Löcknitz

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Geschrieben von tron 28/03/2009 @ 00:12

Tags : löcknitz, mecklenburg-vorpommern, deutschland

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Löcknitz

Wappen der Gemeinde Löcknitz

Löcknitz ist eine Gemeinde im Landkreis Uecker-Randow in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) und Verwaltungssitz des Amtes Löcknitz-Penkun.

Die im Landesteil Vorpommern gelegene Gemeinde Löcknitz befindet sich an einer Furt des Flusses Randow zwischen Pasewalk und Stettin. Nördlich und südlich von Löcknitz erstreckt sich die breite Flussaue des Randowbruches. Das Gebiet dieses Urstromtales bildete sich beim Abschmelzen der Eiszeit-Gletscher vor über 20.000 Jahren heraus.

Im Zentrum des Rundlingsdorfes Gorkow steht eine turmlose Feldsteinkirche, die aus dem Mittelalter stammte und später barockisiert wurde. Neben einer Kassettendecke sind die Wände mit einer Pilastergliederung ausgemalt. In den 1990er Jahren musste die Kirche wegen des desolaten Zustandes gesperrt werden. Inzwischen sind die Schäden behoben, die kleine Orgel aus dem Jahr 1908 ist funktionstüchtig und Besucher können die Kirche wieder besichtigen.

Grabfunde belegen die Besiedlung des Gebietes bereits in der Steinzeit. Um 600 vor der Zeitrechnung siedelten slawische Ukranen in der Gegend. Die erste Urkunde stellte der Bischof von Kamin im Jahr 1267 in Stettin aus, darin wird der Ort „Lokenitz“ (slawisch für Sumpfloch) genannt. Bis etwa 1700 wurde auch die Randow überwiegend „Lochnitza“ genannt.

Die Slawenburg Lokenitza war etwa 1400 eine deutsche Burg aus Mauerwerk. Die Dörfer Plöwen, Bergholz und Bismark (heute Ortsteil von Ramin gehörten zur Burg. Burg und Ansiedlungen wurden mehrfach zerstört, im Dreißigjährigen Krieg blieben von 197 Domänen-Bauern nur 48 übrig, von 80 Kossätenstellen nur noch eine. Vorübergehend war Löcknitz und ganz Vorpommern schwedisch.

Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg wurde Löcknitz am 15. Mai 1675 nach eintägiger Beschießung durch die schwedische Armee von Oberwachtmeister Jobst Sigismund gegen Zusicherung freien Abzugs für die Besatzung übergeben. Hierfür wurde er von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und 24. März 1676 hingerichtet.

1807 wurde das Gebiet durch Napoleons I. Truppen verwüstet.

Löcknitz war wegen seiner Lage am Randowübergang oft umkämpft. Es gehörte bis 1390 zu Brandenburg, ab 1390 zu Pommern und seit 1468 wieder zu Brandenburg.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die im Ort ansässigen Juden terrorisiert. Beim Novemberpogrom 1938 wurden jüdische Geschäfte und der Gebetsraum der kleinen Gemeinde gestürmt und Mitglieder mißhandelt. Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die noch im Ort verbliebenen Juden deportiert und ihr Hausrat versteigert.

Von 1952 bis 1990 gehörte Löcknitz zum Kreis Pasewalk und damit zum Bezirk Neubrandenburg.

Seit 1997 wurde der historische Ortskern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert; das Stadtbild hat sich stark verbessert. Heute steht in der Schloßstraße noch der achteckige Bergfried der ehemaligen mittelalterlichen Burg, als wieder aufgebautes und saniertes Monument. Die schon verfallenen Burgreste wurden in den 1980er Jahren gesprengt.

Löcknitz ist mit ca. 2.900 Einwohnern ein wirtschaftliches und kulturelles Unterzentrum für etwa 15 Gemeinden. Dem allgemeinen Trend in Vorpommern folgend reduzierte sich von 1993 bis 2003 die Einwohnerzahl um ein Siebtel. Seitdem Polen dem Schengener Abkommen beigetreten ist, steigen die Einwohnerzahlen wieder an, da Löcknitz zunehmend als Wohnort im grenzüberschreitenden Ballungsraum Stettin nachgefragt wird.

Regelmäßige und wichtige Veranstaltungen in Löcknitz sind das "Schützenfest", welches immer 2 Tage lang im Juni im Bereich der Löcknitzer Freilichtbühne, in Sichtweite des Löcknitzer See's abgehalten wird. Darüber hinaus findet jeden Sommer am ersten Augustwochenende in der Löcknitzer Badeanstalt das „Strandfest“ statt, bei dem nicht nur Neptun seine Täuflinge mit dem Element Wasser reinigt, es werden auch zahlreiche Schiffsmodelle präsentiert und vorgeführt. Eine besondere Veranstaltung ist das „Löcknitzer Burgfest“ das jährlich am ersten Septemberwochenende u.a. mit Ritterspielen einem Mittelaltermarkt und Schaustellern in und rund um das historische Ambiente des Löcknitzer Burgfried stattfindet. Das Veranstaltungsjahr in Löcknitz wird dann mit dem Adventsmarkt abgerundet, der immer am ersten Dezemberwochenende auf dem Marktplatz veranstaltet wird.

Durch Löcknitz führt die Bahnstrecke Bützow–Szczecin und die B 104 von Lübeck über Schwerin und Neubrandenburg in das etwa 25 Kilometer von Löcknitz entfernte Szczecin. Darüber hinaus hat Löcknitz mit den 23, 21 beziehungsweise 22 Kilometer entfernten Anschlussstellen Pasewalk-Nord (35), Pasewalk-Süd (36) und Prenzlau-Ost (37) eine gute Anbindung an die A 20. Mit den 23 beziehungsweise 29 Kilometer entfernten Anschlussstellen Schmölln (4) und Storkow (3) ist auch die A 11 noch in gut erreichbarer Nähe.

In Löcknitz befindet sich die Geschäftsstelle der Euroregion Pomerania, vertreten sind außer Deutschland auch Polen und Schweden.

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Amt Löcknitz

Amt Löcknitz im Landkreis Uecker-Randow

Im Amt Löcknitz (Landkreis Uecker-Randow in Mecklenburg-Vorpommern) waren die 13 Gemeinden Bergholz, Bismark, Blankensee, Boock, Glashütte, Grambow, Löcknitz (Amtssitz), Mewegen, Pampow, Plöwen, Ramin, Rossow und Rothenklempenow zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen.

Die vormals selbständige Gemeinde Glashütte wurde am 31. Dezember 1999 in die Gemeinde Rothenklempenow eingegliedert. Am Tag der Amtsauflösung (1. Juli 2004) wurde die ehemalige Gemeinde Bismark zu Ramin geschlagen. Seit dem 1. Januar 2004 gehören alle amtsangehörigen Gemeinden zusammen mit den Gemeinden des Amtes Penkun zum neuen Amt Löcknitz-Penkun.

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Löcknitz (Elbe)

Die Löcknitz unterquert den Eldekanal bei Dömitz

Die Löcknitz ist ein rechter Nebenfluss der Elbe. Sie fließt durch Mecklenburg und Brandenburg bis nach Niedersachsen, 43 der insgesamt 66 Flusskilometer verlaufen in Brandenburg. Das Einzugsgebiet der Löcknitz umfasst 937 km², davon liegen 460 km² in Brandenburg.

Das Quellgebiet der Löcknitz liegt in Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Parchim nordöstlich von Ziegendorf an den westlichen Ausläufern der Ruhner Berge.

Von der Quelle fließt die Löcknitz in südlicher Richtung. In Höhe Balow fließt ihr der Brandsöhler Bach zu. Etwa bei Streesow fließt rechtsseitig die Tarnitz in die Löcknitz, die dort die Grenze nach Brandenburg (Landkreis Prignitz) überquert, kurz darauf mündet linksseitig die Karwe. Westlich von Karstädt kreuzt die Bundesstraße 5 die Löcknitz, die weiter zwischen ausgedehnten Waldgebieten fließt. Ab Karstädt erreicht die Löcknitz eine Breite von 10−14 Metern und eine durchschnittliche Wassertiefe zwischen 0,7-1,3 Metern. An den Wehranlagen werden bis zu zwei Meter Tiefe erreicht.

Die Löcknitz durchquert den Gadower Forst, bei Bernheide fließt von Osten der Schmaldiemen zu. Hier knickt der Fluss nach Westen ab und fließt nur wenige Kilometer entfernt und parallel zur Elbe zur Kleinstadt Lenzen. Bei Baekern wird die Löcknitz bis zu 70 Meter breit und dazu bis zu vier Meter tief. Bei Seedorf fleßt die Alte Elde zu. Im weiteren Verlauf nach Westen begrenzt die Löcknitz die Lenzer Wische, die historisch häufig von Elbe und Löcknitz überflutet war. Ab 1,5 Kilometer westlich von Polz bildet die Löcknitz für einen kurzen Abschnitt die Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (Landkreis Ludwigslust). Bei Klein Schmölen befand sich bis 1973 ihre Mündung in die Elbe.

Um ihren Abfluss in die Elbe, die ein stärkeres Gefälle hat, zwecks Hochwasserschutz zu verbessern, wurde die Löcknitz parallel zur Elbe um etwa zehn Kilometer verlängert. Diese Neue Löcknitz knickt etwa einen Kilometer vor der alten Mündung nördlich von der Löcknitz ab, quert bei Klein Schmölen die Bundesstraße 191 und fließt dann westlich nach Dömitz. Dort wird sie mittels eines Dükers unter dem Eldekanal hindurchgeführt und ist dann nördlich an der Stadt vorbeigeleitet. Sechs Kilometer nordwestlich von Dömitz mündet der Fluss seit 1973 bei Wehningen (Flusskilometer 513) in die Elbe. Bei Elbhochwasser kann das Wehr Wehningen geschlossen und damit das Einströmen von Elbewasser in die Löcknitz verhindert werden. Als Folge der Rückeingliederung des Amtes Neuhaus nach Niedersachsen 1993 liegt damit seitdem die Löcknitzmündung in diesem Bundesland.

Bis etwa 1900 wurde der Flusslauf ab der Vereinigung der Alten Elde mit der Löcknitz bei Seedorf als der der Alten Elde angesehen. Erst danach wurde dieses Stück als Löcknitz bezeichnet.

Die Löcknitz ist wichtig für die Be- und Entwässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen, aber auch bedeutend für den Naturschutz. Bei Ziegendorf gibt es in der Löcknitz die größte Bachmuschelpopulation mit dem höchsten Jungmuschelaufkommen in Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem im Oberlauf gab es gewässerbauliche Eingriffe, mehrere eingebaute Wehre stauen das Wasser für die Bewässerung angrenzender Agrarflächen. Diese Gewässerabschnitte sind größtenteils melioriert und ohne Gehölzsaum. In den voll belichteten Teilen bildet sich starker Bewuchs mit Wasserpflanzen. Im Löcknitztal sind wegen des Vorkommens zahlreicher Amphibien-, Vogel-, Schmetterlings- und Libellenarten einige Teile als ökologisch „wertvoll“ oder „besonders wertvoll“ eingestuft. Im Unterlauf, z.B. im Gebiet der Gandower Schweineweide und der Lenzer Wische bildet die Löcknitz mit ihren Zuflüssen, Altarmen und Teichen ein stark verzweigtes Gewässersystem, es finden sich Bruch- und Auwaldreste, großflächige Röhrichtbestände, Uferabbrüche, Sandbänke sowie Prall- und Gleithänge. Diese Landschaft bietet Lebensraum für viele geschützte Pflanzenarten sowie für Tierarten wie Biber, Fledermaus und verschiedene seltene Vögel, darunter auch Seeadler, sowie ebenfalls zahlreiche Insekten darunter auch Libellenarten, wie die Südliche Mosaikjungfer und die Südliche Binsenjungfer. Für die Wanderungsbewegung des Fischotter stellt der Fluss ebenfalls ein wichtiges Verbindungsgewässer dar. In der Löcknitz kommen zahlreiche Fischarten vor, vor allem Blei, Plötze, Güster, Aland, Schlei, Karpfen, Hecht, Forelle, Aal, Barsch und Zander.

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Source : Wikipedia