Lausanne

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Geschrieben von goldorak 27/03/2009 @ 13:08

Tags : lausanne, schweiz, ausland

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Lausanne

Wappen von Lausanne

Lausanne ist der Hauptort des Schweizer Kantons Waadt, die Hauptstadt des Distrikts Lausanne und eine politische Gemeinde. Der frühere deutsche Name Losanen wird heute nicht mehr verwendet. Der italienische und der rätoromanische Name von Lausanne ist Losanna. Die Stadt liegt in der französischsprachigen (welschen) Schweiz am Genfersee. Sie ist bezüglich der Einwohnerzahl, nach Zürich, Genf, Basel und Bern, die fünftgrösste Stadt der Schweiz. Die Metropolregion Genf-Lausanne ist ein erweiterter Ballungsraum und hat 1,2 Millionen Einwohner. Lausanne ist ein bedeutendes Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum sowie eine wichtige Verkehrsdrehscheibe in der Westschweiz. Zudem ist Lausanne der Sitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Lausanne liegt auf 495 m ü. M. (Stadtzentrum) im Waadtländer Mittelland, an den durch mehrere Täler gegliederten Hängen am nördlichen Ufer des Genfersees. Im Bereich des Stadtzentrums treffen die heute grösstenteils überdeckten Bäche Louve und Flon zusammen. Durch ihre Täler wird das Stadtzentrum in die drei Hügel Cité, Le Bourg und Saint-Laurent unterteilt.

Die Fläche des 41,4 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Waadtländer Mittellandes nördlich des Genfersees. Der Gemeindeboden umfasst in seinem südlichen Teil den dicht besiedelten Hang von Lausanne, begrenzt durch die Mündungen der beiden Flussläufe Chamberonne (im Westen) und Vuachère (im Osten) in den Genfersee. Vom Seeufer erstreckt sich das Stadtgebiet über den flachen, je nach Lage bis 500 m breiten Uferrandstreifen nordwärts den Hang hinauf bis auf die Hochflächen von La Blécherette (620 m ü. M.), in das Waldgebiet Bois de Sauvabelin (663 m ü. M.) und auf die Terrasse von Vennes (bis 700 m ü. M.).

Von diesem Hauptteil des Stadtgebietes erstreckt sich ein schmaler Streifen nach Nordosten über den Hang von Montblesson zwischen den Tälern von Flon Morand und Chandelar, beide im Einzugsgebiet der Paudèze, bis auf die Hochflächen des Jorat. Hier befindet sich der Passübergang Chalet-à-Gobet (873 m ü. M.) der Hauptstrasse Lausanne-Moudon. Daran schliesst sich nördlich das ausgedehnte Waldgebiet des Bois du Jorat an, in dem sich nur wenige kleine Rodungsinseln befinden (Chalet des Enfants, Chalet Boverat, Les Saugealles und Moille Saugeon). Der höchste Punkt der Stadt Lausanne ist zugleich auch die höchste Erhebung des Jorat (929 m ü. M.). Über die Hochfläche des Jorat verläuft die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Rhône im Süden und Rhein im Norden. Der nördlichste Teil des Stadtgebietes umfasst das Quellgebiet und den Oberlauf des Flusses Talent, der zum Einzugsgebiet des Rheins gehört.

Daneben besitzt Lausanne eine Exklave im Gebiet von Vernand. Diese wird im Westen und Norden durch das in die Hochfläche eingetiefte Tal der Mèbre (eines Zuflusses der Chamberonne) begrenzt und umfasst den Wald Bois de Vernand sowie das Industrie- und Gewerbegebiet Vernand.

Von der Gemeindefläche entfielen 1997 42,9 % auf Siedlungen, 39,6 % auf Wald und Gehölze, 17,3 % auf Landwirtschaft und 0,2 % auf unproduktives Land.

Das Stadtzentrum von Lausanne umfasst die Quartiere La Cité, Le Bourg, La Palud, Saint-Laurent und Le Pont. Bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts bildeten diese Gebiete die eigentliche Stadt Lausanne. Danach dehnte sich die Stadt immer weiter aus, und die umliegenden ehemaligen Dörfer und Weiler wurden in das Stadtgebiet inkorporiert, beziehungsweise sind zu Wohnquartieren geworden. Dazu zählen: Ouchy, Vidy und Cour nahe dem Seeufer, Malley auf der untersten Terrasse westlich der Stadt, La Blécherette und Bellevaux auf der Hochfläche nördlich der Stadt, Chailly (570 m ü. M.) in einer Talmulde der Vuachère, La Sallaz (616 m ü. M.), Vennes und Rovéréaz an den Hängen östlich des Tals des Flon.

Ferner gehören im ländlichen nördlichen Stadtgebiet die unterdessen teilweise ebenfalls durch Neubausiedlungen ergänzten Weiler Montblesson (737 m ü. M.) am Hang östlich des Flon Morand, Vers-chez-les-Blancs (837 m ü. M.), La Vulliette (850 m ü. M.) und Chalet-à-Gobet (861 m ü. M.) auf der Hochfläche des Jorat sowie ganz im Norden Montheron (723 m ü. M.) und La Râpe (711 m ü. M.) am Talent, La Bérallaz (737 m ü. M.) südlich und Chalet Marin (736 m ü. M.) nördlich des Taleinschnitts des Talent zu Lausanne. Die Exklave Vernand umfasst die Weiler Vernand-Dessus (645 m ü. M.), Vernand-Dessous (613 m ü. M.) und Le Boulard (560 m ü. M.) sowie die Industrie- und Gewerbezonen Vernand und Bel-Air.

Nachbargemeinden von Lausanne sind Saint-Sulpice, Chavannes-près-Renens, Renens, Prilly, Romanel-sur-Lausanne, Le Mont-sur-Lausanne, Epalinges, Jouxtens-Mézery, Crissier, Cheseaux-sur-Lausanne, Morrens, Cugy, Bretigny-sur-Morrens, Bottens, Froideville, Montpreveyres, Savigny und Pully.

Lausanne zählte Ende 2007 119'180 Einwohner (ständige Wohnbevölkerung). Dazu kommen rund 10'000 weitere Personen, entweder Schweizer mit Hauptwohnsitz in einer anderen Gemeinde oder Saisonniers (nur mit vorübergehender Aufenthaltsgenehmigung). Diese sind in der Statistik der Stadt Lausanne enthalten, die für Ende August 2008 eine Einwohnerzahl von 129'196 Personen ausweist.

Die Stadt am Genfersee ist bevölkerungsmässig die fünftgrösste Stadt der Schweiz. Innerhalb der gesamten Agglomeration Lausanne (gemäss Bundesamt für Statistik) - welche rund 317'000 Einwohner zählt - besteht ein geschlossener Siedlungsraum (eine Kernagglomeration mit den Eckpunkten Morges-Tolochenaz im Westen, Romanel-sur-Lausanne im Norden und Lutry im Osten) mit rund 250'000 Einwohnern. Die Metropolregion Genf-Lausanne ist ein erweiterter Ballungsraum und hat 1,2 Millionen Einwohner.

Von den Bewohnern sind 78,8 % französischsprachig, 4,3 % deutschsprachig und 4,0 % italienischsprachig (Stand 2000). Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung betrug 2002 36,2 %. Zu den grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen gehören die Italiener, Spanier und Portugiesen.

Die Bevölkerungszahl von Lausanne stieg seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis ungefähr 1960 sehr stark an. Im Jahr 1946 wurde die 100'000-Einwohner-Grenze überschritten. Der Höchststand wurde 1970 mit mehr als 137'000 Einwohnern verzeichnet. Aufgrund der Wirtschaftskrise in den 1970er Jahren verbunden mit der Abwanderung von ausländischen Arbeitskräften nahm die Bevölkerung im nachfolgenden Jahrzehnt um gut 10'000 Personen ab. Danach pendelte die Einwohnerzahl im Bereich von 128'000; seit 1990 weist der Trend wieder leicht nach unten.

Fast der gesamte Hang von Lausanne ist heute überbaut, weist aber einige grössere Freiflächen (Parkanlagen, kleine Waldgebiete) auf. Das Siedlungsgebiet von Lausanne ist lückenlos mit denjenigen von Chavannes-près-Renens, Renens, Prilly, Le Mont-sur-Lausanne, Epalinges und Pully zusammengewachsen.

Neben Genf ist Lausanne das bedeutendste Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Westschweiz. Rund 83 % der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor beschäftigt, der sekundäre Sektor vereinigt rund 17 % der Beschäftigten auf sich und weniger als 1 % arbeitet im primären Sektor.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es an den Südhängen unterhalb der Altstadt mehrere kleinere Weinbaugebiete und Ackerflächen. Mit der Ausdehnung des Siedlungsgebietes ist der Rebbau mittlerweile fast völlig verschwunden. Auf den Hochflächen des Jorat wird heute Viehzucht und Milchwirtschaft betrieben. Dank der grossen Waldfläche des Bois du Jorat spielt auch die Forstwirtschaft eine gewisse Rolle.

Der industrielle Sektor hatte vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Bedeutung. Industrie- und Gewerbezonen entstanden entlang der Eisenbahnlinie im Westen der Stadt und am Hangfuss in der Nähe des Genferseeufers. Mit dem vergrösserten Platzbedarf der Industrie wurden aber einige Betriebe in die Vorstädte, insbesondere an den westlichen und nordwestlichen Rand von Lausanne verlegt (Renens, Crissier, Bussigny-près-Lausanne).

Heute konzentriert sich die in Lausanne ansässige Industrie hauptsächlich auf das Baugewerbe, das Ingenieurwesen, auf Metall-, Nahrungsmittel- und Tabakindustrie, auf die Präzisionsmechanik, die Elektronik und die Optik sowie auf graphische Betriebe und das Druckerei- und Verlagswesen.

Das Dienstleistungsgewerbe ist auf Handel, Tourismus, Verwaltung, Banken und Versicherungen sowie auf Transport und Verkehr ausgerichtet. Lausanne ist Sitz verschiedener international und national bedeutender Institutionen, der kantonalen, der Bezirks- und der Stadtverwaltung. Seit 1874 befindet sich das Bundesgericht in Lausanne. Ferner haben auch zahlreiche Konsulate und das Sekretariat des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) ihren Sitz in der Stadt. Wichtige Forschungseinrichtungen sind das Centre de Recherches européennes – Fondation Jean Monnet pour l'Europe, das Centre de recherches sur les lettres romandes, das Institut Benjamin Constant und das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaften.

Die wichtigsten in Lausanne ansässigen Unternehmen sind AGEN Holding (Gesundheitswesen), Compagnie financière Tradition (ausserbörslicher Aktienhandel), Edipresse (Medien), EOS (Stromversorgung), Golay-Buchel (Schmuck), Landolt & Cie (Vermögensverwaltung), Publigroupe (Werbung und Marketing) und Vaudoise Assurances (Versicherungen).

Die kommunalen Behörden haben ihren Sitz seit dem 16. Jahrhundert im Hôtel de Ville de la Palud. Der Gemeinderat (Conseil communal) besteht aus 100 Mitgliedern, die im Proporzwahlsystem alle vier Jahre vom Volk gewählt werden. Die Exekutive, der Stadtrat, setzt sich aus sieben sogenannten Magistraten (Conseillers municipaux) zusammen, die bis 1981 vom Gemeindeparlament, seither ebenfalls vom Volk gewählt werden. Stadtpräsident (Syndic) ist Daniel Brélaz von der Grünen Partei der Schweiz.

Bei den Kommunalwahlen von 12. März 2006 bauten die rot-grünen Parteien ihre Mehrheit im Stadtparlament aus, stellen nun insgesamt 64 der 100 Sitze (Sozialdemokraten: 30, Grüne: 22, À Gauche Toute 12). Die gemeinsame Liste von Liberalen, Freisinnigen und Christdemokraten erzielte 28 Sitze und diejenige der SVP deren 8.

Lausanne hat eine wichtige Funktion als Bildungszentrum der Westschweiz. Zu den bedeutendsten Bildungseinrichtungen zählen die Universität (Université de Lausanne), die 1890 gegründet wurde und sich heute in Dorigny befindet, sowie die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL; Eidgenössische Technische Hochschule – Lausanne). Letztere entstand 1946, nachdem die vorher zur Universität gehörende Ingenieurschule mit einer neu gegründeten Architektenschule zusammengefasst wurde. Die Gebäude der EPFL stehen auf dem Gemeindegebiet von Ecublens. Ebenfalls in Dorigny befindet sich das Schweizerische Institut für Rechtsvergleichung (Institut suisse de droit comparé).

Daneben gibt es zahlreiche Berufsschulen, darunter die Hotelfachschule (Ecole Hôtelière de Lausanne, EHL), die Ingenieurschule des Kantons Waadt (Ecole d'ingénieurs du Canton de Vaud, EIVD), die Haute Ecole de Gestion du Canton de Vaud (HEG-Vd; Verwaltung), die Krankenpflegeschule des Schweizerischen Roten Kreuzes, die Kunsthochschule (Ecole Cantonale d'Art de Lausanne, ECAL) und ein Konservatorium (Conservatoire de Lausanne).

Ausserdem befindet sich die kleine Business School IMD (International Institute for Management Development) in Lausanne, welche 1990 aus der Verschmelzung der von Alcan und Nestlé gegründeten Bildungseinrichtungen IMI Genf und IMEDE Lausanne hervorgegangen ist.

Lausanne ist Sitz verschiedener Sportweltverbände. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat seinen Hauptsitz in Lausanne und seit 1993 befindet sich dort auch das Olympische Museum.

Daneben sitzen in Lausanne die International Table Tennis Federation, die Fédération Internationale de Volleyball, die International Baseball Federation, die Fédération Internationale de Hockey, die Fédération Internationale d’Escrime (Fechten), die International Equestrian Federation (Reitsport), die Fédération Internationale des Luttes Associées (Ringen), die International Dance Sport Federation (Tanzsport), die Fédération Internationale de Natation Amateur (Schwimmen), die Fédération Internationale de Tir à l’Arc (Bogenschiessen), die Fédération Aéronautique Internationale (Flugsport), die International Canoe Federation und die Fédération Internationale des Sociétés d’Aviron (Rudern).

Unweit von Lausanne haben weitere Sportverbände ihren Hauptsitz, so die Fédération Internationale de Motocyclisme in Mies, die Union Cycliste Internationale in Aigle, die UEFA in Nyon und die Fédération Internationale de Gymnastique in Moutier.

Die Stadt besitzt bedeutende Sportanlagen, die sich vor allem in der Nähe des Seeufers und auf den Hügeln oberhalb von Lausanne befinden. Dazu zählen das Olympiastadion La Pontaise und das Centre Intercommunal de Malley mit rund 10'000 Plätzen. Auf der Höhe von Chalet-à-Gobet an der Gemeindegrenze zu Epalinges liegt ein Golfplatz.

Lausanne war einer von sechs Austragungsorten der Fussball-Weltmeisterschaft 1954.

Dank seiner sonnigen Lage am Hang über dem Genfersee, der malerischen Altstadt, den zahlreichen Museen, kulturellen Einrichtungen und Anlässe weist Lausanne einen bedeutenden Tourismus auf, welcher der Stadt auch willkommene Einnahmen bringt.

Zu den kulturellen Einrichtungen gehören das Stadttheater, das Théâtre de Beaulieu und das Théâtre Vidy-Lausanne, daneben zahlreiche weitere kleinere Theatersäle und Konzertsäle, sowie die Cinémathèque suisse. Ferner besitzt Lausanne ein Stadtarchiv, eine Stadtbibliothek, mehrere Volksbibliotheken, die Kantons- und die Universitätsbibliothek und verschiedene Fachbibliotheken.

Seit 1968 findet in Lausanne das Festival de la Cité, seit 1973 der Prix de Lausanne (ein Tanzwettbewerb) statt. Daneben gibt es den Concours de Lausanne der neuen Choreographie, das Béjart Ballett, alljährliche Konzerte mit klassischer Musik, Jazz, Rock und Volksmusik. Jeweils im September wird der Comptoir Suisse abgehalten.

Als Kulturzentrum der Westschweiz besitzt Lausanne eine Reihe bedeutender Museen. Darunter sind das Kunstmuseum (zeigt seit 1841 die im Besitz des Kantons Waadt stehenden Kunstsammlungen), das Kantonale Museum für Archäologie und Geschichte (mit Sammlungen seit 1852), das Musée de l'Elysée (ein Museum der schweizerischen Photographie) und das Musée Olympique (dokumentiert die neuzeitliche olympische Bewegung seit 1896) zu nennen. Die Fondation de l'Hermitage zeigt wechselnde Kunstausstellungen. Im weiteren verfügt die Stadt über zahlreiche Privatmuseen, Kunstgalerien und weitere Ausstellungen.

Fast das gesamte Seeufer auf dem Stadtgebiet ist als ausgedehnte Erholungszone mit Freizeit- und Sportanlagen, Schwimmbad, Seebad, Bootshafenanlagen, Campingplatz und Spielwiesen gestaltet. Es handelt sich hierbei um das umgestaltete Gelände, das 1964 für die Schweizerische Landesausstellung Expo 64 Lausanne benutzt wurde. Das überbaute Stadtgebiet wird durch mehrere Parks und Grünanlagen aufgelockert, beispielsweise durch den Botanischen Garten am isolierten Hügel Montriond, den Parc de Valency, das Gebiet bei Monrepos und die Esplanade de Montbenon. Zu den weiteren Naherholungsräumen zählen der Wald von Sauvabelin und das Gebiet um Chalet-à-Gobet.

Lausanne ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt im Westschweizer Mittelland. Es liegt an der alten Haupt- und Handelsstrasse von Genf über den Pass Chalet-à-Gobet nach Bern. Weitere schon in früher Zeit wichtige Verbindungen bestanden entlang des Genfersees nach Vevey und Montreux sowie nach Norden in Richtung Cossonay, Orbe und Yverdon-les-Bains.

Zu Beginn der 1960er Jahre erfolgte der Bau der Autobahn A1 von Genf nach Lausanne, die bei Lausanne-Vidy endete. Die Strecke wurde 1964 rechtzeitig für die Landesausstellung in Lausanne in Betrieb genommen. Heute läuft der Abschnitt zwischen der Verzweigung Ecublens und Lausanne-Vidy unter der Bezeichnung A1A als westlicher Stadtzubringer Lausanne. Die nördliche Umfahrung von Lausanne, ein Streckenabschnitt der A9 (Lausanne-Sion) mit mehreren Brückenbauwerken über die Täler wurde 1974 eröffnet. 1981 kam die nördliche Fortsetzung der A1 nach Yverdon-les-Bains hinzu.

Der SBB-Bahnhof von Lausanne ist einer der wichtigsten des gesamten Landes. Von hier aus verkehren direkte Schnellzüge in fast alle Regionen der Schweiz, sowie eine TGV-Linie nach Paris. Die erste Eisenbahn erreichte Lausanne am 5. Mai 1856 mit der Eröffnung der Strecke Renens-Lausanne. Damit war Lausanne zunächst mit Morges (ab 1858 mit Genf) und Yverdon (ab 1859 mit Neuenburg) verbunden. Am 2. April 1861 wurde der Streckenabschnitt Lausanne – Villeneuve der Eisenbahnlinie von Lausanne ins Wallis eröffnet. Rund anderthalb Jahre später, am 4. September 1862, wurde auch die Bahnlinie Lausanne-Bern in Betrieb genommen. Am 5. November 1873 folgte schliesslich die Einweihung des Abschnittes von Lausanne nach Cheseaux-sur-Lausanne der Schmalspurbahn Chemin de fer Lausanne-Echallens-Bercher, welche die nördlichen Vororte der Stadt erschliesst.

Der ÖPNV wird in Lausanne durch die Transports publics de la région Lausannoise abgewickelt. Diese Gesellschaft betreibt zahlreiche Trolleybus- und Autobuslinien auf dem Stadtgebiet und in der Agglomeration. Dazu kommen die Stadtbahn (Métro M1) von Lausanne via Ecublens (Erschliessung der Universität in Dorigny und der EPFL) nach Renens) und die Métro M2 von Ouchy nach Epalinges. Diese vollautomatische U-Bahn wurde im September 2008 eröffnet und ersetzte die 2006 stillgelegte Zahnradbahn Lausanne-Ouchy. Seit Inbetriebnahme der ersten Baustufe von Bahn 2000 im Dezember 2004 gibt es um Lausanne auch eine S-Bahn: das Réseau Express Vaudois.

Ferner ist Lausanne durch das Verkehrsnetz der Personenschifffahrt auf dem Genfersee mit zahlreichen Seeanstössergemeinden verbunden, darunter auch mit dem gegenüber liegenden Evian-les-Bains in Frankreich.

Auf der Hochfläche von Blécherette oberhalb des Stadtzentrums befindet sich seit 1911 der Flugplatz La Blécherette für Zivilflugzeuge.

Das Stadtgebiet von Lausanne war bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Die Römer errichteten an der Stelle einer keltischen Siedlung im Bereich des heutigen Vidy ein Militärlager, das sie 'Lousanna' nannten. Seit dem 1. Jahrhundert nach Christus entwickelte sich hier am Umschlagplatz von den Handelsschiffen auf dem Genfersee auf Pferdefuhrwerke ein römischer Vicus. Dieser erreichte vermutlich eine Grösse von 1,2 km Länge und 250 m Breite und war der grösste Vicus der Schweiz. Im Lauf des 3. Jahrhunderts wurde diese Römersiedlung durch Einfälle der westgermanischen Alamannen bedrängt und wahrscheinlich um 260 zerstört.

Bereits im 3. Jahrhundert entwickelte sich auf dem Hügel, wo sich heute die Kathedrale befindet, eine kleine Handwerkersiedlung oder ein Refugium. Der Name der Römersiedlung wurde auf diesen Ort übertragen. Im 6. Jahrhundert wurde auf diesem Hügel die erste Kirche errichtet, die dem heiligen Thyrsus geweiht war. Bischof Marius verlegte seinen Sitz in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts von Avenches nach Lausanne und begründete damit das Bistum Lausanne. Er wurde 594 in der damaligen Kirche beigesetzt.

Der zunächst noch relativ kleine Ort gehörte in der Zeit von 888 bis 1032 zum Königreich Hochburgund. Während des 11. Jahrhunderts entwickelte sich Lausanne zu einem politischen, wirtschaftlichen und religiösen Zentrum. Die Stadt wurde zum Zentrum der weltlichen Herrschaft der Bischöfe. In der nachfolgenden Zeit, insbesondere im 12. und 13. Jahrhundert erlebte Lausanne eine eigentliche Blütezeit. Im Jahr 1275 wurde schliesslich die Kathedrale Notre-Dame in Anwesenheit des Papstes Gregor X. und des Königs Rudolf von Habsburg geweiht.

Die Bürgerschaft von Lausanne, die sich 1234 ihre ersten politischen Rechte erkämpft hatte, erhielt in den folgenden Jahrhunderten immer wieder Unterstützung von den Grafen von Savoyen gegen die Herrschaft der Bischöfe. 1476 wurde die Stadt von burgundischen Truppen unter Karl dem Kühnen besetzt und nach der Schlacht bei Grandson von den Eidgenossen geplündert. Am 6. Juli 1481 schlossen sich die Cité und die Unterstadt zusammen, die sich vorher unabhängig voneinander entwickelten. Die Stadt schloss 1525 mit Bern und Freiburg Burgrechtsverträge.

Ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt Lausanne beginnt 1536, als die Berner unter dem obersten Feldhauptmann Hans Franz Nägeli das Waadtland eroberten. Die Bewohner der Stadt begrüssten die Einführung der Reformation, und der damalige Bischof Sebastian von Montfaucon musste nach Savoyen fliehen. Damit verlor Lausanne seinen Status als Bischofssitz (das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg hat seinen Sitz seit 1613 in Freiburg). Dass die Berner die Bevölkerung von Lausanne zu ihren Untertanen machten und Lausanne zu einer Provinzstadt degradierten, wurde von den Einwohnern nur mit Widerwillen hingenommen. Es gab deshalb mehrere Erhebungen gegen die Berner Vorherrschaft, darunter 1588 die Verschwörung von Isbrand Daux, der das Waadtland in die Hände von Savoyen spielen wollte, und der Widerstand unter Jean Daniel Abraham Davel im Jahr 1723.

Die Berner richteten 1536 die Vogtei Lausanne ein, die einen wesentlich grösseren Umfang als der heutige Bezirk Lausanne hatte. Sie erstreckte sich von der Venoge entlang des Genferseeufers nach Osten bis vor die Stadt Vevey, umfasste im Norden die Hochfläche des Jorat und reichte im Nordosten bis in das Einzugsgebiet der Broye. Kurz nach der Eroberung gründeten die Berner Machthaber 1537 auch die Schola Lausannensis, aus der später die theologische Académie de Lausanne und schließlich die Université de Lausanne hervorging.

Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime wurde Lausanne im Gefolge der Waadtländer Revolution 1798 zum Hauptort des Canton du Léman, der während der Helvetik bis 1803 Bestand hatte, und anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. Damit wurde Lausanne zur Hauptstadt des neugeschaffenen Kantons. Als wichtiger Verwaltungssitz erlebte die Stadt im Lauf des 19. Jahrhunderts im Zuge der Industrialisierung einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung. Durch die rege Bautätigkeit wuchs die Lausanne bereits um 1900 bis an seine Stadtgrenzen. Projekte einer Eingemeindung der Nachbarorte Renens, Prilly und Epalinges scheiterten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts allesamt an der Ablehnung durch die Bevölkerung der Vorstädte. Im Schloss Ouchy wurde am 24. Juli 1923 der Vertrag von Lausanne geschlossen. Von Juni bis Juli 1932 fanden in der Konferenz von Lausanne die Verhandlungen über Deutschlands Reparationen statt.

Lausanne besitzt eine Reihe von sehenswerten Bauwerken. Herausragendes Bauwerk der Stadt ist die Kathedrale Notre-Dame. Im Quartier de la Cité auf dem Hügel bei der Kathedrale sind weitere bedeutende mittelalterliche Bauten erhalten. Das Schloss Saint-Maire ist ein von vier Ecktürmen flankierter massiver kubischer Bau, dessen oberstes Geschoss Backsteinarchitektur zeigt. Es wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts an der Stelle des Priorats Saint-Maire errichtet, diente als Bischofssitz und war während der Berner Zeit Sitz des Landvogts. Das alte bischöfliche Schloss an der Place de la Cathédrale stammt in seinem Kern aus dem 11. Jahrhundert, im Lauf der Zeit wurden aber mehrere neuere Gebäudeflügel angebaut; der Jacquemard-Turm (1360–80) war Teil der ursprünglichen Stadtbefestigung. Nahebei steht das Haus Gaudard von 1670. Die ehemalige Akademie, ein rechteckiges Gebäude mit Treppenturm, wurde von 1579 bis 1587 erbaut. Von 1803–06 stammt das klassizistische Bâtiment du Grand Conseil. Mit dem westlich angrenzenden Quartier de la Palud ist der Stadtteil Cité durch gedeckte Treppenläufe verbunden.

Das Quartier de la Palud entwickelte sich in einer ehemals sumpfigen Geländemulde und diente als Marktquartier von Lausanne. Hier befindet sich das Hôtel de Ville (Rathaus), das 1672–75 an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet und im 18. und 19. Jahrhundert vergrössert wurde. Es zeigt eine zweigeschossige Renaissancefassade über Arkaden und besitzt einen Glockenturm. Im weiteren sind das Maison de Seigneux (heute Polizeiposten) in einem Stil im Übergang vom Barock zum Frühklassizismus (1732), das Haus Crousaz aus dem 18. Jahrhundert und der Gerechtigkeitsbrunnen (16. Jahrhundert; das Original befindet sich im Museum) zu nennen. An der Place de la Riponne stehen der Palais de Rumine (1898–1906) im Neurenaissancestil, das ursprünglich zur Aufnahme der Universität, der Bibliothek und eines Museums bestimmt war, sowie das ehemalige Musée Arlaud (1836–39).

Im Quartier du Bourg befindet sich die reformierte Kirche Saint-François, ehemalige Kirche des 1258 gegründeten Franziskanerklosters. Der einschiffige Bau mit Kreuzrippengewölbe stammt von 1270, musste aber 1368 nach einem Brand neu erstellt werden. Der Glockenturm wurde im 15. Jahrhundert errichtet.

Am Eingang zum Quartier Saint-Laurent steht die Tour de l'Ale, ein Rundturm aus dem 13. und 14. Jahrhundert, der als eines der wenigen mittelalterlichen Festungsbauwerke noch erhalten ist. Die reformierte Kirche Saint-Laurent wurde 1716–19 an der Stelle einer Kirche aus dem 11. Jahrhundert erbaut und 1761–63 mit einer Barockfassade versehen. Das Maison de l'Elysée ist ein Herrenhaus, das 1780–83 erstellt wurde.

In den Aussenquartieren befinden sich zahlreiche Schlösser und Herrensitze sowie andere Prachtbauten. Dazu zählen das Schloss Beaulieu (1763–66), das Schloss Béthusy aus dem 18. Jahrhundert, das klassizistische Haus Villamont (1791–93), das Maison de Mon-Repos (1819–27), in dem früher das Musée Olympique untergebracht war, sowie die imposanten neoklassizistischen Bauten des Bundesgerichts (Tribunal Fédéral; 1922–27), der Kantonalbank (1903) und des Postgebäudes (1896–1900).

In Ouchy, dem traditionellen Hafen von Lausanne, stehen mehrere Hotelbauten aus dem 19. Jahrhundert, beispielsweise das Hôtel du Château d'Ouchy (1889–93) im neugotischen Stil, das Hôtel d'Angleterre (1775–79) und das Hôtel Beau-Rivage (1858–61). Entlang des Genfersees gibt es ausgedehnte Parkanlagen mit Skulpturen sowie am Quai eine neugotische Turmruine von 1830.

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Société d’Étudiants Germania Lausanne

Wappen der Germania Lausanne

Die farbentragende Verbindung gehört keinem Dachverband an und ist aufgrund der seit ihrer Gründung 1887 bestehenden Prinzipien – unpolitisch und konfessionell neutral und tolerant – am stärksten mit den Corps des Kösener Senioren-Convents-Verbands (KSCV) verwandt. Aufgrund der rechtlichen Lage und der seit jeher geübten Praxis in der französischsprachigen Schweiz wird allerdings von keiner der dort ansässigen Verbindungen in Lausanne gefochten. Die Mitglieder setzen sich größtenteils aus Jurastudenten der Université de Lausanne zusammen. Heute zählen aber auch Studenten und ehemalige Studenten anderer Fachrichtungen, welche vornehmlich an der Universität Lausanne, der Technischen Universität École polytechnique fédérale de Lausanne und der Fachhochschule École hôtelière de Lausanne studieren oder studiert haben, zu ihren Mitgliedern.

Das Wappen der Verbindung besteht aus fünf Feldern und zeigt in deren Mitte den Zirkel. Heraldisch (vom Träger aus gesehen) im oberen rechten Feld zeigt sich der Reichsadler des Deutschen Kaiserreichs von 1871, womit die Mitglieder bei der Gründung der Verbindung im Jahre 1887 einen Bezug zu ihrer Heimat herstellten. Heraldisch oben links befindet sich das Wappen der Schweiz, womit der Besonderheit der Lage der Verbindung in der Schweiz Rechnung getragen wurde. Heraldisch unten rechts befinden sich zwei gekreuzte Schläger und das Gründungsdatum, der 7. Juni 1887, welche von einem Lorbeerkranz umringt werden. Die gekreuzten Schläger symbolisierten die damalige Satisfaktionsfähigkeit der Mitglieder (bis 1956). Unten links befinden sich die Farben der Verbindung Schwarz, Weiß und Rot, welche bei der Gründung die Farben des Deutschen Kaiserreichs von 1871 gewesen sind. Die Füchse tragen ein Band mit den Farben schwarz und rot. Die Mütze ist schwarz. Im Sommer wurde früher ein weißer Stürmer getragen.

Die Société d’Étudiants Germania Lausanne wurde am 7. Juni 1887 von Studenten unter Beteiligung des Professors für römisches Recht Heinrich Erman an der Universität Lausanne gegründet. Zu den Gründern gehörte unter anderem auch der Student und spätere Professor für Theololgie Georg Grützmacher. Als ältester Verbindung deutscher Tradition im Ausland, ist ihre Geschichte eng mit der Gründung und Entwicklung der Université de Lausanne verbunden. In Folge der Reichsgründung von 1871 und der zunehmenden Internationalisierung von Industrie und Handel erfreuten sich Auslandsaufenthalte auch bei deutschen Studenten zunehmender Beliebtheit. Es wurde üblich einige Studiensemester im Ausland an den dortigen Hochschulen zu verbringen, um dort die eigenen Fremdsprachkenntnisse im Englischen oder Französischen zu verbessern. Im englischsprachigen Raum waren die Colleges in Cambridge oder Oxford gefragt. Ein bevorzugtes Ziel im französischsprachigen Raum wurde die Universitätsstadt Lausanne. Die Stadt lag ausgesprochen reizvoll, außerdem bot die Juristische Fakultät am Sitz des schweizerischen Bundesgerichts viele Möglichkeiten.

Nachdem die vormalige "Académie de Lausanne" um zahlreiche Fachbereiche und Fakultäten erweitert wurde und schließlich 1890 Namen und Status einer Universität bekam, stieg die Zahl der Studierenden stetig an. Im 1895 gab es erstmals Feriensprachkurse für nicht-französischsprachige Studierende, welche von der philosophischen Fakultät (Faculté des lettres) angeboten wurden. Zudem hielt der Berliner Heinrich Erman, seit 1883 Professor in Lausanne, seit dem Wintersemester 1886/87 deutschsprachige Vorlesungen zum Römischen Recht und nachdem 1896 in Deutschland das BGB verabschiedet worden war, erstmals auch zum neuen deutschen Zivilrecht. Fortan konnten neben dem Studium des schweizer Rechts, das in Deutschland begonnene Jurastudium während des Sprachaufenthalts in Lausanne fortgesetzt werden. Aus diesen Vorlesungen entwickelte sich eine Tradition, die bis zum heutigen Tag anhält, und es wurde - nachdem kleine und große Scheine gleichermaßen angeboten wurden - möglich, das Jurastudium in Lausanne nicht nur fortzusetzen, sondern direkt dort zu beginnen.

Schließlich wurde im Sommersemester 1887 die Germania Lausanne zunächst nach der Art der ältesten in Lausanne bestehenden schweizerischen Verbindung „Belles-Lettres“ von einigen Studenten an der Universität zu Lausanne gegründet. Das Gründungsdatum ist der 7. Juni 1887. Damit ist sie die älteste deutsche Studentenverbindung im Ausland. Die Lausanner Germania verstand sich anfangs nicht als Verbindung im deutsch-akademischen Sinne, sondern als Studentengesellschaft der Art, wie die an der Université de Lausanne bestehenden wissenschaftlich geselligen Vereine. Seit der Gründung besteht das Toleranzprinzip und der rein gesellschaftliche und unpolitische Charakter der Germania. In den beiden Weltkriegen musste die Germania suspendieren. Die erste Suspension während des Ersten Weltkrieges dauerte von 1914 bis 1924. Dies erfolgte aus Mitgliedermangel, da viele Studenten zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Germania kurzeitig in Hamburg und in Würzburg rekonstituiert. Im Jahre 1924 konnte sie in Lausanne wiederentstehen, was insbesondere von den schweizerischen Verbindungen lebhaft begrüßt wurde. Die zweite Suspension während und nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte von 1937 bis 1956. In der Zeit des sog. "Dritten Reichs" war Anfangs die Devisenbewirtschaftung in Deutschland der entscheidende Grund, der es deutschen Studenten finanziell nahezu unmöglich machte im Ausland zu studieren. Auch wurde ein Auslandsstudium staatlicherseits mit Argwohn betrachtet, war Weltoffenheit doch nicht mit den Vorstellungen des Regimes zu vereinbaren. Auch einer der Widerständler im engeren Kreis des 20. Juli 1944, Kurt Freiherr von Plettenberg − er gehörte zum engeren Freundeskreis von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, war Lausanner Germane. Schließlich beanspruchte der Staat die jungen Männer abermals für den Kriegsdienst. Gleichwohl kam die Vorlesungstätigkeit in deutschem Recht in Lausanne nie ganz zum Erliegen.

Nach der Wiedergründung 1956 bestand die Verbindung allerdings ohne weitere Suspensionen fort und es wurde der gemeinnützige "Verein ehemaliger Studenten an der Universität Lausanne e.V.", der sog. Förderverein ins Leben gerufen. Zu den Aktivitäten des Vereins gehört u.a. die Herausgabe der Festschrift "Gratiae Fructus" zu Ehren der Universität Lausanne (1997) und seit 2005 die jährliche Auslobung eines Preises für eine am Lehrstuhl für deutsches Recht angefertigte, herausragende Promotion. Seitens der Université de Lausanne wurde der Unterricht im deutschen bürgerlichen Recht auf benachbarte Rechtsgebiete bis zum deutschen Öffentlichen Recht ausgeweitet. Darüber hinaus erstreckt sich das Angebot der juristischen Fakultät heute auch auf die Rechtsvergleichung, das Internationale Privatrecht, als auch auf weitere Studiengänge, die vorwiegend in französischer Sprache, neuerdings zum Teil auch auf Englisch angeboten werden.

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Kathedrale Notre-Dame (Lausanne)

Ostansicht der Kathedrale

Die Kathedrale Notre-Dame ist die ehemalige Bischofskirche des Bistums Lausanne und heutige reformierte Hauptkirche der Stadt Lausanne im schweizerischen Kanton Waadt. Sie gilt als bedeutendes Bauwerk der Gotik in der Schweiz und beeinflusste massgeblich die weitere Entwicklung der gotischen Baukunst in der Region.

Die Maria als Unserer Lieben Frau (französisch: Notre Dame) geweihte Kathedrale ist die Nachfolgekirche der seit dem 6. Jahrhundert bestehenden Kirche, die dem heiligen Thyrsus geweiht war und später den Namen Saint-Maire trug. Der karolingische Bau wurde um 1000 durch eine romanische Kirche ersetzt. Doch bereits wenige Jahrzehnte später begann man wieder mit einem Neubau.

Um 1225 - 1235 fügte man das wegen seines Figurenschmucks und der erhaltenen Polychromie bemerkenswerte Portail peint an die südliche Aussenwand des Langhauses an. Im Jahr 1275 schliesslich wurde die Kathedrale Notre-Dame in Anwesenheit des Papstes Gregor X. und des Königs Rudolf von Habsburg geweiht.

So wurde die vom Chorumgang vorgegebene Längsachse der Kirche in den folgenden Bauphasen leicht verschoben. Weiter werden die ersten beiden Travéen (Wandabschnitte) des Langhauses gemeinsam von einem sechsteiligen Gewölbe überspannt, während im weiteren Verlauf jedes Joch ein vierteiliges Kreuzrippengewölbe erhält. Dieser Wechsel ist ein Kennzeichen des Übergangs von der frühen zur Hochgotik, der sich damit in der Lausanner Kathedrale abbildet.

Die Stützen des Langhauses sind ungewöhnlich uneinheitlich gestaltet. Neben Bündelpfeilern finden sich auch die traditionelleren massigen Rundpfeiler. Auch ihnen sind bis zum Gewölbe hinaufreichende Dienste beigestellt, die sich jedoch nicht fest mit dem Pfeiler verbinden, sondern eher beziehungslos neben diesem stehen.

Auffällig ist auch das westlichste Joch des Langhauses. Es ist weiter als die anderen und besitzt besonders kräftige Stützen. Diese sollten ursprünglich einen einzelnen Turm in der Flucht des Mittelschiffs tragen. Nachdem diese Lösung zu Gunsten einer Zweiturmfront verworfen wurde, diente das westliche Langhausjoch als Durchlass für eine Strasse, die an dieser Stelle den Kirchenbau kreuzte. Erst im 16.Jh., unter Bischof Aymon de Montfalcon, wurde der Durchgang geschlossen.

In die Amtszeit dieses Bischofs fällt auch die Errichtung des Westportals im Flamboyantstil (1515-1532), dessen reicher Figurenschmuck jedoch im 20.Jh. vollständig erneuert werden musste. Kurz hinter dem Eingang ist noch die Einfassung des ursprünglichen Portals erkennbar.

Ein Vergleich des Bauwerks etwa mit der fast zeitgleich entstandenen Kathedrale von Chartres oder aber Notre-Dame in Paris (Ende 12.Jh.) kann seine Stellung innerhalb der Entwicklung des gotischen Stils veranschaulichen.

Von der reichen mittelalterlichen Ausstattung der Kathedrale -u.a. zahlreiche Nebenaltäre- hat nur wenig die Reformation überdauert.

Bedeutend ist die Fensterrose im Querhaus, die aus dem frühen 13.Jh. stammt. Ihr Bildprogramm umfasst nicht weniger als eine Darstellung der damals bekannten Welt: Erde und Meer, Luft und Feuer, Jahreszeiten, Monate und Sternzeichen, sowie Ungeheuer, die am Rande der Welt lauern. Die übrigen Glasmalereien wurden von Künstlern des 19. und 20.Jh. geschaffen.

Das grosse Chorgestühl des 13.Jh. blieb nur teilweise erhalten und befindet sich heute nicht mehr in der Kathedrale. Ein zweites Chorgestühl, von 1509 an unter Bischof Aymon de Montfalcon angefertigt, ist in der Kapelle St-Maurice zu sehen (im Unterbau des nicht ausgeführten nördlichen Turms). Die Kanzel an einem der nördlichen Langhauspfeiler stammt ebenfalls aus dem 16.Jh.

An einigen Stellen (Kapelle nahe der Fensterrose, Eingangsbereich) finden sich farbige Wandmalereien. Die farbige Fassung des gesamten Innenraumes in Grau- und Ockertönen entspricht dem Urzustand des Bauwerks.

Das Baumaterial der Kathedrale ist Molasse, ein weicher Sandstein. Seine geringe Widerstandskraft hat dazu geführt, dass an der Kathedrale seit ihrer Fertigstellung praktisch permanent Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden müssen.

Seit dem 18.Jh. sind diese Arbeiten recht gut dokumentiert. Zu dieser Zeit wurde auch der komplette Abbruch der Kirche zu Gunsten eines Neubaus diskutiert. Im 19.Jh. bat man den französischen Gotik-Spezialisten Viollet-le-Duc um Hilfe. Nach seinen Plänen wurde ab 1874 eine umfassende, etwa 60 Jahre andauernde Restaurierung des gesamten Bauwerks vorgenommen. Einige der hierbei ausgeführten Veränderungen wurden im 20.Jh. zu Gunsten grösserer Authentizität wieder "derestauriert". Auch zu Beginn des 21.Jh. halten die Bemühungen um den Erhalt des Bauwerks unvermindert an.

Als Kantor an der Kathedrale von Lausanne wirkte ab 1545 Guillaume Franc.

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Source : Wikipedia