Marilyn Manson

3.3992718447311 (4120)
Geschrieben von c3po 04/05/2009 @ 08:17

Tags : marilyn manson, rock, musik, kultur

Neueste Nachrichten
Marilyn Manson: Nur Schock, wenig Rock - FOCUS Online
Auch auf seinem neuen Album „The High End Of Low” reitet Marilyn Manson Verbalattacken unter der Gürtellinie. Der akustische Gewaltexzess bleibt jedoch aus. Von FOCUS-Online-Redakteur Jens Bauszus Das achte Album in der von Nazi- und Okkult-Symbolen...
Lady Gaga: Duett mit Marilyn Manson - Laut
Lady Gaga hat gemeinsam mit Marilyn Manson einen Song zusammen geschustert. Weitere Kollaborationen haben die beiden bereits angekündigt. New York (jro) - Seit längerem schon schmieren sich Lady Gaga und Marilyn Manson in Interviews gegenseitig Honig...
Lady Gaga im Duett mit Marilyn Manson - Energy
In Interviews haben sich Lady Gaga und Marilyn Manson schon seit längerem gegenseitig Honig um den Mund geschmiert. Jetzt veröffentlichten die beiden ungleichen Stars ihren ersten gemeinsamen Song. Zu hören ist der Remix von Lady Gagas Hitsingle "Love...
Marilyn Manson - "...High End Of The Low" - Unikosmos
Nach zwei Jahren erscheint mit "The High End Of The Low" das zehnte Album der Schockband Marilyn Manson. 1989 in Tampa Bay, Florida, gegründet, sind sie heute aus dem Showbuiz nicht mehr wegzudenken. Den Hang zu Skurrilem haben die Jungs oft genug...
CD Kritik: The High End Of Low von Marilyn Manson - Monsters and Critics
Von Jochen Overbeck Der fast schon pathologische Hass des amerikanischen Mainstreams auf Marilyn Manson scheint nachgelassen zu haben - zumindest wurde er in den letzten Jahren nicht mehr explizit für die diversen Amokläufe und die allgemeine Verrohung...
Marilyn Manson schockierte Bürgermeisterin Zach - tt.com - Wo's Click macht
Innsbruck – In einigen amerikanischen Städten hat er Auftrittsverbot und auch in Deutschland gab es zahlreiche Proteste gegen den Skandalrocker Marilyn Manson. Immerhin soll er sich da als Nazi verkleidet haben. Auch das Verbrennen von Bibeln gehörte...
Er frisiert ihre Schamhaare Marilyn Manson - wilde Affäre mit ... - Express.de
Schock-Rocker Marilyn Manson: Nach der Trennung von Evan Rachel Wood sucht er Trost bei der Porno-Darstellerin Stoya (22). Und Manson kann es sich natürlich nicht verkneifen, über seine heiße Affäre zu plaudern. Der britischen Zeitung "The Sun" verriet...
Marilyn Manson beschwört das "Arma-Geddon" - KWICK! Community Magazin
Nicht so Marilyn Manson. Das Enfant terrible der Metal-Szene bemüht sich allenthalben, den Ruf des bösen Buben durch immer neue Breitseiten in Richtung "Establishment" zu pflegen. Auch Jahre nach Auftrittsverboten in den USA und Kongressdebatten um...
Marilyn Manson: Seine Eltern sind stolz auf ihn - Gala.de
Schock-Rocker Marilyn Manson behauptet, dass seine Eltern stolz auf seine heftige Karriere sind, und er sogar einmal eine Lapdance für seinen Vater bezahlt hat. Ein Herz und eine Seele: Ausnahmemusiker Marilyn Manson bezahlte seinem Vater einen...
Marilyn Manson- Gut choreographierte Exzentrik - sz-online
So dicht kommt man wahrscheinlich nur selten an jemanden wie Marilyn Manson alias Brian Hugh Warner heran: zum Abtupfen, Schweiß abwischen, Näschen putzen, Anziehen, Ausziehen und Hose zumachen. Schon nett, so ein persönlicher Sklave....

Marilyn Manson

Marilyn Manson live in Florenz, 2007

Marilyn Manson ist eine amerikanische Rock-Band. Sie wurde zunächst unter dem Namen Marilyn Manson & The Spooky Kids gegründet. Ihr Frontmann Brian Hugh Warner trägt die Bezeichnung Marilyn Manson als Künstlernamen. Da er sowohl innerhalb der Gruppe als auch in den Medien die dominierende Persönlichkeit ist, bezieht man sich mit der Bezeichnung Marilyn Manson oft auf die Person Warners.

Sowohl der Band- und Künstlername Marilyn Manson als auch der Künstlername vieler Bandmitglieder (Daisy Berkowitz, Madonna Wayne Gacy, Twiggy Ramirez, Sara Lee Lucas, Olivia Newton Bundy, Ginger Fish, Gidget Gein) sind eine Zusammensetzung aus dem Namen einer Ikone (Marilyn Monroe, Madonna) einerseits und einem Massen- oder Serienmörder andererseits (John Wayne Gacy, Ted Bundy, Charles Manson). Dadurch soll die untrennbare Zusammengehörigkeit von Gut und Böse verdeutlicht werden.

Die Band wurde 1989 gegründet und wechselte im Laufe der Zeit mehrmals die Bandmitglieder. So veränderte sich ständig das Line-Up der Band, und somit auch der Sound.

Als Gruppe begann Marilyn Manson in Tampa Bay, Florida unter dem Namen Marilyn Manson & the Spooky Kids. Ihre Auftritte hatten weniger den dunklen Stil der späteren Jahre, sondern eher einen Zeichentrickcharakter mit Punkeinflüssen. Folglich waren sie über Florida hinaus kaum bekannt, bis sie von Trent Reznor (Nine Inch Nails), welchen Manson bei seiner Arbeit als Musikjournalist kennenlernte, erwähnt wurden. Marilyn Mansons erste CD Portrait of an American Family erschien bei Nothing Records, einem Label von Trent Reznor. Es folgte eine gemeinsame Tour der beiden Bands.

Die Mitglieder der Gruppe sind meistens außergewöhnlich grotesk und unkonventionell gekleidet. Ihre Fangemeinde vergrößerte sich vor allem durch schockierende Auftritte in der Öffentlichkeit, wie sie in zeitgemäßer Form auch früher schon von KISS oder Alice Cooper verwendet wurden.

Die Mixtur aus ihrer Bekanntheit, ihrer Musik und derartigen Auftritten führte zu Protesten, ständigen Angriffen der religiösen Rechten und schließlich zu Auftrittsverboten in einigen Städten der USA. Außerdem wurde die Band in der amerikanischen Presse für das „Columbine-Massaker“ an einer High School verantwortlich gemacht. Allerdings stellte sich heraus, dass die Attentäter keine Fans von Marilyn Manson waren und die Kritik völlig unberechtigt war. Aufgrund dieser Beschuldigungen zog sich die Band für drei Monate zurück und überlegte, ob und wie es weitergehen sollte. Marilyn Manson schrieb daraufhin den Song „Disposable Teens“. Auch außerhalb der Musikszene wurde Manson bekannt durch seinen Kurzauftritt in dem Dokumentarfilm Bowling for Columbine, als er diese Anschuldigungen in Frage stellt und die Bigotterie der amerikanischen Gesellschaft darstellt und verantwortlich macht. Im Jahre 2003 kam Marilyn Mansons fünftes Studioalbum The Golden Age of Grotesque in die Plattenläden, das erste der beiden Alben, die er nicht zusammen mit Twiggy Ramirez, sondern mit Tim Skold schrieb. Anschließend 2004 das erste Best-Of mit dem Titel „Lest We Forget“. Nach dreijähriger Pause erschien am 1. Juni 2007 das neue Album mit dem Titel „Eat Me, Drink Me“. Die erste Singleauskopplung „Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)“ kam am 25. Mai 2007 in den Handel.

Für die „Eat Me, Drink Me Tour 2007“ übernahm Tim Skold die Gitarre, Rob Holliday den Bass, Ginger Fish das Schlagzeug und Chris Vrenna das Keyboard.

Madonna Wayne Gacy, der eigentlich am Keyboard steht, ist derzeit nicht in der Band. Unklar ist derzeit noch, ob Pogo die Band verlassen hat oder sich nur eine temporäre Auszeit genommen hat.

Am 9. Januar 2008 wurde auf der offiziellen Homepage von Marilyn Manson und durch ein Bulletin in Myspace bekannt gegeben, dass der bis "Holy Wood" auch als Hauptsongwriter der Band agierende Twiggy Ramirez der Band wieder beigetreten ist und auf der „Rape the World Tour“ auch wieder die Rolle des Bassisten übernehmen wird. Laut der Meldung habe Tim Skold die Band einvernehmlich verlassen und eine erneute Zusammenarbeit in der Zukunft wird nicht ausgeschlossen. An seine Stelle als neuer Gitarrist tritt Rob Holliday.

Am 22. Mai 2009 erscheint das bisher siebte Album „The High End Of Low“, auf dem sich die Zusammenarbeit mit Twiggy Ramirez bereits niedergeschlagen hat.

Der Musikstil der Band ist nur schwer auf ein Genre begrenzbar, da verschiedene Musikrichtungen bzw. Einflüsse vermengt werden, etwa Industrial Rock, Hard Rock, Alternative Rock und Elemente des Metal.

Zum Seitenanfang



Metal

Megadeth bei einem Konzert im Jahre 2005

Metal (von engl. metal „Metall“) ist eine variantenreiche Musikrichtung und Subkultur. Ihre Ursprünge liegen im Hard Rock Anfang der 1970er; sie beinhaltet unter anderem Elemente des Blues, des Jazz und der Klassik. Eine gitarren- und schlagzeugzentrierte Klangfarbe wie auch virtuose Spielweise sind häufige Merkmale.

Die zahlreichen Substile – beispielsweise Death Metal, Black Metal, Progressive Metal – unterscheiden sich zum Teil erheblich. Die Bandbreite reicht von extrem einfach gehaltenen, meist rhythmisch sehr treibenden Songstrukturen bis zu filigran ausgefeilten, multiinstrumentalen Kompositionen, die sich ansonsten nur in der klassischen Musik wiederfinden, von krächzendem Gebrüll und tiefem Grunzen bis zu opernartigen Gesangskünsten, von extrem langsamen bis rasant schnellen Rhythmen. Ähnlich vielfältig geht es bei den Texten zu, die von reiner Fantasy über Hassorgien, Religion, sexuell anzüglichen Partytexten, Melancholie bis zur politischen Gesellschaftskritik reichen. Die dominante Sprache der Texte ist zwar Englisch, dennoch können sie auch in anderen Sprachen wie Deutsch, Norwegisch, Französisch, Latein etc. vorkommen.

Seit seinen Anfängen in den 1970ern ist Metal primär eine Jugendsubkultur, jedoch bleiben die Hörer oft auch Jahre nach der Pubertät ihrer Musik verbunden, so dass sich in der Szene Menschen aus praktisch allen Altersbereichen finden lassen. Die Szenegänger bezeichnen sich selbst oft als Metaller, Metalheads, Metal-Jünger oder Heavies.

Passend zu den verschiedenen Substilen gibt es die verschiedensten Kleidungsstile und zum Teil auch Lebenseinstellungen. Das weit verbreitete Klischee des Metal-Fans mit langen Haaren, Lederklamotten und Jeans-Kutte mit Bandlogos trifft aber verallgemeinernd nicht zu. Viele Fans kleiden sich gar nicht dem Klischee entsprechend oder zeigen ihre Hörgewohnheiten nur noch durch Bandshirts.

Auch wenn viele Stilrichtungen des Metal aus dem Underground stammen und teilweise auch noch dort beheimatet sind, gab und gibt es zahlreiche Bands, die inzwischen allgemein bekannt sind und den Musikstil Metal so auch einem sehr großen Publikum zugänglich gemacht haben.

Metal präsentiert sich in erster Linie als musikalische Kunstform, welche aber auch Selbstausdruck der dahinter stehenden Subkulturen, ihres Gedankengutes und ihrer Ideale ist. Die Musik allgemein und die einzelnen Unterstile korrelieren mit bestimmten Einstellungen.

So zeichnet sich beispielsweise der Gothic Metal musikalisch durch tiefe und langsame, im Allgemeinen melancholisch wirkende Melodien aus, die als musikalischer Ausdruck des von den Anhängern dieser Metalrichtung geteilten Lebensgefühls empfunden werden. Die Splattertexte, Blastbeats, mehrheitlich auf Dissonanz bedachten Kompositionen und Growls des Death Metal entsprechen den Motiven Zerstörung und Gewalt, durch die eine pessimistische Weltsicht künstlerisch verarbeitet wird. Im Black Metal unterstreichen dissonante Riffrepetitionen, die stark verzerrten und sehr schnell gespielten Gitarren sowie die Screams die düsteren Gefühle zumeist kalten Hasses und Hassens, die dort im Mittelpunkt stehen.

Musikalisch zeigt der Metal sowohl Einflüsse aus der klassischen als auch der Unterhaltungsmusik, wobei deren Anteile in den einzelnen Subgenres variieren. Neben der Musik geben viele Künstler aber auch ihren Albencovern und ihren Shows ein Augenmerk, so dass den Metal auch eine visuelle Komponente prägt.

Metal wird nur selten von Einzelkünstlern, sondern primär von Bands vorgetragen. Die Standardbesetzung bilden hier Schlagzeug (oft mit Doublebassdrum), E-Bass, Rhythmusgitarre (auf welche teilweise verzichtet wird), Leadgitarre und Gesang, welcher manchmal auch von einem der Instrumentalisten übernommen wird. In einigen Subgenres werden außerdem beispielsweise Keyboards bzw. Synthesizer eingesetzt, allerdings selten als Lead-Instrument. Auch andere Instrumente werden häufig eingesetzt, so sind zum Beispiel Flöten oder Geige bzw. Fiddle oft das Lead-Instrument im Folk Metal.

Die E-Gitarren spielen im Metal eine Schlüsselrolle. Hohe Verstärkung, Verzerrung, ein Equalizer, der die Höhen sowie die tieferen Bässe betont, und auch einige andere elektronische Effekte gelten als obligatorisch, und schaffen eine insgesamt druckvolle Klangfarbe. Gitarrensoli sind in den meisten Substilen des Metal ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Oft verwendete Techniken sind hier Sweep Picking und Tapping, und im Allgemeinen spielt Virtuosität in Form hoher Spielgeschwindigkeit eine wichtige Rolle.

Der Gesang reicht in den einzelnen Metalstilen von klarem Gesang in den traditionelleren Metal-Stilen über Sprechgesang (größtenteils im Nu Metal) bis hin zu verzerrtem Gekrächze und gutturalem Gesang (Growls) bzw. Geschrei (Shouting und Screaming) im Black- oder Death-Metal. Vor allem bei letzteren Stilen ist es oft schwer, die Texte zu verstehen. Der cleane, d. h. saubere, Gesang ist nicht selten sehr hoch (vor allem beim Power Metal) bis teilweise sogar zum Falsett.

Neben modalen Skalen fließen oft auch andere Tonleitern in die Solos und Melodien ein. So spielen viele klassisch inspirierte Gitarristen in Harmonisch Moll (Beispielsweise Yngwie Malmsteen oder Uli Jon Roth). Ebenfalls sehr beliebt sind die Pentatonik und auch die Bluestonleiter. Einige Gitarristen benutzen die Tonleitern in melodischen Licks über modalen Akkorden, z. B. Tony Iommi, Ritchie Blackmore, K. K. Downing, Glenn Tipton und Wolf Hoffmann. Obwohl ein sehr simples System, setzen Gitarristen wie Zakk Wylde und Angus Young die Pentatonik in vielfältiger Weise ein. Es ist erwähnenswert, dass Metal vom Hard Rock insbesondere dadurch unterschieden wird, anstelle der Bluesskala besagte andere Tonleitern zu verwenden.

Ein harmonisches Markenzeichen vieler Metalstile ist der Gebrauch spannungsreicher Tonbeziehungen, wie z. B. der Chromatik oder – wie viele Musiker und Experten herausgestellt haben – des Tritonus. Letzteres dissonante Intervall wurde in der mittelalterlichen Musik strikt vermieden, weswegen die Mönche es „Diabolus in Musica“ (lat. „Teufel in der Musik“) nannten. Heute suggeriert dieses Intervall dem westlichen Hörer im allgemeinen einen „bedrückenden“, „erschreckenden“ oder „bösen“ Klang, weswegen Künstler es in Riffs und Solos ausgiebig nutzen.

Metal benutzt extensiv den Orgelpunkt als harmonische Basis. Ein Orgelpunkt ist eine anhaltende Note, typischerweise im tieferen Tonbereich, über welcher in einem anderen Tonbereich mindestens eine „fremde“, d.h. dissonante Harmonie gespielt wird. Metalriffs bauen häufig auf einer persistent wiederholten Note auf, die auf den unteren Saiten der Gitarre oder des Basses gespielt wird (meistens E-, A-, oder D-Saiten). Anders ausgedrückt, eine bestimmte Bassnote wird andauernd wiederholt während einige unterschiedliche Akkorde gespielt werden, die diese Bassnote normalerweise nicht enthalten würden.

Ein harmonisches Genremerkmal bilden Powerchords. Sie bestehen aus einer Basisnote und einer reinen Quinte, zuzüglich der Basisnote eine Oktave höher. Manchmal werden auch andere Powerchords mit einem anderen Intervall statt der traditionellen reinen Quinte verwendet, z. B. mit der reinen Quarte, der kleinen oder großen Terz, der verringerten Quinte oder der kleinen Sexte.

Im Metal wird hauptsächlich der 4/4-Takt verwendet, andere Taktarten sind aber keinesfalls ausgeschlossen. So wechselt der Takt in Metallicas berühmten Song „One“ (siehe Noten und *Hörbeispiel) mehrere Male. Metalballaden stehen nicht selten im 6/8-Takt, nicht zuletzt weil dieser Takt sich gut für Akkordzerlegung (Arpeggi) eignet (siehe "Nothing Else Matters" von Metallica).

Häufig (vor allem im Death-Metal- und im Progressive-Metal-Bereich) macht man von vielen komplexen Tempo- und Taktartwechseln Gebrauch, um mehr Abwechslung in die Musik zu bringen. Auf diese Weise wirken die Songs manchmal (gewollt) uneingängig.

Ein bestimmendes Merkmal des Metal sind Staccatorhythmen, häufig durch Palm Muting realisiert. Die rhythmischen Figuren des Metal sind typischerweise relativ lang.

Typisch für viele Metalgenres ist die große Rolle, die die optische Präsentation des musikalischen Materials spielt. Die Cover und Booklets sind relativ oft mit komplexen Zeichnungen zur Untermalung der Thematik bzw. der Atmosphäre auf optischer Ebene gestaltet. Dabei wird auf einem Cover meistens darauf verzichtet, Bilder der jeweiligen Band zu verwenden. Dagegen besitzen manche Gruppen eigene Maskottchen, denen eine zentrale Position auf dem Plattencover zukommt. Das bekannteste Beispiel ist der Zombie Eddie von Iron Maiden, aber auch andere Bands wie Motörhead (Snaggletooth), Megadeth (Vic Rattlehead) oder Running Wild (Adrian) verwenden zur Visualisierung die immer gleichen Figuren. Im Gegensatz hierzu finden beispielsweise im Pop-Bereich mehrheitlich Fotoaufnahmen der Künstler auf den CD-Covern Verwendung.

Ein weiterer für den Metal typischer Aspekt ist die Art der Darstellung der Bandnamen auf Plattencovern und Merchandising-Artikeln. So stellen viele Bands ihren Namen in einer leicht voneinander abzugrenzenden Art dar und sie behalten diese Darstellung auch über die Jahre bei. Vorwiegend im Death- und Black Metal finden sich auch bis zur Unleserlichkeit verzierte Schriftzüge von Bandnamen, die teils nur noch von „Eingeweihten“ entziffert werden können.

Die Ursprünge des Metal liegen sowohl im Bluesrock und Psychedelic Rock als auch im Hard Rock. Neben Deep Purple, Blue Cheer und dem frühen Alice Cooper gilt insbesondere die Hard-Rock-Band Led Zeppelin als einer der Vorväter des Metal. Als eigentlicher Begründer des Metal gilt jedoch die Band Black Sabbath. Ab 1969 entwickelte sie aus Einflüssen des Bluesrock und des Jazz eine riffbetontere Art der Musik, wie sie für späteren Metal charakteristisch wurde. Ihr auf Okkultismus basierendes Image beeinflusste den noch nicht erfundenen Musikstil maßgeblich. Während die Hippies an die „Macht der Liebe“ glaubten, fokussierte sich die Metal-Subkultur, als Trotzreaktion auf den Niedergang der Hippiekultur und ihrer Ideale, in ihren Texten auf die Schattenseiten menschlichen Lebens.

Vor allem junge britische Bands wie Iron Maiden, Saxon oder Samson prägten um 1980 eine Generation von Musikbands, die sich von den zu dieser Zeit dominierenden Punkbands abheben wollten. Dazu bedienten sie sich eines Stils, der zum einen das hohe Tempo des Punk beinhaltete, zum anderen aber auch die Härte, Dynamik und Filigranität des Hard Rock von Bands wie Deep Purple in den 1970ern aufgriff. Einzelne Hard-Rock-Bands wie Judas Priest passten sich dem neuen Stil an und entwickelten sich zu Metal-Bands (in der Musikpresse als New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM) bezeichnet), daher kommt auch das Verwechselungspotential der Stile. In dieser Zeit kann von einem eigenständigen Genre namens „Heavy Metal“ gesprochen werden.

Etwa ab Mitte der 1980er teilte sich der Heavy Metal in einzelne Substile auf, die alle unter dem Begriff Metal zusammengefasst wurden. Heavy Metal bezeichnet seither nur noch einen bestimmten Substil des Metal.

Den ursprünglichen Heavy Metal an Geschwindigkeit und Aggressivität übertreffend, entwickelten sich so in den USA der Thrash Metal und der Speed Metal mit Bands wie Slayer, Metallica, Exodus oder Anthrax. Als erstes Thrash-Metal-Album gilt Kill ’Em All von Metallica. Mit ihren folgenden Alben stiegen ihre Popularität und ihr Ansehen. The Black Album leitete Metallicas musikalischen Wandel ein und vor allem ihre Ballade Nothing Else Matters verschaffte der Band außerhalb der Szene eine enorme Popularität. Metallica gelten mit ihrem ausgesprochen großen Erfolg in der öffentlichen Wahrnehmung oft als der Inbegriff des Metal selbst, obwohl sie Mitte der neunziger Jahre mit Load und ReLoad zwei Alben veröffentlichten, die eher dem Genre Alternative zuzuordnen waren. Auf der anderen Seite verloren sie dadurch viele bisherige Fans aus der Metal-Szene. Einen weiteren Klassiker des aggressiven Thrash Metal schufen Slayer mit Reign in Blood. Durch ihr unbedarftes Kokettieren mit Okkultismus und teilweise auch Nazisymbolen erhöhten sie auch die Messlatte für Provokationen deutlich – was ihrem Ruf im Allgemeinen jedoch eher schadete.

Parallel zum aggressiven Thrash Metal und Speed Metal etablierte sich in den 1980ern von den USA aus der so genannte Hair Metal (auch abwertend Poser Metal oder Cock Rock genannt). Er übernahm musikalische Elemente des Metal und verknüpfte sie mit dem Auftreten und Image des Glam Rock. Die bekanntesten Vertreter dieser Richtung sind Alice Cooper, Poison, Mötley Crüe, die frühen Bon Jovi sowie Guns N’ Roses. Die Musikrichtung dominierte die Mainstreamcharts bis zum Aufkommen des Grunge Anfang der 1990er.

Aus dem Thrash Metal entwickelte sich wenig später der Death Metal mit Bands wie Possessed, Death, Morbid Angel und Autopsy, deren Musik noch aggressivere Züge trug.

In Europa entwickelte sich in den 1980er Jahren vor allem in Deutschland eine relativ umfangreiche Szene, wobei sich Hamburg und das Ruhrgebiet als kulturelle Zentren etablieren konnten. Kreator, Destruction und Sodom sind beispielsweise die bekanntesten Vertreter des deutschen Thrash Metal, welcher sich gegenüber dem meist glatter produzierten Metal aus Amerika durch seine größere Rauheit auszeichnete. Auf der anderen Seite begründeten Helloween, Blind Guardian und Gamma Ray den europäischen Power Metal.

Ebenfalls erwähnenswert sind Venom aus Newcastle (England), die weniger durch musikalische Finesse als viel mehr durch ihre für damalige Maßstäbe hohe Aggressivität in ihren Songs und ein satanistisches Image zu Legenden der Szene wurden. Auch wenn Venom selber eher zum Thrash Metal zu rechnen sind, wirkten sie als Zündfunke für die Entstehung des Black Metal, der seinen Namen vom gleichnamigen Venom-Album entlieh.

Als zu Anfang der 1990er die Ära des Hairspray Metal im Zuge der Grunge-Welle schnell endete, hatten auch die anderen Metalstile den Zenit ihres Erfolges überschritten. Angesichts des Rückzuges des Metal in den Underground titelte die Rock Hard sogar: „Ist der Metal tot?“. Der Mainstream wurde von nun an von Pop, Techno, R ’n’ B und Hip-Hop dominiert.

Im Untergrund setzte jedoch gleichzeitig eine Stilexplosion ein, wobei sich die skandinavische Metalszene als dominierend erwies.

Ausgehend von der durch Venom inspirierten schwedischen Band Bathory bildete sich in Norwegen in den 1980ern eine lebendige Black-Metal-Szene um Mayhem, Darkthrone, Immortal und Burzum, die gerne mit dem Image des absoluten Bösen kokettierten. Anfang und Mitte der 1990er erlangte diese Stilrichtung öffentliche Aufmerksamkeit vor allem aufgrund brisanter Ereignisse wie Kirchenbrandstiftungen, Todesfälle im Umfeld der Bands Mayhem und Burzum, sowie die rechtsradikale Gesinnung des Burzum-Gründers Varg Vikernes. Im Mainstream erlangte von den norwegischen Black-Metal-Bands nur Dimmu Borgir eine gewisse Bekanntheit – wie auch die englischen Cradle of Filth werden sie vom Underground deswegen jedoch als „untrue“ oder „Möchtegern-Black-Metaller“ gescholten.

Anfang der 1990er nahm in Schweden die New Wave of Swedish Death Metal ihren Anfang. Während Dismember oder Entombed eine betont rauhe Variante des Death Metal popularisierten, verwendeten Hypocrisy vermehrt melodischere Passagen. In Göteborg entstand ausgelöst von At the Gates die sogenannte Göteborger Schule, der Melodic Death Metal, der die Brutalität des Death Metal mit den melodischen Elementen der NWoBHM verband. Bands wie In Flames und Dark Tranquillity verhalfen diesem Stil zum europaweiten Durchbruch.

Die Gothic-Kultur hatte in den 1990ern eine große Relevanz für diese gesamte Subkultur entwickelt. Einige Bands wie beispielsweise Paradise Lost übernahmen Merkmale des Gothic Rock in den Metal und führten so den Gothic Metal neu in die Szene ein.

Gleichzeitig erschien mit Skyclads Debütalbum The Wayward Sons Of Mother Earth das erste Folk-Metal-Album. Die fünf Musiker aus Newcastle kombinierten Thrash Metal mit Einflüssen von Bands wie New Model Army oder Thin Lizzy und setzen erstmals im Metal die Fiddle als Leadinstrument ein. Parallel dazu integrierten Bathory, die neben Venom und der Schweizer Band Hellhammer als Vorreiter des Black Metal gelten, Elemente klassischer Musik und skandinavischer Folklore in ihren Sound und legen mit den Alben Blood Fire Death und Hammerheart den Grundstein zum Viking Metal, einem mit dem Folk Metal sehr eng verwandten Subgenre. Beide Stile gewannen – zusammen mit dem vom Folk Metal nur schwer abgrenzbaren Mittelalter-Rock – seit Mitte der 1990er immer mehr an Popularität. Die vermutlich bekanntesten Vertreter sind neben den beiden schon genannten Bands Cruachan, Finntroll, Korpiklaani, Elvenking, In Extremo und Subway To Sally.

Wichtig war ab den 1990er Jahren für die deutsche Metalszene auch das Plattenlabel Nuclear Blast, das trotz aller „Ausverkaufs“-Vorwürfe einerseits viele bereits erfolgreiche Bands der europäischen Szene unter Vertrag nahm, andererseits aber auch ein glückliches Händchen bei der „Entdeckung“ erfolgversprechender neuer Bands wie Children of Bodom bewiesen.

In Lateinamerika zeigten sich Sepultura oder Krisiun aus Brasilien als Vertreter des Thrash- bzw. Death Metals.

In Osteuropa entstand noch zu Zeiten des Eisernen Vorhangs eine Metalszene mit den Schwerpunkten Thrash Metal (Kat, Kruiz, Shah), Death-/Thrash Metal (Vader, Krabathor) und Black Metal (frühe Behemoth).

Während der Metal in Europa – Deutschland stellt mit dem Wacken Open Air das wichtigste Festival der Szene – lebendig blieb, sah sich die nordamerikanische Szene mit einer Stagnation konfrontiert, auch wenn Bands wie Manowar, Megadeth oder Slayer eine unverändert große weltweite Popularität genossen.

Dies sollte neben verschiedenen als Crossover betitelten Bands wie den sehr erfolgreichen Faith No More der Grundstein für den Nu Metal sein. Jene Musikrichtung, ausgehend von den USA, gestaltete sich zu einem prägenden Trend der ausgehenden 1990er. Hauptsächlich losgetreten von Bands wie Korn, Deftones und Limp Bizkit und später durch Slipknot und Linkin Park weitergeführt, konnte man sich gegenüber der dominierenden Black Music sogar in den Charts behaupten. In der – von nun als „klassisch“ oder „traditionell“ wahrgenommen – bisherigen Metalszene beäugte man den Erfolg dieser Musik allerdings tendenziell skeptisch: zu stark der Einfluss von Hardcore und Hip-Hop, zu deutlich das kommerzielle Potential, zu gering die Ursprünge in der alten Metalszene.

Ab 2002 ließen die Verkaufszahlen der meisten Nu-Metal-Bands dann stark nach , während in einem Prozess, der an den Cock-Rock-/Grunge-Umschwung zehn Jahre zuvor erinnerte, ausgehend von der Hardcoreszene der Metalcore an Bedeutung gewann. Diese New Wave of American Heavy Metal, angeführt von Bands wie zum Beispiel Killswitch Engage oder Chimaira, vermengte Einflüsse des Hardcore mit klassischem Metal, besonders dem aggressiven Thrash Metal der Marke Slayer oder dem schwedischen Melodic Death Metal.

Die Unterscheidung verschiedener Substile stellt heute einen wichtigen Aspekt des Szenelebens dar. Während einerseits viele Fans sich ein komplexes Schema von Genre ausarbeiten, kritisieren andere Fans derartige Kategorisierungsversuche als sinnlos und einschränkend.

Dem ursprünglichen Heavy Metal – vor allem dem der NWoBHM – ist heute der Power Metal am nächsten. Vor allem ältere Metal-Anhänger zählen noch den Hard Rock selbst zum Heavy Metal, da letzterer sich aus diesem entwickelt hatte, was die Abgrenzung beider Genres anfangs erschwerte. Massenkompabilität erreichte aus diesem Bereich besonders der Hair Metal, der eher dem Hard Rock als dem Metal zuzuordnen ist.

Der Speed Metal und der Thrash Metal gehen von diesem Bereich fließend über in das weite Feld des Extreme Metal. Wichtig sind dort der Death Metal und der Black Metal.

Es existieren zahlreiche weitere Substile – z. B. Doom Metal, Progressive Metal, Folk Metal – und die Übergänge sind untereinander meist fließend. Beispiele für Übergänge zu anderen Musikarten sind der Gothic Metal, der Industrial Metal, der Nu Metal, der Folk Metal, der Grind- und der Metalcore.

Während es einerseits ein starkes Gemeinschaftsgefühl unter den Metal-Fans gibt, herrschen besonders zwischen den fanatischeren Anhängern einzelner Richtungen oft Animositäten.

Die Strömungen definieren sich in vielen Fällen nicht nur rein musikalisch, sondern hinter ihnen stehen nicht selten auch eigene Subszenen im Metal. In einigen Fällen wird die Ideologie sogar als einziges Kriterium zur Unterscheidung verwendet, so zum Beispiel beim christlichen Metal, der sich ausschließlich über den christlichen Hintergrund seiner Texte definiert und in musikalischer Hinsicht praktisch das ganze Spektrum von Nu- bis Thrash-, Death- und sogar Black Metal abdeckt. Ähnlich sind auch Richtungen wie True Metal oder Viking Metal entschieden durch ihr Gedankengut bestimmt.

Ein Streitthema unter vielen Metal-Fans ist, ob ein Genre kulturell oder musikalisch zum Metal zählt oder ob ein bestimmter Stil überhaupt real existiert, denn viele Metaller vertreten auch die Ansicht, die meisten Stilbezeichnungen seien nichts mehr als nur verkaufsfördernde Schlagwörter der Musikindustrie. Besonders umstritten innerhalb der Metalszene sind der Hair Metal und der Nu Metal, da diese mehr am Mainstream orientiert sind als die meisten anderen Stile des Metal. Insbesondere True-Metal-Bands wie Manowar stehen diesen Substilen sehr ablehnend gegenüber und bezeichnen sie abwertend als False Metal sowie deren Anhänger als Poser. Andererseits sind Vertreter des musikalisch von anderen Substilen nicht klar abgrenzbaren True Metal immer wieder dem Vorwurf der Selbstüberschätzung ausgesetzt, da sie für sich beanspruchen, die „wahren Metaller“ zu sein und sich somit nach Auffassung von Kritikern der Lächerlichkeit preisgäben.

Zwar betrachten nicht wenige Hörer den Metal in erster Linie nur als Musikrichtung, aber viele Fans bauen eine sehr starke Identifikation mit ihrer Musik auf und nehmen teil an einer Subkultur. Da das Einstiegsalter für diese Kultur primär in der Pubertät liegt, ist die Szene um diese Musik eine Jugendsubkultur. Wie bei vielen anderen Jugendkulturen reizt sie durch ihren inneren Zusammenhalt, während gleichzeitig eine Möglichkeit zur Abgrenzung von der Elterngeneration bietet. Viele Fans zeigen eine fast fanatische Haltung zur Musik und der Szene. Die teilweise erheblich älteren und langjährigeren Metal-Anhänger empfinden dabei die jüngeren Fans oft allenfalls als Mitläufer, die das vorherrschende Gedankengut noch nicht nachvollziehen können und lediglich mit ihrer Musik und Kleidung provozieren wollten.

Die Entstehung und Popularisierung des Metal fällt zeitlich zusammen mit dem Ende der Hippie-Kultur Ende der 1970er. Man kann daher sagen, dass Metal als eine Gegenkultur zur Verarbeitung einer konfliktreichen sozialen Wirklichkeit entstanden ist.

Wie in jeder Jugendsubkultur existiert ein typisches, wenngleich nicht charakterisierbares Gedankengut. Obgleich der simple Gefallen an der Musik in der Regel ausschlaggebend ist, stellt diese „Ideologie“ – deutlich beispielsweise in Texten, Auftreten oder Image der Bands – für Jugendliche einen zusätzlichen Reiz dar, sich mit der Subkultur tiefergehend zu beschäftigen.

Infolge des langen Bestehens entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Substile im Metal. Manche Szenegänger vertreten sogar die Ansicht, dass der Metal eher eine Ansammlung verwandter, aber separater Szenen sei. Trotz vieler musikalischer oder ideologischer Unterschiede lassen sich in diesen Subszenen jedoch ähnliche Denkmuster finden, so z. B. oft eine kritische Haltung der Gesellschaft und nicht selten speziell der Kirche gegenüber, was sich aber unterschiedlich und unterschiedlich stark äußern kann.

Um als Metaller zu gelten, wird in der Szene allgemein der Anspruch gestellt, Wissen über Musik, Bands und Szeneleben aufzuweisen, und insbesondere, dass die Einstellung zur Musik ernsthaft ist. Dies wird gerade von Anhängern der als traditionell erachteten Metal-Stile auch spezifisch mit Styling und Kleidung verbunden.

Ein die ganze Subkultur durchziehendes Merkmal, welches den Metal von anderen musikorientierten Subkulturen wie dem Gothic, Hip-Hop oder Punk unterscheidet, ist die Fixierung auf die Musik als Zentrum des Daseins als Metaller. Wie in vielen anderen Jugendsubkulturen, so stellt das Leben innerhalb der Szene eine Antipode zum Alltagsleben dar.

In den Augen der Fans zeichnet sich die Musik vor allem durch ihre Intensität und Authentizität aus. Erstere Eigenschaft lässt sich vor allem mit ihrer Lautstärke, ihrem straffen Rhythmus, der oft hohen Geschwindigkeit, ihrem Spiel von Dissonanz und Konsonanz sowie ihrer im Vergleich zur Popmusik meist größeren Komplexität begründen. Der Hang zum Authentischen zieht sich durch die gesamte Subkultur. Dies drückt sich unter anderem in dem Anspruch an die Musiker aus, dass sie ihre Musik selber schreiben und sich nicht durch kurzlebige Trends beeinflussen lassen. Fällt eine Band unter Verdacht, „kommerziell“ zu sein (wofür insbesondere bei den „extremen“ Substilen häufig bereits geringer kommerzieller Erfolg ausreicht), so betrachten oft nicht wenige Metal-Fans dies als „Verrat“ am Metal. Jedoch verdrängt die Szene unter ihrem Idealismus teilweise, dass auch in ihr kulturindustrielle Mechanismen wie im Mainstream greifen.

Viele Bands legen ein hohes Augenmerk auf die Aussagen ihrer Lyrics. Im Allgemeinen behandeln die Texte extreme Themen, Gefühlszustände und Erlebnisse, welche im Alltag so nicht erfahren bzw. ausgelebt werden können. Auch sie spiegeln daher den Wunsch nach dem „Ehrlichen“ und „Authentischen“ wider.

Auffallend ist die häufige Fokussierung auf den breiten Themenkreis Konflikt, der sich quer durch fast alle Stile durchzieht. Neben Gesellschaftskritik werden auch Gefühle wie Selbstzweifel, Wut, Hass oder Misanthropie zum Ausdruck gebracht, mit tendenziell plakativen Darstellungsarten, welche die Rezeption intensivieren sollen (wie beispielsweise Splattertexte). Während man in der Subkultur selbst sehr extreme Ausdrucksweisen oft nur als Metaphern auffasst, schreckt ihre konkrete Bedeutung Außenstehende oftmals ab, was zu vielen Vorurteilen seitens der Allgemeinheit geführt hat.

Reine Spaßtexte werden in der Szene grundsätzlich als nicht ernstzunehmende Ausnahme wahrgenommen. Dies ist vermutlich auf die Assoziation mit der Musik des Mainstreams anzusehen, dessen teilweise plakative Fröhlichkeit in der Szene als gekünstelt, oberflächlich und belanglos missachtet wird. Aus demselben Grund findet sich auch das Thema Liebe nur selten in den Texten des Metal. Positive Gefühle – z. B. Aufbruchsstimmung oder meditative Versenkung – werden in den Liedtexten meist als Kampf gegen einen Konflikt, in jedem Fall jedoch als tief und ehrlich, bis hin zur Pathetik, stilisiert.

Eskapistische Züge enthalten die Texte in einigen Stilarten, welche die Grundthemen des Metal in einen fiktionalen Kontext setzen, beispielsweise vor allem im Power Metal Fantasy oder das Leben der Wikinger im Viking Metal. Dennoch betrachten Fans auch hier die transportierten Stimmungen als in ihrer Essenz authentisch und finden eine Projektionsfläche.

Der Reiz des Metals steckt hierbei in der intensiveren Selbsterfahrung, welche durch den gewollten Bruch sozialer Normen und Beschränkungen zustande kommt. Der Alltag des Individuums wird dabei beiseite geschoben. So zielen auch die metaltypischen Tanzstile (siehe auch Headbangen, Pogo, Moshen) auf eine bewusste und intensive Erfahrung des Körpers ab.

Die Distanzierung vom „Normalen“ geht teilweise so weit, dass der Metal, zumindest von den Idealisten der Szene, oft zum Spiegelbild der verdrängten unterschwelligen Probleme einer oberflächlich sauberen Gesellschaft stilisiert wird. Während man dies als Kritik an der gesellschaftlichen Wirklichkeit auffasst, schärft man dadurch das eigene Szenebewusstsein.

Im Zuge der Ablehnung des „Verfälschten“ wird „ungebeugte“ Individualität und das nicht blinde Übernehmen fremder Meinungen in der Szene grundsätzlich als wichtiger Wert hochgehalten. Man betrachtet dies als Abgrenzung zu einer von Trends „verwässerten“ Populärkultur und versucht, eigene Freiheit zu erfahren.

Andererseits ist ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl ein relativ wichtiges Element bei Zusammentreffen, besonders auf Konzerten. Dieses „Wir-Gefühl“ lässt sich als Gegenbild zu einem tendenziell vereinsamenden Alltag auffassen. Als Basis ist dafür eine Form der Toleranz innerhalb der Szene vorhanden. Man wird in erster Linie als „gleichgesinnter“ Metal-Fan betrachtet, sonstige Unterschiede spielen meist zuerst keine Rolle. Allerdings wird nach außen hin oft gerade seitens der Metalszene mit Herablassung und geradezu aggressiver Ablehnung auf andere Subkulturen oder Musikstile herabgesehen.

Die Tatsache, dass die Subkultur seit Jahrzehnten besteht, lässt sich zu einem Teil wohl auf Traditionsbewusstsein zurückführen. Auch dies kann als Kompensation zur normalen Gesellschaft verstanden werden, wenn Metaller auf diese Weise verlässlicheren Halt in einer Umwelt mit sich im steten Wandel befindenden Normen suchen. Beispielsweise spricht man bei bestimmten Alben auch nach Jahrzehnten von „Klassikern“, welche in keiner Sammlung fehlen dürften, was bei den Anhängern anderer Musikrichtungen kaum in diesem Maße der Fall ist. Der oben erwähnte Toleranzgedanke endet für viele allerdings bei starken Umbrüchen, wie zum Beispiel dem Entstehen eines neuen Substils, so dass einige die Traditionalität zum Konservatismus ausgeartet sehen.

In Bezug auf die Musik existiert ein Leistungsgedanke. Im Weltbild des Metallers verdienen es Bands bei künstlerischer Leistung oder ausgiebigen Touren mit Erfolg belohnt zu werden. Im Unterschied zum Hip-Hop gelten dabei als Zielsetzung mehr die eigenen Maßstäbe, weniger das Schaffen anderer, weswegen auch kein so großer Konkurrenzgedanke existiert.

Die politische Gesinnung innerhalb der Szene weicht nicht von der der übrigen Gesellschaft ab. Generell betrachtet sich die Szene nicht als politisch, und politische Texte bilden die Ausnahme.

Auf der anderen Seite wird der Szene teilweise auch ein Hang zum Rechtsradikalismus nachgesagt. Zurückzuführen ist dies neben der generellen Toleranz der Metalszene gegenüber Andersdenkenden – was für einige auch Toleranz gegenüber Rechtsextremisten einschließt – unter anderem auf den Umgang mit rechtsextremer Symbolik, welche einige Bands wie z. B. Slayer zwecks Provokation betreiben. In einer Variante des Black Metal ist dieses Gedankengut jedoch auch ernsthafter verbreitet, diese Szene wird als NSBM (National Socialist Black Metal) bezeichnet. Bekannte Vertreter dieses Subgenres sind u. a. Graveland und Absurd. Dies wirft auf verschiedene weitere Metalsubgenres ein negatives Bild, insbesondere auf den Black Metal allgemein, aber auch auf den Pagan Metal und den Viking Metal, deren Verwendung germanischer und/oder nordischer Symbole und Mythen manchmal als Neonazismus interpretiert wird.

Einige Bands vertreten explizit linke politische Ansätze, beispielsweise Napalm Death, Misery Index, Dying Fetus, Heaven Shall Burn, Carcass und Kreator.

Der Umgang mit rechtsextremen Bands ist ein häufiges Streit-, teilweise auch Tabuthema. In den meisten Metalmedien werden Bands, die zweifelhafte politische Äußerungen tätigten, ignoriert, um ihnen keine Plattform zu bieten. Viele Metaller sind bestrebt, sich explizit von politischem Extremismus und Vorurteilen ihnen gegenüber abzugrenzen. So ist auf dem thüringischen Party.San das Tragen von T-Shirts rechtsextremer Bands untersagt, da es dort in der Vergangenheit ein erhöhtes Auftreten rechtsextremer Metalfans gab. Das Wacken Open Air druckt auf seine Eintrittskarten den Slogan „Metalheadz against Racism“.

Während einige Bands aus dem Metal-Bereich und – abhängig von Trends und dem jeweiligen Zeitgeist – auch ganze Sparten in der Öffentlichkeit Gehör finden und ihre Musik von einem breiten Publikum konsumiert wird, wird der Metal auch mit vielen Vorurteilen verbunden.

Kritische Blicke von Außenstehenden werden durch vielerlei Faktoren ausgelöst. Ein gewisses Unwissen zeigt sich beispielsweise darin, dass manche Menschen einen Metaller nicht von einem Punk oder Goth unterscheiden können. Die oftmals langen Haare wurden als feminin und bei Männern als obskur aufgefasst, da in Europa moderne Männer grundsätzlich Kurzhaarfrisuren trugen. Die Toleranz ist allerdings seit den 1960ern generell größer geworden.

Ähnlich wie gewaltthematisierende Filme, Comics oder Computerspiele wird auch Metal manchmal als jugendgefährdend eingestuft. Es wird dabei davon ausgegangen, dass der Metal mit seiner Tendenz zur Thematisierung von konfliktreichen Aspekten des Lebens negative Auswirkungen auf die Psyche von Jugendlichen haben kann. Dies geht teilweise soweit, dass Metal für Suizide oder Amokläufe von Jugendlichen verantwortlich gemacht wird. Mehrfach standen so schon Bands wie Marilyn Manson oder Slipknot am Pranger. Letztere beispielsweise infolge des Amoklaufes im Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahre 2002 – die Texte hätten dem Täter als Inspirationsquelle gedient.

Besonders in den 1960ern tendierte man dazu, Rockmusik generell als verdummenden, primitiven Krach zu bezeichnen, welcher sich schädigend auf die Moral der Hörer auswirken würde. Während diese Einstellung aus dem Alltag weitestgehend verschwunden ist, lebt sie als übertriebenes Klischee weiterhin fort, beispielsweise in den Zeichentrickfiguren Beavis and Butt-Head.

Ein populärer Mythos sind die sogenannten Rückwärtsbotschaften. Angeblich wurden in Metaltiteln rückwärts aufgenommene Tonbotschaften versteckt, die den Hörer unterbewusst beeinflussen würden. Die Existenz solcher versteckter Botschaften wurde jedoch bis heute nicht nachgewiesen, die Wirkung als Methode mentaler Beeinflussung sogar durch wissenschaftliche Studien widerlegt. Allerdings machen sich einige Bands diesen Mythos zu eigen und platzieren absichtlich rückwärts gesprochene Nachrichten auf ihren Alben.

Weiterhin existent ist die Vorstellung, in der Metalszene bestehe ein Hang zum Satanismus oder ähnlichem. Diese oder andere Formen des Okkultismus spielen in den meisten Sparten keine ernsthafte Rolle, sie dienen allenfalls zur bewussten Provokation, wenngleich viele Metalfans tendenziell eher kirchenkritisch eingestellt sind bzw. Religion ablehnen. Lediglich im Black Metal ist eine ernsthafte Beschäftigung mit dem philosophischen sowie religiösen Satanismus auffindbar, aber auch dort nicht omnipräsent.

Ein in sehr weite Bereiche der Populärkultur eingegangener Teil der Metal-Kultur ist hingegen die so genannte Pommesgabel – auch Frittenstecher genannt. Dieser Handgruß wurde durch Konzerte von Ronnie James Dio populär und wurde auch in anderen Bereichen der Rockmusik bekannt. Die Pommesgabel als Begrüßung ist allerdings in der Szene umstritten und wird oft Posern zugeschrieben, die sich damit als Metaller zeigen wollen. Es gibt Quellen, die aussagen, dass die Pommesgabel den Kopf des Satans darstellen soll. Bei Konzerten wird sie im Takt gezeigt. Oft ist dies mit Headbangen verbunden.

Einige Metalbands können sich über Jahre hinweg eines hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades erfreuen. Beispiele hierfür sind Black Sabbath, Iron Maiden, Metallica, Megadeth, Judas Priest, Slayer oder Manowar. Allgemein hat die Bedeutung des Metals im kommerziellen Mainstream aber im Laufe der Zeit geschwankt. Während in den 1970-ern die New Wave of British Heavy Metal kommerzielle Erfolge hatte, war in den 1980-ern vor allem der so genannte Poser Metal ein extrem dominanter Bestandteil der Musikcharts. Obwohl dieser von Teilen der Szene als „Kommerz“ abgelehnt wurde, prägte er seinerzeit dennoch das Bild des Metals als einen auf sexuellen Exzentrismus fokussierten, oberflächlichen Musikstil. Nachdem dieser seine Massenpopularität verloren hatte, spielte der Metal nur noch ein sehr geringe Rolle im Mainstream. Kommerziell erfolgreich wurde Metal auf breiterer Basis erst wieder Mitte der 1990-er durch die Vertreter des Nu Metal. Ungefähr seit 2002 gibt es wachsendes allgemeines Interesse am Metal, was sich auch im regelmäßigen Einsatz derartiger Musikvideos auf MTV, VIVA und ähnlichen Sendern zeigt.

In Norwegen ist der Black Metal mit seiner Kultur und seinen Akteuren sogar ein fester Begriff und findet breites Interesse in den Medien. Die meisten Menschen dort kennen Bands wie Darkthrone oder Emperor zumindest vom Namen her, das Osloer Inferno Festival wurde im Fernsehen übertragen.

Aufgrund sich teilweise überschneidender Hörgewohnheiten treten Metalfans beispielsweise auf Festivals und Konzerten häufig in Kontakt zu Goths, Hardcorelern, Punks, Rockern oder anderen Vertretern des alternativen Spektrums der Musik. Zu musikorientierten Subkulturen außerhalb des alternativen Spektrums existieren grundsätzlich keine besonders gefärbten Kontakte.

In der Szene ist häufig eine Abneigung gegenüber mainstreamiger und „nicht handgemachter“ Musik verbreitet. So halten Hip-Hopper in der Metalszene häufig als Feindbild her, ihre musikalischen Vorlieben werden als niveaulos oder oberflächlich abgestempelt. Die teilweise vorgenommene Stereotypisierung der Hip Hopper zu aggressiven, wenig intelligenten Proleten wird von vielen Webseiten auf satirische Art und Weise bis ins Extrem geführt, von vielen Metalanhängern aber als intolerant abgelehnt. Andererseits kommt es immer wieder auch zu Kollaborationen mit Musikern aus anderen Bereichen, wie z.B. aus dem Hip-Hop, besonders im Crossover (Anthrax) oder im Nu Metal (Korn).

In der Szene lassen sich bestimmte Präferenzen in Bezug auf Kleidung und Styling beobachten, die jedoch je nach Subgenre und mit der Zeit stark variieren können. Während das Auftreten seitens der Szene teilweise als Indikator für den Grad der Authentizität ausgelegt wird, lehnen andere dies als oberflächlich und unindividuell ab.

Lange Haare sind nach wie vor insbesondere im traditionellen Bereich der Metalszene weit verbreitet, im moderneren Death Metal und im Metalcore lassen sich vereinzelt auch Dreadlocks finden.

Typische Kleidungsstücke sind Kutten, Kapuzenpullover, Longsleeves oder T-Shirts mit Schriftzug, Album-Cover oder Symbolik einer Band als Aufdruck, wodurch man seine subkulturelle Zugehörigkeit zu erkennen gibt.

Im Bereich Schmuck ist Silberschmuck in Form von Ketten und Ringen bei Metallern jeder Gesinnung sehr beliebt, weniger jedoch Leder- und Nietenschmuck, wie Gürtel, Armband oder Halsband.

Ebenfalls werden gerne die Stoff-Eintrittsbänder diverser Festivals nach diesen weiterhin als Handgelenkschmuck getragen, der zeigen soll, auf wie vielen Festivals der Metal-Fan bereits war.

Vor allem im Power Metal trifft man auf enge, schwarze Lederkleidung. Dies wurde in den 1980-ern in der Szene durch Judas-Priest-Sänger Rob Halford populär, der ihn wiederum der Schwulenszene von San Francisco entnommen hatte.

Die so genannte Kutte ist eine Jeansweste oder Lederjacke, auf der Metal-Fans diverse Aufnäher anbringen, um ihre musikalischen Präferenzen und andere Einstellungen deutlich zu machen. Sie ist allerdings nur noch im traditionellen Bereich aufzufinden. Dieselbe Funktion besitzt häufig auch die schwarze Kampftasche, die vor allem unter weiblichen Fans mit Tendenzen zum Gothic verbreitet ist und dort schon fast als Standard-Accessoire dient.

In den Genres Thrash-, Death- und Black Metal findet sich vereinzelt das Accessoire eines um die Hüfte gehängten Patronengurtes mit entschärfter Munition.

Bei verschiedenen Metalbands sind sogar Masken oder ganze Verkleidungen zu sehen (Slipknot, Lordi).

Im Gegensatz zu beispielsweise Hip-Hop-spezifischen Ausdrücken hat die Szene nur in begrenztem Umfang einen eigenen Slang entwickelt. Neben einigen Fachausdrücken wie Trueness oder Poser wird das Standardvokabular um mehrere Stilnamen, Bandnamen und unter Umständen einige musikalische Ausdrücke erweitert. Relativ weit verbreitet sind martialische Ausdrücke aus dem Wortfeld der Gewalt, die auf die Musik angewendet werden. So spricht man in härteren Spielarten des Metal oft von Geknüppel bei exzessivem Gebrauch von Blastbeats und allgemein bei einem besonders extremem, unmelodischen Klang. Ebenso kommt Gerumpel vor, das meistens abwertend für primitiv produzierten Black Metal angewandt wird. Weitere Begriffe sind unter anderem Gemetzel oder Terror.

Speziell in Deutschland ist unter anderem auf Open-Air-Festivals weiter auch der so genannte „Helga!“-Ruf verbreitet, der zwar nicht explizit aus der Metal-Szene stammt, dort aber Eingang gefunden hat. Eine weitere, einem Albumtitel der deutschsprachigen Band Nargaroth entlehnte Phrase, die in der deutschen Metalszene beliebt ist, lautet „Black Metal ist Krieg!“; allerdings wird sie oft verfremdet, z. B. zu „Grillen ist Krieg!“, „Gartenarbeit ist Krieg!“ oder, besonders auf Festivals, „Duschen ist Krieg!“, was in der Regel aber nur Alberei ohne sinnvollen Hintergrund ist.

Die Bandbreite an Printmedien ist im Metal im Vergleich zu anderen Szenen relativ umfangreich. Neben den beiden größten Publikationen, der eher auf traditionellen Metal ausgerichteten Rock Hard und dem stilistisch etwas breiteren Metal Hammer gibt es noch zahlreiche kleinere Zeitschriften, wie Metal Heart, Heavy, das Eternity Magazine, oder auch die auf extremere Spielarten spezialisierte Zeitschrift Legacy. Außerdem widmen sich einige Fans dem Vertrieb eigener Fanzines.

In den 1980er und 1990er Jahren gab es auch Fernsehsendungen, die sich mit dem Metal beschäftigten, dazu gehörten u. a. Hard 'n Heavy (musicbox/Tele 5, 1986-1991), moderiert von Annette Hopfenmüller, MOSH (RTL Plus, 1988-1989), moderiert von Sabina Classen (Holy Moses) und Götz Kühnemund, Metalla (VIVA, 1993-1998), moderiert von Ralph Krieger, Adam Turtle und Markus Kavka, und Virus (VIVA2, 1998-1999).

Im Ausland wurde vor allem die Sendung Headbanger´s Ball populär. Sie wurde in den USA (MTV, 1987-1995), moderiert von Kevin Seal (1987-1988), Adam Clark Curry (1988-1990) und Riki Rachtman (1990-1995), und parallel dazu in Europa (MTV Europe, 1990-1997), moderiert von Kristiane Backer (1990) und Vanessa Warwick (1991-1997), ausgestrahlt.

Seit einiger Zeit sind Heavy-Metal-Sendungen im Fernsehen sehr selten anzutreffen. Als eine der letzten Sendungen wurde das unmoderierte Hell's Kitchen auf VIVA abgesetzt, das in halbstündiger Laufzeit Videoclips präsentierte. Videos werden gegenwärtig auf labeleigenen DVDs vertrieben oder als Beilage der obengenannten Zeitschriften veröffentlicht. In diesem Zusammenhang tragen auch Onlinemagazine zur Verbreitung der Videos bei.

Als weiteres wichtiges Kommunikationsmedium konnte sich das Internet mit Online-Magazinen wie Powermetal.de, Vampster oder metal.de und -Communitys (Foren, etc.) etablieren.

Die wichtigste Möglichkeit zur Zusammenkunft stellen für die Szene Konzerte und Festivals dar.

Eine Liste einiger Plattenlabel, die in der Szene eine gewisse Bedeutung besitzen.

Zum Seitenanfang



Marilyn Monroe

Marilyn Monroe (Ölgemälde)

Marilyn Monroe (* 1. Juni 1926 in Los Angeles; † 5. August 1962 in Los Angeles; geboren als Norma Jeane Mortenson, getauft als Norma Jeane Baker) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin, Sängerin und ein internationales Fotomodell. Sie wird zu den archetypischen Sexsymbolen und Filmikonen des 20. Jahrhunderts gezählt.

Als Marilyn Monroe am 1. Juni 1926 im General Hospital, Los Angeles zur Welt kam, wurde auf ihrer Geburtsurkunde der Name Norma Jeane Mortenson eingetragen; später ließ ihre Großmutter Della Monroe sie auf den Namen Norma Jeane Baker taufen. Der Nachname Baker verweist auf den ersten Ehemann ihrer Mutter, John Baker. Bei dem Vornamen Norma dachte ihre Mutter an die Schauspielerin Norma Talmadge. In vielen Monroe-Biografien wird ihr zweiter Vorname irrtümlich ohne „e“ am Ende geschrieben.

Norma Jeane war ein ungewolltes Kind. Ihre Mutter war die Filmcutterin Gladys Pearl Mortenson, geborene Monroe. Ihr Vater war vermutlich Charles Stanley Gifford. Gifford arbeitete im Schnittstudio der RKO Pictures und war der Vorgesetzte von Gladys. 1925 hatte er eine Affäre mit ihr. Als er von der Schwangerschaft seiner Geliebten erfuhr, verließ er diese. Er bekannte sich nie zu seiner Tochter. Marilyn Monroe war Zeit ihres Lebens davon überzeugt, dass er ihr Vater war.

Gladys war bereits das zweite mal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit John Baker stammen zwei Halbgeschwister (ein Bruder und eine Schwester), die seit der Scheidung bei ihrem Vater lebten. 1924 heiratete Gladys den Missionar und Prediger Edward Mortenson. Mit Mortenson lebte Gladys nur 4 Monate zusammen, obwohl sie von ihm erst 1928 geschieden wurde.

Die berufstätige Gladys gab ihre Tochter für wenig Kostgeld zu fremden Nachbarn. Dort wurde das Kind übertrieben religiös erzogen. Als Norma Jeane sechs Jahre alt war, musste Gladys sie zu sich nehmen. Das kleine Mädchen kam nicht darüber hinweg, dass ein Nachbar ihren Hund erschossen hatte. Wenige Zeit später bekam Gladys einen Nervenzusammenbruch und litt fortan unter psychischen Problemen. Von da an wuchs Norma Jeane bei verschiedenen Pflegefamilien und entfernten Verwandten auf. 1934 bekam Norma Jeane einen Vormund. Es war die beste Freundin ihrer Mutter. Diese schickte das Kind 1935 für 22 Monate in das Waisenhaus von Los Angeles.

1942 wurde Norma Jeane durch ihren Vormund mit 16 Jahren verheiratet. Ihr Vormund hatte eine Familie gegründet und konnte bedingt durch einen Umzug von Los Angeles in den mittleren Westen nicht mehr für sie sorgen. Gesetzliche Bestimmungen mit Bezug auf die Volljährigkeit zwangen sie aufgrund ihrer frühen Heirat die Schule zu verlassen. Ein möglicher Schulabschluss wurde ihr dadurch verwehrt.

1944 arbeitete sie zunächst in einer Rüstungsfabrik. 1945 wurde sie als Fotomodell entdeckt. Sie posierte zunächst für eine Frontzeitung der U.S. Army und etablierte sich rasch zu einem beliebten Pin-up Girl. Noch im gleichen Jahr absolvierte sie eine Berufsausbildung zum Mannequin. 1946 erschien sie erstmals auf der Titelseite einer überregionalen Zeitschrift.

Norma Jeane wurde 1945 von dem Armeefotografen David Conover an ihrem Arbeitsplatz in einer Rüstungsfabrik als Fotomodell entdeckt. Die ersten Fotos erschienen mit Hilfe des Majors Ronald Reagan Mitte 1945 im Magazin Yank der U.S. Army. Durch den Erfolg der Veröffentlichung ermutigt, bewarb sie sich erfolgreich bei einer Modelagentur in Hollywood und lernte dort, wie man sich vor der Kamera und auf dem Laufsteg bewegt. Sie ließ ihre brünetten Haare blondieren und nahm den Künstlernamen Marilyn Monroe an. Der Name ist eine Kombination aus dem Vornamen der Tänzerin Marilyn Miller und dem Geburtsnamen ihrer Mutter.

1946 erhielt Marilyn Monroe als Nachwuchsschauspielerin einen Einjahresvertrag von der 20th Century Fox und nahm Schauspielunterricht bei Natasha Lytess und Michael Tschechow. Ab 1947 war sie weltweit auf den Titelseiten zahlreicher Zeitschriften zu sehen. Sie spielte kleine Rollen in Filmen, wie Dangerous Years oder Scudda Hoo! Scudda Hay!. Ihre Filmszenen in Scudda Hoo! Scudda Hay! wurden bis auf einen Satz herausgeschnitten. In dem Film Ich tanze in dein Herz sang Monroe ihre ersten Lieder und konnte beweisen, dass sie auch eine Gesangsstimme hatte. Im letzten Film der Marx Brothers, Die Marx-Brothers im Theater hatte sie neben Groucho Marx ihre erste bedeutende Nebenrolle. Er spielte einen Detektiv und sie dessen verführerische Klientin.

Durch ihre wachsende Popularität bekam Marilyn Monroe 1950 mehrere Rollenangebote. Neben den B-Movies A Ticket to Tomahawk, Rollschuhfieber und Rechter Haken spielte sie auch kleinere Rollen in wichtigen Filmen. Dazu gehörte ihre hervorragende Darstellung der naiven Angela Phinlay in John Hustons Asphalt Dschungel. Sie spielte darin die Geliebte eines älteren, feinen Gangsters. In diesem Film erregte Monroe mit ihrem kindlichen Sexappeal beim Publikum Aufsehen. Zeitgleich wuchs ihr Bekanntheitsgrad mit Hilfe eines einflussreichen Hollywoodagenten. Durch dessen Bemühungen erhielt sie eine Nebenrolle in dem mit sechs Oscars prämierten Film Alles über Eva. 1951 hatte Marilyn Monroe ihren einzigen Auftritt bei der Oscarverleihung. Sie überreichte den Ton-Oscar.

Im Oktober 1950 unterzeichnete sie einen Siebenjahresvertrag bei der 20th Century Fox. Marilyn Monroe konnte dadurch zum ersten mal auf ein geregeltes Einkommen zurückgreifen obwohl dem ein Knebelvertrag war, der mit Bezug auf das Starsystem Auflagen an Schauspieler hatte.

Anfangs erschien sie nicht in besseren Filmen. Ihre Leinwandpräsenz war aber bemerkenswert. Andere Filmstudios begannen um Marilyn Monroe zu werben. Sie wurde an die RKO Pictures ausgeliehen und spielte neben Barbara Stanwyck in Fritz Langs Milieustudie Vor dem neuen Tag.

Nach Beendigung der Dreharbeiten zum Film Vor dem neuen Tag provozierte Monroe einen weltweiten Sexskandal. Bereits 1949 hatte sie nackt für den Fotografen Tom Kelly posiert. Aber erst 1952 wurde eines der Aktfotos als Kalenderblatt veröffentlicht. Das Foto zeigt Monroe nackt auf rotem Samt. Sie begründete den Fauxpas mit der Bemerkung: „Ich musste meine Miete bezahlen!“ Auf die Frage eines Journalisten: „Hatten sie wirklich nichts an?“ antwortete sie: „Ja! Das Radio!“ Mit ihrer schlagfertigen Antwort rettete sie ihre gerade begonnene Karriere. Der Kalender wurde ein finanzieller Erfolg. Sie selber bekam 1949 nach der Fotositzung nur ein Honorar von 50 Dollar.

Wieder bei der 20th Century Fox überzeugte sie in der dramatischen Rolle eines psychopathischen Kindermädchens in Versuchung auf 809, neben Richard Widmark. Weitere, ernsthafte Rollenangebote blieben aus. Ihre Darstellung im Film beschränkten sich meist auf den Typ der naiven, blonden Sexbombe. Es folgten Komödien wie Wir sind gar nicht verheiratet oder Liebling, ich werde jünger. Ihr komödiantisches Talent wurde neben ihrer Schönheit gelobt. Eine Blinddarmoperation machte Schlagzeilen und löste eine Welle von Fanbriefen aus. Zu dieser Zeit erhielt Monroe ihre ersten Auszeichnungen, wie den Photoplay Award, der sie als größten Publikumsliebling ehrte.

1953 spielte Marilyn Monroe an der Seite von Joseph Cotten in dem Film Noir Niagara unter der Regie von Henry Hathaway. Der Film war ein Meilenstein in ihrer Karriere und begründete endgültig ihren Status als Filmstar. Die Public Relations zum Film warb mit zwei Naturphänomenen: Der Schönheit der Niagara-Fälle und der von Marilyn Monroe. Sie spielte hier überzeugend eine verführerische, gewissenlose Ehefrau welche an ihren mörderischen Plänen tödlich scheitert.

Bereits 1952 erhielt Marilyn Monroe an ihrem Geburtstag die Rolle der diamantenliebenden und burlesken Lorelei Lee in dem Filmmusical Blondinen bevorzugt. Bei dem Film handelt es sich um eine Adaption nach dem gleichnamigen, erfolgreichen Broadwaymusical. Unter der Regie von Howard Hawks begannen die Dreharbeiten unverzüglich nach Fertigstellung des Films Niagara. Ihre Filmpartnerin war Jane Russell. Sie singt in dem Film ihr bekanntes Lied Diamonds Are a Girl's Best Friend.

Eine ähnliche Rolle, die der kurzsichtige Pola hatte sie im Anschluss unter der Regie von Jean Negulesco in der Filmkomödie Wie angelt man sich einen Millionär?. Hier spielte sie zusammen mit Lauren Bacall und Betty Grable. Betty Grable war einst das populärste Pin-up Girl der US-Soldaten. Nach diesem Film war es die Monroe.

Im Dezember 1953 schloss Marilyn Monroe einen Vertrag mit den United Service Organizations. Bob Hope hatte ihr diesen vermittelt. Sie unterschrieb für eine Konzerttournee nach Süd Korea im Februar 1954. Dort sang sie vor den Soldaten der alliierten US-Streitkräfte. Die kurze Tournee war ein großer Erfolg. Aufgrund ihre Bühnenkleidung und der eisigen Wetterlage erkrankte sie danach an einer Lungenentzündung.

Nach Rhythmus im Blut suchte Monroe nach besseren Rollen und mehr Gage. Sie wollte in diesem Film nicht mitspielen, da sie schon wieder ein Showgirl darstellen sollte, wie schon in ihren vorangegangenen Filmen Blondinen bevorzugt, Wie angelt man sich einen Millionär? und Fluß ohne Wiederkehr. Aber das Studio bestand auf der Erfüllung ihres Vertrages. Monroe wurde von den Fox-Studios überredet die Rolle anzunehmen und ihr versprochen, dass sie im nächsten Film Das verflixte 7. Jahr unter der Regie von Billy Wilder spielen durfte. 1955 begannen die Dreharbeiten zu dem Film Das verflixte 7. Jahr. Dieser Film wurde einer ihrer größten Erfolge und die Szene, in der ihr Kleid über dem U-Bahn Schacht hochgeweht wurde, legendär. Da Billy Wilder mit den Ergebnissen nicht zufrieden war, wurde die Szene im Studio noch einmal nachgestellt. Für die Publicity wurde in New York ein übergroßes Bild von Monroe mit hochgewehtem Rock auf ein Hochhaus montiert, das sämtliche Etagen umfasste. Jedoch wurde Monroes Wunsch nach ernsthaften Rollen in dieser Zeit immer größer, so dass sie beschloss, Hollywood und die Fox-Studios zu verlassen.

Marilyn Monroe ging nach New York, um als ernsthafte Schauspielerin akzeptiert zu werden. Sie besuchte Kurse am Actors Studio, erlernte das Method Acting und freundete sich mit dem Schauspiellehrer Lee Strasberg an. Strasbergs Ehefrau Paula betreute Monroe während der Dreharbeiten der folgenden Filme und fungierte als Schauspiellehrerin. Zugleich gründete Monroe mit Milton Greene eine eigene Produktionsfirma, die Marilyn Monroe Productions Inc.. 1956 ließ sie ihren Namen von Norma Jeane Mortenson auf Marilyn Monroe gesetzlich ändern.

Wieder in Hollywood erhielt sie viel Anerkennung für ihre Rolle als Saloonsängerin Cherie in Joshua Logans Film Bus Stop. Diesen Film hatte Monroe speziell nach ihren Wünschen vorbereitet, was von der Fox respektiert wurde. Sie suchte sich im Kostümfundus extra ein abgetragenes Kostüm, das wenig glamourös die ärmlichen Verhältnisse der Spelunke, in der ihre Rolle als Nachtclubsängerin spielt, darstellen sollte. Außerdem ließ sie sich sehr bleich schminken, um zu zeigen, dass Cherie nur nachts arbeitete und wenig Sonnenlicht abbekam. Monroe eignete sich extra für die Rolle einen Südstaatenakzent an.

In England drehte sie für ihre Firma neben Laurence Olivier die Romanze Der Prinz und die Tänzerin. Der Film ist das einzige Werk der Marilyn Monroe Productions Inc. in Zusammenarbeit mit Milton Greene. Monroe und Greene bewiesen dabei viel Mut, als sie mit Sir Laurence Olivier einen klassischen Schauspieler hinzuzogen und es kam während den Dreharbeiten zu Spannungen zwischen Olivier und Monroe. Trotz einiger Auszeichnungen erreichte der Film nicht den erwarteten Erfolg in den USA.

1959 war sie in Billy Wilders Komödien-Klassiker Manche mögen’s heiß als Sugar, die Sängerin eines Damenorchesters neben Tony Curtis und Jack Lemmon zu sehen. Der Film erwies sich als der Kassenschlager des Jahres und ist bis heute eine erfolgreiche, weltbekannte Komödie.

Zu dieser Zeit wurde Monroes Privatleben durch persönliche Belastungen schwierig. Ein Alkohol- und Arzneimissbrauch, wohinter sich körperliche und psychische Probleme verbargen, wurde deutlich. Aufgrund von Konzentrationsschwächen konnte sie sich häufig ihrer gelernten Texte nicht mehr erinnern und erschien zeitweise Stunden verspätet am Drehort. Dies erschwerte die Dreharbeiten und erhöhte die Produktionskosten.

Um ihren Vertrag mit der 20th Century Fox zu erfüllen, spielte sie 1960 neben Yves Montand in George Cukors Machen wir’s in Liebe. Der Film wurde kein Erfolg.

Ihr letzter vollendeter Film war 1961 John Hustons Misfits – Nicht gesellschaftsfähig an der Seite von Clark Gable. Mit diesem Film kündigte sich ein lange ersehnter Wechsel ins Charakterfach an. Der Film wurde aufgrund seiner deprimierenden Stimmung in den USA ein Misserfolg und dort als europäischer Film bezeichnet, weil er ganz im Zeichen der Kritik am amerikanischen Freiheitstraum der Cowboys stand. Die Rolle der Roslyn, die sich nach mehr Respekt, Menschlichkeit und einem Sinn in ihrem Leben sehnt, wurde von Arthur Miller, der das Drehbuch zu Misfits geschrieben hatte, Monroe auf den Leib geschneidert. Monroe selbst fand die Rolle zu nah an ihre reale Person angelehnt.

In ihrem letzten, unvollendeten Film Something’s Got to Give sollte sie in seriöser, dem Zeitgeschmack entsprechend moderner Kleidung agieren, aber wieder in einer leichten Komödie mitspielen. Die Dreharbeiten zogen sich endlos hin, da sie krankheitsbedingt kaum mehr am Set erschien. Vor Beginn der Dreharbeiten flog Marilyn Monroe nach New York, um mit Lee Strasberg im Actors Studio an der Rolle zu arbeiten. Als am 23. April 1962 der erste Drehtag war, meldete sie sich bei Produzent Weinstein krank. Sie hatte sich bei ihrer Reise nach New York eine Virusinfektion zugezogen. Insgesamt erschien Monroe nur an 17 von 30 Drehtagen. Durch ihr krankheitsbedingtes Fehlen wurden die Drehkosten immens erhöht, was für die Fox-Studios sehr belastend war, weil zusätzlich die Kosten der Dreharbeiten zu Cleopatra in ein Desaster ausarteten. Noch während dieser Dreharbeiten hatte Monroe ihren letzten öffentlichen Auftritt bei der Geburtstagsfeier des US-Präsidenten John F. Kennedy im Madison Square Garden, als sie in einem hautfarbenen, von Jean Louis entworfenen Kleid und mit Hermelinstola „Happy Birthday, Mr. President“ sang. Dieser Auftritt geschah gegen den Willen der Fox-Studios und führte letztendlich dazu, dass Monroe entlassen wurde, weil sie krank geschrieben war und dennoch zur Präsidentengala nach New York flog. Später sollte nach Verhandlungen mit den Studios die Arbeit an Something’s Got to Give wieder aufgenommen werden, der Film konnte aber nicht zu Ende gedreht werden, weil Monroe vorher verstarb.

Einen ihrer letzten großen Auftritte auf Filmmaterial, der in die Geschichte der Fotografie eingehen sollte, hatte Monroe in Bert Sterns Serie „The Last Sitting”, die er mit der Schauspielerin kurz vor ihrem Tod 1962 allein in einem Hotelzimmer machte. In dem dreitägigen Fotoshooting für die amerikanische Vogue zeigte sich die Schauspielerin entspannt und ausgiebig der Kamera. Einige der besten Aufnahmen gelangen Stern nach eigenen Angaben, nachdem Monroe bereits betrunken war. Einige Kontaktabzüge, die sie unvorteilhaft wirken ließen, zensierte oder vernichtete sie allerdings dabei, indem sie die Dias mit Nagellack mit einem „X“ zensierte oder mit Haarnadeln zerkratzte. Stern verwendete später auch die von Monroe zensierten Aufnahmen in seinem Buch. In manchen Biografien wurde das Buch als Schwanengesang der Marilyn Monroe bezeichnet. Nach „The Last Sitting“ machte Monroe allerdings noch weitere Fotoshootings, so dass Bert Sterns Buchtitel lediglich zur Legendenbildung beitrug. Es bleibt aber trotzdem die am umfangreichsten dokumentierte Fotosession mit ihr, weil Stern das gesamte Material veröffentlichte.

Die erste Ehe mit James Dougherty dauerte von 1942 bis 1946. Am 19. Juni 1942 heirateten die 16-jährige Norma Jeane und der fünf Jahre ältere Nachbarssohn James Dougherty. Kurz nach der Hochzeit wurde Dougherty eingezogen und ging für die Handelsmarine auf Reisen. Währenddessen wurde Marilyn Monroe von dem Armeefotografen David Conover als Model entdeckt und startete damit ihre Karriere. Am 13. September 1946 ließ sie sich von Dougherty scheiden.

Die Ehe mit Baseballstar Joe DiMaggio wurde am 14. Januar 1954 geschlossen und dauerte nur 9 Monate. 1952 traf ihn Marilyn Monroe durch ein arrangiertes Blind Date. Monroe sagte später, sie habe ihn gar nicht treffen wollen. Sie stellte sich vor, er würde grellbunte Krawatten tragen und habe Muskeln wie ein Bodybuilder. Die Ehe wurde von der Öffentlichkeit und Klatschpresse intensiv verfolgt. DiMaggio, der sich aus dem aktiven Baseball-Sport zurückgezogen hatte, wünschte sich eine häusliche Ehefrau, während Monroe auf dem Höhepunkt ihrer Karriere war. Wenn seine Frau ihm schilderte, wie sie wieder einmal bewundert worden sei, antwortete DiMaggio stets bitter, dass er sich gut an dieses Gefühl erinnere. Er konnte es wohl nicht ertragen, dass seine Karriere zu Ende war und seine Ehefrau so viel Bewunderung erhielt. Die Ehe war zwar liebevoll, litt aber auch durch den Altersunterschied, DiMaggios Eifersucht und Monroes Verhalten gegenüber Männern. Er verbrachte viel Zeit vor dem Fernseher und wollte nicht, dass Marilyn Monroe aufreizende Kleider trug. Bei der berühmten Szene während der Dreharbeiten zu Das verflixte 7. Jahr in New York, in der Marilyns Rock vor hunderten von Zuschauern hochgeblasen wird, hatte DiMaggio nach Aussage des Regisseurs Billy Wilder einen Todesblick. Laut DiMaggio-Biograf Ben Cremer soll auch Gewalt in der Ehe vorgekommen sein. Die Ehe wurde am 31. Oktober 1954 geschieden. In den 1960er Jahren hatten beide wieder freundschaftlichen Kontakt. Nach Monroes Einweisung in eine Nervenklinik veranlasste DiMaggio ihre Verlegung. Es kamen Gerüchte auf, dass beide erneut heiraten wollten. DiMaggio kümmerte sich auch um die Organisation ihrer Beerdigung und veranlasste, dass 20 Jahre lang wöchentlich eine rote Rose an ihr Grab gebracht wurde.

Am 29. Juni 1956 heirateten Marilyn Monroe und der bekannte Dramatiker Arthur Miller. Monroe trat für ihn zum jüdischen Glauben über. Die Ehe dauerte bis 1961. Sie lernten sich 1951 während der Dreharbeiten zu den Film As Young as You Feel durch Elia Kazan kennen. In Miller sah sie einen Beschützer bzw. Vaterersatz. Sie hatte endlich eine Familie und kümmerte sich um Millers Kinder aus erster Ehe. Beide waren glücklich, denn Miller liebte Monroe um ihrer selbst willen und vermittelte ihr Geborgenheit und Anerkennung. Sie wünschten sich Kinder und Monroe konnte sich vorstellen, für ihn ganz Hausfrau zu sein. Monroe verbrachte zwar viel Zeit mit der Familie ihres Ehemannes, musste aber auch auf Promotion-Tour für Manche mögen’s heiß. Miller wurde als Kommunisten-Sympathisant diffamiert und Marilyn Monroe setzte sich für ihn ein. Die Ehe wurde jedoch überschattet durch zwei Fehlgeburten, aufgrund von Monroes Endometriose und ihren anhaltenden psychischen Problemen. Er schaffte es nicht, sie von ihrer Tablettensucht zu befreien. Miller schrieb extra für sie das Drehbuch zu Misfits – Nicht gesellschaftsfähig, die Dreharbeiten markierten das Ende ihrer Ehe und es kam zu zahlreichen Streitigkeiten am Set. Am 20. Januar 1961 ließ sich das Paar scheiden. Monroe hatte unter anderem Notizen von Miller entdeckt, in denen er sie als unberechenbare, hilflose Kindfrau bezeichnete, für die er nur Mitleid empfinde.

Die Kunstfigur Marilyn Monroe „MM” wurde bereits zu Lebzeiten nachgeahmt: Schauspielerinnen wie Jayne Mansfield wurden von konkurrierenden Filmstudios ins Rennen geschickt, um im Strom von Monroes Popularität mitzuschwimmen. Deutlich war der Unterschied zwischen der jungen Marilyn - oder besser eigentlich Norma Jeane - mit brünetten Locken Ende der 1940er Jahre (zu einer Zeit, als sie als Pin-up-Model ersten Ruhm erlangte und noch durch naive Natürlichkeit auffiel) und dem vollendeten Sexsymbol Ende der 1950er Jahre mit gebleichten Haaren, umgestaltetem Kinn und Nase sowie verlegtem Haaransatz. Ihr von Hollywood vorgegebenes Image inklusive Mimik, Stimme und Gang hatte Marilyn im Lauf ihrer Karriere bis zur Perfektion eingeübt.

Marilyn Monroe betrachtete sich selbst als ernsthafte engagierte Schauspielerin, welche gern tragendere und anspruchsvollere Rollen spielen wollte, sie hasste die Reduzierung ihrer Person auf das „dumme Blondchen”. Ab Mitte der 1950er Jahre bemühte sie sich um ernsthaftere Rollen. Aufgrund ihres Images als Sexsymbol hatte Monroe große Probleme mit ihrem Altern und verbrachte ganze Drehtage in der Maske. Bei ihrem letzten Film „Something is got to give” erschien sie an Drehtagen nur noch selten, war ungehalten und wurde letztlich kurz vor ihrem Tod von ihrem Studio gefeuert. Sie war während ihrer letzten sieben Lebensjahre fast kontinuierlich bei einem Psychotherapeuten, am Schluss sah sie ihren Analytiker Ralph Greenson sogar zweimal täglich. Ihre Depressionen, ihre Paranoia und die daraus resultierenden Selbstzweifel versuchte sie gegen Ende ihres Lebens vermehrt mit Medikamenten und Alkohol zu betäuben.

Marilyn Monroe starb in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1962 im Alter von 36 Jahren in ihrem Bett in 12305 Fifth Helena Drive, Brentwood, Los Angeles. Sie wurde am 5. August 1962 für tot erklärt. Offiziell diagnostiziert wurde der Tod durch eine Überdosis Schlafmittel, weshalb man von einem Suizid ausgeht.

Doch ebenso wie bei vielen Prominenten, die jung starben, ranken sich auch um Marilyn Monroes Tod zahlreiche Legenden. Die am weitesten verbreitete, aber bis heute nicht belegbare Verschwörungstheorie zu ihrem Tod besagt, dass John F. Kennedy sie durch die CIA habe ermorden lassen, da seine Affäre mit der Schauspielerin eine Gefahr für sein Amt gewesen sei. Jedoch finden sich zu der angeblichen Affäre Monroes mit Präsident Kennedy keine genauen Erkenntnisse. Monroe äußerte sich in Interviews nie über eine Affäre. Auch Mitschriften von Tonbändern, die Monroe wenige Tage vor ihrem Tod für ihren Psychoanalytiker Ralph Greenson besprochen haben soll und die nach ihrem Tod in der Los Angeles Times veröffentlicht wurden, geben keine Auskünfte über ein gemeinsames Verhältnis. Jedoch sollen laut der Haushälterin Eunice Murray und Freundin Pat Newcomb vor dem Auftritt auf der Geburtstagsfeier zahlreiche Telefonate zwischen Monroe und Kennedy stattgefunden haben. Ebenso soll sich Monroe über eine Nacht mit dem Präsidenten geäußert haben, was aber nicht bewiesen werden kann. Jackie Kennedy wollte, als sie erfuhr, dass Monroe auf der Party ihres Mannes auftreten werde, den Feierlichkeiten nicht beiwohnen. Angeblich bestand auch zwischen Justizminister Robert Kennedy und Monroe ein Verhältnis. Die beiden hatten sich durch Peter Lawford, den Schwager der Kennedys und Marilyn Monroes Freund, kennengelernt. Sicher ist, dass John F. Kennedys Bruder Robert zusammen mit seinem Schwager Peter Lawford die Schauspielerin am Tag davor und in der Nacht ihres Todes unter ungeklärten Umständen aufgesucht hat. Überdies sind in der Todesnacht unzählige ausgegangene Telefonate aus Monroes Haus belegt. Die These, dass die Kennedys Monroes Tod verursacht hätten, wurde erst 1986 in einer BBC-Dokumentation aufgestellt.

Von Donald Spoto stammt eine Behauptung, Monroes Tod sei infolge eines groben ärztlichen Kunstfehlers eingetreten. Demnach habe ihr Psychiater Dr. Ralph Greenson ein Klistier mit Chloralhydrat gegen ihre Schlafstörungen verabreicht, obgleich sie zu diesem Zeitpunkt bereits ein Barbiturat genommen hatte, das ihr ein Arzt namens Dr. Hyman Engelberg verschrieben hatte. Engelberg war ursprünglich von Greenson selbst beauftragt worden, Monroes Medikation zu übernehmen. An jenem Abend des 4. August gab Greenson, ohne vorher Rücksprache mit Engelberg zu halten, Marilyn das besagte Klistier mit Chloralhydrat, das mit dem von ihr zuvor eingenommenen Barbiturat einen tödlichen Cocktail bildete. Laut Obduktionsberichten des Pathologen Thomas Noguchi starb Marilyn Monroe an einem Barbiturat und er vermutete ebenfalls Chloralhydrat. In ihrem Magen wurden allerdings keine unaufgelösten Kapseln gefunden, die bei oraler Aufnahme hätten vorhanden sein müssen. Es ist aber bekannt, dass sie die Kapseln aufbrach und das in ihnen enthaltene Pulver in Wasser auflöste, um eine schnellere Wirkung zu erzielen. Tatsache ist, dass bei der Obduktion eine violette Verfärbung des Dickdarms auffiel - dies spricht für eine Verabreichung der tödlichen Dosis durch einen Einlauf. Auch sind heute keine der damals eingelagerten Gewebeproben mehr erhalten, so dass die Todesursache von Marilyn Monroe nicht zweifelsfrei geklärt werden kann.

Die neuesten Erkenntnisse nach den Aussagen John Miners, der bei der Obduktion Monroes zugegen war, stellen allerdings einen anderen Zusammenhang zwischen dem Barbiturat Nembutal und dem Chloralhydrat her. Nembutal war in sehr hoher Konzentration im Körper vorzufinden. Einer oralen Einnahme (Selbsttötung) widerspricht die Tatsache, dass eine so hohe Dosis sofort tödlich gewesen wäre. Die Leberwerte sprechen aber dafür, dass die Substanz vom Körper langsam aufgenommen wurde und in der Leber abgebaut werden sollte. Da eine Tabletteneinnahme mangels Spuren im Magen und auch eine Injektion auszuschließen sind, muss Marilyn Monroe das Nembutal über einen Einlauf verabreicht bekommen haben. Das Chloralhydrat, mutmaßlich oral in einem Drink mit einem um 22 Uhr eintreffenden unbekannten Besucher aufgenommen, könnte als Betäubungsmittel gedient haben. Hierdurch wird die Theorie der Tötung untermauert.

Marilyn Monroe wurde am 8. August in einem Bronzesarg auf dem Corridor of Memories im Westwood Memorial Park in Los Angeles beigesetzt. Die Bestattung wurde von ihrem Ex-Ehemann Joe DiMaggio organisiert, die Trauerrede hielt Lee Strasberg.

Die Persönlichkeitsrechte von Marilyn Monroe besitzt heute die 1999 gegründete Firma Marilyn Monroe LLC. Eine beauftragte Agentur verwaltet das Copyright mit Bezug auf das Image der Schauspielerin. Darunter fällt ihr Aussehen, ihr Name, ihre Signatur und ihre Stimme. Das Copyright für Fotos, Lieder und Filme gehört nicht dazu. Die Agentur vermarktet Monroe z. B. in der Werbung und Modebranche, oder für allgemeine Produkte wie z. B. Modeschmuck, Puppen, Kalender, Poster, Postkarten, Bettwäsche, Aschenbecher und Toilettendeckel. Mit Bezug auf die Pressefreiheit und die Bildende Kunst haben ihre verbliebenen Persönlichkeitsrechte keine rechtliche Bedeutung.

Diese Sachlage entstand durch das zum Teil ungeschickte Testament von Monroe aus dem Jahre 1961. Im Jahr 1962 war vorgesehen das Testament zu ändern, da sich Monroe von ihrer ehemaligen Psychoanalytikerin getrennt hatte. Marilyn Monroe hatte die Ärztin im Testament bedacht. Die Marilyn Monroe LLC gehört anteilsmäßig zu 100 % der dritten Ehefrau von Lee Strasberg. Ihm wurde nach Abzug der gesamte Privatbesitz und noch bestehende, geschäftliche Anteile durch das Testament zugesprochen. Dies geschah erst nach dem Tod von Monroes Mutter am 11. März 1984. Lee Strasberg war aber bereits am 17. Februar 1982 verstorben. So wurde das restliche Vermögen komplett der jungen Witwe zugeschrieben, da Lee Strasberg seine restliche Familie enterbt hatte.

Die Firma Marilyn Monroe LLC ist umstritten. Seit 1999 wurde sie mehrfach verklagt. Die Klagen werden durch Vergleiche befriedet. Verschiedene Gesetzgebungen in den Staaten der USA verhindern eine allgemein gültige, juristische Grundlage. Auch wenn die Firma zusätzlich in verschiedenen Ländern eingetragen ist, gibt es für den internationalen Markt keine rechtliche Verbindlichkeit.

Die Marilyn Monroe LLC erwirtschaftet derzeit einen Jahresumsatz von ca. 2,5 Millionen Dollar.

Marilyn Monroes reguläre deutsche Synchronstimme ist Margot Leonard.

Marilyn Monroe bewunderte die Schauspielerinnen Eleonora Duse und Anna Magnani.

In vielen ihrer Filme trat Marilyn Monroe auch als Sängerin auf. Ihre bekanntesten Lieder sind Diamonds are a Girl's Best Friend und I Wanna be Loved by You. Aber auch bei mehreren Auftritten, wie z. B. bei der Geburtstagsfeier von John F. Kennedy, zeigte sie, dass ihr Gesang durchaus vor Publikum bestehen konnte. Monroe nahm einige ihrer Lieder auch für Schallplatten auf, sie agierte aber nie als professionelle Sängerin.

Bereits zu Lebzeiten hatte Marilyn Monroe den Status als Weltstar und Filmstudios brachten Schauspielerinnen, wie Diana Dors, Jayne Mansfield oder Mamie van Doren als Konkurrenz auf die Leinwand. Heute noch gilt Monroe als Popikone, Kultfigur und Legende. Sie wurde vom American Film Institute auf Platz 6 der 25 größten weiblichen amerikanischen Filmstars gewählt. Viele berühmte Künstler wie Salvador Dali oder Andy Warhol verwendeten Monroe in ihren Gemälden, wie beispielsweise Warhols Marilyn Diptych. Auch zahlreiche Musiker schrieben Songs über sie, ein bekanntes Beispiel ist Elton Johns Candle in the Wind. Rockbands wie Marilyn Manson oder Norma Jean verwenden Monroes Namen und Künstlerinnen, wie Madonna, Kylie Minogue, Anna Nicole Smith oder Christina Aguilera kopierten Monroes Look.

Neben zahlreichen Dokumentationen über Monroes Leben, wurden auch einige Spiel- und Fernsehfilme über sie, meist frei nach ihrer Biografie, gedreht.

Marilyn Monroe liebte die Betenden Hände von Albrecht Dürer.

Zum Seitenanfang



Bowling for Columbine

Bowling for Columbine ist ein satirischer Dokumentarfilm des US-amerikanischen Regisseurs Michael Moore aus dem Jahr 2002. Er wurde mit einem Oscar und zahlreichen anderen Preisen ausgezeichnet.

Ausgehend vom Schulmassaker von Littleton im Jahr 1999, bei dem zwei Schüler an der Columbine High School zwölf Mitschüler, einen Lehrer und sich selbst erschossen, ist Bowling for Columbine eine aufgezeichnete Konversation von Kanada- und US-Bürgern mit dem Filmemacher Michael Moore zum Thema US-Waffenhandel aus den Jahren 1999 bis 2001, wobei Moore im Gegensatz zu seinem Film Fahrenheit 9/11 nur kurz auf die Ereignisse vom 11. September 2001 eingeht. Der Regisseur, Produzent und Autor Moore beschäftigt sich in seinem Film mit Beiträgen aus der Waffenindustrie (Lockheed Martin), der US-Waffenlobby (NRA) und einem komprimierten Abriss über die Geschichte Nordamerikas in Comic-Form; auch bekannte US-Bürger wie Charlton Heston und der Sänger Marilyn Manson haben zu Bowling for Columbine beigetragen.

Moore versucht die Frage nach den Gründen des Massakers und der hohen Rate von Gewaltverbrechen (insbesondere mit Schusswaffen) zu beantworten, die höher ist als in anderen demokratischen Staaten wie Deutschland, Frankreich, Japan, Großbritannien, Australien und besonders Kanada. Moore kritisiert die Tatsache, dass man das Columbine-Massaker fast ausschließlich dadurch erklärte, dass die beiden Täter die Musik von Marilyn Manson gehört hatten. In Anlehnung daran, dass sie vor der Tat bowlen waren (in Wirklichkeit schwänzten die Täter allerdings den Bowlingkurs), stellt er die Frage, ob es nicht genauso sinnvoll sei, das Bowlen für die Tat verantwortlich zu machen. Daraus leitet sich auch der Titel des Films her.

Moore argumentiert, dass die höhere schusswaffenbedingte Mordrate in den USA nicht mit der Zahl der Waffen zusammenhängt, da es in Kanada ebenfalls viele Waffen gibt. Er fragt nach anderen Gründen: Die gewalttätige Unterdrückung der Indianer in der Vergangenheit scheidet aus, da andere Nationen mit gewalttätigem Hintergrund wie Deutschland (Zeit des Nationalsozialismus), Japan (Besetzung Chinas im Zweiten Weltkrieg) oder Frankreich (Algerienkrieg) heute geringere Mordraten haben. Auch Militarismus, Rassismus und insbesondere die Angst der „weißen“ Bevölkerungsmehrheit vor der „schwarzen“ Bevölkerungsminderheit, sowie das Gesellschaftsmodell der USA mit Wettbewerb, Einkommensunterschiede und des Wohlfahrts- statt Sozialsystems werden thematisiert. Breiten Raum nimmt die Betrachtung der US-amerikanischen Medienlandschaft ein, die mit ihrem Schwerpunkt auf Gewalt und Kriminalität zu einem allgemeinen Gefühl der Verunsicherung und Angst beiträgt.

Der Film endet, ohne eine Antwort geben zu können, legt aber den Schluss nahe, dass die hohe Zahl von Gewaltverbrechen in den USA ihren Grund in einer Kultur der Angst hat.

Michael Moore konnte Bowling for Columbine nur durch die finanzielle Unterstützung der kanadischen Filmproduktionsfirma Alliance Atlantis und des deutschen Filmfonds Vif Babelsberger Filmproduktion GmbH & Co herstellen, da keine Produktionsfirma in den USA sich an einem Film zu diesem Themenbereich beteiligen wollte. Produziert wurde er von Moores Firma Dog Eat Dog Films. Die Produktionskosten beliefen sich auf vier Millionen US-Dollar.

Nach dem Erfolg bei den 55. Internationalen Filmfestspielen von Cannes kaufte Metro-Goldwyn-Mayers Tochterunternehmen United Artists auf Bestreben von dessen Firmenpräsidenten Bingham Ray die Rechte für den Vertrieb des Films auf dem US-amerikanischen Markt.

Bowling for Columbine ist der nach dem Kinoeinspielergebnis dritterfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten. Die weltweiten Kinoeinnahmen belaufen sich auf 58.008.423 US-Dollar. Bis zum Erscheinen der Filme Fahrenheit 9/11 und Die Reise der Pinguine war dies der Dokumentarfilm mit dem höchsten und dann zweithöchsten Einspielergebnis. Der Kinostart in den USA fand am 11. Oktober 2002 in acht Kinos statt.

Die Standing Ovations bei der Filmvorführung im Rahmen des Internationalen Filmfestivals von Cannes dauerten 13 Minuten.

Der Film wurde und wird sehr kontrovers diskutiert. Zum Teil wird die Meinung vertreten, dass es sich bei dem Film um keine Dokumentation handelte, sondern um eine Polemik. Auch werde kaum ernsthaft über das Pro und Contra des Rechts auf Waffenbesitz diskutiert, da die Befürworter nicht mit ihren Argumenten zu Wort kämen, sondern durch Auswahl bestimmter Szenen und Situationen lediglich dem Spott des Publikums ausgesetzt würden. So habe Michael Moore Charlton Heston befragt, der zu diesem Zeitpunkt bereits an Alzheimer erkrankt war und sich nur mühsam ausdrücken konnte. Eine kritische Betrachtung von Moores Arbeit in diesem und seinen anderen Filmen liefert der Film Manufacturing Dissent, der besonders den dokumentarischen Charakter seiner Arbeit anzweifelt.

Zum Seitenanfang



Charles Manson

Charles Manson, Fahndungsfoto, Januar 1971

Charles Milles Manson (* 12. November 1934 in Cincinnati) ist ein US-amerikanischer Verbrecher. Er war Anführer der Manson Family, die 1969 für zahlreiche Morde (Tate/LaBianca Murders) verantwortlich war. Davor betätigte sich Manson im Verlauf seiner langwierigen Identitätssuche auch als Musiker. Manson, der keinen der Morde selbst beging, verbüßt eine lebenslange Haftstrafe im Staatsgefängnis Corcoran (Kalifornien). Er genießt auch heute noch Kult-Status, sein Name ist in die US-amerikanische Alltagssprache als Synonym für das Böse eingegangen.

Manson wurde 1934 als uneheliches Kind der sechzehnjährigen drogen-/alkoholkranken Prostituierten Kathleen Maddox geboren. Kurze Zeit nach Mansons Geburt heiratete die Mutter den Arbeiter William Manson von dem Charles seinen Familiennamen hat. Seinen leiblichen Vater lernte der Junge nie kennen. Die Mutter wurde bald wegen bewaffneten Raubüberfalls zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, und Charles Manson wurde von einem Verwandten zum anderen geschoben. Zuerst lebte er bei seinen Großeltern, später bei seiner Tante und seinem Onkel, die ihn streng und religiös erzogen. Er konnte nicht besonders gut lesen oder schreiben, hatte allerdings ein ausgeprägtes rhetorisches Talent.

Er verbrachte einen Teil seiner Jugend in Erziehungsheimen und kam mit sechzehn Jahren zum ersten Mal in Haft, unter anderem wegen Diebstahls, Vergewaltigung und Zuhälterei. Wegen guter Führung wurde er drei Jahre später entlassen, lernte die Kellnerin Rosalie Jean Willis kennen und heiratete sie. Gemeinsam bekamen sie einen Sohn, Charles Junior. Charles Manson bekam zur Resozialisierung eine Anstellung als Parkplatzwächter. Diesen Job nutzte er allerdings, um Autos aufzubrechen und Autoradios sowie Ersatzteile zu stehlen und zu verkaufen. Dazu beging er weitere kleine Delikte. Dafür wurde er abermals zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Als seine Frau die Scheidung einreichte brach er aus dem Gefängnis mit einem gestohlenen Auto aus. Dies brachte ihm eine Straferhöhung ein. Im Gefängnis wurde der nur 1,63 Meter große Manson von seinen Mitgefangenen oft misshandelt, missbraucht und verprügelt. Als er einen seiner Peiniger mit einer Rasierklinge bedrohte, wurde er aufgrund seiner Brutalität in Einzelhaft gesteckt. Diese Zeit nutzte er unter anderem, um zu malen und Gitarre spielen zu lernen.

1967, im Alter von 32 Jahren, wurde er auf Bewährung aus der Haft entlassen. Er ging nach San Francisco und schloss sich dort einer Hippie-Kommune an, die als Musiker durch das Land tourte und in Country-Schuppen einige Konzerte gab.

Bald jedoch gründete er seine eigene Kommune namens „The Manson Family“, bestehend aus etwa zwanzig zarten und meistens rothaarigen Mädchen mit schwierigem sozialem Hintergrund, die zwischen 18 und 24 Jahre alt waren. Um seine Kommune zu finanzieren, nahm er hin und wieder einen zahlungskräftigen Mann auf, der eine Zeit lang bei der Familie leben durfte.

Der nicht unbegabte Manson hatte in dieser Zeit noch Ambitionen als Musiker. 1968 hatte Beach Boy Dennis Wilson zwei Anhalterinnen mitgenommen, ohne zu wissen, dass sie Mitglieder in Mansons Gruppe waren. Sie machten Wilson mit Manson bekannt. Wilson unterhielt sich gerne mit Manson über Musik und spielte mit ihm Gitarre. Bald zog die gesamte Manson Family bei Wilson ein und lebte bei ihm. Die Freundschaft ging so weit, dass Manson und Dennis anfingen, zusammen Lieder zu schreiben und Wilson ihm helfen wollte, im Musikgeschäft Fuß zu fassen. Seine beiden Brüder, Brian und Carl Wilson, produzierten dafür mit Charles Manson ein Demoband . Zudem machte er Manson mit dem Produzenten Terry Melcher bekannt. Manson übergab Melcher eben jenes Demoband und wurde dafür von ihm verspottet. Einer von Mansons Songs, Cease to Exist, schaffte es 1969 unter dem Titel Never Learn Not to Love als B-Seite auf eine Beach-Boys-Single. Wilson hatte Manson den Song für 100.000 Dollar abgekauft und einige Veränderungen daran vorgenommen, was Manson sehr erzürnte. Wilson brach den Kontakt zu Manson ab. Dieser forderte bald darauf noch mehr Geld von Dennis und drohte, seinen Sohn Scott zu entführen.

Charles Manson zeigte ab diesem Zeitpunkt eine rassistische Philosophie, seine Family wurde zunehmend autoritärer geführt. Er versuchte neue Mitglieder mit Drogen und Gruppensex anzulocken, seine Mädchen hielt er mit Drogen, besonders LSD, gefügig. Bald waren ihm auch die anderen Mitglieder – wie Charles Watson – verfallen. Manson behauptete, 1969 würden die schwarzen Amerikaner durch einen Aufstand die Weißen besiegen, jedoch auf Grund der Natur ihrer Rasse unfähig sein, sich selbst zu führen. Deshalb würden sie ihn zu ihrem neuen Anführer wählen und zum Herrscher über die Welt machen. Er zog sich auf eine Ranch in ein Wüstengebiet vor Los Angeles zurück und verkündete, unter dem Tal des Todes sei eine Höhle zum Paradies, in der man sich vor den Unruhen verstecken könnte. Später würde man von Jesus und den Beatles, alle vier als Engel, in die Seligkeit geführt werden. Den Chaos-Zustand der angeblich bevorstehenden Unruhen nannte Manson „Helter Skelter“ und bezog sich damit auf den gleichnamigen Beatles-Song, aus dem er diesbezüglich geheime Botschaften herauszuhören glaubte.

Andere Quellen berichten, nach Kontaktaufnahme zu satanistischen Gemeinschaften hielt er sich für Jesus und Satan in einer Person oder für die Wiedergeburt von Aleister Crowley. Als die angekündigten Unruhen 1969 doch nicht einsetzten, behauptete er, man müsse „den dummen Schwarzen zeigen, wie man Weiße tötet“. Um Aufmerksamkeit zu erregen, waren seine Ziele die Reichen und Berühmten in Bel Air. Sein erster Mordanschlag sollte vermutlich Terry Melcher gelten, der seine Musik abgelehnt hatte.

Drei Mitglieder von Mansons Family, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Charles Watson bekamen von Charles Manson den Auftrag, in das ehemals von Melcher bewohnte Haus einzudringen und alle dort anwesenden Personen zu töten. Ebenfalls anwesend, aber an den Morden nicht direkt beteiligt war die spätere Kronzeugin Linda Kasabian. Zu diesem Zeitpunkt waren außer der hochschwangeren Schauspielerin Sharon Tate, die das Haus zusammen mit ihrem Ehemann Roman Polanski inzwischen gemietet hatte, ihre Freunde Jay Sebring, Abigail Folger und Voyteck Frykowski im Haus. Des Weiteren wurde der eher zufällig auf dem Grundstück anwesende Steven Parent getötet. Die „Manson Family“ drang in der Nacht vom 8. auf den 9. August 1969 in das Haus ein und stach mit Küchenmessern auf die Anwesenden ein, die auf bestialische Weise umgebracht wurden. Mit dem Blut von Sharon Tate schrieb Susan Atkins das Wort „PIG“ an die Haustür.

Einen Tag später töteten sie, dieses Mal begleitet von einem weiteren Mitglied der Family, Leslie Van Houten, den Industriellen Leno LaBianca und seine Frau Rosemary. Mit Blut wurden die Wörter „Death to pigs“ und „Rise“ an die Wände des Hauses geschrieben. „Healter Skelter“ wurde an die Kühlschranktür geschmiert. Des Weiteren wurde Leno LaBianca das Wort „War“ in die Bauchdecke geritzt.

Manson prahlte damit, ein führendes Mitglied der Black Panthers ermordet zu haben. Später stellte sich heraus, dass er einen schwarzen Drogendealer angeschossen hatte.

Susan Atkins wurde auffällig, als sie wie im Wahn mit ihrer Tat prahlte; sie wurde kurze Zeit später wegen Autodiebstahls verhaftet. Überdies führten die Zeugenaussagen der an den Mordanschlägen beteiligten Linda Kasabian zur Verhaftung Mansons und weiterer Mitglieder seiner Family.

Ob der erste Mordanschlag tatsächlich Terry Melcher treffen sollte, konnte niemals eindeutig geklärt werden. Auch ist die Motivation für die Tate-/LaBianca-Morde nach wie vor unklar. Sicher ist, dass Manson die von ihm erwünschten und so benannten "Helter Skelter"-Zustände forcieren wollte. Aus diesem Grund wurde die Geldbörse von Rosemary LaBianca nach dem Mord auf der Toilette einer hauptsächlich von Schwarzen frequentierten Tankstelle platziert, damit angenommen werden würde, die Taten wären von Schwarzen begangen worden. Ein weiterer möglicher Anlass könnte die Inhaftierung von „Familienmitglied“ Bobby Beausoleil gewesen sein. Beausoleil hatte nach einem gescheiterten Meskalin-Deal den Musiklehrer Gary Hinman nach mehreren Tagen der Gefangenschaft getötet. Susan Atkins und Charles Watson sollen hiernach die Morde inszeniert haben, um sie als Nachahmungstaten darzustellen. Manson ging darauf auch in seiner Verteidigungsrede ein, in der er sagte, dass dies alles nur aus Liebe für ihren zu Unrecht verurteilten „Bruder“ Robert Beausoleil geschehen wäre.

Am 16. August 1969 wurden Manson und Mitglieder seiner Family unter dem Verdacht des Autodiebstahls auf Spahn's Movie Ranch in den Santa Susanna Mountains festgenommen. Einige Tage später wurden sie aus Mangel an Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt. Am 12. Oktober 1969 fand auf der Barker Ranch im Death-Valley-Nationalpark, wohin Manson und seine Anhänger inzwischen umgezogen waren, eine Polizei-Razzia statt. Angeklagt wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls, wurde Manson gemeinsam mit zahlreichen Gefolgsleuten verhaftet. Erst in den darauffolgenden Wochen wurde nach und nach durch polizeiliche Ermittlungen und Zeugenaussagen die Urheberschaft der Manson-Family am Tate-Massaker, an den Morden am Ehepaar LaBianca, am Musiklehrer Gary Allen Hinman und dem Cowboy Donald Jerome Shea deutlich. Am 24. Juli 1970 begann der Tate-LaBianca-Mordprozess gegen Charles Manson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten in Los Angeles. In einem der bis dahin längsten Strafverfahren der US-Geschichte verbrachten die Geschworenen 225 Tage isoliert im Ambassador Hotel. Der Prozess verlief turbulent. Mansons weibliche Mitangeklagte trugen bizarre Selbstbezichtigungen vor und beteuerten die Unschuld ihres Gruppenführers. Die skurrile Selbststilisierung der Beschuldigten, die schockierende Grausamkeit der Taten und der ungeklärte Mord an Ronald Hughes, dem Strafverteidiger der vier Angeklagten, der sich bei der Family unbeliebt gemacht hatte, da er Manson die Hauptschuld gab, sorgten für ein beispielloses Medieninteresse. Am 29. März 1971 verurteilte die Jury die vier Angeklagten zum Tod in der Gaskammer. Der vorsitzende Richter Charles Older bestätigte das Urteil am 19. April 1971.

Charles Manson wurde im April 1971 in eine Todeszelle des kalifornischen Staatsgefängnisses San Quentin gebracht. Am 18. Februar 1972 erklärte der Oberste Gerichtshof von Kalifornien die Todesstrafe für verfassungswidrig. Alle Todesurteile wurden daraufhin in lebenslängliche Haftstrafen umgewandelt. Im Oktober 1972 wurde Manson in das Folsom State Prison überstellt und im Mai 1976 in das California State Medical Corrections Facility, das größte US-amerikanische Gefängniskrankenhaus in Vacaville (Solano County). 1978 wurde in Kalifornien die Todesstrafe wiedereingeführt, was aber für die Verurteilten im Manson-Prozess unwirksam blieb. Im Juli 1985 wurde Charles Manson nach San Quentin gebracht und seit März 1989 sitzt er im kalifornischen Staatsgefängnis in Corcoran (Kings County) ein.

Im Mai 2007 wurde sein mittlerweile elftes Bewährungsgesuch abgelehnt, das nächste Gnadengesuch kann nun frühestens 2012 eingereicht werden.

Über die Jahre hinweg distanzierten sich die meisten Mitglieder von Charles Manson und wandten sich dem Christentum zu. Einige von ihnen heirateten im Gefängnis und gründeten eine Familie. Nur zwei Mitglieder der ehemaligen Family halten Manson bis heute noch ihre Treue.

Um Charles Manson ist in den letzten dreißig Jahren ein regelrechter Kult entstanden. Die Liste Manson-bezogener Medien ist lang. So gibt es unter anderem T-Shirts, Poster, Anstecker und Aufnäher. Es existieren etliche Bücher und andere Printmedien. Dazu noch diverse Veröffentlichungen aus dem Audio- und Videobereich sowie etlichen Internetpräsenzen, wobei hier der Bereich von naiver, kultartiger Verehrung bis hin zum Versuch einer ernsthaften Dokumentation der Geschehnisse um Manson variiert. Es existieren sowohl Tonträger mit Material vor seiner Inhaftierung, als auch Aufnahmen, die in Haftanstalten aufgenommen wurden. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Musik oder Interviews auf nicht lizenzierten Tonträgern. Einen nahezu ikonenartigen Status erreichte das Cover des Life-Magazine vom 19. Dezember 1969 und wurde zu einer Art Markenzeichen für oben genannte Manson-Devotionalien. Manson hält zudem den Rekord, jener Haftgefangene zu sein, der die meisten E-Mails, Briefe und Grußkarten bekommt.

1993 veröffentlichten Guns N’ Roses den Charles-Manson-Song Look at Your Game Girl als Hidden Track auf dem Album The Spaghetti Incident?. Schock-Rocker Marilyn Manson hat Charles Mansons Namen angenommen, allerdings nicht, um seine Verehrung auszudrücken, sondern um zwei Extreme US-amerikanischer Popularität, Marilyn Monroe und Charles Manson, in einem Namen zusammenzufassen, um beispielsweise den Irrsinn und die Tragik des Starkults hervorzuheben, der beiden Geschichten anhaftet. Auch er veröffentlichte ein Lied von Charles Manson (My Monkey) auf seinem Album Portrait of an American Family. Auch System of a Down zeigt sich zum Teil von Charles Manson inspiriert, beispielsweise mit dem Song ATWA auf dem Album Toxicity. Scars on Broadway, die Band von Daron Malakian, erwähnt Manson in der Single „3005“ auf dem Album Scars on Broadway.

Ebenfalls erwähnt die Band Mushroomhead Charles Manson in ihrem Song Bwomp. Auch in dem Lied Glad to See You Go von den Ramones wird Charles Manson mehrmals erwähnt. Das Stück A Poem About an Old Prison Man der polnischen Death-Metal-Band Decapitated basiert zudem auf einem Gedicht Mansons. In der amerikanischen Zeichentrickserie South Park bekam Manson eine Spezialfolge, in der er aus dem Gefängnis flieht, zum Ende hin ein gutes Gemüt bekommt und seine Memoiren schreibt.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia