Mönchengladbach

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Geschrieben von daneel 04/03/2009 @ 08:14

Tags : mönchengladbach, nordrhein-westfalen, deutschland

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Mönchengladbach

Wappen der Stadt Mönchengladbach

Mönchengladbach ist eine kreisfreie Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die größte Stadt am linken Niederrhein gehört als westlichstes Oberzentrum Deutschlands zum Regierungsbezirk Düsseldorf und ist Bestandteil der Metropolregion Rhein-Ruhr.

Die Stadt Mönchengladbach besteht in ihren heutigen Grenzen seit der Gebietsreform zum 1. Januar 1975 nachdem die (alte) kreisfreie Stadt Mönchengladbach mit der kreisfreien Stadt Rheydt und dem Amt Wickrath (Kreis Grevenbroich) zur neuen kreisfreien Stadt Mönchengladbach vereinigt wurde.

Die Einwohnerzahl stieg im Jahre 1921 erstmals auf über 100.000, so dass Mönchengladbach eine Großstadt wurde. Auch in Rheydt wurden ab 1968 mehr als 100.000 Einwohner gezählt. Am 31. Dezember 2007 betrug die Einwohnerzahl der Stadt 260.018, davon waren 125.829 Männer und 134.189 Frauen.

Mönchengladbach liegt etwa 16 km westlich des Rheins im niederrheinischen Tiefland am Ostabfall der Schwalm-Nette-Platte gegen die lössbedeckte Kempen-Aldekerker-Platte und die Niersniederung. Obwohl Mönchengladbach größtenteils im Flachland liegt, sind der Süden (Stadtteil Odenkirchen) und das Stadtzentrum (um Bökelberg und Abteiberg) vergleichsweise hügelig. Diese Hügelketten beschränken sich aber auf das Innere der Stadt. Große Teile der Stadt sind von Wäldern und Parks bedeckt und gehören zum Naturpark Maas-Schwalm-Nette.

Der höchste Punkt des Stadtgebiets beträgt 133 m, der niedrigste Punkt 35 m ü. NN. Die Länge der Stadtgrenze beträgt 87 km. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung liegt bei 17 km und die größte West-Ost-Ausdehnung bei 18 km.

Im Süden und Osten Mönchengladbachs fließt die Niers, die wenige hundert Meter südlich bei Kuckum im Kreis Heinsberg entspringt. Südwestlich der Stadtgrenze (in Wegberg) entspringt die Schwalm. Beide Flüsse münden in den Niederlanden in die Maas. Der Gladbach, der der Stadt den Namen gegeben hat, hatte seine Quelle im Ortsteil Waldhausen in oder nahe der ehemaligen Brauerei Hensen. Heute ist die Quelle versiegt. Der Gladbachkanal, der ursprünglich auch von der Gladbachquelle gespeist wurde, verläuft entlang des alten Bachbettes zum großen Teil unterirdisch und mündet im Osten der Stadt in die Niers. Zu sehen ist er in Lürrip bis zur Niersmündung.

Schwalmtal, Viersen und Willich (alle Kreis Viersen), Korschenbroich und Jüchen (Rhein-Kreis Neuss) sowie Erkelenz und Wegberg (Kreis Heinsberg).

Das Stadtgebiet Mönchengladbachs gliedert sich in zehn Stadtbezirke, bis 2009 gab es jeweils eine eigene Bezirksvertretung mit einem Bezirksvorsteher sowie einem eigenen Bezirksamt. Ab der Kommunalwahl 2009 wird es eine Reduzierung auf vier Bezirksvertretungen geben. Die Bezirksvertretung wird von der Bevölkerung des Stadtbezirks bei jeder Kommunalwahl gewählt. Die Stadtbezirke sind für statistische Zwecke in insgesamt 44 Stadtteile unterteilt. Diese tragen eine dreistellige Nummer und einen besonderen Namen.

Die ersten Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Mönchengladbach sind etwa 300.000 bis 400.000 Jahre alt und zeigen Nachweise des späten Homo erectus (= Homo heidelbergensis) und des Neandertalers. Aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit sind zahlreiche Hügelgräber erhalten. Zur Römerzeit gehörte das Gebiet des heutigen Mönchengladbach zur Provinz Germania Inferior.

Die Geschichte von Mönchengladbach begann mit dem Bau des Gladbacher Münsters und der Gründung einer Abtei im Jahre 974 durch den Kölner Erzbischof Gero und seinen Begleiter, den Trierer Mönch Sandrad. Der Bau der ersten Klosterkirche fand neben dem Ort statt, an dem 954 die Ungarn die von Balderich, einem Vornehmen des Reiches, kurz vor 800 erbaute Kirche zerstört hatten.

Die Mönche trieben eine Besiedlung voran und legten dazu im 12. Jahrhundert nördlich der Kirche einen Markt an. Handwerker und Gewerbetreibende ließen sich in der Folgezeit hier nieder. Stadtrechte wurden in den Jahren 1364 bis 1366 erteilt. Die Stadt erhielt eine steinerne Stadtmauer, die von den Bürgern zu unterhalten war. (Reste davon sind noch am Geroweiher erhalten, ebenso der Dicke Turm, ein Wehrturm, am Waldhausener Berg). Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Stadt zum Amt Grevenbroich im Herzogtum Jülich.

Am 4. Oktober 1794 marschierten französische Revolutionstruppen in das Stadtgebiet ein. Ein Tag zuvor war die Festung Jülich übergeben worden. Als im Jahre 1801 der deutsche Kaiser Franz II. im Frieden von Lunéville das linke Rheinufer an Frankreich abtrat, wurde Gladbach den französischen Religionsgesetzen unterworfen. Für die Abtei bedeutete dies das Ende und die Auflösung. Am 31. Oktober 1802 verließen die letzten 31 Mönche ihr Kloster. Die großartige, über die Grenzen Deutschlands bekannte Bibliothek der Abtei wurde zu großen Teilen geraubt oder vernichtet.

Von 1798 bis 1814 gehörte die Mairie Gladbach zum Kanton Neersen, Arrondissement Krefeld, im französischen Département de la Roer.

Ab dem Jahre 1815 stand Gladbach unter preußischer Verwaltung und wurde Sitz des Landkreises Gladbach, der 1929 aufgelöst wurde. In diesem Zuge wurde Gladbach auch Sitz der gleichnamigen Bürgermeisterei, die 1859 in die Stadt Gladbach und die Bürgermeisterei Obergeburth geteilt wurde. Letztere wurde 1907 in Bürgermeisterei München-Gladbach-Land umbenannt.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts hieß die Stadt Gladbach beziehungsweise früher Gleidebach (zahlreiche andere Schreibweisen sind überliefert). Als die Stadt am 1. Januar 1888 kreisfrei wurde, erhielt sie zur besseren Unterscheidung von Bergisch Gladbach den Namen München-Gladbach, was M. Gladbach geschrieben wurde. Am 24. Oktober 1890 wurde in Köln der Volksverein gegründet, wählte aber direkt M. Gladbach als Sitz. Stadtkreis und Kreisstadt im preußischen Regierungsbezirk Düsseldorf, links vom Rhein (1919) 64.031 Einwohner, mit dem südlich angrenzenden Rheydt einen geschlossenen Wohnplatz von rund 130.000 Bewohnern bildend. Amtsgericht, Handelskammer, Gymnasium und Realgymnasium, Lyzeen (1 mit Aufbau) höhere Fachschule für Textilindustrie; Sitz des Volksvereins für das katholische Deutschland. Hauptsitz der rheinischen Textilindustrie (unter anderem Baumwollspinnereien, Webereien, Färbereien), Eisengießereien, Maschinenfabriken. Die Landgemeinde München-Gladbach hat 22.614 Einwohner.

1921 wurden die Stadt Rheindahlen, die Bürgermeisterei München-Gladbach-Land und Neuwerk mit der Stadt München-Gladbach vereinigt.

1929 wurde München-Gladbach mit Rheydt und anderen Gemeinden (unter anderem Rheindahlen, Hardt, Giesenkirchen und Odenkirchen) zur Doppelstadt Gladbach-Rheydt vereinigt, jedoch 1933 bei der Neuverteilung der Gaue wieder geteilt (auf Wunsch des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels, der ein gebürtiger Rheydter war). Danach hieß Alt-München-Gladbach offiziell München Gladbach (ohne Bindestrich) oder kurz M. Gladbach.

Die Luftangriffe auf deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg begannen schon einen Tag nach dem Beginn des Westfeldzugs mit einem britischen nächtlichen Luftangriff im Rahmen der moral bombing-strategie am 11. Mai 1940 auf Wohngebiete Mönchengladbachs. Weitere Flächenbombardements der Alliierten auf Mönchengladbach und Rheydt folgten bis 1945, wobei 65 % der beiden Städte zerstört wurden. In beiden Städten erlangte die Textilindustrie wieder Bedeutung, die später durch den Maschinenbau ergänzt wurde. 1950 wurde die Sprechweise der Stadt M. Gladbach in Mönchen Gladbach geändert um Verwechslungen mit der Stadt München entgegen zu treten, jedoch blieb die Schreibweise M. Gladbach zunächst erhalten. 1960 wurde schließlich die heute noch gebräuchliche Form Mönchengladbach eingeführt. Im Jahre 1974 hatte die Stadt insgesamt 147.567 Einwohner. Davon Alt-Mönchengladbach 81.756 (hiervon wiederum Stadtmitte 58.511 und Volksgarten 23.245), Rheindahlen 27.707, Hardt 17.142 und Neuwerk 20.962.

Mönchengladbach und Rheydt gehörten anfangs zum Bistum Lüttich. Unter Erzbischof Everger von Köln kam das Gebiet zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat des Propstes des St. Viktor-Doms in Xanten, Dekanat Süchteln unterstellt. Die Abtei Gladbach war jedoch relativ autonom und übte über die Stadt Gladbach die kirchlichen Rechte aus. Bis 1802 verblieb das Gebiet beim Erzbistum Köln. In Gladbach konnte die Reformation nach reformiertem Bekenntnis zwar zunächst Fuß fassen, sich dann aber wegen des Widerstands des Abtes nicht durchsetzen, so dass Gladbach eine überwiegend katholische Stadt blieb. Die wenigen Protestanten konnten zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der „Halle“ auf dem Markt ihre Gottesdienste abhalten. 1684 konnten sie an der Ostseite der Stadt vor der Stadtmauer auch eine Kirche bauen, die jedoch 1857 abgebrochen wurde. Der Neubau der heutigen Christuskirche in der Kapuzinerstraße erfolgte bis 1852. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das Verhältnis der Katholiken zu den Protestanten etwa 4/5 zu 1/5.

Anders war es in Rheydt: Die reformatorische Bewegung setzte dort um 1550 ein. 1560 gab es reformierte Geistliche. 1632 traten die Pfarrer und die Gemeinde in Rheydt auf Druck des protestantischen Herrscherhauses Jülich zum Protestantismus über. Sie unterstanden der Jülicher Provinzialsynode und dem Gladbacher Quartier. Daher war Rheydt eine überwiegend protestantische Stadt. Hier zogen im 19. Jahrhundert jedoch im Zuge der Industrialisierung vermehrt Katholiken zu, so dass das Verhältnis beider Konfessionen relativ ausgeglichen war, doch veränderte es sich später stark zugunsten der Katholiken.

1802 wurden die katholischen Pfarrgemeinden dem neu gegründeten Bistum Aachen zugeordnet, das jedoch 1821/1825 bereits wieder aufgehoben wurde, so dass das Gebiet Gladbach/Rheydt ab 1821 erneut zum wieder errichteten Erzbistum Köln kam. 1930 wurde es dem wieder neu errichteten Bistum Aachen zugeordnet. Mönchengladbach und Rheydt wurden Sitze von Dekanaten und heute gehören alle Pfarrgemeinden der Stadt Mönchengladbach zur Region Mönchengladbach. Hauptkirche der Stadt ist das Mönchengladbacher Münster.

Mit dem Übergang des Herzogtums Jülich an Preußen 1815 wurden die protestantischen Gemeinden Gladbach und Rheydt sowie die Gemeinden der heutigen Stadtteile Mönchengladbachs Glieder der ab 1817 evangelischen Kirche in Preußen (unierte Kirche) beziehungsweise dessen rheinischer Provinzialkirche. Gladbach wurde Sitz eines Superintendenten, aus dem später der Kirchenkreis Gladbach (heute Gladbach-Neuss) innerhalb der evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. In den 1960er Jahren wurden die Kirchengemeinden Mönchengladbach und Rheydt in mehrere Kirchengemeinden aufgeteilt. Alle Kirchengemeinden der heutigen Stadt gehören jedoch zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss, der aber auch Gemeinden außerhalb der Stadt Mönchengladbach umfasst. Evangelische Kirchengemeinden im Stadtgebiet sind heute die Gemeinden folgender Kirchen: Christuskirche, Friedenskirche, Großheide, Hardt, Odenkirchen, Rheindahlen (Martin Luther), Rheydt und Wickrathberg.

Folgende Freikirchen sind in Mönchengladbach vertreten: eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, eine Baptistengemeinde, eine Christengemeinde(Pfingstgemeinde, BFP(KdöR)), sowie die Siebenten-Tags-Adventisten. Der Dessauer Hof, eine freie charismatische Gemeinde, ist eine Freikirche und gehört zum "Forum Leben Netzwerk".

Mönchengladbach ist heute auch Sitz des Patriarchalvikariats der Griechisch-orthodoxen Kirche von Antiochien für Westeuropa (rumänisch-orthodox).

Darüber hinaus gibt es sonstige religiöse Vereinigungen: die Christengemeinschaft, die Neuapostolische Kirche, die Apostolische Gemeinschaft und die Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage).

Schon im 18. Jahrhundert bestand in Wickrath und Odenkirchen eine jüdische Gemeinde. Im 19. Jahrhundert existierte jeweils eine Synagoge in Mönchengladbach, Wickrath, Rheydt und Odenkirchen. Im Novemberpogrom 1938 wurden sie geschändet und zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete sich in Mönchengladbach wieder eine jüdische Gemeinde. 1967 wurde ein neues Gemeindezentrum mit einer Synagoge eingeweiht.

Bereits zwei Jahre später, im Jahre 1800, wurde Hardt der Bürgermeisterei Gladbach zugeordnet, doch gab es bis 1. Januar 1807 noch eine eigenen Verwaltungsstelle. Zum 1. Januar 1836 erhielt Hardt jedoch wieder seine Selbständigkeit und wurde um die Honschaften Hehn und Winkeln sowie den restlichen Teil von Vorst, die alle bis dahin zur Bürgermeisterei Obergeburth gehörten, vergrößert. Der Rest von Obergeburt wurde nach Gladbach eingemeindet. Ebenso die Honschaften Eicken, Hardterbroich und Teile von Lürrip, die bis dahin zur Bürgermeisterrei Oberniedergeburth gehörten. Der Rest von Oberniedergeburth (Üdding und Lürrip teilw.) wurde mit Unterniedergeburt zur Gemeinde Neuwerk zusammengeschlossen. Somit gab es ab 1836 noch drei Gemeinden: Stadt Gladbach und Gemeinden Hardt und Neuwerk. Gladbach war jedoch weiterhin in die drei Spezialgemeinden Gladbach, Oberniedergeburth und Obergeburth unterteilt. Teile von Obergeburth wurden 1859 als Gemeinde Obergeburth ausgegliedert, während die anderen Teile Obergeburths und Oberniedergeburth bereits seit 1857 zur Stadt Gladbach gehörten, welche zum 1. Januar 1888 unter dem Namen „München-Gladbach“ kreisfrei wurde. Zum 1. Januar 1907 wurde die Bürgermeisterei Obergeburth in Gladbach-Land umbenannt, bevor diese zum 1. August 1921 mit der Gemeinde Neuwerk und der Stadt Rheindahlen (Stadtrechte seit 1354, bis 1876 nur Dahlen) nach München-Gladbach eingemeindet wurde. Am 1. August 1929 erfolgte die Vereinigung der kreisfreien Stadt München-Gladbach mit der Gemeinde Hardt, der kreisfreien Stadt (seit 1907) Rheydt, der Stadt Odenkirchen und dem Amt Schelsen (mit der Gemeinde Giesenkirchen) zur neuen kreisfreien „Stadt Gladbach-Rheydt“. Doch wurde diese Stadt bereits am 1. August 1933 wieder in zwei Städte aufgeteilt: Stadt „München Gladbach“ (mit Hardt) und Stadt „Rheydt“ (mit Odenkirchen, Giesenkirchen und Schelsen). Beide Städte wurden dann im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform zum 1. Januar 1975 unter Einbeziehung der Gemeinde Wickrath (1933 gebildet aus dem Amt Wickrath mit den Ortschaften Beckrath, Wickrathhahn, Herrath, Wickrathberg und Buchholz sowie der Gemeinde Wanlo) zur heutigen kreisfreien Stadt Mönchengladbach vereinigt.

Laut Guinness-Buch der Rekorde ist Mönchengladbach die einzige Stadt Europas, die zwei Hauptbahnhöfe hat (Mönchengladbach Hbf und Rheydt Hbf). Dieser Umstand ist darin begründet, dass die Bundesbahn nach den Gebietsreformen in den 1970er-Jahren nahezu keine Bahnhofsumbenennungen vorgenommen hat, sodass die neuen Stadtzugehörigkeiten bei kaum einem Bahnhofsnamen Erwähnung finden. So hat die Stadt Herne zum Beispiel nur den Hauptbahnhof Wanne-Eickel, obwohl Wanne-Eickel seit 1975 nicht einmal mehr als offizieller Stadtteil von Herne existiert. Die Besonderheit Mönchengladbachs und Rheydts, die zu dieser Kuriosität geführt hat, besteht darin, dass zwei recht große Städte mit jeweils einem Hauptbahnhof vereinigt wurden. Durch die Vereinigung bedingt hat die Stadt auch zwei Telefonvorwahl-Nummern (02161 und 02166). Dies ist allerdings nicht ungewöhnlich, Köln hat beispielsweise sechs verschiedene Vorwahlen. Allerdings hat die Stadt beispielsweise weiterhin auch zwei Karnevalsrufe (Halt Pohl beziehungsweise All Rheydt).

Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stadtteile ist nicht besonders ausgeprägt. Laut einer Studie der Stadtentwicklung Mönchengladbach vom Juni 2004 ist die Stadt eine „nach wie vor innerlich zerrissene Großstadt“, deren „Handeln bisweilen nicht durch das gemeinschaftliche Ziel (bestimmt ist), die Gesamtstadt voranzubringen, sondern vielmehr dadurch, die Stadtbezirksnachbarn mit kritischen Blick zu beobachten“.

Im Jahre 1890 lebten in München-Gladbach rund 50.000 Menschen. Am 1. August 1921 schlossen sich die kreisfreie Stadt München-Gladbach (64.031 Einwohner 1919), die Landgemeinden München-Gladbach (22.614 Einwohner 1919) und Neuwerk (11.836 Einwohner 1919) sowie die Stadt Rheindalen (8.308 Einwohner 1919) zur neuen Großstadt München-Gladbach mit etwa 110.000 Einwohnern zusammen. Am 1. August 1929 stieg durch die Eingemeindung von Rheydt (45.095 Einwohner 1925), Odenkirchen (20.023 Einwohner 1925) und weiterer Orte die Einwohnerzahl der neuen kreisfreien Stadt Gladbach-Rheydt auf rund 200.000. Nach der am 1. August 1933 erfolgten Ausgliederung der Stadt Rheydt (mit Odenkirchen, Giesenkirchen und Schelsen) und den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg halbierte sich die Bevölkerung der Stadt München-Gladbach im Jahre 1945 auf nur noch 106.000 Einwohner.

Am 11. Oktober 1960 erfolgte die Umbenennung in Mönchengladbach. 1968 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Rheydt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Die Eingemeindung von Rheydt (99.963 Einwohner) und Wickrath (13.961 Einwohner) am 1. Januar 1975 brachte einen Zuwachs von 114.000 Personen auf 263.000 Einwohner. Im Jahre 1996 erreichte die Einwohnerzahl der Stadt mit 266.873 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2007 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Mönchengladbach nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 260.018 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

An der Spitze der Stadt Gladbach standen zunächst die Gerichtsschöffen. Ferner gab es einen Vogt als Vertreter des Landesherrn. Ab 1400 sind erstmals Bürgermeister erwähnt, von denen es zunächst sechs auf Lebenszeit gewählte gab. Diese bildeten den Magistrat. Drei waren Schöffen, die anderen drei von der Bürgerschaft gewählt. Schied ein Schöffe aus, trat der vom Amtmann ernannte Schöffe an dessen Stelle. Schied ein Mitglied der von den Bürgern gewählten Mitglieder aus, wurde aus mehreren Kandidaten ein neuer gewählt. Vom gesamten Magistrat traten zwei Bürgermeister in jährlichem Wechsel als regierender und beisitzender Bürgermeister hervor. Sie leiteten die Stadtverwaltung. Einen Rat gab es erstmals seit 1446, dessen Vorsitzender der regierende Bürgermeister war. In französischer Zeit wurde ab 1797 die Munizipalverfassung eingeführt. Stadtoberhaupt war der ehrenamtliche „Maire“, dem zwei ehrenamtliche Beigeordnete und ein Municipalrat zur Seite standen. 1815 wurde die preußische Bürgermeistereiverfassung, 1845 die Gemeindeordnung der Rheinprovinz und 1856 die preußische Städteordnung. Danach leitete ein Bürgermeister beziehungsweise ab 1869 meist ein Oberbürgermeister die Stadtverwaltung. Ihm stand auch weiterhin ein Rat zur Seite.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt. Erste direkt gewählte Oberbürgermeisterin Mönchengladbachs wurde Monika Bartsch (CDU). Die Ämter der Stadtverwaltung sind heute auf die Innenstädte der ehemals selbstständigen Städte Mönchengladbach und Rheydt verteilt.

Im Mönchengladbacher Stadtrat sitzen 77 Ratsfrauen und Ratsherren. Der direkt gewählte Oberbürgermeister hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Derzeit (2006) sind im Mönchengladbacher Rat folgende Parteien vertreten: CDU (33 Mitglieder), SPD (20 Mitglieder), Bündnis 90/Die Grünen (7 Mitglieder), FDP (7 Mitglieder), FWG (5 Mitglieder), LiLO (2 Mitglieder), NPD (2 Mitglieder).

Zu den Oberbürgermeistern und Oberstadtdirektoren von Rheydt bis 1974 siehe den Artikel Rheydt.

Der Stadt Mönchengladbach ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Düsseldorf vom 7. Februar 1977 das Recht zur Führung eines Wappens und einer Flagge verliehen worden.

Der Wechselbalken steht für die Herren von Quadt, die in Wickrath bis 1796 regierten. Der Abtsstab steht für die Benediktiner, die bis 1802 auf dem Abteiberg Mönchengladbach ansässig waren und das Kreuz symbolisiert die Herren von Bylandt, die in Rheydt herrschten.

Die Stadt Mönchengladbach führt ein Banner Rot-Gold (Gelb)-Rot im Verhältnis 1:4:1, längsgestreift mit dem über die Mitte nach oben verschobenen Wappenschild der Stadt, sowie eine Hissflagge Rot-Gold (Gelb)-Rot 1:4:1 quergestreift mit dem zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt.

Die alte Stadt Mönchengladbach führte bis 1974 ein anderes Wappen, das den Hl. Vitus sowie einen schwarzen Löwen, beide von einem blauen Wellenbalken getrennt, zeigte. Der Hl. Vitus ist der Patron der Benediktinerabtei und damit der Stadt, der Löwe das Wappentier der Herren von Jülich, welche die Siedlung Gladbach zur Stadt erhoben. Der Wellenbalken symbolisiert den Gladbach und machte damit das Stadtwappen zu einem „redenden Wappen“. Die Sterne symbolisieren die Vierzehn Nothelfer, zu denen Vitus gezählt wird.

Mönchengladbachs industrieller Aufstieg wurde vor allem durch die Entwicklung der Textilindustrie von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt. Daneben entwickelte sich auch eine textilorientierte Maschinenindustrie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein umfassender Strukturwandel ein, bei dem die Bedeutung der Textilindustrie abnahm und neue Wirtschaftszweige an Bedeutung gewannen. Derzeit sind nur noch 7 % der Beschäftigten in der einst so dominanten Textil- und Bekleidungsindustrie tätig (z.B. Van Laack, gardeur). Im Rahmen der erfolgreichen Diversifizierung des Wirtschaftsstandorts haben die Stadt und Vertreter der Unternehmen vor Ort im Jahr 1997 die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach gegründet. Die WFMG hat gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein ein fünf-Säulen-Modell für die künftige Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts entwickelt. Hiernach sind Textil und Mode, Maschinenbau und Elektrotechnik, Logistik sowie das Gesundheitswesen als Leitbranchen für die wirtschaftliche Zukunft Mönchengladbachs bestimmend. Im Rahmen einer aktiven Clusterpolitik hat die WFMG eigene Netzwerke für diese Branchen initiiert.

Zu den Produkten der breitgefächerten Wirtschaftsstruktur der Stadt zählen unter anderem Werkzeug- und Spinnmaschinen, automatische Förderanlagen, Signalanlagen, elektronische Registrierautomaten und Transformatoren, Druckerzeugnisse sowie Nahrungs- und Genussmittel. Darüber hinaus sind auch Bierbrauereien in Mönchengladbach vertreten, wobei vor allem niederrheintypische Altbiere produziert werden. Der Niedergang der Textilindustrie und die wirtschaftlichen Langzeitfolgen konnten so allerdings nicht aufgefangen werden.

Vor allem in den siebziger und achtziger Jahren lockte das attraktive Nachtleben noch junges Szene-Publikum aus Düsseldorf an. Heute spielt insbesondere der Tourismus eine gewisse Rolle. Mönchengladbach verfügt über etwa 40 Hotels und Gasthöfe und eine Jugendherberge. Insgesamt sind etwa 2.000 Betten vorhanden. Die Zahl der Übernachtungen beträgt jährlich über 200.000.

Die beiden Hauptbahnhöfe Mönchengladbach Hauptbahnhof und Rheydt Hauptbahnhof liegen an den Fernstrecken Köln–Venlo, Mönchengladbach–Duisburg sowie Aachen–Düsseldorf. Mönchengladbach Hbf hat darüber hinaus einen S-Bahn-Anschluss nach Düsseldorf (Linie S8). Weitere Bahnhöfe befinden sich in Odenkirchen, Wickrath und Rheindahlen, außerdem liegen die Haltepunkte Herrath, Genhausen, und Lürrip (S-Bahn) im Stadtgebiet. Nach Aufforderungen aus der Politik wird der Mönchengladbacher Hauptbahnhof renoviert. Neben Aufzügen und teilweise neuen Treppen (diese sind mittlerweile fertiggestellt) sollen weiterhin die Bahnsteige, sowie die Empfangshalle bis 2009 erneuert werden. Seit 2001 wird die Stadt nicht vom Fernverkehr der Deutschen Bahn AG bedient. Ausnahme hierfür sind die gelegentlichen Zwischenhalte des ICE International von Amsterdam nach Frankfurt (Main) bei Gleisbauarbeiten auf der eigentlichen Strecke zwischen Oberhausen und Arnhem oder Arnhem und Utrecht. Der ICE International wird dann über Mönchengladbach, Venlo und Eindhoven sowie ’s-Hertogenbosch nach Utrecht umgeleitet. Ebenfalls umgeleitet werden die CityNightLine-Züge nach Amsterdam und der EuroNight aus Warschau nach Amsterdam.

Neben den Bahnlinien werden im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) die Omnibuslinien von der NVV AG betrieben. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen. An den Wochenenden und in den Nächten vor Feiertagen verkehren stündlich Nachtbusse auf sechs Linien als Nachtexpress aus den Stadtzentren von Mönchengladbach und Rheydt in die anliegenden Stadtteile.

In Mönchengladbach gibt es den Verkehrslandeplatz Mönchengladbach. Nicht weit von Mönchengladbach liegt der überregionale Flughafen Düsseldorf International, der auch Mehrheitsgesellschafter des Mönchengladbacher Flughafens ist. Weitere Anteile hält die Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG. Aufgrund der für den gewerblichen Luftverkehr zu kurzen Start- und Landebahn von 1.200 m soll der Flughafen ausgebaut werden. Derzeit läuft hierzu das notwendige Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Zwischenzeitlich wurde das notwendige Erörterungverfahren durchgeführt. Dabei schaffte es die Betreibergesellschaft nicht, einen Bedarf nachzuweisen. Der notwendigen Änderung des Gebietsentwicklungsplanes verweigerte der Regionalrat seine Zustimmung. Auch der Zusammenschluss der 110 wichtigsten Fluggesellschaften in Deutschland BARIG spricht sich nicht für einen Aus- und Neubau des Verkehrslandeplatzes Mönchengladbach aus.

Mit dem Automobil ist die Stadt über die Autobahnen A 44 (Aachen–Kassel), A 46 (Heinsberg–Bestwig) und A 52 (Roermond–Essen) sowie A 61 (Venlo–Ludwigshafen) zu erreichen. Ferner führen die Bundesstraßen B 57, B 59 und B 230 durch das Stadtgebiet. Die Entfernungen in die umliegenden größeren Städte betragen nach Düsseldorf 30 km, nach Duisburg 35 km, nach Krefeld 20 km, nach Köln 60 km, nach Aachen 60 km, nach Venlo in den Niederlanden 35 km und nach Roermond, ebenfalls in den Niederlanden, 35 km.

An der Lüpertzender Straße befindet sich die lokale Radiostation Radio 90,1 Mönchengladbach. Sie ging am 29. September 1990 auf Sendung, am 30. Oktober 1990 wurde die erste Sendung im Rahmen des Bürgerfunks über die Frequenzen des Senders ausgestrahlt. Seit dem 19. Januar 2009 sendet der Regionale Fernsehsender City Vision täglich von 16:00 bis 24:00 Uhr auf dem Kabelkanal S18 Nachrichten aus Mönchengladbach und dem Umland. Begonnen wurde Jahre zuvor mit der Ausstrahlung auf öffentlichen Leinwänden, z.B. am Alten Markt, Krankenhäusern oder in Fitnessstudios.

In Mönchengladbach wird keine eigene Tageszeitung herausgegeben. Über das lokale und regionale Geschehen berichten die Rheinische Post und die Westdeutsche Zeitung, sowie zwei kostenlose, werbefinanzierte Zeitungen die einmal wöchentlich an alle Haushalte verteilt werden (Mittwochs der Stadtspiegel und Sonntags der Extra-Tipp).

Über kulturelle Themen berichtet das monatlich erscheinende Stadtmagazin für Krefeld und Mönchengladbach, das in Kneipen und Gaststätten ausliegt. Ein weiteres Magazin rund um Kultur, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten ist der zweimonatlich, kostenlos erscheinende Hindenburger. Dieser wird neben Auslage auch teilweise an Haushalte verteilt.

Seit 1997 gibt es eine Lokalausgabe der Straßenzeitung Fiftyfifty die von Menschen in sozialer Not verkauft wird und vom Diakonischen Werk Mönchengladbach e.V. herausgegeben wird.

In Mönchengladbach befinden sich die Fachbereiche Oecotrophologie, Sozialwesen, Textil- und Bekleidungstechnik und Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences, deren Sitz sich in Krefeld befindet. Die Fachhochschule wurde 1971 durch Zusammenschluss von 12 Fach- und Ingenieurschulen, die sich auf mehrere Städte verteilten, gegründet.

In Mönchengladbach befindet sich ferner das gesamte Spektrum an allgemein bildenden und beruflichen Schulen in öffentlicher und in privater Trägerschaft. Insgesamt besitzt die Stadt 95 Schulen vom Schulkindergarten bis zur Hochschule, darunter auch eine Waldorfschule.

Die Musikschule der Stadt Mönchengladbach bietet eine musikalische Ausbildung von Säuglingen bis zur Vorbereitung der Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule. Mehr als 4000 Schülerinnen und Schüler nehmen die Angebote wahr.

Die Mönchengladbach Mavericks spielen ab der Saison 2007 in der Oberliga NRW West und tragen ihre Heimspiele im Warsteiner HockeyPark aus.

Das Basketballteam NVV Lions Mönchengladbach spielt in der Regionalliga West und trägt seine Heimspiele in der Jahnhalle aus.

Die Bogensportabteilung des Rheydter Turnverein 1847 e.V. ist Mönchengladbachs erfolgreichster Verein im Bogenschießen. Sie hat jeweils ein Team in der 1. Bundesliga Nord und in der Regionalliga West. 2008 hat es die Bundesligamannschaft zum ersten mal in der Vereinsgeschichte in das Bundesligafinale geschafft.

Mönchengladbachs größter, bekanntester und erfolgreichster Fußballverein ist Borussia Mönchengladbach. Der Traditionsklub feierte in den 70er Jahren 5 Deutsche Meisterschaften und 2 UEFA-Cup-Siege. Der Verein spielt in der Fußball-Bundesliga und trägt seine Heimspiele im Stadion im Borussia-Park aus. Borussias U-23-Mannschaft spielt in der Fußball-Regionalliga und trägt seine Heimpartien in der Regel im Grenzlandstadion aus. Der älteste Fußballverein der Stadt ist der 1. FC Mönchengladbach. Der Klub wurde 1894 gegründet und spielt aktuell in der Landesliga. Er ist zudem der älteste Fußballverein im Westdeutschen Fußballverband.

Der Gladbacher HTC spielte bis zur Saison 2007/08 in der 1.Bundesliga, derzeit spielt er gemeinsam mit dem Rheydter Spielverein in der 2.Bundesliga. Der Gladbacher HTC wurde 2002 deutscher Meister und trägt die Heimspiele auf der vereinseigenen Anlage oder im Warsteiner HockeyPark aus. Dort fand vom 6. bis 17. September 2006 die Feldhockey-Weltmeisterschaft der Herren 2006 statt. Der Rheydter Spielverein ist der älteste Hockeyverein in Mönchengladbach, er wurde 2001 der bislang letzte Deutsche Pokalsieger. Er trägt seine Spiele auf dem eigenen Kunstrasenplatz am Grenzland-Stadion aus.

Auf der Trabrennbahn Mönchengladbach veranstaltet der "Verein zur Förderung des Rheinischen Trabrennsportes e.V." (bis Ende 2007 "Trabrennverein Mönchengladbach e.V.") regelmäßig Trabrennen.

Die Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach bieten Oper, Operette, Musical und Schauspiel in den Theaterhäusern beider Städte. Das Kooperationstheater wurde 1950 gegründet. Das begleitende Orchester der Bühnen sind die „Niederrheinischen Sinfoniker“, die auch Sinfonie-Konzerte geben.

Ferner gibt es das „BIS“ in Altmönchengladbach, ein Kulturzentrum für alle Arten von Kultur, so auch Malerei, Jazz und zeitgenössische Musik, „Die Spindel“, eine Kleinkunstbühne am Abteiberg, „Das Rote Krokodil“, eine Kleinkunstbühne im Stadtteil Wickrath und den „Theater Spielplatz“, Mönchengladbachs kleinste Bühne. Sie bietet Kabarett, Theater und Literatur und befindet sich in Rheydt.

Die „MusicCommunity MG“ ist ein loser Zusammenschluss von Veranstaltern und Kulturförderern in Kooperation mit dem Fachbereich Weiterbildung und Musik der Stadt Mönchengladbach. Jährlich werden auf 10 Veranstaltungen Künstler aus dem Bereich der Popularmusik gefördert. Mit den zweitägigen Musikfestivals citymovement indoor (2006) und dem citymovement outdoor (2007) hat die MusicCommunity MG die Tradition des größten Umsonst- und Draußen-Festivals der Region wieder aufgenommen.

Mönchengladbacher Musikgruppen mit internationalen Erfolgen waren in den 70er-Jahren die Krautrock Band Wallenstein und Anfang bis Mitte der 90er Jahre die Rockband Band Sun. Bundesweit bekannt ist EA80, eine der ältesten deutschen Punkbands, und der Rapper Eko Fresh.

Am 27. Januar 2006 hat Gunter Demnig im Stadtteil Odenkirchen die ersten drei Stolpersteine in Mönchengladbach verlegt. Inzwischen gibt es im ganzen Stadtgebiet 144 Stolpersteine.

Einige der in Mönchengladbach geborenen Persönlichkeiten haben national oder international Bekanntheit und Anerkennung erlangt. Die international bekanntesten Mönchengladbacher dürften der Ingenieur Hugo Junkers und der Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld sein. Der Minister für Propaganda und Volksaufklärung während der Zeit des Nationalsozialismus Joseph Goebbels wurde in Rheydt geboren. Zu den national bekannten Persönlichkeiten zählen unter anderem der ehemalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Franz Meyers, der Tiefilmer Heinz Sielmann und der Kabarettist Volker Pispers.

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Bundestagswahlkreis Mönchengladbach

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Der Bundestagswahlkreis Mönchengladbach (Wahlkreis 110) liegt in Nordrhein-Westfalen und umfasst die kreisfreie Stadt Mönchengladbach. Von 1949 bis 1965 hieß der Wahlkreis Rheydt – M.Gladbach – Viersen.

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Verkehrslandeplatz Mönchengladbach

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Der Verkehrslandeplatz Mönchengladbach ist ein deutscher Flugplatz bei Mönchengladbach. Trotz seiner offiziellen Stellung als Verkehrslandeplatz wird er von den Betreibern "Flughafen Düsseldorf Mönchengladbach" genannt.

Die Startbahn in MGL ist mit 1.200 m für herkömmliche Flugzeuge im Regionalflugverkehr ausreichend, für größere Jets ist sie zu kurz.

Derzeit ist das Bild des Airports, der zu 70% der Betreibergesellschaft des Düsseldorfer Flughafens, zu 30% dem niederrheinischen Versorger NVV und zu 0,01% der Stadt Willich gehört, von Millionenverlusten und der Allgemeinen Luftfahrt (General Aviation) geprägt.

Das Gelände des Verkehrslandeplatzes wurde nach 1945 als Abfallsammelplatz und Trümmerablagestelle genutzt. Als darüber Gras gewachsen war, entstand ein Modellflugplatz und ein Fallschirmspringergelände mit viel Zulauf an den Wochenenden. Das Segelfluggelände Mönchengladbach entstand 1955 als kleiner Segelflugplatz, der nur eine Grasbahn hatte. Zwei Jahre später wurde ein Hangar errichtet, im Jahr darauf baute man einen Tower und ein Passagiergebäude. Der Bau der bis heute bestehenden 1200 Meter langen Start- und Landebahn begann 1970 und war 1973 abgeschlossen.

1993/1994 übernahm die Flughafen Düsseldorf GmbH 70 Prozent der Mönchengladbacher Flughafengesellschaft in der Absicht, den Regionalflugverkehr vom Düsseldorfer Flughafen nach Mönchengladbach zu verlagern. Am 1. April 1996 wurde der Linienflugverkehr eröffnet. Der Airport wurde wegen der Folgen des zehn Tage später am Flughafen Düsseldorf ausgebrochenen schweren Brandes zunächst wichtiger Ausweichflughafen und hatte 1998 224.000 Fluggäste. In den folgenden Jahren führten jedoch Konkurse und Abwanderungen von Fluggesellschaften zu einem deutlichen Rückgang. Seit der Abwanderung der Fluggesellschaft GLOBUS, die mit einer ATR 42 die Flughäfen Heringsdorf auf Usedom und Kattowitz in Polen anflog, gab es keinen Linienflugverkehr mehr.

Ab dem 5. Februar 2007 nahm die neu gegründete österreichische Fluggesellschaft Smartline ihren Flugbetrieb auf. Die Verbindung nach St. Gallen wurde zweimal pro Tag angeboten. Der Flugbetrieb wurde jedoch wegen offensichtlichen Nachfragemangels bereits im März wieder ausgesetzt. Eine weitere Linie fliegt während der Sommermonate einmal wöchentlich wieder nach Usedom. Ansonsten werden gelegentlich Rundflüge über die Region Mönchengladbach bis in den Norden von Düsseldorf angeboten. Dazu dient der Vorplatz des Flughafens als Haupthaltestelle eines örtlichen Reisebusanbieters, von wo aus größere Busreisen starten und enden.

Viele Kritiker sehen den Verkehrslandeplatz als überflüssig an. Sie stützen sich dabei auf die Argumentation, dass in Nordrhein-Westfalen u.a. mit dem Düsseldorfer Flughafen, dem Flughafen Köln/Bonn und dem Airport Weeze bereits eine mehr als ausreichende Menge an luftfahrttechnischer Infrastruktur vorhanden sei. Unterstützer dagegen sind der Meinung, dass der Verkehrslandeplatz eine wichtige Entlastung für den Düsseldorfer Flughafen darstellen könne und sehen ihn vor allem als Regionalflughafen, der durch kurze Wege, schnelle Abfertigung und seine Übersichtlichkeit punkten sollte. Außerdem führen sie als Argument für die Überlebensfähigkeit des Airports ins Feld, dass die Fluglinie Air Berlin mit ihren Linienflügen ab Mönchengladbach auf reges Kundeninteresse gestoßen sei, sich aber trotzdem zurückzog, da die verwendeten BAe 146 Flugzeuge nicht wirtschaftlich arbeiteten und der Einsatz wirtschaftlicher Maschinen wegen der kurzen Start- und Landebahn nicht möglich sei. Außerdem sollen weitere Arbeitsplätze durch die Ansiedlung von Unternehmen in Flughafennähe entstehen.

Um den Flughafen attraktiver zu machen, wurde 2003 ein Antrag auf Eröffnung eines Planfeststellungsverfahrens beim Land Nordrhein-Westfalen eingereicht. Das Ziel dieses Antrages ist die Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2320 Meter und der Bau eines neuen Terminals, das auf 3 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt ist. Dieses Vorhaben ist aller Wahrscheinlichkeit nach gescheitert, denn der Regionalrat des Regierungsbezirkes Düsseldorf hat am 29. September 2005 entschieden, dass eine notwendige Änderung des Gebietsentwicklungsplanes nicht vollzogen wird. Einer der Gründe: Der Verkehrslandeplatz Mönchengladbach liegt im Verkehrsschatten des Internationalen Flughafens Düsseldorf. Hierdurch wird seine Entwicklung stark beeinträchtigt. Wie sich dieser Verkehrsschatten auswirkt, musste der Verkehrslandeplatz Mönchengladbach in den zurückliegenden Jahren erfahren. Von 180.000 Fluggästen pro Jahr (gezählt werden An- und Abflug) sank die Zahl der Fluggäste auf aktuell 31.000 pro Jahr.

Am 23. Mai 2007 erklärte der zuständige Minister für Bauen und Verkehr Wittke im Düsseldorfer Landtag, dass aufgrund der Ablehnung des Gebietsentwicklungsplans durch den Regionalrat (siehe oben) und aus Mangel an Rückendeckung durch das Landesluftverkehrskonzept es keinen Ausbau des VLPs MGL geben wird . In der regionalen Presse wird dies als das Aus für den Verkehrslandeplatz bezeichnet .

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Landgericht Mönchengladbach

Das Landgericht Mönchengladbach gehört zur ordentlichen Gerichtsbarkeit des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eines von sechs Landgerichten im Oberlandesgerichtsbezirk Düsseldorf.

Das Landgericht (LG) hat seinen Sitz in Mönchengladbach. Der Gerichtsbezirk umfasst die Städte Mönchengladbach, Grevenbroich, Erkelenz, Hückelhoven, Korschenbroich, Wegberg und Viersen sowie die Gemeinden Schwalmtal, Niederkrüchten, Jüchen und Rommerskirchen.

Für den Bezirk des Landgerichts ist das Oberlandesgericht Düsseldorf zuständig. Im Landgerichtsbezirk liegen die Amtsgerichte Mönchengladbach, Mönchengladbach-Rheydt, Viersen, Erkelenz und Grevenbroich.

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Source : Wikipedia