Malchow

3.4032066508615 (1684)
Geschrieben von bishop 01/03/2009 @ 16:04

Tags : malchow, mecklenburg-vorpommern, deutschland

Neueste Nachrichten
Vier Tote auf A 19: Unfallursache vermutlich Übermüdung - Ostsee Zeitung
Der Unfall ereignete sich auf der Rückfahrt zwischen den Anschlussstellen Malchow und Röbel. Dabei mussten die acht Insassen des zweiten Transporters das Unglück des vorausfahrenden Fahrzeugs mit ansehen. Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft...
Störche: Erster Nachwuchs in Malchow - Berliner Morgenpost
In der Naturschutzstation Malchow an der Dorfstraße 35 erblickten sie am Wochenende das Licht der Welt. Mit den ersten Flugversuchen ist Ende Juni zu rechnen. Im zweiten Nest der Station wird erst später Nachwuchs erwartet. Der Brutbeginn hatte sich...
Malchow kann Abstand verkürzen - Nordkurier
Das Remis in Polz war eine Steilvorlage für die Malchower: Der MSV tat sich zwar auch diesmal wie häufig gegen Weitenhagen schwer, doch nach dem Seitenwechsel erzielte Kalkavan den wichtigen Führungstreffer für die Gastgeber....
Gastgeber erst im Finale gestoppt - Schweriner Volkszeitung
Dazu lud Burzyk mit den Teams aus Ganzlin, Malchow und Plau Mannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern zu einem Turnier in die Prignitz ein. Die Spielgemeinschaft Putlitz-Berge nahm mit zwei Vertretungen an der Veranstaltung teil. Die Größeren spielten in...
In Malchow gelobt, in Quickborn verstoßen - Wedel-Schulauer Tageblatt
Die Malchower Genossen nahmen sie mit Kusshand auf. Jetzt ehrte Mecklenburg-Vorpommern Karla Marx für 60 Jahre Zugehörigkeit in der SPD. Ehre, wem Ehre gebührt: Erwin Sellering, SPD-Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, lobte Karla Marx...
„Historischer Tag für Malchow“ - Nordkurier
Waren/Malchow. Mit dem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Waren hat Fußball-Verbandsligist Malchow im Müritzstadion vor 820 Zuschauern den Oberligaaufstieg perfekt gemacht. Malchow hat damit den zweiten Platz sicher und Schönberg hat bekanntlich als derzeitiger...
Malchower SV will in Waren Aufstieg feiern - Nordkurier
Spieltag der Fußball-Verbandsliga beginnt bereits heute Abend mit den Spielen von Waren 09 gegen den Malchower SV und Vorwärts Drögeheide gegen den FC Neubrandenburg. Der Spieltag trägt auch den Charakter von Vorentscheidungen....
Gemeinsam durch den Qualm - Güstrower Anzeiger
Gefahrenzug-Leiter Ralf-Peter Odebrecht zieht ein gutes Fazit der ersten Übung in Malchow: "Die Feuerwehrmänner haben an Sicherheit gewonnen." Sie stoßen dazu, wenn es heikel wird. Wenn bei einem Unfall Chemikalien aus dem brennenden Laster laufen,...
Vier Tote bei schwerem Unfall in Meck-Pom - T-Online
Aus noch ungeklärter Ursache kam der Kleinbus mit insgesamt sieben Insassen zwischen den Anschlussstellen Malchow und Röbel im Müritzkreis von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals, teilte die Polizeidirektion in Rostock mit....

Amt Malchow

Deutschlandkarte, Position des Amtes Malchow hervorgehoben

Das Amt Malchow liegt im Westen des Landkreises Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Es grenzt im Nordwesten an den Landkreis Güstrow und im Westen an den Landkreis Parchim.

Im Amt Malchow sind acht Gemeinden und die Stadt Malchow (Amtssitz) zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Das Amt wurde am 1. Januar 2005 aus dem ehemaligen Amt Malchow-Land und der vormals amtsfreien Stadt Malchow gebildet. Zeitgleich mit der Neubildung des Amtes fusionierten die zuvor selbständigen Gemeinden Adamshoffnung, Grüssow, Kogel, Rogeez und Satow zur neuen Gemeinde Fünfseen, des Weiteren wurde Lexow nach Walow eingemeindet.

Landwirtschaft und Tourismus prägen das wald- und seenreiche Gebiet des Amtes, das im Norden Anteile am Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide hat. Zu den größeren Seen im Amtsbereich zählen Drewitzer See sowie Teile des Plauer Sees, des Fleesensees und des Kölpinsees. Die Müritz-Elde-Wasserstraße, die durch das Amtsgebiet verläuft, verbindet die großen Seen Müritz, Kölpin-, Fleesen- und Plauer See. Die weit in den Plauer See hineinragende Halbinsel Plauer Werder gehört zur amtsangehörigen Gemeinde Alt Schwerin. Die Seespiegel liegen auf 62 m ü. NHN, das hügelige Land um Malchow erreicht maximal 122 m über dem Meeresspiegel (nahe Fünfseen-Kogel).

Durch das Amtsgebiet führt die Bundesautobahn 19 von Berlin nach Rostock mit den Anschlussstellen Malchow und Waren (Müritz) sowie die Bundesstraße 192 von Wismar über Waren (Müritz) nach Neubrandenburg. Die Bahnhöfe in Alt Schwerin, Malchow und Silz liegen an der Nebenbahnlinie Waren (Müritz)–Parchim.

Zum Seitenanfang



Malchow (Mecklenburg)

Wappen der Stadt Malchow

Malchow ist eine Stadt im Süden von Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Müritz (Deutschland). Seit 2005 trägt sie wie die Kreisstadt Waren (Müritz) den Titel Luftkurort. Sie ist außerdem Verwaltungssitz des Amtes Malchow, dem weitere acht Gemeinden angehören.

Die Stadt liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte, nicht weit entfernt von der Müritz am Malchower See, einem Teil des Fleesensees.

Auf einer Insel zwischen dem Plauer See und dem Fleesensee erbaut, wurde Malchow 1147 erstmalig schriftlich erwähnt und erhielt am 14. März 1235 von Fürst Nikolaus I. von Werle das Schwerinsche Stadtrecht. Bereits im Jahre 955 soll Otto der Große hier eine entscheidende Schlacht gegen die Wenden geführt haben. 1298 wurde Alt-Malchow Standort des Nonnenklosters von Röbel.

Nachdem die Häuser der Insel innerhalb von nur 30 Jahren zweimal abgebrannt waren, wurde die Stadt ab 1721 auf das Festland hin erweitert. Die Stadt war mit dem östlichen Ufer bis zu ihrer Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg mit einer Holzbrücke verbunden. Für die Wiederherstellung fehlte das Geld. Zwischen 1724 und 1846 gab es einen Fährdienst. Dieser wurde 1846 durch einen Erddamm ersetzt.

Die Westseite war bis 1845 durch eine Holzbrücke mit dem Festland verbunden. Zwischen 1845 und 1863 wurde diese durch eine Hubbrücke ersetzt. 1863 errichteten die Einwohner eine hölzerne Drehbrücke. Dadurch besteht die heutige Stadt aus drei Teilen: der Insel, dem östlichen Teil der Stadt, geprägt durch eine Klosteranlage, dem Stift der adligen Damen (1572 bis 1923) und dem westlichen Teil. Hier liegt heute der größte Teil der Stadt, wobei die Mühlenstraße und die Kirchenstraße die ältesten Straßen auf dem Festland sind.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde 1938 eine Munitionsfabrik der Dynamit-AG Alfred Nobel & Co errichtet, in der 10.000 Personen Rüstungsgüter herstellten. Während des Zweiten Weltkrieges mussten hier Hunderte Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern Zwangsarbeit verrichten. Im Jahre 1943 wurde zudem ein Außenlager des KZ Ravensbrück gebaut, in dem hunderte Frauen, unter ihnen viele ungarische Jüdinnen unter grausamen Bedingungen arbeiten mussten, wobei viele ihr Leben verloren. Auch beim Todesmarsch nach der Räumung des Lagers 1945 fanden viele den Tod. Die 375 aufgefundenen Toten wurden auf dem Lagergelände verscharrt.

Vor der Villa Gartenstraße 19 wurde im Mai 1945 die sowjetische Ortskommandantur eingerichtet. Zur Jahreswende 1945/1946 verhaftete die Geheimpolizei NKWD über 30 Jugendliche wegen angeblicher antisowjetischer Tätigkeit. Viele von ihnen kamen in das sowjetische Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen, fünf starben dort an den Lagerbedingungen. In der Villa erinnert ein Gedenkstein mit einer Kupfertafel von Sieghard Dittner seit 1998 daran.

Nach der politischen Wende wurden ab 1991 der historische Stadtkern mit seiner einmaligen Altstadtinsel und der Klosterbereich im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert.

Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 76 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Der ein Hektar große Blütengarten gibt dem Besucher anschauliche Anregung, wie ein Blühen die ganze Saison hindurch mit Stauden organisiert werden kann („Durchblühgarten“) .

Heute ist Malchow einer der touristischen Hauptorte der Seenplatte. Aufgrund der mittigen Lage am Wasser entwickelte sich im 19. Jahrhundert die Tuchmacherei und Färberei im Ort. Zeitweise wurde Malchow daher als das Manchester Mecklenburgs bezeichnet. Dieser Industriezweig ist jedoch verschwunden.

Zum Seitenanfang



Drehbrücke Malchow

Drehbrücke Malchow, Lageplan

Bis zum Jahr 1845 bestand die einzige Verkehrsanbindung der Insel Malchow in Form einer Holzbrücke an das westliche Festland. Der Schiffsverkehr konnte zu dieser Zeit östlich der Insel frei passieren. Als nun im Jahre 1846 zusätzlich ein Straßendamm an das südöstlich gelegene Festland gebaut wurde, musste die starre Holzbrücke durch eine Hubbrücke ersetzt werden um eine neue Durchfahrt für den Schiffsverkehr zu erhalten.

Diese Hubbrücke wurde dann 1863 durch eine vollständig aus Holz konstruierte Drehbrücke ersetzt. Erst im Jahr 1912 wurde die zu schmal gewordene hölzerne Drehbrücke durch eine Stahlkonstruktion abgelöst. 1945 wurde die Brücke durch Sprengung vollständig zerstört. Der Verkehr wurde durch eine auf einem Brückenkahn liegende hölzerne Behelfsbrücke gewährleistet. Eine neue Drehbrücke wurde 1948/1949 gebaut. Der Drehvorgang erfolgte erstmals durch einen Elektromotor. Bis 1980 verfiel die Drehbrücke zunehmend. Für eine Generalreparatur fehlte das Geld.

Die heutige Drehbrücke wurde von 1989 bis 1991 nach zehnjähriger Stilllegung neu gebaut und dem Verkehr übergeben. Eine Reparatur der alten Brücke war nicht mehr möglich.

Seitdem öffnet sie sich zu jeder vollen Stunde, um den auf der Müritz-Elde-Wasserstraße fahrenden Schiffen die Durchfahrt zu erlauben.

Als einziges Wasserbauwerk in Mecklenburg-Vorpommern wird die Drehbrücke von einer Kommune betrieben und unterhalten. Die Drehbrücke ist außerdem ein eingetragenes technisches Denkmal.

Um den Unterhalt der Drehbrücke zu gewährleisten sammelt der Brückenwärter von den Kapitänen und Passagieren der durchfahrenden Schiffe einen freiwilligen Obolus ein. Dazu reicht er, von der gedrehten Brücke aus, einen langen Stab mit Sammelbeutel in Richtung der fahrenden Schiffe. Jeder Spender erhält zum Dank eine kleine Foto-Karte der Drehbrücke die zusätzlich mit interessanten Informationen auf der Rückseite versehen ist.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia