Kunstbiennale

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Geschrieben von robby 21/04/2009 @ 10:15

Tags : kunstbiennale, ausstellungen, kultur

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New Museum of Contemporary Art

New Museum of Contemporary Art

Das New Museum of Contemporary Art ist ein Museum für zeitgenössische Kunst in New York City. Das Museum wurde 1977 gegründet, und gilt als eines der angesehensten Museen für Kunstpositionen der Gegenwart weltweit.

Das New Museum of Contemporary Art wurde 1977 von Marcia Tucker gegründet, die davor den Posten der Kuratorin für Gemälde und Skulptur am Whitney Museum inne hatte. Während ihrer Zeit als Direktorin des New Museum kuratierte Tucker zusammen mit ihrem Team 1983 den amerikanischen Pavillon auf der 41. Kunstbiennale in Venedig. 1999 wurde Lisa Phillips als Direktorin berufen. Wie ihre Vorgängerin war auch sie vorher Kuratorin am Whitney.

Im Museum werden jedes Jahr circa sechs große Ausstellungen gezeigt, teils Einzelausstellungen, teils Gruppenausstellungen. Dabei wurden eine Reihe von inzwischen bekannten Künstlern erstmals in einer großen Ausstellung gewürdigt. Jeff Koons hatte hier 1980 seine erste Einzelausstellung. Die Ana Mendieta-Retrospektive von 1987 – zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod der Künstlerin – wurde auch wegen des Zustandekommens der Ausstellung weithin wahrgenommen. Der südafrikanische Künstler William Kentridge hatte im New Museum 2001 seine erste amerikanische Retrospektive. Auch Andrea Zittel wurde 2006 im New Museum erstmals in einer großen Retrospektive gezeigt.

Während der ersten fünf Jahre des Bestehens hatte das New Museum nur ein permanentes Büro. Die Ausstellungen wurden an wechselnden Orten durchgeführt. 1983 zog das New Museum in das Astor Building in SoHo mit der Adresse 583 Broadway, zwischen Houston und Prince Street. 1994 wurde das Astor Building verkauft und nach einer Luxussanierung in Eigentumswohnungen umgewandelt. Das Museum konnte dabei das zweite Geschoss erwerben.

2005 wurde mit dem Neubau für das Museum an der Bowery Street auf Höhe der Prince Street begonnen. Es wurde im Dezember 2007 eröffnet. Das Museum wurde von den japanischen Architekten Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa als siebenstöckiges Gebäude mit einer Nutzfläche von circa 20.000 m² entworfen. Der Neubau wurde von einer Reihe von Architekturkritikern als sehr gelungen bezeichnet.

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Biennale di Venezia

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Die Biennale di Venezia ist eine seit 1895 zweijährlich stattfindende internationale Kunstausstellung in Venedig.

Der Hauptschauplatz sind die Giardini im Stadtteil Castello, wo sich 28 Länder in ihren nationalen Pavillons präsentieren. Mehrere Dutzend anderer Staaten, die auf diesem Areal keinen eigenen Pavillon erbaut haben, stellen während der Biennale in über dem gesamten Stadtgebiet verstreuten, angemieteten Räumlichkeiten aus. Unabhängig von den Länderrepräsentationen gibt es im Arsenale eine durch Kuratoren zusammengestellte Themenausstellung. Zur Biennale gehören auch die Filmfestspiele von Venedig, die Festivals für Musik, Theater und Tanz, sowie die zweijährlich alternierend zur Kunstbiennale stattfindende Architekturbiennale.

Die Geschichte der Biennale von Venedig reicht in das Jahr 1893 zurück, in dem der Stadtrat von Venedig beschloss, im zweijährigen Rhythmus eine Ausstellung der italienischen Kunst (Esposizione biennale artistica nazionale) ins Leben zu rufen. Im Winter 1894–1895 wurde der Palazzo dell'Esposizione für die Ausstellung errichtet, die am 30. April 1895 als I Esposizione Internazionale d'Arte della Città di Venezia (1. Internationale Kunstausstellung der Stadt Venedig) in Anwesenheit des italienischen Königspaares Umberto I. und Margherita di Savoia eröffnet. Mit 224.000 Besuchern war sie ein großer Publikumserfolg. Für die von Jahr zu Jahr wachsende Ausstellung nahm man sich das Konzept der Weltausstellung zum Vorbild. Sehr schnell etablierte sich die Ausstellung und wurde alle zwei Jahre durchgeführt.

Der erste Nationalpavillon auf einer Biennale wurde 1907 in den Giardini Pubblici vom belgischen Architekten und Designer Léon Sneyers für sein Heimatland entworfen. Die ersten international bedeutenden Künstler waren 1910 zu sehen: Ein Raum war Gustav Klimt gewidmet, Renoir wurde ausgestellt und Courbet eine Retrospektive gewidmet. Im selben Jahr ließ Antonio Fradeletto, der erste Generalsekretär der Biennale, eine Arbeit von Pablo Picasso aus dem spanischen Salon entfernen, da er befürchtete, dass seine Neuartigkeit die Öffentlichkeit schockieren könnte. Es dauerte bis 1948, als erstmals Werke des spanischen Künstlers zu sehen waren.

Bis zur letzten Biennale vor dem Ersten Weltkrieg waren bereits sieben Nationalpavillons errichtet worden. Dem 1907 errichteten Pavillon Belgiens folgten Ungarn, Deutschland und Großbritannien (1909), Frankreich (1912) und Russland (1914).

Auf die erste Nachkriegsbiennale des Jahres 1920 wurden durch den neuen Generalsekretär Vittorio Pica erstmals Künstler der Avantgarde eingeladen (Impressionismus, Postimpressionismus, Die Brücke). 1922 waren in einer Retrospektive die Werke Amedeo Modiglianis und eine Ausstellung von Skulpturen afrikanischer Künstler zu sehen. An dieser Auswahl wurde teils heftige Kritik laut. Um die „Dreistigkeit“ Picas zu zügeln, wurde ein 1930 wieder aufgelöster Verwaltungsausschuss ins Leben gerufen, der die Arbeit „begleiten“ sollte.

1928 wurde mit der Gründung des Historischen Instituts zeitgenössischer Kunst (Istituto Storico d'Arte Contemporanea) der Kern der archivalischen Sammlungen der Biennale begonnen. Das Institut wurde später in Historisches Archiv zeitgenössischer Kunst (ASAC, Archivo Storico d'Arte Contemporanea) umbenannt. Mit königlichem Dekret wurde die Biennale 1930 in eine Autonome Verwaltungseinheit überführt. Die Kontrolle ging damit von der Stadt Venedig an den faschistischen Staat über. Mit der nun umfangreicheren finanziellen Ausstattung wurde die Biennale um die Bereiche Musik, Kino und Theater zu der multidisziplinären Veranstaltung erweitert, die sie bis heute ist. Das 1930 erstmals veranstaltete Internationale Festival Zeitgenössischer Musik war Teil der Biennale, bis es ab 1937 jährlich stattfand. 1932 folgten die ersten Filmfestspiele (Esposizione internazionale d'arte cinematografica), die auf den Terrassen des Hotels Excelsior ausgetragen wurden. Es wurde bereits eine Abstimmung durchgeführt, aber noch keine Preise vergeben. Seit 1935 fanden die Festspiele jährlich statt. Zu den vor dem Krieg ausgezeichneten Filmen gehörten Clarence Browns Anna Karenina, Luis Trenkers Der Kaiser von Kalifornien, Carnet du bal von Julien Duvivier und Olympia von Leni Riefenstahl. Die internationalen Theaterfestspiele wurden 1934 erstmals ausgetragen. Auch sie wurden seit 1963 zu einer jährlichen Veranstaltung.

Nach sechsjähriger Pause fand 1948 die erste Biennale nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Europäische Avantgarde und weltweit Strömungen zeitgenössischer Kunst. In der 1950er-Jahren wurde der abstrakte Expressionismus eingeführt, in den 1960er-Jahren die Pop-Art. Der Italienische Architekt Carlo Scarpa zeichnete bis 1972 für die bemerkenswerte Umgestaltung des Ausstellungsgeländes verantwortlich. Die Proteste der 68er-Bewegung führten die Biennale in eine Krise. Die großen Preise wurden abgeschafft und die Betonung weniger auf monografische Behandlung einzelner Künstler als auf thematische Ausstellungen gelegt. 1974 wurde die gesamte Ausstellung als Protest gegen den Militärputsch und die folgende Diktatur Augusto Pinochets dem Land Chile gewidmet. Anfang der 1980er-Jahre wurde die Biennale um die Architektur-Biennale und das Tanzfestival erweitert.

Seit 1999 wird auch das Arsenale (Schiffswerften) mit seinen Hallen aus dem 16. Jahrhundert als Ausstellungsfläche genutzt, welches vorher militärisches Sperrgebiet war. Da sich auch die Zahl der teilnehmenden Nationen erweiterte, sind deren Ausstellungsorte über Kirchen, Palazzi, scuole und aufgelassene Werkshallen in der ganzen Stadt verteilt. In Anlehnung an die Preise des Filmfestes werden nun auch auf der Biennale Goldene Löwen verteilt. Inzwischen beherrscht die postmoderne Kunst mit verschiedenen populären Ausstellungen die Szene.

Bei der 50. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig 2003 ließ der Künstler Santiago Sierra den Haupteingang des spanischen Pavillons zumauern. Nur gegen Vorlage eines spanischen Passes durfte das leere Gebäude durch den bewachten Hintereingang betreten werden. Dadurch sollte die globalisierte Welt und der Umgang mit Migration entlarvt werden. Der deutsche Pavillon zeigte Arbeiten von Candida Höfer und Martin Kippenberger, im österreichischen Pavillon wurde Bruno Gironcoli ausgestellt.

Im Januar 2004 wurde die Biennale in eine Stiftung umgewandelt um das Potential der Biennale als Zentrum zeitgenössischer Kunst durch ein effektiveres Management besser auszuschöpfen. Wirtschaftlich ist der US-amerikanische Kultursektor Vorbild, in dem 30 Prozent des Budgets von privaten Sponsoren, 30 Prozent aus eigenen Einkünften, 30 Prozent aus öffentlichen Zuwendungen und 10 Prozent aus Einnahmen aus der Zunahme der Aktiva stammen.

Auf der 51. Biennale zeigte der deutsche Pavillon 2005 Arbeiten der Künstler Thomas Scheibitz und Tino Sehgal. Der österreichische Pavillon wurde von Hans Schabus in einen von innen begehbaren Berg verwandelt.

Die 52. Biennale fand vom 10. Juni bis zum 21. November 2007 statt. Kurator der Veranstaltung, an der rund 100 Künstler in 77 Länderpräsentationen teilnahmen, war der US-Amerikaner Robert Storr. Der deutsche Pavillon wurde von Isa Genzken gestaltet. Österreich wurde durch den Maler Herbert Brandl vertreten, für die Schweiz präsentierten Christine Streuli und Yves Netzhammer ihre Arbeiten. Malick Sidibé erhielt den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk.

Kurator der 53. Biennale 2009 wird Daniel Birnbaum, der schwedische Kunsthistoriker und Leiter der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt am Main. Kurator des deutschen Pavillons wird wieder Nicolaus Schafhausen, der Brite Liam Gillick gestaltet den Pavillon. Die 53. Ausgabe findet vom 7. Juni bis 22. November 2009 und 77 Ländern mit eigenen Pavillons statt, darunter erstmals Israel und der Iran. Die Schau mit 90 Künstlern, darunter Wolfgang Tillmans und Ulla von Brandenburg, steht unter dem Motto "Making Worlds" (Weltenmachen).

Deutschland beteiligte sich von Anfang an auf der Biennale, bis zum Bau eines eigenen Länderpavillons allerdings noch im allgemeinen Ausstellungsgebäude. Der deutsche Pavillon wurde 1909 als Bayerischer Pavillon nach antikisierenden Entwürfen des venezianischen Architekten Daniele Donghi erbaut. 1912 erfolgte die Umbenennung in Padiglione della Germania und manifestierte den Anspruch als offizieller Kulturbeitrag des gesamten Deutschen Reiches zur Biennale. 1938 wurde der Pavillon von den Nationalsozialisten umgestaltet. Der deutsche Architekt Ernst Haiger ersetzte die ionischen Säulen durch vier mächtige Rechteckpfeiler auf denen ein giebelloser Architrav sitzt. Dadurch wurde dem Pavillon ein weit monumentalerer Eindruck verliehen und ein weiteres Ausstellungsgebäude zur Selbstdarstellung des Dritten Reichs geschaffen.

Nach dem Krieg übernahm 1950 die Bundesrepublik Deutschland das Anwesen. Lediglich der Hoheitsadler und die Hakenkreuze waren entfernt worden. Pläne, das Gebäude abzureißen, wurden verworfen. 1964 fand eine Sanierung der Innenräume statt. Erst nach der Wiedervereinigung wurden solche Pläne wieder diskutiert, die Entscheidung fiel aber zugunsten einer Sanierung, die 1995 durchgeführt wurde. Mittlerweile steht das Gebäude unter italienischem Denkmalschutz.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zur Biennale eher retrospektive Ausstellungen zur deutschen Kunst in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ bezeichnet worden war. Erst ab 1964 lag die Betonung auf zeitgenössischer Kunst und wenigen oder einzelnen Künstlern, die eigene Werke für die Ausstellung schufen. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes war gerade in der 60er- und 70er-Jahren oftmals Gegenstand der ausgestellten Werke.

Von 1982 bis 1990 nahm die DDR mit eigenen Beiträgen im ehemaligen Pavillon der dekorativen Künste teil.

Der Träger des deutschen Pavillons ist die Bundesrepublik Deutschland, die auch Eigentümerin des Anwesens ist. Als Auftraggeber für die Vergabe des deutschen Beitrags ist das Auswärtige Amt zuständig. Es benennt einen Kurator, der für die Auswahl der Künstler und die Organisation verantwortlich ist. Für die 52ste Biennale im Jahre 2007 war Nicolaus Schafhausen der Kurator des Deutschen Pavillons.

Die 9. Internationale Architektur-Ausstellung „Metamorph“ (2004) stand unter der Direktion von Kurt W. Forster und den beiden Assistant Directors Nanni Baltzer und Matteo Cainer. In verschiedene thematische Kapitel unterteilt, zeigte die Biennale aktuelle Tendenzen und historische Bezüge. Erstmalig war eine umfassende Fotosektion Teil der Architekturbiennale: „Morphing Lights, Floating Shadows“, Kuratorin: Nanni Baltzer. Die drei Teile der Fotosektion zu den Themen Landschaft, Stadt und Atmosphäre waren in den Ausstellungsparcours integriert und bildeten so einen festen Bestandteil der Architekturshow. Ebenfalls das erste Mal wurde dem zweibändigen Katalog ein dritter Band mit Essays internationaler Fachleute beigefügt (Metamorph, dreibändig, ital. und engl., Hg. Nanni Baltzer und Kurt W. Forster).

Der Schweizer Hauptbeitrag war Globus Cassus, eine architektonische Utopie von Christian Waldvogel, welche die Umwandlung der Erde in eine viel größere, hohle und auf ihrer Innenseite bewohnte Sphäre von diskusartiger Form vorsieht. Die von außen nach innen „umgestülpte Erde“ ist gemäß Waldvogel ein „antipodisches“ Modell, das als „Spielplatz dienen soll, um neue, frische und ungebundene Ideen für eine ideale Welt zu entwickeln“. (“It is meant to be a playground to develop new, fresh and unrestricted ideas for an ideal world.”) Als Kunstprojekt gehört es in den Bereich der Netz- und Prozesskunst.

Die Ausstellung im Deutschen Pavillon mit dem Titel „CONVERTIBLE CITY – Formen der Verdichtung und Entgrenzung“ vom 10. September bis 19. November 2006 präsentierte rund 30 Projekte, die in ihrem Selbstverständnis den Anforderungen einer sich verändernden Gesellschaft und Kulturlandschaft durch Umnutzung, Wandel und Neubespielung gerecht werden. Der Deutsche Beitrag untersuchte stimulierende Umgestaltungen in bestehenden stadträumlichen Situationen, welche die Dynamik und Kreativität des städtischen Lebens bereichern. Beispielhafte Projekte illustrierten die spannungsreiche Verdichtung und Verwandlung von Architektur und Stadtgefüge sowie die nachhaltige Nutzung der vorhandenen Potenziale des nach oben hin offenen Stadtrandes für neue Wohn- und Arbeitswelten. Mit der Schwerpunktsetzung der Ausstellung auf Transformation und Konversion im urbanen Umfeld wurde auch ein sich innerhalb der Architektur vollziehender Wahrnehmungswandel aufgezeigt. Als Katalog zur Ausstellung erschien eine Ausgabe der Architekturzeitschrift archplus. Mit einer Gastredaktion wendeten die Generalkommissare bewusst das Prinzip der Konversion bereits existierender Strukturen auf die Publikation an.

Die 11. Architekturbiennale wurde am 14. September 2008 unter dem Motto „Out there – Architecture beyond building“ eröffnet. Der Kurator der Ausstellung, der Niederländer Aaron Betsky, forderte die Aussteller dazu auf, sich ihrer Wurzeln zu besinnen. Das Gebäude, so Betsky, sei der umfassendste Repräsentant von Architektur, aber auch ihr „Grabmal“, da die Architekten im Interessensgeflecht von Investoren, Bautechnikern und Qualitätsmanagern oft nicht mehr ihre Kreativität behaupten könnten. Der Architekt solle wieder zeigen dürfen, dass er vor allem Künstler ist. In den 300 Meter langen Hallen der Cor­derie dell'Arsenale präsentierten in diesem Sinne bekannte Büros wie Coop Himmelb(l)au, Zaha Hadid, Frank Gehry, UN Studio oder Herzog & de Meuron eher spielerische Installationen, Projektionen und Performances als konkret-anschauliche Bauprojekte.

In 56 Länderbeiträgen, die sich auf 30 Pavillons verteilten, wurde die Umwelt- und Zukunftsverantwortung der Architektur betont. Im deutschen Pavillon, der von den Berliner Architekten Friedrich von Borries und Matthias Böttger gestaltet wurde, standen die Ökologie und 20 „Projekte für eine bessere Zukunft“ im Mittelpunkt. Österreich zeigte unter anderem Arbeiten von Josef Lackner sowie eine Reihe von Interviews mit verschiedenen Architekten zum Thema Wohnbau. Die Schweiz präsentierte im vom Basler Architekten Reto Geiser kuratierten Pavillon „Explorations“ vier Fallstudien zur Architekturforschung.

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Peter Friedl

Peter Friedl (* 1960 in Oberneukirchen) ist ein österreichischer Konzeptkünstler. Er nahm 1997 an der Documenta X teil und vertrat 1999 Österreich auf der 48. Kunstbiennale in Venedig. Besondere Bekanntheit erlangte er 2007 durch seine Arbeit Zoo Story auf der documenta 12, die eine ausgestopfte Giraffe aus einem palästinensischen Zoo zeigte, die während der Zweiten Intifada zu Tode gekommen war.

Peter Friedl verließ Österreich 1982 im Alter von 22 Jahren. Danach wohnte er unter anderem bei Venedig, in Argentinien, und in Wien.

Seine Arbeiten lassen sich am ehesten der Konzeptkunst zuordnen. Während die Themen seiner Arbeiten durchgängig politisch sind, verweigert er sich einer direkten Haltung zu den aufgeworfenen Fragen. Diese Distanziertheit wird durch den ironischen Ausdruck verstärkt. So brachte Friedl während der Biennale in Venedig 1993 um den Ausstellungsort Giardini Publicci 400 Poster mit der Aufschrift I survived the German Pavilion an. Im deutschen Pavillon war die Installation "Germania" von Hans Haacke zu sehen, der den Steinboden des Pavillons zertrümmert hatte, und so die Brüchigkeit der deutschen Kultur thematisierte. Der Pavillon war 1938 von Ernst Haiger im neoklassizistischen Stil umgebaut worden. Durch den Gebrauch des Wortes survive, der im englischen Sprachraum im Kontext der NS-Zeit primär für Überlebende des Holocaust reserviert ist, beging Friedl einen subtilen Tabubruch. Er selbst sah darin nur eine "liebevoll kritische Infragestellung der Haacke-Rechthaberei".

Der Durchbruch in der Kunstwelt gelang Friedl 1997 mit der Teilnahme an der Documenta mit den Arbeiten Kino und Dummy. Für Kino ließ er an der neuen Ausstellungshalle der documenta am Friedrichsplatz die Leuchtbuchstaben "Kino" anbringen. Die Installation Dummy befand sich in einem Schaufenster in einer Fußgängerunterführung neben der von Christine Hill betriebenen Volksboutique. Gezeigt wurde ein Video, in dem ein Mann (Friedl selbst) vergeblich versucht, Zigaretten aus einem Automaten zu ziehen. Der Mann wird über seinen Misserfolg wütend, stößt und tritt den Automaten, und wendet sich ab. Ein Junkie, der neben ihm steht, versucht nun vergeblich, den Mann anzuschnorren. Der Junkie wird über seinen Misserfolg wütend, und tritt den Mann.

Friedl lebt und arbeitet in Berlin, gibt jedoch seinen Wohnort seit einigen Jahren als "in situ" an.

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Thomas Schütte

Figurengruppe „Fremde“ zur documenta IX

Thomas Schütte (* 16. November 1954 in Oldenburg) ist ein deutscher Bildhauer und Zeichner.

Schütte studierte von 1973 bis 1981 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Fritz Schwegler und Gerhard Richter. Er zeigt in seinen Werken eine große Vielseitigkeit. Sowohl bei den verwendeten Techniken als auch bei der Formgebung entziehen sich seine Arbeiten weitgehend allen Festlegungen. Es gibt von Schütte Architekturmodelle wie die Ferienhäuser für Terroristen, daneben auch Radierungen und voluminöse Plastiken. Sein Auftritt bei der Kunstbiennale Venedig 2005 stellt einen Höhepunkt seiner Karriere dar, da er mit dem Preis für den besten Künstler der Ausstellung ausgezeichnet wurde. Ende 2007 wurde ein Werk Schüttes für den vierten Pfeiler des Trafalgar Squares ausgewählt.

Thomas Schütte lebt in Düsseldorf.

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Biennale de São Paulo

27. Biennale de São Paulo - 2006

Die Biennale de São Paulo in São Paulo existiert seit 1951 und ist damit (nach der Biennale di Venezia) die zweitälteste Kunstbiennale der Welt. Sie wurde von dem italienischen Industriellen Francisco Cicillo Matarazzo Sobrinho gegründet. Seit 1957 findet sie im Cicillo Matarazzo Pavillon im Parque do Ibirapuera statt.

Der große Pavillon wurde von einen Architektenteam unter der Führung von Oscar Niemeyer und Hélio Uchôa gestaltet und bietet eine Ausstellungsfläche von 30.000 m².

Auf der São Paulo Biennale wird sowohl brasilianische wie internationale Kunst gezeigt. Wie in Venedig gibt es sowohl Länderkuratoren wie eine Ausstellung, zu der zentral eingeladen wird. Die Biennale von São Paulo zählt zu den bedeutendsten Kunstausstellungen des Landes. Da der Eintritt kostenlos ist, werden regelmäßig enorme Besucherzahlen erreicht. In diesem Jahr findet sie im Zeitraum vom 26. Oktober bis 6. Dezember 2008 statt.

Seit 1973 gibt es neben der Kunstbiennale auch eine internationale Biennale für Architektur und Design.

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Max Sparer

Max Sparer (* 1886 in Tramin an der Weinstraße; † 1968 in Montiggl / Eppan an der Weinstraße) war ein Südtiroler Maler und Grafiker. In seinen Werken stellte er überwiegend Tiroler Landschaften und die Bauern bei ihrer Arbeit dar.

Nach seiner Ausbildung in der Lehrerbildungsanstalt und dem Gymnasium in Bozen besuchte er einige Kunstkurse. 1926 war er mit seinen Werken erstmals auf der Dritten Kunstbiennale des Tridentinischen Venetien in Bozen vertreten. Im Alter von 45 Jahren zog er sich dann in das Seeschlösschen in Montiggl zurück, wo er 1968 verarmt starb.

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Liu Xiuming

Liu Xiuming (* 1957 in Hebei, China) ist eine chinesische Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Wien und Peking.

Nach dem Studium der Malerei an der Pädagogischen Universität Hebei (1977–1982) ist Liu Xiuming vorerst als Illustratorin bei einem Jugendverlag in Peking (1982–1987) tätig. 1987 studiert sie an der Universität für angewandte Kunst Wien abermals Malerei – bis 1989 in der Meisterklasse für Gestaltungslehre und Experimentelles Gestalten bei Maria Lassnig, anschließend in der Meisterklasse Arik Brauers, bei dem sie 1993 mit dem Diplom abschließt. Seit 1994 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Wien.

2003 ist sie als Lektorin an der Kunstakademie of Arts and Design der Tsinghua-Universität tätig, wie als Gastprofessorin an der Pädagogischen Universität Kunstakademie Hebei. 2005 arbeitet sie als Lektorin an der Tsinghua-Universität Beijing, 2006 folgt die Berufung zur Vize-Direktorin des China Art Institute.

Ihre Arbeiten sind u. a. in den Sammlungen der National Art Museum of China (Beijing), dem Shanghai Art Museum, dem Today Art Museum (Beijing), der Internationalen Kunstbiennale in Beijing und der Oesterreichischen Nationalbank (Wien) vertreten sowie im Besitz diverser privater Sammler.

Die chinesisch-österreichische Künstlerin verbindet in ihren Malereien westliche und asiatische Tradition. Liu Xiuming hantiert in ihren Arbeiten wiederholt mit traditionellen chinesischen Motiven wie dem Fisch, der für Überfluss, Reichtum, Wohlstand, Ausdauer, Hartnäckigkeit steht. Die immer wiederkehrende Säule gilt als Sinnbild für Macht (Triumphsäulen) kann aber auch als Verbindung von Himmel und Erde verstanden werden und somit als Mittel, auf das menschliche Streben hinzuweisen. Durch ihr Aufbrechen in den Raum wird die Säule zu einem eindrucksvollen Zeichen der Hoffnung.

Dass Wolken- und Himmelsdarstellungen in der Kunst und insbesondere etwa in der Malerei des 19. Jahrhunderts eine reiche Tradition entwickelt haben, ist bekannt. In China stehen Wolken symbolisch für Glück und Frieden sowie den Westen. Wolken als Hintergründe finden sich auch bei Fang Lijun und Liu Ye, ebenso die farbliche Gestaltung in dominantem Rot und Blau.

Es ist eine emotionale Welt, deren Erscheinung der realen Welt entgegensteht. Liu Xiumings Arbeiten vermitteln eine Suche nach Ruhe, Geborgenheit und Harmonie. Man könnte Liu Xiuming durchaus als Romantikerin bezeichnen. Ihre Landschaften wirken unabhängig von Zeit und Raum. Das Spiel von Licht und Schatten ohne klare Herkunft, die mystische, traumhafte Stimmung, die suggestive Farbflächen erzeugen einen Meditationsraum, einen Raum der Leere. Insbesondere im Gefühl der Einsamkeit und dem Ausgeliefertsein des Menschen stehen ihre Arbeiten im Ausdruck der Romantik nahe. Mit dem Revival zeitgenössischer romantischer Bilder haben Liu Xiumings Werke jedoch nichts zu tun.

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Source : Wikipedia