Meuselwitz
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- Erstmals in Blau und erstmals die neue Elf - Ostthüringer Zeitung
- Meuselwitz (OTZ/ulg). Einen Termin in der blue chip Arena Meuselwitz gab es gestern mit dem Leiter der Polizeidirektion Andrè Röder und dem Präsidenten des ZFC Meuselwitz Hubert Wolf. Unter dem Motto "Hand in Hand - Polizei und Verein ermöglichen eine...
- Aumaer Judoka holen Schnaudertal-Pokale - Ostthüringer Zeitung
- Meuselwitz (Langheinrich). Beim Turnier um den Schnaudertal-Pokal in Meuselwitz erzielten die Judoka des JSV Auma vor wenigen Tagen einen außerordentlichen Gesamterfolg. An beiden Tagen gingen insgesamt 160 Judoka - von den Kindern bis zu Frauen und...
- Pokalansetzungen stehen fest - Ostthüringer Zeitung
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- Minitornado über Meuselwitz - MDR
- Bei einem Minitornado in Meuselwitz ist am Donnerstag ein erheblicher Sachschaden entstanden. Es war gegen 10:15 Uhr, als die Bewohner des Meuselwitzer Stadtteils Pflichtendorf plötzlich das ungewöhnliche Naturereignis erlebten....
- Meuselwitz steigt vorzeitig auf - MDR
- In der kommenden Saison darf sich Meuselwitz als Regionalligist versuchen. Im Abstiegskampf sind dagegen noch nicht alle Fragen geklärt. Der ZFC Meuselwitz hat bereits am vorletzten Oberliga-Spieltag den Aufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht....
- Fußballnachwuchs unter sich - Ostthüringer Zeitung
- ZFC Meuselwitz 7:1 11 3. FSV Lucka 7:2 10 4. Fockend. / Windisch. 2:1 9 5. Nöbdenitz / Löbichau 2:1 8 6. Lok Altenburg 1:2 6 7. Einheit Altenburg II 0:15 0 Bei den F-Junioren fand in der Arena zu Meuselwitz im Rahmen des Kreispokals des Nachwuchses...
- Zeiss diesmal zu stark - Ostthüringer Zeitung
- Bezirksliga FC Einheit Rudolstadt - ZFC Meuselwitz 1:6 (1:2) Den Rudolstädtern gehörte die Anfangsphase. Da agierten sie gefährlich und gingen auch verdient in Führung. Marius Pohl setzte bereits sehr früh (2.) einen Nachschuss in die Maschen....
- Schaulaufen des ZFC - Dramatik im Keller - MDR
- Den Aufstieg hatte sich mit dem ZFC Meuselwitz die über die gesamte Saison stärkste Mannschaft bereits vergangene Woche gesichert. Die Zipsendorfer werden das Abschlussspiel in Dresden noch über sich ergehen lassen, im Hinterkopf bereits den am Abend...
Meuselwitz
Meuselwitz ist eine Stadt im Landkreis Altenburger Land in Thüringen.
Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) die Stadt Lucka und Kriebitzsch im Landkreis Altenburger Land sowie Elsteraue und zu einem geringen Teil die für ihren Milbenkäse bekannte Gemeinde Würchwitz im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis.
Ortsteile sind Brossen, Bünauroda, Falkenhain, Mumsdorf, Neupoderschau, Schnauderhainichen, Wintersdorf und Zipsendorf.
Als Muzelbuze wurde das heutige Meuselwitz als Rittergut im Jahre 1139 erstmalig urkundlich erwähnt. Anfang des 15. Jahrhunderts befindet sich das Gut im Besitz der Herren von Bünau, seit 1578 der niederländischen Emigrantenfamilie (Cramer) von Clauspruch, die hier eine Zeugmanufaktur mit Wirkerhaus, Walkmühle und Färberei einrichteten. 1676 wurde es von Veit Ludwig von Seckendorff erworben, der damals im Dienst des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz stand. Er ließ das Schloss von 1677 an neu erbauen, ließ sich ab 1681 in Meuselwitz nieder und wirkte im damaligen Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg als Landschafts- und Obersteuerdirektor. Zwischen 1724 und 1727 wurde das Schloss durch Friedrich Heinrich von Seckendorff grundlegend umgestaltet. Die Orangerie im 1709 angelegten Schlossgarten, die 1724 errichtet wurde, ist nach der Zerstörung des Schlosses in der Folge des Zweiten Weltkrieges der einzige erhaltene Bau des Schlosskomplexes. Bereits 1670 wurde in der Nähe von Meuselwitz Braunkohle gefunden. Um 1780 wurde ein erster Versuch gemacht, Braunkohle unter Tage abzubauen. Nach 1860 wurden mehrere große Kohlevorkommen nördlich der Stadt erschlossen, die zunächst noch im Pfeilerabbau unter Tage ausgebeutet, später jedoch großflächig als Tagebaue aufgeschlossen wurden. Eine Folge davon war, dass sich die Einwohnerzahl zwischen 1842 und 1880 mehr als verdoppelte. Das erste Rathaus wurde 1861 erbaut, eine öffentliche Wasserversorgung folgte 1874. In diesem Jahr wurde Meuselwitz von Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg das Stadtrecht verliehen. Am 18. April 1872 erhielt Meuselwitz mit der Eröffnung der Strecke Altenburg-Zeitz einen Bahnanschluss, am 7. September 1847 wurde die Strecke nach Leipzig eröffnet und 1885 nach Ronneburg erweitert. Durch den Aufschluss der Tagebaue Zwenkau und Böhlen wurde diese Strecke in den 1970er Jahren zwischen Lucka und Groitzsch unterbrochen und abgetragen. Anfang 2004 wurde der Personenverkehr zwischen Altenburg und Zeitz eingestellt. Auf dem Teilstück Zeitz (Profen) und Meuselwitz verkehren noch Kohlezüge zur Versorgung des Kraftwerkes in Mumsdorf und vereinzelte Züge zur Schotterrecyclinganlage Kriebitzsch.
Das jüdische Kaufhaus Fruchtmann wurde beim Novemberpogrom 1938 zerstört. Zahlreiche Juden wurden in die Vernichtungslager deportiert, andere emigrierten nach Palästina und in andere Länder. Während des Zweiten Weltkrieges bestanden die Zwangsarbeiterlager Meuselwitz I-III und V sowie der Gasthof Lindenhof, Firma Heymer & Pilz und Firma Karl Julius Görler, in denen eine Vielzahl von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern untergebracht waren, die in der Grube »Phönix« von Mumsdorf und im HASAG-Werk Meuselwitz (das dem KZ Buchenwald als Außenkommando unterstand) Zwangsarbeit leisten mussten. Zahlreiche verloren durch die katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen ihr Leben, einige wurden bei einem Bombenangriff getötet. Die überlebenden jüdischen Frauen wurden von der SS auf einen Todesmarsch geschickt, die Männer wurden nach Theresienstadt getrieben. Auf dem Ehrenfriedhof von Mumsdorf, der unter Aufsicht der US Army angelegt wurde, wird an 290 Tote erinnert, die in Massengräbern gefunden wurden.
Die Stadt trägt mit der Verleihung des Stadtrechts 1874 die festgelegten Fahnenfarben schwarz – blau.
In Meuselwitz ist der Fußball-Oberligist ZFC Meuselwitz beheimatet, sowie der FSV Meuselwitz.
Die 1992 gegründete Meuselwitz Guss Eisengießerei beschäftigte 2008 etwa 300 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 90 Millionen Euro und stellt Gussteile im Furanharz-Formverfahren bis 65 t Stückgewicht her.
In Meuselwitz existieren eine Grundschule, eine Regelschule, das Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium (Europaschule) sowie die Schauspielschule der Medienakademie Thüringen, eine staatlich anerkannte Ergänzungsschule.
Wintersdorf (Meuselwitz)
Wintersdorf ist seit 1. Dezember 2007 ein Ortsteil der Stadt Meuselwitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land.
Angrenzende Gemeinden der ehemaligen Gemeinde Wintersdorf sind (jeweils im Uhrzeigersinn, im Süden beginnend): Rositz, Kriebitzsch, Haselbach, Treben, Gerstenberg sowie die Städte Altenburg, Meuselwitz und Lucka im Landkreis Altenburger Land sowie die Stadt Regis-Breitingen im sächsischen Landkreis Leipzig.
Der ehemaligen Gemeinde Wintersdorf gehörten folgende Ortsteile an: Lehma (eingemeindet 1996), Neubraunshain, Trebanz (eingemeindet 1996), Waltersdorf, Heukendorf, Pflichtendorf, Gröba, Bosengröba.
1181 wurde Wintersdorf erstmals urkundlich genannt im alten Zehntverzeichnis des Klosters Bosau bei Zeitz.
Seit 1942 bestanden vier Zwangsarbeiterlager mit insgesamt 382 Personen, die für die Gruben Fortschritt und Marie arbeiten mussten.
Im März 2007 wurde auf einer gesonderten Gemeinderatssitzung die Eingliederung in die Nachbarstadt Meuselwitz beschlossen.
Wie viele Wappen der Städte und Gemeinden des Altenburger Landes wurde auch hier das Wintersdorfer Wappen nach den Gesetzen der historischen Hilfswissenschaft Heraldik (Wappenkunde) geschaffen. Nach einem von Staatsarchiv Weimar mit dem Landesamt für Denkmalspflege und Heimatschutz geführten Schriftwechsel, nahm die Gemeinde Wintersdorf 1937 das Wappen an. Im oberen Teil vom Wappen befindet sich Schlegel und Eisen, woran man erkennt, dass Wintersdorf nicht nur ein Bauerndorf mit Landwirtschaft, Schafzucht und Wollkämmerei war, sondern seit Mitte des 19. Jahrhunderts immer stärker vom Braunkohlenbergbau geprägt wurde. Die Neugestaltung des Dienstsiegels, welche nach der Aussage des Altlehrers und Ortschronisten A. Junghanns 1950 der Altenburger Künstler Paulik in Auftrag nahm, ist zweifellos nach der Vorlage des alten Wappens erfolgt. In alten Zeiten, als in Wintersdorf noch die Zigarrenindustrie dominierte, wünschten sich viele Menschen, dass, falls Wintersdorf einmal Stadt werde, auch die Zigarre im Wappen erscheint.
Am Rand des Ortes erstreckt sich der Haselbacher See. Sein Wintersdorfer Ufer ist von der Ortsmitte aus auf der Gröbaer Straße in Richtung Ramsdorf erreichbar. Am Ortsausgang führt die Straße ins Schnaudertal hinab und danach in den Kammerforst hinein.
Rechtsseitig liegt der Öltsch (mundartlich Erlcht, also Erlenholz) - ein Flächen-Naturdenkmal entlang des Bächleins Schnauder am Nordrand des Forstes. Noch vor der gesperrten alten Schnauderbrücke nach Ruppersdorf ist rechtsseitig der Eintritt in das Naturschutzgebiet über einen Hohlweg möglich. Anfang Mai blühen dort Aronstab und andere seltene, geschützte Wildpflanzen. Linksseitig befinden sich die Reste des Bauerndorfes Ruppersdorf, das 1956 abgebaggert wurde für die Braunkohle.
In Richtung Ramsdorf werden nach Verlassen des Waldes linker Hand die Wildenhainer Schnauderwiesen bis an den Ostrand des Öltschs hin überblickbar. Eine schmale Fahrstraße im Ortsteil Gröba (1181 urkundlich erwähnt) führt rechts in die Schnauderwiesen hinein. An der Schnauderbrücke wird die Maus erreicht, der Ortsteil Bosengröba (1277 urkundlich erwähnt), in dem bis in die 1950er Jahre eine Wassermühle betrieben wurde.
Rechtsseitig der Straße liegt Waldschlösschen, ein Ortsteil nahe der Schnauder, benannt nach einem ehemaligen Garten-Restaurant, mit Lindengarten.
Gerhard Kettner
Gerhard Kettner (* 10. August 1928 in Mumsdorf (gehört heute zu Meuselwitz); † 14. Juni 1993 in Dresden) war ein deutscher Lithograf und Graphiker. Er war Professor und Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Am 10. August 1928 wurde Gerhard Kettner in Mumsdorf (gehört heute zu Meuselwitz) in Thüringen als jüngstes von vier Kindern geboren. In der Zeit zwischen 1943 und 1944 absolvierte er eine Lehre als Lithograf in der Spielkartenfabrik Altenburg. Von 1944 bis 1945 leistete Kettner seinen Militärdienst ab. In dieser Zeit geriet er in Kriegsgefangenschaft.
Im Jahr 1948 besuchte der Zeichner Kettner die Lindenau-Museumsschule bei Heinrick Burkhardt. Zwischen 1949 und 1951 studierte Kettner an der Hochschule für Baukunst und bildende Künste Weimar, unter anderem bei Otto Herbig und Hans van Breek. Ab 1951 bis einschließlich 1953 setzte er das Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK Dresden) bei Hans Grundig fort. Im Jahr 1953 erhielt er das Grafik-Diplom bei Max Schwimmer. Anschließend war er bis 1955 Assistent bei Hans Theo Richter. In der Zeit von 1956 bis 1961 absolvierte Kettner eine Aspirantur für Grafik bei Max Schwimmer und war Assistent der Abteilung Kunsterziehung an der HfBK Dresden.
Von 1961 bis 1965 war Kettner Dozent in dieser Abteilung. Als Lehrauftrag übernahm er den Abendakt für die Kunststudenten. 1965 wurde Gerhard Kettner Dozent für Zeichnen in der Abteilung Grundstudium Malerei/Grafik an der HfBK Dresden. Diese Dozentur behielt er bis 1968, danach wurde er Leiter des Lehrbereiches „Komplexes Grundlagenstudium“ der Abteilung Malerei/Grafik.
1969 wurde Gerhard Kettner zum Professor an der HfBK Dresden berufen. Im Jahr 1970 erhielt Kettner den Käthe-Kollwitz-Preis als Ehrung für sein Werk und sein Gesamtschaffen. Zwischen 1970 und 1974 sowie zwischen 1979 und 1981 war er außerdem der Rektor der HfBK Dresden. Im Jahr 1988 übernahm er eine dreimonatige Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste Wien.
Kettner war verheiratet mit der Künstlerin Gitta Kettner und hatte zwei Kinder.
Seine Meisterschüler waren unter anderem Stefan Plenkers, Hanns Schimansky, Johannes Heisig, Reinhard Minkewitz, Jochen Fiedler, Hans-Hendrik Grimmling, Elke Hopfe, Manfred Zoller, Trak Wendisch, Christoph Wetzel und Ellen Fuhr.
Thomas Gerlach
Thomas Gerlach aus Meuselwitz bei Altenburg zählt zu den bekanntesten Neonazis in Thüringen. Er ist einer führenden Aktivisten der Freien Kameradschaftsszene, u.a. tätig im Netzwerk „Thüringer Heimatschutz“ (THS) und nach eigenen Aussagen „Gruppenführer einer freien Gruppe im nationalen Widerstand“, sowie aktives Mitglied in der Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige (HNG), im Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS) und im Freundeskreis Halbe, der die rechtsextremen „Heldengedenken“ am Waldfriedhof in Halbe organisiert. In zahlreichen rechtsextremen Onlineforen wie dem „Freien Widerstand“ oder dem neuerrichteten Naziforum von Altermedia tritt er unter dem Pseudonym ACE auf.
Der damals noch in Hohenleuben ansässige Gerlach wurde erstmals bundesweit bekannt, als er im Mai 2002 zusammen mit dem zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in der Justizvollzugsanstalt Gräfentonna einsitzenden Suhler Rechtsextremisten Marco Zint einen „Kameradschaftsbund für Thüringer POWs“ gründete. Die Abkürzung steht für „Prisoner of War“, zu deutsch Kriegsgefangener, wie in der Neonaziszene häufig inhaftierte Gesinnungsgenossen bezeichnet werden. Das Ziel dieser Organisation, die mit einem eigenen Informationsblatt unter dem Titel „Im Geiste frei“ auftraten, war es, „zur 'Verständigung unter den inhaftierten Thüringer Kameraden' beizutragen, die Bildung eines informellen Gefangenennetzwerks zu unterstützen, Kontakte zwischen Gesinnungsgenossen in verschiedenen Haftanstalten herzustellen, über Rechtsangelegenheiten zu informieren und Verhaltenshinweise im Umgang mit Behörden zu vermitteln“ (Verfassungsschutzbericht 2003 des Freistaates Thüringen). Ab April 2003 trat der Kameradschaftsbund unter der Bezeichnung „PVD (POW) – Projekt für Thüringer PVD“ auf, bereits im folgenden Jahr erlahmten jedoch die Aktivitäten gänzlich.
Nach seinem Gefängnisaufenthalt gründete Gerlach die Bürgerinititiative „Schöner Wohnen Altenburger Land“, die sich, dem Vorbild der norddeutschen Neonazi-Vereinigungen „Schöner Wohnen“ in Wolgast, Ueckermünde und Anklam folgend, an eine breite Öffentlichkeit wenden möchte. Der gleiche Personenkreis um Gerlach tritt aber auch unter den Namen „Nationale Sozialisten Ostthüringen/Westsachsen“ bzw. „Nationale Sozialisten Altenburger Land“ in Erscheinung. Erstmals trat dieser Anfang 2005 bei den sogenannten „Montagsdemonstrationen“ in Altenburg auf, wobei es ihnen zum Teil gelang, sich an die Spitze der Demonstrationszüge gegen den Sozialabbau zu setzen bzw. eigene Kundgebungen abzuhalten.
Gerlach verbreitete weiterhin die Erklärung zu einer von ihm angemeldeten rechtsextremen Demonstration, die unter dem Motto „Gegen Kriegstreiberei und Fremdverwaltung unterdrückter Völker“ am 8. Mai 2005 im westsächsischen Delitzsch stattfand und bei der auch Christian Worch als Redner auftrat. Für den 11. Juni 2005 meldete Gerlach im Namen einer wiederum mit dem Bündnis „Schöner Wohnen Altenburger Land“ identischen „Initiative - Meinungsfreiheit auch für Deutsche“ ein „Fest der Völkerverständigung“ an, das vermutlich als Ausweichmöglichkeit für das zu dem Zeitpunkt noch verbotenen Neonazifestival „Fest der Völker“ in Jena dienen sollte. Erneut trat Worch zusammen mit Axel Reitz, Michael Burkert, dem Leipziger Neonazi Stefan Wagner und Gerlach bei einer von letzterem angemeldeten Demonstration in Altenburg am 17. August 2005 auf. Hierbei sollte unter dem Motto „Meinungsfreiheit schützen - Gegen Polizeiwillkür“ in erster Linie an einen Altenburger Neonazi erinnert werden, der im Vorjahr beim Kleben von Plakaten des Hitlerstellvertreters Rudolf Heß durch einen Polizisten angeschossen wurde. Darüber hinaus nutzen die Redner aber auch die zeitliche Nähe zum verbotenen Rudolf-Heß-Gedenkmarsch am 20. August 2005, um Rudolf Heß zu ehren und gegen den „Volksverhetzungsparagraphen“ (§ 130) zu demonstrieren.
Gerlach ist Hauptorganisator des extrem rechten 5. Thüringentags der nationalen Jugend am 20. Mai 2006 in Altenburg.
Gerlach ist nicht nur in der deutschen Neonaziszene aktiv - er gehörte beispielsweise zu den Verteilern der rechtsextremen Schülerzeitung „invers“ von Karsten Scholz und auch die Verteilung der verbotenen „Schulhof-CD“ im Altenburger Raum Anfang August 2005 dürfte auf ihn zurückgehen -, sondern unterhält auf Verbindungen ins europäische Ausland. So besuchte er als Vertreter der „freien Kräfte“, des KDS und des „Freundeskreises Halbe“ zusammen mit Axel Reitz und dem NPD-Kader Peter Malborn ein Treffen von Nationalisten und bekennenden Nationalsozialisten aus verschiedenen Ländern Europas am 19. November 2005 in Portugals Hauptstadt Lissabon. Als der Neonazi Thomas Brehl beim „traditionellen Gautreffen“ des „Kampfbundes Deutscher Sozialisten“ am 4. Februar 2006 in Leverkusen-Bergisch Neukirchen auf eigenen Wunsch die Organisationsleitung des KDS verließ, rückte auf seinen Vorschlag hin Thomas Gerlach an die Stelle nach.
Karl Fruchtmann
Karl Fruchtmann (* 10. Dezember 1915 in Meuselwitz; † 10. Juni 2003 in Bremen) war ein deutscher Regisseur und Filmemacher.
Karl Fruchtmann wurde in eine polnisch-jüdische Familie geboren. Mit vier Geschwistern wuchs er in der thüringischen Kleinstadt Meuselwitz auf. 1936 wurden er und sein Bruder Max in das KZ Sachsenburg bei Chemnitz verschleppt. Später kam Karl Fruchtmann in das KZ Dachau, von wo er 1937 unter der Zusicherung, umgehend Deutschland zu verlassen, wieder freikam. Noch im selben Jahr wanderte er nach Palästina aus. In den 1950er Jahren verbrachte er einige Zeit in London und New York. 1958 kehrte er nach Deutschland zurück und erlernte beim Westdeutschen Rundfunk (Fernsehen) das filmische Handwerk. Zum ersten Mal Regie führte er 1962; 1963 begann seine Zusammenarbeit mit Radio Bremen. Auch an Theatern arbeitete er als Regisseur.
1991 wurde er mit dem Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon in Bremen ausgezeichnet.
Er war mit der aus Kanada stammenden Malerin Janet, geb. Clothier, verheiratet.

