Johannes B. Kerner
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- Fernsehen: Markus Lanz hätte gerne Kerners Show - FOCUS Online
- Mit dem Weggang von Johannes B. Kerner fehlt dem ZDF ein Talkshow Moderato – ein Posten auf den Moderator Markus Lanz schon ein Auge geworfen hat. In einem Interview bestätigte Lanz seine Ambitionen möglicherweise eine ähnliche Talkshow zu moderieren....
- «Superstar» Daniel Schuhmacher plaudert mit Kerner - News Adhoc
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- Johannes B. Kerner (Bild: ddp) - FR-online.de
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- Johannes B. Kerner - DiePresse.com
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- Herr der Füllhörner Theo Koll will das ¸¸Auslandsjournal" des ZDF ... - sueddeutsche.de
- Auch sein Team schreibe deshalb fleißig Konzepte für alle Programmflächen, die Johannes B. Kerner demnächst freiräumt. Kerner wechselt zum Privatsender Sat 1. Als Auslandschef verantwortet der in Bensberg bei Köln geborene Koll jährlich 50...
- Johannes B. Kerner - DiePresse.com
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- Vor einigen Wochen kündigte der Fernsehkonzern an, dass man Johannes B. Kerner und Oliver Pocher von der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz holt. Franz Beckenbauer, der bisher bei Premiere unter Vertrag stand, kommt als Experte für Champions League und...
- Nach Wechsel zu Sat.1 Johannes B. Kerner ist Werbejob los - Express.de
- Köln - Erst der Abgang beim ZDF und der Wechsel zu Sat.1 und jetzt hat TV-Talker Johannes B. Kerner ein Problem mit einem seiner Werbepartner. Der Medien-Branchendienst "new business" berichtet, dass Kerner seinen Werbejob bei Air Berlin los ist....
- Johannes B. Kerner fragt „Wie schlau ist Deutschland?“ mit Matze ... - DER MEDIENVERWERTER
- Der interaktive Wissenstest „Wie schlau ist Deutschland“ mit Johannes B. Kerner geht heute in die inzwischen achte Runde. Auch dieses Mal soll das Wissen der deutschen Bürger getestet werden. In spannenden Fragerunden, die sich mit unterschiedlichen...
Johannes B. Kerner
Johannes Baptist Kerner (* 9. Dezember 1964 in Bonn) ist ein deutscher Fernsehmoderator und Autor.
Kerner wuchs in Hersel in einem katholischen Elternhaus auf. Nach dem Abitur studierte er Betriebswirtschaftslehre ohne Abschluss. Beim Sender Freies Berlin begann er 1986 als Praktikant seine Fernsehkarriere. Als TV-Sportreporter moderierte er dort die Sendungen Sport 3 und SFB-Sportreport.
Von 1990 bis 1992 war er im Wechsel Moderator beim „Punkt 5 Länderreport“ in der ARD. Von August 1992 bis Ende 1997 moderierte Kerner das Sat.1-Fußball-Magazin ran. 1996 bekam er bei Sat.1 unter dem Titel Kerner seine erste tägliche Talkshow. 1997 wechselte Johannes B. Kerner zum ZDF, wo er bis 2006 die Sendung das aktuelle sportstudio moderierte und Fußball-Länderspiele kommentiert. Des Weiteren moderiert er den ZDF-Jahresrückblick Menschen und die Reihe Unsere Besten. Kerner ist kein Angestellter des ZDF, sondern moderiert als Freier Mitarbeiter.
Während seiner Zeit bei Sat.1 legt sich Kerner „in einer durchzechten Nacht“ mit seinem Chef Reinhold Beckmann auf die Namensform ‚Johannes B. Kerner‘ fest, wobei er seinen zweiten Vornamen Baptist stets als Initiale führt.
Seit Januar 1998 hat Kerner im ZDF seine eigene, nach ihm benannte Show Johannes B. Kerner, die seit Januar 2002 immer dienstags bis freitags ausgestrahlt wird. In der Sendung, die von Kerners Produktionsfirma J. B. K. TV-Production gemeinsam mit der Spiegel-TV-Tochter a + i art and information für das ZDF produziert wird, befragt er Prominente zu aktuellen Projekten und zu ihrem Leben.
Kerner gründete 2005 zusammen mit Markus Heidemanns die Fernsehproduktionsfirma Die Fernsehmacher mit Sitz in Hamburg. Kerner ist zusammen mit Heidemanns Geschäftsführer des Unternehmens, das unter anderem die Fernsehsendungen Lafer, Lichter, Lecker, Born to cook und Unsere Besten produziert.
Im April/Mai 2006 war Kerner der Hauptwerbeträger für den Börsengang der Fluggesellschaft Air Berlin. „Bei Aktien setze ich nur auf Sieger“ sagte Kerner im zugehörigen Werbespot. Mangels Nachfrage musste der Börsengang verschoben und die Preisspanne gesenkt werden.
Kerner moderierte die Berichterstattung des ZDF zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und engagierte sich als Botschafter für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung in Deutschland.
Kerner trat in der Vergangenheit als Werbeträger für mehrere Unternehmen und Produkte auf, unter anderem für Air Berlin und Bonaqua (2003).
Johannes B. Kerner ist mit der ehemaligen Hockeynationalspielerin Britta Becker verheiratet und Vater von drei Kindern. Er lebt derzeit in Hamburg und ist Fan des Berliner Fußballclubs Hertha BSC. Auch in seinem Privatleben ist er sportlich tätig, so lief er schon den Berlin-Marathon und den Hamburg-Marathon. Zusammen mit seiner Frau spielte er in einem TV-Werbespot für Wurst aus Geflügelfleisch.
Johannes B. Kerner (Fernsehsendung)
Johannes B. Kerner ist eine Talkshow, die nach ihrem Moderator Johannes B. Kerner benannt ist. Sie wird seit dem 15. Januar 1998 von a+i und der J.B.K. TV-Production im Auftrag des ZDF in Hamburg produziert.
Ursprünglich wurde die Sendung einmal wöchentlich am Donnerstag ausgestrahlt. Seit dem 10. Januar 2002 ist sie viermal wöchentlich von Dienstag bis Freitag auf Sendung. Seit dem 21. Januar 2005 ist die Sendung am Freitag keine Talkrunde, sondern eine Kochshow: Kerner kocht.
Die Sendung wird seit dem 9. September 2003 im Medienzentrum in Hamburg-Rotherbaum produziert und aufgezeichnet.
Die Kochausgabe wurde eigentlich aus der Not heraus geboren. George Clooney, der für die ursprünglich geplante Sendung als Gast vorgesehen war, musste aufgrund eines Bandscheibenvorfalls absagen. In der Not kam man auf die Idee, die Köche, die für die Talkshowausgabe des Vortages (15. Dezember 2004) eingeladen waren, an dem für Clooney vorgesehenen Termin vor Publikum kochen zu lassen. Als Köche waren dabei: Johann Lafer, Tim Mälzer, Rainer Sass, Sarah Wiener und Ralf Zacherl.
Da diese Sendung vom Publikum sehr gut angenommen wurde, entschloss man sich dazu, ab 21. Januar 2005 jeden Freitag bei Kerner zu kochen - zunächst (und bis ins Jahr 2007 hinein) unter dem Titel "Kerners Köche". Dafür werden mehrere Köche und Gäste eingeladen, die ein fünfgängiges Menü in 60 Minuten zubereiten. Dabei wird alles in der Sendung vorbereitet und gekocht. Nach Zubereitung der einzelnen Gänge kosten sowohl die anderen Köche wie auch das Publikum das Essen und bewerten es.
Die Besetzung des Kochteams wechselt, in hundert Ausgaben waren bisher 69 Köche zu Gast. Bisher waren unter anderem dabei: Alexander Herrmann, Alfons Schuhbeck, Horst Lichter, Cornelia Poletto, Mario Kotaska, Frank Rosin, Andreas C. Studer, Kolja Kleeberg, Lea Linster, Stefan Marquard, Sarah Wiener und Kim Sohyi.
In der Sendung am 4. November 2005 gab es eine Ausnahme, nur zwei Köche waren zu Gast: Tim Mälzer und Jamie Oliver.
Für die Kochausgabe wird die Studiokulisse komplett umgebaut. Wegen des Aufwands für den Umbau werden die Kochsendungen in der Regel im Block innerhalb einer Woche aufgezeichnet und dann in den folgenden Wochen ausgestrahlt.
Nach dreieinhalb Jahren und 123 Ausgaben übergab Kerner die Kochausgabe der Sendung am 31. Mai 2008 an seinen Nachfolger Markus Lanz.
Kritisiert wurde Kerner während seiner Werbetätigkeit im Zusammenhang mit dem Börsengang von Air Berlin. Der mit Kerner befreundete Air-Berlin-Chef Joachim Hunold war in zwei Ausgaben der Talkshow zu Gast. Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzgesellschaft für Wertpapierbesitz bemängelte dabei die für viele Zuschauer nicht mehr nachvollziehbare Vermischung der Journalisten- mit der Werbefigur Kerner in diesem „riskanten Bereich“.
Im Zusammenhang mit dem Amoklauf von Erfurt interviewte Kerner noch am Abend des Tattages einen elfjährigen Jungen als Augenzeugen. Daraufhin wurde er stark kritisiert. Besonders stark war die Kritik von Entertainer Harald Schmidt, der die persönliche Annahme des Medienpreises Goldene Feder aus Kerners Händen am 24. Mai 2002 aus Protest ablehnte. Im November 2006 interviewte Kerner ein 14-jähriges Entführungs- und Vergewaltigungsopfer, obwohl Psychologen dringend davon abgeraten hatten. Der NDR schrieb in diesem Zusammenhang von einem „medialen Missbrauch“; das Kind sei Opfer der Berichterstattung und kommerzieller Interessen.
Am 9. Oktober 2007 verabschiedete Kerner die frühere Tagesschau-Sprecherin Eva Herman nach 55 Minuten vorzeitig aus seiner Talkshow. Kerner hatte der umstrittenen Autorin, der seit einer mehrdeutigen Aussage zu ihrer jüngsten Buchveröffentlichung Anfang September 2007 in einer breiten öffentlichen Debatte fehlende Abgrenzung zur Familienpolitik im Nationalsozialismus vorgeworfen wurde, nach eigenen Angaben Gelegenheit zur Richtigstellung geben wollen. Nach einigen Wortgefechten um die von ihr gewählten Formulierungen und mögliche sinnverfälschende Wiedergaben ihrer Äußerungen kam es zu dem Eklat. Die FAZ kommentierte: „Zwei- bis dreimal im Jahr will der als Moderator meist zahnlose Johannes B. Kerner unbedingt demonstrieren, dass er auch kraftvoll zubeißen kann.“ Herman warf Kerner wenige Tage später vor, er sei in seiner Sendung überfordert gewesen. In einem Interview erklärte Kerner, die Sendung sei redaktionell nicht zu Ende gedacht gewesen.
Der Verlauf der Sendung war auch Thema einer Sitzung des ZDF-Fernsehrats unter Vorsitz von Ruprecht Polenz (CDU) am 7. Dezember 2007. Der Ausschuss attestierte zum einen der Redaktion Fehler, die bereits mit der Auswahl der Gäste zum geplanten Thema „Familienpolitik“ begonnen hätten, und zum anderen einen missglückten Gesprächsverlauf, zu dem auch Kerner maßgeblich beigetragen habe. Der Fernsehrat kündigte ein besonderes Augenmerk des Fernsehrates auf das Format an. Gleichzeitig wurde dem Sender gestattet, das begleitende Online-Forum zum 15. Januar zu schließen, so dass die – überwiegend kritischen – Beiträge nur noch gelesen und nicht mehr kommentiert werden können.
Toto & Harry
Toto & Harry sind die Protagonisten der Sat.1-Reportage-Reihe „24 Stunden Toto & Harry – Die Zwei vom Polizeirevier“. In den Folgen begleitet ein Kamerateam die beiden Polizisten in Bochum auf dem Streifendienst.
Polizeioberkommissar Torsten Heim (Toto) und Polizeikommissar Thomas Weinkauf (Harry) wurden nach ihrer Ausbildung in Düsseldorf bzw. Köln ins Ruhrgebiet versetzt und lernten sich dort als Partner im Streifendienst kennen. Hier nehmen sie es mit typischen Problemen des polizeilichen Streifendienstes auf, wie zum Beispiel Streitigkeiten zwischen Nachbarn, oder der Lage von aus dem Elternhaus fortgelaufenen Kindern.
Vom Fernsehen entdeckt wurden die beiden 2001, als der Fernsehsender Sat.1 für Dreharbeiten der Reportage-Reihe 24 Stunden beim Bochumer Polizeipräsidenten nachfragte. Der Beitrag wurde am 27. August 2001 ausgestrahlt.
Die erste Folge der Serie wurde am 14. Januar 2002 ausgestrahlt. Die Serie hat inzwischen bis zu 3,5 Millionen Zuschauer und ist bis in die Schweiz bekannt. Heim und Weinkauf wurden unter anderem zweimal von Harald Schmidt und einmal von Johannes B. Kerner eingeladen.
In ihrem gemeinsamen Buch aus dem Jahre 2004 berichten die Polizisten auch über Erlebnisse, die nicht im Fernsehen zu sehen sind, zum Beispiel, wie sie im Dienst zum ersten Mal mit Toten konfrontiert wurden, und wie sie zur Polizei kamen. Sie nennen die enorme Zahl von Meldungen, die ihr Revier jährlich bearbeiten muss, und beschreiben den etwas muffigen Geruch der Umkleideräume im Keller, wo sie jeden Tag vor Dienstantritt ihre selbst zu bezahlende Dienstkleidung und Schutzweste anlegen. Am 13. November 2004 fand im Bochumer UCI eine Lesung von Toto & Harry statt, ebenso auch für ihr zweites Buch am 6. Mai 2007.
Eine weitere Staffel wurde ab Oktober 2005 gedreht und mit Genehmigung des Bochumer Polizeipräsidenten ab Mai 2006 gesendet.
Seit 2005 sind Toto und Harry Botschafter des Kinderhospizes Mitteldeutschland, welches in Nordhausen, der Partnerstadt ihres Reviers Bochum, ab 2007 gebaut werden soll.
Als Torsten Heim 1981 zur Polizei kam, spielte er in der Behördenauswahl Fußball. Da er eine robuste Spielweise hatte, die den Trainer an den Italiener Salvatore „Toto“ Schillaci erinnerte, gab ihm ein Freund daraufhin den Spitznamen „Toto“.
Kritiker weisen darauf hin, dass die Sendung das Persönlichkeitsrecht der gefilmten Personen verletze, obwohl bei den Aufnahmen angeblich stets auf die Möglichkeit der Verfremdung der Gesichter und der Stimmen hingewiesen werde. Demgegenüber nehmen Polizisten zum Beispiel bei Demonstrationen ihr Recht am eigenen Bild stets wahr. So rief etwa die Pogo-Partei in diesem Zusammenhang zu einer Kundgebung gegen Toto & Harry auf dem Bochumer Husemannplatz am 15. April 2006 auf. Im Februar 2007 wurde zudem von einem Strafverteidiger vor Gericht kritisiert, dass das Kamerateam die Spurensicherung nach einem Tötungsversuch filmte. Das sei würdelos gegenüber dem Täter.
Markus Lanz
Markus Lanz (* 16. März 1969 in Bruneck, Südtirol, Italien) ist Buchautor und Moderator des ZDF.
Nach der Matura im Brixner Vinzentinum 1988 arbeitete Markus Lanz zunächst bei Radio Holiday in Bruneck. Von 1991 bis 1992 absolvierte er eine Ausbildung zum Kommunikationswirt an der Bayerischen Akademie der Werbung, anschließend ein zweijähriges Volontariat bei Radio Hamburg. 1995 wurde er Nachrichtenmoderator bei RTL Nord. Von 1997 an moderierte Lanz die Sendung Guten Abend RTL in Schleswig-Holstein.
Der Durchbruch gelang ihm, als er von September 1998 bis März 1999 Barbara Eligmann während ihrer Babypause als Moderator der Sendung Explosiv – Das Magazin vertrat. Von April 1999 bis 15. März 2008 moderierte er die Sendung regelmäßig und war seit November 2004 auch Redaktionsleiter.
Mit dem Fernsehkoch Horst Lichter schrieb er dessen Biographie.
Seit April 2008 arbeitet Lanz für das ZDF und vertrat u. a. Johannes B. Kerner während seiner Sommerpause. Die freitägliche Kochsendung am Abend übernahm Markus Lanz am 6. Juni 2008 dauerhaft unter dem Sendetitel Lanz kocht.
Markus Lanz war von 1998 bis 2006 mit der Moderatorin Birgit Schrowange liiert und hat mit ihr einen Sohn.
Bezirk Eimsbüttel
Der Bezirk Eimsbüttel in Hamburg beherbergt die Universität Hamburg sowie im Stadtteil Rotherbaum das Universitätsviertel. Das ehemals jüdische Viertel lag am Grindel östlich der Grindelallee und rund um den Grindelhof.
Eimsbüttel gilt als bedeutender Standort der deutschen Medien- und Werbewirtschaft.
Der Bezirk Eimsbüttel ist mit rund einer Viertelmillion Einwohnern eine Großstadt in der Millionenstadt. Der Südosten des Bezirks ist von dichter Bebauung mit mehrstöckigen Altbauten geprägt, die oft von baumbestandenen Straßen durchzogen werden. In den alsternahen Gebieten der Stadtteile Rotherbaum und Harvestehude liegen großbürgerliche Villenviertel. Die Stadtteile Hoheluft-West und Eimsbüttel sind als innenstadtnahe und urbane Wohngebiete sehr beliebt; ihre Bevölkerungsdichte ist die höchste in Hamburg. Nach Nordwesten schließen sich die Stadtteile Stellingen und Lokstedt mit lockerer Vorstadtbebauung an, die in die weiten, von Grünflächen unterbrochenen Einfamilienhausgebiete von Eidelstedt, Schnelsen und Niendorf übergeht.
Die Anteile sowohl der unter 18-Jährigen als auch der über 65-Jährigen an der Bevölkerung liegen unter dem Hamburger Durchschnitt.
Der Bezirk wird im Osten durch die Alster, im Süden und Südwesten im wesentlichen durch die Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn und den weiteren Streckenverlauf der Bahnstrecken Richtung Norden begrenzt. Wichtige Begrenzung im Nordosten ist das Gelände des Flughafens Hamburg Airport, der unmittelbar an die Stadtteile Niendorf und Lokstedt grenzt. Im Nordwesten bildet die Landesgrenze zu Schleswig-Holstein die Grenze des Bezirks.
Der Bezirk wurde 1951/52 zusammen mit den anderen sechs Hamburger Bezirken eingerichtet und nach dem Stadtteil Eimsbüttel benannt. Bis zur Eingemeindung im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 waren die Stadtteile Stellingen und Eidelstedt (heute Ortsamtsbereich Stellingen) Vororte von Altona/Elbe, Lokstedt, Niendorf und Schnelsen (heute Ortsamtsbereich Lokstedt) bildeten die Gemeinde Großlokstedt (zum Kreis Pinneberg gehörig).
Die Ergebnisse der Wahlen nach dem Kriege haben im Bezirk Eimsbüttel, bedingt durch den hohen Anteil von Studenten und Universitätsbeschäftigten, nie zu einer bürgerlichen Mehrheit gereicht. Als Direktkandidaten zum Deutschen Bundestag wurden für alle Wahlperioden immer die Kandidaten der SPD gewählt.
In der Bezirksversammlung hat es immer eine Mehrheit der SPD oder eine Koalition unter der Führung der SPD gegeben. Die Grünen/GAL erreichen im Kerngebiet Eimsbüttel oft ein für ihre Verhältnisse überdurchschnittliches Ergebnis.
Aus den immer gleichzeitig mit den Bürgerschaftswahlen stattfindenden Bezirksversammlungswahlen ging die CDU mit 42,1 % (+16,1 %) als klarer Sieger hervor. Die Fraktionen der SPD 28,6 % (-5,0 %) und der Grünen/GAL 18,8 % (+4,9 %) haben eine Koalition gebildet und bestimmen weiter den politischen Kurs des Bezirkes.
Bei den Bundestagswahlen im Herbst 2005 kam es dann wieder zu den im Bezirk üblichen Mehrheitsverhältnissen: die SPD erreichte 37,3 %, die CDU kam auf 27,4 %, die Grünen/GAL konnten 18,? %, die FDP 9,5 % und Die Linke 6,1 % der Zweitstimmen auf sich vereinignen. Weitere Parteien, wie zum Beispiel die NPD (0,6 %) blieben unter einem Prozent.
Der Bundestagskandidat der SPD, der Student Niels Annen, konnte sich mit 45,1 % der Erststimmen gegen die Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Wolfgang Beuß, CDU (33,7 %) und Till Steffen, Grüne/GAL (12,5 %) sowie den Kandidaten der Linkspartei.PDS, Florian Wilde (4,4 %) durchsetzen.
Bei den Bezirksversammlungswahlen 2008 wurde die CDU wieder stärkste Kraft. Es kam zu folgenden Ergebnissen und nunmehr zu fünf Parteien in der Bezirksversammlung: CDU 36,7 % (-5,4 %), SPD 30,2 % (+1,6 %), GAL 18,8 % (-0,1 %), FDP 5,6 % (+2,1 %) und erstmals Die Linke mit 7,1 %.
Das Wappen des Bezirks Eimsbüttel ist hell-dunkel geviert und zeigt im vorderen Obereck den sechseckigen Turm (Wasserturm) aus dem Sternschanzenpark, im hinteren Obereck eine achteckige Kirche, die Niendorfer Barockkirche. Allerdings gehören der Sternschanzenparkt und mit ihm der Wasserturm seit dem 1. März 2008 nicht mehr zum Bezirk Eimsbüttel, sondern zum Bezirk Hamburg-Altona. Der Schildfuß ist mit einem Elefantenkopf belegt; dieser ist einer Figur am früheren Portal von Hagenbecks Tierpark nachempfunden. Das Wappen wurde als Ergebnis eines Wettbewerbs angenommen und hat noch keine Farben.
Bekanntestes Theater im Eimsbüttler Stadtteil Rotherbaum sind die 1918 gegründeten und 1945 von Ida Ehre wieder eröffneten Hamburger Kammerspiele an der Hartungstraße.
Im Kerngebiet Eimsbüttels am Hellkamp 68 findet man das Theater N.N.
Jugend- und Kindertheater auf einem Schiff an der U-Bahn Hoheluftbrücke im Stadtteil Hoheluft-West spielt das Theater Zeppelin e. V. am Kaiser-Friedrich-Ufer 27.
Das Museum zeigt völkerkundliche Sammlungen der Welt. Es will die Vielfalt kultureller Möglichkeiten des Menschen darstellen. Die Schausammlungen sind nach Erdteilen geordnet.
Im Zoologischen und Botanischen Museum der Universität begrüßt am Eingang NDR-Walross-Dame Antje die Besucher.
Das kleine Museum wirkt eher wie eine Kunstgalerie. Kristalle, Edelsteine, Erze und Meteoriten sind mit Beleuchtungseffekten dekoriert. Das jüngste Ausstellungsstück ist eine 700 g schwere, ungewöhnlich große Scheibe eines Steinmeteoriten aus Australien.
Das Judentum in Hamburg begründet sich auf die Ansiedlung von sephardisch-jüdischen Portugiesen aus Antwerpen um 1577. Im Kerngebiet Eimsbüttel war vor der Zerstörung der jüdischen Gemeinde durch die Nationalsozialisten das Zentrum jüdischen Lebens in der Stadt vor allen in den Stadtteilen Harvestehude und Rotherbaum (speziell: am Grindel). Grund waren mehrere Synagogen, am bekanntesten waren die Neue Dammtor-Synagoge (1895), die Bornplatzsynagoge (1906) und die Synagoge an der Oberstraße (1931). Heute noch erkennbar sind die Alte und Neue Klaus Synagoge im Hinterhof Rutschbahn 11 und die Portugiesische Synagoge Innocentiastraße 37.
Daneben entstanden Einrichtungen wie die Talmud-Tora-Schule am Grindelhof und das Deutsch-Israelitische Waiseninstitut am Papendamm. In den heutigen Kammerspielen in der Hartungstraße 9-11 hatte bis zu seiner Liquidierung 1942 das Jüdische Gemeinschaftsheim, die Jüdische Loge und der sehr aktive Jüdische Kulturbund seinen Sitz.
1933, zum Zeitpunkt der Machtübergabe an die Nationalsozialisten, lebten ca. 24.000 Angehörige jüdischer Gemeinden am Grindel. Während der Reichspogromnacht 1938 wurden einige Synagogen und Gemeindeeinrichtungen zerstört oder auf sonstige Art ihrer bestimmungsgemäßen Nutzung entzogen. Die Synagoge am Bornplatz wurde in Brand gesetzt und abgetragen. Anschließend wurde der Bunker errichtet. Der letzte Synagogen-Bau in Vorkriegsdeutschland, die Synagoge an der Oberstraße, wurde 1940 zwangsweise an die Stadt verkauft.
Ab 1941 wurden die verbliebenen Juden, soweit ihnen nicht die Flucht geglückt war, nach Osteuropa deportiert und dort ermordet. Sammelpunkt für die Deportationen war der heutige Platz der jüdischen Deportierten an der Moorweidenstraße neben dem westlichen Seitenflügel der Universität.
Die jüdische Gemeinde Hamburg, die sich selbst als orthodox definiert, verzeichnet heute wieder, vor allem durch Einwanderer aus Osteuropa, etwa 2.500 eingetragene Mitglieder. Insgesamt sollen wieder etwa 4.000 Juden in Eimsbüttel leben. Die Synagoge der jüdischen Gemeinde wurde in der Hohen Weide 34 neu errichtet. Da orthodoxe Juden die Synagoge am Sabbath zu Fuß aufsuchen müssen, hat sich das Zentrum des jüdischen Lebens dadurch etwas nach Westen in das Kerngebiet Eimsbüttels verlagert.
Ganz in der Nähe der Synagoge in Hoheluft-West am Kaiser-Friedrich-Ufer, Ecke Heymannstraße gibt es ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 in Deutschland. Es wurden in Hamburg am 15. Mai 1933, um 23 Uhr Bücher u. a. der Werke von Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Ernest Hemingway, Sigmund Freud, Lion Feuchtwanger, Carl Zuckmayer, Franz Werfel und Arnold Zweig verbrannt.
Die Synagoge an der Oberstraße wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom damaligen Nordwestdeutsche Rundfunk NWDR gemietet und zu einem Konzertsaal und Studio umgebaut. 1953 kaufte der NWDR das Haus von der Jewish Trust Corporation. Seit 1982 steht es unter Denkmalschutz. Nach erfolgter Renovierung wurde das Haus am 6. März 2000 nach dem früheren Intendanten der Hamburgischen Staatsoper und ehemaligen Leiter der Hauptabteilung Musik des NDR in „Rolf Liebermann-Studio“ umbenannt.
In der Hartungstr. 9-11, in den jetzigen Kammerspielen, erinnert der Logensaal und das Café Jerusalem an die frühere Bestimmung der Gebäude.
Auf dem früheren Standort der Bornplatzsynagoge wurde mit Granitsteinen das frühere Deckengewölbe der Synagoge im Originalmaßstab im Boden nachgebildet. Der Platz bekam den Namen des letzten Hamburger Oberrabbiners vor dem Kriege Joseph Carlebach, der 1941 mit seiner Gemeinde deportiert und 1942 mit einem großen Teil seiner Familie im KZ Jungfernhof in der Nähe von Riga umgebracht wurde. Die Universität Hamburg verleiht alle zwei Jahre einen Joseph-Carlebach-Preis.
In der Rothenbaumchaussee 7 befindet sich das Institut für die Geschichte der deutschen Juden. Wichtigster Forschungsauftrag des Instituts ist die Auswertung der reichen archivalischen Überlieferung zur Geschichte der Juden im Hamburger Raum von den Anfängen bis in die Gegenwart. In der Bundesstr. 18 befindet sich das Lauder Nord Haus, das Beit Midrash (Lernhaus) der Ronald S. Lauder Foundation und der Jüdischen Gemeinde Hamburg. In der Rentzelstr. 36-40 befindet sich das Jüdische Bildungszentrum. Am Institut für Germanistik I der Universität Hamburg kann die jiddische Sprache und Literatur studiert werden.
Am Grindelhof 59 im literarischen Café Leonar, gegenüber der ehemaligen Talmud- und Tora Schule, gibt es den Jüdischen Salon am Grindel im Denkhaus.
Die frühere Talmud- und Tora Schule wurde am 30. Juni 2004 von der Stadt an die Stiftung Jüdisches Leben übergeben, die die jüdische Gemeinde unter anderem zum Zweck der Nutzung des Gebäudes und Wiedererrichtung einer Schule gegründet hat. In dieses Gebäude ist auch das jüdische Gemeindezentrum eingezogen.
Im Schuljahr 2007/2008 sind in das Gebäude der ehemaligen Talmud-Tora-Schule nach 66 Jahren wieder Kinder eingezogen. Der Kindergarten der jüdischen Gemeinde ist ebenfalls mit 60 Plätzen wieder in das Gebäude gekommen. Der Schulunterricht soll im Geiste Joseph Carlebachs mit einer zweizügigen Ganztagsgrundschule beginnen. Die Finanzierung teilen sich die Stadt Hamburg, die jüdische Gemeinde und die Eltern.
Die Universität Hamburg ist seit der Fusion mit der HWP (Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik) 2005 die einzige Universität im Stadtteil. Die Universität Hamburg ist mit fast 40 000 Studierenden die fünftgrößte Universität Deutschlands. Sie beschäftigt etwa 850 Professorinnen und Professoren in Lehre und Forschung, darüber hinaus etwa 1800 wissenschaftlich Mitarbeitende sowie gut 7000 in Technik und Verwaltung (davon fast 6000 in der Fakultät für Medizin).
Mit 150 verschiedenen Gebäuden verteilt sich die Universität über die ganze Stadt, hat ihren örtlichen Mittelpunkt aber im Campus Von-Melle-Park, Salvator-Allende-Platz und Joseph-Carlebach-Platz im Stadtteil Rotherbaum und im angrenzenden Stadtteil Eimsbüttel.
Sie gehört zu den jüngeren deutschen Universitäten. Ihre Errichtung dokumentiert sich nicht in einem landesherrlichen Stiftungsbrief, sondern im nüchternen „Amtsblatt“ der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. April 1919 nach einem Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft.
Die Wurzeln der Universität reichen bis in das beginnende 17. Jahrhundert zurück. 1613 wurde in Hamburg das Akademische Gymnasium gegründet. Unmittelbare Vorläufer waren jedoch die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung 1907 und das Kolonialinstitut 1908 (Finanzierung von Forschungsreisen) die den Kern der neuen Universität bildeten.
Des Weiteren ist im Budge-Palais in Hamburg-Rotherbaum mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg am Harvestehuder Weg 12 eine der größten Musikhochschulen Deutschlands im Bezirk Eimsbüttel angesiedelt. Die Hamburger Hochschule für Musik und Theater wurde 1950 als Staatliche Hochschule für Musik errichtet. Das Lehrangebot umfasste die künstlerische Ausbildung auf allen Gebieten der Musik und im Schauspiel. Weitere Abteilungen waren Privatmusikerziehung, Schulmusik und Jugendmusikpflege. Gegenwärtig werden ca. 750 Studierende von 80 haupt- und 130 nebenberuflichen Lehrkräften ausgebildet. Ihnen stehen 58 Mitarbeitende in Verwaltung und Technik zur Seite.
Große Sportvereine in Eimsbüttel sind der 100-jährige Eimsbütteler Turnverband (ETV), früher hochklassiger Fußballverein, mit eigener Sporthalle an der Bundesstraße und Tennis- und Rasenplatzanlage an der Hoheluftchaussee, der SC Victoria Hamburg mit seinem Fußballstadion und seiner Tennishalle ebenfalls an der Hoheluftchaussee, Grün-Weiß Eimsbüttel mit seinem Stadion in Nordwest-Eimsbüttel („Tiefenstaaken“) und der Hamburg Eimsbüttler Ballspiel-Club (HEBC) mit seinen Hartplatzcourts, dem Reinmüller Sportplatz, inmitten des Kerngebietes an der Tornquiststraße, hinter der Osterstraße.
Im Stadtteil Rotherbaum, an der Hallerstraße zwischen Rothenbaumchaussee und Mittelweg liegt das berühmte Tennisstadion Rotherbaum. Die German-Open der ATP Masters Series Hamburg werden seit 1894 auf dem Areal des heutigen Rothenbaums, zunächst unter der Regie des Clubs an der Alster, später dann als Veranstaltung des Deutschen Tennis-Bundes, der dort auch seinen Sitz hat, regelmäßig im Mai veranstaltet.
Der Hamburger SV weihte 1911 seinen Sportplatz Rotherbaum zwischen St. Johannis-Kirche und Rothenbaumchaussee ein, die Geschäftsstelle lag auf der anderen Straßenseite. Nach Bebauung des alten Stadiongeländes u. a. mit einem Medienzentrum und dem Umbau des früheren Volksparkstadions, wurde die Geschäftsstelle in die heutige HSH Nordbank Arena verlegt. Das neue Amateurstadion, die Wolfgang-Meyer-Sportanlage befindet sich an der Hagenbeckstraße im Stadtteil Stellingen.
Im Sportzentrum an der Hagenbeckstraße befindet sich außer den Fußballplätzen noch eine mit einer eigenwilligen Zeltkonstruktion versehene Kombination aus Radrennbahn und Eisstadion, eine Curlinghalle und mehrere Tennisplätze sowie eine Tennishalle.
Am Ufer der Außenalster, Alsterufer 21 im Stadtteil Rotherbaum, ist der älteste deutsche Ruderclub Der Hamburger und Germania Ruder Club (1836 gegründet) ansässig.
In der Eimsbütteler Unnastraße befindet sich der Sitz der Beiersdorf AG, die 2006 mit ihren bekannten Marken wie Nivea, Labello oder tesa einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro erzielte.
In der Stresemannallee in Lokstedt steht das deutsche Werk von NXP Semiconductors. Das früher zum Philips-Konzern gehörige Halbleiterwerk beschäftigt in Hamburg 2.400 Mitarbeiter.
Im Bahnbetriebswerk Hamburg-Eidelstedt können gleichzeitig acht ICE-Vollzüge auf drei Ebenen von rund 1000 Mitarbeitern gewartet werden. Es ist Heimatbahnhof aller 59 Züge der ICE 1-Reihe und der 19 Einheiten des ICE TD.
Die Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor verbrannte 2006 mehr als 164.000 Tonnen Abfall. Sie erzeugte dabei rund 66 Millionen Kilowattstunden Strom und rund 70 Millionen Kilowattstunden Fernwärme, mit der die HSH Nordbank Arena, die Color Line Arena sowie rund 12.000 Hamburger Haushalte versorgt wurden.
In der Straße Nedderfeld und ihren Nebenstraßen im Stadtteil Lokstedt befindet sich auf knapp zwei Kilometern die so genannte Hamburger Automeile. 18 Automarken, z. T. mit ihren Hamburger Niederlassungen, präsentieren praktisch alle gängigen Modelle. Außerdem hat hier die ALD Automotive, eine der größten Markenunabhängigen Leasinggesellschaften mit einem Bestand von 42.400 Fahrzeugen und einem Umsatz von über 400 Millionen Euro (2006)ihren Sitz.
Den Unternehmen der Medienwirtschaft ist der nachfolgende Abschnitt gewidmet.
An der Rothenbaumchaussee liegt ein Medienzentrum, das um einen ehemaligen Hochbunker und auf dem Gelände des früheren Fußballstadions Rotherbaum gebaut wurde. Hier betreibt u. a. der Fernsehjournalist und -Moderator Johannes B. Kerner sein eigenes Produktionsunternehmen J. B. K. TV-Production und Studios für seine Sendungen. Aus dem gleichen Gebäude sendet Hamburgs lokaler Fernsehsender Hamburg1.
In der Rothenbaumchaussee 132 liegt das Landesfunkhaus Hamburg und die Zentrale des Norddeutschen Rundfunks (NDR), der zweitgrößten Anstalt (nach dem WDR) der öffentlich-rechtlichen ARD-Anstalten.
Im Gazellenkamp im Stadtteil Lokstedt sind die Fernsehstudios des NDR. Außerdem sind hier die Redaktion und die Studios von ARD-Aktuell, die für das gemeinsame ARD-Programm Das Erste die Tagesschau und die Tagesthemen produzieren.
Im Mittelweg im Stadtteil Harvestehude arbeitet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die größte deutsche Agentur dieser Art ist im Besitz von Zeitungsverlegern, Medienunternehmern und Rundfunkanstalten.
Ebenfalls am Mittelweg ist die VERLAGSGRUPPE MILCHSTRASSE (gegründet 1975) ansässig. Nach 30 Jahren, in denen viele Zeitschriften, vor allem im Lifestyle und TV-Bereich, in den Markt eingeführt wurden, gehört sie seit Ende 2004 zum Münchener Medienkonzern Hubert Burda Media und bildet den Bereich Burda Lifestyle Community.
In der Johnsallee im Stadtteil Rotherbaum sind die Internationalen Musikverlage Hans Sikorski ansässig. Sie wurden im Jahr 1935 in Berlin gegründet. Seit 1946 ist die Verlagsgruppe in Hamburg ansässig und umfasst als Sikorski-Gruppe inzwischen mehr als 30 Verlage in Deutschland, im übrigen Europa und den USA.
Die Eimsbütteler Gastwirtstochter Marianne Ruaux (1802–1882) fand als die schöne Marianne Eingang in Literatur und Film.
Der Schriftsteller und frühere Fußballtorwart beim Eimsbüttler TV Walter Jens (spielte in den 1930-er Jahren mit dem ETV in der höchsten deutschen Fußballliga), der Fußballnationalspieler Patrick Owomoyela und der Musiker König Boris (Fettes Brot) wuchsen in Eimsbüttel auf.
Der Schauspieler Til Schweiger bewohnte ein Haus im Niendorfer Gehege.
Die Hip Hop Band Beginner und der Rapper Samy Deluxe stammen aus Eimsbüttel. Ihre ehemalige Plattenfirma trägt den Namen Eimsbush.
Eimsbüttel hat eine Stadtteilpartnerschaft mit der bulgarischen Hafenstadt Warna.
Die A 7/E 45 sowie die A 23 schneiden den Bezirk im Westen. Die Anschlussstellen Hamburg-Stellingen, Hamburg-Schnelsen und Hamburg-Schnelsen-Nord (an der A 7/E 45) sowie Hamburg-Eidelstedt (an der A 23) liegen im Bezirk.
Die S-Bahn berührt bzw. durchquert den Bezirk auf folgenden Linien (mit folgenden Stationen): S11/S21/S31 (Dammtor), S3/S21 (Langenfelde, Stellingen, Eidelstedt und Elbgaustraße ).
Der Bahnhof Eidelstedt ist werktags der südliche Endpunkt der AKN (Linie A1) nach Kaltenkirchen. Im Bezirk hat sie außerdem die Haltepunkte Eidelstedt Zentrum, Hörgensweg, Schnelsen und Burgwedel. Sie hat Anschluss an die S-Bahn nach Altona und zum Jungfernstieg (»S3«) bzw. in die Hamburger Innenstadt (»S21«). In den Verkehrsschwachen Zeiten fährt sie auf der Strecke der »S21« bis zum Hamburger Hauptbahnhof.
Bei der U-Bahn verläuft die Linie U2 vom Schlump bis Niendorf-Nord im Bezirk. Von der Linie U3 sind die Stationen Schlump und Hoheluftbrücke im Bezirk.
Bedeutensder Fernverkehrsbahnhof für die Deutschen Bahn im Bezirk ist der Bahnhof Hamburg Dammtor. Im September 2006 hat der gemeinnützige und eingetragene Verein „Allianz pro Schiene“ diesen Bahnhof zum besten Großstadtbahnhof in Deutschland gekürt.
Unsere Besten
Unsere Besten ist der Titel einer Fernsehreihe des ZDF. Die im Rahmen einer von Johannes B. Kerner moderierten Fernsehshow präsentierten Rankings werden durch eine im Vorfeld stattfindende, nicht repräsentative Zuschauerabstimmung ermittelt. Zu jeder Sendung werden zum Thema passende Gäste eingeladen.
Vorbild ist die britische Sendung 100 Greatest Britons der BBC.
Zu jedem Thema wird vom ZDF eine Liste mit Namensvorschlägen herausgegeben. Diese soll als Orientierungshilfe dienen und kann von den abstimmenden Zuschauern ergänzt werden. Die Abstimmung erfolgt per Post, per SMS und auch im Internet, was Massenabstimmungen erleichtert. Alle abgegebenen Stimmen werden zusammengezählt und daraus die später vorgestellte Rangliste erstellt.
Im Vorfeld der ersten Show, zu der 2003 „Die größten Deutschen“ gewählt werden sollten, gab es heftige Diskussionen darüber, ob nur „Deutsche“ benannt werden sollen, die zu ihrer Zeit auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland geboren wurden oder ob allein die Kulturzugehörigkeit und zeitgeschichtliche Zuordnung das entscheidende Kriterium sein sollte.
Das ZDF hatte sich daher dafür entschieden, die Auswahl bei Unsere Besten nicht von heutigen Staatsgrenzen beziehungsweise Staaten abhängig zu machen, sondern als Kriterium allein die Zugehörigkeit zu einer Sprach- und Kulturgemeinschaft.
Der daraus resultierende Einschluss der oben beschriebenen Persönlichkeiten hatte teilweise heftige Kritik zur Folge denn, obwohl jahrhunderte lang das Wort „Deutscher“ einen Angehörigen der deutschen Kultur- und Sprachgemeinschaft (Ethnie) bezeichnete, egal in welchem Land er lebte, seit ein paar Jahrzehnten ist ein Bedeutungswandel festzustellen in dem Sinne, dass die meisten Menschen heute „Deutscher“ gleichbedeutend mit „Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland“ verwenden, obgleich hier verschiedene Sachverhalte begrifflich voneinander zu trennen sind, die ansonsten durch die neuere Sprachregelung verschleiert werden.
Die Kritik aus Polen betraf die deutsche Zuordnung von Nikolaus Kopernikus. Aus Österreich kam differenzierte Kritik, da hier über die Zuordnungen der Sendung gestritten wurde.
Des Weiteren wurden die erstellten Ranglisten kritisiert, da diese in ihrer Aussagekraft begrenzt sind und es kaum möglich ist, objektive Kriterien zu finden, mit denen man Personen verschiedener Aufgabenbereiche miteinander vergleichen kann. Vor allem bei der ersten Sendung wurde dies immer wieder kritisiert.
Die Ranglisten stellen außerdem lediglich eine Momentaufnahme des aktuellen Meinungsbildes dar. Außerdem sind die Teilnehmer an derartigen Abstimmungen nicht als repräsentativ für alle Deutschen zu sehen, da bestimmte Bevölkerungsgruppen aus unterschiedlichsten Gründen nicht bzw. unter- oder überdurchschnittlich daran teilnehmen. Zusätzlich ist das Einwerben von Stimmen über sogenannte Botschafter auch als Marketing einer Person zu verstehen (So warb z.B. Guido Knopp in der letzten Abstimmungphase für Adenauer). Auch wurde die Sendung in Berlin aufgezeichnet mit einem Publikum, welches mit abfälligen Bekundungen zu Adenauer und auf der anderen Seite mit Zustimmungsbekunden zu Marx keine repräsentative Beeinflussung der TV-Zuschauer betrieb. Viele nur kurzzeitig bekannte oder erfolgreiche Personen konnten sich in einzelnen Sendungen hoch platzieren, da sie zur Zeit der Abstimmung eine große Aufmerksamkeit genossen. Als extremes Beispiel dafür steht der Teilnehmer einer Castingshow (Daniel Küblböck), der es in der Rangliste auf Platz 16 schaffte und eher als ein „Spaßvogel” anzusehen ist.
Die Anfälligkeit für Manipulationen bei derartigen Abstimmungen sieht man am Beispiel der unbekannten Schülerin Silke Fritzen, die in der ersten Sendung 2003 auf Platz 125 der Rangliste zu finden war, da in einem Internet-Forum für sie geworben worden war.

