Liverpool

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Geschrieben von c3po 08/03/2009 @ 05:11

Tags : liverpool, grossbritannien, europa, ausland, fc liverpool, ausländische klubs, fussball, sport

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FC Liverpool

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Der FC Liverpool (offiziell: Liverpool Football Club) – auch bekannt als The Reds (engl.: Die Roten) – ist ein 1892 gegründeter Fußballverein aus Liverpool. Liverpool ist der erfolgreichste Verein im englischen Männerfußball. Mit 18 Meistertiteln ist der FC Liverpool englischer Rekordmeister. Darüber hinaus gewann der Verein jeweils sieben Mal den FA Cup sowie den Ligapokal. Auf europäischer Ebene gewann der Verein fünfmal den Europapokal der Landesmeister bzw. die UEFA Champions League sowie dreimal den UEFA-Pokal. Gemeinsam mit dem FC Arsenal, dem FC Chelsea und Manchester United zählt Liverpool zu den „großen Vier“ der Premier League.

Seit der Gründung des Vereins spielt der FC Liverpool im Stadion Anfield. Pläne für ein neues Stadion existieren seit mehreren Jahren. Liverpool verfügt über eine große und loyale Fanbasis. Die Fans des Vereins waren in zwei Fußballkatastrophen verwickelt, bei denen zusammengezählt 135 Menschen starben.

Die Gründung des FC Liverpool hängt eng mit dem Lokalrivalen FC Everton und den Entscheidungen eines reichen Brauereibesitzers namens John Houlding zusammen. Dieser verpachtete Everton an der Anfield Road ein Gelände, auf dem der Fußballverein fortan seine Heimspiele austragen konnte. Als 1888 der englische Ligabetrieb begann, besuchten mehr als 10.000 Menschen das Anfield-Stadion. Zu der steigenden Popularität gesellten sich 1891 mit dem Gewinn der englischen Meisterschaft dann auch die ersten großen Erfolge. Im Jahre 1892 erhöhte Houlding die Pacht für das Gelände um das zweieinhalbfache, was unter den Vereinsmitgliedern für Unruhe sorgte. Sie entschlossen sich, die Anfield Road zu verlassen und ein nahegelegenes Gelände zu kaufen, in dem sie fortan ihre Heimspiele austrugen. John Houlding gründete daraufhin den Verein FC Liverpool, der im Anfield-Stadion spielen sollte.

Die erste Mannschaft, die Liverpool 1892 stellte, bestand fast ausschließlich aus schottischen Spielern, die in blau-weißen Trikots aufliefen, 1894 wurde die Trikotfarbe dann in Rot geändert. Dem FC Everton begegnete man nach einem Durchmarsch von der dritten in die erste Liga bereits zwei Jahre später. Doch die erste Saison in der obersten Spielklasse endete ernüchternd. Man beendete die Saison als Tabellenletzter und stieg gleich wieder ab. Everton wurde dagegen Vizemeister.

Im folgenden Jahr setzte sich Liverpool äußerst knapp gegen das punktgleiche Manchester City durch und stieg abermals auf. Der FC Liverpool konnte sich fortan in der ersten englischen Liga behaupten und wurde 1901 erstmals englischer Meister. Nach einem erneuten Absturz konnten sie im Jahr 1906 als Zweitliga-Aufsteiger den zweiten englischen Titel für sich entscheiden. Zu Beginn dieser Saison war Everton der große Favorit für den englischen Titel gewesen, Liverpool rechnete man Chancen auf einen erstmaligen Gewinn des FA-Cups zu. Doch es kam anders, und schlussendlich gewann Liverpool die Meisterschaft und der Everton FC den FA-Cup. Dies stellt einer der Rekorde der Clubs von Merseyside dar. Drei Mal haben diese beiden Teams der gleichen Stadt zusammen das Double geholt, dies gelang einmal noch Manchester United und Manchester City und ein anders Mal den Gunners und Tottenham Hotspur.

Liverpool hatte sich nach dem zweiten Titelgewinn endgültig in der obersten Spielklasse etabliert, ohne dabei in den folgenden Jahren besonders aufzufallen. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs spielten die Reds in der ersten Liga eine mittelmäßige Rolle, erreichten aber 1914 immerhin erstmals das englische Pokalfinale, das Endspiel des FA-Cups. Auffallend sind die großen Erfolge Liverpools nach Aufstiegen – wie schon 1906 – beziehungsweise nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach den Weltkriegen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Liverpool zunächst zweimal Vierter, ehe in den Jahren 1922 und 1923 die nächsten beiden Meistertitel gewonnen wurden. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg erzielte der FC Liverpool sofort seinen fünften und im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg (1962) seinen sechsten Titelgewinn.

Seither spielen die Reds ununterbrochen erstklassig, erzielten zwölf weitere nationale Meistertitel und beendeten nur fünf Mal eine Saison mit einem schlechteren Platz als Rang fünf. Trainer war in den 1960er Jahren der legendäre Bill Shankly, der den Verein zu einer englischen Spitzenmannschaft formte und einmal sagte: Einige Leute halten Fußball für einen Kampf um Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es viel ernster ist! Im Vordergrund seiner Philosophie stand das Kollektiv. Wichtig waren Disziplin, Kampfgeist und Identifikation mit dem Verein.

Die erfolgreichsten Jahre in der Liverpooler Vereinsgeschichte waren aber die von 1964 bis 1985, größtenteils unter der Leitung von Bob Paisley, dessen Vorstellungen eines erfolgreichen Spiels grundsätzlich mit denen von Bill Shankly einhergingen . Berühmte Spieler dieser Zeit waren unter anderem Mark Lawrenson, Graeme Souness, Ian Callaghan, Phil Neal, Kevin Keegan, John Toshack, Kenny Dalglish und Ian Rush. Im nationalen Wettbewerb entschieden die Reds in 18 Spieljahren elf Mal die Meisterschaft für sich. Ein Siegeszug, der sich ab 1973 mit dem Sieg über Borussia Mönchengladbach auf ganz Europa ausweitete.

Ausgerechnet jener deutsche Klub hatte im Jahre 1977 in Rom erneut das Nachsehen, als Liverpool zum ersten Mal den Cup der Landesmeister/Champions League gewann. Es folgten weitere Erfolge 1978 gegen FC Brügge, 1981 gegen Real Madrid, den AS Rom 1984 und den AC Mailand 2005.

Auf dem Höhepunkt seiner Dominanz in ganz Europa fand die Erfolgsgeschichte Liverpools am 29. Mai 1985 ihr jähes Ende. Als vor dem Landesmeister-Pokal-Endspiel gegen Juventus Turin im Brüsseler Heysel-Stadion die eigenen Fans den Block der Juventus-Anhänger nach beiderseitigen Provokationen stürmten und in der sich ausbreitenden Massenpanik 39 Menschen den Tod fanden, wurde Liverpool für sieben Jahre von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen.

Von einer nächsten Katastrophe war Liverpool im Jahre 1989 ebenfalls betroffen. Zum FA-Cup-Spiel gegen Nottingham Forest wurden zu viele Karten verkauft, wodurch tausende Fans mehr in den Block im Hillsborough-Stadion von Sheffield gelangten als zulässig gewesen wäre. Wegen der zunehmenden Enge im Stadion versuchten die Liverpooler Fans verzweifelt sich aus der Enge zu befreien. Der Ausgang, der aus einem einzigen Tunnel bestand, war daher bald völlig verstopft, weswegen die Fans versuchten, auf das Spielfeld zu gelangen. Mit ihrem Verhalten, die meisten Fans wieder zurückzudrängen, erhöhten die Polizisten im Stadion die Anzahl der Toten deutlich. Letztlich starben 96 Liverpool Fans.

Die Tragödie brachte eine beispiellose Anteilnahme in Liverpool mit sich, am Tor in front of the Kop in Anfield und im Strafraum wurden Blumen und Schals niedergelegt, auch die Evertonians zeigten ihr Mitgefühl. Das auflagenstärkste englische Boulevardblatt The Sun verdiente sich durch seine falsche Berichterstattung über das Fanverhalten (z.B. Taschendiebstahl bei den Opfern, Urinieren auf Polizisten und Leichen) besondere Schmach und wurde daraufhin in Liverpool, bis zu einer offiziellen Entschuldigung bei der englischen Öffentlichkeit im Allgemeinen und den Hinterbliebenen der Hillsboroughopfer im Speziellen (2005), boykottiert.

Nach dieser Tragödie wurde You'll Never Walk Alone in das Vereinswappen mit aufgenommen. In Anfield, an der Anfield Road, gibt es eine Gedenktafel für die Verstorbenen, außerdem existiert eine Organisation, die sich um die Hinterbliebenen kümmert.

Liverpool war zuletzt in einer der schwierigsten Phasen der Vereinsgeschichte und verlor auch in der englischen Liga an Boden. Sie wurden nach 1990 nie wieder englischer Meister und konnten erst am 16. Mai 2001 im UEFA-Pokal-Endspiel in Dortmund mit einem 5:4-Sieg gegen Deportivo Alavés wieder einen großen Erfolg auf europäischer Ebene feiern.

International zeichnet sich unter dem neuen Manager Rafael Benìtez jedoch eine Besserung ab. Im UEFA Champions League-Wettbewerb 2004/05 erreichte Liverpool das Finale am 25. Mai 2005 in Istanbul – unter anderem durch Siege gegen Juventus Turin (Viertelfinale, 2:1, 0:0) sowie den englischen Rivalen FC Chelsea (0:0, 1:0). Das Finale gewannen die Liverpudlians nach einer sensationellen Aufholjagd (0:3 nach 45, 3:3 nach 90 und 120 Minuten) im Elfmeterschießen mit 6:5 gegen den AC Mailand. In der Premier League-Saison 2004/05 hingegen wurde Liverpool nur Fünfter mit 35 Punkten Rückstand auf den englischen Meister Chelsea FC. Aufgrund einer kurzfristigen Regeländerung der UEFA durfte Liverpool in der Saison 2005/06 an der Champions League, nachdem drei Qualifikationsrunden überstanden wurden, dennoch teilnehmen, unterlag allerdings als Sieger der Gruppe G im Achtelfinale (mit dem FC Chelsea, Betis Sevilla und RSC Anderlecht) dem portugiesischen Meister Benfica Lissabon mit 0:1 und 0:2. Dennoch konnte Liverpool durch den Gewinn des englischen Pokals einen Titelgewinn verbuchen.

2006 konnte Liverpool zum 15. Mal das Charity Shield gewinnen. Man schlug den Rivalen FC Chelsea mit 2:1.

Im Februar 2007 wurde bekannt, dass der FC Liverpool von den US-amerikanischen Geschäftsleuten George Gillett und Tom Hicks aufgekauft wurde. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 470 Millionen Pfund (714 Millionen Euro). Der Verein erhofft sich dadurch auch auf nationaler Ebene wieder Erfolge zu feiern. Ebenfalls am Kauf interessiert war Scheich Muhammad ibn Raschid Al Maktum, das Staatsoberhaupt von Dubai.

Im Achtelfinale der Champions League bezwang Liverpool 2007 den Titelverteidiger FC Barcelona. Nach einem 2:1-Auswärtssieg verlor das Team zu Hause 0:1 und kam aufgrund des mehr erzielten Auswärtstores eine Runde weiter. Im Viertelfinale setzte sich Liverpool mit einem 3:0 Auswärtserfolg im Hinspiel und einem 1:0 zu Hause im Rückspiel gegen den PSV Eindhoven durch. Im Halbfinale traf der FC Liverpool auf den Ligakonkurrenten FC Chelsea. Nachdem beide Teams ihr Heimspiel mit 1:0 für sich entscheiden konnten, kam es zu einer torlosen Verlängerung und zum Elfmeterschießen. Liverpool setzte sich dort mit 4:1 Toren durch und bestritt somit das Endspiel der Champions-League-Saison 2006/07 am 23. Mai in Athen. Wie schon zwei Jahre zuvor hieß der Endspielgegner AC Mailand. 2007 unterlag Liverpool jedoch dem italienischen Konkurrenten mit 2:1. Beide Tore für die Mailänder schoss Filippo Inzaghi. Der Treffer für den FC Liverpool durch Dirk Kuyt kam zu spät.

Am 6. November 2007 besiegte Liverpool in der Vorrunde der Champions League den türkischen Klub Beşiktaş mit 8:0, was den bisher höchsten Sieg in der Wettbewerbsgeschichte bedeutet. Im weiteren Verlauf der Champions League-Saison 2007/08 unterlagen die Reds erst im Halbfinale dem FC Chelsea nach Verlängerung, nachdem es zuvor gelungen war, Arsenal London auszuschalten.

Für eine komplette Auflistung aller Spieler des FC Liverpool, siehe Liste der Spieler des FC Liverpool.

Das Stadion des FC Liverpool ist das Anfield-Stadion, eines der traditionsreichsten Fußballstadien überhaupt. Seit 1892 spielen die Reds dort, werden jedoch voraussichtlich 2011 in das Stanley Park Stadium umziehen. Anfield fasst 45.362 Zuschauer und hat den Status eines Viersternestadions.

Der Liverpool LFC ist ein Frauenfussballklub aus Liverpool. Gegründet wurde der Verein als Newton L.F.C. Zwei Jahre später nannte sich der Verein in Knowsley LFC um. 1994 gestattete der FC Liverpool dem Verein sich Liverpool L.F.C. zu nennen.

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Liverpool

Liverpool (Vereinigtes Königreich)

Liverpool ist eine Stadt und Metropolitan Borough im Nordwesten von England, an der Mündung des Flusses Mersey. Im Jahr 2006 betrug die Bevölkerungszahl der Stadt 436.100, jene des Ballungsgebietes (Liverpool Urban Area) 816.000. Liverpool ist der zweitgrößte Exporthafen Großbritanniens.

Der historische Teil der Hafenstadt einschließlich der Touristenattraktion Albert Dock wurde 2004 durch die UNESCO zum Welterbe erklärt. Die Stadt grenzt an Bootle und Huyton. Auf der anderen Seite des Flusses Mersey liegen Wallasey und Birkenhead.

Bekannt ist die Stadt durch die traditionsreichen Fußballvereine FC Everton und FC Liverpool sowie durch ihre pulsierende Musikszene, aus der in den 1960er Jahren unter anderem die Beatles hervorgingen. 2008 war Liverpool (neben Stavanger in Norwegen) Europäische Kulturhauptstadt. Die Einwohner Liverpools werden offiziell „Liverpudlians“ genannt, doch der Übername „Scousers“ ist besser bekannt. Sie sprechen einen besonderen Dialekt, der Scouse genannt wird.

Um 1190 war der Ort als „Liuerpul“ bekannt, was so viel wie „schlammiger Pfuhl“ oder „schlammige Bucht“ bedeutet. Die Ursprünge von Liverpool gehen auf das Jahr 1207 zurück, als die Siedlung zum Marktflecken und Hafen erklärt wurde. Ursprünglich diente die Stadt als Stützpunkt für Truppen, die in Irland eingesetzt wurden. Das Schloss Liverpool wurde um 1230 gebaut, 1726 jedoch wieder abgerissen. Vier Jahrhunderte lang war Liverpool relativ unbedeutend. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts betrug die Einwohnerzahl nur etwa 500 und die Gegend hatte bis etwa 1650 eine weit geringere Bedeutung als Chester weiter südlich. 1571 baten die Einwohner Königin Elisabeth I. um Steuersenkungen und bezeichneten ihre Stadt in der Bittschrift als „Liverpool, die arme, heruntergekommene Stadt Ihrer Majestät“. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts wuchs die Stadt kaum und es ereignete sich nicht allzu viel. Ausnahme war 1644 eine achtzehntägige Belagerung durch die Truppen von Ruprecht von der Pfalz, Herzog von Cumberland während des Englischen Bürgerkriegs.

1698 erteilte das Unterhaus den Stadtbewohnern das Recht, eine neue Kirche zu bauen. Von diesem Zeitpunkt an begann der Aufstieg Liverpools zu einer der wichtigsten Städte des Landes. Durch den zunehmenden Handel mit den Westindischen Inseln begann die Stadt zu wachsen. Große Profite aus dem Sklavenhandel trugen zum Wachstum und zum Wohlstand bei. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde 40 Prozent des Welthandels über den Hafen von Liverpool abgewickelt. Von hier fuhren viele tausende Emigranten mit dem Schiff in die Vereinigten Staaten von Amerika, um dort ein neues Leben zu beginnen. Große Mengen Stahl und Textilien, in Städten wie Manchester, Sheffield oder Leeds produziert, wurden von Liverpool in alle Welt, besonders aber in den Commonwealth verschifft. 1829 baute George Stephenson die erste Eisenbahn von Liverpool nach Manchester. 1880 erhielt Liverpool das Stadtrecht. Unter der Federführung des Schiffseigners Sir Alfred Lewis Jones wurde 1898 die heute der Universität angeschlossene Liverpool School of Tropical Medicine gegründet, weltweit die erste Tropenschule überhaupt, und auch heute noch Anziehungspunkt für medizinische Forscher aus aller Welt. Von hier gingen zahlreiche wissenschaftliche Expeditionen in die Tropen aus, was u.a. zur Aufdeckung der Übertragungsweise der Malaria durch Stechmücken führte. Sir Ronald Ross erhielt 1902 als erster Brite überhaupt den Nobelpreis für Medizin für diese Entdeckung zuerkannt. Ihm ist auch das erste wirksame Medikament gegen Malaria zu verdanken. In der Tropenschule Liverpool wurde auch der Übertragungsweg der Flussblindheit Onchozerkose und die Entdeckung neuer Krankheitserreger im Zusammenhang mit HIV aufgedeckt.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hielt das Wachstum an und die Stadt wurde ein Anziehungspunkt für Einwanderer aus ganz Europa, vor allem Irland. 1930 zählte die Stadt 850.000 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg wurde Liverpool von deutschen Bomberverbänden aus dem besetzten Frankreich und Belgien angegriffen. Dadurch wurde die Stadt erheblich zerstört. Eine zerbombte Kirche wurde als Mahnmal nicht wieder aufgebaut. 2500 Einwohner wurden getötet und 11.000 verletzt.

Nach dem Krieg folgte ein großes Wiederaufbauprogramm mit zahlreichen neuen Wohnquartieren und dem 1972 eröffneten Seaforth Dock, dem bedeutendsten Hafenprojekt Großbritanniens. Doch bereits seit den 1950er Jahren nahm die Bedeutung Liverpools als Hafen- und Industriestandort kontinuierlich ab. Bis 1985 sank die Einwohnerzahl auf 460.000.

Historisch gehörte Liverpool zur traditionellen Grafschaft Lancashire, wurde dann aber 1888 zu einer „county borough“, was ungefähr einer kreisfreien Stadt entspricht. 1974 wurde Liverpool eine Metropolitan Borough innerhalb von Merseyside, einer neu geschaffenen Metropolitan County.

Nationale Bedeutung erlangte zwischen 1984 und 1987 die Auseinandersetzung zwischen der Tory-Regierung und dem Stadtrat von Liverpool, der unter die Kontrolle von trotzkistisch eingestellten Teilen der Labour Party geraten war. In der Folge kam es zu mehreren großen Demonstrationen und Streiks. Der Konflikt wurde mit der Abschaffung des Stadtparlaments durch Margaret Thatcher beendet.

Nach dem industriellen Niedergang der Stadt in den 1970er Jahren und 1980er Jahren erholt sich die Wirtschaft Liverpools allmählich. Besonders in den Bereichen Dienstleistungen und Tourismus entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Arbeitsplätze. Die Stadt setzt vor allem auf die Kultur und die Popularität der von hier stammenden Musikband The Beatles.

Im Jahr 2008 ist Liverpool Europäische Kulturhauptstadt und infolgedessen werden starke Investitionen im Bereich Kultur getätigt, um sich vom Ruf der reinen Beatlesstadt wegzubewegen. In den Mersey Docks wird das neue „Museum of Liverpool“ errichtet und in den Kings Docks konnte die „Echo Arena Liverpool“, eine Konzerthalle mit 10.000 Sitzplätzen, im Frühjahr 2008 eröffnet werden.

Es gibt drei Tunnel unter dem Mersey hindurch nach Birkenhead, einen Bahntunnel und zwei Straßentunnel. Über den Fluss fährt die Mersey-Fähre, berühmt geworden durch den Song Ferry Cross the Mersey von Gerry and the Pacemakers; er wird jedes Mal gespielt, kurz bevor die Fähre im Hafen anlegt. 2002 benutzten 716.000 Passagiere den Hafen. Von hier aus verkehren Fährschiffe zur Isle of Man und nach Irland.

Im Jahr 2001 wurde der Flughafen Speke in Liverpool John Lennon Airport umbenannt, in Erinnerung an John Lennon, der 20 Jahre zuvor ermordet worden war. Das Logo des Flughafens besteht aus einer von Lennon selbst gezeichneten Skizze und den Worten „Above us only sky“ (über uns nur der Himmel), die aus dem berühmten Song „Imagine“ stammen.

Liverpool besitzt ein S-Bahn-ähnliches Schienenverkehrsnetz namens Merseyrail; die Abschnitte im Stadtzentrum sind zum größten Teil unterirdisch. Die Liverpool Overhead Railway, die erste elektrische Eisenbahn der Welt, wurde 1956 geschlossen. Der Hauptbahnhof der Stadt ist Lime Street. Ebenfalls in den 1950ern verschwand das einst ausgedehnte Straßenbahnnetz.

Unter anderem entstand in Liverpool im Jahre 2007, der für den „Golden Globe“ 2008 nominierte Film, „Across the Universe (Film)“. Regie in diesem Filmmusical führte Julie Taymor.

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Bahnhof Liverpool Street

Eingang am Bishopsgate

Liverpool Street ist einer der Londoner Hauptbahnhöfe. Er befindet sich an der gleichnamigen Straße in der nordöstlichen Ecke der City of London. Eingänge befinden sich am Bishopsgate und an der Liverpool Street selbst. Der in der Travelcard-Tarifzone 1 gelegene Bahnhof ist einer von 17, die von der Bahninfrastrukturgesellschaft Network Rail betrieben werden. Im Jahr 2007 nutzten 55,266 Millionen Fahrgäste der Eisenbahn den Bahnhof, hinzu kommen weitere 61,317 Millionen Fahrgäste der U-Bahn.

Von Liverpool Street aus verkehren Züge in den Osten Englands, unter anderem nach Cambridge, Norwich, Ipswich, Chelmsford, Colchester, Harwich (Anschluss an die Fähre nach Hoek van Holland), zum Flughafen London-Stansted, nach Southend-on-Sea und in einige östliche Vororte Londons. Züge nach Liverpool fahren nicht vom Bahnhof Liverpool Street ab, sondern vom Bahnhof Euston.

Fast alle Züge, die von diesem Bahnhof aus verkehren, werden durch die Bahngesellschaft National Express East Anglia betrieben. Je zwei Abendzüge an Wochentagen werden durch c2c betrieben und fahren nach Southend-on-Sea und Shoeburyness. Sowohl National Express als auch c2c gehören zur National Express Group.

Der Bahnhof und die ausgehenden Strecken sind, wie im nördlichen Teil Londons üblich, mit Wechselstrom-Oberleitungen (25kV/50Hz) elektrifiziert.

Die Eröffnung des Bahnhofs erfolgte am 2. Februar 1874 durch die Great Eastern Railway (GER). Er war vom Chefingenieur der Bahngesellschaft entworfen worden und wurde auf dem Gelände des ehemaligen Bethlem Royal Hospital errichtet, das vom 13. bis zum 17. Jahrhundert hier stand; eine Gedenktafel der Corporation of London erinnert daran. Das heute noch existierende Great Eastern Hotel entstand nach den Plänen von Charles Barry junior und Edward Middleton Barry, den Söhnen von Charles Barry. Die Liverpool Street ist nach dem Premierminister Lord Liverpool benannt.

Der neue Bahnhof war erbaut worden, um den ursprünglichen Endbahnhof Bishopsgate der Vorgängergesellschaft Eastern Counties Railway bei Shoreditch zu ersetzen, der am 1. Juli 1840 eröffnet worden war. Dies entsprach dem Wunsch der GER, den Endpunkt der Linie näher an die City of London zu verlegen. Wegen der hohen Grundstückspreise erwies sich der Bauvorhaben als ausgesprochen kostspielig. Der Wunsch, die GER-Gleise mit jenen der unterirdisch verlaufenden Metropolitan Railway zu verbinden, trieb die Kosten weiter in die Höhe und hatte zur Folge, dass die Züge bei der Ausfahrt eine steile Rampe hinauffahren müssen. Lord Salisbury, der damalige Vorsitzende der GER, sagte 1870, die Errichtung des Bahnhofs Liverpool Street sei einer der größten Fehler in der Geschichte des Eisenbahnbaus gewesen. Am 1. November 1875 wurde der alte Bahnhof Bishopsgate geschlossen.

Liverpool Street war der erste Ort, der während des Ersten Weltkriegs durch deutsche Flugzeuge des Typs Gotha G.I bombardiert wurde. Im Mai 1917 traf eine 1000-Pfund-Bombe den Bahnhof und tötete 162 Menschen. In den 1930er-Jahren kamen viele jüdische Kinder, im Rahmen des Programms „Kindertransport“, in Sonderzügen im Bahnhof Liverpool Street an. Seit 2003 erinnert eine Statue im Bahnhof daran.

Zwischen 1985 und 1992 wurde der Bahnhof zwar umfassend umgebaut, doch die Fassade, die Eisensäulen sowie eine Gedenktafel für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Angestellten der GER blieben erhalten. 1991 wurde der Bahnhof durch Königin Elisabeth II. offiziell wiedereröffnet. Unmittelbar neben dem Bahnhof Liverpool Street befand sich einst der Bahnhof Broad Street. Dieser war 1865 eröffnet worden und wurde 1986 abgerissen, um Platz für ein Einkaufszentrum zu schaffen. Das Great Eastern Hotel wurde zwischen 1997 und 1999 umfassend renoviert und als Boutique-Hotel wiedereröffnet.

Falls das Projekt Crossrail, ein Tunnel für S-Bahnen durch die Innenstadt, wie geplant verwirklicht wird, entsteht unter dem Bahnhof eine neue Station.

Die U-Bahn-Station unterhalb des Bahnhofs gehört zu den meistfrequentierten des gesamten Netzes und besteht aus zwei Teilen. Direkt unter der Oberfläche befinden sich die Bahnsteige der Circle Line, der Hammersmith & City Line und der Metropolitan Line. Diese wurden am 1. Februar 1875 in Betrieb genommen. Die Station hieß damals noch Bishopsgate, die Umbenennung in Liverpool Street erfolgte am 1. November 1909. Darunter befinden sich in einem tief liegenden Tunnel die Bahnsteige der am 28. Juli 1912 eröffneten Central Line, dort war bis zum 4. Dezember 1946 die östliche Endstation.

Während der Terroranschläge vom 7. Juli 2005 ließ Shehzad Tanweer eine Bombe in einem U-Bahn-Zug der Circle Line, der die Station gerade in Richtung Aldgate verlassen hatte, explodieren. Dabei kamen sieben Menschen ums Leben.

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Liverpool Cathedral

Liverpool Cathedral

Liverpool Cathedral ist die im 20. Jahrhundert erbaute anglikanische Domkirche von Liverpool. Sie ist eine der letzten Großkirchen, die im Stil der Neogotik errichtet wurden.

Die anglikanische Kirche schuf schon im Jahre 1880 eine eigene Diözese für die rasch wachsende Hafenstadt. Es fehlte aber zunächst am adäquaten repräsentativen Kirchenbau. Als Ergebnis eines Wettbewerbs, an dem unter anderem auch Charles Rennie Mackintosh teilnahm, wurde 1903 das Projekt des damals erst 23-jährigen (und noch dazu katholischen) Studenten Giles Gilbert Scott prämiert. Der aus einer renommierten Architektenfamilie stammende Scott, später bekannt durch seine Battersea Power Station und durch das Design der roten britischen Telefonzellen, blieb sein Leben lang mit dem Kirchenbau in Liverpool verbunden. Im Laufe der Zeit reduzierte er den neugotischen Charakter des Baus, bemühte sich um eine zeitgemäßere Form der Monumentalität und nahm sogar Elemente aus dem Entwurf Mackintoshs in seine Planung auf.

Die Grundsteinlegung für die auf dem St. James' Mount im Zentrum der Stadt gelegene Kathedrale erfolgte 1904, der Baufortschritt war zunächst relativ langsam. 1924 konnte das Gotteshaus geweiht werden, den Gläubigen stand allerdings nur ein Teil des Querschiffs zur Verfügung und regelmäßige Gottesdienste wurden erst ab 1940 abgehalten. Der 100 Meter hohe wahrzeichenhafte Vierungsturm wurde 1942 fertig, das Hauptschiff wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Etappen benutzbar, der Abschluss der Bauarbeiten erfolgte 1978.

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Nicholas Liverpool

Nicolas Joseph Orville Liverpool (* 9. September 1934 in Grand Bay) ist ein dominicanischer Politiker (parteilos) und der aktuelle Präsident von Dominica.

1957 trat er in die University of Hull ein und erhielt 1960 den Bachelor of Laws. 1965 erhielt er dann nach erfolgreichem Studium an der University of Sheffield den Doktortitel «Ph. D.».

Im Jahr 1998 wurde er zum Botschafter für Dominica in den Vereinigten Staaten erklärt und übte dieses Amt bis 2001 aus.

Seit dem 2. Oktober 2003 ist er nun Präsident von Dominica.

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Liverpool Overhead Railway

Haltestelle Seaforth Sands

Die Liverpool Overhead Railway war eine elektrische Hochbahn in Liverpool. Sie wurde am 4. Februar 1893 eröffnet und war somit die zweitälteste Metro und die älteste elektrisch betriebene Hochbahn der Welt.

Eine den Hafen erschließende Hochbahn war bereits seit den 1850er Jahren diskutiert worden, Baubeginn war schließlich 1889. Die Strecke führte von Seaforth entlang des Flusses Mersey zum Herculaneum Dock. Die Strecke war circa 10 Kilometer lang und hatte 14 Bahnhöfe.

Später wurde die Strecke zweimal erweitert, einmal am Südende vom Herculaneum Dock nach Dingle, dem einzigen Tunnelbahnhof der Strecke. Eine zweite Verlängerung am Nordende stellte eine Verbindung zur Lancashire and Yorkshire Railway her, die dann auch die Overhead-Gesellschaft übernahm.

Im Jahre 1948 wurde die London, Midland and Scottish Railway, die Nachfolgegesellschaft der Lancashire & Yorkshire Railway, wie alle anderen Eisenbahnen Großbritanniens verstaatlicht.

Aufgrund des Niedergangs des Liverpooler Hafens verlor die Hochbahn laufend Fahrgäste. Als sich dann auch eine Grundrenovierung großer Teile des Viaduktes nicht weiter aufschieben ließ, entschied man sich, die Strecke stillzulegen und abzureißen. Am 30. Dezember 1956 fuhr der letzte Zug.

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Source : Wikipedia