Kopenhagen

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Geschrieben von daneel 28/02/2009 @ 01:03

Tags : kopenhagen, dänemark, europa, ausland

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Seeschlacht von Kopenhagen

Historische Darstellung der Seeschlacht von Kopenhagen

In der Seeschlacht von Kopenhagen besiegte die britische Flotte unter den Admiralen Sir Hyde Parker, Horatio Nelson und Thomas Graves am 2. April 1801 die dänische Flotte und vernichtete sie weitgehend.

Großbritannien befand sich im Jahre 1801 im Krieg mit Frankreich. Zwar gehörten der so genannten Zweiten Koalition gegen Frankreich neben Großbritannien, Österreich, Portugal, Neapel, dem Osmanischen Reich und dem Kirchenstaat auch Russland an, jedoch zeigte letzteres unter Zar Paul I. seit 1800 deutliche Sympathien für Frankreich. Es drohte eine nordische anti-britische Koalition aus Russland, Dänemark, Schweden und Preußen. Diese Staaten bestanden auf ihrem Status der bewaffneten Neutralität, also den Schutz des eigenen freien Handels, auch mit den kriegführenden Nationen. Großbritannien entschloss sich, die Vereinigung der starken Flotten Russlands, Dänemarks und Schwedens durch einen Präventivkrieg zu verhindern. Dieser sollte sich zunächst gegen Dänemark richten, zumal die Flotten Schwedens und Russlands zu Beginn des Frühlings noch in den Häfen durch das Eis der Ostsee blockiert waren. Großbritannien sah in der bewaffneten Neutralität der Ostsee-Anrainer eine direkte und substanzielle Verstärkung der französischen Flotte. Über die dänische Flotte urteilte Nelson, sie sei "ohnehin zu groß für ein kleines Land".

Die Admiralität begann, ihre Pläne zu formulieren und wies den Oberkommandierenden der Kanalflotte, John Jervis, 1. Earl of St. Vincent, an, die Linienschiffe HMS London, HMS St. George, HMS Courageux, HMS Russell, HMS Warrior, HMS Defiance, HMS Saturn, HMS Edgar und HMS Bellona nördlich von Brest zu stationieren. Kleinere Einheiten (Bombenschiffe usw.) wurden in Werften überholt und in Yarmouth zusammengezogen. Die geplante Aktion musste schnell durchgeführt werden, bevor Anfang April das Eis der Ostsee tauen würde und die russische Flotte sich mit den schwedischen und dänischen Flotten vereinigen könnte. Am 6. März 1801 erreichte Nelson Yarmouth und stellte zu seinem Befremden fest, dass der Oberkommandierende an Land wohnte. Als ihm bekannt wurde, dass die Gattin des Admirals einen großen Ball für die kommende Woche plante, schrieb er an die Admiralität und äußerte seine Besorgnis. Der Brief hatte den gewünschten Effekt: am 11. März 1801 erhielt Sir Hyde Parker den formellen Befehl zum Auslaufen am folgenden Tag. Am 18. März war der Skagerrak erreicht, am 19. März wurde Skagen umrundet, am 24. März Helsingør passiert.

Parkers Instruktionen waren, vor Kopenhagen zu erscheinen und die Dänen zum Rückzug aus der bewaffneten Neutralität zu bewegen. Das ließ eine ganze Reihe von Optionen offen, über die sich Parker und Nelson nicht einig wurden. Nelsons Vorschlag, die Stärke der Flotte zu demonstrieren, wurde von Parker abgelehnt. Stattdessen wurden die britischen Forderungen von einer einzigen Fregatte überbracht. Die Dänen, über die seit einigen Tagen in ihren Gewässern kreuzende Flotte genau im Bilde, lehnten jedoch Verhandlungen ab.

Die schlachterfahrene britische Flotte wurde von Admiral Parker geführt, Nelson war sein Stellvertreter, Graves der zweite Stellvertreter. Sie bestand aus 20 Linienschiffen, 5 Fregatten und 23 kleineren Kriegsschiffen. Der Verband erreichte am 21. März 1801 den Nordeingang des Öresunds. Dort wurde geankert, und ein britischer Diplomat unternahm einen letzten Versuch, die dänische Regierung zum Ausscheiden aus der nordischen Koalition zu bewegen. Als das erwartungsgemäß gescheitert war, ging der Verband am 30. März ankerauf, drang an den Befestigungen am nördlichen Sundeingang vorbei in den Öresund vor und begann mit der Erkundung des Seegebiets vor Kopenhagen.

Die dänische Flotte wurde von Kommodore Olfert Fischer geführt. Die Schiffe hatten im Heimatstützpunkt Kopenhagen gelegen, waren nur schwach besetzt und nicht auf einen Kampf vorbereitet. Weil es nicht genügend Mannschaften gab, hatte man zivile Seeleute und Kopenhagener Bürger zum Dienst an die Waffen gerufen. Für die Schlacht wurden die Schiffe im Fahrwasser vor Kopenhagen in einer langen Reihe als schwimmende Batterien verankert. Ihr Vorteil bestand darin, dass sie direkt vor dem eigenen Hafen liegend auch während der Schlacht von dort versorgt werden konnten. Hinzu kam eine große Zahl von Küstenbatterien, die das Feuer der Flotte verstärken konnten.

Die Dänen hatten die Defensiv-Linie in Nord-Südrichtung direkt vor der Sandbank der Insel Amager gebildet, um so zusammen mit den am nördlichen Ende der Sandbank gelegenen Batterien der Trekroner-Festung (55° 42′ 10″ Nord, 12° 36′ 48″ Ost ) und anderer Landbatterien den Hafen zu schützen. Die Linie der ankernden, miteinander vertäuten Schiffe lag etwa am seeseitigen Ende der heutigen Hafenanlagen zwischen der Sandbank vor Amager und der Mittelgrundbank, etwa 1,5 Seemeilen lang. Zwischen den größeren Schiffen Sjælland (Zweidecker 74), Infødsretten (Zweidecker 64), Dannebrog (Zweidecker 60, Flaggschiff), Holsteen (60 Kanonen), Prøvesteenen (Dreidecker 52/56), Jylland (Zweidecker 48/54) und Wagrien (Zweidecker 48/52) waren nur kleinere Einheiten (Fregatten, Radeaus und Prahme mit 10 bis 20 Kanonen) eingesetzt. Nur die Sjælland und die Holsteen waren in gutem Zustand. Die Landbatterien wurden ergänzt durch die zwei Zweidecker-Hulks Elephanten (70 Kanonen) und Mars (64 Kanonen) sowie zwei weitere 74-Kanonen-Schiffe, eine Fregatte und zwei Briggs. Insgesamt hatten die Dänen etwa 600 Geschütze in Stellung gebracht.

Am 30. März 1801 ankerte die britische Flotte gegen 22 Uhr nördlich von Kopenhagen. Eine Annäherung von Norden hätte eine sofortige Auseinandersetzung mit den Batterien der Trekroner-Festung (30 Stück 24-Pfünder und 38 Stück 36-Pfünder) bedeutet. Die Festung hatte die Feuerkraft der schwersten Artillerie einer Breitseite und den Vorteil der sicheren Deckung. Eine Annäherung von Süden bedeutete die Passage des engen Fahrwassers zwischen Amager und Saltholm und die Rundung der Mittelgrundbank. Eine ähnliche Situation hatte Nelson bei der Schlacht von Abukir vor sich gehabt: eine Linie ankernder Schiffe, verstärkt durch Landbatterien und erhebliche navigatorische Probleme in wenig vermessenen Fahrwassern. Am Morgen des 31. März unternahm Nelson mit den Artillerieoffizieren der Schiffe an Bord einer Fregatte eine Erkundung der Trekroner-Batterie. Am Nachmittag erhielt er den Befehl, mit zwölf Linienschiffen und allen kleineren Einheiten den Angriff zu versuchen, während Sir Hyde Parker mit den verbleibenden acht Linienschiffen London (98 Kanonen), St. George (98 Kanonen), Warrior (74 Kanonen), Defence (74 Kanonen), Saturn (74 Kanonen), Ramillies (74 Kanonen), Raisonable (64 Kanonen) und Veteran (64 Kanonen) die Reserve bildete, die sich auf der anderen Seite nördlich des Mittelgrunds aufhalten sollte.

Captain Henry Riou auf der Amazon konnte von seiner Position an der Spitze der Linie das Signal des Oberkommandierenden sehen, nicht aber Nelsons Flaggschiff. Er war zu niedrig in der Rangliste, um sich dem Signal des Oberkommandierenden zu widersetzen. Als einziger bestätigte er das Signal nicht nur, sondern handelte danach. Beim Rückzug kamen die Amazon und die anderen kleineren Schiffe unter das mörderische Feuer der Trekroner-Batterie. Seine letzten Worte sollen gewesen sein: „Was wird Nelson von uns denken?“ und danach: „Nun denn, Jungs, lasst uns alle zusammen sterben“, bevor eine Kugel ihn in zwei Hälften trennte.

Nelson setzte die Schlacht fort, zumal das dänische Flaggschiff Dannebrog bereits außer Gefecht war und Kommodore Fischer zunächst auf die Holsteen und nach deren Ausfall an Land auf die Trekroner-Batterie hatte wechseln müssen. Nelsons Schiffe griffen die dänischen direkt an, und die an Bord befindlichen Seesoldaten eroberten eine Anzahl von ihnen. Viele Dänen gerieten in Kriegsgefangenschaft.

Als das Feuer nachließ, sandte Nelson einen Parlamentär zum dänischen Kronprinzen, dem er eine Anzahl von Forderungen übermittelte. Er drohte damit, die bereits eroberten schwimmenden Batterien in Brand zu setzen und mit samt ihren gefangenen Besatzungen explodieren zu lassen. Es kam zum Wechsel mehrerer Briefe, in denen Dänemark die Waffenstillstandsbedingungen akzeptierte. Kurz nach 15:00 Uhr endete die Schlacht und wenig später explodierte die brennende Dannebrog. Ein 24-stündiger Waffenstillstand wurde vom dänischen Generaladjutanten Lindholm um 20:00 Uhr auf dem Flaggschiff London unterzeichnet. Am 3. April hatte Nelson eine zweistündige Unterredung mit dem Kronprinzen und seinem Generaladjutanten im Schloss Amalienborg. Nelsons Verhandlungsposition war, dass die Dänen sich mit ihrer Flotte den Briten anschließen oder abrüsten sollten. Diese Forderungen waren für Dänemark äußerst problematisch. Ein Schutz der Handelsschiffe wäre nicht mehr möglich und ein Angriff Russlands könnte die Folge sein. Die Verhandlungen zogen sich tagelang hin, bis am 8. April ein formeller Waffenstillstand für 14 Wochen vereinbart wurde.

Die eroberten dänischen Schiffe wurden nach Freilassung der Gefangenen versenkt oder nach England gebracht. Die dänische Marine war faktisch entwaffnet und konnte nicht mehr gegen Großbritannien eingesetzt werden.

Mit dem Waffenstillstand im Rücken, segelte die britische Flotte unter Hyde Parker vom 12. bis zum 22. April 1801 in die Ostsee. Ängste, dass eine starke schwedische Flotte aus den Häfen kommen würde, bestätigten sich nicht. Mit Schweden unterzeichnete er am 20. April ein Sonderabkommen, das das Land aus der nordischen Koalition herauslöste. Sir Hyde Parker lehnte es zudem ab, in die östliche Ostsee zu segeln, um die Russen nicht zu konfrontieren. Der frankreichfreundliche Zar Paul war am 23. März 1801 ermordet worden und sein Nachfolger Alexander wollte keinen Krieg gegen England. Nach der Rückkehr nach Kopenhagen wurde Parker nach London kommandiert, nachdem sein Verhalten in der Schlacht bei Kopenhagen bekannt geworden waren. Nelson war fortan der Seeheld Englands. Am 6. Mai 1801 hisste er erstmals seine Flagge als Oberkommandierender der Ostseeflotte und segelte nach Reval, was Hyde Parker vorher abgelehnt hatte. Das Auftauchen der britischen Flotte blieb aber ohne Ergebnis, denn das Eis der Ostsee war bereits geschmolzen und die in Reval stationierte russische Flotte hatte sich mit den anderen Schiffen vereinigt.

Nachdem Dänemark 1807 unter den Einfluss Napoleons gekommen war, drohte die wieder aufgebaute dänische Flotte erneut zum Gegner Englands zu werden. Am 16. August 1807 griffen die Briten unter Admiral James Gambier Kopenhagen an. Diesmal wurden außer der Flotte 17.000 Landsoldaten eingesetzt, die die Stadt belagerten. Admiral Gambier ließ den Ort vom 2. bis 5. September beschießen und planmäßig in Brand setzen. Am 7. September kapitulierte der dänische Befehlshaber Ernst Peymann. Um die völlige Vernichtung abzuwenden, musste die gesamte dänische Flotte an England ausgeliefert werden. Die Stadt war zu etwa 30 Prozent zerstört und 2.000 Zivilisten durch Kriegseinwirkungen umgekommen.

Nach diesen beiden Angriffen ist der englische Begriff to copenhagen entstanden, der einen Flottenangriff auf eine feindliche, weitgehend wehrlose Flotte im Hafen beschreibt. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg schlug der britische Admiral Sir John Fisher vor, to copenhagen the German fleet, womit er einen Überfall auf Wilhelmshaven meinte mit dem Ziel, die Hochseeflotte im Hafen zu vernichten. Das wurde von der politischen Führung abgelehnt.

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Königliche Oper (Kopenhagen)

Königliche Oper Kopenhagen

Die Königliche Oper (dänisch Operaen) auf der Insel Holmen von Kopenhagen ist die nationale Oper von Dänemark und eine der modernsten Bühnen der Welt.

Das Haus wurde dem dänischen Staat im August 2000 von der A.P. Møller und Chastine Mc-Kinney Møller Stiftung gespendet. Arnold Peter Møller war Mitbegründer der Firma Mærsk, dem heute größten Unternehmen Skandinaviens. Henning Larsen war der Architekt. Der Bau begann im Juni 2001 und wurde am 1. Oktober 2004 beendet. Das Opernhaus wurde am 15. Januar 2005 mit einem Sonderkonzert eröffnet. Mærsk Mc-Kinney Møller (der Sohn Arnold Peter Møllers), der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen und die dänische Königin Margrethe II. waren anwesend. Die erste Opernaufführung, Verdis Aida, fand am 26. Januar 2005 statt. Der Startenor Plácido Domingo trat am 7. April 2006 in einer Galavorstellung von Wagners Die Walküre auf (Inszenierung von Kasper Bech Holten); die dänische Königin Margrethe II. war wiederum anwesend.

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Kopenhagen

Kopenhagen um 1895

Kopenhagen (dänisch  København ?/i , mitteldänisch Køpmannæhafn = „Kaufmannshafen“, latein Hafnia, schwed. Köpenhamn, engl. Copenhagen ) ist die Hauptstadt Dänemarks und das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Kopenhagen gehört zu den bedeutendsten Metropolen Nordeuropas und zählt dort zu den meistbesuchten Städten. Die Stadt hat 509.861 Einwohner (2008) (inklusive Hovedstadsområdet 1.153.615 (2008)) und gehört zur dänischen Verwaltungsregion Region Hovedstaden.

Kopenhagen liegt auf Dänemarks größter Insel Seeland (Sjælland), nicht weit von Malmö im schwedischen Schonen. Ein kleinerer Teil Kopenhagens liegt auf der Insel Amager. Geologisch befindet sich die gesamte Stadt auf der eiszeitlichen Grundmoränenlandschaft, die weite Teile Dänemarks einnimmt. Bei Kopenhagen ruht die Moräne auf relativ hoch gelegenem Kalkstein, der aus Kreidekalkstein der Oberkreide (Maastricht) besteht und beim Bau der Metro erhebliche Probleme mit sich brachte.

Die Kommunen in nächster Nähe von und einschließlich Kopenhagen, insgesamt 33, machen 6,3 Prozent des Gesamtgebiets von Dänemark aus und werden von 33,5 % seiner Gesamtbevölkerung bewohnt. Stevns Kommune gehört in Zukunft statistisch zu Vest- og Sydsjælland. Der neue Verkehrsverbund heißt Trafikselskabet Movia und umfasst ganz Ostdänemark (45 Kommunen), jedoch ohne die Kommune Bornholm.

Im 12. Jahrhundert wurde am Øresund eine Burg errichtet, die den kleinen Handelshafen nach Schonen und Amager am Fischersiedlung Havn („Hafen“) sichern sollte. Nicht zuletzt die günstige Lage ungefähr halbwegs zwischen dem wichtigen Bischofssitz in Roskilde und dem skandinavischen Erzbischofssitz in Lund (damals dänisch) war von entscheidender Bedeutung. Entsprechend erhielt auch die mit der Burg neu gestaltete Siedlung den Namen Køpmannæhafn („Kaufmännerhafen“). 1254 erhielt das junge Kopenhagen von Bischof Jakob Erlandsen sein erstes Stadtrecht, allerdings wurde die Stadt im Jahr 1369 als unliebsamer Konkurrent der Hanse zusammen mit der Burg zerstört.

Doch die Entwicklung ließ sich nicht mehr aufhalten: 1416 wurde die wiederaufgebaute Stadt Residenz des Königs, und 1443 übernahm sie von Roskilde die Hauptstadtfunktion. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts blühte Kopenhagen unter Christian IV. auf.

Kopenhagen erlebte in seiner Geschichte immer wieder Katastrophen, Seuchen und Kriege. Von 1658 bis 1659 hielt die Stadt einer Belagerung stand, während das übrige Dänemark von den Schweden vollständig besetzt war. Im 18. Jahrhundert starb nach Pest und Seuchen ein Drittel der Stadtbewohner. 1728 sowie 1795 wüteten zwei Stadtbrände. Der Wiederaufbau führte zur heutigen, vom Baustil des 18. Jahrhunderts geprägten Altstadt. In Präventivschlägen beschossen 1801 (bei der Seeschlacht von Kopenhagen) und 1807 die Engländer die Hauptstadt des bis dahin neutralen Dänemarks und richteten vor allem durch den im zweiten Angriff ausgelösten Großbrand erheblichen Schaden an. Nach dem Sieg der Engländer musste Kopenhagen sämtliche hier ankernden Schiffe ausliefern und konnte sich erst nach Jahrzehnten wieder von dieser Niederlage erholen. 1848 zwangen öffentliche Demonstrationen in Kopenhagen König Frederik VII. zu Reformen und dem Erlass eines Grundgesetzes. Mit den nationalen Spannungen und Dänemarks Verlust von Schleswig und Holstein im Krieg von 1864 verließen auch viele deutschsprachige Beamte und Kaufleute die Stadt, die sie bis dahin jahrhundertelang mitgeprägt hatten.

Mit der Industrialisierung im späten 19. Jahrhundert wuchs die Stadt durch Zuzüge vom Land rasch an. Die Befestigungsanlagen wurden geschleift beziehungsweise in Parks (unter anderen den Tivoli, Ørstedsparken und Østre Anlæg) verwandelt. Die im Osten gelegene Wallanlage sowie die Festung Kastellet sind jedoch erhalten. Um die Mittelalterstadt herum wuchsen schnell Arbeiter- und Bürgerviertel, die bis heute noch aus um 1870 bis 1900 gebauten Häusern bestehen.

Am 9. April 1940 wurde Kopenhagen kampflos von deutschen Truppen eingenommen. Die Stadt blieb wie das übrige Dänemark bis zum 5. Mai 1945 besetzt, aber bis auf wenige Ausnahmen von Kriegszerstörungen verschont. Einige Industriebauten wurden zum Ziel von Angriffen dänischer Widerstandskämpfer. Als am 29. August 1943 die dänische Regierung zurücktrat, folgte eine unruhige Zeit. Im Juni 1944 begann im Arbeiterviertel Nørrebro ein gegen die Besatzungsmacht gerichteter Generalstreik, der sich auf ganz Dänemark ausbreitete. Im August 1944 wurden im Zuge einer Vergeltungsaktion weite Teile des Tivolis, die Königliche Porzellanmanufaktur, ein Bürgerversammlungshaus und ein Studentenwohnheim von der Schalburg-Gruppe, einem dänischen SS-Korps, gesprengt. Am 21. März 1945 bombardierten alliierte Flugzeuge, die das Gebäude für das Gestapo-Hauptquartier hielten, versehentlich die französische Jeanne-d'Arc-Schule im Stadtteil Frederiksberg. Etwa 200 Todesopfer waren die Folge; es kam zu einem Großbrand, durch den 900 Menschen ihre Wohnung verloren.

1948 wurde der „Fingerplan“ entworfen. Wie die ausgestreckten Finger einer Hand sollten Vororte an fünf S-Bahnlinien entlang ausgebaut werden, während das Land zwischen den Fingern als grüne Zonen erhalten blieben. Von circa 1960 bis 1990 sank die Einwohnerzahl der Stadt, da viele Menschen in die Vororte zogen.

Seit 1990 findet eine neue Stadtentwicklung statt, unter anderem mit dem Bau vieler moderner Bauten am Hafen wie zum Beispiel des „Schwarzen Diamanten“ (Königliche Bibliothek) und des Opernhauses. Die 2002 eingeweihte Metro soll bis 2015 auf mehrere Linien erweitert werden. 2000 wurden die Öresundverbindung eröffnet und der südschwedische Raum um Malmö durch ein regionales Schnellzugnetz mit Kopenhagen verbunden. Arbeits- und Wohnungsmarkt beiderseits des Öresunds sind zum Teil zusammengewachsen. Kopenhagen erlebt einen Zustrom von wissensbasierten und kreativen Betrieben sowie von Studenten aus ganz Skandinavien und bleibt das unbestrittene Kraftzentrum Dänemarks. Als Ergebnis stiegen jedoch Wohnungspreise und Verkehrsprobleme kräftig an. Der Bau von Hochhäusern wurde vorgeschlagen, die dem Wohnungsmangel abhelfen und der Stadt ein „Metropolgepräge“ geben sollten; von Gegnern wird jedoch hervorgehoben, dass eben die Abwesenheit von hohen Bauten charakteristisch für Kopenhagen sei.

Die internationalen Schlagzeilen der ersten Monate des Jahres 2007 waren durch gewalttätige Ausschreitungen zwischen dänischer Polizei und (teilweise deutschen) Autonomen geprägt. Die Ausschreitungen begannen, nachdem das autonome Jugendzentrum Ungdomshuset von der Polizei geräumt und schließlich abgerissen wurde.

Verwaltungsmäßig hat die Innenstadt aber im Gegensatz zu anderen europäischen Hauptstädten wenig Einwohner. Das liegt einfach daran, dass Inner-Kopenhagen niemals große Eingemeindungen vorgenommen hat. Selbst die Gemeinde Frederiksberg mit 92.234 (Stand: 2007; am 7. November 1950: 118.993) Einwohnern, die vom Gebiet Gemeinde Kopenhagen vollständig umgeben ist, wurde nicht eingemeindet. Die zusammenhängende Besiedlung dehnt sich auf den gesamten Großraum Kopenhagen - dänisch "Hovedstadsområdet" - (Gemeinden Kopenhagen, Frederiksberg und 16 weitere (davon fünf nur teilweise) Gemeinden in der Region Hovedstaden und Greve Kommune in Region Sjælland) aus, mit insgesamt 1.153.615 Einwohner (Stand: 2008).

Bedingt durch den Hauptstadtcharakter sind in Kopenhagen die Botschaften und Emissäre von 187 Staaten vertreten.

Das wohl berühmteste Theater der Stadt ist das Königliche Theater (Kongelige Teater). Das 1874 errichtete Gebäude des 1748 gegründeten Etablissements befindet sich am Kongens Nytorv (siehe Bauwerke) und bietet 1500 Zuschauern Platz. Hier werden Opern- und Ballettaufführungen dargeboten. Seit 2005 wird ein zweites, modernes Opernhaus bespielt: die Operaen, welches auf der Insel Holmen liegt und ebenfalls zum Kongelige Teater gehört.

Im Mermaid-Theater (Mermaid Teater) werden alle angekündigten Vorstellungen in englischer Sprache dargeboten. Die bekanntesten dänischen Schauspieler treten hingegen im Ny-Theater auf.

Im nördlichen Teil des Kopenhagener Stadtteils Ørestad befindet sich auf der Insel Amager das neue Konzerthaus Kopenhagen (DR Koncerthuset). Es wurde nach Plänen des französischen Architekten Jean Nouvel gebaut und im Januar 2009 eröffnet.

Wahrzeichen der Stadt ist die von dem Brauer Carl Jacobsen in Auftrag gegebene und am 23. August 1913 eingeweihte, nur 1,25 Meter große Kleine Meerjungfrau (dän. Den lille Havfrue) des Kopenhagener Bildhauers Edvard Eriksen (* 1876, † 1959). Eriksen hatte für die Titelfigur des Märchens von Hans Christian Andersen das Gesicht der damals in Kopenhagen berühmten Primaballerina Ellen Price und den Körper seiner Frau Eline als Vorlage benutzt.

Der gegenüber vom Hauptbahnhof gelegene Tivoli ist einer der ältesten Freizeitparks der Welt (der älteste, Dyrehavsbakken, liegt im Norden der Stadt). Am Rande des Parks läuft der HC Andersens Boulevard entlang, an dem sich auch das Rathaus befindet. Es ist mit vielen Skulpturen geschmückt und wurde zwischen 1892 und 1905 im Stil der italienischen und normannischen Renaissance erbaut. Der Rathausturm ist mit 113 Metern Dänemarks höchster Turm.

In der Nähe der Universität (siehe Bildung) liegt die St. Petri-Kirche (Sankt Petri Kirke). Sie ist seit 1586 Pfarrkirche der deutschen Gemeinde und die älteste erhaltene Kirche von Kopenhagen. Östlich schließt sich die Liebfrauenkirche (Vor Frue Kirke) an, das klassizistische Meisterwerk von Christian Frederik Hansen, ausgestattet mit Statuen von Bertel Thorvaldsen, darunter sein Segnender Christus.

Weiter nördlich liegt der Runde Turm (Runde Tårn). Ein 209 Meter langer, stufenloser Wendelgang führt auf diesen zwischen 1637 und 1642 erbauten Aussichtsturm hinauf. An den Turm schließt sich die Dreifaltigkeitskirche (Trinitatis Kirke) an. Hier befinden sich auch die Einkaufsstraßen Strøget und Strædet. Sie bilden mit über einem Kilometer Länge eine der längsten Fußgängerzonen Europas und sind ein beliebtes Einkaufszentrum.

Zwischen den Fußgängerzonen und dem Inderhavn erstreckt sich einer der wichtigsten Touristenmagnete der Stadt, das Schloss Christiansborg (Christiansborg Slot). Dieses Gebäude, das seit 1918 Sitz des Parlaments ist, befindet sich an der Stelle der von Bischof Absalon im Jahre 1167 erbauten ersten Burg Kopenhagens. Der heutige Gebäudekomplex mit dem 90 Meter hohen Schlossturm entstand während einer mehr als zwanzigjährigen Bauzeit in den Jahren 1907 bis 1928. An der Nordseite des Schlosses steht die 1826 vollendete klassizistische Schlosskirche (Slotskirke). Unmittelbar neben dem Schloss Christiansborg befindet sich die Kopenhagener Börse (Børsen). Dieser Renaissancebau entstand zwischen 1619 und 1640 und ist mit seinem 54 Meter hohen Turm in Form von verschlungenen Drachenschwänzen ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Bis 1974 diente das Gebäude dem ursprünglichen Zweck als Kopenhagener Börse. Ebenfalls neben dem Schloss liegt die Königliche Bibliothek Dänemarks, die Nationalbibliothek.

Über einen Kanal führt von hier aus die Børsbroen zur Nationalbank und zur Holmens Kirke, die genau gegenüber der Börse und dem Schloss Christiansborg liegt. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Von der Börse führt auch die Knippelsbro, eine interessante Klappbrücke, über den Inderhavn nach Amager. Über sie gelangt man auch am besten zur im Stadtteil Christianshavn gelegenen Erlöserkirche (Vor Frelsers Kirke). Diese barocke Kirche aus den Jahren 1602 bis 1692 besitzt den mit 93 Metern zweithöchsten Turm Kopenhagens. Er ist Wahrzeichen des Stadtteils Christianshavn und lässt sich über eine 1752 konstruierte Wendeltreppe besteigen.

Eine ebenfalls herausragende Sehenswürdigkeit ist der Nyhavn. Diese Straße mit den schmucken Giebelhäusern beiderseits des gleichnamigen Hafenarms ist Zentrum der Gastronomie in Kopenhagen. Mehr dazu im Artikel Nyhavn.

An westlichen Ende des Nyhavns befindet sich der Königliche Neue Markt (Kongens Nytorv). Von diesem größten und wichtigsten Platz der Stadt führen sternförmig ein gutes Dutzend Straßen weg. An dem Platz mit einem Standbild Christians V., volkstümlich auch Hesten – das Pferd – genannt, liegen das Königliche Theater, das Kaufhaus Magasin du Nord, das Thotts Palais (1685) und das in den Jahren 1672 bis 1683 erbaute Schloss Charlottenborg. Es beherbergt heute die Kunstakademie und steht in Verbindung mit dem neuen Kunstausstellungsgebäude.

Ein gutes Stück nordwestlich vom Kongens Nytorv, am besten über die Gothersgade zu erreichen, befindet sich das Schloss Rosenborg (Rosenborg Slot). Das 1607 bis 1617 als Sommerresidenz für Christian IV. erbaute, durch holländische Architektur beeinflusste Renaissanceschloss beherbergt die dänischen Kronjuwelen. Seit 1833 ist es ein Museum. Sehenswert sind der Elfenbeinthron mit drei silbernen Löwen und die mit Edelsteinen verzierte Goldkrone Christians IV. Gegenüber dem Schloss liegt der Botanische Garten mit einem Gewächshaus.

Die Frederikskirche (Frederikskirken), auch Marmorkirche genannt, ist ein von Nicolai Eigtved entworfenes und 1740 begonnenes, 84 m hohes Gotteshaus mit einer 45 m hohen, freskengeschmückten Kuppel, eine der größten Europas und ein Abbild des Petersdoms in Rom. Geldmangel führte zu einer längeren Baupause. Erst durch die finanzielle Unterstützung des Großindustriellen C. F. Tietgen konnte die Kirche 1894 fertiggestellt werden. Im Inneren sind Denkmäler bedeutender kirchlicher Persönlichkeiten, wie Moses oder Martin Luther, aufgestellt. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich das Schloss Amalienborg. Das Schloss, in dem die Königin lebt, wurde 1749 bis 1760 errichtet und besteht aus vier gegenüberliegenden Palästen. In der Mitte des großen, achteckigen Schlossplatzes (Amalienborg Plads) steht das Reiterstandbild Frederiks V. Jeden Mittag um zwölf Uhr findet hier die Wachablösung der Garde statt.

Nördlich von Schloss Amalienborg erstreckt sich das Kastell (Kastellet), ein Überbleibsel der alten Stadtbefestigung. Unterhalb der Festungswälle verläuft die Promenade Langelinie, die direkt zur kleinen Meerjungfrau führt.

Der Zooturm ist ein 43,5 m hoher Aussichtsturm im Zoo Kopenhagen. Er wurde 1905 errichtet und ist einer der höchsten aus Holz gebauten Aussichtstürme.

Das 1960 errichtet Radisson SAS Royal Hotel war der erste Wolkenkratzer in Kopenhagen und damals das größte Hotel in Dänemark.

Im Stadtteil Bispebjerg findet sich mit der Grundtvigskirche ein seltenes Beispiel eines expressionistischen Sakralbaus.

Die Freistadt Christiania (auch Das freie Christiana) ist eine alternative Wohnsiedlung im Kopenhagener Stadtteil Christianshavn, die seit 1971 besteht. Das ehemalige Militärgelände der Bådsmandsstrædes Kaserne umfasst ein 34 Hektar großes Gebiet auf den historischen Wallanlagen der Stadt. Die Bewohner betrachten sich selbst als in einer Freistadt lebend, die sich unabhängig von den staatlichen Behörden verwaltet. Basisdemokratisch und auf Konsens hin ausgerichtet, setzt man auf Selbstregulierung hinsichtlich der Lösung von Konflikten. Eine Polizei gibt es nicht, verschiedene Formen von Versammlungen intervenieren im Bedarfsfall und können als „Höchststrafe“ den Ausschluss aus der Gemeinschaft beschließen. Als Problem stellt sich der Rechtsschub innerhalb der dänischen Regierung dar, die der Freistadt politisch nicht wohlgesinnt ist. Die Mehrheit der Bürger Kopenhagens steht jedoch auf Seiten der Freistadtler. Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen will in Christiania die Anwendung der sonst üblichen Bau- und Vergabebestimmungen für Wohnraum durchsetzen. Bisher entscheiden die Anwohner darüber natürlich autonom. Höhepunkt der Provokationen durch die "Nachbarstadt" im Mai 2007 war der zwangsweise Abriss des Holzhauses «Zigarrenkiste». Die Bewohner sahen darin einen unzulässigen Eingriff in ihre Selbstverwaltung und eine politische Provokation, weshalb sie das Gebäude sofort provisorisch neu errichteten.

Die Innenstadt beherbergt wie in fast jeder anderen europäischen Großstadt das Dienstleistungszentrum, Handwerksbetriebe und Industrieanlagen (Maschinen-, Porzellan- und Textilfabriken), die – soweit noch nicht in andere Länder ausgegliedert – größtenteils an den Stadtrand verlegt wurden.

Kopenhagen ist trotz seiner auf das Land bezogenen Randlage der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Dänemarks. Auf die Stadt laufen sowohl alle wichtigen Straßen als auch Eisenbahnen sternförmig zu. Über die Vogelfluglinie ist Kopenhagen mit Lübeck und Hamburg, über die Öresundverbindung mit Malmö und Lund verbunden.

Kopenhagen und seine Vororte werden durch ein S-Bahn-System (s-tog) erschlossen, das im Hauptbahnhof (København H) sein Zentrum hat. Die Linien der S-Bahn führen bis Køge, Høje-Taastrup, Frederikssund, Farum, Hillerød und Klampenborg.

Hinzu kommt die moderne, am 19. Oktober 2002 eröffnete Metro Kopenhagen, deren Züge vollautomatisch und damit ohne Bediener fahren. Sie verläuft von Vanløse im Westen über Frederiksberg und den Bahnhof Nørreport nach Christianshavn, wo sie sich in einen Streckenast nach Vestamager im Süden und einen in Richtung des Flughafen Kastrup im Südosten aufteilt.

In Kastrup befindet sich der internationale Flughafen von Kopenhagen mit Direktverbindungen nach vier Kontinenten. Es gibt einen eigenen Bahnanschluss, der unter anderen von den Zügen nach Malmö bedient wird, bevor sie die Öresundbrücke überqueren.

Die Verbindung mit Malmö wird seit 2000 von der Öresundverbindung hergestellt. Über diese verkehren sowohl die Öresundzüge, die für die beiden nationalen Strom- und Signalsysteme eingerichtet sind, als auch Autos auf einer vierspurigen Autobahn. Früher fuhren nach Malmö Fähren und Tragflügelboote.

Kopenhagen ist per (Auto-) Fähre aus Polen (Swinemünde) und Oslo zu erreichen. Ein neuer Schiffsterminal im Nordhafen (Nordhavn) bedient sowohl Linien- als Kreuzfahrtschiffe. Die herkömmliche Route nach Bornholm wurde 2005 zum Hafen Køge verlegt.

Im Innenhafen läuft der Hafenbus (Havnebussen), Passagierboote im ÖPNV-Netz, der unter anderem die Oper mit der gegenüberliegenden Altstadt verbindet. Im Sommer kann man zusätzlich von einem der vielen Rundfahrtboote aus Stadt und Hafen besichtigen, zum ehemaligen Seefort Trekroner oder zur Insel Hven im Öresund fahren.

Vom 22. Oktober 1863 bis zum 22. April 1972 besaß Kopenhagen ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, das 1953 mit 19 Linien seinen Höhepunkt erreichte. Heute kann man mit der alten Straßenbahn im Straßenbahnmuseum Skjoldenæsholm auf Mittel-Seeland fahren. Das Wiedereinführen der Straßenbahn in Form eines Light-Rail-Netzes wurde vorgeschlagen, bis auf weiteres jedoch zugunsten der Metro, die weiter ausgebaut werden soll, verworfen.

Der Radverkehr hat einen wichtigen Stellenwert in der Stadt. In nahezu jeder wichtigen Straße gibt es eigene Radwege oder Radfahrstreifen, die von der Fahrbahn getrennt geführt werden.

Außerdem gibt es von Frühling bis Herbst insgesamt circa 100 Stationen, an denen man sich kostenlos Fahrräder ausleihen kann. Diese sogenannten Citybikes (Bycykler) erhält man gegen ein Pfand von 20 Kronen, die man nach dem Einkaufswagenprinzip einsteckt und zurückerhält, wenn man das Fahrrad wieder an eine der Stationen zurückstellt (siehe auch Helsinki City Bike). Im Winter werden die Fahrräder von Häftlingen in einem Gefängnis gewartet. Das Fahrrad darf man zwar nur in der Innenstadt benutzen, allerdings machte ein Vehikel einmal die Reise nach New York, wo es zufällig von einem dänischen Touristen aufgefunden und nach Kopenhagen zurückgebracht wurde.

Die in Kopenhagen ansässigen namhaften Brauereien Tuborg und Carlsberg (inzwischen zur Carlsberg A/S fusioniert) lagern ihre Produktionsbetriebe zunehmend aus, zum Teil bis nach Jütland, was durch die Brücke über den Großen Belt möglich wurde. Außerdem sitzt in Kopenhagen die weltgrößte Container-Reederei A. P. Møller-Mærsk. Im Stadtteil Bagsværd hat der Pharmakonzern Novo Nordisk, bekannt für seine Enzym- und Insulinproduktion, seinen Stammsitz. Weitere Medizinalhersteller wie Leo und Lundbeck (Glückspille) haben auch in Kopenhagen ihren Sitz und tragen in einem wachsenden Maß zum dänischen Export bei.

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Flughafen Kopenhagen

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Der internationale Flughafen Kopenhagen (Københavns Lufthavn, oder Kastrup ) ist der größere der beiden Flughäfen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Er wurde am 20. April 1925 eröffnet. In Kastrup am Flughafen hat die Fluggesellschaft SAS Scandinavian Airlines eines ihrer Drehkreuze.

Der Flughafen liegt im Ortsteil Kastrup der Kommune Tårnby und befindet sich etwa acht Kilometer vom Stadtzentrum von Kopenhagen entfernt auf der Insel Amager.

Durch die Öresundverbindung und die Zugverbindung nach Schweden stellt der Flughafen nicht nur einen großen Knotenpunkt für den skandinavischen Luftverkehr dar, sondern ist auch eine wichtige Stelle für die dänisch-schwedische Verkehrsanbindung.

So benötigt der Zug fünf Stunden von Stockholm, 3,5 Stunden von Göteborg und Århus bis zum Terminal 3. Von Malmö benötigt er sogar nur 20 Minuten und zwölf Minuten vom Zentrum Kopenhagens. Die Entfernung vom Bahnhof bis zu den Check-In-Schaltern beträgt lediglich etwa 100 Meter.

In diesem Terminal werden die Inlandsflüge abgefertigt. Von hier werden die Insel Bornholm und Jütland angeflogen. Grönland und die Färöer-Inseln, die beide autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark sind, werden nicht von diesem Terminal aus angeflogen, sondern von Terminal 2/3.

Hier wird der internationale Flugverkehr abgefertigt. Kopenhagen bildet im nordeuropäischen Raum den größten Umschlag- und Knotenpunkt. Dadurch verlassen nur wenige Personen den Flughafen, was einige Firmen dazu veranlasst, ihre Verkaufsräume aus Kopenhagen in den Flughafen zu verlegen.

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Source : Wikipedia