Maastricht

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Geschrieben von daneel 17/03/2009 @ 04:12

Tags : maastricht, niederlande, europa, ausland

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Maastricht

Flagge der Gemeinde Maastricht

Maastricht ( anhören ?/i), bis ins 20. Jahrhundert (und auf Französisch bis heute) auch Maestricht (auf Limburgisch und im Maastrichter Dialekt Mestreech ), ist die Hauptstadt der niederländischen Provinz Limburg. Mit Nimwegen wetteifert die Stadt um den Titel älteste Stadt der Niederlande. Maastricht liegt im äußersten Südosten der Niederlande zwischen Belgien und Deutschland, an beiden Seiten der Maas. Der Name der Stadt ist aus dem lateinischen Traiectum ad Mosam und Mosae Traiectum („Maasübergang“) überliefert, welcher auf die Brücke zurückgeht, die unter Augustus von den Römern errichtet wurde. Das Stadtwappen zeigt einen silbernen, fünfzackigen Stern auf rotem Grund mit einer goldenen Krone gekrönt und von einer Engelsgestalt im blauen Gewand gehalten.

Zur Gemeinde gehören neben der Stadt Maastricht, auch die nördlich davon gelegenen Dörfer Itteren (mit etwa 1.500 Einwohnern) und Borgharen (etwa 1.850 Einwohner). Beide Orte haben oft unter Überschwemmungen der Maas gelitten.

Die Stadtviertel Amby, Limmel, Heer, Caberg, Wolder und Heugem waren früher ebenfalls selbständige Dörfer. Die Ortskerne dieser Dörfer sind zum Teil gut erhalten geblieben. Die Einwohner von Heer sprechen einen anderen Dialekt als jene der Maastrichter Innenstadt.

Der Bahnhof Maastricht ist durch Eisenbahnverbindungen mit Eindhoven und Venlo über Sittard und Roermond sowie mit Lüttich (Bahnstrecke Lüttich–Maastricht) verbunden; über Heerlen auch mit Aachen (euregiobahn). Außerdem verkehrt zwischen den Hauptbahnhöfen von Maastricht und Aachen eine Buslinie. Seit Ende des Jahres 2006 gibt es eine Verbindung mit Schnellzügen von Maastricht über Lüttich nach Brüssel. Von hier gibt es Anschluss nach Paris sowie nach London. In 2 Stunden und 58 Minuten wird z.B. Paris erreicht, nach London werden 4 Stunden und 20 Minuten veranschlagt.

Die östlich der Maas verlaufende Autobahn A2 verbindet Maastricht mit Amsterdam und Lüttich, die A79 mit Heerlen und weiter über die A76 / A 4 (D) mit Aachen. Die A2 ist östlich der Altstadt über eine Strecke von etwa 1,5 km noch keine Autobahn (N2). Diese Strecke soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden, was eine Lösung der täglichen Verkehrsprobleme herbeiführen soll.

Etwa 10 Kilometer nördlich des Stadtzentrums befindet sich der internationale Flughafen Maastricht Aachen Airport.

Maastricht ist ein Verwaltungs- und Versorgungszentrum von überregionaler Bedeutung. Die Stadt hat eine Universität (mit Universitätskrankenhaus, südlich der Altstadt, beim Bahnhof Maastricht Randwyck), die aufgrund ihres hohen Anteils ausländischer Studenten überregionale Bedeutung hat. Besonders hoch ist der Anteil deutscher Studenten mit ca. 30%. Außerdem ist Maastricht Sitz einer sogenannten Arrondissementsrechtbank (Amtsgericht). Nahe der Universität steht das große Messe- und Konferenzzentrum MECC .

Sehr bedeutend ist die Keramikindustrie, die nicht nur Teller und anderes Geschirr, sondern vor allem Wandfliesen, Waschbecken, Klosettbecken usw. herstellt. An der Maas südlich von Maastricht steht die größte Zementfabrik der Niederlande. Dessen Rohstoff ist der Mergelstein, der südlich der Stadt im Sint-Pietersberg abgebaut wird. Weitere größere Fabriken in der Stadt erzeugen Autoteile, Metallteile für Büromöbel, Snacks und Papier. Ein Anbieter von Telefondiensten hat in Maastricht ein bedeutendes Verwaltungsgebäude.

Der Tourismus stellt einen wichtigen Zweig der Maastrichter Wirtschaft dar. Die Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten. Auch ist die Stadt Austragungsort vieler Konferenzen, Tagungen usw., so dass es logisch ist, dass es in Maastricht viele Hotels gibt.

Die zur Herrschaftszeit des Kaisers Augustus errichtete Brücke bildete die Ausgangsbasis für eine erste römische Handelsniederlassung. Später, im 3. Jahrhundert, wurde die Niederlassung zu einem Kastell ausgebaut. Die Überfälle durch Germanenstämme waren wahrscheinlich auch der Grund, der den Bischof von Tongern, Servatius, dazu bewog, seinen Bischofssitz nach Maastricht zu verlegen. Dort in der Sicherheit des befestigten Kastells gründete er eine christliche Gemeinschaft. Servatius ist immer noch der Schutzpatron der überwiegend von Katholiken bewohnten Stadt.

Die christliche Diözese verlor die Stadt im 8. Jahrhundert an die nahegelegene Stadt Lüttich. Maastricht entwickelte sich im Mittelalter zu einer Stadt unter Doppelherrschaft, die sich der Bischof von Lüttich und der Herzog von Brabant teilten, der die Stadt 1202 zum Lehen bekam. Die Rechte beider wurden in der Alde Caerte festgelegt.

Im 13. Jahrhundert wurde die erste Stadtumwallung (1229-1300) errichtet, nachdem Herzog Heinrich I. von Brabant, genannt "der Mutige", an Maastricht das Stadtrecht verliehen hatte. In der Zeit wurde auch die 160 m lange Sankt-Servatius-Brücke (Sint Servaasbrug) gebaut (Fertigstellung 1280), die damals der nördlichste Übergang über die Maas war und Maastricht mit dem rechtsseitigen Stadtteil Wyck verband. Die Brücke ist immer noch vorhanden, wurde allerdings 1932 verbreitert, und 1940 und 1945 bei Kämpfen im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Weitere Stadterweiterungen, verbunden mit dem Bau neuer Tore und Stadtmauersegmente, erfolgten um 1350 hauptsächlich im Norden und Westen und um 1516 im Süden.

Seit 1632 wurde die Rolle der Herzöge von den niederländischen Generalstaaten übernommen, nachdem Friedrich Heinrich die Stadt von den Spaniern befreit hatte. Die Dualität blieb, bis die Eroberung und Annexion durch die Franzosen diesem Zustand 1794 ein Ende setzte. Nach der Übernahme wurde die Festung Maastricht auf Kosten der Generalstaaten modernisiert. Unter Leitung des Baumeisters Dumoulin entstand die sogenannte Linie von Dumoulin.

Während des Französisch-Niederländischen Krieges (1672-1679) im Zuge der Belagerung der Stadt durch Ludwig XIV. fiel am 25. Juni 1673 um die Mittagszeit der Musketier des Königs Charles d’Artagnan de Batz-Castelmore bzw. D'Artagnan vor der Stadtmauer in der Nähe des Tongerner Tores (Tongersepoort) im Südwesten der Stadt (Jekerviertel) infolge eines Musketenschusses in die Kehle. Im Jahr 2003 wurde an dieser Stelle ein Denkmal errichtet. Dieser Stadtteil - das Jekerquartier, benannt nach dem Maaszufluß Jeker, der ein eigenes "Wassertor" (Waterpoort "De Reek") als Passage durch die Stadtmauer hatte - wurde im Zuge der Einnahme durch die Franzosen völlig zerstört und musste neu erbaut werden. Um dieses in der Zukunft zu verhindern, wurde 1701/1702 das Fort Sint Pieter auf dem Sint Pietersberg gebaut.

Nach der Napoleonischen Zeit wurde Maastricht im Jahr 1815 Teil des Vereinigten Königreichs der Niederlande. Als sich 1830 die südlichen Provinzen des Landes vom Norden unabhängig erklärten und den Staat Belgien gründeten, hielt die Garnison in Maastricht loyal zum niederländischen König Wilhelm I. und wurde 1839 mit dem östlichen Teil des Herzogtums Limburg trotz der Nähe zu Belgien endgültig niederländisch. Wegen seiner Randlage innerhalb der heutigen Niederlande war und ist Maastricht jedoch eher auf Belgien und Deutschland ausgerichtet als auf den Rest der Niederlande, was der Stadt einen wenig niederländisch wirkenden Charakter verleiht. Auch die 1976 gegründete Universität Maastricht gibt sich ein betont internationales Profil und hat in einigen Studiengängen zu mehr als der Hälfte ausländische - zumeist deutsche - Studenten.

1992 wurde im "Gouvernement", dem Sitz der Provinzialregierung von Limburg, der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der zur Gründung der Europäischen Union führte. Dieser Vertrag trat im November 1993 in Kraft.

Maastricht ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts Zentrum der Keramikindustrie der Niederlande. Ein riesiges Industriegelände an der Maas nahe dem Stadtkern (Céramique) wurde in den 1980er Jahren von den Keramikwerken geräumt und ist jetzt ein vornehmes Wohnviertel.

In Maastricht findet jährlich im MECC-Gebäude die internationale Kunstmesse The European Fine Art Fair statt.

Das Limburgs Symfonie Orkest ist das offizielle klassische Orchester der niederländischen Provinz Limburg.

Maastricht ist eine Karnevalshochburg. Das Fest ist nicht nur von kultureller, sondern auch von wirtschaftlicher Bedeutung durch die große Anzahl Touristen, die die Veranstaltungen jedes Jahr ziehen. Die Karnevalssaison fängt am 11. November an und endet am Aschermittwoch mit der Verbrennung des Mooswiefs (eine Puppe).

Zudem gibt es in Maastricht zwei Kinos, das Lumière und das Minerva.

Jährlich findet jeweils im Frühjahr die weltweit größte Kunst- und Antiquitätenmesse TEFAF statt, auf der rund 240 international renommierte Aussteller Exponate von der Antike bis zur Klassischen Moderne präsentieren.

Das Bonnefantenmuseum ist ein Museum für alte und zeitgenössische Kunst.

Das naturhistorische Museum beinhaltet geologische, palentologische, entomologische und botanische Kollektionen.

Das "Spanische Gouvernement" ist ein Museum mit maasländischen Stilleinrichtungen des 16.-18. Jahrhunderts und holländischen Gemälden des 17.-18. Jahrhunderts.

Südlich der Stadt liegt der St. Pietersberg mit dem Fort Sint Pieter (gebaut 1701-1702) und die Grotten von Sint Pieter mit über 20.000 Gängen. In den Höhlen herrscht eine konstante Temperatur von 10 °C und sie sind Überwinterungsplätze für Fledermäuse. Zu bestimmten Zeiten werden Führungen angeboten, im Hochsommer auch in deutscher Sprache.

Beim benachbarten Cannerberg gibt es ebenfalls ein mehr als 10 km langes Höhlensystem. Bis in die 1960er Jahre arbeiteten Jesuitenmönche in der Freizeit in einigen der Gänge und haben zahlreiche Kunstwerke an den Kalksteinwänden hinterlassen. Geführte Besichtigungen sind möglich.

Ein kleiner Teil des Höhlensystems dient dem benachbarten Chateau Neercanne als Weinkeller, ein Größerer beherbergte von 1954 bis 1992 die NATO-Einrichtung JOC Maastricht - das Joint Operations Centre von 2 ATAF und NORTHAG. Hier war auch zeitweise (bis zur Verlagerung in den Bunker "Castle Gate" nach Linnich) das Primäre Hauptquartier für den Kriegsfall (Primary War Headquarter - PWHQ) des NATO-Hauptquartiers in Mönchengladbach-Rheindahlen untergebracht.

Hinweis: Diese Navigationsleiste enthält alle Städte des Arbeitskreises der ältesten Städte Europas.

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Universität Maastricht

Logo

Die Universität Maastricht (niederländisch: Universiteit Maastricht, englisch: Maastricht University) wurde 1976 in Maastricht gegründet und ist eine der jüngsten Universitäten der Niederlande. Sie ist bekannt für ihre international ausgerichteten Studiengänge, den hohen Anteil an ausländischen Studenten und das problemorientierte Lernen (probleemgestuurd onderwijs) als alternatives Konzept zur traditionellen Lehrmethoden. Die Universität ist Mitglied im grenzüberschreitenden Hochschulverbund ALMA.

Die Universität Maastricht ist eine staatliche Universität der Niederlande. Wie an allen niederländischen Hochschulen läuft das Studium seit dem Studienjahr 2002/2003 nach dem vereinheitlichten europäischen Studiensystem mit den Abschlüssen Bachelor und Master ab. Die Studiengebühren variieren je nach Art der Einschreibung, betragen für Vollzeitstudenten aus der EU jedoch in der Regel derzeit etwas über 1500 Euro im Jahr. Alle Vorlesungen werden entweder in niederländischer oder in englischer Sprache abgehalten.

Zur Zeit studieren ungefähr 12.000 Studenten an der Universität Maastricht. Über 30 Prozent der Studenten, vor allem Studierende der European Studies und Wirtschaftsstudiengänge, kommen aus dem Ausland. Die Universität Maastricht beschäftigt über 3000 Angestellte.

Das Studium in den Niederlanden ist auch als Erststudium nicht kostenlos. Im Studienjahr 2007/2008 (= Anfang September 2007 bis Ende Juni 2008) fielen für Studierende aus der Europäischen Union 1538 Euro, für Nicht-EU-Studenten etwa 8000 Euro Studiengebühren an. Studenten, die selbst oder deren Eltern in den Niederlanden arbeiten oder die sich bereits mindestens fünf aufeinanderfolgende Jahre nachweislich in den Niederlanden aufhalten, haben alternativ dazu die Möglichkeit, wie niederländische Studierende eine Studienfinanzierung beim Staat zu beantragen. Ebenso haben Studenten, die mehr als 30 Stunden im Monat arbeiten, Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung durch den niederländischen Staat.

Die Fakultät der Wirtschaftswissenschaften (FdEWB) bietet vornehmlich international ausgerichtete Studiengänge in englischer Sprache an. Aufgrund eines Ausländeranteils von bis zu 60% in einigen Studiengängen, 30% ausländischen Dozenten sowie eines Pflichtsemesters im Ausland bietet die Universiteit Maastricht ein hohes Maß an Internationalität. Das Problem Based Learning (PBL) System und insbesondere der straff ausgerichtete Studienplan machen Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit zu einer Grundvoraussetzung für Erfolg. Des Weiteren fördert das PBL System Interaktion und rhetorische Fähigkeiten in fachspezifischen Diskussionsrunden. Intensive Teamarbeit und häufige Präsentationen der Studenten intensivieren den Praxisbezug des Studiums. Die FdEWB verfügt als eine von wenigen Fakultäten in Europa über die Qualitätssiegel AACSB (The Association to Advance Collegiate Schools of Business) und EQUIS (European Quality Improvement System). Im Jahr 2007 erhielt die Fakultät zudem die britische AMBA-Akkreditierung.

Die Gesundheitswissenschaftliche Fakultät in Maastricht besteht schon seit 25 Jahren und zählt zu den bedeutendsten in Europa. Im Januar 2007 wurden die Fakultäten der Gesundheitswissenschaften und Medizin fusioniert. Die Faculty of Health, Medicine and Life Sciences bietet vier Bachelorstudiengänge und 15 Masterstudiengänge an. Der neue Bachelor Studiengang European Public Health (Europäische Gesundheitswissenschaften) wird in englischer Sprache unterrichtet und der Anteil internationaler Studenten beträgt 75%. Der niederländisch sprachige Studiengang Gesundheitswissenschaften hat im ersten Jahr eine sehr breite Ausrichtung; ab dem zweiten Jahr entscheiden sich Studenten für ein Haupt und ein Nebenfach. Es stehen sieben Spezialisierungen zur Verfügung. Auch die Faculty of Health, Medicine and Life Sciences hantiert das oben beschriebene Problemorientierte Lernen (PBL), wie alle Fakultäten an der Universität Maastricht. Praktische Skillstrainings und Laborpraktika sind darin enthalten.

Im Jahr 2007 belegte die Universität im The Times Higher Education Supplement den 111. Platz. Dies bedeutet einen Anstieg um 61 Plätze im Vergleich zum Jahr 2006 .

Ebenfalls im Jahr 2007 veröffentlichte die Financial Times ein Ranking von Management Master Studiengängen in dem Maastricht in der Kategorie "Value for Money" (in etwa: Preis/Leistung) auf Platz 3 von 40 landete.

Die Gebäude der Universität sind über mehrere Stadtteile verteilt, es gibt also keinen zentralen Campus. In zwei Kerngebieten, dem Stadtzentrum und Randwyck, konzentriert sich jedoch ein Großteil der Einrichtungen. Im Stadtzentrum befinden sich unter anderem die Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften, Jura und Kultur und Sozialwissenschaften sowie große Teile der Universitätsbibliothek und das sogenannte University College Maastricht, das nach dem Vorbild eines amerikanischen Liberal Arts College aufgebaut ist. Die Wirtschaftsfakultät in der Tongersestraat befindet sich größtenteils in einem umgebauten alten Kloster, die einzigen Überbleibsel aus klösterlichen Zeiten sind allerdings nur noch der typische rechteckige Innenhof und die ehemalige Kapelle, die jetzt als Aula genutzt wird. Im Stadtteil Randwyck liegen die medizinische und die psychologische Fakultät. In Kooperation mit der Universität Hasselt in Diepenbeek (Belgien) bildet die Universität die sogenannte Transnationale Universität Limburg.

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Limburg (Niederlande)

Die limburgische Hauptstadt Maastricht

Limburg ist die südlichste der zwölf Provinzen der Niederlande; ihre Hauptstadt ist Maastricht.

Limburg besteht vornehmlich aus Geest. Im Süden ist die Provinz hügelig. Der wichtigste Fluss ist die Maas, die über die ganze Länge von Süd nach Nord durch die Provinz strömt. In Limburg wurden Torf und Steinkohle gewonnen. Bei Kerkrade und Heerlen erheben sich Spitzkegelhalden, die Überreste des mittlerweile stillgelegten Steinkohlebergbaus.

Die Provinz Limburg ging 1815 aus dem Departement Niedermaas (frz. Meuse-Inférieure) hervor. Nachdem man über Namen wie „Provincie Maastricht”, „Maasdal” und „Opper Gelder” nachgedacht hatte, entschied sich Willem I. für diesen Namen. Nachdem nun die nördlichen und südlichen Niederlande wieder vereinigt waren, sollte diese Namensgebung dazu beitragen, die Erinnerung an die siebzehn Provinzen aus Burgundisch-Habsburgischer Zeit zu erhalten. Es handelte sich nicht um eine Wiederherstellung des alten Herzogtums Limburg, wie oft behauptet wird. Der westliche Teil des sogenannten Oberquartiers des früheren Herzogtums Geldern, mit den Städten Venlo und Roermond, bildete den nördlichen Teil, mehr als die Hälfte der späteren niederländischen Provinz.

Nach der Belgischen Revolution war zunächst die gesamte Provinz mit Ausnahme Maastrichts und des äußersten Nordens in belgischer Hand. Auch nach dem Zehn-Tage-Feldzug verblieb der überwiegende Teil unter belgischer Kontrolle. Venlo wurde im Zuge eines Waffenstillstands 1833 aber geräumt. Im Rahmen einer endgültigen Lösung wurde die heutige Grenze durch das Londoner Protokoll von 1839 festgelegt und Limburg somit in eine niederländische und eine belgische Provinz geteilt. Der niederländische Teil mit Ausnahme Maastrichts und Venlos war dann von 1839 bis 1866 als neugeschaffenes Herzogtum, das in Personalunion vom niederländischen Königshaus (gemeinschaftlich mit dem heutigen Luxemburg) mitregiert wurde, ein Teil des Deutschen Bundes. Dafür waren die an Belgien abgetretenen Gebiete Luxemburgs aus dem Deutschen Bund ausgeschieden. In der Paulskirche war Limburg nach der Revolution von 1848 mit zwei Abgeordneten vertreten. Beide waren Befürworter eines selbständigen Limburgs innerhalb des Deutschen Bundes, jedoch gab es in Limburg auch erheblichen Widerstand gegen einen möglichen Anschluss an Deutschland. Durch das Scheitern der Revolution wurden diese Frage hinfällig. Als Otto von Bismarck 1867 die Forderung nach einem Anschluss Limburgs an den Norddeutschen Bund erhob, stieß er damit in Limburg auf einhellige Ablehnung.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Provinz einen Index von 113.1 (EU-25:100) (2003). Der Dienstleistungs- und Tourismussektor spielt eine tragende Rolle in der limburgischen Wirtschaft. Ein vielbesprocher Unterteil des Dienstleistungssektors ist der Flughafen bei Beek, "Maastricht-Aachen Airport" genannt. Ebenfalls auf dem Umweltlichen, aber zudem auf der Industriellen Fläche ist der Chemiekonzern Koninklijke DSM nachdrücklich anwesend.

Besonders der südliche Teil Limburgs war seit langer Zeit eine der beiden wesentlichen Obstbauregionen der Niederlande. Seit etwa vier Jahrzehnten sind große Teile des Baumbestandes verschwunden, um Kies abzubauen. Nach Ende des Abbaus sind große Wasserflächen zurückgeblieben, die als sogenannte Grindgaten oder auch als Maasplassen bekannt´sind. Diese dienen jetzt der Naherholung und dem Wassersport.

Der Süden Limburgs, gewissermaßen an der Nahtstelle zwischen den letzten Ausläufern von Ardennen/Hohes Venn und Eifel gelegen, wird aufgrund seiner ausgeprägt hügeligen Topographie auch auf englisch die „Dutch Mountains“ genannt. Das Gebiet ist alljährlich Austragungsort des Amstel Gold Race, war viermalig Schauplatz der Straßenrad-Weltmeisterschaft und zahlreicher Etappen bedeutender Straßenrennen und der Tour de France (wie etwa am 4. Juli 2006). Neben den vielen Tagesausflüglern, die Südlimburg mit dem Fahrrad erkunden, zieht die jährliche Radtouristik-Veranstaltung Limburgs Mooiste regelmäßig bis zu 10.000 Radamateure aus ganz Europa an.

Infolge der im Vergleich mit angrenzenden Ländern ziemlich liberalen niederländischen Haltung und Gesetzgebung dem Drogenverkauf und -besitz gegenüber, hat die Kriminalität in diesem Bereich besonders Städte wie Maastricht und Heerlen schon seit Jahren in einem beklemmenden Griff.

Die Provinz Limburg unterscheidet sich sehr stark von den übrigen Niederlanden. So ist beispielsweise der überwiegende Teil Limburgs stark römisch-katholisch geprägt. Die limburgische Bevölkerung hat neben der niederländischen Amtssprache mit dem Limburgischen eine eigene Sprache, die insbesondere in den Heimatvereinen gepflegt wird und die limburgische Kultur ist stark durch französische und deutsche Einflüsse geprägt, insbesondere im Süden der Provinz. Die nicht sehr einflussreiche Partei Limburgs Belang plädiert sogar für ein unabhängiges Limburg.

Die limburgische Küche ist burgundisch geprägt. Am bekanntesten ist der limburgische Spargel, daneben „limburgse vlaai“, ein Obstkuchen mit Puddingfüllung. Das limburgische Bier wird durch die belgische Bierkultur beeinflusst. Die bekanntesten Marken der Region sind: Lindeboom, Brand, Hertog Jan und Gulpen.

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Servaasbasiliek (Maastricht)

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Die Servaasbasiliek (Servatiusbasilika) im niederländischen Maastricht ist eine große, romanische, dreischiffige Kreuzbasilika. Sie gilt als die älteste erhaltene Kirche der Niederlande.

Nachdem Servatius, Bischof von Tongeren 384 bei Maastricht verstorben war, wurde über seinem Grab eine hölzerne Gedächtniskapelle errichtet. Kurz nach 549 wurde diese durch eine steinerne Kirche mit Krypta ersetzt. Der große Zustrom von Pilgern machte einen größeren Neubau notwendig, der um die Wende vom 10. zum 11. Jahrhundert in Angriff genommen wurde. Aus dieser Bauphase stammen große Teile des heutigen Mittelschiffs, die Seitenschiffe und der Chor. Während der zweiten Bauphase in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts entstanden das Querhaus und die anschließenden Kapellen. Im 12. Jahrhundert wurde die Apsis umgebaut und erhielt eine Zwergalerie und Chortürme nach dem Vorbild des Speyerer Doms. Auch das Westwerk mit Westchor und Kaisersaal entstand um diese Zeit. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde an der Südseite ein gotisches Portal angebaut, möglicherweise das früheste gotische Bauwerk in den Niederlanden. Weitere gotische Umbauten erfolgten im 14. Jahrhundert. 1556 erhielt die Kirche zwischen dem beiden Westtürmen einen dritten Turm, der 1770 durch einen barocken Bau ersetzt wurde.

Das Stift wurde 1797 während der französischen Besetzung aufgehoben, die Kirche danach als Pferdestall genutzt. 1804 wurde die Basilika zur Pfarrkirche. Zwischen 1866 und 1900 wurde die Kirche durchgreifend restauriert, die barocken Umbauten dabei rückgängig gemacht. 1955 wurde die Basilika durch Brand beschädigt. 1985 wurde die Kirche zur Basilica minor erhoben. Bis 1990 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

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Source : Wikipedia