Marcel Koller

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Geschrieben von c3po 30/03/2009 @ 04:14

Tags : marcel koller, trainer, fussball, sport

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Marcel Koller

Marcel Koller (* 11. November 1960 in Zürich) ist ein Schweizer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Seit der Saison 2005/06 ist Koller Trainer des VfL Bochum.

In seiner Fußballkarriere als Spieler war Koller 24 Jahre lang bei Grasshoppers Zürich unter Vertrag. Er gewann mit dem Stadtklub fünf Meisterschaften und sieben mal den Pokal. Der Kapitän und Mittelfeldspieler von Grasshoppers Zürich bestritt 55 Länderspiele für die Schweizer Fußballnationalmannschaft. Den Abschluss und gleichzeitigen Höhepunkt bildete dabei die Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 1996.

Sein Trainerdebüt gab er beim FC Wil in der Saison 1997/98 am 1. Juli 1997 in der Schweizer Challenge League. Als der Verein dann im Januar 1999 auf einem Aufstiegsplatz stand, wechselte er zum FC St. Gallen in die Super League. In St. Gallen gelangen ihm seine ersten Trainer-Erfolge in der höchsten Liga: 2000 wurde der FC St. Gallen unter ihm zum ersten Mal seit 1904 Schweizer Meister und der Verein bezwang im UEFA-Cup den FC Chelsea. Für die Erfolge wurde Koller als Schweizer Trainer des Jahres 2000 geehrt.

Er wechselte am 9. Januar 2002 zu den Grasshoppers Zürich, wo er mit dem Verein 2003 erneut die Schweizer Meisterschaft gewann. Nach fünf Niederlagen in Folge trat er von seinem Amt in seinem Geburtsort Zürich unmittelbar nach der Niederlage gegen seinen früheren Verein FC Wil am 3. Oktober 2003 zurück.

Anschließend wechselte er ins Ausland nach Deutschland: Zwischen dem 2. November 2003 und dem 14. Juni 2004 war der Schweizer Cheftrainer beim 1. FC Köln. Er gilt als der Entdecker des deutschen Nationalspielers Lukas Podolski. Jedoch konnte Koller den Fußballverein aus dem Rheinland nicht vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga retten und wurde nach dem letzten Spieltag beurlaubt.

Seit dem 23. Mai 2005 ist er Trainer des VfL Bochum. Am 17. April 2006 gelang der direkte Wiederaufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga bereits fünf Spieltage vor dem Ende der Saison. Am 5. Mai 2007 sicherte sich der VfL Bochum mit dem Auswärtssieg gegen den Hamburger SV bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Saison 2006/2007 den Klassenerhalt in der 1. Fußball-Bundesliga. Koller erreichte mit dem VfL Bochum in der Saison 2006/2007 den 8. Tabellenplatz, die drittbeste Platzierung in der Vereinsgeschichte des VfL Bochum.

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Grasshopper-Club Zürich

Grasshoppers-Club Zürich.svg

Der Grasshopper Club Zürich (abgekürzt GCZ oder GC) ist ein polysportiver Schweizer Klub aus Zürich. Er wurde 1886 als erster Fussballklub in der Stadt Zürich gegründet. Seit der Gründung wird das blau-weisse Trikot getragen, welches die Farben der Stadt und des Kantons Zürich darstellt.

Die älteste und bekannteste Sektion des Grasshopper-Club ist die Fussball-Abteilung. Der Grasshopper-Club Zürich ist Schweizer Fussball-Rekordmeister und -cupsieger. Weniger bekannt ist, dass der GCZ auch in anderen Sportarten vertreten ist. Im Handball sind die Zürcher in der höchsten Liga und ebenfalls Rekordmeister. Die Ruder-Sektion hat schon Olympiasieger hervorgebracht. Im Eishockey wurde der GCZ in der Saison 1965/66 Schweizer Meister. Im Landhockey ist man häufig im Europacup anzutreffen. Verschiedene Nationalspieler nehmen in der Sektion Unihockey teil. Daneben ist der GCZ auch im Curling, Squash, Tennis und Rugby aktiv. Der Zentralpräsident des gesamten Klubs ist Rolf Dörig.

Der Grasshopper-Club Zürich wurde vom englischen Studenten Tom E. Griffith am 1. September 1886 in Zürich als Fussballklub gegründet. Sein erstes Spiel bestritt der Grasshopper-Club Zürich im Oktober 1886. Die Partie gegen den “Polytechnikum Football Club” der ETH endete 0:0. Im Laufe der Begegnung verletzten sich drei Spieler. Die Medien verurteilten das Spiel als sinnloses Unterfangen, einem schmutzigen Lederball nachzurennen, anstatt die Freizeit nutzbringender zu verwenden. Danach wurden weitere Freundschaftsspiele bestritten, darunter 1893 das erste Fussballspiel einer Schweizer Mannschaft auf deutschem Boden. Gegen das damals deutsche Strassburg resultierte ein 1:0-Sieg.

1897/1898 wurde die erste Schweizer Meisterschaft vom Grasshopper-Club gewonnen. Sie war noch im Cup-System ausgetragen worden. 1899/1900 endete auch die erste nach Punktesystem ausgetragene Meisterschaft mit dem GC als Meister. Nach zwei weiteren Meistertiteln folgten schwere Zeiten. Es stand kein Spielterrain mehr zur Verfügung und 1909 trat der GC aus dem Schweizerischen Fussball Verband (SFV) aus. 1916 waren die Hoppers wieder bereit, dem SFV beizutreten und der Verband entsprach dem umstrittenen Gesuch, sofort wieder in der höchsten Spielklasse antreten zu dürfen. Nach einem weiteren Meistertitel 1921 wurde 1926 erstmals der Schweizer Cup ausgetragen. Auch diese Trophäe holten die Stadtzürcher mit einem 2:1-Sieg gegen den FC Bern im Final.

Seit 1925 war der Ungar Dori Kürschner, der im Vorjahr noch zum Trainerstab der Schweiz gehörte, die bei den Olympischen Spielen sensationell die Silbermedaille holte, Trainer beim GCZ. Unter ihm gewannen die Hoppers im Folgejahr zum ersten Mal das Double. Er war von 1925 bis 1934 beim GCZ beschäftigt und errang die Schweizer Meisterschaft in den Spieljahren 1926/27, 1927/28 und 1930/31 sowie vier Pokalsiege. Er verbleibt bis heute der zweiterfolgreichste Trainer in der Geschichte des Traditionsvereines.

1931 wurde der GCZ von Fussballexperten aus ganz Europa zur viertstärksten europäischen Mannschaft gewählt.

Ein paar Jahre später begann die Ära von Karl Rappan und Fredy Bickel. Trotz der Kriegswirren wurde die Schweizer Fussballmeisterschaft während des Zweiten Weltkrieges normal durchgeführt. Der GC gewann während dieser Zeit drei Meisterschaften und holte vier Cupsiege. 1949 stieg der Club zum ersten und bisher einzigen Mal ab. In der Saison des Wiederaufstiegs 1952 gewannen die Hoppers mit dem Meistertitel und einem 2:0 im Cupfinale gegen den FC Lugano überraschenderweise das Double. Nach einer zweimonatigen Weltreise und 18 Freundschaftsspielen in der Saison 1954/55 holte man 1955/56 erneut das Double. Dieses wurde durch einen 1:0-Finalsieg am Cupfinale gegen Young Boys Bern besiegelt. Es sollte der letzte Cupsieg für 25 Jahre sein.

Der Vizemeistertitel 1958 war der Beginn einer erfolglosen Phase. Der GCZ zählte fortan für längere Zeit nicht mehr zum Spitzentrio der Schweiz. Der 11. Rang in der Saison 1963/64 stellte den Tiefpunkt dar. 1968 gelang dem Klub eine starke Saison, auch wenn es nur zum 2. Schlussrang reichte. 1970/71 lieferten sich der Grasshopper-Club Zürich und der FC Basel ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft. Nach den 26 Meisterschaftsspielen lagen beide Klubs punktgleich an der Tabellenspitze; in einem in Bern ausgetragenen Entscheidungsspiel vor 51'000 Zuschauern schlug der GCZ den FC Basel nach Verlängerung mit 4:3 und gewann seinen 16. Meistertitel. Der schwedische Nationalspieler Ove Grahn avancierte mit zwei Toren zum Matchwinner.

In den nächsten Jahren spielte der Grasshopper-Club wieder vorne mit und 1978 feierte man den Meistertitel, nachdem man sich knapp gegen Servette FC Genève und FC Basel durchsetzen konnte. In dieser Saison allerdings noch höher einzuschätzen waren die Erfolge, die man im UEFA-Cup erreichte. Nachdem die Stadtzürcher gegen BK Frem, Inter Bratislava, Dinamo Tiflis sowie Eintracht Frankfurt gewonnen hatten, scheiterte man im Halbfinale am SC Bastia. Zwar wurde das Heimspiel mit 3:2 gewonnen, aber eine 0:1-Niederlage in Bastia beendete die Träume der Blau-Weissen.

Der nächste Meisterschaftsgewinn folgte 1982 mit drei Punkten vor Servette. Auch dieser Titel wurde von einer starken Leistung im UEFA-Cup begleitet. Man besiegte den dänischen Verein Kjøbenhavns Boldklub, den portugiesischen FC Porto, die Italiener von AC Torino und scheiterte wieder an einem französischen Klub, dieses Mal im Viertelfinale gegen den FC Sochaux.

Die nächste Saison unter Startrainer Hennes Weisweiler (1981/82) wurde der GCZ, dieses Mal mit einem Punkt vor Servette Genf, wiederum Schweizer Meister. Auch im Cup war Servette der härteste Konkurrent. Nach einem 2:2-Unentschieden im ersten Finale musste ein Wiederholungsspiel die Entscheidung bringen. Dieses gewann der Grasshopper-Club 3:0. Eine Saison später lagen der GCZ und Servette am Ende der Meisterschaft punktgleich, so dass es wiederum zu einem Entscheidungsspiel im Berner Wankdorf-Stadion kam. Ein verwandelter Penalty von Andy Egli in der 104. Minute bescherte dem Stadtklub einen 1:0-Sieg. Es war der erste Titelhattrick in der Vereinsgeschichte. Die enttäuschten Genfer mussten sich zum dritten Mal in Folge mit der Vizemeisterschaft begnügen. Ein Jahr später holte sich Servette den Meistertitel und der GCZ schaffte es nur auf Rang 6. Die nächsten Erfolge feierte man im Cup, und auch dort schaffte man einen Titelhattrick. Finalgegner waren 1988 FC Schaffhausen (2:0), 1989 FC Aarau (2:1) und 1990 Neuchâtel Xamax (2:1).

Vor der Saison 1985/86 machte die Meldung Furore, dass die Stadtzürcher als letzter NLA-Klub jetzt auch mit einem Trikotsponsor (Nissan) auflaufen würden. Und 1989/90 war der GCZ unter dem Trainer Ottmar Hitzfeld auch in der Meisterschaft wieder erfolgreich: Man stand zusammen mit Lausanne-Sports nach der Finalrunde punktgleich an der Tabellenspitze, diesmal entschied einzig die höhere Punktzahl nach der Qualifikation (erste 22 Runden). Somit holte sich der Grasshopper-Club das Double. Adrian De Vicente war der Topskorer der Hoppers, musste sich aber im Kampf um den Torschützenkönig dem beim FC St. Gallen spielenden Chilenen Ivan Zamorano geschlagen geben. In der nächsten Saison (1990/91) wurde nachgedoppelt. Die drei Punkte Rückstand auf FC Sion nach der Qualifikation wurden aufgeholt und man durfte sich erneut Schweizer Meister nennen. Ottmar Hitzfeld verabschiedete sich mit diesem Titel und wechselte zu Borussia Dortmund.

Die Saison 1991/92 war von Budgetkürzungen geprägt. Alle Spieler, ausser Mark Strudal, akzeptierten Gehaltskürzungen und somit konnte man die Meistermannschaft, die nun von Oldrich Svab trainiert wurde, halten. Trotzdem reichte es nur zum dritten Rang. Für die nächste Saison wurde der Kader verstärkt und man blickte optimistisch den ersten Spielen entgegen. Nach einem enttäuschenden Saisonstart wurde Oldrich Svab durch den niederländischen Meistertrainer Leo Beenhakker ersetzt. Nach mässigen Meisterschaftsspielen konnte man sich im UEFA-Cup gegen Sporting Lissabon nach einem 3:1 Sieg in Lissabon (Hinspiel: 1:2) durchsetzten. In der nächsten Runde scheiterte man an AS Rom. In der Meisterschaft konnte man sich nicht vom Strich absetzen. In der letzten Qualifikationsrunde am 6. Dezember 1992 ging es nach Bern. Man verlor dieses Spiel gegen die Young Boys mit 1:2. Der GCZ fiel damit unter den Strich und musste in die Abstiegsrunde. Die letzte Chance auf einen Europacup-Platz führte nur noch über den Schweizer Cup. Doch auch im Cupfinal verloren die Stadtzürcher gegen den FC Lugano mit 1:4. Der Ligaerhalt wurde zwar geschafft, aber Beenhakker musste gehen. Auch Ciriaco Sforza verliess den Klub und wechselte zum 1. FC Kaiserslautern.

Neuer Trainer wurde der vom FC Wil geholte Christian Gross. Beinahe führte Gross in seiner ersten Saison den GCZ zum Double. Doch ein 1:1 gegen FC Aarau in der letzten Runde war zu wenig, und so wurde Servette Genf Meister. Im Cupfinale besiegte man den FC Schaffhausen jedoch klar mit 4:0. Giovane Elber wechselte zum VfB Stuttgart und Torhüter Martin Brunner wechselte dann zu Lausanne. In der Saison 1994/95 wurde eine neue Mannschaft geformt. Zwar schied man im Europacup relativ früh gegen Sampdoria Genua aus, doch man startete stark in die Meisterschaft. Schon drei Spiele vor Saisonende sicherte sich der GCZ mit einem 1:0 Sieg gegen den FC Basel den Meistertitel. Das Cupfinale verlor man gegen den FC Sion mit 2:3. Die Saison 1995/96 begann schwach. Nur vier Punkte wurden aus den ersten drei Spielen geholt. Nun kam es zum Qualifikationsspiel für die neu geformte UEFA Champions League. Im Hinspiel gegen Maccabi Tel Aviv kam man nicht über ein enttäuschendes 1:1 hinaus. In Tel Aviv war es Alexandre Comisetti, der mit seinem goldenen Tor in der 4. Minute den 0:1 Sieg und damit die Champions League-Qualifikation sicherstellte. Der mit Spannung erwartete Auftakt gegen Ferencvaros Budapest ging jedoch mit 0:3 klar an die ungarischen Gäste. Gegen Real Madrid verlor man beide Spiele und gegen Ajax Amsterdam und Ferencvaros gabs noch je einen Punkt (0:0 gegen Ajax und 3:3 in Budapest). In der Winterpause der Schweizer Meisterschaft lag der GCZ einen Punkt vor dem FC Sion und verstärkte seinen Sturm mit dem Transfer von Kubilay Türkyılmaz. Dieser trug mit seinen Toren entscheidend zum Erfolg bei. Der Grasshopper-Club schaffte die Titelverteidigung mit fünf Punkten Vorsprung auf Sion. Marcel Koller, der mit 13 Jahren zum GCZ wechselte und dem Klub seither treu blieb, beendete nach der Europameisterschaft 1996 seine Spielerkarriere. Für die nächste Saison wurde der Sturm mit dem rumänischen Torschützenkönig Viorel Moldovan weiter verstärkt.

1996/97 startete GCZ erneut schwach in die Saison. Besonders bitter war dabei die Heimniederlage im Stadtderby gegen den FC Zürich. Drei Siege in Folge stimmten dann aber zuversichtlich für das Champions League Qualifikationsspiel gegen Slavia Prag, das die Hoppers 5:0 gewannen. Ein weiterer 1:0-Sieg in Prag bedeutete eine ungefährdete Qualifikation. Die Gegner in den Gruppenspielen hiessen Rangers F.C., Ajax Amsterdam und AJ Auxerre. Der Grasshopper-Club Zürich schlug zum Auftakt die Rangers aus Glasgow mit ihrem Starspieler Paul Gascoigne 3:0. Nun ging es in die neu gebaute Amsterdam Arena zum Vorjahresfinalisten Ajax Amsterdam. Dort schoss Murat Yakin den Ball aus 40 Metern ins Netz. Dieses aussergewöhnliche Tor entschied die Partie und der Sieg galt als Sensation. Es war die erste Niederlage von Ajax in der neuen Arena überhaupt. Eine 0:1-Niederlage in Auxerre wurde durch einen 3:1 Heimsieg gegen dieselbe Mannschaft kompensiert. Die Tür zum Viertelfinale stand weit offen. Nach einer 2:1-Niederlage in Glasgow brauchte man im letzten Heimspiel gegen Ajax noch einen Punkt. Der beste Stürmer der Hoppers, Kubilay Türkyılmaz, fiel jedoch aus. Trotz Grosschancen und Pfostentreffern der Zürcher schoss Patrick Kluivert Ajax in die Viertelfinals und den Schweizer Rekordmeister aus dem Wettbewerb. Die Enttäuschung war bei den Anhängern und in der ganzen Stadt gross. Dass eine Mannschaft mit neun Punkten aus der Champions-League ausscheidet ist äusserst selten.

In der Meisterschaft zeichnete sich inzwischen ein Vierkampf zwischen FC Sion, Neuchâtel Xamax, Lausanne-Sport und dem Grasshopper-Club um den Titel ab. Trotz Siegen gegen Lausanne und Xamax verlor man zu Hause vor 20'000 Zuschauern gegen Sion mit 1:2. Die Meisterschaft war zugunsten von Sion entschieden und der GCZ beendete die Saison auf dem dritten Rang. Während man in der Meisterschaft 1997/98 lange nach seiner Form suchte, setzte man sich in der UEFA-Pokal-Qualifikation gegen den Coleraine FC (Nordirland) und Brann Bergen (Norwegen) durch. Nun ging es nach Kroatien zu Dinamo Zagreb. Das spektakuläre Spiel endete 4:4. Trotz guter Ausgangslage ging Dinamo im Rückspiel in Zürich schnell mit 2:0 in Führung. Mats Gren und Pascal Zuberbühler sahen die rote Karte, sodass Verteidiger Boris Smiljanic ins Tor musste. Robert Prosinečki machte die 0:5-Blamage mit zwei verwandelten Elfmetern in der Schlussphase perfekt. In der Meisterschaft fand man aber zu seiner Form. Völlig überraschend kam dann der Wechsel von Trainer Christian Gross zu Tottenham Hotspur. Hanspeter Latour wurde Interimstrainer. Man überwinterte mit zwei Punkten Vorsprung auf Lausanne-Sports. Auch Viorel Moldovan verliess den Klub nach England und wechselte für neun Millionen Schweizer Franken zu Coventry City. Nachfolger von Trainer Christian Gross wurde Rolf Fringer. Man schied im Cup aus, aber die Meisterschaft konnte bereits drei Runden vor Schluss mit einem 2:1 Sieg im Derby gegen den FC Zürich gefeiert werden. Schliesslich bedeuteten 16 Punkte Vorsprung den 25. Meistertitel.

1998/99 begann die Saison mit der feierlichen Eröffnung der neu gebauten Westtribüne. Es ging in die Champions League-Qualifikation. Der luxemburgische Vertreter Jeunesse Esch wurde klar (6:0 und 2:0) geschlagen. Der GCZ traf zum entscheidenden Spiel auf Galatasaray Istanbul. Die Ausgangslage nach der 2:1-Niederlage in Istanbul war nicht schlecht, aber Hakan Sükür führte die Türken mit zwei Toren auch in Zürich zum Erfolg (2:3). Nun ging es im UEFA-Cup zum belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht. Nachdem der Grasshopper-Club in Brüssel 2:0 siegte, reichte ein torloses Remis in Zürich für das Weiterkommen. Nächster Gegner war AC Florenz mit dem argentinischen Star Gabriel Batistuta. Das Hinspiel im Hardturm ging mit 2:0 an die Italiener. Das Rückspiel musste aufgrund einer Stadionsperre in Salerno ausgetragen werden. In der Halbzeit explodierte ein Knallkörper neben einem Linienrichter. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel nicht mehr an und der GCZ erreichte forfait die nächste Runde. Da der Rasen im Heimstadion sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde, spielte man das Achtelfinale gegen Girondins Bordeaux im Letzigrund. Nach einem 3:3 ging das Rückspiel torlos aus und damit war der GCZ ausgeschieden. In der Meisterschaft lag man in der Winterpause auf Platz 2 hinter Servette. Die Hoppers spielten immer stärker und ein Unentschieden im letzten Spiel der Saison zwischen Lausanne und Servette hätte dem GCZ zum Titel gereicht. Aber Servette siegte und war damit neuer Schweizer Meister. Auch im Cup konnte die Saison nicht gerettet werden. Lausanne-Sports besiegte den Grasshopper-Club im Finale mit 2:0. Nach der Saison gab es für die Stadtzürcher einen weiteren Schicksalsschlag. Die grösste Klublegende aller Zeiten, Fredy Bickel, verstarb am 18. August 1999.

Der Klub war mittlerweile hoch verschuldet. In der Sommerpause 1999 kam es zum grossen Umbruch. Eine Investorengruppe von Schweizer Wirtschaftsgrössen übernahm die Aktienmehrheit, Präsident Romano Spadaro wurde von Peter Widmer beerbt. Neuer Trainer wurde der Engländer Roy Hodgson, ausserdem verpflichtete man Stéphane Chapuisat. In der Meisterschaft startete der Stadtklub mittelmässig und konnte vorerst nicht mit der Spitze mithalten. Im UEFA-Cup setzte man sich zwar gegen AB Kopenhagen durch, scheiterte aber an Slavia Prag. Im Schweizer Cup schied man nach Elfmeterschiessen gegen den FC Basel früh aus. Der erste Gegner in der Finalrunde der Saison 1999/2000 war der Tabellenführer FC St. Gallen. Man kassierte in der Nachspielzeit das 4:4 und der Anschluss an den späteren Meister St. Gallen war verpasst. Die Leistungen wurden nicht besser und schlussendlich beendete man die Saison auf dem vierten Platz. Der Vorstand setzte jetzt bescheidenere Ziele. Trainer Hanspeter Zaugg sollte langsam ein neues Team aufbauen. Zwar spielte man zu Beginn der Saison 2000/01 sehr unkonstant, aber dem Rest der Liga ging es nicht besser. In der Winterpause belegte man Platz 3 und startete eine Transferoffensive: Der Kroate Baturina, die Senegalesen Papa Bouba Diop und Henri Camara, Christoph Spycher und der Uruguayer Richard Nuñez wurden verpflichtet. Nach einigen Spieltagen in der Finalrunde zeichnete sich ein Dreikampf zwischen dem GCZ, FC Lugano und FC St. Gallen ab. Nun kam es zu drei wegweisenden Partien. Nach einem 1:1 gegen Wintermeister Lugano stand das Zürcher Derby an. Richard Nuñez schoss den Grasshopper-Club mit einer überragenden Partie zum 4:2 Sieg. Es folge das schwere Auswärtsspiel im neu errichteten St. Jakob-Park. Ausgerechnet Ex-GCZ-Junior Feliciano Magro schoss vor 33'000 Zuschauern Basel mit 3:1 in Front. In der 90. Minute erzielte Richard Nuñez mit einem direkt verwandelten Freistoss den Anschlusstreffer. Die Hopper warfen nun alles nach vorne und irgendwie landete der Ball in der 93. Minute im Netz, Henri Camara glich zum 3:3 aus. Dank einem Heimsieg gegen Sion war man dem Titel nun sehr nahe. Das letzte Meisterschaftsspiel in St. Gallen war auch der Spitzenkampf und die Entscheidung um den Titel. Der FC St. Gallen wurde, dank zwei Toren von Nuñez, mit 0:4 besiegt. Der zwölf Monate zuvor totgesagte Grasshopper-Club stemmte den Meisterpokal zum 26. Mal in die Höhe.

2001/02 hatte GC wieder die Chance auf die Champions League-Qualifikation. Gegner war der FC Porto. Vor 47'000 Zuschauern spielte man im Stadion Das Antas in Porto 2:2. Im Rückspiel stand es 15 Minuten vor dem Ende 1:2, doch Deco beendete die Träume der Stadtzürcher mit einem weiteren Treffer. Schlussendlich verlor man mit 2:3 und musste im UEFA-Cup weitermachen. Dort besiegte man Dinamo Bukarest (3:1/3:1), FC Twente Enschede (4:1/2:4) und scheiterte schliesslich an Leeds United (1:2/2:2). In der Meisterschaft konnte man den FC Basel zwar in drei von vier Direktbegegnungen schlagen, aber man verschenkte zu viele Punkte gegen die anderen Vereine. In der Winterpause wurde Trainer Hanspeter Zaugg durch Marcel Koller ersetzt. Der Ex-GCZ-Trainer Christian Gross hatte in Basel mittlerweile eine starke Mannschaft zusammengestellt und der erste Meistertitel des FC Basel seit 22 Jahren konnte nicht verhindert werden. Besonders bitter war, dass man auch das Cupfinale im „Joggeli“ verlor. Ein von Boris Smiljanic verschuldeter Handspenalty in der 113. Minute wurde von Ex-Hopper Murat Yakin zum 2:1-Schlussresultat für Basel verwandelt. Ein kleiner Trost war die Torjägerkrone für Richard Nuñez.

Für die Saison 2002/03 verpflichtete der Grasshopper-Club zwei neue Argentinier. Als Abwehrchef kam Fernando Gamboa, der schon für Klubs wie Colo Colo Santiago, CA River Plate und Boca Juniors gespielt hatte. Als Stürmer holte man Antonio Barijho von den Boca Juniors. Die junge Mannschaft von Marcel Koller startete stark in die Meisterschaft. Das erste Spiel gegen den Aufsteiger FC Wil gewann man klar mit 4:1. Man gewann die ersten sechs Spiele und lag in der Winterpause zwei Punkte vor Basel. Im UEFA-Cup schlug man Zenit St. Petersburg (3:1/1:2), scheiterte aber an PAOK Saloniki in der Nachspielzeit (1:1/1:2). Im Cup verlor man das Halbfinale im Elfmeterschiessen in Neuenburg gegen Xamax. In der Meisterschaft lieferten sich die Zürcher und die Basler weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der 30. Runde schien dann Basel zum ersten Mal am Grasshopper-Club vorbeiziehen zu können. Die Halbzeitstände waren: Young Boys 0:0 gegen Basel und GCZ 0:2 gegen Xamax. Doch der GCZ glich in der Nachspielzeit zum 2:2 aus, während der FCB mit 2:0 verlor. Weil die Stadtzürcher nicht mehr patzten und das Direktduell ebenfalls 2:2 ausging, wurde der GCZ zum 27. Mal Schweizer Meister. Man lag seit dem ersten Spieltag an der Tabellenspitze und am Schluss einen Punkt vor dem FC Basel.

Die Finalrunde wurde ab der Meisterschaft 2003/04 abgeschafft. Der Grasshopper-Club startete sehr schlecht in die Meisterschaft. Die Champions League-Qualifikation war nach einem 1:0 Heimsieg über AEK Athen dann aber greifbar nahe. Eine bittere 3:1 Niederlage in Athen bedeutete aber einmal mehr, dass es im UEFA-Cup weiterging. Dort schied man gegen Hajduk Split ebenfalls aus (1:1/0:0). Der weitere Meisterschaftsverlauf verlief so miserabel, dass Meistertrainer Marcel Koller nach 12 Runden im Anschluss an eine Niederlage gegen seinen früheren Arbeitgeber FC Wil zurücktrat. Carlos Bernegger übernahm seinen Posten ad interim bis zur Winterpause und wurde dann von Alain Geiger beerbt. Der einzige Lichtblick dieser Saison war der überraschende Halbfinalsieg im Zürcher Derby. Der GCZ lag dabei nach 83 Minuten gegen den FC Zürich hoffnungslos 2:5 im Rückstand. Doch das Spiel wurde nach Verlängerung mit 6:5 gewonnen. In der Meisterschaft rettete man sich auf Rang sieben mit fünf Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Das Cupfinale wiederum passte zur ganzen Saison: Man verlor gegen den späteren Absteiger FC Wil mit 2:3. Am 4. Juni 2004 starb der langjährige GCZ-Förderer und „Gärtner der Nation“ Werner H. Spross.

Auch 2004/05 war keine Steigerung zu sehen, so dass Alain Geiger schon vor der Winterpause durch Interimstrainer Bernegger ersetzt wurde. GCZ lag auf Rang 7 und war im Cup an Bellinzona gescheitert. Walter Brunner wurde neuer Präsident. Es kam zu einer kompletten Neuausrichtung. Das Budget und die Löhne wurden massiv gekürzt. Trotzdem konnte Ex-Hopper Hanspeter Latour vom FC Thun mitten in der Saison als neuer Trainer zurückgeholt werden. Die Resultate wurden sichtbar besser und der GCZ beendete die Meisterschaft mit einer Aufholjagd auf Rang 3 und qualifizierte sich für den UEFA-Cup. In der Saison 2005/06 starteten die Grasshoppers harzig. Je länger die Meisterschaft dauerte, desto besser spielten sie. Jedoch wurde die Verletzungsliste länger und länger. Die Hoppers beendeten die Herbstrunde auf Rang 3. Im Swisscom-Cup schied man bereits in der zweiten Runde gegen den FC Winterthur aus. Im UEFA-Pokal schaffte man gegen Wisla Plock und MyPa Anjalankoski den Einzug in die Gruppenspiele. Dort verloren die Stadtzürcher aber jedes Spiel und beendete die Gruppenspiele auf dem letzten Platz. In der Winterpause wechselte Trainer Hanspeter Latour zum 1. FC Köln und wurde durch den 92-fachen bulgarischen Internationalen Krassimir Balakov ersetzt. Mit Balakov erreichte man Platz 4 und qualifizierte sich für den UI-Cup.

In der Saison 2006/07 spielte der GCZ eine starke Vorrunde und lag mehrere Wochen auf Platz 1 der Tabelle. Zudem erreichte man via UI-Cup die Gruppenphase des UEFA-Cups, wo man allerdings wie im Vorjahr punktelos blieb und ausschied. In der Winterpause verpflichtete man zahlreiche neue Spieler, die meiste Beachtung fand der Transfer von Aílton zum GCZ. Die Rückrunde allerdings missriet völlig, schlussendlich resultierte der enttäuschende 6. Platz. Im April 2007 kündigte der komplette Verwaltungsrat um Präsident Brunner seinen Rücktritt an, einige Tage später wurde die neue Führung vorgestellt, unter ihnen Roger Berbig als Präsident, der intern umstrittene Erich Vogel als Vizepräsident und Sportchef und Heinz Spross, Neffe des verstorbenen Werner H. Spross, als neuen Financier. Als erste Amtshandlung entliess die neue Führung Krassimir Balakov im Mai 2007 noch vor dem letzten Spiel der Meisterschaft, bei dem die Mannschaft interimistisch von Carlos Bernegger gecoacht wurde.

Seit Sommer 2007 ist wieder Hanspeter Latour Chef-Trainer. Seine Co-Trainer waren zunächst Murat Yakin sowie Walter Grüter, die vom Zweitligisten Concordia Basel zu den Zürchern wechselten. Latour erhielt wie seine Assistenten einen Dreijahresvertrag. In der Winterpause wechselte Co-Trainer Murat Yakin zum FC Frauenfeld und wurde durch Mats Gren ersetzt. Diese Saison begann für GC denkbar schlecht. Die Grasshoppers verloren zu viele Punkte wegen ärgerlichen Tore in der Nachspielzeit. Nach 10 Runden lag man nach einer bitteren 3:5-Niederlage gegen den FC St. Gallen auf dem letzten Tabellenplatz. Trotzdem wurde an der Mannschaft festgehalten. Die Mannschaft steigerte sich gegen Ende der Hinrunde. Der Höhepunkt der Hinrunde war der 2:1-Sieg über den Stadtrivalen FC Zürich. Das bedeutete gleichzeitig den 100. Derbysieg. Trotz der Steigerung flog GC aus dem Cup gegen den FC Basel. Nach 18 Runden belegte GC Platz 7. Die Rückrunde spielte GC stark. Stark am Erfolg beteiligt waren der überragende Torhüter Eldin Jakupovic, der im Herbst von Lokomotive Moskau zu den Zürchern stiess, und der junge argentinische Stürmer Raul Bobadilla, der am Schluss nur noch hinter YB-Captain Hakan Yakin in der Torschützenliste war. Die Saison 2007/08 beendete GC auf dem 4. Platz.

Seit 1929 wurden die Heimspiele im Hardturm-Stadion, im Industriequartier ausgetragen. Der Bau eines neuen Stadions mit einem Fassungsvermögen von 30'000 Zuschauern an gleicher Stelle ist geplant. Der Baubeginn ist aufgrund von Rekursen noch ungewiss, aufgrund des schlechten baulichen Zustands wurde das Stadion allerdings nach dem Spiel vom 1. September 2007 geschlossen. Ab September 2007 dient das Letzigrund-Stadion auch dem Grasshopper-Club als Heimstadion.

Der Verein hat seit jeher eine bedeutende Jugendabteilung. Die Grundlage dazu bildet der GC/Campus, ein Schulungs-, Ausbildungs- und Trainingszentrum, welches allen GCZ-Fussballmannschaften zur Verfügung steht. Finanziert wurde das moderne und 20 Millionen Schweizer Franken teure Trainingsgelände von Anhängern und der Stadt Zürich. Es liegt aus wirtschaftlichen und Platzgründen in Dielsdorf und Niederhasli. Die Neue Grasshopper Fussball AG änderte ihren offiziellen Sitz ebenfalls zu Niederhasli, was bei vielen Anhängern umstritten ist. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten ist die Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren vermehrt ins Zentrum des allgemeinen Interesses gerückt, obwohl der Klub schon seit langer Zeit im Schweizer Nachwuchsbereich führend ist.

Einzelne organisierte Fangruppierungen treffen sich in der Ostkurve des Hardturm um die Mannschaft zu unterstützen. Der Andrang ist nicht sehr vom Erfolg der Mannschaft abhängig, seit Jahren hat der Club in guten und in schlechten Zeiten immer relativ wenige, aber sehr treue Fans. Derbys und Spiele gegen Basel können je nach Tabellensituation zusätzliche Zuschauer ins Stadion locken.

Der “Donnerstag-Club” ist eine, 1964 in Zürich gegründete, einflussreiche Gönnervereinigung des Grasshopper-Club Zürich. Die Mitgliedschaft ist persönlich und auf einen langjährigen Freundeskreis ausgerichtet. Das Ziel ist die Fussballaktivitäten des GCZ moralisch und finanziell zu unterstützen. Die Mitglieder sind Persönlichkeiten der Wirtschaft, selbstständig oder in leitenden Positionen. Die emotionale Beziehung zum Grasshopper-Club und die Freude am Fussball verbindet die 125 Mitglieder, welche sich monatlich treffen. Der Donnerstag-Club gewährleistet dem Stadtzürcher Fussballklub zwar eine gewisse finanzielle Sicherheit, hat aber kein Vermögen und strebt keine eigenmächtigen Korrekturen beim Spielerkader an.

Anfang dieses Jahrzehnts lancierte die GC-Führung die Kampagne GC Family. Dies brachte dem Verein zwar vorerst Geld in die Kasse, fügte dem Verein ein „Family-Image“ zu. Laut GC-Fans wurde der Verein schweizweit lächerlich dargestellt. Der Versuch wurde auch innerhalb des GCZ bekämpft und war schlussendlich ein totaler Misserfolg. Zudem bekamen viele treue GC-Fans zweifelhafte Stadionverbote. Der GCZ wurde zum „braven“ Family-Verein und verlor dadurch zahlreiche Anhänger, Fans und Sympathisanten. Der Zuschaueraufmarsch sank sogar bis um die 5'000–6'000 Zuschauer pro Heimspiel. Die Fans lancierten 2006 einen Boykott (viele taten das schon vorher). Die Fans forderten die Abschaffung der GC Family, die Aufhebung sämtlicher zweifelhafter Stadionverbote und das Mitspracherecht bezüglich Marketing. Der Boykott wurde unterschiedlich wahrgenommen. Die einen machten nur einen sogenannten „Support-Boykott“ (kamen hinein, schwiegen aber im Stadion), die anderen boykottierten den Stadionbesuch ganz. Im Herbst 2006 konnten sich die Fans mit dem Verein einigen und so wurde der Boykott am 14. Oktober 2006 im Spitzenspiel gegen den FC St. Gallen aufgehoben. Die Medien skandierten danach „Der Hardturm lebt wieder!“ Es schien wie eine Wiedergeburt des GCZ. Die Fans machten dem Verein klar, dass ohne sie nichts geht und dass sie mehr als nur Zuschauer sind. Es wurde entschieden die Anhänger in Zukunft in Sachen Marketing mitreden zu lassen.

Die IG „GC Züri“ wurde von den aktiven Fans Ende 2006 gegründet und trat während der Winterpause 2006/2007 in Kraft. Die junge IG geniesst jetzt schon eine hohe Anzahl an Mitgliedern und ständig kommen neue dazu. Mit der IG erhofft man sich eine bessere Plattform für Gespräche mit dem Verein aber auch für die Fans untereinander und die ganze Fanszene für Fan-interne Sachen.

Zehn Jahre nach dem GCZ wurde der FC Zürich ins Leben gerufen. Am 20. November 1897 fand das erste Stadtzürcher Derby zwischen den zukünftigen Erzrivalen statt. Der Grasshopper-Club besiegte den FCZ mit 7:2. Die Kritik ging mit dem Verlierer zum Teil schonend um. Das Schweizer Sportblatt fand sogar lobende Worte. Der Redakteur hiess Dr. Hans Enderli – und war FCZ-Präsident. Als der GCZ 1909 zwischenzeitlich aus dem Verband austrat, änderte der FCZ die Klub- und Trikotfarben von rot-weiss auf blau-weiss, was traditionell die Farben der Hoppers waren. Diese Anekdote führt noch heute zu Missstimmigkeiten zwischen den beiden Klubs. Die Rivalität übertrug sich dadurch auch auf ausserhalb des Fussballfeldes. Dies wurde durch die Tatsache verstärkt, dass der GCZ eher von der bürgerlichen Schicht, der FCZ hingegen von Arbeitern und Bauern unterstützt wurde. Eine soziale Grenze, die auch heute noch teilweise Bestand hat.

Zu all dem propagierte der FC Zürich auch der einzige „Stadtclub“ zu sein. Der FC Zürich entstand ursprünglich aus dem FC Turicum (Turicum heisst auf römisch Zürich). Nachdem dieser mit dem FC Exelsior fusionierte, wurde am 1. August 1896 der FC Zürich gegründet. Der Grasshopper-Club ist demnach der ältere der beiden Clubs. Da der FCZ aber grosse Unterstützung in der Zürcher Medienlandschaft geniesst (insbesondere Tamedia) wird der Begriff „Stadtclub“ bis heute propagiert. Der GCZ geniesst dabei eher Unterstützung von bodenständigeren Medien wie der NZZ. Laut einer Umfrage sind in der Stadt Zürich die FCZ-Fans in der Mehrheit, während in der Agglomeration dies eher die GCZ-Fans sind. Während die Hoppers weiterhin die reicheren Quartiere der Oberschicht dominieren, gelten der Kreis 4 und die eher urbanen Quartiere als FCZ-Hochburgen. Der Grasshopper-Club hat Anhänger in der ganzen Schweiz. Es gibt grosse Fan-Clubs aus der Ostschweiz, der Romandie, Aargau, Zentralschweiz und anderen Landesteilen, was ein weiterer Grund ist, warum GC bei Auswärtsspielen viele Zuschauer anlockt. Doch all diese Aussagen variieren von Zeit zu Zeit (vor allem auf die Stadt Zürich bezogen), so dass Verallgemeinerungen mit Vorsicht zu geniessen sind.

Im ersten Derby-Jahrhundert waren einige denkwürdige Resultate zu verzeichnen gewesen. In der Kriegs-Meisterschaft 1942/43 schaute sogar ein zweistelliges Ergebnis heraus: 12:2 für den GCZ. Der höchste FCZ-Sieg datiert aus der Saison 1963/64. Dem halben Dutzend Treffern des Letzigrund-Team stand nur ein GCZ-Tor gegenüber. Weil die beiden Vereine nicht immer in derselben Liga spielten, dauerte es 70 Jahre bis zum 100. Stadtderby. Es fand am 2. September 1967 vor 15'000 Schaulustigen auf dem Hardturm statt. Der Schwede Ove Grahn, Roland Citherlet und Rolf Blättler erzielten die Tore zum 3:0 Sieg des GCZ.

Die Stadien der beiden Vereine – der Hardturm des GCZ im Kreis 5 und der Letzigrund des FCZ im Kreis 4 – liegen sehr nahe beieinander. Dazwischen liegen die Bahngeleise der SBB. Spieler, die „über die Geleise“ wechselten, gab es wegen der Rivalität jahrzehntelang nicht. Als beispielsweise der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Jakob Kuhn vom FCZ zu den Grasshoppers wechselte, war der Volkszorn derart heftig, dass der Mittelfeldspieler nach nur zwei Monaten nolens volens wieder zu seinem Stammklub zurückkehrte. Noch heute sind Spieler, die „über die Geleise“ wechseln, bei ihrem Ex-Klub ausgesprochen unbeliebt. Nachdem beide Stadien in den nächsten Jahren komplett neu erbaut werden, zuerst der Letzigrund und anschliessend der Hardturm, werden die beiden Vereine in den kommenden Jahren im selben Stadion ihre Heimspiele austragen. Der „neue“ Letzigrund wurde am 23. September 2007 mit dem 209. Derby offiziell eröffnet. Der FCZ gewann das Spiel, dem ein Grossteil der GC-Fans aus Protest gegen die horrenden Eintrittspreise fernblieb, klar mit 4:0. Im selben Jahr, am 9. Dezember 2007 errang der GCZ den sehnlichst erwarteten 100. Derbysieg. Raul Bobadilla (20) und Frank Feltscher (19) erzielten die Tore zum 2:1-Sieg.

Die Abneigung zwischen dem Grasshopper-Club Zürich und dem FC Basel ist stark geprägt von der Rivalität zwischen den Städten Zürich und Basel. Eine Besonderheit des Schweizer Fussballs ist dabei, dass sowohl das Duell zwischen dem Grasshopper-Club Zürich und Basel als auch das Duell zwischen dem FC Zürich und FC Basel als Derby und "Klassiker" angesehen wird. Oft kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fans. Darum gilt dieses Duell als sogenanntes High-Risk-Spiel, was die Stadt wegen der vielen Sicherheitsvorkehrungen sehr viel Geld kostet.

Die Ruder-Sektion wurde 1904 gegründet. Der GCZ brachte erfolgreiche Ruderer wie Xeno Müller, der 1996 Olympiasieger wurde, oder Simon Stürm hervor.

Die Tennis-Sektion entstand 1890. Sie wurde 1901 wieder aufgelöst, aber 1915 neu gegründet.

Heute spielen die Damen wie auch die Herren in der Nationalliga A des Interclubs. Die Herren gewannen 2004 den Schweizer Titel. Unter anderem spielen Vasilis Mazarakis (ATP 165), Michael Lammer (ATP 220) und Yuri Schukin (ATP 225) beim Grasshopper-Club.

1923 gründete man die Landhockey-Sektion für Frauen. 1924 entstand die Herren-Abteilung. 1925 wurden die Frauen erstmals Schweizer Meister, ein Jahr später taten es ihnen die Herren gleich. Bereits 1928 konnte der GCZ gegen Gegner wie Real-Polo Madrid reüssieren.

Die Herren konzentrierten im Gegensatz zu den Damen auf ihre Auslandeinsätze und vernachlässigten die Schweizer Meisterschaft. So konnten sie ihren nächsten Titel erst 1938 wieder holen. 1945 holten die Damen ihren siebten Titel. Dies war der letzte des GCZ für 40 Jahre.

Nachdem die Stadtzürcher neben der Feldmeisterschaft auch in der Hallenmeisterschaft teilnahmen, schafften 1986 die Herren den zweiten Rang im inoffiziellen Europacup der Landesmeister. Sowohl die Damen wie auch die Herren wurden mehrfach Schweizer Hallenmeister. 1992 gewann der GCZ nach einer fünfzigjährigen Durststrecke wieder die Feldmeisterschaft der Herren.

2003 verpassten die GCZ-Herren die Bronzemedaille im Europacup nur knapp.

Die Herren wie auch die Damen spielen in der Nationalliga A.

Der Grasshopper-Club wurde bei den Herren achtfacher Hallenmeister und siebenfacher Feldmeister. Die Damen kamen auf neun Feld- und sieben Hallentitel.

Das Gründungsjahr der Handball-Sektion ist 1931. Sie spielt in der Swiss Handball League, seit der Saison 2007/08 in einer Allianz mit den Kadetten Schaffhausen. Sie wollen gemeinsam national und international noch erfolgreicher spielen. Den freiwerdenden Platz in der Swiss Handball League nahm die zweite Mannschaft der GC-Handballabteilung anstelle der ersten ein.

In der Zeit zwischen 1964 und 1977 prägte der norwegische Weltklassehandballer Arild Gulden, der auch in der Sektion Fussball mitmachte, das Geschehen, und mit ihm konnte der GCZ viele Meistertitel – sowohl im Fussball als auch im Handball – holen.

Nachdem die Stadtzürcher in den 1980er-Jahren trotz des Engagements des Trainers Vlado Stenzel, der vorher mit Jugoslawien Olympiasieger und mit Deutschland Weltmeister wurde, in die NLB abgestiegen waren, konnten sie 1991 nach dem Wiederaufstieg ihren 21. Meistertitel im Handball holen.

In der Saison 2005/06 wurden sie hinter den Kadetten Schaffhausen zum fünften mal in Serie Vize-Schweizermeister.

1932 entstand zusammen mit der Dolder-Kunsteisbahn in Zürich das Eishockeyteam der Grasshopper, welches 1934 als fünfte Sektion in den Grasshopper-Club Zürich aufgenommen wurde.

Der GCZ war bis 1945, 1946 bis 1957 sowie 1963 bis 1968 jeweils in der Nationalliga A. Dazwischen war man jeweils in der Nationalliga B. In der Saison 1965/66 wurde man Schweizer Meister.

1967 stiegen sie wiederum in die NLB ab. 1971 daraufhin wurden sie sportlich in die 1. Liga relegiert. Nach einem Intermezzo 1982/1983 in der NLB fielen sie 1984 für vier Jahre gar in die 2. Liga hinunter. Seit 1993 haben sich die GCK Lions wieder in der NLB etabliert.

2000 erfolgte die Fusion mit dem SC Küsnacht und die GCK Lions AG (GCK Lions Eishockey AG) wurde gegründet. Der Eishockey-GCZ wurde nach der Fusion neu gegründet und spielt in der fünfhöchsten Spielklasse (3. Liga). Der Schwerpunkt der Sektion Eishockey liegt im Nachwuchs. Letzter grosser Erfolg war die Meisterschaft der Elite A Junioren in der Saison 2006/07. Die GC Eishockey-Sektion war Initiantin des Zusammenschlusses mit dem ZSC und tragendes Mitglied in der sportlich äusserst erfolgreichen ZLE-Pyramide, der Betriebsgesellschaft von ZSC Lions und GCK Lions.

Im Squash ist der GCZ bei den Herren in der Nationalliga A und bei den Damen in der Nationalliga B.

Die Unihockey-Sektion wurde nach einer Fusion der Clubs UHC Cosmic Zürich, UHC Zürich und der Zürich Lakers im Jahre 2002 gegründet.

Die Herren des GCZ spielen in der SML. Unter anderem stehen der tschechische Nationalspieler Aleš Jakubek. Bekanntester Spieler der noch jungen Vereinsgeschichte war Niklas Jihde. 2005 kehrte der schwedische Weltklassespieler in seine Heimat zurück und wurde da bereits in der ersten Saison mit AIK Meister.

Die Curling-Sektion wurde 1962 gegründet.

In der Saison 2007/08 ist der GCZ sowohl bei den Damen (Team Irene Schori) wie bei den Herren (Team Reto Seiler) in der höchsten Spielklasse (Swiss Curling League A) vertreten.

Der Rugby Club Zürich wurde 1968 gegründet, und 2008 als elfte Sektion ins Grasshopper Club integriert.

Auch im Rugby ist der GCZ sowohl bei den Herren (Nationalliga A) wie bei den Frauen (Nationalliga Frauen) in den jeweils höchsten Spielklassen vertreten. Zusätzlich spielt die zweite Mannschaft der Herren in der Nationalliga C.

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FC Wil

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Der FC Wil ist ein schweizerischer Fussballverein, der 1900 gegründet wurde. Seinen Sitz hat er in der Stadt Wil im Kanton St. Gallen.

In den 1920er Jahren wurde die runde Zahl 1900 aus mündlichen Überlieferungen als Gründungsjahr ausgewählt. Der Fussball wurde um 1900 von zwei Stricker-Praktikanten aus England nach Wil geschleppt und gewann bei den älteren Schülern und Lehrlingen schnell an Bedeutung und es wurde an Abenden und Sonntagen gekickt. Bis 1990 hielt sich der FC Wil, mit einem kurzen Abstecher in der zweithöchsten Spielklasse 1922/23 sowie 1952/53 und 1953/54, vorwiegend in der 2. Liga auf.

Nicht wenige namhafte Trainer starteten ihre Karriere beim FC Wil bzw. machten dort Zwischenhalt, unter anderem Christian Gross von 1988 bis 1993 oder Hanspeter Latour und Marcel Koller um die Jahrtausendwende. Der spätere GC-, Tottenham-Hotspur- und FC-Basel-Trainer Christian Gross hat den FC Wil 1991 von der 2. Liga (vierthöchste Spielklasse) innerhalb von zwei Saisons in die NLB (zweithöchste Spielklasse) gebracht. Sie nahmen 1992/93 sogar an der Aufstiegsrunde in die NLA teil und konnten sich bis 2002 insgesamt vier Mal für die Aufstiegsrunde in die NLA qualifizieren, verpassten aber jeweils den Aufstieg.

In den NLB-Zeiten von 1994 bis 1997 trainierte Pierre-André Schürmann die Wiler Mannschaft. Ihm folgte für zwei Jahre Marcel Koller. Unter ihm erreichte der FC Wil 1998 das Cup-Halbfinale. In der Saison 1998/99 wurde Wil NLB-Meister. Gleich daraufhin wechselte Koller zum FC St. Gallen, ihm folgte für die Aufstiegsrunde Hanspeter Latour. Die Wiler verblieben in der NLB. Nachdem Latour neun Monate später zum FC Thun wechselte, folgte ihm Claude Ryf. Er wurde im Juli 2001 durch Heinz Peischl ersetzt. Unter ihm konnte der FC Wil zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die höchste Spielklasse aufsteigen.

Im Jahre 2002 stieg der FC Wil unter Heinz Peischl in die höchste Spielklasse NLA, die heutige Super League, auf und erreichten die Finalrunde der NLA. 2003 nahm der FC Wil zum ersten Mal in einem internationalem Wettbewerb teil (UI-Cup). Für Schlagzeilen sorgte der Aufsteiger FC Wil im November 2002, als sie als Aussenseiter den Lokalrivalen FC St. Gallen mit einem Toreverhältnis von 11:3 besiegten, was NLA-Rekord bedeutete.

Der FC Wil war vor allem dank seines ehemaligen Präsidenten Andreas Hafen, der viel Geld in den FC Wil steckte, erfolgreich. Hafen erwähnte nach aussen stets, das Geld käme von "nicht genannt werden wollende Investoren". Er hatte allerdings rund 51 Millionen Schweizer Franken seinem Arbeitgeber UBS veruntreut, wovon rund 10 bis 11 Millionen zum FC Wil geflossen sind. Der Diebstahl flog eine Woche nach dem 11:3-Sieg auf. 2006 wurde Andreas Hafen zu fünf Jahren Gefängnis und zur Rückzahlung der veruntreuuten Summe verurteilt. Der FC Wil ist beim Prozess nicht involviert gewesen, da angenommen wird, dass die restlichen Vorstandsmitglieder davon nichts wussten. Die UBS verzichtete auf Rückforderungen seitens des FC Wil.

Nachdem wieder etwas Ruhe einkehrte, übernahm der ukrainische Investor Igor Belanow, ein ehemaliger Spieler der sowjetischen Nationalmannschaft und Europas Fussballer des Jahres 1986, im Sommer 2003 die Aktienmehrheit beim FC Wil AG und wechselte fast die ganze Crew aus. Diese Tatsachen produzierte bisher fast nur negative Schlagzeilen (Finanzen, häufige Trainerwechsel). Die von ihm und seinen Gefolgsleuten gegründete AG befand sich schnell im Nachlassverfahren. Der Verein FC Wil war dadurch jedoch nicht gefährdet.

Mit der Übernahme wurde Martin Andermatt im August 2003 entlassen. Belanow setzte Alexander Sawarow, einen ehemaligen sowjetischen Internationalen, als Trainer ein. Da er die UEFA-Lizenz nicht besass, wurde er im Dezember offiziell durch Joachim Müller, früher bei FC Karl-Marx-Stadt (Chemnitzer FC), ersetzt. Sawarow wurde Sportchef.

Müller wurde nur drei Monate später, im Februar 2004, durch Tomas Matejcek ersetzt. Die Spieler beklagten sich über Matejceks extreme Trainingsmethoden und beschwerten sich bei Belanow. Dieser entliess Matejcek und holte wieder Joachim Müller. Als Assistent stand ihm der ehemalige Schweizer Internationale Stephan Lehmann zur Seite. Belanow zog sich zurück und im FC Wil kehrte wieder Ruhe ein.

Unter dem Duo Müller/ Lehmann gewann der FC Wil überraschend den Schweizer Cup. Bei der ersten Cupfinal-Teilnahme bezwangen sie die Grashoppers Zürich 3:2. Dies ist der bislang grösste Erfolg in der ganzen Vereinsgeschichte und ebnete dem FC Wil den erstmaligen Zugang zum Uefa-Cup. Doch im gleichen Jahr steigt der FC Wil nach einer erfolgslosen Serie nach dem Cupsieg wieder in die Challenge League (ehemals NLB) ab.

Ab Sommer 2004 hiess der Trainer Walter Hörmann, der vorher den FC Vaduz, die Liechtensteiner Fussballnationalmannschaft und den SV Austria Salzburg coachte.

Der FC Wil scheiterte im Herbst 2004 knapp in der ersten Qualifikationsrunde des UEFA-Cup gegen den slowakischen Klub FK Dukla Banská Bystrica. In der Meisterschaft begann es mit einem 5:2 Heimerfolg gegen den FC Wohlen, dann aber stürzte die Mannschaft ab. Die Wiler ernteten viele Niederlagen und Wil landete nach der Saison in den hinteren Rängen der Challenge League.

Auf die Saison 2005/2006 hin wurde Hörmann durch Maurizio Jacobacci ersetzt, der vorher den FC Baden trainierte. Eine Saison später ist es Uli Forte, welcher auf die Saison 2008/2009 überraschend nach St. Gallen wechselte.

In der Saison 2006/2007 erreichte der FC Wil das Cuphalbfinale nach einem Sieg gegen die Young Boys (2:1) aus der Super League. In diesem Viertelfinale hat der FC Wil mit einem Spieler weniger den Rückstand wettmachen können. Das Halbfinal gegen den FC Basel (1:3) ging verloren. Dennoch wurde der FC Wil auf Grund des Exploits gegen Young Boys vom Cup-Hauptsponsor Swisscom zum Cup-Team des Jahres gekürt.

Die Saison 2007/2008 beendete der FC Wil auf dem 3. Platz, nur 2 Punkte hinter dem 1. Platz vom FC Vaduz, somit wurde ein möglicher Aufstiegsplatz nur knapp verpasst.

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FC St. Gallen

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Der FC St. Gallen ist ein Schweizer Fussballverein aus der Stadt St. Gallen. Er ist der älteste noch bestehende Fussballklub der Schweiz und einer der ältesten Europas.

Einige seiner grössten Erfolge erzielte der Verein um die Jahrtausendwende, als die Profimannschaft 2000 Schweizer Meister wurde und im Herbst im UEFA-Cup Chelsea London bezwingen konnte. Im Jahre 2004 wurde die FC St. Gallen AG gegründet, welche den Profibereich übernommen hat. Die erste Mannschaft spielt in der Challenge League, die U-21-Mannschaft in der 1. Liga, die zweite Mannschaft in der 5. Liga.

Der FC St. Gallen erhielt im Sommer 2008 ein neues Multifunktionsstadion mit einem Fassungsvermögen von 19'694 Zuschauern, die AFG Arena St. Gallen. Momentan droht dem FC.St Gallen der Konkurs.

Der FC St. Gallen wurde am 19. April 1879 gegründet. Es existiert kein Gründungsprotokoll mehr, doch die ersten Statuten weisen dieses Datum auf. Zudem existiert im St. Galler Tagblatt in der Ausgabe vom gleichen Tag ein Aufruf zur Gründung eines Fussballvereins im Restaurant Hörnli an der Neugasse in St. Gallen. Zu den Gründerzeiten wurde im unteren Brühl, kurz daraufhin in der unteren Kreuzbleiche, trainiert.

Protokolle der 1880er-Jahre erwähnen, dass jeden Mittag zwischen 1 und 2 Uhr sowie abends bis zum Einbruch der Dunkelheit Fussball gespielt wurde. Die Regeln des Assoziationsfussballs wurden nicht angewendet, so waren unter anderem die Tore um etwa die Hälfte kleiner. Zweimal im Monat fanden Wettkämpfe statt. Das Institut Schönberg war der erste auswärtige Gegner. In den 1880er-Jahren entstanden in der und um die Stadt St. Gallen mehrere Fussballklubs, welche jedoch früher oder später in den FC integriert worden sind.

Der älteste dokumentierte Wettkampf war am 1. Mai 1892, als der FC St. Gallen gegen die Grasshoppers Zürich mit 0:1 verlor. Die Grasshoppers Zürich reklamierten wegen der zu kleinen Tore. Das Rückspiel in Zürich, wo normale Tore aufgestellt wurden, gewann der GC 6:0. Der FC St. Gallen ersetzte danach seine Tore durch solche in Normgrösse.

1896 schloss sich der FC Viktor St. Gallen dem FC St. Gallen an. Mit der Fusion der Klubs FC St. Gallen und FC Phönix St. Gallen entstand 1898 der Vereinigte FC St. Gallen mit 117 Mitgliedern. An der Meisterschaft 1898/99 wurde der Vereinigte FC St. Gallen Sieger der «Gruppe Ost» in der «Serie B». In der anschliessenden Finalrunde verlor die Mannschaft gegen den West-Vertreter Cantonal Lausanne.

1899/1900 nahm der Vereinigte FC St. Gallen erstmals an der höchsten Schweizer Liga, der «Serie A» teil. In der Gruppe «Ost» wurden er Tabellenletzter. 1900/01 nahm der Club nicht an der Meisterschaft teil. 1901/02 wurde er in seiner Gruppe Tabellendritter. Am 17. März 1902 absolvierte der Vereinigte FC St. Gallen sein erstes internationales Spiel gegen Alemannia Karlsruhe. Die St. Galler gewannen 26:0. Ein Jahr später, in der Saison 1902/03, wurden die St. Galler Tabellenzweiter. Die Namensänderung des Vereinigten FC St. Gallen in FC St. Gallen erfolgte am 22. Juni 1903.

In der Saison 1903/04 wurde der FC St. Gallen erstmals Gruppensieger, weshalb er zusammen mit den anderen Gruppensiegern, Servette FC Genève sowie BSC Old Boys Basel, die Finalrunde bestreiten durfte. Der FC St. Gallen erreichte gegen Servette ein 1:1-Remis und bezwang die Old Boys Basel mit 1:0. Da Old Boys Basel jedoch Servette 2:0 besiegte, wurde der FC St. Gallen erstmals Schweizer Fussballmeister. Es sollte für 96 Jahre lang der letzte Titel bleiben.

Am 28. April 1910 konnte der FC St. Gallen auf dem Espenmoos ein Spielfeld mit einer Holztribüne in Betrieb nehmen. 1915 wurde der Stadtrivale F.C. Brühl St. Gallen Schweizer Meister. Da in diesem Jahr wegen des Ersten Weltkriegs nur ein reduzierter Spielbetrieb stattfinden konnte, wurde Brühl von den Anhängern des FC St. Gallen noch bis in die 1960er-Jahre als Interimsmeister verspottet. Die Rivalität entstand auch dadurch, dass Brühl eher ein Verein der Unterschicht war, während der FC (wie auch die Blue Stars St. Gallen) ein Verein der Oberschicht war und folglich nicht jeder Mitglied werden durfte. Anlässlich des 40-Jahre-Jubiläums 1919 zählte der FCSG 663 Mitglieder.

1932 musste der FC St. Gallen in die zweite Liga absteigen. Unter dem Spielertrainer Norman Smith wurde er 1934/35 Meister der zweiten Liga und stieg wieder in die oberste Liga auf. Das erste Cupfinale erreichten die Ostschweizer 1945, verloren jedoch vor 15'000 Zuschauern im Berner Wankdorfstadion mit 0:1 gegen Young Boys Bern. Nach einem weiteren Intermezzo in der zweithöchsten Spielklasse stiegen die St. Galler 1948/49 unter dem britischen Trainer J. C. Townley wieder in die Nationalliga A auf.

Der Höhepunkt des Aufschwungs war 1969, als der FC St. Gallen seinen ersten und bisher einzigen Cupsieg erreichte. Vor 24'000 Zuschauern bezwang der FC St. Gallen die Tessiner Mannschaft AC Bellinzona mit 2:0. Rudi Nafziger war dabei der Doppeltorschütze. Im gleichen Jahr wurde auf dem Heimstadion Espenmoos die neue, heute noch bestehende Haupttribüne mit einem Fassungsvermögen von 2'200 Zuschauern eingeweiht. Ein Jahr später mussten die St. Galler wieder in die NLB. Dieses Intermezzo dauerte ein Jahr. Das dritte Cupfinale unter St. Galler Beteiligung verloren sie vor 27'000 Zuschauern wiederum wie 1945 gegen Young Boys, ebenfalls mit einem 0:1.

1978 gewann der FC St. Gallen den heute nicht mehr existierenden Ligacup mit einem 3:2 gegen Grasshoppers Zürich. Im Jubiläumsjahr 1979 schloss der Club die Meisterschaft im 4. Rang ab, dem besten Resultat seit dem Bestehen der Nationalliga. 1985 gelang dem FC St. Gallen die Teilnahme am UEFA-Cup dank des 4. Rangs in der Meisterschaft. Der Saisonhöhepunkt auf dem Espenmoos war die UEFA-Cup-Begegnung vor 16'200 Zuschauern gegen Inter Mailand mit dem beachtlichen Resultat von 0:0.

1988 kam der spätere Weltstar und chilenische Nationalspieler Iván Zamorano über den FC Bologna zum FC St. Gallen. Er wurde Schweizer Torschützenkönig. Da er finanziell nicht mehr haltbar war, verkaufte der Verein Zamorano 1990 an den FC Sevilla mit der damals höchsten Transfersumme der NLA-Geschichte. Zamorano war nicht nur einer der herausragenden, sondern ist bis heute einer der beliebtesten Spieler der grün-weissen Geschichte.

Nach Zamoranos Abgang spielten die Ostschweizer in den 1990er-Jahren nur mittelmässig und mussten unter anderem einen Abstieg verkraften, dem der sofortige Wiederaufstieg folgte. In der Saison 1997/98 gelang es dem FC St. Gallen in der Winterpause den Schweizermeistertitel im Hallenfussball zu sichern, als man im Finale den FC Zürich mit 2:0 bezwang. Neben dem Finalturnier in Basel gewann man auch das Heimturnier in St. Gallen sowie die Veranstaltung in Zürich und musste im gesamten Wettbewerb lediglich zwei Niederlagen einstecken. Aber auch auf dem natürlichen Rasen verlief die Saison erfolgreich für den FC St. Gallen: Nach einem 2:1 gegen den FC Lugano qualifizierte man sich für das Cup-Finale, wo man trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung schlussendlich im Elfmeterschiessen gegen Lausanne Sports unterlag.

Vor der Saison 1999/2000 war dem FC St. Gallen eigentlich eine Platzierung unter dem Strich prognostiziert worden. Unter dem Trainer Marcel Koller wurde der FC St. Gallen 2000 völlig überraschend zum ersten Mal seit 96 Jahren wieder Schweizermeister. Der FC St. Gallen hatte einen Vorsprung von 10 Punkten auf den Verfolger Lausanne Sports. Der Ghanaer Charles Amoah wurde Torschützenkönig. Anschliessend scheiterte man knapp an der Champions-League-Qualifikation an Galatasaray Istanbul. Dafür bezwang der FC St. Gallen den britischen Verein Chelsea London im UEFA-Cup. In der nächsten Runde kam das Aus gegen FC Brügge nach einem Gegentor in der 93. Minute im Rückspiel.

In der letzten Runde der Saison 2000/01 wurde die Schweizer Meisterschaft zwischen dem FC St. Gallen, den Grasshoppers und dem FC Lugano entschieden. Die St. Galler erlitten in dieser Runde gegen die Grasshoppers die erste Heimniederlage seit gut zwei Jahren, wodurch die Grasshoppers Schweizer Meister wurden. Lugano überholte St. Gallen, so dass die Ostschweizer den dritten Platz belegten. Im anschliessenden UEFA-Cup scheiterten die St. Galler nach Siegen über Pelister Bitola und Steaua Bukarest trotz eines 1:0-Auswärtssiegs im UEFA-Cup gegen den deutschen Verein SC Freiburg.

Nach der erfolgreichen Ära folgten viele Spieler lukrativeren Angeboten von grösseren Vereinen. In den Folgejahren platzierte sich der FC St. Gallen meistens im Mittelfeld der Liga und spielte zeitweise gegen den Abstieg. Der österreichische Trainer Heinz Peischl trat 2005 nach einem 0:4 gegen die Grasshoppers und einer Niederlagenserie zurück. Zur Saison 2005/06 übernahm der Deutsche und ehemalige Liechtensteiner Nationaltrainer Ralf Loose das Traineramt. Wegen der schlechten Ergebnisse wurde er am 14. April 2006 durch Rolf Fringer ersetzt. Sein Vertrag wurde im Januar 2007 frühzeitig bis Juni 2009 verlängert. Die Saison 2006/07 beendete der FC St. Gallen auf dem 5. Platz.

Die Saison 2007/08 begann für den FC St.Gallen sehr schlecht. Am 8. Oktober 2007 entliess der zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzte den Trainer Rolf Fringer. Der Bulgare Krassimir Balakow wurde am 29. Oktober 2007 als neuer Trainer vorgestellt. In den Spielen der Rückrunde konnte sich der FC St. Gallen auf den zweitletzten Tabellenrang steigern. In der Barrage gegen den Zweiten der Challenge League, AC Bellinzona, verlor der FC St. Gallen mit 2:3 und 0:2 und stieg damit in die Challenge League ab. Das Spiel am 20. Mai 2008 war das letzte Spiel des FC St.Gallen im Espenmoos. Am 4. Juni 2008 wurde der vormalige Trainer des FC Wil, Uli Forte verpflichtet.

In die Saison 2008/09 startete das Team also in der Challenge League, es galt als Favorit für den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse. Bereits mit den ersten Spielen zeigte sich, dass das Team ganz vorne mitmischen würde. Nach der einzigen Niederlage in der Hinrunde (gegen Thun) besetzte der FC St. Gallen lange die zweite Tabellenposition hinter Lugano. Bei der Direktbegegnung im zweitletzten Spiel der Hinrunde gewann St. Gallen zuhause 2:1 und konnte sich dank dem besseren Torverhältnis an die Tabellenspitze setzen. Dem Spiel wohnten 17'238 Zuschauer bei, das war die grösste Heimspielkulisse seit der Gründung des Vereins. Auch bei Auswärtsspielen wurde mehrmals der Stadionrekord des jeweiligen Gastgebers gebrochen. Zur Winterpause führt der FC St. Gallen die Tabelle mit 40 Punkten aus 15 Spielen an.

Am 14. September 2005 erfolgte nach fast zehnjähriger Planung im Westen der Stadt der Spatenstich der rund 410 Millionen Franken teuren AFG Arena mit einem Fassungsvermögen von 21'000 Zuschauern. Davon entfallen 16'000 auf Sitzplätze und 5'000 auf Stehplätze. Bei europäischen Spielen wird die Kapazität 18'000 Sitzplätze betragen. Es löste auf die Saison 2008/2009 das 98-jährige Stadion Espenmoos ab.

Der 1879 gegründete FC St. Gallen ist mit Abstand der älteste noch bestehende Fussballklub der Schweiz; ihm folgt der 1886 gegründete Grasshopper-Club Zürich. In der Romandie existierten zwar schon früher Fussballklubs (wie etwa der 1860 gegründete Lausanne Football and Cricket Club), die jedoch längst wieder aufgelöst sind.

Le Havre AC existiert zwar seit 1872, jedoch ist dieses Datum nicht gesichert, und Assoziationsfussball (was heute unter Fussball verstanden wird) soll dort erst 1892 eingeführt worden sein. Davor soll Rugby gespielt worden sein. Der Kjøbenhavns Boldklub wurde 1876 gegründet, jedoch wurde dort der Assoziationsfussball erst 1879 eingeführt. Im Europa existieren zudem viele früher gegründete polysportive Vereine wie der TSV 1860 München oder der SSV Ulm 1846, deren Fussballabteilungen jedoch erst später entstanden.

Somit kann nach jetzigem Wissensstand gesagt werden, dass der FC St. Gallen zusammen mit dem Kjøbenhavns Boldklub 1879 der älteste noch bestehende Fussballklub Kontinentaleuropas ist, wobei der FC St. Gallen von Anfang an Fussball, jedoch noch nicht den Assoziationsfussball spielte.

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David Pallas

David Pallas (* 7. Juli 1980 in Spanien) ist ein Fußballspieler von schweizerischer und spanischer Nationalität.

Pallas, der aufgrund der spanischen Herkunft seiner Mutter auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, begann seine Jugendkarriere beim FC Zürich, wo er im Jahr 2001 den Sprung in das Profiteam schaffte. Zur Saison 2004/2005 entschied sich Pallas für einen Wechsel zum Ligakonkurrenten FC Thun, mit dem er sich noch in derselben Saison völlig überraschend für die Champions League qualifizierte. Der nur 1,69 Meter große Rechtsverteidiger nahm die Gelegenheit gegen namhafte Gegner wie zum Beispiel dem Thuner Gruppengegner FC Arsenal in der europäischen ' Königsklasse ' zu spielen jedoch nicht wahr und wechselte stattdessen zu seinem jetzigen Klub VfL Bochum wo man seinerzeit dringend einen Ersatz für den verletzten Rechtsverteidiger Søren Colding suchte und mit Marcel Koller gerade erst einen Landsmann Pallas' als Trainer verpflichtet hatte. Als Beweggründe für seinen Wechsel nach Bochum gab Pallas an, dass er beim Ruhrgebietsklub die bessere Perspektive sähe und finanzielle Gesichtspunkte eher eine Nebenrolle gespielt hätten. Nachdem der Schweizer zunächst einige Spiele für den VfL absolvierte, sich anschließend jedoch wieder mit der Ersatzbank abfinden musste, gelang ihm zum Ende der Rückrunde der Saison 2005/2006 der Sprung zurück in die Stammelf des VfL Bochum. Für diesen bestritt er 21 Ligaspiele und trug die Rückennummer 36. Pallas besaß beim Ruhrpott-Klub einen Vertrag bis zum Jahr 2007 mit einer vereinsseitigen, einjährigen Option, die jedoch nicht wahrgenommen wurde. Nach erfolgloser Suche nach einem neuen Profiverein und Trainingsaufenthalten beim FC Wil und beim Trainingslager der deutschen Spielergewerkschaft VDV in Duisburg ist David Palles vom Profifussball zurückgetreten. Seit Beginn 2009 spielt Pallas beim FC Langenthal in der 2. Liga Inter und arbeitet als kaufmännischer Angestellter bei der Bourguin SA in Oensingen.

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Source : Wikipedia