Konstanz

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Geschrieben von daneel 23/03/2009 @ 04:16

Tags : konstanz, baden-württemberg, deutschland

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Konstanz

Wappen der Stadt Konstanz

Konstanz (, oft auch ) ist die größte Stadt am Bodensee und Kreisstadt des Landkreises Konstanz. Seit 1. April 1956 ist Konstanz eine Große Kreisstadt und bildet ein Oberzentrum innerhalb der Region Hochrhein-Bodensee im Regierungsbezirk Freiburg des Landes Baden-Württemberg. In Konstanz sind zwei Hochschulen ansässig, die Universität Konstanz und die Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Die Geschichte des Ortes reicht bis in die römische Zeit zurück.

Konstanz liegt am Bodensee, am Ausfluss des Rheins aus dem oberen Seeteil direkt an der Grenze zur Schweiz (Kanton Thurgau). Die Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen ist mit Konstanz zusammengewachsen, so dass die Staatsgrenze mitten zwischen einzelnen Häusern und Straßen hindurch, aber auch zum Tägermoos hin entlang des Grenzbaches bzw. Sau-Baches verläuft. Bei gutem Wetter kann man die Alpen sehen.

Auf der linken (südlichen) Rheinseite liegen vor allem die Altstadt und das Paradies; die meisten der neueren Stadtteile hingegen befinden sich auf der rechten (nördlichen) Rheinseite, auf der Halbinsel Bodanrück zwischen dem Untersee und dem Überlinger See. Die Konstanzer Altstadt und die westlich anschließenden Stadtteile sind die einzigen Gebiete der Bundesrepublik Deutschland, die südlich des Seerheins, auf der „Schweizer Seite“, liegen.

Die Agglomeration Konstanz-Kreuzlingen umfasst gut 115.000 Einwohner (2005). Viele Konstanzer haben ihren Erwerb in der Schweizer Nachbarstadt oder in deren Umgebung. Umgekehrt besorgen die Kreuzlinger ihren täglichen Bedarf häufig in Konstanz. Kreuzlingen und Konstanz arbeiten bei manchen Anlässen zusammen, so zum Beispiel beim Seenachtfest und beim gemeinsamen Bau der Eissporthalle. Ebenso gibt es einen teilweise gemeinsamen Busverkehr und gemeinsame Versorgungseinrichtungen (Stromnetz, Gasversorgung, Abwassernetz).

Da die Schweiz nicht Teil der Europäischen Union ist, gibt es in beiden Städten nach wie vor unterschiedliche Währungen, ferner existieren einen Grenzzaun (in Teilen), Grenzübergänge, Zollkontrollen sowie Einschränkungen des Waren- und Geldverkehrs. Seit die Schweiz im Dezember 2008 dem Schengen-Raum beigetreten ist, werden Personenkontrollen nur noch ausnahmsweise durchgeführt.

Das Stadtgebiet hat 34 Kilometer Uferlinie und umfasst 1,31 km² Wasserfläche. Tiefster Punkt ist der Seespiegel mit 395 m ü. NN (Mittelwasserstand), der höchste Punkt mit 570 m ü. NN liegt beim Rohnhauser Hof in Dettingen.

Nachbargemeinden, also unmittelbar an das Stadtgebiet von Konstanz angrenzende Gemeinden, sind die Inselgemeinde Reichenau und Allensbach im Landkreis Konstanz sowie Kreuzlingen, Tägerwilen und Gottlieben im Kanton Thurgau (Schweiz). Meersburg (Bodenseekreis) wird zwar durch den Bodensee von Konstanz getrennt, ist jedoch durch eine rund um die Uhr verkehrende Autofähre mit Konstanz verbunden.

Das Stadtgebiet von Konstanz ist in 15 Stadtteile eingeteilt. Dabei handelt es sich teilweise um ehemals eigenständige Gemeinden, die nach Konstanz eingegliedert wurden, andererseits auch um Stadtteile, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Bebauung ergeben haben oder die nach einem besonderen Bezugspunkt benannt wurden.

Die Stadtteile Dettingen-Wallhausen (Doppelort), Dingelsdorf und Litzelstetten sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit je einem Ortschaftsrat und einer Ortsverwaltung.

Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere Wohngebiete oder Wohnplätze mit eigenem Namen, so etwa Burghof, Dobel, Mühlhalden, Wallhausen und Ziegelhof zu Dettingen, Fließhorn zu Dingelsdorf oder St. Katharina zu Litzelstetten.

Darüber hinaus gehört auch die Markung Tägermoos zu Konstanz, diese liegt allerdings auf dem Hoheitsgebiet der Schweiz.

Konstanz ist nach dem Landesentwicklungsplan für Baden-Württemberg als Oberzentrum ausgewiesen. Dieses übernimmt für die Gemeinden Allensbach und Reichenau auch die Aufgaben des Mittelbereichs. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit dem Kanton Thurgau in der Schweiz.

Bereits Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. siedelten Kelten, vermutlich vom Stamm der Helvetier, im Bereich der heutigen Niederburg. Unter Kaiser Augustus wurde das Gebiet um den Bodensee für das Römische Reich erobert und gehörte fortan wohl zur Provinz Raetia; das keltische oppidum wurde zerstört, und wenig später entstand im Gebiet des Münsterhügels eine kleine Siedlung, auch wenn die kaiserlichen Truppen unter Claudius zunächst wieder abgezogen wurden. Auch nördlich des Rheins finden sich im heutigen Stadtgebiet einige Hinweise auf römische Besiedlung. Im 2. Jahrhundert entstanden erste Steinbauten, im 3. Jahrhundert wurde die Siedlung zweimal befestigt. Die eigentliche Stadtgeschichte begann dann um das Jahr 300: Konstanz war in der Spätantike, nachdem die Römer das Dekumatland aufgegeben hatten, Ort einer linksrheinischen Grenzbefestigung (siehe Donau-Iller-Rhein-Limes): Spuren einer spätrömischen Festungsanlange mit Mauer und Eckturm aus dem frühen 4. Jahrhundert wurden am Münsterplatz ausgegraben und können durch eine ein Meter hohe Glaspyramide betrachtet und (im Rahmen von Führungen) unterirdisch begangen werden. Das spätrömische Steinkastell Constantia diente primär der Verteidigung gegen die germanischen Alamannen. Offenbar bildete sich um die Militäranlage – wie meistens – auch in diesem Fall rasch eine zivile Siedlung, sofern es eine solche nicht bereits gab. Die unweit der Festung gelegenen römischen Badeanlagen, die ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert stammen, sind jedenfalls ungewöhnlich groß für diese Zeit.

Benannt wurde der Ort wahrscheinlich nach dem römischen Kaiser Constantius I., der um das Jahr 300 Siege über die Alamannen errungen und die Grenzen des Imperium Romanum an Rhein und Donau noch einmal gesichert hatte. Da ein unweit von Konstanz beim heutigen Stein am Rhein gelegenes spätrömisches Kastell durch eine Bauinschrift auf die Zeit zwischen 293 und 305 datierbar ist, spricht vieles dafür, dass auch Constantia um diese Zeit errichtet und nach dem zuständigen Kaiser benannt wurde. Nach Ansicht einiger Forscher ist Konstanz hingegen nach seinem Enkel, Kaiser Constantius II., benannt.

Vermutlich besuchte Kaiser Gratian 378 auch Constantia, als er am Südufer des Bodensees nach Osten zog. Laut der um 420 verfassten Notitia dignitatum, einem spätantiken Truppenverzeichnis, unterstanden die in Konstanz und Bregenz stationierten römischen Truppen einem praefectus numeri Barcariorum (Not. Dig. occ. 35, 32). Die zweite überlieferte Erwähnung von Constantia stammt aus der Zeit um 525 und findet sich im lateinischen Reisehandbuch des romanisierten Ostgoten Anarid.

Vermutlich um 585 zog der Bischof Maximus aus dem in der Völkerwanderungszeit etwas unruhigen Vindonissa (heute Windisch) in das geschützter liegende Konstanz um und wurde zum Stadtherren. Wohl um diese Zeit wurde, teils auf den Fundamenten der spätantiken Festung, ein erster Vorgängerbau des heutigen Münsters errichtet.

Konstanz lag am Weg vom mittelalterlichen Deutschland über die Bündner Alpenpässe nach Italien, so dass es vom immer mehr aufblühenden Fernhandel im Mittelalter profitierte. In der Folge wurde die Stadt mehrfach in Richtung Süden erweitert, und auch der Hafen wurde mehrmals verlegt.

Konrad von Konstanz, auch Konrad I. von Altdorf (* um 900; † 26. November 975) war Bischof im Bistum Konstanz von 934 bis 975 und wird seit 1123 als katholischer Heiliger verehrt. Aufenthalte in Rom ließen in ihm den Entschluss reifen, die städtische Topographie von Konstanz der der Tiberstadt anzugleichen. Unter dem Einfluss der Patriarchalbasiliken Roms ließ Konrad so zum Beispiel analog zu San Paolo fuori le mura eine Paulskirche errichten; in unmittelbarer Nähe entstand die Kirche St. Johann entsprechend San Giovanni in Laterano. Die ebenfalls vor der Stadt gelegene Laurentiuskirche (später Ratskapelle St. Lorenz; heute nicht mehr existent) ließ er erneuern. Unter dem Eindruck seiner Jerusalemer Pilgerfahrten ließ er dann die Mauritiusrotunde als Nachbau der Grabeskirche bauen, die nun als regionales Pilgerziel diente. Für diese unmittelbar beim Chor der Domkirche gelegene Kapelle richtete er eine Gemeinschaft von zwölf Kanonikern ein, die als dritte Kanonikergemeinschaft neben dem Konstanzer Münster und dem von seinem Amtsvorgänger Salomo III. eingerichtete Stift an der Stephanskirche jedoch nur kurze Zeit Bestand hatte.

Die zunehmend autonomen Bürger der Stadt erkämpften sich 1192 und 1213 eine eigenständige, vom bisherigen Stadtherren – dem Bischof – unabhängige Position, und erhielten – so die Meinung einiger Historiker – schließlich den Status einer Freien Stadt. Eine Freie Stadt definiert sich über die Reichsunmittelbarkeit, das heißt konkret, dass sie keine Steuern an den jeweiligen Landesherren, sondern alle Steuern direkt an den Kaiser, also das Reich, zu zahlen hatte. Da die Stadt Konstanz ihre Steuern nachweislich zur Hälfte an den Kaiser und zur Hälfte an den Bischof zahlte, lässt sie sich möglicherweise nicht dem reinen Typus einer Freien Stadt zuordnen.

Auf dem Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht errichtete die Stadt am Hafen im Jahr 1388 ein Kaufhaus als Warenlager und -umschlagszentrum, das heutige Konzilgebäude. Durch die Erschließung des Gotthardpasses verlagerten sich die Handelsströme in der Folgezeit zunehmend auf die Route über Zürich-Basel, so dass die Entwicklung der Stadt im späteren Mittelalter stagnierte. Daher blieb die gotische Bausubstanz der Stadt von späterer Umgestaltung weitgehend verschont. Wichtigstes Handels- und Exportgut war rohe, gebleichte Leinwand, welche weithin bekannt war unter dem Namen Konstanzer Leinwand (tela di Costanza).

Von 1414 bis 1418 fand das Konzil von Konstanz statt. Das Konzilsgebäude, in dem lediglich das Konklave der Papstwahl stattfand, steht heute noch am Bodenseeufer, gleich neben dem Konstanzer Hafen und Bahnhof. Der eigentliche Sitzungssaal war der Bischofsdom, das heutige Münster. Die Wahl von Martin V. am 11. November 1417 war die einzige Papstwahl nördlich der Alpen. Gleichzeitig wurde hier das abendländische Schisma von 1378 durch die Absetzung der Gegenpäpste und die Hinrichtung von Jan Hus beendigt. Rom wurde als Sitz des Papstes bestätigt und festgelegt.

Am 6. Juli 1415 wurde anlässlich des Konzils der tschechische Reformator Jan Hus als Ketzer verbrannt, seine Asche wurde in den Rhein gestreut. Der Prozess fand im Dom zu Konstanz statt. Hus wurde keine Gelegenheit zu detaillierter Stellungnahme zu den Anklagepunkten gegeben. Die Zusage des freien Geleits des Königs Sigmund wurde gebrochen. Die Hinrichtung wurde durch die weltlichen Mächte vorgenommen nach letzter Aufforderung des Abgesandten des Königs zum Widerruf.

Ein imposanter, schwarzer, querliegender Findling mit der goldenen Inschrift Johannes Hus am vermuteten mittelalterlichen Richtplatz (in der heute danach benannten Straße Zum Hussenstein, auf dem Brühl, westlich der Altstadt, nahe der Schweizer Grenze) erinnert daran.

Das Hus-Museum in der nach Hus benannten Hussenstraße beim Schnetztor mit Dokumenten zu Hus und der Hussitenbewegung galt lange Zeit als einer der Aufenthaltsorte von Jan Hus zu Beginn des Konstanzer Konzils und wurde 1923 von der Prager Museumsgesellschaft zum Gedenken an den Reformator eingerichtet. Der Name des Jan-Hus-Hauses (Studentenwohnheim) erinnert ebenfalls an die reformatorischen Thesen von Jan Hus und an sein Schicksal in Konstanz.

Konstanz hätte sich im 15. Jahrhundert gerne der Eidgenossenschaft angeschlossen, was aber die Landorte der heutigen Schweiz nicht zuließen, weil sie ein Übergewicht der Städte befürchteten. Wäre Konstanz damals eine eidgenössische Stadt geworden, so wäre sie wohl heute anstelle von Frauenfeld Hauptstadt des Thurgaus, ihres natürlichen südlichen Hinterlands. Kuriose Folge davon ist die einmalige Tatsache, dass die Gemarkung zu einem kleinen Teil auf schweizerischem Territorium liegt, was zuletzt im Jahr 1831 vertraglich festgelegt wurde. In der Folge schloss sich Konstanz schweren Herzens dem Schwäbischen Bund an. Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. 1527 wurde Konstanz reformiert, und trat in der Folge dem Schmalkaldischen Bund bei. Die Bischöfe von Konstanz siedelten nach Meersburg um.

Nach der Niederlage im Schmalkaldischen Krieg verlor Konstanz 1548 den Status als Freie Stadt, wurde in das habsburgische Vorderösterreich eingegliedert und im Zuge der Gegenreformation rekatholisiert. Die Stadt diente den Habsburgern als Bollwerk gegen eine weitere Expansion der Eidgenossenschaft nach Norden. Zur Festigung des katholischen Bewusstseins wurde mit einer Päpstlichen Bulle 1604 gegen Widerstände in der Stadt ein Jesuitenkolleg gegründet, als Gymnasium, das auch Franz Anton Mesmer von 1746 bis 1750 besuchte, und das bis heute als humanistisches Heinrich-Suso-Gymnasium fortbesteht.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Konstanz von den Schweden 1633 belagert, aber die Kernstadt wurde nicht eingenommen. Zum Gedenken an den steckengebliebenen Vormarsch der Schweden ist neben der Brücke vom Festland zur Mainau das „Schwedenkreuz“, auf ein schwedisches Kanonenrohr montiert, im Bodensee zu besichtigen.

In der Folgezeit sanken Bedeutung und Einwohnerzahl der Stadt langsam weiter.

1806 wurde Konstanz dem neu gegründeten Großherzogtum Baden einverleibt und die Hauptstadt des Seekreises.

Im Österreichisch-Französischen Krieg wurde Konstanz im Mai 1809 im Zuge der Kämpfe der Vorarlberger gegen die mit den Franzosen verbündeten Bayern vorstoßenden Vorarlberger Truppen vom See her belagert . Die Angriffe und die Belagerung wurden geleitet vom Hauptmann Bernhard Riedmiller aus Bludenz. Diese Erhebung brach aber bereits im Juli desselben Jahres wieder zusammen .

In der badischen Märzrevolution startete der Heckerzug mit mäßiger Resonanz von Konstanz aus. Dabei soll am 12. April 1848 auch die deutsche Republik ausgerufen worden sein, was allerdings von allen drei in Konstanz ansässigen Zeitungen, die über die entsprechende Rede berichteten, nicht erwähnt wird.

1863 wurde Konstanz an die Stammstrecke Mannheim-Basel-Konstanz der Badischen Staatseisenbahnen angeschlossen. Dies löste – zusammen mit der 1862 in Baden verkündeten Gewerbefreiheit – einen wirtschaftlichen Aufschwung aus, die Bevölkerung wuchs stark und man riss die mittelalterliche Stadtmauer weitgehend ab. Mit den Trümmern wurde der Bahndamm und der Stadtpark - Stadtgarten genannt - zum See hin aufgefüllt.

Reste der Stadtmauer sind noch an der unteren Laube, am Schnetztor und entlang der Bodanstraße zu sehen. Am Rheinufer existieren in der Nähe der Rheinbrücke der Rheintorturm (siehe Bild) und auf Höhe der Unteren Laube der Pulverturm (mit Gedenktafel an das Schicksal der Juden).

Im Ersten Weltkrieg wurde die Außengrenze des Deutschen Reiches zur Schweiz abgeschottet, so dass die noch immer lebhaften Beziehungen der Stadt zu ihrem traditionellen Hinterland Thurgau stark eingeschränkt wurden. Der Aufschwung seit der Gründerzeit wurde damit beendet.

1935 wurde Konstanz Stadtkreis im Sinne der Deutschen Gemeindeordnung und vier Jahre später (1939) eine kreisfreie Stadt, indem sie aus dem Landkreis Konstanz ausgegliedert wurde. Die Stadt blieb aber Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Konstanz.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Konstanz, anders als andere Städte am Bodensee, von den alliierten Bomberangriffen verschont. Ein weitverbreiteter Irrtum ist die Annahme, der nächtliche Verzicht auf eine Verdunklung des linksrheinischen Teiles der Stadt hätte zum Schutz vor den alliierten Luftangriffen beigetragen. Stattdessen ist anzunehmen, dass Konstanz verschont geblieben ist, weil der Stadt aufgrund ihrer geographischen Lage von alliierter Seite keine besondere strategische Bedeutung zugesprochen wurde. Städte wie Friedrichshafen (ein wichtiger Industriestandort) oder sogar das schweizerische Schaffhausen wurden hingegen getroffen. Auch die kampflose Einnahme der Stadt durch die Erste Französische Armee am 26. April 1945 erfolgte fast ohne einen einzigen Schuss. In der Nachkriegszeit gehörte Konstanz zur französischen Besatzungszone und es waren französische Truppen in der Stadt stationiert.

An die Bürger von Konstanz, die während des nationalsozialistischen Regimes deportiert und/oder schließlich ermordet wurden, erinnern seit 2006 so genannte Stolpersteine; das sind kleine messingfarbene Gedenkplatten in den Gehwegen vor den letzten Wohnadressen der Opfer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Konstanz zunächst zum Land Südbaden, das von der französischen Militärverwaltung gebildet wurde.

Im Jahre 1952 wurde Konstanz durch die Vereinigung von Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern eine Stadt im neuen Bundesland Baden-Württemberg. Sie gehörte fortan zum Regierungsbezirk Südbaden. 1953 wurde sie auf eigenen Wunsch wieder in den Landkreis Konstanz eingegliedert, und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 wurde sie kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.

Mit der Gründung der Universität im Jahr 1966 wurde ein neuer Aufschwung der Stadt eingeleitet, der im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch andauert. Die Anwesenheit zahlreicher Studierender und Wissenschaftler hat die Stadt erkennbar verändert.

Bei der Kreisreform 1973 wurde Konstanz Zentrum des vergrößerten Landkreises Konstanz, der gleichzeitig dem neu errichteten Regionalverband Hochrhein-Bodensee zugeordnet wurde.

1978 fanden in Konstanz die ersten Heimattage Baden-Württemberg statt.

Auch die Stadtteile von Konstanz haben eine lange Geschichte. Sie gehörten überwiegend zum Kloster Reichenau und kamen später an die Deutschordenskommende Mainau und mit dieser 1805 an Baden. Hier gehörten sie zum Amt Konstanz, aus dem 1939 der Landkreis Konstanz hervorging.

Allmannsdorf wurde 722 als „Alamantiscurt“ erstmals erwähnt.

Dettingen wurde 811 als „Tettingen“ erstmals erwähnt. 839 kam der Ort an das Kloster Reichenau. Im 12. Jahrhundert herrschten Reichenauer Ministerialien im Ort. Es bestanden zwei Burgen, Altdettingen und Neudettingen, die spätestens seit dem 14. Jahrhundert abgingen. Die Reichenau hatte noch bis ins 18. Jahrhundert das Hochgericht über den Ort inne. Das Niedergericht unterstand seit dem 15. Jahrhundert der Deutschordenskommende Mainau.

Dingelsdorf wurde 947 als „Thingoltesdorf“, Wallhausen 1187 als „villa Walarhusin“ erstmals erwähnt.

Litzelstetten wurde 839 als „Luzzilonssteti“ erstmals erwähnt. Im 14. Jahrhundert wurden die zwei Orte „Oberdorf“ und „Unterdorf“ unterschieden.

Paradies wurde 1324 als „Paradyse“ erstmals erwähnt und war bis ins 14. Jahrhundert noch eine eigenständige Dorfgemeinde, die dann aber als Vorstadt nach Konstanz eingegliedert wurde. In die städtische Ummauerung wurde Paradies jedoch erst im 17. Jahrhundert integriert. Petershausen entstand wohl zusammen mit dem gleichnamigen Kloster und war ebenfalls eine eigenständige Dorfgemeinde, die aber bereits 1417 als Vorstadt in die Stadt Konstanz integriert, im 15. Jahrhundert in die Stadtummauerung einbezogen und von einem Hauptmann verwaltet wurde. Das zugehörige Reichskloster wurde 1802 aufgehoben.

Wollmatingen wurde 724 als „Vvalamotinga“, 811 als „Walmütingen“ erstmals erwähnt.

Die Altstadt von Konstanz ist besser erhalten als die in vielen anderen Städten Deutschlands, unter anderem da sie weder im Dreißigjährigen Krieg noch im Zweiten Weltkrieg nennenswert beschädigt wurde. Die Zahl der erhaltenen Bauten aus dem Mittelalter, als die Stadt ihre Blüte erlebte, ist groß. Trotzdem sind die Veränderungen und Zerstörungen durch Einzelhandel und Straßenbau vor allem der letzten Jahrzehnte teils einschneidend. Der älteste Teil, genannt Niederburg, erstreckt sich zwischen Münster, Konzilstraße, Rhein und Unterer Laube.

Konstanz wurde Ende des 6. Jahrhunderts Sitz eines Bistums (Bistum Konstanz), das zur Kirchenprovinz Mainz gehörte. Die Stadt war Sitz eines Archidiakonats. Ab 1522 fand die Reformation zunächst einige Anhänger. Der Rat schloss sogar 1526 mehrere Klöster und 1529 wurden katholische Gottesdienste verboten. Doch musste Konstanz nach dem Übergang an Österreich 1548 wieder zum alten Glauben zurückkehren (Rekatholisierung). Die Protestanten gingen mehrheitlich in die Schweiz. Eine kleine Minderheit verblieb aber noch in der Stadt. Dennoch blieb Konstanz dann bis ins 19. Jahrhundert überwiegend katholisch. 1785 wurde wieder eine protestantische Gemeinde von Zuwanderern aus der Schweiz gegründet, 1796 jedoch wieder aufgelöst. 1820 entstand dann erneut eine protestantische Gemeinde.

Die katholischen Bewohner gehörten bis 1821 zum Bistum Konstanz und kamen dann zum neu errichteten Erzbistum Freiburg. Dieses wurde von Rom anstelle des Bistums Konstanz errichtet, weil der zum Bischof gewählte Generalvikar Ignaz Heinrich von Wessenberg wegen seiner liberalen Ansichten vom Vatikan nicht akzeptiert wurde. Konstanz wurde Sitz eines Dekanats. Neben der Münsterpfarrei entstanden im Laufe der Geschichte mehrere katholische Gemeinden, die teilweise auch auf frühere Klöster zurückgehen. Heute gibt es im Stadtgebiet unter anderem folgende katholischen Pfarreien bzw. Gemeinden: Die Münsterpfarrei bildet mit der Pfarrei St. Stephan und der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit die Seelsorgeeinheit Konstanz-Altstadt. Die Pfarrei St. Gebhard Petershausen bildet mit den Pfarreien St. Suso und Bruder Klaus die Seelsorgeeinheit Konstanz-Petershausen. Die Pfarreien St. Martin und St. Gallus bilden zusammen die Seelsorgeeinheit St. Martin und St. Gallus. Die Gemeinden St. Peter und Paul Litzelstetten, St. Verena Dettingen (mit St. Leonhard Wallhausen) und St. Nikolaus Dingelsdorf (mit Hl. Kreuz Oberndorf) bilden ebenfalls eine gemeinsame Seelsorgeeinheit (Bodanrück).

Diese Gemeinden bzw. Kirchen haben teilweise eine sehr alte Tradition. Die Kirche St. Stephan wird bereits 615 erstmals erwähnt. Damals lag sie südlich außerhalb der Stadt und war evtl. Friedhofskirche. Im 10. Jahrhundert wurde sie Pfarrkirche der Bürgergemeinde. Die Pfeilerbasilika wurden 1770 barock umgestaltet. Die Dreifaltigkeitskirche war die Kirche eines Augustinereremitenklosters, das 1797 aufgelöst wurde. Dann gehörte die Kirche dem Spital. 1813 wurde die Pfarrei mit St. Jodok und Paul vereinigt. Damals erhielt die Kirche einen kleinen Turm. Die frühere Jesuitenkirche zwischen dem Münster und dem Stadttheater ist seit 1904 als Christuskirche die Pfarrkirche der 1873 gegründeten alt-katholischen Gemeinde.

Jüngeren Datums sind die katholische Kirche St. Gebhard, die 1928/30 nördlich des ehemaligen gleichnamigen Klosters erbaut wurde, aber bereits 1920 eigene Pfarrei war, die Kirche St. Suso, 1937/38 erbaut und 1957 zur Pfarrei erhoben (1975 Neubau der Kirche), die Bruder-Klaus-Kirche, 1955 als erste Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg in Konstanz erbaut und 1962 zur Pfarrei St. Nikolaus von Flüe erhoben, die Kirche Maria-Hilf, erbaut 1967 (seit 1970 Pfarrei) sowie die Kirche St. Gallus, 1971 erbaut.

In den Stadtteilen von Konstanz gibt es weitere katholische Kirchengemeinden, die ebenfalls zum Dekanat Konstanz gehören. Die Gemeinde St. Martin Wollmatingen hat eine Kirche, die 1960 umgebaut wurde. Sie hat noch gotische Elemente. Zu Wollmatingen gehörte früher auch Allmannsdorf. Die dortige Kirche St. Georg, Unserer Lieben Fau, Peter und Paul, Pankratius und Martin wurde jedoch wohl im 16. Jahrhundert zur Pfarrei erhoben. Die katholische Kirche St. Verena Dettingen war zunächst Filiale von Dingelsdorf und wurde 1740 zur Pfarrei erhoben. Die spätgotische Kirche wurde 1779 barock umgestaltet. Die zur Pfarrei gehörige Kapelle St. Leonhard Wallhausen wurde 1714 erbaut. Die katholische Kirche St. Nikolaus Dingelsdorf ist eine spätgotische Saalkirche mit nachträglich aufgesetztem Westturm. Die katholische Kirche St. Peter und Paul Litzelstetten war zunächst ebenfalls Filiale von Dingelsdorf und wurde 1826 zur Pfarrei erhoben. Die spätgotische Kirche wurde im 18. Jahrhundert barock umgestaltet, das Schiff jedoch 1978 abgerissen und danach neu aufgebaut. Die Mariae Himmelfahrts-Kirche auf der ehemals politisch zu Litzelstetten gehörigen Insel Mainau wurde 1732 bis 1739 erbaut.

Ferner gibt es weitere kleinere Kirchen und Kapellen, darunter die Schottenkapelle auf dem Friedhof (erbaut 1697 anstelle eines Vorgängerbaus) und die Kapelle St. Martin im Paradies (erbaut 1922). Die wohl im 13. Jahrhundert erbaute Kapelle St. Lorenz am Obermarkt wurde später zur Ratkapelle umgebaut und 1839 profaniert. Zu den zahlreichen Klöstern bzw. Klosteranlagen vgl. den Abschnitt Bauwerke.

Die 1820 gegründete protestantische Gemeinde Konstanz benannte sich nach Martin Luther. Die Gemeinde feierte zunächst in der ehemaligen Kapuzinerkirche, dann in der ehemaligen Jesuitenkirche ihre Gottesdienste, bevor 1873 die Lutherkirche errichtet wurde. 1918 entstand die Pauluspfarrei. In den 30er Jahren entstand in dieser Pfarrei eine zunächst als Provisorium gedachte Holzkirche. Nach erfolgreicher Renovierung und Umgestaltung des Innenraums wurde die Pauluskirche (Holzkirche) am 1. Advent 2007 unter großer Anteilnahme der Konstanzer Bevölkerung erneut feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Von der Lutherpfarrei spaltete sich 1947 die Ambrosius-Blarer-Pfarrei ab. Aus den drei Pfarreien entstanden weitere Pfarreien.

In Allmannsdorf entstand 1957 eine eigene Pfarrei. Zuvor wurden die Protestanten von der Pauluspfarrei Konstanz betreut. 1958 erhielt Allmannsdorf seine eigene Kirche (Kreuzkirche). Von der Pauluspfarrei spaltete sich für den Stadtteil Petershausen-West 1974 die Petruspfarrei ab, für welche eine eigene Kirche mit Gemeindezentrum neben dem Hauptfriedhof errichtet wurde. Zum 1. Advent 2006 werden die beiden Pfarreien Paulus und Petrus wieder zu einer gemeinsamen Gemeinde vereint, die den Namen „Evangelische Petrus und Paulus-Gemeinde Konstanz“ trägt. Auch die Protestanten in Wollmatingen wurden zunächst von der Pauluspfarrei betreut. 1935 entstand eine eigene Kirchengemeinde, nachdem 1934 die eigene Kirche erbaut worden war. Die Gemeinde gliedert sich in die Christuspfarrei und in die 1976 von ihr getrennten Johannespfarrei. Von Wollmatingen wurde auch Litzelstetten mit versorgt, doch erhielt der Ort 1969/70 eine eigene Kirche (Auferstehungskirche), an der 1971 eine eigene Pfarrei errichtet wurde. Die Protestanten von Dettingen und Dingelsdorf werden von der Nachbargemeinde Allensbach betreut. Alle genannten evangelischen Kirchengemeinden im Konstanzer Stadtgebiet gehören zum Dekanat Konstanz der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Konstanz auch eine alt-katholische Pfarrgemeinde sowie Gemeinden, die Freikirchen angehören, darunter eine Adventistengemeinde, eine Baptistengemeinde, eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Methodisten) und eine Selbständig Evangelisch-Lutherische Gemeinde.

Auch die Zeugen Jehovas, die Neuapostolische Kirche und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind in Konstanz vertreten.

Die mittelalterliche Judengemeinde der Stadt Konstanz war immer wieder Ziel von Verfolgungen. Der am Seerhein gelegene Pulverturm trug früher auch den Beinamen „Judenturm“, da die jüdische Bevölkerung der Stadt mehrfach gefangengenommen und in diesem Turm teilweise jahrelang ihr Dasein fristen musste. 1537 wurde während der Reformationszeit die jüdische Gemeinde vollständig vertrieben. Erst 1847 wurde wieder eine jüdische Niederlassung in Konstanz genehmigt; 1862 trat das Emanzipationsgesetz in Baden in Kraft, woraufhin 1863 in Konstanz die israelitische Religionsgemeinschaft wieder ins Leben gerufen wurde. 1875 hatte sie 251 Mitglieder, 1895 bereits 528, etwa 2,5% der Stadtbevölkerung. 1882/83 konnte in der Stadt an der heutigen Sigismundstraße eine Synagoge errichtet werden. 1936 wurde auf die Synagoge ein Brandanschlag verübt; während der Reichspogromnacht 1938 wurde sie in Brand gesteckt und schließlich von der in Radolfzell stationierten SS-Verfügungstruppe III./'Germania' zerstört. Schräg gegenüber der ehemaligen Synagoge, direkt hinter der Dreifaltigkeitskirche, steht ein Mahnmal für die 108 Konstanzer Bürger, die wegen ihres jüdischen Glaubens am 20. Oktober 1940 im Rahmen der sogenannten Wagner-Bürckel-Aktion in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert und in den Vernichtungslagern Auschwitz-Birkenau oder Sobibor ermordet wurden. Am Ort der Synagoge errichtete der jüdische Geschäftsmann und Gründer der israelitischen Gemeinde Konstanz, Sigmund Nissenbaum s.A., in den 1960er Jahren ein Wohn- und Bürohaus, das auch einen Gebetsraum enthält.

Der Gebetsraum wurde 1999 zu einer kleinen Synagoge erweitert, die wie dieser schon seit den 60er Jahren der heutigen Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz K.d.ö.R. (IKG) zur Verfügung steht. Gottesdienste finden an jedem Schabbat und an allen jüdischen Feiertagen statt. Hier in der Sigismundstraße 19 befinden sich auch Gemeindebüro und Gemeindezentrum der IKG, ebenso die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek (Judaica) der Israelitischen Kultusgemeinde.

Im Oktober 2001 wurde im Stadtteil Petershausen die Mevlana-Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde eröffnet. Somit verfügen die etwa 3000 Muslime in Konstanz über ein eigenes Gebetshaus mit einem 225 Quadratmeter großen Gebetsraum, einer Kuppel mit zehn Metern Durchmesser und einem 35 Meter hohen Minarett, einem der höchsten in Deutschland.

Konstanz hatte im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur wenige tausend Einwohner. Nur während des Konzils von 1414 bis 1418 waren geschätzte 10.000-40.000 Menschen in der Stadt untergebracht. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So forderten Pestepidemien 1348 und 1518 sowie eine Hungersnot 1513 zahlreiche Todesopfer. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung sehr schnell. Lebten 1806 erst 4.400 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 21.000. Bis 1950 verdoppelte sich diese Zahl auf 42.000.

Mehrere Eingemeindungen Anfang und Mitte der 1970er-Jahre brachten einen Zuwachs von rund 10.000 Personen auf 70.000 Einwohner im Jahre 1975. Am 30. Juni 2005 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Konstanz nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 80.980 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Dies war ein historischer Höchststand.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Konstanz ist - wie in Südbaden üblich - traditionell politisch konservativ-liberal ausgerichtet. Durch die Gründung der Universität 1966 kam ein starker sozialliberaler Einschlag dazu, der um 1990 durch eine stärkere grüne Ausrichtung abgelöst wurde (siehe auch die aktuelle Zusammensetzung des Gemeinderates). 1996 wurde in Konstanz mit Horst Frank der erste grüne Oberbürgermeister Deutschlands gewählt und 2004 wiedergewählt.

Ende 2008 trat der Stadtrat Frieder Schindele (bisher Neue Linie Konstanz) der SPD bei und ist seither auch Mitglied der SPD-Fraktion. Die SPD hat damit jetzt 8 Sitze und die Neue Linie Konstanz 1 Sitz.

Die Ortschaften haben jeweils einen Ortsvorsteher und eine Ortsverwaltung.

Im Mittelalter waren Gericht und Rat in Konstanz in einer Hand unter Vorsitz des Vogtes. Nach dem Übergang an Österreich 1548 leitete der Stadtvogt die Amtsgeschäfte. Teilweise übernahm dieser auch die Aufgaben des Stadthauptmannes. Das Stadtgericht bestand aus einem Richter, der durch den kleinen Rat gewählt wurde und zwölf Beisitzern aus dem kleinen und großen Rat. 1785 ersetzte Österreich die Stadtregierung durch einen Magistrat mit einem Bürgermeister und fünf besoldeten Räten.

Nach dem Anschluss an Baden 1805 gingen die gerichtlichen Angelegenheiten auf den Staat über. An der Spitze der Stadt stand dann der Bürgermeister, der ab 1818 hauptamtlich tätig war, ein Stadtrat und ein 32-köpfiger Bürgerausschuss. Ab 1870 wurden Bürgermeister und Rat unmittelbar gewählt. 1874 wurde der Oberbürgermeister vom Bürgerausschuss, der aus 96 Stadtverordneten bestand, gewählt. Er hatte eine neunjährige Amtszeit. Ihm standen ein Bürgermeister und ein Stadtrat aus 14 Mitgliedern zur Seite. Ab 1933 wurden Oberbürgermeister, Bürgermeister, Beigeordnete und Stadtrat vom Reichsstatthalter ernannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Oberbürgermeister in Folge von der französischen Besatzungsmacht eingesetzt. 1946 wählte die Bevölkerung erstmals wieder einen Stadtrat, der den Oberbürgermeister wählte.

Heute wird der Oberbürgermeister von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von acht Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der Erste und der Zweite Beigeordnete, jeweils mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister.

Der derzeitige Oberbürgermeister Horst Frank (GRÜNE) wurde zuletzt am 25. Juli 2004 im zweiten Wahlgang für eine zweite achtjährige Amtszeit wiedergewählt. Die Beigeordneten sind Claus Boldt (CDU) und Kurt Werner (parteilos, seit Februar 2006, Baubürgermeister; vorher Volker Fouquet (SPD)).

Das Wappen von Konstanz zeigt ein durchgehendes schwarzes Kreuz auf weißem Grund, und dazu am oberen Rand ein rotes Band. Das schwarze Kreuz ist aus dem roten Bischofskreuz (des ursprünglichen Stadtherren) abgeleitet. Das rote Band (Zagel) am oberen Rand ist das so genannte Blutband, das die Blutgerichtsbarkeit der ehemaligen freien Reichsstadt symbolisiert.

Konstanz ist Projektkoordinatorin im Städtenetz Lernende Verwaltungen, welches acht Städte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz DACH rund um den Bodensee über die Grenzen hinweg miteinander verbindet.

Konstanz gehört innerhalb des alemannischen Sprachraums zum seealemannischen Dialekt des Niederalemannischen, während schon die benachbarte Höri und der südliche Hegau nach den alten Dialektkarten im Bereich des Hochalemannischen liegen.

Die Aussprache des Ortsnamens im alemannischen bzw. örtlichen Sprachgebrauch ist „Konschdanz“. In der deutschen Hochsprache wird der Ortsname jedoch mit einem Binnen-„s-t“ als Kons-tanz ausgesprochen. Süddeutsche Medien richten sich jedoch in der Regel nach der alemannisch-mundartlichen Aussprache.

Der Stadtpark von Konstanz, Stadtgarten genannt, ist ein künstlich aufgeschüttetes Gelände unmittelbar südlich der Dominikanerinsel. Die Fläche beträgt rund 2,7 Hektar. Die Aufschüttung erfolgte ab 1863 mit Trümmern der Stadtmauer, die damals abgerissen wurde. 1863 wurde Konstanz an die Stammstrecke Mannheim-Basel-Konstanz der Badischen Staatseisenbahnen angeschlossen. Dies löste zusammen mit der 1862 in Baden verkündeten Gewerbefreiheit einen wirtschaftlichen Aufschwung und ein großes Bevölkerungswachstum aus, und führte zur Entscheidung, die Stadtmauer abzureißen.

Konstanz ist Sitz der Südwestdeutschen Philharmonie. Weitere musikalische Einrichtungen sind: das Junge Kammer-Orchester Konstanz, das Universitätsorchester, zwei Bigbands, mehrere Blasmusikvereine sowie der Sinfonische Chor Konstanz, der Bachchor, der Kammerchor, der Universitätschor, der Jazzchor-Konstanz, dezibella-Konstanzer Frauenchor, mehrere Männerchöre, Männergesangvereine, der Frauenchor zoff voices, ein Seniorenchor, ein Sängerverein, ein Shanty-Chor sowie ein schwul-lesbischer Chor.

Seit circa 20 Jahren wird jährlich im August die Kammeroper im Rathaushof aufgeführt.

Bei Konstanz befindet sich das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried, welches als einer der wichtigsten Rast- und Überwinterungsplätze für Zugvögel gilt. Ein zweites Denkmal ist der Teufelstisch, eine Felsnadel unter der Wasseroberfläche des Überlinger Sees, die der Steilwand vor Wallhausen vorgelagert ist.

Immer stärker im Aufwind befindet sich Rugby, das in Konstanz seit Mitte der 1990er-Jahre gespielt wird. Der Rugby Club Konstanz (RCK) spielt in der Regionalliga Baden-Württemberg, obwohl die Qualifikation zum Aufstiegsturnier in die zweite Bundesliga 2005 sportlich erreicht wurde und lediglich aus wirtschaftlichen sowie infrastrukturellen Gründen darauf verzichtet werden musste. Weit erfolgreicher noch ist die Studentenmannschaft der beiden Konstanzer Hochschulen, die das deutschlandweit erfolgreichste Team der letzten Jahre bei der alljährlichen Deutschen Hochschulsport Meisterschaft (DHM) stellt. Krönung war hierbei der deutsche Meistertitel im Jahr 2004 sowie der Vizemeistertitel 2005 und ein dritter Platz 2007. Im Ergebnisarchiv des Allgemeinen deutschen Hochschulsportverband belegen die Studenten des Rugby Club Konstanz insgesamt den ersten Platz.

Die Fußballer der DJK Konstanz gehörten 1978 zu den Gründungsmitgliedern der Oberliga Baden-Württemberg und gehörten der Liga bis 1981 an.

Jährlich im Spätwinter ist die Fastnacht (Fasnet) mit dem Schmotzigen Dunschtig (seealemannisch für „schmalziger, fettiger Donnerstag“) und dem Hemdglonkerumzug mit Transparenten der Gymnasiasten der Höhepunkt. Dann folgt der große Umzug am Fasnet-Sonntag mit jährlich bis zu 75 teilnehmenden Gruppen über rund zwei Stunden und bis zu 10.000 Besuchern. An eine markante Fasnetsmaske der „Konschtanzer Fasnet“ erinnert der „Blätzlebuebe-Brunnen“ nahe der Hussenstraße.

Rund 150.000 Besucher zieht regelmäßig im Sommer – mit rund 1200 Ständen und zwei Tagen Dauer – einer der größten Flohmärkte Europas an.

Im Sommer wird zeitgleich mit dem Schweizer Nachbarn Kreuzlingen das Seenachtfest (in Kreuzlingen Fantastical) am zweiten August-Wochenende veranstaltet. Dessen Höhepunkt ist das gemeinsame Seefeuerwerk.

Daneben finden statt: im Juli das Weinfest, Ende September / Anfang Oktober das Oktoberfest, das Open-Air-Festival Rock am See sowie im Sommerhalbjahr viele Stadtteilfeste und im Dezember der Weihnachtsmarkt sowie das Silvesterschwimmen.

Konstanz gehört dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee an und ist verkehrstechnisch auf Grund seiner Lage an der Grenze ein Endpunkt im Nah - und Fernverkehr.

Konstanz hat einen Verkehrslandeplatz, die nächsten Passagierflughäfen sind der deutsche Flughafen Friedrichshafen (30 km über die Fähre), der schweizerische Flughafen St. Gallen-Altenrhein (40 km), der schweizerische Flughafen Zürich-Kloten (75 km) und der Flughafen Stuttgart (150 km).

Im Schienennahverkehr verbindet das S-Bahn-ähnliche Zugangebot Seehas Konstanz mit Radolfzell, Singen und Engen. Dabei gibt es in Konstanz die Haltepunkte Bahnhof, Petershausen, Fürstenberg und Wollmatingen. Der Bahnhof Konstanz ist Endpunkt der Hochrheinbahn. Hier enden die meisten Regionalzüge aus Karlsruhe, die unter dem Namen „Schwarzwaldbahn“ verkehren, und ein tägliches Intercity-Zugpaar aus Norddeich Mole beziehungsweise Hamburg. In Singen können zweistündliche ICE in Richtung Zürich und Stuttgart erreicht werden.

Der „Schweizer Bahnhof“ in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Konstanz, bietet eine direkte Verbindung zum Eisenbahnnetz der Schweiz. Im Fernverkehr verbindet der Interregio Konstanz stündlich mit Zürich und Biel/Bienne. Durch Umsteigen in Kreuzlingen beziehungsweise in Singen können weitere Ziele erreicht werden.

Es gibt Befürchtungen, dass sich die Deutsche Bahn gänzlich vom innerdeutschen Fernverkehr in Konstanz verabschiedet. In absehbarer Zeit ist ein zusätzlicher Seehas-Haltepunkt am Busknoten „Sternenplatz“ vorgesehen.

Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee an. Es existieren mehrmals wochentags Schnellbuslinien nach Friedrichshafen (Zentrum und Flughafen) und Ravensburg. Das Omnisbusliniennetz der Stadtwerke Konstanz verbindet zuverlässig und häufig die links- und rechtsrheinischen Stadtteile, ist Zubringer zur Fähre Staad-Meersburg und zu den Schiffsverbindungen nach Überlingen ab Wallhausen. Auch die Nachbarstadt Kreuzlingen ist angebunden.

Im Personenverkehr fahren ganzjährig Katamaranschiffe nach Friedrichshafen (ca. 45 min), die Autofähre von Konstanz-Staad nach Meersburg sowie Schiffe von Wallhausen aus nach Überlingen. Im Sommer und eingeschränkt im Winter existieren weitere Schiffverbindungen, die vorwiegend dem Tourismus dienen. Diese verbinden Konstanz mit Meersburg, Lindau, Bregenz, Überlingen, Schaffhausen, Radolfzell, Kreuzlingen sowie mit der Insel Mainau.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Ulrich Müller gab im Mai 2004 an, dass die Stadtwerke Konstanz dank des Kaufs der Bodensee-Schiffsbetriebe die leistungsfähigste und lukrativste Binnenschifffahrtsgesellschaft Mitteleuropas sei und ein Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs anbiete, das besser als das der Landeshauptstadt sei.

Über 3.300 Unternehmen mit mehr als 33.500 Beschäftigten bilden den attraktiven Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort. Im produzierenden Gewerbe gibt es 10.000 Beschäftigte, während es im Dienstleistungsbereich etwa 23.500 sind.

Für den Bereich der Neuen Technologien sind hervorragende Voraussetzungen für die Unternehmen vor Ort gegeben: in den zukunftsgerichteten Branchen kann Konstanz auf eine starke Kompetenz von Unternehmen der Neuen Technologien und unternehmensnahen Dienstleistungen verweisen. Die Schwerpunkte der Konstanzer Wirtschaft liegen in der Kommunikations- und Informationstechnologie, in der Chemie, darunter Pharmazie (Nycomed, ehemals größter Gewerbesteuerzahler, wobei dieses Unternehmen 2007 nach Übernahme der Altana Pharma AG einen großen Teil der Arbeitsplätze in Konstanz abgebaut hat), Biotechnologie (GATC), im Maschinenbau, bei den Medien und im Druck sowie bei den regenerativen und alternativen Energien (Sunways).

Die Stadtwerke Konstanz GmbH betreiben Busse, Fähren, Trinkwasserversorgung, Energieversorgung und die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB).

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist auch der Tourismus sowie Tagungen und Kongresse.

Viele Schweizer Unternehmen siedeln in Konstanz aufgrund der Grenznähe eine Niederlassung oder Tochtergesellschaft an.

Konstanz ist Sitz des Landkreises Konstanz, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Hochrhein-Bodensee. Ferner hat die Stadt ein Amtsgericht, ein Landgericht, ein Sozialgericht und eine Staatsanwaltschaft. In Konstanz besteht ferner ein Notariat. Des Weiteren finden sich weitere Behörden in der Stadt. Konstanz ist auch Sitz des Dekanats Konstanz des Erzbistums Freiburg und des Kirchenbezirks Konstanz der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Konstanz hat eine 1966 gegründete Universität Konstanz, die die jüngste und kleinste der neun so genannten Eliteuniversitäten ist, sowie seit 1971 eine Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung, deren früheste Vorgängereinrichtung, eine Ingenieurschule, bis ins Jahr 1906 zurückreicht. Infolge des reformierten baden-württembergischen Hochschulgesetzes trägt die FH seit dem Jahre 2006 offiziell den Namen Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), bzw. die offizielle internationale Bezeichnung Konstanz University of Applied Sciences. An die HTWG angegliedert ist die Technische Akademie Konstanz gGmbH TAK. Das Institut für wissenschaftliche Weiterbildung wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in einem bundesweiten Wettbewerb als „Beste deutsche Hochschule in Sachen Weiterbildung“ ausgezeichnet. Die Technische Akademie Konstanz hat ihren Sitz im Seminar- und Tagungszentrum „Villa Rheinburg“ in unmittelbarer Nähe zum Campus der HTWG.

In Konstanz befinden sich 43 Kinder-Tageseinrichtungen, worunter man Kindergärten, -tagesstätten, -häuser, -horte oder -krippen versteht. Für die Schulbildung unterhält die Stadt sieben Grundschulen (Allmannsdorf, Dingelsdorf, Grundschule im Haidelmoos, Grundschule Im Wallgut, Litzelstetten, Wollmatingen und Sonnenhalde-Grundschule), vier Grund- und Hauptschulen (Berchenschule Wollmatingen, Gebhard-Grund- und Hauptschule, Grund- und Hauptschule am Stephansplatz und Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Dettingen), eine Haupt- und Realschule (Mädchen-Haupt- und Realschule Zoffingen), eine weitere Realschule (Theodor-Heuss-Realschule) und die 1976 gegründete Geschwister-Scholl-Schule, ein Schulverbund, der die Schularten Hauptschule, Realschule, Gymnasium, sowie eine schulartübergreifende Orientierungsstufe (Klassen 5/6) beinhaltet. Die drei Schulzüge stimmen zum Teil die Unterrichtsinhalte ab. Auch ist ein Wechsel zwischen den Zügen in den ersten Jahren möglich. Ferner gibt es noch eine Förderschule (Comenius-Schule) und drei weitere Gymnasien, das 1604 gegründete Heinrich-Suso-Gymnasium, das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, gegründet 1830, sowie das 1859 errichtete Maria-Ellenrieder-Gymnasium. Darüber hinaus gibt es noch eine Musikschule.

Der Landkreis Konstanz ist Träger der Wessenberg-Schule - Kaufmännische Schule (mit Berufsschule, Berufsfachschule, Berufskolleg, BVJ und Wirtschaftsgymnasium) und der Zeppelin-Gewerbeschule (mit Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachschulen und Technischem Gymnasium) sowie der Regenbogen-Schule für Körper- und Geistigbehinderte, der Schule für Kranke und des Schulkindergartens für Sprachbehinderte Konstanz.

Mehrere Privatschulen runden das schulische Angebot in Konstanz ab. So gibt es eine Abendrealschule, eine Altenpflegeschule des Berufsfortbildungswerks und der Arbeiterwohlfahrt, die Bio-Kosmetikschule Dr. Gümbel Konstanz-Meersburg, die Freie aktive Schule für Lebendiges Lernen (Grundschule), die Inlingua-Sprachschule, die Kunstschule Akademie für Grafik und Design, die Schule für Physiotherapie Konstanz GmbH, einen Sonderschulkindergarten für Körperbehinderte, die Säntis-Schule für Erziehungshilfe und die Schulen für Kranken- und Kinderkrankenpflege am Klinikum Konstanz. Konstanz ist Sitz einer Hauptstelle der Volkshochschule Konstanz-Singen e.V.

Sonnenuntergang über Konstanz (Juli 2006).

Das geschichtlich zu Konstanz gehörende Schweizer Gebiet Tägermoos wird auch heute noch in Kooperation mit den Schweizer Behörden von Konstanz mitverwaltet.

Zu Konstanz gehört auch die im Überlinger See liegende Blumeninsel Mainau. Sie wird jährlich von mehr als einer Million Touristen besucht.

Das Weingut Haltnau zwischen Meersburg und Hagnau gehört der Spitalkellerei Konstanz, so dass ein Wein aus Meersburger Lage in Konstanz erzeugt wird (Wendelgard-Sage).

Im Grenzgebiet der zentralasischen Gebirge Hindukush, Pamir und Karakorum existiert ein 5902 m hoher Berg mit dem Namen „Constancia Sar“ (Konstanz Gipfel).

Eine der Routen aus dem Netz der Jakobswege nach Santiago de Compostela führt vom Konstanzer Münster als Schwabenweg über die Hofhalde und durch die Wessenbergstraße bis zur Schweizer Grenze. Von dort führt er in den Thurgau und weitere Schweizer Kantone. Die Entfernung von Konstanz bis nach Santiago de Compostela beträgt 2340 km. Nach Märstetten wird die Gehzeit mit 4 Stunden und 10 Minuten angegeben.

Von der Seestraße entlang der Konstanzer Bucht, vorbei am Freizeitbad Jakob, Freibad Horn mit Leuchtturm Hörnle, Wasserwerk bis Staad-Fährhafen.

Auf Konstanzer Seite ab Emmishofer Zoll entlang dem Grenzbach, später Sau-Bach bis zur Mündung in den Seerhein. Zurück entlang des Rheins bis zur Konstanzer Rheinbrücke.

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Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung

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Die Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (kurz: HTWG Konstanz) ist eine Hochschule in Baden-Württemberg in Konstanz. Ihr internationaler Name ist Konstanz University of Applied Sciences.

Die heutige Hochschule Konstanz hat ihren Vorläufer in dem 1906 gegründeten „Technikum Konstanz“. Die vom Ingenieur Alfred Wachtel gegründete private höhere technische Lehranstalt mit anfangs 28 Studenten und vier Dozenten wurde mit den drei Fachabteilungen Ingenieurschule, Technikerschule und Schule für Werkmeister gegründet. Sie nahm ihren Betrieb zunächst in der Hussenstraße 17 in der Konstanzer Altstadt mit einem Lehrangebot in Elektrotechnik und Maschinenbau auf, das kurz danach um Hoch- und Tiefbau erweitert wurde.

Der Bezug des Technikums am Rheinufer im Jahre 1911 (mit einem Jahr Verzögerung wegen Hochwasserschäden) ist wegen der ansteigenden Studentenzahl auf 184 zurückzuführen. 1934 erfolgte die Anerkennung als Staatliches Technikum.

1938 wurde das Technikum als „Staatliche Ingenieurschule Konstanz“ verstaatlicht. Nach Kriegsende 1945 wurde die Ingenieurschule von der französischen Militärverwaltung geschlossen. 1946 wurde der Lehrbetrieb im neuen Staatstechnikum Konstanz wieder aufgenommen. Ab 1961 wurde die Ingenieurschule in landeseigener Trägerschaft als Staatliche Ingenieurschule Konstanz bis zur Verabschiedung des Hochschulrahmengesetzes im Deutschen Bundestag (1970-1976) und der konkreten Umsetzung im Baden-Württembergischen Hochschulgesetz (1976-1978) weitergeführt, was jedoch nicht ohne Ängste und menschliches Leid vonstatten ging. (Quellenangaben fehlen).

Infolge dieser erneuten erheblichen Umstrukturierungsmaßnahmen kam es in der Übergangszeit zu längeren Streiks und z.T. gewaltsamen heftigen Auseinandersetzungen mit der alten Studierendenschaft, bzw. auch einigen Dozenten/Dozentinnen ohne Promotion, die sich noch in den bisherigen kurzen dreijährigen Studiengängen zum Ing.-Grad. befanden, bzw. dort tätig waren, und aus Angst vor Nachteilen die formale Anerkennung und Gleichstellung mit denen verlangten, die sich in den neuen achtsemestrigen Diplomstudiengängen mit deutlich erhöhten Zugangsvoraussetzungen in Form einer Art der Hochschulreife befanden, bzw. als Professoren/Professorinnen dort lehrten, diese verlangte Gleichstellung aus hochschulrechtlichen Gründen aber nicht erhielten. So musste in der Übergangszeit von der Ingenieurschule zur FH über viele Monate hinweg ein starkes Polizeiaufgebot die erhitzten Gemüter in Schach halten und beruhigen, damit sich der durch die Krawalle drohende Schaden in Grenzen hielt, bis die neuen Verhältnisse und Strukturen einer Hochschule sich etablieren konnten und von der Mehrheit anerkannt wurden. (Quellenangaben fehlen).

Aufgrund der bundeseinheitlichen Regelungen im Hochschulrahmengesetz sowie des Landeshochschulgesetzes entstand ab dem Jahre 1971 die Fachhochschule Konstanz (FH). Erster gewählter Rektor der neugeordneten FH Konstanz war Prof. Georg Schug.

Die neue Hochschule wurde durch die Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen, Betriebs- und Fertigungstechnik, Konstruktions- und Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Energietechnik, Nachrichtentechnik, Informatik, Naturwissenschaftliche Grundlagen und Sozialwissenschaften sukzessive ausgebaut. Die Studentenzahl stieg von 1.012 im Jahr 1971 bis auf derzeit rund 3.600. In der Amtszeit von Rektor Olaf Harder (1980 bis 2006 im Amt) wurden zahlreiche neue Studiengänge gegründet. Am 1. Juni 2006 hat Dr. Kai Handel als Präsident die Nachfolge von Rektor Prof. Olaf Harder, zum Zeitpunkt des Amtswechsels dienstältester Rektor Deutschlands, angetreten.

Die überregional anerkannte Bodensee-Kunstschule Konstanz (BKK) wurde 1985 als Institut für Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Konstanz eingegliedert. 1995 erfolgte die Integration als Studiengang Kommunikationsdesign in den Fachbereich Architektur und Gestaltung.

1986 wurden das Forschungs- und Transferinstitut Institut für Innovation und Transfer (IIT) sowie die Technischen Akademie Konstanz e.V. gegründet. 1992 erfolgte die Gründung des Studienzentrum Schloss Langenrein (heute: Studienzentrum Villa Rheinburg) sowie der Zentralstelle für Forschung, Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit (derzeit: Zentralstelle für Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Lehre und Forschung - ZWÖLF).

In den Jahren 1995 bis 2000 erfolgte ein weiterer strategischer Schub der FH mit zahlreichen Umstrukturierungen und baulichen Erweiterungen. 2000 wurde aufgrund des neuen Fachhochschulgesetztes der Hochschulrat als höchstes Organ der Fachhochschule bestimmt. Bachelor- und Master-Abschlüsse wurden flächendeckend eingeführt. 2004 wurde die Hochschule als beste deutsche Hochschule in Sachen Weiterbildung durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet. 2004 feierte der Verband der Freunde, Förderer und Absolventen der FH Konstanz sein fünfzigjähriges Bestehen. 2005 wurde sie mit dem baden-württembergischen Landesforschungspreis ausgezeichnet - als erste Landesfachhochschule überhaupt.

Mit Inkrafttreten des neuen Landeshochschulgesetzes für Baden-Württemberg vom 5. Januar 2005 ist die „FH Konstanz“ in die „Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung, Konstanz University of Applied Sciences“ umbenannt worden und die bisherigen Fachbereiche wurden gleichzeitig in Fakultäten überführt. Alle ehemaligen Diplom-Studiengänge wurden aufgrund des Bologna-Prozesses in der Zwischenzeit auf die Bachelor/Master- Struktur umgestellt.

Der Verband der Freunde, Förderer und Absolventen der FH Konstanz hat sich Ende 2006 in „Fördergesellschaft der Hochschule Konstanz“ umbenannt.

Die Hochschule Konstanz unterhält partnerschaftliche Kontakte zu zahlreichen Hochschulen und Universitäten in aller Welt, mit u.a. Austauschprogrammen für Studierende und Lehrende sowie gemeinsamen Forschungsprojekten. Sie gehört zum Verbund Internationale Bodensee-Hochschule.

Das Ausländerstudienkolleg (ASK) der Hochschule Konstanz ist als Zentralstelle für die Zeugnisanerkennung aller ausländischen Studienbewerber an Hochschulen in Baden-Württemberg zuständig. Außerdem führt das ASK Vorbereitungskurse für ausländische Studierende sowie die für eine Studienzulassung erforderlichen Deutsch- und Feststellungsprüfungen zentral für alle Hochschulen in Baden-Württemberg durch.

Die Hochschule Konstanz bemüht sich traditionell um gute Kontakte zur heimischen Wirtschaft und Industrie. Sie ermöglicht und fördert somit u.a. den Zugang und die Teilhabe dieser Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an stets aktuellen Forschungsergebnissen (Technologie- und Wissenstransfer) und ist damit eine der bedeutendsten Wissenschaftseinrichtungen für den Erfolg der Region Hochrhein-Bodensee und Region Bodensee-Oberschwaben sowie den benachbarten Schweizer Kanton Thurgau, aus dem viele junge Menschen gerne an der Konstanzer Hochschule studieren.

Die Bibliothek der HTWG Konstanz wurde bundesweit als Drittbeste angesehen, unter den baden-württembergischen Fachhochschulbibliotheken sogar als Nummer 1.

Bis 1977 existierte die Verfasste Studierendenschaft auch an der FH Konstanz. Unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung wurde sie damals von der Landesregierung unter Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU) verboten. An ihre Stelle trat eine Unabhängige Studierendenschaft, welche weitgehend die bisherigen demokratischen Strukturen übernahm. Heute existiert ein parlamentarisches System mit einem Studierendenparlament und einem Unabhängigen Studierendenausschuss (UStA) als ausführendem Organ.

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Landkreis Konstanz

Wappen des Landkreises Konstanz

Der Landkreis Konstanz ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Hochrhein-Bodensee im Regierungsbezirk Freiburg. Er grenzt im Norden an den Landkreis Tuttlingen, im Nordosten an den Landkreis Sigmaringen, im Osten an den Bodenseekreis und an den Bodensee selbst, im Süden an den Schweizer Kanton Thurgau, im Westen an den Schweizer Kanton Schaffhausen und im Nordwesten an den Schwarzwald-Baar-Kreis.

Der Landkreis Konstanz hat Anteil am Hegau, einer Landschaft, die man bereits zum Voralpengebiet zählt. Die Kreisstadt Konstanz liegt am südöstlichen Rand des Landkreises am Bodensee, der hier in den Untersee übergeht. Die Landschaft zwischen Untersee und Überlinger See nennt man Bodanrück. Zum Kreisgebiet gehören auch die Inseln Reichenau (eigene Gemeinde) und Mainau (Teil der Stadt Konstanz).

Die Liste der Orte im Landkreis Konstanz enthält die ungefähr 456 Orte (Städte, Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Wohnplätze) des Landkreises Konstanz im geographischen Sinne.

Der Landkreis Konstanz geht zurück auf das alte Bezirksamt Konstanz, das nach dem Übergang an Württemberg 1805/06 (bzw. ab 1810 Baden) errichtet wurde. Im Laufe seiner Geschichte wurde es mehrmals verändert und 1936 in den Landkreis Konstanz überführt, der seinerzeit einige Orte des aufgelösten Bezirksamtes Engen hinzu bekam. 1939 wurde der Landkreis nochmals geringfügig verändert und Konstanz selbst eine kreisfreie Stadt, die jedoch 1953 wieder in den Landkreis integriert wurde. 1969 kamen die Festung Hohentwiel und 1967 das Wohngebiet Bruderhof in Singen vom Landkreis Tuttlingen zum Kreisgebiet. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Konstanz um die meisten Orte des aufgelösten Landkreises Stockach, einige Gemeinden des Landkreises Sigmaringen und um den Ort Stetten des Landkreises Donaueschingen auf seinen heutigen Umfang vergrößert. Seit Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Konstanz 25 Gemeinden, darunter sieben Städte, wovon Konstanz, Radolfzell am Bodensee und Singen (Hohentwiel) den Titel Große Kreisstadt tragen. Größte Stadt ist Konstanz, kleinste Gemeinde ist Büsingen am Hochrhein. Diese liegt als Exklave innerhalb des Kantons Schaffhausen in der Schweiz, ist Schweizer Zollanschlussgebiet und hat als Besonderheit ein eigenes Kfz-Kennzeichen (BÜS).

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.

Der Landrat ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Das Wappen des Landkreises Konstanz zeigt in geviertem Schild in den Feldern 1 und 4 in Blau einen schräg aufwärts gelegenen silbernen Fisch (Felchen), im Feld 2 in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz und im Feld 3 in Gold drei blaue Hirschstangen. Das Wappen wurde dem Landkreis Konstanz am 25. April 1974 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.

Die Wappenbilder symbolisieren die früheren Herrschaftsstrukturen im Kreisgebiet: das Fürstbistum Konstanz und die Reichsabtei Reichenau (Kreuz) sowie die Hegau-Grafen bzw. Landgrafschaft Nellenburg (Hirschstangen). Die Fische sollen den Fischreichtum im Bodensee symbolisieren.

Vor der Kreisreform hatte der Landkreis Konstanz ein anderes Wappen, das mit dem heutigen jedoch fast identisch war. Es zeigte lediglich im Feld 3 anstelle der Hirschstangen ebenfalls das Kreuz, wie in Feld 2. Dieses Wappen war dem Landkreis Konstanz am 26. Juli 1957 verliehen worden.

Besonders wichtig für den Landkreis ist der Bahnhof Singen, an dem ICE-Anschluss nach Stuttgart und Zürich besteht. Des weiteren gibt es InterCity-Verbindungen über die Schwarzwaldbahn nach Hamburg sowie ins Ruhrgebiet. Ab Konstanz verkehren Schweizer-Binnen-InterCity-Züge bis Biel/Bienne. Im Nahverkehr gibt es neben zahlreichen Regionalexpress und RegionalBahn-Verbindungen sowie den Seehas-Zug, der Konstanz halbstündlich mit Radolfzell, Singen und Engen verbindet.

Im Kreisgebiet endet die Bundesautobahn A 81 Stuttgart - Singen (Hohentwiel). Ferner führt in West-Ost-Richtung die A 98 von der Schweizer Grenze bis nach Stockach. Ansonsten erschließen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstraßen den Landkreis Konstanz. Wichtigste Bundesstraße ist die B 33 vom Autobahnende bei Singen bis nach Konstanz. Von Konstanz aus besteht eine Fährverbindung über den Bodensee nach Meersburg.

Der Landkreis Konstanz ist Träger folgender Beruflicher Schulen: Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz, Wessenberg-Schule (Kaufmännische Schulen) Konstanz, Berufsschulzentrum (Gewerbliche, Kaufmännische, Haus- und Landwirtschaftliche Schulen) Radolfzell am Bodensee, Mettnau-Schule (Hauswirtschaftliche Schulen) Radolfzell am Bodensee, Hohentwiel-Gewerbeschule Singen (Hohentwiel), Robert-Gerwig-Schule (Kaufmännische Schulen) Singen (Hohentwiel), Berufsschulzentrum (Gewerbliche, Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schulen) Stockach und Fachschule für Landwirtschaft Stockach ferner folgender Sonderschulen: Regenbogen-Schule für Körper- und Geistigbehinderte Konstanz, Haldenwang-Schule für Körper- und Geistigbehinderte Singen (Hohentwiel), Sonnenland-Schule für Sprachbehinderte Stockach und Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung Konstanz.

Der Landkreis Konstanz ist Gesellschafter der Hegau-Bodensee-Hochrhein-Kliniken GmbH, die unter anderem das Krankenhaus Singen (Hohentwiel), die Keimzelle des Hegau-Bodensee-Klinikums betreibt. Weitere Standorte dieses Klinikums im Landkreis Konstanz sind Engen und Radolfzell am Bodensee. Die Gesellschaft betreibt ferner in Engen ein Senioren- und Pflegeheim sowie in Gailingen am Hochrhein das Friedrichsheim, eine Pflege- und Seniorenwohnanlage und das Hegau-Jugendwerk, ein neurologisches Krankenhaus und Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche.

Vor der Kreisreform 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Konstanz seit 1936 insgesamt 66 Gemeinden, darunter sechs Städte, wobei die Kreisstadt Konstanz sowie die zweitgrößte Stadt Singen (Hohentwiel) seit 1. April 1956 Große Kreisstädte waren.

Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Konstanz machte am 1. Januar 1970 die Gemeinde Duchtlingen, die sich mit der Gemeinde Hilzingen vereinigte. Weitere Gemeindefusionen folgten, und am 1. Januar 1971 verließ die Gemeinde Nordhalden den Landkreis Konstanz, da sie sich mit der Stadt Blumberg im Landkreis Donaueschingen vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Am 1. Januar 1973 wurde der neue vergrößerte Landkreis Konstanz errichtet.

Größte Gemeinde des alten Landkreises Konstanz war die Große Kreisstadt Konstanz, kleinste Gemeinde war Talheim.

Der alte Landkreis Konstanz umfasste zuletzt eine Fläche von 519 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 189.651 Einwohner.

Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Konstanz bis 1970. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Es folgt eine Liste der Gemeinden des alten Landkreises Konstanz vor der Gemeindereform. Mit Ausnahme von Nordhalden, das heute Teil des Schwarzwald-Baar-Kreises ist, gehören alle Gemeinden auch heute noch zum Landkreis Konstanz.

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Source : Wikipedia