Steve Pépin und Robby Geale auf dem Eis für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga Süd. Dort konnte der HEC den ERC Sonthofen im entscheidenden Spiel im Penaltyschießen bezwingen. Die Partie wird aufgrund ihrer Dramatik sowie der überfüllten Zuschauerränge noch heute als das bedeutendste Spiel der Vereinsgeschichte angesehen. Mit bekannten Neuzugängen wie Peter Stankovic, Jürgen Lechl oder Bob Attwell erreichte der HEC in seiner ersten Zweitligasaison den fünften Platz, in der Abstiegsrunde sicherte man sich allerdings frühzeitig den Klassenerhalt. Mit Platz Vier in der Spielzeit 1988/89 erreichte die Mannschaft im folgenden Jahr erstmals die Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bundesliga und damit den bis dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach vier Niederlagen zu Beginn verspielte der HEC jedoch bereits früh jegliche Aufstiegschance. Weitaus schwerer wog jedoch die Tatsache, dass die Schulden des Vereins aufgrund fehlender Sponsoren und nach dem Ausbau des Stadions bis zum Saisonende auf knapp eine Millionen DM angestiegen waren. Dies hatte zur Folge, dass der Club im Sommer Konkurs anmelden und auf eine Teilnahme an der kommenden Spielzeit verzichten musste.

Nach eineinhalb Jahren Spielpause nahm der Heilbronner EC schließlich in der Saison 1990/91 den Spielbetrieb in der Oberliga Süd wieder auf. Nachdem die Schulden nahezu abbezahlt worden waren, erreichte der Club mit Platz neun eine Platzierung im Tabellenmittelfeld. Unter dem neuen Trainer Jaromír Frycer schaffte der HEC in der folgenden Spielzeit mit dem zweiten Tabellenplatz nach der Vorrunde die Qualifikation zur Meisterrunde, die man letztendlich auf Platz Vier beenden konnte. 1994 erreichte der Verein mit dem Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft den bis dato größten Erfolg in der Clubgeschichte. In neu eingeführten Oberliga-Play-offs erreichte der Verein nach Siegen über den ASV Hamm und den EC Bad Nauheim schließlich das Halbfinale, scheiterte dort aber am späteren Vizemeister ETC Timmendorfer Strand.

Mit der Neueinteilung der Ligen zur Saison 1994/95 im Zuge der Gründung der DEL als neue höchste deutsche Profispielklasse wurden die Heilbronner der zweitklassigen 1. Liga Süd zugeteilt. Nach umfangreichen personellen Veränderungen erreichte der HEC zwar erneut die Play-offs. Diesmal scheiterte die Mannschaft allerdings bereits im Viertelfinale am Eishockeyclub von der Ostsee. Vor Beginn der Spielzeit 1995/96 beerbte Sascha Barinew den bisherigen Trainer Gerd Wittmann, der seit 1993 das Training der Heilbronner geleitet hatte. Mit den Neuzugängen Wolfgang Koziol, Andrej Jaufmann und Sven Valenti erreichte die Mannschaft die Süddeutsche Meisterschaft und das Play-off-Halbfinale, dieses verlor man allerdings im Penaltyschießen gegen den EC Bad Tölz. Da sich im folgenden Jahr früh abzeichnete, dass der neue Trainer Pierre Rioux die Erwartungen der Vereinsführung im Bezug auf den erstmaligen Titelgewinn nicht erfüllen konnte, kehrte Barinew nach wenigen Spielen auf die Trainerbank zurück. Mit den späteren Führungsspielern Igor Dorochin und Robert Hock, die erstmals für den HEC auf dem Eis standen, und dank der neuen Ausländerregelung, die nun sechs statt bisher zwei Kontingentspieler in der zweiten Liga zuließ, belegte der Heilbronner EC am Ende der Spielzeit den zweiten Tabellenrang, scheiterte allerdings erneut im Halbfinale.

Als am Ende der Saison 1997/98 die neue, eingleisige 2. Bundesliga ins Leben gerufen werden sollte, die Heilbronner aber Gefahr liefen, als Süddeutscher Meister die Qualifikation für die neue Spielklasse nicht zu erreichen, löste der ehemalige Übungsleiter Gerd Wittmann den in der Meisterrunde erfolglosen Jiří Kochta als Trainer ab. Erst mit einem 7:0 im letzten Spiel der Meisterrunde sicherten sich die Unterländer gegen den ERC Sonthofen die Qualifikation zur 2. Bundesliga, was die Anhänger letztendlich für das Verpassen der Play-offs entschädigen konnte.

Mit größtenteils jungen und unbekannten Spielern verpasste der Heilbronner EC die Meisterrunde der Saison 1998/99 zwar deutlich, in der Abstiegsrunde sicherten sich die inzwischen bereits inoffiziell den Beinamen Falken tragenden Heilbronner jedoch mit Platz Eins den Klassenerhalt. Mit einem abermals auf vielen Positionen veränderten Team startete der HEC in die folgende Spielzeit, an deren Ende jedoch trotz Publikumsliebling Ladislav Svozil, der im Januar 2000 das Traineramt von Gary Prior übernahm, erneut das Verpassen der Play-offs stand. Kurioser Höhepunkt aus Heilbronner Sicht blieb in dieser Saison ein 27:5 gegen den ohne Torhüter spielenden GEC Nordhorn und damit der höchste Sieg für die Unterländer im Profieishockey. Die Saison 2001/01 wurde für den Heilbronner EC die bis dato erfolgreichste Spielzeit seit Einführung der zweigleisigen 2. Liga. Eine Reihe von Spielern, die vor der Saison vom EHC Freiburg an den Neckar gewechselt waren und zu denen Spieler wie Rückkehrer Igor Dorochin oder Oļegs Znaroks gehörten, sowie das aufstrebende Nachwuchstalent Michael Hackert hatten am Ende großen Anteil am Halbfinaleinzug der Heilbronner, die sich letztlich in fünf Spielen dem EC Bad Tölz geschlagen geben mussten.

Zu Beginn der Spielzeit 2001/02 mussten die Falken die Abgänge des Altstars Michael Rumrich sowie des Nachwuchsspielers Martin Ančička verkraften. Dennoch erreichte der HEC letztendlich die Play-offs, wo man allerdings nach einem Sieg über den ETC Crimmitschau erneut im Halbfinale, in diesem Jahr am überragenden Team der Vorrunde, dem ERC Ingolstadt, scheiterte. Da die neue Knorr-Arena zu Beginn der folgenden Runde noch nicht fertig gestellt war, musste der Heilbronner EC in den ersten drei Wochen der neuen Saison ausschließlich auswärts antreten. Nach anfänglich beachtlichen Leistungen konnten auch Neuzugänge wie der ehemalige NHL-Spieler Mike Bullard für wenig Konstanz sorgen. Zwar erreichte der HEC mit dem fünften Platz nach der Vorrunde die Play-offs, dort scheiterte die Mannschaft allerdings nach einer enttäuschenden Leistung in der ersten Runde an Aufsteiger EV Landshut. Da durch das schlechte sportliche Abschneiden dem Verein wichtige Einnahmen fehlten, stiegen die Schulden des Clubs nach der Spielzeit erneut auf über 430.000 Euro an.

Nach dem kollektiven Rücktritt der Führungsriege wurde zur Saison 2003/04 die Profimannschaft in die Heilbronner Falken GmbH ausgegliedert, was den finanziellen Kollaps am Ende der Spielzeit jedoch nicht mehr abwenden konnte. Nach dem überraschend deutlichen sportlichen Abstieg aus der 2. Bundesliga, aus der sich die Falken mit null Punkten in der Abstiegsrunde verabschiedeten, erfolgte mit einem Insolvenzantrag der Spieler gegen die GmbH aufgrund fehlender Gehaltszahlungen der zweite wirtschaftliche Niedergang des Vereins. Nur die strikte Durchführung eines Insolvenzplans in der Sommerpause konnte der Mannschaft, die zu dieser Zeit mit mehr als 1,3 Millionen Schulden Euro belastet war, überhaupt die Lizenz für die folgende Saison in der Oberliga Süd erhalten.

Noch vor Beginn der ersten Oberligaspielzeit seit zehn Jahren mussten die Heilbronner Falken die nächste schlechte Nachricht verkraften. Wiktor Karatschun, der noch im selben Frühjahr für den HEC auf dem Eis gestanden hatte, verstarb am 11. August 2004 einen Tag vor seinem 36. Geburtstag an den Folgen eines Krebsleidens. Im November veranstalteten seine ehemaligen Mannschaftskameraden ein Benefizspiel zugunsten der Hinterbliebenen des Angreifers. Sportlich musste fast das komplette Team mit neuen Spielern ausgestattet werden, nachdem viele Leistungsträger den Verein nach dem Abstieg verlassen hatten. Aus diesem Grund gingen die Falken eine enge Zusammenarbeit mit dem DEL-Rekordmeister Adler Mannheim ein, sodass auch Spieler der Jungadler den HEC in der Oberliga verstärken konnten. Überraschend fand sich die verjüngte Mannschaft um den neuen Trainer Rico Rossi nach der Vorrunde auf Platz Eins der Oberliga Süd wieder und gewann damit ihre vierte Süddeutsche Meisterschaft. In der Meisterrunde fehlte es den Falken allerdings an der nötigen Konstanz, sodass die Play-offs vorerst noch verpasst wurden. Aufgrund steigender Zuschauerzahlen sowie dem guten Krisenmanagement vermeldete der Verein zum Ende der Saison, dass die Schulden innerhalb von nur zehn Monaten um die Häfte auf 700.000 Euro reduziert werden konnten.

In der von nun an eingleisingen Oberliga erreichte die Mannschaft 2006 mit dem fünften Platz in der Meisterrunde erstmals nach dem Abstieg wieder die Play-offs, dort unterlagen die Falken jedoch im Viertelfinale den Hannover Indians. Am Ende der Spielzeit belegten die Falken in der Tabelle den zweiten Platz hinter dem SC Riessersee. Nachdem der EHC Freiburg im Viertelfinale besiegt worden war, trafen die Heilbronner im aufstiegsentscheidenden Halbfinale auf den EC Bad Tölz, der schließlich im fünften Spiel in der Knorr-Arena geschlagen werden konnte. Nach dem sportlichen Aufstieg bezwangen die Falken im freiwilligen Play-off-Finale anschließend den EV Ravensburg und sicherte sich zudem die Oberliga-Meisterschaft 2007.

In der Saison 2007/08 erreichten die Heilbronner Falken überraschend den dritten Platz in der 2. Bundesliga und scheiterten in den Play-offs erst im Halbfinale am späteren Vizemeister Landshut Cannibals.

1 = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz von den Adler Mannheim ausgestattet. 2 = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz vom ERC Ingolstadt ausgestattet. 2 = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz von den DEG Metro Stars ausgestattet. 4 = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz von den Kassel Huskies ausgestattet. 5 = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz von den Augsburger Panthern ausgestattet. 6 = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz vom EV Landsberg ausgestattet. 7 = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz ausgestattet und spielt gleichzeitig bei den Jungadler Mannheim. AL = Dieser Spieler belegt eine von in der 2. Bundesliga maximal sechs zugelassenen Ausländerlizenzen.

Mit Beginn der Zusammenarbeit mit den Adler Mannheim im Jahr 2004 wurden die Trikotsätze der Heilbronner Falken nach nordamerikanischer „Farmteam“-Manier an die des Kooperationspartners angepasst. Zuvor hatten die Mannschaften des Heilbronner EC individuell gestaltete Trikots getragen.

Nach Vorgaben der Liga müssen die Heimtrikots in der Saison 2008/09 in einer dunklen, die Auswärtstrikots in einer hellen Grundfarbe gehalten sein. Aus diesem Grund tragen die Heilbronner Falken in der aktuellen Spielzeit zu Heimspielen schwarze Trikots, bei Auswärtspartien hingegen eine hauptsächlich weiße Arbeitskleidung. Auf der Brust des Trikots befindet sich das Alternativlogo des Vereins, das zudem in leicht abgeänderter Form Hauptemblem der Nachwuchsmannschaft „Jungfalken“ ist. Zudem tragen alle Vereine unterhalb der DEL das offizielle Logo der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft ESBG auf der linken Schulter. Da in Deutschland im Eishockey in Gegensatz zu anderen Sportarten sämtliche Flächen des Trikots mit Werbeanzeigen bedruckt werden dürfen, sind auf den Trikots sowie auf den Hosen der Heilbronner Falken zudem verschiedene Sponsorenlogos angebracht.

Seit 2001 können die Anhänger des Vereins jährlich Spieler des Jahres auf der offiziellen Homepage des Clubs bestimmen.

Erster Falken-Spieler des Jahres war der Lette Oļegs Znaroks im Jahr 2001, es folgten der gebürtige Tscheche Radek Vít im Jahr 2002 sowie der finnische Torhüter Marko Suvelo, der zum Spieler der Spielzeit 2002/03 gekürt wurde. Als einziger Spieler, der nach Ansicht der Fans im Abstiegsjahr 2004 konstant gute Leistungen gezeigt hatte, erhielt der italienische Goalie Mike Rosati die Auszeichnung und verwies die Stürmer Shawn Heaphy und Wiktor Karatschun auf die Plätze Zwei und Drei. Im folgenden Jahr setzte sich der Publikumsliebling Igor Dorochin deutlich mit über hundert Stimmen Vorsprung vor den beiden Kanadiern David Belitski und Mike Henderson durch, die nur knapp 20 Stimmen voneinander trennten.

Einziger Spieler, der die Auszeichnung bislang zweimal erringen konnte ist der Kanadier Jean-François Caudron, der seit 2005 im Sturm des Vereins spielt. Er gewann die Wahl unter den Anhängern zweimal in Folge in den Jahren 2006 (vor Andrei Kowaljow und André Schietzold) sowie 2007 und belegte in den weiteren Jahren seines Egagements beim Heilbronner EC jeweils mindestens einen Platz unter den besten fünf Spielern einer Spielzeit. Die Wahl zum Spieler der Saison 2007/08 gewann der Deutsch-Kanadier Luigi Calce mit 385 Stimmen. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten Frank Petrozza (359 Stimmen) und Torhüter Danny aus den Birken (323 Stimmen).

Seit der Gründung der Eishockeyabteilung im Jahr 1980 trainierten den Verein 22 verschiedene Trainer aus sechs Nationen. Während der „Gründervater“ und erste Übungsleiter Josef Matoušek seine Tätigkeit noch in der Freizeit ausübte und den Aufbau einer funktionierenden Eishockeymannschaft in Heilbronn noch eher als sein Hobby betrieb, wurde der Trainerposten mit Teilnahme am regulären Spielbetrieb des Eissport-Verband Baden-Württemberg ab der Saison 1981/82 mit Werner Neutz erstmals etatmäßig besetzt.

Auf die längste Amtzeit bei den Falken kann der aktuelle Trainer Rico Rossi zurückblicken, der 2004 im Zuge des Kooperationsvertrages mit den Adler Mannheim vom Co-Trainer des DEL-Teams zum Cheftrainer der Profimannschaft des HEC befördert wurde und somit bislang vier komplette Spielzeiten auf der Trainerbank saß. Mit dem Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft 2005 sowie der Oberligameisterschaft in der Saison 2006/07 ist der Kanadier zudem gemessen an den gewonnenen Titeln der bisher erfolgreichste Übungsleiter in der Vereinsgeschichte. Ebenfalls erfolgreich verliefen die Amtszeiten von Wilbert Duszenko (Aufstieg in die 2. Bundesliga 1987), Pierre Rioux (Süddeutscher Meister 1996), Craig Sarner (Süddeutscher Meister 1998) und Gerd Wittmann (Süddeutscher Meister 1994), die alle einen Titel mit der Mannschaft gewinnen konnten.

Wittmann ist zudem der Trainer, der bislang die meisten Amtszeiten in Heilbronn vorzuweisen hat. Nach zwei Festanstellungen von 1993 bis 1995 sowie im Jahr 1998 übernahm er als Hauptverantwortlicher der „Heilbronner Jungfalken“ auch zweimal als Interimstrainer das Training der Profimannschaft (2003 zwischen Georg Holzmann und Jamie Bartman sowie 2004 zwischen Bob Burns und Rico Rossi). In der Vereinsgeschichte bekleideten mit Eugen Kielbicki (1984–1985), Wolfgang Rosenberg (1990–1991) und Pierre Rioux (1996) zudem drei Aktive das Amt des Spielertrainers und waren somit als Übungsleiter und Spieler zugleich eingesetzt. Alle drei wurden allerdings nach vergleichsweise kurzer Zeit abgelöst, um sich wieder verstärkt ihrer Tätigkeit als Spieler widmen zu können.

Im Stammverein Heilbronner EC sind unter dem Namen Heilbronner Jungfalken seit der Auslagerung der Profimannschaft in die Heilbronner Falken GmbH im Jahr 2003 ausschließlich die Jugendmannschaften des Vereins organisiert. Zu ihnen gehören die Kleinstschüler, die Kleinschüler, Knaben- und Schülermannschaften sowie die Jugend- und Juniorenteams der Falken. 2006 wurden zudem die Jungadler Mannheim, das Nachwuchsteam der Adler Mannheim in der Deutschen Nachwuchsliga, vom bisherigen Stammverein Mannheimer ERC in den Heilbronner EC umgegliedert, sodass seitdem die Spieler der Jungadler auch für die Heilbronner Falken spielberechtigt sind. Die Jungfalken kooperieren zudem mit dem ESG Esslingen, der sich inzwischen ebenfalls ausschließlich auf die Jugendarbeit konzentriert hat.

Im Juni 2004 verkündeten die Heilbronner Falken, eine Zusammenarbeit mit dem DEL-Rekordmeister Adler Mannheim eingehen zu wollen. Die Mannheimer unterstützen den HEC seitdem sportlich vor allem durch die Mitgestaltung des Trainings der Falken durch die eigenen Torhüter- und Konditionstrainer sowie durch den Austausch von Nachwuchs- und Förderlizenzspielern. Nach den Regeln des Deutschen Eishockey Bunds dürfen Mannschaften der DEL eine Förderlizenz an Spieler unter 25 Jahren geben, wodurch diese für einen weiteren Verein in einer tiefklassigeren Liga spielberechtigt sind. Die Nachwuchsspieler der Adler durch diese Regelung bei den Falken erste Erfahrungen im Profibereich sammeln und somit langsam an die höchste deutsche Eishockeyklasse herangeführt werden, während sie selbst den Zweitligisten spielerisch verstärken, woraus ein Synergieeffekt für beide Teams entsteht. Als Folge dessen verpflichteten sich die Falken, ein ähnliches Spiel- und Trainingssystem wie die Adler Mannheim einzuführen um den Austauschspielern somit einen leichteren Übergang beim Mannschaftswechsel zu ermöglichen. Zudem nutzen die Heilbronner Falken seit 2004 das Scouting-System der Adler Mannheim in Nordamerika, wodurch vor allem junge Spieler aus dem Collegespielbetrieb und ECHL verpflichtet werden können, da sich der DEL-Club vornehmlich auf Spieler der hochklassigeren NHL und AHL konzentriert. Die Adler haben gleichzeitig die Möglichkeit, durch die Falken verpflichtete Spieler aus Nordamerika unverbindlich zu beobachten und anschließend ohne Risiko selbst unter Vertrag zu nehmen.

Zu den weiteren Vereinbarungen des Kooperationsvertrags gehörte die Schaffung einer Corporate Identity nach nordamerikanischem Vorbild. Fanartikel des Kooperationspartners werden beim jeweils anderen Verein verkauft, außerdem wurde die Trikotgestaltung der Falken an die Farben und an das Design der Spielkleidung der Mannheimer Adler angepasst. Zudem berichtet die Stadionzeitschrift der Adler seit 2004 auch über die Spiele der Heilbronner Falken. Zur Saison 2006/07 wurde die bestehende Zusammenarbeit weiter verstärkt, indem das DNL-Team der Mannheimer, die Jungadler, vom bisherigen Stammverein Mannheimer ERC in den HEC umgegliedert wurde. Durch diese Maßnahme ist es für Spieler der Jungadler einfacher, für die Heilbronner Falken in der 2. Bundesliga aufzulaufen, da keine Vereinsgrenzen durch Lizenvergabe des Dachverbands überschritten werden müssen.

Seit der Vereinsgründung im Jahr 1986 trug der Heilbronner EC seine Heimspiele in der Eishalle am Europaplatz in Heilbronn aus. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga 1987 wurde die Kapazität des Stadions erstmals erweitert. Während der Saison 2001/02 wurde die alte Halle abgerissen und schließlich im Januar 2002 mit dem Bau einer neuen Multifunktionsarena begonnen.

Im Oktober 2002 bezogen die Falken die auf den Fundamenten der alten Eishalle errichtete Knorr Arena, die eine Gesamtkapazität von 4.000 Plätzen besitzt. Der Neubau kostete den Verein und die Stadt Heilbronn geschätzte 8,2 Millionen Euro, vom alten Stadion wurde lediglich die Eisfläche erhalten. Wichtigster Geldgeber und späterer Namensgeber der neuen Arena war der Lebensmittelkonzern Knorr. 2007 gingen die Namensrechte an die Firma Lavatec über, die bereits seit 2006 Hauptsponsor der Heilbronner Falken ist.

Für die ersten 15 Jahre, mit Ausnahme der Sommermonate, ist der Heilbronner EC Generalpächter der Lavatec-Arena.

Mit der Etablierung der Eishockeyabteilung des REV Heilbronn Anfang Mitte der 1980er Jahre entwickelte sich Eishockey zur beliebtesten und bald auch zuschauerstärksten Sportart der Region. Mit der Auslagerung der REV-Eishockeymannschaft in den neu gegründeten Heilbronner EC bildeten sich erste offizielle Fanclubs, von denen es heute fünf aus Heilbronn und der näheren Umgebung gibt. Die vier größten Fanvereinigungen organisieren dabei jährlich gemeinsame Veranstaltungen wie beispielsweise Fanfahrten zu Auswärtsspielen der Falken. Auf solchen Auswärtsfahrten bildeten sich im Laufe der Jahre engere Beziehungen zu Fans anderer Vereine wie beispielsweise zu Fanclubs der Revierlöwen Oberhausen oder der Blue Devils Weiden, mit denen die Anhänger der Heilbronner Falken heute Fanfreundschaften pflegen.

Seit 2006 bildete sich im Internet der so genannte Falkenticker, ein unabhängiges Fanprojekt, das nicht zum offiziellen Angebot des Vereins gehört, allerdings zu jedem Spiel der Heilbronner Falken einen kostenlosen Liveticker anbietet.

1991 bildete sich aus dem offiziellen HEC-Fanclub Eisbären Lauffen eine Eishockeymannschaft, die zunächst als Hobbymannschaft gegen andere Freizeitclubs aus dem Raum Heilbronn antrat. 1998 schloss sich der Verein mit dem SC Ilsfeld zur Spielgemeinschaft Eisbären Ilsfeld zusammen, die fortan bei verschiedenen tiefklassigen Turnierwettbewerben und Hobbyligen aufliefen. Im Jahr 2005 wurde der heute bestehende EHC Eisbären Heilbronn e.V. gegründet, der den Spielbetrieb im Eissportverband Baden-Württemberg in der fünftklassigen Landesliga aufnahm. In der ersten Spielzeit als eingetragener Verein wurde eine Mannschaft mit ausschließlich Heilbronner Spielern gebildet, deren prominentester Spieler Michael Filobok war, der zuvor für den EHC Freiburg in der DEL auf dem Eis gestanden hatte. Den benötigten Etat von 30.000 Euro finanzierte die Vereinsführung mit einem breit angelegten Marketingkonzept, zu dem der Druck einer eigenen Stadionzeitschrift und die Sponsorensuche gehörten. Bereits in der ersten Spielzeit sicherten sich die Eisbären den Aufstieg in die viertklassige Baden-Württembergliga, in welcher der Verein seitdem auf dem Eis steht.

Nachdem die Fans des EHC Heilbronn wider Erwarten wenig mit den Eisbären sympathisierten, bildete sich im Lauf der Jahre eine eigene Fanbasis um die Eisbären, zu der heute auch eigene Fanclubs gehören. Bei Heimspielen in der Lavatec Arena beträgt der Zuschauerschnitt heute rund 1000 Besucher.

Zum Seitenanfang



DEL All-Star Game (Austragungen)

Logo

Die folgende Auflistung zeigt alle Ergebnisse des DEL All-Star Game seit dem Jahr 1998. Im Jahr 2001 fand kein All-Star Game statt.

Das 1. DEL All-Star Game wurde am 5. September 1998 in der Eissporthalle Frankfurt ausgetragen. Im Spiel trat eine Auswahl der besten DEL-Ausländer gegen die deutsche Nationalmannschaft an.

4.900 Zuschauer sahen eine über weite Strecken verhältnismäßig enge Begegnung. Nachdem es nach 60 Minuten 2:2 gestanden hatte, besiegte schließlich die Nationalmannschaft die DEL-Auswahl mit 3:2 im Penaltyschießen, in dem der Düsseldorfer Leo Stefan als einziger von 10 Akteuren das Tor der gegnerischen Mannschaft traf. Es war bis zum heutigen Tage das einzige Mal, dass ein DEL All-Star Game im Shootout entschieden werden musste.

Das 2. DEL All-Star Game wurde am 4. September 1999 im Wellblechpalast in Berlin ausgetragen. Wie im Vorjahr trat ein Team der besten DEL-Ausländer gegen die deutsche Nationalmannschaft an.

Vor 3.800 Zuschauern besiegte schließlich die Nationalmannschaft die DEL-Auswahl mit 6:3 Toren, es war der zweite Sieg im zweiten All-Star Spiel für das DEB-Team.

Das 3. DEL All-Star Game wurde am 2. September 2000 im Eisstadion an der Brehmstraße in Düsseldorf ausgetragen. Wie in den Vorjahren trat ein Team der besten DEL-Ausländer gegen die deutsche Nationalmannschaft an.

Vor 3.500 Zuschauern besiegten die All-Stars das DEB-Team schließlich mit 4:1, es war der erste und bisher einzige Sieg eines All-Star Teams im Spielformat DEL-Auswahl gegen Nationalmannschaft, welches von 1998 bis 2005 ausgetragen wurde.

Das 4. DEL All-Star Game wurde am 1. Februar 2002 im Olympia-Eissportzentrum in München ausgetragen. Wie in den Vorjahren trat ein Team der besten DEL-Ausländer gegen die deutsche Nationalmannschaft an.

Vor 5.254 Zuschauern besiegte schließlich die Nationalmannschaft, angeführt von Jürgen Rumrich, die DEL-Auswahl mit Kapitän Mike Bullard mit 7:5 Toren, nachdem man zwischenzeitlich schon mit 0:4 zurückgelegen hatte. Es war der dritte Sieg im vierten All-Star Spiel für das DEB-Team. Geleitet wurde die Partie von Schiedsrichter Peter Stratz, Daniel Piechaczek und Adam Niejodeck assistierten.

Das 5. DEL All-Star Game wurde am 2. Februar 2003 in der Kölnarena in Köln ausgetragen. Wie in den Vorjahren trat ein Team der besten DEL-Ausländer gegen die deutsche Nationalmannschaft an.

Im Spiel der beiden Teams besiegte schließlich die Nationalmannschaft die DEL-Auswahl mit 6:4 Toren, es war der vierte Sieg im fünften All-Star Spiel für das DEB-Team.

Das 6. DEL All-Star Game wurde am 1. Februar 2004 in der Saturn-Arena in Ingolstadt ausgetragen. Wie in den Vorjahren trat ein Team der besten DEL-Ausländer gegen die deutsche Nationalmannschaft an.

Im Spiel der beiden Teams besiegte schließlich die Nationalmannschaft die DEL-Auswahl mit 8:3 Toren, es war der fünfte Sieg im sechsten All-Star Spiel für das DEB-Team.

Das 7. DEL All-Star Game wurde am 6. Februar 2005 in der Color Line Arena in Hamburg ausgetragen. Wie in den Vorjahren trat ein Team der besten DEL-Ausländer gegen die deutsche Nationalmannschaft an.

Aufgrund des NHL-Lockouts in der Saison 2004/05 konnten bei diesem All-Star Game auch die deutschen NHL-Legionäre wie Marco Sturm oder Olaf Kölzig spielen, die während des Lockouts bei deutschen Teams unter Vertrag standen.

Im Spiel der beiden Teams besiegte schließlich die Nationalmannschaft, die DEL-Auswahl mit 9:7 Toren, es war der sechste Sieg im siebten All-Star Spiel für das DEB-Team. Zum Most Valuable Player der Partie wurde der deutsche Nationalspieler Michael Hackert von den Frankfurt Lions gewählt.

Das 8. DEL All-Star Game wurde am 5. Februar 2006 im KönigPALAST in Krefeld ausgetragen. Es war das bisher letzte All-Star Game, bei dem ein Team der besten DEL-Ausländer gegen die deutsche Nationalmannschaft antrat.

Im Spiel der beiden Teams besiegte schließlich die Nationalmannschaft, die von Andreas Renz als Kapitän angeführt wurde, die DEL-Auswahl mit 5:3 Toren, es war der siebte Sieg im achten All-Star Spiel für das Team Germany.

Das 9. DEL All-Star Game wurde am 3. Februar 2007 in der SAP Arena in Mannheim ausgetragen. Es war das erste All-Star Game, bei dem ein Team der europäischen Eishockeystars der DEL gegen eine DEL Nordamerika-All-Star Auswahl antrat.

Den härtesten Schuss der All-Stars konnte Jakub Ficenec aus dem Team Europa mit 159 km/h vorweisen. Den zweiten Wettbewerb trugen Adam Hauser für das Team Nordamerika und Dimitrij Kotschnew für das europäische Team gegeneinander aus. Beim One-on-One Shootout Contest schossen jeweils drei Spieler insgesamt 15 Mal auf das gegnerische Tor. Hauser musste dabei zweimal hinter sich greifen, Kotschnew kassierte kein Gegentor und setzte sich damit durch. Beim dritten Wettbewerb Puck Control Relay, bei der es auf Scheibenführung ankam, hatte die europäische Staffel mit Alexander Barta, Robert Hock, Tore Vikingstad, Ivan Ciernik und Petr Fical die Nase vorn. Das einzige Event mit nordamerikanischem Sieger war die Speed Competition. Andy Roach lief die schnellste Zeit pro Runde.

Danach begann das Spiel zwischen den All-Stars aus Nordamerika und Europa. Die Spieler für die jeweiligen Teams wurden dabei wie in jedem Jahr im Voraus von Sportjournalisten nominiert und konnten dann von den Eishockeyfans auf der Homepage der DEL in die Teams gewählt werden. Im Spiel der beiden All-Star Teams, die von Mirko Lüdemann (Team Europa) sowie Dwayne Norris (Team Nordamerika) als Kapitäne angeführt wurden, besiegte schließlich die Nordamerika-Auswahl das Team aus Europa mit 12:10 Toren. Zum Most Valuable Player der Partie wurden Eduard Lewandowski für Europa sowie Brad Smyth für Nordamerika gewählt.

Nach seiner schweren Gehirnoperation im November feierte der Mannheimer Torhüter Robert Müller sein Comeback auf dem Eis, als er in der 42. Minute für das Team Europa eingewechselt wurde.

Profi-Schiedsrichter Daniel Piechaczek verteilte auf beiden Seiten jeweils zwei Strafminuten.

Das 10. DEL All-Star Game fand am 2. Februar 2008 erstmals außerhalb eines DEL-Standortes in der Freiberger Arena in Dresden statt. Erneut trat eine Auswahl der besten Europa- gegen eine Auswahl der besten Nordamerika-DEL-Spieler gegeneinander an.

Eine Besonderheit war, dass in diesem Jahr auch jeweils ein Spieler des gastgebenden Teams, der Dresdner Eislöwen aus der Oberliga, in die Auswahlen gewählt werden durften. Die Wahl der Dresdner Fans fiel dabei auf die beiden Stürmer Petr Sikora (Team Europa) und Kevin Gardner (Team Nordamerika), zudem rückte der Dresdner Torhüter Michal Mařík wegen einer Verletzung von Dimitrij Kotschnew in das Team der Europäer nach. Mit Chris Herperger und Steve Walker sagten weitere Spieler die Teilnahme ab.

Vor dem Spiel wurde auch in diesem Jahr eine Skill-Competitions ausgetragen, bei der die Spieler in verschiedenen Disziplinen ihr können unter Beweis stellten. Den härtesten Schlagschuss hatte Jakub Ficenec mit 167 km/h, beim Goalie-Contest blieben sowohl Robert Müller aus dem Team Europa als auch Norm Maracle für die Nordamerikaner ohne Gegentreffer. Die Staffel gewann Europa vor Nordamerika. Andy Roach wurde in der folgenden Competition zum schnellster Skater gekürt. Bei diesem Wettbewerb kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Während seiner Runde zog sich der Nürnberger Ahren Spylo eine Platzwunde über dem Auge zu als er in der letzten Kurve aus dem Gleichgewicht kam und in die Spieler der Nordamerikaauswahl prallte.

Das 11. DEL All-Star Game fand am 31. Januar 2009 in der neu errichteten O2 World in Berlin statt. Wie schon in den beiden Jahren zuvor trat eine Auswahl der besten Europa- gegen eine Auswahl der besten Nordamerika-DEL-Spieler gegeneinander an, und zum dritten Mal in Folge ging die Nordamerika-Auswahl als Sieger vom Eis.

Die Kader für das DEL All-Star Game 2009 wurden am 8. Januar bekanntgegeben.

Für Sven Butenschön und Philip Gogulla wurden kurzfristig Lasse Kopitz und Thomas Greilinger ins Team Europa berufen. Ebenso konnte Mike Pellegrims nach seinem Wechsel von den Kassel Huskies zum Klagenfurter AC nicht am All-Star Game teilnehmen.

In der Skills Competition, die traditionsgemäß vor der Partie stattfindet, gewann Mirko Lüdemann den Titel des schnellsten Schlittschuhläufers. Richie Regehr von den Eisbären Berlin konnte den Wettbewerb um den härtesten Schlagschuss für sich entscheiden.

Zum Seitenanfang



DEG Metro Stars

DEG Metro Stars

Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft (DEG) Metro Stars ist die heutige Bezeichnung eines traditionsreichen Eishockeyclubs aus Düsseldorf, der in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) spielt. Die heutigen „Metro Stars“ gehen historisch auf die Gründung der „Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft“ 1935 zurück, ihr Name steht für den Handelskonzern Metro, der sich 2001 die Namensrechte sicherte und dies bis ins Jahr 2012 verlängert hat. Die Profiabteilung ist seit 1997 in einer eigenständigen Spielbetriebsgesellschaft, der „DEG Eishockey GmbH“ organisiert. Der ursprüngliche Verein ist einer der Gesellschafter dieser GmbH. Die Nachwuchs- und Amateurabteilung ist weiterhin im Stammverein organisiert.

1997 wurde die Inlinehockeyabteilung der Düsseldorfer EG in den Verein „DEG Rhein Rollers e.V.“ ausgelagert.

Die traditionellen Vereinsfarben der DEG sind rot-gelb.

Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft wurde am 8. November 1935 auf Initiative des Düsseldorfer Stahlindustriellen und Sportmäzens Ernst Poensgen gegründet. Bereits am 26. September 1935 wurde das Richtfest des neuen Eisstadions an der Brehmstraße gefeiert. Das Düsseldorfer Stadion war (nach Berlin und München) das dritte Eisstadion in Deutschland und erst die achte Eissportstätte in Europa (neben Berlin und München waren dies London, Paris, Wien, Budapest und Zürich). Zu diesem Zeitpunkt fasste das Stadion 8.000 Zuschauer.

Am 23. November fanden die ersten beiden Eishockeyspiele im neuen Stadion statt. Der vielfache deutsche Meister und die nationale Topmannschaft jener Zeit, der Berliner SC, spielte gleich zweimal gegen ein Team aus Amsterdam und siegte jeweils mit 7:1 und 4:2. Mit von der Partie war einer der ersten Stars des deutschen Eishockeys, Gustav „Justav“ Jaenecke. Der zu seinem Karriereende insgesamt 13-fache Deutscher Meister und vielleicht beste europäische Spieler seiner Zeit beeindruckte das Düsseldorfer Publikum sofort und begeisterte es für den Eishockeysport.

Weitere Spiele sorgten für eine erste Eishockey-Euphorie. Gastmannschaften aus dem Mutterland des Eishockeys Kanada zeigten Kostproben ihres Könnens. Die DEG spielte gegen heute nicht mehr existierende Mannschaften aus dem Bergischen Land wie Remscheid oder Radevormwald, die seinerzeit dank der kälteren Winter noch auf zugefrorenen Dorfweihern trainieren konnten.

Gegen die zur Weltspitze gehörenden Kanadier wurde seitens der DEG seinerzeit ein bemerkenswertes 1:1 herausgespielt; Gerüchten zufolge liefen die Kanadier aufgrund des am Vorabend konsumierten Altbiers betrunken auf. Die DEG spielte gegen die Nationalmannschaft der USA und es fanden Endrunden der Deutschen Eishockeymeisterschaft in Düsseldorf statt. Auch der Eiskunstlauf kam nicht zu kurz, im Olympiajahr 1936 gastierte die gesamte Weltelite an der Brehmstraße.

Der erste Trainer der DEG war ein Tschechoslowake, dessen Name heute nicht mehr bekannt ist. Ihm folgte der Kanadier Robert A. „Bobby“ Bell, unter dem die erste Mannschaft und die Jugend der DEG erstmals auf professionellem Niveau trainiert wurde. Bell, einst selbst Spieler für Kanada, soll angeblich wegen der Liebe zu einer Blondine in Düsseldorf geblieben sein.

Als erste Eishockeyspieler der DEG-Vereinsgeschichte gelten: Dr. Hans Seyppel, Horst „Opa“ Orbanowski (ein gebürtiger Düsseldorfer und bereits mehrfacher Nationalspieler und Deutscher Meister mit Berlin), dessen Bruder Kurt Orbanowski, Bernd Rickmann, Jochen Hake und Werner Lucas. Als Gastspieler blieben Toni Wiedemann aus Füssen und Walter Schmiedinger aus Garmisch bei der DEG, da man ihnen zusätzlich zum Trainingsbetrieb Arbeitsplätze in ihren Berufen anbieten konnte. Als weitere Spieler wurden Freiherr Fabian von Massenbach, Günter Thelen und Manfred Trippe an den Verein gebunden.

Für ein Monatsgehalt von 375 Reichsmark für Trainer Bell wurde hart trainiert, zudem wurde die Jugendarbeit forciert. So rekrutierte Bell junge Spieler, meist gegen den Willen der Eltern, aus dem Lager der Eiskunstläuferabteilung, da diese gute Schlittschuhläufer waren. Zudem achtete er auf gute schulische Leistungen seiner Schützlinge; eine schlechte Note hatte Trainingsverbot zur Folge. In dieser Zeit erreichte die DEG daher achtbare Erfolge im Kampf um die Deutsche Meisterschaft, so wurde der noch junge Verein mehrfach Dritter. 1938 wurde die DEG punktgleich mit dem Berliner SC sogar Deutscher Vize-Meister hinter dem SC Riessersee. Hinter den damals erfolgreichen Teams, Rekordmeister Berlin mit den Topspielern Gustav Jaenecke und Rudi Ball, der als einer der besten Clubs Europas galt, und dem SC Riessersee aus Garmisch-Partenkirchen, war die DEG in Deutschland immerhin die Nummer Drei.

Weitere prägende DEG-Spieler der 1930er Jahre waren Torwart Max Rohde, der aus dem Baltikum stammende Lowka Dawidow, Dr. Helmut Becker, Günter Brückner, Roman Kessler, Kurt Dicker, Lucien Brühl, Hans Gutgesell, Hans-Walter Rahrbach, Hans Walter, Klaus Walter, Rolf Tobien, Walter Tobien, sowie die Herren Leonards und Blumberg.Der erfahrene Horst Orbanowski, der Vereinsgründer Poensgen schon bei dem Aufbau des Teams unterstützt hatte, wuchs zum Führungsspieler und zur rechten Hand von Trainer Bell heran. Aber auch die Eiskunstläufer unter dem Stadionleiter, Vizewelt- und elffachen Deutschen Meister sowie Trainer des Düsseldorfer Nachwuchses, Werner Rittberger (heute vor allem durch den nach ihm benannten Sprung Doppelter Rittberger bekannt), begeisterten das Publikum durch gute Leistungen.

Mit dem Zweiten Weltkrieg endete vorerst die Eishockey-Euphorie. Wegen der Verdunkelung durfte nur noch nachmittags gespielt werden, die Lieferung von Ausrüstungsgegenständen aus Kanada wurde immer spärlicher. Die Spieler mussten sich mit immer abenteuerlicheren Eigenkreationen aus Pappe und Stoff behelfen. Im Frühjahr 1943 gab es während eines Spiels Luftalarm. Spieler und Zuschauer brachten sich in Sicherheit, das Stadion jedoch wurde von zwei kleinen Bomben an der Nordseite getroffen. Nach der Entwarnung wurde kurzerhand der Schutt weggeräumt und die Veranstaltung verspätet fortgesetzt. 1944 wurde das Eisstadion durch weitere alliierte Bombenangriffe allerdings so schwer beschädigt, dass eine Sportveranstaltung nicht mehr durchführbar war. In der letzten Deutschen Meisterschaft vor Kriegsende, die 1944 überwiegend als Durchhalteveranstaltung für die Bevölkerung noch halbwegs durchgeführt wurde, erreichte die DEG Platz Drei. In den beiden Vorjahren mussten die Titelkämpfe jeweils abgebrochen werden. Es war eine der letzten Sportveranstaltungen überhaupt, am 4. August 1944 gab der Nationalsozialistische Reichsführerring für Leibesübungen NSRL bekannt, dass sämtliche Reichsmeisterschaften im deutschen Sport eingestellt werden.

Trainer Bobby Bell, zwischenzeitlich auch Trainer des SC Riessersee und einer Mannheimer Mannschaft sowie Reichstrainer der Deutschen Eishockeynationalmannschaft, wurde im belgischen Abbeville in den Wirren der Nachkriegstage 1945 unter nie geklärten Umständen ermordet. Einige Quellen sprechen von einer standrechtlichen Erschießung, andere davon, dass er als angeblicher Nazi-Spion verhaftet, verurteilt und hingerichtet wurde.

Nach den Verwüstungen des Krieges, die das Eisstadion und den gesamten Stadtteil Düsseltal sehr mitgenommen hatten, gab es wichtigere Probleme als den Sport. Doch schon kurze Zeit später formierte „Opa“ Orbanowski mit den überlebenden Spielern Kessler, Dicker, Hillmann, Ulrich, Dr. Becker, Trippe, Rahrbach und Torwart Rohde ein erstes DEG-Nachkriegsteam. Aber trotz zahlreicher Schutträumungsaktionen auch der Spieler ging es mit dem Wiederaufbau des Stadions an der Brehmstraße nicht recht voran. Andernorts entstanden neue Eishockeyzentren. Krefeld, wo Mäzen Willi Münstermann es durch seine guten Beziehungen zu den Alliierten geschafft hatte, das Stadion an der Hindenburgstraße (heute Westparkstraße) notdürftig wiederherzustellen, und Bad Nauheim, wo die amerikanischen Truppen ein Eisstadion unter dem Namen Colonel-Knight-Stadion eröffneten.

Die DEG trainierte in Krefeld, wo dem Verein ab Dezember 1945 Gastrecht gewährt wurde. Am 19. und 20. Januar 1946 gab es die erste Nachkriegsveranstaltung in Krefeld. Neben Eiskunstlauf und Eisschnelllauf standen zwei Eishockeybegegnungen Krefelder EV gegen die Düsseldorfer EG auf dem Programm (Ergebnisse aus DEG Sicht 0:7 und 2:1).

Das Team reiste mit dem Zug zu Spielen gegen andere wiederentstandene Teams durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland, unter anderem nach Bad Nauheim. Da es dort noch keine Mannschaft gab, spielte die DEG gegen den Münchner SC (2:1). Anschließend ging es zum alten Bekannten SC Riessersee. Der SCR gewann das Spiel mit 8:2, auch weil der Verein inzwischen über bessere Möglichkeiten verfügte, die Spieler (u.a. Alt-Star Gustav Jaenecke, der den Krieg überlebt hatte und aus Berlin gekommen war) mit Lebensmitteln zu versorgen und zu trainieren. Die DEG wurde beim Empfang und beim Abschied gefeiert, nicht zuletzt weil sich die nach Bayern evakuierten Rheinländer zu einem Heimattreffen zusammengefunden hatten.

Im Jahre 1946 wurde der Eissportverband Nordrhein-Westfalen gegründet. Horst Orbanowski wurde Vorsitzender, Willi Münstermann Eishockeyobmann und auch Werner Rittberger, der jetzt in Krefeld lebte und trainierte, beteiligte sich mit dem Amt des Kunstlaufwarts an der Vorstandsarbeit. Es wurde eine NRW-Meisterschaft durchgeführt. Hierbei errang die DEG ihren ersten Titel, den des NRW-Meisters 1946. Eine inoffizielle deutsche Meisterschaft mit den Teilnehmern Krefelder EV, SC Riessersee, EV Füssen und der Düsseldorfer EG wurde ebenso ausgespielt und von Krefeld gewonnen. Nachträglich jedoch wurde diese Veranstaltung zur Interzonenmeisterschaft erklärt, die offizielle Deutsche Meisterschaft fand etwas später zwischen dem West-, Nord- und Südmeister Krefelder EV, Berlin Eichkamp (der vorübergehend neue Name des Berliner SC) und SC Riessersee statt. Da die sich bereits als Meister sehenden Krefelder aus Protest nicht antraten, gab es nur ein Spiel, das der SC Riessersee für sich entschied und somit zum ersten Eishockeymeister der Nachkriegszeit wurde. Auch hier kam die bessere Versorgungslage und Trainingsmöglichkeiten der Garmischer im Vergleich zum zerstörten und geteilten Berlin zum Vorschein. Berlin war im Eishockey sportlich keine Konkurrenz mehr.

Der Wiederaufbau des Eisstadions an der Brehmstraße verzögerte sich weiter, woraufhin das DEG-Team auseinanderbrach. Erst im Dezember 1949 erfolgte die Eröffnung. Im Eröffnungsspiel spielte der EC Bad Nauheim gegen den Kölner EK, wohin es inzwischen Horst Orbanowski verschlagen hatte. Im Laufe des nächsten Jahres wurde wieder ein DEG-Team zusammengestellt. Der überwiegende Teil der ehemaligen Mannschaft spielte bis dahin im Verbund mit Preussen Krefeld und erreichte mit diesem Verein einmal den sechsten und zweimal den zweiten Platz in der Deutschen Meisterschaft. Auch der zwischenzeitlich in den USA lebende Orbanowski spielte wieder für die DEG, deren Team nun überwiegend aus weiteren Routiniers der Vorkriegszeit wie Hillmann, Dicker, Gorliani, Rahrbach, Dr. Frangenheim, Dr. Becker, Trippe, Bretzner, Rohde und dem Nachwuchsspieler Brindel bestand.

Die frühen 1950er Jahre waren schwere Zeiten für den Verein. Die DEG spielte anfangs in der höchsten Eishockeyliga, der 1947 gegründeten Oberliga, wurde jedoch durch ein umstrittenes Verbandsurteil in die Landesliga zurückgestuft. Das Team wurde nun von Rainer Hillmann trainiert. Als Gastspieler fungierten zu der Zeit unter anderem Frank Trottier aus Kanada und Engelbert Holderied aus Füssen, die beide später DEG-Trainer werden sollten. Fusionspläne mit Fortuna Düsseldorf scheiterten an der Gegenwehr der DEG, auch der im November 1954 gegründete Konkurrenzverein Düsseldorfer EHC setzte sich nicht durch und löste sich auf. Ein Übernahmeversuch des Nachbarvereins DSC 99 misslang ebenfalls.

Es folgte eine Zeit der Auf- und Abstiege. Kanadische Trainer wie Clare „Jimmi“ Drake, Gerald Strong und Frank Trottier begannen mit der Arbeit, die DEG aus dem Tief heraus zu holen. Ihnen folgte Vlastimil Suchoparek aus der Tschechoslowakei, aber der Erfolg blieb aus.

Zwischenzeitlich wurde auch die Eiskunstlaufabteilung fortgeführt. Das beliebte Eiskunstlaufpaar Ria Baran und Paul Falk, in den frühen 1950ern mehrfach Sportler des Jahres und zweifache Weltmeister, gewannen bei den Olympischen Winterspielen 1952 in Oslo die Goldmedaille. Das erfolgreiche Paar war an der Brehmstraße beheimatet und trainierte dort.

Im Jahr 1958 wurde als neue höchste Liga die Eishockey-Bundesliga gegründet, fünf Jahre vor der Fußball-Bundesliga. Die DEG war Gründungsmitglied, hatte jedoch gegen die damaligen Eishockey-Hochburgen aus Bayern, EV Füssen, EC Bad Tölz und SC Riessersee, wenig Chancen und stieg zusammen mit der heute vergessenen SG Wessling-Starnberg wieder ab. Die nächsten Jahre verbrachte die DEG überwiegend in der nun als Zweiten Liga fungierenden Oberliga.

Durch die Verpflichtung des Füsseners Engelbert Holderied als Trainer stabilisierte sich die sportliche Situation, die Zielsetzung hieß nun baldiger Aufstieg.

1965 gelang der DEG als Zweiter der Oberliga der Aufstieg in die Bundesliga. Mit dem Team bestehend aus Rainer Gossmann (später Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes – DEB) und Brück im Tor, Lotz, Hübbers, Farthmann und Kaltenhäuser in der Verteidigung, sowie Werdermann, Schmitz, Gregory, Wylach, Heitmüller, J. Breidenbach, Tasler, Heyer und Hüllinghoff im Sturm war die DEG eines der besten Teams der Oberliga.

Die Zuschauerzahlen stiegen wieder an und erreichten die hohen Vorkriegszahlen. So wurden 1963 in der zweitklassigen Oberliga bereits 5.500 Zuschauer pro Spiel gezählt, selbst in der Bundesliga erreichte kaum ein Team diese Zahlen. Zur Mitte des Jahrzehnts gelang jedoch ein Transfer, der damals eine Sensation darstellte.

Der DEG-Vorsitzende Hans Ramroth erfuhr, dass sich die beiden Tölzer Eishockeyspieler, Verteidiger Otto Schneitberger und Stürmer Josef „Sepp“ Reif, aus privaten Gründen vom Eishockeysport zurückziehen wollten. So überredete Ramroth die beiden zu einem bis dahin noch nie da gewesenen Vorgang, der außergewöhnlich für das deutsche Eishockeywesen jener Zeit war. Beide Spieler wechselten aus Bayern ins Rheinland zur Düsseldorfer EG. Auch der Meistertrainer des EC Bad Tölz und 101-fache Nationalspieler Hans Rampf, der noch einen Vertrag beim EHC Holzkirchen als Spielertrainer hatte, wurde für die nachfolgende Saison als DEG-Trainer verpflichtet. In der Großstadt hatten die Sportler nicht nur die Möglichkeit, auf hohem Niveau Eishockey zu spielen, sondern auch beruflich weiterzukommen, was in der bayerischen Provinz seinerzeit kaum möglich war.

Der Wechsel, der damals die Grundfesten des deutschen Eishockeys erschütterte, löste in Bayern einen Aufschrei aus. Das ganze Land und vor allem Bad Tölz war zutiefst erbost und wollte den damals so bezeichneten unmöglichen Vorgang noch abwenden. Erreicht wurde das Gegenteil. Drohungen gegen die Spieler und Hetzkampagnen der Presse sorgten für ein fluchtartiges Verlassen Schneitbergers in Richtung Düsseldorf. Beide Spieler wurden auf Tölzer Initiative für ein Jahr gesperrt, bis nach endlosen Verhandlungen zumindest eine Freigabe für Freundschaftsspiele gegeben wurde. Die DEG schaffte es jedoch, auch ohne die beiden Spieler aufzusteigen, so dass die ersten Ligaeinsätze Reifs und Schneitbergers in der Saison 1965/1966 in der Bundesliga stattfinden konnten.

Hans Rampf kam, wie abgesprochen, als Trainer hinzu. Zu den Spielern, die schon länger in Düsseldorf spielten, und den Bayern Reif und Schneitberger gesellten sich die ehemaligen Dortmunder Bundesligaspieler Jablonski und Löggow, deren damaliger Verein ERSG Iserlohn sich auflöste, sowie DDR-Nationalspieler Erich Böttcher, der sich bei einem Gastspiel seines Vereins SC Dynamo Berlin abgesetzt hatte, hinzu. Die DEG wurde wieder populär. Die Zuschauerresonanz war groß, lange Wartezeiten mussten in Kauf genommen werden, um an eine der inzwischen 10.500 Eintrittskarten für die Brehmstraße zu gelangen. Von 13 Heimspielen verlor die DEG nur zwei, der amtierende Meister Bad Tölz wurde zweimal besiegt. Atom-Otto Schneitberger wurde zum Superstar der DEG, die in der Meisterschaft Platz Drei belegte.

Es wurde deutlich, dass sich nach fast 15 Jahren bajuwarischer Dominanz Konkurrenz aus dem Rheinland entwickelte. In der Saison 1966/1967 wurde die DEG dann schließlich mit vier Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Bad Tölz Sieger der Endrunde und somit Deutscher Meister 1967. Damit kam die DEG bereits im zweiten Jahr in der Bundesliga zu Meisterehren. Zwar wurde der Titel in den kommenden Jahren nicht verteidigt, der Verein hatte sich jedoch in der höchsten deutschen Spielklasse erfolgreich etabliert.

Das achte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts begann, wie das vorherige endete. Es wurden zwar keine weiteren Meistertitel errungen, das Team jedoch agierte zunächst erfolgreich. In den Jahren nach dem Titel 1967 dominierten erneut die bayerischen Teams. Dreimal Altmeister Füssen unter Trainer Markus Egen (1968, 1969, 1971) und zum ersten Mal der EV Landshut (1970) mit dem jungen Erich Kühnhackl waren die Titelträger. Die DEG erreichte zunächst die Plätze Vier und Zwei, Bad Tölz spielte im Kampf um die Meisterschaft keine Rolle mehr. Im Jahr 1970 folgte für die DEG ein herber Rückschlag. Dem wieder Richtung Heimat gewechselten Hans Rampf folgte mit Dr. Ladislav Horsky aus Bratislava ein 50-facher Nationalspieler der ČSSR und erfahrener Trainer. Horsky kam jedoch mit dem Umfeld und den Spielern nicht zurecht und fand dem Team gegenüber nicht den richtigen Ton, so dass es zum offenen Bruch zwischen ihm und Otto Schneitberger kam. Nach seiner Ablösung nach einem enttäuschenden achten Platz wurde anfangs Tölz' Trainer Mike Daski als Nachfolger favorisiert. Da dieser jedoch unerfüllbare finanzielle Forderungen stellte, entschied man sich für den langjährigen früheren Füssener Nationalspieler Xaver Unsinn, dem „Mann mit dem Pepitahut“ oder auch „Mr. Eishockei“ genannt, der bereits in unterklassigen Vereinen wie Kaufbeuren, Augsburg und Köln Trainererfahrungen gesammelt hatte.

Das Eisstadion an der Brehmstraße erhielt 1969 die lang ersehnte Überdachung, vorher war es den Fans sogar möglich, wie bei der Meisterschaftsfeier 1967, Feuerwerksraketen abzufeuern. Nach einer kurzen Durststrecke agierte die DEG wieder erfolgreicher. Dies hatte, neben der Verpflichtung von Xaver Unsinn, vor allem mit einem Wechsel zu tun, den man in der Presse als ähnlich große Sensation wie seinerzeit die Verpflichtungen von Schneitberger und Reif bezeichnete. Bei einem Gastspiel des tschechischen Spitzenclubs Sparta Prag in Düsseldorf am 15. September 1968 setzte sich der hochdekorierte Nationalspieler und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 1968, Petr Hejma, von seinem Team ab. Hejma sah in der ČSSR keine Zukunft mehr und wollte im Westen Eishockey spielen; seine Ehefrau, eine Weltklasse-Tischtennisspielerin, durfte kurz danach das Land verlassen.

In der Zeit des Kalten Krieges und des gerade erst niedergeschlagenen Prager Frühlings schlug dies erhebliche politische Wellen. Der erboste tschechoslowakische Verband beantragte beim Weltverband IIHF eine internationale Sperre. Obwohl Hejma schnell die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt, wurde er für 18 Monate gesperrt. Trotz einiger Profi-Angebote aus den USA entschloss er sich, diese Zeit abzuwarten, um dann ab 1970 für die DEG stürmen zu können. Neben Hejma konnte Unsinn auch auf die Neuzugänge Rudi Potsch (ebenfalls aus der ČSSR) und Torwart Rainer Makatsch (Vater der Schauspielerin Heike Makatsch) aus Bad Nauheim zurückgreifen. Die Saison 1970/1971 wurde mit einem zweiten Platz abgeschlossen.

Für das darauffolgende Jahr wurden weitere wertvolle Spieler verpflichtet. Walter Stadler aus Rosenheim, Walter Köberle aus Kaufbeuren (später DEG-Urgestein, jahrelanger Co-Trainer und Team-Manager) sowie Vladimír Vacátko verstärkten das Team. Mit dieser Mannschaft wurde die DEG 1972 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Eishockeymeister.

Xaver Unsinn verließ die DEG jedoch überraschenderweise und wurde Trainer beim erst kurz vorher nach Jahrzehnten wieder aufgestiegenen Berliner SC. Unsinn forderte in Personalangelegenheiten und Neuverpflichtungen ein größeres Mitspracherecht ein – in einem Aufgabengebiet, das zu jener Zeit ausschließlich dem Vorstand oblag. Da er dem Vorstand zu mächtig wurde, verlängerte die Vereinsführung seinen Vertrag zum Unverständnis von Fans und Medien nicht. Diese Trennung erwies sich im Nachhinein als Fehler. Unter Trainer Jiri Pokorny wurde 1973 noch ein zweiter Platz erreicht, der Titel ging zum letzten Mal an den Altmeister aus Füssen, der das deutsche Nachkriegseishockey dominiert hatte. In der Bundesliga begann merklich ein Umbruch. Weitere finanzstarke Großstadt-Vereine wie der Berliner SC, der 1972 aufgestiegene Kölner EC und später der Mannheimer ERC begannen, es der DEG nachzutun und die Eishockeybühne zu betreten. Traditionelle bayerische Standorte wie Füssen oder Bad Tölz hingegen hatten es immer schwerer, sich in der Liga zu behaupten.

Einem enttäuschenden vierten Platz 1974 (neuer Deutscher Meister wurde Berlin unter Trainer Xaver Unsinn) folgte unter dem neuen DEG-Trainer Chuck Holdaway aus Calgary die dritte Meisterschaft des Vereins 1975. Sepp Reif und Otto Schneitberger im Zenit ihrer Karrieren, die erfolgreichen Neuzugänge Georg Kink aus Augsburg, Strafbankkönig (also ein überharter Spieler) Horst-Peter „Wacki“ Kretschmer aus Bad Tölz sowie die Kanadier Russel Wiechnik und George „Corky“ Agar erreichten somit den dritten Titel innerhalb von acht Jahren. Düsseldorf wurde zur Zuschauerhochburg des deutschen Eishockeys. In der Regel hatte die DEG in der Saison mehr Zuschauer als die fünf traditionellen Südclubs EV Landshut, EV Füssen, EC Bad Tölz, ESV Kaufbeuren und der SC Riessersee zusammen.

Fünfzehn Jahre lang konnte die DEG, trotz einiger guter Spielzeiten, nicht mehr die Meisterschaft gewinnen. Reif beendete 37-jährig seine Karriere, Schneitberger wechselte zusammen mit dem besten Stürmer Hejma noch einmal für kurze Zeit zum Konkurrenten Krefelder EV, um dort ein Jahr später ins Traineramt zu wechseln. Die DEG-Spieler Walter Köberle und Wolfgang Boos errangen mit der Nationalmannschaft unter Nationaltrainer Xaver Unsinn die olympische Bronzemedaille 1976 in Innsbruck.

In den folgenden Jahren erreichte die DEG im Kampf um die Meisterschaft 1976 Platz Drei, 1977 Platz Vier und 1978 Platz Sechs. Deutscher Meister wurden in jenen Jahren der Berliner SC, zum ersten Mal der Kölner EC und der SC Riessersee. Nach Trainer Holdaway folgten kurzzeitig Ex-Trainer Hans Rampf, der frühere Spieler Corky Agar, Rudi Hejtmanek und nach Krefelds Konkurs sogar für eine Saison der bei den Fans sehr beliebte Otto Schneitberger, jedoch erfolglos. Petr Hejma, ebenfalls vom insolventen Krefelder EV zurückgewechselt, wurde wie die Jahre zuvor bester Stürmer des Teams. Einen kurzen Aufschwung schien es Ende der 1970er Jahre unter Trainer Gerhard Kießling zu geben, der seinen Sohn, den damals besten deutschen Verteidiger Udo Kießling aus Köln mitgebracht hatte. Die Resultate waren jedoch nur die Plätze Vier (1979) und Drei (1980).

In der Saison 1980/1981 wurden die „Play-offs“ eingeführt. Für diese Saison verstärkte sich die DEG nochmals erheblich. Neuzugänge waren der frühere Krefelder „Jahrhundertstürmer“ und wohl beste Torschütze der vergangenen Jahre Dick Decloe, der schwedische Ex-NHL-Spieler Roland Eriksson und der Deutsch-Kanadier Ralph Krueger, spätererer Nationaltrainer der Schweiz. Mit diesem Team wurde in einer Saison, die überschattet wurde durch den vom Duisburger SC und Kölner EC ausgelösten Passfälscherskandal, noch einmal das Finale erreicht, man unterlag dort aber knapp dem SC Riessersee. Nach dieser Spielzeit brach das Team auseinander. Dick Decloe und Petr Hejma beendeten ihre Karrieren, Köberle ging nach Köln. Udo Kießling, der in der Vorsaison mit 83 Scorerpunkten einen seither unerreichten Verteidiger-Rekord aufstellte, verließ mit seinem Vater und Trainer Gerhard ebenfalls den Verein.

Es folgte der größte Einbruch seit Jahrzehnten. Sinkende Zuschauerzahlen, schwache Spieler und negative Presse bestimmten die frühen 1980er Jahre. Dreimal konnte nur mit Mühe und Not der achte Tabellenplatz erreicht werden, so dass man zumindest an den Play-offs teilnehmen konnte, in denen die DEG jedoch chancenlos war. Die Trainer Jaromir Frycer und Heinz Weisenbach scheiterten, erst als 1984 der sehr populäre Ex-Spieler Otto Schneitberger erneut das Traineramt übernahm, ging es wieder aufwärts.

Unter den Trainern Schneitberger (1984–1987), Ex-DEG-Spieler Brian Lefley (1987–1988, später Nationaltrainer der Schweiz und Italiens) und Peter Johansson (1988–1990) sowie dem neuen DEG-Vorsitzenden, dem Unternehmer Josef Klüh, wurden weitreichende Spielerverpflichtungen getätigt. Im Laufe weniger Jahre wurden nationale Spielergrößen wie der Torhüter Helmut de Raaf (ein ehemaliger DEG-Juniorenspieler und von Köln zurückgeholt), die Verteidiger Uli Hiemer (vorher bei den New Jersey Devils / NHL), Mike Schmidt und Andreas Niederberger, sowie die Stürmer Dieter Hegen, Gerd Truntschka, Roy Roedger und Manfred „Mannix“ Wolf unter Vertrag genommen.

Einen großen Anteil am einsetzenden Erfolg der DEG hatten jedoch zwei weitere Neuzugänge. Für die Saison 1983/1984 wurden zwei ausländische Spieler verpflichtet, von denen sich der Verein viel versprach. Der Russe Victor Nechaew aus Los Angeles und der Kanadier Peter-John Lee vom NHL-Club Pittsburgh Penguins. Der mit großen Vorschusslorbeeren ausgestattete Nechaew konnte die an ihn gestellten Erwartungen nie erfüllen und verließ die DEG nach einem Jahr wieder, Lee hingegen wurde sofort punktbester Spieler und Fanliebling. Bemerkenswerterweise wurde seinerzeit neben Nechaew auch ein junger Kanadier namens Doug Gilmour getestet, von Trainer Weisenbach jedoch abgelehnt, der den Russen favorisierte. Aus Doug Gilmour wurde später einer der größten Stars und besten Spieler der NHL in den 1980er und 1990er Jahren.

Der zweite Neuzugang, der Kanadier Chris Valentine vom NHL-Club Washington Capitals in der Saison 1984/1985, war ein ebensolcher Glücksgriff wie Lee. Beide bildeten von nun an für fast ein ganzes Jahrzehnt eines der besten Sturmpaare der Liga und wurden bei den DEG-Fans und Medien die größten DEG-Stars überhaupt. Valentine war des ständigen Wechsels zwischen seinem NHL-Club und dessen Farmteam in Hershey überdrüssig und wollte deshalb sein Glück in Europa versuchen. Obwohl er das Angebot der DEG anfangs nur als kurzzeitiges Engagement betrachtete, blieb er den Rest seiner Karriere in Düsseldorf. Bei der DEG brach Valentine sämtliche Spielerrekorde, erreichte fast 1.000 Punkte und wurde insgesamt fünfmal Deutscher Meister. Als er im Jahre 1996 35-jährig seine Karriere beendete, hatte er 571 Einsätze, 365 Tore und 598 Assists zu Buche stehen. Die Spielernummern von Lee und Valentine wurden nach deren Karriereende von der DEG gesperrt und werden seither nicht mehr vergeben.

Die DEG wurde wieder zum Publikumsmagnet. Die Spiele waren nahezu immer ausverkauft, von der Stimmung während der Spiele wurde europaweit anerkennend gesprochen.

Von Anatoli Tarassow, damals Trainer der Sbornaja, der Nationalmannschaft der Sowjetunion, stammt bereits aus dem September 1971 das Zitat „Die besten Fans der Welt“, welches nahezu unwidersprochen zum Synonym für die DEG-Fans wurde. Ihre kreativen und oft auch spontanen Gesänge und Sprechchöre waren berühmt, die Stimmung weit über die Eishockeygrenzen hinaus bewundert.

Mit diesem starken Spielerstamm war die DEG wieder ein ernstzunehmender Meisterschafts-Kandidat. In der Saison 1988/1989 verursachte die DEG einen Ligaskandal, nachdem das Team im Laufe eines der Play-off-Endspiele beim SB Rosenheim noch während des Spiels das Eis verließ. Grund war Schiedsrichter Würth aus Peiting, der durch eine parteiische Spielleitung die DEG um die Gesundheit ihrer Spieler fürchten ließ. Dieses Spiel wurde vom DEB nachträglich mit 0:5 gegen die DEG gewertet, die Meisterschaft ging trotzdem auch sportlich nach Rosenheim, das zu diesem Zeitpunkt das beste Team der Saison stellte.

Die Revanche erfolgte im darauffolgenden Jahr. Nach zwei verlorenen Finalteilnahmen 1986 und 1989 wurde die DEG in der Saison 1989/1990 nach 15 Jahren wieder Deutscher Meister. Eine 1:10-Niederlage kurz vor Ende der Vorrunde gegen das aufgestiegene Team von Hedos München wurde dem ungeliebten Trainer Peter Johansson zum Verhängnis. Petr Hejma, Johanssons Co-Trainer und hauptberuflich inzwischen Ingenieur bei den Düsseldorfer Stadtwerken, übernahm das Traineramt und führte die DEG zur lang ersehnten Meisterschaft. Für den Verein begannen nun sehr erfolgreiche Jahre.

Petr Hejma, der nach Johanssons Entlassung die Rolle des Cheftrainers nur widerwillig ausgefüllt hatte, konnte nicht dazu überredet werden, weiterhin diese Aufgabe zu übernehmen. Nachfolger wurde eher überraschend der ehemalige Nationalspieler Hans Zach aus Bad Tölz, der Trainererfahrungen bisher nur in unterklassigen Teams wie Bayreuth und Ratingen gesammelt hatte.

Nach einem mäßigen Start stabilisierte sich die DEG und dominierte schließlich die Liga. Lediglich die Teams des Kölner EC und des SB Rosenheim konnten ansatzweise mithalten. „Alpenvulkan“ Zach und das gut besetzte Team spielten erfolgreiche Play-offs, im Finale wurde Köln in fünf Spielen besiegt.

Das Team blieb personell beisammen, die Zuschauerzahlen, schon seit den späten 1980er Jahren im Aufwind, waren hoch wie nie. Ohne Dauerkarte an eines der wenigen verbleibenden Tickets zu kommen, galt schon fast als bemerkenswert. Mit Neuzugang Benoît Doucet vom EV Landshut, dem amtierenden Torschützenkönig der Vorsaison, verstärkte sich die DEG erneut. Der Verein blieb die beste Mannschaft der Liga. In der Saison 1991/1992 war die Dominanz erheblich, von 22 Heimspielen wurden nur zwei verloren, von den neun Play-off-Spielen bis zum Titel kein einziges. Während der Kölner EC abfiel, gab es nur noch mit dem SB Rosenheim einen Gegner auf Augenhöhe. Im Finale schlug die DEG den Sportbund in nur drei Spielen und errang damit den Titel-Hattrick, was zuvor lediglich dem EV Füssen in den 1950ern und dem Kölner EC in den 1980er Jahren gelungen war. Rosenheim verließ mit der Vizemeisterschaft nach dem Rückzug ihres Hauptsponsors die Liga, was von den DEG-Fans sehr bedauert wurde. Aus einem ehemaligen Hassgegner wurde ein bis heute sehr befreundeter Verein. Im Finale des Eishockey Europa Cups, das an der Brehmstraße stattfand, unterlag die DEG allerdings dem schwedischen Meister Djurgårdens IF aus Stockholm.

Die Saison 1992/1993 verlief ähnlich. Mit Hedos München, vormals eine unbedeutende Mannschaft, erwuchs neue Konkurrenz für die DEG. An der Isar wurde mit viel Geld ein Spitzenteam geformt. Es wurden vor allem viele ehemalige Rosenheim-Spieler unter Vertrag genommen. Neben den Rosenheimern Torwart Karl Friesen und den Stürmern Dale Derkatch, Gordon Sherven, Tony Vogel, Mondi Hilger und Georg „Schorsch“ Franz wechselten auch die DEG-Topspieler Didi Hegen und Gerd Truntschka nach München. Noch reichte es jedoch nicht für Hedos zum Titel, im Finale schlug die DEG den Kölner EC und holte damit den vierten Meistertitel hintereinander.

Erste Verschleißerscheinungen machten sich allmählich bemerkbar. Der gute Spielerstamm, mittlerweile überwiegend über 30 Jahre alt, überschritt den Karriere-Zenit. Trainer Hans Zach, nunmehr dreimal hintereinander Meistertrainer, agierte immer egozentrischer. Der Vorstand begann damit, hohe Summen auszugeben, um weiterhin Erfolg zu haben. 1994 erreichte die DEG, nun zum sechsten Mal hintereinander, das Finale, diesmal aber war München zu stark, der Titel ging an die Isar.

In der Saison 1994/1995 wurde die Deutsche Eishockey-Liga DEL gegründet. Grund hierfür und für die Abschaffung der alten Bundesliga war die durch zahllose Insolvenzen zerbrochene 2. Liga (Iserlohn, Essen, Bayreuth und Memmingen gingen in Konkurs). Aus den Clubs der 1. Bundesliga und den Resten der 2. Liga wurde nun eine eigene Liga mit 18 Teams außerhalb des Deutschen Eishockey Bundes gegründet, um sich selbst besser vermarkten zu können. Erste Veränderungen wurden durch die Auslagerung der Profimannschaften in Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutlich. Nahezu alle Vereine gaben sich aus Vermarktungsgründen neue Namen, zumeist Tiernamen, lediglich die DEG behielt den bisherigen Traditionsnamen.

Der schleichende Niedergang der DEG war nun unübersehbar. Kontinuierlich gingen die Zuschauerzahlen zurück, was auch auf die neu eingeführte DEL zurückzuführen war, die bei vielen Fans wenig Begeisterung auslöste. Eine Übersättigung nach langen Jahren des Erfolgs und ein Generationswechsel in den Fanstrukturen taten ihr übriges. Die erste DEL-Saison wurde auch sportlich für den Verein zur Enttäuschung, nach Platz Fünf in der Vorrunde schied die DEG bereits im Viertelfinale gegen Krefeld aus, was es seit 1987 nicht mehr gegeben hatte. Lediglich die Kurzzeitverpflichtung des NHL-Stars Brendan Shanahan von den St. Louis Blues für drei Spiele während eines NHL-Lockouts gab der Saison eine besondere Note.

Vorstand und Vereinsführung begingen nun schwerwiegende Fehler. Zunächst wurde der immer eigensinnigere Trainer Hans Zach, der sich regelmäßig mit Manager Rolf van Hauten stritt, trotz eines erst kurz vorher und zu guten Konditionen verlängerten Vertrages entlassen. Nachfolger wurde der Wunschkandidat von Präsident Klüh, der frühere Kölner und Münchner Meistertrainer Hardy Nilsson aus Schweden. Teure Spieler wie der frühere finnische NHL-Star Mikko Mäkelä wurden unter Vertrag genommen, für das Eisstadion leistete man sich einen Videowürfel, der mehr als eine Million Mark kostete.

Anfangs wurde das Vorhaben noch mit Erfolg gekrönt. Durch die während der laufenden Saison zusätzlich verpflichteten Topspieler Patrick Lebeau und Peter Andersson wurde die DEG 1995/1996 erneut Deutscher Meister. In erheblich falscher Einschätzung der Sachlage wurde im Jahr darauf das Bosman-Urteil und die daraus resultierenden Folgen gänzlich ignoriert. Während nahezu alle anderen Teams durch die fortfallende Ausländerbeschränkung günstige, junge, aber gut ausgebildete Spieler aus aller Welt verpflichteten, verlängerte die DEG die Verträge mit nahezu allen bisherigen, überwiegend einheimischen Spielern. Diese hatten jedoch zumeist den Zenit ihrer Karrieren schon weit überschritten, erhielten aber ligaweit die höchsten Gehälter. Einzig Spitzenspieler und Fanliebling Pat Lebeau wurde nicht gehalten, was großen Unmut bei den Fans auslöste.

Die DEG konnte nun auch sportlich nicht mehr mithalten. Ein neunter Platz 1996/1997 bedeutete zum ersten Mal in der nun dreißigjährigen Bundesliga-Geschichte des Vereins die Teilnahme an den sogenannten Play-downs, einer Runde gegen den Abstieg, und das trotz Nationalspieler wie Dieter Hegen, Thomas Brandl und Benoît Doucet im Kader. Trainer Nilsson, bei den Fans nicht beliebt, wurde entlassen. Ex-Trainer Zach (immer noch auf der DEG-Gehaltsliste und als Trainer an die Kassel Huskies ausgeliehen) wurde wieder zurückgeholt. Aber auch er konnte außer einer erfolgreichen Play Down Runde ohne Niederlage gegen die Ratinger Löwen nichts mehr ausrichten.

Es kam zu einem dringend notwendigen Umbruch im Verein. Der langjährige, überaus erfolgreiche ehemalige DEG-Spieler und Publikumsliebling Chris Valentine, nach seinem Karriere-Ende Jugendtrainer, wurde zum Trainer ernannt. Ein großer Teil der Spielerverträge wurde nicht verlängert. Zehn neue Spieler aus Übersee und Italien wurden verpflichtet. Mit Spielern wie Chris Rogles, Todd Harkins, Jason Miller, Shane Peacock, David Marchinyshin, Larry Rucchin, Leo Insam und dem schon seit dem Vorjahr für die DEG spielenden Russen Wiktor Gordijuk wurde wieder erfrischendes Eishockey gespielt. Sogar etablierte Kräfte wie die in der Vorsaison stark kritisierten und immer noch mit teuren Spitzenverträgen ausgestatteten Spieler Hegen, Brandl und Doucet erlebten ihren zweiten Frühling. Obwohl die DEG mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts zu tun hatte und im Viertelfinale gegen den späteren Titelträger Mannheim ausschied, begeisterte die Mannschaft durch Team- und Kampfgeist, so dass diese Saison bei den Fans noch heute als „Valentine-Saison“ bezeichnet wird.

Nach einer sportlich guten Saison machten sich wirtschaftlich nun jedoch die Fehler der Vergangenheit bemerkbar. Mindestens 20 Millionen Mark Schulden nahmen dem Verein langsam die Handlungs- und Gestaltungsfreiheit. Zwar war ein Teil der Schulden durch Bürgen abgesichert, diese waren jedoch untereinander zerstritten. Zudem wurden Unregelmäßigkeiten bei Zahlungen an das Finanzamt und den Verkehrsverbund VRR (welcher pro verkaufter Eintrittskarte einen Anteil bekommt, im Gegenzug gilt die Eintrittskarte als Fahrkarte) bekannt, die ausstehende Steuern und Zahlungen einforderten.

Präsident Klüh und der Vorstand traten zurück. Neuer erster Vorsitzender wurde der Unternehmer Ben Zamek (Zamek-Lebensmittel), der dieses Amt schon in den frühen 1980er Jahren ausführte. Ein Kassensturz gab Anlass zur Sorge, zeitweise drohte sogar die Insolvenz. Zamek realisierte sofort, dass eine Teilnahme an der DEL in der Form nicht mehr zu finanzieren war. Die Zuschauerzahlen und die Stimmung waren kontinuierlich gesunken. Gründe dafür gab es genug. Skandalliga DEL, Querelen im Verein, geringe sportliche Perspektive, ein immer maroderes Eisstadion.

Zu dieser Zeit beabsichtigte der Deutsche Eishockey-Bund, der durch die selbstständige Ligastruktur der DEL keinerlei Einfluss mehr auf diese hatte, aus der wieder durch unzählige Konkurse dezimierten zweigleisigen 2. Liga eine große eingleisige Liga fern der DEL als neue „Bundesliga“ zu installieren. Bisherige etablierte Zweitligakräfte wie die Moskitos Essen, der Iserlohner EC, der EHC Freiburg, der EC Bad Nauheim, der EC Bad Tölz und der SC Riessersee wurden zusammen mit kleinen Vereinen wie Braunlage, Nordhorn und Grefrath Bestandteil dieser Bundesliga. Die DEG stellte einen Antrag auf Aufnahme, dem sofort entsprochen wurde. Die Lizenz für die DEL behielt der Verein.

Das Experiment Bundesliga wurde von den DEG-Fans erstaunlich gut angenommen. „Back to the Roots – Zurück zu den Wurzeln“ war vielfach zu vernehmen, befreundete Vereine wie der SC Riessersee versprachen zumindest vorübergehenden Ersatz für die ausfallenden Derbys gegen Köln. Czeslaw Panek, in den frühen 1980er Jahren kurzzeitig DEG-Spieler und dann überwiegend bei Preussen Berlin als Trainer der Jugendteams tätig, wurde als neuer Trainer für den nach Landshut wechselnden Chris Valentine verpflichtet. Bis auf Viktor Gordiuk und Leo Stefan verließen alle Spieler den Verein, so dass eine gänzlich neue DEG zur Saison 1998/1999 antrat. Diese rekrutierte sich aus vielen jungen deutschen Spielern, die teilweise dem eigenen Nachwuchs entstammten, und etablierten Zweitligakräften. Die Saison war insgesamt sportlich ansprechend, die DEG hielt in der Liga mit und befand sich durchgehend im oberen Tabellendrittel. Ein Zuschauerschnitt von 5.500 wurde erreicht, zwar weit weniger als in der DEL, für die Bundesliga aber der Spitzenwert. Platz Drei nach der Vorrunde hinter den favorisierten Teams aus Essen und Bad Nauheim und ein Ausscheiden im Halbfinale gegen Nauheim waren das Resultat dieser Saison.

Für das darauffolgende Jahr wurde das Team verstärkt. Aus Schweden wechselte Anders Gozzi zum Team, der Torjäger wurde. Die ehemaligen DEG-Spieler Sergei Sorokin, Leo Insam und Andreas Brockmann kehrten zurück. Durch Gespräche zwischen dem DEB und der DEL, kam es zur Übereinkunft, dass sich die Liga nun „Zweite Liga“ nennt und als Unterbau der DEL fungieren sollte. Die DEG-Fans erkannten, dass man nicht hierher gehörte und ein Aufstieg absolute Pflicht sei. Die DEG startete mäßig, verbesserte sich aber im Laufe der Saison. Eine Niederlagenserie wurde dem eher gutmütigen Trainer Panek zum Verhängnis, für ihn kam der Rosenheimer DEL-Trainer Gerhard Brunner. Brunner war vorher bereits Trainer der DEG-Junioren und Vizemeister mit den Kassel Huskies gewesen. In der Play-off-Serie besiegte die DEG den EC Bietigheim-Bissingen (Viertelfinale), den EC Bad Nauheim (Halbfinale) und den ERC Ingolstadt (Finale). Die DEG wurde somit „Deutscher Meister der 2. Liga 2000“ und kehrte in die DEL zurück.

Ein Blick auf die Finanzen zeigte, dass die DEL finanziert werden konnte, der Verein aber immer noch hoch verschuldet war. Es war jedoch bei Fans, Vorstand und Presse ein offenes Geheimnis, dass die DEG unbedingt wieder in die DEL zurück musste. In der zweiten Liga wäre aufgrund schwindenden Zuschaueraufkommens und geringerer Sponsoreneinnahmen ein schleichender Niedergang eingetreten, ein späterer Aufstieg immer schwerer möglich. Somit konnte die DEG nach zweijähriger Unterbrechung wieder in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigen.

Die DEG verstärkte sich unbedeutend mit einigen DEL-erfahrenen Spielern, ging allerdings mit einer zu hohen Anzahl überforderter Zweitligaspieler in die Saison, wie die meisten Aufsteiger in der Geschichte der DEL. Eine Ausnahme bildete der Transfer des ehemaligen russischen Nationaltorwarts und Gold- bzw. Silbermedaillengewinners der Olympischen Spiele 1992 in Albertville und 1998 in Nagano, Andrej Trefilow vom amtierenden IHL-Champion und Turner Cup-Gewinner Chicago Wolves. Gerade Trefilow mit seiner herausragenden Leistung war es zu verdanken, dass die Mannschaft, die sich mit dem Toreschießen schwer tat, die erste DEL-Saison nach Wiederaufstieg mit Platz 11 abschloss und nicht, wie so viele andere Aufsteiger, in den Abstiegsstrudel geriet. Trefilow selbst wurde durch seine Leistung zum Spieler des Jahres 2001 gewählt. Die nächste Saison verlief ähnlich, allerdings wurde die Unzufriedenheit über die Personalpolitik und das Spielsystem von Trainer Brunner immer größer. Die Zuschauerzahlen kamen mit ca. 5.500 bis 6.000 nicht an die Zahlen aus der Zeit vor der zweijährigen DEL Abstinenz heran. Eine Niederlagenserie führte zur Entlassung von Gerhard Brunner, sein Nachfolger wurde der kurz vorher als Manager eingestellte Michael Komma, früherer Spieler und Trainer von Preussen Berlin. Der Tölzer Komma sollte sich ursprünglich nur um die Spielerakquise kümmern, übernahm aber nun Trainer- und Manageramt gleichzeitig. Zu Anfang mit Erfolg, nach Platz Neun und der Nichtteilnahme an den Play-offs, wurde in der Saison 2002/2003 erstmals seit dem Aufstieg mit Platz Drei ein gutes Ergebnis eingefahren. Dananch schied die DEG chancenlos gegen den späteren Meister Krefeld Pinguine im Viertelfinale aus. Besonders zwei Neuzugänge taten sich sportlich hervor. Die Norweger Trond Magnussen und Tore Vikingstad wurden sofort Leistungsträger und Lieblinge der Fans.

In diesem Jahr kam es zu einer der gravierendsten Veränderungen in der Vereinsgeschichte. Immer noch unter einer immens hohen Schuldenlast leidend, stand der Verein mehrmals am Rande der Insolvenz. Das Budget musste knapp kalkuliert werden, die Belastung durch die Schulden war enorm. Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro wurde am 1. März 2001 als Namens- und Hauptsponsor gewonnen. Zunächst für fünf Jahre festgeschrieben, wurden hohe Summen zur Verfügung gestellt, um den Verein wieder auf eine solide Basis zu stellen. Schulden wurden zwar nicht übernommen, aber die DEG hatte wieder Planungssicherheit und ein fähiges Controlling der Vereinsfinanzen. Seitdem firmiert die DEG unter dem Namen DEG METRO STARS.

Trotz Platz Drei nach der Vorrunde waren die Fans unzufrieden. Das Spielsystem Kommas war unattraktiv wie das von Brunner, die Zuschauerzahlen stagnierten. Die Dissonanzen und Grüppchenbildungen zwischen dem als nicht pflegeleicht geltenden Komma und der Mannschaft häuften sich. Hoch war auch die Zahl der von ihm geholten Spieler, die kurz danach mit einem teuren Auflösungsvertrag wieder weggeschickt wurden, weil er dann doch nicht mit ihnen zurecht kam, wie zum Beispiel dem Schweden Robert Burakovsky oder dem späteren Nationalspieler Michael Hackert. Ungeschickte Äußerungen Kommas in der Öffentlichkeit rundeten das schlechte Gesamtbild ab.

Die Saison 2003/2004 wurde knapp mit Platz Acht beendet, ein erneutes schnelles Ende im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin folgte. Trotz aller Dissonanzen hielt die DEG-Führung zum Unwillen der Fans und der Öffentlichkeit an Komma fest. Nach einem schlechten Start, unzulänglichen sportlichen Leistungen und einem Abrutschen des Teams auf den letzten Tabellenplatz in der Saison 2004/2005 wurde Komma nach sehr langem Zögern beurlaubt. Abstiegsangst kam bei einem Team, das höheren Ligaansprüchen genügen sollte, auf. Nach einer Reihe von Absagen und einer eher hilflosen Trainersuche, wurde Butch Goring neuer DEG-Trainer. Goring war Meistertrainer der Krefeld Pinguine, konnte dann aber im darauffolgenden Jahr nicht mehr an den Erfolg anknüpfen und wurde dort entlassen. Der erfahrene Trainer, als Spieler bei den New York Islanders eine NHL-Größe, bemühte sich, aus dem verunsicherten Kader mehr herauszuholen. Die Saison endete schließlich mit Platz Zehn.

Es musste ein Umbruch her. Nur mäßige Zuschauerzahlen und schlechte Presse prägten das Bild, Sponsor Metro wurde unzufrieden. Die Verpflichtung des neuen DEG-Managers Lance Nethery, dem früheren Meistertrainer der Adler Mannheim, und Meistermanager der Kölner Haie und der Frankfurt Lions weckte große Hoffnungen. Einen anerkannten und erfolgreichen Eishockey-Fachmann wie Nethery vermisste man bei der DEG seit vielen Jahren. Goring, der auf einen längerfristigen Vertrag bestand, wurde nicht weiterbeschäftigt. Nethery überredete stattdessen Don Jackson, wie sein Vorgänger Goring auch ein ehemals erfolgreicher NHL Spieler, dazu, Trainer bei der DEG zu werden. Jackson, der als Cheftrainer nur mit AHL-Erfahrung ausgestattet war, assistierte im Vorjahr aufgrund des Lock Outs der NHL bei den Eisbären Berlin seinem Freund Pierre Pagé als Co-Trainer. Netherys Zukunftsvisionenen und die positiven Berichte über die DEG von Berlins Manager und ehemaliger DEG-Spielerlegende Peter-John Lee überredeten Jackson. Mit seiner ruhigen und besonnenen Art kam er bei Fans und Presse gut an. Viele neue Spieler mussten verpflichtet werden, da ein Teil der Mannschaft, noch aus Zeiten des früheren Managers Komma, aussortiert wurde. Lange suchte Nethery nach gutem Personal. Mit dem kleinsten Team der Liga, aber mit Team- und Kampfgeist ausgestattet, wurde lange Zeit am Limit gespielt. Sportlich gelang eine Überraschung. Mit Platz Drei nach der Vorrunde und dem Einzug in das Play-off Finale rechneten die wenigsten.

Hervorzuhebende Spieler waren Daniel Kreutzer, Nationalspieler, Fanliebling und DEG-Urgestein, Klaus Kathan, nach schlechten Jahren in Mannheim wieder zum Torjäger erblüht, und Tore Vikingstad, Nationalspieler Norwegens, der Topscorer der Liga und Spieler des Jahres 2006 wurde. Die sogenannte „KVK-Reihe“ sorgte in der Liga für Aufsehen. In spannenden Play-off Serien wurden die Hamburg Freezers und die Kölner Haie besiegt. Finalist Eisbären Berlin jedoch erwies sich als zu stark; das Finale und die Meisterschaft gingen in drei Spielen in die Bundeshauptstadt. Dies tat der Freude über eine der sportlich besten Saisons seit Jahren aber keinen Abbruch, zumal die DEG deutscher Pokalsieger 2006 wurde und somit schließlich doch einen Titel errang. In der darauffolgenden Saison 2006/2007 hoffte man an diese Erfolge anknüpfen zu können, zumal man mit dem ehemaligen NHL-Spieler Jamie Storr erneut einen Top-Mann für die Torwart-Position verpflichten konnte, und durch den Umzug in den ISS-Dome auch auf eine steigende Zuschauerresonanz hoffte. Sportlich schien das zu funktionieren, die DEG Metro Stars schlossen die Vorrunde als Zweiter ab und gelangten in der Play-off-Serie bis in das Halbfinale, das gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg verloren wurde. Der ISS-Dome wurde allerdnigs nicht so gut angenommen, wie man sich das erhofft hatte. Für die Saison 2007/2008 schienen die Prognosen für die DEG Metro Stars so gut wie selten zuvor zu sein. Zum einen wurde bekannt, dass die DEG zwischenzeitlich alle Schulden der Vergangenheit abgebaut hat und als saniert gilt. Zum anderen verlängerten Namensrecht-Inhaber Metro wie auch Manager Lance Nethery ihre Verträge vorzeitig bis 2012. Nachfolger für den zu den Eisbären Berlin abwandernden Don Jackson wurde der ehemalige tschechische Nationaltrainer Slavomír Lener. Nachfolger Christian Brittigs als Co-Trainer wurde der langjährige frühere DEG-Verteidiger Mike Schmidt. Die Traumreihe der Vorsaison Kreutzer, Vikingstad, Kathan stand weiterhin unter Vertrag, Mannschaftskapitän Kreutzer sogar bis 2010. Das von Lance Nethery in den letzten Jahren neu strukturierte Team schien mit den Neuzugängen aus Übersee, u.a. dem Ex-NHL Spieler Jamie Wright (Sturm), sowie den DEL Rückkehrern Peter Ratchuk, Andrew Hedlund und Brandon Reid höheren Ligaansprüchen zu genügen. In den Fachmedien war oftmals die Rede davon, dass die DEG Metro Stars der einzige ernstzunehmende Konkurrent von Titelverteidiger Adler Mannheim sei.

Die Saison 2007/2008 verlief jedoch überwiegend enttäuschend, Trainer Slavomír Lener wurde nach unkonstanten Leistungen der Mannschaft bereits früh in der Saison beurlaubt, woraufhin Manager Lance Nethery diese Aufgabe übernahm. Schlechte Mannschaftsleistungen sowie eine immense Verletztenmisere ließen die DEG Metro Stars zeitweise bis auf Platz 12 der Tabelle abrutschen. Auch mussten durch die schlechten sportlichen Leistungen erhebliche Zuschauereinbußen in Kauf genommen werden.

Die Vorrunde wurde mit Platz Neun abgeschlossen, der die Teilnahme an den sogenannten Pre-Play-offs ermöglichte. Durch einen 2:1-Sieg nach Spielen gegen die Hannover Scorpions, darunter im entscheidenden Spiel erst in der 2. Verlängerung nach 92 Minuten, wurde schließlich doch noch das Viertelfinale erreicht. Die Serie gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg wurde zu einem Novum. Mit 4:1 Siegen gelang es den DEG Metro Stars als erstem Team in der Play-off-Geschichte der DEL, bereits im Viertelfinale den Tabellenführer der Vorrunde auszuschalten. Auch im Halbfinale gegen die Eisbären Berlin hatte die DEG Chancen, unterlag aber letztlich in fünf Spielen. Die DEG blieb das einzige Team, das in den Play-offs alle Heimspiele gewinnen konnte.

Für die kommende Saison wurden bereits erste Weichen gestellt. Neuer Trainer ab Herbst 2008 wird der frühere Nationalspieler Harold Kreis sein, der als Trainer mit den ZSC Lions in der Saison zuvor Schweizer Meister wurde. Der Kader wird sich zudem entscheidend verändern. So haben die Topspieler Vikingstad und Kathan den Verein zum Saisonende verlassen.

Die Kaderlisten dieser erfolgreichen Mannschaften finden sich im Unterartikel DEG Metro Stars/Statistik.

Im Verlauf von 70 Jahren Eishockeygeschichte spielten bei der DEG unzählige populäre Eishockeyspieler. Aber nur von zwei ehemaligen Spielern hat die DEG die Spielernummern gesperrt. Chris Valentine kam 1984 von den Washington Capitals zur DEG und blieb dort bis zu seinem Karriereende 1996. In dieser Zeit wurde er zum Superstar des Vereins und ist bis heute in allen Rekordlisten der DEG ganz oben aufzufinden. Die meisten Spiele für den Verein konnte er wegen einer Verletzung in seiner letzten aktiven Saison nicht mehr erreichen, dafür gelten seine nahezu 1.000 Punkte als Rekord für die Ewigkeit. Zusätzlich war er in der Saison 1997/1998 Trainer der DEG. Sein Sturmpartner über lange Jahre war sein Landsmann Peter-John Lee von den Pittsburgh Penguins, der bereits ein Jahr vorher zur DEG stieß und nahezu zehn Jahre zusammen mit Valentine die Topreihe der Liga bildete. Beide Persönlichkeiten gehörten nicht nur für eine ganze Dekade zu den besten Spielern der Liga, auch ihr sympathisches Verhalten abseits des Eises ließ sie zu Fanlieblingen werden. Banner mit ihren Rückennummern 10 (Valentine) und 12 (Lee) wurden zusammen mit den acht Meisterbannern im Eisstadion an der Brehmstraße aufgezogen. Inzwischen sind diese Banner in den neuen ISS Dome umgezogen und hängen dort über den Tribünen für die Gästefans.

Einige Spieler der Vergangenheit haben sich durch ihre langjährige Zugehörigkeit zur DEG, der Liga und der Nationalmannschaft in die Herzen und die Erinnerungen der Fans eingebrannt. Ihre sportliche Leistung, aber auch ihr Auftreten außerhalb der Eisfläche waren vorbildlich. Personen wie Chris Valentine, Peter-John Lee, Petr Hejma, Otto Schneitberger und Helmut de Raaf sind auch heute noch wohlbekannt und als Angehörige der sog. „Goldenen Zeiten“ des Vereins gern gesehene Gäste.

Einige Spieler der DEG Metro Stars wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

In der langjährigen DEG Geschichte waren viele bekannte Persönlichkeiten aus verschiedenen Nationen Trainer des Vereins. Häufig wurden ehemalige Spieler des Vereins später DEG-Trainer, wie z.B. Rainer Hillmann, Frank Trottier, Otto Schneitberger, Brian Lefley, Petr Hejma oder zuletzt Chris Valentine. Für einige Trainer war die Düsseldorfer EG die erste erfolgreiche Station mit Meistertiteln und Sprungbrett für eine große Karriere (auch im Nationalteam) wie zum Beispiel Xaver Unsinn oder Hans Zach.

Bis in die 1980er Jahre gab es bei der DEG keinen hauptamtlichen Manager, die Spielerakquise oblag dem Trainer und dem Vorstand. Eine vergleichbare Tätigkeit wurde in den 1980er und 1990er Jahre jedoch vom Sportobmann und langjährigem Jugendtrainer Rolf „Rolli“ van Hauten übernommen. Nach dem Wiederaufstieg in die DEL trennte man sich von ihm aufgrund von Meinungsverschiedenheiten. Unter Trainer Gerhard Brunner wurde Michael Komma, vorher Trainer und Manager bei Preussen Berlin für die Managertätigkeit unter Vertrag genommen. Als Brunner beurlaubt wurde, übernahm Komma nun auch das Traineramt und übte beide Funktionen etwas über drei Jahre, bis zu seiner Entlassung aus. Seit April 2005 ist der vorher für die Adler Mannheim, Kölner Haie und Frankfurt Lions erfolgreich tätige Lance Nethery Manager der DEG Metro Stars.

Die Düsseldorfer EG verfügte viele Jahre über eine ausgezeichnete Jugendarbeit, die u.a. Spieler wie Helmut de Raaf und Daniel Kreutzer hervorbrachte. Durch die stillgelegte zweite Eisfläche an der Brehmstraße ab 1995 wurde es immer schwieriger, Trainingszeiten zu organisieren, so dass eine ordentliche Jugendarbeit kaum noch möglich war. Inzwischen wurde jedoch anstelle der alten unbedachten Eisfläche eine neue überdachte Trainingshalle direkt neben dem Eisstadion errichtet. Zudem wurde das Trainingsprogramm der DEG wesentlich intensiviert und ausgebaut. Neben den Puckys und der Zamek-Laufschule für die absoluten Anfänger unterhält die DEG Jugendmannschaften im Bambini-, Kleinschüler-, Knaben- und Schülerbereich. In allen Altersgruppen nimmt die DEG am Spielbetrieb in der entsprechenden höchsten NRW Liga teil.

Im Jahr 2006 stieg das Nachwuchsteam der DEG in die höchste deutsche Nachwuchsliga, der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) auf. Direkt in der ersten Saison konnte das Team sich mit Platz Acht für die Play-offs qualifizieren, unterlag dort allerdings gegen die Jungadler Mannheim erwartungsgemäß. Trainer der DNL Mannschaft ist seit 2007 der langjährige frühere DEG-Spieler Andreas Niederberger. Aus dem Jahrgang schaffte Stürmer Dennis Fischbuch den Sprung in den Kader der 1. Mannschaft, wo er aber bisher nicht zum Einsatz kam, dafür aber Leistungsträger der 1b-Mannschaft wurde. In der DNL-Saison 2007/2008 belegte das Team den 3. Platz nach der Vorrunde. In der Play-off-Runde verlor man knapp in zwei Spielen gegen die Kölner Junghaie. Das Heimspiel in dieser Play-off-Serie sahen über 1000 Zuschauer im Eisstadion an der Brehmstraße. Aus diesem Jahrgang schaffte es Marco Nowak zum zwischenzeitlichen Stammspieler der 1. Mannschaft, bis er sich bei einem DNL-Spiel eine lange Verletzung zuzog.

In der Saison 2006/2007 ging erstmals eine 1b-Mannschaft des Vereins, die DEG METRO STARS II an den Start. Die Saison in der fünftklassigen Verbandsliga NRW war sehr erfolgreich, ungeschlagen stieg man unter der Leitung von Peter Schrills in die Regionalliga NRW auf. Die mittelfristige Planung sah vor, in die Oberliga aufzusteigen, um dort nach dem Vorbild der Eisbären Berlin Juniors einen Unterbau zur ersten Mannschaft zu bilden. In der Saison 2007/2008 wurde der frühere DEG-Spieler Thomas Werner Trainer dieses Teams. Die DEG II erreichte, wie geplant, die Endrunde, Regionalligameister wurde jedoch der Herner EV. Für die Saison 2008/2009 wird von der Zielsetzung Aufstieg in die Oberliga abgesehen. Stattdessen ist unter Leitung des neuen Trainers Christoph Kreutzer (ehemals langjähriger DEG-Verteidiger) geplant, den für die DNL zu alt gewordenen Spielern durch taktisches Training und viel Eiszeit den Sprung in das Profi-Eishockey zu ermöglichen.

Es ist weiterhin Ziel der DEG, im Jugendbereich wieder zu den Standorten Mannheim, Berlin und Köln aufzuschließen und erneut zu einem Ort zu werden, der als traditionelle Eishockeyhochburg Nationalspieler für die Zukunft hervorbringt.

Von 1935 bis zum Ende der Saison 2005/2006 war das Eisstadion an der Brehmstraße in Düsseldorf-Düsseltal die sportliche Heimat der DEG. Dort wurde große Erfolge und acht Meistertitel gefeiert. Zudem fanden hier auch Spiele der Eishockeyweltmeisterschaften 1955, 1975 und 1983 statt. In den Vorkriegsjahren fasste das Stadion 8.000 Zuschauer, wurde aber im Zweiten Weltkrieg durch Bombenabwürfe schwer beschädigt. Nach der Wiedererrichtung wurde die Kapazität auf 10.500 erhöht, durch Umbaumaßnahmen in den 1980er und frühen 1990er Jahren auf 11.117. Dadurch war die Brehmstraße über lange Zeit das größte Eisstadion Deutschlands. Eine Überdachung erfolgte 1969. Viele Jahrzehnte galt die Brehmstraße als Zuschauerhochburg und bekanntestes Eisstadion, sowie als eine der stimmungsvollsten Sportstätten Deutschlands. 9.500 verkaufte Dauerkarten waren keine Seltenheit. Eine zweite, unüberdachte Eisfläche neben dem Hauptgebäude, musste 1995 nach vierzigjähriger Nutzung wegen Marodität stillgelegt werden, was sich durch die fehlenden Trainingsmöglichkeiten negativ auf die Düsseldorfer Jugendarbeit auswirkte. Nach langen Jahren der Diskussion wurde 2004 eine neue, jetzt überdachte zweite Trainingshalle eröffnet.

Da das mittlerweile siebzigjährige Stadion nicht mehr den aktuellen Anforderungen in den Bereichen Komfort, Catering, sanitäre Anlagen und Kabinen erfüllte, ein neues VIP-Zuschauersegment nicht angesprochen werden konnte und durch die Innenstadtlage kaum Parkplätze vorhanden waren, wurde mit der Eröffnung des ISS-Dome im Stadtteil Rath ein neues Kapitel in der DEG-Geschichte aufgeschlagen. Obwohl von vielen Fans auch mit einem eher weinenden Auge gesehen und wegen diverser Anlaufschwierigkeiten noch nicht gänzlich unumstritten, gilt landläufig die Meinung, dass ein Umzug in eine moderne Multifunktionsarena dringend notwendig war, um im Profigeschäft des DEL-Eishockeys weiterhin konkurrenzfähig zu sein.

An der Brehmstraße trainieren jedoch weiterhin alle DEG-Mannschaften, auch bleibt der traditionsreiche Standort die Spielstätte der zweiten Mannschaft DEG II, die aktuell in der Regionalliga spielt, und des DNL-Nachwuchsteams.

Von den 1970er bis Mitte der 1990er Jahre gehörten die Fans der DEG zu den stimmungsvollsten Eishockey-Fangemeinschaften. Viele Saisons lang war fast jedes Spiel ausverkauft, nahezu 90% der Zuschauer hatten Dauerkarten. An den Vorverkaufsstellen bildeten sich seinerzeit bis zu 200 Meter lange Schlangen. Zahlreiche DEG-Fans fuhren sogar nach Köln um an den dortigen Vorverkaufsstellen Karten für das eigene Heimspiel gegen den Erzrivalen zu kaufen; Auswärtsspiele an der Kölner Lentstraße wurden kurzerhand zu Heimspielen umfunktioniert. Die Stimmung im heimischen Eistempel an der Brehmstraße, die von kreativen und spontanen Fangesängen geprägt war, imponierte der Konkurrenz; Gesänge und Sprechchöre wurden vielfach kopiert. Der Auszeichnung „Beste Fans der Welt“ des sowjetischen Nationaltrainers Tarassov wurde seinerzeit nicht ernsthaft widersprochen und zu einem Synonym für die Fans der DEG. Jedoch verflog diese Stimmung ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre allmählich. Generationswechsel bei den Zuschauern, ungeliebte neue Liga DEL, ausbleibender sportlicher Erfolg, aber auch eine nicht zu übersehende Übersättigung nach den vielen höchst erfolgreichen Jahren sind die Gründe.

Mit den Fans der Kölner Haie und der Krefeld Pinguine besteht eine besondere Rivalität; diese ist auf die geografische Nähe der Klubs – und im Falle Köln auf die nie so bitterernst zu nehmende Rivalität der beiden Städte generell – zurückzuführen. Während die Derbys gegen Köln sehr selten problematisch sind, ist bei den Spielen gegen Krefeld eine erhöhte Polizeipräsenz feststellbar. Mit den Anhängern der Iserlohn Roosters bestand in den 1980er Jahren zu ECD Iserlohn und ECD Sauerland Zeiten ebenfalls eine Fanfreundschaft. Diese ist allerdings in den gemeinsamen Zweitligazeiten durch eine sehr emotionell geführte Play-off-Serie und durch einen Generationswechsel der Fans auf beiden Seiten zerbrochen.

Seit langem besteht eine Freundschaft mit den Fans des SC Riessersee und seit den frühen 1990er Jahren mit denen der Starbulls Rosenheim, die mit gelegentlichen Besuchen bei Spielen aufrecht erhalten wird. Zudem gab es eine Fanfreundschaft mit Preussen Berlin, bevor dieser Verein in Konkurs ging und mittlerweile aufgelöst wurde. Gute Beziehungen gibt es zudem auch zu den Fans der Adler Mannheim und der Augsburger Panther.

Seit dem 14. November 2000 ist „Düssi“ das Maskottchen der DEG. Düssi, über dessen Namen im Internet abgestimmt wurde, ist ein „Bergischer“ Löwe (das Wappentier Düsseldorfs und des Bergischen Landes) und läuft während des Spieles durch das Stadion. In den Pausen, am Anfang und Ende des Spieles fährt er mit Schlittschuhen über das Eis.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia