Lingen

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Geschrieben von robby 31/03/2009 @ 13:11

Tags : lingen, niedersachsen, deutschland

TuS Lingen

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Der TuS Lingen 1910 e. V. ist ein Fußballverein im emsländischen Lingen. Die 1. Mannschaft spielt in der Oberliga Niedersachsen West (5.Liga). Die Jugendabteilung des TuS Lingen ist sehr erfolgreich. So spielt u. a. die B-Jugend in der Niedersachsenliga.

Die Heimspiele trägt der TuS Lingen im Emslandstadion aus. Das Stadion umfasst ca. 7.500 Zuschauerplätze, davon 900 überdachte Tribünenplätze. Bei Spielen der Niedersachsenliga erscheinen im Schnitt ca. 400 Zuschauer.

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Ausbesserungswerk Lingen

Ausbesserungswerk Lingen 1986

Von 1856 bis zum Ende des 20. Jahrhunderts gab es ein Eisenbahnausbesserungswerk in Lingen (Ems).

Am 23. Juni 1856 wurde die Hannoversche Westbahn mit der Verbindung Löhne–Osnabrück–Rheine–Lingen–Emden in Betrieb genommen. Im emsländischen Lingen wurden dazu die Königlichen Bahnhofswerkstätten zur Aufarbeitung schadhafter Fahrzeuge nach zweijähriger Bauzeit eröffnet.

Die baulichen Anlagen wurden in U-Form eingerichtet. Diese Form ergab sich aus der zentralen Lage des Kraftwerkes, in dem mittels Dampfmaschine eine Welle angetrieben wurde, von der aus über Transmissionsriemen weitere Maschinen betrieben wurden, die links und rechts entlang dieser Welle angeordnet waren, so zum Beispiel eine Dreherei oder auch die Kupferschmiede.

Im südlichen Seitenflügel des Komplexes wurde die Wagenhalle eingerichtet, gegenüber im nördlichen Flügel die Lokomotivhalle. In einem zentralen Gebäude wurden die Schmiede und die Schlosserei untergebracht.

Welche relativ geringen Dimensionen diese Hallen (wie auch das gesamte Werk) zu jener Zeit hatte, erkennt man, wenn man sich vorstellt, dass die bis heute erhaltenen Bauteile (Schmiede, Betriebsschlosserei) Teile der ursprünglichen Werkanlagen sind. Diese sind in ihrer Erscheinungsform – besonders im Dachbereich – zwar völlig verfremdet, es handelt sich jedoch im unteren Bereich dennoch um historische Bausubstanz.

Durch die Verwicklungen des Preußisch-Österreichischen Krieges im Jahr 1866 geriet die Hauptwerkstätte Lingen in den Machtbereich Preußens. Der Name wurde daraufhin geändert in Königlich Preußische Eisenbahnhauptwerkstätte Lingen (Ems).

Die Folgezeit kann als die Aufbauphase des Werkes betrachtet werden: Ab 1870 entstand eine wesentlich größere Wagenhalle südlich der vorhandenen Anlagen, 1875 eine neue Lokomotivhalle, die etwa dort endete, wo heute das nördliche Ende der Hallen 1 und 2 ist. Nördlich davon wiederum entstand 1878/1880 ein großer Ringlokschuppen.

Im Jahre 1880 wurde im Werk die Ausbildung von Lehrlingen aufgenommen, um den Nachwuchs an Fachkräften in der ansonsten vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Umgebung zu sichern. Die dafür notwendigen Räume wurden im Mitteltrakt des U-förmigen Bauteils geschaffen.

1884 entstand das auffällige Gebäude des Magazins, das viele Jahre später als Waschhaus eine neue Nutzung fand und erst im März 1992 zusammen mit dem Verwaltungsgebäude abgebrochen wurde.

1897 bekam das Werk eine eigene Kesselschmiede, die entlang der damals noch schmalen und stillen Kaiserstraße ihren Standort fand und dort bis zum Mai 1989 stand.

Die neue Lokhalle aus dem Jahre 1875 wurde schnell zu klein für den stetig wachsenden Bestand an Schadfahrzeugen und so musste 1908 für Platz gesorgt werden: Die so genannte „neue Bude“ entstand und machte die 33 Jahre alte Lokhalle zur „alten Bude“. Diese „neue Bude“ wurde später zum Hauptlager umfunktioniert und ist heute als Halle 4 bekannt.

Am 25. August 1910 wurde zum bestehenden Werk auf einem, einige hundert Meter südlich gelegenen Gelände auf der anderen Seite der Bahnlinie die Wagenwerkstatt eingerichtet. Dadurch bedingt wurden beide Werke umbenannt in Werkstättenamt A (für die Unterhaltung der Lokomotiven) und Werkstättenamt B (für die Wageninstandhaltung).

Während des Ersten Weltkrieges kam es zum größten Ausbau in der gesamten Geschichte des Werkes: In den Jahren 1914 bis 1918 entstanden die 55.000 m² großen Lokrichthallen 1 und 2, in der fortan 100-Tonnen-Krane die Fließfertigung im Lingener Werk einführten. Dazu musste ein Großteil der bestehenden Werkanlagen beseitigt werden: Das alte Kraftwerk – der ehemalige Kern der Gesamtanlage –, die Dreherei, der alte Wasserturm und weitere Gebäude fielen den neuen Lokrichthallen zum Opfer.

Diese Werkstätten wurden umgesiedelt und erhielten großzügigere Bauten in anderen Bereichen des Werkes oder wurden in bestehende Gebäude umquartiert. Die bis heute erhaltenen Gebäudeteile wie Schmiede und Betriebsschlosserei sind eigentlich nur noch die Köpfe der ehemaligen Anlage, die direkt bis an die Ostwand der großen Halle 1 und 2 eingekürzt wurde.

In jener Zeit wurden folgende Gebäude neu errichtet: 1915 das repräsentative Verwaltungsgebäude, 1916 der neue Werkwasserturm auf dem Nordabschnitt und 1917 die Werkfeuerwehr (zunächst als Badeanstalt). 1919 wurde die Kesselschmiede um ihre seitlichen Anbauten erweitert.

1924 wurde die Deutsche Reichsbahn gegründet und das Werk in Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) umbenannt.

Während der NS-Zeit entstand im Jahre 1939 die neue, sehr großzügige Lehrwerkstatt im Stil der neuen Zeit - sachlich zwar, doch mit historisierenden Elementen und pathetischen Details besonders in Räumen der Gemeinschaftlichkeit wie zum Beispiel dem Speisesaal.

Während des Zweiten Weltkrieges kam es bei Luftangriffen besonders am 21. Februar und am 21. November 1944 zu schweren Schäden im Eisenbahnwerk Lingen.

Nach dem zweiten Weltkrieg fanden vornehmlich Sicherungsarbeiten an den beschädigten Gebäuden statt. Gestalterische Qualität war fortan nicht mehr gefragt. Alle Gebäude, die nach dem Krieg entstanden, weisen kaum architektonischen Wert auf, sollten schlicht, zweckmäßig und preisgünstig sein.

So entstanden die Sandstrahlwerkstatt in Kalksandsteinmauerwerk, die Halle 3 und die Küche beziehungsweise Kantine des Werkes in der Nachkriegszeit.

1948 wurde das Werk in Eisenbahnausbesserungswerk (EAW) umbenannt, dann drei Jahre später in Bundesbahnausbesserungswerk (AW).

Am 23. Juni 1956 wurde das 100-jährige Bestehen des Eisenbahnausbesserungswerkes in Lingen groß gefeiert.

Im Jahre 1969 wurde die Lehrlingsausbildung im Ausbesserungswerk Lingen eingestellt und das Werk in eine Ausbesserungswerkstätte (AWSt) umgewandelt.

Mit dem langsamen Verschwinden der Dampfloks von der Emslandstrecke wurde auch die Instandhaltung der Dampfrösser im Werk eingestellt und der Betrieb auf die Güterwageninstandhaltung umgestellt. Im Jahre 1972 verließ die letzte Dampflok (051 696-3) die Lingener Hallen.

1977 wurden die Dampflokomotiven endgültig vom Schienennetz der Deutschen Bundesbahn entfernt. Am 28. September 1980 wurde der elektrische Schienenverkehr auf der Strecke Emden–Rheine aufgenommen.

Im Jahre 1983 wurde auch die Güterwageninstandhaltung im Werk eingestellt. Fortan wurden große Bereiche der Werkanlagen als Lagerflächen vermietet. Eine Sicherung und Wartung fand praktisch nicht mehr statt. Weite Teile des Geländes verfielen, Hallendächer wurden undicht, Lagerflächen von der Natur zurückerobert.

Ab 1980 wurden in den letzten noch genutzten Hallen Feuerlöscher, Wagendecken, Rungen aller Art, Stempel etc. von nur noch einer Handvoll Leuten gefertigt.

Im Jahre 1984 wurden noch einmal alte Zeiten lebendig: Historische Dampfloks wurden für die museumsgerechte Präsentation im Jubiläumsjahr 1985 (150 Jahre Eisenbahn in Deutschland) hergerichtet.

Am 30. April 1985 wurde die Zentralstelle für den Werkstättendienst (ZW) aufgelöst. Seit diesem Jahr verschwanden die noch hier beschäftigten Arbeiter mehr und mehr. Unmerklich verschwanden die letzten Angestellten. Dieser Prozess zog sich über Jahre hin. Wer letztendlich das Licht ausgemacht hat, lässt sich kaum präzise bestimmen.

Nachdem die Stadt Lingen die Gebäude um 1990 erworben hatte begann eine grundsätzliche Restauration der denkmalgeschützten Gebäude. 1997 eröffnete der Kunstverein Lingens in der Halle 4 die größte Kunsthalle des westlichen Niedersachsens und richtet seitdem regelmäßig Ausstellungen und Ähnliches in ihr aus. Später wurden dann andere Teile der restaurierten Gebäude vermietet, unter Anderem an die Ems-Vechte-Welle, die seit 1997 von dort auf Sendung geht, und an die die Fachhochschule Osnabrück, Fakultät Lingen, die ihre Kapazitäten damit stark erweitern konnte.

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Jüdische Gemeinde Lingen

Eine Jüdische Gemeinde Lingen existierte von 1869 bis ca. 1940 in Lingen.

Spätestens seit 1693 wohnten Juden in Lingen. Im 18. Jahrhundert lebte jedoch nur eine jüdische Familie in der Stadt. Erst im 19. Jahrhundert begann die Gemeinde zu wachsen. 1842 lebten 13 Juden in vier Familien in Lingen, im Jahre 1900 waren es schon 112. Die Lingener Juden waren als Viehhändler und Schlachter, als Rohproduktenhändler, Hausierer und Textileinzelhändler tätig. Politisch traten sie nicht in Erscheinung.

1869 wurde die Synagogengemeinde Lingen gegründet; bis dahin hatten die Lingener Juden den Gottesdienst in Freren besucht. 1878 baute die Gemeinde am Gertrudenweg eine Synagoge und ein Schulhaus. Dort wurde allerdings zumeist nur Religionsunterricht erteilt; im Übrigen besuchten die jüdischen Kinder die evangelische Bürgerschule in Lingen. Der Friedhof für die Juden in der Niedergrafschaft Lingen befand sich bereits seit 1734 in Lingen, neben dem christlichen Alten Friedhof. Bis 1926 wurden dort auch die Frerener Juden bestattet. Der jüngste Grabstein stammt aus dem Jahr 1976.

In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts zogen einige jüdische Familien aus Lingen weg; 1924 lebten noch 71 Juden in Lingen. Im Juni 1933, gut vier Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, waren es nur noch 40.

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten SA-Leute die Lingener Synagoge und demolierten und plünderten das letzte jüdische Geschäft. Nur das Schulhaus, das sehr nahe an einer Bäckerei stand, blieb stehen. Zwei Drittel der Lingener Juden emigrierten zwischen 1933 und 1939, größtenteils nach Belgien und in die Niederlande, sodass 1939 nur noch 17 Juden in Lingen lebten. 1940 verkaufte Synagogenvorsteher Jakob Wolff die Schule an Bäcker Kemper und das Synagogengrundstück an einen anderen Anlieger.

Bis 1941 konnten noch zwei Lingener Juden in die USA emigrieren. Die übrigen starben - wie auch die meisten nach Belgien und in die Niederlande Ausgewanderten - im Holocaust. Nur eine junge Frau überlebte den Zweiten Weltkrieg.

Nach Ende des NS-Regimes kehrten nur wenige Juden nach Lingen zurück. Viele waren ermordet worden, die meisten im Exil geretteten wollten nie wieder nach Deutschland zurückkehren. Die ehemalige Jüdische Schule diente jahrelang als Pferdestall.

In einem großen Buch zur Lingener Stadtgeschichte, das zum 1000-jährigen Bestehen der Stadt 1975 erschien, blieben die Geschichte und das Schicksal der jüdischen Gemeinde unbeachtet. In einem erschütternden Leserbrief machte Ruth Hanauer, die letzte damals in Lingen wohnende Holocaust-Überlebende, auf diese Unterlassung aufmerksam.

Am 15. November 1977 errichtete die Stadt in der Nähe der früheren Synagoge einen Gedenkstein; der Platz wurde später Synagogenplatz genannt. 1985 besuchten mehrere ehemalige jüdische Bürger Lingens auf Einladung der Stadt ihre alte Heimat. Auf ihre Anregung hin wurde auf dem Synagogenplatz zusätzlich ein Gedenkstein mit den Familiennamen der verfolgten und ermordeten Juden aufgestellt. 1989 wurde der angrenzende Gertrudenweg in Synagogenstraße umbenannt. Zwei Überlebende des Holocaust, Ruth Foster-Heilbronn und Bernard Grünberg, erhielten 1993 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Lingen.

1988 wurde die Jüdische Schule unter Denkmalschutz gestellt. Nach einer umfassenden Renovierung durch die Stadt wurde sie im November 1998 als Gedenkort eingeweiht. Eine Dauerausstellung erinnert dort an das Schicksal der Jüdischen Familien Lingens.

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Lingen (Ems)

Wappen der Stadt Lingen (Ems)

Lingen (Ems) ist eine große selbständige Stadt im Landkreis Emsland, im Westen von Niedersachsen. Die an der Ems und nahe der Grenze zu den Niederlanden gelegene Stadt hat 51.554 Einwohner (1. Januar 2008) und ist damit größte Stadt des Landkreises.

Lingen liegt im südlichen Teil des sich hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung ausdehnenden Emslands; obwohl die Stadt von Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft deutlich die größte Stadt des gleichnamigen Landkreises ist, ist das im Emsland zentraler liegende Meppen Kreisstadt. Ost-südöstlich von Lingen, das überwiegend am östlichen Ufer der Ems liegt, befindet sich die Lingener Höhe.

Das Klima in Lingen ist mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 9,3° C und einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 789 mm typisch für die gemäßigte, maritime Klimazone in Norddeutschland.

Lingen grenzt im Norden an Geeste und Bawinkel, im Osten an Langen, Thuine und Messingen, im Süden an Lünne und Emsbüren sowie im Westen an Wietmarschen und Lohne.

Die Stadt Lingen (Ems) setzt sich aus der historischen Kernstadt, bestehend aus der Altstadt und den Stadtteilen Reuschberge, Stroot, Damaschke, Heukamps-Tannen und Telgenkamp, sowie 10 Stadtteilen zusammen, die die Kernstadt umschließen und früher selbständige Landgemeinden waren. In den 1970er Jahren wurde das Gebiet der Kernstadt durch Zusammenschlüsse und Eingemeindungen im Rahmen der Gemeindereform vergrößert. Schon 1970 schlossen sich die Gemeinden Darme, Laxten und Brockhausen freiwillig Lingen an. 1974 wuchs die Stadt um die Gebiete der bisherigen Gemeinden Bramsche-Wesel, Estringen, Hüvede-Sommeringen, Mundersum, Baccum, Ramsel, Münnigbüren, Holthausen-Biene, Brögbern, Clusorth-Bramhar, Altenlingen und Schepsdorf. 1978 wurden kleinere Gebiete der Gemeinde Wietmarschen an Lingen übertragen, nämlich Wachendorf, Rheitlage und Herzford.

975 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als Linga, Kaiser Otto II. übertrug Bischof Rudolf von Osnabrück Güter in Linga als Lehen. Später wird der Ort auch Lyongo und Linge genannt. Nach Hermann Abels ist damit wahrscheinlich Altenlingen gemeint. Das angehängte n ist die Pluralendung für die Ansiedlung von mehreren Wohnstätten. 1227 besaß Lingen bereits einen stadtähnlichen Charakter; die Bischöfe von Osnabrück und Münster vereinbarten, nach einer erfolgreichen Eroberung Lingens die dortigen Einkünfte aus Zoll, Münze und Gericht unter sich aufzuteilen. Das Lingener Marktrecht von 1314 war Vorbild für den neu eingerichteten Markt in Friesoythe. 1372 wurden die Kivelinge, eine Bürgerwehr aus Jünglingen, gegründet. Sie verteidigten die Stadt und retteten Frauen, Kinder und ihre älteren Mitbürger.

1394 entstand der älteste Beleg für das Lingener Stadtwappen mit den drei Türmen. Graf Nikolaus II. von Tecklenburg bestätigte 1401 das um die Mitte des 14. Jahrhunderts verliehene und 1366 erstmals erwähnte Lingener Stadtrecht. 1498 kam es zur Teilung der Grafschaft Tecklenburg; die Grafschaft Lingen entsteht. Graf Nikolaus IV. residierte bis 1541 auf der Burg Lingen. Eine verheerende Feuersbrunst zerstörte 1548 große Teile der Stadt. 1554 wurde in Lingen eine kaiserliche Poststation eingerichtet; die heute noch bestehende Alte Posthalterei am Markt wird 1653 erbaut. 1597 eroberte Prinz Mauritz von Oranien die Festung Lingen für die niederliegenden Generalstaaten. 1605 kam es zur Rückeroberung Lingens durch den spanischen Feldherrn Ambrosio Spinola.

1632 wurde die Festung Lingen geschleift; Lingen ging Anfang 1633 in den Besitz des niederländischen Hauses Oranien über. 1697 kam es zur Gründung der Universität (Gymnasium academicum) in Lingen durch Wilhelm III., Prinz von Oranien. 1702 kamen Stadt und Grafschaft Lingen an Preußen.

1855 gründete Dechant Dr. Johann Bernhard Diepenbrock das St.-Bonifatius-Hospital. 1856 erhielt Lingen durch die Eröffnung der Bahnstrecke Emden–Rheine einen Anschluss an das Schienennetz; und das Eisenbahnausbesserungswerks, das zum größten Arbeitgeber der Stadt wurde. 1927 wurde Lingen von einem schweren Wirbelsturm heimgesucht, viele Häuser der historischen Innenstadt wurden schwer beschädigt. 1934 entstanden im Lingener Stadtteil Reuschberge ausgedehnte Kasernenanlagen, die 1935 bezogen wurden, und bis Ende 2007 von der Bundeswehr genutzt wurden.

Während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 setzten Nationalsozialisten die Lingener Synagoge in Brand. 1944 zerstörten zwei Luftangriffe der Alliierten das Eisenbahnausbesserungswerk und Teile Lingens. Lingen war Standort eines bedeutenden Reserve-Lazaretts der Wehrmacht, zu dem auch Lazarette für die Kriegsgefangenen in den Kriegsgefangenen-Lagern im Emsland mit den vielen zugehörigen Arbeitskommandos gehörten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Lingen zur Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen stammten aus Polen und waren befreite Zwangsarbeiter aus den Emslandlagern. Im Februar 1946 überschwemmte ein Hochwasser der Ems das Stadtzentrum und richtete große Zerstörungen an. Mit Mitteln des Marshallplanes begann 1950 der Bau der Erdölraffinerie Emsland zur Verarbeitung 550.000 t/a deutschen Rohöls aus den Erdölfeldern des Emslandes und angrenzender Gebiete; die Inbetriebnahme folgte 1953. 1956 wurde Lingen Bundeswehr-Garnisonsstadt.

1975 begann die Umgestaltung der Innenstadt: Heute umfasst ein Fußgängerbereich die hist. Looken-, Marien-, Burg-, und Große Straße, den Marktplatz, den Universitätsplatz und die angrenzenden Innenstadtstraßen. 1977 verlor Lingen im Zuge der niedersächsischen Kreisreform den Kreissitz, wurde aber große selbstständige Stadt; seither gehört Lingen zum Landkreis Emsland. Mit Gründung der Institute für Management und Technik, Kommunikations-Management sowie Theaterpädagogik der FH Osnabrück wird Lingen im Jahr 2000 wieder Hochschulstandort. In den Jahren 2006 und 2007 wurde das ehemalige Postgelände zwischen Looken- und Poststraße zu einem Einkaufszentrum namens „Lookentor-Passage“ umgebaut, welches am 22. März 2007 eröffnet wurde. Am 31. Dezember 2007 wurde der Bundeswehrstandort in Lingen geschlossen.

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2011 statt; die nächsten Oberbürgermeisterwahlen voraussichtlich im Jahr 2014.

In den Stadtteilen Altenlingen, Baccum, Bramsche, Brögbern, Clusorth-Bramhar, Darme, Holthausen-Biene, Laxten und Schepsdorf bestehen jeweils Ortsräte, die über die Entwicklung ihrer Ortschaften mitentscheiden können. Bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 hat die CDU in allen Ortsräten die Mehrheit der Mandate errungen.

In der Stadt Lingen (Ems) gibt es ein Kinder- und Jugendparlament. Dieses wird alle 2 Jahre gewählt. Mitmachen bei diesem Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) können alle Lingener Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren. Das KiJuPa setzt sich aktuell aus 59 Mitgliedern zusammen. Die nächsten Wahlen finden 2010 statt.

Lingen verfügt über zahlreiche allgemeinbildende Schulen, darunter eine integrierte Gesamtschule und drei Gymnasien. Die Gymnasien Georgianum und Johanneum sind staatliche Schulen und arbeiten eng zusammen, während das Franziskusgymnasium im Stadtteil Laxten eine katholische Schule in Trägerschaft des Ordens der Franziskanerinnen von Thuine ist.

In der beruflichen Bildung sind neben den staatlichen Berufsschulen (Fachrichtungen: gewerblich-technisch, land- und hauswirtschaftlich und kaufmännisch), viele private Bildungsträger engagiert. In den staatlichen Berufsschulen werden u. a. Berufsfach- und Fachoberschulen in Vollzeitformen, Berufsvorbereitungsjahre, Berufsgrundbildungsjahre, Berufsaufbauschulen und Berufsschule im Dualen System (Teilzeit) angeboten.

Seit 1988 existiert die Berufsakademie Emsland, welche die Bachelorstudiengänge Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen anbietet.

Im Jahr 1995 wurde der Standort Lingen der Fachhochschule Osnabrück gegründet, der die Fakultät Gesellschaft und Technik mit den Instituten Management und Technik, Kommunikationsmanagement sowie Theaterpädagogik umfasst. 2006 wurde die Fakultät Gesellschaft und Technik aufgelöst. Stattdessen sind die Studiengänge nun den Departments Kommunikation und Gesellschaft sowie Management und Technik zugeordnet.

Der Marktplatz gilt als beste Stube der Stadt. Das historische Rathaus von 1555 mit seinem Treppengiebel von 1663 gilt als das Wahrzeichen der Stadt; es dient heute repräsentativen Zwecken und steht für standesamtliche Trauungen zur Verfügung. Gleich daneben befindet sich die Alte Posthalterei, ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Walmdach, das von 1653 bis 1851 Lingens Poststelle war und heute eine Gaststätte beherbergt. Ansonsten wird der Marktplatz von Giebelhäusern beherrscht, zu denen das Haus der Kivelinge von 1583 zählt, eines der ältesten Bürgerhäuser Lingens. Dieses befindet sich im Besitz des 1372 gegründeten Bügersöhneaufzuges zu Lingen, den Kivelingen.

Östlich des Marktplatzes und mit ihm durch die schmale Clubstraße verbunden, liegt der Universitätsplatz mit dem 1678 bis 1680 gebauten Seminargebäude (heute Kunstschule des Kunstvereins Lingen), dem Professorenhaus von 1684/85 (heute Theaterpädagogisches Zentrum, TPZ Lingen) und der barocken evangelisch-lutherischen Kreuzkirche, die 1733 bis 1737 errichtet und 1888 im neuromanischen Stil erweitert wurde.

Die schönste Straße Lingens dürfte die Burgstraße sein. Vom Marktplatz aus findet man zunächst das Hellmannsche Haus von 1641 mit seinem reich ornamentierten Fachwerkgiebel und die ab 1832 errichtete katholische Bonifatiuskirche. Etwas weiter findet man das Palais Danckelmann von 1646, das seit Jahrhunderten das Amtsgericht beherbergt; im zugehörigen Kutscherhaus (Gesindehaus) aus dem frühen 18. Jahrhundert befindet sich ein Teil des Heimatmuseums.

Sehenswert sind auch die evangelisch-reformierte Kirche an der Kirchstraße und der 1961 durch die Kivelinge wieder neu aufgebaute Pulverturm (Straße Am Pulverturm) als Überreste der ehemaligen Festung. Er ist der letzte Zeuge der im 17. Jahrhundert abgetragenen Festung Lingens. Der ursprüngliche Pulverturm stammt noch aus dem späten Mittelalter. Die barocke Toranlage auf dem Gelände des Pulverturms, stammt vom früheren Haus des oranischen Drosten Rutger von Haersolte an der Lookenstraße.

Außerhalb des Stadtzentrums sind das im Süden gelegene Schloss Herzford und das im Norden der Stadt gelegene, 180 Hektar große Speicherbecken zu erwähnen, das in den 80er-Jahren als Kühlwasserreservoir für das Kernkraftwerk Emsland gebaut wurde und ein beliebtes Naherholungsgebiet ist.

Im Nordosten der Stadt betreibt der NDR eine Sendeanlage für UKW, TV und MW. Als Antennenträger wird ein 227 Meter hoher, geerdeter Stahlrohrmast mit einer Reusenantenne für Mittelwelle verwendet.

Außerdem existiert noch ein 158 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG im Stadtteil Schepsdorf.

Im Februar 2006 begann ein Umbau des Lingener Bahnhofs. Ziel dieser Baumaßnahme ist es, ein Nadelöhr im Personenverkehr auf der bis heute ausschließlich von der Deutschen Bahn AG bedienten Bahnstrecke zwischen dem westfälischen Rheine und Emden zu beseitigen: Der ursprüngliche Mittelbahnsteig des Lingener Bahnhofs ist nach heutigen Vorgaben zu schmal und kann außerdem nur durch direktes Überqueren der Schienen erreicht werden; daher wurde er bereits Anfang der 70er Jahre gesperrt. Seitdem verfügt der Bahnhof nur über ein Haltegleis (Gleis 1) für Personenzüge in Nord- und Südrichtung, so dass sich in ungünstigen Fällen Verspätungen in einer Fahrtrichtung auch auf Gegenzüge auswirken.

Hier wird ein neuer Mittelbahnsteig Abhilfe schaffen, der anstelle des bisherigen nur für Güterzüge genutzten Gleises 3 errichtet wird. Außerdem ist zwischen 2005 und dem 6. November 2007 eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer gebaut, die auch den neuen Bahnsteig mit den Gleisen 2 und 4 dank einem Fahrstuhl und niedriger Steigung besonders behindertengerecht mit dem Bahnhofsgebäude verbindet. Die Unterführung hat die Anbindung der Fachhochschule an die Innenstadt verbessert. Die Gesamtkosten für die Unterführung belaufen sich auf 7,1 Millionen Euro. Die noch ausstehenden Baumaßnahmen umfassen neben dem Bau des Mittelbahnsteigs im Jahr 2008 auch den Umbau des ZOB, begonnen im März 2009, und den Neubau einer Fahrradstation.

Für ca. 40 Mio. EUR wird momentan das St.-Bonifatius-Hospital im Stadtzentrum vollkommen umstrukturiert. Neben Sanierungsmaßnahmen sind mehrere Neubauten geplant. Unter anderem werden eine neue Eingangshalle, ein neuer Bettentrakt und eine neue Tiefgarage mit 200 Einstellplätzen gebaut. Nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2008 wird das aus dem 19. Jahrhundert stammende Krankenhausgebäude an der Gymnasialstraße nicht mehr für den Krankenhausbetrieb benötigt.

Zurzeit wird das bestehende IT-Zentrum Emsland durch die Sanierung der Halle III des Eisenbahnausbesserungswerkes an der Kaiserstraße erweitert. Im Jahr 2008 sollen die Bauarbeiten für den Ausbau der Fachhochschule Osnabrück in den Hallen I und II beginnen. Es ist geplant, beide Hallen für den Ausbau der Fachhochschule auf 2000 Studienplätze zu nutzen. Die Gesamtkosten für den Ausbau werden auf 45 Mio. EUR geschätzt.

Wie im gesamten Landkreis Emsland bekennt sich auch in der Stadt Lingen (Ems) eine deutliche Mehrheit zum römisch-katholischen Glauben. Während der Anteil der Katholiken im gesamten Emsland jedoch bei etwa 80 % liegt, ist der Anteil in Lingen mit 60 % geringer.

Ca. 22.500 der Lingener Einwohner sind in mehr als 80 Sportvereinen organisiert. Mit 18 Sporthallen, 4 Gymnastikhallen und einer Tanzhalle deckt die Stadt Lingen (Ems) die Anforderungen für den Hallensport, insbesondere für den Schulsport, den Vereinssport, aber auch für den nicht organisierten Sport ab.

Ferner gibt es in Lingen 12 Sportzentren mit 40 Rasenspielfeldern und einem Tennenplatz (Fußball). Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das Emslandstadion, das über normgerechte leichtathletische Anlagen, insbesondere eine 400-m-Kunststofflaufbahn, verfügt.

Lingen wird von der Bundesautobahn A 31 tangiert und ist Schnittpunkt der Bundesstraßen B 70, B 213 und B 214, die seit Ende der 1970er Jahre als Umgehungsstraße um die Stadt herum führen.

Durch Lingen führt die deutsch-niederländische Ferienstraße Oranier-Route.

Lingen besitzt Stadtbusse und Regionalbusse, die die einzelnen Ortsteile und die umliegenden Städte mit Lingen verbinden.

Lingen liegt an der 1855 eröffneten Eisenbahnlinie Ruhrgebiet – Nordsee („Emslandstrecke“). Am Bahnhof Lingen halten die zweistündlich verkehrenden Intercitys der Linie Luxemburg–Norddeich. Außerdem verkehrt stündlich der „Emsland-Express“ Münster–Emden.

Im Güterverkehr spielen vor allem die Güterbahnhöfe Holthausen ( Erdölraffinerie) und Hanekenfähr (Industriegebiet Lingen-Süd) eine größere Rolle, außerdem gibt es Industrie-Anschlussgleise in Lingen-Damaschke (derzeit nicht genutzt) sowie mehrere Güterverkehrsgleise und eine Verladerampe am Bahnhof Lingen(Ems).

Von 1904 bis 1952 fuhr außerdem von Lingen aus im Personen- und Güterverkehr die schmalspurige Kleinbahn Lingen-Berge-Quakenbrück, deren Bahnhof sich jedoch an anderer Stelle befand als derjenige der Staatsbahn.

Beim Bau der Hannoverschen Westbahn Löhne - Emden wurden in Lingen die zentralen Werkstätten angelegt und 1856 in Betrieb genommen. Sie ernährten zeitweise ein Drittel der Lingener Haushalte und waren lange Zeit der einzige größere Industriebetrieb Lingens. Nach langem Schrumpfen wurde das Bundesbahn-Ausbesserungswerk Lingen 1985 geschlossen.

Das Wagenwerk wurde abgerissen; an seiner Stelle stehen heute die Emslandhallen, in denen Märkte und Veranstaltungen stattfinden. Nach jahrelangem Leerstand und Verfall des direkt am Bahnhof gelegenen Lokwerks wurde zunächst die Halle IV saniert. Seit 1997 ist dort ein Zentrum für Wirtschaft, Medien und Kunst angesiedelt. Die restlichen Hallen werden seit 2003 zu einem IT-Zentrum ausgebaut, in das auch neue Institute der Fachhochschule Osnabrück einziehen sollen.

Die Stadt Lingen ist Anteilseigner des Verkehrslandeplatzes Nordhorn-Lingen (Flugplatz "Klausheide"), ca. 12 km entfernt; der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Münster-Osnabrück in ca. 78 km Entfernung.

Die Ems bei Lingen ist auf einer kurzen Strecke schiffbar, wird heute jedoch nur noch im Freizeitverkehr befahren. Bereits seit 1829 umfährt der Güterverkehr die zahlreichen Schleifen der Ems zwischen Lingen und Meppen auf einem Kanal, der zunächst Ems-Hase-Kanal hieß und seit über hundert Jahren Teil des Dortmund-Ems-Kanals ist.

Lingen verfügt über sieben Häfen für die Binnenschifffahrt. Die Erdölraffinerie in Holthausen sowie das Benteler-Stahlwerk in Hanekenfähr haben eigene Häfen; Massengüter werden im Darmer Hafen entladen. Hingegen haben der Alte Hafen und der Neue Hafen, nahe dem Stadtzentrum gelegen, an Bedeutung für die Wirtschaft verloren, gewinnen aber zunehmend Stellenwert für den Freizeitverkehr.

Die Stadt Lingen gilt seit dem Zweiten Weltkrieg als Zentrum der deutschen Erdölindustrie. Von Lingen wurden die Erdölvorkommen im Emsland, die die größten in Deutschland sind, sowie die Erdgasvorkommen in der norddeutschen Tiefebene erschlossen. Ende der vierziger Jahre hat sich in Lingen die Deutsche Schachtbau- und Tiefbohrgesellschaft mbH angesiedelt, die in den siebziger und achtziger Jahren einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Stadt war. Nach zahlreichen Übernahmen firmiert die Gesellschaft seit 2003 unter dem Namen Gaz de France Produktion Exploration Deutschland GmbH. Die Produktion betrug im Jahr 2006 1,35 Milliarden m³ Erdgas sowie 463.000 t Erdöl.

Die seit 1953 bestehende Erdöl-Raffinerie Emsland (BP Lingen) im Stadtteil Holthausen stellt mit etwa 600 Mitarbeitern bei einer Kapazität von etwa 4,1 Mio. t jährlich unter anderem Kraftstoffe, leichtes Heizöl und Flüssiggas aus deutschem und ausländischem Rohöl her.

Mit der ROSEN Technology and Research Center GmbH hat zudem ein bedeutender Dienstleister für die Pipeline-Industrie große Teile der Fertigung und Forschung in Lingen. Das Kerngeschäft der Firma, mit rund 1000 Mitarbeiten, ist die Pipeline-Inspektion.

1968 nahm der VEW-Konzern in der damals noch selbstständigen Gemeinde Darme das Kernkraftwerk Lingen in Betrieb. Es war eines der ersten kommerziellen Kernkraftwerke Deutschlands. Wegen zahlreicher Störfälle wurde es schon 1977 wieder stillgelegt. 1989/90 erlangte es noch einmal eine gewisse Bekanntheit, als dort Molkepulver dekontaminiert wurde, das nach der Katastrophe von Tschernobyl verstrahlt worden war.

Seit 1972 bzw. 1975 erzeugen in der Nachbarschaft des Kernkraftwerkes zwei Blöcke des Erdgaskraftwerk Emsland mit einer Leistung von insgesamt 820 Megawatt Strom.

1988 wurde das Kernkraftwerk Emsland mit einer Leistung von 1400 Megawatt in Betrieb genommen. Es ist eines der letzten deutschen Kernkraftwerke, die in Betrieb gingen, und gilt als eines der sicheren. Seit 2002 gibt es in unmittelbarer Nähe ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente aus dem KKE.

Alle diese Kraftwerke gehörten ursprünglich dem VEW-Konzern. Seit dessen Fusion mit RWE gehören sie zur RWE Power AG. In den Lingener Kraftwerken sind über 400 Menschen beschäftigt.

Im Juni 2007 hat die RWE AG mit dem Bau eines neuen GuD-Kraftwerk mit einer Leistung von 876 Megawatt begonnen, welches 2009 ans Netz gehen soll. Dem neuen Kraftwerk wird ein Erdgasröhrenspeicher angeschlossen. Die Investitionssumme beläuft sich auf mehr als EUR 500 Mio.

Der Einzelhandel hat sich insbesondere im historischen Stadtzentrum angesiedelt. Die Hauptfußgängerzone umfasst die Lookenstraße, Marienstraße, Große Straße und Burgstraße sowie den Marktplatz. Der Einzelhandel ist geprägt durch inhabergeführte Geschäfte, aber insbesondere in der Lookenstraße und Marienstraße haben sich viele Filialisten niedergelassen.

Am 22. März 2007 wurde die Einkaufspassage Lookentor eröffnet, die auf einer gesamten Verkaufsfläche von ca. 15.000 m² insgesamt 50 Läden beherbergt. Sie verbindet die Fußgängerzonen der Lookenstraße und Marienstraße.

Neben dem Stadtkern befindet sich an der Rheiner Straße ein Einkaufszentrum, welches neben Lebensmittel-Vollsortimentern insbesondere einen Baumarkt sowie ein Möbelhaus umfasst.

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Source : Wikipedia