Kai-Uwe Ricke

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Geschrieben von tron 01/05/2009 @ 20:09

Tags : kai-uwe ricke, personen, wirtschaft

Neueste Nachrichten
Zumwinkel und Ricke gegen Akteneinsicht - Financial Times Deutschland
von Thomas Wendel (Hamburg) Der frühere Telekom-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und der Ex-Vorstandschef des Dax-Konzerns, Kai-Uwe Ricke, haben nach FTD-Informationen Veto gegen die Akteneinsicht für Betroffene in dem Verfahren um die Aufklärung der...
Telekom-Affäre Neue Vorwürfe gegen Zumwinkel und Ricke - ZEIT ONLINE
Ein Bild aus besseren Tagen: Der frühere Chef der Telekom, Kai-Uwe Ricke (l.), und Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel im Frühjahr 2006 bei der Jahreshauptversammlung des Unternehmens Zumwinkel, seinerzeit Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom,...
Spitzel-Affäre: Telekom ließ auch Kontodaten ausspähen - RP ONLINE
Neue Vorwürfe gegen Kai-Uwe Ricke (l.) und Klaus Zumwinkel. Foto: ddp Dabei habe die Kölner Detektei Argen mit offensichtlich verbotenen Methoden geprüft, ob Telekom-Manager hohe Geldzahlungen von Lieferanten bekamen. Auch eine Steuerakte wurde...
Stasi-Skandale in Unternehmen? - Frankfurter Allgemeine Zeitung
Dessen Vorwürfe gegen seine obersten Chefs, den damaligen Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke und den einstigen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel, stammen nur von ihm selbst. Nun ist es aber eine altbekannte Methode von Gaunern, dass sie,...
Eidesstattliche Erklärung des "Capital"-Maulwurfs liegt vor - Spiegel Online
... handelt es sich bei dem Dokument um jene eidesstattliche Versicherung, die er dem damaligen Aufsichtsratschef der Deutschen Telekom, Klaus Zumwinkel, und Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke im Jahr 2005 als Beweismittel gegen Wegner vorgelegt haben will....
Telekom: Im Schongang - Tagesspiegel
Angestiftet haben sollen die Spitzeleien zwar Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke, Obermanns Vorgänger als Telekom- Chef. Dennoch bringt die Bewertung der Ermittler Obermann in Bedrängnis. Der Telekom-Chef hat versprochen,...
Personalien des Tages - Financial Times Deutschland
DPA Klaus Zumwinkel/Kai-Uwe Ricke Die ehemalige Telekom-Spitze soll von Bespitzelungen im eigenen Haus deutlich früher gewusst haben als bisher bekannt. Das berichten "Spiegel" und "Handelsblatt" unter Berufung auf Ermittlungsakten der...
Datenschutz: Telekom – Intimleben von Bewerbern ausgespäht? - FOCUS Online
Am Wochenende berichteten „Spiegel“ und „Handelsblatt“, die ehemaligen Top-Manager Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke hätten schon früher als bislang bekannt von den illegalen Datenabgleichen gewusst. Ebenfalls bekanntgeworden war, dass die...
"Zumwinkel wird fast sicher vor Gericht landen": Bespitzelter ... - news aktuell (Pressemitteilung)
Im Visier sind unter anderen die früheren Telekom-Topmanager: der ehemalige Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und Ex-Vorstandsvorsitzender Kai-Uwe Ricke. Beide stehen im Verdacht, bereits im Herbst 2005 von dem illegalen Treiben in ihrem Unternehmen...
Alle Suchworte müssen zutreffen mindestens ein Suchwort muss zutreffen - Betriebs-Berater
Telekom-Affäre: Der frühere Deutsche Telekom- Chef Kai-Uwe Ricke und der Ex-Telekom- Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel kannten die illegalen Bespitzelungspraktiken der Telekom schon früher, als sie bislang zugaben. Das belegen Aussagen des...

Kai-Uwe Ricke

Kai-Uwe Ricke (* 29. Oktober 1961 in Krefeld) war vom 15. November 2002 bis zum 13. November 2006 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG. Er wurde am 20. Februar 2008 zum Aufsichtsrat der United Internet AG bestellt.

Im Jahre 1981 nahm er nach dem Abitur am Gymnasium am Moltkeplatz zu Krefeld eine Ausbildung zum Bankkaufmann auf, der ein Studium an der European Business School (EBS) International University Schloss Reichartshausen in Oestrich-Winkel folgte.

Danach war er Vorstandsassistent bei der Bertelsmann AG in Gütersloh und Leiter der Abteilungen Vertrieb und Marketing der Bertelsmann-Tochter Scandinavian Music Club AG in Malmö, Schweden. Von 1990 bis Juni 1995 war Ricke Geschäftsführer der Talkline Verwaltungsgesellschaft mbH und der Talkline PS Phone Service GmbH, Elmshorn und von Juli 1995 bis Dezember 1997 Vorstand und Sprecher der Geschäftsführung der Talkline GmbH.

Im Januar 1998 wurde Ricke zum Vorstand der Geschäftsführung der damaligen DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH berufen und ab Februar 2000 übernahm er den Vorstandsvorsitz der neu gegründeten T-Mobile International AG, unter der die wesentlichen Gesellschaften des Mobilfunk-Geschäftes der Deutschen Telekom zusammengefasst wurden. Unter Ricke konnte die Telekom ihre Position im Mobilfunk gegenüber dem Konkurrenten „Mannesmann“ behaupten. Zusammen mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der Telekom Ron Sommer war Ricke im Jahr 2002 an der Übernahme von „Voicestream“ beteiligt, die damals wegen des hohen Preises umstritten war.

Im Mai 2001 wurde Ricke Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom. Ricke verantwortete zuletzt als Chief Operating Officer (COO) die Mobilfunk- und Online-Aktivitäten der Deutschen Telekom. Seit dem 15. November 2002 war Kai-Uwe Ricke Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. Er übernahm das Amt von Helmut Sihler, der nach dem Rücktritt von Ron Sommer im Sommer 2002 als Interims-Chef die Geschäfte der Telekom führte. Damit trat Kai-Uwe Ricke die Nachfolge seines Vaters Helmut Ricke an, der von 1989 bis 1994 an der Spitze der Telekom stand. Im November 2006 drängte der Minderheitseigner Blackstone (Anteil 11/2006: 4,5 Prozent) auf eine Ablösung von Ricke. Anfänglich widersetzte sich noch der Telekom-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Zumwinkel den Forderungen, als sich jedoch auch der Bund als Mehrheitseigner (Anteil 11/2006: 28 Prozent) Blackstones Forderungen anschloss, machte er den Weg für einen Nachfolger frei. Vermutungen der Wirtschaftspresse zufolge sollte dadurch der Einstieg eines ausländischen Managers verhindert werden. Am 12. November 2006 trat Ricke mit Wirkung zum Folgetag von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger im Amt des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom wurde René Obermann. Obermann ist Ricke seit Mitte der 1990er Jahre beim Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten freundschaftlich verbunden.

Auf seine Zeit als Vorsitzender des Vorstands des Unternehmens konzentrieren sich die gegen Ricke im Jahr 2008 aufgenommenen Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Bonn wegen der so genannten Telekom-Bespitzelungsaffäre.

Beide verfolgten auch dieselbe Strategie zur Sanierung der Finanzen, dem Tenor der Wirtschaftspresse nach bestand deshalb kein sachlicher Grund für seine Ablösung. Rickes kooperativer Führungsstil machte ihn bei seinen Mitarbeitern beliebt. Er begann seinen Amtsantritt als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom mit einem Programm zum Schuldenabbau. Weitere Akzente seiner Amtsführung waren die Umstrukturierung der Telekom mit der Abkehr von Ron Sommers „Vier-Säulen-Strategie“ und dem Rückkauf der T-Online-Aktien durch die Telekom AG.

Im November 2005 kündigte er als Konsequenz aus dem hohen Wettbewerbsdruck den Abbau von 32.000 Stellen im gesamten Telekom-Konzern an. Focus Online gab sein Gehalt mit 2,89 Mio. Euro im Jahr an.

Ricke wurde am 20. Februar 2008 vom Amtsgericht Montabaur zum neuen Aufsichtsrat der United Internet AG bestellt. Neben seiner Tätigkeit als Aufsichtsrat der United Internet AG ist Ricke als Managing Partner von German Private Equity Partners mit dem Aufbau einer Fondsgesellschaft für den deutschen Mittelstand befasst. Außerdem ist Ricke für verschiedene Private Equity Gesellschaften aktiv. Neben seiner beratenden Tätigkeit für BC Partners ist Ricke Aufsichtsrat von Kabel Baden-Württemberg, einer 100prozentigen Tochtergesellschaft von EQT, Beirat von easy cash, einer 100prozentigen Tochtergesellschaft von Warburg Pincus, und Non Executive Chairman des Board of Directors von Apollo Europe Investment, einem europäischen Mezzanine Fund von Apollo. Daneben gehört Ricke dem Aufsichtsrat des italienischen Versicherungsunternehmens Generali an.

Sein jüngerer Bruder, Prof. Dr. med. Jens Ricke, ist Chefarzt der Radiologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Rickes Vater, Helmut Ricke, war auch schon Vorstandsvorsitzender bei der Telekom, damals unter der Bezeichnung "Deutsche Bundespost Telekom", und zwar von 1990 bis 1994.

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Aloisiuskolleg

Kirche des Aloisiuskolleg

Das Aloisiuskolleg (kurz AKO) ist ein gemischtes, altsprachliches, privates und katholisches Gymnasium in Bonn - Bad Godesberg mit angegliedertem Internat unter der Trägerschaft des Jesuitenordens. Namenspatron ist der heilige Aloisius von Gonzaga.

Träger und Gründer der 1925 gegründeten Jesuitenschule ist der Jesuitenorden. Im Rahmen des Ersatzschulfinanzgesetzes werden dem Schulträger 94 % der haushaltsrechtlich anerkannten Schulkosten vom Land Nordrhein-Westfalen refinanziert. Die verbleibenden 6 % Eigenleistung wurden bisher hauptsächlich durch Zuschüsse des Erzbistums Köln aufgebracht. Schul- und Internatskosten von sozial schwächeren Familien trägt der Jesuitenorden oder werden aus den Mitgliedsbeiträgen anderer Internatsschüler quersubventioniert.

Es werden dieselben Unterrichtsfächer wie an staatlichen Schulen angeboten. Als Fremdsprachen stehen in der Eingangsklasse (5. Jahrgangsstufe) Englisch oder Latein zur Verfügung. In der 6. Jahrgangsstufe kommt dann die nächste Fremdsprache hinzu. Griechisch oder Französisch kann als dritte Fremdsprache gewählt werden, wobei man sich auch für einen nicht sprachlich orientierten Differenzierungsunterricht entscheiden kann. Zu Beginn der Oberstufe stehen als neu einsetzende Fremdsprachen Italienisch und nochmals Französisch zur Wahl. Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich werden Mathematik, Biologie, Physik und Chemie sowie auch Informatik, im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich Erdkunde, Geschichte und Sozialwissenschaften unterrichtet.

Bei Jugend forscht sowie bei Freestyle Physics erreichen Schüler des Kollegs regelmäßig vordere Plätze. Auch bei regionalen und nationalen Meisterschaften wie der Mathematik-Olympiade, Chemie oder Physikwettbewerben sind AKO-Schüler jedes Jahr unter den ersten Plätzen zu finden. Auch bei der PISA-Studie (Platz 4) und verschiedenen OECD-Studien schneidet die Schule europaweit unter den vorderen Plätzen ab. Bei dem Schülerwettbewerb Jugend gründet wurden ebenfalls Top-10 Platzierungen erreicht.

In sportlichen Bereichen wurde das AKO mehrmals Stadt- und Nordrhein-Westfalen-Meister, sowie Regionalmeister der Mittelstufe in Badminton, Basketball oder Fußball. 2003.

Der Besuch des Religionsunterrichtes ist verpflichtend. Katholische und evangelische Schüler besuchen den ihrer Konfession entsprechenden Unterricht, während andere Schüler zwischen den beiden Konfessionen wählen können. Möglich ist auch der Wechsel zum anderen Religionsunterrichtes. Die Abmeldung vom Religionsunterricht zieht das Ende des Schulvertrages und damit das Ende der Schulausbildung am Kolleg nach sich.

Während die Grundsätze der katholischen Kirche und des Ordens im Alltagsleben von Schule und Internat vielfältig praktiziert werden (Gottesdienste, Besinnungstage, Exerzitien, Morgengebet usw.), unterliegt die Schulausbildung vollständig dem Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen. Daher unterliegt etwa der Biologie-Unterricht keinerlei religiöser Einschränkung.

Dem Gymnasium ist ein Internat angegliedert, welches Raum für 175 interne Schüler bietet (120 Jungen und seit 2005 auch 55 Mädchen). Nach der Schule und dem gemeinsamen Mittagessen verbleibt den Schülern bis 15.00 Zeit zur Erholung und für private Aktivitäten über Fußball spielen bis zu zahlreichen AKO-Pro Kursen. Danach folgt die Hausaufgabenbetreuung bis 17 Uhr (Oberstufe 18 Uhr). Anschließend steht den Internen - vorausgesetzt sie haben in dieser Zeit alle Hausaufgaben bewältigt - die Zeit wieder zur freien Verfügung bis zum Abendessen um 18.30 Uhr. Jeder Internatsschüler ist neben den schulischen Aktivitäten verpflichtet, mindestens drei AKO-PRO-Kurse (siehe Freizeitaktivitäten) zu besuchen. Davon muss ein Kurs musischer / künstlerischer Natur sein und ein Kurs sportlicher Natur. Jedes zweite Wochenende verbringen die Internen im Internat. Hier werden gemeinsame Aktivitäten wie Nachtwanderungen, Exkursionen, Städtespiele mit kleinen Teams, die Fragen und Aufgaben lösen müssen, organisiert.

Auch die externen Schüler haben die Möglichkeit, unter Betreuung am Nachmittag Hausaufgaben zu machen. Diese werden von Pädagogen betreut und kontrolliert. Für Externe ist die Wahl an Freizeitaktivitäten frei, Freizeitangebote unter Anderem vom AKO-Pro werden jedoch sowohl von externen AKO-Schülern, wie auch von Schülern anderer Schulen intensiv genutzt.

Das AKO-PRO ist eine eigenständige Institution unter der Schirmherrschaft des Aloisiuskollegs. Ziel ist ein reichhaltiges Angebot an Freizeitaktivitäten. Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung bestehen in über 450 Freizeitangeboten (beispielsweise im Bereich Handwerk, Kunstgestaltung, Musik, Theater und Sport angeboten: Fußball, Basketball, Tennis auf eigenen Tennisplätzen, Rugby, Lacrosse, American Football, Volleyball, Capoeira, Bogenschießen, Scouting, Break Dance, Gesellschaftstanz, Rudern und Fechten, Big Band, Sacro Pop Chor, klassischer Chor und klassisches Orchester, Theater, Fotografie und Modellbau). Ab der Mittelstufe können auch Schüler Kurse im AKO-Pro anbieten. Sie bekommen dafür ein kleines Entgelt und müssen mindestens 16 Interessenten finden, damit ein Kurs zustande kommt. Die Kurse finden in der Regel einmal pro Woche statt und dauern 1,5 Stunden. Jedes Jahr nutzen etwa 5000 Kinder die Angebote. Die Kursgebühren liegen bei etwa 25–30€ pro Kurs (Ein Kurs läuft ein halbes Jahr, und besteht in der Regel aus 8 Doppelstunden).

In verschiedensten nationalen sowie internationalen Vergleichsstudien von Schulen erscheint das Aloisiuskolleg regelmäßig auf den vordersten Plätzen. In Sportarten wie Basketball, Fußball, und Tennis werden regelmäßig überregionale Meisterschaften gewonnen.

Zum Park gehören heute auch Pferdestallungen, die von den Schülern zum Ausreiten genutzt werden.

Das Aloisiuskolleg bietet für seine Schüler eine Reihe von Themenabenden im Rahmen des "Arbeitskreis Schule und Beruf" an. Diese Themenabende setzen sich aus zahlreichen Vorträgen zu einem weiten Berufsfeld zusammen (z.B. Themenabend "Menschen helfen= Arzt, Entwicklungshelfer, Seelsorger, Sozialhelfer etc.). Die Akquise der Referenten läuft zum großen Teil über die Elternschaft. Der Vorreiter dieses Projekts war die "AKO-Berufsbörse", eine Schülerinitiative, deren Ziel es war, möglichst hochkarätige Referenten für Einzelvorträge an das Aloisiuskolleg zu holen, um ihren Beruf vorzustellen. Zu diesen gehörten: Kai-Uwe Ricke (damaliger Vorstandsvorsitzender der Telekom AG), Norman Rentrop (Verlagsgründer), Stefan Raab (Entertainer), Jörg Grabosch (Brainpool AG) und Christian Bungenstock (CTcon). Heute sind die Schüler der ehemaligen Berufsbörse aktiv in die Vortragsplanung und -durchführung des "Arbeitskreis Schule und Beruf" eingebunden.

Die Erziehung wird als Einsatz zu Glaube und Gerechtigkeit verstanden. Das meint neben solider Betreuung und religiös fundierter Erziehung, dem einzelnen gerecht zu werden und seine Glaubens- und Vertrauensfähigkeit zu stärken. So machen die Schüler im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 11 einen fünfwöchigen Sozialeinsatz in Krankenhäusern, Alters- oder Kinderheimen, oder in psychiatrischen Anstalten. Die Erziehung von Schule und Elternhaus wird in Jugendgruppen ergänzt und vertieft. In Gespräch und Meditation, bei Spiel und Sport werden christlicher Glaube und christliches Handeln praktiziert und in lebendiger Gemeinschaft erlebt.

Weitere Engagements sind soziale Projekte der Schüler oder des Kollegs in Südafrika, Nepal, Mongolei oder Burkina Faso .

Das Kolleg legt Wert auf internationale Kontakte, fördert den kulturellen Austausch und die Begegnung mit Menschen anderer Länder. So beteiligt es sich seit 1997 am »Comenius-Programm« der Europäischen Union, das die Zusammenarbeit europäischer Schulen fördert. Partnerschaften bestehen unter Anderem mit Clongowes Wood College (Irland), Eton College, Maidenhead College (beide in England) und dem Georgetown College (USA).

Das Aloisiuskolleg versteht sich nach wie vor als Jesuitenschule und richtet sich nach den Erziehungsgrundsätzen der Gesellschaft Jesu, für welche seit 1599 die „Ratio Studiorum Societatis Jesu“ gilt („Studienordnung der Gesellschaft Jesu“). Jesuitische Erziehung strebt „Welt- und Lebensbejahende“ Einstellung an und ruft zum Lernen und Erforschen aller Lebensbereiche auf, aber stets aus christlicher, also religiöser Sicht.

Zur religiösen Seite der Erziehung gehören die bekannten Angebote der Religion (Leben vor Gott, Unterricht im Glauben und Einübung im Gebet: Gottesdienste, Exerzitien).

Zur weltlichen Seite der Erziehung gehört der christliche Grundsatz der Nächstenliebe: Wissen soll nicht vorrangig dem eigenen Nutzen dienen, sondern stets auf das Wohl der Mitwelt ausgerichtet sein: der „nächsten“ Umgebung, der Nation, der Menschheit.

Nach Ansicht der Gesellschaft Jesu sind dies nicht speziell katholische, sondern universelle Erziehungs- und Bildungs-Grundsätze. Darum steht das Kolleg nicht nur Katholiken offen, sondern auch Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften. Nur müssen sie den grundsätzlich katholischen Charakter von Internat und Schule anerkennen und sich ihm einfügen.

Da die jesuitische Erziehung die ganze Persönlichkeit bilden will, wird neben der sportlichen Betätigung unter anderem auch die künstlerische Begabung gefördert. Chor und Orchester des Kollegs führen klassische Werke auf wie Bachs Weihnachtsoratorien und Passionen, Haydns »Schöpfung« und Orffs »Carmina Burana«. Die Big-Band sorgt bei Feiern für den nötigen Schwung.

Das Schulgebäude ist ein U-förmiges, dreistöckiges Gebäude aus den 1960er Jahren. Es beherbergt neben den Klassenzimmern zwei Chemieräume, zwei Physikräume, zwei Computerräume, zwei Musikräume, ein Sprachlabor und eine Bibliothek. Die "Werkräume" befinden sich unter den Turnhallen und sind mit Schweissgeräten, einer Schreinerei, einem Tonofen, Druckmaschinen und vielem Anderen ausgestattet.

Den Übergang vom Schulgebäude zu den neueren Internatsgebäuden bildet der "Patresturm", ein fünfstöckiger, quadratischer Turm, in dem die Patres seit einem Umbau in den 1970er Jahren leben. Zuvor waren in beiden oberen Etagen zwei Internatsgruppen mit den jüngsten Schülern untergebracht, was dem Gebäude den Spitznamen "Knabensilo" einbrachte.

Zu den Sportanlagen zählen zwei Turnhallen neben dem Schulgebäude. Vor den Turnhallen ist ein Basketballplatz. Auf dem Schulhof ist ebenfalls ein Basketballplatz und ein Handballplatz. Oberhalb des Schulhofes auf dem Weg zur Stella befindet sich ein Fußballplatz und sechs Tennisplätze. Zudem verfügt das AKO über einen eigenen Pferdestall.

Der Elberfelder Bankier August Karl Freiherr von der Heydt ließ 1891 bis 1893 das „Schloss auf dem Wacholder“ im neoklassizistischen Stil erbauen . Der streng geometrische Bau in gelben Sandstein ermöglicht einen Ausblick über das Rheintal und das Siebengebirge. Der bekannte Charlottenburger Gartendirektor Walther zeichnet sich für die ausgedehnte Parkanlage verantwortlich. Seit 1927 wird die Villa vom Jesuitenorden genutzt. Die "Stella" wird als Internatsgebäude für Jungen der Unter- und Mittelstufe genutzt.

Das zum ehemaligen Besitz von der Heydt's gehörige "Jägerhaus", eine stark romantisierte "Miniaturausgabe" eines Jagdschlosses liegt etwa 500m zu Füßen der Stella. Hier wohnen die Primaner selbstverwaltet, eigenverantwortlich ohne Aufsicht. Im Garten des Jägerhauses mit einem in den achtziger Jahren angelegten "Japanischen Garten" steht eine bronzene Skulptur "Kirschkernspuckende Jungen" von Ewald Mataré.

Der Neubau ist ebenfalls in den 1960er Jahren mit dem Schulgebäude zusammen errichtet worden und an den Patres-Turm angeschlossen. Er war L-förmig und ist 2006 renoviert worden. Nach der Renovierung wurde ein Teil des Neubaus abgerissen und durch eine neu errichtete Bar (Rotunde) ersetzt. Die klassische L-Form wurde damit nicht beibehalten. Vom Neubau gibt es einen direkten Zugang zur Bar.

Das Mädcheninternat wurde im September 2005 nach einjähriger Bauzeit auf den ehemaligen Obstwiesen gegenüber der Schule durch das Architektenbüro Pilhatsch & Partner fertig gestellt. Die Eröffnung als Mädcheninternat fand erst im Sommer 2006 statt, da in der Übergangszeit das Gebäude für die internen Jungen genutzt wurde, die vorübergehend den alten "Neubau" aufgrund von Renovierungsarbeiten verlassen mussten.

Die Kirche in Form eines Oktagons wurde Ende der achtziger Jahre errichtet. An gleicher Stelle stand zuvor eine baufällige Kirche aus den sechziger Jahren. Prunkstück der Kirche ist eine Bronzeskulptur eines Engels von Ewald Mataré.

Als Folge des Kulturkampfes übernahm der Staat Preußen 1872 per Gesetz die Aufsicht über alle Jesuitenschulen. Am 12. August 1900 übernahm die deutsche Provinz der Gesellschaft Jesu das Aloisiuskolleg in Sittard, Holland als reine Jungenschule mit Internat. Der Schulunterricht wurde von deutschen Patres mit 43 internen und 38 externen Schülern am 29. September 1900 mit einer Vorklasse, einer Sexta und einer Quinta-Klasse eröffnet. Dies war der eigentliche Start des Aloisiuskollegs.

Während das Internatswesen der Weimarer Republik teilweise schon dem Ideal der Reformschule zustrebte, war das Erziehungskonzept auch aus damaliger Sicht ausgesprochen konservativ. So erzählen ehemalige Schüler des Kollegs davon, dass beim wöchentlichen Wannenbad lederne "Lendenschurze" getragen werden mussten - zum Schutze vor dem Blick auf den eigenen Körper. Körperstrafen waren (nicht anders als an vielen anderen Schulen) an der Tagesordnung. Im Gegensatz zur heutigen, romantisierenden Sicht auf das damals sehr verbreitete Internatswesen waren die meisten Schüler dort nicht freiwillig oder gar zur Förderung besonderer Ausnahmebegabungen. Die weitaus meisten Schüler stammten aus wohlhabenden Familien, zeigten an den heimatlichen Schulen jedoch nicht die gewünschte Leistung und Disziplin und wurden zu Erziehungszwecken zwangsweise auf strenge Internate geschickt. Auf Ausbüxen standen sehr harte Strafen, und es gab für viele Schüler auch auf Bitten der Eltern bei wichtigen Ereignissen wie Todesfällen oder Krankheiten innerhalb der Familie kein Schulfrei. Das Versenden von Geschenken und Zuwendungen (Lebensmittel, Geld) an Schüler wurde durch Postkontrollen verhindert, Briefe an die Eltern und Geschwister mussten unter Aufsicht an speziell dafür reservierten Nachmittagen verfasst werden. Das Abschirmen vor äußeren Einflüssen, auch der eigenen Familie, wurde damals als sehr wichtig für die konsequente Umsetzung der Erziehungsziele angesehen.

Das Jesuitengesetz wurde erst 1917 außer Kraft gesetzt und so stand es den Jesuiten frei, wieder Schulen in Deutschland zu gründen und zu führen. Das Aloisiuskolleg zog nach Bonn Bad-Godesberg. Am 15. Mai 1921 schrieb Pater Arnold Rump, der damalige Rektor, nach Köln: "Der preußischen Regierung teile ich ergebenst mit, daß das Collegium Hubertinum mit Ostern 1921 seinen Namen in Aloisiuskolleg geändert hat." Dies war der Start des Aloisiuskollegs in Bonn Bad-Godesberg. Als Internatsgebäude diente die 1927 erworbene ehemalige Villa des Bankiers August Freiherr von der Heydt, die "Stella Rheni".

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Kollegsleitung das Leben zunehmend schwer gemacht: Immer stärkere Restriktionen für die Abiturienten, die das Abitur nicht nur an einer anderen Schule (das Kolleg war nur genehmigt, nicht staatlich anerkannt), sondern in ihrem jeweiligen Heimatgebiet ablegen mussten, gefährdeten schon Mitte der 1930er-Jahre die Existenz des Kollegs. Kruzifixe zum Beispiel wurden heimlich, trotz Strafandrohung, aufgehängt. Da die jesuitische Erziehungstradition mit der vom nationalsozialistischen Staat propagierten Modell nicht in Einklang zu bringen war, wurde die Schule 1938 von den Nationalsozialisten aufgelöst.

Eine wichtige Rolle auch im heutigen Selbstverständnis des Kollegs spielt der aktive Widerstand durch Jesuitenpatres und Schüler. Bekannte Personen des Widerstandes sind Georg Freiherr von Boeselager und sein Bruder Philipp.

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg eröffneten die Jesuiten 1946 das Aloisiuskolleg erneut.

In den 1980er Jahren begann das Aloisiuskolleg mit dem benachbarten Clara-Fey-Gymnasium für Mädchen die Koedukation innerhalb der Oberstufe. Die Mädchen der Oberstufe konnten Grund- und Leistungskurse am Aloisiuskolleg besuchen und umgekehrt. Seit dem Jahrgang 2000 hat das Aloisiuskolleg auch in den unteren Jahrgängen, beginnend mit der Sexta, Mädchen in der Schule aufgenommen. Seit 2005 werden nun auch Mädchen im Internat aufgenommen und in einem separaten Neubau untergebracht.

Das AKO-Heft ist ein jährlich erscheinendes Schulheft. Es enthält neben den Verabschiedungen bisheriger und Vorstellungen neuer Mitarbeiter vor allem Berichte aus dem Kollegsleben und religiös-pädagogische Artikel. Außerdem werden hier Adressänderungen, Informationen wie Heirat, Tod oder Geburt und die Klassenfotos jeder Klasse angezeigt. Das AKO-Heft wird an alle Eltern und auch an die Altschüler kostenlos verschickt.

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Tobias Huch

Tobias Huch

Tobias Huch (* 10. August 1981 in Mainz) ist ein deutscher Unternehmer.

Er wurde erstmals Anfang 2000 bekannt, als er Sicherheitslücken auf dem Server des deutschen Bundesministeriums der Justiz aufdeckte. Anfang 2008 verklagte er den Internetprovider Arcor vor dem LG Frankfurt und forderte zum Schein die Sperrung von Google.de und Google.com. Damit demonstrierte er gegen die Sperre der Seite YouPorn.com im Arcor-Netz und erlangte später vor dem OLG Frankfurt die gewünschte Niederlage. Auf Basis der OLG-Entscheidung wurde die YouPorn-Sperre aufgehoben. Im Oktober 2008 deckte er gemeinsam mit dem Magazin Der Spiegel einen Datenskandal auf, in dem er den Diebstahl der T-Mobile-Datenbank aus dem Jahre 2006 bewies.

Huch ist Anteilseigner an mehreren Firmen in der Medienbranche. Im Jahr 2000 gründete er im Alter von 18 Jahren die Firma Erodata, die das Altersverifikationssystems Ueber18.de betreibt und inzwischen unter dem Namen Resisto IT GmbH firmiert. Er ist Geschäftsführer der Huch Medien GmbH mit Sitz in Mainz und hält Beteiligungen an mehreren anderen Unternehmungen im Bereich der Musikbranche, Zahlungssystemen und Sicherheitstechnik. Für eine kurze Zeit war die Firma erodata an der Firma MyChannel beteiligt.

Anfang 2000 nutzte Huch eine Sicherheitslücke auf dem Webserver des Bundesministeriums der Justiz und hinterließ als Hinweis auf diese eine Textdatei mit einer Erklärung zur Sicherheitslücke und ein zensiertes Nacktfoto einer Frau mit schwarzen Balken und der Aufschrift „Dieser Server“ (erster Balken) „ist unsicher“ (zweiter Balken). Nachdem dieser Hinweis durch die Systemadministratoren nicht erkannt wurde, informierte Huch eine Woche danach gemeinsam mit dem Onlinemagazin „Onlinekosten.de“ und der Deutschen Presse-Agentur die Öffentlichkeit. Daraufhin wurde die Lücke geschlossen und Tobias Huch erhielt eine Einladung der Bundesministerin Herta Däubler-Gmelin, welcher er nach dem offiziellen Pressetermin weitere Sicherheitslücken präsentierte. Er erhielt daraufhin die Genehmigung – ohne der Gefahr von Strafverfolgung – weiterhin die Webserver der Regierung auf Sicherheitslücken zu überprüfen.

Am 30.03.2005 reichte Tobias Huch eine Verfassungsklage beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen den § 184c StGB (heute: § 184d StGB) ein. Der Antrag lautet, § 184d StGB aufzuheben, soweit er sich auf das Verbreiten so genannter weicher Pornografie in Tele- und Mediendiensten bezieht. Das Verfahren wurde vom BVerfG zur Entscheidung angenommen (Az. 1 BvR 710/05) und es wird auf einen Verhandlungstermin gewartet. Verfahren vor dem BVerfG können bis zu 10 Jahren andauern.

Ende 2007 verklagte die Firma Huch Medien GmbH unter der Geschäftsführung von Tobias Huch in einem Gerichtsverfahren die den Access-Provider Arcor mit der Forderung Google zu sperren. Vorangegangen war die Sperre der Seite YouPorn durch Arcor nach einer Abmahnung eines Videothekenbetreibers und dem Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Arcor durch das Landgericht Frankfurt. Tobias Huch erklärte gegenüber der Presse, dass er prüfen wolle, ob deutsche Gerichte tatsächlich der Auffassung sind, dass „die Welt am deutschen Wesen genesen solle“ und zeigte so, dass er absichtlich den Prozess verlieren wollte. Er verlor den Prozess vor einer anderen Kammer des Landgerichts Frankfurt (Az: 2-03 O 526/07) und ließ sich dies durch das Oberlandesgericht als Grundsatzbeschluss (Az: 6 W 10/08) bestätigen. Auf Basis der OLG-Entscheidung beruhte dann das Verfahren von Arcor gegen den älteren YouPorn-Sperrbeschluss und die einstweilige Verfügung wurde im Hauptsacheverfahren aufgehoben.

Anfang Oktober 2008 deckte Tobias Huch gemeinsam mit dem Magazin Der Spiegel (Ausgaben 41 und 42 von 2008) einen Datenskandale auf. So gab er dem Spiegel genaue Auskunft, dass er seit Mitte 2006 im Besitz der halben T-Mobile-Datenbank sei und erzählte die Vorgänge der letzten zwei Jahre.

Im Jahr 2006 kam Huch in den Besitz großer Datenmengen, welche sich später als T-Mobile Kundendatenbank herausstellten. So enthielten die Datenbank folgende personenbezogenen Daten: Handynummer, Vornamen, Nachnamen, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort und Geburtsdatum. Er meldete sich mittels Anwalt bei der Deutschen Telekom, um Schaden von dem Unternehmen T-Mobile und vom Land abzuwenden. Verschärft wurde die Situation durch die Tatsache, dass in dem Datenbestand die Geheimnummern und teils Geheimadressen von gefährdeten Personen wie Charlotte Knobloch, Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel enthalten waren. Die Zusammenarbeit wurde von der Deutschen Telekom bestätigt. Dann geschah zwei Jahre lang nichts und Huch wartete vergeblich auf die Staatsanwaltschaft, mit der er zusammenarbeiten wollte. Durch einen Zufall saß Tobias Huch auf einem Flug nach Berlin Anfang September 2008 neben der Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries, welche Huch nach der Landung über den Datenskandal informierte. Ministerin Zypries wurde sogleich aktiv und im Büro von Huch in Mainz meldete sich der Konzernsicherheitsbevollmächtigte der Deutschen Telekom. Nach vielen Rückrufversuchen von Seiten Huchs kam wieder keine Reaktion. Stattdessen meldete sich Mitte September der Spiegel bei Huch und bat ihn um eine Stellungnahme. Statt einer Stellungnahme offenbarte Huch dem Spiegel alle Details. Weitere Datenskandale kamen ans Licht und der Vorstandsvorsitzende René Obermann war gezwungen, sofort Maßnahmen zu ergreifen. Auf einer einberufenen Pressekonferenz verkündete er – angesprochen auf den „Fall Huch“ – die Schaffung eines neuen Vorstandsposten für Datenschutz und umfangreiche Veränderungen im Konzern. Der ehemalige Chefjustiziar der DTAG Manfred Balz wurde wenig später auf diesen Posten gehoben.

Am 6. April meldete Tobias Huch, dass unter anderem bei T-Online ein Datenleck vorhanden sei und man mit einfachen Mitteln alle Hauptemailadressen auslesen und verifizieren könne. In einem Test gelang es Huch und seiner Firma angeblich 100.000 Adressen zu verifizieren. Die Lücke wurde bei unabhängigen Experten - in diesem Fall der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Rheinland-Pfalz - unter Beweis gestellt.

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Deutsche Telekom Laboratories

Telefunken-Hochhaus, Sitz der Deutsche Telekom Laboratories

Die Deutsche Telekom hat im Jahr 2004 in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin die Deutsche Telekom Laboratories gegründet, die unmittelbar auf dem Campus der Hochschule angesiedelt sind. Die Laboratories sind ein Bereich, der internationale und interdisziplinäre Forschung und Entwicklung betreibt und das Ziel hat, innovative Prozesse durch eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft besser zu gestalten und zu steuern. Die offizielle Eröffnung fand im April 2005 statt.

Organisatorisch gehören die Deutsche Telekom Laboratories zur Konzernzentrale und arbeiten für alle Konzernbereiche. Gleichzeitig sind sie jedoch ein so genanntes „An-Institut“ der Technischen Universität Berlin, eine privatrechtlich organisierte wissenschaftliche Einrichtung an der TU Berlin, die mit vier Professuren mit dem normalen Lehr- und Forschungsbetrieb der TU verzahnt ist. Mit diesem Konzept wird ein intensiver Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie hergestellt, denn der Transfer von Innovationen aus Forschung und Wissenschaft zur Wirtschaft spielt für Technologieunternehmen eine immer wichtigere Rolle.

Die Deutsche Telekom Laboratories sind in zwei Bereiche gegliedert. Der Schwerpunkt der Projektfelder des Innovation Development Laboratory liegt auf marktnaher Forschung und Entwicklung. Seine Aufgabe ist es, mit einem Zeithorizont von bis zu drei Jahren innovative Ideen zu entwickeln und zu bewerten, um sie dann in die strategischen Geschäftsfelder des Konzerns zu transferieren. Dagegen ist die langfristig ausgerichtete Grundlagen- und Technologieforschung Kernaufgabe des Strategic Research Laboratory.

Das Institut ist als offenes System organisiert, das neben der TU Berlin mit weiteren Universitäten wie etwa der Ben-Gurion-Universität des Negev in Beerscheba (Israel) oder der amerikanischen Stanford University sowie Partnern aus der Industrie wie etwa Daimler kooperiert. Die Deutsche Telekom Laboratories werden durch ein so genanntes Steering Committee beraten und kontrolliert.

Gut 25 Telekom-Experten und mehr als 80 Wissenschaftler aus allen Kontinenten arbeiten in den Deutsche Telekom Laboratories. Dazu kommen weitere rund 60 Praktikanten, Studenten, Diplomanden, Doktoranden, Gastwissenschaftler und Projektpartner. Die Arbeitsumgebung in den Etagen 15 bis 20 im Telefunken-Hochhaus der TU Berlin besteht aus einer offenen Bürostruktur mit Desksharing-Arbeitsplätzen, Denkerzellen, Projekträumen, Cafeteria und vielen Besprechungsräumen.

Bei der Einrichtung der Telekom Laboratories hat sich die Telekom an bekannten industrienahen Forschungseinrichtungen wie BT Exact, den Bell Labs (Alcatel-Lucent), dem IBM Zurich Research Laboratory, Intel Research, dem European Microsoft Innovation Center (EMIC) und den NTT DoCoMo Euro-Labs orientiert. Der damalige Telekom-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke sagte bei der Eröffnung im April 2005, er erwarte von der Kooperation eine beschleunigte Umsetzung von Forschungswissen in konkrete Produkte und Dienstleistungen.

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Talkline

Die TALKLINE GmbH war bis 2007 eine deutsche Telefongesellschaft mit Sitz in Elmshorn, die in erster Linie als Mobilfunk-Anbieter (Service-Provider) auftrat.

Mittlerweile wird Talkline ausschließlich als Marke der debitel AG betrieben.

Talkline besteht seit 1991. Gegründet wurde Talkline von Ernst-Friedrich Baumer, der als Einlage die AssCarfi GmbH, eine Vertriebskette von Autoradios und -telefonen, beisteuerte, im Joint Venture mit der Preussag AG. Baumer stellte zusammen mit Kai-Uwe Ricke die Geschäftsführung. Mit der Öffnung des Mobilfunkmarktes etablierte die Firma sich als Wiederverkäuferin von Mobilfunkverträgen, ein Mobilfunkprovider, und wuchs in der Folge explosionsartig. In der Mittelstadt Elmshorn schien es einige Jahre so, als würde jeder irgendjemanden im Bekanntenkreis haben, der bei Talkline arbeitet. Zu einem späteren Zeitpunkt erwarb die RWE Telliance AG 100% der Besitzanteile an Talkline.

Mit Wirkung zum 1. Juli 1997 wurde das Unternehmen eine Hundertprozentige Tochter der dänischen TDC Mobile International. Das Unternehmen hat ca. 900 Beschäftigte und erzielte 2004 eine Umsatz von 1,031 Mrd. Euro und ein EBITDA (Ertrag vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 60,5 Millionen Euro. in Spitzenzeiten waren ca. 1.700 Mitarbeiter beschäftigt.

Talkline wurde am 5. Juni 2007 für 560 Millionen Euro an die Debitel-Gruppe veräußert. Am 20. Juli 2007 folgte die Zustimmung der Brüsseler Behörden .

Am 20. November 2008 informierte die Debitel AG, die zwischenzeitlich durch Freenet aufgekauft wurde, die rund 750 Mitarbeiter über die beschlossene Auflösung des Standorts Elmshorn.

Die Mobilfunkabteilung hatte im Oktober 2005 insgesamt 3,4 Millionen Kunden.

Talkline wurde oft in Zusammenhang mit sog. "Dialern" gebracht und führte viele Verhandlungen, da Talkline Kunden ihres Internetangebotes Rechnungen zusandte, die Kunden allerdings keine Leistung oder keine Leistung in dieser Größenordnung in Anspruch genommen hatten. Wobei hier aber zwischen der Talkline GmbH & Co. KG (Mobilfunk) und der Talkline ID GmbH, einem Mehrwertdienste-Anbieter, unterschieden werden musste. Bis Dezember 2004 gehörte zur Talkline-Gruppe neben dem Mobilfunkanbieter Talkline GmbH & Co. KG auch der Mehrwertdiensteanbieter Talkline ID. Dieses Unternehmen stand bisweilen in der Kritik, da es als technischer Dienstleister neben 0800-, 0180-, 0137- und 118xy-Nummern auch die umstrittenen 0190-Nummern betrieben hatte, die teilweise unter Missbrauchsverdacht durch dubiose Dialer-Anbieter standen. Ende 2004 wurde der Mehrwertdiensteanbieter Talkline ID, der heute unter dem Namen Next ID firmiert, an die Hamburger Freenet AG verkauft. Die Talkline GmbH & Co.KG konzentriert sich seitdem auf das Mobilfunkgeschäft.

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T-Home

Logo der T-Home

T-Home ist ein in der Produktvermarktung verwendeter Markenname sowie die Bezeichnung eines Geschäftsfeldes der Deutschen Telekom AG (DTAG), in dem die Aktivitäten der DTAG im Bereich der leitungsgebundenen Festnetzkommunikation gebündelt werden und das von Niek Jan van Damme geführt wird. Die anderen operativen Segmente der Deutschen Telekom sind "Mobilfunk Europa", "Mobilfunk USA" (T-Mobile) und "Geschäftskunden" (T-Systems). Die T-Home ist kein rechtlich selbständiges Unternehmen.

Ursprünglich vermarktete die Deutsche Telekom unter der Marke T-Home ab 2006 eine Variante ihres Breitband-Internetanschlusses T-DSL, mit dem man zusätzlich Fernsehprogramme in voller Auflösung auf seinem Computer oder Fernsehen anschauen konnte, und das damit als vierter Verbreitungsweg in Konkurrenz zu den drei klassischen Empfangsmöglichkeiten Terrestrik, Kabel und Satellit treten sollte. (Die Kabelgesellschaften hatten umgekehrt kurz zuvor begonnen, Telefon- und Internetanschlüsse anzubieten.) Dieser Dienst wird von der Deutschen Telekom weiterhin angeboten (unter dem Namen T-Home Entertain).

Die Verwendung der Marke T-Home hat sich aber ab dem 19. Mai 2007 grundlegend verändert: Seitdem werden alle festnetzbezogenen Dienste der Telekom (Festnetztelefon, Internet, DSL, Internetfernsehen) unter der Dachmarke T-Home zusammengefasst; die bisherige Marke T-Com wurde in Deutschland aufgegeben, wird aber in zahlreichen anderen Ländern (Kroatien, Montenegro, Slowakei) bis heute verwendet. Lediglich in Mazedonien und seit Ende 2008 in Ungarn hat man ebenfalls auf T-Home umgestellt.

T-Home wurde als Name gewählt, um es in deutlicheren Kontrast zu den unter T-Mobile zusammengefassten mobilen Diensten (Mobilfunk, Hot Spots) zu setzen.

Unter dem ehemaligen Telekom-Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke hatte T-Com erst vor wenigen Jahren die ursprüngliche Marke T-Net abgelöst, die noch aus der Zeit des ersten Telekom-Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer stammte. Damit hat - abgesehen von den beiden Interimsvorständen Helmut Ricke und Helmut Sihler - bislang jeder Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom das Festnetzgeschäft umbenannt.

Am 1. Juni 2006 erfolgte die Freigabe der Verschmelzung der T-Online International AG mit der Deutsche Telekom AG durch den BGH. Die Verschmelzung wurde am 6. Juni 2006 mit dem Eintrag ins Handelsregister endgültig vollzogen, damit wurden alle bisherigen geschäftlichen Aktivitäten von T-Com und T-Online unter der Marke "T-Com" zusammengelegt. T-Online wurde zu einer selbstständigen Geschäftseinheit von T-Com.

Bei der Präsentation der neuen Unternehmensstrategie der Deutschen Telekom AG am 1. März 2007 verkündete Konzernchef René Obermann, dass ab Sommer 2007 zur besseren Orientierung der Privatkunden in Deutschland der Markenauftritt radikal vereinfacht werden soll: T-Home soll für alle Telekommunikationsangebote der Deutschen Telekom stehen, die zu Hause genutzt werden. T-Home wurde mit einer Werbekampagne ab 19. Mai 2007 eingeführt und die Vermarktung von Festnetztelefonie, Internet und IPTV-Produkten erfolgt seither unter dieser Marke.

Die Kundenkommunikation bei Rechnungsstellungen erfolgt bis einschließlich März 2008 unter dem Briefkopf T-Com. Seit April 2008 wird das einfache Telekom-Logo (Magenta-T mit den Digits) ohne weitere Markenbezeichnungen auf den Rechnungsbriefköpfen verwendet. In den Absenderangaben verschwand T-Com bereits im März 2008.

Bis zur Verschmelzung mit T-Online stellte T-Com das klassische Geschäftsfeld der Deutschen Telekom AG dar, das diese nach der Postreform von ihrem Rechtsvorgänger, der Deutschen Bundespost übernommen hat. Die Festnetzsparte ist der Bereich, der im Laufe der letzten Jahre die größten Gewinne erwirtschaftete und so den Aufbau der neuen Geschäftsbereiche Mobilfunk, Online und Geschäfts- und Systemkunden ermöglichte. Die T-Com hat derzeit 39 Millionen Telefonanschlüsse vermarktet, davon 33 Millionen in Deutschland, was T-Com hierzulande zum Quasi-Monopolisten macht.

Die T-Com betreibt in Deutschland zwei Leitungsnetze: Zum einen das digitale T-Net, auch bekannt als das klassische leitungsvermittelte Telefonnetz in Deutschland und zum zweiten das DTAG-IPnet, ein Hochleistungs-Glasfasernetz (Backbone) zwischen 74 Standorten in Deutschland und einigen weiteren im Ausland, das der Übertragung von Internet-Datenverkehr dient. Derzeit baut T-Com eine NGN-O Plattform (Next Generation Network Overlay) auf, mit der übergangsweise die Funktionen dieser beiden getrennten Netze verbunden werden. Die NGN-Overlay-Plattform sorgt dabei für einen Übergang zwischen dem Internet und dem herkömmlichen Telefonnetz (Click to dial).

Im südöstlichen Mitteleuropa tritt die T-Com im Fall der ungarischen Magyar Telekom, der Slovak Telekom und der kroatischen T-Hrvatski Telekom wie in Deutschland als etablierter Netzbetreiber auf. Eine Sonderstellung nimmt Bosnien-Herzegowina ein, wo die Deutsche Telekom AG den Auftrag erhalten hat, das durch den Bürgerkrieg zerstörte Telefonnetz wieder aufzubauen.

Bei ihren ehemaligen Auslandsbeteiligungen in Westeuropa war sie dagegen als Wettbewerber ohne eigene letzte Meile auf den Märkten präsent, der die Vorleistungen der dortigen etablierten Anbieter für den Anschluss der Kunden in Anspruch nahm. Nachdem bereits die Verbindungsnetzbetreiber-Aktivitäten in Österreich vor längerer Zeit eingestellt waren, wurden im Frühjahr 2007 auch die Internet-Tochtergesellschaften Club Internet in Frankreich (an Neuf Cegetel) und ya.com in Spanien sowie Terravista in Portugal an France Telecom verkauft, weil dort trotz Aufbau eigener ADSL2+-Anschlussnetze kein ausreichender Breitband-Marktanteil erreicht werden konnte. Diese Auslandsbeteiligungen wurden vor der Re-Integration in die T-Com von der T-Online AG gehalten.

Die Deutsche Telekom plant in Zukunft, ihre Auslandsbeteiligungen auf den Mobilfunksektor zu konzentrieren, wo stärkere Wachstumspotentiale vermutet werden.

Zu den weiteren geschäftlichen Aktivitäten von T-Com gehören u.a. der Betrieb der inzwischen in eine GmbH ausgegliederten Telekom Shops (vormals T-Punkt), in denen sie ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen sowie die der anderen DTAG-Geschäftsbereiche an Endkunden verkauft und die Herausgabe von Telefonbüchern über ihre Tochter DeTeMedien.

In der jetzigen Fußball-Bundesliga-Saison 2008/09 ist T-Home offizieller Sponsor der 1. und 2. Fußball-Bundesliga, das T-Home-Logo ist auf jedem Fußball-Trikot der Mannschaften aus der 1. und 2. Liga auf dem linken Ärmel zu sehen. Außerdem hätte die Deutsche Telekom auch das Recht, den Markennamen "Bundesliga" in "T-Home Bundesliga" umzubennen, wie dies z.B. in Österreich der Fall ist ("T-Mobile Bundesliga") Auf dieses Recht wurde aber bei der Vertragsvereinbarung in Rücksprache mit der Deutschen Fußball-Liga verzichtet. Dieses Sponsoring besteht seit 2006/07 (damals noch unter dem alten Markennamen T-Com). Die dritte Liga wird nicht von T-Home gefördert, da diese nicht zur DFL, (die die Bundesligen 1 und 2 betreibt), sondern zum DFB gehört und somit außerhalb des Einflussgebietes der DFL-Vereinbarungen liegt. T-Home ist auch Haupt- und Trikotsponsor des FC Bayern München.

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Source : Wikipedia