Kabul
- US-Armee untersucht Erschießung von Zivilisten in Kabul - tagesschau.de
- Die US-Armee hat nach einer Schießerei in Kabul eine Untersuchung gegen vier Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma eingeleitet. Angestellte der für die Armee arbeitenden Firma Paravant seien am 5. Mai in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen....
- Neues Ausildungszentrum für afghanische Polizei in Kabul - auswaertiges-amt.de
- Deutschland und Kanada finanzieren gemeinsam den Bau einer Fakultät für die afghanische Grenzpolizei in Kabul. Deutschland unterstützt den Bau mit Mitteln des Auswärtigen Amts in Höhe von 3,5 Millionen Euro (Gesamtbaukosten 6,5 Millionen Euro)....
- Erneut Zivilist bei US-Luftangriff getötet - greenpeace magazin online
- Kabul (dpa) - Bei einem US-Luftangriff in Afghanistan ist erneut ein Zivilist getötet worden. Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte am Sonntag mit, einer Untersuchung zufolge habe das Opfer entgegen ersten Annahmen nicht versucht,...
- Ulrich Maidowski: von Kabul nach Leipzig - Ahlener Zeitung
- „Das haben wir in Kabul auch gemacht, Drachen mit Glasscherben in den Leinen steigen lassen.“ Wer fremde Windsegel abschnitt, dem gehörten sie. „Wie bei Karl May war das“, lacht der Richter am Oberverwaltungsgericht, der gerade einen Karrieresprung vor...
- 100 Tonnen Drogen in Afghanistan sichergestellt - RP ONLINE
- Kabul (afp/ap). Afghanische und internationale Soldaten haben bei einer Razzia fast 100 Tonnen Drogen beschlagnahmt. Bei dem viertägigen Einsatz in der südlichen Provinz Helmand seien rund 60 Aufständische getötet worden, teilten die US-Streitkräfte...
- Dreiergipfel: Afghanistan, Iran und Pakistan beraten in Teheran - Reuters Deutschland (Pressemitteilung)
- Kabul (Reuters) - Der afghanische Präsident Hamid Karsai ist am Sonntag zu einem Regionalgipfel mit seinen Kollegen aus Pakistan und dem Iran aufgebrochen. Im Zentrum der Beratungen in der iranischen Hauptstadt Teheran sollten Sicherheitsfragen,...
- Kabul-Frankfurt per Direktflug - sueddeutsche.de
- Von J. Flottau Eine Maschine von Safi Airways am Flughafen Kabul: In Afghanistan gibt es eine Staatslinie, die aber Europa wegen Sicherheitsmängeln nicht ansteuern darf. Der private Konkurrent Safi will dagegen von Juni an nach Frankfurt fliegen....
- Kabul will neue Vereinbarungen mit ausländischen Truppen treffen - AFP
- Kabul/Berlin (AFP) — Die afghanische Regierung will mit den ausländischen Truppen im Land neue Vereinbarungen über deren Präsenz treffen. Die aus dem Jahr 2002 stammenden Regelungen seien überholt, sagte Außenminister Rangin Dadfar Spanta am Samstag in...
- Heikles Gipfeltreffen in Kabul - Wiener Zeitung
- Von WZ Online Kabul. Während die Präsidenten Irans, Afghanistans und Pakistans am Sonntag in Teheran über die Sicherheit in der Region berieten, sind die pakistanischen Regierungstruppen bei ihrer Offensive gegen islamische Extremisten in die...
- US-Armee untersucht Erschießung von afghanischem Zivilisten - AFP
- Kabul (AFP) — Die US-Armee hat eine Untersuchung zur Erschießung eines Zivilisten in Afghanistan durch einen US-Sicherheitsdienst eingeleitet. Mitarbeiter des im Auftrag der US-Armee arbeitenden Sicherheitsdienstes Paravent seien am 5....
Kabul
Kabul (persisch کابل) ist die Hauptstadt und mit 3.043.589 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) auch die größte Stadt Afghanistans und sowohl das ökonomische wie auch kulturelle Zentrum des Landes.
Die strategische Bedeutung der Stadt ist auf die Nähe zum Khyber-Pass, einer wichtigen Verbindung zwischen Afghanistan und Pakistan, Indien, zurückzuführen. Die Stadt wird vom Fluss Kabul mit Wasser versorgt und verfügt über kein eigenes Kanalsystem.
Die antike Stadt Kabura wurde vor mehr als 2500 Jahren im Tal des Hindukusch von iranischen Stämmen gegründet. Der Avesta und Schahnama zufolge wurde Kabul von Esfandiyar, einem iranischen Helden, gegründet. Während der Herrschaft der Achämeniden gehörte Kabul zur Satrapie Gandhara und war neben der Hauptstadt Taxila ein wichtiger Handelsknotenpunkt am Hindukusch.
Unter den Kuschanen wurde Kabul ein Zentrum der buddhistisch-iranischen Kultur der Region, wurde aber wenig später von den Sassaniden erobert und wieder dem Perserreich einverleibt.
Kabul wurde im 7. Jahrhundert von den Arabern eingenommen. Vom 7. Jahrhundert bis zum 11. Jahrhundert n. Chr. regierten die hinduistischen Kabulschahian (Könige von Kabul) bzw. Hindushahi (Hindu-Dynastie). Die Islamisierung von Kabul begann mit dem Sendungsbewusstsein der Ghaznawiden im 11. Jahrhundert. 1504 wurde Kabul von Babur (1483-1530) zur Hauptstadt des Mogulreiches gemacht. Nadir Schah von Persien (1688-1747) nahm die Stadt 1738 ein, und sie wurde erst unter Timur Shah Durrani, dem zweiten Sohn Ahmad Schah Durranis (des Begründers Afghanistans), im Jahre 1776 zur Hauptstadt von Afghanistan – davor war Kandahar die Hauptstadt des Landes.
Kabul wurde von den Briten 1839 während des Ersten Anglo-Afghanischen Krieges eingenommen und 1842 aus Rache nach der Niederlage beim Rückzug von dort teilweise niedergebrannt. Die Briten nahmen die Stadt 1879 nach einem Massaker am britischen Gesandten Louis Cavagnari und seinem Stab im Zweiten Anglo-Afghanischen Krieg erneut ein.
Nach dem Zusammenbruch des Mujahedeen-Regimes 1992 wurde in Kabul einer der längsten und blutigsten Bürgerkriege (1992-1994) in der Geschichte des Landes ausgefochten. In dieser Zeit verloren in den Straßen von Kabul über 50.000 Menschen ihr Leben. Zeitweilig kontrollierten Truppen aus Tadschikistan die Stadt.
1994 bedrohten paschtunische Kämpfer die Stadt. 1995 standen die von Pakistan unterstützten Taliban-Milizen bis 15 Kilometer vor der Stadtgrenze und eroberten Kabul im darauffolgenden Jahr. Die Taliban riefen in Kabul mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern einen streng islamischen Staat aus.
Am 12. November 2001 übernahm die Nordallianz die Stadt, nachdem sich die Taliban aus Kabul zurückgezogen hatten.
Derzeit befindet sich die Stadt unter der Kontrolle der UNO, die zusammen mit der ISAF die Sicherheit der Bevölkerung und den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zum Ziel hat.
Kabul ist die wichtigste Siedlung der Tadschiken in Afghanistan. Ihre Sprache, der Kabuler-Dialekt des Persischen (lokal auch Dari genannt), ist die Regierungs- und Wirtschaftssprache des Landes und hat alle anderen Sprachen und Dialekte des Landes maßgeblich geprägt. Die Tadschiken stellen mehr als die Hälfte der Bevölkerung Kabuls, gefolgt von Paschtunen, Hazara, Usbeken, Turkmenen, Belutschen, Sikhs und Hindus.
In Kabul werden hauptsächlich Kleidung, Möbel und Rübenzucker hergestellt, aber die kontinuierliche Kriegsführung seit 1979 hat die ökonomische Produktivität der Stadt stark eingeschränkt.
In der Stadt befindet sich der Kabul International Airport.
Beim Eisenbahnbau in Afghanistan in den 1930er Jahren spielten deutsche Konstrukteure, Baufirmen und Maschinen eine herausragende Rolle. Die Verbindung Dschalalabad – Kabul wurde vom deutschen Konsortium Lenz, Berlin, geplant, existiert heute jedoch nicht mehr.
Die 7 km lange Tram (Straßenbahn) Kabul – Darulaman von 1923 wurde ebenfalls mit deutschen Lokomotiven der Marke Henschel, Kassel, betrieben. Während der Talibanzeit wurden die Schienen jedoch abgebaut und als Metallschrott ins Ausland verkauft.
In Kabul war vor dem Bürgerkrieg der Bau einer Metro (U-Bahn) geplant, welcher jedoch nicht umgesetzt werden konnte, da am 27. April 1978 der damalige Ministerpräsident Mohammed Daoud Khan im Zuge eines Staatsstreichs ums Leben kam.
Steinschlag an der Jalalabad Rd.
Kabul bestand eigentlich aus verschiedenen Gärten und Parkanlagen, Bagh (persisch باغ): wie Badam-Bagh, Bagh e Alam Ganj (befand sich von 1924-1970 Amani-Oberrealschule), Bagh e Ali Mardan, Bagh e Babur, Bagh e Qazi, Bagh e Wazir, Baghe Tschel Seton bzw. Chilsotoon Bagh (dort steht (persisch تخت رستم Tacht e Rostam (Thron von Rostam; siehe auch Persepolis), Gul Bagh, Baghe Bala, Bagh e Vafa, Bagh e Pole Ommumi, Qarabagh, Bagh e Zanana Bagh e Shah Rara, Bagh e Nur Afshan, Bagh e Gul Tschar Bagh, Nila Bagh, Nasir Bagh und die Parks wie Park e Zarnegar, Cinema Park u. v. m. Diese Gärten sind überwiegend in den Zeiten des Mogulreiches in Kabul angelegt worden.
Die obengenannten Gärten waren Lustgärten für Könige und Vergnügungsgärten für die Bevölkerung vor allem freitags für Picknicks und während der Feste für diverse Veranstaltungen, Spiele, Drachensteigen und Wettkämpfe. Der inzwischen renovierte Babur-Garten steht heute wieder der Kabuler Bevölkerung zur Verfügung.
Diese Gärten sind im Laufe der Zeit entweder zerstört oder für andere Zwecke umfunktioniert worden. Zu diesen Gärten zählen nicht die Obst- und Gemüsegärten, die während der Induskultur angelegt worden waren. Alexander der Große gründete den Ort Istafil (bedeutet Wein) im Nordwest von Kabul. Heute heißt der Ort wegen der Lautverschiebung Istalif. Der Ort ist für seine Keramik und Kelimherstellung berühmt.
Der Fußballverein FC Kabul Bank wurde 2007 Vizemeister in der afghanischen Liga. Das Ghazi-Stadion ist das Heimatstadion des FC Maiwand.
Nationalmuseum Kabul
Das Nationalmuseum Kabul (Mūzah-'i Kābul) ist das archäologische Nationalmuseum von Afghanistan in der Hauptstadt Kabul.
Es wurde im Jahre 1920 gegründet. Das Museum befindet sich in einem zweistöckigen Gebäude in der historischen Altstadt von Kabul. Die in Zentralasien bedeutende Sammlung mit über 100.000 Exponaten wurde im August und September 1996, während der Herrschaft der Taliban in Afghanistan, geplündert. Teile der Ausstellung wurden deshalb in das von 1999 bis 2006 im schweizerischen Ort Ort Bubendorf bestehende Afghanistan-Museum ausgelagert und im Jahr 2007 nach einer Verbesserung der Sicherheitslage in Afghanistan nach Kabul zurückgebracht. Im Jahr 2003 hat die internationale Gemeinschaft 350.000 US-Dollar zur Renovierung des Gebäudes gespendet. Die Sammlung verfügt über viele Schätze aus Elfenbein sowie über Antiquitäten aus Kushan, dem frühen Buddhismus und dem Islam.
Radio Kabul
Radio Kabul ist der staatliche Hörfunksender Afghanistans und wird von Radio Afghanistan betrieben. Den Namen Radio Kabul führten auch verschiedene Vorgänger des Senders, als dessen offizielles Gründungsjahr 1940 gilt.
1925 wurde ein russischer 200-Watt-Sender, der auf AM 833 kHZ sendete, im Kabul-Palast durch den damaligen afghanischen König Amanullah Khan installiert. Dieser Sender wurde 1929 während eines Aufstandes gegen den König zerstört. Der Sender wurde 1931 durch den neuen König Mohammed Nadir Schah reinstalliert und im Jahr 1940 mit einem neuen 20-Kilowatt-Transmitter versehen, der auf 600 kHz sendete. Dies wird als die offizielle Geburt von Radio Kabul angesehen. Programme wurden in den Sprachen Pashto, Dari, Hindi, Englisch und Französisch gesendet.
In den 1960er und 1970er Jahren war Radio Kabul Gastgeber einer ganzen Reihe von traditionellen und modernen afghanischen Künstlern wie Ustad Nangyalai, Ustad Arman, Mohamed Hussein Sarahang, Farida Mahwash, Mohammad Hashem Cheshti und Rahim Baksh. Diese Meister-Musiker (als Ustad verehrt) waren nicht nur in Afghanistan bekannt, sondern auch in Indien, Pakistan und dem gesamten Mittleren Osten.
Als 1973 der König durch einen Putsch gestürzt wurde, meldeten die neuen Herrscher den Regierungswechsel über den Sender. Als die Sowjetunion 1979 eine Marionettenregierung installierte, wurde Radio Kabul von der sowjetisch gestützten Regierung als Umsetzer für aus Moskau gesendete prosowjetische Propaganda genutzt.
Während des folgenden Bürgerkrieges und nach dem Rückzug der Sowjets 1990 wechselte der Sender verschiedene Male den Besitz zwischen den jeweiligen Fraktionen, die die Kontrolle über Kabul erlangten. Als 1996 die Taliban in Kabul einzogen, wurde der Sender in Shariat Ghagh, umbenannt, was Stimme der Scharia bedeutet. Zur Zeit der Konsolidierung der Taliban-Herrschaft diente der Sender zur Aufwiegelung ihrer Unterstützer und zum Senden der Aufrufe der Mullahs.
Zur Talibanzeit wurden Musiksendungen verboten und die Zerstörung der Archive wurde angeordnet, welche unersetzliche Bänder mit Musik- und Politik-Programmen aus 40 Jahren enthielten. Die Bänder schienen rettungslos verloren, bis die BBC im Jahr 2002 berichtete, sie hätten nicht nur die Talibanzeit überstanden, sondern auch die Bombardierung während des US-Eingreifens im November 2001.
Nach dem Abzug der Taliban nahm Radio Kabul seine Sendetätigkeit wieder auf.
Ordu Kabul FC
Ordu Kabul FC ist ein afghanischer Fußballverein aus Kabul. Mit zwei Meistertiteln in der Afghanistan Premier League 2006 und 2007 ist der Verein der aktuell erfolgreichste der Stadt. Namensgebend ist das Ordu-Stadion. Für 2009 ist die Errichtung eines neuen Stadions, Mellat Stadium, vorgesehen.

