Klagenfurt

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Geschrieben von tron 15/03/2009 @ 22:12

Tags : klagenfurt, kärnten, österreich, ausland

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SAK Klagenfurt

Logo des Vereins

Der Slovenski atletski klub oder Slowenischer AK ist ein österreichischer Fußballverein.

Der Klub wurde 1970 als Studentischer Fußballverein gegründet. Sämtliche Spieler waren Schüler des BG/BRG für Slowenen in Klagenfurt. Vor dem Gründungsjahr wurde die Gründungsmannschaft österreichischer Fußballmeister der DSG (Diözesansportgemeinschaft). Vereinsgründer war ein Nichtfußballer, nämlich der heutige österreichische Diplomat und jetzige österreichische Botschafter in Slowenien Dr. Zdravko Inzko.

Inzkos Ziel war es die besten slowenischsprachigen Fußballer in Kärnten in einem Team spielen zu lassen, mit dem SAK in die II. Division aufzusteigen und so ganz Österreich auf die slowenische Volksgruppe aufmerksam zu machen. Damals musste Dr. Zdravko Inzko sein Auto verkaufen um die Aufnahmegebühr bezahlen zu können.

Vom Tag der Gründung an bis fast bis zum heutigen Tag zieht ein großes ungelöstes Problem durch die Vereinsgeschichte. Der SAK war von 1970 bis 2003 auf Herbergsuche und hatte praktisch nie einen eigenen Sportplatz.

Im Gründungsjahr war keine einzige Gemeinde bereit dem SAK die Standortgenehmigung zu erteilen. Diese erhielt der SAK dann vom Bürgermeister in Radsberg. Daher nannte sich der SAK im ersten Jahr auch SAK Radsberg. Die Sportplatz Odyssee des SAK begann auf einer Wiese in Radsberg. Da nach einem starken Regen die Wiese nicht bespielbar war, bekam der SAK vom KFV keine Spielgenehmigung und musste seine ersten Spiele in Ebental austragen. Danach war der Koschatplatz in Klagenfurt einige Jahre die Spielstätte des SAK, die Mannschaft musste dann nach Hörtendorf umziehen, kehrte wieder auf den Koschatplatz zurück, spielte kurze Zeit auch auf dem Polizeisportplatz. 1986 zog der SAK vom Koschatplatz nach Annabichl und blieb dort fast 15 Jahre als Untermieter. Erst 2002 ergab sich auf Umwegen die Möglichkeit auf dem Sportplatz des BG/BRG für Slowenen eine eigene Sportanlage zu errichten. Derzeit ist der Verein dabei das Projekt Stadion SAK zu verwirklichen. Es soll in 2-3 Jahren ein für die Red Zac Liga geeignetes Stadion mit 1.500 überdachten Sitzplätzen entstehen.

Die Gymnasiastenmannschaft beendete die ersten 5 Saisonen viermal als zweiter, 1975/76 gelang der Aufstieg in die 1. Klasse. Die größten Gegner des SAK waren in dieser Zeit des Ortstafelsturms deutschnational gesinnte Schiedsrichter und die Zuschauer. Viele Spiele ähnelten damals eher politischen Veranstaltungen für oder gegen die Rechte der slowenischen Volksgruppe als Fußballspielen.

1978/79 gelang der Aufstieg in die Unterliga. Ein schöner Erfolg war auch der der Einzug in das ÖFB-Cup Viertelfinale mit einem Sieg gegen den LASK vor 2000 Zuschauern in der Saison 1986/87.

1992 stellte der SAK seine Nachwuchsarbeit auf neue Fundamente und gründete 3 Nachwuchszentren in Bleiburg, Klagenfurt und St. Primus. Heute zählt der SAK auch beim Nachwuchs zu den top 6 Vereinen in Kärnten. In der Saison 1994/95 spielte der SAK in der neu gegründeten Regionalliga-Mitte und stieg als erster Meister der Regionalliga sogar in die II. Division auf. Das Gastspiel in der zweithöchsten Spielklasse dauerte nur ein Jahr (Saison 95/96).

Derzeit spielt der SAK in der Regionalliga Mitte.

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ASK Klagenfurt

Der ASK Klagenfurt ist ein österreichischer Fußballverein aus St. Peter bei Ebenthal, einem Stadtteil der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Er spielt zur Zeit in der siebentklassigen 2. Klasse C.

Der ASK Klagenfurt wurde 1945 nach Kriegsende im Gasthof Wunder ins Leben gerufen und betrachtete sich dabei als Nachfolgeverein des 1928 gegründeten ASK St. Peter. Der Verein nahm seinem Spielbetrieb in der Kärntner Landesliga auf und konnte sich bereits 1946/47 die Landesmeisterschaft knapp vor dem SK Austria Klagenfurt sichern. 1949 holte man sich zudem den Kärntner Landescup und schied im folgenden Bundesländer-Cup erst in der Nachspielzeit gegen die Wiener Austria aus. Im selben Jahr qualifizierte sich der Verein erfolgreich für die neugeschaffene Tauernliga, die gemeinsam mit der B-Liga und der Arlbergliga die zweithöchste österreichische Spielklasse bildete. Der Klub konnte stetes gut um den Platz in der Aufstiegrelegation mitspielen und belegte 1949/50, 1955/56 und 1958/59 den jeweils undankbaren zweiten Platz. Bekanntester Spieler dieser Tage war Gerhard Sturmberger, der Verteidiger kam später beim Linzer ASK auf 43 Länderspiele.

Pech hatte der Klub allerdings 1959, denn einerseits war man nur auf Grund der schlechteren Tordifferenz hinter WSG Radenthein Zweiter geworden, andererseits scheiterten die Radentheiner in der A-Liga-Relegation und nahmen so Kärntens einzigen Platz in der neugebildeten Regionalliga Mitte ein. So musste der ASK Klagenfurt als Meisterschaftszweiter in die drittklassige Landesliga absteigen. Der Klub hielt sich in der Folgezeit lange in dieser Spielstufe, drei Abstiegen in die Unterliga folgten auch wieder drei Aufstiege (1981, 1990 und 1998).

Vor Beginn der Spielsaison 1998/99 wurde beim Kärntner Fußball-Verband zwischen dem FC Kärnten und dem ASK Klagenfurt eine Kooperation, zum Zweck der Förderung von Nachwuchskickern beider Vereine, eingegangen. Die Spieler beider Vereine starteten 1998/99 mit dem Trainer Emil Tassotti in die Kärntner Ligasaison mit dem Namen ASK/FCK Amateure erfolgreich. 2000/01 wurde die Mannschaft ASK/FCK Amateure mit dem Trainer Hannes Haubitz, Kärntner Landesmeister und stieg in die nunmehrige drittklassige Regionalliga Mitte auf. Nach der Kooperationsbeendigung 2003 machte der ASK Klagenfurt einen Neubeginn in der Unterliga, mit dem Trainer Karl Sommerauer. Allerdings ergaben sich in Folge zwei Abstiege in die niedrigste Kärntner Spielklasse.

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Klagenfurt am Wörthersee

Klagenfurt am Wörthersee (Österreich)

Klagenfurt am Wörthersee (slowenisch: Celovec ob Vrbskem jezeru) ist die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Kärnten. Mit 92.807 Einwohnern (Stand: 31. März 2008) ist sie die größte Stadt Kärntens und sechstgrößte Österreichs. Die Stadt liegt, im Westen an den Wörthersee grenzend, im Klagenfurter Becken und hat eine Fläche von 120,11 km². Klagenfurt ist Statutarstadt und Universitätsstadt.

Klagenfurt liegt im Zentrum Kärntens am Ostufer des Wörthersees. Das Stadtzentrum liegt im Klagenfurter Feld, einem Teil des Klagenfurter Beckens. Der Süden des Stadtgebietes liegt bereits im Gebiet des Sattnitz-Höhenzugs. Im Nordosten des Stadtgebietes liegt der Maria Saaler Berg, Lendorf und Wölfnitz liegen im südlichen Bereich des Zollfelds. Die Gebiete westlich und nördlich davon sind Teil des Feldkirchen-Moosburger Hügellandes und des Glantaler Berglandes. Zu letzterem gehört auch der Ulrichsberg, mit 1022 m ü.A. die höchste Erhebung Klagenfurts.

Klagenfurter und Zollfeld bestehen aus eiszeitlichen Schottern, die Sattnitz aus Konglomeraten. Die Hügel im Norden vorwiegend aus altkristallinen Glimmerschiefern und paläozoischen Phylliten, Grünschiefern und Kalken.

In Klagenfurt herrscht gemäßigt kontinentales Klima mit relativ großen Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten. Durch die im Klagenfurter Becken vorherrschende Inversionswetterlage ist eine überdurchschnittlich häufige und oft lang anhaltende Dunst- und Nebelbildung für dieses Gebiet typisch. Im Früh- und Mittelherbst handelt es sich hierbei überwiegend um Bodennebel, während im Spätherbst und Winter meist Hochnebel bemerkbar sind. Kennzeichnend ist auch eine allgemeine Windarmut. Die im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt kalten Winter können zeitweise vom Föhn durch die südlich liegenden Karawanken gemildert werden.

Die langjährige mittlere Jahrestemperatur (ermittelt in den Jahren 1961 bis 1990) beträgt 7,7 °C. Der Mittelwert des Jahres 2005 betrug in Klagenfurt 9,3 °C.

Die Auswertung der Bevölkerungsevidenz ergab Anfang Jänner 2009 eine Zahl von 93.558 Einwohner. Dies entspricht einer Bevölkerungszunahme gegenüber dem Vorjahr um +0,75 % bzw. +696 Einwohner. Der Ausländeranteil liegt bei rund 10 % oder 9.431 Personen. Etwa ein Drittel der Ausländer (32,8%) sind Bürger der Europäischen Union.

Bei der Volkszählung vom 15. Mai 2001 gaben 89,4 % der Bevölkerung Deutsch als Umgangssprache an. Zweitgrößte Sprachgruppe war Kroatisch (3,3 %), gefolgt von Slowenisch (1,9 %). Ungefähr 10 % der Kärntner Slowenen haben ihren Hauptwohnsitz in Klagenfurt.

68,8 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch, 7,5 % evangelisch, 3,0 % muslimisch, 1,5 % orthodox, 0,6 % Zeugen Jehovas, 0,6 % altkatholisch. 16,1 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Klagenfurt ist seit 1787 Sitz der römisch-katholischen Diözese Gurk. Die Diözese Gurk wurde im Jahre 1071 mit Bischofssitz in Gurk gegründet. 1787 wurde der Bischofssitz nach Klagenfurt verlegt; die ursprünglich evangelische Kirche und seit 1604 katholische Jesuitenkirche St. Peter und Paul wurde zur Domkirche erhoben. Der Dom zu Gurk ist seitdem Konkathedrale des Bistums.

Von der ehemaligen jüdischen Gemeinde (1934: 269 Mitglieder, 1951: 9, 1968: 15) zeugen heute nur noch der kleine Friedhof in St. Ruprecht sowie eine Gedenktafel in der Platzgasse Nr 3, an deren Stelle sich das ehemalige Bethaus befand, welches im Novemberpogrom 1938 zerstört wurde. Die wenigen heute noch in Klagenfurt lebenden Mitbürger jüdischen Glaubens gehören administrativ zur Kultusgemeinde Graz.

Sprachwissenschaftlich wird der Name Klagenfurt heute aus dem Slowenischen abgeleitet, nicht mehr vom Fluss Glan oder von Klagen in der Furt der Glan Umgekommener.

Der heutige slowenische Name Celovec, urkundlich erst 1615 als V Zelovzi, wird sprachwissenschaftlich auf eine altslowenische Ausgangsform *Cviljovec zurückgeführt, die lautlich auf ein romanisches *l'aquiliu zurückgeht, was „Ort, Platz am bzw. im Wasser“ bedeutet. Das slowenische Cviljovec wurde, in Anlehnung an cvilja = Klage und entsprechend der geographischen Lage, als Klagenfurt ins Deutsche übersetzt. Die noch von Kranzmayer vertretene Herleitung von den sagenhaften Furt- und Wasserfrauen, den Klagen, die an Bächen und Quellen ihre Wäsche waschen und Todesfälle ankündigen, trifft nach diesen neueren Deutungen nicht zu.

Am 3. Juli 2007 hat der Gemeinderat die Umbenennung von Klagenfurt in Klagenfurt am Wörthersee beschlossen. Diesem Antrag wurde im Kärntner Landtag am 25. Oktober stattgegeben. Die Änderung trat am 1. Februar 2008 in Kraft.

Die Gründungssage von Klagenfurt berichtet von einem Drachen. Er hauste in einem Sumpf, an dessen Stelle sich heute der Europapark zwischen dem Stadtzentrum und dem Wörthersee befindet, und ernährte sich von Jungfrauen aus den umliegenden Ortschaften. Das Ungeheuer konnte erst mittels einer List durch tapfere Männer getötet werden. Man errichtete einen Turm, an dessen Spitze man einen Ochsen als Köder ankettete, wobei die Kette auch mit einem großen Haken versehen war. Als der Lindwurm aus seinem Sumpf kam, um den Ochsen zu fressen, verfing er sich an der Kette und konnte daraufhin getötet werden. Diese Gründungssage findet auch im Stadtwappen von Klagenfurt ihren heraldischen Niederschlag.

Das heutige Stadtgebiet war spätestens seit der Eisenzeit besiedelt, wie Gräber aus der La Tène-Zeit und römerzeitliche Funde belegen.

Die Vorgängersiedlung des heutigen Klagenfurt wurde vom Kärntner Herzog Hermann von Spanheim an der Glan m Gebiet des heutigen Spitalbergs gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung des Marktes erfolgte zwischen 1194 und 1198 als "Forum Chlagenvurth". Der neu gegründete Ort lag aber im Überschwemmungsgebiet der Glan und wurde immer wieder überflutet. Dies nahm Bernhard von Spanheim zum Anlass um im Jahre 1246, die Siedlung auf überschwemmungssicherem Gebiet neu zu gründen. Klagenfurt entstand im Gebiet um den heutigen Alten Platz neu und erhielt im Jahre 1252 das Stadtrecht. Aus dem Jahr 1287 stammt das älteste Siegel der Stadt, bereits mit dem Lindwurm. Klagenfurt blieb bis ins 16. Jahrhundert im Schatten der Hauptstadt St. Veit und des Handelszentrums Villach.

Im Jahre 1514 wurde Klagenfurt durch einen Brand fast völlig zerstört. Die Landstände erreichten, dass ihnen der Landesfürst, Kaiser Maximilian I. die Stadt schenkte, ein einmaliger Fall in der deutschen Rechtsgeschichte. Die Landstände bauten die Stadt im Renaissance-Stil nach den Plänen des Italieners Domenico dell'Allio wieder auf und befestigten sie. Wichtige Repräsentationsbauten sind das Landhaus und der als protestantische Kirche erbaute heutige Dom. Der Neue Platz wurde zum neuen Stadtmittelpunkt. Die Straßen um ihn wurden schachbrettartig angelegt. Vom See herein war ein mehr als vier Kilometer langer Kanal gegraben worden zur Flutung des Stadtgrabens und zum Herantransport von Bau- und Brennmaterial. Ein zweiter, sehr viel kleinerer Kanal, der sogenannte Feuerbach, brachte Glanwasser in die Stadt, das dort in zwei offenen Gerinnen zur Verfügung stand und auch dem Abtransport von Abfällen diente.

Im 17. Jahrhundert wurden im Zuge der Gegenreformation einige Orden (Jesuiten, Franziskaner, Kapuziner, Ursulinen) angesiedelt, die mit ihren Kirchen und Klöstern das Stadtbild prägten. 1787 wurde Klagenfurt Sitz des Domkapitels.

1797 wurde Klagenfurt von französischen Truppen eingenommen. Vor ihrem Abzug sprengten die Franzosen die Stadtmauern im Winter des Jahres 1809. Als einziges Tor blieb das Völkermarkter Tor stehen. Heute ist nur noch ein kleiner Rest des Befestigungswalls und des Stadtgrabens erhalten. Die Lage der Stadtmauern entspricht dem heutigen Ring.

Mit dem Jahr 1849 ging die Herrschaft der Landstände in Kärnten und somit auch in Klagenfurt zu Ende. Eine Volkszählung fünf Jahre später verzeichnet 13.712 Einwohner.

Als Klagenfurt 1850 eine Stadt mit eigenem Statut wurde, kam es nach mehr als 300 Jahren zur zweiten Stadterweiterung im Rahmen der allgemeinen Umstrukturierung des Staates und Landes und der damit verbundenen Schaffung der Ortsgemeinden als kleinste Selbstverwaltungskörper. Für sie bildeten die Katastralgemeinden die Ausgangslage. In der Regel schlossen sich zwei zu einer Ortsgemeinde zusammen, an deren Spitze dann der Bürgermeister stand. Klagenfurt erhoffte sich die Vereinigung mit seinen Randzonen, aber die lieben Nachbarn sahen darin keinen Vorteil und zogen dem Anschluß an die Stadt die selbständige Landgemeinde vor. Und so umfasste schließlich die neue Stadtgemeinde außer der inneren Stadt lediglich die Vorstädte „mit Einschluß der Landortschaft Spitalmühle“. Nicht einmal der ganze Burgfried war zu Klagenfurt gekommen: das Kreuzbergl blieb in der KG St. Martin, wurde ein Teil der neuen Ortsgemeinde St. Martin bei Klagenfurt, die den Gastwirt Valentin Ratschnig zu ihrem Bürgermeister wählte. Der Klagenfurter Gemeinderat entschied sich für den 51jährigen Advokaten Dr. Andreas Koller, dem eben erst das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens verliehen worden war, als Stadtoberhaupt.

Im Jahre 1863 wurde Klagenfurt an das Eisenbahnnetz der Südbahn angeschlossen, durch die darauffolgenden wirtschaftlichen Impulse stieg Klagenfurt zum echten Zentrum Kärntens auf. Ein Rückschlag trat 1896 ein, als die Stadtverwaltung die Elektrifizierung der Stadt wie auch die Aufnahme der Bahndirektion ablehnte. Der Strom kam dann doch im Jahr 1902. Allerdings ließ sich die Bahndirektion in Villach nieder, wodurch der westliche Nachbar zur Eisenbahnstadt wurde.

In Klagenfurt konnte im Jahre 1925 die erste Fluglinie Österreichs eröffnet werden.

Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde Klagenfurt am 12. März 1938 Hauptstadt des Gaues Kärnten (ab 1. März 1939 Reichsgau). Ab 1. Oktober 1938 wurden auch Osttirol und ab 17. April 1941 das Mießtal und Teile Oberkrains von Klagenfurt aus verwaltet. Unter dem nationalsozialistischen Bürgermeister Friedrich von Franz wurden alle Zeitungen eingestellt und zahlreiche Plätze und Straßen nach Nationalsozialisten benannt.

Die junge und ohnehin kleine jüdische Gemeinde in Klagenfurt (1934: 269 Glaubensjuden) wurde in dieser Zeit fast völlig ausgelöscht. In der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 zerstörten die Klagenfurter das Bethaus in der Platzgasse und demolierten jüdische Wohnungen, der Jüdische Friedhof in St. Ruprecht wurde geschändet. Die in Klagenfurt verbliebenen Juden wurden später zumeist verhaftet und in Konzentrationslager deportiert, nur wenige konnten sich nach 1939 noch retten. Im Jahr 1951 lebten in Klagenfurt nur mehr neun Bürger jüdischen Glaubens.

Am 15. Oktober 1938 wurden die Statutarstadt Sankt Ruprecht und die Orte Sankt Peter, Annabichl und Sankt Martin sowie Teile der Gemeinden Krumpendorf, Lendorf, Hörtendorf, Viktring und Maria Wörth eingemeindet. Damit wuchs das Stadtgebiet von 618 Hektar auf 5613 Hektar. Die Einwohnerzahl stieg von 30.000 auf über 50.000.

Im Stadtteil Lendorf errichteten Häftlinge aus dem KZ Mauthausen eine Kaserne und eine Junkerschule für die Waffen-SS. Das KZ-Nebenlager Klagenfurt-Lendorf befand sich im Hof der heutigen Khevenhüller-Kaserne.

Klagenfurt gehörte in der Besatzungszeit zur Britischen Zone, der English War Cemetery in der Lilienthalstraße erinnert heute noch daran.

1947 wurde in Klagenfurt das erste Fernheizkraftwerk Österreichs errichtet, 1955 das erste Hochhaus und 1961 wurden die Wiener- und Kramergasse zu den ersten ausgewiesenen Fußgängerzonen Österreichs umfunktioniert.

Durch die Eingemeindung von vier großen Nachbargemeinden im Jahr 1973 konnte sich Klagenfurt auf seine heutige Größe erweitern. 2007 änderte die Stadt den Namen Klagenfurt in Klagenfurt am Wörthersee.

Klagenfurt ist eine Statutarstadt und bildet als solche einen eigenen Verwaltungsbezirk.

Der Klagenfurter Stadtsenat (Stadtregierung) besteht aus neun Mitgliedern. Den Vorsitz hat der Bürgermeister, der von der Klagenfurter Bevölkerung direkt gewählt wird. Die zwei Vizebürgermeister sowie die Stadträte werden vom Gemeinderat gewählt, wobei die Parteizugehörigkeit durch das Wahlergebnis bestimmt wird.

Das Bürgermeisteramt wurde von den Ständen im Jahre 1588 eingerichtet. Bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts fanden jährliche Bürgermeisterwahlen statt. Kaiser Josef II. hob die städtische Selbstverwaltung auf, das Stadtoberhaupt wurde von nun an auf Lebenszeit ernannt. Ab 1807 gibt es einen "geprüften" Bürgermeister, dessen Posten öffentlich ausgeschrieben wurde. Nach der März-Revolution 1848 wurde der Gemeinderat und aus seiner Mitte erstmals 1850 der Bürgermeister gewählt. Seit 1920 fand die Wahl des Gemeinderates und des Stadtoberhauptes nach dem allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrecht statt. In der Nationalsozialistischen Zeit wurde der Bürgermeister ernannt. Seit 1945 gibt es die gemeinderechtliche Selbstverwaltung und seit März 1991 wird der Bürgermeister von Klagenfurt vom Volk direkt gewählt.

Der Gemeinderat (Stadtparlament) besteht aus 45 Mitgliedern, wobei der Bürgermeister den Vorsitz führt.

Das Wahrzeichen der Stadt ist eine Skulptur des getöteten Drachens aus der Gründungssage (siehe Geschichte). Die beiden ältesten erhaltenen Stadtsiegel von 1287 zeigen den Lindwurm am Turm im Klagenfurter Wappen. Der Bildhauer Ulrich Vogelsang verwendete als Vorlage für den Kopf der Kreatur einen monströsen Schädel, der 1335 oder 1535 im Kärntner Zollfeld gefunden wurde und den man damals für das Relikt eines Drachens hielt. Mittlerweile weiß man, dass es sich bei dem Schädel um den Überrest eines eiszeitlichen Wollnashorns handelt. Die Sagengestalt ist im Wappen der Stadt abgebildet und war Vorlage für den Lindwurmbrunnen, der in den Jahren 1590-1593 aus einem einzigen Steinblock gehauen wurde. Von Michael Hönel stammt der Keulen schwingende Herkules aus den Jahren 1632-1633.

Der „Lindwurm“ wird auf dem Stadtsiegel von 1512 (sicher) sowie dem erneuerten Siegel von 1592 (vermutlich) als zweibeiniger Drache dargestellt, in der Folge wechselt die Darstellung, wie auch bei der Figur auf dem Brunnen, häufig zum vierbeinigen Lindwurm über. Während die Grundmotive und Tinkturen des Wappens immer feststanden, hat man sich erst im 20. Jahrhundert mit dem zweibeinigen Drachen für die Beibehaltung des ältesten Motivs entschieden. Er wurde, wie auch der steinerne Fischer, von dem Bildhauer Mag. Klaus Wedenig renoviert.

Die Fahne zeigt die Stadtfarben Rot-Weiß-Grün.

In der Kramergasse in der Innenstadt Klagenfurts sind Bodenmosaike mit den Wappen der Partnerstädte zu sehen. Die Ausführung stammt vom Kärntner Maler und Mosaikkünstler Franz Kaplenig.

Zur Erinnerung an die älteste Städtepartnerschaft der Welt zwischen Klagenfurt und Wiesbaden heißt eine Hauptstraße in der Klagenfurter Innenstadt "Wiesbadner Straße" und das Kurhaus von Wiesbaden wurde im Minimundus verewigt. Im Gegenzug trägt ein Straßenzug in Wiesbaden den Namen "Klagenfurter Ring". Aber auch andere Partnerstädte wurden in Klagenfurter Flurnamen verewigt (Dessauer Straße, Duschanbegasse, Gladsaxeweg, Görzer Allee, Hermannstädter Weg, Tarragonaallee, Venloweg).

1906 eröffnete das damalige Königreich Italien als erste Nation eine diplomatische Vertretung in Klagenfurt. Zur Zeit bestehen vierzehn ausländische Vertretungen.

Das Generalkonsulat von Deutschland wurde aufgelassen.

Klagenfurt ist Kärntens wichtigster Wirtschaftsstandort. Es befinden sich 22 % der Kärntner Gewerbebetriebe sowie 20 % der Kärntner Industriebetriebe in Klagenfurt. Per Stichtag 15. Mai 2001 waren in Klagenfurt 63.618 Personen in 6.184 Betrieben angestellt. 33 davon sind mit mehr als je 200 Mitarbeitern Großunternehmen. Den wirtschaftlichen Schwerpunkt bilden die Leichtindustrie, mittelständische Handels- und Gewerbebetriebe sowie der Tourismus. In Klagenfurt haben sich auch einige internationale Firmen, wie Siemens und Philips, angesiedelt. Ein Herzstück der Klagenfurter und Kärntner Wirtschaftspolitik ist der unmittelbar neben der Alpen-Adria-Universität gelegene Lakeside Science & Technology Park. Der Technologiepark ermöglicht aufgrund seines Standortes eine sehr enge Kooperation zwischen Wirtschaft und Forschung (Universität, FH) und hat das Ziel, Kärnten bzw. Klagenfurt, als High-Tech-Standort zu etablieren. Klagenfurt ist außerdem Standort zweier sehr bekannter Getränkeerzeuger: des Fruchtsafterzeugers Pago und der weltweit bekannten Firma Stroh-Rum.

In der Innenstadt liegt der Benediktinerplatz, der schwerpunktmäßig als Umschlagplatz für Lebensmittel wie Gemüse, Früchte, Fleisch-, Fisch- und Geflügelsorten fungiert. In der Mitte des Gevierts an einer Laternensäule angebracht ist das zum Zeichen der Marktfreiung für alle sichtbare Klagenfurter Marktrichterschwert, ein Rechtsdenkmal aus dem 18. Jahrhundert, welches als Symbol für Marktordnung und Marktfreiheit gilt.

Seit Februar 2007 ist ein Biomasse-Heizwerk im Süden Klagenfurts in Betrieb. Es versorgt verschiedene Abnehmer mit Fernwärme.

In Klagenfurt finden jährlich 13 Fach- und Publikumsmessen statt, z. B. die "Internationale Holzmesse", die "GAST", die "Agrarmesse", die "Weidwerk & Fischweid", die "Freizeit", die "Herbstmesse" sowie die "Familienmesse" mit der "Gesund leben".

An Klagenfurt vorbei führt die A2, welche besonders als Verbindung Richtung Wien und Villach von großer Bedeutung für die Stadt ist. Ein Großteil der Autobahn nahe Klagenfurt wurde als Tunnel ausgeführt. Ins südlich angrenzende Slowenien kommt man entweder direkt über den Loiblpass oder über den mautpflichtigen Karawankentunnel mit Umweg über Villach.

Klagenfurt hat mit dem Alpe-Adria-Flughafen einen internationalen Flughafen.

Der öffentliche Nahverkehr wird im Stadtgebiet durch Linienbusse der Klagenfurter Stadtwerke gestellt. In den Jahren 1891 bis 1963 waren in Klagenfurt auch eine Straßenbahn sowie Oberleitungsbusse in Betrieb.

Die Bedeutung Klagenfurts als Eisenbahnknoten bleibt hinter der Villachs zurück. Klagenfurt liegt an der wichtigen Strecke Wien – Villach, weitere Strecken gehen im Süden nach Jesenice (Rosentalbahn), im Osten ins Lavanttal (via Jauntalbahn und Lavanttalbahn) sowie nach Maribor (Drautalbahn).

Die Koralmbahn soll nach Fertigstellung Klagenfurt an Graz und weiter an Wien anbinden. Die Arbeiten an dieser Hochleistungsbahnverbindung sind derzeit im Gange.

Bedeutendste Bildungseinrichtungen sind die rund 8000 Studierende zählende Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und die Fachhochschule Kärnten. Des Weiteren finden sich eine Vielzahl von Schulen mit unterschiedlichen Spezialisierungen und Ausbildungsniveaus, zum Beispiel das Europagymnasium als ältestes Gymnasium Österreichs, das BRG Viktring mit musischem Schwerpunkt, das Ingeborg-Bachmann-Gymnasium, das BG/BRG für Slowenen und eine zweisprachige Handelsakademie.

In der Buchengasse liegt die Sicherheitsdirektion Kärnten und das Landespolizeikommando Kärnten. In der St. Ruprechterstraße befindet sich eine der beiden Bundespolizeidirektionen Kärntens in der sich das Stadtpolizeikommando, die Stadtleitzentrale, die Verkehrsinspektion, das Polizeianhaltezentrum, ein operativer Kriminaldienst und eine Polizeiinspektion befinden. Außerdem gibt es in Klagenfurt sechs weitere Polizeiinspektionen in Viktring, Annabichl, Sankt Peter, im Hauptbahnhof, am Landhaushof und in der Villacher Straße. Seit 2003 befindet sich in Klagenfurt auch eine Außenstelle des Einsatzkommando Cobra. Die Klagenfurter Polizei führt besonders am Wochenende verstärkte Streifen durch, um die besonders in der berüchtigten Herrengasse vorkommenden Gewaltdelikte wie Raufhandel und Überfälle einzudämmen.

In der Mießtaler Straße befindet sich im Kommandogebäude FM Hülgerth, das Militärkommando Kärnten. Weiteres gibt es in Klagenfurt drei Kasernen: In der Khevenhüllerkaserne in der Feldkirchner Straße befindet sich das Jägerbataillon 25, der einzige Luftlandeverband Österreichs. In der Kaserne befindet sich auch das Kommando der 3. Betriebsversorgungsstelle sowie die Werkstattkompanie des Stabsbataillon 7. In der Windischkaserne in der Rosenbergstraße befindet sich die Ergänzungsabteilung Kärntens, sowie das Kommando, die Stabskompanie, die Nachschub- und Transportkompanie (momentane KIOP-Kräfte) und die Führungsunterstützungskompanie des Stabsbataillon 7. Die Laudonkaserne in der Laudonstraße beheimatet die Heereszeuganstalt.

Außerdem befindet sich am Flughafen Klagenfurt, einer der beiden Stützpunkte des Hubschraubergeschwaders, dessen Helikoter vom Typ Alouette III Verbindungs-, Aufklärungs- und Transportflüge übernehmen. Zum zivilen Alltag gehören Einsätze für Bergrettung und Katastrophenhilfe, da die Maschinen ein fixer Bestandteil des österreichischen Notarzthubschraubersystems sind.

In der Hans-Sachs-Straße befindet sich das Bezirksfeuerwehrkommando Klagenfurt-Stadt, mit der einzigen Berufsfeuerwehr Kärntens. Sie übernimmt auch den vorbeugenden Brandschutz sowie feuerpolizeiliche Aufgaben. Ebenfalls dort befindet sich die Freiwillige Feuerwehr Hauptwache, die älteste Feuerwehr Klagenfurts. Zudem gibt es zwei Betriebsfeuerwehren für den Flughafen und das Stadttheater. Außerdem gibt es in Klagenfurt noch neun weitere Freiwillige Feuerwehren in den Stadtteilen Kalvarienberg, Sankt Georgen am Sandhof, Haidach, Sankt Peter, Sankt Ruprecht, Sankt Martin, Wölfnitz, Emmersdorf und Viktring. In der Rosenegger Straße befindet sich das Landesfeuerwehrkommando Kärnten mit der Landesfeuerwehrschule und die Bundesleitung der Kärntner Bergrettung mit einer Ortsstelle. In der Grete-Bittner-Straße ist der Landesverband des Roten Kreuzes, die Bezirksstelle, die Blutspendezentrale und das Jugendrotkreuz.

Das Landeskrankenhaus Klagenfurt ist das größte Krankenhaus Kärntens sowie das drittgrößte Österreichs, mit 24 Klinischen Abteilungen und 7 Zentralen Instituten. Es beherbergt 1.679 Betten und 4.000 Mitarbeiter. Mit ca. 6.500 Mahlzeiten täglich ist das LKH Klagenfurt die größte Krankenhausküche Kärntens. Derzeit befindet sich das LKH im Umbau und wird bis zum Jahr 2010 eines der modernsten Gesundheitszentren Europas.

Außerdem gibt es noch das Allgemeine öffentliche Krankenhaus der Elisabethinen sowie ein Unfallkrankenhaus.

Überregionale Bedeutung hat das Stadttheater Klagenfurt unter seinen Direktoren Herbert Wochinz (1968-92) und Dietmar Pflegerl (1992-2007) gewonnen, die beide nicht nur auf bewährte Bühnenklassiker - im Schauspiel wie in der Oper - setzten, sondern zudem zahlreiche Ur- und Erstaufführungen herausbrachten. Seit der Spielzeit 2007/2008 ist Josef Ernst Köpplinger Intendant.

Es wurde 1908 zum 60. Regierungsjubiläum Franz Joseph I. von Fellner und Helmer grundrissgleich mit jenen in Gießen und Gablonz erbaut und im Jahr 1910 feierlich eröffnet.

Die Landeshauptstadt besaß bis zum Abzug der französischen Truppen im Jahre 1809 Stadtmauern mit Wassergräben in Form eines Quadrats und einer Seitenlänge von etwa einem Kilometer, die den Altstadtkern umschlossen. Nach Beseitigung der Befestigungsanlagen entstanden anstelle jener die vier Ringstraßen mit zahlreichen Parkanlagen, die nach Dichtern und Komponisten benannt wurden. Am Viktringer Ring schuf man den Koschatpark, benannt nach dem Kärntner Liederfürsten Thomas Koschat, innerhalb des Villacher Rings sollte der auf dem im Jahre 1900 zugeschütteten Stadtgraben geschaffene Park erst Stadtpark heißen, wurde aber Anfang 1905 anlässlich des 100. Todestages von Friedrich Schiller vom Gemeinderat Schillerpark benannt. An der Ecke Villacher Ring zum St. Veiter Ring benannte man die Freifläche Goethepark nach dem zweiten deutschen Literaturklassiker Johann Wolfgang von Goethe. Östlich schließt sich der nach dem berühmten österreichischen Komponisten der Romantik Franz Schubert benannte Schubertpark an. Und auch am Völkermarkter Ring im Osten findet man schöne Grünanlagen beispielsweise vor dem Konzerthaus oder dem Bundesgymnasium, wo jetzt die Originalbüste von Friedrich Schiller aufgestellt ist. An der Innenecke Völkermarkter zum Sankt Veiter Ring liegt der nach dem Klagenfurter Schriftsteller benannte Rauscherpark, der nach Umgestaltungsarbeiten seit dem Jahre 2006 in neuem Glanz erstrahlt.

Der Europapark ist mit seiner Größe von rund 22 Hektar nicht nur der größte Park in Klagenfurt, sondern auch eine der größten Parkanlagen Österreichs. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Wörthersee in einem Dreieck zwischen dem Klagenfurter Strandbad, dem Lendkanal und Minimundus. Der Name soll die Weltoffenheit der Stadt symbolisieren, was auch durch Flaggen der verschiedenen Partnerstädte unterstützt wird.

Der Hülgerth-Park liegt östlich der Sankt-Ruprechter-Straße im VII. Bezirk „Viktringer Vorstadt“ und zeigt eine Büste des Feldmarschallleutnants Ludwig Hülgerth.

Der Maria-Theresia-Park im VIII. Bezirk „Villacher Vorstadt“ liegt zwischen der Waisenhauskaserne und der Herbertstraße, wird im Westen von der Lerchenfeldstraße und im Osten von der Deutenhofenstraße begrenzt. Im westlichen Teil steht ein Denkmal zu Ehren des Infanterie Regiments „Graf von Khevenhüller Nr. 7“ (1691-1918).

Jährlich finden in Klagenfurt die Lesungen und Diskussionen rund um den Ingeborg-Bachmann-Preis statt. Autoren, Literaturkritiker, Literaturwissenschafter, Journalisten und Verleger aus aller Welt treffen sich bei diesem Ereignis in Klagenfurt.

In den Sommermonaten kommen alljährlich Musiker aus aller Welt in das ehemalige Zisterzienserkloster Viktring. Dort findet das Musikforum Viktring statt, wo sich Musiker zu Meisterkursen, Workshops und Konzerten treffen. Im Rahmen des Musikforums wird auch der internationale Kompositionspreis des Musikforums und der Gustav Mahler Kompositionspreis verliehen.

In den letzten Jahren hat Klagenfurt mit der Wörtherseebühne, einer Freilichtbühne direkt am Wörthersee, für Schlagzeilen gesorgt. Leider ging es dabei nicht immer nur um Berichte über sehenswerte Aufführungen, sondern immer wieder um politische und wirtschaftliche Diskussionen.

Klagenfurt ist jedes Jahr der Austragungsort zweier Sportveranstaltungen von internationalem Rang. Das zweitgrößte Triathlon-Event nach Roth in Europa, der Kärnten Ironman Austria, bei dem bis zu 2.000 Teilnehmer 3,8 km schwimmen, 180 km Rad fahren und danach 42,2 km laufen, findet in Klagenfurt statt.

Das zweite sportliche Großereignis ist das Beachvolleyball-Grand-Slam-Turnier, bei dem die besten Beachvolleyballer der Welt im Klagenfurter Strandbad direkt am Wörthersee ihr Können zur Schau stellen.

Klagenfurt hat eine sehr erfolgreiche Eishockeymannschaft: den 28-fachen österreichischen Rekordmeister EC KAC sowie einen Fußballverein in der drittklassigen Regionalliga Mitte, den FC Kärnten, der 2001 den ÖFB-Cup gewann und den erstklassigen Verein SK Austria Kärnten.

Klagenfurt war Austragungsort für drei Vorausscheidungsspiele der Fußball-Europameisterschaft 2008, welche in der Hypo Group Arena stattfanden.

Bezüglich des Rudersportes ist zu erwähnen, dass die zwei traditionsreichen Rudervereine "Albatros" und "Nautilus" ihre Vereinshäuser am Nordostufer des Wörthersees besitzen.

In Klagenfurt ist auch der American-Football-Verein Carinthian Black Lions angesiedelt.

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Universitätsbibliothek Klagenfurt

Die Universitätsbibliothek Klagenfurt ist die zentrale Universitätsbibliothek der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und mit einem Bestand von rund 720.000 Büchern, 2.500 Zeitschriften und 13.400 Monographien die größte Bibliothek in Kärnten.

Die Anfänge der Universitätsbibliothek Klagenfurt gehen auf das 1552 in Klagenfurt gegründete "Collegium sapientiae et pietatis" zurück, eine ständische Bibliothek, welche evangelischen Predikanten Unterrichtsmaterial bot. Bevor das Collegium im Rahmen der Gegenreformation 1601 geschlossen wurde, legte Hieronymus Megiser (1593-1601) als letzte Rektor der Schule eine erste Bibliotheksordnung samt Bibliotheksindex an. Von 1601 bis 1775 führten Jesuiten das neubenannte "Collegium Societas Jesu" und erweiterten während dieser Zeit den vor allem kirchlichen und juristischen Bibliotheksbestand beträchtlich. Nach 1775 wurde die Bibliothek in eine öffentliche Institution umgewandelt und nannte sich später "K.K. Studienbibliothek".

In Folge der Säkularisierung wurden Ende des 18. Jahrhunderts die Bestände zahlreicher Klosterbibliotheken in die Klagenfurter Studienbibliothek integriert; 1806 kam die Goëss-Bibliothek, einer typischen Adelsbibliothek hinzu - als letzte substanzielle Erweiterung bis 1945. Erst 1971, infolge der Hochschulgründung, wurde die Studienbibliothek zu einer Hochschulbibliothek; 1972 zur Universitätsbibliothek der Universität für Bildungswissenschaften und 1993 schließlich zur Universitätsbibliothek der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Durch den erweiterten Aufgabenkreis wuchsen auch die Mittel und Bestände der Bibliothek seit dieser Zeit beträchtlich. Die Universitätsbibliothek sammelt alle in Kärnten erscheinenden Werke.

Die Sondersammlung "Künstlerbücher" sowie die Exlibris-Sammlung der Bundesstaatlichen Studienbibliothek Klagenfurt besitzen einen besonderen Status. Des weiteren besteht an der Universitätsbibliothek Klagenfurt ein Europäisches Dokumentationszentrum (EDZ).

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Source : Wikipedia