Mac OS

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Geschrieben von bishop 03/03/2009 @ 18:12

Tags : mac os, betriebssysteme, computer, high-tech

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Mac OS X Server

OS X-Logo.svg

Mac OS X Server ist die Server-Variante von Mac OS X. Sie basiert auf dem BSD Unix-ähnlichen Betriebssystem OPENSTEP, das Apple Computer bei der Übernahme von NeXT Computer erworben hat. Dies bildet die gemeinsame Basis für Mac OS X.

Bevor Mac OS X auf den Markt kam, stellte Apple Serverdienste in Form von AppleShare für Mac OS zur Verfügung, die Datei- und Druckdienste anboten.

Die erste Version von Mac OS X Server war ein Hybrid von OPENSTEP aus dem Haus NeXT Computer und Mac OS 8.5.1. Die grafische Benutzeroberfläche war eher an OPENSTEP angelehnt, für ältere Programme wurde eine Emulation eingesetzt, um Programme von Mac OS 8.5.1 laufen lassen zu können. Ab Mac OS X Server 1.0-2 wurden auch Programme für Mac OS 8.6 unterstützt. WebObjects war in dem Paket inbegriffen.

Am 21. Mai 2001 veröffentlichte Apple eine neue Version des Server-Betriebssystems auf Basis von Mac OS X v10.0. Die Server-Variante ist nahezu identisch mit dem normalen System. Der Hauptunterschied besteht darin, dass beim Server Software mitgeliefert wird, die vor allem Administration und Bedienung von Diensten wie Web und E-Mail vereinfachen. Die meisten Dienste von Mac OS X Server basieren auf erprobten Tools von BSD, zum Beispiel der Apache Webserver. In Mac OS X Server gibt es jedoch für jedes dieser Programme eine grafische Benutzeroberfläche. Einige der Dienste basieren jedoch auch auf Benutzerdiensten von NetInfo der Firma NeXT.

Der auf Version 10.3 aufbauende Server bietet ein ausgewachsenes und gut ausgestattetes Serversystem. Benutzer- und Dateimanagement werden via Open Directory zur Verfügung gestellt, welches LDAP-kompatibel ist. Viele alltägliche Netzwerkdienste wie zum Beispiel NTP, SNMP, Web Server, Mail Server, LDAP, AppleTalk und Printserver sind ebenfalls abrufbar. Da Samba in Version 3 in das System integriert ist, können Mac OS X-Server auch mit Windows-Netzwerken zusammenarbeiten. Die Datenbank MySQL und die Skriptsprachen Perl und PHP sind ebenfalls im System enthalten.

Die Version 10.4 integriert weitere Dienstprogramme, die von Open Source-Projekten abgeleitet wurden. Bei der Version 10.4 wird nun auch ACL unterstützt.

Nach der Einführung von Intel-Mac im Jahr 2006 kam Mac OS X Server 10.4.7 als Universal-Version heraus. Es handelt sich um die erste Version von Mac OS X, die von derselben Installation sowohl auf PPC-Macs als auch auf Intel-Macs starten kann.

In der Version 10.5 sind neu hinzugekommen der Spotlight Server, Podcast Producer, iCal Server, Wiki Server. Außerdem wurden viele andere Dienste auf aktuellen Stand gebracht: Apache 2.2, MySQL 5, Apache Tomcat 6, QuickTime Streaming Server 6, iChat Server 2, Xgrid 2 und OpenDirectory 4.

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Mac OS X

Systemarchitektur von Mac OS X

Mac OS X ist ein kommerzielles Unix-Betriebssystem der Firma Apple und setzt die Produktlinie Mac OS als Betriebssystem der hauseigenen Macintosh-Computer fort.

Die Abkürzung OS bedeutet Operating System (engl. Betriebssystem), der Buchstabe X steht zum einen für die römische Zahl 10 und verweist auf die Nachfolge früherer Macintosh-Betriebssysteme wie Mac OS 8 und Mac OS 9. Zum anderen folgt Mac OS X der Tradition anderer Unix-Derivate, deren Namen fast ausschließlich mit einem X enden, wie zum Beispiel AIX, IRIX, A/UX, Sinix, HP-UX und Xenix.

Von Seiten Apples wird das X als die Zahl 10 gesprochen, also als „Mac OS Ten“ . Manche verwenden die deutsche Aussprache „Mac OS Zehn“, andere wiederum sprechen das X auch als Buchstaben X (dt. , engl. ) aus. Die Abkürzung OS („Operating System“) wird stets buchstabiert (dt. , engl. ).

Mac OS X ist ein Nachfolger des von Apple aufgekauften NeXTStep-Systems. Die Entwicklung des Betriebssystemkerns Darwin wurde unter die quelloffene Lizenz Apple Public Source License gestellt, welche allerdings erst in der späteren Version 2.0 als Lizenz freier Software von der Free Software Foundation anerkannt wurde. Um eine Veröffentlichung unter einer quelloffenen Lizenz auf legalem Wege zu ermöglichen, musste das System von allen Original-Unix-Codezeilen gereinigt werden, da der damalige Besitzer sämtlicher Rechte an AT&T Unix keine Veröffentlichung des Unix-Quellcodes mehr gestattete. Da diese Aufgabe einige Jahre zuvor auch bei BSD vollzogen worden war, bot es sich an, die ursprünglich aus 4.4BSD stammenden, in NeXTStep enthaltenen Daemons und Server gegen ihre Nachfolger aus 4.4BSDlite (vollkommen von Unix-Code bereinigte Neuveröffentlichung von BSD, auf der alle modernen BSD-Derivate basieren) oder dessen mittlerweile erschienenen Nachfolgern NetBSD, OpenBSD und FreeBSD auszutauschen. Der Kernel wurde gegenüber NeXTStep vollkommen überarbeitet – während NeXtstep noch einen reinen Mach-Mikrokernel verwendete, setzt Mac OS X auf einen sogenannten Hybridkernel: Dabei werden wieder einige Funktionen in den Kernel integriert, allerdings nicht so viele wie bei einem monolithischen Kernel. Als Basis für den XNU getauften Kernel wurde weiterhin Mach verwendet und mit Teilen des monolithischen FreeBSD-Kernels ergänzt. Das Basissystem enthält neben dem Kernel noch ein BSD-Userland und trägt den Projektnamen Darwin.

Darüber hinaus wurde die Programmierschnittstelle von OpenStep weiterentwickelt und durch Cocoa umgesetzt. Die Arbeitsumgebung Aqua wurde völlig neu entworfen und galt mit dem Konzept von Sheets and Drawers, der Darstellung von Bildschirminhalten durch Quartz bzw. seit der 2002 erschienenen Systemversion 10.2 der hardwarebeschleunigten Darstellung von Bildschirminhalten durch Quartz Extreme als eine der fortschrittlichsten Arbeitsumgebungen. Diese unter proprietären Lizenzen veröffentlichten Systemteile bilden zusammen mit dem als freie Software veröffentlichten Darwin Mac OS X.

Durch Darwin verfügt Mac OS X über Fähigkeiten wie Speicherschutz, präemptives Multitasking, Mehrbenutzerfähigkeit, erweitertes Speichermanagement und symmetrisches Multiprocessing (SMP). Mac OS X kann sowohl als Einzel- als auch als Mehrbenutzersystem verwendet werden. Auf Wunsch kann man auch eine Anmeldung ohne Passwortabfrage konfigurieren. Wie bei Unix üblich, wird aber dennoch bei sicherheitsrelevanten Operationen das Kennwort verlangt. Zum ersten Mal seit Einführung von Mac OS können Benutzer auch über eine Kommandozeile auf das System zugreifen.

Die auffälligste Änderung gegenüber den Vorgängern (Mac OS 9) ist die neue Oberfläche Aqua (lat. = Wasser). Sie soll durch Lichteffekte wie Reflexionen und Schlagschatten auf diversen Oberflächenelementen wie Schaltflächen oder eingeblendete Menüs an Wassertropfen erinnern. Ebenfalls markant ist die Nadelstreifen-Optik der Fensterhintergründe und der Fotorealismus der Icons.

Als ein weiteres Erscheinungsbild für Fenster gab es bis zur Version 10.4 auch Brushed Metal (gebürstetes Metall). In den Apple Human Interface Guidelines empfiehlt Apple die Verwendung dieses Designs für Programme, die einen Teil der Hardware oder ein bestimmtes Gerät darstellen (z. B. eine Digitalkamera oder einen DVD-Spieler). Mit Mac OS X 10.5 wurden die unterschiedlichen Erscheinungsbilder optisch vereinheitlicht.

Ganz neue Elemente in Aqua gegenüber älteren Oberflächen sind sogenannte Sheets und Drawers. Sheets sollen das Problem lösen, dass für einen Benutzer oft nicht ersichtlich ist, zu welchem Dokument eine sich gerade öffnende Dialogbox gehört. Ein Sheet ist eine Art Dialogfenster, das direkt an die Titelzeile des betroffenen Dokuments angehängt wird, und das somit zum untrennbaren Bestandteil des betroffenen Dokuments wird. Drawers sind Schubladen, die durch einen Klick auf die entsprechende Schaltfläche in der Symbolleiste links oder rechts des Hauptfensters ausgefahren werden und Elemente enthalten, die man nicht dauerhaft zur Programmbedienung benötigt. In der ersten Version von Apples E-Mail-Programm Mail befand sich beispielsweise die Ordnerstruktur in einem Drawer, in Version 2 wurde die Ordnerstruktur hingegen zu einem festen Teil des Hauptfensters gemacht.

Eine weitere Besonderheit von Aqua ist die Art der Darstellung der Bildschirminhalte. Hierbei verwendet Apple eine eigene Technik namens Quartz. Diese Darstellung zweidimensionaler Elemente basiert auf dem PDF-Format. Die Weiterentwicklung dieser Technik namens Quartz Extreme beschleunigt die Darstellung, indem jedes Fenster als Textur betrachtet und so nicht mehr nur vom Haupt-, sondern auch vom Grafikprozessor berechnet werden kann. Fenster können dadurch ohne hohe Prozessorlast in Echtzeit skaliert und transformiert werden.

Mac OS X bietet die für Unix typischen Netzwerkeigenschaften. Dazu gehört auch eine umfassende Unterstützung von SMB für die Zusammenarbeit mit Computern, die unter Windows laufen. Insbesondere können Serverfreigaben erzeugt werden, sodass von Windows-Computern auf Daten unter Mac OS X zugegriffen werden kann. Es gibt allerdings Berichte, dass diese Unterstützung unter Tiger nicht mehr so funktioniert wie bei Panther.

Unter dem Namen Bonjour (seit April 2005, vorher Rendezvous) unterstützt Mac OS X Zeroconf, das es Benutzern ermöglicht, Netzwerkverbindungen und -dienste zu nutzen, ohne sie vorher konfigurieren zu müssen.

Unter dem Namen Mac OS X Server vertreibt Apple eine Variante des Betriebssystems, das auf identischer Software beruht, aber mit zusätzlichen Diensten und Werkzeugen für den Serverbetrieb ausgerüstet ist.

Ein für Mac OS 8/9 geschriebenes Programm benötigt eine Anpassung und Neuübersetzung, um ohne Emulation unter Mac OS X lauffähig zu sein. Zu diesem Zweck veröffentlichte Apple die Programmbibliothek Carbon. Carbon stellt unter Mac OS X und Mac OS 8/9 die gleichen Programmierschnittstellen zur Verfügung und ermöglicht es somit, Programme zu schreiben, die in beiden Versionen lauffähig sind.

Um nicht angepasste Programme (auch solche, die noch für den 68k-Prozessor geschrieben wurden) unter Mac OS X benutzen zu können, gab es bis Mac OS Tiger (Version 10.4) die Classic-Umgebung. Dies war ein als Laufzeitumgebung geladenes Mac OS 9 innerhalb von Mac OS X, in dem solche Programme normal benutzt werden können, also technisch eine Emulation. Sie setzte einen Mac mit PowerPC-Architektur (G3, G4 und G5) voraus und lief daher nicht auf den neueren Intel-Prozessoren. Der Großteil der älteren Software für Mac OS, auch solche für sehr alte Macs (68k-CPUs), konnte auf diese Weise verwendet werden. Die Classic-Umgebung entsprach der Blue Box von Rhapsody.

Um weiterhin nicht für Mac OS X angepasste Software verwenden zu können, gibt es zwei gängige Alternativen: Zum einen kann bei einem PowerPC-basierten Mac eine separate Festplattenpartition mit einer zur Hardware kompatiblen älteren Betriebssystemversion angelegt werden, von welcher aus die ältere Software gestartet werden kann. Zum anderen kann die freie auf Open-Source-basierende Emulationssoftware SheepShaver eingesetzt werden. Sie ermöglicht es, selbst auf Intel-Prozessoren ältere Software zu betreiben, im Gegensatz zur Classic-Umgebung (die Mac OS bis zur Version 9.2.2 unterstützt) befindet sich SheepShaver jedoch noch im Entwicklungsstadium und unterstützt Mac OS derzeit nur bis zur Version 9.0.4.

Für Programme, die für Mac OS X geschrieben sind, aber einen PowerPC-Prozessor voraussetzen, gibt es auf Intel-Macs die Rosetta-Emulation.

Mac OS X unterstützt verschiedene lokale Dateisysteme, das bevorzugte ist HFS+. Weitere unterstützte Dateisysteme sind: HFS, ISO 9660, MS-DOS (FAT12, FAT16 und FAT32), UDF (nur lesend), UFS und NTFS (nur lesend) sowie ZFS. Der Lese-Schreibzugriff auf NTFS kann mit dem Tool NTFS-3G realisiert werden. Zudem bietet Paragon mit „NTFS for Mac® OS X“ eine kommerzielle Lösung an.

Unterstützte Netzwerkdateisysteme: AFP, FTP (nur lesend), NFS, SMB/CIFS, WebDAV.

Mit der Zusatzsoftware MacFUSE und entsprechenden Plug-ins wie NTFS-3G (für Schreib-/Lesezugriff auf NTFS-Datenträger) sind weitere Dateisystemtypen unter Mac OS X verfügbar. Sie bietet jedoch auch ungewöhnliche Möglichkeiten, wie mittels SFTP-Fernverbindung (mit dem Plugin SSHFS) auf andere Computer zuzugreifen oder aktuell laufende Prozesse (mit dem Plugin ProcFS) im Finder anzeigen zu lassen.

Die native Programmier- und Anwendungsschnittstelle für Aqua-Programme ist das Cocoa-Framework, welches eine Weiterentwicklung des OpenStep-Framework ist. Cocoa-Programme werden vorwiegend in Objective-C geschrieben. Verschiedene Bridge-Frameworks ermöglichen es zudem das Cocoa-Framework mit Ruby, Python und Java zu nutzen. Seit Mac OS X 10.4 wird die Java-Bridge jedoch nicht mehr aktualisiert. Mit AppleScript Studio besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, Programme in AppleScript zu schreiben und mit Objective-C oder anderen Sprachen zu erweitern.

Für die klassische und die übliche Hochsprachenprogrammierung stellt Mac OS X außer dem Cocoa-Framework und der Carbon-Bibliothek auch eine vollständige Java-5.0- und eine POSIX-kompatible BSD-Umgebung zur Verfügung. Daneben werden auch die verbreiteten Unix-Programmiersprachen (z. B. Perl, PHP, Python, Ruby und Tcl) zur Verfügung gestellt.

Für die meisten dieser Sprachen existieren Cocoa Bridges, welche einen Zugriff auf die Klassen des Cocoa-Framework ermöglichen. Dadurch können beispielsweise Python-Programme mit einer nativen Benutzeroberfläche versehen werden (bekannt als PyObjC).

Mac OS X-Versionen sind nach Raubkatzen benannt. Vor der Freigabe war „Cheetah“ der interne Codename für die Systemversion 10.0, Version 10.1 wurde intern als „Puma“ bezeichnet. Nachdem Version 10.2, Codename „Jaguar“, ein gutes Verkaufsergebnis erzielt hatte, entschied sich Apples Marketingabteilung, die Code-Namen zur Förderung des Betriebssystems bei der Vermarktung zu nutzen. 10.3 wurde als „Panther“ vermarktet und 10.4 als „Tiger“. „Leopard“ ist der Name für die aktuelle Version 10.5. Die bevorstehende Version 10.6 trägt den Namen „Snow Leopard“. „Panther“, „Tiger“ und „Leopard“ sind eingetragene Warenzeichen von Apple, doch „Cheetah“, „Puma“ und „Jaguar“ wurden nie registriert. Apple hat auch „Lynx“ und „Cougar“ als Marken eintragen lassen.

Am 13. September 2000 veröffentlichte Apple eine Beta-Version von Mac OS X und verkaufte sie für 20 Dollar.

Diese erste Version von Mac OS X erschien am 24. März 2001 und war in vielerlei Hinsicht noch nicht ganz ausgereift. Sie war insgesamt ziemlich langsam (auf älteren G3-Systemen sogar bis zur Unbrauchbarkeit), wurde aber wegen ihrer in einem so frühen Stadium hohen Stabilität gelobt. 10.0.4 war die letzte Version (22. Juni 2001).

Mac OS X 10.1 erschien am 26. September 2001. Es wurde als kostenlose Aktualisierung von Apple bereitgestellt. Die Geschwindigkeit, insbesondere das Ansprechverhalten der Benutzeroberfläche, wurde wesentlich verbessert, und fehlende Features, wie zum Beispiel das Abspielen von DVDs, wurden hinzugefügt. Die letzte Version war Mac OS X 10.1.5 (veröffentlicht 5. Juni 2002).

Jaguar (13. August 2002 veröffentlicht) beschleunigte mit Quartz Extreme die Benutzeroberfläche auf geeigneten Grafikkarten. Als Drucksystem wurde nun CUPS eingeführt, was die Verwendung alternativer Druckertreiber ermöglichte. Die letzte Version von Jaguar war Mac OS X 10.2.8 (veröffentlicht am 3. Oktober 2003); danach gab es jedoch noch einige Sicherheitsaktualisierungen. Seit dieser Version sind die Raubkatzenarten nicht nur Code- und Projektnamen, sondern offizielle Produktbezeichnungen, die auch auf den Verpackungen und Datenträgern aufgedruckt sind.

Panther wurde am 24. Oktober 2003 eingeführt. Es brachte Funktionen wie Exposé, das Video-Chat-Programm iChat AV und die Benutzerverzeichnisverschlüsselung FileVault mit. Auch die neue Programmierschnittstelle Core Audio wurde hinzugefügt. Der Finder wurde überarbeitet und einige Inkonsequenzen und Inkonsistenzen der Vorgängerversion beseitigt. Außerdem erfuhr die Benutzeroberfläche einige Änderungen, das Design wurde insgesamt etwas schlichter. Die Systemgeschwindigkeit wurde weiter gesteigert. Mit dem neu eingeführten schnellen Benutzerwechsel wurde es ermöglicht, zwischen Benutzern hin- und herzuschalten, ohne sich abmelden zu müssen. Am 15. April 2005 wurde die letzte Version, Mac OS X 10.3.9, veröffentlicht.

Im Gegensatz zur Version 10.2 (Jaguar) läuft Panther (ohne Drittprogramme wie XPostFacto) nicht mehr auf den beigen G3-Power-Macs, sondern nur mehr auf sogenannten „New-World“-Macs (mit anderer Bus-Architektur, an den fest eingebauten USB-Anschlüssen und am einfarbig gehaltenen Apfel als Firmenlogo auf dem Gehäuse erkennbar).

Die Version 10.4, auch Tiger genannt, erschien am 29. April 2005. Unter den neuen Eigenschaften sind eine eingeschränkte Unterstützung von 64-Bit-Prozessen (auf 64-bit-Prozessoren), eine verbesserte SMB-Unterstützung sowie die neue Programmierschnittstelle Core Image (bzw. für Videobearbeitung Core Video) zur Auslagerung grafischer Berechnungen an die GPU der Grafikkarte.

Eine systemweite Metadatensuche mit speicherbaren Suchergebnissen – schon seit Copland geplant – wurde in das System unter dem Namen Spotlight integriert. Spotlight durchsucht den Computer nach Dateien und wertet dazu Dateinamen, -inhalt und Metadaten aus, eine assoziative Dateiverwaltung ist Bestandteil des Betriebssystems. Eine neue Ergänzung zu Exposé in Tiger ist Dashboard. Dashboard ist eine neue Ebene, die über dem Desktop eingeblendet werden kann, in welcher der Benutzer seine Widgets (kleine, in HTML und JavaScript geschriebene Applikationen) sofort zur Verfügung hat. Eine weitere Neuerung ist der Automator, mit dessen Hilfe der Benutzer wiederkehrende Arbeitsprozesse als Automator-Programme mit wenigen Mausklicks, ohne Programmierkenntnisse, automatisieren kann. Außerdem enthält Tiger noch Safari 2.0, der erstmals RSS unterstützt, den Video-Codec H.264 als Bestandteil von QuickTime 7 sowie neue Versionen von iChat AV und Mail.

Seit Version 10.4.4 läuft das System auch auf Macs mit Intel-Prozessor. Aktualisierungen werden getrennt als PowerPC- oder Intel-Version angeboten. Die Server-Version Mac OS X Server gibt es ab der Version 10.4.7 als Universal-Version, d. h., dass dasselbe System sowohl auf PPC- als auch auf Intel-Mac starten kann. Vor dieser speziellen Version von Mac OS X Server kannte man das Konzept der Universal Binaries nur auf Anwendungs-, jedoch nicht auf Betriebssystemebene.

Tiger ist mit über zwei Jahren die bisher am längsten gewartete Version von Mac OS X. Am 14. November 2007 erschien die letzte Version von Tiger, 10.4.11.

Diese Version wird seit 26. Oktober 2007 ausgeliefert, nachdem sie aus Kapazitätsgründen (zur rechtzeitigen Fertigstellung des Mobiltelefons iPhone) um etwa ein halbes Jahr verschoben wurde.

Mac OS X v10.5 wird von allen Apple-Computern mit Intel-Prozessoren unterstützt. Ebenso läuft es auf allen Rechnern mit PowerPC-Prozessoren der vierten oder fünften Generation (PowerPC G4 und G5). Für G4-Rechner wird eine Taktfrequenz von mindestens 867 MHz angegeben. Apple nennt weiterhin ein DVD-Laufwerk, 512 MB RAM und einen fest verbauten FireWire-Anschluss als Systemvoraussetzungen. Zu den größten Neuerungen gehört, abgesehen von einer modernisierten Oberfläche (transparente Menüleiste, dreidimensionales Dock mit Stacks, virtuelle Arbeitsbereiche Spaces, einheitliches Layout, neue Icons) unter anderem ein neuer Finder mit neuer Seitenleiste, der Ansicht Cover Flow, der Dateivorschau Quick Look (= Übersicht) sowie der Möglichkeit, auch andere Rechner im Netz zu durchsuchen. Außerdem ist eine Datensicherungssoftware, Time Machine, integriert. Boot Camp ermöglicht auf Intel-basierten Macs die Installation von Microsoft Windows (ab Version Windows XP Service Pack 2) parallel zu der von Mac OS X auf einer gesonderten Partition (Volume). Leopard ermöglicht außerdem den 64-Bit-Betrieb bei Applikationen mit grafischer Benutzeroberfläche. Weitere größere Neuerungen finden sich zudem in Safari, Mail, iCal, iChat, Vorschau und der Kindersicherung.

Leopard erfüllt als erstes BSD-Derivat überhaupt die kommerzielle Zertifizierung Single Unix Specification ’03 der Open Group und darf daher den Markennamen „UNIX“ tragen.

Nach einer Ankündigung von Apple auf der WWDC vom 9. Juni 2008 wird die kommende Betriebssystem-Version hauptsächlich Verbesserungen des Vorgängersystems bieten und nur wenige neue Funktionen integrieren. Das Hauptaugenmerk bei Snow Leopard wird in der verbesserten Ausnutzung aktueller Computerhardware liegen.

So soll mit Grand Central und der Open Computing Language eine signifikante Leistungssteigerung durch die Vereinigung von Multicore-Hauptprozessoren mit leistungsfähigen Grafikprozessoren (GPGPU) unter einer zentralen Programmierschnittstelle erreicht werden. Außerdem wird es eine erweiterte 64-Bit-Unterstützung im Betriebssystemkernel geben. QuickTime X wird moderne Multimediacodecs besser unterstützen und zudem leistungsfähiger werden. Schließlich ist eine native Unterstützung von Microsoft Exchange 2007 in den Applikationen Mail, Adressbuch und iCal vorgesehen. Die Serverversion von Mac OS X 10.6 Snow Leopard wird zudem das Dateisystem ZFS vollständig unterstützen.

Laut Apple soll Snow Leopard im ersten Quartal 2009 erscheinen.

Diese Version wurde am 9. Januar 2007 im Zusammenhang mit dem neu erschienenen iPhone vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine dem iPhone angepasste, auf die ARM-Architektur portierte Version von Mac OS X. Mitgeliefert werden Safari, Mail und andere Programme sowie Widgets.

Eine Variante von iPhone OS kommt auch auf dem iPod touch zum Einsatz.

Am 11. Juli 2008 hat Apple die iPhone Software 2.0 für das iPhone und die iPod touch Software 2.0 für den iPod touch veröffentlicht, erstere ist kostenlos, letztere ist für 7,99 € erhältlich. Auf dem iPhone 3G ist die neue Software-Version standardmäßig vorinstalliert.

Diese Version wurde am 21. März 2007 im Zusammenhang mit dem zu der Zeit erschienenen Apple TV vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine für den Pentium M-Prozessor des Apple TV angepasste Version von Mac OS X, das QuickTime sowie eine Front-Row-ähnliche grafische Benutzeroberfläche namens Back Row enthält.

Mac OS X gilt dank seinem Unix-Unterbau als relativ sicheres Betriebssystem, das für Angriffe von außen sowie Viren verhältnismäßig unanfällig ist. Immer wieder gibt es jedoch Anzeichen, dass die Benutzung des Mach-Kernels gegenüber der BSD-Vorlage des Unix-Unterbaus erhebliche Sicherheitslücken mit sich gebracht haben könnte.

Mac OS X unterscheidet zwischen normalen Benutzern (user), Systemverwaltern (admin) und dem Superuser (root). Einem normalen Benutzer ist es nicht erlaubt, Änderungen am System vorzunehmen oder Software zu installieren. Von ihm gestartete Programme werden nur mit seinen Nutzerrechten ausgeführt. Die Benutzer der Gruppe admin verfügen über weitergehende Rechte, sie dürfen systemweite Einstellungen vornehmen, Software installieren und verfügen über Schreibzugriff auf diverse Systemverzeichnisse. Nach gesonderten Authentifizierungen besteht auch die Möglichkeit, tiefergreifende Änderungen am System vorzunehmen. Ein nutzbares Root-Benutzerkonto, das dauerhaft über die Berechtigungen des Superusers verfügt, gibt es nach einer Systeminstallation nicht. Zwar gibt es einen Benutzer „root“, dieser ist jedoch standardmäßig deaktiviert. Allerdings wurden wiederholt Lücken entdeckt, die es einer von einem Admin-Nutzer ausgeführten Software ermöglichen, Root-Rechte und damit die volle Kontrolle über das System zu erlangen.

Auch an Mac OS X wurden Verwundbarkeiten für Angriffe entdeckt. Einige davon wurden Anfang 2007 im Rahmen des „Month of Apple Bugs“ veröffentlicht. Zur Korrektur stellt Apple in der Regel „Sicherheitsaktualisierungen“ über die automatische Systemaktualisierung (engl. update) zur Verfügung.

Mac OS X galt lange Zeit, abgesehen von akademischen und konzeptionellen Schädlingen, als von Viren und Würmern unbelastet. Am 13. Februar 2006 wurde der erste Computerwurm in freier Wildbahn für Mac OS X 10.4 (nur für PowerPC) im Forum einer US-amerikanischen Gerüchteseite veröffentlicht. Der Schädling muss jedoch vom Anwender willentlich ausgeführt werden und richtet keinen absichtlichen Schaden an. Womöglich beruhte die auffällige Abwesenheit von Schadsoftware in der Vergangenheit auf der geringen Verbreitung von OS X, die es für Angreifer uninteressant machte.

Bis einschließlich OS X 10.4 wird die von FreeBSD stammende, paketorientierte Firewall ipfw eingesetzt, mit der eingehender Datenverkehr gefiltert werden kann. Mit Einführung von OS X 10.5 wurde eine neue, programmorientierte Firewall eingeführt; in dieser wird angegeben, welche Programme eingehenden Datenverkehr empfangen dürfen und welche nicht. Eine paketorientierte Filterung findet in OS X 10.5. jedoch standardmäßig nicht mehr statt, da ipfw zwar weiterhin vorhanden ist, Apple jedoch keine graphische Benutzeroberfläche zur Konfiguration anbietet. Diesem Manko kann mit Hilfe von Zusatzprogrammen wie „WaterRoof“ oder „Flying Buttress“ abgeholfen werden.

Erste Tests zeigten, dass die Firewall von OS X 10.5.0 selbst dann noch Daten passieren lässt, wenn in den Einstellungen „alle Verbindungen blockieren“ ausgewählt ist. In OS X 10.5.1 wurden mehrere der beobachteten Sicherheitslücken geschlossen, unter anderem wurde die Formulierung der Benutzeroberfläche angepasst zu „Nur notwendige Dienste erlauben“ und die Anzahl der in diesem Modus noch zugänglichen Dienste reduziert.

Ausgehende Verbindungen können mit den von OS X zur Verfügung gestellten Mitteln nicht überwacht werden; hierfür werden Zusatzprogramme wie „Little Snitch“ oder „GlowWorm“ benötigt.

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Aqua (Mac OS X)

Apple Aqua Logo

Als Aqua wird die grafische Benutzeroberfläche von Mac OS X bezeichnet. Aqua benutzt eine klassische zweidimensionale Benutzerführung mit Buttons, Fenstern und Menüs. Die Menüs erscheinen in Mac OS X allerdings nicht im Fenster, sondern am oberen Bildschirmrand. Aqua orientiert sich, wie der Name schon vermuten lässt, stark an Wasser. Für diese Effekt werden wassertröpfchenähnliche und transparent/reflektierende Objekte verwendet. Zum Beispiel werden Scrollbalken und Buttons als Gel/Wassertröpfchen dargestellt, Menüs sind transparent und Bewegungen "flüssig". Die Aqua-Benutzeroberfläche wurde im Januar 2000 auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco eingeführt.

Aquas erster Auftritt in einem kommerziellen Produkt wurde im Juli 2000 durch das Erscheinen von iMovie 2 realisiert. Aqua Design-Elemente bilden das einheitliche Erscheinungsbild der meisten Mac OS X-Anwendungen. Das Ziel von Aqua ist es „Farbe, Tiefe, Transparenz und komplexe Texturen in einer optisch ansprechenden Oberfläche zusammenzuführen“ und die Benutzung von Mac OS X-Applikationen stark zu vereinfachen.

Obwohl Aqua die gesamte Benutzeroberfläche ist, gibt es zwei auffallende Hauptmerkmale: Die wassertröpfchenähnlichen Buttons/gelartigen Scrollbalken und ein Dock, das die Navigation zwischen Programmen und das Starten von diesen stark erleichtert.

Aqua ist der Nachfolger von Platinum, welches in Mac OS 8 und 9 als Benutzeroberfläche verwendet wurde.

Aqua setzt Animationen ein, um die Oberfläche benutzerfreundlicher zu machen. Wenn etwa Fenster minimiert werden, das heißt, aus dem sichtbaren Bildbereich verschwinden und durch ein Symbol im Dock ersetzt werden, dann werden sie wie durch einen Trichter ins Dock gesaugt. Falls eine Aktion Zeit in Anspruch nimmt, wird dies durch einen sich drehenden Knopf dargestellt, und falls die verbleibende Zeit abgeschätzt werden kann, erscheint ein Fortschrittsbalken.

In Aquaelementen wird Text sehr aufwändig gerendert, einschließlich Antialiasing, das je nach verwendetem Monitor variieren kann. Die Textelemente, die Eingaben zulassen, lassen sich mit den eMacs-üblichen Kürzeln bedienen, sodass man zum Editieren von Text weder die Maus benötigt, noch das Textfeld der Tastatur mit den Händen verlassen muss, um etwa die Pfeiltasten zu erreichen. Beispielsweise rückt Control-b (b für backwards) den Zeiger ein Zeichen nach links.

Obwohl Aqua-Oberflächen Pop-up-Menüs zur Verfügung haben, versuchen sie eher, Drag-and-Drop zur Interaktion mit grafischen Objekten zu benutzen. Beispielsweise kann man Datenträger auswerfen, indem man sie auf den Papierkorb zieht. Das Papierkorb-Symbol wird dann zu einem Auswurfknopf getauscht.

Die 2D-Zeichnung wird von einem Grafiksystem namens Quartz durchgeführt, dessen Programmierung dem Aufbau von PDF-Dokumenten stark ähnelt, wodurch sich Aqua-Elemente generell sehr leicht in PDF-Dokumente umwandeln lassen. Andererseits kann Quartz PDF-Dokumente auch sehr schnell rendern.

Quartz Extreme ist eine 3D-Erweiterung, die bestimmte anwendungsunabhängige Zeichnungen beschleunigt. Der Trichtereffekt beim Minimieren von Fenstern wird erreicht, indem der Inhalt des Fensters als 3D-Textur betrachtet wird, sodass die Animation selbst von der Grafikkarte berechnet werden kann - eine 3D-Unterstützung des transformierten Fensters ist also unnötig. Erst nachträglich wurde neben dem gewöhnlichen Nadelstreifenthema ein Aussehen für Anwendungen, die sich an Benutzeroberflächen von gewöhnlicher Technik orientieren, bereitgestellt, das gebürstetem Aluminium ähnlich sieht.

Fenster werden in Aqua horizontal balanciert dargestellt und von oben nach unten sortiert. Mittig balanciert bedeutet, dass der Schriftschwerpunkt sich immer in der Fenstermitte befinden soll. Das bedeutet etwa, dass ein Steuerelement, das zwischen mehreren Ansichten umschaltet, immer über diesen angebracht sein soll. Neue Fenster erscheinen in der vertikalen Bildmitte, benutzen aber nicht den ganzen Bildschirm, sondern nur eine vom Programmierer als nützlich empfundene Größe. Beim Benutzen von Aqua mit einem Breitbildschirm, wie ihn die Apple-eigenen Computer mitbringen, bleibt so immer etwas Schreibtisch frei, sodass man immer Dinge auf den Schreibtisch ziehen kann.

Ein großer Teil des ursprünglichen Aqua Design wurde als Ergänzung für Apples Hardware konzipiert. Am meisten versuchte Apple den zweifarbigen Look des ursprünglichen Bondi Blue iMac und des Power Macintosh G3 in Aqua widerzuspiegeln. Da diese zwei Produkte mit Nadelstreifen versehen waren, wurde auch das Design des Betriebssystems dem entsprechend angepasst. In den Jahren 2003 und 2004 setzte Apple auf die Verwendung von gebürstetem Metall, wie sie in der eigenen Apple Hardware zu finden ist (z. B. die aus Aluminium gefertigten Apple Cinema Displays). Durch die Verwendung des neuen Design wollte Apple die eigene Software besser in seine Hardware-Produktreihe integrieren.

Doch in den letzten Jahren hat sich Apple mehr oder minder von dem gebürsteten Stahl-Look distanziert, um auch andere seiner Hardware-Designs in das Betriebssystem einzubauen (zu dieser Zeit waren es die weißen Apple-Produkte, wie z.B. die iMacs, iPods oder MacBooks). Diese etwas widersprüchliche Mischung von Themes unter Mac OS X führte ungewollt zur Unübersichtlichkeit, also entschied sich Apple, mit der Einführung von Mac OS X Leopard, alle anderen Aqua-Themes durch eine homogene Gestaltung der Benutzeroberfläche zu ersetzen.

Bis Mac OS X Leopard benutze Apple in jedem Release von seinen Betriebssystem standardmäßig ein blaues "Aqua-Wallpaper", doch seit Leopard wird eine Galaxie als Hintergrund für den Schreibtisch verwendet.

Jaguar brachte flachere Interface-Elemente, wie zum Beispiel neue Buttons und Dropdown-Menüs. Auch die Transparenz von Fenstern und Menüs wurde weiterentwickelt. Diese Änderungen erleichterten die Benutzung ein wenig.

Unter Mac OS X Panther verschmolz das gebürstete Metall mit dem Kern eines Macs: dem Finder.

Die Buttons wurden in die Metal-Optik eingelassen, somit erweckten sie einen flacheren Eindruck. Der traditionelle Nadelstreifen wurden durch ein viel subtileres Milch-Theme ersetzt, vor allem in der Menüleiste, und die Verwendung der Transparenz wurde wieder reduziert (z.B. die von inaktiven Fenster). Den Tabs wurde auch eine Veränderung verpasst: sie wurden flacher und das gesamte Gebiet eines Tabs erschien eher versunken anstatt erhöht. Die Tab-Buttons wurden auf dem oberen Rand der Fenster verbannt. Auch neue Icons erschienen im gesamten System, einschließlich einem neuen "Finder"-Symbol, das flacher und glänzender als der Vorgänger wirkte und einem neuen System Preferences-Symbol.

Mac OS X Tiger brachte eher kleinere Änderungen für Aqua, einschließlich dem Einheitlichen-Titelleisten-Projekt. Nadelstreifen wurden nun ganz aus dem System entfernt, sie wurde durch einen neuen glänzenden Look ersetzt. Tabs wurden nun wie normale Buttons behandelt. Das Apple-Symbol im Menü wurde mit einem farbigen Schatten versehen und Spotlight bekam ein eigenes Icon in der rechten Menühälfte.

Leopard brachte in Sachen Benutzeroberfläche mehrere große Änderungen mit sich. Das Dock wurde dreidimensional, indem es einen Flur bekam, auf denen die Icons und Stacks auf einem halbtransparenten Hintergrund sitzen konnten. Anwendungen werden nicht mehr durch ein Dreieck als aktiv gekennzeichnet, sondern durch eine leuchtende, blaue Kugel. Die Trennlinie zwischen Anwendungen und andere Gegenstände im Dock ähnelt jetzt einem Zebra-Streifen, anstelle einer einfachen Linie. Programm-Fenster spiegeln sich von der Oberfläche des Docks, wenn sie nah genug daran sind. Eine andere Neuerung sind Stacks. Diese Stacks sind Ordner, die zum schnellen Zugriff im Dock abgelegt werden können. Beim Anklicken eines Stacks fächert sich der Ordnerinhalt je nach Einstellung auf den Schreibtisch, erscheint als an einem Raster ausgerichtete Symbolansicht oder als Textmenü. Das Dock ist weiß-transparent, mit einer leichten dunklen Spiegelung. Wenn man das Dock links oder rechts haben möchte, erscheint es nur noch in 2D mit abgerundeten Ecken. Man kann das Dock auch am unterem Bildschirmrand in 2D benutzen, doch für diesen Effekt muss eine Systemeinstellung per Kommandozeile geändert werden.

Auch die Menüleiste wurde bearbeitet. Sie ist jetzt halb-transparent und passt sich ihrem Hintergrund an, damit die Schriften und Icon auf dem Menü besser lesbar sind. Die Transparenz ist in den Systemeinstellung abschaltbar. Die Ecken von Menüs (einschließlich den Dock-Menüs) sind in Mac OS X Leopard nun gerundet; umgekehrt ist es mit der Menüleiste oben, dort sind die runden Ecken nun verschwunden. Das Apple-Symbol in der Menüleiste ist jetzt glänzend schwarz.

Um zu der Übersichtlichkeit beizutragen, wurde von Apple der Kontrast zwischen aktiven und inaktiven Fenstern stark erhöht. Der Schatten eines aktiven Programms ist nun stärker betont. Inaktive Fenster erscheinen weniger prominent, weil sie heller, und daher unauffälliger im Hintergrund dargestellt sind. Das gebürstete Metall ist nicht mehr vorhanden, es wurde durch ein schlichtes mattgrau ersetzt. Viele Fenster haben jetzt keine oder nur minimale Grenzen. Sheets sind nun semi-transparent und deren Hintergrund weist eine Weichzeichnung auf, durch die mehr Lesbarkeit erreicht wird.

Zahlreiche Icons wurden verändert, einschließlich einer Reihe von neuen Ordner-Icons, ein neues System Preferences-Symbol und ein aktualisiertes Terminal-Symbol. Alle Symbole wurden neu in einem hochauflösenden 512 zu 512 Format veröffentlicht, um schärfere Anzeigen in Quick Look und Cover Flow zu erreichen.

Das Standard-Hintergrundbild hat sich geändert: Eine lilafarbene Aurora überlagert ein Sternen-Feld statt der bisherigen aqua-blue-Wallpaper in früheren Versionen von Mac OS X.

Hier wird Aqua wahrscheinlich durch Marble ersetzt, welches sich jetzt schon in iTunes 8 und iPhoto '08 wiederfindet. Der größte Unterschied ist, dass die Tasten nicht mehr nach Wassertropfen, sondern nach Aluminium aussehen. Allerdings werden die Tasten zum Minimieren, Zoomen und Schließen wahrscheinlich nicht verändert.

Anwendungen von Apple für Microsoft Windows (z.B. iTunes, QuickTime und der Safari Webbrowser) beinhalten das Aqua-Theme. Die iTunes Version für Windows hat seit iTunes 8 nicht mehr exakt die gleiche Design Oberfläche wie die Mac OS X-Version, die enthält sogar "Cover Flow", welches in OS X Leopard integriert ist. Die Windows-Version von Safari beinhaltet funktionale Aqua-Scrollbalken, sowie Benachrichtigungs-Dialoge, die sehr ähnlich zu denen in Mac OS X sind.

Weiß und Blau sind zwei der wichtigsten Farben, die den Aqua-Stil definieren. Titelleisten, Fenster-Hintergründe, Buttons, Menüs und andere Interface-Elemente sind alle in Weiß, und einige, wie Scrollbars und Menüpunkte, sind mit einem blauen Akzent. Die meisten der Interface-Elemente haben einen Glas- oder Gel-Effekt auf sich; zum Beispiel die Aqua-Scrollbalken. Sie erwecken den Schein von Gel in sich.

Aqua setzt sich aus einer Vielzahl von Elementklassen zusammen, von denen die meisten typisch für fensterbasierte grafische Benutzeroberflächen sind.

Sowohl die Nadelstreifen-Fenster und die gebürsteten-Metall Fenster ließen den Eindruck erwecken, dass Titelleisten-Buttons im Fenster versenkt wären. Jedoch in Mac OS X-Versionen vor 10.2 (Puma) waren die Buttons auf den Fenstern drauf gesetzt. Die gebürsteten Metall-Fenster hatten mehr nach Plastik aussehende Buttons. Mac OS X erlaubt es dem Benutzer, eine Graphit-Version anstelle des blauen Interfaces zu verwenden. In der Graphit-Variante erscheinen Fenster-Kontrollen silber-grau anstelle von rot, gelb und grün.

Toolbars gibt es in zwei Sorten: Standard und Einheitlich. Standard behält die normale Aqua-Titelleiste und setzt einfach eine Reihe von Icons auf sie, während der einheitliche Look die Titelbar nach unten erweitert und die Icon sich dort befinden.

Sheets, sind modale Fenster und an ein Elternfenster gebunden. Wenn sie erscheinen, fliegen sie dem Benutzer entgegen, wie ein Blatt Papier (daher kommt der Name). Sie sind teilweise transparent und lenken die Aufmerksamkeit des Benutzers auf den Inhalt des Dialog-Fenster.

Menüs sind mit einem leicht durchscheinendem grau hinterlegt und wenn Menüpunkte ausgewählt sind, erscheinen sie blau. Wenn man auf ein Anwendungs-Menü klickt, diese befinden sich auf einem Balken am oberen Rand des Bildschirms, erscheinen Tastaturkürzel auf der rechten Seite des Menüs, während die eigentlichen Menüpunkt auf der linken Seite zu finden sind.

Drop-Down-Menüs, diese Menüs sind für die Verwendung in Fenstern selbst gedacht, gibt es verschiedenen Sorten. Das Standard-Pop-Up-Menü ist weiß mit einer blauen Endkappe, diese wiederum hat entgegengesetzten Pfeile, während Pull-down-Menüs nur noch einen Pfeil nach unten in der Endkappe haben. Pull-down-Menüs stehen mit vier verschiedenen Aqua-Sorten zur Verfügung, von denen die meisten mit jedem Mac OS X-Release fast nicht mehr genutzt werden.

In Aqua gibt es zwei Sorten von Standard-Buttons mit abgerundeten Ecken: weiß und blau. Ein blauer, pulsierender Button die ist die Standard-Aktion. Zum Beispiel wenn man den Safari-Webbrowser beenden möchte, erscheint folgender Dialog: „Möchten Sie Safari wirklich beenden?“ In diesem Dialog-Fenster gibt es dann zwei Standard-Buttons zur Auswahl: Abbrechen und Beenden. Der Abbruch-Button ist weiß und der Beenden-Button blau, da er die Standard-Aktion ist. Unter Mac OS X wird darauf geachtet, dass ein blauer Button sicher ist. Sicher bedeutet, dass keine Daten verloren gehen. Ein weißer Button könnte unter Umständen zu Datenverlust führen. Einen blauen Button kann man auch mit der Enter-Taste betätigen.

In Mac OS X sind leere Checkboxen kleine weiße Kästchen mit abgerundeten Ecken. Wenn eine Checkbox markiert ist, wird sie blau und ist mit einem Häkchen versehen.

Radio-Buttons sind im Aussehen und Verhalten ähnlich zu den Checkboxen, außer dass, sie rund sind und einen Punkt anstatt einem Häkchen haben wenn sie markiert sind.

Es stehen zwei Hauptarten von Fortschrittsanzeigen zur Verfügung: Ein Fortschrittsbalken und ein Spinnrad (nicht der Beachball-Cursor).

Den Fortschrittsbalken selbst gibt es wieder in zwei Gattungen: den Unbestimmten und einen Bestimmten. Der Unbestimmte zeigt einfach blaue und weiße Diagonalen die in einer Animation von rechts nach links wandern, ohne eine Auskunft über den Fortschritt zu geben. Die bestimmte Fortschrittsanzeige wird als ein blauer, pulsierender Balken dargestellt, der sich vor einem weißen Hintergrund fortbewegt. Der Balken erweckt den Eindruck, dass sich blaues Gel in ihm befindet, denn wenn er voranschreitet, "wandert" das Gel dank einer schönen Animation von links nach rechts.

Die Spinnrad-Fortschrittsanzeige, dieselbe, die auch beim Mac OS X-Startbildschirm erscheint, ist einfach eine Reihe von verschiedenen Schattierungen, die sich im Kreis drehen, vergleichbar mit der Seitenansicht eines rotierenden Speichenrads. Es wird keine Information über den Fortschritt vermittelt. Die Spinnradanzeige wird von vielen anderen Interfaces genutzt, einschließlich dem Firefox-Web-Browser und vielen Web-Sites.

Apple nutzt die Lucida-Grande-Schrift als Standard-System-Schriftart in verschiedenen Größen und Dicken. Einige Bereiche des Betriebssystems verwenden eine andere Schrift, Helvetica. Mac OS X nutzt das systemweite Font-Antialiasing, um die Kanten glatter erscheinen zu lassen.

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Mac OS X v10.6

Mac OS X v10.6 (Snow Leopard) wird das nächste Mac-Betriebssystem der Firma Apple Inc.. Es wird als Nachfolger von Mac OS X v10.5 (Leopard) voraussichtlich im Sommer 2009 erscheinen und beinhaltet kaum neuen Funktionen, sondern nur Verbesserungen der bestehenden Technik und zahlreiche Detailverbesserungen, die den Workflow mit dem Apple Betriebssystem nochmals verbessern sollen.

So soll mit Grand Central und der Open Computing Language eine signifikante Leistungssteigerung durch die Vereinigung von Multicore-Hauptprozessoren mit leistungsfähigen Grafikprozessoren (GPGPU) unter einer zentralen Programmierschnittstelle erreicht werden. Es werden zudem bis zu 16 TB Arbeitsspeicher unterstützt. Außerdem wird es eine erweiterte 64-Bit-Unterstützung im Betriebssystemkernel geben. QuickTime X wird moderne Multimediacodecs besser unterstützen und zudem leistungsfähiger werden. Schließlich ist eine native Unterstützung von Microsoft Exchange 2007 in den Applikationen Mail, Adressbuch und iCal vorgesehen. Zudem soll es Verbesserungen bei der Ausführung von JavaScript geben. Das Betriebssystem wird wahrscheinlich nur noch auf Rechnern mit Intel Core 2 Duo (oder höher) Basis angeboten.

Die Serverversion von Mac OS X 10.6 Snow Leopard wird zudem das Dateisystem ZFS vollständig unterstützen.

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Source : Wikipedia