Mecklenburg-Vorpommern

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Geschrieben von tron 25/02/2009 @ 18:19

Tags : mecklenburg-vorpommern, deutschland, regionalsport, sport

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Landtag Mecklenburg-Vorpommern (1946–1952)

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern war das Landesparlament des Landes Mecklenburg-Vorpommern in der SBZ und DDR von 1946 bis zur Suspendierung der Länder 1952. Nach der Wende wurde das Land Mecklenburg-Vorpommern wiedererrichtet und der Landtag Mecklenburg-Vorpommern neu gewählt.

Im Januar 1947 wurde das Land in Land Mecklenburg umbenannt. Die Bezeichnung des Landtags lautete danach Landtag Mecklenburg.

Um den Wiederaufbau der staatlichen Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg in den Ländern der Sowjetischen Besatzungszone im Sinne eines Aufbaus des Sozialismus zu ermöglichen, wurde am 13. Juni 1946 in Mecklenburg-Vorpommern durch die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) die Beratende Versammlung einberufen.

Gemäß dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 wurde diese Beratende Versammlung 1946 durch gewählte Parlamente ersetzt. Im Falle von Mecklenburg-Vorpommern erfolgte dies erst für das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Die Wahl zum ersten Landtag Mecklenburg-Vorpommerns fand am 20. Oktober 1946 im Rahmen der Landtagswahlen in der SBZ 1946 statt. Die Wahlergebnisse sind in diesem Hauptartikel dargestellt. Der Landtag beschloss die Verfassung des Landes Mecklenburg vom 16. Januar 1947 in der im Abschnitt III Regelungen über den Landtag enthalten waren.

Die Wahl zum ersten Landtag Mecklenburg-Vorpommern fand am 15. Oktober 1950 im Rahmen der Landtagswahlen in der DDR 1950 statt. Es handelte sich nicht um freie Wahlen. Die Abgeordneten wurden anhand einer Einheitsliste der Nationalen Front bestimmt Die bereits vorher feststehenden Wahlergebnisse sind im Hauptartikel Landtagswahlen in der DDR 1950 dargestellt.

Bereits 1949 verloren die Institutionen des Landes mit der Gründung der DDR weitgehend ihre Funktionen. 1952 wurde das Land im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR gänzlich aufgelöst und in die drei Bezirke Neubrandenburg, Rostock und Schwerin aufgeteilt. An dieser Auflösung war der Landtag nicht beteiligt. Seine verbliebenen Aufgaben gingen auf die Bezirkstage über.

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Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Die Uckermark

Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland Deutschlands, das im Tourismus in den letzten Jahren zweistellige Wachstumsraten verbuchen konnte. Dieser Boom ist in erster Linie auf das Aufholen der Ostseeküste gegenüber der Nordseeküste zurückzuführen.

Im Jahr 2007 standen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt etwa 177.000 Gästebetten zur Verfügung, gegenüber 60.000 Betten im Jahr 1992. Im Jahr 2007 kamen 5.492.000 (5.055.000 im Jahr 2005) Gäste mit 26.320.000 (21.229.000 im Jahr 2005) Übernachtungen, davon waren nur 285.000 Gäste aus dem Ausland. Es gibt im Jahr 2006 175 Campingplätze, 202 Museen und 116 Filmtheater. Die Gäste- und Übernachtungszahlen sind innerhalb des Landes extrem unterschiedlich. So kamen im Jahr 2007 in den Landkreis Ostvorpommern (Usedom) 800.000 Gäste und den Rügen (Inseln Rügen und Hiddensee) über 1.000.000 Gäste. In der Mecklenburgischen Seenplatte (Landkreis Mecklenburg-Strelitz und Landkreis Müritz) übernachteten über 500.000 Gäste. In den Städten Schwerin und Rostock übernachteten im Jahr 2007 181.000 bzw. 552.000 Gäste. Dagegen kamen in die ländlich geprägten Gebiete wie in die Landkreis Ludwigslust, und Landkreis Demmin nur weniger als 100.000 Gäste pro Jahr. Diese verweilten auch meist kürzer vor Ort (unter 3 Übernachtungen pro Gast).

Anziehungspunkte sind vor allem die Ostseeküste. An ihr befinden sich viele traditionsreiche Badeorte wie Boltenhagen, Rerik, Kühlungsborn, Heiligendamm (ältester Seebadeort Deutschlands), Graal-Müritz, Barth, die Orte von Fischland-Darß-Zingst, auf den Inseln Hiddensee und Rügen sowie Zinnowitz und die Gemeinde Heringsdorf auf Usedom. Hinzu kommen die kulturgeschichtlich bedeutenden Hansestädte Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Wolgast. Zu Zeiten der DDR diente die Ostseeküste als das Hauptziel des von dem FDGB organisierten Massentourismus.

Im Hinterland stechen die ehemaligen Residenzstädte Ludwigslust und die Landeshauptstadt Schwerin sowie Neustrelitz hervor. Das Hinterland Mecklenburg-Vorpommerns ist flach gewellt und reich an Seen. In der Mecklenburgischen Seenplatte, der Mecklenburgischen Schweiz und der Feldberger Seenlandschaft findet sich zunehmend touristische Infrastruktur.

Schwerpunkte des Tourismus hier sind vor allem Waren (Müritz), Plau am See und der Fleesensee. Aber auch in den kleinsten Dörfern finden sich ursprüngliche Landgasthöfe oder Schlosshotels und -restaurants in den vielen Schlössern der ehemaligen Landadeligen.

Eine der letzten Handlungen der DDR-Regierung war die Ausweisung weiträumiger Naturschutzgebiete entlang der Küste (z. B. Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft) und im Hinterland. Hier finden sich Brutplätze seltener Vögel und intakte Natur. Mit Begrenzungen ist hier Fahrradtourismus und Camping möglich.

Im Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei Nationalparks (Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, Nationalpark Jasmund und Nationalpark Müritz), sieben Naturparks (Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See, Naturpark Feldberger Seenlandschaft, Naturpark Mecklenburgisches Elbetal, Naturpark Insel Usedom, Naturpark Sternberger Seenland und Naturpark Am Stettiner Haff), zwei Biosphärenreservate (Biosphärenreservat Südost-Rügen und Biosphärenreservat Schaalsee), vier Feuchtgebiete (Westrügen-Hiddensee-Zingst, Ostufer Müritz, Galenbecker See und den Krakower Obersee) sowie eine Vielzahl von Naturschutzgebieten, so zum Beispiel der Peenemünder Haken, Struck und Ruden, Fischteiche in der Lewitz, Peenetal-Moor.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über eine sehr gute Infrastruktur an Hotels, Ferienhäusern, Pensionen und auch Jugendherbergen. Die Auswahl und Menge an Übernachtungsmöglichkeiten hat sich nach 1990 stark vergrößert. Alle Übernachtungsmöglichkeiten in Ostseenähe oder an den großen mecklenburgischen Seen sind naturgemäß besonders beliebt. Auch Privatunterkünfte auf dem Land und Ferien auf dem Bauernhof werden angeboten.

Daneben gibt es eine große Anzahl an Ferienhäusern und Campingplätzen. Vor allem die Zahl der Ferienhäuser und Pensionen ist seit 1990 stark gestiegen. An den größeren Seen und Flüssen existieren viele Wasserrastplätze, an denen ebenfalls übernachtet werden kann.

Für Fahrradtouristen gibt es an den Radfernwanderwegen (sh. "Mit dem Fahrrad") die speziell auf eine Übernachtung eingerichteten, durch den ADFC zertifizierten Bett & Bike-Gastbetriebe.

Die mecklenburg-vorpommerische Küche gilt generell als bodenständig und deftig. In ihr spiegeln sich einerseits die langjährige Armut der Landstriche Mecklenburg und Vorpommern wider, als auch der Fischreichtum der Ostsee und der Binnengewässern. Hinzu kommt eine Fülle an Wildgerichten. Eine besonders bedeutsame Rolle spielen hier die Kartoffeln (hier auch gelegentlich Tüften genannt) in verschiedensten Zubereitungsarten, Grünkohl und auch die süßsaure Geschmacksrichtung, erzeugt beispielsweise durch Backobst. All diese Punkte weisen die Küche in Mecklenburg-Vorpommern als typisch nordostdeutsch aus.

Von Ost nach West führt die A 20 durch das Land. Sie verläuft im Hinterland der Ostseeküste und verbindet den Osten Mecklenburg-Vorpommerns mit dem Westen. Die Autobahn führt durchgängig vom Kreuz Uckermark an der A 11 kurz vor Stettin über das unmittelbare Hinterland der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns bis nach Lübeck zur A 1.

Aus Berlin führt die Bundesautobahn 24 in Richtung Hamburg und kreuzt zukünftig bei Schwerin die A 14. Diese soll von Sachsen über Sachsen-Anhalt bis nach Wismar führen. Derzeit fehlen das Stück südlich der Bundesautobahn 24 und ein Teilstück südlich von Wismar. Bei Wittstock/Dosse zweigt Bundesautobahn 19 von der Bundesautobahn 24 Richtung Rostock ab. Hier durchquert sie die Mecklenburgische Seenplatte und kreuzt bei Rostock die A 20 und endet kurz danach am Rostocker Hafen.

Eine Alternative zur Anreise über die Autobahn sind Bundesstraßen, die zum Teil als Ferienstraßen nach Mecklenburg-Vorpommern führen oder historischen Handelsrouten folgen. Deren wichtigsten sind die B 96, B 5, B 104 und B 107.

Durch die südwestliche Peripherie Mecklenburg-Vorpommerns verläuft die Eisenbahnhauptstrecke Berlin–Hamburg. Daneben existieren Verbindungen von dieser Strecke in Richtung Schwerin–Bad Kleinen–Wismar von Ludwigslust und von Hagenow sowie ein Abzweig nach Rostock mit Anschluss nach Stralsund und der Insel Rügen. Weitere Hauptstrecken sind die Verbindungen Berlin–Neustrelitz–Stralsund und deren Zweigstrecke Neustrelitz–Rostock, Berlin–Angermünde–Stralsund sowie die Ost-West-Verbindung mit der Bahnstrecke Bützow–Szczecin. Hinzu kommen verschiedene Nebenstrecken und die Bäderbahnen, wie etwa die Strecke Ahlbeck–Wolgast der Usedomer Bäderbahn an der Ostseeküste. Des Weiteren existieren zwei touristisch sehr interessante Schmalspurbahnen mit dem Rasenden Roland auf Rügen und dem Molli bei Bad Doberan.

Der mit Abstand größte und passagierreichste Flughafen in Mecklenburg-Vorpommern ist der Laage bei Rostock. Mehrere mittlere Regionalflughäfen, auf denen auch Flugzeuge bis zur Größe von Airbus A320 landen können, befinden sich in Trollenhagen bei Neubrandenburg, in Heringsdorf auf Usedom, in Parchim bei Schwerin und in Barth bei Stralsund. Sie sind aus ehemaligen Luftwaffenstützpunkten der NVA und der Luftstreitkräfte der Sowjetunion entstanden. Dazu gesellen sich zahlreiche kleinere Flugplätze zum Beispiel in Güttin auf Rügen, Rechlin-Lärz, Peenemünde auf Usedom, Rerik, Pasewalk oder Neustadt-Glewe.

Durch die Lage an der Ostsee lässt sich Mecklenburg-Vorpommern sehr gut mit dem Schiff oder einem eigenen Boot erreichen. Als bedeutende Häfen wären hier Wismar, Rostock, Stralsund und der Fährhafen Sassnitz zu nennen. Die Häfen in Wolgast und Greifswald haben für die Handelsschifffahrt nur regionale Bedeutung. Neben diesen Häfen gibt es noch eine Vielzahl von kleineren Häfen, die meist als Wasserwanderrastplätze und Marinas ausgebaut sind. Auto- und Eisenbahnfähren verkehren regelmäßig von Rostock und Sassnitz nach Trelleborg, Gedser und Klaipeda.

Rostocks Stadtteil Warnemünde ist mit über 200.000 Besuchern pro Jahr der zweitgrößte Kreuzfahrthafen in Deutschland nach Kiel.

Der Sportbootskipper findet in der Ostsee und den Boddengewässern, aber auch auf den größeren Binnenseen ausreichend Betätigung. Erreichbar sind die Binnenseen über die Havel oder die Elbe. Als herausragendes Ereignis ist die Hanse-Sail in Warnemünde zu nennen. Neben dem Segel- und Motorbootsport spielt auf den Binnengewässern das Wasserwandern mit dem Kanu oder Kajak eine große Rolle. Bedeutende Reviere wären hier die Mecklenburgische Seenplatte, die Sternberger Seenlandschaft, der Schweriner See und die Flüsse Warnow mit ihren Nebenflüssen, die Peene mit ihren Nebenflüssen und die Barthe.

Radwandern und Tagesausflüge mit dem Fahrrad haben sich zu einem touristischen Schwerpunkt in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. In der jährlichen Bewertung der Beliebtheit der Radfernwanderwege durch den ADFC nimmt das Land regelmäßig einen Spitzenplatz ein. Sieben ausgewiesene Routen führen durch das Land, zwei davon, der Ostseeküsten-Radweg und der Radweg Berlin-Kopenhagen sind Bestandteile des europäischen Radwege-Projektes EuroVelo.

Die Routen sind größtenteils mit einer Wegweisung und speziellen Routensymbolen beschildert.

Durch den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern werden 21 Rad-Rundtouren mit den thematischen Routen Westlicher und Östlicher Backstein-Rundweg, Gutshaus-Rundweg, Herrenhaus-Rundweg, Residenzstadt-Rundweg und Schlösser-Rundweg , sowie die Landschaftsrouten Fischland-Darß-Zingst, Rügen, Usedom, Peenetal, Stettiner Haff, Eiszeit-Route, Trebeltal, Brohmer Berge und Randowtal, Tollensetal, Müritz, Eldetal, Elbetal-Schaalsee, Warnowtal, Mecklenburgische Seenplatte und Recknitztal beworben.

Für Fahrradtouristen gibt es neben zahlreichen anderen Übernachtungsmöglichkeiten die speziell auch auf eine Übernachtung eingerichteten Bett & Bike-Gastbetriebe.

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Mecklenburg-Vorpommern

Die Staatskanzlei des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin.

Mecklenburg-Vorpommern (niederdeutsch Mäkelborg-Vörpommern) ist ein Land im Nordosten Deutschlands. Es ist als Teil des norddeutschen Tieflands überwiegend flach mit nur wenigen Erhebungen und grenzt im Norden an die Ostsee, im Westen an Schleswig-Holstein und Niedersachsen, im Süden an Brandenburg sowie im Osten an Polen. Hinsichtlich der Verwaltungsstrukturen gliedert es sich gegenwärtig in zwölf Landkreise und sechs kreisfreie Städte, die Landeshauptstadt ist Schwerin. Das Land entstand 1945 als Zusammenschluss des historischen Landes Mecklenburg mit Vorpommern, dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil der historischen preußischen Provinz Pommern. Nachdem es in der Deutschen Demokratischen Republik 1952 in drei Bezirke aufgeteilt worden war, trat es nach der Neugründung im Jahr 1990 im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland bei.

Während Mecklenburg-Vorpommern unter den 16 Ländern in Deutschland das flächenmäßig sechstgrößte ist, haben lediglich das Saarland und Bremen weniger Einwohner als Mecklenburg-Vorpommern, das somit die geringste Einwohnerdichte aller Bundesländer aufweist. Die Besiedlung ist überwiegend durch Mittel- und Kleinstädte, eine dörfliche Struktur sowie einen Mangel an Ballungszentren gekennzeichnet, einzige Großstadt des Landes ist Rostock. Dominierende Wirtschaftszweige Mecklenburg-Vorpommerns, das im bundesweiten Vergleich die dritthöchste Arbeitslosigkeit aufweist, sind der industrielle Schiffbau, die Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie sowie der Tourismus und die Gesundheitswirtschaft. Im Land befinden sich drei der 14 deutschen Nationalparks und damit mehr als in jedem anderen deutschen Bundesland. Das Klima Mecklenburg-Vorpommerns ist kontinental-warmgemäßigt und im Küstenbereich durch den maritimen Einfluss der Ostsee geprägt.

Der Landesname wird häufig mit dem Buchstabenkürzel M-V, MV, manchmal auch mit MVP sowie umgangssprachlich Meck-Pomm abgekürzt.

Das Wort Mecklenburg wird wie oder Meeklenburch ausgesprochen. Das „e“ wird lang gesprochen (siehe: Dehnungszeichen) und das „g“ wie ein palatales „ch“.

In der niederdeutschen Sprache sagt man Mäkelborg.

Der Name Mecklenburg („Mikelenburg“) taucht erstmals in einer Urkunde des Jahres 995 auf. Im Altsächsischen bedeutete mikil „groß“, im 10./11. Jahrhundert war das Wort Mikilinborg („große Burg“) gebräuchlich. Der Name bezieht sich auf die Burg Mecklenburg. Im Mittelalter wurde daraus mittelniederdeutsch Mekelenborch, später dann Meklenburg und Mecklenburg.

Der Name Vorpommern entstand erst relativ spät (16./17. Jahrhundert) als Bezeichnung für die westlich der Oder liegenden Gebiete des Herzogtums Pommern. Der Name Pommern wiederum leitet sich von dem slawischen (kaschubischen) „po morje“ = am Meer ab (siehe auch Pommern). Dieser politisch-geographische Terminus ist in etwa ebenso alt wie der von Mecklenburg. Er wurde im Laufe des Mittelalters zur tragenden Bezeichnung des Herrschaftsgebietes der Dynastie der Greifen.

Entstanden ist der Name „Mecklenburg-Vorpommern“ erstmals durch die Vereinigung des ehemaligen Freistaates Mecklenburg mit den westlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen Gebieten (unter Ausgliederung von Stettin und Swinemünde) der früheren preußischen Provinz Pommern auf Grund eines Befehls der Sowjetischen Militäradministration von Anfang Juli 1945. Anfangs kursierten verschiedene Bezeichnungen für das neue Verwaltungsgebilde, u. a. „Mecklenburg-Pommern“ und auch schon früh, unter Ignorierung der pommerschen Landesteile, einfach nur „Mecklenburg“. Letztere Bezeichnung wurde auf Anweisung der sowjetischen Besatzungsmacht ab 1947 verbindlich. Erst mit der Neukonstituierung als Bundesland in verändertem Gebietszuschnitt − Basis waren die drei DDR-Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg - im Herbst 1990 erhielt das Land wieder die Bezeichnung „Mecklenburg-Vorpommern“.

Geografisch gesehen gehört Mecklenburg-Vorpommern zu Norddeutschland. Das Land entstand im Juli 1945 aus dem ehemaligen Freistaat Mecklenburg und dem westlichen Teil Pommerns und erneut 1990 als Bundesland nach der Deutschen Wiedervereinigung aus den drei DDR-Bezirken Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umfasst das Gebiet Mecklenburgs, welches etwa zwei Drittel der Landesfläche ausmacht, sowie den nach 1945 bei Deutschland verbliebenen Teilen der ehemals preußischen Provinz Pommern (Vorpommern), kleine Teile der Prignitz und dem nördlichsten Zipfel der Uckermark (ehemals brandenburgisch).

Mecklenburg-Vorpommern hat insgesamt eine Küstenlänge von etwa 1700 km und damit die längste Küste aller deutschen Bundesländer. Den Großteil davon nimmt die Vorpommersche Bodden- und Haffküste ein. Die Außenküste ist ca. 350 km lang. Die Küste ist besonders im östlichen Teil (Vorpommern) stark gegliedert. Die größten Inseln sind Rügen, Usedom, Poel sowie Hiddensee. Wichtigste Halbinsel ist die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.

Die größten Seen wie die Müritz, der Schweriner See und der Plauer See befinden sich in der Mecklenburgischen Seenplatte. Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 2028 Seen mit einer Gesamtfläche von 738 km².

Das Land ist flach bis hügelig. Von den höchsten Erhebungen gehören einige zum Baltischen Landrücken, so die Helpter Berge (179 m), die Ruhner Berge (176,6 m) und die Brohmer Berge (152,9 m). Andere liegen nahe der Küste wie der Piekberg auf Rügen (161 m), die Kühlung (129,7 m) nordwestlich von Rostock und der Golm (69,1 m) auf Usedom. Ausgeprägte Tallandschaften weisen die Flüsse Warnow, Recknitz und Tollense auf, sowie kürzere Abschnitte von Peene, Trebel und Großem Landgraben.

Die Bevölkerung setzt sich aus Mecklenburgern und Pommern und zum kleinen Teil aus Brandenburgern zusammen. Hinzu kamen viele Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, v. a. Pommern und Ostpreußen, sowie Zugezogene aus den anderen Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen, geschichtlich bedingt hauptsächlich aus dem Gebiet der ehemaligen DDR, sowie nach der Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Vergleichsweise klein ist der Anteil an Bürgern ausländischer Herkunft, die größte Gruppe kommt aus Vietnam.

Der Bevölkerungsgipfel von über 2,1 Mio 1945/46 -trotz kriegsbedingter Verluste- ist durch den starken Zustrom von Heimatvertriebenen (die in der SBZ/DDR offiziell "Umsiedler" hießen) zurückzuführen. Die darauf folgende Abnahme resultierte vor allem aus der Fluchtbewegung nach Westdeutschland. Der erhebliche Bevölkerungsverlust nach 1989 ist Folge von Westabwanderung und dramatischem Einbruch bei den Geburtenzahlen.

Mecklenburg-Vorpommern ist gegenwärtig das am dünnsten besiedelte und am ländlichsten geprägte deutsche Bundesland. Die Mehrzahl der Bevölkerung wohnt entlang der Ostseeküste und in den westlichen Landesteilen, während besonders der Südosten des Landes schwach besiedelt ist. Die Hansestadt Rostock ist mit etwa 200.000 Einwohnern die einzige Großstadt im Land. Rostock ist ebenfalls das größte der vier Oberzentren des Landes, gefolgt von Stralsund und Greifswald (zusammengerechnet 112.000 Einwohner), der Landeshauptstadt Schwerin (ca. 96.000 Einwohner) und der Stadt Neubrandenburg. Alle anderen Städte haben weniger als 50.000 Einwohner, die wichtigsten Städte in dieser Gruppe sind die Hansestadt Wismar und Güstrow.

Das Klima wird in Mecklenburg-Vorpommern durch den Übergang vom maritimen Einfluss im Küstenbereich der Ostsee zu kontinentalgemäßigtem Klima im Binnenland geprägt. So nimmt die Niederschlagsneigung im Binnenland ab. Die Ostseeregion, vor allem die Inseln Rügen und Usedom, hat die deutschlandweit höchste Zahl an Sonnentagen.

Zur Geschichte der historischen Territorien bis 1945 - siehe: Geschichte Mecklenburgs bzw. Geschichte Pommerns.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs am 9. Juli 1945 von der Sowjetischen Militäradministration aus dem ehemaligen Land Mecklenburg sowie Vorpommern gebildet, dem westlich von Stettin beziehungsweise Swinemünde gelegenen Teil des früheren preußischen Regierungsbezirks Stettin der Provinz Pommern, sowie dem ehemals hannoverschen Amt Neuhaus. Ab Januar 1947 galt nur noch die Bezeichnung Land Mecklenburg, das eine Fläche von 22.893 km² aufwies. 1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und in die drei Bezirke Neubrandenburg (der Südosten), Rostock (die Küste) und Schwerin (der Südwesten) aufgeteilt. Der südöstlichste Zipfel Vorpommerns kam zum Bezirk Frankfurt (Oder) (heutiges Amt Gartz (Oder)). Die beiden Exklaven Rossow und Schönberg kamen an den Bezirk Potsdam.

1990 erfolgte die Neugründung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in jener territorialen Ausdehnung, die Mecklenburg bei der Auflösung 1952 gehabt hatte. Die vormaligen DDR-Bezirke wurden dabei zusammengelegt: Neubrandenburg (ohne die Kreise Templin und Prenzlau), Rostock und Schwerin (ohne den Kreis Perleberg). Da beispielsweise die altmecklenburgische Stadt Fürstenberg/Havel und einige umliegende Dörfer bereits 1950 nach Brandenburg umgemeindet worden waren, und eine Rückkehr nach Mecklenburg politisch nicht durchsetzbar war, blieb dieses Gebiet, wie auch die Gegend um Gartz (Oder) beim Land Brandenburg. Andere Gemeinden wie Dambeck und Brunow sowie die Ortsteile Pampin und Platschow der Gemeinde Berge wurden aber nach einem Bürgerentscheid 1992 wieder vom Land Brandenburg nach Mecklenburg-Vorpommern ausgegliedert. Im Gegenzug kamen 1993 die Gemeinden des Amtes Lenzen-Elbtalaue zum brandenburgischen Landkreis Prignitz. Die Stadt Strasburg (Uckermark) entschied sich in einer Volksabstimmung für die Zugehörigkeit zu Mecklenburg-Vorpommern. Ebenfalls 1993 wurde das Amt Neuhaus an der Elbe an den niedersächsischen Landkreis Lüneburg angegliedert, zu dem es bis 1945 gehört hatte.

18,4 % der Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern bekennen sich zur evangelischen Kirche und 3,4 % zur katholischen Kirche. Der überwiegende Teil der Bevölkerung (rund 78,2 %) ist konfessionslos. (laut Statistik der EKD, Stand 2004).

Eine Fusion beider Landeskirchen sowie der deutlich mitglieder- und finanzstärkeren Nordelbischen Kirche zu einer vereinigten Nordkirche im Ostseeraum wird diskutiert und vorbereitet, am 5. Februar 2009 wurde ein Fusionsvertrag unterzeichnet, der die Bildung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland zum 1. Januar 2012 vorsieht.

Die römisch-katholische Kirche spielt seit der Reformation in Mecklenburg-Vorpommern eine zahlenmäßig geringe Rolle. Sie ist gegenwärtig territorial zweigeteilt: Mecklenburgs 46.000 Katholiken (Stand: 2004) gehören zum Erzbistum Hamburg, während die 13.000 (Stand: 2004) Katholiken in Vorpommern dem Erzbistum Berlin angehören.

Daneben gibt es mehrere kleinere christliche Kirchen, wie die Evangelisch-Reformierte Kirche, die Neuapostolische Kirche oder die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es auch je eine jüdische Gemeinde in der Landeshauptstadt Schwerin (inklusive Wismar) sowie in Rostock. Beide Gemeinden sind im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern organisiert, welcher Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland ist.

Die Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern (1945–1947) und des Landes Mecklenburg (1947–1952) waren Wilhelm Höcker (1945–1951, SPD/SED), Kurt Bürger (19. Juli – 28. Juli 1951, SED) und Bernhard Quandt (1951–1952, SED).

Von 1952 bis zur Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 existierte Mecklenburg-Vorpommern nicht als Bundesland, sondern war in drei DDR-Bezirke aufgeteilt worden.

Von 1990 bis 1992 war Alfred Gomolka (CDU) erster Ministerpräsident des wieder hergestellten Bundeslandes. Er wurde vom CDU-Politiker Berndt Seite (1992–1998) abgelöst, welcher 1992 bis 1994 unter einer Koaltion der CDU mit der FDP und ab 1994 in einer Großen Koalition regierte. Harald Ringstorff (SPD) hatte, unter einer Koalition der SPD zusammen mit der PDS, von 1998 bis 2008 die bisher längste Amtsperiode. Seit dem 6. Oktober 2008 ist Erwin Sellering (SPD) der Ministerpräsident des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern in einer Großen Koalition aus SPD und CDU.

Am 12. Juni 1994 wurden aus vormals 31 Landkreisen zwölf neue Kreise gebildet. Sechs kreisfreie Städte behielten ihren Status.

Bis spätestens 1. Oktober 2009 sollten fünf neue Großkreise gebildet werden, die in der Regel den Planungsregionen des Landes entsprachen. Die kreisfreien Städte sollten in diesen Großkreisen aufgehen. Am 26. Juli 2007 hat das Landesverfassungsgericht in Greifswald das Gesetz über die Funktional- und Kreisstrukturreform des Landes Mecklenburg-Vorpommern als unvereinbar mit der Landesverfassung erklärt. Das von Rechts- und Verwaltungswissenschaftlern massiv kritisierte Urteil stützt sich in der Begründung auf die Konstatierung eines Abwägungsfehlers im Verfahren. Da aufgrund der wirtschaftlichen und demographischen Entwicklung im Land die Notwendigkeit einer Kreisgebietsreform von Politik und Fachleuten anerkannt wird, werden derzeit erneut Pläne für eine Neugestaltung der Kreisebene entwickelt. Die neuen Strukturen sollen jetzt im Jahr 2011 eingeführt werden .

Das Land Mecklenburg-Vorpommern besteht aus insgesamt 842 politisch selbständigen Städten und Gemeinden. Diese verteilen sich wie folgt: 6 kreisfreie Städte und 836 kreisangehörige Städte und Gemeinden. Von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind 35 amtsfrei. Die 801 amtsangehörigen Gemeinden haben sich zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu 78 Ämtern (Stand: 1. Januar 2009) zusammengeschlossen.

In weiten Teilen des Landes wird bis heute neben Hochdeutsch von der älteren Generation auch Niederdeutsch mindestens verstanden und oft auch gesprochen. Die Jüngeren beherrschen es aber praktisch nicht mehr. Heute bemüht man sich, mit vielfältigen Schulprojekten und Vereinarbeit nachwachsenden Generationen die aussterbende Sprache ihrer Heimat nahezubringen. Nachhaltige Erfolge brachte das jedoch bisher nicht.

Der sogenannte mecklenburgisch-vorpommersche Sprachraum gehört zum Ostniederdeutschen und entspricht in etwa den heutigen Grenzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dabei gibt es keine eindeutig festzumachenden Grenzen zwischen mecklenburgischem und vorpommerschen Niederdeutsch, sondern die dialektalen Unterschiede drücken sich, geographisch betrachtet, in einem West-Ost-Kontinuum aus. Es kommen also keine Isoglossenbündel vor.

Bedeutende niederdeutsche Schriftsteller sind unter anderem Fritz Reuter, John Brinckman und Rudolf Tarnow.

Die größten staatlichen Theater des Landes sind das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, das Theater Vorpommern und das Volkstheater Rostock. Alle drei staatlichen Theater bieten sowohl Schauspiel als auch Musik. Die jährlich stattfindenden „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ sind sein Festival für klassische Musik. Zusätzlich gibt es in Greifswald die Greifswalder Bachwoche und das Festival Nordischer Klang.

Bemerkenswerte Museen sind zum Beispiel das Staatliche Museum Schwerin und das Pommersche Landesmuseum in Greifswald. Das Deutsche Meeresmuseum mit dem Ozeaneum in Stralsund ist das meistbesuchte Museum in Norddeutschland. Weiterhin sind das Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten, das Rostocker Kloster zum Heiligen Kreuz und die Kunsthalle Rostock von überregionaler Bedeutung. Das älteste Museum Mecklenburg-Vorpommerns ist das Stralsunder Kulturhistorische Museum, das kleinste das Bildhauermuseum Prof. Wandschneider in Plau am See.

Seit 2006 erscheinen jährlich 2-€-Gedenkmünzen mit einem Motiv des Bundeslandes, welches den Präsidenten des Bundesrats stellt. Dies ist 2007 Mecklenburg-Vorpommern. Rund 30 Millionen Münzen die das Schweriner Schloss, den Sitz des Landtages, zeigen, repräsentieren Mecklenburg-Vorpommern in Europa, wo die Gedenkmünzen offizielles Zahlungsmittel sind.

Nachdem Anfang der 1990er Jahre das dreigliedrige Schulsystem Bayerns als Vorbild für die Umstrukturierung des Schulsystems war, haben sich in den letzten Jahren einige Veränderungen ergeben. Im Sekundärbereich wurde das ehemals dreigliedrige Schulsystem (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) refomiert, indem Haupt- und Realschulen zur Schulform Regionale Schule zusammengelegt wurden. Dies hatte zum einen das Ziel Kosten zu sparen, indem, besonders im ländlichen Raum, nun neben dem Gymnasium nur noch eine einzige, statt der vorher zwei verschiedenen, Schultypen angeboten werden muss. Zum anderen wurden aber im Rahmen der Reform auch die Kernfächer (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gestärkt, sowie durch die Unterrichtung auf Hauptschul- und Realschulniveau in einem Haus die Wechselmöglichkeit für Schüler und die Attraktivität der Schulform für Lehrerneueinstellungen gestärkt.

Von generellen strukturellen Reformen unberührt bleibt das Gymnasium, an dem jedoch ebenfalls die Hauptfächer gestärkt wurden und teilweise bis zum Abitur im Klassenverband (statt getrennt in Grund- und Leistungskursen) unterrichtet wird. Seit 2008 ist das Abitur nach zwölf Jahren, welches in der DDR und bis 2001 bereits die Regel war, wieder komplett eingeführt worden.

Darüberhinaus wurde und wird generell die Erhöhung der Selbstständigkeit und die Entscheidungsautonomie der einzelnen Schule kontinuierlich mit Modellversuchen und Reformen anvisiert.

Um eine spätere Schullaufbahnentscheidung und ein längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen wechseln Schüler nach der Grundschule (Klasse 1-4) gemeinsam an eine Regionalschule. Nach der sechsten Klasse kann dann ein Wechsel auf ein Gymnasium und ein Erwerb des Abiturs erfolgen oder an der Regionalschule die Berufsreife oder die Mittlere Reife erlangt werden. Es existieren darüber hinaus auch einige wenige Gesamtschulen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Universitäten und mehrere weitere Hochschulen.

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und die Universität Rostock sind die beiden ältesten Universitäten in Nordeuropa und gehören zu den ältesten Hochschulen der Welt.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Hochschulen, z. B. die Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Hochschule Neubrandenburg, die Fachhochschule Stralsund, die Hochschule Wismar, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow sowie ebenfalls die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (Sitz in Mannheim und Schwerin).

Das private Baltic College mit Standorten in Güstrow und Schwerin bietet Studiengänge im Marketing-, Management-, Gesundheits- und Tourismusbereich an.

Es gibt zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die sich hauptsächlich mit Medizin, Biologie, Raumfahrt und Agrarwissenschaften beschäftigen. Zu den bekanntesten Instituten zählen das Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere, Max-Planck-Institut für demografische Forschung Rostock, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V..

Zu den bekannten Forschungsergebnissen gehören zum Beispiel die Erfindung des Wasserskalpells, auch bekannt als Helix-Hydro-Jet oder die erste künstliche Leber für Kinder.

Traditionell sind im Industriesektor die maritime Industrie und die Lebensmittelindustrie vorherrschend. Darüber hinaus spielen Landwirtschaft, Tourismus und der Gesundheitssektor eine große Rolle.

Größere Unternehmen im maritimen Bereich sind zum Beispiel die weltweit agierende Deutsche Seereederei, Scandlines, die MMG oder die Weiße Flotte. Entlang der Ostseeküste gibt es mehrere Werften, zum Beispiel in Stralsund (Volkswerft), Wismar und Rostock-Warnemünde (Wadan Yards), Wolgast (Peene-Werft) sowie die mittelständische Hanse Yachts AG in Greifswald. In Rostock produziert Liebherr maritime Kräne, Hafenmobilkräne, Schiffskräne, Offshorekräne und Reach-Stacker. Der maritime Sektor bietet 28.000 Arbeitsplätze (2004).

Im Bereich der Windenergie gehört das Land, gemessen an der erzeugten Strommenge, zu den führenden in Deutschland. 1200 Windkraftanlagen speisen derzeit etwa 1250 Megawatt ins Netz ein. Derzeit sind zusätzlich zu den bereits vorhandenen Anlagen an Land mehrere Windparks auf dem Meer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns in Planung. Derzeit werden etwa 34 Prozent des Energiebedarfs im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern durch Windenergie gedeckt. In Rostock befindet sich mit der Nordex AG ein großer und profitabler Hersteller von Windenergieanlagen. Insgesamt werden etwa 45 Prozent des Energiebedarfs des Landes aus alternativen Energiequellen auf Basis von Wind-, Biogas-, Biomasse-, Wasser-, Geo- und Sonnenenergie gedeckt.

Das Seebad Lubmin (in der Nähe Greifswalds) gilt als zukünftig bedeutender nationaler Energiestandort. Zum einen befinden sich dort mehrere Kraftwerke in Bau oder Planung, z. B. ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk und ein Steinkohlekraftwerk. Zum anderen geht in der Nähe von Greifswald zukünftig die von einem russisch-deutschen-niederländischen Konsortium geplante Nordeuropäische Gasleitung aus dem russischen Wyborg an Land, mit der Deutschland und Westeuropa mit russischem Gas versorgt werden sollen. In Greifswald und Wismar gibt es Solarmodulfabriken.

Vor allem die Inseln Usedom und Rügen (inkl. Hiddensee) im Landesteil Vorpommern sind Schwerpunkte des Tourismus in Deutschland, ebenso wie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die mecklenburgischen Seebäder wie z. B. Heiligendamm, Graal-Müritz oder Kühlungsborn.

Für Naturliebhaber, Angler und Ornithologen sind im Landesinneren die Mecklenburgische Seenplatte und der Nationalpark Müritz sowie entlang der Küste der Nationalpark Jasmund und der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Des weiteren gibt es hunderte verschiedene Landschafts- und Naturschutzgebiete.

Neben den mehr als zweitausend Gutshäusern und Schlössern im Land (z. B. Jagdschloss Granitz, Schweriner Schloss, Jagdschloss Gelbensande), in denen zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattfinden, ziehen auch die historischen Innenstädte und Einkaufsmeilen der Hansestädte wie Rostock, Stralsund, Wismar und Greifswald viele kurzfristige Besucher an.

Rostocks Stadtteil Warnemünde ist mit über 200.000 Besuchern pro Jahr der zweitgrößte Kreuzfahrthafen in Deutschland nach Kiel. Die jeden Sommer in Warnemünde stattfindende Warnemünder Woche und die Hanse Sail ziehen ungefähr eine Million Touristen nach Rostock.

Als Zukunftsbranche gilt die Ansiedlung von Unternehmen der Biotechnologie und Medizintechnik um die Städte Greifswald und Rostock mit ihren alten Universitäten. Die beiden traditionsreichen Universitäten des Landes, die Universität Rostock (gegr. 1419) und die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (gegr. 1456), um die sich zahlreiche Forschungsinstitute angesiedelt haben, tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Profilstärkung des Landes bei. Ein Beispiel aus der Lebensmittelindustrie ist die Kartoffelveredelung durch Pfanni.

Historisch betrachtet entstanden in Mecklenburg und Vorpommern die Mutterhäuser einiger großer Kaufhausketten wie Kaufhof (1879 in Stralsund gegründet), Wertheim und Karstadt (gegründet 1871 in Wismar).

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner beträgt in In Mecklenburg-Vorpommern 78,3 % des durchschnittlichen Wertes innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten (EU-27:100; Deutschland:115,2) (2005).

In den Jahren 2006, 2007 und 2008 nahm das Land Mecklenburg-Vorpommern dank ausgeglichener Landeshaushalte keine neuen Schulden auf, sondern konnte seine Schulden insgesamt senken.

Das Flächenland weist im Durchschnitt nach Berlin und Sachsen-Anhalt die dritthöchste Arbeitslosigkeit unter den Bundesländern auf. Die Arbeitslosenquote sinkt infolge des allgemeinen Wirtschaftswachstums momentan, sodass sie im September 2008 mit 12,7 % erstmals auf unter 13 Prozent zurückging (vgl. im September 2004 noch ca. 20 %). Innerhalb des Bundeslandes gibt es weiterhin starke regionale Unterschiede hinsichtlich der Anzahl der Arbeitslosen. Diese Unterschiede zeigen sich insbesondere zwischen dem Westen und (Süd-)Osten des Landes. So liegen beispielsweise der Landkreis Bad Doberan mit 8,3 % und der Landkreis Ludwigslust im Westen des Bundeslandes mit 9,8 % nur knapp über dem Bundesdurchschnitt, während der Landkreis Uecker-Randow im Südosten des Landes mit 17,7 % beziehungsweise der Landkreis Demmin in der Mitte des Bundeslandes mit 16,8 % eine deutlich überdurchschnittliche Arbeitslosenquote aufweisen (Stand: September 2008).

Durch die südwestliche Peripherie Mecklenburg-Vorpommerns verläuft die Eisenbahnhauptstrecke von Hamburg nach Berlin. Daneben existieren Verbindungen von dieser Strecke über Schwerin und Bad Kleinen nach Wismar/Rostock-Stralsund-Rügen. Weitere Hauptstrecken verlaufen von Berlin über Neustrelitz nach Rostock/Neubrandenburg-Stralsund-Rügen und von Berlin über Pasewalk-Anklam-Greifswald nach Stralsund. Hinzu kommen verschiedene Nebenstrecken und die Bäderbahnen an der Ostseeküste, z. B. die Usedomer Bäderbahn.

Mecklenburg-Vorpommern wird durch die Bundesautobahn 20 von Lübeck über Wismar, Rostock und Neubrandenburg zum Dreieck Uckermark, die Bundesautobahn 24 von Hamburg nach Berlin mit Anschluss über die A 14 nach Schwerin (Verlängerung nach Wismar im Bau) sowie die A 19 von Berlin nach Rostock und im äußersten Südosten von der Bundesautobahn 11 erschlossen. Hinzu kommen verschiedene Bundesstraßen.

Wichtige Seehäfen sind in Rostock, Wismar, Stralsund, Sassnitz und Greifswald angesiedelt. Von Rostock-Überseehafen und von Mukran bei Sassnitz aus fahren Fähren nach Dänemark, Finnland, und Schweden. Die vielen Seen im Hinterland sind über die Warnow, die Recknitz, die Peene und verschiedene Kanäle für die Schifffahrt miteinander und mit der Ostsee verbunden.

In Mecklenburg-Vorpommern befindet sich ein größerer Regionalflughafen, mehrere mittlere Flughäfen, auf denen auch Flugzeuge bis zur Größe von Airbus A320 landen können, sowie zahlreiche kleinere Flugplätze. Der mit Abstand größte und passagierreichste Flughafen ist in Laage bei Rostock. Die mittelgroßen Flughäfen befinden sich in Trollenhagen bei Neubrandenburg, in Garz bei Heringsdorf auf Usedom, in Parchim bei Schwerin und in Barth bei Stralsund. Sie sind aus ehemaligen Luftwaffenstützpunkten der NVA und der Luftstreitkräfte der Sowjetunion entstanden. Dazu gesellen sich zahlreiche kleinere Flugplätze zum Beispiel in Anklam, Güttin auf Rügen, Rechlin-Lärz bei Röbel, Peenemünde auf Usedom, Rerik, in Wismar, Pasewalk oder Neustadt-Glewe.

Der F.C. Hansa Rostock spielt in der Saison 2008/2009 in der Zweiten Fußball-Bundesliga.

Der Stralsunder HV spielt in der Handball-Bundesliga. Die Vereine SV Post Schwerin und HC Empor Rostock befinden sich derzeit in der 2. Handball-Bundesliga Nord.

Die Volleyballmannschaft des Schweriner SC ist in der 1. Damen-Bundesliga vertreten, der 1. VC Stralsund und der 1. VC Parchim in der Zweiten Damen-Bundesliga Nord.

Die Eishockeymannschaft des Rostocker EC spielt in der Oberliga Nord.

An der Ostseeküste und den zahlreichen kleineren Gewässern wird Segeln und Rudersport betrieben. Ein großes jährliches Sportereignis um den Segelsport ist die Hanse Sail in Rostock.

Beim Stralsunder Sundschwimmen wird alljährlich von ca. 1000 Schwimmern der Strelasund durchschwommen.

Die Medienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern deckt alle wesentlichen Gebiete von Medienformen ab. Die Landesrundfunkzentrale Mecklenburg-Vorpommern ist das rechtsgültige Organ gemäß des Landesrundfunkgesetzes, welches zur Entwicklung von Funk und Fernsehen beiträgt und die Aktivitäten privater und offener Medienstationen überwacht sowie Rundfunklizenzen ausschreibt. Seit 2007 wird ein Medienkompetenzpreis verliehen, durch den bedeutende Leistungen von engagierten Bürgern und Kindern gewürdigt werden.

Die auflagenstärksten regionalen Tageszeitungen sind die Ostseezeitung, die Schweriner Volkszeitung mit ihrer Rostocker Lokalausgabe, den Norddeutschen Neuesten Nachrichten, und der Nordkurier. Derweil gibt es noch diverse regionale Anzeigenzeitungen.

Das Radio als Medium zur Verbreitung von Informationen steht zum analogen und digitalen Empfang zur Verfügung. Die Digitalisierung im Radiobereich ist derzeit noch nicht voll entwickelt. Der Bereich von offenen Radiostationen ist im Verhältnis zu anderen Bundesländern noch jung. Mit dem Begriff Offener Kanal verbreitet sich vielfach auch Bürgerfunk oder Bürgerrundfunk.

Reine Internetradios aus Mecklenburg-Vorpommern sind wenig verbreitet. Dennoch verfügen die meisten Radiostationen über Streams, welche auf den jeweiligen Internetpräsenzen übertragen und empfangen werden können.

Es können alle öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender über Kabel und Satellit empfangen werden. Einige öffentlich-rechtliche Sender werden zudem terrestrisch über DVB-T ausgestrahlt. Das NDR Fernsehen ist der überregionale TV-Sender des Norddeutschen Rundfunks, der neben Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen auch Mecklenburg-Vorpommern mit regionalen Informationen versorgt. Das Landesprogramm des NDR Fernsehens ist das Nordmagazin.

Es gibt einzelne Fernsehsender, die lokal oder regional auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt senden können. Das lokale Angebot wird von privaten und offenen TV-Stationen betrieben. Folgende lokale, offene und private TV-Sender können derzeit über Kabel und teilweise über Internet im Stream als Internet TV empfangen werden.

Das Bundesland ist ein beliebtes Panorama für kommerzielle und öffentlich-rechtliche Filmproduktionen. Die Fernsehserie Ein Bayer auf Rügen machte das Bundesland in Deutschland bekannt. Mecklenburg-Vorpommern fördert durch die Verleihung des Medienkompetenzpreises unter anderem den Bereich von Filmproduktionen im Non-Profit-Segment.

Um eine vollständige Übersicht landeskundlicher Literatur bemüht sich die Landesbibliographie M-V.

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Source : Wikipedia