José Mourinho

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Geschrieben von bishop 29/04/2009 @ 22:13

Tags : josé mourinho, trainer, fussball, sport

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José Mourinho

José Mourinho

José Mário dos Santos Mourinho Félix (* 26. Januar 1963 in Setúbal, Portugal) ist ein portugiesischer Fußballtrainer. Seine exzentrische und oft arrogant anmutende Art brachte ihm in den letzten Jahren hohe Medienpräsenz und machte ihn zu einem Enfant terrible unter den Fußballtrainern. Seit der Saison 2008/09 ist er Trainer bei Inter Mailand.

Für negative Schlagzeilen sorgte Mourinho 2005, als er öffentlich Bestechungsvorwürfe gegenüber FIFA-Schiedsrichter Anders Frisk äußerte, woraufhin Mourinho eine Spielsperre für die nächsten beiden Champions-League-Spiele bekam. Des Weiteren erhielten Mourinho und der FC Chelsea hohe Geldstrafen (umgerechnet ca. 450.000 Euro) vom englischen Verband, weil sie – nach den Statuten des Verbandes unerlaubte – Abwerbegespräche mit dem Spieler Ashley Cole vom FC Arsenal führten. Nach Berichten der Londoner Times hat Mourinho zudem im Champions-League-Viertelfinale 2005 eine von der UEFA gegen ihn verhängte Platzsperre für beide Spiele gegen den FC Bayern München mithilfe illegaler Tricks ausgehebelt. Er soll während der Spiele mittels Zetteln und über Funk Einfluss auf seine Mannschaft genommen haben.

Mourinho verließ den FC Chelsea am 20. September 2007, nachdem er bereits seit längerer Zeit Differenzen mit Klubeigentümer Roman Abramowitsch hatte.

Seit der Saison 2008/09 ist er Trainer bei Inter Mailand, wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat. Dort verdient er rund 11 Millionen Euro, mit Sponsoreneinnahmen kommt er nach eigenen Angaben sogar auf 14 Millionen Euro.

Am vierten Spieltag der Serie A 2008/09 gewann José Mourinho mit Inter Mailand gegen US Lecce. Dies war sein 100. Heimspiel in Folge ohne Niederlage, in denen er 38 mal mit dem FC Porto und 60 mal mit dem FC Chelsea unbesiegt blieb.

In der Champions League scheiterte Inter Mailand - wie schon im Vorjahr - bereits im Achtelfinale an Manchester United.

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Inter Mailand

Altes Logo von Inter Mailand

Inter Mailand (offiziell Football Club Internazionale di Milano 1908, oder kurz Inter) ist ein italienischer Fußballverein aus der lombardischen Hauptstadt Mailand. Der Klub gilt als einer der traditionsreichsten und erfolgreichsten Fußballvereine der Welt.

Inter Mailand ist der einzige Fußballklub in Italien, der nie aus der ersten Liga, der Serie A, abgestiegen ist.

Der Verein trägt seine Heimspiele im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion – dem berühmten, 82.955 Zuschauer fassenden San Siro – aus. Dieses teilt sich der Klub mit dem Lokalrivalen und legendären Derby-Gegner AC Mailand.

Der Internazionale FC wurde am 9. März 1908 von mehreren verärgerten kosmopolitischen Mitgliedern des „Milan Cricket and Football Club“ (dem heutigen AC Mailand) im Mailänder Restaurant „Orlogio“, nahe der „Piazza del Duomo“, gegründet. Die hitzige, fast 5-stündige Gründungssitzung, der Italiener und Schweizer beiwohnten, endete mit den Unterschriften auf der Vereinssatzung. Der „Football Club Internazionale Milano“, wie sich der Verein offiziell nannte, wurde vom losgelösten nationalistischen Milan CFC, wo nur Italiener spielen durften, abgespaltet.

Der Name „Internazionale“ (it. „International“) wurde gewählt, um die Offenheit der Mannschaft für Spieler aller Nationalitäten zu demonstrieren. Die Vereinsfarben waren schon damals Schwarz-Blau. Das erste Wappen (mit den Initialen FCIM) wurde während der erwähnten Gründungssitzung auf einen Bierdeckel gezeichnet. Zum Präsidenten wurde Giovanni Paramithiotti, ein streng katholischer Venezianer gewählt. Ein weiteres Symbol für „Internazionale“ wurde das Wappen der ehemaligen Herrscherfamilie Mailands, der Visconti. Daher rührt auch der Grund, die Spieler als die „Biscioni“ (die Schlangen) zu bezeichnen. Während der AC Milan in der Frühzeit der Verein der Arbeiter war, wurde Inter zum Verein der Bürger, Künstler und Intellektuellen. Der erste Meistertitel konnte bereits 2 Jahre nach der Gründung des Vereins im Jahr 1910 gewonnen werden. Auch wenn dieser Titel, sowie der folgende 1920 nicht mit den späteren Titeln verglichen werden kann (siehe dazu auch Serie A).

Inter wurde 1929/30 erster Meister der neu gegründeten gesamtitalienischen Profiliga, der direkten Vorgängerin der Serie A. Im Kader der Meistermannschaft befand sich der legendäre Giuseppe Meazza, der bereits zwei Jahre zuvor zu Inter kam. Mit Meazza, der noch heute als einer der besten italienischer Fußballer aller Zeiten gilt, wurde Inter in der Folge drei Mal Meister und einmal Pokalsieger. In diesen Jahren war Juventus Turin der Hauptrivale von Inter. Bis heute wird jede Partie zwischen den beiden rivalisierenden Vereinen als „Derby d'Italia“ in den Medien tituliert. Zurückzuführen ist das unter anderem auch auf die Tatsache, dass Inter und Juve die einzigen beiden italienischen Klubs waren, die noch nie abgestiegen waren. Mit dem Zwangsabstieg von Juventus im Jahr 2006 verbleibt allein Inter als Dauermitglied der Serie A. Während der Zeit des faschistischen Regimes musste sich Inter, welches sich nach der Ansicht Mussolinis zu offen gab, fusionieren. So kam 1928 die erzwungene Fusion mit den US Milanese Milano zum SS Ambrosiana Inter (ab 1930 AS Ambrosiana). Die Meisterschaften 1938 und 1940 wurden trotz des anhaltenden Krieges gewonnen, da in Italien bis 1943 Fußball gespielt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein wieder in „Internazionale“ umbenannt, Inter erhielt seine Vormachtstellung in Italien zurück und wurde mit Trainer Alfredo Foni und dem schwedischen Nationalspieler Lennart Skoglund im Sturm 1953 und 1954 Meister. Das Titelduell zwischen Juventus und Inter im Jahr 1961 wurde zum Skandal der Serie A. Damals drängten etwa 10.000 Zuschauer zu viel in das Stadion, was den Schiedsrichter zwang, das Spiel abzubrechen, und man wertete das Spiel 2:0 für Inter, womit Inter der designierte Meister gewesen wäre. In letzter Instanz ordnete der Verband jedoch ein Wiederholungsspiel an, weil „der Sport siegen solle“. Beachtenswert ist allerdings, dass damals Umberto Agnelli sowohl Präsident des italienischen Fußballverbandes als auch von Juventus war. Aus Wut ließ Inter eine Jugendmannschaft auflaufen, um der Welt zu zeigen, welche Intrigen es im italienischen Fußball gibt. Juventus siegte 9:1 und wurde „Meister“.

Nachdem der Ölmagnat Angelo Moratti Inter Präsident wurde, gelangten die Nerazzurri in den 60er Jahren zu großem Ruhm. Die Ära Moratti gilt bis heute als erfolgreichste Zeit des Vereins, in der Inter eine weltweit bekannte Mannschaft wurde. Maßgeblich war allerdings auch Helenio Herrera, damaliger Trainer, am Erfolg beteiligt. Der in Marokko aufgewachsene Argentinier, war neben seinem Spielsystem (siehe Catenaccio) vor allem auch wegen seiner ungewöhnlichen Spielvorbereitung berühmt. In der Umkleidekabine mussten zum Beispiel die Spieler Kirchenlieder singen oder sich den Ball in schneller Folge zuwerfen, um Vertrauen und Mannschaftsgeist zu entwickeln.

Sein Spitzname lautete “Il Mago”, der Zauberer. Herrera baute eine disziplinierte und kämpferische Truppe auf, er war ein Meister der Übertreibung und befasste sich früher als Andere mit Sportpsychologie. Er begründete damit die Rolle des modernen Trainerberufs. Unter der Führung des „Sklaventreibers“ erlebten die Nerazzurri ihre Blütezeit. „La Grande Inter“ schaffte Mitte der 60er Jahre in vier Jahren dreimal den Einzug in ein Europapokalfinale, wovon zwei gewonnen wurden. Ab der Saison 1961/62 beendete Inter in den folgenden sechs Jahren die Meisterschaft nie schlechter als auf Platz 2. Harte Manndeckung u.a. durch Tarcisio Burgnich und Aristide Guarneri, Armando Picchi als hinter den Manndeckern agierender "Ausputzer" ohne direkten Gegenspieler und ein sehr kompaktes Mittelfeld sicherten das eigene Tor ab, in der Offensive gab es Vorstöße des Außenverteidigers Giacinto Facchetti, Konter durch Luis Suárez und Jair da Costa und obendrein einen Stürmer wie Sandro Mazzola. Diese kompakte defensive Ausrichtung war ein dauerhaftes Erfolgskonzept. Inter spielte selten 'schön' und erzielte nicht viele Tore, eröffnete den Gegnern aber auch kaum Chancen zu Treffern. „La Grande Inter“ gewann in der Saison 1962/63 den Scudetto und ein Jahr später mit einem 3:1-Endspielsieg über Real Madrid in Wien den ersten Europapokal der Landesmeister. Im selben Jahr beendete Inter die Meisterschaft als Vizemeister, dem vorangegangen war das bisher einzige Entscheidungsspiel um den Titel in der Serie A gegen den FC Bologna. Seinen größten Erfolg feierte der Verein in der Saison 1964/65, als Inter als erste italienische Mannschaft das Triple aus Meisterschaft, Europapokal und Weltpokal gewann. Im Europapokal-Endspiel im San Siro wurde Benfica Lissabon mit 1:0 bezwungen. Im Anschluss verteidigte Inter gegen Independiente aus Argentinien den Weltpokal, den es bereits im Vorjahr gewonnen hatte. Auch 1967 kam Inter ins Landesmeister-Finale, verlor da aber umstritten gegen Celtic Glasgow mit 1:2, aufgrund einer fragwürdigen Elfmeterentscheidung. Ironischerweise endete ausgerechnet mit dem 10. Meistertitel, dem ersten Meisterstern und als erster Träger nach Juventus, die glorreiche Zeit des Grande Inter. In der Folgezeit wurden noch mehrere Titel gewonnen, doch an die erfolgreiche Zeit der 60er Jahre konnte der Verein, insbesondere auf europäischen Niveau, nicht mehr anknüpfen.

Zu einem Eklat kam es im Oktober 1971, als im Spiel Borussia Mönchengladbach – Inter ein Fan beim Stand von 2:1 Interspieler Roberto Boninsegna angeblich mit einer Coca-Cola-Dose bewarf und dieser sich auswechseln ließ. Inter versperrte die Kabine, so dass kein offizieller Arzt Boninsegna untersuchen konnte, und das Spiel, welches als Büchsenwurfspiel in die Geschichte einging, wurde anschließend annulliert. Nach einem 0:0 im Wiederholungsspiel zog Inter zum vierten Mal in das Europapokal der Landesmeister-Finale ein. Dort verlor man allerdings gegen Ajax Amsterdam mit 0:2.

Am 21. August 1979 verstarb Giuseppe Meazza, das Mailänder San-Siro Stadion wurde daraufhin nach ihm benannt. In der Saison 1979/80 holte Inter die Meisterschaft, während Stadtrivale Milan, zusammen mit Lazio Rom wegen Betruges und einem Wettskandal in die Serie B absteigen musste.

In den frühen 80ern spielten unter anderem Alessandro „Spillo“ Altobelli, der in 466 Spielen für Inter 209 Tore erzielte, Gabriele Oriali, Graziano Bini, Ivano Bordon und Giuseppe Baresi eine wichtige Rolle bei Inter. Sowohl 1977/78 als auch 1981/82 gewann Inter die Coppa Italia. Im Frühjahr 1989 konnte Inter unter der Trainerlegende Giovanni Trapattoni erneut die Meisterschaft gewinnen. Mit dabei waren Andreas Brehme und Lothar Matthäus. Von Anfang an bestand wenig Zweifel, dass Inter Meister werden würde. Inter holte 58 von 68 möglichen Punkten. Im selben Jahr holte Inter außerdem durch einen 2:0 Erfolg über Sampdoria Genua auch noch den italienischen Supercup. Zur Saison 1989/90 wechselte auch Jürgen Klinsmann zu Inter Mailand. In dieser Zeit, nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 spielten deutsche Fußballer eine große Rolle bei Inter. So gewannen Matthäus, Brehme und Klinsmann - 26 Jahre nach dem letzten internationalen Titel des Vereins - im Mai 1991 gegen AS Rom den UEFA-Pokal. Drei Jahre später konnten ebenfalls beide Endspiele im UEFA-Pokal gegen den SV Austria Salzburg nach Toren von Nicola Berti und Wim Jonk jeweils mit 1:0 gewonnen werden. Schlüsselspieler der frühen 90er waren der Torwart Walter Zenga sowie der Verteidiger Giuseppe Bergomi, der mit 756 Einsätzen den aktuellen Vereinsrekord hält.

1995 wurde Massimo Moratti, Sohn von Angelo Moratti, Interpräsident. Doch obwohl die Moratti-Familie kräftig in Spieler wie Ronaldo und Christian Vieri investierte, konnte Inter in der Liga lange Zeit nicht vollends überzeugen. Zunächst folgte unter Moratti junior lediglich ein Erfolg im UEFA-Pokal 1998. Gründe dafür waren wohl häufige Trainerwechsel und eine zum Teil falsche Transferpolitik, oder die Dauerverletzung(en) von Weltstar Ronaldo. Außerdem war die Titelentscheidung in den letzten Runden der Saison 1997/98 zugunsten von Juventus aufgrund einiger Schiedsrichterfehlentscheidungen sehr umstritten.

1999 beendete „Zio“ Giuseppe Bergomi, welcher sein ganzes Leben für Inter spielte, seine Karriere. Die Kapitäns-Binde übernahm Javier Zanetti. Tragisch ebenfalls die erneute schwere Verletzung von Stürmerstar Ronaldo am 12. April 2000 direkt beim Comeback im italienischen Pokalfinale. Während viele Ronaldos Karriere schon am Ende sahen, hielt Inter weiter am „Phänomen“ fest und sollte Recht behalten. Spätestens bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 bewies Ronaldo eindrucksvoll, dass mit ihm noch immer zu rechnen sei, und wurde Weltmeister und Torschützenkönig, wechselte jedoch daraufhin zu Real Madrid.

Inter verlor 2002 den schon fast sicher geglaubten Titel erneut am letzten Spieltag, durch ein bitteres 2:4 gegen Lazio Rom. In der darauffolgenden Saison 2002/03 wurde Inter nur ganz knapp im Halbfinale der Champions League vom AC Mailand mit zwei Unentschieden aus dem Wettbewerb geworfen. In der Saison 2004/05 erhielt Inter Mailand eine Geldstrafe von 300.000 SFR wegen Fanausschreitungen im Viertelfinale der Champions League und musste die folgenden vier Spiele in der Champions League unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen, zwei weitere auf Bewährung, falls es bis 2008 erneut Krawalle gibt.

Im Juni 2005 nahm der Club eine Herausforderung durch die mexikanische Rebellenorganisation EZLN zu einem Fußballmatch gegen eine Auswahl der Rebellen an. Inter Mailand hatte in der Region Chiapas bereits medizinische Projekte der Rebellen finanziell unterstützt.

Am 26. Juli 2006 wurde Inter Mailand im Zuge des Fußball-Skandals in Italien zum Meister der Saison 2005/2006 erklärt, weil den beiden vor ihm platzierten Vereinen Juventus Turin und AC Mailand Punktabzüge auferlegt wurden. Durch den Zwangsabstieg von Juventus ist Inter seit der Spielzeit 2006/07 zudem das einzige Team, das in jeder Saison der Serie A vertreten war. Am 22. April 2007 konnte sich Inter Mailand fünf Spieltage vor Saisonende erneut die Meisterschaft in der Serie A sichern. In den Jahren 2005 und 2006 konnte Inter die Coppa d'Italia (ital. Pokal) zweimal hintereinander gewinnen.

Am 11. November 2007 musste die Begegnung gegen Lazio Rom abgesagt werden. Der Grund dafür war, dass ein Fan von Lazio Rom auf einer Raststätte in der Toskana bei Ausschreitungen zwischen Fans von Lazio Rom und Juventus Turin gestorben war. Erste Meldungen besagten, dass ein Verkehrspolizist, der in das Geschehen eingreifen wollte, den Mann getötet hätte.

Mit dem Ende der Saison 2007/08 musste der bisherige Trainer Roberto Mancini trotz des Gewinns der italienischen Meisterschaft gehen. Am 2. Juni 2008 vermeldete der Verein auf seiner Homepage die Verpflichtung von José Mourinho als Trainer für die kommende Saison. Der Portugiese wurde am 3. Juni auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt.

Der offizielle Name des Fußballstadions von Inter und Milan lautet Giuseppe-Meazza-Stadion. Der Name wurde nach einem Umbau zu Ehren des Fußballspielers Giuseppe Meazza im März 1980 vergeben. Meazza spielte hauptsächlich bei Inter (348 Spiele), aber auch bei Milan (37 Spiele). Trotzdem wird das Stadion weiterhin mit seinem ursprünglichen Namen San Siro genannt. San Siro ist der Name des Stadtteils in welchem das Stadion steht. Der Name kommt wiederum von einer kleinen Kirche, welche nicht mehr vorhanden ist. Das Stadion hat insgesamt 82.955 Sitzplätze, welche in drei Ringe aufgeteilt sind.

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Michael Ballack

Michael Ballack im Trikot des FC Bayern

Michael Ballack (* 26. September 1976 in Görlitz) ist ein deutscher Fußballspieler und aktueller Mannschaftskapitän der deutschen Nationalmannschaft. Er spielt seit der Saison 2006/07 in der englischen Premier League für den FC Chelsea London, an den er bis zum Sommer 2009 vertraglich gebunden ist.

Ballack ist bekannt für seine vielseitige und anpassungsfähige Spielweise, die es ihm ermöglicht, ebenso effektiv am Angriffsspiel teilzunehmen wie Defensivarbeit zu verrichten. Dabei kann er nahezu jede Rolle im Mittelfeld bekleiden, darunter in der vorgezogenen Position in der Offensive, als zentraler defensiver Mittelfeldakteur und über beide Außenpositionen. Seine wohl größte Stärke entwickelte er dabei bei Bayer 04 Leverkusen im so genannten „Box-to-Box-Spiel“, wie das Mittelfeldspiel zwischen dem eigenen und dem gegnerischen Strafraum genannt wird. Dort fungierte er als zentraler Mittelfeldspieler im 4-3-3-System von Klaus Toppmöller und übernahm in gleichem Maße Offensiv- wie auch Defensivaufgaben.

Im weiteren Verlauf seiner Karriere entwickelte Ballack beim FC Bayern München unter der Führung von Ottmar Hitzfeld und Felix Magath seine Position weiter. Seine Vorstöße in die Offensive wurden seltener, und er diente als zusätzliche Absicherung der Vierer-Abwehrkette sowie als Ballverteiler. In der deutschen Nationalmannschaft spielte er aber zumeist weiter sein ursprüngliches „Box-to-Box-Spiel“.

Ballack gilt als einer der weltweit besten Kopfballspieler und ist zudem mit beiden Füßen gleich schussstark. Mit diesen Fähigkeiten wurde Ballack in den Jahren 2002, 2003 und 2005 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt und wird in der Häufigkeit dieser Ehrung nur von dem vierfachen Titelträger Franz Beckenbauer übertroffen.

Ballack wurde 2004 vom damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann zum Mannschaftskapitän und Nachfolger von Oliver Kahn in diesem Amt ernannt und behält diese Aufgabe auch unter der neuen sportlichen Leitung von Joachim Löw.

Ballack trägt im Verein wie auch in der Nationalmannschaft stets das Trikot mit der Nummer 13. In seiner Zeit beim 1. FC Kaiserslautern spielte er in Bundesliga und Champions League dagegen mit der Nummer 3.

Michael Ballack begann mit dem Fußballspielen bei der BSG Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt. Seine Eltern schickten ihn im Alter von sieben Jahren zum Training mit der dortigen Mannschaft, wo er dem Trainer Steffen Hänisch, der selbst in der zweiten Liga der DDR gespielt hatte, sofort auffiel. Besonders beeindruckend für Hänisch war die für Ballacks Alter außergewöhnlich weit entwickelte Technik und seine Fähigkeit, beidfüßig zu schießen.

Er spielte sich in die Mannschaft seiner Altersklasse und kam zu seinem allerersten Spiel beim 2:1-Sieg gegen Motor Ascota Karl-Marx-Stadt. Mit der zunehmenden Anzahl von Partien wurde sehr schnell das Talent von Ballack deutlich, der zudem damit begann, die Mannschaftsführung auf dem Spielfeld zu übernehmen. Zudem entwickelte er eine beeindruckende Torgefährlichkeit und kam in seiner dritten Saison auf 57 Treffer in nur 16 Spielen. Im Jahr 1988 wechselte er zu einem ungleich größeren Verein: dem FC Karl-Marx-Stadt, der später in Chemnitzer FC umbenannt wurde.

Das hoffnungsvolle junge Talent kam schnell zu weiteren Erfolgen. Noch im selben Jahr gewann er mit seinem neuen Verein die Bezirks-Hallenmeisterschaft und entwickelte sich unter seinen neuen Trainern Jürgen Häuberer und Eberhard Schuster weiter, um drei Jahre später die sächsische Hallenmeisterschaft zu gewinnen. Nach drei weiteren Jahren errang er 1994 für den Chemnitzer FC die U-19-Meisterschaft des Freistaates.

Im Jahre 1995 erhielt Ballack aufgrund der beeindruckenden Leistungen als zentraler Mittelfeldspieler seinen ersten Profivertrag. In Anlehnung an Franz Beckenbauer erhielt er während dieser Zeit den Spitznamen „kleiner Kaiser“. Am 4. August 1995 debütierte er am ersten Spieltag der Saison 1995/96 in der 2. Bundesliga und verlor – trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs von Silvio Meißner – mit 1:2 gegen den VfB Leipzig. Im Laufe der Saison kam Ballack zu insgesamt fünfzehn Einsätzen, stieg jedoch mit seinem Verein in die Regionalliga Nordost ab. Ein persönlicher Höhepunkt war dennoch am 26. März 1996 sein erstes Spiel für die deutsche U-21-Nationalmannschaft.

In der darauf folgenden Spielzeit wurde Ballack endgültig zum Stammspieler und scheiterte mit dem Wiederaufstieg von Chemnitz in die Zweitklassigkeit nur knapp, wobei er alle Partien absolviert und dabei zehn Tore für die „Himmelblauen“ geschossen hatte. Im Sommer 1997 folgte dann aber sein weiterer persönlicher Aufstieg, als Otto Rehhagel ihn für den soeben in die Bundesliga aufgestiegenen 1. FC Kaiserslautern verpflichtete.

Am siebten Spieltag der Saison 1997/98 wechselte Rehhagel seinen neuen Spieler in der Partie beim Karlsruher SC erstmals für die letzten fünf Minuten ein. Darauf folgte am 28. März 1998 der erste Einsatz von Beginn an, wobei ihm gegen Bayer 04 Leverkusen die Aufgabe übertragen wurde, den gegnerischen Spielmacher Emerson auszuschalten. Ballack kam auf sechzehn Spiele in der ersten Saison und war am sensationellen Meisterschaftsgewinn des 1. FC Kaiserslautern beteiligt, dem dieser Erfolg als erster Aufsteiger in der Geschichte der Bundesliga gelang.

In der zweiten Saison wurde Ballack mit 30 Einsätzen und vier Toren zum Stamm- und zugleich Führungsspieler seiner Mannschaft, die das Viertelfinale in der Champions League erreichen konnte, dort aber gegen den FC Bayern München unterlag. Knapp drei Monate nach seinem Einstand in der deutschen A-Nationalmannschaft wechselte Ballack am 16. Juli 1999 für eine Ablöse von acht Millionen DM zu Bayer 04 Leverkusen.

Seinen endgültigen sportlichen Durchbruch konnte Ballack mit Bayer 04 Leverkusen feiern, wo er von den dort amtierenden Trainern Christoph Daum und Klaus Toppmöller die notwendigen Freiheiten für die Spielgestaltung erhielt. Im zentralen Mittelfeld war Ballack fortan die Anspielstation und der Kreativakteur, der sich zudem in spielkritischen Momenten und Standardsituationen im gegnerischen Strafraum einschaltete, um dort seine Torgefährlichkeit zu nutzen. Im Laufe seiner drei Jahre bei Leverkusen schoss er 27 Meisterschaftstore und neun weitere Treffer in europäischen Vereinswettbewerben.

Im Jahr 2000 benötigte Bayer am letzten Spieltag gegen den Außenseiter SpVgg Unterhaching lediglich ein Remis, um den Meisterschaftstitel zu gewinnen, aber ein unglückliches Eigentor von Ballack führte zur Niederlage und zum Verlust des sicher geglaubten Titels.

Nach einer weiteren erfolgreichen Saison mit Leverkusen, als der Verein in der Spielzeit 2001/02 neben dem erneuten Gewinn der Vizemeisterschaft erst in den Endspielen der Champions League und des DFB-Pokals verlor, verließ Ballack Leverkusen.

Gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden Bernd Schneider, Carsten Ramelow und Oliver Neuville zog er vorher noch in das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea ein, wo er jedoch aufgrund zweier gelber Karten gesperrt war. Ballack beendete insgesamt die Saison 2001/02 mit 17 Meisterschaftstoren, was ihm die Auszeichnung zu Deutschlands Fußballer des Jahres einbrachte und eine Nominierung in das UEFA-„All-Star-Team“ der abgelaufenen Saison.

Trotz eines gleichzeitigen Angebots des spanischen Spitzenvereins Real Madrid entschied sich Ballack im Jahr 2002 für einen Wechsel zum FC Bayern München gegen eine Ablösesumme von rund sechs Millionen Euro. Obwohl er bei den Bayern fortan defensiver agierte, kam er dennoch auf Anhieb zu weiteren zehn Toren und gewann mit seiner neuen Mannschaft den deutschen Meistertitel. Beim DFB-Pokalendspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern schoss er zwei weitere Tore zum 3:1-Sieg.

Nach einer sportlichen Stagnation in seiner zweiten Spielzeit für München war Ballack wieder entscheidend am Gewinn eines erneuten „Doubles“ in der Saison 2004/05 beteiligt und war dabei nach Aussage des neuen Trainers Felix Magath der einzige gesetzte Spieler im Mittelfeld des FC Bayern. In insgesamt vier Spielzeiten für den Rekordmeister gewann Ballack drei „Doubles“ aus deutscher Meisterschaft und DFB-Pokalsieg und schoss in 135 Spielen 47 Tore. In der obersten deutschen Spielklasse hat Ballack somit zwischen 1998 und 2006 75 Treffer erzielt.

Dennoch wurde Ballack regelmäßig kritisiert, in entscheidenden Spielen der Champions League schwächere Leistungen erbracht und stets mit dem Wechsel zu einem bedeutenden internationalen Verein geliebäugelt zu haben, anstatt seine Loyalität zu den Bayern zu erklären. Besonders stark fiel die Kritik dabei von den Vereinsoberen und ehemaligen Spielern des FC Bayern Franz Beckenbauer (Präsident), Uli Hoeneß (Manager) und Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender) und sogar dem eigenen Fananhang aus, der ihn verstärkt in den letzten Spieltagen auf den Tribünenrängen verspottete.

Ballack reagierte verärgert über die zunehmenden Unmutsäußerungen und betonte, dass er seinen Vertrag pflichtbewusst erfüllt und sich stets professionell sowohl auf als auch außerhalb des Platzes als Bayern-Spieler verhalten habe.

Ballack unterschrieb am 15. Mai 2006 einen neuen Vertrag beim FC Chelsea, wohin er ablösefrei wechselte. Während seiner letzten Saison beim FC Bayern waren dabei stets Gerüchte um einen Transfer zu Manchester United, Real Madrid und AC Mailand aufgekommen, die Ballack jedoch mit dem Hinweis ablehnte, er sehe bei einem Wechsel an die Stamford Bridge bessere Perspektiven, Titel zu gewinnen. Zudem wurde in Fachkreisen eine möglicherweise höhere Gehaltszusage für Ballack als mitentscheidend für den Transfer zum FC Chelsea vermutet.

Öffentlichen Mediendiskursen, die thematisierten, ob ein Zusammenspiel von Ballack und Frank Lampard, die beide ähnliche Positionen in der Mannschaft beanspruchen, überhaupt möglich sei, begegnete der Chelsea-Trainer José Mourinho damit, dass er keine Schwierigkeiten in der Vereinbarkeit der beiden Akteure in seinem Team sehe.

Sein Debüt für Chelsea gab Ballack am 31. Juli 2006 bei einem Freundschaftsspiel in den Vereinigten Staaten an der UCLA. Am folgenden Tag wurde er offiziell den Medienvertreten vorgestellt, wo er sich mit dem Trikot mit der Nummer 13 zeigte, wie bereits bei allen anderen Vereinen zuvor. Ursprünglich war für Ballack die Nummer 19 vorgesehen, da die 13 von seinem Teamkollegen William Gallas belegt war. Dieser äußerte jedoch Wechselabsichten, weshalb Trainer Mourinho Ballack die Nummer 13 zusprach.

Sein erstes Tor für Chelsea schoss er am 12. September 2006 vor heimischer Kulisse an der Stamford Bridge beim Auftaktspiel zur Champions-League-Saison 2006/07 per Elfmeter gegen Werder Bremen. Seinen ersten Titel in England holte er im Finale des Carling Cups, als Chelsea den FC Arsenal besiegte; zudem gewann er mit seinem neuen Team den FA-Cup. Im Finale gegen Manchester United kam er aufgrund einer Verletzung jedoch nicht zum Einsatz.

In der Folgesaison 2007/08 erreichte Ballack mit Chelsea das Finale der Champions League. Im ersten rein englischen Endspiel der Geschichte verlor seine Mannschaft allerdings mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen Manchester United. Nach Ende der regulären Spielzeit sowie der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Ballack selbst schoss den ersten Elfer seines Teams und konnte ihn verwandeln. Es war für Ballack die zweite Endspiel-Niederlage nach 2002 mit Bayer 04 Leverkusen. Auch in der Liga wurde nur die Vizemeisterschaft erreicht. Auch hier lag Manchester United knapp vor dem FC Chelsea.

Am 26. März 1996 stand Ballack gegen Dänemark, kurz nach seinem Wechsel in die Profiabteilung von Chemnitz, für die U-21-Auswahl erstmals in einer deutschen Nationalmannschaft. Dort kam er insgesamt zu 19 Spielen und vier Toren. Nach seinem Wechsel zu Kaiserslautern wurde er von Berti Vogts erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen. Sein erstes Länderspiel absolvierte er am 28. April 1999 in Bremen unter dem Trainer Erich Ribbeck bei der 0:1-Niederlage gegen Schottland, als er nach einer Stunde für Dietmar Hamann eingewechselt wurde.

Bei seiner Teilnahme an der Euro 2000 in den Niederlanden und Belgien kam Ballack während des gesamten Turniers auf lediglich 63 Einsatzminuten. Bis zur WM 2002 wurde aus dem vormaligen Ergänzungsspieler dann aber ein Führungsspieler. Bei dieser Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea entwickelte sich Ballack neben Oliver Kahn zu einem zentralen Leistungsträger in dem deutschen Team. Seine drei Tore gegen die Ukraine in den Play-off-Spielen zur WM-Qualifikation hatten der deutschen Mannschaft zuvor erst den Weg nach Asien ermöglicht, wo er dann einen großen Anteil am Endspieleinzug hatte. Er schoss die jeweils einzigen Tore zu den 1:0-Siegen gegen die Vereinigten Staaten und Südkorea, nach denen die deutsche Mannschaft dann im Endspiel stand. Ein Umstand, der seine vorherigen Kritiker jedoch noch mehr beeindruckt hatte, war sein taktisches Foul im Halbfinale gegen den Gastgeber, das eine große Torchance des Gegners verhinderte, aber auch dazu führte, dass er die daraus resultierende gelbe Karte in Kauf nahm und die damit verbundene eigene Sperre für das mögliche Finale bei einer Fußball-Weltmeisterschaft als Opfer bot. Wenige Minuten nach Erhalt der gelben Karte schoss er Deutschland mit dem entscheidenden Tor zum 1:0 ins Endspiel. Nach der erneut enttäuschend verlaufenden Euro 2004 in Portugal, als Jürgen Klinsmann als neuer Nationaltrainer Rudi Völler beerbte, wurde Ballack zum neuen Mannschaftskapitän ernannt.

Im Eröffnungsspiel für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land musste Ballack gegen Costa Rica aufgrund einer Wadenverletzung passen, kehrte jedoch im zweiten Gruppenspiel gegen Polen zurück und bereitete in der letzten Vorrundenpartie gegen Ecuador ein Tor von Miroslav Klose vor. Beim 2:0-Achtelfinalsieg gegen Schweden kam er zu sieben gefährlichen Torschüssen aus der Distanz, konnte aber keinen davon in einen Treffer umwandeln. Dem folgte ein Erfolg über Argentinien nach Elfmeterschießen, bei dem Ballack die Flanke gab, die zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich von Klose führte, und die 0:2-Niederlage im Halbfinale gegen Italien, die in den letzten zwei Minuten der Verlängerung besiegelt wurde. Im Spiel um den dritten Platz, das Deutschland gegen Portugal mit 3:1 für sich entscheiden konnte, musste Ballack verletzungsbedingt pausieren. Ein Tor erzielte Ballack, neben seinem einzigen Assist gegen Ecuador, bei der Weltmeisterschaft nicht. Dennoch wurde er in den Spielen gegen Ecuador und Argentinien zum „Man of the Match“ gewählt und am Ende des Turniers in das All-Star-Team berufen.

Bei der Europameisterschaft 2008 erzielte Ballack im dritten Gruppenspiel gegen Österreich per Freistoß den Treffer zum 1:0-Erfolg, der den Einzug ins Viertelfinale bedeutete. Beim 3:2-Sieg gegen Portugal erzielte er nach einer Freistoßflanke den dritten Treffer für Deutschland. Von der Expertenkommission der UEFA wurde er einen Tag nach der Endspiel-Niederlage gegen Spanien in das All-Star-Team der EM 2008 gewählt.

Ein halbes Jahr nach Michaels Geburt zogen seine Eltern mit ihm nach Karl-Marx-Stadt. Seine Schulzeit verbrachte er in der POS „Georgi Dimitroff“ (heute MS „Am Flughafen“) und in der Kinder- und Jugendsportschule „Emil Wallner“ (später Sportgymnasium Chemnitz).

Michael Ballack ist seit 2008 verheiratet und lebt in London. Mit seiner Frau hat er drei Söhne (* 2001, 2002 und 2005).

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Jürgen Klinsmann

Jürgen Klinsmann

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Jürgen Klinsmann (* 30. Juli 1964 in Göppingen) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Klinsmann spielte von 1987 bis 1998 in der Deutschen Fußballnationalmannschaft, mit der er 1990 Weltmeister und 1996 Europameister wurde. Er wurde zweimal zu Deutschlands Fußballer des Jahres und 1995 zu Englands Fußballer des Jahres gewählt. Auf Vereinsebene spielte er in Deutschland, Italien, Frankreich und England sowie in den Vereinigten Staaten. Er gewann zweimal den UEFA-Pokal und eine Deutsche Meisterschaft.

2004 übernahm Klinsmann das Amt des deutschen Fußballbundestrainers und führte die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2006 auf den dritten Platz. Nach der WM ließ er seinen Vertrag als Bundestrainer nicht verlängern. Er widmete sich dann wieder seiner Sportconsulting-Agentur SoccerSolutions in den USA.

Klinsmann übernahm am 1. Juli 2008 die Tätigkeit als Cheftrainer der Profimannschaft des FC Bayern München. Am 27. April 2009 wurde er vorzeitig freigestellt.

Jürgen Klinsmann ist einer von vier Söhnen des Bäckermeisters Siegfried Klinsmann († 2005) und dessen Frau Martha. Mit neun Jahren fing er beim TB Gingen in Gingen an der Fils an, Vereins-Fußball zu spielen. Ein halbes Jahr später erzielte er in einem Spiel seines Vereins 16 Tore. Mit zehn Jahren wechselte Jürgen Klinsmann zum SC Geislingen. Als Jürgen 14 Jahre alt war, kaufte der Vater in Stuttgart eine Bäckerei. Der Sohn, der in der württembergischen Jugendauswahl positiv aufgefallen war, spielte jedoch auch nach dem Umzug in die Landeshauptstadt weiter beim SC Geislingen. Mit 16 Jahren unterschrieb er bei den Stuttgarter Kickers einen Vertrag, der ihn zwei Jahre später zum Vollprofi machen sollte. Auf Beschluss der Eltern absolvierte er zuvor eine Lehre in der väterlichen Bäckerei.

Die erste Station von Jürgen Klinsmanns Profilaufbahn war ab 1981 der damalige Zweitligist Stuttgarter Kickers, bei dem er seit 1978 in der Jugend gespielt hatte. Ab der Spielzeit 1982/83 zählte er fest zum Zweitligaaufgebot. In der Saison 1983/84 konnte er bei diesem Verein 19 Treffer erzielen. Einer der damaligen Trainer der Stuttgarter Kickers (Horst Buhtz) erzählt, dass Klinsmann in dieser Zeit während einer Sommerpause Lauftraining in der Leichtathletikabteilung des Vereins genommen habe. Er habe dadurch zum Trainingsauftakt der neuen Saison seine 100-Meter-Zeit von 11,7 auf 11,0 Sekunden verbessern können.

1984 wechselte er zum erstklassigen Lokalrivalen VfB Stuttgart.

In seiner ersten Saison beim VfB erzielte Klinsmann 15 Tore und war damit nach Karl Allgöwer, der 16 Mal traf, bester Torschütze der Mannschaft; dass der Verein, der im Vorjahr noch Meister geworden war, nur Tabellenzehnter wurde, konnte er damit auch nicht verhindern. In den Saisons 1985/86 und 1986/87 traf er jeweils 16 Mal. Außerdem erreichte er 1986 mit dem VfB das Finale um den DFB-Pokal, welches 2:5 gegen den FC Bayern München verloren ging und in dem Klinsmann das letzte Tor des Spiels erzielte.

In der Saison 1987/88 wurde er mit 19 Treffern – darunter ein „legendärer“ Fallrückzieher im Spiel gegen Bayern München – Torschützenkönig der Bundesliga. Im Jahr 1987 bestritt er zudem in Brasilien sein erstes Länderspiel (1:1). 1988 wurde der 24-jährige Klinsmann Deutschlands Fußballer des Jahres.

Nachdem er 1989 mit Stuttgart das UEFA-Cup-Finale erreicht hatte (1:2, 3:3 gegen den SSC Neapel), wechselte Klinsmann zum italienischen Verein Inter Mailand, wo zu diesem Zeitpunkt mit Matthäus und Brehme zwei weitere deutsche Nationalspieler unter Vertrag standen.

Klinsmann unterschrieb bei Inter Mailand einen Drei-Jahres-Vertrag. Trotz der von Giovanni Trapattoni auf Defensive ausgerichteten Taktik erzielte Klinsmann in seiner ersten Spielzeit in der damals stärksten Liga der Welt 13 Treffer. Beim Publikum war Klinsmann einer der beliebtesten Ausländer, nicht zuletzt weil er Italienisch lernte und sich so den Respekt der Fans erwarb.

Nach weiteren Siegen über die Tschechoslowakei (1:0) und England (5:4 n.E.) gewann er mit der deutschen Elf im Finale gegen Argentinien durch einen 1:0 Sieg den WM-Titel. Klinsmanns Beitrag im Finale war dabei von schmerzhafter Natur. Nach einem brutalen Foul von Pedro Monzón an ihm wurde der Argentinier des Feldes verwiesen.

In der nächsten Saison sah sich Klinsmann vermehrt der Kritik der italienischen Medien ausgesetzt, und dies obwohl er mit Inter den UEFA-Pokal gewann (2:1 in der Addition gegen den AS Rom) und er in der Liga mit 14 Treffern die Leistung des Vorjahres praktisch wiederholen konnte. Klinsmann ließ seinen Vertrag dennoch bis 1994 verlängern und so seine Planungen, sollte nach der WM 1994 zugleich sein Karriereende sein.

Doch eine katastrophale Saison 1991/92 warf alle Planungen über den Haufen. Inter Mailand kam unter Trainer Corrado Orrico nie richtig in Tritt, am Saisonende stand Inter Mailand auf dem achten Rang, Klinsmann schoss nur sieben Tore und die Mannschaft war zerstritten und in Grüppchen aufgesplittert. Für Klinsmann stand nach dieser Saison fest, dass er auf jeden Fall den Verein wechseln wollte.

Nicht zuletzt aufgrund der schwachen Leistungen bei Mailand verlor Klinsmann seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft an Karl-Heinz Riedle. Nur durch einen Armbruch Rudi Völlers im Auftaktspiel der Euro 1992 gegen die GUS rückte Klinsmann in die Stammformation. Für viele war schon die Nominierung Klinsmanns nach dieser schwachen Saison überraschend. Auch während der EM fand der Angreifer seine Form nicht wieder und konnte so auch die 0:2-Finalniederlage gegen Dänemark nicht verhindern und im gesamten Turnier keine Akzente setzen.

Anschließend spielte er erfolgreich bei AS Monaco (Monaco), Tottenham Hotspur (England), FC Bayern München und Sampdoria Genua (Italien).

Seine Karriere als Spieler endete 1998 bei der Fußball-WM in Frankreich, als die DFB-Elf gegen Kroatien aus dem Turnier ausschied. Klinsmann war zehn Jahre lang A-Nationalspieler und war zuvor auch in U21- und U16-Begegnungen eingesetzt worden. Bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul erkämpfte der Stürmer mit dem deutschen Team die Bronzemedaille.

Jürgen Klinsmann bestritt insgesamt 221 Bundesliga-Spiele, bei denen er 110 Tore erzielte.

In der Nationalmannschaft absolvierte er 108 Spiele; 29 davon, als er bei Inter Mailand unter Vertrag stand, 24 als Vereinsspieler des AS Monaco, 23 als Spieler des FC Bayern München, 17 während seiner Zeit bei Tottenham Hotspur, 12 während der beim VfB Stuttgart und drei als Spieler von Sampdoria Genua. Er erzielte 47 Tore für die Deutsche Nationalmannschaft und belegt damit zusammen mit Rudi Völler den zweiten Platz in der (nationalen) Ewigen Torschützenliste und ist unter den Spielern, die mindestens 100 Länderspiele bestritten haben, der mit der besten Torquote (durchschnittlich 0,44 Treffer pro Spiel). Außerdem erzielte er bei den WM-Endrunden 1990, 1994 und 1998 insgesamt 11 Tore und ist damit nach Gerd Müller (14) der deutsche Spieler mit den meisten WM-Toren.

1995 war Klinsmann in England Fußballer des Jahres. In Deutschland erhielt er diesen Titel in den Jahren 1988 und 1994. 1995 wurde er von der IFFHS zum Welttorjäger ernannt.

Nach dem Rücktritt Rudi Völlers als Teamchef der deutschen Fußballnationalmannschaft wurden mehrere Nachfolger gehandelt, darunter vor allem Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel. Außerdem interessierte sich der DFB mit einer extra für diese Entscheidung ins Leben gerufenen Trainerfindungskommission für mehrere ausländische Trainer. Als jedoch die Anfragen beim französischen Arsenal-Trainer Arsène Wenger, dem dänischen Nationaltrainer Morten Olsen und dem Niederländer Guus Hiddink ebenso ohne Erfolg blieben wie bei Hitzfeld, der sich nach seinem Engagement beim FC Bayern München eine Auszeit genommen hatte, und bei Rehhagel, der nach seinem Erfolg als Europameistertrainer seine Amtszeit in Griechenland fortsetzen wollte, fiel die Aufmerksamkeit schließlich auf den Neuling Jürgen Klinsmann, der im Jahr 2000 seine Trainerlizenz bei einem DFB- Sonderlehrgangs für ehemalige Nationalspieler erworben hatte. Nachdem dieser aber in den Interviews zur Nationalmannschaft die Reform des gesamten DFB forderte, weckte dies zunächst den Eindruck eines missglückten Bewerbungsversuchs, zumal sich mittlerweile auch Lothar Matthäus mit der Unterstützung seines ehemaligen Förderers Franz Beckenbauer und der Bild-Zeitung ins Gespräch gebracht hatte.

Dennoch wurde nach einer vier Wochen andauernden Vakanzphase Klinsmann am 26. Juli 2004 als neuer Fußballbundestrainer der DFB-Auswahl vorgestellt. Dazu waren zuvor Gerhard Mayer-Vorfelder und Werner Hackmann zu Verhandlungen mit Klinsmann in die Vereinigten Staaten geflogen. An der Seite von Klinsmann sollten fortan Oliver Bierhoff als Teammanager und Joachim Löw als Co-Trainer fungieren. Klinsmann, der sich weitgehende Befugnisse ausgehandelt hatte, begann mit umfangreichen Reformarbeiten. Zudem kündigte er an, verstärkt auf junge Spieler zu setzen, andererseits aber nur solche Spieler in die Nationalmannschaft zu berufen, die in ihrem Verein regelmäßig eingesetzt würden. Taktisch setzte Klinsmann auf einen offensiv orientierten Spielstil.

Auch die Personalpolitik des neuen Bundestrainers sorgte für weitreichende Veränderungen im Stab der Nationalmannschaft - erstes prominentes „Opfer“ wurde der ehemalige DFB-Direktor Bernd Pfaff. Ihm folgte der langjährige Torwarttrainer Sepp Maier, nachdem dieser in der Frage nach der „Nummer 1“ im Tor entgegen Klinsmanns Auffassung für Oliver Kahn Partei ergriffen hatte. Bei der Einbindung von Berti Vogts, der vom DFB abgelehnt wurde, scheiterte Klinsmann jedoch genauso wie bei seiner Nominierung des Hockey-Nationaltrainers Bernhard Peters als Koordinator der Jugendnationalmannschaften. Für eine systematische körperliche Arbeit stellte Klinsmann den US-amerikanischen Fitnesstrainer Mark Verstegen ein, der gemeinsam mit Oliver Schmidtlein – ehemaliger Physiotherapeut des FC Bayern München und seit seinem zweijährigen Aufenthalt in Los Angeles mit Klinsmann befreundet – individuelle Trainingspläne zur Verbesserung des Bewegungsablaufes erstellte. Dazu erhielten die Nationalspieler individuelle „Hausaufgaben“, die sich an diesen Plänen ausrichteten.

Zwei Tage nach Ende der Fußballweltmeisterschaft 2006 am 11. Juli 2006 verkündete Klinsmann, dass er seinen Vertrag als Bundestrainer nicht verlängern werde. Als Grund gab Klinsmann an, durch die vergangenen zwei Jahre „ausgebrannt“ zu sein. Zu seinem Nachfolger wurde Klinsmanns damaliger Co-Trainer Joachim Löw bestimmt. Später erhielt Klinsmann für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande – dieser erschien aber nicht zum ursprünglichen Verleihungstermin, sondern erhielt es anlässlich einer Feierstunde am 28. Februar 2007 im Berliner Kanzleramt. Überreicht wurde es ihm durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Nach der Weltmeisterschaft wurde Klinsmann als künftiger Fußball-Nationaltrainer der Vereinigten Staaten gehandelt. Er führte bereits wenige Wochen nach dem Turnier Gespräche mit dem US-amerikanischen Fußballverband. Am 7. Dezember 2006 zog sich Klinsmann endgültig aus den Verhandlungen zurück, nachdem keine Übereinkunft erzielt worden war. Anfang 2007 gab es Gerüchte, dass er José Mourinho beim englischen Verein FC Chelsea ablösen würde. Kurz nachdem Chelsea-Geschäftsführer Peter Kenyon jedoch bekannt gab, dass man Mourinho nicht entlassen werde, unterschrieb Klinsmann einen 2-Jahres-Vertrag als TV-Kommentator beim Bezahlsender Arena. Jedoch kam dieser aufgrund der Auflösung Arenas nicht zustande.

Ab dem 1. Juli 2008 war Klinsmann als Trainer beim FC Bayern München tätig. Am 27. April 2009 wurde er suspendiert und für den Rest der Saison durch Jupp Heynckes ersetzt.

Jürgen Klinsmann wird eine Abneigung gegen die Bild-Zeitung nachgesagt. So folgte Klinsmann Berti Vogts darin, dass er der Bild-Zeitung die Spielaufstellung nicht exklusiv bereits einen Tag vor Spielbeginn übermittelte. Viele Journalisten sagen, dass diese Haltung auf Gegenseitigkeit beruhe, da Bild mit Antipathie über Klinsmann berichtete. In einem Interview mit dem Stern erklärte Klinsmann, die Bild-Zeitung habe schon Ende der 1980er Jahre behauptet, er sei homosexuell. Seitdem sei das Verhältnis „sehr angespannt“. 1996 wiederholte die Bild-Zeitung diese Behauptung. Klinsmann ging dagegen gerichtlich vor, und ihm wurde Recht zugesprochen.

Während die Bild-Zeitung im März 2006 noch titelte „Klinsmanns Unverschämtheit“, wandelte sich zum Ende der WM 2006 mit dem Erfolg der deutschen Nationalmannschaft und der Begeisterung in der Bevölkerung die Berichterstattung durch die Bild-Zeitung deutlich. Klinsmann wurde nun sehr positiv dargestellt, und am 6. Juli 2006 hieß es auf der Titelseite: „Klinsi – Deutschland wünscht sich, dass er bleibt“.

Eine Unterlassungsklage gegen die taz aufgrund einer satirischen Abbildung am 11. April 2009 scheiterte beim Landgericht München. Die Zeitung hatte ihn in einer Karikatur in Anlehnung einer Monty Python-Parodie mit dem Text „Always Look on the Bright Side of Life“ an einem Kreuz genagelt dargestellt.

Jürgen Klinsmann absolvierte neben seiner beginnenden Fußballkarriere eine Lehre in der elterlichen Bäckerei in Stuttgart-Botnang. Bei seinen Stationen im Ausland lernte er Spanisch, Italienisch, Englisch und Französisch. 1995 heiratete er das damalige Model Debbie Chin aus San José, lebt seit 1998 mit ihr in einer Villa am Strand von Huntington Beach bei Los Angeles, Kalifornien in den Vereinigten Staaten und hat zwei Kinder. Bis zum Antritt seines neuen Postens beim DFB arbeitete er als Manager eines Sportmanagementunternehmens. Zuvor war er als Co-Trainer des Vereins Los Angeles Galaxy tätig.

Klinsmann gehört dem Präsidium der Stiftung Jugendfußball an. Die Stiftung Jugendfußball wurde im Jahr 2000 von Klinsmann, weiteren erfolgreichen Nationalspielern sowie den Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet. Gemeinsam mit den Absolventen des Lehrgangs startete die Stiftung 2001 das Projekt fussballD21 zur Förderung des Fußballnachwuchses. 2002 entstand das zweite Projekt der Stiftung Jugendfußball streetfootballworld – the other dimension of the game. Außerdem engagiert sich Klinsmann für das von ihm gegründete Hilfswerk Agapedia zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder. Seit Mai 2001 ist Jürgen Klinsmann Vice President der Sport-Consulting-Agentur SoccerSolutions in den Vereinigten Staaten. Nach seiner Tätigkeit für den DFB als Fußballnationaltrainer widmete er sich wieder seiner Firma in seinem Hauptbereich Business Development.

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Steve Clarke

Steve Clarke als Co-Trainer des FC Chelsea im April 2007

Steve Clarke (* 29. August 1963 in Saltcoats, Schottland) ist ein früherer schottischer Fußballspieler und heutiger Trainer des FC Chelsea.

Clarke, der als kleiner Junge Fan von Celtic Glasgow war, spielte 1980 bei Beith Juniors. Seine Profikarriere begann anschließend beim FC St. Mirren, bevor er im Februar 1987 zum FC Chelsea wechselte. Der Abwehrspieler bestritt bis 1998 mehr als 400 Spiele für die Londoner, wobei er zehn Tore erzielte. 1994 wurde er zum Chelsea-Spieler des Jahres gewählt. Er gewann mit Chelsea 1997 den FA Cup, und 1998 den Ligapokal sowie – in seinem letzten Spiel für die Blues mit dem 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart – den Europapokal der Pokalsieger. 2005 wurde Clarke in Chelseas Jahrhundertelf gewählt.

Clarke bestritt sechs Spiele für Schottland. Sein Debüt für die Tartan Army gab er unter Trainer Andy Roxburgh am 9. September 1987 im Hampden Park beim 2:0-Sieg gegen Ungarn. 1987/88 folgten vier weitere Einsätze im blauen Dress, darunter zwei Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft. Sein Comebackspiel unter Trainer Craig Brown sechs Jahre später ging am 27. Mai 1994 in Utrecht gegen die Niederlande 1:3 verloren. Es war gleichzeitig Clarkes letzter Einsatz für Schottland.

Nach seiner aktiven Zeit folgte Clarke in der Saison 1998/99 seinem Trainer Ruud Gullit als Assistenztrainer zu Newcastle United. Als Gullit die Magpies verließ, war Clarke 1999 für ein Spiel als dessen Nachfolger Interimstrainer von Newcastle. Als Bobby Robson das Amt übernahm, blieb er bis ins Jahr 2000 dessen Assistent. Danach kehrte er als Scout zum FC Chelsea zurück. Er arbeitete danach eine Zeitlang als Jugendtrainer an der Stamford Bridge, ehe er im Sommer 2004 Cotrainer von Manager José Mourinho wurde. Nach dessen Weggang wurde Clarke am 20. September 2007 gemeinsam mit dem im Sommer verpflichteten Sportdirektor Avraham Grant zum Verantwortlichen für die erste Mannschaft ernannt. Nach Grants Entlassung im Mai 2008 wurde Luiz Felipe Scolari zum Trainer ernannt, dem Clarke nun wieder als Co-Trainer zur Seite steht.

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Source : Wikipedia