Luiz Felipe Scolari

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Geschrieben von robby 30/04/2009 @ 10:14

Tags : luiz felipe scolari, trainer, fussball, sport

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Luiz Felipe Scolari

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1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Luiz Felipe Scolari (Luís Felipão Scolari) (* 9. November 1948 in Passo Fundo im Bundesstaat Rio Grande do Sul/Brasilien) ist ein brasilianischer Fußballtrainer.

Scolari ist der Sohn einer aus Italien stammenden Familie, die nach Brasilien einwanderte. Sein aus Venedig stammender Vater Benjamin galt in den 1940er Jahren als einer der besten Abwehrspieler des Staates Rio Grande do Sul. Scolari hat auch die italienische Staatsbürgerschaft.

Er begann in den frühen 1980er Jahren seine Trainerkarriere bei dem Provinzverein Centro Sportivo Alagoano. Es folgten mehrere Stationen in Brasilien und mit dem saudi-arabischen Verein Al-Shabab auch die erste Anstellung im Ausland, ehe er 1987 Grêmio Porto Alegre, einen der bekanntesten brasilianischen Vereine, trainierte. Doch auch dort verweilte Scolari nur kurz und wechselte schon nach einem Jahr zu Goiás EC. Danach ging er für zwei Jahre nach Kuwait, wo er zunächst Al Qadisiya Kuwait und dann die kuwaitische Nationalmannschaft trainierte. 1991 kehrte er in seine Heimat Brasilien zum Criciúma EC zurück und gewann mit dieser Mannschaft 1991 die Copa do Brasil und damit seinen ersten großen Titel. Noch im selben Jahr verließ er Brasilien wieder, um nach Saudi-Arabien zu gehen und den Erfolgsverein Al-Ahli Jeddah zu trainieren. Im Anschluss daran folgte noch ein einjähriges Engagement bei seinem ehemaligen Verein Al Qadisiya Kuwait.

1993 kehrte Scolari erneut nach Brasilien zurück und heuerte ein weiteres mal bei Grêmio Porto Alegre an. Dort holte er in jeder Saison einen Titel, 1994 den Pokal, 1995 die südamerikanische Vereinsmeisterschaft und 1996 den brasilianischen Meistertitel. Anschließend ging der Wandervogel Scolari nach Japan zu Júbilo Iwata und danach wieder zurück nach Brasilien. Er akzeptierte ein Angebot von SE Palmeiras. Dort gewann er 1998 den brasilianischen Pokal und die Copa Mercosur sowie 1999 die Copa Libertadores. 2000 verließ er São Paulo in Richtung Cruzeiro Belo Horizonte.

Unter Emerson Leao gab es für die Seleção vermehrt negative Ergebnisse in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 und einen enttäuschenden vierten Platz beim Konföderationen-Pokal 2001. Im Juni 2001 wurde schließlich Scolari Brasiliens Nationaltrainer. Zunächst enttäuschten die Brasilianer auch unter ihm und schieden im Viertelfinale der Copa América 2001 gegen Honduras aus. Anschließend gelang es Scolari dafür dann doch noch, die Mannschaft zur WM zu führen. Die Brasilianer fanden zu alter Form zurück und gewannen den Weltmeistertitel im Finale gegen Deutschland. Nach diesem Erfolg wurde er zum Weltnationaltrainer des Jahres 2002 gewählt. Dennoch waren die CBF und auch die Fans unzufrieden mit seiner Arbeit, weshalb er kurze Zeit nach dem WM-Finale sein Amt niederlegte.

Seit 2003 trainiert er die Portugiesische Fußballnationalmannschaft und kam mit dem Gastgeber des Turniers bis ins Finale der Fußball-Europameisterschaft 2004. Er war zusammen mit Otto Rehhagel, dem Gegner im Finale, der erste ausländische Trainer, der es bis ins Finale dieses Wettbewerbs schaffte. Im April 2006 wurde er von der britischen Presse als ein möglicher Nachfolger des englischen Nationaltrainers Sven-Göran Eriksson gehandelt, doch Scolari lehnte den Posten ab. Stattdessen verlängerte er seinen Vertrag mit dem portugiesischen Verband bis zur EM 2008. Nach der 0:1-Halbfinalniederlage seiner Portugiesen gegen Frankreich bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland mutmaßte Scolari, dass Schiedsrichter Jorge Larrionda (Uruguay) heimlich auf der Seite der Franzosen gestanden und das Spiel dementsprechend beeinflusst habe. Beim abschließenden Spiel um den dritten Platz am 8. Juli 2006 in Stuttgart unterlag Scolaris Mannschaft gegen Deutschland mit 1:3.

Im EM-Qualifikationsspiel gegen Serbien am 12. September 2007 kam es zu einem Handgemenge zwischen Scolari und einem gegnerischen Spieler, dem Serben Ivica Dragutinovic. In diesem Zusammenhang soll es zu einem Faustschlag von Scolari ins Gesicht von Dragutinovic gekommen sein. Später behauptete Scolari, nur die Haare von Dragutinovic berührt zu haben. Beim Videobeweis stellte sich heraus, dass Scolari den gegnerischen Spieler deswegen nicht getroffen hat, weil dieser rechtzeitig ausgewichen ist. Er wurde deshalb von der UEFA für vier Länderspiele gesperrt. Bei der EURO 2008 führte Scolari die Portugiesen bis ins Viertelfinale, scheiterte dort aber an Deutschland mit 2:3 (1:2).

Am 1. Juli 2008 wurde Luiz Felipe Scolari Trainer des FC Chelsea, wurde dort jedoch bereits am 9. Februar 2009 wieder entlassen, weil sein Erfolg hinter den Erwartungen zurückblieb.

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Fußball-Europameisterschaft 2004

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Die Endrunde der 12. Fußball-Europameisterschaft 2004 der Herren (UEFA EURO 2004) fand vom 12. Juni bis 4. Juli 2004 in Portugal statt. Am Turnier nahmen sechzehn Länder teil. Der Gewinner wurde in 31 Spielen ermittelt. Europameister 2004 wurde Griechenland.

Portugal hatte die Austragung der Europameisterschaft 2004 am 12. Oktober 1999 in Aachen von der UEFA zugesprochen bekommen. Das Land hatte sich dabei unter anderem gegen Spanien und Österreich/Ungarn durchgesetzt. Portugal hatte Spanien die gemeinsame Austragung des Turniers angeboten, die Spanier hatten jedoch in der Hoffnung auf den Zuschlag für eine eigenständige Ausrichtung abgelehnt.

Zum ersten und einzigen Mal während einer Fußball-Europameisterschaft galt die Silver-Goal-Regel. Das unpopuläre Golden Goal bewegte die UEFA in der Saison 2002 dazu, die Regel zu modifizieren. Aus dem Golden Goal wurde das so genannte Silver Goal: Das Spiel wird nur bei Führung eines Teams nach einer 15-minütigen Verlängerung entschieden. Nach der EM wurde auch diese Regel abgeschafft. Zukünftig werden Verlängerungen wieder nach altem Modus ausgespielt (siehe auch: Übersicht zum Regelwerk).

Griechenland nahm als Sieger der Europameisterschaft 2004 am Konföderationen-Pokal 2005 in Deutschland teil.

Die Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2004 fand 2002 bis 2003 in zehn Gruppen statt, in denen jeweils fünf Mannschaften spielten. Die Gruppensieger qualifizierten sich automatisch für die Endrunde. Unter den Gruppenzweiten wurden fünf Relegationsspiele ausgetragen, deren Sieger ebenfalls – neben Gastgeber Portugal – die Endrunde erreichten.

Portugal konnte erst im letzten Spiel mit dem 1:0 gegen Spanien zeigen, dass es zu den Turnier-Favoriten gehörte. Aufgrund der Niederlage gegen Griechenland war die Mannschaft von Luiz Felipe Scolari schon früh unter Zugzwang geraten. Nach dem Sieg gegen Russland musste Spanien besiegt werden, was in einem spannenden Gruppen-Endspiel auch gelang.

Griechenland überraschte bereits im Eröffnungsspiel. Der Sieg gegen Gastgeber Portugal war keine Eintagsfliege, wie das Unentschieden gegen Spanien bewies. Doch nach der Niederlage gegen das bereits ausgeschiedene Russland, die nur knapp zum Viertelfinaleinzug reichte, ging die Fachwelt davon aus, dass spätestens gegen Europameister Frankreich das Turnieraus kommen würde.

Spanien bestätigte seinen Ruf, alles andere als eine Turniermannschaft zu sein. Nach dem knappen Sieg gegen Russland und dem Unentschieden gegen Griechenland hätte ein Unentschieden gegen Portugal zum Weiterkommen genügt. Doch das 0:1 gegen den kleineren Nachbarn führte zum Aus, weil Griechenland nicht mit mehr als einem Tor Unterschied gegen Russland verlor.

Russland schied schon nach dem zweiten Spiel aus. Die Niederlagen gegen Spanien und Portugal führten dazu, dass auch der Sieg gegen Griechenland im letzten Gruppenspiel nutzlos war.

Frankreich erreichte das Viertelfinale ohne Niederlage, überzeugte dabei aber nicht. Dem späten Auftaktsieg gegen England folgte ein schwaches Unentschieden gegen Kroatien, wodurch der vorzeitige Viertelfinaleinzug verpasst wurde. Zwar konnte Frankreich im letzten Spiel gegen Schweiz dies nachholen, doch Frankreich zählte nicht mehr zu den Topfavoriten im Turnier.

England erholte sich schnell von dem durch das verlorene Eröffnungsspiel gegen Frankreich erlittenen Schock, bei dem David Beckham seinen ersten Elfer bei dieser EM verschoss. Ein klarer Sieg gegen die Schweiz und ein trotz 0:1-Rückstand am Ende deutlicher Sieg gegen Kroatien ermöglichte das Weiterkommen. Der erst 18-jährige Wayne Rooney stieg in dieser Phase mit jeweils zwei Toren gegen die Schweiz und Kroatien zum neuen Star der englischen Mannschaft auf.

Für Kroatien war es schon nach dem ersten Gruppenspiel sehr schwierig geworden, den Viertelfinaleinzug zu schaffen. Da man davon ausgehen musste, dass gegen Frankreich und England nicht nur Siege erzielt werden konnten, war ein Erfolg im Spiel gegen die Schweiz Pflicht. Doch das Spiel endete nur unentschieden. Kroatien erzielte zwar mit dem 2:2 gegen Frankreich einen Achtungserfolg, schied aber nach dem 2:4 gegen England aus.

Die Schweiz war als Außenseiter in die Gruppe B gegangen und hatte nach dem Unentschieden gegen Kroatien keine großen Chancen mehr auf das Weiterkommen. Nach einer Niederlage gegen England und Frankreich schied die Mannschaft aus.

Schweden startete mit dem 5:0 gegen Bulgarien sehr gut in das Turnier. Das Unentschieden gegen Italien und das 2:2 gegen Dänemark reichten dank der guten Tordifferenz sogar zum Weiterkommen als Gruppenerster.

Dänemark hatte einen guten Start ins Turnier. Das 0:0 gegen Italien und der Sieg gegen Bulgarien sorgten dafür, dass Schweden und Dänemark ein 2:2 im letzten Gruppenspiel reichte, um den Viertelfinaleinzug zu schaffen.

Italien konnte bei der Euro 2004 nicht überzeugen. Die Unentschieden gegen Dänemark und Schweden brachten die Mannschaft schnell ins Hintertreffen. Trotz des späten 2:1-Erfolges gegen Bulgarien reichte es den Italienern nicht, da Dänemark und Schweden sich 2:2 trennten. Da schon im Vorhinein klar war, dass sich Dänemark und Schweden bei diesem Ergebnis beide für das Viertelfinale qualifizieren konnten und der dänische Torwart zu allem Überfluss in der 90. Minute noch den 2:2-Ausgleich der Schweden verursachte, kam in Teilen der italienischen Medien der Verdacht einer Absprache auf. Auch die ironisch gemeinte Äußerung des dänischen Trainers Morten Olsen („Natürlich machen wir einen Deal.“) sorgte für Aufregung.

Bulgarien war nach dem klaren 0:5 gegen Schweden und der weiteren Niederlage gegen Dänemark schon vor dem letzten Spiel ausgeschieden. Dennoch hielten die Bulgaren gegen Italien gut mit und verloren erst durch ein Tor in der 90. Minute.

Tschechien hatte einen glücklichen Einstand in das Turnier. Trotz eines 0:1-Rückstandes gegen Lettland siegte man noch 2:1. Das 3:2 gegen die Niederlande, das wiederum nach einem 0:2-Rückstand zustande kam, war eines der besten Spiele der Europameisterschaft. Da Tschechien nach diesen zwei Siegen schon als Gruppensieger feststand, spielte im letzten Gruppenspiel gegen die deutsche Mannschaft nur eine B-Elf. Abermals lag man 0:1 hinten, abermals gewann die Mannschaft noch 2:1. Tschechien galt nach dem klaren Weiterkommen in der so genannten Todesgruppe als einer der Anwärter für den Titel des Europameisters.

Die Niederlande konnten zu Beginn gegen Deutschland knapp ein 1:1 erkämpfen. Da auch das Spiel gegen Tschechien nach 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren ging, konnten die Niederländer das Viertelfinale im letzten Spiel gegen Lettland nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Trotz Unruhe im Team, die aus der herben Kritik an Trainer Dick Advocaat herrührte, gewann die Mannschaft klar mit 3:0 gegen Lettland und konnte dank der deutschen Niederlage gegen Tschechien auch den Einzug ins Viertelfinale feiern.

Deutschland schied – wie 2000 – nach den Gruppenspielen aus. Allerdings war das frühe Ende der Euro nicht so desaströs wie vier Jahre zuvor. In einem guten Spiel gegen die Niederlande fing sich die Mannschaft neun Minuten vor Schluss noch den Ausgleich ein. Gegen Lettland enttäuschte die Mannschaft allerdings und kam nur zu einem 0:0. Da aber die Niederlande gegen Tschechien verloren, hätte die deutsche Mannschaft noch aus eigener Kraft mit einem Sieg gegen die B-Elf Tschechiens das Viertelfinale erreichen können. Doch auch gegen den östlichen Nachbarn gelang kein Sieg. Die 1:0-Führung durch Michael Ballack wurde noch in ein 1:2 umgewandelt. Damit musste Deutschland zum dritten Mal nach 1984 und 2000 die Heimreise nach der Gruppenphase antreten.

Lettland, dessen Qualifikation eine große Überraschung gewesen war, spielte gut mit. Die Letten verloren im Eröffnungsspiel trotz Führung gegen Tschechien und erkämpften sich gegen Deutschland ein 0:0. Dadurch gab es sogar noch theoretisch die Möglichkeit, ins Viertelfinale einzuziehen. Doch gegen die Niederlande waren die Balten chancenlos und verloren klar mit 0:3.

Die Viertelfinalbegegnung Portugal – England zählen viele zu den spannendsten und höchstklassigen Spielen der Europameisterschaftgeschichte. Während der regulären Spielzeit geriet Portugal durch ein frühes und selbstverschuldetes Tor der Engländer in Rückstand. Erst in der 85. Minute gelang der Ausgleich durch Helder Postiga. Umstritten war ein nach einem Freistoß erzieltes Tor der Engländer durch Sol Campbell in der 89. Minute, das aufgrund einer als Behinderung des portugiesischen Torhüters Ricardo Pereira durch John Terry gewerteten Aktion nicht anerkannt wurde. Der Schiedsrichter Urs Meier erhielt in der Folge mehrere Morddrohungen. Der englische Jungstar und bei dieser EM zum Führungsspieler avancierte Wayne Rooney zog sich bereits in der ersten Spielhälfte einen Knochenbruch im Fuß zu und konnte so nicht mehr als wichtiger Torjäger ins Spiel eingreifen. In der Verlängerung lieferten sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch, zeigten bei konstant hohem Tempo eine große Energieleistung und konnten untereinander keinen Sieger ermitteln. Daher kam es zum Elfmeterschießen. Zwei verschossene Elfmeter auf Seiten Englands bei einem verfehlten portugiesischen Versuch (von Rui Costa) führten zum portugiesischen Sieg. David Beckham verschoss seinen zweiten Elfmeter bei dieser EM (gegen Frankreich scheiterte er an Barthez, gegen Portugal schoss er wie bereits in der Qualifikation über das Tor), und Darius Vassells Schuss wurde vom portugiesischen Torhüter Ricardo, der ohne Handschuhe hielt, pariert. Der wiederum versenkte den entscheidenden Elfmeter im Tor des englischen Keepers David James und markierte so den 8:7-Endstand zu Gunsten Portugals. England erlitt zum wiederholten Male bei einem Turnier eine Niederlage im Elfmeterschießen.

Im zweiten Viertelfinalspiel der EM schaffte Griechenland eine Überraschung. Die Griechen warfen den amtierenden Europameister Frankreich mit einem 1:0 aus dem Turnier. Sie spielten befreit und ohne Druck auf. In der ersten Halbzeit arbeiteten sie sich eine Reihe hochkarätiger Chancen heraus. Die „Equipe Tricolore“ wirkte abermals müde und agierte ideenlos. Erst in der zweiten Halbzeit kamen die Franzosen zu einigen guten Chancen. Frankreich fehlte aber das nötige Glück, unter anderem verfehlte Thierry Henry zweimal das Tor nur knapp. Den Siegtreffer erzielte Angelos Charisteas in der 65. Minute völlig freistehend mit einem Kopfball. Dass die Griechen ohne Gegentor blieben, ist vor allem der Defensivtaktik zu verdanken, die den französischen Kombinationsfußball nicht zur Entfaltung kommen ließ. Nach dem griechischen Treffer versuchten die Franzosen bis zum Spielende erfolglos, mit der Brechstange zum Ausgleich zu kommen. Die griechischen Spieler – allen voran Angelos Charisteas – und der Nationaltrainer Otto Rehhagel wurden im Heimatland als Helden gefeiert und gingen bereits mit diesem Sieg in die Europameisterschaftsgeschichte ein. Frankreich hatte zuvor seit dem missglückten Auftritt bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea nur ein Spiel (gegen Dänemark) verloren.

Schweden rang den Niederlanden mit einer guten Abwehr nach 90 Minuten ein 0:0 ab. Nach 120 Minuten mit offensiven Vorstößen beider Mannschaften kam es nach dem Spiel Portugal – England zum zweiten Elfmeterschießen der Euro. Zlatan Ibrahimović verschoss den ersten Elfmeter für Schweden. Nachdem der Niederländer Philip Cocu vom Elfmeterpunkt ebenfalls am Tor vorbei zielte, konnte Edwin van der Sar seiner Mannschaft mit einer Parade des Elfmeters des Schweden Olof Mellberg den Sieg mit 5:4 sichern. Obwohl die Schweden bereits im Viertelfinale ausschieden, galt die Mannschaft mit ihrem kontrollierten und taktisch disziplinierten Spiel in Offensive und Defensive als eine der positiven Überraschungen des Turniers. Schweden bewies, dass auch zwei gleichberechtigte Trainer eine Mannschaft zum Erfolg führen können.

Tschechien ließ Dänemark im letzten Viertelfinalspiel trotz einer anfangs defensiven Taktik keine Chance und besiegte die Skandinavier mit 3:0. In der ersten Halbzeit enttäuschten die Tschechen mit von ihnen eher ungewohntem Defensivfußball. Nach dem Spiel erklärte der tschechische Trainer Karel Brückner die Taktik in der ersten Spielhälfte damit, dass man nicht erneut wie bei allen drei Gruppenpartien in Rückstand geraten wollte. Dänemark hingegen spielte überzeugend offensiv, konnte die Überlegenheit aber nicht in Tore umsetzen und lief sich nebenher müde. In der zweiten Halbzeit ging Tschechien in die Offensive, riss das Spiel an sich und machte binnen 20 Minuten durch einen Kopfball von Jan Koller sowie einem Doppelschlag innerhalb dreier Spielminuten durch den 23-jährigen Milan Baroš mit seinen Turniertoren vier und fünf den Sieg perfekt.

Nach verhaltenem Beginn köpfte Cristiano Ronaldo nach einem Eckstoß von Deco in der 26. Spielminute zum 1:0 ein. Portugal spielte frei auf und zeigte eine überzeugende Mannschaftsleistung. Als bester Spieler der Partie galt Luís Figo. Er übernahm oft die Verantwortung und setzte entscheidende Akzente. Portugal kontrollierte das Spiel und konterte immer wieder. Die Niederländer standen relativ weit vom Gegner entfernt und brauchten relativ lange, um ihre Angriffe aufzubauen. Der niederländische Stürmer Ruud van Nistelrooy konnte sich gegen die Portugiesen nicht durchsetzten. Die Niederlande wirkten insgesamt ideenlos. Nach dem 2:0 in der 58. Minute ebenfalls durch eine Standardsituation (nach kurzem Eckball) durch Maniche und einem Eigentor - Jorge Andrade lenkte den Ball in Bedrängnis von van Nistelrooy über den Torhüter Ricardo ins Tor - zum 2:1 gewannen die Niederländer etwas mehr Selbstvertrauen. Das Spiel wurde aber langsamer. Erst allmählich spielten sich die Portugiesen über Konter neue Chancen heraus. Ab der 81. Minute stürmten die Niederlande mit drei Mittelstürmern: Ruud van Nistelrooy, Roy Makaay und Pierre van Hooijdonk. Doch auch das brachte keinen Torerfolg. Portugal erreichte mit dem 2:1 erstmals ein EM-Finale.

Im zweiten Halbfinalspiel ging die Taktik der Griechen wiederum auf. Sie nahmen unter anderem die beiden tschechischen Stürmer Milan Baroš und Jan Koller in Manndeckung, machten die Räume eng und ließen die tschechische Mannschaft kaum zur Entfaltung kommen. Die Tschechen hatten in der ersten Halbzeit nur drei Torchancen, darunter einen Lattentreffer von Tomáš Rosický. In der zweiten Halbzeit hatte die tschechische Mannschaft dann aber weitere gute Chancen, unter anderem nach einem Doppelpass zwischen Rosický und Koller. Entscheidend in der ersten Halbzeit der nötig gewordenen Verlängerung war die ungenügende Chancenausbeute der Tschechen. Griechenland schaffte den Einzug ins Finale durch das Silver Goal - Dellas erzielte den Treffer per Kopfball nach einer Ecke von Tsiartas zum Ende der ersten Verlängerung.

Insgesamt war die Partie nicht als hochklassig zu bezeichnen. Der tschechische Mittelfeldakteur Pavel Nedvěd zog sich in der ersten Halbzeit im griechischen Strafraum bei einem Zweikampf eine Knieverletzung zu und fiel aus.

Mit dem Finale zwischen Portugal und Griechenland am 4. Juli kam es erstmals zur Wiederauflage eines Eröffnungsspiels – ein Novum in der Fußballhistorie. Zudem standen erstmals bei einer Europameisterschaft zwei Mannschaften im Finale, die nie zuvor in einem Finale gestanden haben. Griechenland begann wie zuvor diszipliniert und Portugal etwas verhalten, um nicht den Fehler des Eröffnungsspiels zu machen und in Rückstand zu geraten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten die Portugiesen den Druck. Die Griechen ließen sich nun etwas nach hinten drängen, so dass die Portugiesen zu mehreren Chancen kamen. Doch in dieser Situation erzielte erneut Angelos Charisteas von Werder Bremen bei einem Eckball einen Treffer. Er nutzte einen Fehler des portugiesischen Torwarts Ricardo und köpfte in der 57. Minute zum 0:1 ein. Der Kopfball war der einzige Torschuss von Charisteas in dieser Partie. Die Portugiesen zogen nun nach, scheiterten jedoch immer wieder an der griechischen Verteidigung. In den restlichen Spielminuten kam Portugal insbesondere durch Cristiano Ronaldo und Luís Figo noch zu einigen guten Chancen, die allerdings alle vergeben bzw. vereitelt wurden. Versuche, die Stürmer von den Flügeln zu bedienen, blieben ebenfalls erfolglos. Hohe Bälle aus dem Mittelfeld in den Strafraum geschlagen und Schüsse aus relativ großer Distanz konnte der griechische Torhüter Antonios Nikopolidis abwehren. Die Portugiesen agierten fast das ganze Spiel über nervös und konnten insgesamt über zwanzig Torchancen nicht nutzen. Kurz vor Spielende kam es zu einem Zwischenfall durch einen so genannten Flitzer. Der Störer, der sich Jimmy Jump nennt, stürmte auf das Spielfeld, bewarf Luís Figo mit einer Flagge des FC Barcelona und sprang anschließend ins Netz des griechischen Tors. Bis er überwältigt und vom Spielfeld getragen werden konnte, vergingen gut zwei Minuten. Der das Endspiel leitende deutsche Schiedsrichter Markus Merk blieb fehlerlos.

Griechenland wurde somit erstmals Europameister.

Milan Baroš aus Tschechien wurde mit fünf Treffern Torschützenkönig. Unmittelbar hinter ihm folgen der Niederländer Ruud van Nistelrooy und der Engländer Wayne Rooney. Je drei Tore erzielten Europameister Angelos Charisteas (Griechenland), Frank Lampard (England), Henrik Larsson (Schweden), Jon Dahl Tomasson (Dänemark) und Zinédine Zidane (Frankreich).

Siehe auch die gesamte Torschützenliste.

Sportlich gesehen war die Euro 2004 von hohem Niveau gekennzeichnet. Die Experten waren sich einig, dass das Turnier spielerisch eines der besten der vergangenen Jahrzehnte war. Die meisten Mannschaften zogen sich nicht wie bei früheren Turnieren abwartend in die eigene Spielhälfte zurück, sondern bemühten sich von Spielbeginn an, attraktiven risikoorientieren Offensivfußball zu spielen. Die gute sportliche Qualität ließ allerdings auch kaum hohe Ergebnisse zu. Ausnahmen waren vor allem die Spiele Kroatien gegen England (2:4) als das Spiel mit den meisten Toren und die Partie zwischen Schweden und Bulgarien (5:0) als das Spiel mit der höchsten Tordifferenz des Turniers. Die große Leistungsdichte sorgte dafür, dass sich kein Land wirklich blamierte, auch nicht der EM-Neuling Lettland, der die tschechische Mannschaft zwischenzeitlich in Bedrängnis brachte und gegen Deutschland ein 0:0 und damit den ersten EM-Punkt erreichte.

Einige Mannschaften enttäuschten aber auch. Italien spielte für seine Verhältnisse viel zu defensiv und konnte während der drei absolvierten Spiele die Ansprüche in keiner Weise erfüllen. Den Franzosen merkte man ihre Müdigkeit und Ideenlosigkeit an. Nach der Weltmeisterschaft 2002 gelang ihnen wiederum kein gutes Turnier. Danach stand die lang überfällige Verjüngung des Kaders an. Auch die deutsche Mannschaft konnte mit ihren begrenzten Mitteln nicht überzeugen. Es fehlten der uneingeschränkte Kampfeswille und die Risikobereitschaft. Zumindest im Spiel gegen die Niederlande konnte sie vorübergehend ihr wirkliches Potenzial aufzeigen. Auch Portugal konnte anfangs nicht durch schönen Fußball glänzen. Man merkte dem Team den enormen Druck an, unbedingt im eigenen Land den Titel holen zu müssen. Erst im Lauf des Turniers konnte die portugiesische Mannschaft sich spielerisch steigern.

Die Euro 2004 galt als ein Turnier der Überraschungen. Zuvor als Favoriten gehandelte Mannschaften wie Spanien und Italien schieden schon in der Gruppenphase aus. Gleichzeitig war Griechenland mehreren Weltklassemannschaften ebenbürtig oder überlegen und wurde Europameister.

Nicht nur Spanien und Italien schieden früher als von vielen erwartet aus, sondern auch England und Frankreich, die im Viertelfinale scheiterten.

Das Ausscheiden der hoch gehandelten Mannschaften wird häufig damit begründet, dass die Nationalspieler dieser Länder in den großen 20er-Ligen Europas (Spanien, Frankreich, England) samt den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben sowie den Länderspielen zu viele Spiele im Jahr absolvieren müssten und sich nicht ausreichend regenerieren könnten. Da das Phänomen auch schon für das frühe Ausscheiden einiger Mannschaften bei der WM 2002 verantwortlich gemacht wurde, gab es nach der EM Absichtserklärungen, die Anzahl der Spiele zu reduzieren. Ergebnis dieser Strategie ist auch die Abschaffung der zweiten Gruppenphase in der UEFA Champions League.

Die Griechen hatten zuletzt 1980 an einer Europameisterschaftsendrunde teilgenommen. Somit war für sie schon das Erreichen der Endrunde in diesem Jahr ein Erfolg. Zuvor hatten die Hellenen bei einer EM noch nie einen Sieg errungen. An ihrem letzten großen Turnier nahmen sie 1994 – der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA – teil. Der Titelerfolg bei diesem Turnier wird auch dem deutschen Trainer Otto Rehhagel zugeschrieben, der die Mannschaft seit 2001 trainiert.

Als Otto Rehhagel in Griechenland seine Arbeit begann, war der Nationalmannschaftsfußball dort bedeutungslos. Er hat ohne Griechischkenntnisse aus vielen Einzelgängern eine Truppe mit Mannschaftsgeist geformt. Rehhagel beschrieb seine Methode mit den Worten: „Die Griechen haben die Demokratie erfunden. Ich habe eine demokratische Diktatur eingeführt.“ Er verhalf dem griechischen Fußball mit einer auf die Mannschaft und die Fähigkeiten der Spieler abgestimmten Taktik in die europäische Spitze. Rehhagel dazu: „Früher hat jeder gemacht, was er will. Jetzt macht jeder, was er kann.“ Er versuchte nach Siegen die Euphorie vieler Fans zu unterdrücken: „Wenn wir zweimal gewinnen, wollen sie gleich Europameister werden, und wenn wir zweimal verlieren, wollen sie sich gleich ins Meer stürzen.“ Rehhagel bewirkte auch, dass Vereins- und Verbandsfunktionäre von der Zuständigkeit über die Nationalmannschaft entbunden wurden. Nur so konnte Rehhagel eine Mannschaft formen, die eine konstante Zusammensetzung hat und keinem Druck unterliegt.

Auf ihrem Weg zum Europameistertitel besiegte Griechenland mehrere hochklassige Teams, die an der guten griechischen Verteidigung scheiterten. Schon das Auftaktspiel gegen den Gastgeber Portugal – zuvor als „wichtigstes Spiel für Griechenland seit 20 Jahren“ gehandelt – war erfolgreich. Die Griechen besiegten die portugiesische Mannschaft dank ihrer Taktik und eines frühen Tores mit 2:1. Bereits dieser Erfolg war von vielen unerwartet, sodass von einer „Sensation“ die Rede war. Die Griechen bestätigten den guten Eindruck im zweiten Gruppenspiel bei einem 1:1-Unentschieden - was zum Ausscheiden der mitfavorisierten Spanier führte. Daraufhin gelang ihnen der Sieg über den amtierenden Europameister Frankreich im Viertelfinale und die ebenfalls hoch gehandelten Tschechen im Halbfinale. Auch die mit Heimvorteil ausgerüstete portugiesische Mannschaft scheiterte an der gut eingestellten Mannschaft auch im Finale. Nur die zuerst ausgeschiedenen Russen konnten Griechenland während des Turniers schlagen.

Der Gewinn des Titels durch die Griechen wurde als „Wunder von Lissabon“ bekannt. Griechenland war eine der wenigen Mannschaften, die mit einer eher defensiven Taktik spielten. Rehhagel nennt die griechische Taktik „kontrollierte Offensive“. Er stellte heraus, dass ein Abwehrspieler in einem Spiel das entscheidende Tor erzielte und „dass wir mit Seitaridis einen der offensivsten Verteidiger der EM gehabt haben“. Des Weiteren agierten die Griechen erfolgreich mit einem Spieler auf der, nach Meinung vieler veralteten, Libero-Position und mit Dreierkette. Die meisten anderen Mannschaften setzten auf die als moderne Alternative angesehene Viererkette. Dass die Griechen die vermeintlich großen Mannschaften als Europameister hinter sich ließen, war vor allem der Umsetzung der Taktik, der geschlossenen Mannschaftsleistung (besonders in der Einsatzbereitschaft) sowie der guten Chancenverwertung zuzuschreiben.

Otto Rehhagel führte als ausländischer Nationalcoach eine Nationalmannschaft zu einem Turniertitel, was zuvor noch nie einem Trainer gelang. 1992 hatte Rehhagel an der Stelle des Stadion des Lichts, noch in der alten Arena, mit Werder Bremen den Europapokal der Pokalsieger gewonnen. Der Erfolg der griechischen Mannschaft hatte im olympischen Jahr eine große Euphorie im ganzen Land zur Folge. Nach der Rückkehr wurden die Europameister im Panathinaikon-Stadion der griechischen Hauptstadt Athen geehrt und dort von rund 100.000 Menschen empfangen. Dort wurden bis dato nur die griechischen Olympiasieger gefeiert. Bei dieser Gelegenheit wurden Otto Rehhagel und seine Spieler zu Ehrenbürgern der Stadt Athen ernannt.

Die EM war nicht die Bühne der etablierten Stars wie Zinédine Zidane, David Beckham, Pavel Nedvěd oder Luís Figo. Sie gehörte den talentierten Jungstars wie dem neuen englischen Superstar Wayne Rooney (jeweils zwei Tore gegen die Schweiz und Kroatien), dem Portugiesen Cristiano Ronaldo, dem Niederländer Arjen Robben (schoss sein Team im Elfmeterschießen gegen Schweden ins Halbfinale), dem Schweden Zlatan Ibrahimović und dem Tschechen Milan Baroš, der die EM als Torschützenkönig abschloss.

Neben den sportlichen gab es auch unschöne und unsportliche Momente auf dem Platz. Francesco Totti (Italien) wurde wegen einer Spuckattacke gegen Christian Poulsen (Dänemark) für drei EM-Spiele gesperrt. Alexander Frei (Schweiz) musste sich ebenfalls wegen mutmaßlichen Spuckens vor der UEFA-Disziplinar- und Kontrollkommission verantworten, wurde aber erst aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Er hatte verdeckt zur Fernsehkamera den Gegenspieler Steven Gerrard (England) angespuckt. Nachdem neue Aufnahmen auftauchten, die auch Frei eindeutig überführten, wurde dieser für die gesamte Europameisterschaft gesperrt, weil er sich bei der Verhandlung nicht schuldig bekannt hatte.

Portugal gelang es, eine freundliche Europameisterschaft ohne große Ausschreitungen zu veranstalten, was vor allem dem Sicherheitskonzept zu verdanken ist. Das Land bemühte sich, eine möglichst umfassende Sicherheit zu gewährleisten, ohne die Fans abzuschrecken oder arg zu beeinträchtigen.

Die Verhinderung größerer Ausschreitungen ist vor allem neuen Strategien gegen Hooligans zu verdanken. Hier wurden erhebliche Fortschritte im Vergleich zur Euro 2000 gemacht. Allerdings gibt es direkt in Portugal auch kein Hooliganproblem, wie es in den Niederlanden der Fall war. Das Konzept bestand in erster Linie aus präventiven Maßnahmen wie der Aussetzung des Schengener Abkommens während der Euro, der Verschärfung von Kontrollen an den portugiesischen Grenzen sowie dem Ausreiseverbot beziehungsweise Passentzug polizeibekannter ausländischer Hooligans. Die Polizei hielt sich größtenteils aus den großen Fanmassen zurück und fiel nicht durch übermäßige Präsenz oder Provokation auf. Die umgehende gerichtliche Behandlung von Randalierern erlaubte eine schnelle Verurteilung und Abschiebung. Ferner wurden in den Stadien neben der einheimischen Polizei speziell in Sicherheitsfragen (insbesondere der Zuschauerüberwachung) ausgebildete Stewards eingesetzt, die berechtigt waren, gegen die Vorschriften verstoßende Fans aus den Stadien zu verweisen. Während der gesamten Euro kam es zu zwei kleineren Zwischenfällen mit Engländern in Touristenorten und zu einem Todesfall in Lissabon, wo ein 27-jähriger Engländer nach einem Raubüberfall seinen Verletzungen auf dem Weg zum Krankenhaus erlag.

Der Fokus der Sicherheitsmaßnahmen richtet sich allerdings nicht mehr auf die Hooligans, sondern seit dem 11. September 2001 in erster Linie auf die Gefahr terroristischer Anschläge. Nach dem Terroranschlag von Madrid am 11. März 2004 wurde das Konzept nochmals überarbeitet und die NATO und Europol eingebunden. Die NATO unterstützte Portugal in der größten Sicherheitsoperation des Landes durch die Überwachung des Luftraumes über der iberischen Halbinsel durch AWACS-Flugzeuge. Alle Stadien wurden am Vorabend vor einem Spiel hermetisch abgeriegelt und an den Eingängen wurde die Anzahl von Detektoren erhöht, um das Einschmuggeln von Bomben unmöglich zu machen. Insgesamt waren für die Sicherheit während des Turniers 20.000 Sicherheitskräfte zuständig. Für die Sicherheit der teilnehmenden Teams wurden eigene nationale Kräfte eingesetzt. Frankreich beispielsweise ließ sich von einer Elitetruppe beschützen und Deutschland brachte einen eigenen Sicherheitskoordinator des Bundeskriminalamtes mit. Mittlerweile arbeiten alle EU-Länder für die Sicherheit solcher Großereignisse zusammen. Beispielsweise tagt alle zwei Monate ein Komitee des Europarates zur Verhinderung von Gewalt bei Sportveranstaltungen. Die Sicherheitsausgaben während des Turniers beliefen sich auf eine zweistellige Millionensumme in Euro.

Die meisten Stadien boten vorzügliche Bedingungen. Die beeindruckendsten Spielstätten waren nach einhelliger Meinung von Fans und Experten das Stadion des Lichts (Estádio da Luz) in Lissabon mit seiner intensiven Atmosphäre und das Estádio do Dragão in Porto mit seiner markanten Dachkonstruktion aus Glas. Allerdings gab es auch Kritik an einigen Stadien. Das Stadion in Braga, zwar in spektakulärer Architektur unkonventionell in ein Felsmassiv hinein gebaut, hat lediglich zwei Seitentribünen und ist als Fußballstadion nur bedingt geeignet. Vor allem in den Fernsehübertragungen kam keinerlei Stimmung auf. Kritisiert wurde auch das Municipal-Stadion in Aveiro, das in der Einöde neben einer Müllverbrennungsanlage errichtet wurde und dessen Zufahrtsstraßen nicht rechtzeitig fertiggestellt waren. Das beste Gegenbeispiel ist das Dom-Afonso-Henriques-Stadion in Guimarães, das sich geradezu organisch in den Ort einfügt.

Ein enormes Problem stellt die Nachnutzung der Spielstätten dar. In Neubau und Modernisierung der Stadien wurden 553,6 Millionen Euro – geplant waren lediglich 426,4 Millionen – und in den Ausbau der stadionnahen Infrastruktur nochmals 79,4 Millionen Euro investiert. Ein Großteil der Kosten muss von den Kommunen und den Vereinen als Betreiber getragen werden. Die Haushalte der kleineren Kommunen werden durch die Europameisterschaft über lange Zeit schwer belastet bleiben und die Vereine haben hohe Mieten zu zahlen, während sich die erste portugiesische Liga mit geringen Zuschauerzahlen und finanziellen Schwierigkeiten in einer Krise befindet. Schon vor der EM stellte sich die Frage, ob für 31 Spiele zehn Stadien notwendig sind. In fünf Stadien wurden lediglich zwei Gruppenspiele ausgetragen. Leiria hatte nach dem Turnier mit 55 Millionen Euro Schulden durch den Bau des Estádio Dr. Magalhães Pessoa zu kämpfen. Zu den Heimspielen des Vereins kommen im Schnitt nur etwa 6.000 Besucher. Faro und Loulé, die Trägergemeinden des Algarve-Stadions, müssen 5.500 Euro pro Tag für ein Stadion aufbringen, in dem kein Fußball stattfindet. Die Klubs der Städte spielen nur in der Regionalliga und die Austragung ihrer Partien im Algarve-Stadion wäre wegen der geringen Zuschauerresonanz ein Verlustgeschäft.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen. Der Super Liga-Klub SC Braga konnte im 30.000 Zuschauer fassenden Städtischen Stadion von Braga mit durchschnittlich 10.000 Besuchern pro Heimspiel eine Verdopplung seiner Zuschauerzahlen seit der Europameisterschaft verzeichnen. Damit befindet man sich in Portugal hinter den großen Vereinen Sporting Lissabon, Benfica Lissabon und FC Porto auf Rang vier der Zuschauergunst. Um das Stadion rentabler zu machen, finden Rockkonzerte, Musikfestivals und andere Veranstaltungen statt. Das Stadionumfeld soll durch einen geplanten Sport- und Freizeitpark noch attraktiver werden.

Auch an der UEFA wurde Kritik laut. Zu große Kartenkontingente für die Verbände führten trotz ausverkaufter Stadien zu leeren Sitzreihen und verärgerten Fans. Bisher stand jedem an einem EM-Spiel beteiligten Verband ein Kontingent von jeweils 20 Prozent der Karten im jeweiligen Stadion zu. Einige Verbände wie der russische und der italienische nutzten jedoch Tausende ihrer übernommenen Karten nicht. Sie konnten die von der UEFA erhaltenen Tickets nicht an die Fans absetzen. Die UEFA kündigte an, die Kontingente deutlich zu reduzieren, um vergleichbare Situationen bei künftigen Turnieren zu verhindern.

Portugal befindet sich seit Anfang 2001 in einer wirtschaftlichen Krise. Die Wirtschaft schrumpft nach einer langen Wachstumsphase seit dem EG-Beitritt im Jahre 1986, die Arbeitslosigkeit und die Inflationsrate steigen und rufen ein hohes Staatsdefizit hervor. Das Land erhoffte sich durch die Ausrichtung des nach Fernsehzuschauern drittgrößten Sportereignisses der Welt wichtige gesamtwirtschaftliche Impulse.

Durch die gute Organisation der Euro 2004 konnte das Land einen enormen Imagegewinn und eine gesteigerte Bekanntheit in aller Welt für sich verbuchen. Dieser unbezahlbare Werbeeffekt wird sich in erster Linie im Tourismussektor auswirken. In den nächsten sechs Jahren sollen die Einnahmen aus dem Tourismus zwischen drei und sechs Prozent – mit bis zu 700.000 zusätzlichen Besuchern pro Jahr – wachsen. 2004 wurde mit einer Steigerung von 2,5 Prozent und 500.000 Besuchern gerechnet. Der Tourismus macht immerhin 3,7 Prozent des portugiesischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Weiterhin sorgte die Euro 2004 für einen Aufschwung in der Bauwirtschaft. Dies ist auf die hohen Ausgaben für den Bau der Stadien und der Infrastruktur zurückzuführen. Niemals zuvor wurde solch eine große Zahl von Stadien für eine Fußball-Europameisterschaft neu errichtet. In Bau und Erweiterung der Stadien wurden über 600 Millionen Euro investiert. Portugiesische Baufirmen waren an 85 Prozent der Bauarbeiten beteiligt. Der Staat förderte die Baumaßnahmen mit mehr als 100 Millionen Euro. Hinzu kamen Bauaufträge für den Ausbau der öffentlichen und privaten Infrastruktur (beispielsweise Straßen, Hotels). Die konjunkturellen Auswirkungen aus der Baubranche heraus sind allerdings nur gering, da dieser Sektor zu den unproduktivsten Wirtschaftszweigen gehört.

Das portugiesische Finanzministerium prognostizierte die direkt messbaren Auswirkungen der EM mit einem Anstieg des BIP von 2004 um lediglich 0,08 Prozent. Das Land soll aber mit einem langfristigen, volkswirtschaftlichen Gewinn von 900 Millionen Euro rechnen können. Darin eingerechnet sind Mehreinnahmen von 262 Millionen Euro aus dem Tourismus, 200 Millionen aus zusätzlichem Konsumverbrauch dieser Touristen und 244 Millionen Euro aus der Schaffung von Arbeitsplätzen in Tourismus und Bauwirtschaft. Allerdings lassen sich die langfristigen Folgen eines solchen Großereignisses auf die wirtschaftliche Entwicklung aufgrund unsicherer Prognosen und vielfältiger Multiplikatorwirkungen nur sehr schwer einschätzen. Neben positiven Effekten wie dem Imagegewinn oder zusätzlichen Steuereinnahmen könnte die EM auch negative Auswirkungen wie Verkehrs- und Sicherheitsprobleme sowie Umweltschäden durch den steigenden Tourismus und damit hohe Folgekosten hervorrufen.

Die eindeutigeren Gewinner in wirtschaftlicher Hinsicht sind die UEFA mit ihren Mitgliedsverbänden und die als Teamausrüster auftretenden Sportartikelhersteller. Das Joint Venture der UEFA und dem Veranstalterland, das für die Organisation des Turniers gegründet wurde, erwartete Bruttorekordeinnahmen von rund 817 Millionen Euro aus Eintrittsgeldern, Sponsoring, Fernseh- und Marketingrechten. Besonders die Einnahmen aus Sponsoring, Fernseh- und Marketingrechten konnten sprunghaft gesteigert werden. Nicht umsonst gilt der Sport unter Wirtschaftsexperten mittlerweile als der am stärksten wachsende Wirtschaftsfaktor der Welt. 500 Millionen Euro zahlten allein die Hauptsponsoren. Dass sich dieses Engagement lohnte, zeigt das Beispiel Carlsberg. Der Braukonzern verkaufte während des Turniers dreizehn Prozent mehr Bier. Außer an den Veranstalter wurden Teile der Erträge an die Teilnehmer- und Mitgliedsverbände ausgeschüttet. Allein an die Verbände der Teilnehmer flossen als Spielprämien rund 120 Millionen Euro. Von der Europameisterschaft profitierten zudem die Teamausrüster durch die Vermarktung von Spielertrikots in hohem Maße. Zusätzlich konnte Adidas auch durch den Verkauf des von der UEFA lizenzierten EM-Balles namens Roteiro eine Nettogewinnsteigerung von 21% auf einen Rekordgewinn von 314 Millionen Euro verbuchen.

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Fernando Meira

Fernando Meira

Fernando Meira (* 5. Juni 1978 in Guimarães; eigentlich Fernando José da Silva Freitas Meira) ist ein portugiesischer Fußballspieler.

Der Defensiv-Allrounder begann seine Karriere in seiner Heimatstadt bei Vitória Guimarães und erhielt dort auch seinen ersten Profivertrag. In der Saison 1998/1999 wurde er an den FC Felgueiras ausgeliehen, kehrte aber bereits in der Folgesaison zu Vitória Guimarães zurück und wurde in der Folge Kapitän der Mannschaft.

Zu Beginn der Saison 2000/2001 wechselte Meira zu Benfica Lissabon wo er ebenfalls zum Kapitän avancierte.

Seit Januar 2002 stand er mit 7,5 Millionen € als bis dato teuerster Transfer in der Vereinsgeschichte beim VfB Stuttgart unter Vertrag, verlor diesen Titel jedoch im Sommer 2007 an Ciprian Marica, der 8 Millionen € kostete. Mit dem VfB zog Meira 2003 und 2007 in die Champions League ein. Hierbei unterlief ihm ein Eigentor gegen den FC Chelsea (0:1; 0:0), wodurch der VfB aus dem Wettbewerb ausschied.

Im März 2006 verlängerte er seinen ursprünglich bis 2007 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2010. Vor der Saison 2006/07 wurde Meira Kapitän des VfB Stuttgart.

Gleich in seiner ersten Saison als Kapitän des VfB wurde ihm nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft die Meisterschale von Guido Buchwald überreicht, der die Trophäe 1992 noch selbst als VfB-Kapitän in Empfang nahm. Es war der erste Titelgewinn in Meiras Karriere.

Vor der Saison 2008/09 wurde Fernando Meira von Trainer Armin Veh als Mannschaftskapitän abgesetzt. Am 18. Juli 2008 gab Manager Horst Heldt bekannt, dass Meira den VfB Stuttgart verlassen wird.

Meira unterschrieb am 22. Juli 2008 einen Vertrag bei Galatasaray Istanbul der bis zum 30. Juni 2012 datiert ist. Seinen ersten Erfolg mit seinem neuen Team feierte er mit dem Gewinn des Türkischen Supercups am 17. August 2008 gegen Kayserispor.

Am 10. März 2009 wechselte Meira zu Zenit Sankt Petersburg.

Meira ist seit 2000 Nationalspieler. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 wurde er noch nicht berücksichtigt. Doch seit der neue Trainer Luiz Felipe Scolari 2003 das Traineramt der portugiesischen Fußballnationalmannschaft übernommen hat, kommt Meira zu regelmäßigen Einsätzen, wurde aber auch für die EM 2004 im Heimatland nicht nominiert. Erst bei der WM 2006 gehörte er zum Kader und spielte sein erstes großes Turnier für Portugal. Die Mannschaft drang bis ins Halbfinale vor, schied dort allerdings gegen Frankreich aus. Meira bestritt alle sieben Spiele für sein Team. Für die Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich, wurde er ebenfalls nominiert, kam aber im Gegensatz zu früheren Turnieren nur noch als Einwechselspieler zum Einsatz.

Meira ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Alexsandro de Souza

Alexsandro de Souza (* 14. September 1977 in Curitiba), genannt Alex, ist ein brasilianischer Mittelfeldspieler, der momentan bei Fenerbahçe Istanbul unter Vertrag steht.

Alex gilt als ein guter und technisch sehr versierter Spielmacher, der zudem sehr torgefährlich ist. Er verfügt über Führungsqualitäten, die er neben seinen Stationen bei Vereinsmannschaften bereits auch schon in der brasilianischen Nationalmannschaft zeigen konnte.

Seine Laufbahn begann er bei Coritiba FC, es folgte der Wechsel zu SE Palmeiras. Dort feierte er einige Erfolge und gewann mit dem Team die Copa Mercosur, die Copa do Brasil und 1999 die Copa Libertadores. 1999 wurde er von der IFFHS zum drittbesten Torjäger der Welt gekrönt. Im Jahr 2000 spielte Alex auf Leihbasis für Flamengo Rio de Janeiro, bevor er einen Vertrag beim AC Parma in Italien unterschrieb. Doch bevor die Saison in der Serie A richtig begonnen hatte, kehrte er wieder zu Palmeiras zurück. Bei seiner kurzen Zeit bei Parma gelangen ihm in 5 Spielen 2 Tore und 7 Vorlagen. Mit dem brasilianischen Verein erreichte er 2001 das Halbfinale der Copa Libertadores. Im Sommer 2002 wechselte er zu Cruzeiro Belo Horizonte und wurde dort Kapitän. Bis zur Saison 2003/04 gelangen ihm 64 Treffer in 121 Spielen für Cruzeiro. In der Saison 2003/04 selbst erzielte Alex 25 Tore, darunter in einem Spiel einen Elfmeter-Hattrick. Er wurde im Jahr 2003 zu Brasiliens Spieler des Jahres gewählt.

Im Juni 2004 unterschrieb er bei Fenerbahçe Istanbul einen Drei-Jahres-Vertrag, nachdem ein zuvor geplanter Wechsel in die Türkei im Winter geplatzt war. In der Saison 2004/2005 führte er Fenerbahçe mit 25 Toren zum Meistertitel und lieferte dabei auch noch 19 Vorlagen. In der Saison 2006/2007 wurde er mit 19 Toren Torschützenkönig der türkischen Liga. Damit ist er der bisher einzige ausländische Fenerbahçe-Fußballer, der Torschützenkönig wurde und der erste Brasilianer, der Torschützenkönig der Süperlig wurde. 2007 verlängerte er seinen Vertrag bei Fenerbahçe um zwei weitere Jahre bis 2009. Nachdem Ümit Özat, Tuncay Şanlı und Rüştü Reçber den Klub verließen, wurde Alex zum neuen Mannschaftskapitän von Fenerbahçe. Am 1. November 2008 schoss er sein 100. Tor für Fenerbahce Istanbul. Anfang 2009, verlängerte er seinen Vertrag bei Fenerbahce Istanbul erneut, und zwar bis zum 31. Mai 2011.

Am 23. September 1998 absolvierte Alex gegen Jugoslawien sein erstes Länderspiel für die brasilianische Nationalmannschaft. Trotz mehrerer Einsätze in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 wurde er von Trainer Luiz Felipe Scolari nicht für den WM-Kader nominiert. Alex vertrat sein Land bei den Turnieren um die Copa América 1999, 2001 und 2004, die er 1999 und 2004 auch gewann. Bei der Copa América 2004 in Peru war Alex Spielführer der brasilianischen Nationalmannschaft. Er absolvierte fünf Einsätze und verwandelte beim Viertelfinalsieg über Mexiko einen Elfmeter. Insgesamt bereitete er sieben Tore vor. Seinen bisher letzten Einsatz in der Seleção hatte er am 12. Oktober 2005 gegen Venezuela.

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Djalminha

Djalminha, eigentlich Djalma Feitosa Dias Maia (* 9. Dezember 1970 in Santos, Brasilien) ist ein brasilianischer Fußballspieler. Er war 1996 Brasiliens Fußballer des Jahres. Außerdem gilt er aufgrund seiner Leidenschaft für trickreiches Spiel als Zauberer und trägt deshalb den Spitznamen "El Mago".

Djalminha ist der Sohn von Djalma Santos (Doppelweltmeister mit Brasilien 1958 und 1962) und besitzt eine Doppelstaatsbürgerschaft (Spanien).

Er begann seine Karriere bei Flamengo Rio de Janeiro und spielte unter anderem auch beim Guarani FC und SE Palmeiras. Dazwischen hatte er ein kurzes Gastspiel in Japan bei Shimizu S-Pulse.

Während der Copa América 1997 war Djalminha im brasilianischen Kader und schoss zwei Tore. Im Finale, das Brasilien gegen Bolivien mit 3:1 gewann, wurde er aber nicht eingesetzt.

1997 ging Djalminha nach Spanien zu Deportivo La Coruña, wo er als Spielmacher im offensiven Mittelfeld agierte. In der Saison 1999/2000 holte Djalminha mit den Galiziern den spanischen Meistertitel. Nachdem er seinem Trainer Javier Irureta nach einer Meinungsverschiedenheit einen Kopfstoß versetzt hatte, wurde er nur noch selten eingesetzt und wurde deshalb von Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari nicht für Brasiliens WM-Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea berücksichtigt.

Während der Saison 2002/03 war er bei Austria Wien in Österreich unter Vertrag, konnte aber seine Qualitäten nur selten unter Beweis stellen.

Nach einem kurzen Gastspiel in Mexiko beim Club América beendete er im Februar 2005 seine aktive Karriere.

Djalminha war 14-mal für das brasilianische Nationalteam im Einsatz, ihm gelangen dabei 6 Tore.

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Source : Wikipedia