Marco Sturm

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Geschrieben von daneel 08/03/2009 @ 00:09

Tags : marco sturm, eishockeyspieler, eishockey, sport

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Liste der deutschen Spieler in der NHL

Marco Sturm im Trikot der Boston Bruins

Die Liste der deutschen Spieler in der NHL enthält alle Eishockeyspieler mit deutscher Staatsangehörigkeit, die mindestens ein Spiel in der regulären Saison der nordamerikanischen National Hockey League, die als beste Profiliga der Welt gilt, absolviert haben.

Die Geschichte der Deutschen in der NHL geht dabei bis ins Jahr 1981 zurück, als mit Udo Kießling erstmals ein Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit ein Spiel in der höchsten nordamerikanische Profiliga absolvierte. Trotz eines Vertragsangebots kehrte Kießling jedoch in die Bundesliga zurück. Der erste deutsche Spieler, der schließlich regelmäßig in der NHL zum Einsatz kam, war Uli Hiemer, der zwischen 1984 zu New Jersey Devils wechselte und für diese bis 1987 spielte. Der bisher erfolgreichste deutsche Spieler in der National Hockey League ist Uwe Krupp, der zweimal die nordamerikanische Eishockeymeisterschaft, den Stanley Cup, gewinnen konnte. Eine individuelle Auszeichnung der Liga konnte Krupp während seiner aktiven Zeit jedoch nie gewinnen, dies gelang Torhüter Olaf Kölzig als erstem Deutschen im Jahr 2000.

In der folgenden Liste sind alle deutschen NHL-Spieler aufgeführt, auch wenn die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach ihrer Zeit in der National Hockey League, beispielsweise neben der kanadischen, angenommen wurde. Gelblich unterlegte Spieler standen während der vergangenen Saison im Kader eines NHL-Franchises. Grünlich unterlegte Spieler sind zwar noch aktiv aktiv, stehen aber nicht mehr oder momentan nicht im Kader eines NHL-Teams.

Erläuterung: In der oberen Zeile sind jeweils die Spiele in der regulären Saison angegeben, in der unteren Zeile befindet sich die Anzahl der Playoff-Spiele. Die Statistiken der momentan noch in der NHL aktiven Spieler sind auf dem Stand zum Ende der regulären Saison 2007/08.

Olaf Kölzig ist der bislang einzige deutsche Torhüter, der einen Sieg in der NHL feiern konnte. Zudem gelang ihm als bisher einzigem Deutschen ein Shutout.

Mit Uwe Krupp konnte bisher nur ein einziger deutscher Spieler den Stanley Cup gewinnen, dieser schaffte es allerdings gleich zwei Mal. 1996 gewann er die Trophäe mit den Colorado Avalanche, 2002 wiederholte er den Erfolg mit den Detroit Red Wings, diesmal allerdings nur als Ersatzspieler.

Drei weitere Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit schafften es zudem, das Stanley-Cup-Finale zu erreichen, unterlagen jedoch dort mit ihrer Mannschaft: Olaf Kölzig mit den Washington Capitals im Jahr 1998 (0:4 gegen die Detroit Red Wings) sowie Dany Heatley und Christoph Schubert mit den Ottawa Senators in der Saison 2006/07 (1:4 gegen die Anaheim Ducks).

Bisher wurden vier Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit in ein NHL All-Star Game gewählt. Olaf Kölzig absolvierte dabei als einziger deutscher Spieler zwei All-Star Spiele, nämlich 1998 und 2000. Uwe Krupp schaffte es ebenfalls zweimal, für ein solches Spiel nominiert zu werden, nach seiner ersten Teilnahme 1991 musste er das All-Star Game 1999 jedoch verletzungsbedingt absagen. Neben Kölzig und Krupp nahmen bisher auch Marco Sturm (1999) und Dany Heatley (2003) an einem NHL All-Star Game teil. Letzterer wurde 2008 zum zweiten Mal für das Spiel nominiert, musste seine Teilnahme allerdings wegen einer zuvor zugezogenen Verletzung absagen.

Dennis Seidenberg und Christian Ehrhoff wurden zudem für die NHL YoungStars Games 2003 beziehungsweise 2004 nominiert, ein spezielles All-Star Spiel für Rookies, das jährlich im Rahmen des NHL All-Star Games ausgetragen wird.

Bisher wurden zwei Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit bei den jährlichen NHL Awards für ihre Leistungen in der vorausgegangenen Saison ausgezeichnet. Olaf Kölzig konnte dabei mit der Vezina Trophyfür den herausragenden Torhüter der Saison im Jahr 2000 als erster Deutscher überhaupt eine Trophäe der National Hockey League gewinnen, 2006 folge die King Clancy Memorial Trophy, die an NHL-Spieler verliehen wird, die sowohl auf dem Eis als auch abseits der Eisfläche Führungsqualitäten und soziales Engagement bewiesen haben. Diese Auszeichnung erhielt er, ebenso wie den NHL Foundation Player Award für besonderes soziales Engagement im Jahr 2001, als Gründer der Stiftung „Athletes Against Autism“, die sich für die Erforschung des Autismus sowie für die Behandlung autistischer Kinder einsetzt. Zudem wurde Kölzig ins NHL First All-Star Team der Saison 1999/00 gewählt.

Dany Heatley wurde für seine erste NHL-Saison 2002 die Calder Memorial Trophy als Rookie des Jahres verliehen, außerdem wurde er ins NHL All-Rookie Team 2001/02 sowie ins NHL First All-Star Team der Saison 2006/07 gewählt. Heatley wurde zudem zum Rookie des Monats Dezember 2001 sowie am 24. Februar 2003 zum Spieler der Spieler der Woche gewählt. Der zweite Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit, der zum NHL-Rookie des Monats ernannt wurde, war Marco Sturm im November 2007.

Einziger deutscher Spieler, der bisher von einem NHL-Team zum Mannschaftskapitän gewählt wurde, war Jochen Hecht im Oktober 2007. Nach den Abgängen von Daniel Brière und Chris Drury im Sommer 2007 führten die Buffalo Sabres das Rotationsprinzip für das Kapitänsamt ein, wodurch der Deutsche der erste Spieler während der Saison war, der dieses Amt für einen Monat inne hatte. Inzwischen bekleidet Hecht bei den Sabres, wie auch Marco Sturm bei den Boston Bruins, das Amt des Alternativ-Kapitäns.

Der NHL Entry Draft ist eine jährliche Veranstaltung der NHL, bei der die Teams der Liga Rechte an verfügbaren Amateur- und Jugendspielern erwerben (to draft = einberufen, einziehen) können. In jeder Runde des Drafts hat jedes Team einen sogenannten Draftpick, das bedeutet, dass man sich die Rechte an einem Spieler pro Runde sichern kann. Wählbar sind dabei alle 18- bis 20-jährigen nordamerikanischen Amateur- und Jugendspieler, für Europäer gibt es keine Altersgrenze.

Erläuterung: Dass ein Spieler zwar in einer früheren Runde, dennoch aber an späterer Position gezogen wurde, liegt daran, dass sich die Zahl der auswählenden Teams über die Jahre hinweg vergrößert hat.

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San Jose Sharks

Logo der San Jose Sharks

Die San Jose Sharks sind ein US-amerikanisches Eishockeyfranchise der National Hockey League aus San José, Kalifornien. Es wurde am 9. Mai 1990 gegründet und nahm zum Beginn der Saison 1991/92 den Spielbetrieb auf. Die Teamfarben sind dunkelpazifiktürkis, schwarz und dunkelorange. Aufgrund ihrer im amerikanischen Vereinssport populären Teamfarben ist die Mannschaft auch als „Team Teal“ bekannt.

Die Sharks tragen ihre Heimspiele im HP Pavilion aus und sind eines der ersten Franchises, das aus der Ligaerweiterung der 1990er Jahre hervorging. Nach einem schwierigen Start in die als spielstärkste Eishockeyliga der Welt geltende NHL, durchlebte das nordkalifornische Franchise im Laufe der 1990er Jahre Höhen und Tiefen, bis es sich zu Beginn des neuen Jahrtausends unter den besten Mannschaften der Liga etablieren konnte. Der Gewinn des prestigeträchtigen Stanley Cup blieb dem Team bisher verwehrt. San Jose ist aktuell eines von sechs Franchises, das zudem noch nie in der Finalserie stand.

Bis 1967 bestand die National Hockey League aus sechs Teams, den sogenannten Original Six, die im Norden, Osten und Landesinneren Nordamerikas angesiedelt waren. In diesem Jahr entschied sich die NHL, die Liga um sechs Teams zu erweitern, um neue Regionen zu erschließen, die der Eishockeysport ansprechen könnte. Kalifornien galt nicht unbedingt als guter Markt für Eishockey, trotzdem wurde ein Franchise in der San Francisco Bay Area angesiedelt. Das Team trug zunächst den Namen California Seals – später auch Oakland Seals und California Golden Seals – und hatte in den folgenden Jahren weder sportliche noch wirtschaftliche Erfolge zu verzeichnen. Nach neun Jahren wurde das Team 1976 an die Geschäftsleute George und Gordon Gund verkauft, die das Team nach Cleveland im US-Bundesstaat Ohio umsiedelten, wo sie den Namen Cleveland Barons annahmen. Nach zwei weiteren Jahren ohne positive Schlagzeilen entschieden sich die Gund-Brüder ein weiteres NHL-Team zu kaufen, die finanziell angeschlagenen Minnesota North Stars. Sie fusionierten beide Teams, die fortan unter dem Namen der North Stars auftraten. Nach einigen Jahren hatten die Brüder den Wunsch das Team zurück in die Bay Area nach Kalifornien zu verlegen, jedoch verweigerte die NHL die Zustimmung. Allerdings machte die Liga das Angebot, dass die Brüder Gund ein neues Franchise in der Bay Area ansiedeln können und einige Spieler der North Stars, die an einen neuen Besitzer verkauft werden sollten, mit in das neue Team zu nehmen. Damit wurde die Fusion der Minnesota North Stars und der Cleveland Barons von 1978 rückgängig gemacht.

Im Mai 1990 wurden die North Stars an den neuen Besitzer verkauft und die Gebrüder Gund erhielten den Zuschlag für ein neues Franchise im kalifornischen San José. In einer Abstimmung unter zukünftigen Fans und aktuellen Unterstützern sollte der Beiname des Teams festgelegt werden. Auf Platz eins landete „Blades“ (dt. etwa Klinge, Messer), doch die Brüder waren damit nicht zufrieden, da das Wort auch negative Aspekte beinhaltete. Der zweitplatzierte Name wurde schließlich ausgewählt und das Team bekam den Namen „San Jose Sharks“ (dt. Haie), wodurch eine Assoziation zum Pazifischen Ozean hergestellt wurde, da im Bereich der Bay Area mehrere Haiarten heimisch sind. Ironischerweise trugen die Kansas City Blades, das erste Farmteam der Sharks, eben jenen, von den Besitzern abgelehnten Beinamen.

Am 30. Mai 1991 nahm der Kader San Joses die ersten Konturen an. Im NHL Dispersal Draft wurden die von den Draft-Regularien ungeschützten Spieler aus dem System von Minnesota offiziell zwischen den North Stars und den Sharks aufgeteilt, und die Kader der Teams durch Spieler aus dem folgenden Expansion Draft aufgefüllt. Des Weiteren durften sich die Sharks im NHL Entry Draft, der drei Wochen nach dem Dispersal Draft stattfand, und im NHL Supplemental Draft erstmals die Rechte an jungen Talenten sichern. Mit ihrem ersten Wahlrecht im Entry Draft an der zweiten Position der ersten Runde wählten sie Pat Falloon aus und mit ihrem zweiten Pick an Gesamtposition 23 in der zweiten Runde Ray Whitney. Im Supplemental Draft wählten sie als Gesamtersten den Kanadier Jeff McLean und an siebter Position Mark Beaufait.

Die Saison 1991/92 begann und die Sharks starteten – wie bei Expansion-Teams üblich – mit einem sportlich schwach besetzten Kader ohne große Namen in ihr erstes Jahr. Als Trainer hatte die Klubführung den Kanadier George Kingston verpflichtet. Ihre Heimspiele trugen sie zunächst im Cow Palace in Daly City, etwas außerhalb von San Francisco, aus, da in San José noch keine geeignete Halle zur Verfügung stand. Im ersten NHL-Spiel am 4. Oktober 1991 unterlag das Team den Vancouver Canucks mit 3:4 Toren. Craig Coxe erzielte dabei, auf Vorlage von Mark Pavelich, das erste Tor in der Franchise-Geschichte. Der erste Sieg gelang vier Tage später in einem Heimspiel gegen die Calgary Flames. Kelly Kisio erzielte drei Minuten vor Spielende den Siegtreffer zum 4:3. Wie so oft bei Expansion-Teams, verlief die erste Saison aber insgesamt enttäuschend, denn die Mannschaft gewann nur 17 von 80 Spielen. Die Saison beendeten sie als punktschlechtestes Team der gesamten Liga.

Die darauffolgende Spielzeit verlief sportlich noch einmal schlechter als die vorangegangene, da den Sharks in 84 Spielen nur elf Siege gelangen. Dem standen 71 Niederlagen gegenüber, die einen neuen NHL-Negativrekord bedeuteten, woraufhin die Klubführung Cheftrainer Kingston entließ. Nur den Ottawa Senators, die sich in ihrer ersten Saison befunden hatten, erging es noch ein wenig schlechter, da sie nur zehn Mal gewannen. Später bezichtigten die Sharks der Mannschaft aus Ottawa, Spiele bewusst verloren zu haben, um in dem im Sommer stattfindenden NHL Entry Draft das Recht des ersten Draft-Picks zu genießen und Alexandre Daigle auszuwählen. Um diesem Verhalten Einhalt zu gewähren, führten die Ligaoffiziellen zum NHL Entry Draft 1995 ein Lotteriesystem ein.

Ab der Saison 1993/94, zu der die San Jose Arena – heute bekannt als HP Pavilion – eröffnet wurde, trugen die Sharks ihre Spiele in San José aus. Unter dem neuen Trainer Kevin Constantine präsentierten sich die Sharks auf sportlicher Ebene runderneuert. Vor Saisonbeginn hatte das junge Franchise weltweit für Aufsehen gesorgt. Nachdem die Vereinsführung im NHL Waiver Draft im Oktober 1992 Igor Larionow unter Vertrag genommen hatte, war es ihr im Sommer gelungen, mit Sergei Makarow, einen weiteren Spieler der berühmten „KLM-Reihe“ zu verpflichten. Larionow, der bis dahin noch kein Spiel für San Jose bestritten hatte, unterzeichnete daraufhin ebenfalls einen Vertrag. Gemeinsam mit dem Schweden Johan Garpenlöv bildeten sie die sogenannte „OV-Reihe“.

Zum Ende der regulären Saison erreichte die Mannschaft 82 Punkte. Da sich diese Wertung im Vorjahr auf allein 24 Punkte summiert hatte, erzielte die Mannschaft mit ihrer Steigerung um 58 Punkte die größten Verbesserung zwischen zwei Spielzeiten und somit einen neuen NHL-Rekord. Die Sharks belegten den achten Platz der Western Conference und qualifizierten sich somit erstmals für die Playoffs. Dort trafen sie in der ersten Runde auf den Topfavoriten, die in der Setzliste an erster Position stehenden Detroit Red Wings. Die Sharks bezwangen diese im entscheidenden siebten Spiel der Serie. In der nächsten Runde spielten die Sharks gegen die Toronto Maple Leafs. Nach fünf Spielen führte San Jose in der Serie mit 3–2. Das sechste Spiel entwickelte sich zu einem Drama, da es nach 60 Minuten 2:2 gestanden hatte und das Spiel in die Overtime ging. Johan Garpenlöv traf dort nur die Torlatte der Maple Leafs und versäumte es daher knapp, San Jose in die nächste Runde zu schießen. Kurz darauf erzielten allerdings die Maple Leafs den Siegtreffer. Im siebten Spiel triumphierte erneut Toronto und die Nordkalifornier schieden aus.

Aufgrund des Lockouts spielte die NHL in der Saison 1994/95 einen verkürzten Spielplan mit lediglich 48 Spielen. Trotzdem zogen die Sharks erneut in die Playoffs ein und schlugen in der ersten Runde die Calgary Flames im siebten und entscheidenden Spiel in der zweiten Verlängerung. In der zweiten Runde endeten die Playoffs jedoch wieder frühzeitig für das Team. Die Detroit Red Wings revanchierten sich mit einem 4–0-Sweep für die überraschende Niederlage aus dem Vorjahr. Die wichtigsten Stützen des Teams waren zu dieser Zeit Torhüter Artūrs Irbe, Verteidiger Sandis Ozoliņš und die Stürmer Igor Larionow und Sergei Makarow. Zu einem Novum in der NHL-Geschichte kam es während der Spielzeit im März 1995, als das erste und bisher einzige Spiel wegen Regens abgesagt werden musste. Der Guadalupe River, der durch San José fließt, war wegen starker, anhaltender Regenfälle über seine Ufer getreten. Damit war es den Besuchern des Spiels unmöglich, in die San Jose Arena zu gelangen, um das Spiel zwischen den San Jose Sharks und den Detroit Red Wings vor Ort zu verfolgen.

Die folgende Saison 1995/96 verlief nicht so erfolgreich wie die vorangegangen und San Jose verpasste nach zwei Jahren erstmals wieder die Playoffs. Makarow hatte das Team vor Saisonbeginn verlassen und so gab der Verein im Oktober 1995, nach einem weit unter den Erwartungen liegenden Saisonstart, den 36-jährigen Larionow nach Detroit und Ozoliņš nach Colorado ab. Im Gegenzug erhielten die Nordkalifornier Ray Sheppard aus Detroit und Owen Nolan aus Colorado, der während seiner Zeit in San José zum absoluten Führungsspieler des Teams avancieren sollte. Der Neuaufbau beinhaltete auch den Austausch von Trainer Constantine, der noch während der Spielzeit durch Jim Wiley ersetzt wurde. Nach der Saison erhielt Torhüter Irbe, der wegen einer Verletzung lange gefehlt hatte, die Freigabe den Verein zu wechseln und bekam keinen neuen Vertrag.

Vor der Saison 1996/97 verpflichteten die San Jose Sharks den Stürmer Tony Granato, der in der Vorsaison eine schwere Kopfverletzung erlitten hatte, ebenso wie Al Sims als neuen Trainer. Dennoch gelang ihnen der Einzug in die Endrunde nicht, obwohl sie kurz vor dem Ende der Wechselfrist mit Ed Belfour noch einen Torhüter mit großer Playoff-Erfahrung unter Vertrag genommen hatten. Mit lediglich 27 Siegen beendete die Mannschaft die reguläre Saison wie im Vorjahr auf dem letzten Platz der Pacific Division. Der Höhepunkt der Saison war jedoch die Austragung des NHL All-Star Games in der heimischen San Jose Arena, dessen Gastgeber die Sharks bereits in der verkürzten Spielzeit 1994/95 hätten sein sollen. An diesem nahmen mit Granato und Nolan, dem in diesem Spiel ein Hattrick gelang, zwei Vertreter der Sharks teil. Granato gelang es zudem als erstem Spieler der Franchise-Geschichte, mit einem der begehrten NHL Awards ausgezeichnet zu werden. Er erhielt die Bill Masterton Memorial Trophy für sein erfolgreiches Comeback nach der Kopfverletzung.

Zu Beginn der Saison 1997/98 stellte die Vereinsführung Darryl Sutter als neuen Trainer vor und verpflichtete mit Mike Vernon einen erfahrenen Torhüter, der nur wenige Monate zuvor die Detroit Red Wings zum Gewinn des Stanley Cups geführt hatte. Außerdem wählte sie mit Patrick Marleau an der zweiten Gesamtposition im NHL Entry Draft 1997 einen talentierten Spieler aus. Mit Marco Sturm schloss sich ein junger deutscher Spieler dem Team an. Die Umstrukturierungen lohnten sich, da das Team wieder die Playoffs erreichte, allerdings scheiterte es schon in der ersten Runde an den Dallas Stars.

Im Jahr darauf, in dem die Sharks die Saisonauftaktpartie in der japanischen Hauptstadt Tokio gegen die Calgary Flames bestritten, erreichte San Jose trotz einer negativen Bilanz als Siebter in der Western Conference die Playoffs. Wieder schieden die Sharks in der ersten Runde aus, dieses Mal in sechs Spielen gegen die Colorado Avalanche. Dies ereignete sich trotz eines in seiner Stärke ausgeglichenen Torhüterduos. Es bestand aus Mike Vernon und dem jungen Steve Shields, der sich im Saisonverlauf gut entwickelt hatte. Auch die Verpflichtung des erfahrenen Centers Vincent Damphousse aus Montréal im März 1999 konnte nichts am Erstrunden-Aus des Teams ändern.

In der Millenniumssaison 1999/2000 gewannen die Sharks erstmals in ihrer Geschichte mehr Spiele in der regulären Saison, als sie verloren. Zudem verbesserten sie ihren Saisonrekord zum sechsten Mal in Folge. In den Playoffs trafen sie mit den St. Louis Blues auf das beste Team der regulären Saison. Nach einer ausgeglichenen Serie über sieben Spiele gingen die Sharks aus dieser als Sieger hervor und besiegten zum zweiten Mal das beste Team der Western Conference, nachdem ihnen dies mit einem Seriensieg über die Detroit Red Wings bereits im Jahr 1994 gelungen war. In der zweiten Runde konnten sie jedoch gegen die Dallas Stars nur noch einen Sieg erzielen und schieden aus.

Im Spieljahr 2000/01 strebten die Sharks weiter nach oben und verbesserten ihren Saisonrekord abermals. Der in Kasachstan geborene Torhüter Jewgeni Nabokow absolvierte eine starke erste Saison als Stammtorhüter und erhielt die Calder Memorial Trophy als bester Rookie der NHL. Erneut traf die Mannschaft in der ersten Runde der Playoffs auf die St. Louis Blues, doch diesmal hatten diese das glücklichere Ende für sich und revanchierten sich für die Niederlage der letztjährigen Playoffs. Obwohl im März 2001 mit dem Finnen Teemu Selänne von den Mighty Ducks of Anaheim im Austausch gegen Torhüter Steve Shields und Stürmer Jeff Friesen noch eine namhafte Verstärkung verpflichtet werden konnte und die Klubführung sich dadurch mehr ausgerechnet hatte, war die Mannschaft nicht in der Lage in den Playoffs in die nächste Runde vorzustoßen.

Zu Beginn der nächsten Saison nahmen die Sharks den NHL-Veteranen Adam Graves unter Vertrag und gewannen, dank einer ausgeglichen Teamleistung auf allen Positionen, zum ersten Mal den Titel in der Pacific Division. Der Mix aus älteren Spielern, wie Vincent Damphousse, Gary Suter und eben Adam Graves und jungen Spielern wie Patrick Marleau und Marco Sturm gab den Sharks den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Teams. Zudem akzeptierten weniger talentierte Spieler ihre Rolle im Team und setzten sich für selbiges ein. In der ersten Runde der Playoffs besiegten sie die Phoenix Coyotes in fünf Spielen, jedoch war das Erreichen der zweiten Runde, wie in den Vorjahren, gleichbedeutend mit dem Ausscheiden. Die Sharks unterlagen der Colorado Avalanche knapp in sieben Spielen.

Nach der Saison übergaben die Gund-Brüder die Besitzrechte an den San Jose Sharks offiziell an eine Gruppe lokaler Investoren, die San Jose Sports & Entertainment Enterprises (SJSEE). Diese hatte, unter der Führung von Greg Jamison, die Rechte des Franchises am 26. Februar 2002 käuflich erworben.

Die Saison 2002/03 stellte einen Tiefpunkt für das aufstrebende Sharks-Franchise dar. In der Saisonvorbereitung hatte es sowohl im Trainerstab als auch im Management Versäumnisse gegeben, worunter die Stimmung im Team über große Teile der Spielzeit litt. Das alles führte dazu, dass die Sharks die Playoffs verfehlten. Noch während der Saison entließ die Vereinsführung Trainer Darryl Sutter und ersetzte ihn durch Ron Wilson. Bereits während der missglückten Spielzeit kam es zum Ende der Wechselfrist und dann in der Sommerpause zum großen Umbruch und Neuanfang innerhalb der Mannschaft. Owen Nolan, der langjährige Kapitän des Franchises, wechselte nach Toronto, Selänne ging nach Colorado. Ebenso mussten weitere Spieler das Team verlassen. Mit Alyn McCauley und Wayne Primeau kauften die Sharks etwas jüngere Spieler, die allerdings schon über genügend NHL-Erfahrung verfügten. Hinzu kamen junge und unerfahrene Spieler, wie Jim Fahey, Niko Dimitrakos und der Deutsche Christian Ehrhoff.

Die Saison 2003/04 wurde zu einem neuen Wendepunkt für die Sharks. Die Mannschaft spielte die bis dahin beste Saison seit Bestehen des Franchises und schloss die reguläre Saison auf dem zweiten Platz der Western Conference mit einem Franchise-Rekord von 104 Punkten ab. Patrick Marleau übernahm in der zweiten Hälfte der Saison die Kapitänsrolle und entwickelte sich zum Führungsspieler. In der ersten Runde der Playoffs trafen sie zum wiederholten Mal auf St. Louis und schlug diese deutlich nach Spielen mit 4–1. In der nächsten Runde spielte San Jose gegen Colorado und zum ersten Mal konnten die Sharks eine Serie der zweiten Runde gewinnen. Im Conference-Finale mussten sie gegen die Calgary Flames antreten, die den Höhenflug der Sharks in sechs Spielen stoppten.

Nach der Saison verhandelten die NHL, die Teambesitzer und die Spieler über ein neues Collective Bargaining Agreement, eine Art Tarifvertrag. Die Verhandlungen führten dazu, dass die Teams ihre Spieler aussperrten, was wiederum dazu führte, dass die Spieler zu europäischen Teams wechselten, da der Saisonstart der NHL-Saison auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Schließlich wurde die Saison im Februar 2005 komplett abgesagt und erst im Juli 2005 konnten sich die drei Parteien schließlich einigen.

Die Sharks starteten schlecht in die Saison 2005/06. Mehrere erfahrene Spieler hatten das Team verlassen, die Angriffsreihen schossen nicht genug Tore, Torhüter Nabokow spielte schwach und sein Back-up Vesa Toskala hatte mit Verletzungen zu kämpfen. Dies alles führte dazu, dass San Jose bis November auf dem letzten Platz der Pacific Division abrutschte. Das Management entschied sich für einen sogenannten „Blockbuster“-Transfer, in dem Marco Sturm, Brad Stuart und Wayne Primeau für Superstar Joe Thornton zu den Boston Bruins transferiert wurden. Die Medien waren einhellig der Meinung, dass den Sharks damit ein großer Coup gelungen war, während sie das Management der Boston Bruins nicht verstanden, die damit ihren einzigen Superstar abgegeben hatten. Möglich geworden war dieser große Einschnitt durch die guten Draftwahlen der Sharks in den vergangenen Jahren, die einen talentierten Unterbau im Farmsystem begründeten. Die Verpflichtung von Thornton stellte sich als vorteilhaft heraus, da er mit Jonathan Cheechoo in einer Angriffsreihe spielte, der sich nach zwei durchwachsenen Spielzeiten an Thorntons Seite zu einem Torjäger entwickelte. Zusammen mit Nils Ekman bildeten sie eine der besten Sturmreihen der Liga. Vesa Toskala übernahm die Rolle als Stammtorhüter und das Team kletterte in der Tabelle stetig nach oben. Schließlich gelang der Mannschaft die Qualifikation für die Playoffs. In der ersten Runde besiegte sie die Nashville Predators mit 4–1, verlor jedoch in der zweiten Runde gegen die Edmonton Oilers trotz einer zwischenzeitlichen Führung von 2–0 in der Serie noch mit 2–4. Die Saison fand aber für Thornton und Cheechoo noch einen versöhnlichen Abschluss: Cheechoo erhielt für seine 56 Saisontore die Maurice ‚Rocket‘ Richard Trophy als bester Torschütze der Liga, Thornton bekam die Art Ross Trophy als bester Scorer verliehen und wurde zudem mit der Hart Memorial Trophy als wertvollster Spieler der NHL ausgezeichnet.

Während der Sommerpause nahmen die Sharks mit Mike Grier, Curtis Brown und Mark Bell drei erfahrene Defensivstürmer unter Vertrag. Grier und Brown fassten schnell Fuß im Team und entwickelten sich zu unentbehrlichen Stützen im Unterzahlspiel, Bell hingegen konnte sich im gesamten Saisonverlauf nicht mit dem neuen Spielsystem anfreunden und hatte zudem mit privaten Schwierigkeiten zu kämpfen.

Zum Start der Saison 2006/07 stellten die Sharks mit drei Auftaktsiegen einen Franchise-Rekord ein und setzten sich sogleich im oberen Bereich der Tabelle fest. Vor allem das sich stetig abwechselnde Torhüter-Duo um Nabokow und Toskala gab der jungen, talentierten, aber unerfahrenen Defensive um die Rookies Matt Carle und Marc-Édouard Vlasic, die am Saisonende beide ins NHL All-Rookie Team gewählt wurden, den nötigen Rückhalt. In der Offensive sprangen junge Spieler aus dem Farmteam wie Joe Pavelski und Ryane Clowe für den schwächelnden Jonathan Cheechoo in die Bresche. Aufgrund von stark schwankenden Leistungen innerhalb des Teams verpflichtete das Management kurz vor Ende der Wechselperiode zwei weitere erfahrene Spieler, um die Mannschaft für die Playoffs zu rüsten. Zunächst verpflichteten die Sharks Craig Rivet, einen Verteidiger von den Montréal Canadiens gegen Josh Gorges und ein Erstrunden-Draftrecht. Am Stichtag transferierte das Management ein weiteres Erstrunden-Wahlrecht und Ville Nieminen zu den St. Louis Blues, die im Austausch Flügelspieler Bill Guerin nach San Jose abgaben. Letztendlich beendete San Jose die Saison mit 51 Siegen und 107 Punkten – beides neue Franchise-Rekorde – und traf als Fünfter der Western Conference in der ersten Playoff-Runde wie im Vorjahr auf die Nashville Predators, die sie in einer physisch hart geführten Serie deutlich mit 4–1 besiegten. In der folgenden Serie gegen die erfahrenen Detroit Red Wings unterlagen die Nordkalifornier mit 2–4 und schieden, wie im Jahr zuvor, im Conference-Halbfinale aus.

Mit zwischenzeitlich 49 Spielen in Folge, die in der regulären Spielzeit endeten und nicht in der Overtime oder im Shootout entschieden wurden, stellten die Sharks einen neuen NHL-Rekord auf. Es war die längste Serie seit Einführung der Overtime zur Saison 1983/84. Der vorherige Rekordhalter waren die Toronto Maple Leafs mit 41 Spielen in Serie in der Saison 1996/97 gewesen.

Am 24. Juli 2007 präsentierten die Sharks erstmals ihr neues überarbeitetes Logo der Öffentlichkeit. Mit dem Beginn des Trainingscamps im September führten sie zudem, durch den Ausstatterwechsel der Liga bedingt, neue und von Sportartikelhersteller Reebok entworfene Spieluniformen ein.

In der Sommerpause verließen mit Scott Hannan und Bill Guerin zwei namhafte und erfahrene Spieler San Jose, für die zunächst kein adäquater Ersatz verpflichtet wurde. Zudem hatte das Team Vesa Toskala und Mark Bell vor dem NHL Entry Draft an die Toronto Maple Leafs abgegeben. Das Management beschränkte sich, im Gegensatz zum Vorjahr, auf die langfristige Bindung der Leistungsträger und verlängerte die Verträge von Craig Rivet, Joe Thornton, Milan Michálek und Kapitän Patrick Marleau. Erst im September unterschrieben Jeremy Roenick, ein erfahrener Free Agent, einen Einjahres-Vertrag. Wenige Wochen später folgte die Rückkehr des Letten Sandis Ozoliņš, der San Jose vor zwölf Jahren verlassen hatte. Aufgrund der erfahrenen Neuverpflichtungen und der Ausgeglichenheit des Kaders begannen die Sharks erstmals in der Franchise-Geschichte die Spielzeit als einer der Topfavoriten auf den Stanley-Cup-Sieg. Zwar gehörte das Team in der ersten Hälfte der Saison stets zu den punktbesten Mannschaften, doch erst Mitte Februar zeigten sie die erwarteten Leistungen. Nach der Verpflichtung eines offensivstarken Verteidigers in Person von Brian Campbell kurz vor der Trade-Deadline startete San Jose eine lange Siegesserie und sicherte sich gegen die starke Konkurrenz aus Anaheim und Dallas schließlich den dritten Divisionstitel seit der Saison 2002/03. In den folgenden Playoffs kam San Jose aber erneut nicht über die zweite Runde hinaus. Nachdem sie die Calgary Flames knapp in sieben Spielen bezwungen hatten, folgte das Aus gegen die Dallas Stars in sechs Spielen, was am 12. Mai 2008 zur Entlassung von Trainer Ron Wilson führte.

Einen Monat später, am 11. Juni 2008, präsentierte die Führungsetage mit Todd McLellan, dem bisherigen Assistenztrainer der Detroit Red Wings, seinen Nachfolger. Dieser ließ, nach dem Wechsel von Brian Campbell nach Chicago, mit Dan Boyle und Rob Blake zwei erfahrene Offensiv-Verteidiger verpflichten und führte das Team mit vier Siegen in den ersten vier Spielen zum besten Saisonstart der Franchise-Geschichte. Im weiteren Verlauf der Spielzeit stellten die Sharks diverse NHL-Rekorde ein oder auf, darunter der beste Saisonstart nach 30 Partien mit erreichten 52 von 60 möglichen Punkten, womit sie den 79 Jahre alten Startrekord der Boston Bruins aus der Saison 1929/30 brachen.

Die Sharks tragen ihre Heimspiele seit 1993 im HP Pavilion, einer 17.496 Zuschauer fassenden Multifunktionsarena, aus. Die Halle wird scherzhaft „Shark Tank“ (dt. Haifischbecken) genannt. Sie ist, gemessen an ihrer Anzahl von Sitzplätzen zwar eine der kleinsten der gesamten Liga, jedoch gilt sie zugleich als eine der lautesten und stimmungsvollsten überhaupt. Nach Beendigung der Bauphase trug die Arena den Namen San Jose Arena, nach dem Abschluss eines Sponsorenvertrages mit Compaq im Jahr 2001 änderte sich der Name in Compaq Center. Durch die Übernahme von Compaq durch Hewlett-Packard 2003 erhielt sie den jetzigen Namen. Die Namensrechte für die Arena hält das Unternehmen noch bis 2016 und zahlt für die gesamte Dauer von 15 Jahren 47 Millionen US-Dollar. Zu Beginn jedes Spiels betreten die Spieler der Sharks durch einen überdimensionalen Haikopf das Eis.

Von 1991 bis 1993 spielte der Klub im 1941 eröffneten Cow Palace, der bei Eishockeyveranstaltungen eine Kapazität von 11.100 Plätzen hat, da es in San José noch keine geeignete Halle gab. Der Cow Palace befindet sich im benachbarten Daly City vor den Toren San Franciscos. Zu einer wirklichen Heimat für das junge Team wurde die durch das jährlich stattfindende Grand National Rodeo bekannte Halle nie, was sich in den Saisonbilanzen der ersten beiden Spieljahre widerspiegelt. Der HP Pavilion wurde erst 1993 fertiggestellt und so kamen die Fans erst nach zwei Jahren in den Genuss, das in ihrer Stadt beheimatete Team auch dort spielen zu sehen.

In den ersten beiden Jahren im Cow Palace konnten die Sharks eine Zuschauerauslastung nahezu 100 Prozent verbuchen. Mit dem Umzug 1993 in die deutlich größere San Jose Arena sank die Auslastung auf 94,8 Prozent, doch nach den ersten Playoff-Erfolgen in der Saison 1993/94 stiegen die Zuschauerzahlen deutlich an und erreichten einen ersten Höhepunkt in der Saison 1996/97 mit einer durchschnittlichen Zuschauerzahl von 17.420 Zuschauern pro Spiel bei verfügbaren 17.496 Plätzen. In den folgenden drei Jahren ging die Auslastungsrate leicht zurück, hielt sich aber konstant zwischen 98 und 99 Prozent.

Nachdem sich die Sharks während der Saison 1999/00 nach fünf Jahren erstmals wieder für die zweite Runde der Playoffs qualifiziert hatten, wurde in der folgenden Spielzeit ein neuer Zuschauerboom entfacht und es wurde mit einer Auslastung von 99,8 Prozent ein neuer Höchstwert aufgestellt. Auch in den nächsten zwei Spieljahren lag der Wert über 99 Prozent. Doch nach den Misserfolgen in der Saison 2002/03 mussten die Sharks im nächsten Jahr erstmals einen deutlichen Zuschauerrückgang hinnehmen, als die Auslastung auf 90,5 Prozent sank.

Nach dem Ausfall der Saison 2004/05 erholten sich die Zuschauerzahlen wieder und in der vergangenen Saison 2006/07 waren mit 17.422 Zuschauern pro Spiel 99,6 Prozent aller Plätze verkauft. Die restlichen vier Mannschaften der Pacific Division hatten schlechtere Werte.

Bei den Fans anderer Mannschaften genießen die Sharks keine große Popularität. In den letzten sechs Spielzeiten konnten sie auswärts nur zweimal eine durchschnittliche Auslastung von über 90 Prozent verbuchen. In der Saison 2006/07 lag die Auslastungsrate bei Auswärtsspielen bei 88,7 Prozent. Nur die Columbus Blue Jackets und die Nashville Predators hatten in dieser Kategorie schlechtere Werte.

Eine Eintrittskarte kostete in der Saison 2007/08 im Schnitt 39 US-Dollar und stieg damit im Vergleich zu den beiden Vorjahren um sechs Dollar.

Seit dem 26. Februar 2002 befinden sich die San Jose Sharks im Besitz einer Gruppe lokaler Investoren, der San Jose Sports & Entertainment Enterprises (SJSEE). Die Gruppe betreibt neben dem NHL-Team auch das HP Pavilion, die Worcester Sharks und die beiden Trainingshallen des Teams. Zudem ist es Besitzer der San Jose Stealth, der professionellen Lacrossemannschaft der Stadt. Präsident und Chief Executive Officer (CEO) der Gruppierung ist Greg Jamison, der bereits seit 1993 in der Organisation der San Jose Sharks tätig ist. Von 1991 bis 2002 waren die Brüder George und Gordon Gund alleinige Besitzer des Franchise.

Wie alle NHL-Teams unterhalten die San Jose Sharks seit ihrer Gründung mehrere Farmteams in unterklassigen Ligen. Die wichtigste und beste Talentschmiede besitzen die Sharks seit Beginn der Saison 2006/07 in Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts, wo die Worcester Sharks in der American Hockey League spielen. Die American Hockey League ist als Minor League der Klasse AAA und somit der höchstmöglichen Stufe unterhalb der NHL deklariert. Zuvor war das Franchise von 2001 bis 2006 als Cleveland Barons und von 1996 bis 2001 als Kentucky Thoroughblades aufgetreten und schon damals als Farmteam San Joses unter Vertrag. Das erste Farmteam, das die Sharks in der höchsten Klasse unterhielten, waren von 1991 bis 1996 die Kansas City Blades in der International Hockey League. Während der Kooperation mit den San Jose Sharks konnten diese am Ende der Saison 1991/92 den Turner Cup gewinnen. Neben dem Franchise in der Klasse AAA arbeiten die Sharks auch mit Mannschaften der East Coast Hockey League, die in die zweithöchste Minor-League-Klasse AA eingruppiert ist, zusammen. Bisher standen zwölf verschiedene Mannschaften mit dem NHL-Klub in Kooperation. Seit Beginn der Spielzeit 2007/08 sind dies die Phoenix RoadRunners.

Während der Saison 1997/98 hatten die San Jose Sharks Einnahmen in Höhe von 49,2 Millionen US-Dollar, jedoch mussten sie am Ende einen Verlust von 2,6 Millionen US-Dollar verbuchen. In den folgenden Jahren stieg der Umsatz deutlich an und nach dem Spieljahr 1999/00 stand in den Geschäftsbüchern erstmals ein Gewinn von 3,4 Millionen US-Dollar. Im Folgejahr stieg der Gewinn auf vier Millionen US-Dollar, ehe im Jahr darauf am Ende, trotz eines Rekordumsatzes von 71 Millionen US-Dollar, ein Verlust von 800.000 US-Dollar verzeichnet wurde.

Die folgende Saison 2002/03 war nicht nur sportlich ein herber Rückschlag, sondern auch wirtschaftlich, da ein Verlust von 8,6 Millionen US-Dollar verbucht werden musste. Immerhin konnte sich das Franchise im Jahr darauf auf beiden Ebenen erholen und neben dem sportlichen Erfolg einen Gewinn von 1,3 Millionen US-Dollar erreichen. Zudem konnte mit Einnahmen von 74 Millionen US-Dollar eine neue Höchstmarke erreicht werden.

Von vielen Experten wurde vermutet, dass der Ausfall der Saison 2004/05 finanzielle und wirtschaftliche Folgen für die Teams haben würde, doch die Sharks hielten ihre Zahlen weitestgehend konstant. Man konnte sogar bei einem geringeren Umsatz den Gewinn um 500.000 US-Dollar steigern. Die Spielzeit 2006/07, in der erstmals mit namhaften Verstärkungen zum Ende der Saison der Stanley-Cup-Gewinn ins Auge gefasst wurde, schlossen die Sharks mit einem deutlichen Verlust von 5,1 Millionen ab, obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht anstieg. Das folgende Spieljahr schlossen die Sharks mit einem neuen Umsatzrekord von 85,0 Millionen US-Dollar ab.

Laut dem Forbes Magazine betrug der Wert des Franchise in der Saison 1997/98 108 Millionen US-Dollar. Durch den Erfolg der folgenden Spielzeiten stieg der Wert innerhalb von vier Jahren um 46 Prozent auf 158 Millionen US-Dollar. Jedoch ging der Wert des Franchise wegen des plötzlichen sportlichen Misserfolgs schon im Jahr darauf um 21 Millionen US-Dollar zurück.

Mittlerweile hat sich der Wert zwischen 160 und 180 Millionen US-Dollar eingependelt. Mit einer Wertsteigerung von knapp 53 Prozent vom Ende der Spielzeit 1997/98 bis zum Jahr 2007 hat sich das Franchise der Sharks besser entwickelt als der Durchschnitt der Liga, der bei 30 Prozent liegt.

Die Personalkosten für Spieler stiegen seit der ersten Saison der San Jose Sharks im Jahr 1991 deutlich an, obwohl in dieser Zeit die meiste Anzahl von Spielern pro Saison eingesetzt wurde. In die erste Spielzeit starteten sie mit Personalausgaben von 6,2 Millionen US-Dollar, doch bereits zur Saison 1994/95 hatten sich die Gesamtgehälter mit einem Betrag von 14,6 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelt. Die Sharks folgten damit einem Trend der gesamten Liga, wo die Spielergehälter immer weiter stiegen, jedoch lagen die San Jose Sharks bis dahin in jeder Saison unter dem Durchschnitt der NHL.

Dies änderte sich erstmals 1996/97, als die Sharks mit 24,5 Millionen US-Dollar an Gehältern zu den zehn Teams mit den höchsten Personalkosten gehörten und knapp über dem Durchschnitt lagen. Bis zur Saison 1999/00 stiegen die Personalausgaben bis auf 35,5 Millionen US-Dollar, die durchschnittlichen Personalkosten der Liga lagen bei 31,7 Millionen US-Dollar, hielten sich im Jahr darauf konstant, erreichten aber schließlich während der Saison 2002/03 einen Höchstwert von 45,1 Millionen US-Dollar. Damit gehörten sie noch zum Durchschnitt der Liga, denn die Ausgaben von Franchises wie den Dallas Stars, New York Rangers oder Detroit Red Wings lagen zwischen 60 und 70 Millionen US-Dollar. Jedoch konnte das Budget der Sharks nicht durch sportlichen Erfolg gerechtfertigt werden, da die schlechteste Saison seit Mitte der neunziger Jahre gespielt worden war.

Die Spielergehälter bei den Sharks sanken in der nächsten Saison um fast ein Viertel auf 34,8 Millionen US-Dollar und so reagierte das Management zum ersten Mal gegen den Trend der NHL mit immer weiter steigenden Personalkosten. Es war jedoch schließlich die NHL selbst, die diesem Trend entgegen wirkte und während der abgesagten Saison 2004/05 eine Gehaltsobergrenze pro Team, eine sogenannte Salary Cap, von 39 Millionen US-Dollar einführte, da zuvor die Kluft zwischen den reichen und ärmeren Franchises im größer geworden war, was dem sportlichen Wettbewerb in der Liga nicht zugute kam. Während des Spieljahres 2003/04 hatten die Detroit Red Wings mit 77,8 Millionen US-Dollar das höchste Budget, die Nashville Predators konnten mit 23,2 Millionen US-Dollar nicht mal ein Drittel davon in Spieler investieren und die Sharks gehörten zur unteren Hälfte der Liga, was die Personalkosten anging.

In der Saison 2005/06 verfügten die Sharks über eine Budget von 31 Millionen US-Dollar, das aber auch wegen der Anhebung der Salary Cap um fünf Millionen US-Dollar auf 43,9 Millionen US-Dollar stieg.

Seit der Gründung der Sharks erlebten die Spielergehälter in der NHL einen regelrechten Boom und stiegen seit 1991 um fast 300 Prozent. Die Gehälter bei den San Jose Sharks stiegen seitdem sogar um über 600 Prozent, jedoch muss beachtet werden, dass sie in ihrer Premierensaison mit 6,2 Millionen US-Dollar das kleinste zur Verfügung stehende Budget aller Mannschaften hatten.

Die San Jose Sharks starteten 1991 mit einem für NHL-Verhältnisse frischen Logo-Design eines Hais mit einem durchgebissenen Eishockeyschläger in dessen Maul. Dazu präsentierten sie, zumeist auf den Schultern der Spielertrikots angebracht, ein sogenanntes Alternativlogo, das eine aus dem Wasser ragende Haiflosse zeigte. Diese Logos verwendete das Franchise bis Ende der Saison 2006/07, wobei das Alternativlogo nie über ein Nischendasein hinauskam und nur wenig Beachtung fand. Vielmehr Aufmerksamkeit erlangte das Hauptlogo, welches stets auf der Brust der Trikots zu sehen war.

Mit dem Wandel der NHL, im Zuge des Lockouts in der Saison 2004/05, kam es zum Beginn der Spielzeit 2007/08 zu einer Aktualisierung der beiden Logos. Die Grundprinzipien der beiden Logos – der schlägerdurchbeißende Hai und die aus dem Wasser ragende Flosse – wurden nach 16 Jahren ohne Änderung zwar beibehalten, aber komplett überarbeitet und modernisiert.

Die Worcester Sharks, das AHL-Farmteam San Joses, trägt seit der Saison 2006/07 das damals noch aktuelle Logo mit dem Zusatz Worcester Sharks auf der Trikotbrust.

S.J. Sharkie, ein anthropomorpher Hai, ist seit Januar 1992 das Maskottchen des Teams und gehört zu einem der bekanntesten der gesamten National Hockey League. Zudem war es eines der ersten Maskottchen mit einer eigenen Merchandising-Linie und einer eigenen offiziellen Webseite.

Während der Heimspiele der Sharks beeindruckt das Maskottchen vor allem durch seine Stunts und ist bekannt für das Fahren mit einem Quad auf dem Eis. Über seine Auftritte während der NHL-Spiele der Sharks hinaus, kann S.J. Sharkie zu Geburtstagsfeiern, Krankenhausbesuchen und ähnlichem gebucht werden, wodurch über 450 Auftritte pro Jahr zustande kommen.

Der Fernsehpartner der San Jose Sharks ist der Spartensender Comcast Sports Net, der fast alle Spiele der regulären Saison durch den Sender Comcast SportsNet Bay Area, der den regionalen nordkalifornischen TV-Markt abdeckt, überträgt. An der Seite des erfahrenen Sportkommentatoren Randy Hahn analysiert seit der Saison 2007/08 wieder der ehemalige Assistenztrainer der Sharks Drew Remenda, der bereits von 1999 bis 2006 an Hahns Seite kommentierte, die Spiele. Scott Reitz führt die Zuschauer durch die Drittelpausen und ist für Interviews mit Spielern und Offiziellen während der Spiele zuständig, ebenso wie Kate Longworth nach den Partien. Neben der Übertragung der Spiele produziert Comcast SportsNet Bay Area auch die Sendung „Shark Byte“, die Hintergrundberichte zum Team und den Spielern als Inhalt hat. Sie wird von Remenda moderiert. Über viele Jahre hinweg arbeitete John Shrader ebenfalls im Übertragungsteam und füllte die Positionen von Reitz und Longworth aus. Die Fernsehsender Versus und NBC halten die Übertragungsrechte für den gesamten US-amerikanischen Markt. Allerdings übertragen die beiden Sender nur einige ausgewählte Spiele der San Jose Sharks während der Saison, diese allerdings hauptsächlich exklusiv.

Während den Playoffs überträgt Comcast SportsNet Bay Area die Playoff-Partien der ersten beiden Runden, sofern diese nicht von NBC gesendet werden. Die restlichen Spiele der Playoffs bis einschließlich der Finalserie um den Stanley Cup werden von NBC und Versus in den Vereinigten Staaten gezeigt.

In Kanada ist CBC der Hauptsender für die Spiele der regulären Saison und der Playoffs. TSN hält ebenfalls Übertragungsrechte an NHL-Spielen, darf aber nur die Partien zeigen, die CBC nicht sendet. Allerdings konzentrieren sich beide Sender hauptsächlich auf Spiele mit kanadischer Beteiligung, sodass nur wenige Spiele der San Jose Sharks in Kanada zu sehen sind.

Außerhalb des lokalen TV-Marktes der San Jose Sharks können alle Spiele des Teams über das kostenpflichtige NHL Center Ice-Paket empfangen werden.

In Europa hält NASN die Rechte an den Spielen der NHL. Im Laufe der Saison werden einige Spiele der San Jose Sharks gesendet, wobei NASN auf die Übertragungen der zuständigen Sender aus den USA zurückgreift.

Zudem sind die Spiele der Sharks über den Radiosender KFOX zu empfangen. Hierbei kommentiert Dan Rusanowsky seit der Auftaktsaison 1991/92 die Spiele des Franchise. Ihm stehen die Ex-Profispieler Jamie Baker und David Maley als Experten zur Seite. Durch die offiziellen Internetauftritte der National Hockey League und der San Jose Sharks sind außerdem Radioübertragungen der Spiele weltweit zu empfangen.

Über das Internet senden Yahoo! und Comcast, der Mutterkonzern des Fernsehsenders Versus, ausgewählte Spiele der NHL live, unter anderem auch einige der San Jose Sharks. Der Service ist kostenlos, allerdings ist der Zugang auf Internetnutzer mit Sitz in den USA beschränkt. Nutzer innerhalb des TV-Marktes der Sharks können den Service von Comcast für Spiele der San Jose Sharks nicht nutzen. Über das kostenpflichtige Angebot NHL Center Ice Online können zudem alle Spiele des Teams außerhalb des lokalen TV-Marktes über das Internet empfangen werden.

Trotz ihrer jungen Geschichte pflegen die Sharks eine Reihe von Rivalitäten. Die Los Angeles Kings und die Anaheim Ducks sind die „natürlichen“ Rivalen der Sharks, da sie ebenfalls in Kalifornien beheimatet sind. Aufgrund des zwischenzeitlichen Spielplanmodus, der zu Beginn der Saison 2005/06 im Anschluss an das Collective Bargaining Agreement eingeführt wurde und bis zum Ende der Spielzeit 2007/08 beibehalten wurde, spielten die Sharks je acht Spiele gegen diese Teams in der regulären Saison, weil sie alle Mitglied der selben Division sind.

Seit dem Ende der neunziger Jahre hat sich außerdem eine Rivalität zu den Dallas Stars entwickelt, die damals in die Pacific Division zu den Sharks umgruppiert wurden. Dallas gehörte damals zu den besten Teams der Liga, außerdem spielte mit Ed Belfour einer der besten Torhüter der damaligen Zeit für Dallas, der die Sharks im Jahr 1997 nach nur wenigen Monaten verlassen hatte. Die Sharks konnten nach einigen Jahren mit den Stars im sportlichen Bereich auf Augenhöhe treten und so Bestand die Rivalität in erster Linie durch den Kampf um den Titel der Pacific Division. Zwischen 1998 und 2006 haben beide Teams diesen Titel immer unter sich ausgemacht, ehe den Anaheim Ducks der erstmalige Gewinn gelang. Zudem haben beide Teams ihre Wurzeln im Franchise der Minnesota North Stars.

Eine weitere Rivalität besteht seit 2000 zu den St. Louis Blues. Die Blues standen bereits in ihren ersten drei NHL-Spielzeiten von 1967 bis 1970 im Finale um den Stanley Cup, konnten ihn jedoch nicht gewinnen. In den folgenden 30 Jahren konnten sie nicht mehr an diese Erfolge anknüpfen, doch in der Saison 1999/00 spielten sie die beste Saison seit ihrem Bestehen und schlossen sie mit einem großen Vorsprung auf dem ersten Platz der gesamten NHL ab. Mit starken Spielern wie Chris Pronger, Pierre Turgeon und Pavol Demitra sollte endlich der erste Stanley Cup-Sieg geholt werden. Die San Jose Sharks hingegen belegten in der Western Conference nur den achten Platz, hatten somit die Playoffs gerade noch erreicht und waren in der ersten Runde der Gegner der St. Louis Blues. Die hochfavorisierten Blues gewannen die erste Partie. Doch die Sharks setzten vor allem auf ihr physisch hartes Spiel, womit sie in den folgenden Spielen die Oberhand über die technisch versierteren Spieler der Blues gewannen. San Jose holte drei Siege in Folge, aber St. Louis reagierte und glich die Serie zum 3–3 aus, sodass es zum entscheidenden siebten Spiel kommen musste. Den San Jose Sharks gelang schließlich die Sensation und sie zogen in die nächste Runde ein. Während die Sharks sich in den folgenden Jahren weiter in Richtung Ligaspitze orientierten, ging es für die St. Louis Blues fortan bergab. Ein Jahr später gelang den Blues in sechs Spielen die Revanche für die Vorjahresniederlage, 2004 unterlagen sie den Sharks jedoch deutlich in fünf Spielen.

Neben diesen Rivalitäten gibt es noch kleinere zu weiteren Teams.

Wie alle anderen 29 Mannschaften der NHL nutzen die San Jose Sharks seit Beginn der Saison 2007/08, die einen Ausrüsterwechsel mit sich brachte, zwei verschiedene Trikot-Grunddesigns. Bei Heimspielen tragen die Sharks, wie es nach den Regeln der NHL vorgeschrieben ist, ein Trikot mit einer dunklen Grundfarbe. Im Falle der Sharks ist diese das typische dunkelpazifiktürkis (engl. dark pacific teal). Zudem sind die Schultern schwarz abgesetzt und ein Teil der Arme sowie der untere Teil des Trikots sind mit horizontalen Streifen in schwarz, weiß und orange versehen. Die Brustpartie ist durch das Teamlogo geprägt.

Zu Auswärtsspielen müssen die Sharks ein Trikot mit einer hellen Grundfarbe tragen. Im Design des Heimtrikots ist das Trikot in weiß gehalten. Die abgesetzten Schultern sind in dunkelpazifiktürkis gehalten, während die Ärmel horizontale schwarze, orange und dunkelpazifiktürkise Streifen aufweisen. Bis Ende der Saison 2002/03 war von der NHL vorgeschrieben, dass die Heimtrikots eine helle Grundfarbe und die Auswärtstrikot eine dunkle Grundfarbe haben müssen.

Von Beginn der Saison 2001/02 bis zum Ende der Saison 2006/07 gab es bei den Sharks ein sogenanntes Ausweichtrikot, das mit der Ausnahme eines dunkelpazifiktürkisen und eines weißen Streifens an beiden Ärmeln, komplett in schwarz gehalten war. Offiziell waren die Ausweichtrikots seit 1996 im Programm der Liga. Im Laufe der Saison durften die Teams, die ein drittes Trikot unterhielten, zwischen zehn und 15 Spiele damit bestreiten. Die Sharks nutzten dieses Design zumeist bei Heimspielen, die an Donnerstagen stattfanden und stellten diese Spiele unter das Motto „Black Thursday“ (dt. Schwarzer Donnerstag). Das dritte Trikot bot den Teams die Möglichkeit mit anderen Trikotdesigns zu experimentieren, sowie das Merchandising weiter anzukurbeln und wurde bis zum Ende der Saison 2006/07 genutzt, da ab der Saison 2007/08 neue, vom Sportartikelhersteller Reebok hergestellte und entworfene Trikots eingeführt wurden und das Programm von der NHL zunächst eingestellt wurde. Mit Beginn der Spielzeit 2008/09 nahm die Liga das Programm wieder auf, an dem San Jose – wie etwa zwei Drittel aller Teams – auch teilnahm. In Kooperation mit dem langjährigen Sponsor Seagate Technology stellten die Sharks im November 2009 ihr neues drittes Trikot mit dem Namen „BlackArmor“ – benannt nach einem Produkt des Sponsors – vor. Geprägt durch eine schwarze Grundfarbe sind an den Ärmeln erneut kleine Teile durch zwei schmale weiße und einen stärkeren türkisen Streifen abgesetzt. Ein Novum sind jedoch der erstmals zu schnürende Kragen sowie der erstmalige Einsatz eines sekundären Logos auf der Trikotfront. Hauptsächlich werden die Trikots bei Heimspielen an Donnerstagen getragen, den sogenannten „BlackArmor Nights“.

Die Sharks trugen von ihrer Premierensaison 1991/92 an bis 1998 ein anderes Trikotdesign. Bei Heimspielen war das Trikot weiß und bei Auswärtsspielen in einem helleren als dem jetzigen türkis gehalten. Zudem war das Design, das nur einige Querstreifen an Armen und dem unteren Teil des Trikots aufwies, weniger aufwendig. Ein ähnlich schlichtes Aussehen haben die aktuellen Trikots. Zur Saison 1998/99 wurde das Design erstmals überarbeitet. Die neuen Trikots waren moderner und ansprechender gestaltet. So war das Heimtrikot, das bereits während der Saison 1997/98 als drittes Trikot diente, in einem dunkelpazifiktürkisen Grundton gehalten. Zudem waren die Seiten und die Ärmel mit schwarz und grau abgesetzt. Auswärts trat San Jose in einem Trikot mit weißer Grundfarbe an. Die Seiten waren, konträr zum Heimtrikot, in der selben Farbe gehalten, während die Ärmel die weiteren drei Teamfarben schwarz, grau und dunkelpazifiktürkis aufwiesen.

Die Hosen der Spieler sind traditionell schwarz, sowohl bei Heim- als auch Auswärtsspielen. Die Stutzen sind in der Grundfarbe des jeweilig getragenen Trikots gehalten.

Während der Saison 2007/08 engagierten sich die San Jose Sharks als erstes NHL-Team im asiatischen Eishockeysport. Das Franchise schickte im September 2007 fünf Spieler, die allesamt aus dem Minor League-Bereich oder vom College stammten, und drei Trainer nach China, die mit den China Sharks in der Asia League Ice Hockey antraten. Der Sinn des Engagements ist die Steigerung der Popularität und die Förderung der Sportart in der bevölkerungsreichsten Region der Erde. Der Vertrag zwischen San Jose und dem Team aus Peking wurde durch die Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Wintersportverband ermöglicht.

Vor Beginn der Saison 2008/09 verstärkten die Sharks ihr Engagement in der Volksrepublik China noch einmal. Sie verlegten den Sitz des Teams von Peking nach Shanghai und verpflichteten mit Wade Flaherty und Steve McKenna zwei NHL-erfahrene Spieler.

Als Logo verwenden die China Sharks das alte Logo der Cleveland Barons, einem früheren Farmteam San Joses.

Die San Jose Sharks konnten sich in ihrer Franchise-Geschichte bisher dreimal den Titel der Pacific Division, der sie seit der Aufnahme in die Liga angehören, am Ende der regulären Saison sichern. Nach dem erstmaligen Gewinn in der Saison 2001/02 wiederholten sie den Titelgewinn in den Spieljahren 2003/04 und 2007/08. Weitere Erfolge wie der Gewinn des Stanley Cups, der Presidents' Trophy oder eines Conference-Titels blieben bisher aus.

Den größten Erfolg in den Playoffs feierten die Sharks im Verlauf der Saison 2003/04, als das Team zum bisher einzigen Male bis ins Finale der Western Conference vordrang. Nach Siegen über die St. Louis Blues und Colorado Avalanche scheiterten sie in der Vorschlussrunde trotz Favoritenstatus in sechs Spielen an den Calgary Flames und verpassten somit die erstmalige Stanley-Cup-Finalteilnahme sowie den Gewinn der Clarence S. Campbell Bowl. Bereits in den Jahren zuvor hatte San Jose mehrmals für Aufsehen in den Playoffs gesorgt. Bei der erstmaligen Qualifikation in der Saison 1993/94 schafften es das Team in der ersten Runde das beste Team der Western Conference, die Detroit Red Wings, in sieben Spielen zu bezwingen. Ähnliches gelang im Spieljahr 1999/00 als der amtierende Presidents'-Trophy-Gewinner aus St. Louis ebenfalls nach der Maximalanzahl von sieben Partien am Außenseiter aus Nordkalifornien scheiterte.

Seit der Gründung des Franchises gelang es fünf Spielern der San Jose Sharks einen der individuellen NHL Awards zu gewinnen. Zudem schafften es vier Spieler in eines der All-Star-Teams, sowie fünf weitere ins All-Rookie-Team.

Als erstem Spieler gelang es Tony Granato im Anschluss an die Saison 1996/97 die Bill Masterton Memorial Trophy, die den Spieler auszeichnet, der Ausdauer, Hingabe und Fairness im und für das Eishockey vereint, zu gewinnen. Der Grund für die Wahl Granatos lag darin, dass er im Januar 1995 nach einer Kollision mit einem Gegenspieler eine schwere Kopfverletzung erlitten hatte, bei der sich ein Blutgerinnsel in seiner linken Hirnhälfte gebildet hatte. Obwohl die behandelnden Ärzte sein Karriereende prognostiziert hatten, unterzeichnete er im Sommer 1996 einen neuen NHL-Vertrag und entwickelte sich zu einem der Führungsspieler in San Jose. Als nächster schaffte es Jewgeni Nabokow nach der Spielzeit 2000/01 mit der Calder Memorial Trophy als bester Rookie ausgezeichnet zu werden. Er hatte die Sharks in dieser Saison zur bis dahin mit Abstand besten in der Geschichte des Klubs geführt. Zu einem wahren „Trophäenregen“ kam es nach der Saison 2005/06. Joe Thornton, der während der Saison von den Boston Bruins verpflichtet worden war, gewann als bester Scorer der Liga die Art Ross Trophy und wurde zudem mit der Hart Memorial Trophy als wertvollster Spieler der Liga ausgezeichnet. Sein Sturmpartner Jonathan Cheechoo erhielt aufgrund seiner 56 erzielten Saisontore die Maurice ‚Rocket‘ Richard Trophy als bester Torschütze der Liga.

Thornton schaffte es in der Saison 2005/06 auch in das NHL First All-Star Team gewählt zu werden, was bisher noch keinem Spieler San Joses gelungen war. Zwei Jahre später erhielten gleich drei Spieler eine Nominierung in eines der Teams. Thornton wurde ins NHL Second All-Star Team berufen, genauso wie der während der Spielzeit verpflichtete Verteidiger Brian Campbell. Jewgeni Nabokow erhielt eine Nominierung als Torhüter des First All-Star Teams. Die Wahl ins NHL All-Rookie Team erreichten bisher fünf Spieler der Sharks. Neben Jeff Friesen in der Saison 1994/95, Brad Stuart 1999/00 und Jewgeni Nabokow 2000/01 gelang dies auch Matt Carle und Marc-Édouard Vlasic 2006/07, wodurch sich die Defensive des All-Rookie-Teams komplett aus Spielern der Sharks zusammensetzte.

Insgesamt wurden bisher 26 Spieler der San Jose Sharks von den Fans aufgrund ihrer Beliebtheit ins All-Star Game gewählt oder aufgrund ihrer Leistungen von den Trainern nominiert.

Bereits in der ersten Spielzeit des Franchise wurde der damalige Mannschaftskapitän Doug Wilson für das NHL All-Star Game 1992 nominiert. Die gleiche Ehre wurde ein Jahr später Kelly Kisio zuteil, nachdem der eigentlich nominierte Pat Falloon seine Teilnahme wegen einer Verletzung absagen musste. Der Grund der Nominierungen, obwohl Wilson zu dieser Zeit ein etablierter und erfahrener NHL-Spieler war, lag aber weniger in den starken Auftritten der beiden, sondern stand im Zusammenhang mit der Tatsache, dass jedes Team mindestens einen Spieler zum Spiel schicken sollte. Zum NHL All-Star Game 1994 wurden die beiden Letten Artūrs Irbe und Sandis Ozoliņš in die Startformation der Western Conference berufen. Auch an den folgenden beiden Austragungen nahmen mit Owen Nolan in den Jahren 1996 und 1997 und Tony Granato – auf speziellen Wunsch des Commissioners Gary Bettman – 1997 weitere Spieler der Sharks am Spiel der besten und beliebtesten Akteure teil.

In Folge einer Umstellung des Austragungsformates von „Ost gegen West“ auf „Nordamerika gegen den Rest der Welt“ stand der Deutsche Marco Sturm beim NHL All-Star Game 1999 auf Seiten der Weltauswahl den Nordamerikanern gegenüber, nachdem 1998 erstmals kein Spieler San Joses berufen worden war. Nach der dritten Nominierung Owen Nolans im Jahr 2000 wurden zur Austragung 2001 mit Vincent Damphousse, der jedoch wegen einer Verletzung für das Spiel selbst ausfiel, Jewgeni Nabokow und Marcus Ragnarsson drei Spieler nominiert. Ein Jahr später nahmen jedoch mit Vincent Damphousse, Owen Nolan und Teemu Selänne erstmals auch drei Spieler an der Begegnung teil, die allesamt in die Startaufstellung des jeweilig zugehörigen Teams – Damphousse und Nolan bei den Nordamerikanern sowie Selänne bei der Welt-Auswahl – gewählt wurden. Selänne erhielt ein Jahr später eine weitere Nominierung, als das Spiel wieder im alten Format „Ost gegen West“ ausgetragen wurde, ebenso nahm Patrick Marleau 2004 daran teil.

Nach einem zweijährigen Ausfall des All-Star-Games wegen des Lockouts im Jahr 2005 und den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin spielten nach 2002 im Jahr 2007 mit Jonathan Cheechoo, Patrick Marleau und Joe Thornton erneut drei Spieler mit. Cheechoo und Thornton schafften es sogar von den Fans in die Startformation gewählt zu werden. Am All-Star Game 2008 nahmen mit Jewgeni Nabokow und abermals Joe Thornton zwei Spieler aus San Jose teil sowie Ron Wilson als Assistenztrainer der Western Conference. Dieses Ergebnis wurde beim 57. All-Star-Game im Jahr 2009 noch einmal überboten, als erneut Joe Thornton sowie Dan Boyle eine Einladung erhielten. Nach Verletzungsmeldungen im Vorfeld des Spiels wurde mit Kapitän Patrick Marleau ein weiterer Akteur nominiert. Zudem kam Trainer Todd McLellan hinzu, der die All-Stars der Western Conference als Cheftrainer betreute.

Am 2002 eingeführten YoungStars Game, das im Rahmenprogramm des eigentlichen All-Star-Games zwischen den besten Liganeulingen ausgetragen wird, nahmen bisher vier Sharks-Spieler teil, die von der Ligaleitung nominiert wurden. Diese waren Jonathan Cheechoo und Christian Ehrhoff im Jahr 2004 und Matt Carle 2007. Mit der Formatänderung „Rookies gegen Sophomores“ zum Jahr 2009 erhielt Devin Setoguchi als Spieler für das Team der Sophomores eine Nominierung.

Im folgenden werden ausgewählte Spielerrekorde des Franchise sowohl über die gesamte Karriere als auch über einzelne Spielzeiten aufgeführt.

Die Sharks begannen ihre Premierensaison mit dem Kanadier George Kingston hinter der Bande. Nach einer erwartet schwachen Auftaktsaison mit nur 17 Siegen in 80 Spielen nahm der Klub auch die folgende Saison mit Kingston in Angriff. Die Saison endete mit lediglich elf Siegen aus 84 Spielen in einem Desaster und Kingston wurde mit einer Gesamtbilanz von 28 Siegen, 129 Niederlagen und sieben Unentschieden am Ende der Saison gefeuert.

Zur Saison 1993/94 übernahm Kevin Constantine, der in unterklassigen Ligen große Erfolge als Coach gefeiert hatte, den Posten des Cheftrainers. Constantine führte die Sharks gleich in seiner ersten Saison erstmals in der Franchise-Geschichte in die Playoffs, gleiches gelang ihm im folgenden Jahr. Die Saison 1995/96 markierte einen Tiefpunkt in Constantines Karriere als Sharks-Trainer und so wurde er nach nur drei Siegen aus den ersten 25 Spielen noch während der Saison entlassen. Für die restlichen 57 Spiele wurde er von Jim Wiley, der das Ruder aber auch nicht herumreißen konnte, als Interimstrainer ersetzt.

Als neuen Trainer für die Saison 1996/97 einigte sich das Management mit Al Sims. Er konnte sich jedoch mit einer abermals enttäuschenden Bilanz, ähnlich der des Vorjahres, auch nicht für die Playoffs qualifizieren und musste sein Engagement bei den Sharks bereits nach einem Jahr wieder beenden.

Mit Darryl Sutter stellten die Nordkalifornier zur Saison 1997/98 einen neuen namhaften Cheftrainer vor. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern gab ihm die Chefetage mehr Zeit mit dem Aufbau des Teams. Trotz negativer Bilanzen qualifizierte sich die Mannschaft in den ersten zwei Spielzeiten unter Sutters Regie für die Playoffs. In den Folgejahren verbesserte sich die Saisonbilanz unter ihm stetig. Im Spieljahr 2000/01 erreichte das Team erstmals die Marke von 40 Siegen und in der Saison 2001/02 konnte das Franchise erstmals den Gewinn der Pacific Division feiern. Nach einem schwachen Start in die Saison 2002/03 mit nur neun Siegen aus den ersten 24 Spielen erging es dem Kanadier wie seinen Vorgängern und der Rausschmiss folgte. Im ersten Spiel nach der Entlassung besetzte Cap Raeder für ein Spiel die Position an der Bande.

Am 4. Dezember 2002 folgte die Verpflichtung von Ron Wilson, der aber auch nicht mehr die Playoff-Qualifikation schaffte. In der Saison 2003/04 führte er das Team aber nach 2002 erstmals wieder auf den ersten Platz der Pacific Division. Nach dem gesamten Ausfall der Saison 2004/05 startete das Team an Wilsons Seite mit großen Hoffnungen in die Spielzeit 2005/06. Nach einem schwachen Start rettete die Verpflichtung von Joe Thornton den Posten des Trainers und die Mannschaft beendete die Saison, trotz des schwachen Starts, noch auf dem zweiten Platz in der Division. Auch in den folgenden beiden Spielzeiten gehörten die Sharks mit Wilson zur Elite der Liga, der im Verlauf der Spielzeit 2007/08 Darryl Sutter als erfolgreichsten Trainer der Klubgeschichte ablöste. Trotz des erneuten Gewinn der Pacific Division wurde Wilson nach dem dritten Zweitrunden-Aus in Folge in den Playoffs am 12. Mai 2008 entlassen. Seine beiden Assistenten Tim Hunter und Rob Zettler verließen die Organisation wenige Wochen später.

Einen Monat nach Wilsons Entlassung präsentierte das Management mit Todd McLellan, dem bisherigen Assistenztrainer der Detroit Red Wings, seinen Nachfolger und damit siebten Cheftrainer in der Historie der San Jose Sharks. Als Assistenten wählte er in der Folge Todd Richards, Trent Yawney und Jay Woodcroft, einen Videoanalysten. Mit Corey Schwab wurde zudem ein ehemaliger Torwart verpflichtet, der Wayne Thomas bei der Arbeit mit den Torhütern entlastet, nachdem Thomas den Posten von dem am 11. April 2007 verstorben und seit 1997 in der Organisation tätigen Warren Strelow übernommen hatte.

In der Premierensaison des Franchise starteten die San Jose Sharks mit dem NHL-erfahrenen Jack Ferreira als General Manager des Teams. Da diese aber mit nur 17 Siegen in 80 Spielen völlig missglückte und keine seiner Verpflichtungen aus den Drafts einschlug, musste er bereits nach einer Saison seinen Posten räumen.

Zu Beginn der Saison 1992/93 wurde er durch Chuck Grillo ersetzt, der zudem von Dean Lombardi und dem damaligen Cheftrainer George Kingston Unterstützung erhielt. Durch die Entlassung von Kingston am Ende der Spielzeit schied er bereits nach einem Jahr in seiner unterstützenden Rolle aus. So verblieben Grillo und Lombardi in der Funktion, ehe auch Grillo nach der enttäuschenden Saison 1995/96 sich einen neuen Arbeitgeber suchen musste. Ab der Saison 1996/97 leitete Lombardi in alleiniger Regie die Geschicke des Teams. Lombardis Amtszeit als GM durchlief dabei Höhen und Tiefen. Nach dem erstmaligen Gewinn der Pacific Division in der Saison 2001/02 rutschte das Team in der darauffolgenden Saison auf den letzten Platz selbiger ab. Einige umstrittene Entscheidungen in der Transferpolitik kosteten Lombardi im März 2003 seinen Job. Wayne Thomas, Lombardis einstiger Assistent, übernahm bis zum Ende der Spielzeit dessen Position.

Zur Saison 2003/04 wurde mit Doug Wilson ein neuer General Manager verpflichtet, der zur Saison 1991/92 der erste Mannschaftskapitän des jungen Franchises gewesen war. Der bisher größte Coup in Wilsons Manager-Karriere, neben dem erneuten Gewinn der Pacific Division 2003/04 und 2007/08, ist die Verpflichtung von Center Joe Thornton am 30. November 2005.

In der Geschichte der San Jose Sharks gab es bisher neun verschiedene Spieler, die das Amt des Mannschaftskapitäns bekleideten.

Der erste Spieler mit dem „C“ auf der Brust war 1991 der Kanadier Doug Wilson, den die Sharks einen Monat vor Saisonbeginn von den Chicago Blackhawks geholt hatten. Wilson verfügte zu diesem Zeitpunkt bereits über die Erfahrung von 14 Spielzeiten in der NHL und war somit die geeignete Person, um das junge Team in die erste Spielzeit zu führen. Nach seinem Karriereende übernahm zu Beginn der Saison 1993/94 Bob Errey das Amt. Auch er blieb nur knapp zwei Spielzeiten in dieser Rolle, da er das Team während der Saison 1994/95 in Richtung Detroit verließ. So wurde Jeff Odgers, der zu diesem Zeitpunkt dienstälteste Spieler, der neue Kapitän des Teams. Nach der Saison 1995/96 verließ aber auch er die Kalifornier, und so wurde Todd Gill für die nächsten zwei Jahre Mannschaftskapitän.

Zu Beginn der Saison 1998/99 übernahm Owen Nolan die Kapitänsrolle. Diese behielt er bis zu seinem Wechsel im Jahr 2003. Mit insgesamt fünf Spielzeiten blieb Nolan so lange wie bisher kein anderer Spieler in der Franchise-Geschichte seinem Amt treu. Da sich die Führungsetage zum Beginn der darauffolgenden Saison auf keinen eindeutigen Nachfolger einigen konnte, führte der neue Trainer Ron Wilson ein Rotationssystem ein. Für die ersten zehn Spiele der Saison 2003/04 trug Mike Ricci das „C“, ihm folgte Vincent Damphousse, der für die folgenden 20 Spiele Kapitän des Teams war. Danach übernahm Alyn McCauley für wiederum zehn Spiele das Amt, ehe Patrick Marleau, der sich damals bereits in seiner siebten Saison bei den Sharks befand, am 5. Januar 2004 in diese Rolle schlüpfte, die er heute immer noch inne hat. McCauley hatte nach Ablauf seiner Amtszeit dem Management empfohlen das Rotationsprinzip einzustellen und sich auf Marleau als dauerhaften Träger festzulegen.

Als bisher einziger Spieler der San Jose Sharks wurde der russische Stürmer Igor Larionow in die im kanadischen Toronto befindliche Hockey Hall of Fame aufgenommen. Nachdem er sich im Jahr 2007, in dem die Maximalanzahl von vier Spielern in die Hall of Fame aufgenommen worden war, berechtigte Hoffnungen auf eine Aufnahme gemacht, aber nicht gegen die starke Konkurrenz hatte durchsetzen können, erfolgte die Induktion am 10. November 2008.

Larionow spielte zwischen 1993 und 1995 für San Jose in der NHL und war während dieser Zeit maßgeblich an den ersten Erfolgen der Mannschaft beteiligt. Darunter fällt die erstmalige Qualifikation für die Playoffs und der Überraschungssieg in der ersten Runde der Playoffs 1994.

Ein Funktionär der San Jose Sharks ist bisher nicht in die Hockey Hall of Fame induktiert worden.

Als einzige Trikotnummer ist die berühmte Nummer 99 zu Ehren des Kanadiers Wayne Gretzky seit dem 6. Februar 2000 ligaweit gesperrt und wird somit nicht mehr an einen Spieler vergeben.

Seit 1991 hatten die Sharks 21 Draftrechte in der ersten Runde des NHL Entry Drafts, davon neun Stück unter den ersten zehn des jeweiligen Jahrgangs.

Fünfmal, in den Entry Drafts 1992, 1996, 1997, 2003 und 2007, konnten die Kalifornier zwei Spieler in der ersten Runde auswählen und zweimal, in den Jahren 2000 und 2008, gar keinen.

Mit Pat Falloon, zugleich der erste Draft-Pick der Franchise-Geschichte, Andrei Sjusin und Patrick Marleau konnten die Sharks bisher dreimal Spieler bereits an der zweiten Position auswählen. Von den 21 Spielern, die die Sharks seit 1991 auswählten, kamen bisher 17 Spieler in der NHL zum Einsatz. Mit Ausnahme von Ty Wishart, der Bestandteil eines Transfers war, gaben alle ihr Debüt im Trikot der San Jose Sharks.

Im von 1986 bis 1994 abgehaltenen NHL Supplemental Draft hatten die Sharks zwischen 1991 und 1994 insgesamt vier Wahlrechte.

Einmal, beim Supplemental Draft 1991, konnte San Jose zwei Spieler auswählen, darunter sogar das Erstwahlrecht unter allen Teams, mit dem der Kanadier Jeff McLean gezogen wurde. In der letzten Ausgabe des Drafts im Jahr 1994 hatten die Sharks kein Wahlrecht.

Die vier Spieler, die die Sharks zogen, brachten es in ihrer Karriere lediglich auf insgesamt 111 Spiele in der National Hockey League. Von diesen vier Spielern kamen nur Jeff McLean und Mark Beaufait in elf Partien für San Jose zum Einsatz. Während Brian Konowalchuk seine Karriere frühzeitig beendete und nie in der NHL spielte, verbrachte Dean Sylvester seine drei Spielzeiten andauernde NHL-Karriere bei den Buffalo Sabres und Atlanta Thrashers.

Die zehn besten Punktesammler in der Geschichte des Franchise bis zum Ende der regulären Saison 2007/08 und der Playoffs 2008.

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Eishockey

Eishockey an der McGill-Universität 1884

Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.

Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinney auf Schnee und Eis spielten. Die Bezeichnung Hockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.

Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).

Beim Eishockey muss ein Puck, eine flache Hartgummischeibe, mit Schlägern in das gegnerische Tor geschoben oder geschossen werden. Das Spiel ist im Allgemeinen sehr körperbetont. Mittels so genannter Bodychecks ist es möglich, den Gegner seitlich zu verdrängen oder aus dem Weg zu schaffen, um den Puck zu erobern.

Eishockey ist eine sehr schnelle Mannschaftssportart. Der Puck bewegt sich mit bis zu 190 (in der NHL) km/h.

Eishockey ist ein körperbetonter Sport, bei dem es hin und wieder auch zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen den Spielern kommen kann. In der Regel sind diese Auseinandersetzungen schnell unterbunden und enden ohne Verletzungen, jedoch gab und gibt es auch immer wieder Vorfälle, die schwere Verletzungen nach sich zogen.

Eishockey ist vor allem dort sehr verbreitet, wo auch vor Erfindung der Kältemaschine – und der damit verbundenen Möglichkeit, Kunsteisbahnen zu schaffen – genügend Eisflächen für eine regelmäßige Ausübung dieser Sportart vorhanden waren und sind. Ein Betrieb solcher Kunsteisbahnen ist meistens sehr teuer. Allerdings werden mittlerweile kostengünstigere Alternativen aus synthetischem Eis angeboten, die einer herkömmlichen Eisbahn sehr nahe kommen. Somit findet der Eissport nun auch in wärmeren Regionen wie Südafrika eine größere Verbreitung. Weit verbreitet ist Eishockey vor allem in Kanada, Russland (bzw. der ehemaligen Sowjetunion) und den USA, Tschechien und der Slowakei, sowie den nordischen Ländern (vor allem Schweden und Finnland). Einen sehr hohen Stellenwert hat Eishockey auch in der Schweiz und Lettland und gehört dort zu den beliebtesten Sportarten. Die Gesamtsumme der Eishockey-Zuschauer in einer Saison liegt in diesen Ländern weit über derjenigen der Fußball-Zuschauer. Ein traditionsreiches internationales Highlight für Clubmannschaften stellt auch der seit 1923 ausgetragene Spengler Cup dar, der in Davos, im Kanton Graubünden, stattfindet und eine wesentlich längere Geschichte als der Europapokal der Landesmeister aufweisen kann. In Deutschland genießt Eishockey unter den Mannschaftssportarten – nach Fußball und Handball – bis in die unteren Ligen das höchste Zuschauerinteresse. Dies lässt sich vor allem durch die Schnelligkeit und Athletik der Sportart erklären. Bis vor ca. 25 Jahren dominierten meist die Eishockey-Hochburgen im Süden Deutschlands und in Ostdeutschland (Augsburg, Füssen, Rosenheim, Landshut, Garmisch-Partenkirchen, Kaufbeuren, Bad Tölz sowie Bad Nauheim in Mittelhessen und Weißwasser in der DDR) das Geschehen im deutschen Eishockey. Bedingt durch die fortschreitende Kommerzialisierung der Sportart wird das deutsche Eishockey in den letzten Jahren von Teams aus Großstädten (z. B. Köln, Düsseldorf, Mannheim, Berlin, Frankfurt) beherrscht.

Auch wenn das erste echte Eishockey-Spiel erst am 3. März 1875 in Montreal zwischen Dozenten und Studenten der McGill-Universität stattfand, besitzt der Sport mit seinen direkten Vorläufern eine längere Geschichte.

Die älteste Erwähnung stammt aus Dänemark aus dem Jahre 1134. Die Schlittschuhe waren wahrscheinlich aus Knochen. Im 16. Jahrhundert wurde in den Niederlanden ein Spiel entwickelt, welches dem heutigen Eishockey sehr ähnelt und bis heute unter dem Namen Bandy bekannt ist.

Geschichtliche Bedeutung erlangten oftmals die Spiele zwischen der damaligen Sowjetunion und den USA oder Kanada vor allem in der Phase des Kalten Krieges als Ausdruck des Kampfes der Systeme. So wurde auch das Spiel der USA gegen die UdSSR beim Olympischen Eishockeyturnier 1980 zu einer Art „Show-down“ der beiden Weltmächte. Die USA konnte die seinerzeit übermächtige Sowjetunion bezwingen, und das Spiel ging als „Miracle on Ice“ in die Geschichte ein.

Nachdem in der Sowjetunion bis in die 1950er Jahre auf dem Eis vor allem Bandy gespielt wurde, entwickelte sich das sowjetische Eishockey mit einem enormen Tempo.

So gelang es dem sowjetischen Team, bereits bei der ersten Weltmeisterschaftsteilnahme 1954 wie auch bei der ersten Teilnahme am Olympischen Eishockey-Turnier die Goldmedaille zu gewinnen. Die UdSSR schaffte es, mit ihrem Team eine außergewöhnliche Perfektion zu erreichen und machte auch den „Erfindern“ des Eishockeys, den Kanadiern, oft das Leben schwer. Weiterhin gab es zwischen der UdSSR und der ČSSR großartige Spiele, in denen die sowjetische Mannschaft mit herausragenden tschechoslowakischen Spielern konkurrierte. Auch hier wurde – insbesondere nach dem Prager Frühling 1968 – die unterschiedliche politische Gesinnung und die politischen Befindlichkeiten in den Sport getragen.

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR gingen einige der besten Spieler in die National Hockey League (NHL), in der Mannschaften der USA und Kanadas spielen. Die NHL stellt heute die bedeutendste Liga der Welt dar, mit vielen der besten Spieler aus Europa und anderen Teilen der Welt. Bei den alljährlich stattfindenden NHL-Allstar-Spielen zeigt sich, dass viele europäische Spieler heute zu den wichtigsten Leistungsträgern der Liga gehören.

Nach Nordamerika zieht es die Spieler nicht zuletzt, weil dort auch am meisten Geld zu verdienen ist und die nordamerikanischen Clubs mit attraktiven Arenen sowie einem großen Faninteresse aufwarten können.

Das Eishockey für Frauen entwickelte sich aus dem Herreneishockey und unterscheidet sich von diesem in verschiedenen Regelanpassungen. Die wichtigste davon ist, dass bei den Frauen das Drücken gegen die Bande sowie Body-Checks grundsätzlich verboten sind. Diese Regelung wurde nach der ersten Weltmeisterschaft 1990 eingeführt, da es dort zu schweren Verletzungen aufgrund des Aufeinandertreffens von unterschiedlich robust gebauten Frauen gekommen war. Darüber hinaus sind die Frauen – genauso wie alle Nachwuchsspieler – verpflichtet, mit Helmen mit Gesichtsschutz zu spielen.

Das erste olympische Fraueneishockey-Turnier fand 1998 in Nagano statt. Genau wie die Weltmeisterschaften werden diese Wettbewerbe vor allem durch die Mannschaften aus Nordamerika dominiert. Dort gibt es auch ein ausgeprägtes Ligasystem, das dem der Männer gleicht. Populär ist Fraueneishockey auch im nördlichen Europa und in Russland.

Bei den Winterspielen von 2006 in Turin konnte mit Schweden zum ersten Mal eine nichtamerikanische Mannschaft die Silbermedaille in einem internationalen Turnier gewinnen.

Das weltweit geltende Regelwerk wird regelmäßig im Regelbuch der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) herausgegeben. Die aktuelle Version ist bis 2010 gültig. Dieses Regelbuch ist in sechs Abschnitte unterteilt, die die Themen Spielfeld, Teams, Spieler und ihre Ausrüstung, Offizielle und ihre Pflichten, Spielregeln, Strafen und Besondere Regeln beschreiben.

Die NHL gibt ein eigenes Regelbuch heraus, dessen Inhalte zum Teil von den Vorschriften der IIHF abweichen.

Das Spielfeld ist eine rechteckige Eisfläche, die 61 m lang und 30 m breit ist, die Ecken sind abgerundet. Das Spielfeld ist von einer ca. 1,20 m hohen Holz- oder Hartplastikbande umgeben, auf die aus Sicherheitsgründen eine Schutzglasscheibe aufgesetzt und hinter den Toren zusätzlich ein Fangnetz angebracht ist. Anstelle der aufgesetzten Schutzglasscheibe können auch Fangnetze oberhalb der Bande angebracht sein. Die Tore haben eine Höhe von etwa 1,20 m und eine Breite von gut 1,80 m, Pfosten und Latte sind rot gefärbt. Vor dem Tor ist ein halbkreisförmiger Torraum auf das Eis gezeichnet.

Insgesamt gibt es neun Anspiel- oder Bullykreise, neben dem in der Mitte des Feldes jeweils zwei in den Verteidigungszonen. Gegenüber den Spielerbänken befinden sich die Zeitnehmung und die Strafbänke.

In der nordamerikanischen NHL weicht das Spielfeld von den internationalen Vorgaben ab. Es ist hier meist nur 26 m breit und verfügt über eine andere Verteilung der Spielfeldzonen. Somit ist das Spiel in Nordamerika in der Regel schneller und aggressiver als in Europa.

Eine Mannschaft besteht für gewöhnlich aus bis zu 22 Spielern. Während eines Spiels dürfen sich höchstens 6 Spieler gleichzeitig auf dem Eis befinden. In der Regel bestehen diese aus 5 Feld-Spielern und einem Torwart, in besonderen Situationen wird der Torwart aber auch durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.

Speziell in Unter- bzw. Überzahlsituationen kann von diesem Schema aber auch abgewichen werden.

In der Regel wird in Linien, Reihen bzw. Blöcken gespielt – das bedeutet, dass Stürmer und Verteidiger möglichst immer mit den gleichen Partnern spielen. Eine Mannschaft sollte vier Verteidigungsreihen (4 mal 2 Spieler = 8 Spieler) und vier Sturmreihen (4 mal 3 Spieler = 12 Spieler) besitzen. Mit zwei Torhütern erreicht man dann die Anzahl von 22 Spielern pro Team.

Ein Team muss einen Kapitän und zwei Assistenten bestimmen. Zur Erkennung tragen sie ein „C“ (Captain) bzw. „A“ (Assistenz-Captain) auf der Brust.

Das Auswechseln von Feldspielern ist nicht nur während Spielunterbrechungen möglich, sondern kann auch „fliegend“ erfolgen.

Um Verletzungen vorzubeugen, ist eine umfassende Schutzausrüstung vorgeschrieben. Da die Torhüter durch auf sie abgefeuerte Schüsse einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, haben sie eine noch umfassendere Schutzausrüstung.

Die Schiedsrichter zählen zu den Offiziellen. Diese sind unterteilt in On-Ice-Offizielle und Off-Ice-Offizielle. Die On-Ice-Offiziellen bestehen grundsätzlich aus einem Schiedsrichter (Referee) und zwei Linienrichtern (Linesmen). In unteren Spielklassen wird das System mit zwei Schiedsrichtern ohne Linienrichter verwendet, in höheren Spielklassen kommt manchmal auch das System mit 2 Schiedsrichtern und 2 Linienrichtern zur Anwendung. Der Schiedsrichter hat die allgemeine Aufsicht über das Spiel sowie die Kontrolle über Spieler und Offizielle. Die Linienrichter haben die Kontrolle über Linienverstöße (Abseits und Icing) und übernehmen die Bullys. Schieds- und Linienrichter haben beim Eishockey einen erheblich größeren Einfluss als beispielsweise beim Fußball. Sie können durch das Aussprechen von Strafzeiten unmittelbar auf das Spielgeschehen einwirken.

Zu den Off-Ice-Offiziellen zählen neben dem Stadionsprecher und dem Spielzeitnehmer ein Punktrichter, ein Video-Torrichter, zwei Strafbankbetreuer sowie zwei Torrichter. In der DEL wird kein Torrichter mehr eingesetzt; der Stand-By-Schiedsrichter übernimmt die Aufgabe des Video-Torrichters.

Weiter wird zwischen Spiel-Offiziellen und Team-Offiziellen unterschieden. Zu den Spiel-Offiziellen zählen neben den Schieds- und Linienrichtern auch der Video-Torrichter, die Torrichter, die Punkterichter und der Stand-By Schiedsrichter. Zu den Team-Offiziellen gehört der Trainerstab der Mannschaften, die Betreuer sowie der Ordnerdienst.

Beim Eishockey gibt es formell keine Eigentore, der Treffer wird dem Spieler der angreifenden Mannschaft zugeschrieben, der den Puck zuletzt berührt hat.

Ein Tor gilt nur, wenn der Puck die Torlinie in vollem Durchmesser überquert und der Schiedsrichter den Puck hinter der Torlinie gesehen hat. Kann nicht mit Sicherheit eine Aussage darüber getroffen werden, ob der Puck tatsächlich die Torlinie in vollem Durchmesser überschritten hat, so ist auf „kein Tor“ zu entscheiden. Sofern das Spiel aufgezeichnet wird, darf der Schiedsrichter den Videobeweis zu Hilfe nehmen.

Es ist zulässig, den Puck mit Hilfe des Schlittschuhs fortzubewegen, sofern man dadurch kein Tor erzielt. Wird der Spieler am Schlittschuh getroffen, ohne dass eine aktive Kickbewegung zu sehen ist, und überquert der Puck in Konsequenz die Torlinie, ist auf reguläres Tor zu entscheiden.

Den Puck mit dem hohen Stock (Stock über Schulter oder über der Latte) zu spielen ist unzulässig – es ist aber erlaubt, den Puck mit der Hand zu stoppen oder wegzuschlagen; außerdem darf man im eigenen Drittel den Puck aus dem Drittel werfen. Handpässe sind verboten.

Wird ein Torhüter durch einen Schuss an der Maske getroffen, wird das Spiel unterbrochen. Kommt es jedoch nach einem Maskentreffer zu einem direkten Nachschuss, welcher zum Tor führt, ist das ein regulärer Treffer.

Behinderung (interference), Beinstellen (tripping), Hoher Stock (high-sticking), Haken (hooking), Spielverzögerung (delaying the game), Stockschlag (slashing), Bandencheck (boarding), Stock-Check (Cross-Check), Check gegen den Kopf (checking to the head), Check von hinten (checking from behind), Ellbogencheck (elbowing), Unsportliches Verhalten (unsportsmanlike conduct), Übertriebene Härte (roughing), Unerlaubter Körperangriff (charging), Halten (Holding), Unkorrekte Ausrüstung (illegal equipment), Unkorrekter Spielerwechsel (to many men), Halten des Stockes (holding the stick), Stockstich (spearing), Kniecheck (kneeing) und Check gegen das Knie (checking to the knee).

Beide Fouls ziehen mehr als eine normale 2-Minuten-Strafe nach sich und werden zusätzlich mit einer persönlichen Disziplinarstrafe verhängt (2+10).

Um die Zuschauer zu schützen und das Spiel flüssiger zu gestalten, wurde eine neue, bei den Spielern und Mannschaften zuerst umstrittene, Regel eingeführt: Verlässt der Puck in direkter Folge eines Schusses aus der Verteidigungszone des schießenden Spielers das Spielfeld über die Scheibe, wird eine kleine Strafe gegen den verfehlenden Spieler wegen Spielverzögerung ausgesprochen. Schießt man den Puck jedoch auf die Spielerbank, so wird, seit der Regeländerung 2007, keine Strafe mehr ausgesprochen.

Die Höhe der Strafe liegt (innerhalb eines gewissen Rahmens) im Ermessen des Schiedsrichters. Sieht der Schiedsrichter ein Foul, zeigt er das durch Heben des Arms an; das Spiel läuft jedoch so lange weiter, bis die zu bestrafende Mannschaft in Puck-Besitz gelangt. In dieser Zeit kann der Torhüter der nicht bestraften Mannschaft das Tor verlassen, um einen 6. Mann auf das Spielfeld zu schicken. Erzielt die gefoulte Mannschaft in dieser Phase ein Tor, ist die Strafe hinfällig.

Eine Spieldauer-Diszipliniarstrafe beziehungsweise Matchstrafe hat den sofortigen Ausschluss des Spielers für den Rest des Spiels zur Folge. Im Spielbericht werden aber nur 20 min (Spieldauer-Disziplinarstrafe), respektive 25 min (Matchstrafe) eingetragen. Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zieht keine automatische Sperre nach sich. Die zuständige Disziplinarstelle kann aber den Spieler nachträglich für weitere Spiele sperren. Eine Matchstrafe bedeutet, dass der Spieler automatisch „bis auf Weiteres“ gesperrt ist – das heißt für mindestens ein weiteres Spiel. Der Fall wird von der zuständigen Disziplinarstelle beurteilt.

Gelingt der in Überzahl spielenden Mannschaft ein Tor, darf der Spieler (sofern er eine kleine Strafe verbüßt) sofort wieder auf das Eis. Auf große Strafen oder Disziplinarstrafen hat ein Tor keinen Einfluss. Sitzen zwei Spieler auf der Strafbank, darf derjenige, dessen Strafe die geringere Restzeit aufweist, wieder auf das Eis. Eine Ausnahme besteht hier seit der Saison 2006/2007 in der DEL. Bekommt jeweils ein Spieler beider Mannschaften gleichzeitig eine 2-Minuten-Strafe, egalisieren sich die Strafen. Bekommt nun ein weiterer Spieler einer Mannschaft später innerhalb dieser 2 Minuten eine Strafe, wird die später aufgestellte Strafe aufgehoben, sobald ein Tor fällt.

Die Zeitstrafen werden auf der Strafbank abgesessen. Eine Ausnahme bildet der Torhüter: Er geht nie auf die Strafbank, sondern wird bei kleinen Strafen oder der ersten Disziplinarstrafe durch einen Feldspieler vertreten, der zur Zeit des Vergehens auf dem Eis war. Größere Strafen können je nach Liga oder Wettbewerb Spielsperren nach sich ziehen.

Wird gegen beide Mannschaften gleichzeitig eine gleiche Anzahl von Strafen ausgesprochen, so müssen die betreffenden Spieler zwar die Strafe auf der Strafbank absitzen, die beiden Mannschaften bleiben aber im Feld in der gleichen Spielstärke wie vor den Vergehen. Eine Mannschaft kann durch Strafen nie auf weniger als drei Feldspieler reduziert werden. Im Falle der dritten Strafe, die zu einem Mann weniger auf dem Eis führen würde, muss der betreffende Spieler zwar auf die Strafbank, die Strafzeit beginnt jedoch erst zu laufen, nachdem eine Strafzeit eines vorher bestraften Spielers abgelaufen ist (aufgeschobene Strafe).

In den Alterklassen der Kleinst- wie der Kleinschüler (auch genannt Bambini und Kleinschüler) wird von diesen Regeln teilweise abgewichen. Nähere Informationen siehe dazu der Hauptartikel Eishockeyregeln.

Das taktische Denken im Eishockey begann erst in den 50er Jahren. Vordenker auf diesem Gebiet waren die Osteuropäer und Sowjets, die langsam ein Spielsystem etablierten. In der Zeit des Kalten Krieges konnte man strikt zwischen sowjetischem Eishockey, das von Kurzpassspiel bis zur Torchance geprägt war, und einer kanadisch-nordamerikanischen Spielweise mit mehr Körpereinsatz trennen. So strikt sind die Unterschiede heute nicht mehr zu erkennen. Vor der Entwicklung einer Taktik gab es noch keine richtige Trennung der Positionen. Jeder konnte so spielen, wie er wollte. Mit guter Taktik gelang es technisch schwächeren Mannschaften schon oft, gegen talentiertere Teams zu gewinnen.

So gibt es diverse Möglichkeiten, einen Angriff aufzuziehen. Eine beliebte Variante, vor allem in Nordamerika, ist das Dump’n’Chase-Spiel, bei dem der Spielzug mit einem weiten Pass an die Hintertorbande eröffnet wird. Technisch versierte Spieler können durch einen Lauf durch die neutrale Zone zur Torchance gelangen. Daneben gibt es noch verschiedene Passwege, über die der Center einen Außenstürmer erreichen kann. Des Weiteren ist der Konter oder das Break eine beliebte Alternative.

Auch dieses Verhalten ist nicht starr, und man kann diese Abwehrtechniken miteinander kombinieren.

Die höchste Spielklasse in Deutschland ist seit 1994/95 die Deutsche Eishockey-Liga (DEL), die den Beinamen „1. Bundesliga“ trägt, in Österreich ist es die Erste-Bank-Eishockeyliga, in der Schweiz die National League A, in Tschechien die Extraliga.

Im Gegensatz zu anderen Sportarten gibt es in der deutschen Eishockeyliga kein Unentschieden, um rein taktische Spiele zu vermeiden. Bis zur Saison 2005/2006 wurde ein Vorrundenspiel, bei welchem es nach regulärer Spielzeit unentschieden stand, mit einem Penaltyschießen entschieden. Seit der Saison 2006/2007 wird zunächst fünf Minuten 4 gegen 4 gespielt. Zur Saison 2007/08 wurde jedoch für die Playoff-Spiele die Regel eingeführt, dass pro Mannschaft wieder 5 Feldspieler auf dem Eis stehen. In den Play-Offs wird eine Verlängerung gespielt, die sofort endet, wenn eine der beiden Mannschaften ein Tor erzielt. Es gibt kein Penaltyschießen, sondern immer wieder Verlängerungen von jeweils 20 Minuten, bis eine Mannschaft ein Tor erzielt.

Seit der Saison 2006/07 wird in der DEL auch während der Vorrunde eine fünfminütige Verlängerung mit jeweils vier Feldspielern im Sudden-Death-Modus gespielt.

Diese Regel findet in der Schweiz in dieser Saison auch Anwendung.

Die Meisterschaft wird in fast allen Ligen durch ein Play-Off ermittelt, für das sich die besten Mannschaften des Grunddurchganges qualifizieren. In der ersten Runde trifft die nach dem Grunddurchgang am besten platzierte Mannschaft gegen die am schlechtesten platzierte, die zweitbeste auf die zweitschlechteste usw. – die Gewinner spielen dann in der nächsten Runde weiter, bis die zwei letzten Mannschaften feststehen und das Finale austragen. Die Begegnungen werden in der Regel als Serie von Spielen ausgetragen bei denen 4 (Best-of-Seven), 3 (Best-of-Five) oder 2 (Best-of-Three) Siege zum Aufstieg in die nächste Runde erforderlich sind. Steht der Aufsteiger fest, werden die verbleibenden Spiele nicht ausgetragen.

Die wirtschaftliche Bedeutung ist in Europa zwar noch nicht so groß wie in Nordamerika, doch Marketing ist auch in den Top-Ligen Europas wichtiger geworden. In den 60er und 70er Jahren brauchte man eine gute Jugendarbeit, um erfolgreich zu sein, heute ist eine professionelle Struktur nötig. So betrieben die Hamburg Freezers zum Beispiel bis 2005 keine Nachwuchsarbeit, weil sie aber mit der Anschutz-Gruppe einen finanzkräftigen Investor haben, gehörten sie trotzdem zu den Top-Teams der DEL. Seit 2005 starteten die Freezers nun aber auch mit der Nachwuchsarbeit (Freezers Juniors).

Amtierende Meister siehe Hauptartikel Eishockey-Ligen 2007/08.

Im amerikanischen Englisch wird Eishockey generell als Hockey bezeichnet.

Die 1917 gegründete National Hockey League (NHL) gilt als mit Abstand beste Liga der Welt. Spätestens seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist es der Traum eines jeden Eishockeyspielers, in der NHL zu spielen. Der Stanley Cup ist die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt. Amtierender Stanley-Cup-Sieger sind die Detroit Red Wings.

Seit den 40ern wurde aber auch der Unterbau stetig professionalisiert und ausgebaut. So gibt es heute mit der American Hockey League (AHL) eine Elite-Minor League, in der die Top-Farmteams der NHL-Franchises spielen. Darunter gibt es noch die East Coast Hockey League (ECHL), Central Hockey League (CHL), West Coast Hockey League (WCHL) und International Hockey League (IHL). Des Weiteren gibt es professionell arbeitende Nachwuchsligen in Kanada: Western Hockey League (WHL), Ontario Hockey League (OHL) und Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL). Die Minor Leagues übernehmen unter anderem die Jugendarbeit für die NHL-Franchises.

In den 90ern ist die wirtschaftliche Bedeutung des Hockeysports in Nordamerika radikal angestiegen. Die NHL-Franchises zahlten übertrieben hohe Gehälter, so dass einige noch heute hohe Schulden haben. Das zeigte sich auch in der Verhandlung über ein neues NHL Collective Bargaining Agreement zur Saison 2004/05, die in einem Spielerstreik und Lockout endete, so dass die Spielzeit gar nicht ausgetragen wurde. Nach über einem Jahr Verhandlungen wurde eine Gehaltsobergrenze (Salary Cap) beschlossen, die die Liga ausgeglichener und spannender gemacht hat.

Eine Besonderheit im nordamerikanischen Profisport ist der NHL Entry Draft, der auch im Eishockey durchgeführt wird. Beim Draft sichern sich die NHL-Teams die Rechte an talentierten Juniorenspielern. Ein Kuriosum dabei: Der von vielen als bester Spieler aller Zeiten betrachtete Wayne Gretzky ist einer der wenigen seiner Generation, die nicht gedraftet wurden. Die meisten „Draft picks“ spielen erst in der AHL oder einer Juniorenliga, bis sie von ihrem NHL-Team aufgerufen werden.

Eishockey ist in Lateinamerika eine absolute Randsportart. Einen geregelten Spielbetrieb gibt es lediglich in Mexiko, dessen Nationalmannschaft derzeit auch an offiziellen Turnieren des internationalen Eishockeyverbandes IIHF teilnimmt. Des weiteren gibt es Eishockeyverbände in Argentinien, Brasilien, Chile und Ecuador, die sich jedoch meist nur dem Inlinehockey widmen und den Begriff „Eishockey“ nur der Form nach im Namen tragen.

Nichtsdestoweniger gibt es einige Hobbyspieler im Süden von Argentinien und Chile, wo im Winter der südlichen Hemisphäre (ca. Mai bis August) gelegentlich auf zugefrorenen Flüssen oder Seen gespielt werden kann. Das bleibt jedoch die Ausnahme – einerseits, da die zum Eishockey notwendige Ausrüstung relativ teuer (und in Südamerika schwer zu beschaffen) ist, andererseits, weil diese Sportart in den betreffenden Ländern relativ unbekannt ist.

Das erste Profieishockeyspiel auf lateinamerikanischem Boden fand am 23. September 2006 in Puerto Rico statt: Zur Saisoneröffnung der nordamerikanischen Profiliga NHL trafen sich die Teams der Florida Panthers und der New York Rangers im José Miguel Agrelot Coliseum in San Juan.

Für die Eishockeynationalmannschaften existieren verschiedene bedeutende internationale Turniere. Der offiziellen Rangfolge der Internationalen Eishockey-Föderation entsprechend ist hierbei das Olympische Eishockey-Turnier, welches seit 1924 bei den Winterspielen stattfindet, das bedeutendste Turnier für Nationalmannschaften. Darüber hinaus finden seit 1920 offizielle Weltmeisterschaften der IIHF statt, welche vor allem für die europäischen Teams eine große Bedeutung besitzen.

Da die nordamerikanische National Hockey League für die Weltmeisterschaften der Herren ihre Saison normalerweise nicht unterbricht und auch für die Olympischen Spiele bislang nur 1998, 2002 und 2006 eine Pause eingelegt hat, ist das Ansehen dieser Turniere in Kanada und den USA relativ schlecht. Vor allem den Weltmeisterschaften wird dabei vorgehalten, dass bei ihnen nicht die besten Spieler der Welt spielen würden und sie deshalb keinen echten Weltmeister küren könnten. Hinzu kommt, dass bis 1976 nur Amateure an den Weltmeisterschaften teilnehmen durften, so dass z.B. Kanada lange Zeit ihren Amateurmeister zur Weltmeisterschaft schickte. Aus diesem Grund wurde der Meister der kanadischen bzw. nordamerikanischen Profiliga lange Zeit als „World Champion“ tituliert.

Neben dem Olympischen Eishockey-Turnier ist deshalb heute der World Cup of Hockey zum wichtigsten Turnier im Eishockey geworden. Er wird von der NHL in Zusammenarbeit mit der IIHF ausgerichtet und fand bislang 1996 und 2004 statt. Da das Turnier vor Beginn der NHL-Saison stattfindet, können hier die besten Spieler aller Nationen teilnehmen, wodurch die Bedeutung vor allem in Nordamerika deutlich erhöht wird.

Aber es gibt auch internationale Vereinsturniere: Das wohl bekannteste und traditionsreichste Turnier ist der Spengler Cup, der schon seit 1923 jährlich in Davos in der Schweiz ausgetragen wird. Rekordsieger ist der Gastgeber, der HC Davos.

Ein zweiter in Europa wichtiger Vereinswettbewerb ist der IIHF European Champions Cup. Die Landesmeister der nach IIHF-Weltrangliste sechs besten europäischen Eishockeyverbände treffen dabei seit 2005 jährlich aufeinander. Der erste Cup fand im Januar 2005 im russischen Sankt Petersburg statt. Sieger wurde der russische Meister Avangard Omsk. Der European Champions Cup ist Nachfolger der European Hockey League, des wichtigsten Vereins-Wettbewerbs Europas von 1996 bis 2000. Diese war wiederum Nachfolger des Europapokals der Landesmeister, der von 1965 bis 1996 über 30 Jahre lang jährlich stattfand. Die Initiierung eines neuen kontinentalen Klubturniers, dem Champions Hockey League, ist der in der Saison 2008/09 eine erstmals von der IIHF ausgetragene Europapokal-Wettbewerb für Eishockeyklubs.

Verschiedene Spielerinnen und Spieler haben weltweite Bekanntheit erlangt und sind in die internationale oder eine nationale Hockey Hall of Fame aufgenommen worden. Berühmte Spieler der NHL waren z. B. Wayne Gretzky („The Great One“), Mario Lemieux („Super Mario“), Gordie Howe, Bobby Hull, sein Sohn Brett Hull, Mark Messier, Patrick Roy und Steve Yzerman (alle Kanada bzw. USA), sowie Jari Kurri (Finnland). Außergewöhnliche sowjetische Spieler waren u.a. Boris Michailow, Wladimir Petrow, Waleri Charlamow, Wladislaw Tretjak, Wladimir Krutow, Igor Larionow, Sergei Makarow (Letztere drei bildeten zusammen die berühmte KLM-Reihe) sowie Wjatscheslaw Fetisow und Alexei Kasatonow.

Unter den Aktiven genießen Spieler wie die Kanadier Joe Sakic, Brendan Shanahan, Gary Roberts, Sidney Crosby, Joe Nieuwendyk, der Tscheche Jaromír Jágr, die Schweden Mats Sundin, Peter Forsberg und Nicklas Lidström, die Finnen Saku Koivu, Teemu Selänne, der US-Amerikaner Mike Modano und vor allem der Russe Alexander Ovechkin große Popularität.

Bei den Frauen haben vor allem die Kanadierinnen Manon Rheaume und Hayley Wickenheiser weltweiten Ruhm erfahren.

In Deutschland wurde Erich Kühnhackl zum „Eishockeyspieler des Jahrhunderts“ gewählt, bekannt sind auch der ehemalige Bundestrainer Hans Zach sowie Gerd Truntschka, Dieter „Didi“ Hegen und Udo Kießling, welcher auch deutscher Rekordnationalspieler ist.

Mit Uwe Krupp, der bisher als einziger Deutscher den Stanley Cup gewonnen hat und seit 2005 Bundestrainer ist sowie den aktuellen NHL-Profis Marco Sturm, Jochen Hecht, Christoph Schubert und Olaf Kölzig erfreuen sich mittlerweile auch deutsche Eishockeyspieler internationaler Popularität. Weitere deutsche Eishockeyspieler in der NHL sind Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Dennis Seidenberg.

Bekannte Spieler in der Schweiz sind die ehemaligen bzw. aktiven NHL-Torhüter David Aebischer, Martin Gerber und Jonas Hiller. Mit Mark Streit konnte zu Beginn der Saison 2005/2006 erstmals ein Schweizer Feldspieler in der NHL Fuß fassen.

Ein bekannter österreichischer Eishockeyspieler aus den siebziger Jahren ist der mittlerweile in die Politik gewechselte Franz Voves, der insgesamt 75 Spiele für die Österreichische Eishockeynationalmannschaft bestritt. Heutzutage verfügen aktive NHL-Spieler wie Thomas Pöck, Thomas Vanek, Michael Grabner und Andreas Nödl über einen großen Bekanntheitsgrad in Österreich.

Zu den bekanntesten Vereinen weltweit zählen in erster Linie die Klubs aus der National Hockey League. Über die größte Tradition verfügen dabei die „Original Six“ (Boston Bruins, Chicago Blackhawks, Detroit Red Wings, Canadiens de Montreal, New York Rangers, Toronto Maple Leafs) - die Gründungsmitglieder sind, bzw. in den Anfangsjahren in die Liga aufgenommen wurden. Die Mighty Ducks of Anaheim, welche erst Anfang der neunziger Jahre ihr Debüt in der NHL gaben, haben hingegen zuerst durch den Sportfilm The Mighty Ducks, dem sie letztendlich ihren Namen zu verdanken haben, einen gewissen Popularitätsschub erhalten. Inzwischen heißt das Team „Anaheim Ducks“. Neben den nordamerikanischen Eishockeyvereinen zählt auch der mehrfache sowjetische Meister ZSKA Moskau zu den ruhmreichen Eishockeyvereinen. Dieser mit 20 Titeln erfolgreichste Teilnehmer im Europapokal verfügte in den siebziger und achtziger Jahren auch weltweit über eine der spielstärksten Mannschaften. Bei mehreren Spielen gegen verschiedene NHL-Klubs (Super Series), welche allesamt auf nordamerikanischem Boden ausgetragen wurden, hatte der ZSKA zum Abschluss ausnahmslos eine positive Bilanz.

In Deutschland sind vor allem die rheinischen Rivalen DEG Metro Stars (ehemals Düsseldorfer EG) und Kölner Haie (ehemals Kölner EC) bekannt, welche in den 1990ern Jahren mehrere spannende Duelle um den Deutschen Meistertitel austrugen. Weiterhin genießen auch Vereine wie Krefeld Pinguine (Meister 1952, 2003), Frankfurt Lions (Meister 2004), Adler Mannheim (Meister 1980, 1997, 1998, 1999, 2001 und 2007) und Eisbären Berlin (Meister 2005, 2006 und 2008) große Popularität. Vereine wie der EV Füssen (16facher deutscher Meister), der EC Hannover, EC Bad Nauheim, EC Bad Tölz, SB Rosenheim, der EV Landshut, der SC Riessersee (10facher deutscher Meister) oder der BSC Preussen bzw. der Berliner Schlittschuhclub (bis heute Rekordmeister), welche heutzutage sportlich eine eher untergeordnete Rolle spielen, haben vorrangig durch ihre mittlerweile weit zurückliegenden Erfolge noch einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Zu den berühmtesten schweizerischen Eishockeyclubs zählen der Rekordmeister HC Davos, der SC Bern mit dem seit Jahren Jahren höchsten europäischen Besucheraufmarsch zwischen 15-16tausend Zuschauern pro Spiel, die ZSC Lions aus Zürich, die Kloten Flyers und der HC Lugano. Daneben gibt es auch kleinere Klubs, welche jedoch in den jeweiligen Regionen einen großen Stellenwert haben, wie zum Beispiel die SCL Tigers aus Langnau, der EV Zug, oder der HC Ambrì-Piotta.

Die wohl bekanntesten österreichischen Eishockeyclubs sind der Rekordmeister EC KAC sowie der Villacher SV, EC Salzburg, VEU Feldkirch und die Vienna Capitals.

In der DDR gewann beim „ewigen Duell“ SC Dynamo Berlin (heute Eisbären Berlin) gegen SG Dynamo Weißwasser (heute Lausitzer Füchse) Weißwasser 25-mal die Meisterschaft und Berlin 15-mal.

Aus dem Eishockeysport hat sich eine Reihe heute eigenständiger Sportarten entwickelt: Zum Einen das Sledge-Eishockey (oder auch Schlitteneishockey genannt), das den Eishockeysport für körperlich beeinträchtigte Sportler ermöglicht, bei welchen die Beweglichkeit der unteren Gliedmaßen eingeschränkt ist, und heute als Sportart im festen Programm der Winter-Paralympics steht. Auch gibt es das Chneblen, wo man ohne Ausrüstung aus Spaß auf dem Eisfeld kleine Turniere macht. Zum Anderen existieren gleich mehrere „Sommer-Eishockey“-Sportarten, wie Inlinehockey (und Inline-Skaterhockey) oder Streethockey, von welchen Inlinehockey und Streethockey über eigene Weltmeisterschaften verfügen, die auch von der Internationalen Eishockey-Föderation durchgeführt oder unterstützt werden. Streethockey wird immer beliebter bei jungen Menschen, weil man es auch außerhalb und ohne viel Ausrüstung spielen kann.

Insbesondere in Skandinavien, der Schweiz und Tschechien ist zudem das eigenständige Unihockey eine sehr populäre Sommer-Variante dieses Sports und wird deshalb auch gelegentlich als Eishockey ohne Eis in der Sporthalle bezeichnet.

Eine weiter verwandte, jedoch in Deutschland noch nicht sehr bekannte Sportart ist Broomball. Die größten Unterschiede im Vergleich zum Eishockey sind, dass man den Sport mit (Spezial-)Schuhen auf dem Eis spielt und anstelle von Eishockeyschlägern und Puck einen „Broom“ sowie einen Ball benutzt.

Auch das Bandy ist mit dem Eishockey verwandt.

Eine spezielle Variante ist Unterwassereishockey.

Eine Zusammenstellung von Bildern findet sich hier.

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Wayne Primeau

Wayne Primeau im Trikot der Calgary Flames (2007)

Wayne Primeau (* 4. Juni 1976 in Scarborough, Ontario) ist ein kanadischer Eishockeystürmer, der zur Zeit für die Calgary Flames in der National Hockey League spielt.

Wayne Primeau begann seine Karriere 1992 in der kanadischen Juniorenliga OHL bei den Owen Sound Platers. Er wurde im NHL Entry Draft 1994 von den Buffalo Sabres in der ersten Runde an Position 17 ausgewählt. Er absolvierte auch gleich in der Saison 1994/95 sein erstes Spiel in der NHL und schoss sofort sein erstes Tor, wurde danach aber zurück in die OHL geschickt, wo er während der Spielzeit zu den Oshawa Generals wechselte. 1995/96 kam Primeau in einigen Spielen der Sabres und deren Farmteam, den Rochester Americans in der AHL, zum Einsatz, den Großteil der Saison spielte er aber weiterhin in der OHL.

1996/97 schaffte er endgültig den Sprung zu den Profis und spielte die Saison bei den Sabres und den Americans. Er übernahm im Team die Rolle als einer der Stürmer in der Checking Line und erreichte 1999 mit den Sabres das Finale um den Stanley Cup, wo sie gegen die Dallas Stars verloren.

Während der Saison 1999/2000 wurde Primeau zu den Tampa Bay Lightning transferiert, die ihn aber nach weniger als einem Jahr weiter zu den Pittsburgh Penguins schickten. Dort spielte er für zwei Jahre, ehe ihn die San Jose Sharks in einem Transfer im März 2003 verpflichteten. Mit San Jose spielte er eine erfolgreiche Saison 2003/04, die im Finale der Western Conference endete.

Nach der Saison war er ein unrestricted Free Agent, entschied sich aber nach dem Ausfall der NHL-Saison 2004/05 einen neuen Vertrag in San Jose zu unterschreiben. Im November 2005 wurde Primeau in einem "Blockbuster"-Transfer zusammen mit Marco Sturm und Brad Stuart zu den Boston Bruins geschickt, die Superstar Joe Thornton an San Jose abgaben. Die Saison in Boston endete enttäuschend mit dem Verfehlen der Playoffs. Am 10. Februar 2007 wurde der Kanadier dann erneut transferiert. Da sein Vertrag zum Saisonende auslief, und die Bruins nicht damit rechneten, dass er seinen Vertrag verlängern werde, gaben sie ihn gemeinsam mit Brad Stuart und einem Draftrecht nach Calgary ab. Im Gegenzug erhielt Boston Chuck Kobasew und Andrew Ference.

Primeau ist ein guter Defensiv-Stürmer, der wegen seiner körperlichen Härte hauptsächlich in der Checking Line und in Unterzahl eingesetzt wird. An die Scorerleistungen, die er in seiner Zeit als Junior in der OHL gezeigt hatte, konnte er aber in der NHL nie heranreichen.

Sein Bruder Keith Primeau war ebenfalls Eishockeyprofi und spielte über 900 Spiele in der NHL unter anderem für die Detroit Red Wings und die Philadelphia Flyers. Beide lieferten sich in der Saison 1996/97 eine Schlägerei in einem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Hartford Whalers.

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Brad Stuart

Brad Stuart im Trainingsdress der Los Angeles Kings

Bradley William Stuart (* 6. November 1979 in Rocky Mountain House, Alberta, Kanada) ist ein professioneller Eishockeyspieler. Zurzeit spielt er für die Detroit Red Wings in der National Hockey League auf der Position des Verteidigers.

Stuart spielte vor Beginn seiner Profi-Karriere von 1995 bis 1999 bei den Regina Pats in der Western Hockey League. Diese transferierten ihn während der Saison 1998/99 zu den Calgary Hitmen, mit denen Stuart am Ende der Saison die Meisterschaft der WHL gewinnen konnte. Zudem sicherte sich der Kanadier den Preis für den besten Verteidiger der Canadian Hockey League, dem Zusammenschluss der kanadischen Juniorenligen. Im Sommer des Jahres 1999 wurde Stuart dann von den San Jose Sharks unter Vertrag genommen, nachdem sie ihn im NHL Entry Draft 1998 an dritter Position in der ersten Runde ausgewählt hatten.

Zur Saison 1999/00 stand Stuart gleich im Kader der Sharks und bestritt in seiner ersten Spielzeit alle 82 Saisonspiele. Dabei verbuchte er insgesamt 36 Punkte. Stuart verblieb auch die folgenden vier Spielzeiten in San Jose, konnte dabei aber nur ein einziges Mal die Punktausbeute aus seiner Rookiesaison übertreffen. Während des NHL-Lockout 2004/05 spielte Stuart nicht. Erst zur Saison 2005/06 kehrte er wieder aufs Eis zurück. Nach enttäuschenden Leistungen seiner Person und dem Rest des Teams der Sharks zu Beginn der Saison wurde Stuart, zusammen mit Marco Sturm und Wayne Primeau, am 30. November 2005 für Joe Thornton in einem Tauschgeschäft zu den Boston Bruins abgegeben. Mit insgesamt 43 Punkten, davon zwölf Tore, stellte Stuart in allen Offensivkategorien neue persönliche Bestmarken auf. Am 10. Februar 2007 wurde der Kanadier dann erneut transferiert. Da sein Vertrag zum Saisonende auslief, und die Bruins nicht damit rechneten, dass er seinen Vertrag verlängern werde, gaben sie ihn gemeinsam mit Wayne Primeau und einem Draftrecht nach Calgary ab. Im Gegenzug erhielt Boston Chuck Kobasew und Andrew Ference. Mit den Flames erreichte er die Playoffs, scheiterte jedoch schon in der ersten Runde.

Im Sommer 2007 unterschrieb Stuart einen Vertrag bei den Los Angeles Kings, verbrachte dort aber eine recht erfolglose Zeit als die Los Angeles Kings lange Zeit den letzten Platz in der NHL belegten. Ende Februar 2008 wurde Stuart von den Kings für einen Zweit- und einen Viertrunden-Draftpick im NHL Entry Draft 2008 zu den Detroit Red Wings transferiert. Nach neun Spielen in der regulären Saison für Detroit verletzte er sich aber und kehrte erst in den Playoffs wieder zurück in den Kader. In der zweiten Verteidigungsreihe spielte er zusammen mit Niklas Kronwall und beide konnten vor allem in der Finalserie gegen die Pittsburgh Penguins ihr Können zeigen, als sie die Jungstars Sidney Crosby und Jewgeni Malkin in Schach hielten. Zudem setzte Stuart in der Finalrunde auch in der Offensive Akzente, bereitete in den sechs Spielen vier Tore vor und erzielte selbst den Siegtreffer in der zweiten Partie. Schlussendlich gewann Detroit den Stanley Cup im sechsten Spiel der Serie.

Wenige Wochen nach dem Ende der Playoffs verlängerten die Red Wings seinen Vertrag um vier Jahre.

Auf internationalem Parkett lief Stuart bei insgesamt drei Turnieren für die kanadische Nationalmannschaft auf, davon einmal im Juniorenbereich. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1999 konnte er mit dem Team die Silbermedaille erringen. Zudem nahm er an den Weltmeisterschaften 2001 und 2006 teil.

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NHL Entry Draft 1996

Der NHL Entry Draft 1996, die jährliche Talentziehung der National Hockey League, fand am 22. Juni 1996 im Kiel Center im US-amerikanischen St. Louis im Bundesstaat Missouri statt.

Insgesamt wurden 241 Spieler in neun Runden gezogen. Ohne einen echten Topstar gilt der Draft als einer der schwächsten der NHL-Geschichte. Als Spieler, die sich dennoch als gute Scorer entpuppten, gingen aus der ersten Runde der Litauer Dainius Zubrus und Marco Sturm hervor. Sturm wurde als erster Deutscher überhaupt in der ersten Runde gezogen. Aber nicht nur in der ersten Runde, sondern auch in den späteren Runden waren die Scouts auf gute Kenntnisse von europäischen Akteuren angewiesen. Die Verteidiger Zdeno Chára, Pavel Kubina und Tomáš Kaberle sowie der Angreifer Andreas Dackell zählten zu den Spielern, die sich trotz ihrer späten Wahl einen Namen in der Liga machten.

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Joe Thornton

Thornton im Trikot der San Jose Sharks

Joseph Eric Thornton (* 2. Juli 1979 in London, Ontario) ist ein kanadischer Eishockeyspieler. Zurzeit spielt er für die San Jose Sharks in der National Hockey League auf der Position des Centers.

Thornton spielte zunächst bis 1995 in Juniorenmannschaften nahe seines Geburtsortes. Zur Saison 1995/96 schloss er sich den Sault Ste. Marie Greyhounds aus der Ontario Hockey League an. Mit 76 Punkten in 66 Spielen wurde er am Ende seiner ersten Saison zum Rookie des Jahres der OHL und der CHL ernannt. Seine zweite und letzte Spielzeit für die Greyhounds verlief für ihn ähnlich erfolgreich. In diesem Jahr sammelte er 122 Punkte in nur 59 Spielen. Neben der Nominierung ins All-Star Team der Liga galt Thornton auch als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für eine frühe Ziehung im NHL Entry Draft 1997. Letztendlich wurde der Kanadier gleich als Gesamterster des Drafts von den Boston Bruins gezogen, noch vor seinem späteren Teamkollegen Patrick Marleau. Thornton erfüllte damit die Erwartungen als höchstgehandelter Draft-Pick der drei kanadischen Juniorenligen.

Nach einer katastrophalen Saison 1996/97 der Bruins verpflichteten sie ihr Talent gleich zu Beginn der neuen Saison. Thornton, damals 18 Jahre alt, konnte die an ihn gesteckten Hoffnungen mit mageren sieben Punkten aus 55 Spielen jedoch in keiner Weise erfüllen, trotzdem erreichte Boston die erste Runde der Playoffs. In den folgenden drei Spielzeiten konnte der Center seine Punktausbeute bis auf 71 Punkte steigern, die Bruins verpassten dabei aber in zwei Spielzeiten die Qualifikation für die Playoffs. In der Saison 2001/02 stagnierte Thorntons Punktausbeute erstmals seit seinem Debüt in der NHL, dafür verbesserte er selbige aber in der Saison 2002/03 um ganze 30 auf 101 Punkte. Es war zugleich seine beste Saison im Trikot des Traditionsteams und wurde mit der Berufung ins NHL Second All-Star Team belohnt. Auch die folgende Saison verbrachte der Kanadier in Boston, dabei ging seine Punkteproduktion aber wieder deutlich zurück und man schied, wie in den vergangenen zwei Jahren, mit einem in den Playoffs abermals enttäuschenden Thornton als Mannschaftskapitän in der ersten Runde aus.

Die Spielzeit 2004/05 verbrachte Thornton aufgrund des NHL-Lockouts beim HC Davos in der Schweizer Nationalliga A, wo er auf Rick Nash, 2002 ebenfalls an Position 1 gedraftet, und den Finnen Niklas Hagman traf. Die drei NHL-Stars waren maßgeblich am 27. Schweizer Meistertitel des HC Davos beteiligt und führten das Team auch zum Gewinn des prestigeträchtigen Spengler Cups. Thornton wurde am Ende der Saison als Most Valuable Player der Nationalliga A geehrt.

Vor der Saison 2005/06 verlängerte Thornton seinen Vertrag in Boston um drei Jahre mit einem Gesamtsalär von 19,8 Millionen US-Dollar, obwohl er zunächst nicht dort bleiben wollte und andere Teams bereits Kontakt mit dem Management der Bruins aufgenommen hatten. Trotz der Verlängerung des Vertrages und dem Aspekt, dass Thornton zu dieser Zeit der mit Abstand beste Scorer seines Teams war, kam es am 30. November 2005 zu einem sogenannten Blockbuster-Trade. Thornton wurde von den Boston Bruins gegen Verteidiger Brad Stuart, Center Wayne Primeau und den Deutschen Marco Sturm von den San Jose Sharks eingetauscht. Mit der Verpflichtung Thorntons verbesserten sich die Sharks abrupt, was auch an Thorntons 14 Punkten in seinen ersten sechs Spielen für das neue Team lag. Zudem fand er in Jonathan Cheechoo einen Partner mit dem er sich auf Anhieb blind auf dem Eis verstand. Cheechoo erzielte in dieser Saison 56 Tore und erhielt die begehrte Maurice ‚Rocket‘ Richard Trophy für den besten Torschützen der Liga. Thornton krönte seine 125-Punkte-Saison mit dem Gewinn der Art Ross Trophy für den besten Scorer der Liga und der Hart Memorial Trophy für den Most Valuable Player. Dieses Kunststück gelang bisher keinem Spieler in der Geschichte der NHL, der während der laufenden Saison das Team wechseln musste. Zudem wurde er ins NHL First All-Star Team berufen. Die Playoffs liefen erstmals in der Karriere des Kanadiers ähnlich erfolgreich wie die reguläre Saison. In nur elf Spielen mit den Sharks erzielte er halb so viele Punkte wie mit den Bruins in 35 Spielen.

In der Saison 2006/07 knüpfte Thornton trotz kleiner Verletzungen zu Saisonbeginn nahtlos an die Leistungen des Vorjahres an, was dazu führte, dass er hinter Sidney Crosby die meisten Punkte aller NHL-Spieler sammelte. Zudem stellte er für die Sharks neue Franchise-Rekorde in den Kategorien Punkte und Assists auf. Mit seinem 90. Saisonassist am 5. April 2007 schaffte er als dritter Spieler in der Geschichte der NHL – nach Wayne Gretzky und Mario Lemieux – in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten 90 oder mehr Tore vorzubereiten. In der Sommerpause verlängerte das Management seinen 2008 auslaufenden Vertrag um drei Jahre bis 2011. Dieses Vertrauen zahlte Thornton im Spieljahr 2007/08 zurück und war neben Torhüter Jewgeni Nabokow der beste und beständigste Spieler im Saisonverlauf. Zwar konnte er nur 96 Scorerpunkte, darunter 67 Vorlagen, verbuchen, war damit aber mit großem Abstand der wiederholt erfolgreichste Angreifer der Nordkalifornier.

Thornton ist Athletenbotschafter der Entwicklungshilfeorganisation Right to Play.

Auf internationalem Parkett lief Thornton bei insgesamt fünf Turnieren für die kanadische Nationalmannschaft auf, davon einmal im Juniorenbereich.

Erstmals trat Thornton bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1997 in der Schweiz international in Erscheinung, als er mit dem Team nach einem 2:0-Finalsieg über das US-amerikanische Team die Goldmedaille erringen konnte. In sieben Partien verbuchte der damals 17-jährige vier Scorerpunkte.

Bei seinem ersten Turnier im Seniorenbereich, der Weltmeisterschaft 2001 in Deutschland, enttäuschte die kanadische Mannschaft mit einem fünften Platz und auch der Center blieb mit zwei Punkten aus sechs Spielen eher blass. Eine deutliche Steigerung zeigte Thornton drei Jahre später beim World Cup of Hockey 2004, als der Gewinn der Goldmedaille gelang und er sechs Punkte in sechs Spielen zum Titelgewinn beisteuerte. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Österreich präsentierte sich der Kanadier abermals verbessert. Aufgrund seiner 16 Scorerpunkte in neun Begegnungen wurde er zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt. Gemeinsam mit den Flügelstürmern Rick Nash und Simon Gagné führte er die Kanadier bis ins Endspiel, konnte dort die 0:3-Niederlage gegen Tschechien aber nicht verhindern und musste sich mit der Silbermedaille begnügen. Durch die Leistungen im Nationaltrikot bei der vorangegangenen Weltmeisterschaft und dem World Cup of Hockey wurde er auch für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin nominiert, wo er als einer der Schlüsselspieler des Teams galt. Er erzielte in sechs Spielen jedoch nur ein einziges Tor und präsentierte sich wie viele seiner Teamkollegen unter Normalform, wodurch die Mannschaft frühzeitig im Viertelfinale scheiterte.

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Marco Sturm

Sturm (weißes Trikot) im Zweikampf an der Bande mit Ryane Clowe

Marco Johann Sturm (* 8. September 1978 in Dingolfing) ist ein deutscher Eishockeyspieler. Zurzeit spielt er für die Boston Bruins in der National Hockey League auf der Position des linken Flügelstürmers.

Sturm begann seine Eishockeykarriere, als einer der jüngsten jemals in der DEL eingesetzten Spieler, beim EV Landshut. Dort gehörte er im Alter von 18 Jahren bereits zu den Leistungsträgern des Teams. In zwei DEL-Spielzeiten erzielte Sturm 75 Punkte in 93 Spielen. Nachdem er bereits im NHL Entry Draft 1996 von den San Jose Sharks in der ersten Runde an 21. Stelle ausgewählt wurde, begann er zu Beginn der Saison 1997/98 in der National Hockey League zu spielen. Seine ersten drei Tore in der besten Liga der Welt waren alle spielentscheidend, was dazu führte, dass er im November 1997 zum Rookie des Monats ernannt wurde. Sturm spielte zunächst bis Ende der Saison 2003/04 in San Jose und entwickelte sich in den sieben Spielzeiten zum Leistungsträger und Publikumsliebling. Dreimal erzielte Sturm in einer Saison 20 oder mehr Tore. Seine beste Saison hatte er 2003/04, doch am Ende der regulären Saison verletzte er sich schwer am Knie und verpasste den Rest der Spielzeit.

Nachdem bekannt wurde, dass die Saison 2004/05 zunächst verschoben wurde, kehrte Sturm in die DEL zurück und unterschrieb einen Vertrag beim ERC Ingolstadt. Aufgrund des Ausfalls der kompletten NHL-Saison verblieb Sturm das gesamte Jahr über in Deutschland und spielte dabei überaus erfolgreich. So spielte er im DEL All-Star Game 2005 auf Seiten der deutschen Nationalmannschaft und gewann mit den Ingolstädtern den Deutschen Eishockey-Pokal.

Zur Saison 2005/06 stand Sturm wieder für die Sharks auf dem Eis. Da das Team zu Beginn der Saison nicht die gewünschte Leistung zeigte, wurde er am 30. November 2005, zusammen mit Verteidiger Brad Stuart und Center Wayne Primeau, zu den Boston Bruins transferiert. Im Gegenzug erhielten die San Jose Sharks Center Joe Thornton. In Boston trumpfte der Deutsche auf und schloss seine beste NHL-Saison mit 59 Punkten in 74 Spielen ab. Trotzdem verpassten die Bruins den Einzug in die Playoffs. Am 20. Dezember 2006 gelang ihm zum zweiten Mal in seiner Karriere ein Hattrick. Im Spiel gegen die Ottawa Senators traf er zum 1:0, 4:0 und 5:0. Den ersten Hattrick erzielte er 1998, als er noch für die San Jose Sharks spielte. Im Laufe der Saison 2006/07 kamen immer wieder Gerüchte auf, dass ihn die Boston Bruins zu einem anderen Team transferieren werden, doch wenige Tage vor dem Ablauf der Transferperiode Ende Februar 2007 einigte man sich auf einen Vierjahres-Vertrag, der ihm insgesamt 14 Millionen US-Dollar einbringt. Der gebürtige Bayer zahlte das Vertrauen des Managements mit guten Leistungen in der Spielzeit 2007/08 zurück. Mit 56 Scorerpunkten absolvierte er seine beste Spielzeit seit des Wechsel von San Jose nach Boston und war mit 27 Toren gefährlichster Stürmer der Mannschaft. Somit ging Sturm erwartungsvoll in die folgende Spielzeit. Nachdem er früh in der Spielzeit zwölf Spiele wegen einer leichten Gehirnerschütterung ausfiel, verletzte er sich bei seinem Comeback im Dezember so schwer am linken Knie, dass er sich Mitte Januar 2009 einer Operation unterziehen musste, um den Meniskus und das Kreuzband wieder herzustellen. Der erfolgreiche Eingriff am 13. Januar war gleichbedeutend mit dem Saisonaus.

Sturm spielte sein erstes internationales Turnier für die Nationalmannschaft im Jahr 1995. Dort lief er, genauso wie 1996, bei der Junioren-Weltmeisterschaft auf. Für den A-Kader spielte er bei den A-Weltmeisterschaften 1997, 2001 und 2008 sowie bei der B-Weltmeisterschaft 2006. Weitere Auftritte hatte er bei drei Olympischen Spielen (1998, 2002, 2006), davon jedoch einmal als Zuschauer, und beim World Cup of Hockey 2004.

Im Jahr 2004 gründete Sturm die Marco-Sturm-Stiftung, welche krebskranke Kinder durch Geld- und Sachspenden unterstützt. Zudem finanzierte er auch das Ärztezentrum in seinem Geburtsort Dingolfing. Um dessen Aufbau kümmerte sich in Vertretung sein Vater Johann Sturm.

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Source : Wikipedia