Lehre

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Geschrieben von robby 02/03/2009 @ 15:09

Tags : lehre, niedersachsen, deutschland

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Lehre (Niedersachsen)

Wappen der Gemeinde Lehre

Lehre ist eine Gemeinde im Osten von Niedersachsen im Landkreis Helmstedt. Die nächstgelegenen Großstädte sind Braunschweig und Wolfsburg, die direkt an Lehre grenzen. Die eigene Kreisstadt Helmstedt liegt ca. 30 km östlich der Gemeinde.

Lehre grenzt an folgende Städte bzw. Gemeinden (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Calberlah, Wolfsburg, Königslutter am Elm, Cremlingen, Braunschweig und Meine.

Der Ortsteil Wendhausen liegt etwa 10 km nordöstlich vom Stadtzentrum Braunschweigs. Verkehrsmäßig ist er durch die B 248 an Braunschweig und Wolfsburg angebunden. Außerdem ist er an die A 2 durch die Autobahnausfahrt Braunschweig-Ost angeschlossen. Durch den Ort fließt die Schunter in zwei Armen, die in der Niederung einen etwa 400 m breiten und etwa 2 km langen Werder umfließen. Im Ortskern liegt das Schloss Wendhausen mit einem größeren Gutsbetrieb, der seit den 1990er Jahren in Wohneigentum und als Altenheim umgestaltet worden ist. Ortsprägend ist die mit 17 m Höhe von weitem sichtbare, fünfflügelige Bergholländermühle auf dem Dettmersberg im Ort. Sie wurde 1837 von den Brüdern Karl und Eduard Vieweg als Ersatz für die Wassermühle an der Schunter errichtet.

Urkundlich wurde der Ort, früher auch als Wenethusen bezeichnet, erstmals 1125 erwähnt. Der Name weist auf eine Besiedlung durch den slawischen Stamm der Wenden hin obwohl es keine weiteren Belege dafür gibt. 1495 gehörte der Ort zum Fürstentum Wolfenbüttel. Die Burg Wendhausen, bei der es sich wegen der Lage in Schunternähe nur um eine Wasserburg gehandelt haben kann, wurde erstmals 1388 erwähnt. Nach mehrfacher Zerstörung ließ der begüterte herzogliche Politiker Philipp Ludwig Probst auf ihren Grundmauern 1683-88 das Schloss Wendhausen erbauen.

Der Rat der Gemeinde Lehre besteht aus 28 Ratsmitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

Der parteilose Klaus Westphal hat sich in der Stichwahl am 24. September 2006 mit 73,8% der Stimmen gegen Heike Meyerhof (SPD) durchgesetzt und ist amtierender Bürgermeister der Gemeinde Lehre.

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Lehre (Technik)

Grenzlehrdorn für Bohrungen (Grenzlehre)

Eine Lehre ist in der Technik ein Gerät, das für vorher festgelegte Maße und Formen ein Bezugsnormal darstellt. Die Lehre verkörpert dabei die physischen Maße und Formen (Maßverkörperung). Lehren kommen in der Messtechnik, Produktion und Montage zum Einsatz. In der Messtechnik und im Maschinen- und Anlagenbau sind sie meist aus gehärtetem Lehrenstahl, während die Messflächen oft aus Hartmetall und in der Regel feingeschliffen oder geläppt sind. Die Toleranzen hängen von den zu Grunde liegenden Normen ab oder werden, soweit es keine entsprechende Norm gibt oder sich nicht anwenden lässt, nach konstruktiven Gesichtspunkten festgelegt.

Lehren wurden geschaffen, um das einfache Überprüfen von Vorgabemaßen zu ermöglichen. Ihre Anwendung birgt im Gegensatz zu Messverfahren kaum Fehlerquellen und liefert eine eindeutige Aussage (Gut oder Ausschuss).

Mit Lehren kann nicht, wie oft vermutet, gemessen werden, denn das Prüfen mit einer Lehre ergibt keinen Zahlenwert. Es kann nur den Sollzustand (Lehre) mit dem Istzustand des Prüflings verglichen werden. Ein Beispiel hierfür ist der auch unter dem Namen „Schieblehre“ bekannte Messschieber, der mittels einer Feststellschraube ein bestimmtes Maß verkörpert und nur dann als Lehre zu bezeichnen ist.

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Lehrling

Auszubildende des Auswärtigen Amtes beim Besuch der britischen Königin 1992 in Brühl

Ein Lehrling ist in den deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz) ein Mensch, der sich in einer Berufsausbildung befindet. Die Ausbildung (Lehre, Lehrzeit) schließt mit einer Prüfung zum Gesellen oder Facharbeiter ab.

Die umgangssprachliche Bezeichnung Stift ist in Deutschland mittlerweile unüblich geworden und gilt manchmal als abwertende Bezeichnung für den Lehrling, ebenso wie die bis in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannte Bezeichnung Lehrpieps.

Deutschland hat eine Duale Berufsausbildung, welche die Praxis im Ausbildungsbetrieb mit der Theorie Berufsschule verbindet. Während die Ausbildung im Betrieb meist an betrieblichen Belangen orientiert ist, folgt die Ausbildung in der Berufsschule fachdidaktischen Gesichtspunkten. Damit besteht meist ein Unterschied zwischen den Inhalten der Ausbildung in beiden Ausbildungsorten. Außerdem werden in der Berufsschule auch allgemeinbildende Inhalte vermittelt. Die Ausbildung in der Berufsschule kann ein oder zwei Tage in der Woche betragen oder in wochenweisen Zyklen (zwei Wochen Lehrbetrieb, eine Woche Berufsschule ...) aufgeteilt sein. In der Überbetrieblichen Ausbildung werden Ausbildungsanteile vermittelt, die oft spezialisierte Betriebe nicht mehr vermitteln können.

Die berufliche Ausbildung dauert im allgemeinen 3 bis 4 Jahre. Eine Weiterbildung wird mit der Meisterprüfung abgeschlossen.

Ausbilden darf nur eine Institution mit der Berechtigung zu Ausbildung/Lehre (Meisterbetriebe). Die Berechtigung ist an Personen gebunden. Parallel dazu gibt es auch an beruflichen Schulen (Berufskollegs in NRW sonst meist OSZs) rein schulische Ausbildungen.

Zwischen Ausbildungsstätte und Auszubildendem wird ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen, der die beiderseitigen Rechten und Pflichten sowie die Ausbildungsinhalte regelt. Der Ablauf der Ausbildung wird in einem Ausbildungsplan festgelegt.

Auszubildende stehen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres unter einem besonderen rechtlichen und versicherungstechnischen Schutz, dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Auch hinsichtlich der Kündigung eines Ausbildungsvertrages durch den Ausbildungsbetrieb gelten besondere Regelungen.

Vom Mittelalter bis zum Beginn der Industrialisierung war der Lehrling Mitglied einer Meisterfamilie. Gleichzeitig mit dem Eintritt in Lehre übernahm sein Lehrherr neben der Ausbildung auch Unterhalt (Kost und Logie), Obsorge und die Vormundschaft über den Lehrling, der ihm neben dem Lehrgeld auch unbedingten Gehorsam schuldete. Zum Lehrvertrag gehörten ein Gelöbnis des Gehorsams und der treulichen Dienste seitens des Lehrlings. Es gab bis ins 20. Jahrhundert hinein auch ein gesetzlich festgelegtes Züchtigungsrecht (Recht zur „väterlichen Zucht“) des Lehrherren über den Lehrling.

Begonnen wurde die Lehre mit einer Probezeit, meist einigen Wochen, in denen sich der Lehrherr von den allgemeinen Fähigkeiten des Lehrlings überzeugte, danach erfolgte der Eintrag des Lehrlings in das Zunftbuch, was mit dem Einschreib-Gulden abgolten wurde. Das Lehrgeld war nicht unbeträchtlich, und betrug im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit zwischen etwa 20 und 50 Gulden je Jahr. Die Lehrzeit war meist länger als heute und dauerte je nach Beruf zwischen drei und über fünf Jahren, wenn das Lehrgeld nicht bezahlt werden konnte, auch mehr. Abgeschlossen wird die Lehre mit dem Gesellenstück, das seit der Entwicklung des Zunftwesens dem örtlichen Zunftrat vorgelegt wird.

Trotz seiner relativen Rechtlosigkeit war der Lehrling vor der Industrialisierung eine sozial weit über den Dienstboten stehende Rolle: Gründe sind, dass es den Begriff der Lehre nur in den zünftigen Berufen (ehrlichen Berufen) gab, das Lehrgelds und die Aussicht auf einen weiteren beruflichen Aufstieg – gerade die Handwerksberufe zeigten eine für damalige Verhältnisse wenig familienerbliche Struktur, in der fachliche Fähigkeiten von großer Bedeutung waren.

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.

Die allgemeine Bezeichnung Lehrling wurde in West-Deutschland (1971) durch die Bezeichnung Auszubildender ersetzt. In der DDR war bis zur deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 der Begriff Lehrling die offizielle Bezeichnung.

Während ihrer Ausbildung erhalten Auszubildende kein Gehalt oder Lohn, sondern eine Ausbildungsvergütung welche jedoch den gleichen Sozialversicherungs- und Steuerpflichten unterliegt.

Für einige Berufe gelten abweichend Bezeichnungen.

In Österreich beginnt die Lehrausbildung nach Berufsausbildungsgesetz (Bundesgesetz über die Berufsausbildung von Lehrlingen) üblicherweise nach dem Pflichtschulabschluss, also nach dem 9. Schuljahr und dauert zwischen zwei und vier Jahre. Während der Lehrzeit ist er wie andere auch sozialversichert und bekommt eine Lehrlingsentschädigung.

Als Abschluss macht ein Lehrling die Lehrabschlussprüfung (LAP). Nach der Prüfung ist er Geselle oder Facharbeiter. Diese Prüfung ist Voraussetzung, um ohne Matura oder Handelsschule den Titel Meister zu erhalten und den Zugang zu einigen selbständigen Berufszweigen zu bekommen, sowie die Berechtigung, als Lehrberechtigter selbst Lehrlinge auszubilden.

Diese Berufsliste wurde in letzter Zeit seitens der Politik zugunsten der freien Berufe verkürzt. Die Betriebe greifen zwar gerne auf ausgebildete Facharbeiter zurück, doch nicht alle Firmen bilden gerne aus. Deshalb werden von öffentlichen Stellen immer wieder Vergünstigungen geboten, um die Ausbildungsquote zu heben.

Die Ausbildung wird dual ausgeführt, der Lehrling ist sowohl Auszubildende bzw. Auszubildender in einem Betrieb als auch Schülerin bzw. Schüler einer Berufsschule. Diese kann je nach Bundesland und Branche einige Wochen pro Lehrjahr oder einzelne Tage jede Woche erfolgen.

In Österreich treten rund 40.000 Schüler jedes Jahr eine Lehrausbildung an.

In der Schweiz sind die geschlechtsspezifischen Begriffe Lehrling und Lehrtochter bei der Revision des Berufsbildungsgesetz (BBG) durch Lernende ersetzt worden. In der Umgangssprache sind aber weiterhin die Begriffe Lehrling bzw. Stift üblich. Weil der generelle Begriff Lernende zu Irrtümern Anlass geben kann, spricht man oft von Berufslernenden.

Berufslernende erlernen einen der über 200 Berufe im dualen (trialen) System (vereinzelt auch in Lehrwerkstätten oder in Vollzeitschulen -Wirtschaftsmittelschulen/weniger an Fachmittelschulen). Neben dem BBG ist auch die Berufsbildungsverordnung (BBV) maßgeblich. Lehrberechtigt ist ein Berufsbildungsverantwortlicher.

Die Ausbildungsdauer beträgt für Attestausbildungen (2-jährige Grundbildung mit eidgenössischem Attest, niederschwelliges Angebot) zwei Jahre. Der Fähigkeitsausweis (3–4 jährige Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis) wird nach drei respektive vier Jahren erreicht. Die parallele Erreichung der Berufsmaturität öffnet den Weg an die Fachhochschulen mit Passerelle auch zu den Universitäten.

Im Ausbildungsrahmen, einem Bestandteil der Bildungsordung zu einem Beruf, sind die Inhalte der betrieblichen Ausbildung festgelegt. Bildungsordung wie auch Lehrzeit und berufsschulischer Lehrplan werden von der Landesregierung im Einvernehmen mit den Sozialpartnern festgelegt.

Die Entlohnung der Lehrlinge orientiert sich am Anfangslohn der Facharbeiter und Gesellen. Bei Lehrbeginn beträgt sie 45–55 % des Facharbeiterlohns, steigt mit zunehmendem Lehralter auf 80−90 % am Ende der Lehrzeit an.

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Berufsausbildung

AEG-Lehrwerkstatt Mühlheim-Saarn (1956)

Berufsausbildung (früher und in der Schweiz heute noch üblich: Lehre) ist die Ausbildung eines Auszubildenden (Lehrlings) als Berufsbildung im handwerklichen, landwirtschaftlichen, kaufmännischen oder industriellen Bereich. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen und in den Naturwissenschaften sowie im öffentlichen Dienst werden Berufsausbildungen angeboten.

Während der Terminus Lehre in Deutschland eher ungebräuchlich geworden ist, ist er in Österreich der offizielle Terminus für die Ausbildung eines Lehrlings. In der Schweiz werden alle mehrjährigen Berufsausbildungen (für Jugendliche) Lehre genannt, eine Ausnahme bilden Berufe, die ein Studium voraussetzen.

Berufsausbildung ist nicht zu verwechseln mit beruflicher Fortbildung, die bei verschiedensten Bildungsträgern als Aufstiegs- oder Anpassungsqualifizierung angeboten wird und in § 1, Abs. 1 Berufsbildungsgesetz als weiterer Teil der Berufsbildung definiert wird. Ziel ist die Sicherung des beruflichen Aufstieges bzw. die Anpassung des Wissens und der Fertigkeiten an geänderte Anforderungen. Häufig wird der Begriff der beruflichen Weiterbildung synonym verwendet.

In Deutschland enthalten das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung die grundlegenden Regelungen der Berufsausbildung. Einige Berufe, insbesondere die Medizinalberufe Heilhilfsberufe, sind in speziellen Gesetzen geregelt (z.B. Krankenpflegegesetz, Altenpflegegesetz, Physiotherapeutengesetz, Rettungsassistentengesetz).

Die Berufsausbildung wird in Deutschland überwiegend im Dualen Berufsausbildungssystem durchgeführt, wobei die rechtlich jeweils voneinander unabhängigen Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen zusammenarbeiten müssen, um die optimale berufliche Qualifizierung der Auszubildenden zu gewährleisten.

Im Handwerk ergänzen überbetriebliche Ausbildungsstätten die Berufsausbildung. Auch wenn die Überbetriebliche Ausbildung Teil der betrieblichen Ausbildungsabschnitte ist, wird diese Ausbildungsform dann gelegentlich als „Triales Ausbildungssystem“ bezeichnet.

Anfang 2000 befanden sich etwa 1,7 Millionen Jugendliche in insgesamt 348 staatlich anerkannten Ausbildungsberufen in der Berufsausbildung. Dabei bildeten die Betriebe der Industrie und des Handels 49 Prozent der Auszubildenden aus, die Handwerksbetriebe 38 Prozent und die übrigen Bereiche (Landwirtschaft, Öffentlicher Dienst, Freie Berufe, Hauswirtschaft und Seeschifffahrt) zusammen knapp 15 Prozent.

Durch den heute zum Teil bestehenden Ausbildungsstellenmangel gibt es jedoch mehr Bewerber als Ausbildungsplätze. In anderen Berufen können allerdings schon heute Ausbildungsstellen nicht besetzt werden.

In der Schweiz besteht die Berufsbildung für circa 2/3 der Jugendlichen aus einer Lehre. Nach der neunjährigen obligatorischen Schulzeit beginnen die Jugendlichen eine Berufsausbildung bei einer Firma. Nur etwa 10 Prozent der Schüler besuchen ein Gymnasium, um danach meist ein Studium zu beginnen. Natürlich gibt es auch Berufsausbildungen, für deren Antritt man besondere Voraussetzungen erfüllen muss. So muss man für eine Lehre als Polizist mindestens 18 sein und bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen.

In den letzten Jahren ihrer Schulzeit informieren sich die Schüler über die verschiedenen Berufe und absolvieren in der Oberstufe verschiedene Schnupperlehren. Diese dienen dazu, den Beruf aktiv zu erleben, den Betrieb kennenzulernen, und ermöglichen der Firma sich ein Bild über den Schüler zu machen. Die meist 15- bis 16-jährigen Schüler bewerben sich daraufhin bei verschiedenen Firmen für den von ihnen ausgesuchten Beruf. Lehrlinge ausbilden darf, wer einen Meisterbrief oder eine Lehrmeisterausbildung hat. In grösseren Lehrbetrieben wird extra ein Lehrlingsausbilder angestellt, welcher für die Ausbildung von einigen Lehrlingen seines Fachgebiets zuständig ist. In kleinen Betrieben ist oft der Geschäftsführer der Ausbildner.

Der Begriff Berufliche Grundbildung (Lehre) wird im Normalfall für eine Erstausbildung von drei bis vier Jahren benutzt. Eine Lehre ist aus zwei Teilen aufgebaut: Einen berufsspezifischen praktischen Teil und einen schulischen Teil, der sowohl Fach- als auch Allgemeinwissen vermittelt. Beide Teile finden parallel zueinander statt, indem die Auszubildenden einen Tag (im ersten Jahr teilweise zwei) pro Woche eine Berufsschule besuchen und die restlichen Tage in ihrem Lehrbetrieb arbeiten. Die Ausbildung ist gekoppelt, das bedeutet, dass die Berufsschule nur mit der entsprechenden Lehrstelle besucht werden darf.

Im Lehrbetrieb lernt man alle praktischen Fähigkeiten, die man später im Beruf braucht. Für die meisten Berufe werden parallel zur Ausbildung Kurse von den entsprechenden Verbänden durchgeführt. Diese Kurse ermöglichen, ein Grundwissen über den Beruf unabhängig vom Ausbildungsbetrieb aufzubauen. Wenn sie die Grundausbildung haben, arbeiten sie häufig in unterschiedlichen Abteilungen. Je nach Ausbildungsstand beginnen die Lehrlinge die Aufgaben eines Arbeiters zu übernehmen. Ein Lehrlingslohn ist stark von der Branche abhängig und steigt mit jedem Jahr Ausbildung an. Im ersten Jahr beträgt er einige hundert Franken, im letzten bis zu einem Viertel des Lohns eines ausgelernten Mitarbeiters. Die Löhne sind von den entsprechenden Branchen festgelegt und werden vom Amt für Berufsbildung des jeweiligen Kantons abgesegnet.

Auszubildende besuchen während der ganzen Ausbildungszeit an ein bis drei Tagen die Woche eine Berufsfachschule. Die Fächer unterscheiden sich stark nach Beruf. In technischen Berufen wird meist ein halber Tag für Allgemeinbildung (Sprachen, Kultur, Turnen) verwendet und der Rest für berufsspezifische Fächer. In kaufmännischen Berufen werden Sprachen höher gewichtet.

Es ist den Lernenden freigestellt, falls sie die Aufnahmeprüfung bestehen und der Ausbildungsbetrieb einverstanden ist, parallel zur Lehre eine lehrbegleitende Berufsmatura zu absolvieren. Die Berufsmatura nimmt meist einen Tag in der Woche in Anspruch.

Die Berufsmatura kann auch nach der Lehre nachgeholt werden.

Mit der Berufsmatur hat man die Möglichkeit sich an einer Fachhochschule prüfungsfrei einzuschreiben.

Ein Studieren an einer Universität oder der ETH ist prüfungsfrei nach Abschluss der Fachhochschule möglich. Wer direkt mit der Berufsmatur ein Fach studieren will, welches nicht an Fachhochschulen angeboten wird, kann dies nach einem sogenannten Passarellenjahr mit bestandenen Ergänzungsprüfungen machen.

Am Ende einer Lehre werden praktische und theoretische Fähigkeiten in einer Abschlussprüfung getestet. Wer diese besteht, erhält bei einer anerkannten Lehre einen eidgenössischen Fähigkeitsausweis. Bei vielen Ausbildungen finden bereits nach zwei Jahren Teilabschlussprüfungen statt.

In den USA ist die Berufsausbildung sehr viel weniger formalisiert als in Deutschland und normalerweise nicht durch ein System von Prüfungen und anderen formalen Anforderungen reglementiert. Nach Verlassen der High School bzw. des Colleges (siehe US-amerikanisches Schulsystem) folgt am Arbeitsplatz meist ein on the job training (Lernen durch praktische Ausbildung).

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Source : Wikipedia