Kleinmachnow

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Geschrieben von robby 12/04/2009 @ 10:07

Tags : kleinmachnow, brandenburg, deutschland

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Kleinmachnow

Wappen der Gemeinde Kleinmachnow

Kleinmachnow ist eine Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Sie liegt südwestlich des Berliner Bezirkes Steglitz-Zehlendorf sowie östlich von Potsdam.

Erstmals im Landbuch Karls IV. von 1375 erwähnt, spielte der Ort eine wichtige Rolle am Bäkeübergang, den verschiedene mittelalterliche Burgen sicherten. Die letzte dieser sämtlich nicht erhaltenen Burgen gehörte den Rittern von Hake, deren Familie bis in das 20. Jahrhundert die Ortsgeschichte prägte. Der Ersatz der Bäke durch den Teltowkanal im Jahr 1906 bescherte dem Dorf die heute denkmalgeschützte Schleuse Kleinmachnow.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs Kleinmachnow vom ländlichen Gutsdorf zur Vorortgemeinde im Ballungsraum Berlin heran. Durch den Bau der Berliner Mauer 1961 wurde Kleinmachnow von West-Berlin getrennt und lag in relativer Abgeschiedenheit vom restlichen Staatsgebiet der DDR. Seit der Wiedervereinigung 1990 nimmt Kleinmachnow am Wachstum des Berliner Umlands teil.

Das Gemeindegebiet Kleinmachnow wird im Süden in weiten Teilen vom Teltowkanal begrenzt, nur entlang des Machnower Sees und östlich des Sees im Bereich des historischen Ortskerns ragt das Gemeindegebiet über den Teltowkanal nach Süden hinaus. Nach Norden, Westen und Osten liegt in einer Art Einbuchtung des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf die Stadtgrenze zu Berlin. Zu Zeiten der Berliner Mauer war der Ort nur von Teltow und Stahnsdorf über zwei Brücken über den Teltowkanal erreichbar, ab 1990 wieder von Berlin-Zehlendorf. Seit 1996 existiert ein eigener Autobahnanschluss an die Bundesautobahn 115 im Westen des Ortes. Die Entfernung von Kleinmachnow zur Potsdamer Innenstadt beträgt zirka 16 Kilometer, die nach Berlin-Mitte zirka 17 Kilometer.

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend: Berlin, Teltow und Stahnsdorf.

Kleinmachnow liegt auf der Grundmoränenhochfläche Teltow, die den südwestlichen Teil Berlins und den angrenzenden Teil Brandenburgs einnimmt. Die Grundmoräne entstand in der jüngsten, der Weichsel-Eiszeit vor zirka 21.000 Jahren. Im Bäketal formten die Wasserströme ein besonders bewegtes Relief mit kleinräumigen Hügelketten aus Geschiebemergel und Schmelzwasserrinnen, die heute mit Pfuhlen und Tümpeln durchsetzt sind. Diese aus geologischer Sicht verhältnismäßig lockere Ablagerung erleichterte den Bau des Teltowkanals zwischen dem Seeberg und dem Weinberg erheblich. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der Seeberg mit 65 Meter über NN.

Der Buschgraben ist eine schmale eiszeitliche Schmelzwasserrinne am südwestlichen Rand von Berlin. Der südliche Teil verläuft in nord-südlicher Richtung zwischen Berlin-Zehlendorf und Kleinmachnow und mündet nordwestlich von Teltow in den Teltowkanal.

In Kleinmachnow gibt es eine Reihe von Kleingewässern, die aus Toteislöchern entstanden sind. Um den Meiereipfuhl im Bannwald gab es ehemals fünf Teiche. Der Duellpfuhl an der Ginsterheide, der Pferdepfuhl und der Pfuhl am Jägerstieg/Ecke Wolfswerder gehören dazu. Die Kleingewässer werden heute als Auffangbecken für das Oberflächenwasser der Straßenentwässerung genutzt.

In Kleinmachnow herrscht ein gemäßigtes Klima, das von Norden und Westen vom atlantischen Klima und aus dem Osten vom kontinentalen Klima beeinflusst wird. Wetterextreme wie Stürme, starker Hagel oder überdurchschnittlicher Schneefall sind selten.

Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge von 551,2 mm ist geringer als der bundesweite Durchschnitt von zirka 800 mm. Der meiste Niederschlag fällt in den Sommermonaten Juni bis August mit einem Spitzenwert von 69 mm im Juni. Im Oktober fällt der geringste Niederschlag mit 33 mm. Pro Jahr scheint die Sonne durchschnittlich 1.618 Stunden Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,0 °C.

Wie große Teile der geologisch jungen Oberfläche der Mark Brandenburg war das Bäketal weitgehend versumpft, gleichwohl wie viele Flusstäler bevorzugter Siedlungsraum. Nachdem im Zuge der Völkerwanderungen im 4. und 5. Jahrhundert die Sueben ihre Heimat an Havel und Spree verlassen hatten, zogen im späten 7. und 8. Jahrhundert slawische Stämme in den vermutlich weitgehend siedlungsleeren Raum ein. Der Namensbestandteil Machnow geht auf die Slawen zurück, die bis zum 12. Jahrhundert im Teltow siedelten. Machnov bezeichnet einen Ort, der in einer moosreichen Gegend angelegt wurde. Die sumpfige Senke wurde durch die Bäke gebildet. Den Zusatz „klein“ erhielt Machnow zur Unterscheidung gleichnamiger Orte.

Im Zuge des Landesausbaus der 1157 durch Albrecht den Bären gegründeten Mark Brandenburg sicherten die askanischen Markgrafen den damals einzigen Bäkeübergang mit einer Burg. Der askanischen Burg folgte an der gleichen Stelle mindestens eine weitere Burg, die zusammen mit dem Gut Kleinmachnow über Jahrhunderte im Besitz der Familie von Hake blieb. Noch bis 1470 bestand lediglich dieser eine Übergang im ausgedehnten Bäke-Sumpfgebiet. Der Knüppeldamm lag an der mittelalterlichen Burg und bildete einen strategisch wichtigen Punkt auf der Handelsstraße Leipzig-Saarmund-Spandau. Erst als die brandenburgischen Kurfürsten 1470 ihre Residenz von Spandau nach Berlin verlegten, kamen zwei weitere Bäke-Übergänge hinzu. Die erste urkundliche Erwähnung fand Kleinmachnow 1375 im Landbuch Karls IV. unter der Bezeichnung Parvo Machenow.

Das Gut blieb bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Hake. Das Dorf südlich des Machnower Sees war ein Ensemble aus der heute nicht mehr vorhandenen Alten Hakeburg, einem gleichfalls abgetragenen Schloss beziehungsweise Herrenhaus, dem heute denkmalgeschützten Medusenportal, der Kleinmachnower Dorfkirche, der Bäkemühle und einigen Wohnhäusern. 1906 bis 1908 wurde auf dem nördlich des Machnower Sees gelegenen Seeberg die Neue Hakeburg gebaut.

Der Bau des Teltowkanals von 1901 bis 1906 und der Schleuse Kleinmachnow stellte den Wendepunkt in der Entwicklung des Dorfes dar. Die Schleuse galt als große Attraktion und lockte an den Wochenenden viele Berliner Ausflügler in die nahe gelegenen Wirtshäuser. Nachdem sich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Stadt Berlin rapide ausdehnte, rückte Kleinmachnow in das Blickfeld von Erschließungsgesellschaften. Zwischen 1906 und 1910 entstand die Alte Zehlendorfer Villenkolonie. Der Erste Weltkrieg trieb die Baugesellschaften in die Liquidation.

Wegen der guten Bahnverbindung des Bahnhofs Dreilinden zur Berliner Innenstadt, damals Kreuzungspunkt der 1838 eingeweihten Stammbahn mit der 1913 eröffneten Friedhofsbahn, siedelten Berliner in der Nähe des Bahnhofs. Die Kolonie Dreilinden entstand, die später zum Ortsteil von Kleinmachnow werden sollte.

Ende der zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre wurde Kleinmachnow in westlicher Richtung erschlossen. Im Gegensatz zur Villenkolonie lag der Schwerpunkt jetzt auf dem erschwinglichen Land- und Hauserwerb für mittelständische Familien. Der Bauunternehmer Adolf Sommerfeld erschloss neue Siedlungsgebiete durch standardisierte Einfamilienhäuser in nahezu industrieller Bauweise. Noch heute prägen diese Häuser in der Bürgerhaussiedlung große Teile des Kleinmachnower Erscheinungsbildes.

Die Familie von Hake verkaufte 1937 aus Geldnöten die Hakeburg an die Reichspost. Der damalige Postminister Wilhelm Ohnesorge machte aus der Burg seine Privatresidenz. Ohnesorge war seit Hitlers Machtübernahme im Jahr 1933 Staatssekretär, mit der Mitgliedsnummer 42 „alter Kämpfer“ der NSDAP und Träger des Goldenen Parteiabzeichens. Er errichtete eine Forschungsanstalt, die sich mit kriegswichtigen Themen befasste.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden vom Rüstungsbetrieb Dreilinden Maschinenbau GmbH, einer hundertprozentigen Tochter von Bosch, Teile für Flugzeugmotoren produziert. Auf dem Fabrikgelände befand sich das KZ-Außenlager Kleinmachnow, in dem bis zu 5000 Menschen gearbeitet haben, davon etwa 2700 Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Etwa 800 Polen wurden während des Warschauer Aufstandes von 1944 verhaftet und in das Lager überstellt. Gegen Kriegsende wurden alle Häftlinge in das Konzentrationslager Sachsenhausen verlegt und von dort aus auf den berüchtigten Todesmarsch getrieben. Eine Gedenkstätte erinnert an das Arbeitslager und die Geschichte des Ortes.

Im Zweiten Weltkrieg fielen im Frühjahr 1943 erste Bomben auf Kleinmachnow. Während 1943 Bombenangriffe den Gutshof, die alte Hakeburg und größte Teile des alten Dorfkerns zerstörten, blieben die Schleuse und die neue Hakeburg fast unversehrt.

Im Juni 1946 wurde die Reichspost enteignet und die SED neuer Eigentümer der Hakeburg. Zwischen 1948 und 1954 befand sich auf dem Gelände der Sitz der Parteihochschule Karl Marx der SED. Die Hakeburg entwickelte sich zum ideologischen Zentrum der DDR. 1973/74 richtete das Zentralkomitee in der Hakeburg zusätzlich eine zentrale Sonderschule ein. Schwerpunkt war die Weiterbildung leitender Kader für Agitation, Propaganda und Kultur und die Qualifizierung von Parteischullehrern. 1979 wurde die Hakeburg neu eingerichtet und 1980 zu einem Gästehaus für Staatsgäste umfunktioniert.

Das autoritäre Regime in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR auf dem Hintergrund des Kalten Krieges führte bis 1961 zu einem erheblichen Bevölkerungsverlust durch Flucht. Nach einer Resolution von Bürgern an den DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl gegen Verkehrsbeschränkungen wurden die Angeklagten in einem Schauprozess zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt.

Nach dem Mauerbau 1961 bildete der größere Teil der Kleinmachnower Gemarkungsgrenze die Grenze nach West-Berlin. Die Wohnbebauung an der Grenze war nur unter strenger Zugangsbeschränkung erreichbar. Mit dem Mauerbau wurde Dreilinden von Berlin-Wannsee abgetrennt und Ortsteil von Kleinmachnow. Im Jahr 1969 wurde die ursprüngliche Streckenführung der 1940 gebauten Autobahn wegen des Grenzverlaufs neu trassiert.

Auf der heutigen Gemarkung Dreilinden befand sich enklavenähnlich, militärisch gesichert, die Grenzübergangsstelle Drewitz und auf der heutigen Autobahn 115 der Alliierten-Übergang Checkpoint Bravo zwischen West-Berlin und der DDR. In Kleinmachnow war das Grenzregiment 42 „Fritz Perlitz“ stationiert, das über Jahrzehnte zahlreiche Menschen gewaltsam am Grenzübertritt hinderte. Bei dem Versuch, von der DDR oder Ost-Berlin über die Mauer nach West-Berlin zu gelangen, verloren bis zum Fall der Mauer 1989 über 120 Menschen ihr Leben. Darunter befanden sich vier Kleinmachnower Maueropfer. Am Adam-Kuckhoff-Platz, dem heutigen Wochenmarkt, erinnert ein Gedenkstein an die Opfer der deutschen Teilung.

Nach 1990 wurde das Prinzip Rückgabe vor Entschädigung der damaligen Bundesregierung angewandt. Mehr als die Hälfte der Wohnungen und Grundstücke standen unter staatlicher Zwangsverwaltung, was in der DDR der Regelfall bei sogenannten Westgrundstücken war. Die Auseinandersetzungen zwischen den Eigentümern, die die Rechte an ihren Grundstücken und Häusern zurückerhielten, und den Mietern machten Anfang der neunziger Jahre viele Schlagzeilen. Deshalb wurde 1990 in Kleinmachnow der erste Mieterbund Brandenburgs und die Bürgerbewegung und Partei Kleinmachnower Bürger gegen Vertreibung gegründet, die 1994 25 Prozent der Wählerstimmen erhielt. Die Erschließung eines Baugebietes südlich des Stolper Wegs und die vergünstigte Abgabe des Baulandes an Alt-Kleinmachnower entschärfte die aufgeheizte Atmosphäre.

Ab Mitte der neunziger Jahre eröffneten verteilt über den Ort zahlreiche neue Geschäfte: 1993 das Fuchsbau-Eck; 1995 der Neubaukomplex am Uhlenhorst; 1996 der Wochenmarkt auf dem Adam-Kuckhoff-Platz, dem einstigen Kontrollpunkt Düppel; 1997 der Wohn- und Geschäftskomplex am OdF-Platz und 2002 neue Geschäfte am Meiereifeld/Thomas-Müntzer-Damm. Durch den Bau eines neuen Rathauses mit Wohn- und Geschäftsbebauung an der Förster-Funke-Allee entstand im April 2004 ein neuer Ortsmittelpunkt, der Rathausmarkt. Der Bodenrichtwert lag 2006 zwischen 210 und 240 Euro je Quadratmeter. Kleinmachnow ist geprägt durch den hohen Anteil von zirka 75 Prozent Einfamilienhäusern und 16 Prozent Zweifamilienhäusern.

Die Klärung der Ansprüche von Alt-Eigentümern ist nicht abgeschlossen. Über die Eigentumsverhältnisse von rund 1.000 Grundstücken in der Sommerfeld-Siedlung wird seit 1997 ein Rechtsstreit geführt, der einer der größten vermögensrechtlichen Fälle in Deutschland ist. 1927 gründete Adolf Sommerfeld, ein jüdischer Bauunternehmer, eine Siedlungsgesellschaft. Im April 1933 flüchtete er wegen eines Überfalls von Nationalsozialisten aus Deutschland, seine Firma wurde arisiert. Gegen die Rückgabe des Betriebes 1950 ohne die Grundstücke klagte die Jewish Claims Conference und verkaufte später wegen vermeintlich geringer Erfolgschancen die Ansprüche an den Berliner Rechtsanwalt Christian Meyer. Dieser führte mehrere Gerichtsverfahren und konnte in Einzelfällen eine Rückübertragung erreichen. Im Rechtsstreit sind noch fast 800 Verfahren anhängig. Es soll sich um Immobilien im Verkehrswert von rund 45 Millionen Euro handeln. Beim Bundesverfassungsgericht ist eine Verfassungsbeschwerde anhängig, mit deren Entscheidung nicht vor Mitte 2008 gerechnet wird.

Bis zum Ersten Weltkrieg blieb der Charakter eines Gutsdorfes vor den Toren Berlins weitgehend erhalten. Die Bevölkerungszahl lag unterhalb von 450 Einwohnern. Durch die Besiedlung in Dreilinden und im Nordosten sowie insbesondere durch die Errichtung der Bürgerhaussiedlung Adolf Sommerfeld im Nordwesten stieg die Bevölkerungszahl sprunghaft von 944 Einwohnern im Jahr 1926 auf 5.900 im Jahr 1935 und auf 12.564 im Jahr 1939 an.

Der erhebliche Bevölkerungsverlust durch Flucht bis 1961 wurde durch den Zuzug neuer Bürger ausgeglichen. Nach der Wiedervereinigung hielt sich die Bevölkerungszahl bis 1996 auf konstantem Niveau. Aufgrund der verstärkten Klärung von Rückgabeansprüchen von Alt-Eigentümern und der attraktiven Lage von Kleinmachnow kam es ab Mitte der neunziger Jahre bis heute zu einem Bevölkerungsanstieg von 60 Prozent. Die Zahl der Einwohner der Gemeinde ist zwischen 1998 und 2007 um durchschnittlich 700 neue Einwohner pro Jahr gestiegen. Neben den Einwohnern mit Hauptwohnsitz sind zusätzlich rund 1.000 Personen mit Nebenwohnsitz gemeldet.

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen ist geprägt von der starken Zuwanderung junger Familien. Mehr als ein Sechstel der Einwohner sind unter 12 Jahren alt. Damit ist Kleinmachnow eine der kinderreichsten Gemeinden Brandenburgs.

Die Bertelsmann-Stiftung sieht Kleinmachnow als Agglomerationsraum mit hohen Wachstumserwartungen. In ihrem Wegweiser Demographischer Wandel wird ein Anstieg der Bevölkerung zwischen 2006 und 2025 um 8,8 Prozent auf 20.434 Einwohner vorausgesagt (2010: 19.509 Einwohner, 2015: 20.069 Einwohner). Als Folge der Zuwanderung wird der Anteil der Alt-Eingesessenen im Verhältnis zur Einwohnerzahl weiter sinken und nur noch zirka zehn Prozent betragen.

1539 führte der Kurfürst von Brandenburg Joachim II. die Reformation ein. Danach war Brandenburg über Jahrhunderte eine überwiegend protestantisch geprägte Region. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis neben der reformierten Kirche. Die Familie von Hake hatten sich 1539 noch vor dem Kurfürsten vom katholischen Glauben losgesagt.

Die alte Dorfkirche wurde 1597 als eine der ersten evangelischen Kirchenbauten in der Mark Brandenburg fertiggestellt. Anfangs gehörte sie zum Grundbesitz der Familie von Hake. Als Kleinmachnow in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts expandierte, wurde im Jägerstieg ein Gemeindehaus gebaut, welches 1953 zur Auferstehungskirche erweitert wurde. Die Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde ist stark gewachsen und zählt zirka 5.300 Mitglieder (Stand September 2007).

Neben der landeskirchlichen Gemeinde gibt es die Evangelisch-Lutherische Freikirche am Zehlendorfer Damm mit zirka 70 Mitgliedern. Sie wurde 1871 gegründet und nennt sich seit Mai 2007 Paul-Gerhardt-Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Freikirche.

Mit dem Bau des Teltowkanals kamen viele Arbeiter aus katholischen Regionen des Deutschen Reiches, vor allem aus Oberschlesien. So entstand nach 350-jähriger Unterbrechung eine neue katholische Gemeinde. Sie erhielt ihre erste Organisation in dem im Jahr 1905 gegründeten Arbeiterverein. Bis zur Fertigstellung der ersten Notkirche in Teltow 1920 vergingen noch 15 Jahre. Für Kleinmachnow und Stahnsdorf wurde 1935 im Kleinmachnower Schleusenrestaurant die erste Messe gehalten. 1948 wurde die Notkirche St. Thomas Morus fertig gestellt und 1960 Kleinmachnow zur Pfarrei erhoben. Die heutige Kirche an der Hohen Kiefer wurde 1992 geweiht. Seit 2003 gehören die Katholiken der Region in Stahnsdorf, Kleinmachnow, Teltow und Großbeeren zur Gemeinde Sanctissima Eucharistia mit den Kirchen St. Thomas Morus in Kleinmachnow und Ss. Eucharistia in Teltow.

Andere Religionen sind kaum vorhanden. Die Gemeinschaft Christliche Wissenschaft ist in Kleinmachnow mit einer von 80 Gemeinden in Deutschland vertreten. Sie feiert Gottesdienste in der Musikschule Engelbert Humperdinck am Weinberg. Eine muslimische oder jüdische Gemeinde gibt es in Kleinmachnow nicht.

Die Gemeindevertretung besteht aus 28 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Hatten bis 2003 die alteingesessenen Kleinmachnower das politische Sagen im Ort, zeichnen sich bei der Wahl im Oktober 2003 die zahlreichen neu hinzugezogenen Einwohner für die Wahl der Hälfte der Mitglieder der Gemeindevertretung verantwortlich. Der erhebliche Zuzug im Ort beeinflusste die politische Ausrichtung. Anders als in Teilen Brandenburgs konnten die Bündnis 90/Die Grünen in das Parlament einziehen, während die Die Linke (früher PDS) an Einfluss verlor. Die CDU stand in der Gunst ungefähr gleichauf mit der SPD, die seit 1994 mit Wolfgang Blasig den Bürgermeister stellt.

Die Zusammensetzung der Vertretung wechselte zuletzt mit den Kommunalwahlen im September 2008. Die CDU löst die SPD als stärkste politische Kraft in der Gemeindevertretung ab. Drittstärkste Kraft bleibt unverändert Die Linke vor der parteiunabhängigen Gruppierung WIR für Kleinmachnow, die ihren Stimmanteil fast verdoppelt. Während der Anteil von Bündnis 90/Die Grünen sich nicht verändert, ist die FPD mit zwei zusätzlichen Sitzen in der Gemeindevertretung hinter WIR der zweitgrößste Gewinner der Wahl. Weitere Wählerinitiativen sind Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow (BIK) und PRO Kleinmachnow.

Eine Fusion der Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow wurde schon 1967 in der DDR angedacht. Ab 1972 bildete die Region verwaltungsorganisatorisch einen Gemeindeverband, in dem die drei Gemeinden ihre rechtliche Eigenständigkeit behielten. Seit der deutschen Einheit 1990 hält die Diskussion um die geeignete funktionale Struktur an. Dabei schwankt das Spektrum der Meinungen zwischen informeller Zusammenarbeit, vertraglich vereinbarter Kooperation und Fusion zur Großgemeinde. Von der in den Jahren 2000 bis 2003 in Brandenburg durchgeführten Gemeindegebietsreform blieb Kleinmachnow unberührt.

Die Diskussion wird durch die Verabschiedung des Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg 2007 belebt, der ein neues zweistufiges System der zentralen Orte für Brandenburg mit vier Oberzentren und 50 Mittelzentren vorsieht. Der Entwicklungsplan weist von den drei Gemeinden ab 2008 nur Teltow als Mittelzentrum aus, was für Stahnsdorf und Kleinmachnow reduzierte Fördermittel bedeutet. Ein Ergebnis der seit Jahren geführten politischen Diskussion ist nicht zu erkennen.

Die Kommunen Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf gründeten 1999 die kommunale Arbeitsgemeinschaft Der Teltow (KAT). Diese soll eine Vertiefung der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit in den Bereichen räumliche Entwicklungsplanung, Verkehr und Verwaltungstätigkeit sowie in den sozialen, gesundheitlichen, kulturellen, schulischen und sportlichen Einrichtungen erreichen. In grundlegender und struktureller Hinsicht konnte die KAT die Region bislang nicht prägen.

Der Teltowkanal bildet die Grenze zwischen den Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow sowie Berlin und Potsdam. Er wird bisher wenig für Naherholung, Freizeit und Wassersport genutzt. Die Interessensgemeinschaft Teltowkanalaue strebt die Neuanlage durchgängiger Wander- und Radwege zwischen dem S-Bahnhof Teltow-Stadt und dem Potsdamer S-Bahnhof Griebnitzsee an. Durch die Anlage eines interkommunalen Grünzugs sollen Gemeindegrenzen überwunden und die regionale Zusammenarbeit der drei Gemeinden gestärkt werden. Die Teltowkanalaue ist integraler Bestandteil des räumlich übergreifenden Teltowparks, welcher durch die gemeinsame Landesplanung bereits als Regionalpark vorgeschlagen wurde.

Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg verlieh am 6. Februar 1937 der Gemeinde das Wappen. Es stellt im oberen Teil das Tor der Schleuse Kleinmachnows dar, im unteren Teil die drei Gemshörner (Haken) aus dem Wappen derer von Hake. In der Heraldik wird das Wappen fachsprachlich als „Geteilt von Blau und Silber, oben ein silbernes rot bedachtes Schleusengebäude mit drei schwarzen Schleusentoren, das mittlere aufgezogen; unten drei schwarze Mauerhaken, der linke gegengewendet“ beschrieben.

Versuche der Nationalsozialisten, das Wappen zu verändern, schlugen fehl. Sie wollten in dem freien Raum zwischen den beiden Schleusentoren ein Hakenkreuz anbringen.

Kleinmachnow unterhält seit 1996 partnerschaftliche Beziehungen zur baden-württembergischen Stadt Schopfheim. Die Wurzeln dieser Partnerschaft gründen auf den Kontakten der evangelischen Kirchen beider Orte seit 1948. Auch zu Zeiten der deutschen Teilung hielt diese Verbindung. So kam 1971 erstmals ein Treffen zweier Gruppen aus den Kirchengemeinden in Ost-Berlin zustande.

Als Gastgeschenk der Schopfheimer zum zehnjährigen Partnerschaftsjubiläum im Juni 2006 schmückt ein Meilenstein mit Wappen und Entfernungsangabe den Eingang zum Rathausmarkt.

Seit der Wiedervereinigung liegt die Arbeitslosenquote unter sechs Prozent, seit 2004 unter fünf Prozent. Mit 431 Arbeitslosen im Jahr 2006 ist die Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent weit unter dem Durchschnitt des Landkreises Potsdam-Mittelmark von 11,7 Prozent sowie Brandenburgs von 17,0 Prozent. Das durchschnittliche, verfügbare Nettoeinkommen pro Einwohner ist in Kleinmachnow mit 20.814 Euro nach Glienicke/Nordbahn das zweithöchste in Ostdeutschland. Die Kaufkraft liegt knapp 20 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 17.631 Euro.

Die günstige Situation ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Viele Werktätige waren zu Zeiten der DDR in kleineren und mittleren Unternehmen im Handwerk, im Bauwesen und im Gartenbau beschäftigt. Damit wurde der abrupte Strukturwandel nach der Wiedervereinigung im Vergleich zu anderen Städten mit hohen Industrieanteilen erleichtert. Die Einwohnerzahl ist durch den Zuzug von kinderreichen, einkommensstarken Familien ab 1997 kontinuierlich gestiegen. Zudem ist die geografische Lage im Speckgürtel von Berlin attraktiv.

Die Unternehmen mit Sitz in Kleinmachnow bieten zirka 4.000 Arbeitsplätze an. 2006 waren mit 1.483 Betrieben sieben Prozent mehr Betriebe als im Jahr zuvor registriert. Neben zehn Industriebetrieben sind vor allem Handwerksfirmen und Handelsunternehmen ansässig. 251 Firmen wurden 2006 neu angemeldet und 164 Betriebe aus dem Register gestrichen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Grenzübergangsstelle Drewitz befindet sich seit 1996 das 45 Hektar große Gewerbegebiet Europarc Dreilinden mit dem größten Arbeitgeber Kleinmachnows, der deutschen eBay-Zentrale. Der Betreiber des Internet-Marktplatzes hat seine Belegschaft in den vergangenen drei Jahren von 400 auf 1.100 Mitarbeiter ausgebaut. Insgesamt sind im Technologie- und Business-Park rund 2.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Firmen beschäftigt. Nicht so positiv verläuft die Entwicklung im 25 Hektar großen Fashionpark, der ursprünglich ein Zentrum für die Textil- und Modebranche werden sollte. Der Plan scheiterte vor Jahren. Im Juni 2006 hat die Gemeinde die Bezeichnung in TIW-Gebiet (Technik, Innovation, Wissenschaft) geändert.

Das Haushaltsvolumen der Gemeinde beträgt 2007 rund 23,5 Millionen Euro, von denen 80 Prozent auf den Verwaltungshaushalt entfallen. Davon müssen 33 Prozent als Umlage an den Landkreis abgeführt werden und 25 Prozent werden für Kinderbetreuung eingestellt. Der Vermögenshaushalt, der Investitionen von 4,15 Millionen Euro beinhaltet, sieht mit 33 Prozent wie im Vorjahr die größten Ausgaben im schulischen Bereich vor. 20 Prozent sollen in den Straßenbau und 13 Prozent in Fuß- und Radwege investiert werden. Mit 0,83 Prozent werden Vereine und Projekte bedacht. Der Etat 2007 sieht wie 2006 einen ausgeglichenen Haushalt ohne Neuverschuldung vor. Bei insgesamt aufgenommenen Krediten in Höhe von 4,8 Millionen Euro beträgt die Schuldenlast pro Einwohner 250 Euro (ohne Eigenbetriebe). Dies ist einer der niedrigsten Werte in Deutschland.

Im Rathaus am Adolf-Grimme-Ring befindet sich die Verwaltung der Gemeinde, der Sitz des Bürgermeisters, das Bürgerbüro, die öffentliche Bibliothek sowie der Eigenbetrieb Kita-Verbund, der alle kommunalen Kindertagesstätten betreibt. Im Foyer können Veranstaltungen mit bis zu 300 Besuchern stattfinden. Der Sitzungssaal der Gemeindevertreter bietet Platz für Veranstaltungen bis zu 200 Personen.

Die Gemeinde bietet mit der JFE Jugendfreizeiteinrichtung ein seit Jahren etabliertes Angebot an Jugendliche. Das regelmäßige Programm umfasst Musikworkshops, Kreativkurse, Tanzgruppen und Grafittikurse. 1991 wurde als weitere kommunale Einrichtung der Eigenbetrieb Bauhof gegründet, der für die Pflege der Grünanlagen und den Winterdienst der Straßen zuständig ist.

Das Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, das am 1. Januar 2008 aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft hervorging, ist eine Forschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In Kleinmachnow ist das Institut für Strategien und Folgenabschätzung im Pflanzenschutz angesiedelt.

Zur Gewährleistung der Richtigkeit von Messungen gab es in Berlin und Brandenburg eigene Landeseichämter. Diese wurden 2005 zusammengelegt und bilden heute mit Sitz in Kleinmachnow das Landesamt für Mess- und Eichwesen Berlin-Brandenburg.

Im Land Brandenburg hat jeder nach Maßgabe des Akteneinsichts- und Informationszugangsgesetzes das Recht auf Einsicht in Akten. Der am Stahnsdorfer Damm ansässige Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht ist eine Kontrollinstanz für die Einhaltung des Datenschutzes und der Informationsfreiheit bei öffentlichen Stellen. Er ist nicht zuständig für die Einsicht in „Stasi-Akten“. Diese Unterlagen werden vom Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR verwaltet.

In Kleinmachnow ist der Sitz der Geschäftsstelle der deutschen wissenschaftlichen Fachgesellschaft Gesellschaft für Umweltrecht.

Alle kommunalen Kindertagesstätten, dies sind acht kombinierte Krippen und Kindergärten mit insgesamt 600 Plätzen sowie drei Horte, werden durch den KITA-Verbund betrieben. Zusätzlich existieren mit dem evangelischen und katholischen Kindergarten, dem Waldorf-Kindergarten und dem englischen Klax-Kindergarten fünf Kindergartenstätten in freier Trägerschaft.

Die starke Zuwanderung von Familien mit jungen Kindern führt in den nächsten fünf Jahren zu einer Spitze bei den Schülerzahlen. Nach den Prognosen des Landkreises werden im Schuljahr 2009/10 etwa 560 Schüler in eine siebte Klasse wechseln, von denen – das ist das besondere Merkmal der Region – bis zu 70 Prozent das Gymnasium besuchen wollen.

In Kleinmachnow gibt es mit der Steinweg-Grundschule, der Grundschule auf dem Seeberg und der Eigenherd-Europa-Schule drei gemeindliche Grundschulen. Die 2004 gegründete Evangelische Grundschule Kleinmachnow ist eine christlich orientierte Ganztagsschule, die von der Hoffbauer-Stiftung getragen wird. Als weiterführende Schule besuchen zirka 550 Schüler die Maxim-Gorki-Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Im Jahr 1991 ging das Weinberg-Gymnasium aus der Erweiterten Spezialoberschule Kleinmachnow hervor. Heute werden dort zirka 700 Schüler auf dem mathematisch−naturwissenschaftlichen Gebiet speziell gefördert. Ergänzt wird die Schullandschaft durch die Freie Waldorfschule, die Allgemeine Förderschule und die Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ Albert Schweitzer.

Auf dem Seeberg existiert seit 2001 die Berlin Brandenburg International School (BBIS) als private, englischsprachige Ganztagsschule. Unterrichtet werden zirka 580 Schüler 40 verschiedener Nationalitäten. Die gemeinnützige Gesellschaft als Trägerin der Schule investiert in die Errichtung eines Schulcampus mit modernen Sportanlagen, nachdem sie das Areal 2006 erworben hatte.

In unmittelbarer Nähe zur Schleuse unterhält die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost ein Berufsbildungszentrum. Dort werden Wasserbauer und Verwaltungsfachangestellte ausgebildet.

Kleinmachnow liegt an der Bundesautobahn 115, Ausfahrt 5 Kleinmachnow. Die A 115 verbindet den Berliner Stadtring (A 100) im Südwesten von Berlin mit dem Berliner Ring (A 10). Nahe der südlichen Gemeindegrenze von Kleinmachnow verläuft die Landesstraße L 40. Diese Straße erschließt das südliche Berliner Umland über Stahnsdorf, Teltow, Mahlow, Schönefeld nach Berlin Treptow-Köpenick. Sie verbindet Kleinmachnow mit den Bundesstraßen B 101, B 96 und B 179. Die Entfernung zum Flughafen Berlin-Tegel beträgt weniger als 25 Kilometer, zum Flughafen Berlin-Schönefeld weniger als 30 Kilometer.

Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen fünf Buslinien der Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH sowie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Alle Linien sind in Tarifgebieten Berlin C bzw. Potsdam C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg zu benutzen. Die Buslinien verbinden Kleinmachnow mit den S-Bahnstationen Teltow-Stadt (Bus 117, Anschluss an die S-Bahnlinie S2) oder Lichterfelde Ost (Bus 117, S25), Mexikoplatz (Bus 629, Anschluss S1), Berlin-Wannsee (Bus 620, Anschluss S1 / S7), Berlin-Zehlendorf (Bus 623, Anschluss S1) und den U-Bahnstationen Krumme Lanke (Bus 629, Anschluss U3) sowie Oskar-Helene-Heim (Bus 623, Anschluss U3). Der Bahnhof Berlin-Wannsee bietet weiterhin Anschlüsse an den Fernverkehr, mehrere RegionalExpress-Linien und Regionalbahnen. Vom Rathausmarkt Kleinmachnow sind die Berliner Bahnhöfe Potsdamer Platz und Zoologischer Garten in zirka 45 Minuten erreichbar.

Am nördlichen Rand von Kleinmachnow führt die ehemalige Trasse der Berlin-Potsdamer Eisenbahn (Stammbahn) entlang, auf der seit 1961 kein Bahnverkehr stattfindet. Die Stammbahn führte vor dem Zweiten Weltkrieg über Griebnitzsee und Babelsberg nach Potsdam. Auf der Gemarkung Dreilinden kreuzte sie die Friedhofsbahn. Diese führte von Berlin-Wannsee nach Stahnsdorf zu den Friedhöfen von Berliner Kirchengemeinden. In Hinblick auf eine bessere Anbindung des Gewerbegebietes Europarc Dreilinden werden verschiedene Alternativen einer Wiederaufnahme im Regional- oder S-Bahn-Verkehr diskutiert, welche nicht abzusehen ist.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17 (Bundeswasserstraßenverbindung Hannover-Magdeburg–Berlin) hat zum Ziel, den Teltowkanal entsprechend Binnenwasserstraßenklassifizierung Vb für Großmotorgüterschiffe bis zu 110 Meter Länge und Schubverbände bis zu 185 Meter Länge befahrbar zu machen. Verschiedene Umweltverbände protestieren seit 1992 wegen der befürchteten massiven Eingriffe in die Uferlandschaften gegen den Ausbau. Das Bundesverkehrsministerium hält am Planfeststellungsbeschluss fest, der einen Ausbau der Nordkammer der Schleuse auf 190 Meter Länge vorsieht. Für das Jahr 2009 ist vom Wasserstraßen-Neubauamt Berlin die Ausschreibung für den Ausbau der Schleuse vorgesehen.

Die Erreichbarkeit des Flughafen Berlin-Schönefeld ist über Buslinien (mit Umsteigen) und mit PKW innerhalb von 45 Minuten gegeben.

In der Liste der Baudenkmäler in Kleinmachnow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.

Am Lauf der Bäke, südlich des Machnower Sees befinden sich zahlreiche Bauwerke, deren Geschichte mit der Familie von Hake verbunden sind: das Medusentor zum ehemaligen Hake’schen Gutshof, die Bäkemühle, die alte Dorfkirche und das alte Forsthaus. Auf dem Seeberg am Nordufer des Machnower Sees liegt die vom Architekten Bodo Ebhardt entworfene neue Hakeburg, die einen Panoramablick über den See und das Bäketal biete.

Der Teltowkanal ist eine 37 Kilometer lange künstliche Wasserstraße und verbindet die Havel bei Potsdam mit der Dahme in Berlin-Grünau. Westlich des Machnower Sees, den der Teltowkanal durchfließt, liegt die Schleuse Kleinmachnow. Die in 1993 von einem Lastschiff schwer beschädigte alte Schleusenbrücke wurde 2005 durch einen Neubau ersetzt.

Das Weinbergviertel mit drei Straßenzügen liegt neben dem alten Dorfkern mit der Dorfkirche. Mehrere Häuser des Viertels stehen unter Denkmalschutz, darunter das um 1936 von Egon Eiermann erbaute Wohnhaus für den Schauspieler Paul Henckels und die 1906 vom Maurermeister Fritz Schirmer erbaute Landhausvilla für den Dorfschullehrer Koch. Die 2005 gegründete Bürgerinitiative Weinberg sind Wir setzt sich für den Erhalt der Natursteinpflasterbeläge auf Straßen und Gehwegen ein. Im Januar 2006 hat das Denkmalamt des Landes Brandenburg die gesamte Straßenanlage im Weinberg-Viertel unter Schutz gestellt und in die Denkmalliste des Landes eingetragen.

Prächtige Villen wie die Villa Elisabeth und die Villa Medon zeugen von den frühen Landhausbauten in der Alten Zehlendorfer Villenkolonie. Die Villa Medon wurde 1906 nach Plänen des Berliner Architekten Max Welsch erbaut. Bauherr war Hofbrunnenbaumeister Gustav Georg Medon.

An der Autobahn 115 steht in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen DDR-Grenze und vor der damaligen Grenzübergangsstelle Drewitz eine Säule, die das DDR-Staatswappen trug. Kurz danach befindet sich von Berlin kommend links hinter einer Lärmschutzwand ein Betonsockel, der einen rosafarbenen Schneepflug trägt. Bis zur Wiedervereinigung stand auf dem Sockel ein sowjetischer Panzer (T34) als Siegessymbol der Rote Armee über das Dritte Reich. Von der ehemaligen Grenzübergangsstelle im Ortsteil Dreilinden sind der Kommandantenturm sowie Teile des Abfertigungsgebäudes erhalten. Der 1998 gegründete Verein CHECKPOINT BRAVO e. V. fördert die Restaurierung, Ausbau und Pflege des denkmalgeschützten Turms. Der Turm wurde im Jahr 2007 grundlegend saniert und beinhaltet eine Dauerausstellung, die an die Geschichte der deutschen Teilung erinnert.

Kleinmachnow ist eine „Wohngemeinde im Grünen“. Der Anteil der Wohngebiete an der Gemeindefläche beträgt 45 Prozent. 40 Prozent der Fläche stehen als Wald, Sport-, Grün-, Wasser- oder Biotopfläche der Erholung zur Verfügung. Der Anteil der Straßen, Gewerbe- und Sondergebiete ist mit 15 Prozent vergleichsweise klein. Der Wille vieler Bürger, den grünen Charakter der Gemeinde zu erhalten, fand ab 1990 seinen Ausdruck in der Unterschutzstellung des Bannwaldes, der Kiebitzberge, dem Buschgraben und dem Bäketal. Er drückt sich ebenfalls in der strengen Gehölzschutzsatzung aus, gegen deren Rechtmäßigkeit eine Normenkontrollklage anhängig ist.

Auf dem ehemaligen Grenzstreifen liegt im äußersten Osten von Kleinmachnow der Buschgraben mit Buschgrabensee und dem Feuchtgebiet am Erlenweg. Der 1926 angelegte Buschgrabensee war nach dem Zweiten Weltkrieg ein Torfstich und diente später als Regenwasserrückhaltebecken. Bei dem Feuchtgebiet am Erlenweg handelt es sich um einen verlandeten Rinnensee. Da beide Gebiete durch die Grenzanlagen zwischen 1961 und 1990 nicht zugänglich waren, konnte sich die Natur ungestört entwickeln. Eine Fülle von Pflanzenarten und über 70 Vogelarten konnten sich entwickeln. 259 Schmetterlingsarten leben hier, und über 300 Pflanzenarten sind nachgewiesen worden.

Die Wiesen im Landschaftsschutzgebiet am Weinberg sind ein Quellgebiet der Bäke. Auf seinem Verlauf von rund drei Kilometern durch das Bäketal Kleinmachnow gewinnt dieses Teilstück des Fließes ein beträchtliches Wasservolumen, das ganzjährig einen fließenden Bach bilden lässt. Da der Verlauf des Teltowkanals hier durch den Machnower See hindurch begradigt wurde, ist dieser Bäketeil nahezu in seiner ursprünglichen Lage erhalten und mit Teilen seiner ursprünglichen Vegetation wie sumpfigen Feuchtwiesen und Auenwäldern als Naturschutzgebiet Bäketal ausgewiesen. 87 Vogelarten wurden gezählt. Davon brüten 59 Arten, von denen 11 Arten besonders schützenswert sind.

In diesem Gebiet stehen als naturhistorische Denkmale die mit 600 und 700 Jahren vier ältesten Eichen Kleinmachnows sowie ein 2004 von der Lokalen Agenda 21 angelegter Naturlehrpfad. Die Lokale Agenda 21 ist ein Handlungsprogramm, das die Gemeinde in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln soll. Im November 2000 hat Kleinmachnow ihr Leitbild zur nachhaltigen umweltgerechten Entwicklung veröffentlicht. Die Arbeitsgruppe Wanderwege hat seit 1997 sechs Wanderrouten gekennzeichnet. Dies sind der Buschgrabenrundweg, der Bannwaldweg, der Waldweg Dreilinden, der Wanderweg um den Machnower See sowie die überregionalen Routen Bugaweg 2001 und Fontaneweg.

Der Bannwald ist ein bewaldeter Grünzug, der Kleinmachnow in Ost-West-Richtung durchzieht. Er ist zirka drei Kilometer lang, 50 bis 100 Meter breit und bietet in unterschiedlichen Waldpartien eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt.

Kulturell bildeten die 1938 gegründeten Kammerspiele einen zentralen Treffpunkt für Kino, Theater und Gesellschaft, aber auch für den Rat der Gemeinde als Sitzungsraum. Das Haus wurde von 1960 bis 2003 staatlich beziehungsweise kommunal betrieben und befindet sich seit 2004 als Kino in privater Hand. Nach dem Auslaufen des zehnjährigen Pachtvertrages wurde die Nutzung der Kammerspiele als Kulturhaus der Gemeinde diskutiert und der Bürgermeister Ende 2005 mit Verhandlungen über den Ankauf beauftragt. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden. Der Förderverein Freunde des Kulturhauses Kammerspiele e. V. löste sich im September 2006 auf.

Seit 1986 findet in den Kammerspielen Ausbildung an Blasinstrumenten statt. 1992 wurde der Verein Jugendblasorchester Kleinmachnow e. V. gegründet. Dieser wurde 1995 aufgelöst und in die Kreismusikschule Engelbert Humperdinck des Landkreises Potsdam-Mittelmark überführt. Der Name Jugendblasorchester Kleinmachnow blieb erhalten. 2005 schlossen sich Kreismusikschule und Kreisvolkshochschule zusammen und führen ihre Arbeit als Kreismusikschule und Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark GmbH mit Sitz in Kleinmachnow fort.

Rund 40 Jahre hatte der gemeinnützige Kultur und Kunstverein Kleinmachnow e. V. seinen Sitz im Zehlendorfer Damm 45–47. Aufgrund von brandschutztechnischen Mängeln dürfen im ehemaligen Joliot-Curie-Klub seit Juli 2006 keine Veranstaltungen erfolgen. Die Veranstaltungen finden jetzt an unterschiedlichen Orten statt.

Im Jahr 1997 öffnete das Wohnstift Augustinum der gleichnamigen Stiftung als Residenz für 280 Senioren. Der Gebäudekomplex mit 268 Appartements umfasst einen Theatersaal mit 245 Plätzen. Mit dem größtenteils öffentlichen Kunst- und Kulturangeboten ist das Augustinum eine etablierte Adresse für Konzert- und Theaterfreunde aus der Region.

Mitarbeiter des ehemaligen Unternehmens Geräte- und Reglerwerke gründeten 2005 den Verein Industriemuseum Region Teltow e. V. Dieser bewahrt die Erinnerung an die einstigen Firmen und die industrielle Entwicklung der Region.

Die Kiebitzberge sind das regionale Sport- und Naherholungsgebiet mit Freibad, Sportstätten, Rodelberg und Wald. Ein 2004 gegründeter Förderverein setzt sich für den Erhalt des renovierungsbedürftigen Freibades ein.

Der Regionaler SV Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf 1949 e. V. ist mit zirka 2.100 Mitglieder in zwölf Abteilungen der mitgliederstärkste Verein des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Die leistungsstärkste Mannschaft des Vereins spielt in der 2. Bundesliga Basketball. 41 Prozent der aktiven Mitglieder kommen aus Kleinmachnow, der Rest aus Stahnsdorf und Teltow.

Darüber hinaus bieten ein Dutzend weitere Vereine verschiedene Sportarten an. Die Sportstätten liegen entweder in Kleinmachnow oder im angrenzenden Teltow, Stahnsdorf beziehungsweise in nahen Berliner Stadtteilen. Die größte privat betriebene Sporteinrichtung in Kleinmachnow ist der Sportpark Kleinmachnow in den Kiebitzbergen, vormals Sportforum Kleinmachnow.

Die Eigenherd Europaschule Kleinmachnow wurde am 1.9.2007 zum zweiten Mal zur sportlichsten Schule Brandenburgs durch Minister Holger Rupprecht ausgezeichnet.

Das Seniorenstift Augustinum ist mit seinem Theatersaal ein häufig genutzter Ort für Vorträge, Lesungen und Musikveranstaltungen. Für Senioren bietet der AWO-Treffpunkt und die Freizeitstätte Toni Stemmler regelmäßige Angebote, für Jugendliche die JFE Jugendfreizeiteinrichtung. Musikinteressierte können zwischen dem Kirchenchor der Dorfkirche oder dem monatlichen Treffen des Hausmusikkreises in der Kreismusikschule wählen. Für Kinder gibt es seit 2006 im September auf dem Rathausmarkt das Kleinmachnower Kinderfest und seit 1990 zwischen Ende Oktober und Mitte November die Kleinmachnower Märchentage.

Der bis heute einzige Ehrenbürger ist seit 1932 Heinrich Funke. Er war von 1895 Förster auf dem Hake’schen Gutshof, später Gutsvorsteher. Nach Auflösung des Gutsbezirks und Umwandlung in die Gemeinde Kleinmachnow war er von 1920 bis 1931 der erste Gemeindevorsteher.

Im Jahr 1909 baute Lily Braun, eine schriftstellernde Frauenrechtlerin, als eine der ersten eine Villa in Kleinmachnow. Der Komponist und Musiktheoretiker Arnold Schönberg war Gast im Bildhauerhaus des Ferdinand Lepcke. Schönberg entwickelte 1921 die „Methode des Komponierens mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen“, die als Zwölftonmusik bekannt ist.

Kurt Weill, bekannt als Komponist für die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht, kaufte 1931 ein Haus in Kleinmachnow. Er zog mit Ehefrau Lotte Lenya im März 1932 ein. Lenya war eine Interpretin und Propagandistin seiner Werke. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierten beide 1933 zunächst in die Schweiz.

Der Schauspieler Paul Henckels spielte von 1923 bis 1961 in mehr als 230 Filmen mit. Unvergessen bleibt seine Rolle als Professor Bömmel im Film Die Feuerzangenbowle. Kurz nach seinem Einzug in die 1936 gebaute Villa Am Weinberg 5 gab er diese wegen Anfeindungen gegen seine jüdische Frau auf. Im April 1945 wurde der Staatsschauspieler Friedrich Kayssler versehentlich vor seinem Haus von sowjetischen Soldaten erschossen.

Adolf Grimme, ein sozialdemokratischer Kulturpolitiker, lebte in Kleinmachnow von 1930 bis zu seiner Verhaftung 1942 durch die Gestapo wegen einer Verbindung zur sogenannten Roten Kapelle. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er der erste Intendant des neugegründeten Nordwestdeutschen Rundfunks. Nach ihm ist der bedeutende Adolf-Grimme-Preis für Fernsehsendungen benannt.

Verschiedene Schriftsteller wohnten in Kleinmachnow oder sind dort verstorben. Dazu zählen Wolfgang Joho (1908−1991), Hanns Maaßen (1908–1983), ein Journalist und freier Schriftsteller, Walter Janka (1914−1994), ein seit den sechziger Jahren in Kleinmachnow lebender Verleger und Friedo Lampe. Lampe wurde 1945 von einem Soldaten der Roten Armee erschossen, der ihn für einen SS-Mann gehalten hatte. Zu den bedeutendsten Schriftstellern gehören Fred Wander (1916–2006) und seine Ehefrau Maxie Wander (1933–1977) sowie das Ehepaar Christa Wolf (geboren 1929) und Gerhard Wolf (geboren 1926).

Richard Groschopp und Karl Gass gelten als zwei der renommiertesten DEFA-Regisseure. Aus der Feder von Gerhard Bengsch stammen die Drehbücher für mehrere DEFA-Spielfilme und Fernsehfilme für den Deutschen Fernsehfunk. Er war ein mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller, der in Kleinmachnow ab 1956 bis zu seinem Tode 2004 lebte. Der 1999 in Kleinmachnow verstorbene Konrad Petzold war ein Regisseur, der zahlreiche DEFA-Kinderfilme und sogenannte „DEFA-Indianerfilme“ inszenierte.

Am 7. Oktober 2005 wurde in Düsseldorf die nicht herausgegebene Wohlfahrtsmarke Audrey Hepburn für den Rekordpreis von 135.000 Euro versteigert. Der Poststempel des linken Eckrandstückes zeigt das Aufgabepostamt „KLEINMACHNOW 1 / b / 11.02.04 - 18 / 14532“.

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Schleuse Kleinmachnow

Blick auf die Schleuse aus Richtung Ost

Das markanteste Bauwerk des Brandenburg-Berliner Teltowkanals ist die monumentale Schleuse Kleinmachnow, die auch heute noch eine Sehenswürdigkeit ist und unter Denkmalschutz steht. Der Grundstein der Schleuse wurde 1901 gelegt und fünf Jahre später, 1906, fand die feierliche Eröffnung durch Kaiser Wilhelm II. statt.

Die architektonische Ausgestaltung der Schleusengebäude im Bereich des Teltowkanal-Kilometers 8,34 bei Kleinmachnow fügt sich harmonisch in die hier fast mittelgebirgisch anmutende Landschaft des Teltow ein. Die Schleuse liegt südöstlich der Anhöhe des Seeberges und nach Osten fast greifbar nahe am Machnower See, im Süden schließt sich das Naturschutzgebiet Bäketal an und nach Westen öffnet sich der Blick auf den im Wald verschwindenden Teltowkanal – das sind die landschaftlichen „Markenzeichen“ der Schleusenumgebung in direkter Nähe zur südwestlichen Berliner und nordöstlichen Potsdamer Stadtgrenze.

Der rund 38 Kilometer lange Teltowkanal wurde zwischen 1901 und 1906 auf Initiative des Landrates des Kreises Teltow, Ernst von Stubenrauch, erbaut. Er verbindet die Dahme, die ein Nebenfluss der Spree ist, mit der Havel. Als Bundeswasserstraße verläuft der Kanal durch die Bundesländer Berlin und Brandenburg und bildet teilweise ihre Landesgrenze. Der Höhenunterschied zwischen dem Wasserspiegel der Potsdamer Havel und dem der Oberspree wird dank dieser einzigen Schleuse des Teltowkanals überwunden. Sie trennt die Spree- von der Havelhaltung und besorgt den Ab- und Aufstieg der Schiffe bei einem mittleren Gefälle von 2,74 Metern.

Das Schleusenareal nimmt auf der Westseite die Schleusenbrücke auf, die ehemals nach dem Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen benannt war. Sie war so gebaut, dass sowohl der allgemeine Fahrzeugverkehr des Stahnsdorfer Damms fließen, als auch der „Wechsel“ der Treidellokomotiven auf Schienen von einem Ufer an das andere erfolgen konnte. Nach deren Sprengung am 20. April 1945 gab es den Neubau einer Behelfsbrücke, die in der Folgezeit für den Fahrzeugverkehr ausgebaut wurde.

Mit ihrem Hauptgebäude, dem Unter- und dem Oberhaupt bilden die Aufbauten der Schleuse eine architektonisch vorbildlich gestaltete Anlage. Die Projektierung und die Bauleitung lag wie beim gesamten Kanalprojekt in den Händen des Architektenduos, der Königlichen Bauräte Christian Havestadt und Max Contag aus Wilmersdorf.

Ursprünglich wurde die Schleuse Kleinmachnow als Doppelkammerschleuse erbaut und bestand daher aus zwei nebeneinanderliegenden, miteinander verbundenen 67 Meter langen und 10 Meter breiten Kammern. Getrennt werden beide durch eine 12 Meter breite Plattform. Die Kammerbreite gestattete die Schleusung von zwei nebeneinander gekoppelten Finow-Maßkähnen. Die eine Kammer diente der anderen in der Weise als Sparbecken, indem durch die eine nach oben und durch die andere nach unten geschleust wurde. Es erfolgte also ein Wasserspiegelausgleich. Auf diese Weise wurde die Wasserentnahme aus der Oberhaltung um die Hälfte reduziert. Insbesondere an trockenen Sommertagen war dies von Vorteil. Die Verbindung einer jeden Kammer mit dem Ober- und dem Unterwasser erfolgte durch beiderseits der Kammern im Mauerwerk gelegene Umläufe von je 2,46 Quadratmeter Querschnitt. Sie waren so angelegt, dass beim Füllen ein gleichmäßiges Ansteigen des Wassers gewährleistet war. Der Abschluss der Kammern gegen Ober- und Unterwasser sowie gegeneinander erfolgte durch die bewährten Hotoppschen Heber.

Die Kammern wurden also durch Hubtore, durch senkrechte Schützenaufzüge großen Maßstabes, geschlossen. Man wählte diese, durch die für die Unterbringung des Aufzuges notwendigen hohen Turmaufbauten sehr verteuerten Bauart, um einen völlig dichten Wasserabschluss der Kammern zu gewährleisten und die Auflagen der vorgesetzten Königlichen Regierung in Potsdam zu erfüllen, mit dem Wasser der Spree zu Zeiten niedrigen Wasserstandes sparsam umzugehen. Das hat bis heute einen Vorteil: Kein bewegliches, dem Schleusenbetrieb dienendes Konstruktionsteil liegt dauernd unter Wasser. Die Abdichtung der Tore erfolgte durch Bohlen aus Kiefernholz. Die Untertore hatten ein Gewicht von 20 Tonnen, die Obertore wegen ihrer geringeren Höhe dagegen nur von 16 Tonnen. Jedes der Tore war durch ein Gegengewicht so ausbalanciert, dass es im Wasser unter Wirkung des Auftriebes noch eine Tonne Übergewicht besaß. Alle Bewegungselemente werden bis in die Gegenwart mittels Elektromotoren betrieben.

Eine Schleusung lief folgendermaßen ab: Die an der Schleuse angekommenen Schiffe legten an beiden Seiten der vorgebauten, etwa 140 Meter langen hölzernen Leitwerke an. Von da aus wurden sie durch elektrisch betriebene Laufkatzen in die Kammern hineingezogen. Die Gleichstrommotoren waren so ausgelegt, dass sie auch den größten Kahn problemlos bewegen konnten. Die Laufkatzen dienten sowohl zum Hinein- wie auch zum Hinausschleppen der Kähne. Ihr Einsatz hatte den Vorteil, dass das umständliche und gefährliche Auf- und Abwickeln der langen Seile durch eine Bedienungsmannschaft entfiel. Die Abfertigung erfolgte durch die Schleusengehilfen, die nach Öffnung der Tore und nach der Erteilung des Frei-Signals vom Signalturm aus die Laufkatzen einschalteten, nachdem das Zugseil von den Schiffern am Mast befestigt worden war. Sobald die Kähne in der Kammer festgemacht und die Seilverbindungen gelöst waren, begann die „eigentliche“ Schleusung. War diese abgeschlossen, verließen die Kähne die Kammer, und ein Schiff aus der entgegengesetzten Richtung konnte einfahren. Wenn das nicht geschah, musste die Schleuse leer geflutet bzw. das Wasser abgelassen werden. Das Kommando über sämtliche Vorgänge hatte der Schleusenmeister, der sich wegen der besten Übersicht auf der Plattform zwischen den beiden Schleusenkammern aufhielt.

Als Leistungsfähigkeit der Schleusenanlage ist in der zeitgenössischen Fachliteratur vermerkt, dass der gesamte Schleusungsvorgang maximal 30 Minuten dauerte. Er beinhaltete die Fahrt der Laufkatzen hinein und hinaus, das Schließen der Tore, das Ausspiegeln der Wasserstände, das Zu- und Abfüllen von Restwasser und das Heben der Tore. Als nach 1945 die Schiffe mit eigenem Antrieb zugelassen waren, wurden die Laufkatzen überflüssig und entfernt. Noch vor Baubeginn wurde ohne Nacht-, Sonn- und Feiertagsbetrieb eine rechnerische Jahresleistung von 8,64 Millionen Tonnen ermittelt, die jedoch niemals auch nur annähernd erreicht wurde.

Der weitere Ausbau der Reichswasserstraßen und die Umsetzung des strategischen „Speer-Programms“, genannt nach Albert Speer, dem Generalbauinspektor für Berlin in den Jahren 1937 bis 1942, zum Ausbau des Kanals machte ab 1939 den Bau einer zusätzlichen Kammer notwendig. Die neue Nordkammer mit den Abmaßen von 85 Meter Länge und 12 Meter Breite gestattete es, Schiffe in der Größenordnung bis 1000 Tonnen zu schleusen. Die Werften an der Nordseeküste wurden auch mit Zulieferungen aus Berlin bedient. So sollten in Berlin-Tempelhof gefertigte Druckkörper für U-Boote verschifft und über die größere Nordkammer geschleust werden. Auf Hubtore hatten die Konstrukteure aus Kosten- und Zeitgründen verzichtet. Es kamen am Unterwasser ein übliches Stemmtor und am Oberwasser ein Klapptor zum Einsatz. Da nach Inbetriebnahme der Nordkammer mit größeren Schiffen gerechnet werden musste, denen die bestehenden Schleppkapazitäten nicht entsprachen, wurde über die Einstellung des Schleppens mittels elektrisch betriebener Lokomotiven nachgedacht. Nach dem Abwägen von Für und Wider blieb es beim herkömmlichen Schleppbetrieb; allerdings war ab 1940 die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen durch die Teltowkanal AG für das Befahren mit eigener Triebkraft möglich. Die sogenannten Selbstfahrer konnten diese Genehmigung problemlos bei der Einfahrt in den Kanal bei den Kanalmeistereien erhalten.

Nach den ab 1943 fast regelmäßigen Bombenabwürfen am Kanal blieb nur die mittlere Schleusenkammer in Betrieb. Um eine Katastrophe zu verhindern, falls die Schleusenanlage von Bomben getroffen werden sollte, hatte man vorsorglich die neugebaute Nordkammer, die nur wenige Monate für Schwerlasttransporte genutzt wurde, mit Kies verfüllt und vor das Obertor der Südkammer eine Spundwand gesetzt. Während die wenige hundert Meter entfernte alte Hakeburg 1943 einem Bombenangriff zum Opfer fiel, blieb die Schleusenanlage fast unversehrt.

Bis zur Wiedereröffnung des Teltowkanals vom Westen her im Jahr 1981 blieb die Schleuse ungenutzt. Erstaunlicherweise waren ihre beweglichen Funktionsteile danach noch so gut einsatzfähig, dass nur geringe Sanierungsarbeiten notwendig waren.

1992 hat der Rat der Europäischen Gemeinschaft die Empfehlung ausgesprochen, den Ausbau eines einheitlichen europäischen Wasserstraßennetzes voranzutreiben. Dieses Vorhaben ist zugleich für ein leistungsfähiges Wasserstraßennetz im Osten Deutschlands und seine nahtlose Anbindung an den im Westen bereits erfolgten Wasserstraßenausbau von Bedeutung.

Im Zusammenhang mit der Realisierung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 soll der Teltowkanal für den Verkehr von Großmotorgüterschiffen und Schubverbänden ausgebaut werden. Das würde die Vergrößerung der Nordschleuse auf die nutzbaren Abmessungen 190 mal 12,5 mal 4 Meter erfordern. Dann könnten die bis zu 185 Meter langen Schubverbände auf dem Weg von Magdeburg nach Berlin das Nadelöhr Kleinmachnow passieren. In der ersten Bauphase soll den Bauplänen zufolge die mittlere der drei Schleusenkammern mittels Spundwänden von 67 auf 85 Meter verlängert werden, um den bisherigen Schiffsbetrieb weiterhin abfertigen zu können. Von der alten Straßenbrücke bleiben aus Gründen des Denkmalschutzes die Arkaden erhalten.

Geplant sind östlich und westlich der Schleuse Schiffswartebereiche von 400 beziehungsweise 620 Metern. Südlich vom neu errichteten Wohngebiet Stolper Weg müssten dafür am Kanal etwa bis zu 40 Meter des Auwaldes abgetragen werden. Dies ist in der Phase der Planfeststellung noch ein auszuräumender Stolperstein.

Im Jahre 1993 rammte ein leeres Tankschiff beim Einfahren in die Schleuse mit einem Bugpoller einen Brückenträger des Fußgängerteils der Schleusenbrücke. Diese Havarie und Ermüdungserscheinungen an den Widerlagern führten zur Sperrung für den Fahrzeugverkehr. Lediglich Fußgänger konnten die Brücke noch überqueren. Im Zuge der Vorbereitung der Verlängerung der nördlichen Schleusenkammer von 85 auf 190 Meter Länge und Forderungen der Anwohner wurde eine neue Brücke errichtet, die nunmehr einige Meter westlich der Schleusenanlage liegt. Sie wurde am 20. Mai 2005 dem öffentlichen Fahrzeugverkehr übergeben.

Um die Schleusenanlage auch für Ausflügler aus Berlin und der Umgebung attraktiv zu machen, hatte der Kreis Teltow damals auch ein Schleusen-Wirtshaus erbauen lassen. Dieses musste nebst seiner großen am Wasser gelegenen Gartenanlage 1939 dem Erweiterungsbau der Schleuse weichen. Bis dahin konnte der Gast auf bequeme Weise in zwei Minuten das Heben und das Senken der tonnenschweren Hubtore, das Füllen sowie das Entleeren der um die 18.000 Kubikmeter Wasser fassenden Schleusenkammern verfolgen.

Nördlich der nunmehr dritten Schleusenkammer entstand für das abgerissene Schleusengehöft ein Ersatzbau, der leider architektonisch wenig zum verbliebenen Ensemble passt. Die Bauausführung für dieses 1940 errichtete Funktionsgebäude wurde von den Brüdern Prof. Walter und Prof. Johannes Krüger besorgt. Sie waren bekannt geworden durch das Langemark-Denkmal und den Bau der evangelischen Johanneskirche in Berlin-Frohnau. Dieser als Großwirtshaus gebaute Schleusenkrug, wie noch heute in Holz geschnitzt über der Eingangstür zu lesen ist, erlitt durch Bombentreffer größere Zerstörungen, die bis 1948 vollständig beseitigt wurden. Zwei große Säle und eine Bauernstube waren für den Besucheransturm empfangsbereit. Doch das Publikum blieb allerdings in den Nachkriegsjahren aus. So reifte der Entschluss, das Lokal 1950 wieder zu schließen und es für andere Zwecke umzubauen.

Heute besteht auf der gegenüberliegenden Seite im Wald die Möglichkeit der Einkehr beim „Schleusenwirt“ (Gasthaus zur Schleuse). Das Gasthaus wurde 1905 von dem Gastwirt Barsch erbaut. Von 1984 bis 1991 betrieb Familie Lehmann und ab 1992 Familie Lasotta dieses Haus.

Die Straße Machnower Schleuse rahmen weitere Gebäude, die sich in Baustil und Verwendungszweck vom Schleusenensemble unterscheiden. Nach Plänen des Architekten Prof. Starke entstand in den fünfziger Jahren aus dem umgebauten „Schleusenkrug“ und mit Neubauten eine Einrichtung für die Berufsausbildung, die am 1. September 1958 eröffnet wurde. Heute unterhält dort die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost ein Berufsausbildungszentrum für Wasserbau mit Lehrgebäuden und Wohneinheiten.

Von der Schleusenbrücke aus hat man eine hervorragende Sicht auf die gesamte Anlage. In unmittelbarer Nähe lassen sich die letzten Meter des träge dahin fließenden Bäke-Wassers betrachten, das einst eine Glaziale Rinne auf dem Teltowplateau durchfloss. Zur Bäke gelangt man von der Schleusenbrücke aus abwärts über den südlichen Treidelpfad. Links vom Pfad liegt, greifbar nahe, das letzte Stück des für den Kanal bedeutsamen Fließgewässers, das in Berlin-Steglitz entspringt und größtenteils im Teltowkanal aufgegangen ist.

Der langen Tradition der Teltower Kreisschiffahrt folgend, bietet die Stern und Kreisschiffahrt von ihrer Anlegestelle Ausflugsfahrten an. Aus Treptow über die Spree, den Britzer Zweigkanal und den Teltowkanal geht es nach der Schleusung weiter bergab, vorbei am Schloss Babelsberg, durch die Glienicker Brücke und mit Blick auf das Schloss Glienicke über den Jungfernsee zum Schloss Cecilienhof und weiter über die Spree nun bergauf durch Berlin bis in den Treptower Hafen. Dieser Kanalausflug mit vielen interessanten Eindrücken führt durch fast alle südlichen Berliner Bezirke.

Bei gutem Wetter finden sich zahlreiche Schaulustige ein, um den Schleusungsvorgang zu beobachten, denn von der Straßenbrücke und den öffentlich zugänglichen Teilen der alten Fußgängerbrücke sind die Schleusenkammern besonders gut einsehbar. Seit Mai 2008 besteht an jedem Sonn- und Feiertag zusätzlich die Möglichkeit, die Plattform zwischen den beiden alten Schleusenkammern zu betreten und sich die Technik von Mitarbeitern des Wasser- und Schiffahrtsamtes erklären zu lassen. Des weiteren finden an jedem ersten Sonntag im Monat Führungen durch die Schleusengebäude statt (Anmeldung erforderlich).

1902:    Baubeginn - Aushebung der Bodenmassen bis zur Fundamentsohle; die Spundwände werden geschlagen und im Trockenzustand die Sohle betoniert.

1903:    Errichtung der Kammermauern, der Sohlen- und Uferbefestigungen der Vorhäfen und dieser selbst.

1904:    Vollendung des Schleusenmauerwerkes und der Tortürme. Hochbauten des Schleusengehöftes im Rohbau fertiggestellt.

1905:    Montage der Tore und Gegengewichte sowie Installation der elektrischen Einrichtung und des Torantriebes.

1906:    Eröffnung der Schleuse durch den Kaiser und die Honoratioren des Landkreises Teltow.

1939:    Abriss des Schleusengehöftes und Baubeginn der für 1 000 Tonnen-Schiffe ausgelegten Nordkammer.

1941:    Fertigstellung der Nordkammer bis auf den Einbau der Verschlüsse für die Schleusentore.

1945:    Beseitigung von Kriegsschäden.

1948:    Einstellung des Schleusenbetriebs wegen der Sperrung des Teltowkanals.

1981:    Wiederaufnahme des Schleusenbetriebs.

1993:    Sperrung der Straßenbrücke für den Fahrzeugverkehr wegen Schäden an den 1905 gesetzten Widerlagern.

1999:    Durchführung des Planfeststellungsverfahrens zur Vergrößerung der Nordkammer.

2005:    20. Mai Freigabe der neu erbauten Schleusenbrücke für den öffentlichen Straßenverkehr.

2006:    Festakt anlässlich 100 Jahre Teltowkanal am 2. Juni an der Schleuse mit historischem Schiffskonvoi; Festwoche vom 6. bis 11. Juni an der Schleuse und weiteren Orten längs der Wasserstraße.

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Liste der Baudenkmäler in Kleinmachnow

Kommandantenturm an der Grenzübergangsstelle Drewitz-Dreilinden

In der Liste der Baudenkmäler in Kleinmachnow sind alle Baudenkmäler der brandenburgischen Gemeinde Kleinmachnow und ihrer Ortsteile aufgelistet. Grundlage ist die Veröffentlichung der Landesdenkmalliste mit dem Stand vom 31. Dezember 2007.

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Alte Dorfkirche (Kleinmachnow)

Alte Dorfkirche von 1597, Foto um 1900

Die Dorfkirche in der Brandenburger Gemeinde Kleinmachnow wurde 1597 im Auftrag von Margarete von Hake, geb. von der Schulenburg fertiggestellt . Neben der alten Hakeburg stehend, ist die Alte Dorfkirche Kleinmachnow einer der ersten evangelischen Kirchenbauten in der Mark Brandenburg.

Anfangs gehörte sie zum Grundbesitz der Familie von Hake, der damaligen Grundbesitzerfamilie Kleinmachnows. Für das Volk war die Kirche nicht zugänglich, denn sie diente ausschließlich der Familie von Hake zur Repräsentation, für deren exklusive Gottesdienste und Begräbnisse. Als Mitte des 17. Jahrhunderts das Straßendorf Kleinmachnow entstand, fanden erstmals öffentliche Gottesdienste in Kleinmachnow und Stahnsdorf statt.

Heute befindet sich die Kirche am äußersten südlichen Ortsrand, da Kleinmachnow sich immer weiter nach Norden ausdehnte. Als Kleinmachnow in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts expandierte, wurde ein Gemeindehaus am anderen Ende des Ortes gebaut, welches 1953 zur Auferstehungskirche erweitert wurde. 1993 wurde die Dorfkirche aus dem Staatseigentum an die Gemeinde Kleinmachnow übertragen und wird seitdem restauriert. Genutzt wird sie heute noch für Gottesdienste, Hochzeiten und viele andere Veranstaltungen. Sie ist für viele Einwohner Kleinmachnows als ältestes erhaltenes Gebäude ein Bindeglied zur Vergangenheit.

Siehe ausführlich zur Einbettung der Kirche in das Gesamtensemble des Hake'schen Ritterguts sowie zu einigen Aspekten der Inneneinrichtung mit einem Bild des Taufbeckens von 1597: Bäke (Telte).

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Source : Wikipedia