Jochen Hecht

3.4025655021562 (3664)
Geschrieben von bishop 09/03/2009 @ 22:07

Tags : jochen hecht, eishockeyspieler, eishockey, sport

Neueste Nachrichten
DTM-Rückblende: Ford Capri war einst Hecht im Karpfenteich - MotorZeitung.de
Im deutschen Wettbewerb fuhr Jochen Mass mit dem maximalen Ergebnis von acht Siegen in acht Läufen den Gesamtsieg ein. Die Erfolgsgeschichte des Capri nahm ihre Dynamik auf: Mit Hans-Joachim Stuck siegte der Ford Capri 1972 in der Deutschen...
Rückblick: Eishockey-WM Teil II - LIVE-Wintersport.com
In Überzahl brachten es die deutschen Stürmer um NHL-Star Jochen Hecht nur auf vier Tore bei 35 Gelegenheiten und eine Quote von 11,43 Prozent. Lediglich die Absteiger Österreich und Ungarn waren noch schlechter (je 10,00)....
Daten deutscher Dichtung - WELT ONLINE
Ein toller Hecht! Und der Verlag lässt prompt mitteilen, dass "Daten deutscher Dichtung", 1953 erstmals bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und seit 1962 in über 30 Auflagen bei dtv unter die Leute gebracht, vom Markt genommen wird....
Which Buffalo Sabres Should Stay, Which Should Go? - Bleacher Report
JOCHEN HECHT- [leave] Please let Hecht go. He doesn't help our team at all. Its funny to think that just two years ago he had 50 points. Since he wont help our team, let him go. DANIEL PAILLE- [keep] Since management has already signed him this...
Off-Season Game Plan: Sabres - TSN.ca
The Sabres are committed to Jochen Hecht for three more seasons, so he needs to come up with more than 27 points and a minus-9 rating. Hecht is a low-maintenance, responsible player, but for the money he's getting, at least 40 points (which he's...
Buffalo Sabres' Off Season Part 1: Unrestricted & Restricted Free ... - Bleacher Report
Ryan Miller, Jason Pominville, Jochen Hecht, Paul Gaustad and Daniel Paille all signed new deals a year ago. At the time we applauded their persistence to get deals done, and it seemed as though most fans were appreciative of a rather busy offseason....
Buffalo Sabres Need Big Moves for Bigger Push - Bleacher Report
Unfortunately, the Sabres are tied up in cap space, having a lot of dead weight in players like Jochen Hecht and Henrik Tallinder, two players who have not lived up to the potential in which the brass is paying them for. We look at Detroit,...
18. Buffalo Sabres: Málo nabroušené šavle - NHLpro.cz
Na marodce se objevili i další útočníci Paul Gaustad, Jochen Hecht, Patrick Kaleta a Adam Mair. Zranění postihla také obranné řady Buffala. Veterán Craig Rivet chyběl v 18 zápasech (zejména problémy s kolenem a zranění ramene), Henrik Tallinder...

Jochen Hecht

Hecht im Trikot der Buffalo Sabres

Jochen Hecht (* 21. Juni 1977 in Mannheim) ist ein deutscher Eishockeyspieler. Zurzeit spielt er für die Buffalo Sabres in der National Hockey League auf der Position des Centers.

Hecht durchlief zunächst die Nachwuchsabteilung des Mannheimer ERC. In der Saison 1994/95 gab er im Alter von 17 Jahren sein Debüt im Profikader der Adler Mannheim in der Deutsche Eishockey Liga. Gleich in seiner Premierensaison gelangen ihm 23 Punkte in 43 Spielen, wodurch er im NHL Entry Draft 1995 von den St. Louis Blues in der zweiten Runde an 49. Position ausgewählt wurde. Hecht verblieb jedoch vorerst drei weitere Spielzeiten bei seinem Heimatklub in Mannheim und gewann mit diesem am Ende der Spielzeiten 1996/97 und 1997/98 jeweils den Deutschen Meistertitel. Seine persönlich erfolgreichste Saison absolvierte er dabei 1996/97 als er in 46 Spielen 42 Punkte erzielte.

Im Sommer 1998 wechselte Hecht dann nach Nordamerika. Jedoch schaffte er nicht auf Anhieb den Sprung in den Kader der St. Louis Blues, sondern verbrachte den größten Teil der Spielzeit bei den Worcester IceCats, dem damaligen Farmteam der Blues, in der American Hockey League. Dort überzeugte er mit guten Leistungen und kam im Verlauf der regulären Saison zu seinen ersten drei Einsätzen in der NHL. Ab den Playoffs, wo er seine ersten NHL-Punkte erzielte, gehörte er dann zum Stammkader. In den folgenden beiden Spielzeiten, die die Blues mit einem namhaften Kader als Meisterschaftsfavorit in Angriff nahmen, entwickelte sich der Deutsche zu einem zuverlässigen Arbeiter und Punktesammler. Umso überraschender folgte im Sommer 2001 der Transfer zu den Edmonton Oilers. Für Doug Weight und Michel Riesen wechselte Hecht gemeinsam mit Marty Reasoner und Jan Horáček nach Kanada, da die St. Louis Blues nach einem enttäuschenden Abschneiden in der vorangegangenen Spielzeit 2000/01 ihren Kader umstrukturierten. Bei den Oilers verbrachte der Center nur eine einzige Spielzeit. Trotz 40 Punkten in 82 Spielen wurde er für einen Zweitrunden-Draftpick im NHL Entry Draft 2002 an die Buffalo Sabres abgegeben. Bei den Sabres durchlebte er eine schwierige erste Saison, da er durch eine Gehirnerschütterung und eine Hüftverletzung auf 49 Einsätze limitiert wurde. Er kam im Spieljahr 2003/04 aber gestärkt zurück und absolvierte sein bis dahin bestes Jahr gemessen an seiner Punktausbeute.

Durch den Lockout der Saison 2004/05 kehrte Hecht für ein Jahr nach Deutschland zurück und spielte bei seinem Stammklub in Mannheim. Als Mannschaftkapitän führte er die Adler zum Vizemeistertitel. Er selbst steuerte in 48 Partien in der regulären Saison 50 Punkte bei sowie 20 Punkte in 14 Playoff-Spielen.

Zur Saison 2005/06 ging der Center dann wieder nach Nordamerika und gehörte inzwischen zu den Führungpersönlichkeiten der Sabres. Die Spielzeit 2006/07, die Buffalo zum größten Teil in überragender Manier absolvierte, brachte Hechts stärkstes Jahr mit sich als er nach langer Zeit erstmals ohne langfristige Verletzung blieb und zu 76 Einsätzen kam, in denen er 56 Punkte verbuchte. Nach den Abgängen von Daniel Brière und Chris Drury im Sommer 2007 führten die Sabres das Rotationsprinzip für das Kapitänsamt ein, wodurch der Deutsche der erste Spieler während der Saison war, der dieses Amt für einen Monat inne hatte.

Hecht kam 1994 das erste Mal bei der Junioren-Weltmeisterschaft für eine deutsche Auswahl auf internationaler Bühne zum Einsatz. Zu weiteren Teilnahmen kam er bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1995, 1996 und 1997. Seine ersten Einsätze für die A-Nationalmannschaft absolvierte er bei der Weltmeisterschaft 1996. Wenig später nahm er auch am World Cup of Hockey teil. Hinzu kamen weitere Nominierungen für die Weltmeisterschaften 1997, 1998, 2004 und 2005, die Olympischen Winterspiele 1998, 2002 und 2006 und den World Cup of Hockey 2004. Aufgrund einer Verletzung konnte er an den Winterspielen 2006 aber nicht teilnehmen.

Zum Seitenanfang



NHL 2007/08

Joe Thornton im neuen Reebok-Outfit der San Jose Sharks

Die Saison 2007/08 der National Hockey League war die 90. ausgespielte Saison der nordamerikanischen Eishockeyprofiliga. Die reguläre Saison begann am 29. September 2007 mit der Auftaktpartie zwischen den Anaheim Ducks und den Los Angeles Kings im The O2 in London, gleichzeitig dem ersten Spiel der Liga auf europäischem Boden. Am 30. September trafen beide Mannschaften erneut aufeinander. Die ersten Spiele in Nordamerika fanden am 3. Oktober statt. Nach Abschluss der regulären Saison, die ohne Unterbrechung bis zum 6. April 2008 ausgetragen wurde, begannen am 9. April 2008 die Playoffs um den prestigeträchtigen Stanley Cup, die am 4. Juni 2008 beendet waren. In der Finalserie besiegten die Detroit Red Wings, die auch das beste Team der regulären Saison waren, die Pittsburgh Penguins in der Best-of-Seven-Serie mit 4:2 und sicherten sich zum elften Mal in ihrer Geschichte den Titel.

Die Spielzeit war die 91. angesetzte Saison der Liga, doch durch den Ausfall der Saison 2004/05 feiert die Liga erst in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. Neben dem Saisonauftakt in Europa wurde am 1. Januar 2008 das zweite Freiluftspiel in der Geschichte der Liga ausgetragen, als die Buffalo Sabres im Ralph Wilson Stadium auf die Pittsburgh Penguins trafen. Das diesjährige 56. NHL All-Star Game fand am 27. Januar 2008 in der Philips Arena in Atlanta statt. Der letzte Tag für mögliche Spielertransfers, die so genannte Trade Deadline, war der 26. Februar 2008.

Die New Jersey Devils bestritten erstmals in ihrer neuen Arena, dem Prudential Center in Newark im US-Bundesstaat New Jersey, ihre Heimspiele. Aus diesem Grund trugen sie ihre ersten neun Saisonspiele allesamt auswärts aus.

Auf Basis des NHL Collective Bargaining Agreement wurde die Salary Cap, die die Gehaltsobergrenze für alle Spieler im NHL-Kader eines Franchise darstellt, vor der Saison auf 50,3 Millionen US-Dollar festgelegt. Das festgesetzte Gehaltsminimum lag bei 34,3 Millionen US-Dollar. Nach der Einführung des Salary Cap zur Saison 2005/06 wurde die Gehaltsobergrenze bereits zum zweiten Mal um nun insgesamt 11,3 Millionen US-Dollar angehoben.

Zur neuen Saison gab es ligaweit neue, speziell von Sportartikelhersteller Reebok entwickelte Spieluniformen für die 30 Teams mit dem Markennamen Rbk EDGE Uniform System. Probeweise wurden diese bereits beim 55. NHL All-Star Game der Saison 2006/07 von den Spielern getragen. Das neue Material, das besonders wasserabweisend ist, fand nach einigen Spielen in der Praxis ebenso wenig Anklang wie der neue figurbetontere Schnitt der Trikots. So wechselte der größte Teil der Mannschaften bereits während des ersten Monats der Saison zum alten Trikotschnittmuster zurück. Dennoch hielt man vorerst am neuen Material fest, obwohl sich Beschwerden der Spieler häuften, die über deutlich nassere Schlitt- und Handschuhe klagten, da das Wasser sich nun, anstelle in Trikot und Hose, dort sammelte.

In diesem Zusammenhang präsentierten die Columbus Blue Jackets im Rahmen des NHL Entry Draft ein neues Logo und neue Trikotdesigns, die dem bisherigen Ausweichtrikot nachempfunden sind. Auch die Washington Capitals stellten beim Entry Draft ihre neuen Trikots und ein neues Logo vor, welches ein moderneres Design des früheren Logos, dass zwischen 1974 und 1995 verwendet wurde, darstellt. Die Teamfarben änderten sich von schwarz, blau und bronze zu rot, weiß und blau. Ebenso änderten die Boston Bruins ihr Logo bereits am 21. Juni ebenfalls leicht, und auf den ersten Blick kaum erkennbar, ab, indem sie das im Logo umfasste, schwarzfarbene „B“ in eine andere Schriftart setzten und kleine Veränderungen an der Umrandung vornahmen. Die San Jose Sharks erneuerten ebenfalls ihr Logo und stellten am 24. Juli das alte mit einem frischeren und moderneren Aussehen vor. Am 22. August folgte dann mit den Ottawa Senators der Stanley-Cup-Finalist des Vorjahres, die das ehemalige Logo auf dem Alternativ-Trikot, ein im Halbprofil befindlicher Kopf eines römischen Legionärs, in leicht modernisierter Form als neues Hauptlogo präsentierten. Drei Tage später zogen auch die Tampa Bay Lightning nach und veröffentlichten ein aufgefrischtes Design des alten Logos, das einen Blitz zeigt. Als letzte Mannschaft änderten die Vancouver Canucks am 29. August ihre Teamfarben von dunkelblau, dunkelrot, schwarz und silber zurück zum traditionellen dunkelblau, grün und weiß der 70er Jahre. Des Weiteren behielten sie ihr Logo mit der Farbänderung bei und fügten oberhalb des Logos den Schriftzug „Vancouver“ hinzu.

Der 45. NHL Entry Draft fand am 22. und 23. Juni 2007 in der Nationwide Arena in Columbus, Ohio, Vereinigte Staaten statt. Die Wahl der ersten Runde des Entry Draft fand am ersten Tag statt, die restlichen Runden wurden am zweiten Tag gewählt. Die Auswahlreihenfolge der 14 Teams, die sich nicht für die Playoffs in der Vorsaison qualifizierten, wurde bei einer Lotterie am 10. April 2007 festgelegt, die die Chicago Blackhawks gewannen und dadurch vom fünften auf den ersten Platz vorrückten.

Als großer Favorit als erster Spieler ausgewählt zu werden, galt, nach den im November 2006 und Januar 2007 veröffentlichten Rankings des Central Scouting Service, der Kanadier Angelo Esposito. Doch durch eine verhältnismäßig schwache zweite Saisonhälfte übernahm in dem im April 2007 veröffentlichten Ranking sein Landsmann Kyle Turris die Favoritenrolle auf den ersten Platz. Ebenfalls gute Chancen wurden dem russischen Talent und als stärkster Europäer eingeschätzten Alexei Tscherepanow sowie den beiden US-Amerikanern Patrick Kane und James Van Riemsdyk eingeräumt. Bei den Torhütern galten der Kanadier Jeremy Smith und der Schwede Joel Gistedt als die aussichtsreichsten Kandidaten auf ihrer Position früh gezogen zu werden.

Letztendlich wählten die Chicago Blackhawks Patrick Kane als ersten Spieler des Jahrgangs aus. Und nachdem die Philadelphia Flyers seinen Landsmann James Van Riemsdyk an zweiter Stelle auswählten, wurden zum ersten Mal in der Geschichte des NHL Entry Draft zwei US-Amerikaner an den ersten beiden Positionen gezogen. An dritter Position wurde mit Kyle Turris der erste Kanadier von den Phoenix Coyotes gezogen. Überraschend spät sicherten sich die Teams die Rechte an Alexei Tscherepanow und Angelo Esposito. Obwohl Tscherepanow als ein sicherer Pick in den Top 10 galt, musste er bis zum 17. Wahlrecht warten, ehe ihn die New York Rangers auswählten. Auch Esposito, der sogar vom Franchise seiner Heimatstadt, den Montréal Canadiens verschmäht wurde, musste bis zum 20. Pick warten bis ihn die Pittsburgh Penguins auswählten und einen weiteren jungen Center in ihre Organisation lotsten.

Insgesamt sicherten sich die 30 Franchises die Rechte an 211 Spielern, darunter 101 Kanadier, 64 US-Amerikaner, die mit einem Anteil von knapp 30 % den größten Anteil in der Geschichte des Draft erzielten, 17 Schweden, neun Russen, fünf Tschechen, je vier Finnen und Deutsche, drei Slowaken, zwei Schweizer sowie ein Däne und zum zweiten Mal in der NHL-Geschichte ein Nigerianer.

Nach den weitgreifenden Regeländerungen zur Saison 2005/06 und den kleinen Änderungen vor der Saison 2006/07 nahm die Ligaleitung wiederum kleine Veränderungen am Regelwerk vor. So wurde die Regel für Penaltyschüsse modifiziert. Ab diesem Spieljahr konnten die Schiedsrichter diese auch bei einem Foul in der neutralen Zone der gegnerischen Hälfte ahnden, anstatt nur in der gegnerischen Offensivzone jenseits der blauen Linie. Des Weiteren wurde das Strafmaß bei einer Behinderungsstrafzeit mit daraus resultierender Verletzung deutlich erhöht und für Bullys in der neutralen Zone, nachdem der Puck die Eisfläche verlassen hatte, wurden neun feste Punkte auf dem Eis festgelegt, um Diskussionen über den möglichen Ort des Verlassens der Eisfläche des Pucks und damit dem Austragungsort des Bullys aus dem Weg zu gehen.

Zu einer kurzfristigen Regeländerung kam es im Verlauf der Playoffs am 14. April 2008, nachdem New Yorks Sean Avery im dritten Spiel der Eastern Conference-Viertelfinalserie zwischen den New York Rangers und New Jersey Devils New Jerseys Torhüter Martin Brodeur während eines Powerplays seines Teams massiv behindert hatte. Avery hatte sich in einer Spielsituation dem Torhüter zugewendet und mit seinen Armen und Schläger vor dessen Gesicht gewedelt, um Brodeur in seiner Sicht einzuschränken. Dabei zeigte Avery kein Interesse weiter am Spiel teilzunehmen, nutzte dabei aber legitim ein Schlupfloch im Regelwerk. Durch das Verhalten des New Yorker Angreifers änderten die Ligaoffiziellen die Regeln dahingehend, dass diese Aktionen mit sofortiger Wirkung mit einer zweiminütigen Zeitstrafe wegen unsportlichen Verhaltens geahndet werden.

Der erste Spielerwechsel für die Saison ereignete sich bereits am 16. Juni 2007. Der Rookie des Jahres der Saison 1997/98 Sergei Samsonow, der in der Vorsaison bei den Montréal Canadiens ein schwaches Jahr absolviert hatte, wurde für Jassen Cullimore und Tony Salmelainen zu den Chicago Blackhawks transferiert. Zwei Tage später wurde bekannt, dass die Philadelphia Flyers Kimmo Timonen und Scott Hartnell für je sechs Jahre unter Vertrag genommen haben. Beide Spieler standen zwar noch bis zum Ende des Monats bei den Nashville Predators unter Vertrag, doch wegen Unklarheiten bezüglich des Budgets für die Saison transferierten sie die Rechte an beiden Spielern nach Philadelphia. Im Gegenzug gaben die Flyers einen Erstrunden-Draftpick für den NHL Entry Draft 2007 ab, den sie in einem früheren Transfer von den Nashville Predators erworben hatten. Am Tag des Entry Draft kam es zu weiteren Transfers, in denen Vesa Toskala und Mark Bell von den San Jose Sharks zu den Toronto Maple Leafs geschickt wurden und Tomáš Vokoun von Nashville zu den Florida Panthers ging.

Ab dem 1. Juli 2007 waren die Mannschaften dann in der Lage auf dem Markt befindliche Spieler unter Vertrag zu nehmen. Als eines der ersten Franchises wurde der Titelverteidiger Anaheim Ducks auf dem Transfermarkt tätig. Nachdem sich ihr Verteidiger Scott Niedermayer öffentlich mit seinem Rücktritt auseinandergesetzt hatte, verpflichteten sie Mathieu Schneider, der zuletzt bei den Detroit Red Wings unter Vertrag stand. Die Red Wings fanden in Brian Rafalski jedoch schnell einen adäquaten Ersatz für den abgewanderten Schneider. Auch das schwächste Team der zurückliegenden Saison, die Philadelphia Flyers, nahm mit Daniel Brière einen der gefragtesten Free Agents für insgesamt acht Jahre unter Vertrag. Mit einem Jahressalär von insgesamt zehn Millionen US-Dollar im ersten Vertragsjahr wurde er zum bestbezahlten Spieler der Saison. Des Weiteren transferierten die Flyers Joni Pitkänen und Geoff Sanderson für Joffrey Lupul und Jason Smith zu den Edmonton Oilers und setzten somit die Runderneuerung ihres Kaders fort. Die New York Rangers verpflichteten innerhalb der ersten zwölf Stunden der neuen Saison mit Scott Gomez und Chris Drury zwei der begehrtesten Free Agents, nachdem sich ihr bester Mittelstürmer Michael Nylander zu einem Wechsel entschieden hatte und einen Tag später zu den Washington Capitals ging. Jedoch legten die Edmonton Oilers Beschwerde gegen den Wechsel ein, da Nylander angeblich zuvor bei ihnen einen gültigen Vertrag unterschrieben hatte. Ebenfalls zwei Verstärkungen konnte die Colorado Avalanche mit Verteidiger Scott Hannan und Stürmer Ryan Smyth für sich gewinnen. In weiteren Vertragsunterzeichnungen verpflichteten die St. Louis Blues Paul Kariya für drei Jahre und die Pittsburgh Penguins sicherten sich mit Darryl Sydor und Petr Sýkora zwei dringend benötigte erfahrene Spieler. Am zweiten Tag nahmen die Los Angeles Kings mit Michal Handzuš, Ladislav Nagy, Tom Preissing und Kyle Calder insgesamt vier neue namhafte Spieler unter Vertrag. Zudem verloren die Detroit Red Wings, nach Mathieu Schneider am Vortag und Kyle Calder, mit Robert Lang, der zu den Chicago Blackhawks wechselte, und Todd Bertuzzi, den es ebenfalls nach Anaheim zog, zwei weitere Spieler. In den folgenden Tagen und Wochen wechselten Bill Guerin und Mike Comrie zu den New York Islanders, nachdem diese bereits fünf Spieler durch auslaufende Verträge verloren hatten, und Sheldon Souray, einer der begehrtesten Verteidiger auf dem Markt, unterschrieb für fünf Jahre bei den Edmonton Oilers. Außerdem wechselte der Schweizer David Aebischer für vorerst ein Jahr zu den Phoenix Coyotes. Erst im August fand Michael Peca, ein zweimaliger Gewinner der Frank J. Selke Trophy, mit den Columbus Blue Jackets einen neuen Arbeitgeber. Nachdem die Medien während der Sommerpause vielfach über einen Rücktritt von Veteran Jeremy Roenick spekuliert hatten, unterschrieb er im September doch einen Vertrag bei den San Jose Sharks. Am 9. Oktober kehrte Verteidiger Bryan Berard, der Gewinner der Calder Memorial Trophy 1997, zu den New York Islanders zurück, für die er elf Jahre zuvor sein NHL-Debüt gegeben hatte.

Für besonderes Aufsehen sorgte das Bemühen der Edmonton Oilers um zwei eingeschränkt vertragslose Spieler, sogenannte Restricted Free Agents. Hat ein Spieler, dessen Vertrag ausläuft, ein bestimmtes Alter noch nicht erreicht bzw. eine gewisse Anzahl an Jahren in der NHL absolviert, kann seine Mannschaft weiterhin die Rechte an ihm halten, wenn sie ihm ein Qualifikationsangebot unterbreitet, dass bei maximal 110 Prozent des bisher gezahlten Gehaltes liegt. Andere Mannschaften können trotzdem um einen dieser Spieler werben, wenn sie ihm ein Angebot, einen sogenannten Offer Sheet, zukommen lassen. Die Mannschaft, die die Rechte an dem Spieler hält, hat daraufhin die Möglichkeit mit dem Angebot der Konkurrenz gleichzuziehen oder sie gibt den Spieler frei, erhält dafür aber eine Entschädigung in Form von Draft-Picks, die sich am neuen Gehalt des Spielers orientiert.

Am 6. Juli unterbreiteten die Edmonton Oilers zunächst dem Österreicher Thomas Vanek, dessen Rechte bei den Buffalo Sabres lagen, ein Angebot in Höhe von 50 Millionen US-Dollar für sieben Jahre. Die Buffalo Sabres zogen jedoch mit dem Angebot gleich und konnten Vanek somit in ihrer Mannschaft behalten. Knapp drei Wochen später erhielt Dustin Penner von den Anaheim Ducks ebenfalls ein Angebot der Oilers für einen Fünfjahres-Vertrag über insgesamt 21,5 Millionen US-Dollar. Da die Anaheim Ducks am 2. August bekannt gaben, dass sie nicht auf das Angebot der Oilers eingehen würden, wechselte Penner offiziell nach Edmonton, und Anaheim erhielt von den Oilers als Ausgleich einen Erstrunden-, einen Zweitrunden- und einen Drittrunden-Draftpick im NHL Entry Draft 2008 als Entschädigung.

Der Versuch Restricted Free Agents abzuwerben, kommt in der NHL in der Regel nur sehr selten vor. Im Sommer 2006 scheiterten die Philadelphia Flyers Ryan Kesler von den Vancouver Canucks zu verpflichten, als sie ein Angebot über 1,9 Millionen US-Dollar unterbreiteten. In den sieben Jahren zuvor hatte keine Mannschaft solche Vertragsangebote unterbreitet. Im Jahr 1999 wollten die Tampa Bay Lightning Brett Hauer von den Edmonton Oilers per Offer Sheet verpflichten, scheiterten aber genauso wie die Carolina Hurricanes im Jahr 1998 bei Sergei Fjodorow von den Detroit Red Wings und die New York Rangers 1997 bei Joe Sakic von der Colorado Avalanche.

Zahlreiche namhafte Spieler kehrten der NHL in der Sommerpause den Rücken und unterschrieben Verträge in den europäischen Top-Ligen oder kehrten in ihre Heimat zurück.

Der 35-jährige Tscheche Petr Nedvěd, der eine turbulente Saison 2006/07 mit der Abschiebung in die unterklassige American Hockey League und einem Teamwechsel verlebt hatte, unterzeichnete am 19. Juli 2007 einen Einjahres-Vertrag bei seinem Heimatverein HC Sparta Prag aus der tschechischen Extraliga. Nur einen Tag später gab auch der Russe Alexei Jaschin, der zwei Wochen zuvor seinen noch vier Jahre laufenden Vertrag bei den New York Islanders hatte ausbezahlt bekommen, die Rückkehr in seine Heimat bekannt. Er wechselte zu Lokomotive Jaroslawl, wo er für eine Saison unterschrieb. Der erste Draftpick des NHL Entry Draft 1999 und in der Franchise-Geschichte der Atlanta Thrashers, Patrik Štefan, verließ die NHL nach insgesamt acht Spielzeiten, in denen er nie sein gesamtes Potential zur Entfaltung brachte. Nachdem sein Vertrag bei den Dallas Stars ausgelaufen war, gab er am 15. August seinen Wechsel in die schweizerische Nationalliga A zum SC Bern bekannt. Štefan gesellte sich somit zu Alexandre Daigle, der bisher als einziger, noch aktiver Erst-Draftpick, sein Geld nicht in Nordamerika verdiente. Keine zwei Monate später gab er jedoch verletzungsbedingt sein Karriereende bekannt. Mit Torhüter Ed Belfour wechselte auch ein Kanadier nach Europa. Der 42-jährige zweifache Vezina-Trophy-Gewinner unterzeichnete am 28. August einen Vertrag beim schwedischen Klub Leksands IF aus der zweitklassigen HockeyAllsvenskan. Der US-amerikanische Torhüter Robert Esche entschied sich am 19. Oktober zu einem Wechsel zum russischen Klub Ak Bars Kasan, nachdem ihn kein NHL-Team unter Vertrag genommen hatte. Auch der vertragslose Russe Danny Markow, der die letzte Saison bei den Detroit Red Wings verbracht hatte, wechselte am 26. Oktober nach Russland zu Dynamo Moskau. Am 3. November 2007 liehen die New York Rangers ihren litauischen Verteidiger Darius Kasparaitis, der zuletzt nur noch im Farmteam zum Einsatz gekommen war, an den SKA Sankt Petersburg aus der russischen Superliga aus. David Aebischer, Stanley Cup-Sieger von 2001, kehrte am 21. November in seine Schweizer Heimat zurück, nachdem er sich bei den Phoenix Coyotes nicht durchsetzen konnte und unterschrieb einen Vertrag beim HC Lugano.

Zum ersten Vereinswechsel eines namhaften Spielers während der Spielzeit kam es am 17. November 2007 als Torhüter Ilja Brysgalow von der Waiver-Liste durch die Phoenix Coyotes verpflichtet wurde. Sein bisheriges Team, die Anaheim Ducks, hatte ihn tags zuvor auf die Liste gesetzt, da sie nach der Verpflichtung von Jonas Hiller zum Saisonbeginn keine Verwendung mehr für ihn fanden. Zwei Tage später nutzten die Anaheim Ducks den durch Brysgalows Wechsel entstandenen Gehaltsspielraum und verpflichteten in einem wenig Aufsehen erregenden Transfergeschäft Brian Sutherby von den Washington Capitals für einen Draft-Pick der zweiten Runde im NHL Entry Draft 2009. Ebenfalls von der Waiver-Liste nahmen am 8. Dezember 2007 die Atlanta Thrashers Veteran Mark Recchi unter Vertrag. Dieser war bei den Pittsburgh Penguins nach schwachen Leistungen aus dem Kader aussortiert und zweimal auf die Liste gesetzt worden. Durch den Wechsel zahlen die Penguins nach den Regeln der NHL für den Rest der Saison jedoch weiterhin die Hälfte seines Gehaltes. Am 14. Dezember 2007 transferierten die Anaheim Ducks Andy McDonald im Tausch für Doug Weight zu den St. Louis Blues. Das Transfergeschäft ermöglichte es schließlich, dass die Ducks genug Raum bis zur Gehaltsobergrenze hatten um Scott Niedermayer, der ein halbes Jahr pausiert hatte, wieder in den Kader aufzunehmen. Am 8. Januar 2008 erfolgte der erste Spielerwechsel des neuen Jahres, erneut über die Waiver-Liste. Der ehemalige Calder Memorial Trophy-Gewinner Sergei Samsonow, der im Vorfeld des Spieljahres in einem Tauschgeschäft von den Chicago Blackhawks erworben worden war, wurde von den Carolina Hurricanes verpflichtet, nachdem der Russe bei den Blackhawks nicht die erhofften Leistungen erbracht hatte. Am 14. Januar 2008 kehrte Torhüter-Veteran Curtis Joseph in die NHL zurück, der bei den Calgary Flames einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieb. Nach dem All-Star Game gaben die Anaheim Ducks am 28. Januar 2008 bekannt, dass Teemu Selänne einen Vertrag bis zum Ende der Saison unterschrieben hat. Selänne gewann im Sommer 2007 mit den Ducks den Stanley Cup, hatte aber eine Entscheidung über die Fortsetzung seiner Karriere nach dem Saisonende offengelassen.

Mit einem Vier-Spieler-Transfer wurde am 11. Februar 2008 die heiße Phase bis zum Ende der Transferperiode, der sogenannten Trade Deadline, am 26. Februar eröffnet. Die Ottawa Senators transferierten Joe Corvo und Patrick Eaves zu den Carolina Hurricanes und erhielten im Gegenzug die Stanley Cup-Gewinner Cory Stillman und Mike Commodore. Trotz diverser Gerüchte blieb es in den folgenden zwei Wochen ruhig auf dem Transfermarkt und erst am 25. Februar begann das endgültige Rüsten der Mannschaften für die bevorstehenden Playoffs. Peter Forsberg und Darren McCarty kehrten zu ihren Mannschaften zurück mit denen sie in den letzten zwölf Jahren große Erfolge gefeiert hatten. Forsberg, der das vergangene dreiviertel Jahr zur Regeneration seines Fußes genutzt hatte, hatte über seinen Agenten eine Woche zuvor zwar noch verlauten lassen, dass ein Comeback in der laufenden Saison sehr unwahrscheinlich sei, doch schließlich unterschrieb er einen Vertrag bei der Colorado Avalanche, mit der er zwei Mal den Stanley Cup gewinnen konnte. Darren McCarty hingegen arbeitete seit Anfang Januar an seiner Rückkehr in die NHL, als er in der drittklassigen IHL anheuerte und zwischenzeitlich in die AHL gewechselt war. Nach guten Leistungen erhielt er einen Vertrag bei den Detroit Red Wings, mit denen er zwischen 1993 und 2004 drei Mal den Stanley Cup gewann. Noch am selben Tag fanden die Philadelphia Flyers mit Václav Prospal, den sie im Tausch für Alexandre Picard und einem Wahlrecht im NHL Entry Draft 2009 von den Tampa Bay Lightning verpflichteten, Ersatz für ihre verletzungsgeplagten Angriffsreihen.

Am 26. Februar dauerte es dann bis dreieinhalb Stunden vor Transferschluss, ehe größere Transaktionen getätigt wurden. Die San Jose Sharks erwarben mit Brian Campbell den prominentesten Verteidiger auf dem Transfermarkt und gaben dafür Stürmer Steve Bernier und einen Erstrunden-Draftpick an die Buffalo Sabres ab. Nur wenig später erfolgte der größte Transfer des Tages, als die Tampa Bay Lightning Stürmer Brad Richards und Torhüter Johan Holmqvist zu den Dallas Stars transferierten und im Gegenzug die Stürmer Jussi Jokinen und Jeff Halpern sowie Torhüter Mike Smith erhielten. Im Zentrum des Transfers stand Brad Richards, der die Lightning 2004 zum Stanley Cup-Sieg geführt hatte und auf Grund einer Klausel in seinem Vertrag dem Transfer erst zustimmen musste, ehe er vollzogen werden konnte. Für eine Überraschung sorgten die Montréal Canadiens, die ihren bisherigen Stammtorhüter Cristobal Huet für ein Zweitrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2009 an die Washington Capitals abgaben. Nach der Rückkehr von Forsberg zur Colorado Avalanche am Vortag kehrte mit Verteidiger Adam Foote ein weiterer Spieler, der in Colorado große Erfolge gefeiert hatte, zu der Avalanche zurück. Sie verpflichteten Foote von den Columbus Blue Jackets für einen Erstrunden-Draftpick. Mit Stürmer Sergei Fjodorow verließ noch ein Veteran die Blue Jackets und wechselte für den Nachwuchsspieler Ted Ruth zu den Washington Capitals, die sich mit der zweiten prominenten Verpflichtung weiter für die Playoffs rüsteten. Bis wenige Minuten vor dem Ende der Transferperiode blieb der hochgehandelte Stürmerstar Marián Hossa von den Atlanta Thrashers auf dem Transfermarkt, ehe bekannt wurde, dass ihn die Pittsburgh Penguins zusammen mit Pascal Dupuis verpflichtet hatten. Im Gegenzug wechselten Colby Armstrong, Erik Christensen und Angelo Esposito sowie ein Erstrunden-Draftpick zu den Atlanta Thrashers.

Ähnlich wie die New York Islanders zum Beginn der letzten Saison mit der Vertragsbindung ihres Torhüters Rick DiPietro für 15 Jahre, statteten die Philadelphia Flyers am 13. Dezember 2007 ihren Stürmer Mike Richards für die folgenden zwölf Jahre mit einem Vertrag aus, der ihm bis ins Jahr 2020 68,4 Millionen US-Dollar einbringt. Der Vertrag für Richards war für etwa einen Monat der höchstdotierte in der NHL-Geschichte, ehe Alexander Owetschkin, das Aushängeschild der Washington Capitals, am 10. Januar 2008 einen Vertrag mit einer Laufzeit von 13 Jahren und einem Gesamtsalär von 124 Millionen US-Dollar unterzeichnete, der den Vertrag Richards bei weitem übertraf. Es war zudem der erste Vertrag, der im dreistelligen Millionenbereich dotiert war.

Bereits vor Saisonbeginn kam es bei mehreren Teams zu Trainerwechsel. Am 14. Juni 2007 übernahm Mike Keenan den Trainerposten bei den Calgary Flames von Jim Playfair, der dem Trainerstab aber weiterhin erhalten bleibt. Keenan war im Herbst 2006 bei den Florida Panthers zurückgetreten und trainierte bisher sieben NHL-Teams, wovon er die New York Rangers zum Stanley Cup-Sieg führen konnte. Playfair hatte in seiner Debütsaison als Cheftrainer die Flames in die erste Runde der Playoffs geführt. Wenige Tage später, am 16. Juni 2007, wurde Dave Lewis nach nur einem Jahr Amtszeit von den Boston Bruins abgesetzt und fünf Tage später Claude Julien als sein Nachfolger vorgestellt. Julien war im Frühjahr von den New Jersey Devils entlassen worden, obwohl er die Mannschaft in die Playoffs und zum Sieg in der Atlantic Division geführt hatte. Dave Lewis, der mit den Bruins die Qualifikation für die Playoffs verpasst hatte, sollte trotz seiner Absetzung als Cheftrainer weiterhin in der Organisation verbleiben, entschied sich aber wenig später für einen Wechsel zu den Los Angeles Kings, wo er als Assistenztrainer aktiv sein wird. Am 18. Juni 2007 wurde John Muckler als General Manager der Ottawa Senators entlassen. Seine Nachfolge trat daraufhin Bryan Murray an, der in den zwei zurückliegenden Spielzeiten die Mannschaft trainiert hatte. Murray entschied sich aber dagegen die Ämter als General Manager und Cheftrainer in Personalunion zu übernehmen, sodass am 6. Juli mit John Paddock der bisherige Assistent von Bryan Murray als neuer Cheftrainer vorgestellt wurde. Ein erwarteter Trainerwechsel wurde am 13. Juli 2007 bei den New Jersey Devils vollzogen. Nachdem die Devils im Frühjahr überraschend Claude Julien entlassen hatten, hatte General Manager Lou Lamoriello den Posten als Cheftrainer für die letzten Spiele der regulären Saison und die Playoffs übernommen, wollte sich aber nach Saisonende wieder auf seine Aufgaben im Management konzentrieren. Sein Nachfolger auf dem Trainerposten wurde schließlich Brent Sutter, ein ehemaliger Eishockeyspieler, der in den vergangenen Jahren Trainer der Red Deer Rebels in der kanadischen Juniorenliga WHL gewesen war.

Bei den General Managern wurde am 29. Mai 2007 bei den Phoenix Coyotes mit Don Maloney der Nachfolger des bereits am 11. April entlassenen Michael Barnett vorgestellt. Ebenfalls im April entlassen wurde Doug MacLean von den Columbus Blue Jackets, die als einziges Franchise noch nie die Playoffs erreicht haben. Am 14. Juni trat Scott Howson, bis dahin Assistenz-GM bei den Edmonton Oilers, seine Nachfolge an.

Der erste Trainerentlassung in der laufenden Saison wurde am 17. Oktober 2007 vollzogen, als die Atlanta Thrashers Bob Hartley die Verantwortung über die Mannschaft entzogen und General Manager Don Waddell bis zum Saisonende als Interimstrainer einsetzten. Waddell hatte bereits in der Saison 2002/03 für wenige Spiele die Mannschaft trainiert hatte, ehe Hartley das Amt übernommen hatte. Hartley hatte die Thrashers in der vergangenen Saison zu ihrer ersten Playoff-Teilnahme geführt, wurde aber für seine Entscheidungen bei der Aufstellung der Torhüter scharf kritisiert als die Mannschaft in der ersten Runde nach Spielen mit 0:4 gegen die New York Rangers ausschied. Die Entlassung Hartleys war die Konsequenz aus dem schlechtesten Saisonstart aller NHL-Teams. In sechs Spielen mussten die Thrashers sechs Niederlagen hinnehmen bei einem Torverhältnis von 9:27. Gute fünf Wochen später, am 22. November 2007, feuerten die Washington Capitals, zu diesem Zeitpunkt mit nur sechs Siegen aus 21 Spielen die schlechteste Mannschaft der Liga, ihren Trainer Glen Hanlon, der seit Dezember 2003 im Amt war. Es war der schwächste Saisonstart der Capitals seit 26 Jahren, obwohl die ersten drei Saisonspiele allesamt gewonnen werden konnten. Als neuer Trainer wurde gleichzeitig Bruce Boudreau, bis dahin Cheftrainer der Hershey Bears, dem Farmteam Washingtons in der American Hockey League, vorgestellt. Am 27. Februar folgte die nächste Trainerentlassung, als die Ottawa Senators Cheftrainer John Paddock, der erst zu Saisonbeginn den Posten übernommen hatte, aus seinem Amt enthoben. Paddock führte die Mannschaft zwar zu einem sehr guten Saisonstart mit 16 Siegen aus 19 Spielen, konnte aber von den folgenden 45 Saisonspielen nur noch 20 gewinnen. Mit 14 Niederlagen in den letzten 21 Spielen und zuletzt zwei Niederlagen in Folge mit insgesamt neun Gegentoren und keinem erzielten Tor entschied sich General Manager Bryan Murray zur Beurlaubung von Paddock. Murray kehrte für den Rest der Saison auf den Posten des Cheftrainers zurück, den er in Ottawa bereits von 2005 bis zum Sommer 2007 inne hatte.

Am 13. November 2007 wurde Doug Armstrong, General Manager der Dallas Stars, von seinem Amt entbunden. Armstrong bekleidete die Position fünf Jahre lang und gehörte über 17 Jahre zur Organisation der Stars, mit denen er 1999 den Stanley Cup gewann. Teambesitzer Tom Hicks begründete den Schritt damit, dass dem Team eine neue Führung gut täte. Den Posten als General Manager übernahmen zunächst auf Interimsbasis der bisherige Assistenz-General Manager Les Jackson und der ehemalige Eishockeyspieler Brett Hull bis zum Saisonende. Ihre Verträge wurden am 22. Mai 2008 um jeweils drei Jahre verlängert. Die zweite Entlassung eines General Managers folgte am 22. Januar 2008, als John Ferguson Jr. durch Cliff Fletcher bei den Toronto Maple Leafs auf Interimsbasis ersetzt wurde. Ferguson war seit dem Sommer 2003 im Amt und die Maple Leafs konnte in den ersten drei Spielzeiten seiner Amtszeit immer eine positive Siegesbilanz verbuchen, verpassten jedoch zwei Mal die Playoffs. Nachdem die Mannschaft in der bisherigen Saison bis auf den vorletzten Platz der Eastern Conference zurückgefallen waren, entschied sich die Führung des Franchise schließlich für einen Wechsel im Management. Fergusons Nachfolger Cliff Fletcher war bereits von 1991 bis 1997 General Manager der Maple Leafs und hat über 50 Jahre Erfahrung im Management, davon 19 Jahre beim Franchise der Calgary Flames, mit denen er Stanley Cup-Sieger wurde. Die Lösung mit Fletcher auf Interimsbasis ein weiteres Jahr zusammenzuarbeiten, fällte das Leafs-Management nach Saisonende, um sich damit die Option auf eine Verpflichtung von Brian Burke im Anschluss an die Saison 2008/09 offenzuhalten.

Zwei Tage nach Beginn der Playoffs, am 11. April 2008, entbunden die Florida Panthers ihren Trainer und General Manager Jacques Martin von der Funktion des Cheftrainerposten. Martin, der im Saisonverlauf mit zwei weiteren Kollegen in den elitären Klub der Cheftrainer mit 500 Siegen aufgestiegen war, hatte es in den letzten drei Spielzeiten jeweils verpasst die Panthers in die Playoffs zu führen. Sein Verbleib als General Manager blieb zunächst offen, wenige Tage später wurde er aber auf diesem Posten bestätigt. Die Toronto Maple Leafs zogen am 7. Mai 2008 die Konsequenzen aus dem schwächsten Abschneiden seit zehn Jahren und entließen Cheftrainer Paul Maurice. Der Kanadier hatte die Mannschaft 2006 übernommen, in beiden Spielzeiten aber nicht in die Playoffs führen können. Nur zwei Tage später gab die Colorado Avalanche bekannt, dass der zum Saisonende auslaufende Vertrag von Trainer Joel Quenneville nicht verlängert wird. Bereits von 1994 bis 1997 war Quenneville Assistenztrainer des Franchise, als das Team den Stanley Cup gewann und kehrte 2005 als Cheftrainer nach Colorado zurück. Neben zwei deutlichen Zweitrunden-Niederlagen in den Jahren 2006 und 2008, verpasste die Avalanche 2007 unter der Leitung von Quenneville erstmals seit ihrem Umzug nach Denver im Jahr 1995 die Playoffs. Zu seinem Nachfolger wurde am 22. Mai 2008 sein Vorgänger und Assistenztrainer Tony Granato befördert. Am 12. Mai 2008 vermeldeten die San Jose Sharks, dass sie sich von Cheftrainer Ron Wilson getrennt hatten. Obwohl die Sharks als Mitfavorit auf den Stanley Cup galten, scheiterte die Mannschaft, wie schon in den zwei Spielzeiten zuvor, bereits in der zweiten Playoff-Runde. Wilson hatte den Posten im Dezember 2002 übernommen und war der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des Franchise mit 206 Siegen, darunter auch der 500. Sieg seiner Trainerkarriere. In der Saison 2003/04 führte er die Sharks zu ihrem bisher größten Erfolg mit dem Einzug ins Finale der Western Conference. Knapp einen Monat später fand er in den Toronto Maple Leafs bereits einen neuen Arbeitgeber. San Jose verpflichtete währenddessen den bisherigen Assitenztrainer der Detroit Red Wings, Todd McLellan, der in Junioren- und unterklassigen Ligen bereits als Cheftrainer diverse Erfahrungen und Erfolge gesammelt hatte. Dass John Tortorella zur folgenden Saison nicht mehr die Tampa Bay Lightning trainieren würde, gab das Team am 3. Juni 2008 bekannt. Tortorella schloss sich dem Franchise im Jahr 2000 als Assistenztrainer an und übernahm nur ein halbes Jahr später das Amt als Cheftrainer. In dieser Position baute er eine konkurrenzfähige Mannschaft auf, die 2004 den Stanley Cup gewann. In der Saison 2007/08 belegten die Lightning jedoch den letzten Platz in der Liga, woraufhin das Management die Konsequenzen zog. Auch die Los Angeles Kings entschieden sich für einen Neuanfang hinter der Bande als sie am 10. Juni 2008 den noch ein Jahr laufenden Vertrag mit Trainer Marc Crawford vorzeitig auflösten. In den zwei Jahren als Trainer hatte Crawford jeweils deutlich die Playoffs verpasst und nur 59 von 164 Partien gewonnen. Trotz diverser namhafter Neuverpflichtungen vor Beginn der Spielzeit 2007/08 war es ihm nicht gelungen ein konkurrenzfähiges Team zu formen. Am 13. Juni konnten die Ottawa Senators nach langer Suche in Craig Hartsburg einen Nachfolger für den im Saisonverlauf entlassenen John Paddock präsentieren, der für den Rest der Saison durch General Manager Bryan Murray ersetzt worden war. Das Engagement in der kanadischen Hauptstadt war das dritte bei einem NHL-Team für den erfolgreichen Trainer aus dem Juniorenbereich, nachdem er bereits zwischen 1995 und 2001 bei den Chicago Blackhawks und Mighty Ducks of Anaheim in dieser Rolle tätig gewesen war. Noch am selben Tag konnten sich auch die Florida Panthers mit Peter DeBoer als neuem Cheftrainer einigen. Ähnlich wie Hartsburg hatte DeBoer, der auch bei einigen anderen Teams als Kandidat gehandelt worden war, im Juniorenbereich mit den Kitchener Rangers große Erfolge gefeiert. Die Panthers waren seine erste NHL-Station. Am 20. Juni stellten auch die Atlanta Thrashers mit John Anderson einen neuen Trainer vor, nachdem sich sein Vorgänger, Don Waddell, dazu entschieden hatte ausschließlich als General Manager des Teams zu arbeiten. Anderson war bis zuletzt Cheftrainer der Chicago Wolves aus der AHL und konnte das Team in der abgelaufenen Saison zum Calder Cup-Sieg führen. Somit blieben vor dem NHL Entry Draft 2008 am 20. und 21. Juni, der inoffiziell den Beginn der neuen Saison einleitete, nur noch die Los Angeles Kings und Tampa Bay Lightning ohne neuen Cheftrainer.

Am 15. April 2008 trennten sich die Vancouver Canucks von General Manager Dave Nonis, nachdem sie die Playoffs verpasst hatten. Nonis war bereits seit 1998 in der Organisation des Franchise tätig und übernahm 2004 den Posten als General Manager. Nachdem das Team 2006 die Playoffs verpasste, baute er den Großteil des Kaders um und ihm gelang die Verpflichtung von Torhüter Roberto Luongo, mit dem die Canucks wieder die Endrunde erreichen konnten.

Im Laufe der Saison werden mehrere Trikotnummern von verdienten Spielern der einzelnen Teams gesperrt und symbolisch unter die Hallendecken der jeweiligen Spielstätten gehängt.

Am 19. November 2007 sperrten die Montréal Canadiens die Nummer 19 von Larry Robinson, der von 1972 bis 1989 für das Franchise aktiv war. In der Zeit gewann er sechs Mal den Stanley Cup und wurde selbst zweimal mit der James Norris Memorial Trophy als bester Verteidiger und einmal mit der Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs ausgezeichnet.

Zwei Monate später, am 24. Januar 2008, sperrten die New York Rangers die Nummer 2 von Brian Leetch. Der Verteidiger gewann wie Robinson zweimal die James Norris Memorial Trophy und einmal die Conn Smythe Trophy und gehörte in der Saison 1993/94 zur siegreichen Stanley-Cup-Mannschaft der Rangers, die den Pokal erstmals nach 54 Jahren wieder nach New York City holte. Zudem führte er die Mannschaft von 1997 bis 2000 als Mannschaftskapitän an.

Mit Bob Gainey wurde am 23. Februar 2008 die Nummer eines zweiten ehemaligen Spielers der Montréal Canadiens gesperrt. Von 1973 bis 1989 trug er die Nummer 23 der Mannschaft und gehörte zu den besten Defensiv-Stürmern seiner Zeit, wovon vier Frank J. Selke Trophies zeugen. Fünf Mal gewann er den Stanley Cup, gewann einmal die Conn Smythe Trophy und war von 1981 bis 1989 Mannschaftskapitän der Canadiens. Seit 2003 gehört er wieder dem Franchise an, diesmal in der Position als General Manager.

Am 23. Mai 2007 erreichte Craig Leipold, Besitzer der Nashville Predators, eine Einigung über den Verkauf der Mannschaft an Jim Balsillie für ungefähr 238 Millionen US-Dollar. Ein endgültiger Vertrag zwischen beiden Parteien sollte Ende Juni abgeschlossen sein. Da im Kooperationsvertrag der Nashville Predators und der Betreibergesellschaft des Sommet Centers, der Spielstätte der Predators, eine Ausstiegsklausel verankert ist, die es dem Teambesitzer erlaubt aus dem Kooperationsvertrag auszusteigen, sollte in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten weniger als 14.000 Plätze pro Spiel verkauft werden, begann Balsillie daraufhin mit den Vorbereitungen das Franchise nach Hamilton in die kanadische Provinz Ontario umzusiedeln, indem er am 13. Juni über die Internetplattform Ticketmaster den Vorverkauf von Dauerkarten für die Saison 2008/09 der „Hamilton Predators“ begann. Innerhalb kurzer Zeit wurden daraufhin 13.000 Tickets verkauft und übertrafen somit die 9.000 Dauerkarten der Nashville Predators. Craig Leipold entschied sich jedoch Ende Juni die Mannschaft doch nicht an Balsillie, sondern an William DelBiaggio für 190 Millionen US-Dollar zu verkaufen, der das Team nach Kansas City im US-Bundesstaat Missouri umsiedeln wollte. Zum Anfang des Julis gab eine Gruppe von Investoren bekannt, dass sie ebenfalls an dem Franchise interessiert sei und es in Nashville halten wolle. Am 1. August 2007 konnten sich Leipold und die Investorengruppe mit dem Namen Predators Holding LLC auf eine Absichtserklärung einigen, woraufhin am Ende des Monats beide Parteien einen Kaufvertrag abschlossen, der sich auf eine Kaufsumme von 193 Millionen US-Dollar belief.

Der Verkauf des Franchise war jedoch noch nicht komplett abgeschlossen, da noch Gespräche mit den Stadtverantwortlichen und den Betreibern der Eishockeyarena anstanden, sowie die Zustimmung der Liga fehlte. Kurz vor Saisonbeginn Anfang Oktober äußerte David Freeman, der Vorsitzende der Predators Holding LLC, dass es wahrscheinlich zu keinem Abschluss des Verkaufes kommen werde. Die Gruppe der Investoren hatte kurz zuvor um weitere städtische Steuergelder sowie um Verbesserungen im Sommet Center gebeten, was jedoch von der Stadt abgelehnt wurde. Am 16. November gab es schließlich doch eine Einigung zwischen den neun Investoren und der Stadt Nashville über Änderungen im Mietvertrag des Sommet Centers. Die Vereinbarung soll garantieren, dass das Franchise für die nächsten fünf Jahre in Nashville spielen wird oder die Investorengruppe muss der Stadt die in dieser Zeit in die Arena investierten Gelder zurückzahlen. Mitglied der neunköpfigen Investorengruppe ist neben sieben in Nashville und einem in Kalifornien ansässigen Geschäftsmann auch William DelBiaggio, der im Sommer die Nashville Predators alleine kaufen wollte. Am 6. Dezember 2007 stimmte schließlich die Versammlung der NHL-Teambesitzer dem Verkauf des Franchise zu. David Freeman übernahm daraufhin den Vorsitz der Predators mit DelBiaggio und Herb Fritch als seine Stellvertreter.

Nur ein halbes Jahr später meldete aber Mitbesitzer DelBiaggio Anfang Juni 2008 Privatinsolvenz nach Chapter 11 an, nachdem er wegen ungetilgter Darlehen juristisch belangt werden sollte. Die Gesamtsumme der Schulden soll sich auf mindestens 57 Millionen US-Dollar belaufen, darunter mehrere Beträge, die im direkten Zusammenhang mit den Nashville Predators stehen. So schuldete er der Modern Bank in New York zehn Millionen US-Dollar, dem ehemaliger Teambesitzer der Predators, Craig Leipold, denselben Betrag und sieben Millionen einem Unternehmen, das ihn beim Kauf seiner Anteile von 27 Prozent am Franchise unterstützt hatte. Durch die Insolvenz durch DelBiaggio fehlen den Predators zudem 9,8 Millionen US-Dollar an Sicherheiten gegenüber der Stadt, die die Investorengruppe Predators Holding LLC bis zum 4. August 2008 vorweisen muss. Nach dem Ausscheiden von DelBiaggio sucht die Investorengruppe außerdem einen neuen Käufer für den 27-prozentigen Anteil am Franchise. In die Ermittlungen gegen den Unternehmer aus Kalifornien hatte sich auch das FBI eingeschaltet.

Am 18. Juli 2007 gab der kanadische Pharmazie-Milliardär Daryl Katz ein Gebot über 176 Millionen US-Dollar für die Edmonton Oilers ab. Bereits wenige Monate zuvor hatte Katz, der mit seiner Pharmazie-Marke Rexall Namensgeber des Rexall Place ist, der Heimstätte der Oilers, versucht das Franchise zu kaufen, war jedoch gescheitert. Anfang August lehnte das 33-köpfige Konsortium mit dem Namen Edmonton Investors Group, dem die Mannschaft gehört, das Angebot von Katz ab und gab bekannt, dass das Franchise nicht zum Verkauf stehe. Am 13. Dezember 2007 erhielt die Investorengruppe erneut ein Kaufangebot von Daryl Katz über das die beiden Parteien am 21. Januar 2008 verhandelten. Hauptpunkt der Verhandlungen war der Verbleib des Franchise in Edmonton sein. Am 6. Februar wurde schließlich bekannt, dass alle Mitglieder der Edmonton Investors Group Limited Partnership ihre Aktien am Franchise an Katz verkaufen würden. Der Verkauf wurde schließlich am 18. Juni 2008 beim Treffen der Teambesitzer bestätigt.

Am 7. August 2007 unterschrieb eine Investorengruppe um den ehemaligen NHL-Trainer und General Manager Doug MacLean eine Vereinbarung die Tampa Bay Lightning zu kaufen. Bill Davidson, dem zu diesem Zeitpunkt zusammen mit anderen Investoren das Franchise gehörte, erklärte, dass die Mannschaft an einen neuen Teambesitzer verkauft werden sollte, der das Team in Tampa Bay hält. MacLean hatte 1996 die Florida Panthers ins Stanley Cup-Finale geführt und hat somit einen Bezug zu den im US-Bundesstaat Florida beheimateten Tampa Bay Lightning. Der Verkauf musste jedoch noch von der NHL abgesegnet werden. Bevor es dazu kommen konnte, kündigten die Teambesitzer am 14. November 2007 die Vereinbarung auf, da es mit der Investorengruppe Unstimmigkeiten bezüglich der Abwicklung des Verkaufs gegeben hatte. Am 14. Februar 2008 gab die bisherige Gruppe von Teambesitzern bekannt, dass das Franchise an OK Hockey LLC aus Los Angeles verkauft wurde. Im Mittelpunkt dieser Investorengruppe stand der Hollywood-Produzent Oren Koules, der bereits zu den Investoren gehörte, die mit der Übernahme der Lightning wenige Monate vorher gescheitert waren. Die Bestätigung des Verkaufs durch die Versammlung der Teambesitzer der NHL erfolgte schließlich am 18. Juni 2008.

Am 10. Januar 2008 gab Minnesota Sport & Entertainment (MSE) bekannt, dass sie ihr NHL-Frachise Minnesota Wild an Craig Leopold verkaufen werden. Leopold hatte erst im Dezember 2007 die Nashville Predators an eine Investorengruppe für 193 Millionen US-Dollar verkauft. Die Liga gab schließlich am 10. April 2008 ihre Zustimmung.

Wie in den vorangegangenen Spielzeiten auch, stellten die Aktiven der NHL im Verlauf der Spielzeit wieder einige NHL- und persönliche Rekorde auf. Die wohl bedeutendsten Rekorde stellten jedoch allesamt gebürtige US-Amerikaner auf.

Zunächst gelang es Mike Modano von den Dallas Stars am 7. November 2007 seinen Landsmann Phil Housley mit seinem 1233. NHL-Karrierepunkt als punktbesten gebürtigen US-Amerikaner in der NHL-Geschichte abzulösen. Drei Tage später erzielte Jeremy Roenick, als erst dritter US-Amerikaner und 40. NHL-Spieler überhaupt, sein 500. Karrieretor. Dies tat ihm sein Landsmann Keith Tkachuk am 6. April 2008, dem letzten Spieltag der regulären Saison, nach. Weitere runde Jubiläen feierten Martin Brodeur, der als erst zweiter Torhüter der Geschichte, nach Patrick Roy, am 17. November 2007 das 500-Siege-Plateau erreichte, Paul Kariya, der am 29. Dezember 2007 der 89. Spieler mit 900 Karrierepunkten wurde und Joe Sakic, der am 22. März 2008 sein insgesamt 1000. Tor vorbereitete.

Für sogenannte Franchise-Rekorde sorgten Mats Sundin von den Toronto Maple Leafs am 11. Oktober 2007, Teemu Selänne von den Anaheim Ducks am 17. Februar 2008 und Jarome Iginla von den Calgary Flames am 10. März 2008, die allesamt neue Punktrekorde für ihre Mannschaften aufstellten. Sundin gelang es zudem auch einen neuen Torrekord für sein Franchise aufzustellen und erreichte als erster Maple-Leafs-Spieler die 400-Tore-Marke.

Einige individuelle NHL-Rekorde stellte der Russe Alexander Owetschkin im Saisonverlauf auf. Seine 65 Saisontore bedeuteten einen neuen Torrekord für Linksaußen. Der bisherige Rekordhalter Luc Robitaille hatte es in der Spielzeit 1992/93 auf lediglich 63 Saisontore gebracht. Zudem war Owetschkin der erste Spieler seit Mario Lemieux und Jaromír Jágr in der Saison 1995/96, der die 60-Tore-Marke knackte. Ebenfalls rekordverdächtig war der Einsatz von Chris Chelios am 8. Januar 2008 als er mit 45 Jahren und 348 Tagen zum zweitältesten Spieler der NHL-Geschichte avancierte. Den Rekord hält Gordie Howe mit 52 Jahren und sechs Tagen. Etwa drei Monate später, am 12. April 2008, brach Chelios einen weiteren Rekord als er das 248. NHL-Playoffspiel seiner Karriere bestritt und Patrick Roy damit als bisherigen Rekordhalter ablöste.

Bei den Trainern stellten Al Arbour, Jacques Martin, Ron Wilson und Jacques Lemaire persönliche Rekorde auf. Arbour übernahm am 3. November 2007 für ein Spiel offiziell das Traineramt der New York Islanders, um beim 1.500. Spiel als Cheftrainer des Teams hinter der Bande zu stehen. Unter der Führung Arbours besiegten die Islanders den Division-Rivalen Pittsburgh Penguins mit 3:2. Martin, Wilson und Lemaire feierten im Saisonverlauf ihren insgesamt 500. Sieg als Cheftrainer eines NHL-Franchise. Dem Kanadier Martin gelang das Kunststück als zehntem Trainer überhaupt am 18. Januar 2008 beim 2:1-Sieg seiner Florida Panthers über die New Jersey Devils. Wilson erreichte den Meilenstein als elfter Trainer etwa drei Wochen später, am 9. Februar 2008, beim 4:3-Sieg der San Jose Sharks über die Nashville Predators. Schließlich vervollständigte Lemaire das Trio am 3. April 2008 nach dem Sieg seiner Minnesota Wild gegen die Calgary Flames.

Unter den Teams wurden die San Jose Sharks die erste Mannschaft in der NHL-Geschichte, die im Verlauf eines gesamten Monats ohne Niederlage in der regulären Spielzeit von 60 Minuten blieben. In ihren 15 Spielen im März 2008 siegten sie 13 Mal und verloren lediglich je einmal im Shootout und in der Overtime. Insgesamt blieben sie zwischen dem 20. Februar und 3. April in 22 aufeinanderfolgenden Partien in der regulären Spielzeit ungeschlagen. Ein Muster an Beständigkeit blieben die Detroit Red Wings, die in der achten Spielzeit in Folge die 100-Punkte-Marke erreichten und so einen Rekord der Montréal Canadiens einstellten, den diese zwischen 1975 und 1982 aufgestellt hatten.

Bereits gut drei Wochen vor Beginn der Saison, am 5. September 2007, gab Free Agent Pierre Turgeon im Alter von 38 Jahren und nach 19 Jahren in der NHL seinen Rücktritt bekannt. Der Erstgewählte des NHL Entry Draft 1987 erzielte insgesamt 1.327 Punkte in 1.294 Partien für sechs verschiedene Mannschaften in der NHL und gewann 1993 die Lady Byng Memorial Trophy.

Fünf Tage später, am 10. September 2007, gab der Back-up-Torhüter der New York Islanders, Mike Dunham, nach zehn Jahren in der NHL sein Karriereende bekannt. Dunham lief in 394 NHL-Partien für die New Jersey Devils, Nashville Predators, New York Rangers, Atlanta Thrashers und New York Islanders auf und konnte am Ende der Saison 1996/97 im Trikot New Jerseys gemeinsam mit seinem Teamkollegen Martin Brodeur die William M. Jennings Trophy erringen.

Am 18. September 2007 erklärte Torhüter Sean Burke, der zuletzt bei den Los Angeles Kings spielte und insgesamt 820 NHL-Spiele bestritt, sein Karriereende. In seiner 20 Jahre andauernden Karriere spielte er für neun NHL-Teams, davon über längere Zeit als Stammtorhüter der Hartford Whalers und Phoenix Coyotes. Für seine Leistungen in der Saison 2001/02 wurde er für die Vezina Trophy als bester Torhüter und den Lester B. Pearson Award als bester Spieler nominiert. Seine größten Erfolge feierte Burke im kanadischen Nationalteam mit den Weltmeistertiteln 1997 und 2003, sowie dem Canada Cup 1991 und der Olympischen Silbermedaille 1992.

Der Gesamterste im NHL Entry Draft 1999 Patrik Štefan beendete am 5. Oktober 2007 seine Karriere. Der Tscheche wurde 1999 als erster Spieler in der Geschichte der Atlanta Thrashers gedraftet und verbrachte sieben Spielzeiten in der NHL für die Thrashers und die Dallas Stars. Im Sommer 2007 war der Tscheche in die Schweizer Nationalliga A zum SC Bern gewechselt, wo er nach nur drei Spielen seinen Rückzug vom aktiven Sport bekannt gab, nachdem eine chronische Verletzung wieder aufgetreten war.

Der Slowake Peter Bondra gab am 29. Oktober 2007 nach 1.081 NHL-Spielen seinen Rücktritt vom aktiven Eishockeysport bekannt. Bondra war in seiner 16 Jahre andauernden Karriere hauptsächlich für die Washington Capitals aktiv, mit denen er 1998 das Stanley Cup-Finale erreichte. 1995 und 1998 war er bester Torschütze der NHL und erzielte am 22. Dezember 2006 als 37. Spieler der NHL-Geschichte sein 500. Karrieretor. 2002 führte er die slowakische Nationalmannschaft mit dem spielentscheidenden Tor zum ersten Weltmeistertitel in der Geschichte des Landes. Nachdem er in den vergangenen drei NHL-Spielzeiten für die Ottawa Senators, Atlanta Thrashers und Chicago Blackhawks aktiv war, erhielt Bondra keinen neuen NHL-Vertrag mehr und übernahm den Posten als General Manager des slowakischen Nationalteams.

Eric Lindros, Gewinner der Hart Memorial Trophy als wertvollster Spieler der Saison 1994/95, trat am 8. November 2007 vom aktiven Eishockeysport zurück. Nach einem erfolgreichen Beginn seiner Karriere, wozu auch die Teilnahme am Stanley Cup-Finale 1997 gehörte, plagten Lindros ab dem Ende der neunziger Jahre immer wieder Verletzungen, darunter acht Gehirnerschütterung, wodurch er nicht mehr an seine alte Form heranreichen konnte. International gewann er mit dem Team Kanada bei den Olympischen Winterspielen 2002 die Goldmedaille, nachdem er bereits zehn Jahre zuvor Silber gewonnen hatte. Der Kanadier, der im NHL Entry Draft 1991 an erster Stelle ausgewählt wurde und für die Philadelphia Flyers, New York Rangers, Toronto Maple Leafs und Dallas Stars aktiv war, hatte sich nach dem Ende der vergangenen Saison nicht auf die Suche nach einer neuen Mannschaft gemacht, sondern konzentrierte sich in der Sommerpause auf die Neustrukturierung der NHL Players Association, wo er auch weiterhin aktiv sein wird.

Das Ende seiner Karriere gab am 1. Dezember 2007 Wes Walz von den Minnesota Wild bekannt. Walz gehörte bereits seit der Premierensaison des Franchise 2000/01 zur Mannschaft und war zeitweise Mannschaftskapitän. In den Jahren zuvor spielte er von 1989 bis 1996 für die Boston Bruins, Philadelphia Flyers, Calgary Flames und Detroit Red Wings, ehe er für vier Jahre in die Schweiz ging und für den EV Zug und den HC Lugano aktiv war. 2003 war Walz für die Frank J. Selke Trophy als bester Defensivstürmer der NHL nominiert.

Am 31. März 2008 gab Tim Taylor von den Tampa Bay Lightning bekannt, dass er seine Karriere zum Saisonende beendet. Der Kanadier hatte sich im Sommer 2007 einer Hüftoperation unterzogen und seitdem kein Spiel mehr bestritten. Obwohl er bereits 1988 von den Washington Capitals gedraftet wurde, gab er sein NHL-Debüt erst in der Saison 1993/94 bei den Detroit Red Wings, nachdem er mehrere Jahr in der zweitklassigen American Hockey League spielte und dort die John B. Sollenberger Trophy als bester Scorer gewann. Als weitere Stationen in seiner Laufbahn folgten die Boston Bruins und die New York Rangers, ehe er 2001 zu den Tampa Bay Lightning kam, die ihn fünf Jahre später zum Mannschaftskapitän ernannten. Die größten Erfolge in seiner Karriere waren die Stanley Cup-Siege 1997 mit Detroit und 2004 mit Tampa Bay.

Nach dem Ausscheiden der Philadelphia Flyers in den Playoffs gab der 34-jährige Finne Sami Kapanen am 3. Juni 2008 seinen Abschied von der NHL bekannt, um in sein Heimatland zurückzukehren. Kapanen war seit der Spielzeit 1995/96 für die Hartford Whalers, Carolina Hurricanes und Philadelphia Flyers aktiv gewesen und hatte in 831 Partien 458 Punkte erzielt. Zudem nahm er an vier Olympischen Winterspielen, fünf Weltmeisterschaften und zwei Hockey World Cups teil. Zuletzt hatte der Finne immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, wodurch er nicht mehr an vorher gezeigte Leistungen anknüpfen konnte. Für die folgende Saison plante er für seinen Stammverein KalPa Kuopio zu spielen.

Zwei Tage später verkündete auch der 39-jährige Glen Wesley von den Carolina Hurricanes seinen Rücktritt vom aktiven Sport. Nachdem Wesley in der Saison 1987/88 sein Debüt bei den Boston Bruins gegeben hatte, war er 1994 zu den Hartford Whalers gewechselt, die drei Jahre später nach North Carolina umgezogen waren. In der Spielzeit 2002/03 bestritt er zudem einige Spiele für die Toronto Maple Leafs. Während seiner Zeit bei den Hurricanes konnte er in der Saison 2005/06 den Stanley Cup gewinnen. Wesley beendete seine Karriere als der Verteidiger mit den sechstmeisten Einsätzen der NHL-Geschichte. Nach der Spielzeit übernahm er einen Posten in der Führungsetage der Hurricanes, die sein Trikot mit der Nummer 2 im Anschluss nicht mehr vergaben und sperrten.

Nach dem Gewinn des Stanley Cups und der Degradierung zum Erstztorhüter im Verlauf der Playoffs setzte der Tscheche Dominik Hašek am 9. Juni die Rücktrittswelle am Saisonende fort. Neben dem Cup-Gewinn einige Tag zuvor hatte der 43-jährige bereits 2002 – als erster europäischer Stammtorwart überhaupt – mit Detroit den Titel geholt. Zudem gewann er im Verlauf seiner Karriere sechs Vezina und zwei Hart Memorial Trophies, womit er zu einem der erfolgreichsten Torhüter aller Zeiten avancierte. Auf internationaler Ebene hatte er bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano die tschechische Nationalmannschaft zum überraschenden Gewinn der Goldmedaille geführt.

Auch der Schwede Mattias Norström gab am 10. Juni 2008 nach 14 Jahren in der NHL seinen Rücktritt bekannt. Für die New York Rangers, Los Angeles Kings und Dallas Stars bestritt der Verteidiger in dieser Zeit 903 Partien, in denen er 165 Punkte erzielte. Die größten Erfolge seiner Karriere feierte er auf internationaler Ebene mit dem schwedischen Nationalteam. Neben dem Gewinn zweier Silbermedaillen 1997 und 2003, gewann er bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2002 die Goldmedaille.

Einen weiteren Tag später erklärte Trevor Linden auf einer Pressekonferenz seinen Rücktritt vom aktiven Eishockeysport. Der zweimalige All-Star spielte 20 Jahre in der NHL und bestritt 1.382 Spiele für die New York Islanders, Washington Capitals und Montréal Canadiens, den Großteil aber für die Vancouver Canucks in 16 Saisons, von denen er sieben als Mannschaftskapitän bestritt. Neben der Berufung ins NHL All-Rookie Team im Jahr 1989 war das Erreichen des Stanley-Cup-Finales 1994 der größte sportliche Erfolg. Neben dem Eis wurde er für sein soziales Engagement bekannt, wurde dafür mit der King Clancy Memorial Trophy ausgezeichnet und erhielt als erster Eishockeyspieler den Order of British Columbia. Zudem vertrat er als Präsident der National Hockey League Players Association die Spieler während des Lockouts in der Saison 2004/05.

Am 15. Juli 2008 erklärte Dallas Drake sein Karriereende. 1989 von den Detroit Red Wings gedraftet, gab er für das Team 1992 sein Debüt in der NHL. Nach eineinhalb Jahren in Detroit folgten mehr als sechs Spielzeiten beim Franchies der Winnipeg Jets, die später nach einer Umsiedlung in Phoenix Coyotes umbenannt wurden. Von 2000 bis 2007 spielte er schließlich für die St. Louis Blues, die er zwei Jahre lang als Mannschaftskapitän anführte. Im Sommer 2007 kehrte er nach Detroit zurück, wo er in seiner letzten Saison seine 1.009 NHL-Spiele umfassende Karriere mit dem Stanley Cup-Gewinn krönen konnte.

Mark Bell, der im Rahmen des NHL Entry Draft von den San Jose Sharks zu den Toronto Maple Leafs transferiert worden war, wurde am 4. September 2007, und somit bereits weit vor dem ersten Saisonspiel, von der NHL auf unbestimmte Zeit suspendiert, da er gegen das NHL/NHLPA Substance Abuse & Behavioral Health Program verstoßen hatte. Bell war im August von einem Gericht zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten wegen Fahrerflucht und Trunkenheit am Steuer verurteilt worden. Diese Delikte hatte er im September 2006 begangen. Die eigentliche Haftstrafe wird Bell im Anschluss an die Saison antreten. Am 12. September teilte die Ligaleitung mit, dass Bell für sein Vergehen insgesamt 15 Spiele ohne Gehaltszahlung gesperrt wird.

Im Vorbereitungsspiel auf die Saison zwischen den Philadelphia Flyers und den Ottawa Senators attackierte der Flyers-Spieler Steve Downie seinen Gegenspieler Dean McAmmond mit einem Check, sodass McAmmond das Bewusstsein verlor. Da Downie den Check in Richtung des Kopfes von McAmmond ausgeführt hatte und auf Grund einer Sprungbewegung mit beiden Füßen nicht mehr das Eis berührte, wurde er von der NHL für 20 Spiele in denen er zum NHL-Kader der Flyers gehörte ohne Gehaltszahlung suspendiert. Die Suspendierung galt sowohl für die reguläre Saison als auch für die Playoffs.

Am 12. Oktober 2007 wurde Jesse Boulerice von den Philadelphia Flyers durch die NHL für 25 Spiele suspendiert. Boulerice hatte im Spiel gegen die Vancouver Canucks am 10. Oktober seinen Gegenspieler Ryan Kesler mit einem Stockcheck ins Gesicht niedergestreckt. Bereits nach dem Spiel sagte Boulerice, dass er eine Suspendierung gegen sich erwarte. Es war die längste Sperre, die von der NHL bis dahin ausgesprochen wurde.

Nachdem Chris Simon schon in der Vorsaison zu der damaligen saisonübergreifenden Rekordstrafe von 25 Spielen in der regulären Saison und allen Playoff-Spielen verurteilt worden war, leistete er sich in der Partie gegen die Pittsburgh Penguins am 15. Dezember 2007 einen Tritt auf das Bein des auf dem Eis liegenden Jarkko Ruutu. Bevor die neue Rekordstrafe von 30 Spielen am 19. Dezember ausgesprochen wurde, verließ er sein Team, die New York Islanders, am 17. Dezember auf unbestimmte Zeit, um sich mit dem weiteren Verlauf seiner Karriere auseinanderzusetzen. Aufgrund der Strafe aus der vorangegangenen Spielzeit hatte Simon bereits die ersten fünf Saisonspiele der Islanders verpasst. Er kehrte am 13.Februar 2008, acht Tage vor Ablauf der Sperre, schließlich zum Team zurück.

Für einen ähnlichen Vorfall wurde Verteidiger Chris Pronger von den Anaheim Ducks am 15. März 2008 für acht Spiele gesperrt. In einem Spiel gegen die Vancouver Canucks am 12. März kollidierte Pronger mit Ryan Kesler an der Bande hinter dem Tor, worauf der Spieler der Canucks aufs Eis stürzte und Pronger ihm auf das Bein trat. Zuerst entschied die Ligaleitung keine disziplinarischen Maßnahmen einzuleiten, da die Fernsehbilder keinen Aufschluss über die Tat boten, doch nachdem die Liga wenig später Aufnahmen aus einer anderen Perspektive erhielt, sprach sie die Suspendierung gegen Pronger aus. Es ist die insgesamt achte Sperre gegen Chris Pronger und die dritte innerhalb eines Jahres.

Bereits am 3. Dezember 2007 wurde die insgesamt fünfte Sperre gegen einen Spieler der Philadelphia Flyers in der laufenden Saison ausgesprochen, woraufhin die Ligaleitung Konsequenzen androhte, sollte ein weiterer Spieler der Flyers aufgrund einer unfairen Aktion suspendiert werden.

Des Weiteren gab es mehrere kleine Vergehen, die mit einer Sperre von maximal fünf Spielen geahndet wurden.

Im Saisonverlauf verstarben die langjährigen Besitzer der Chicago Blackhawks im Alter von 77 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens und der Columbus Blue Jackets im Alter von 84 Jahren sowie Luc Bourdon, ein Spieler der Vancouver Canucks, im Alter von 21 Jahren.

William Wirtz, der Besitzer der Chicago Blackhawks, war seit 1954 im Unternehmen der Blackhawks tätig, nachdem sein Vater Arthur, sein Bruder Michael und er das Franchise erworben hatten. 1966 übernahm er schließlich den Posten des Präsidenten, den er für 41 Jahre, bis zu seinem Krebstod wenige Tage vor dem Beginn der Spielzeit, am 26. September 2007, inne hatte. Die weitere Leitung des Franchises übernahm in der Folge sein Sohn Rocky Wirtz, nachdem dessen Bruder Peter auf den Posten verzichtet hatte.

Der zweite Todesfall ereignete sich am 25. April 2008 als der Besitzer der Columbus Blue Jackets, John H. McConnell, im Alter von 84 Jahren verstarb. McConnell hatte im Jahr 1997 eine Gruppe von Investoren angeführt, die die Ansiedlung des Franchise in Ohio zur Saison 2000/01 vorangetrieben und ermöglicht hatte. Seit diesem Zeitpunkt hatte der in der Stahlindustrie tätige US-Amerikaner als Präsident fungiert. Den Posten übernahm in der Folge sein Sohn John P. McConnell.

Im Verlauf der Finalserie um den Stanley Cup, am 29. Mai 2008, verstarb der 21-jährige Verteidiger Luc Bourdon, der es zu Saisonbeginn in den Kader der Vancouver Canucks geschafft hatte und zu 27 Einsätzen gekommen war, bei einem Motorrad-Unfall. Der Erstrunden-Pick der Canucks aus dem NHL Entry Draft 2005 hatte insgesamt 36 Partien in der Liga bestritten und dabei zwei Tore erzielt. Zudem hatte er mit dem kanadischen Nationalteam bei Junioren-Weltmeisterschaften zwischen 2005 und 2007 zwei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen.

Sidney Crosby, der in der Vorsaison der jüngste Gewinner der Art Ross Trophy aller Zeiten war, wurde am 31. Mai 2007 vom Management der Pittsburgh Penguins zum neuen Mannschaftskapitän benannt. Er ging somit als jüngster NHL-Kapitän aller Zeiten im Alter von 19 Jahren und 297 Tagen in die Geschichte ein.

Einen weiteren Wechsel auf dem Posten des Mannschaftskapitäns gab es bei den Buffalo Sabres, die mit Chris Drury und Daniel Brière zwei ihrer Führungsspieler in der Sommerpause an andere Klubs verloren hatten. Die Sabres führten zum Saisonbeginn ein Rotationsprinzip auf der Kapitänsposition ein, was dazu führte, das im Oktober mit Jochen Hecht der erste deutsche Spieler überhaupt als Kapitän in einem NHL-Spiel auflief. Im Februar 2008 trug Hecht erneut das charakteristische „C“ des Kapitäns.

Bei Jason Blake, Stürmer der Toronto Maple Leafs, wurde zu Beginn der Saison chronische myeloische Leukämie (CML) diagnostiziert. In einer Presseerklärung vom 8. Oktober 2007 erklärte Blake, dass er positive Prognosen erhalten habe und er bereits Medikamente nehme, die den Krebs kontrollieren sollen, weshalb er auch weiterhin in der NHL aktiv bleiben werde. Nach Phil Kessel im Vorjahr, Saku Koivu und Mario Lemieux war es bereits die vierte Krebserkrankung eines aktiven Spielers innerhalb kurzer Zeit. Jedoch hat die Liga aus diesem Grund bereits im Dezember 1998 das Hockey Fights Cancer-Programm eingeführt, das in diesem Spieljahr zehnjähriges Jubiläum feiert.

Al Arbour, ehemaliger Spieler und Trainer in der NHL, übernahm am 3. November 2007 für ein Spiel das Traineramt bei den New York Islanders. Für Arbour war es das 1.500. Spiel als Trainer der Mannschaft, die er von 1973 bis 1986 und von 1988 bis 1994 trainierte und mit denen er vier Stanley Cups gewann. Der Gegner der New York Islanders waren die Pittsburgh Penguins. Unter der Führung von Arbour siegten die Islanders mit 3:2 und nach dem Spiel wurde zu Ehren der 1.500 Spiele ein Banner mit der Nummer 1.500 an die Hallendecke des Nassau Veterans Memorial Coliseum gehängt.

Zu einem negativen Vorfall kam es am 10. Februar 2008 bei der Partie der Buffalo Sabres gegen die Florida Panthers. Während des Schlussdrittels zog sich Floridas Richard Zedník einen Schnitt an der Halsschlagader zu, nachdem er vom Schlittschuh seines fallenden Mannschaftskollegen Olli Jokinen unglücklich getroffen wurde. Zedník lief daraufhin aus eigener Kraft und stark blutend zur Spielerbank, wo er umgehend behandelt wurde. Nachdem bekannt wurde, dass Zedníks Gesundheitszustand auf dem Weg ins Krankenhaus stabilisiert wurde, entschied die NHL das Spiel fortzusetzen. Die Schnittwunde wurde später in einem Krankenhaus in Buffalo operativ versorgt. Wenige Tage später wurde bekannt, dass Zedník während des Vorfalls zu keiner Zeit das Bewusstsein verloren hatte, obwohl er bis zur Stoppung der Blutung ein Drittel seines Blutes verloren hatte. Einen ähnlichen Vorfall hatte es in der NHL zuletzt am 22. März 1989, ebenfalls in Buffalo, gegeben, als Buffalos damaliger Torwart Clint Malarchuk von Gegenspieler Steve Tuttle verletzt wurde.

Die Verletzung Zedníks stellte in den folgenden Tagen die Sicherheitsausrüstung der Spieler in Frage und fachte Diskussionen über den möglichen Einsatz eines Schutzes für den Halsbereich an. Knapp eineinhalb Monate nach der Verletzung, am 19. März, kehrte Zedník erstmals auf das Eis zurück und lief für etwa fünf bis zehn Minuten vor dem eigentlichen Training der Panthers einige Runden.

Beim Spiel der Vancouver Canucks gegen die Colorado Avalanche am 27. Februar 2008 kam es während der ersten Drittelpause zum TSN’s Chevrolet Malibu Million Dollar Shootout Contest. Dabei hatte der 35-jährige Kanadier Darwin Head, der aus 8,6 Millionen Bewerbern ausgewählt wurde, die Chance auf den Gewinn von einer Millionen Dollar. Als Sponsoren des Events fungierten der kanadische TV-Sender TSN und der US-amerikanische Automobilkonzern General Motors, der zugleich die Namensrechte an der Heimspielstätte der Canucks hält.

Zunächst musste er gemeinsam mit seinem Cousin Lance Badger und seinem Freund Randy Bout versuchen jeweils zehn Pucks innerhalb von 15 Sekunden von der Mittellinie ins leere Tor zu befördern. Bei insgesamt fünf Treffern hätte Head einen Chevrolet Malibu mit Hybridantrieb, bei insgesamt zehn Treffern alle drei jeweils einen und bei 15 Treffern ein weiterer Fan, der an diesem Tag im General Motors Place zu Gast war, erhalten. Der Wettbewerb war bereits nach den Versuchen von Head und Badger beendet, da sie 15 ihrer 20 Versuche im Tor unterbrachten und so den maximalen Gewinn sicher stellten. Danach musste Head von der hinteren blauen Linie 20 Schüsse innerhalb von 24 Sekunden abgeben. Da er im erlaubten Zeitrahmen die mindestens 15 geforderten Treffer erzielte, gewann er zudem die Millionen.

Auf Grund des großen Dopingskandals in der nordamerikanischen Baseballliga MLB wurden die Verantwortlichen der großen Sportligen zu einer Sitzung des US-amerikanischen Kongress am 27. Februar 2008 eingeladen, um zur Dopingproblematik im US-Sport Stellung zu beziehen. Die NHL wird dabei durch den Commissioner Gary Bettman und Paul Kelly, dem Vorsitzenden der Spielergewerkschaft NHLPA, vertreten. Der Kongress erwägte im Vorfeld der Sitzungen den Beschluss eines Anti-Doping-Gesetzes, das Minimalvoraussetzungen für Dopingtests sowie bestimmte Testverfahren vorschreiben könnte. Dazu sollen unter anderem Blutanalysen und Dopingkontrollen in der Sommerpause gehören. Die NHL und die NHLPA sagte zur Dopingproblematik, dass sie mit ihrem selbstgeschaffenen NHL/NHLPA Performance-Enhancing Substances Program sehr zufrieden sei, allerdings halte Paul Kelly Bluttests für unnötig. Auch Dopingkontrollen während langfristiger Spielpausen im Sommer stünde er skeptisch gegenüber, da solche Kontrollen logistisch beinahe unmöglich seien, weil die Spieler in dieser Zeit über die ganze Welt verstreut seien.

Wie schon in der Vorsaison konnten die Mannschaften einen Anstieg der Besucherzahlen verzeichnen und verbesserten somit das Rekordergebnis auf 21.236.255 verkaufte Plätze in insgesamt 1230 Spielen, was eine Ausnutzung der Kapazität von 93,7 Prozent bedeutete. Alle sechs kanadischen Mannschaften konnten die volle Anzahl an Karten absetzen und die Montréal Canadiens setzten die Bestmarke der Liga mit durchschnittlich 21.273 besetzten Plätzen im Centre Bell. In den USA war das Stadion der Pittsburgh Penguins erstmals in ihrer Geschichte während jedem Spiel komplett gefüllt und die Minnesota Wild, New York Rangers und Anaheim Ducks konnten ebenfalls alle Tickets absetzen. Hinzu kamen noch einige weitere Teams, deren Spiele virtuell ausverkauft waren.

Auch bei den nationalen TV-Übertragungen in den USA konnten Erfolge gefeiert werden. Zwar stagnierten die Quoten innerhalb der regulären Saison beim Fernsehsender NBC bei 1,0 Prozent der 112,8 Millionen US-Haushalte, doch der Kabelsender Versus konnte seine Quoten von 0,2 auf 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Besonders stach bei den Übertragungen das zweite Freiluftspiel in der NHL-Geschichte, das NHL Winter Classic 2008, zwischen den Buffalo Sabres und den Pittsburgh Penguins am 1. Januar 2008 hervor. NBC verzeichnete mit 2,6 Prozent die höchste Quote in einem Spiel der regulären Saison seit fast zwölf Jahren. Auch in den regionalen Märkten der NHL-Teams konnten Zugewinne erreicht werden. So steigerten die Buffalo Sabres ihre Quote bei ihren regionalen Übertragungen um mehr als 65 Prozent. 13 weitere der insgesamt 24 US-amerikanischen Franchises konnten ebenso Steigerungen bei den regionalen TV-Quoten melden.

Auch beim NHL All-Star Game, das Versus im Programm hatte, schalteten mehr Zuschauer ein als noch im Jahr zuvor, allerdings blieben die Quoten weiterhin deutlich hinter denen der All-Star-Spiele vor dem Ausfall der Saison 2004/05 zurück. Versus konnte sich am 27. Januar aber trotzdem unter den besten 15 Kabelsendern des Tages platzieren und in einigen lokalen Märkten sogar noch weiter vorne. In Buffalo war das All-Star Game das Kabelprogramm mit der höchsten Quote, während sich die Übertragung in Pittsburgh, Detroit, Philadelphia und Minneapolis unter den besten vier Kabelsendungen platzierte und in New York den elften Rang belegte.

Schon früh in den Playoffs konnten die Teams in ihren regionalen Märkten gute Einschaltquoten erreichen. Während das dritte Spiel der Lokalrivalen New York Rangers und New Jersey Devils in der ersten Runde eine Quote von 3,24 Prozent erreichte, wurde das erste Spiel der Serie zwischen den Philadelphia Flyers und den Washington Capitals von 3,4 Prozent im TV-Markt Flyers gesehen. Dies entsprach einem Zuwachs von 54,5 Prozent gegenüber den Einschaltquoten der Flyers in der regulären Saison. In der zweiten Playoff-Runde erreichten die San Jose Sharks die höchste Einschaltquote ihrer Geschichte. Mit einem Anteil innerhalb ihres regionalen Marktes von 5,9 Prozent für das sechste Spiel gegen die Dallas Stars übertrafen sie die bisherige Bestmarke von 5,7 Prozent aus dem Jahr 2002. Im Schnitt lag die Quote der Sharks in den Playoffs bei 3,0 Prozent, die sich somit im Vergleich zur regulären Saison mehr als verdreifacht hatte.

Den größten Erfolg konnten die US-amerikanischen Fernsehanstalten aber bei der landesweiten Übertragung des Stanley Cup-Finales verbuchen. Der Kabelsender Versus übertrug die ersten zwei Spiele der Serie und konnte mit dem ersten Spiel der Serie die höchste Quote für eine Übertragung eines NHL-Spiels über das Kabelnetz seit 2002 erreichen und dies mit einer Quote von 1,9 Prozent im zweiten Spiel sogar nochmals überbieten. Noch nie hatte Versus mehr Zuschauer bei einem Spiel der NHL, was gleichzeitig auch die zweithöchste Quote des Senders bedeutete. Auf NBC sahen im Durchschnitt 3,2 Prozent der US-amerikanischen Haushalte die letzten vier Spiele der Finalserie, womit die Quote im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt werden konnte. Der Grund dafür war das Aufeinandertreffen der Detroit Red Wings, das erfolgreichste Team der vergangenen Jahre, und den Pittsburgh Penguins, die mit Sidney Crosby einen der medienwirksamsten Jungstars der Liga in ihren Reihen führten. Diese Paarung bescherte der NHL die beste Einschaltquote in einem Stanley Cup-Finale seitdem die Detroit Red Wings 2002 zum letzten Mal im Finale standen. Im regionalen TV-Markt von Detroit konnte das Eishockeyteam im dritten Spiel der Finalserie bei den Einschaltquoten sogar besser Abschneiden als das Basketballteam der Detroit Pistons aus der NBA, die zur gleichen Zeit spielten.

Im sonst stärkeren kanadischen Markt musste die NHL bei den Einschaltquoten jedoch Einbußen hinnehmen. So sahen bei der samstäglichen landesweiten Übertragung der CBC-Sendung Hockey Night in Canada bis Januar 2008 zehn Prozent weniger Zuschauer als in der Vorsaison das erste Spiel des Abends, beim zweiten Spiel ging die Anzahl der Zuschauer um acht Prozent zurück. Trotzdem konnte sich CBC mit ihrer erfolgreichsten Sendung weiterhin unter den 15 quotenstärksten TV-Sendungen halten. Der Kabelsender TSN hingegen konnte seine Einschaltquoten um drei Prozent steigern. Auch bei den regionalen Ausstrahlungen von Spielen der sechs kanadischen Teams konnten die Quoten der letzten Saison weitestgehend nicht gehalten werden. Die größten Verluste mussten die Vancouver Canucks mit 20 Prozent und die Edmonton Oilers mit 30 Prozent weniger Zuschauern hinnehmen, während ausschließlich die Ottawa Senators in Kanada mit 17 Prozent zulegen konnten.

Die Übertragung des All-Star Game durch CBC verzeichnete weniger Zuschauer als noch im Jahr zuvor. Sahen im Januar 2007 noch 1,3 Millionen Zuschauer zu, so waren es 2008 nur 1,16 Millionen. Die höchste Quote erreichte CBC, wie auch schon 2007, mit der Übertragung des Stanley Cup-Finales. 2,72 Millionen Zuschauer sahen die entscheidenden zwei Partien im Schnitt, womit sogar eine Steigerung zum Vorjahr erreicht werden konnte.

Für die Playoffs führte CBC eine Neuerung für die aus China stammende Bevölkerung Kanadas ein. Kommentator Jason Wang kommentierte in jeder Playoff-Runde eine Serie auf Mandarin und die Übertragung konnte über die Internetseite des Senders sowie über einzelne TV-Stationen empfangen werden.

Die 30 NHL-Teams sind in zwei Conferences, die Eastern und die Western Conference, zu je 15 Teams aufgeteilt. Die beiden Conferences sind in weitere je drei Divisions mit je fünf Teams aufgesplittet, die in etwa in der gleichen Landesregion liegen.

Insgesamt bestreitet jedes Team im Verlauf der regulären Saison 82 Saisonspiele, davon 41 auf heimischen Eis und 41 auf dem des gegnerischen Teams. Im Gegensatz zu der in Europa gängigen Methode gegen jede Mannschaft gleich viele Spiele im Saisonverlauf zu bestreiten, treten die Teams der NHL unterschiedlich oft gegeneinander an. So spielen Mannschaften, die derselben Division angehören, im Verlauf der Saison acht mal gegeneinander. Mannschaften, die in der gleichen Conference, jedoch nicht in der gleichen Division ansässig sind, spielen viermal gegeneinander. Gegen Teams der gegnerischen Conference bestreitet jedes Team insgesamt zehn Spiele, was dazu führt, dass ein Team trotz eines 82 Spiele umfassenden Spielplans gegen fünf Teams überhaupt keine Spiele bestreitet. Die zehn Spiele teilen sich in je fünf Heimspiele, die komplett gegen Mannschaften aus einer Division ausgetragen werden, sowie fünf Auswärtsspiele, die ebenfalls gegen eine weitere Division ausgespielt werden.

Am Ende der regulären Saison qualifizieren sich aus jeder Conference die drei Divisionssieger, sowie die fünf weiteren punktbesten Teams der Conference für die Playoffs, die im Anschluss an die reguläre Saison stattfinden und im K.O.-System ausgetragen werden. Das punktbeste Team der Saison wird mit der Presidents' Trophy ausgezeichnet.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt eine fünfminütige Overtime, die mit jeweils vier statt der regulären fünf Feldspieler pro Mannschaft ausgetragen wird. Steht auch nach der Overtime kein Sieger fest, kommt es zum Shootout zwischen den Teams bis ein Sieger gefunden ist.

Bei Punktgleichheit zwischen zwei oder mehreren Teams zählt zunächst die größere Anzahl an gewonnenen Spielen, danach der direkte Vergleich zwischen den Teams und letztendlich die bessere Tordifferenz über die gesamte Saison gesehen.

Der aktuelle Modus wird in der laufenden Saison zum letzten Mal gespielt, nachdem sich die Besitzer der 30 NHL-Franchises am 18. September 2007 für eine Änderung des Spielplans ausgesprochen haben.

In der zweiten Septemberwoche begannen die Mannschaften der NHL mit der Vorbereitung für die Saison, Trainingscamp ab und testeten in Vorbereitungsspielen gegen die Ligakonkurrenz. Bestes Team der Saisonvorbereitung waren die Ottawa Senators, die alle sieben Testspiele gewinnen konnten. Ebenfalls sechs Siege errangen die Detroit Red Wings, jedoch in neun Spielen und die San Jose Sharks, die Atlanta Thrashers und die Edmonton Oilers hinterließen ebenfalls einen guten Eindruck mit je fünf Siegen in sieben Spielen. Enttäuschend verlief die Vorbereitung hingegen für die Pittsburgh Penguins, die Boston Bruins und die Calgary Flames, die je nur einen Sieg verbuchen konnten.

Unter den Spielern konnte vor allem Derek Roy überzeugen, der in fünf Spielen sechs Tore erzielte und sieben vorbereitete und somit alle Spieler mit 13 Punkten anführte. Gefolgt wurde er von sieben Spielern, die je neun Punkte erreichen konnten, darunter mit Chris Conner ein Spieler mit Rookiestatus, der es jedoch nicht in den NHL-Kader der Dallas Stars schaffte. Weitere Rookies, die überzeugen konnten, waren Nick Foligno von den Ottawa Senators und Devin Setoguchi von den San Jose Sharks. Während Foligno mit acht Punkten zu den besten Scorern der Vorbereitung gehörte, konnte Setoguchi sein Können als Torschütze unter Beweis stellen und traf fünf Mal.

Bei den Torhütern konnte Ottawas Martin Gerber vier Spiele gewinnen und führte damit die Torleute der NHL an.

Am 1. März 2007 gab die National Hockey League bekannt, dass der Saisonauftakt am 29. September 2007 erstmals in der Geschichte auf europäischem Boden stattfinden würde, nachdem bereits 1997, 1998 und 2000 Saisonauftaktpartien in der japanischen Landeshauptstadt Tokio ausgetragen wurden. Es war zudem die erste NHL-Spiel überhaupt, das in Europa ausgetragen wurde. Der Austragungsort des Spiels zwischen dem amtierenden Stanley Cup-Sieger Anaheim Ducks und den Los Angeles Kings war die Londoner O2-Arena, besser bekannt unter dem Namen Millennium Dome. Beide Teams, die im gesamten Saisonverlauf insgesamt acht Mal aufeinander trafen, spielten einen Tag später erneut in London gegeneinander. Die zwei Spiele umfassende Serie trug den Namen NHL Premiere London ’07.

Hinter der Vergabe an den Spielort in London stand unter anderem die Anschutz Entertainment Group des US-amerikanischen Milliardärs Philip F. Anschutz, die den Millennium Dome aufwendig in eine Multifunktionsarena umgewandelt hatte und zudem Besitzer der Los Angeles Kings ist.

Aufgrund der Tatsache, dass die Kings und Ducks ihre ersten Saisonspiele vier respektive drei Tage vor allen anderen Mannschaften bestritten, eröffneten sie als erste Mannschaften am 10. und 11. September ihre Trainingscamps und absolvierten auch das erste Saisonvorbereitungsspiel am 13. September gegeneinander, das Los Angeles knapp mit 5:4 gewann. In der weiteren Vorbereitung spielte Anaheim noch sechs Mal gegen andere NHL-Klubs, ehe der Flug nach Großbritannien folgte. Los Angeles bestritt noch vier weitere Partien gegen andere Teams der NHL, bevor sie zunächst ins österreichische Salzburg flogen, wo am 25. und 26. September zwei weitere Vorbereitungsspiele gegen den EC Red Bull Salzburg und Färjestads BK im Rahmen des Red Bulls Salute-Einladungsturnieres auf dem Programm standen. Danach flogen auch sie nach London.

Der Beginn des ersten der beiden Spiele verzögerte sich vor dem ersten Bully der Saison zunächst um 16 Minuten, da Teile der Hallenbeleuchtung sich nicht wieder einschalten ließen, nachdem diese vor dem Singen der Nationalhymnen ausgeschaltet worden war. So wurden beide Mannschaften von den Offiziellen vorerst in ihre Umkleideräume gebeten bis die Probleme behoben waren. Den besseren Start in die Partie nach der unfreiwilligen Verzögerung erwischten die Los Angeles Kings, die nach achteinhalb Minuten eine der zahlreichen Überzahlsituationen durch Michael Cammalleri nutzen konnten und verdient in Führung gingen. Im zweiten und dritten Drittel bauten die Kings durch zwei Überzahltore von Rob Blake und abermals Cammalleri ihre Führung auf 3:0 aus, während die Anaheim Ducks immer wieder an Debütant Jonathan Bernier im Tor der Kings scheiterten. Erst nach dem Anschlusstreffer durch Rookie Bobby Ryan knapp sieben Minuten vor dem Spielende wachten die Ducks auf und erarbeiteten sich zahlreiche hochkarätige Chancen. Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte Michal Handzuš wenige Sekunden vor dem Spielende mit einem Schuss ins leere Tor.

Im zweiten Spiel, vor dem beide Trainer einen Wechsel auf der Torhüterposition vollzogen, rehabilitierten sich die Anaheim Ducks bereits im ersten Drittel durch Powerplay-Tore von Corey Perry und Chris Kunitz für die Niederlage am Vortag. Das zweite Drittel zeigte weiterhin einen zum ersten Spiel völlig verwandelten Titelverteidiger, der das Spiel nach Belieben dominierte und früh im zweiten Drittel den Spielstand durch das zweite Tor von Perry und Travis Moen auf 4:0 schraubte, ehe Michael Cammalleri kurz vor der Spielhälfte durch sein drittes Saisontor aus Sicht der Los Angeles Kings auf 1:4 verkürzte. Mehr ließen die Ducks jedoch nicht mehr zu und siegten schließlich ebenso verdient wie Los Angeles 24 Stunden zuvor.

Insgesamt wertete die Ligaführung die Reise nach Europa als vollen Erfolg. Beide Spiele waren mit jeweils 17.300 Zuschauern restlos ausverkauft. Lediglich die Berichterstattung und das Interesse der lokalen Presse ließ Spielraum nach oben, was aber auch mit der gleichzeitigen Austragung der Rugby-Union-Weltmeisterschaft und dem generell geringen Eishockeyinteresse der Engländer zusammenhing. Der NHL-Vizepräsident Ken Yaffe stellte jedoch eine baldige Rückkehr der Liga nach Europa in Aussicht und nannte Prag, eine deutsche oder eine skandinavische Stadt als mögliche Austragungsorte.

Der Oktober stand ganz im Zeichen des zehnjährigen Jubiläums des Hockey Fights Cancer-Programmes der NHL und NHLPA zur Bekämpfung der Krebskrankheit und wurde daher von der Ligaleitung zum Hockey Fights Cancer Awareness Month erklärt. In allen 30 Stadien wurden im Verlauf des Monats sogenannte Hockey Fights Cancer Awareness Nights abgehalten. Die Nutzen des Programmes wurden vor allem durch die Bekanntgabe der Leukämieerkrankung von Jason Blake, einem Stürmer der Toronto Maple Leafs, am 8. Oktober deutlich. Zudem waren in den Vorjahren bereits Mario Lemieux, Saku Koivu und Phil Kessel von Krebserkrankungen betroffen gewesen.

Nachdem die Saison am 28. und 29. September mit den Spielen zwischen Anaheim und Los Angeles in London eröffnet worden war, folgte am 3. Oktober der Saisonstart in Nordamerika mit vier Partien. Drei Tage später, am 6. Oktober, fanden 14 Spiele im Rahmen des Super Saturday statt, wodurch 28 der insgesamt 30 Mannschaften im Einsatz waren. Lediglich die San Jose Sharks und Colorado Avalanche hatten spielfrei, trafen aber am folgenden Tag direkt aufeinander. Die 14 Spiele an einem Tag markierten den einmaligen Höchstwert in der Saison. Den besten Start in die Spielzeit erwischten die Ottawa Senators, die innerhalb der ersten Woche alle fünf Partien gewinnen konnten. Ebenso ungeschlagen blieben die Washington Capitals und Minnesota Wild mit je drei Siegen, wobei Minnesota bis zum neunten Saisonspiel in der regulären Spielzeit unbesiegt blieb. Die titelverteidigenden Anaheim Ducks hatten hingegen mit Startschwierigkeiten zu kämpfen und sammelten lediglich fünf Punkte aus den ersten sieben Spielen, was sich auch im weiteren Verlauf des Monats nicht besserte. Sie schlossen den Monat mit nur zehn Punkten aus 13 Partien ab. Weitere negative Überraschungen waren die hochgehandelten New York Rangers und die Buffalo Sabres, die vor allem an den namhaften Abgängen im Sommer zu knabbern hatten. Auch die New Jersey Devils konnten vorerst nicht die Erwartungen erfüllen, da sie erst am 27. Oktober ihr erstes Heimspiel im neuen Prudential Center bestritten und mit neun Auswärtsspielen in Folge in die Spielzeit gestartet waren. Den schlechtesten Auftakt aller Klubs erwischten die Atlanta Thrashers. Sie konnten erst nach der Entlassung von Bob Hartley im siebten Saisonspiel den ersten Punkt einfahren. Für positive Überraschungen sorgten hingegen die Philadelphia Flyers, die nach der desaströsen Vorsaison zurück zu alter Stärke fanden und die Atlantic Division anführten. Ebenfalls positiv fielen die Columbus Blue Jackets und Carolina Hurricanes auf. Äußerst wechselhaft verlief der erste Monat für die Los Angeles Kings und Chicago Blackhawks. Als Mannschaft mit den meisten Punkten schlossen die Detroit Red Wings den Oktober ab. Sie konnten in ihren 13 Partien 21 Punkte sammeln, die beste Siegquote hatten die Ottawa Senators mit neun Siegen aus zehn Spielen.

Aus Spieler Sicht beeindruckte Detroits Flügelspieler Henrik Zetterberg, der in jedem der 13 Spiele punkten konnte und die Liga mit 22 Punkten am Ende des Monats anführte. Er wurde auch zum Spieler des Monats ernannt. Auf den weiteren Plätzen folgten Pascal Leclaire, der Torhüter der Columbus Blue Jackets, der in acht Spielen viermal ohne Gegentor blieb, sowie Jarome Iginla von den Calgary Flames. Überzeugend waren auch die Saisonstarts von Mats Sundin, Michael Cammalleri, Rick Nash, Daymond Langkow und Tim Thomas. Als bester Rookie wurde Patrick Kane von den Chicago Blackhawks ausgezeichnet. Der Erstgewählte des Drafts konnte in zwölf Spielen 16 Punkte verbuchen, die meisten eines Rookies seit der Saison 1992/93 als Teemu Selänne 20 und Joé Juneau 17 erreichten. Auch Kanes Teamkollege Jonathan Toews, der sich ebenfalls in seinem ersten NHL-Jahr befand, konnte mit zehn Punkten aus zehn Spielen überzeugen. Beeindruckend war auch das Debüt von San Joses Devin Setoguchi, der bei seinem NHL-Debüt zwei Tore schoss.

Die meisten Spiele im November wurden intradivisionär ausgetragen. So trafen in den 191 Partien des gesamten Monats 130 Mal Teams aus derselben Division aufeinander. Zwischen dem 3. und 23. November waren es sogar 109 von 112 Spielen, wodurch sich die Tabellensituation in einigen Divisions entzerrte und erste Tendenzen erkennbar wurden. Des Weiteren feierte die Liga am 26. November ihren 90. Geburtstag, da an diesem Tag im Jahr 1917 die Gründung der Liga endgültig beschlossen worden war.

Die New York Rangers mit 21 Punkten aus 14 Spielen, Vancouver Canucks mit 20 aus 13 und Nashville Predators mit 18 aus 12 waren die erfolgreichsten Mannschaften des Monats. Sie konnten zwischen sich und die Washington Capitals mit 8 aus 15, Calgary Flames mit 8 aus 14 und Los Angeles Kings mit 9 aus 14, die die schwächsten Klubs im gesamten Monat waren, einen deutlichen Abstand legen. Trotzdem blieb das Rennen auf den vordersten Plätzen in der Atlantic, Northwest und Pacific Division eng. An der Spitze der Liga verblieben wie im Vormonat die Detroit Red Wings mit 36 Punkten und die Ottawa Senators mit 34 Punkten, die mit 13 Siegen aus den ersten 14 Spielen einen neuen NHL-Startrekord aufstellten und die Bestmarke der Red Wings aus der Saison 2005/06 um einen Punkt übertrafen. Sie schwächelten jedoch zum Ende des Monats als sie keines der letzten fünf Spiele gewannen. Als besonders überraschend bis zu diesem Zeitpunkt waren die Leistungen der Boston Bruins, St. Louis Blues und Chicago Blackhawks zu sehen, die nach zwei Monaten allesamt mit positiven Bilanzen dastanden, nachdem sie in den Vorjahren oft im hinteren Tabellendrittel der Liga zu finden waren. Enttäuschend waren hingegen die bisherigen Darbietungen der Pittsburgh Penguins und Washington Capitals, die mit ihren Jung-Stars die Ligaspitze angreifen wollten, sich jedoch beide auf dem letzten Platz ihrer Division wiederfanden. Dort befanden sich auch die so beachtlich in die Spielzeit gestarteten Columbus Blue Jackets und weiterhin auch die Buffalo Sabres.

In der Scorerwertung übernahm am 14. November Vincent Lecavalier von den Tampa Bay Lightning nach einem Fünf-Punkt-Spiel gegen die Carolina Hurricanes die Führung von Henrik Zetterberg, dessen Serie von je einem Punkt pro Spiel seit dem Saisonstart am Vortag geendet hatte. Lecavalier führte die Liga am Ende des Monats mit 38 Punkten, vor Jarome Iginla sowie dem langsam in Fahrt kommenden Sidney Crosby und dem besten Torschützen Ilja Kowaltschuk, an. Kowaltschuk lag mit seinen 20 Toren, davon 14 im November, knapp vor seinem Landsmann Alexander Owetschkin und Lecavalier. Er wurde zudem auch zum Spieler des Monats ernannt, da er neben den 14 selbst erzielten weitere acht Tore vorbereitete. Auf den weiteren Plätzen folgten Vancouvers Torwart Roberto Luongo, der acht von zwölf Spielen gewann und vier Shutouts verbuchte, sowie Vincent Lecavalier, der mit seinen 25 Punkten der insgesamt erfolgreichste Spieler des Monats war. Unter den Rookies konnte Chicagos Patrick Kane zwar die Führung in der Scorerwertung vor seinem Teamkameraden Jonathan Toews behaupten, doch mit Tobias Enström von den Atlanta Thrashers konnte erstmals seit genau zwei Jahren wieder ein Verteidiger die Ernennung zum Rookie des Monats feiern. Dies war zuletzt Dion Phaneuf im November 2005 gelungen. Enström erzielte mit zehn Punkten zwar einen weniger als Kane, jedoch absolvierte er ein Spiel weniger.

Im Dezember, an dessen Ende für die Anaheim Ducks und Carolina Hurricanes bereits die Saisonhälfte von 41 Spielen erreicht war, feierte die Liga am 19. Dezember den 90. Jahrestag des ersten NHL-Spiels.

Als bestes Team schlossen die ohnehin ligaführenden Detroit Red Wings den Monat ab. Sie gewannen 12 ihrer 15 Partien und erreichten 25 Punkte. Monatsübergreifend blieben sie bis zum 20. Dezember in 12 Spielen in der regulären Spielzeit ungeschlagen und führten die Liga unangefochten mit 61 Punkten an. Dahinter folgten die Calgary Flames, die durch ihre 22 Punkte aus 14 Spielen in die Spitzengruppe der Northwest Division vorstießen und die Edmonton Oilers abgeschlagen auf dem letzten Platz zurückließen. In der Pacific Division lieferten sich die Dallas Stars und San Jose Sharks ein enges Duell, wodurch sie die leicht schwächelnden Anaheim Ducks leicht distanzieren konnten. San Jose sammelte als drittbeste Mannschaft des Monats 21 Punkte in 15 Spielen, die Stars konnten in 14 Spielen 20 Punkte sammeln. Weiterhin in guter Form präsentierten sich die in der Eastern Conference führenden Ottawa Senators, die wie Dallas auch 20 Punkte aus 14 Spielen mitnahmen. Hinter Detroit waren sie mit insgesamt 54 Punkten zweitbeste Mannschaft der Liga. Einen Aufschwung unter ihrem neuen Trainer Bruce Boudreau erlebten die Washington Capitals, die den letzten Platz der Southeast Division verließen, nachdem sie 17 Punkte in nur 13 Spielen erreicht hatten. Ein enges Rennen um den Division-Sieg zeichnete sich in der Atlantic Division ab, wo die fünf Franchises nur drei Punkte trennten. In Führung lagen die New Jersey Devils, die zu Beginn des Monats nach einer Siegesserie von neun Partien die Führung übernommen hatten. Einen durchwachsenen Monat durchlebten die Boston Bruins. Nachdem sie mit fünf Siegen aus den ersten neuen Spielen zwischenzeitlich den zweiten Platz in der Division erreicht hatten, siegten sie in der Folge nur noch einmal in sieben Spielen. Als schlechtestes Team schlossen die Los Angeles Kings den Monat ab. Sie gewannen lediglich vier ihrer 16 Spiele und erreichten neun Punkte. Dabei hatten sie eine Serie von acht Niederlagen in Folge. Sie fielen dadurch auf den letzten Platz der Liga zurück. Ähnlich schwache Leistungen zeigten die Tampa Bay Lightning und die Chicago Blackhawks. Beide Mannschaften kamen zu elf Punkten, wobei Chicago nur zwölf Spiele, die wenigsten aller Mannschaft in diesem Monat, und Tampa Bay 14 Spiele absolvierten.

Unter den punktbesten Spielern blieb weiterhin Vincent Lecavalier in Führung, obwohl sein Klub, die Tampa Bay Lightning, in die hinteren Ränge der Tabelle zurückfiel. Er führte die Scorerwertung mit 56 Punkten an, davon erzielte er 18 im Dezember. Dahinter folgten mit drei Punkten Rückstand die Torjäger Ilja Kowaltschuk und Jarome Iginla. Einen weiteren Punkt zurück lagen Dany Heatley und Sidney Crosby auf den Plätzen 4 und 5. Kowaltschuk bestätigte seine gute Form durch zwölf Tore im Dezember, die ihn weiterhin in der Torjägerliste mit 32 Treffern in Führung sahen, weiterhin dicht gefolgt von Alexander Owetschkin mit 30 erzielten Toren. Sie wurden jedoch vom Slowaken Marián Gáborík in den Schatten gestellt, der am 20. Dezember beim 6:2-Sieg seiner Minnesota Wild gegen die New York Rangers fünf Tore erzielte. Dies war zuletzt Sergei Fjodorow vor elf Jahren gelungen. Die Ehrung zum Spieler des Monats wurde Jason Spezza von den Ottawa Senators zu teil, der nach überstandener Verletzung 25 Punkte in 14 Spielen erzielte, so viele wie kein anderer Spieler im Dezember. Auf den weiteren Plätzen folgten Detroits Pawel Dazjuk, der mit 22 Punkten drittbester Scorer des Monats war, sowie San Joses Torhüter Jewgeni Nabokow, der zehn der 15 Spiele seiner Mannschaft siegreich beenden konnte und dabei zwei Shutouts verbuchte. Bei den Rookies gab es in der Scorerwertung keine Veränderungen auf den vorderen Plätzen, wodurch Patrick Kane und Jonathan Toews von den Chicago Blackhawks in Führung blieben. Toews verkürzte den Rückstand auf Kane jedoch um drei Punkte auf von sieben auf vier. Zum Rookie des Monats wurde der Schwede Nicklas Bäckström ernannt, nachdem er die Washington Capitals mit 14 Punkten in 13 Spielen und der Mithilfe seines Teamkollegen Alexander Owetschkin aus dem Tabellenkeller an die Konkurrenz herangeführt hatte.

Der mit den Highlights Winter Classic und All-Star-Game gespickte Januar zeigte weiterhin die Detroit Red Wings unangefochten an der Spitze der Liga.

Die 19 Punkte der Red Wings aus zwölf Partien waren wie im Monat zuvor der beste Wert der Liga. Insgesamt lagen sie am Monatsende bei 80 Punkten und somit zwölf vor den Ottawa Senators, dem stärksten Klub der Eastern Conference. Ebenfalls 19 Punkte konnten die Philadelphia Flyers in 13 und die Phoenix Coyotes und Nashville Predators in 14 Partien einfahren. Im Aufschwung zeigten sich weiterhin die Washington Capitals und Pittsburgh Penguins sowie die inzwischen durch Scott Niedermayer und Teemu Selänne verstärkten Anaheim Ducks. Hingegen schwach präsentierten sich wie schon im Vormonat die Chicago Blackhawks mit nur neun Punkten aus 14 Spielen. Ebenso viele Punkte erreichten die Vancouver Canucks in zwölf Partien, was sie die Führung in der engen Northwest Division kostete. Durch ihre zehn Punkte in 13 Austragungen fielen auch die Florida Panthers in der Southeast Division zurück. Die schwächsten Teams der gesamten Liga waren die Los Angeles Kings mit 45 Punkten knapp hinter den Tampa Bay Lightning mit 47 und den Toronto Maple Leafs mit 49. Weiterhin spannend im Kampf um die Playoff-Plätze blieb es in der Atlantic, Southeast, Northwest und Pacific Division. In allen vier Divisions lagen der Erst- und Drittplatzierte maximal nur vier Punkte auseinander. In der Atlantic Division eroberten die aufstrebenden Philadelphia Flyers den ersten Platz zurück und distanzierten die Pittsburgh Penguins um einen und die New Jersey Devils, die die Führung eingebüßt hatten, um zwei Punkte. Ähnlich eng war es auch in der Pacific Division, wo die San Jose Sharks mit drei weniger absolvierten Spielen punktgleich vor den Dallas Stars und drei Punkte vor den Anaheim Ducks lagen. In der Northwest Division trennten die erstplatzierten Minnesota Wild und die auf den vierten Platz abgerutschten Vancouver Canucks lediglich vier Punkte. Dazwischen lagen noch die Calgary Flames und Colorado Avalanche. Durch die im Aufschwung befindlichen Washington Capitals wurde das Rennen um die Führung in der Southeast Division ebenfalls etwas enger, da die Carolina Hurricanes nur noch drei Punkte Vorsprung bei zwei mehr absolvierten Spielen hatten.

In der Scorerwertung gab es im Monatsverlauf einige Veränderungen und Führungswechsel. Nachdem Vincent Lecavalier genau zwei Monate alleine in Führung gelegen hatte, schloss Sidney Crosby am 14. Januar mit seinem 63. Punkt zu seinem kanadischen Landsmann auf. Einen Tag später erzielte auch der Russe Ilja Kowaltschuk seinen 63. Punkt und wurde daraufhin aufgrund der mehr erzielten Tore als Crosby und Lecavalier an der Spitze geführt. Jarome Iginla vervollständigte das Quartett schließlich am 18. Januar, ehe Lecavalier einen weiteren Tag später wieder die alleinige Führung übernahm. Am 24. Januar gelang es dann dem Schweden Daniel Alfredsson sich durch ein Sieben-Punkt-Spiel mit 67 Punkten auf den ersten Platz zu schieben und über das spielfreie All-Star-Game-Wochenende in Führung zu bleiben. Ihn löste schließlich Alexander Owetschkin am 31. Januar durch ein Fünf-Punkt-Spiel ab. Owetschkin konnte zudem den Zwei-Tore-Rückstand auf Ilja Kowaltschuk in einen Fünf-Tore-Vorsprung umwandeln und ging auch in der Torjägerliste in Führung. Am Monatsende standen für ihn insgesamt 43 Tore und 70 Punkte zu Buche. Des Weiteren wurden die Leistungen des Spielers der Washington Capitals mit der Ernennung zum Spieler des Monats gekürt, da seine 22 Punkte in 13 Partien den Januar-Bestwert darstellten. Auf den weiteren Plätzen folgten Jean-Pierre Dumont von den Nashville Predators, der in jedem der 14 Spiele seines Teams mindestens einen Scorerpunkt verbuchte, und der französische Torwart der Montréal Canadiens, Cristobal Huet, der in acht der elf bestrittenen Spiele das Eis als Sieger verließ und dabei einmal ohne Gegentor blieb. Unter den Rookies strebte der Schwede Nicklas Bäckström von den Washington Capitals weiter nach vorne und setzte sich durch 14 Punkte im Januar nur drei Punkte hinter Chicagos Patrick Kane, der mit 45 Punkten führte, auf den zweiten Platz der Scorerwertung. Hinter Bäckström, der den Rückstand auf Kane um fünf Punkte reduziert hatte, folgte Peter Mueller von den Phoenix Coyotes, der zum verletzten Jonathan Toews aufgeschlossen hatte. Mueller, der ebenfalls 14 Scorerpunkte im gesamten Monat erzielt hatte, wurde zum Rookie des Monats gewählt.

Das Spiel zwischen den Buffalo Sabres und Pittsburgh Penguins am 1. Januar 2008 wurde als Freiluftspiel vor 71.217 Zuschauern im Ralph Wilson Stadium, der Heimstätte des American-Football-Franchise Buffalo Bills aus der NFL, ausgetragen. Das AMP Energy NHL Winter Classic war das NHL-Spiel mit der größten Zuschauerzahl in den USA aller Zeiten und nach dem Heritage Classic aus dem Jahr 2003 das zweite NHL-Spiel, das unter freiem Himmel ausgetragen wurde. Bereits im Jahr 2001 war das Freiluftspiel zwischen der University of Michigan und der Michigan State University in den USA ein Erfolg, das 74.554 Zuschauer anzog.

Das Spiel, das bei einer Temperatur von etwa -1 °C und Schneefall stattfand, gewannen die Pittsburgh Penguins mit 2:1 im Shootout. Für die Tore in der regulären Spielzeit hatten Colby Armstrong für Pittsburgh und Brian Campbell für Buffalo gesorgt. Zum Matchwinner wurde Jungstar Sidney Crosby, der den entscheidenden letzten Penalty im Tor Buffalos unterbrachte.

Das 56. NHL All-Star Game fand am 27. Januar 2008 in der Philips Arena in Atlanta, Georgia statt. Im Rahmen der Veranstaltung gab es an den Tagen zuvor mehrere Wettbewerbe und offizielle Termine, wie das YoungStars Game und die SuperSkills Competition. Atlanta sollte bereits in der Saison 2004/05 Austragungsort des All-Star Games sein, dieses fiel jedoch dem Lockout zum Opfer. Die heimischen Atlanta Thrashers sind seit ihrer Gründung im Jahr 1999 erstmals Gastgeber der Veranstaltung.

Die Fans konnten aus der ganzen Welt zwischen dem 13. November 2007 und dem 2. Januar 2008 mit ihrer Stimme die Startaufstellung der beiden Mannschaften bestimmen, die aus je einem Torhüter, zwei Verteidigern und drei Stürmern bestand.

Nachdem die Eastern Conference am Tag vor dem eigentlichen Spiel bereits die SuperSkills Competition mit 9:6 gegen die Western Conference hatte gewinnen können, siegte sie auch beim Spiel mit 8:7 durch einen von Marc Savard 21 Sekunden vor Schluss. Als wertvollster Spieler wurde Eric Staal von den Carolina Hurricanes ausgezeichnet, der zwei Tore für die Eastern All-Stars erzielte und ein weiteres vorbereitete. Ebenfalls in guter Form präsentierten sich Rick Nash mit einem Hattrick und Jewgeni Nabokow mit einem Shutout im zweiten Drittel auf Seiten der Western All-Stars, sowie Brian Campbell, der für den Osten ein Tor schoss und zwei auflegte.

Die Spiele im Februar verengten das Rennen um den Gewinn der beiden Conferences und der Presidents' Trophy noch einmal, da sowohl die Detroit Red Wings als auch die Ottawa Senators viele Niederlagen hinnehmen mussten und an Vorsprung auf die Konkurrenten einbüßten.

Allen voran nutzten die Dallas Stars und Anaheim Ducks die Schwächen der Kontrahenten und eilten von Sieg zu Sieg. Die Stars gestalteten zwölf ihrer 14 Spiele siegreich und holten so 24 von 28 möglichen Punkten, was den absoluten Bestwert des Monats darstellte. Dahinter folgten die Anaheim Ducks mit 21 Punkten aus 13 Partien, die zudem am 6. Februar 2008 im Verlauf ihrer Gastspiele an der Ostküste zu Gast im Weißen Haus bei US-Präsident George W. Bush waren, um für den Gewinn des Stanley Cups im vergangenen Juni geehrt zu werden, und die New Jersey Devils, die für ebenso viele Punkte 15 Spiele benötigten. In guter Verfassung präsentierten sich auch die Buffalo Sabres und Pittsburgh Penguins mit 19 Punkten, sowie die New York Rangers mit 18. Enttäuschend hingegen verlief der Monat für die Ende Januar in ihren Divisions führenden Detroit Red Wings, Ottawa Senators und Philadelphia Flyers. Die Senators und Flyers verspielten durch die Niederlagenserien ihre bisherigen Führungen. In ihren Partien sammelten die Flyers und Red Wings magere zehn Punkte, wobei dies für Detroit die größte Krise seit 20 Jahren darstellte, und die Flyers zwischenzeitlich bis auf den fünften Platz der engen Atlantic Division zurückfielen. In der Northeast Division mussten die Ottawa Senators ihren ersten Platz an die Montréal Canadiens abgeben, nachdem ihnen nur drei Siege gelungen waren und am Monatsende elf Punkte zu Buche standen. Ähnliche Durststrecken durchliefen auch die Atlanta Thrashers und weiterhin die Los Angeles Kings und Tampa Bay Lightning. In der Atlantic Division nutzten die New Jersey Devils, die auch die Führung in der Eastern Conference übernahmen, und Pittsburgh Penguins die Schwäche der Philadelphia Flyers und setzten sich mit sechs respektive fünf Punkten von den New York Rangers auf dem dritten Rang ab. Ebenso wie Montréal verkürzten in der Northeast Division auch die Boston Bruins und Buffalo Sabres den Rückstand auf die Ottawa Senators deutlich, während sich in der schwachen Southeast Division die Führenden Carolina Hurricanes wieder etwas Luft auf die dahinterliegenden Washington Capitals verschaffen konnten. In der Western Conference lagen zwar weiterhin die Detroit Red Wings in Führung, jedoch nur noch drei Punkte vor den Dallas Stars. Detroits Vorsprung in der Central Division lag immer noch bei komfortablen 18 Punkten auf die zweitplatzierten Nashville Predators. Als umkämpfteste Division stellte sich die Northwest Division dar, wo die ersten vier Mannschaften nur fünf Punkte auseinander lagen. Am aussichtsreichsten waren dabei die Minnesota Wild und Calgary Flames positioniert. Durch die Siegesserien der direkten Konkurrenten fielen in der Pacific Division die San Jose Sharks auf den dritten Platz zurück mit neun Punkten Rückstand, aber vier Spielen weniger als die Dallas Stars.

Mit dem Russen Jewgeni Malkin setzte sich am 20. Februar ein weiterer Spieler an die Spitze der Scorerwertung und löste somit seinen Landsmann Alexander Owetschkin ab. Malkin profitierte vor allem von der Verletzung seines Teamkollegen Sidney Crosby und nutzte die sich ihm bietenden Chancen in überzeugender Manier. Seine 26 Punkte in 14 Partien stellten den Monatsbestwert dar und trugen maßgebend zur Ernennung zum Spieler des Monats bei. Hinter dem Russen, der am Ende des Monats die Scorerwertung mit 84 Punkten anführte, folgte sein Landsmann Alexander Owetschkin mit einem Punkt Rückstand. Dahinter entzerrte sich das Rennen um die Art Ross Trophy ein wenig, da Vincent Lecavalier mit 80 und Jarome Iginla mit 76 Punkten schon einen leichten Rückstand aufwiesen. Im Kampf um die Maurice 'Rocket' Richard Trophy baute Owetschkin den Vorsprung auf seinen Landsmann Ilja Kowaltschuk auf sieben Tore aus. Er lag am Monatsende mit 48 Toren in Front und stand kurz vor dem Erreichen der 50-Tore-Marke. In die Auswahl zum Spieler des Monats kamen durch ihre Leistungen auch Marty Turco, der Torhüter der Dallas Stars, der von elf Partien neun siegreich gestalten konnte und dabei einen Shutout verbuchte sowie der Österreicher Thomas Vanek, der insgesamt 20 Punkte erreichte und dabei zwei Hattricks erzielte. Unter den Liganeulingen sorgten mit Sam Gagner, der mit seinen 13 Punkten in zwölf Spielen auch zum Rookie des Monats ernannt wurde, und Brandon Dubinsky zwei Spieler für Aufsehen, die in der gesamten Spielzeit bisher selten in Erscheinung getreten waren. Gagner konnte in der Scorerwertung zwar Anschluss an den fünftplatzierten Tobias Enström finden, jedoch gab es auf den vorderen Plätzen keine Veränderungen. Lediglich Washingtons Nicklas Bäckström schloss mit insgesamt 52 Punkten zum Führenden Patrick Kane von den Chicago Blackhawks auf. Auf den Plätzen 3 und 4 folgten Peter Mueller mit neun und Jonathan Toews mit zehn Punkten Rückstand.

Der letzte komplette Spielmonat der regulären Saison brachte im Hinblick auf die ab dem 9. April beginnenden Playoffs die ersten Entscheidungen in den beiden Conferences. So konnten sich bereits sieben Mannschaften für selbige qualifizieren, und mit den Detroit Red Wings und San Jose Sharks hatten sich zwei Franchises schon den Sieg in ihrer Division gesichert.

Allen voran die San Jose Sharks beeindruckten die Konkurrenz als sie im gesamten Monat in 15 Spielen in der regulären Spielzeit ungeschlagen blieben und 28 von 30 möglichen Punkten errangen. Zwischen dem 20. Februar und 3. April holten sie in insgesamt 20 Spielen mindestens einen Punkt und verloren nur zweimal. Durch ihre Serie überholten sie in der Pacific Division die vor ihnen platzierten Dallas Stars, die als schwächstem Team des Monats nur zwei Siege und insgesamt sechs Punkte holten, und Anaheim Ducks. Schließlich sicherten sie sich den dritten Divisiontitel der Franchise-Geschichte. Der weitere Divisionsieger, die Detroit Red Wings, überwanden ihre Schwächephase aus dem Februar und waren mit 21 Punkten aus 13 Partien der zweitbeste Klub im Monatsverlauf. Der Gewinn der Central Division war der 17. der Klubgeschichte und 14. seit der Spielzeit 1987/88. Ebenso viele Punkte wie die Red Wings errangen auch die Pittsburgh Penguins und Edmonton Oilers. Sie benötigten dafür jedoch 15 Spiele. Weitere gute Phasen hatten in der Southeast Division die Carolina Hurricanes mit 19 Punkten aus zwölf Partien und die Washington Capitals mit 20 aus 14. Neben den Dallas Stars erlebten auch die New York Islanders, St. Louis Blues und Phoenix Coyotes, die ebenso nur einstellig punkten konnten, aber im Gegensatz zu den Stars ihre Hoffnungen auf eine erfolgreiche Playoff-Qualifikation begraben mussten. Obwohl für die Teams nur noch zwischen zwei und vier Spiele zu absolvieren waren, standen in vier Divisions noch die Sieger aus und neun weitere Playoff-Plätze waren zu vergeben. In der Eastern Conference hatten sich bis zum 31. März nur die Pittsburgh Penguins und Montréal Canadiens qualifiziert und auch der Division-Sieg war ihnen kaum noch zu nehmen. In der Southeast Division kämpften die Carolina Hurricanes und Washington Capitals, die nur zwei Punkte trennten, verbissen um den Sieg in der Division, da dem Zweitplatzierten womöglich nur der neunte Platz in der Conference übrig blieb, der nicht zur Qualifikation berechtigte. Der Grund dafür waren die gut positionierten Klubs der Northeast und Atlantic Division, die verbissen um die beste Ausgangsposition kämpften, darunter die New Jersey Devils, New York Rangers, Ottawa Senators, Philadelphia Flyers und Boston Bruins. In der Western Conference hingegen war die Ausgangssituation am Ende des Monats deutlich klarer, da sich mit Detroit, San Jose, Minnesota, Anaheim und Dallas bereits fünf Mannschaften qualifiziert hatten. Lediglich in der Northwest Division war durch die wiedererstarkten Edmonton Oilers und Colorado Avalanche ein enger Kampf um die Plätz entfacht worden. Um die verbliebenen drei Plätze für die Playoffs kämpften neben diesen beiden Franchises noch die Calgary Flames, Vancouver Canucks, Nashville Predators und Chicago Blackhawks.

In der Scorerwertung setzte sich das Wechselspiel der vergangenen Monate fort als Alexander Owetschkin die Führung von seinem Landsmann Jewgeni Makin zurückeroberte. Durch 26 Punkte in 14 Spielen seiner Mannschaft egalisierte Owetschkin den Rückstand von einem Punkt auf Malikn schnell und lag am Monatsende mit 109 Punkten fünf vor seinem ärgsten Konkurrenten. Hinter dem zweitplatzierten Malkin war der Vorsprung auf den Dritten Jarome Iginla auf zehn Punkte angewachsen. Punktgleich respektive einen Punkt hinter Iginla folgten mit Pawel Dazjuk und Joe Thornton zwei der besten Vorlagengeber der Liga. In der Torschützenliste war inzwischen die Entscheidung zu Gunsten von Alexander Owetschkin gefallen, der seinen ohnehin großen Vorsprung auf Ilja Kowaltschuk weiter ausbauen konnte und als erster Spieler seit Mario Lemieux und Jaromír Jágr in der Spielzeit 1995/96 die 60-Tore-Marke erreichen. Er lag am Monatsende mit 62 Toren deutlich vor Kowaltschuk mit 52 und Iginla mit 49. Owetschkins erneut starken Leistungen brachten ihm, wie schon im Januar, die Wahl zum Spieler des Monats ein. Die weiteren Plätze belegten der wieder genesene Torwart der Pittsburgh Penguins, Marc-André Fleury, der neun von elf Spielen gewann und dabei zwei Shutouts erzielte, sowie Johan Franzén von den Detroit Red Wings, der 14 Tore, davon sechs spielentscheidende, für sein Team in 13 Spielen erzielte. Insgesamt gelangen ihm 18 Punkte, womit er sein Punktekonto verdoppelte. Bei den Rookies lagen Patrick Kane und Nicklas Bäckström weiter gleichauf an der Spitze der Scorerwertung. Nachdem beide 14 Punkte im Monat gesammelt hatten, lagen sie mit 66 Punkten in Führung vor Peter Mueller mit 53 Punkten und Jonathan Toews mit 52. Beiden hatten zehn Scorerpunkte im Monatsverlauf gesammelt. Zum Rookie des Monats wurde mit Carey Price erstmals in dieser Spielzeit ein Torhüter ausgezeichnet. Price hatte im März den Stammplatz im Tor der Montréal Canadiens übernommen und seine Mannschaft zu sieben Siegen in zehn Spielen geführt. Dabei war ihm ein Shutout gelungen. Bei der Wahl stach er den Vormonatssieger Sam Gagner aus, der mit 15 Punkten erneut der punktbeste Rookie war.

In der ersten Aprilwoche fielen die letzten Entscheidungen für die ab dem 9. April beginnenden Playoffs. Bereits am 1. April gelang der Colorado Avalanche und den New Jersey Devils die erfolgreiche Qualifikation. Zudem sicherten sich die Montréal Canadiens mit dem Gewinn der Northeast Division den ersten Divisiontitel seit der Saison 1991/92, was einen Tag später auch den Pittsburgh Penguins in der Atlantic Division, nach einer zehnjährigen Flaute, gelang. Die endgültige Entscheidung um die zwei letzten Playoff-Plätze in der Western Conference fiel am 3. April als die Vancouver Canucks den Edmonton Oilers unterlagen und sich somit die Calgary Flames und Nashville Predators einen der begehrten Plätze unter den besten acht Teams einer Conference sicherten. Des Weiteren gelang den Minnesota Wild der erstmalige Gewinn der Northwest Division im siebten Jahr ihres Bestehens. Nachdem sich in der Eastern Conference auch die New York Rangers das Playoff-Ticket gesichert hatten, verblieben dort noch vier freie Plätze für fünf Mannschaften. Von diesen wurden tags darauf weitere drei an die Boston Bruins, Ottawa Senators und Philadelphia Flyers, die in der Vorsaison noch die schlechteste Bilanz aller Mannschaften aufwiesen, vergeben wurden. Lediglich in der Southeast Division blieb es bis zum letzten Spiel spannend, da sich aufgrund der Tabellenkonstellation nur der Divisionsieger für die Playoffs qualifizieren konnte. Dies gelang schließlich den Washington Capitals, die die Carolina Hurricanes noch abfingen und sich für ihre Aufholjagd nach dem Tiefpunkt im November belohnten.

Unter den ausgeschiedenen Mannschaften befanden sich mit den Buffalo Sabres, den Gewinnern der Presidents' Trophy des Vorjahres, den Tampa Bay Lightning, Stanley-Cup-Gewinner der Saison 2003/04, und den traditionsreichen Toronto Maple Leafs namhafte Mannschaften.

Nachdem Henrik Zetterberg die ersten Wochen der Saison die Scorerliste angeführt hatte, übernahm Vincent Lecavalier im November die Führung, die er bis zum Januar inne hatte. Zeitweise lag er zusammen mit Sidney Crosby, Ilja Kowaltschuk und Jarome Iginla punktgleich auf dem ersten Platz, verlor die Spitzenposition aber erst am 24. Januar an Daniel Alfredsson, der aber nur eine Woche lang der punktbeste Spieler war. Alexander Owetschkin übernahm die Führung, musste sie zwar vorübergehend an seinen russischen Landsmann Jewgeni Malkin abgeben, konnte sich am Ende der Saison aber die Art Ross Trophy als bester Scorer sichern.

Owetschkin kam am Ende der Saison auf 112 Punkte und war somit der erste russische Spieler in der NHL-Geschichte, der den Scorertitel gewinnen konnte. Zudem erhielt er die Maurice 'Rocket' Richard Trophy als bester Torschütze der Liga mit 65 Treffern, so viele wie seit der Saison 1995/96 keiner mehr erzielt hatte. Wie schon in den beiden vorangegangenen Spielzeiten war Joe Thornton mit 67 Assists erneut bester Vorlagengeber der Liga.

Punktbester Verteidiger war der Schwede Nicklas Lidström mit 70 Punkten und führte die Defensivleute auch mit 60 Torvorlagen an. Die meisten Tore erzielte Mike Green, der mit seinen 18 Treffern nur einen Zähler vor Zdeno Chára und Dion Phaneuf lag.

Eigentlich als Ersatzmann hinter Dominik Hašek vorgesehen, übernahm Chris Osgood aufgrund einer Verletzung des Tschechen zeitweise die Stammposition und festigte bereits schon früh in der Saison seinen niedrigen Gegentordurchschnitt. Über den Großteil des Jahres bot ihm Jewgeni Nabokow Paroli, ehe in der zweiten Saisonhälfte Jean-Sébastien Giguère, Martin Brodeur und Hašek mit an die Spitze gingen. Unter den besten Torhütern absolvierten Nabokow und Brodeur mit 77 Einsätzen deutlich mehr Spiele als die restlichen drei. Zudem gewann Nabokow 46 seiner Spiele und verpasste so nur knapp den Rekord von Martin Brodeur mit 48 Siegen aus der Vorsaison.

Chris Osgood und Dominik Hašek gewannen schließlich gemeinsam für die Detroit Red Wings die William M. Jennings Trophy für die wenigsten Gegentore. Dan Ellis von den Nashville Predators bekam den Roger Crozier Saving Grace Award für die höchste Fangquote. Nach Shutouts lag Henrik Lundqvist mit zehn Spielen ohne Gegentor in Führung.

Für die bedeutendste Torhüter-Trophäe, die Vezina Trophy, waren mit Martin Brodeur, Jewgeni Nabokow und Henrik Lundqvist drei Torhüter nominiert. Brodeur entschied die Wahl knapp zu seinen Gunsten und erhielt die Trophäe zum vierten Mal in seiner Karriere.

Den Scorertitel bei den Rookies gewann mit Patrick Kane von den Chicago Blackhawks nach acht Jahren wieder ein US-Amerikaner. Erst im Sommer 2007 als höchsteingeschätztes Talent seines Jahrgangs gedraftet, kam er gleich in seiner Debütsaison auf 72 Scorerpunkte. Sein schärfster Konkurrent war dabei der Schwede Nicklas Bäckström, der die Neuprofis mit 55 Torvorlagen anführte. Kanes Teamkamerad Jonathan Toews erzielte mit 24 Toren die Bestmarke in dieser Kategorie, knapp gefolgt von Peter Mueller mit 22 Treffern. Sam Gagner zeigte vor allem in der zweiten Saisonhälfte seine besten Leistungen und konnte besonders im Shootout auf sich aufmerksam machen.

Punktbester Liganeuling unter den Verteidigern war der Schwede Tobias Enström, der auf 38 Punkte kam, gefolgt von Erik Johnson und Tom Gilbert mit je 33 Punkten.

Patrick Kane gewann die Calder Memorial Trophy als bester Rookie. Nominiert waren neben Kane sein Teamkamerad Jonathan Toews und Nicklas Bäckström von den Washington Capitals.

Nachdem sich aus jeder Conference die drei Divisionssieger, sowie die fünf weiteren punktbesten Teams der Conference qualifiziert haben, starten die im K.O.-System ausgetragenen Playoffs. Die Divisionssieger sind absteigend nach ihrer aus der regulären Saison erzielten Punktanzahl absteigend an die Positionen 1 bis 3 gesetzt. Auf den Positionen 4 bis 8 folgen die weiteren Teams, wobei es durchaus möglich ist, dass eines oder mehrere Teams mehr Punkte als einer der Divisionssieger erzielt hat.

Jede Conference spielt in der Folge in den Conference Quarterfinals (dt. Conference Viertelfinale), Conference Semifinals (dt. Conference Halbfinale) und im Conference Final (dt. Conference Finale) ihren Sieger aus, der dann im Finale um den Stanley Cup antritt. Dabei trifft die auf der Setzliste am höchsten befindliche Mannschaft immer auf die niedrigst gesetzte. Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei die ersten beiden Spiele Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höhergesetzte Mannschaft in Spiel 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger des Eastern Conference Finals wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger des Western Conference Finals mit der Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wird. Die Drittel dauern weiterhin 20 Minuten und es wird so lange gespielt bis ein Team das erste Tor schießt.

Das eigentlich vom Papier her eindeutige Duell der Original-Six-Franchises aus Montréal und Boston entwickelte sich zu einer umkämpften Serie, die erst im entscheidenden siebten Spiel zu Gunsten der Canadiens ausfiel, obwohl diese in der regulären Saison alle acht Partien klar für sich entschieden hatten.

Die ausgeglichen besetzten Canadiens gingen in der Serie schnell mit zwei Siegen in Führung und feierten die Saisonsiege 9 und 10 über die Bruins, wodurch diesen bereits frühzeitig die Playofftauglichkeit abgesprochen wurde. Boston kämpfte sich aber durch Siege in der dritten, fünften und sechsten Partie zurück und machte den zwischen- zeitlichen 0:2- und 1:3-Rückstand in der Serie mit viel Kampfgeist wett. Zudem profitierten sie von den gelegentlichen Schwächen des playoff-unerfahrenen Carey Price im Tor Montréals, der aber mit zwei Shutouts auch maßgeblichen Anteil am Weiterkommen der Canadiens hatte. Auf Seiten Montréals überzeugte zudem das junge Brüderpaar Andrei und Sergei Kaszizyn sowie Alexei Kowaljow.

Die Serie zwischen den jungen Pittsburgh Penguins und dem Vorjahresfinalisten Ottawa Senators war bereits nach der Minimalanzahl von vier Spielen beendet. Die Penguins gewannen sowohl ihre zwei Heimspiele als auch die beiden Partien in Ottawa deutlich und revanchierten sich somit für die 1:4-Niederlage in der letztjährigen Playoff-Serie beider Teams.

Vor allem die Offensive der Penguins unter der Führung von Sidney Crosby und Jewgeni Malkin, die acht respektive sieben Scorerpunkte erzielten, stellte eine unlösbare Aufgabe für die Verteidigung der Senators dar. Allein Torhüter Martin Gerber, der Ottawas bester Spieler der Serie war, zeigte überdurchschnittliche Leistungen, war aber alleine machtlos. Die namhafte erste Sturmreihe der Senators um Jason Spezza, Dany Heatley und Daniel Alfredsson, der nach einer Verletzung erst im dritten Spiel zur Verfügung stand, brachte es auf lediglich zwei Torvorlagen und hatte somit, wie auch Pittsburghs Torwart Marc-André Fleury, maßgeblichen Anteil am einzigen Sweep in den acht Viertelfinalpaarungen.

Ein für die Playoffs unüblich offensives und abwechslungsreiches Spektakel boten sich die Washington Capitals und Philadelphia Flyers in ihrer sieben Spiele umfassenden Serie, die die Flyers knapp für sich entscheiden konnten. Dabei war vor allem auf ihr funktionierendes Powerplay um Daniel Brière Verlass.

Philadelphia gewann nach einer unglücklichen Auftaktniederlage die folgenden drei Partien und sah bereits wie der sichere Sieger der Serie aus. Zudem schaltete Philadelphias Defensive Washingtons Superstar Alexander Owetschkin, der nur ein Tor in den ersten fünf Partien erzielte, weitestgehend aus. Dafür hielt jedoch Mike Green mit wichtigen Toren dagegen und widersetzte sich dem Flyers-Offensivduo Daniel Brière und Václav Prospal. Owetschkin erzwang durch seinen Siegtreffer im sechsten Spiel trotz eines 0:2-Rückstandes in der Partie noch ein siebtes Spiel, das die Flyers aber in der Overtime gewannen.

Die Serie der beiden Franchises von den Ufern des Hudson River gewannen die New York Rangers deutlich mit 4:1-Spielen und setzten damit ihre Dominanz gegen die New Jersey Devils aus der regulären Saison fort, in der sie nur eines der insgesamt acht Spiele verloren hatten.

Von Beginn an stilisierten sich die Paarungen auf das Duell der beiden Torhüter Henrik Lundqvist und Martin Brodeur, wodurch die Rangers, vor allem in Person von Sean Avery, immer wieder versuchten Brodeur durch harte Aktionen aus dem Rhythmus zu bringen, was ihnen auch eindrucksvoll gelang. New York gewann drei Spiele im Prudential Center, der Heimspielstätte New Jerseys, und diktierte weitestgehend das Tempo der Serie. Die Offensive der Rangers um Jaromír Jágr, Scott Gomez, Brandon Dubinsky und Sean Avery erzielte in den fünf Partien insgesamt 19 Treffer, gegen die die Devils mit ihrer defensiven Spielweise kaum ein geeignetes Mittel fanden. Der einzige Heimsieg der gesamten Serie gelang den Rangers im vierten Spiel.

Nicht ganz so viele Probleme wie die Montréal Canadiens als topgesetztes Team der Eastern Conference hatten die Detroit Red Wings beim ihrem 4:2-Sieg über die Nashville Predators, die selbst bei ihrer vierten Playoffteilnahme nicht in der Lage waren erstmals auf fremdem Eis einen Sieg zu entführen.

Der Außenseiter aus Nashville verkaufte sich dank seines Torhüters Dan Ellis teuer. Trotz eines 0:2-Rückstandes in der Serie schafften die Predators den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2 und überraschten die eigentlich dominanten und individuell stärker besetzten Red Wings immer wieder mit furiosen Comebacks innerhalb der Spiele. Zur tragischen Figur der Serie avancierte ausgerechnet der teilweise brillant aufgelegte Ellis, dem im sechsten und letztendlich entscheidenden Spiel ein folgenschwerer Fehler unterlief als er einen Weitschuss aus der gegnerischen Hälfte passieren ließ. Detroits Sieg im sechsten Spiel war zugleich der einzige Auswärtssieg der gesamten Serie und unterstrich die Entscheidung Mike Babcocks ab dem fünften Spiel Chris Osgood als Stammtorwart einzusetzen.

Die wohl umkämpfteste und engste Serie der gesamten ersten Playoffrunde lieferten sich die San Jose Sharks und Calgary Flames. San Jose benötigte trotz der teilweise großen Überlegenheit und Favoritenrolle sieben Partien um die aufopferungsvoll kämpfenden Flames auszuschalten und in die nächste Runde einzuziehen.

Beide Teams hatten bereits früh in der Serie die Möglichkeit die Serie in ihre Richtung zu lenken und dem Gegner die vorentscheidende Niederlage beizubringen. So vergaben die Sharks im dritten Spiel einen sicher geglaubten Sieg nach einer frühen 3:0-Führung im ersten Drittel und Calgary musste im vierten Spiel den Siegtreffer San Joses zehn Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit hinnehmen. Insgesamt agierte die Sharks mit ihrem breiten Angriff überlegen, doch Miikka Kiprusoff, Jarome Iginla und Dion Phaneuf hielten Calgary lange im Rennen. Im letzten und entscheidenden Spiel trumpfte Altstar Jeremy Roenick mit Torbeteiligungen an vier der fünf Tore San Joses groß auf.

Deutlich enger und ausgeglichener als es das Endergebnis von 4:2-Siegen für Colorado vermuten ließ, verlief die Serie zwischen den Northwest-Division-Rivalen Minnesota Wild und Colorado Avalanche. Fünf der sechs Spiele endeten mit nur einem Tor Unterschied, davon weitere drei erst in der Overtime.

Nachdem die ersten drei Partien erst in der Verlängerung entschieden worden waren, setzte die Avalanche im vierten Spiel mit einem 5:1-Sieg ein Ausrufezeichen und drehte die Serie zu ihren Gunsten. Das starke Auftreten ihres Torhüters José Théodore, der die Angriffe der Wild mit starken Paraden parierte, in den beiden folgenden Partien sicherte Colorado den Einzug in die nächste Runde. Minnesotas Topscorer der regulären Saison Marián Gáborík enttäuschte mit nur einer einzigen Torvorlage im sechsten Spiel auf ganzer Linie. Bei Colorado zeichnete sich Andrew Brunette mit drei Treffern zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung aus.

Deutlich einseitiger als von vielen erwartet, verlief die Serie zwischen dem Stanley-Cup-Titelverteidiger Anaheim Ducks und den Dallas Stars, die die Serie problemlos mit vier Siegen aus sechs Spielen gewinnen konnten. Durch das Ausscheiden der Ducks qualifizierte sich der Titelverteidiger zum fünften Mal in Folge nicht für die zweite Runde.

Bereits im ersten Spiel unterstrichen die Dallas Stars ihre Dominanz über den Division-Rivalen mit einem 4:0-Sieg, bei dem sie alleine drei Tore im Powerplay erzielten. Die Offensive der Stars um Mike Ribeiro, Brenden Morrow, Mike Modano und Brad Richards nutzte die Schwächen der Defensive und von Jean-Sébastien Giguère im Tor der Ducks rigoros aus. Zudem schaltete Dallas’ Torwart Marty Turco die Offensive des Gegners mit Ausnahme des dritten und fünften Spiels weitestgehend aus, woran auch das Comeback von Corey Perry nichts änderte.

Mehr als deutlich gewannen die Philadelphia Flyers ihre Serie gegen die Montréal Canadiens, den Primus der regulären Saison der Eastern Conference, obwohl sie in selbiger noch alle vier Begegnungen verloren hatten. Am Ende machten die unterschiedlichen Torhüterleistungen den Ausschlag für den 4:1-Sieg der Flyers.

Nachdem Philadelphia die Auftaktpartie im Centre Bell trotz langer Führung und einiger unglücklicher Entscheidungen des Refereegespanns in der Overtime verloren hatte, gewannen sie die folgenden vier Partien klar. Dabei nutzten sie vor allem die Unerfahrenheit des 20-jährigen Carey Price im Tor der Canadiens aus, der in den ersten drei Partien sowie in der fünften nicht an die Leistungen der ersten Playoff-Runde anknüpfen konnte. Auch sein zeitweiser Vertreter Jaroslav Halák erfüllte die Anforderungen nicht. Ganz anders präsentierte sich Martin Biron im Tor der Flyers, der ein sicherer Rückhalt war und Montréals Angriffsbemühungen Stand hielt. Zudem konnten sie in der Offensive auf R. J. Umberger vertrauen, der in den fünf Spielen acht Tore erzielte.

Die Pittsburgh Penguins zeigten sich auch im Halbfinale ohne große Probleme mit ihrem Gegner. Nachdem sie bereits die Ottawa Senators im Viertelfinale mit 4:0 ausgeschaltet hatten, besiegten sie auch den Divisionrivalen New York Rangers deutlich in fünf Spielen mit 4:1. In der regulären Saison waren sie noch in fünf der acht Partien unterlegen gewesen.

Pittsburgh konnte sich im Verlauf der Serie vor allem auf seine ausgewogene Offensive um Sidney Crosby, Jewgeni Malkin und Marián Hossa verlassen, die lediglich im vierten Spiel komplett ausgeschaltet werden konnte. Dabei hatten die Rangers durchaus Möglichkeiten die Serie ausgeglichener zu gestalten, da sie in der ersten Partie eine zwischenzeitliche 3:0-Führung noch aus der Hand gaben. In den folgenden Partien spielten zumeist die Leistungen der Torhüter eine gewichtige Rolle, wobei Pittsburghs Marc-André Fleury etwas glücklicher agierte als New Yorks Henrik Lundqvist. Mit sieben Scorerpunkten trumpfte Stürmer Jaromír Jágr auf Seiten New Yorks auf. Überschattet wurde die Serie von der Milzruptur des Rangers-Spielers Sean Avery.

Ohne große Probleme gestalteten die Detroit Red Wings ihren Auftritt im Conference-Halbfinale gegen den großen Rivalen der späten 1990er Jahre, die Colorado Avalanche. Nachdem Detroit bereits in der regulären Saison in den vier Partien ungeschlagen geblieben war und dabei nur zwei Gegentore hatte hinnehmen müssen, gewannen sie auch die Playoff-Serie deutlich mit einem 4:0-Sweep.

Die Red Wings dominierten die Avalanche auf ganzer Linie. Dabei waren die Stürmer Johan Franzén mit insgesamt zehn Punkten, davon neun Tore, was einen Rekord für eine vier Spiele umfassende Serie darstellte, Henrik Zetterberg mit neun Punkten und Pawel Dazjuk mit acht ein nie zu beherrschender Faktor für die Defensive Colorados. Zudem präsentierte sich der zuvor im Viertelfinale stark auftrumpfende Torhüter José Théodore schwach und auch sein Vertreter Peter Budaj war bei seinen drei Einwechselungen kein adäquater Ersatz. Des Weiteren hatten sie mit Verletzungen von Peter Forsberg, Ryan Smyth und Paul Šťastný zu kämpfen, wodurch Chris Osgood im Tor der Red Wings wenig Probleme mit der Offensive Colorados hatte, aus der nur Joe Sakic herausstach.

Einen eher untypischen Verlauf nahm die Serie zwischen den San Jose Sharks und den Dallas Stars, die die Stars mit 4:2 für sich entscheiden konnten, nachdem sie zwischenzeitlich schon mit 3:0 geführt hatten. Dabei waren die Partien – wie auch schon die acht Begegnungen in der regulären Saison – hart umkämpft. Vier Spiele endeten in der Overtime, darunter das achtlängste der NHL-Historie.

Mit einem starken Marty Turco im Tor und einer funktionierenden Offensive, die die schwachen Vorstellungen Jewgeni Nabokows ausnutzte, gewann Dallas die ersten drei Partien, darunter zwei im HP Pavilion, obwohl sie stets in Rückstand geraten waren. San Jose schlug jedoch, trotz Rückständen in beiden Partien, mit zwei knappen Siegen zurück und machte die zuvor deutliche Ausgangslage wieder spannend. Dies war zuvor nur elf Mannschaften in der NHL-Geschichte gelungen. Im sechsten Spiel dauerte es dann 129:03 Minuten, ehe Kapitän Brenden Morrow mit dem 2:1-Siegtreffer die Dallas Stars in der vierten Overtime erlöste.

Fast problemlos erreichten die Pittsburgh Penguins das Stanley-Cup-Finale durch einen 4:1-Sieg im Eastern-Conference-Finale gegen den Lokalrivalen Philadelphia Flyers im sogenannten „Battle of Pennsylvania“. Es war der erste Sieg der Penguins in einer Playoff-Serie gegen die Flyers überhaupt und der erste Einzug in die Finalserie, verbunden mit dem Gewinn der Prince of Wales Trophy, seit der Saison 1991/92. Beide Teams waren im Verlauf der regulären Saison aufgrund ihrer Eingruppierung in die Atlantic Division acht Mal aufeinandergetroffen, wobei Philadelphia fünf Partien – davon jedoch nur eine der letzten vier – hatte gewinnen können.

Bereits im ersten Spiel untermauerten die Pittsburgh Penguins ihre Favoritenstellung gegenüber dem schwächsten Team der Vorsaison und gewannen die Partie in der heimischen Mellon Arena dank ihres Sturmduos Sidney Crosby und Jewgeni Malkin mit 4:2, obwohl sie in einem offensivgeführten Anfangsdrittel zwischenzeitlich mit 1:2 zurückgelegen hatten. Die Flyers mussten erstmals in den Playoffs auf ihren stärksten Verteidiger, den Finnen Kimmo Timonen, wegen einer Verletzung verzichten, was ihnen Probleme bereitete. Eine weitere Verletzung bei Braydon Coburn im Verlauf des zweiten Spiels der Serie verschlimmerte die Situation zunehmend für Philadelphia. Pittsburgh gewann schließlich auch das zweite Heimspiel aufgrund zweier Tore im Powerplay mit 4:2 und reiste mit einer 2:0-Führung in der Serie nach Philadelphia, die sich durch die Schiedsrichter benachteiligt fühlten. Im ersten Spiel im Wachovia Center stellten die Penguins die Weichen bereits früh im ersten Drittel durch zwei Tore auf Sieg. Zwar konnten die Flyers durch R. J. Umbergers Anschlusstreffer die Begegnung bis zehn Minuten vor Ende offen halten, doch Ryan Malone und Marián Hossa mit ihren Treffern und ein überragender Marc-André Fleury im Tor besiegelten den dritten Sieg der Pittsburgh Penguins in Folge. Mit der Chance auf einen Sweep ging Pittsburgh in die vierte Partie, agierte dort jedoch zu vorsichtig. Philadelphia setzte dem mit einer geänderten Taktik entgegen und konnte die gefährliche Offensive Pittsburghs ausschalten. Mit drei Treffern im ersten Drittel, darunter der erste ihres bisherigen Topscorers Daniel Brière, schaffte Philadelphia den Grundstein für den 4:2-Sieg, der durch zwei Tore von Penguins-Spieler Jordan Staal im Schlussdrittel kurzzeitig noch einmal gefährdet war. Für die Entscheidung sorgten die Penguins dann schließlich im fünften Spiel zurück in Pittsburgh. Eine hervorragende Offensive, aus der Marián Hossa mit vier und Ryan Malone mit drei Punkten herausstachen, schoss ein nie gefährdetes 6:0 heraus. Fleury krönte seine Leistung in der Serie, die in Pittsburghs Offensivwirbel selten Beachtung fand, mit einem Shutout.

Der Presidents'-Trophy-Gewinner Detroit Red Wings sicherte sich durch einen 4:2-Sieg im Western-Conference-Finale gegen die Dallas Stars den ersten Einzug ins Stanley-Cup-Finale seit ihrem Titelgewinn in der Spielzeit 2001/02. Es war zugleich das erste Mal seit 2002, dass die punktbeste Mannschaft der regulären Saison auch ins Meisterschaftsfinale vordrang. Für Detroit war es die insgesamt fünfte Clarence S. Campbell Bowl seit dem erstmaligen Gewinn am Ende der Saison 1994/95. Im Verlauf der regulären Saison war es zu vier Begegnungen zwischen beiden Teams gekommen, von denen die Red Wings drei als Sieger beendet hatten.

Im ersten Spiel der Serie profitierte Detroit von der siebentägigen Pause, die die Spieler aufgrund des klaren Sieges in der vorangegangen Runde hatten, gegenüber der viertägigen Pause der Dallas-Spieler, die das letzte Spiel ihrer Serie erst in der vierten Verlängerung entschieden hatten. Detroit legte den Grundstein für den ersten Sieg bereits im Anfangsdrittel mit zwei Toren, den sie im Verlauf des zweiten Drittels um weitere zwei Tore auf 4:0 ausbauten. Alleine drei Treffer fielen im Powerplay. Brenden Morrows zum 1:4 hatte nur noch statischen Wert, obwohl sich Dallas mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns unzufrieden zeigte. Auch in der zweiten Partie in der Joe Louis Arena konnten die Red Wings ihren Regenerationsvorteil ausspielen und siegten, trotz einer Verletzung ihres Torjägers Johan Franzén im Vorfeld der Partie, mit 2:1. Im zweiten Drittel der Begegnung hatten die Stars den Ausfall ihres Stürmers Jere Lehtinen verkraften müssen. Überschattet wurde die einseitige Partie durch einen Stockschlag von Dallas’ Mike Ribeiro gegen Detroits Torhüter Chris Osgood nach Spielende, der von der Ligaleitung jedoch ungeahndet blieb. Im ersten Spiel im American Airlines Center in Dallas demonstrierten die Red Wings weiterhin ihre Stärke und kamen zum dritten Sieg in Folge. Während das Angriffsduo Pawel Dazjuk und Henrik Zetterberg mit alleine vier Treffern beim 5:2-Sieg den verletzten Franzén gut vertraten, blieben die Top-Stürmer der Dallas Stars weitestgehend blass. Mit der Chance auf einen erneuten Sweep gingen die Red Wings in die vierte Partie, unterlagen dort jedoch gegen eine stark verbesserte Mannschaft aus Dallas, aus der Torhüter Marty Turco herausstach. Zwar hatte Detroit über das gesamte Spiel Vorteile und ein regulärer Treffer zur vermeintlichen 1:0-Führung war ihnen verwehrt geblieben, doch schien die Serie erstmals ausgeglichener, was den Stars zu einem 3:1-Sieg reichte. Es war Detroits erste Niederlage nach neun Siegen in Folge. Zurück in Detroit setzten die Stars auf die Taktik des vorangegangenen Spiels. Es gelang ihnen die Offensive der Red Wings nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, wobei sie sich weiterhin auf Marty Turco im Tor verlassen konnten. Der 2:1-Sieg, Turcos erster überhaupt in der Joe Louis Arena, verkürzte den Rückstand Dallas’ in der Serie auf 2:3 und machte selbige noch einmal spannend. Die sechste Begegnung war dann früh zu Gunsten der Red Wings entschieden, die bereits kurz nach Beginn des Mitteldrittels mit 4:0 führten. Dabei konnten sie sich auf die Treffsicherheit der Stürmer in den hinteren Sturmreihen verlassen.

Aufgrund der Ergebnisse in den vorangegangen Runden trafen in der Finalserie um den Stanley Cup die Detroit Red Wings, als bestes Team der Western Conference, auf die Pittsburgh Penguins, das beste Team der Eastern Conference. Bereits in der regulären Saison hatten sich beide Mannschaften für eine Finalteilnahme empfohlen, da Detroit selbige mit dem besten Rekord der Western Conference und dem Gewinn der Presidents' Trophy abgeschlossen hatte. Pittsburgh war hinter den Montréal Canadiens das zweitbeste Team der Eastern Conference. Der letzte Titelgewinn der Detroit Red Wings datierte aus der Saison 2001/02, während die Pittsburgh Penguins letztmalig in der Spielzeit 1991/92 die Trophäe errungen hatten, nachdem sie bereits im Vorjahr siegreich gewesen waren. Es war die erste Playoff-Serie, die beide Franchises in ihren bisher 41 gemeinsamen Jahren in der Liga seit 1967 gegeneinander bestritten. Zuletzt waren Franchises aus Pittsburgh und Detroit in der Major League Baseball-World Series 1909 aufeinandergetroffen. Damals konnten die Pittsburgh Pirates die Detroit Tigers in einer sieben Spiele umfassenden Serie schlagen.

Die Red Wings und Penguins waren aufgrund des Spielplanmodus in der Spielzeit nicht gegeneinander angetreten. Das letzte Aufeinandertreffen hatte es daher zuletzt in der Saison 2006/07 gegeben. Dieses hatte Detroit am 7. Oktober 2006 in der Mellon Arena in Pittsburgh mit 2:0 gewonnen. Der Kader der Detroit Red Wings beinhaltete noch 15 der 20 eingesetzten Spieler von damals, während die Pittsburgh Penguins noch auf zehn zurückgreifen konnten. Das Durchschnittsalter des Detroiter Kaders lag bei 32,3 Jahren, was einen deutlichen Unterschied zu den 27,9 Jahren der Penguins bedeutete. Dieser Erfahrungsüberschuss der Red Wings spiegelte sich auch in der Anzahl an bereits gewonnen Stanley Cups wider. Detroit konnte auf zehn Spieler zurückgreifen, die bisher kumuliert 23 Titel gewinnen konnten. Pittsburgh standen lediglich drei Spieler mit insgesamt vier Titelgewinnen zur Verfügung.

Gleich im ersten Spiel der Serie unterstrichen die Detroit Red Wings in der heimischen Joe Louis Arena vor 20.066 Zuschauern ihre Favoritenrolle und besiegten die Pittsburgh Penguins deutlich mit 4:0. Dabei feierte Detroits Torhüter Chris Osgood einen Shutout und Stürmer Mikael Samuelsson konnte sich als Doppeltorschütze auszeichnen.

Nach einem torlosen und ausgeglichenen Anfangsdrittel, in dem Detroit ein umstrittenes Tor durch Nicklas Lidström wegen angeblicher Torwartbehinderung durch Tomas Holmström nicht anerkannt worden war, übernahmen die Red Wings im zweiten Abschnitt die Kontrolle über die Partie. Die Überlegenheit Detroits führte in der 34. Spielminute zur 1:0-Führung durch Mikael Samuelsson, der Marc-André Fleury im Tor Pittburghs mit einem Bauerntrick überwinden konnte. Pittsburgh agierte mit zu viel Respekt und auch die Unerfahrenheit, die zu vielen Unzulänglichkeiten im Spielaufbau führte, nutzen die erfahrenen Spieler Detroit im Schlussdrittel aus. Zunächst konnte Samuelsson nach 43 gespielten Minuten auf 2:0 erhöhen, nachdem er sich den Puck in der gegnerischen Angriffszone erkämpft hatte. Daniel Cleary sorgte schließlich knapp drei Minuten vor Schluss durch einen Konter in Unterzahl für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte Henrik Zetterberg 13 Sekunden vor Spielende mit einem Powerplay-Tor.

Auch in der zweiten Partie gelang es den Detroit Red Wings vor erneut ausverkaufter Kulisse einen Heimsieg gegen die Pittsburgh Penguins einzufahren. Dabei blieb Torwart Chris Osgood bei 3:0-Sieg zum wiederholten Mal ohne Gegentreffer. Auf Seiten Detroits kehrte der seit dem zweiten Conference-Finale verletzte Johan Franzén in den Kader zurück, während Pittsburghs Trainer Michel Therrien den erfahrenen Gary Roberts für die Begegnung nominierte.

Bereits in der siebten Spielminute ging Detroit durch einen abgefälschten Schlagschuss von Brad Stuart mit 1:0 in Führung, wodurch die Vorsätze der Penguins, die mit geänderten Reihenbesetzungen im Vergleich zur ersten Partie ins Spiel gegangen waren, schnell verworfen waren. Die Vorarbeit des Finnen Valtteri Filppula war erneut aus einem Fehler im Spielaufbau Pittburghs resultiert. Knapp viereinhalb Minuten später erhöhte Tomas Holmström mit einem Abstauber auf 2:0 und setzte die Penguins somit zunehmends unter Druck nicht mit einem Zwei-Spiele-Rückstand in der Serie nach Hause reisen zu müssen. Trotz guter Chancen im ersten und zweiten Drittel gelang es den Spielern aus Pittsburgh jedoch nicht den Anschlusstreffer zu erzielen, da sie immer wieder am glänzend parierenden Chris Osgood scheiterten. Die mangelhafte Chancenverwertung rächte sich dann im Schlussdrittel als Valtteri Filppula nach schöner Einzelleistung mit seinem zweiten Scorerpunkt des Abends in der 49. Minute den 3:0-Endstand besiegelte. In den Schlussminuten kam es zu einigen Auseinandersetzungen zwischen den Spielern, die sich gegenseitig zu provozieren versuchten, um damit ein Zeichen für die bevorstehenden Spiele zu setzen.

Mit der Rückkehr in die mit 17.132 Zuschauern ausverkaufte Mellon Arena gerieten die Pittsburgh Penguins zurück in die Erfolgsspur und setzten ihre niederlagenlose Serie auf heimischen Eis in den Playoffs mit einem 3:2-Sieg über die Detroit Red Wings fort. Es war Pittsburghs erster Sieg in der Finalserie. Der herausragende Akteur auf Seiten der Penguins war ihr Mannschaftskapitän Sidney Crosby, der genau 16 Jahre nach dem letzten Titelgewinn Pittsburghs zwei Treffer erzielte.

Nachdem die Pittsburgh Penguins in den ersten beiden Partien ohne jeden Treffer geblieben war, gelang ihnen in der 18. Spielminute – und nach 138 Minuten Spielzeit in den drei Finalspielen – durch ihren Kapitän Sidney Crosby der erste Treffer, der zugleich die 1:0-Führung nach dem ersten Drittel bedeutete. Dem vorausgegangen war ein schwerwiegender Fehlpass im eigenen Drittel durch Brad Stuart. Zu Beginn des zweiten Durchgangs verhinderte Chris Osgood zunächst ein zweites Tor Pittsburghs. Wenige Sekunden später gelang es jedoch Crosby erneut ihn zu überwinden und den Spielstand im Powerplay auf 2:0 zu erhöhen. Fünf Minuten vor Ende des Mittelabschnitts verkürzte der wieder genesene Johan Franzén mit einer schönen Einzelleistung auf 1:2. Davon wenig beeindruckt setzten die Penguins ihr Spiel, das im Vergleich zu den ersten beiden Spielen deutlich verbessert war, fort. Nach vier Minuten im Schlussdrittel verpassten sie mit einer Doppelchance den alten Zwei-Tore-Abstand wiederherzustellen, nutzten aber drei Minuten später schließlich eine ihrer Chancen. Nachdem Gary Roberts den Puck im gegnerischen Drittel erkämpft hatte, gelangte dieser zu Adam Hall, der mit Hilfe von Osgoods Beinschoner auf 3:1 erhöhte. Trotz eines Angriffsturms im Anschluss gelang Detroit durch Mikael Samuelsson in der 54. Minute lediglich noch der Anschlusstreffer.

Durch einen knappen 2:1-Sieg – gleichzeitig der erste Auswärtssieg im Verlauf der Finalserie – in der der erneut ausverkauften Mellon Arena machten die Detroit Red Wings einen großen Schritt in Richtung Cup-Gewinn. Detroit baute dadurch den Vorsprung in der Serie auf 3:1 aus, obwohl sie kurzfristig auf ihren Stürmer Tomas Holmström hatten verzichten müssen, der mit einer Oberschenkelverletzung zu kämpfen hatte.

Bevor das Spiel begann, gab es zunächst eine Gedenkminute zu Ehren des zwei Tage zuvor tödlich verunglückten Vancouver Canucks-Verteidiger Luc Bourdon. Nach einer physisch hart geführten Anfangsphase erhielten die Pittsburgh Penguins bereits in der dritten Spielminute ihre erste Möglichkeit im Powerplay, wo Marián Hossa nach 40 Sekunden Torhüter Chris Osgood auf engstem Raum mit einen Abstauber überwinden konnte. Wenige Minuten später verhinderte die Torlatte die 2:0-Führung für Pittsburgh. Die ungenutzte Chance rächte sich in der achten Minute als Detroits Verteidiger Nicklas Lidström kurz nach Ablauf einer Strafe für die Penguins mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 1:1-Ausgleich traf. Der torlose Mittelabschnitt zeigte spielerisch überlegene Pittsburgh Penguins, die jedoch ihre Möglichkeiten vor dem gegnerischen Tor nicht verwandelten. Hingegen scheiterte Pawel Dazjuk auf der Gegenseite am Torpfosten. In der 43. Spielminute bestrafte Jiří Hudler die nervösen Penguins mit seinem ersten Tor in der Serie als er Marc-André Fleury mit einem Rückhandschuss aus der Drehung in die kurze Ecke bezwingen konnte. Danach besaß Pittsburgh bei einer 5-gegen-3-Überzahl die große Chance zum Ausgleich, jedoch konnten sie Chris Osgood im Tor nicht überwinden. Pittsburghs Jewgeni Malkin blieb auch im vierten Spiel in Folge punkt- und torlos.

Im mit 109:57 Minuten Spielzeit fünftlängsten Finalspiel der NHL-Geschichte setzten sich die Pittsburgh Penguins in der abermals ausverkauften Detroiter Joe Louis Arena mit 4:3 in der dritten Overtime durch und wendeten den vorzeitigen Titelgewinn der Detroit Red Wings so zunächst ab. Der Schütze des entscheidenden Tores war Petr Sýkora. Zudem brillierte Marc-André Fleury im Tor Pittburghs mit 55 gehaltenen Schüssen, davon 24 in der Verlängerung.

Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Spielen in Detroit erwischten die Pittsburgh Penguins einen guten Start und lagen durch Treffer von Marián Hossa in der neunten Minute und Adam Hall, dessen Schlittschuhkufe von Detroits Verteidiger Niklas Kronwall angeschossen wurde, in der 15. Spielminute zum Ende des ersten Drittels mit 2:0 in Führung. Danach fanden die Gastgeber besser ins Spiel und konnten drei Minuten nach Beginn des Mittelabschnitts durch Darren Helms Schuss, den Rob Scuderi unhaltbar für seinen Torhüter Marc-André Fleury abfälschte, den Anschluss herstellen. Auch im Schlussabschnitt dominierten die Red Wings, die versuchten vor heimischer Kulisse den Cup-Sieg zu erringen. Ein von Pawel Dazjuk abgefälschter Schuss in der 47. und ein Schlagschuss von Brian Rafalski in der 50. Spielminute, die zur 3:2-Führung Detroits führten, ließen daran keinen Zweifel. Bis 35 Sekunden vor Ende der Begegnung blieben die Red Wings in Front, ehe Maxime Talbot, der als sechster Feldspieler für Fleury aufs Eis gekommen war, den Puck von der linken Torecke aus an Chris Osgood vorbeibrachte und die Penguins in die Overtime rettete. Dort dominierte Detroit die erste Verlängerung, scheiterte aber trotz größter Chancen am überragenden Fleury im Tor. Auch im zweiten Abschnitt besaßen die Red Wings die größte Einschussmöglichkeit, die jedoch ebenfalls nicht ausgenutzt wurde, um die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Dies rächte sich im dritten Verlängerungsdrittel als Jiří Hudler auf Seiten Detroits eine vierminütige Strafe erhielt. In der folgenden Überzahlsituation traf schließlich Petr Sýkora zum 4:3 für Pittsburgh, wodurch diese den Rückstand in der Serie auf 2:3 verkürzten.

Das sechste Spiel brachte die Serie noch einmal nach Pittsburgh zurück, wodurch die Pittsburgh Penguins in der mit 17.132 Zuschauern ausverkauften heimischen Mellon Arena die Chance auf den Ausgleich in der Serie hatten. Schließlich sicherten sich jedoch die Detroit Red Wings durch einen 3:2-Sieg den vierten Sieg der Serie und somit den insgesamt elften Titelgewinn seit ihres Bestehens. Als bester Spieler der Playoffs wurde der Schwede Henrik Zetterberg mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet, der auch den spielentscheidenden Treffer erzielte.

In einem zerfahrenen ersten Drittel erzielten die Red Wings erstmals seit dem zweiten Spiel der Serie nach fünf gespielten Minuten den 1:0-Führungstreffer. Hal Gill hatte einen Schuss von Brian Rafalski unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht. Im Anschluss an die Führung Detroits besaßen die Penguins bei einer Zwei-Mann-Überzahl mehrfach die Chance das Spiel auszugleichen, scheiterten aber entweder an Chris Osgood im Detroiter Tor oder am eigenen Unvermögen. Kurz vor Spielmitte nutzten die Red Wings in Person von Valtteri Filppula eine Unachtsamkeit von Marc-André Fleury, der einen Schuss von Mikael Samuelsson nicht festhalten konnte, aus und erhöhten den Spielstand auf 2:0. Unbeeindruckt davon gelang Pittsburgh gut sieben Minuten später durch Jewgeni Malkins erstes Tor der Serie der Anschlusstreffer, nachdem zwei Minuten zuvor bereits Gary Roberts eine gute Möglichkeit ungenutzt gelassen hatte. Für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte dann Henrik Zetterberg in der 48. Spielminute. Ein harmloser Schuss von Zetterberg auf das Tor der Penguins rutschte Fleury unter seinem Beinschoner hindurch, der dann im Rückwärtsfallen den Puck über die Torlinie bugsierte. Pittsburgh steckte auch durch den erneuten Rückschlag nicht auf und erzielte eineinhalb Minuten vor Schluss im Powerplay und mit einem zusätzlichen sechsten Feldspieler das 2:3. Detroit konnte den Vorsprung schließlich über die Zeitt retten, obwohl die Penguins wenige Sekunden vor Schluss dem Ausgleich noch einmal nahe kamen.

Für die Detroit Red Wings war es der insgesamt elfte Titelgewinn seit Gründung des Franchises am 25. September 1926 und der vierte in den letzten elf Spieljahren. Mit Henrik Zetterberg gewann ein ausgewiesener Zwei-Wege-Stürmer die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs. Nach seinem Teamkollegen Nicklas Lidström sechs Jahre zuvor war Zetterberg der zweite europäische Preisträger überhaupt.

Der Stanley-Cup-Sieger Detroit Red Wings ließ traditionell insgesamt __ Personen, darunter 26 Spieler sowie einige Funktionäre, darunter der Trainerstab und das Management, auf dem Sockel der Trophäe eingravieren. Für die Spieler gilt dabei, dass sie entweder 41 Partien für die Mannschaft in der regulären Saison bestritten haben sollten oder eine Partie in der Finalserie. Dabei gibt es aber auch immer wieder Ausnahmeregelungen.

Die 26 Spieler Detroits setzen sich aus zwei Torhütern, acht Verteidigern und 15 Angreifern zusammen, darunter mit sieben Schweden, zwei Tschechen und jeweils einem Finnen, Slowaken und Russen insgesamt zwölf Europäer, so viele wie noch nie zuvor im Team eines Cup-Siegers gestanden hatten. Für zwei Novums sorgten Nicklas Lidström und Daniel Cleary. Lidström war der erste europäische Mannschaftskapitän eines im Finale siegreichen Teams und Cleary konnte als erster gebürtiger Neufundländer den Titel gewinnen. Den Spielern Kris Draper, Tomas Holmström, Nicklas Lidström, Kirk Maltby und Darren McCarty gelang allesamt der insgesamt vierte Titelgewinn ihrer Karriere. Mark Hartigan konnte als einziger Spieler den Titel verteidigen, nachdem er im Vorjahr mit den Anaheim Ducks siegreich gewesen war.

Als beste Scorer der Playoffs erwiesen sich der Schwede Henrik Zetterberg von den Detroit Red Wings, der zugeliech auch die Conn Smythe Trophy gewann, und der Kanadier Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins. Beide erzielten im Verlauf der Playoffs 27 Scorerpunkte, wobei Zetterberg mit 22 Spielen zwei mehr benötigte als Crosby. Neben der Führung in der Scorerwertung war Zetterberg auch in der Torjägerliste mit seinem Mannschaftskollegen Johan Franzén führend. Für seine 13 Treffer benötigte Franzén 16 Spiele und somit sechs weniger als Zetterberg. Mit 21 Assists war Sidney Crosby unangefochtener Spitzenreiter in dieser Kategorie. Die beste Punktausbeute pro Spiel verbuchte Jaromír Jágr von den New York Rangers, der in zehn Spielen 15 Punkte erzielte. Der beste Nicht-Finalteilnehmer war Mike Ribeiro von den Dallas Stars mit 17 Punkten aus 18 Partien.

Unter den Verteidigern erreichte Niklas Kronwall von den Detroit Red Wings mit 15 Punkten, darunter kein einziges Tor, aus 22 Begegnungen den insgesamt 14. Platz der Wertung. Am torgefährlichsten mit vier Treffern war mit Brian Rafalski ebenfalls ein Abwehrspieler des Stanley-Cup-Siegers aus Detroit.

Bei den Rookies waren Brandon Dubinsky von den New York Rangers mit acht Punkten aus zehn Spielen und Montréals Sergei Kaszizyn mit acht Punkten aus zwölf Spielen am Erfolgreichsten.

Die besten Statistikwerte in den wichtigsten Kategorien lieferten mit Dan Ellis ein Torhüter, der mit seinem Team, den Nashville Predators, bereits in der ersten Playoff-Runde gescheitert war und mit Chris Osgood ein Torhüter, der, nachdem er im Verlauf der ersten Playoff-Runde Dominik Hašek im Tor abgelöst hatte, entscheidenden Anteil am Finalsieg der Detroit Red Wings hatte. Ellis wies wie bereits in der regulären Saison die beste Fangquote aller Torhüter auf, während Osgood den geringsten Gegentorschnitt hatte.

Gemeinsam mit Marc-André Fleury, der aufgrund seiner konstanten Leistungen die Pittsburgh Penguins bis ins Finale geführt hatte, lag Osgood zudem mit 14 Siegen und drei Shutouts in diesen Kategorien an der Spitze. Fleury stand mit 20 Spielen und 1251:10 Spielminuten am häufigsten und längsten zwischen den Pfosten seines Teams.

Bereits nach dem Ende der regulären Saison standen die ersten Trophäen-Gewinner fest. Alexander Owetschkin gewann als erster Spieler der Washington Capitals die Art Ross Trophy für den punktbesten Spieler der regulären Saison und sicherte sich zudem die Maurice 'Rocket' Richard Trophy für den besten Torschützen. Weitere Trophäen-Gewinner waren das Torhüter-Duo der Detroit Red Wings, Chris Osgood und Dominik Hašek, die sich die William M. Jennings Trophy für die wenigsten Gegentore teilten. Mit dem Roger Crozier Saving Grace Award für die beste Fangquote wurde Dan Ellis von den Nashville Predators ausgezeichnet. Den NHL Plus/Minus Award gewann der Russe Pawel Dazjuk, dessen Team, die Detroit Red Wings auch die Presidents' Trophy als punktbeste Mannschaft der Saison gewann.

Die bereits feststehenden Gewinner der Art Ross Trophy, Maurice 'Rocket' Richard Trophy, William M. Jennings Trophy und des Roger Crozier Saving Grace Award wurden am 28. Mai 2008, wenige Stunden vor dem dritten Spiel der Finalserie geehrt. Des Weiteren wurden die Sieger des NHL Foundation Player Award und des Mark Messier Leadership Award benannt, nachdem die Sieger beider Trophäen im letzten Jahr noch unabhängig voneinander ernannt worden waren. Den NHL Foundation Player Award für ihr besonderes Engagement um wohltätige Zwecke in der Gesellschaft teilten sich mit Trevor Linden von den Vancouver Canucks und Vincent Lecavalier von den Tampa Bay Lightning erstmals seit der Einführung zwei Spieler. Mit dem Mark Messier Leadership Award wurde der langjährige Kapitän der Toronto Maple Leafs, Mats Sundin, ausgezeichnet, der im Saisonverlauf trotz Verletzungen einer der Lichtblicke im Kader des Traditionsteams gewesen war.

Während der Playoffs gewannen die Pittsburgh Penguins durch ihren Sieg in den Eastern Conference Finals nach 1991 und 1992 zum dritten Mal die Prince of Wales Trophy und die Detroit Red Wings sicherten sich nach zum fünften Mal die Clarence S. Campbell Bowl, sowie nach dem Finalsieg über Pittsburgh zum elften Mal in der Franchise-Geschichte den Stanley Cup. Aus dem siegreichen Team der Red Wings gewann Henrik Zetterberg die Conn Smythe Trophy für den besten Spieler der Playoffs.

Die zeremonielle Verleihung der NHL Awards fand am Abend des 12. Juni 2008 im Elgin Theatre im kanadischen Toronto statt. Dort wurden die restlichen, noch ausstehenden Sieger benannt. Der große Gewinner der Awards-Show war Alexander Owetschkin, der sowohl die Hart Memorial Trophy als auch den Lester B. Pearson Award erhielt, und somit insgesamt vier Trophäen in dieser Saison gewinnen konnte, was eine einmalige Leistung in der NHL-Geschichte darstellte. Neben Owetschkin avancierte auch sein Landsmann Pawel Dazjuk mit drei Trophäen zum mehrfachen Gewinner, da er neben dem bereits gewonnenen Plus/Minus Award zusätzlich die Frank J. Selke Trophy als bester Defensivstürmer und zum dritten Mal in Folge die Lady Byng Memorial Trophy als fairster Spieler erhielt. Beide Pokale im selben Jahr zu gewinnen, war bisher nur Ron Francis im Jahr 1995 gelungen. Martin Brodeur wurde zum vierten Mal in seiner Karriere mit der Vezina Trophy für den besten Torhüter geehrt und der Schwede Nicklas Lidström erhielt zum sechsten Mal die James Norris Memorial Trophy für den besten Verteidiger. Als bester Rookie wurde Patrick Kane mit der Calder Memorial Trophy ausgezeichnet. Weitere Trophäen erhielten Torontos Stürmer Jason Blake, der trotz seiner Krebsdiagnose kurz nach dem Saisonstart die gesamte Spielzeit absolvierte, Tampas Vincent Lecavalier für sein soziales Engagement und der Cheftrainer der Washington Capitals Bruce Boudreau, der die Mannschaft mit nur sechs Siegen aus 21 Spielen übernommen und noch zum Gewinn der Southeast Division geführt hatte. Den erstmals verliehenen NHL Lifetime Achievement Award erhielt mit dem 80-jährigen Gordie Howe, einer der ersten großen Spieler, den die Liga hervorgebracht hatte.

Die Lester Patrick Trophy wird bei einer unabhängigen Zeremonie im November 2008 in New York City verliehen. Als Preisträger, die sich um den Eishockeysport in den Vereinigten Staaten verdient gemacht haben, werden die ehemaligen Spieler Phil Housley und Ted Lindsay sowie die Funktionäre Brian Burke und Bob Naegele ausgezeichnet.

Des Weiteren wurden im Rahmen der NHL Awards-Show die All-Star Teams und das All-Rookie Team der Saison benannt.

Ins NHL First All-Star Team wurden als Center Jewgeni Malkin, als Flügelstürmer Alexander Owetschkin und Jarome Iginla, als Verteidiger Nicklas Lidström und Dion Phaneuf und als Torhüter Jewgeni Nabokow gewählt.

Neben Malkin, Nabokow und Phaneuf, die sich allesamt erstmalig in der Aufstellung einer der beiden All-Star Teams wiederfanden, erhielt Lidström seine neunte, Owetschkin seine dritte, Iginla seine zweite Nominierung für eines der Teams. Lidströms neunte Nominierung brachte ihn in der ewigen Bestenliste auf den dritten Platz hinter Doug Harvey und Ray Bourque.

Das NHL Second All-Star Team setzte sich aus Center Joe Thornton, den Flügelstürmern Henrik Zetterberg und Alexei Kowaljow, den Verteidigern Brian Campbell und Zdeno Chára und Torhüter Martin Brodeur zusammen.

Campbell, Kowaljow und Zetterberg erhielten allesamt erstmalig die Nominierung für eines der All-Star Teams. Thornton und Chára waren bereits je einmal ins First und Second All-Star Team gewählt worden und Brodeur wurde zum insgesamt siebten Mal in eines der beiden Teams berufen.

Im NHL All-Rookie Team standen mit Patrick Kane und Jonathan Toews gleich zwei Spieler der Chicago Blackhawks. Komplettiert wurde die Sturmreihe durch den Schweden Nicklas Bäckström von den Washington Capitals. Die Verteidigung bildeten mit Tobias Enström von den Atlanta Thrashers und Tom Gilbert von den Edmonton Oilers zwei Spieler deren Mannschaften die Qualifikation für die Playoffs verpasst hatten. Im Tor fand sich Carey Price von den Montréal Canadiens wieder, der im Saisonverlauf zum Stammtorhüter seines Teams aufgesteigen war.

Zum Seitenanfang



Liste der deutschen Spieler in der NHL

Logo der National Hockey League

Die Liste der deutschen Spieler in der NHL enthält alle Eishockeyspieler mit deutscher Staatsangehörigkeit, die mindestens ein Spiel in der regulären Saison der nordamerikanischen National Hockey League, die als beste Profiliga der Welt gilt, absolviert haben.

Die Geschichte der Deutschen in der NHL geht dabei bis ins Jahr 1981 zurück, als mit Udo Kießling erstmals ein Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit ein Spiel in der höchsten nordamerikanische Profiliga absolvierte. Trotz eines Vertragsangebots kehrte Kießling jedoch in die Bundesliga zurück. Der erste deutsche Spieler, der schließlich regelmäßig in der NHL zum Einsatz kam, war Uli Hiemer, der zwischen 1984 zu New Jersey Devils wechselte und für diese bis 1987 spielte. Der bisher erfolgreichste deutsche Spieler in der National Hockey League ist Uwe Krupp, der zweimal die nordamerikanische Eishockeymeisterschaft, den Stanley Cup, gewinnen konnte. Eine individuelle Auszeichnung der Liga konnte Krupp während seiner aktiven Zeit jedoch nie gewinnen, dies gelang Torhüter Olaf Kölzig als erstem Deutschen im Jahr 2000.

In der folgenden Liste sind alle deutschen NHL-Spieler aufgeführt, auch wenn die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach ihrer Zeit in der National Hockey League, beispielsweise neben der kanadischen, angenommen wurde. Gelblich unterlegte Spieler standen während der vergangenen Saison im Kader eines NHL-Franchises. Grünlich unterlegte Spieler sind zwar noch aktiv aktiv, stehen aber nicht mehr oder momentan nicht im Kader eines NHL-Teams.

Erläuterung: In der oberen Zeile sind jeweils die Spiele in der regulären Saison angegeben, in der unteren Zeile befindet sich die Anzahl der Playoff-Spiele. Die Statistiken der momentan noch in der NHL aktiven Spieler sind auf dem Stand zum Ende der regulären Saison 2007/08.

Olaf Kölzig ist der bislang einzige deutsche Torhüter, der einen Sieg in der NHL feiern konnte. Zudem gelang ihm als bisher einzigem Deutschen ein Shutout.

Mit Uwe Krupp konnte bisher nur ein einziger deutscher Spieler den Stanley Cup gewinnen, dieser schaffte es allerdings gleich zwei Mal. 1996 gewann er die Trophäe mit den Colorado Avalanche, 2002 wiederholte er den Erfolg mit den Detroit Red Wings, diesmal allerdings nur als Ersatzspieler.

Drei weitere Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit schafften es zudem, das Stanley-Cup-Finale zu erreichen, unterlagen jedoch dort mit ihrer Mannschaft: Olaf Kölzig mit den Washington Capitals im Jahr 1998 (0:4 gegen die Detroit Red Wings) sowie Dany Heatley und Christoph Schubert mit den Ottawa Senators in der Saison 2006/07 (1:4 gegen die Anaheim Ducks).

Bisher wurden vier Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit in ein NHL All-Star Game gewählt. Olaf Kölzig absolvierte dabei als einziger deutscher Spieler zwei All-Star Spiele, nämlich 1998 und 2000. Uwe Krupp schaffte es ebenfalls zweimal, für ein solches Spiel nominiert zu werden, nach seiner ersten Teilnahme 1991 musste er das All-Star Game 1999 jedoch verletzungsbedingt absagen. Neben Kölzig und Krupp nahmen bisher auch Marco Sturm (1999) und Dany Heatley (2003) an einem NHL All-Star Game teil. Letzterer wurde 2008 zum zweiten Mal für das Spiel nominiert, musste seine Teilnahme allerdings wegen einer zuvor zugezogenen Verletzung absagen.

Dennis Seidenberg und Christian Ehrhoff wurden zudem für die NHL YoungStars Games 2003 beziehungsweise 2004 nominiert, ein spezielles All-Star Spiel für Rookies, das jährlich im Rahmen des NHL All-Star Games ausgetragen wird.

Bisher wurden zwei Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit bei den jährlichen NHL Awards für ihre Leistungen in der vorausgegangenen Saison ausgezeichnet. Olaf Kölzig konnte dabei mit der Vezina Trophyfür den herausragenden Torhüter der Saison im Jahr 2000 als erster Deutscher überhaupt eine Trophäe der National Hockey League gewinnen, 2006 folge die King Clancy Memorial Trophy, die an NHL-Spieler verliehen wird, die sowohl auf dem Eis als auch abseits der Eisfläche Führungsqualitäten und soziales Engagement bewiesen haben. Diese Auszeichnung erhielt er, ebenso wie den NHL Foundation Player Award für besonderes soziales Engagement im Jahr 2001, als Gründer der Stiftung „Athletes Against Autism“, die sich für die Erforschung des Autismus sowie für die Behandlung autistischer Kinder einsetzt. Zudem wurde Kölzig ins NHL First All-Star Team der Saison 1999/00 gewählt.

Dany Heatley wurde für seine erste NHL-Saison 2002 die Calder Memorial Trophy als Rookie des Jahres verliehen, außerdem wurde er ins NHL All-Rookie Team 2001/02 sowie ins NHL First All-Star Team der Saison 2006/07 gewählt. Heatley wurde zudem zum Rookie des Monats Dezember 2001 sowie am 24. Februar 2003 zum Spieler der Spieler der Woche gewählt. Der zweite Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit, der zum NHL-Rookie des Monats ernannt wurde, war Marco Sturm im November 2007.

Einziger deutscher Spieler, der bisher von einem NHL-Team zum Mannschaftskapitän gewählt wurde, war Jochen Hecht im Oktober 2007. Nach den Abgängen von Daniel Brière und Chris Drury im Sommer 2007 führten die Buffalo Sabres das Rotationsprinzip für das Kapitänsamt ein, wodurch der Deutsche der erste Spieler während der Saison war, der dieses Amt für einen Monat inne hatte. Inzwischen bekleidet Hecht bei den Sabres, wie auch Marco Sturm bei den Boston Bruins, das Amt des Alternativ-Kapitäns.

Der NHL Entry Draft ist eine jährliche Veranstaltung der NHL, bei der die Teams der Liga Rechte an verfügbaren Amateur- und Jugendspielern erwerben (to draft = einberufen, einziehen) können. In jeder Runde des Drafts hat jedes Team einen sogenannten Draftpick, das bedeutet, dass man sich die Rechte an einem Spieler pro Runde sichern kann. Wählbar sind dabei alle 18- bis 20-jährigen nordamerikanischen Amateur- und Jugendspieler, für Europäer gibt es keine Altersgrenze.

Erläuterung: Dass ein Spieler zwar in einer früheren Runde, dennoch aber an späterer Position gezogen wurde, liegt daran, dass sich die Zahl der auswählenden Teams über die Jahre hinweg vergrößert hat.

Zum Seitenanfang



Deutsche Eishockey Liga

Das Logo der DEL

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL), auch DEL - Die 1. Bundesliga genannt, ist die höchste Spielklasse im deutschen Eishockey. Bei ihrer Gründung 1994 war sie die erste deutsche Profiliga, deren Spielbetrieb von einer Betriebsgesellschaft durchgeführt wurde und deren Klubs ihre Profiteams in Kapitalgesellschaften auslagerten. Die DEL Betriebsgesellschaft mbH ist heute rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch ganz selbstständig und ein Zusammenschluss der DEL-Klubs. Vorgängerliga war die zwischen 1958 und 1994 bestehende Eishockey-Bundesliga. Rekordmeister sind die Adler Mannheim, die seit 1994 bislang fünf Mal Deutscher Meister wurden (1997, 1998, 1999, 2001, 2007).

Im Dezember 1993 wurden die Pläne, eine neue Profiliga im deutschen Eishockey zu gründen, offiziell. Der Vorsitzende des DEB Ulf Jäkel, DEB-Sportdirektor Franz Reindl sowie die Vorstandsmitglieder Gottfried Neumann (Augsburg) und Wolfgang Bonenkamp (Düsseldorf) hatten schon länger Pläne ausgearbeitet. Dafür waren sie sogar auf Erkundungstour in Nordamerika. Die National Hockey League (NHL) sollte das sportliche, die International Hockey League (IHL), in der damals alle Klubs schwarze Zahlen schrieben, dagegen das wirtschaftliche Vorbild sein.

Die Entwürfe sahen unter anderem vor, den Auf- und Abstieg zur zweiten Liga abzuschaffen, was viele Kritiker auf den Plan rief. Vor allem der damalige KEV-Präsident Hans-Ulrich Urban kritisierte das Vorhaben, da eine so immense Reform im traditionsbewussten Deutschland nicht funktionieren könne. Andererseits plagten viele Vereine der ersten beiden Eishockey-Ligen massive Finanzprobleme. Hinter der in den neunziger Jahren dominierenden und viermal in Folge Deutscher Meister (1990 bis 1993) gewordenen Düsseldorfer EG gab es drei bis vier Klubs, die ein finanzielles Risiko eingingen, um Anschluss an Düsseldorf zu finden. Der Rest kämpfte um die Existenz. Die zweite Bundesliga war in der Saison 1993/94 schon mit nur elf (statt, wie vor gesehen, zwölf) Vereinen an den Start gegangen, von denen sich dann zunächst der SV Bayreuth und später der SC Memmingen aus finanziellen Gründen vom laufenden Spielbetrieb zurückzog. (Nach Saisonende gingen zusätzlich noch die bisherigen Zweitligisten ECD Sauerland und EHC Essen-West in Konkurs.) Zwar wurde auch hier vollwertiger Profisport geboten (mit Ausnahme des EV Landsberg, dessen Spieler Halbprofis waren), doch in der Realität fehlte den Zweitligaklubs Publicity und damit Geld. Deshalb erhöhten praktisch alle Bundesliga-Vereine ihren Etat, um dem Abstieg zu entgehen. Innerhalb von zwei Jahren stieg der Etat der Erstligaklubs um 25 % auf zusammen 88,6 Millionen DM.

Unterhalb des DEB sollte sich die Betriebsgesellschaft „Deutsche Eishockey Liga“ bilden. In diese flossen die Kapitalgesellschaften der Klubs ein, denen durch den Beirat ein Mitspracherecht zugebilligt wurde. Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der DEL waren ein vernünftiges Entschuldungskonzept, eine Antrittsgebühr von 500.000 DM und ein abgesicherter Etat, der mindestens 4,5 Millionen DM betragen musste. Des Weiteren forderte die DEL ein ligataugliches Stadion und mindestens 15 vertraglich gebundene Profispieler. Es war den Kapitalgesellschaften vorgeschrieben, 10 % des Etats zurückzulegen und die Ligenleitung regelmäßig über die wirtschaftliche Situation zu informieren. Außerdem wurde ein zentraler Vermarkter für Trikots, Eis, Bande und Fernsehrechte beschlossen, der die wirtschaftlichen Disparitäten innerhalb der Liga schmälern sollte.

Trotz großer Kritiker aus Mannheim, Berlin, Rosenheim und Krefeld stimmten Mitte Januar 20 der 21 verbliebenen Erst- und Zweitligaklubs für die Reform des Ligawesens. Nur der Präsident aus Krefeld, Hans-Ulrich Urban, verweigerte das Pro.

Die Geschäftsführung der neu gegründeten DEL-GmbH übernahmen Franz Reindl und der ehemalige Präsident von Hedos München, Franz Hofherr, die sich auch für die Lizenzierung verantwortlich zeigten. Es bewarben sich alle Erstligisten, alle verbliebenen Zweitligisten außer dem EV Landsberg sowie der ETC Timmendorfer Strand und der ESC Wedemark aus der Oberliga Nord. Den beiden Oberligisten sowie dem EHC Nürnberg, dem EC Ratingen, dem ES Weißwasser, den Preussen Berlin, den Eisbären Berlin und auch dem amtierenden Meister EC Hedos München wurde die Lizenz vorerst verweigert. Bis auf die beiden Oberligisten konnten sich aber alle Vereine vor dem DEB-Schiedsgericht die Lizenz für die DEL erkämpfen. Dabei konnten die Eisbären und Ratingen einen erheblichen Schuldenabbau und Weißwasser einen neuen Hauptsponsor, welcher 1,2 Millionen DM investieren wollte, vorweisen. Als letzter Club bekam der deutsche Meister EC Hedos München, der unter dem Namen Maddogs München an den Start ging, kurz vor Ablauf der Lizenzierungsfrist die DEL-Lizenz. Am 20. Juni stand das 18 Mannschaften große Teilnehmerfeld schließlich.

Das erste Spiel der Saison 1994/95 fand im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion zwischen den Augsburger Panthern und den Maddogs München statt, das München mit 6:1 gewann. Das erste Bully führten die Ehrengäste Bobby Hull und Paul Ambros aus. Auch die übrigen Spiele des ersten Spieltags waren gut besucht, insgesamt kamen 45.000 Zuschauer in die Hallen.

Nach dem erfolgreichen Start geriet die DEL aber schon am zweiten Weihnachtsfeiertag in eine Krise. Der amtierende Meister aus München meldete Konkurs an, obwohl der ehemalige Münchner Franz Hofherr von der aussichtslosen, finanziellen Lage gewusst haben musste und die Maddogs dennoch lizenziert worden waren.

Am 18. Februar 1995 kam DEB-Präsident Ulf Jäkel seiner Abwahl zuvor und trat von seinem Posten zurück. Vor allem zwei Ungereimtheiten wurden ihm angekreidet: Eine Firma, an der Jäkel selbst beteiligt war, übernahm das Controlling in der DEL und ein anderes Unternehmen aus Jäkels Heimat Kaufbeuren kreierte das erste DEL-Logo.

Einige NHL-Spieler wie Brendan Shanahan (Düsseldorf), Pawel Bure (Landshut), Scott Young (Landshut und Frankfurt), Robert Reichel (Frankfurt), Doug Weight (Rosenheim), Uwe Krupp (Landshut), Glenn Anderson (Augsburg) oder Vincent Damphousse (Ratingen) überbrückten den Lockout der NHL in der DEL und sorgten für sportlich positive Meldungen.

Schließlich konnten sich die Kölner Haie mit Trainer Bob Murdoch, der nach dem Konkurs aus München kam, in den Play-offs durchsetzen und wurden erster Meister der DEL.

Die Saison 1995/96 begann mit einem Streit zwischen dem neuen DEB-Präsidenten Rainer Gossmann, der sich auch für die kleinen und Amateur-Vereine einsetzte, und dem Wortführer der DEL-Klubs Bernd Schäfer III aus Köln. Dieser wollte die Liga noch weiter vom Verband trennen. Deshalb plante er die Gründung einer Nationalen Eishockey-Liga (NEL) als Nachfolger der DEL und erhielt aus vielen DEL-Vereinszentralen Zustimmung. Erst durch das Einschalten des Weltverbandes IIHF, der die NEL zur wilden, also rechtlosen Liga erklärte, wurde das Weiterbestehen der DEL gesichert.

Durch die Bosman-Entscheidung des Europäischen Gerichtshof vom 15. Dezember 1995 konnten auch die Vereine in der DEL noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Spieler aus EU-Staaten fielen nun nicht mehr unter das zwei (ab 1995/96: drei) Spieler umfassende Ausländer-Kontingent. Vor allem die späteren Play-off-Finalisten aus Köln und Düsseldorf verstärkten ihre Kader.

Im Finale der Play-offs 1996 setzten sich die Düsseldorfer im Rhein-Derby nach vier Spielen schließlich gegen die Haie durch. Der Triumph wurde nach einem schwierigen Verlauf der Vorrunde und souveränen Auftritten in Zwischenrunde und Play-offs von 30.000 Fans auf dem Rathausplatz gefeiert.

Vor der Saison 1996/97 war die Bosman-Entscheidung ein entscheidender Faktor für die Kader-Zusammenstellung. Die Vereine konnten dadurch, dass die deutschen Spieler jetzt Konkurrenz aus der ganzen EU hatten, deren Personalkosten deutlich senken. In der Saison 1996/97 spielten 97 EU-Ausländer in der DEL. Die häufigen Spielerwechsel, auch während der Saison, führten auf der anderen Seite aber auch zu einem Zuschauerrückgang.

Die Bosman-Entscheidung war vor allem eine Chance für die kleineren Vereine. So stießen die Kassel Huskies und die Eisbären Berlin in der Saison 1996/97 in die Ligenspitze vor, während der deutsche Meister aus Düsseldorf sogar die Play-offs, die zum ersten Mal mit dem Viertelfinale (vorher: Achtelfinale) begannen, verpasste. Ein zweiter großer Verlierer der Saison war der EV Landshut, dessen Manager Max Fedra sich den Vorwurf gefallen lassen musste, zu wenig EU-Ausländer geholt zu haben. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen DEL-Klubs holte Landshut nur wenige EU-Ausländer und setzte immer noch vermehrt auf deutsche Kräfte.

Das große Überraschungsteam der Saison waren aber die Kassel Huskies, die sich bis ins Finale vorkämpften und dann gegen die Adler Mannheim scheiterten. Deren Manager Marcus Kuhl und Trainer Lance Nethery holten Spieler aus weniger starken Eishockey-Nationen (Italien, Frankreich, Österreich), die sich in der DEL beweisen wollten, und schlossen die Hauptrunde als Erster ab.

Der Streit zwischen den DEL-Klubs und dem DEB eskalierte während der Saison 1996/97. Bernd Schäfer III war inzwischen zum DEL-Chef erklärt worden, als der Verband wirtschaftliche Probleme eingestand. Daraufhin hatte der Franchise-Vertrag vor dem DEL-Schiedsgericht keinen Bestand mehr und unter Druck der IIHF einigte man sich auf die Eigenständigkeit der DEL, die mit der Taurus-Gruppe von Leo Kirch gleich noch einen neuen Fernsehvertrag schließen konnte. Der DEB blieb als Dachverband unangetastet.

In den kommenden Jahren dominierten weiterhin die Adler Mannheim die Liga, die in ruhigerem Fahrwasser als noch ein Jahr zuvor fuhr. Die Mannheimer Dominanz war erst 1999/2000 durch das Viertelfinal-Aus gegen die Kassel Huskies beendet. Erfolgstrainer Lance Nethery wechselte vor der Saison zu den Kölner Haien und führte diese sogleich ins Finale, in welchem sie gegen die München Barons von US-Milliardär Philip Anschutz aber verloren. Anschutz übernahm vor der Saison nach Werbung von Bernd Schäfer III die Lizenz der finanziell geschwächten Landshut Cannibals und zog nach München.

2001 gewannen wieder die Adler das Finale um die deutsche Meisterschaft gegen den Titelverteidiger aus München.

In der Saison 2001/02 wurde das Ziel, welches seit Gründung der DEL verfolgt wurde, erstmalig erreicht, denn in beiden Spielzeiten gehörten exakt die selben Mannschaften der DEL an. Dieser Umstand, dass das Starterfeld gleich blieb, wurde aber teuer erkauft. Die Berlin Capitals hatten kurz vor Saisonbeginn aufgrund von Lizenz- und finanziellen Probleme zunächst nur neun Spieler im Kader, weshalb sie mit einer Geldstrafe über 100.000 Euro und sechs Minuspunkten belegt wurden. In Schwenningen und Essen sicherten die Fans mit Spenden den Fortbestand des DEL-Eishockeys an ihren Orten.

Die Revierlöwen Oberhausen machten 1997/98 den ersten Schritt in eine neue Ära in der DEL. 1997 zog das Team des EC Ratingen "Die Löwen" als erstes Team in eine Multifunktionsarena („MuFu“), die Arena Oberhausen. Die Kölner Haie folgten 1998/99. 1998 zogen sie in die Kölnarena (seit Juni 2008 LANXESS Arena). Nürnberg zog 2000 mit dem Bau der Arena Nürnberger Versicherung nach, in Hannover wurde die Preussag Arena (seit 2005 TUI Arena) erbaut. Diese drei Arenen bildeten auch das Zentrum der Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 in Deutschland. In Hamburg wollte der finnische Unternehmer Harry Harkimo eine Arena errichten, weshalb die Lizenz der München Barons von Anschutz 2002 in die Color Line Arena nach Hamburg umzog. Am 2. September 2006 wurde in Düsseldorf der ISS-Dome eröffnet, wo von da an die Heimspiele der DEG Metro Stars ausgetragen wurden. Als aktuelles Projekt ließ Anschutz in Berlin die O2 World, eine neue Heimstätte für die Eisbären, mit 17.000 Plätzen errichten. Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 wird in der Lanxess Arena Köln und in der Heimstätte der Adler, der SAP-Arena, ausgetragen.

Nach einer durchwachsenen Hauptrunde mitsamt Trainerwechsel wurde der Sechste, die Kölner Haie, 2002 nach den Play-offs noch deutscher Meister. Rich Chernomaz besiegte mit seiner Mannschaft das Überraschungsteam aus Krefeld, den Angstgegner München und den Etat-Krösus Mannheim im Finale. Auch 2002/03 holte der Tabellensechste noch den Meistertitel. Die Krefeld Pinguine waren am Ende das beste der auf 14 Teams verkleinerten Liga. Die Hamburg Freezers, ehemals München Barons, erreichten die Play-offs erst drei Minuten vor Ende des letzten Spieltags durch einen Ausgleichs-Treffer von Ted Drury gegen die Frankfurt Lions und schoben sich am zweiten Überraschungsteam der Saison, den Iserlohn Roosters, vorbei, die gegen Krefeld zeitgleich 8:1 gewannen. Frankfurt unterlag in den Play-downs gegen das abgeschlagene Schlusslicht Schwenningen noch mit 2:4 nach Spielen. Durch die Insolvenz der Wild Wings verblieben sie aber in der DEL.

Eine Saison danach feierten die Frankfurt Lions schon die Meisterschaft. Berlin war nach der Hauptrunde souverän Erster, unterlag aber den Lions (Vorrundenfünfter) im Finale. Das junge Nürnberger Team belegte nach der Hauptrunde Platz zwei und schied dann schon im Viertelfinale aus.

Genau zehn Jahre nach dem ersten Lockout wurden die NHL-Spieler erneut von ihrer Liga ausgesperrt, diese traten daraufhin in den Streik, den einige Spieler auch in der DEL überbrückten. Die Iserlohn Roosters machten mit der Verpflichtung von Mike York den Anfang. Erik Cole (Eisbären Berlin) wurde zum MVP (wertvollsten Spieler) der DEL-Play-offs gewählt. Auch die Nationalspieler Marco Sturm, Jochen Hecht und Olaf Kölzig spielten in der DEL. Vor allem der ERC Ingolstadt und die Adler Mannheim profitierten vom Lockout, indem sie jeweils vier NHL-Spieler lizenzierten.

Die Eisbären Berlin wurden nach dem klaren Finalsieg gegen Mannheim zum ersten Mal gesamtdeutscher Meister. Der sportliche Absteiger Kassel konnte durch den Lizenzentzug Wolfsburgs in der Liga bleiben. 2005/06 verteidigten die Berliner ihren Meistertitel, erneut durch einen Sweep im Finale, in dem sie dieses Mal den DEG Metro Stars gegenüber standen. Kassel unterlag wieder in den Play-downs und musste den Abstieg antreten.

Für Diskussionen sorgte in dieser Spielzeit die Verpflichtung des Profi-Schiedsrichters Rick Looker aus den USA. In der Saison 2006/07 wurden ihm mit Frank Awizus und Daniel Piechaczek weitere Profi-Schiedsrichter zur Seite gestellt. Awizus hat seine Karriere mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen beendet, am 1. Januar 2009 erhielt Georg Jablukov einen Vertrag als Profi-Schiedsrichter in der DEL.

Für Planungssicherheit innerhalb der DEL sollte 2006 der neue Kooperationsvertrag mit DEB und ESBG sorgen. Die Pläne, die die Abschaffung des sportlichen Auf- und Abstiegs zwischen erster und zweiter Liga vorsahen, wurden vor allem von den Zweitliga-Klubs kritisiert. Auch einige DEL-Mannschaften, wie die DEG Metro Stars oder die Kölner Haie, kritisierten das Vorhaben, das schließlich doch - vor allem auf Druck der beiden Anschutz-Klubs Hamburg und Berlin - beschlossen wurde. Nach nur zwei weiteren Spielzeiten wurde der Auf- und Abstieg zur Saison 2008/09 theoretisch wieder eingeführt. Praktisch jedoch wird es aufgrund von Unstimmigkeiten über die Durchführung der Relegationsrunde vorerst keinen Auf- und Abstieg geben.

In ihren ersten beiden Jahren spielten 18 Mannschaften in der DEL. Nach einer Vorrunde, in der jeder einmal in eigener Halle und einmal auswärts auf alle anderen Klubs traf, wurde die Liga 1994/95 in drei regionale Gruppen (West/Nord, Mitte, Süd) mit jeweils sechs Mannschaften unterteilt, die noch einmal eine Einfachrunde untereinander austrugen. Nach diesen 44 Spielen waren die ersten 16 Mannschaften der Tabelle für die Play-offs qualifiziert. Durch den vorzeitigen Rückzug der MadDogs München, die in der Saison 1996/97 vom SC Riessersee ersetzt wurden, waren die Eisbären Berlin das einzige Team, deren Saison nach der Hauptrunde beendet war.

In jener zweiten Spielzeit wurde zwar wiederum zuerst eine Einfachrunde, in der jedes Team zweimal gegen jedes andere spielte, ausgetragen. Doch nach diesen 34 Spielen wurde die Liga nicht mehr nach regionalen Kriterien unterteilt, sondern es spielten die Teams, die auf den geraden Plätzen standen untereinander eine Einfachrunde aus und die auf den ungeraden Plätzen ebenso. Danach begannen die Play-offs erneut mit dem Achtelfinale.

Zur Saison 1996/97 wurde die Liga um zwei Teams auf 16 Mannschaften verkleinert. Der SC Riessersee, EC Hannover und die Füchse Sachsen schieden aus der Liga aus und mit den Wedemark Scorpions wurde nur ein Nachrücker bestimmt. So wurde die Vorrunde, die erneut als Einfachrunde ausgetragen wurde, auf 30 Spiele verkürzt. Es folgte die Meisterrunde für die besten sechs Teams, in der die Play-off-Reihenfolge ausgespielt wurde, und die restlichen Mannschaften kämpften in der Qualifikationsrunde um die beiden anderen Endrunden-Plätze. Die Teams, die in der Qualifikationsrunde auf den Plätzen drei bis zehn standen, spielten in den Play-downs. Nach einem Viertel- und einem Halbfinale mussten die Verlierer in einer Relegationsrunde gegen die beiden besten Teams der zweithöchsten Spielklasse antreten. Die Play-offs begannen in dieser Spielzeit mit dem Viertelfinale.

Die Relegationsrunde wurde im Jahr danach direkt wieder abgeschafft. Stattdessen spielten die Top 8 der Qualifikationsrunde in Vor-Play-offs die übrigen beiden Endrunden-Teilnehmer aus. Kaufbeuren wurde schon während der Vorrunde die Lizenz entzogen, weshalb nur die Starbulls Rosenheim zwar in der Qualifikationsrunde, nicht aber in den Vor-Play-offs vertreten waren.

Nach wiederum nur zwei Spielzeiten erfolgte 1998/99 die Verkleinerung der DEL auf 14 Mannschaften, da neben Kaufbeuren auch die Düsseldorfer EG freiwillig abstieg und damit dem Lizenzentzug zuvorkam. In dieser Saison wurde erstmals eine Doppelrunde ausgetragen, so dass jedes Team jeweils zwei Heim- und Auswärtsspiele gegen alle anderen DEL-Klubs hatte. Diesmal schlossen sich direkt Play-offs, die mit dem Viertelfinale begannen, an.

Zur Saison 1999/2000 ergänzten die Moskitos Essen das Starterfeld der DEL, doch am Modus änderte das nichts, da weiterhin eine Doppelrunde mit anschließenden Play-offs ausgetragen wurden. Eine Änderung erfuhren nur die Teams, die die Play-offs verpassten. Sie spielten eine Abstiegsrunde, deren Schlusslicht (Essen) eigentlich absteigen sollte, aber doch in der Liga blieb. Stattdessen mussten sich die Starbulls Rosenheim wegen finanzieller Schwierigkeiten zurückziehen. Ihre Lizenz wurde an die Iserlohn Roosters verkauft. Außerdem rückte die Düsseldorfer EG wieder in die DEL auf.

Deshalb bildete sich 2000/01 erneut eine 16er-Liga, die mit einer Doppelrunde (60 Spiele) in die Saison startete. Danach schloss sich direkt das Viertelfinale der Play-offs an. Mit dem selben Starterfeld wurde die Saison 2001/02 ausgetragen. Der Modus wurde nur durch die Einführung von Play-downs zur Ermittlung eines Absteigers verändert. Als erste Mannschaft traf es die Berlin Capitals, die durch Aufsteiger ERC Ingolstadt ersetzt wurden.

2002/03 kehrte die DEL zu einer Liga mit 14 Mannschaften zurück, da den Moskitos Essen und den Revierlöwen Oberhausen die Lizenz entzogen wurde. Weiterhin folgten auf die Doppelrunde direkt die Play-offs mit dem Viertelfinale, was auch 2003/04 nicht verändert wurde. Auch die Play-downs wurden in beiden Spielzeiten ausgetragen. 2003 stiegen die Wölfe Freiburg aus der zweiten Liga auf und nahmen den Platz der Schwenninger Wild Wings (Lizenzentzug) ein. Doch direkt in ihrer ersten DEL-Spielzeit waren die Wölfe in den Play-downs unterlegen und mussten deshalb den Grizzly Adams Wolfsburg Platz machen. Diese hielten sich auch nur ein Jahr in Deutschlands höchster Spielklasse, bis ihnen die Lizenz entzogen wurde und die Füchse Duisburg aufstiegen. Der vorerst letzte sportliche Absteiger waren dann die Kassel Huskies, die 2006 die Play-downs verloren und von den Straubing Tigers ersetzt wurden. Der Play-off-Modus blieb unverändert.

In der Saison 2006/07 wurden die Pre-Play-Offs eingeführt. Nur die ersten sechs Teams der Hauptrunde sind demnach direkt für die Play-Offs qualifiziert. Die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn ermitteln in einer Qualifikationsrunde die beiden übrigen Play-off-Teilnehmer. Die Play-downs wurden abgeschafft.

Durch den Aufstieg der Grizzly Adams Wolfsburg 2007 sowie der Kassel Huskies 2008 wurde die Liga auf 16 Mannschaften aufgestockt. Die Anzahl der Spiele in der Hauptrunde wird 2008/09 auf 52 Spiele je Mannschaft reduziert, dazu werden die Clubs nach ihrer Platzierung im Vorjahr in vier Gruppen eingeteilt; innerhalb der Gruppen spielen die Mannschaften nur je einmal gegeneinander, sonst zweimal. Die geplante Einführung von Relegationsspielen mit der 2. Bundesliga wurde verschoben, da man sich mit der ESBG nicht auf einen gemeinsamen Modus einigen konnte.

Damit sind die Adler Mannheim mit fünf Titeln DEL-Rekordmeister. Die Eisbären Berlin feierten dreimal die Meisterschaft und die Kölner Haie zweimal.

Von 1994 - 1997/98 gab es für einen Sieg 2 Punkte und für eine Niederlage nach Verlängerung 1 Punkt.

Die Ratinger Löwen zogen 1997 nach Oberhausen um und wurden in Revierlöwen Oberhausen umbenannt. Juristisch gesehen sind die Ratinger Löwen und die Revierlöwen Oberhausen also als ein Klub zu verstehen. Die Lizenz der Landshut Cannibals ging 1999 an die neu gegründeten München Barons, die 2002 nach Hamburg umzogen und sich dort in Hamburg Freezers umbenannten. Alle drei DEL-Teams spielten also mit derselben Lizenz und gelten als dieselbe GmbH. Ebenso ging 2000 die Lizenz der Starbulls Rosenheim an die Iserlohn Roosters.

Die Maddogs München zogen ihre Mannschaft in der Saison 1994/1995 nach dem 27. Spieltag zurück. Alle ausstehenden Partien wurden mit 0:0 Toren und einem Punkt für den jeweiligen Gegner gewertet.

In der folgenden Tabelle sind alle DEL-Tabellenführer seit 1994 aufgeführt. In der Saison 2002/03 standen die Eisbären Berlin an 44 von insgesamt 52 Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz und stellten damit den bis heute gültigen DEL-Rekord auf. In der Spalte "Durchschnitt in %" befindet sich der prozentuale Anteil der Tabellenführung in Bezug auf die insgesamte Verweildauer in der DEL des jeweiligen Teams.

Die aktuellen DEL-Klubs sind wiederum grün unterlegt.

Alle Statistiken sind auf dem Stand nach der Hauptrunde 2006/07.

Als die vollständige Trennung von Verband und Liga 1997 initiiert wurde, bestand die Internationale Eishockey-Föderation auf einen Kooperationsvertrag, der die Liga unter dem Dach des DEB hielt. Dadurch ist die Liga auch vom DOSB anerkannt. Der aktuell laufende Kooperationsvertrag, der seit dem 1. Mai 2006 besteht, verbindet nicht nur die DEL mit dem DEB, sondern auch mit der ESBG. Gemeinschaftliche Nachwuchsförderung, das Pass- und Schiedsrichterwesen, sowie die internationale Vertretung werden durch den Vertrag geregelt. Nach langen Diskussionen wurde der Kooperations-Vertrag vor der Saison 2006/07 beschlossen. Vor allem die Abschaffung des sportlichen Abstiegs aus der DEL war strittig.

Um den deutschen Nachwuchs zu fördern, wurde sogenannte Kontingentstellen für ausländische Spieler geschaffen. Nach aktuellem Reglement darf eine Mannschaft nur 12 ausländische Spieler während der Saison unter Vertrag nehmen, von denen ab 2008/09 nur 10 in einem Spiel eingesetzt werden dürfen. Unter anderem fordert Nationaltrainer Uwe Krupp eine weitere Reduktion der Kontigentspieleranzahl, um den deutschen Spielern zu mehr Eiszeiten zu verhelfen. Einige DEL-Teams sind dagegen, da sie eine Schwächung des Niveaus befürchten.

Die DEL hatte schon bei ihrer Gründung 1994 mit der Krombacher Brauerei einen Ligensponsor gefunden, der auch im damaligen DEL-Logo erschien. Nach zwei Jahren beendete die Brauerei ihr Engagement. 2003 übernahm die GelbeSeiten Marketing Gesellschaft mbH mit den Gelben Seiten das Liga-Sponsoring. Seitdem sind in jeder Halle der DEL einige Werbeflächen wie die Kickleiste (unterster Teil der Bande), eine Untereisfläche im Mitteldrittel und die Helme der Unparteiischen für die Gelben Seiten reserviert. Daneben existiert ein Doppellogo DEL/Gelbe Seiten, das auf jeder Vereins-Website zu sehen ist. Im März 2006 verlängerte der Telefonbuchverlag seinen Sponsoring-Vertrag bis 2009.

Des Weiteren sind die Unternehmen Dodge (Automobilpartner), NH Hoteles (Hotelpartner) und taxofit (Sponsor auf Schiedsrichter-Trikots) Sponsoring-Partner der DEL. Die WestLB unterstützt durch die „WestLB Fairplay-Trophy“ die DEL. Nach der Saison erhält das Team, an das die wenigsten Strafzeiten vergeben wurden, eine Prämie von 10.000 Euro für die Nachwuchsförderung.

Der Internetauftritt der DEL wird ebenfalls durch die Gelben Seiten und zusätzlich von ea-sports gesponsert.

Die TV-Rechte der DEL liegen bis mindestens 2012 bei Pay-TV-Sender Premiere, der wöchentlich mindestens zwei Partien überträgt. In den Play-offs wird in jeder Runde mindestens ein Spiel, ab dem Halbfinale alle Spiele übertragen. ARD, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte. Außerdem werden einige Spiel-Zusammenfassungen seit der Saison 2005/06 auf der Plattform „DEL-TV“ im Internet gesendet, wobei sich das Bildmaterial aus Stadion-TV und Premiere zusammensetzt. Seit Januar 2009 hat jedoch auch Eurosport mit der Übertragung von DEL-Spielen begonnen.

Seit Einführung der DEL 1994, als sich viele Mannschaften Tiernamen gaben, benannte sich Frankfurt nach einem Schokoriegel des Sponsors Nestlé (Lions). Am 1. März 2002 wurde auch bei der Düsseldorfer EG ein Namenssponsor vorgestellt, nachdem der Club zuvor ständigen Belastungen durch hohe Altschulden ausgesetzt war. Die Mannschaft spielt seitdem unter dem Namen DEG Metro Stars. Die Nürnberg Ice Tigers treten seit der Spielzeit 2006/07 als Sinupret Ice Tigers auf und sind damit der erste DEL-Klub der im Namen ganz auf den Ortsnamen verzichtet.

Neben dem normalen Ligen-Spielbetrieb veranstaltet die DEL noch ein All-Star-Game und zusammen mit der ESBG und dem DEB den Deutschen Eishockey Pokal.

Das DEL All-Star Game feierte 1998 in Frankfurt Premiere. Seitdem findet jährlich eine solche Veranstaltung, bei der eine Auswahl der besten europäischen DEL-Spieler gegen die besten Nordamerikaner antritt, statt. Von 1998 bis 2006 spielte noch die Deutsche Eishockeynationalmannschaft gegen die besten Ausländer der Liga. Neben dem Freundschaftsspiel finden am Veranstaltungsort noch einige andere Aktionen wie die so genannten „Skills Competition“ (Wettbewerbe zur Ermittlung der schnellsten Skater, pucksichersten Spieler usw.) und eine Autogrammstunde statt. Das bislang letzte All-Star-Game gewannen die Nordamerikaner am 2. Februar 2008 in Dresden mit 16:14 Toren gegen das Team Europa.

In Kooperation mit DEL und ESBG wird seit 2002 wieder ein Pokal-Wettbewerb ausgetragen. Amtierender Pokalsieger (Deutscher Eishockey-Pokal 2008/09) sind die Grizzly Adams Wolfsburg. Mehrfach wurde schon über die Abschaffung dieses Wettbewerbs nachgedacht, da er, dadurch, dass viele Spiele unter der Woche stattfinden und der Wettbewerb keinen sportlichen Mehrwert habe, bei einigen DEL-Vereinen als unattraktiv gilt. Trotz des Antrages der Hamburg Freezers im November 2007, den Pokalwettbewerb in der Saison 2008/09 auszusetzen, wurde dieser in der Saison mit einem etwas geänderten Modus durchgeführt. Für die Saison 2009/10 wird der Wettbewerb aufgrund der Olympischen Spielen in Vancouver und der WM im eigenen Land ausgesetzt.

Zum Seitenanfang



Adler Mannheim

Adler Mannheim

Die Adler Mannheim sind eine deutsche Eishockeymannschaft aus Mannheim, die seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga spielt. Die Profimannschaft wurde 1994 als GmbH vom 1938 gegründeten Mannheimer ERC ausgelagert, der Stammverein ist noch heute für den Amateur-, Frauen- und Nachwuchsbereich verantwortlich.

Insgesamt gewann der der Club, der seine Heimspiele seit 2005 in der 13.600 Zuschauer fassenden SAP-Arena austrägt, sechs Deutsche Meisterschaften, davon die Rekordmarke von fünf seit Gründung der DEL. Die Vereinsfarben der Adler Mannheim sind dunkelblau, weiß und rot.

Auf Anstoß des Ruderolympiasiegers Hugo Strauß wurde ab 1936 innerhalb des Rudervereins Mannheimer RC eine Rollschuhabteilung aufgebaut. Zunächst wurde auf wechselnden Flächen gespielt, bis es dem Verein schließlich im Frühjahr 1938 gelang, die Rhein-Neckar-Halle als festen Spielort zu bekommen. Nachdem mit dem Bau des bereits 1939 eröffneten Eisstadion am Friedrichspark begonnen wurde, gründeten 83 Vereinsmitglieder am 19. Mai 1938 den Mannheimer Eis- und Rollsport-Club, der bereits in der ersten Saison 1938/39 an der Qualifikation zur Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft teilnahm. Im ersten Spiel der Vereinsgeschichte unterlagen die Mannheimer am 19. Februar vor 5.000 Zuschauern im Friedrichspark dem amtierenden Deutschen Meister SC Riessersee.

Von 1941 bis 1943 erreichte der MERC ununterbrochen die Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft und stieß dabei 1942 bis ins Halbfinale vor. Dort konnten wegen des Zweiten Weltkriegs sowohl der SC Riessersee als auch die EG Wien keine Mannschaften mehr aufstellen, sodass Mannheim und der LTTC Rot-Weiß Berlin kampflos ins Finale gelangten. 24 Stunden vor dem Anpfiff wurde das Spiel abgesagt, da der Totale Krieg durch den Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast ausgerufen worden war. Dennoch konnte auch in der folgenden Spielzeit der Spielbetrieb zunächst aufrecht erhalten werden. Im Halbfinale sollte der Mannheimer ERC erneut auf die Berliner treffen, wegen des Krieges wurde die Meisterschaft jedoch schließlich wie im Vorjahr abgebrochen.

Im Juni 1943 zerstörte ein Luftangriff das Stadion im Friedrichspark, woraufhin der Eishockeybetrieb in Mannheim eingestellt wurde.

Nach dem zweiten Weltkrieg bestritt der MERC 1949 wieder erste Freundschaftsspiele gegen andere Mannschaften aus der Region und Soldatenauswahlen. Ab 1951 nahm die Mannschaft wieder am regulären Spielbetrieb der Landesliga Württemberg teil und schaffte 1954 als Meister unter der Führung von Spielertrainer Kurt Kurz erstmals den Aufstieg in die damals höchste Spielklasse, die Eishockey-Oberliga. Mit nur einem einzigen Punktgewinn und unter anderem einer 1:22-Niederlage gegen den Krefelder EV stieg der Klub allerdings bereits 1955 aus der Oberliga ab. Nach einem weiteren Jahr in der Zweitklassigkeit konnte der Mannheimer ERC den direkten Wiederaufstieg feiern und etablierte sich mit einem vierten Platz in der Saison 1956/57 dauerhaft in der höchsten deutschen Eishockeyliga.

1958 wurde der MERC eines der Gründungsmitglieder der Eishockey-Bundesliga. Zwar konnte die bayerische Übermacht von Vereinen wie der EV Füssen, der SC Riessersee und dem EC Bad Tölz in dieser Zeit noch nicht durchbrochen werden, immerhin schaffte die Mannschaft aber respektable dritte Plätze in den Spielzeiten 1958/59, 1962/63 sowie 1964/65.

Mitte der 1960er-Jahre konnte sich der Mannheimer ERC sportlich nicht weiterentwickeln, musste 1970 erstmals in der Relegation gegen den Abstieg spielen und erreichte am Ende den knappen Klassenerhalt mit dem zehnten Platz in der Endabrechnung. Im der Saison 1970/71 konnte die Mannschaft schließlich nur noch drei Saisonspiele gewinnen, was einen Rückgang der Zuschauerzahlen auf nur noch 300 Besuchern zur Folge hatte und am Ende der Spielzeit den Abstieg in die damals zweitklassige Oberliga zur Folge hatte. Aufgrund zahlreicher Abgänge musste der MERC in der ersten Oberligasaison teilweise mit nur neun Einsatzfähigen Spielern antreten und belegte am Ende den vierten Platz. Auch in folgenden Jahren schaffte der Verein zwar, ebenso wie in der 1973 gegründeten 2. Eishockey-Bundesliga, regelmäßig den Sprung unter den besten fünf Mannschaften, ohne allerdings den Wiederaufstieg zu erreichen.

1976 trennten sich die Abteilungen Kunstlauf-Schnelllauf-Eisschießen von der Abteilung Eishockey und bildeten fortan den Mannheimer ERC K-S-E. Zur gleichen Zeit übernahm der spätere Meistertrainer Heinz Weisenbach die Eishockeyabteilung und Begann mit der Aufbau eines neuen, konkurrenzfähigeren Mannschaft, die in den folgenden zwei Jahren ernsthaft um den Aufstieg mitspielen und diesen schließlich im Jahr 1978 dank eines zweiten Platz sowie der Aufstockung der Bundesliga von zehn auf zwölf Vereine verwirklichen konnte.

Um bei begrenztem Etat eine Bundesligataugliche Mannschaft aufstellen zu können, ging Trainer Weisenbach neue Wege und reiste nach Nordamerika, um gezielt nach Spielern mit deutschen Wurzeln zu suchen. Mit Harold Kreis, Manfred Wolf, Roy Roedger und Peter Ascherl wechselten schließlich die ersten „Deutsch-Kanadier“ in die Bundesliga. Auch die Verpflichtung des Nationaltorhüters Erich Weishaupt sorgte für Furore. Obwohl ordnungsgemäß vom Berliner Schlittschuhclub verpflichtet, erhielt der MERC wegen internen Querelen zwischen dem Berliner SC und den vorgeschalteten Eissport Berlin KG und Eishockey Berlin KG den Spielerpass erst nach der offiziellen Transferfrist, sodass der Deutsche Eishockey-Bund am 8. November alle bis dahin erspielten Punkte aberkennen wollte. Mannheim und der mit einem anderen Spieler ebenso betroffene SB Rosenheim zogen daraufhin vor ein ordentliches Gericht und gewannen gegen den Verband.

Nach einem sechsten Platz in der Premierensaison gelang den Mannheimern 1980 der bis dahin größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Vor der Saison wurde die Mannschaft mit Ron Andruff und Holger Meitinger sowie dem Zurückholen der Mannheimer Eigengewächse Marcus Kuhl und Peter Obresa erneut verstärkt. In einem komplizierten Modus, aus Vorrunde, Zwischenrunde und Meisterrunde, bewies das Team die größte Ausdauer und konnte schließlich erstmals die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Der Titelgewinn wurde bereits im vorletzten Spiel durch einen Sieg in Berlin perfekt gemacht, sodass sich die Mannheimer Spieler vor Beginn des letzten, bedeutungslos gewordenen Heimspiels gegen den Kölner EC in Frack und Zylinder warmliefen.

Wie bereits vorher vereinbart verließ Meistertrainer Weisenbach Mannhein und wurde durch den Tschechen Ladislav Olejnik, der fast das ganze Jahrzehnt die Mannschaft prägen sollte. Der Etat war in dieser Zeit aber so klein, dass die Mannschaft meistens nicht breit genug aufgestellt war. In der Saison 1981/82 standen sogar nur noch vier Verteidiger zur Verfügung, sodass die Mannschaft in den entscheidenden Spielen zum Saisonende war die Mannschaft sowohl personell als auch konditionell nicht konkurrenzfähig.

1981, als die Meisterschaft erstmals nach dem Play-Off-System ausgetragen wurde, gelang auf Anhieb ein dritter Platz. Im Jahr darauf stieß der MERC sogar bis ins Finale vor, wo er sich jedoch dem SB Rosenheim geschlagen geben musste. 1983 wurde die Mannschaft erneut deutscher Vizemeister, nachdem sie im Finale gegen den EV Landshut verloren hatte. In der nächsten Saison entschied der MERC erstmals in seiner Geschichte die Hauptrunde für sich, schied dann aber im Halbfinale aus und wurde am Ende Dritter. 1985 zog der Club zum dritten Mal in vier Jahren Play-off-Finale ein, in dem schließlich der SB Rosenheim erneut das bessere Ende für sich behielt.

Im folgenden Jahr wechselte Olejnik nach Rosenheim. Zudem konnten die Abgänge von Manfred Wolf, Roy Roedger und Andreas Niederberger durch das junge Team nie kompensiert werden, sodass Präsident Helmut Müller trat nach zehn erfolgreichen Jahren seinen Rücktritt erklärte und die Mannschaft bereits im Viertelfinale ausschied. Nach nur einem Jahr kehrte Trainer Olejnik an die Bande zurück und prompt stellte sich der Erfolg wieder ein. Der Mannheimer ERC spielte sich 1986/87 erneut bis ins Finale und unterlag erst dort dem Kölner EC. In der folgenden Saison traf man bereits im Halbfinale auf die Domstädter, die Revanche gelang jedoch nicht und der MERC wurde am Ende Dritter. 1989 verlor die Mannschaft im Spiel um Platz Drei abermals gegen den KEC und wurde Vierter.

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts verließ Ladislav Olejnik endgültig den Mannheimer ERC, der sich in den folgenden Jahren stets nur noch zwischen Rang Fünf und Sieben platzieren konnte. In den anschließenden Play-Offs schied das Team 1990, 1991 und 1994 bereits im Viertelfinale aus, 1992 und 1993 gelang immerhin der Sprung ins Halbfinale.

Im Frühling 1994 stand das Eishockey in Mannheim schließlich kurz vor dem Aus, da die Schulden des Vereins auf acht Millionen DM angestiegen waren. Die Krise konnte nur bewältigt werden, weil die Spieler auf bis zu 30 Prozent ihres Gehalts verzichteten und die teuersten Stars wie Jiří Lála und Peter Draisaitl an andere Vereine abgegeben wurden. Nach dem Ende der Saison 1993/94 wurde mit der Deutschen Eishockey Liga eine neue Eliteliga gegründet. Um den Ansprüchen des professionellen Eishockeys Rechnung zu tragen, wurde die erste Mannschaft des MERC in die neue Die Adler Mannheim Eishockey Spielbetriebs GmbH + Co. KG ausgelagert und spielt seitdem unter dem Namen Adler Mannheim in der DEL.

Gleich in der ersten DEL-Saison erreichte das junge Team der Adler in der Vorrunde den dritten Platz, im Viertelfinale unterlag man jedoch dem späteren Meister Kölner Haie. 1996 belegte die Mannschaft dann wieder nur den sechsten Platz der Vorrunde und schied erneut im Viertelfinale aus.

Zwischenzeitlich war das Bosman-Urteil gefallen, wonach EU-Bürger ohne Transfersummen und ohne Reglementierung der Ausländeranzahl ihren Verein frei wählen dürfen. Das Mannheimer Management reagierte sehr schnell und verpflichtete Spieler aus Frankreich, Österreich, Italien und Belgien. Die Verstärkungen schlugen sofort ein und in der Saison 1996/97 wurde die Vorrunde knapp hinter Köln auf Platz Zwei abgeschlossen. In der Meisterrunde konnten die Haie sogar überholt werden, in den folgenden Play-Offs gewannen die Adler mit drei Sweeps, also ohne ein einziges Spiel zu verlieren, ihre zweite Deutscher Meisterschaft, die erste seit der Gründung der DEL. Als einziger Spieler der Meistermannschaft von 1980 war Kapitän Harold Kreis mit dabei, der anschließend seine aktive Karriere beendete.

Ein Jahr später wurde der Titel erfolgreich verteidigt. Nachdem die Vorrunde souverän von der Mannschaft gewonnen wurde, konnte die Meisterrunde zunächst nur auf dem vierten Platz abgeschlossen werden. In den Play-Offs musste das Team schließlich jedoch nur ein einziges Spiel, in der Finalserie gegen die Eisbären Berlin, verloren geben. Mit dem zweiten Titel stiegen die Adler zum Rekordmeister der noch jungen Spielklasse auf, der Mannheimer Philippe Bozon wurde zudem zum DEL-Spieler des Jahres gekürt. In der Sommerpause wurden wirtschaftliche Probleme des Vereins offenbar, die durch den Einstieg des SAP-Mitbegründers Dietmar Hopp bewältigt werden konnten. Die Hauptrunde der Saison 1998/99 beendeten die Adler zunächst auf dem dritten Platz, allerdings mit einem großen Rückstand auf die erstplatzierten Nürnberg Ice Tigers. Diese beiden Mannschaften standen sich schließlich auch im Play-off-Finale gegenüber, dass die Mannheimer schließlich 3:2 Spielen gewinnen konnten und damit die dritte Meisterschaft in Folge feierten.

Die nächste Saison war ein Jahr des Umbruchs. Meistertrainer Lance Nethery hatte ebenso wie einige der Leistungsträger der vergangenen Jahre Mannheim verlassen und wurde vom Kanadier Chris Valentine beerbt. Am Ende schied die Mannschaft bereits im Viertelfinale aus, einziger Lichtblick aus Sicht des MERC war Jan Alston, der mit 74 Punkten Topscorer der Deutschen Eishockey Liga werden. Mit einer erneut auf vielen Positionen veränderten Mannschaft und dem neuen Trainer Bill Stewart gewannen die Adler die Vorrunde der Saison 2000/01 mit dem neuen DEL-Rekord von 115 Punkten aus 60 Spielen und holten am Ende der Saison den fünften Meistertitel nach Mannheim.

Im Sommer 2001 musste der Stammverein Mannheimer ERC Insolvenzantrag stellen und wurde aufgelöst, der Mannheimer ERC K-S-E änderte daraufhin seinen Namen in Mannheimer ERC e.V. und gründete mit dem Mannheimer ERC Eishockey-Spielbetrieb e.V. einen Nachfolger im Eishockeybereich. Die Profimannschaft stieß in der Spielzeit 2001/02 hingegen erneut ins Finale vor, in dem die Mannschaft aber mit 2:3 Spielen den Kölner Haien unterlag. 2003 scheiterten die Adler im Halbfinale erneut an den Haien, gewann aber erstmals den neugeschaffenen Deutschen Eishockey-Pokal. Im folgenden Jahr belegte das Team nach der Vorrunde nur den sechsten Platz und scheiterte bereits im Viertelfinale an den Hamburg Freezers.

Zur Saison 2004/05 verstärkte sich die Mannschaft durch den Lockout in der National Hockey League zusätzlich mit den beiden deutschen NHL-Spielern Jochen Hecht und Sven Butenschön sowie dem französischen Nationaltorhüter Cristobal Huet und den Verteidigern Andy Delmore und Yannick Tremblay. Trotzdem wurde in der Hauptrunde nur ein sechster Platz erreicht. Dennoch erreichten die Adler das Play-Off-Finale, unterlag dort jedoch glatt in Spielen gegen die Eisbären Berlin. In die Saison 2005/06. startete die Mannschaft mit dem ligaweiten Etatrekord von acht Millionen Euro, zudem wurde mit der neu errichteten SAP-Arena eine der modernsten Multifunktionsspielstätten Europas bezogen. Nach der Hauptrunde fanden sich die Adler dennoch lediglich auf dem zehnten Tabellenplatz wieder, sodass die Play-offs erstmals seit ihrer Einführung im deutschen Eishockey 1981 ohne den Mannheimer ERC stattfanden. Zwar erreichte das Team erneut das Finale des Deutschen Eishockey-Pokals erreicht, hier unterlag man jedoch den DEG Metro Stars aus Düsseldorf. Trotz des sportlich schlechten Abschneidens in der Meisterschaft wurde der Zuschauerschnitt durch die neue Arena von 5.918 auf 11.056 pro Spiel gesteigert und damit fast verdoppelt. Zudem bedeutete dieser Schnitt den vierthöchste Zuschauerzuspruch in Europa.

In der Saison 2006/07 sicherte sich das Team nach einer überlegenen Hauptrunde durch einen Finalsieg über die Sinupret Ice Tigers den sechsten Meistertitel in der Vereinsgeschichte sowie gegen die Kölner Haie den zweiten DEB-Pokalgewinn. Damit gelang den Adlern als erster Mannschaft seit Gründung der DEL das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Auch der Zuschauerzuspruch erreichte mit 12688 Besuchern pro Hauptrundenspiel einen neuen Rekord und zudem den dritthöchste Schnitt in Europa. Nach einer über weite Strecken enttäuschenden Vorrunde, stellten die Adler Mannheim zusammen mit den Kölner Haien am 22. März 2008 den Rekord für das längste Spiel in der Deutschen Eishockey-Geschichte auf. Im dritten Play-off-Viertelfinalspiel in der KölnArena standen beide Teams 168:16 Minuten auf dem Eis, bis die Partie durch den 5:4-Siegtreffer des Kölners Philip Gogulla beendet wurde. Weltweit ist dieses Match damit das zweitlängste, nur ein Spiel der NHL aus dem Jahre 1936 dauerte länger.

Bislang wurden die Rückennummern von drei Spielern aufgrund ihrer Verdienste für den Verein „gesperrt“, das heißt, sie werden nicht mehr an aktive Spieler vergeben. Zur Erinnerung an die Ausgezeichneten wurden Banner mit den entsprechenden Nummern unter dem Dach der SAP-Arena angebracht.

Einige Spieler der Adler Mannheim wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

Seit der Gründung der Mannheimer ERC im Jahr 1938 trainierten den Verein 39 verschiedene Trainer aus sechs Nationen. Der erste hauptamtliche Übungsleiter der neuen Eishockeymannschaft war Toni Lindner, der den Posten 1939 übernahm. Auf ihn folgte Hugo Strauß und schließlich mit dem ehemaligen deutschen Nationaltrainer Bobby Bell der erste ausländische Coach des Mannheimer ERC. Mit bis heute 18 Staatsangehörigen kamen die meisten Trainer des MERC jedoch weiterhin aus Deutschland, gefolgt von elf Kanadiern, von denen ein Großteil in den 1960er-Jahren das Training im Friedrichspark leitete.

Auf die längste Amtszeit bei den Mannheimern können der Tscheche Ladislav Olejnik sowie der Kanadier Lance Nethery zurückblicken, die den Verein von 1981 bis 1985 beziehungsweise von 1994 bis 1999 jeweils fünf Spielzeiten lang trainierten. Sieht man bei Olejnik von einem kurzen Zwischenspiel beim SB Rosenheim im Jahr 1986 ab, saß dieser sogar neun Jahre in Folge auf der Trainerbank des Mannheimer ERC.

Lance Nethery ist zudem mit den Meisterschaften 1997, 1998 und 1999 der gemessen an gewonnenen Titeln bisher erfolgreichste Übungsleiter in der Vereinsgeschichte. Es folgen die weiteren Meistertrainer Heinz Weisenbach (1980), Bill Stewart (2001) Greg Poss und Teal Fowler (als Trainerduo 2007), an die jeweils ein eigener Wimpel unter dem Hallendach der SAP-Arena erinnert. Stewart sowie Poss/Fowler konnten 2003 beziehungsweise 2007 zudem jeweils einmal den Deutschen Eishockey-Pokal gewinnen. Ebenfalls erfolgreich verliefen die Amtszeiten von Ladislav Olejnik (Vizemeister 1982, 1983, 1985 und 1987) und Stéphane Richer (Vizemeister 2005).

Bruno Guttowski kann währenddessen die meisten Amtszeiten in Mannheim vorweisen. Er trainierte den MERC in der Spielzeit 1955/56 gemeinsam mit Erich Konecki, später stand er nochmals von 1959 bis 1962 (zusammen mit dem Schweizer Richard Torriani beziehungsweise dem Kanadier Hal Scholey) sowie von 1969 bis 1972 (am Ende gemeinsam mit Ulrich Finger und Gerhard Schuhmacher) hinter der Bande im Friedrichspark. Heinz Weisenbach (1976–1980 und 1990) sowie Ladislav Olejnik (1980–1985 und 1986–1989) bestritten zudem ebenfalls mehr als eine Amtszeit in der Quadratestadt.

Seit 28. Februar 2009 ist der langjährige Assistenztrainer Teal Fowler alleinverantwortlicher Übungsleiter der Adler Mannheim. nachdem sich der Verein kurz vor dem Beginn der Play-offs von Dave King, der im Dezember 2007 das Traineramt Greg Poss übernommen hatte, getrennt. Bereits im Januar hatte der Kanadier erklärt, seinen nach der Saison auslaufenden Vertrag in Mannheim nicht zu verlängern und in Zukunft nur noch als Interimstrainer für Vereine arbeiten zu wollen.

Im Mannheimer ERC selbst sind heute die Amateur- und Nachwuchsabteilungen – mit Ausnahme der in der Deutschen Nachwuchsliga spielenden „Jungadler Mannheim“ – organisiert. 2001 musste der bisherige Stammverein Mannheimer ERC Insolvenz beantragen, woraufhin die bereits 1976 abgespaltene Kunstlauf-Schnelllauf-Eisschießen-Abteilung Mannheimer ERC K-S-E mit dem Mannheimer ERC Eishockey-Spielbetrieb e.V. eine neue Eishockeyabteilung gründete, die daraufhin die Rolle des alten Stammvereins einnahm.

Darüber hinaus gehörte von 1982 bis 2005 eine Frauenmannschaft mit dem Namen „Mannheimer ERC Wild Cats“ zum Verein.

Nachdem die Amateurmannschaft des MERC schon 2005 hinter den Schwenninger ERC Fire Wings der Vizemeistertitel in der Baden-Württembergliga – der höchsten Spielklasse des Eissportverbandes Baden-Württemberg – erreicht und auf den möglichen Aufstieg in die Oberliga aus finanziellen Gründen verzichtet hatte, gelang dem Verein schließlich in der Spielzeit 2005/06 der Meistertitel. Auf Aufstieg musste aber wiederum mangels ausreichender finanzieller Ressourcen verzichtet werden, woraufhin der MERC in der Saison 2006/07 erneut an der Baden-Württembergliga teilnahm. Die Mannschaft erreichte zwar die Aufstiegsrunde zur Oberliga, scheiterte dort jedoch mit einem sechsten Platz. In der 2008 schaffte das Team zwar als Erstplatzierter der Meisterrunde den Sprung in die Qualifikationsrunde für die Aufstiegsrunde zur Oberliga, scheiterte dort allerdings am ESV Hügelsheim und der SG Stuttgarter EC/SC Bietigheim-Bissingen.

Schon zu den Gründungszeiten des MERC wurde im Verein intensive Nachwuchsarbeit betrieben, sodass bereits in der Saison 1940/41 die Jugendmannschaft des MERC das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreichte. Nach langen zum Teil sehr erfolgreichen Jahrzehnten wurde 1999 durch den Einstieg des Mäzens Dietmar Hopp auch die Jugendarbeit auf eine professionelle Ebene gebracht und das Projekt Jungadler aus der Taufe gehoben. Es wurde ein Sportinternat in Mannheim eingerichtet, in das talentierte Jungspieler aus ganz Deutschland aufgenommen werden, und zudem der ehemalige Adler-Torhüter Helmut de Raaf als hauptverantwortlicher Trainer engagiert. In der im Jahr 2000 gegründeten Deutschen Nachwuchsliga führte de Raaf die Jungadler auf Anhieb zum Deutschen Vize-Meistertitel. 2002 gelang schließlich der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, die bis 2006 jedes Jahr verteidigt wurde, ehe 2007 die Vize-Meisterschaft erreicht wurde. 2008 gewannen die Jungadler den sechsten von insgesamt acht ausgespielten DNL-Titeln gegen die Tölzer Junglöwen.

Da die Herrenmannschaft des MERC nur in der Baden-Württembergliga spielt, wurden die Jungadler zur Saison 2005/06 vom bisherigen Stammverein Mannheimer ERC in den Heilbronner EC umgegliedert, wodurch talentierte Nachwuchsspieler seitdem auch bei den in der 2. Bundesliga spielenden Profimannschaft Heilbronner Falken Erfahrungen sammeln können. Aus den Jungadlern gingen im Lauf der Jahre zahlreiche spätere Profispieler wie Christoph Ullmann, Fabio Carciola, Danny aus den Birken, Frank Mauer, Rainer Köttstorfer, Sachar Blank oder Christoph Gawlik hervor.

Die Frauenmannschaft des Mannheimer ERC wurde 1982 als „Mannheimer ERC Bob Cats“ gegründet und nahm ab 1984 am Spielbetrieb der Baden-Württemberg-Liga und ab 1986 zusätzlich der NRW-Liga, der späteren Bundesliga Nord, teil. Die erfolgreichste Zeit des in „Wild Cats“ umbenannten Teams lag zwischen 1988 und 1994 mit je drei Deutschen Meisterschaften und Vizemeisterschaften. Nach einem personellen Umbruch in der Mannschaft, nach dem dennoch Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft werden konnte, schafften die Wild Cats 1998 erneut die Vizemeisterschaft und errangen 1999 und 2000 ihren vierten und fünften Meistertitel.

Zur Saison 2005/06 wurde der Spielbetrieb vorerst aufgegeben, nachdem vier Spielerinnen ihre Verträge gekündigt hatten und dadurch keine spielfähige Mannschaft mehr existierte.

Noch vor dem zweiten Weltkrieg wurde 1939 das Eisstadion am Friedrichspark unweit des Mannheimer Schlosses eröffnet. Es war nach Plänen von Richard Pabst gebaut worden, der zuvor bereits Olympiastadion in Garmisch-Partenkirchen errichtet hatte. 1943 bei einem Luftangriff schwer zerstört, wurde das Stadion bis 1949 in vereinfachter Form und in offener Bauweise wiederaufgebaut. Erst zwischen 1959 und 1962 wurden die Zuschauertribünen sukzessive überdacht und schließlich 1969 auch die Eisfläche mit einem Dach versehen. Das Eisstadion am Friedrichspark war dennoch weiterhin nach drei Seiten hin sowie am Übergang zwischen Spielfläche und Zuschauertribünen offen, sodass die Spiele bei starkem Schneefall oder Nebel beeinträchtigt wurden. In der Spitze wurden 11.000 Zuschauer eingelassen, später wurde das Fassungsvermögen aber aus Sicherheitsgründen auf etwa 8.200 beschränkt.

Mit zunehmendem Alter wurde der Zustand des Stadions immer maroder, jedoch sah sich die Stadt Mannheim als Eigentümer sah außerstande, mehr als die dringendsten Reparaturen durchzuführen. Als sich in den 1980er-Jahren einige Fernsehsender wegen der schlechten Arbeitsbedingungen weigerten, Live-Übertragungen durchzuführen, wurde erstmals über einen Stadionneubau diskutiert. 1988 brannte das Leistungszentrum für Eissport in Mannheim komplett nieder, woraufhin Pläne erarbeitet wurden, die eine gemeinsame Lösung ein Stadion mit 15.000 Plätzen vorsah.

Nach jahrelanger, erfolgloser Debatte um den Bau einer neuen Spielstätte gab schließlich Mäzen Dietmar Hopp den Anstoß zum Bau einer neuen Multifunktionsarena. Hopp bot der Stadt eine zinslose Vorfinanzierung an, die vorsieht, dass die Arena nach Abbezahlung der Baukosten von 70 Millionen Euro nach 30 Jahren in das Eigentum der Stadt Mannheim übergeht. In Folge dessen wurde im Jahr 2004 mit dem Bau der neuen SAP-Arena im Mannheimer Osten begonnen, zudem wurden auf dem Gelände zwei von Hopp gestiftete Trainingshallen errichtet. Am 17. April 2005 fand mit der Niederlage in der Play-off-Finalserie gegen Berlin das letzte Pflichtspiel der Adler Mannheim im Friedrichspark statt. Am letzten Wochenende des Aprils wurde eine Abschiedsfeier unter dem Motto „Bye bye Friedrichspark“ durchgeführt, zu deren Höhepunkten die Spiele der „Adler-All-Stars 1994–1999“ gegen die „Adler-All-Stars 2000–2005“ sowie der MERC-Meistermannschaft 1980 gegen die „MERC-All-Stars“ gehörten. Am 21. August 2005, als nur der Unterrang der neuen Arena fertiggestellt war, bestritten die Adler mit einem Freundschaftsspiel gegen Köln die erste Partie im neuen Stadion. Die offizielle Einweihung folgte am 6. September mit einem Spiel gegen ein DEL-Dream-Team. Zwei Tage später fand schließlich das erste Pflichtspiel statt, das die Adler gegen Düsseldorf mit 6:5 nach Penaltyschießen gewannen.

Die Adler Mannheim haben derzeit 41 Fanclubs, in denen über 1.100 Fans organisiert sind. Die Clubs finden sich dabei nicht nur in Mannheim, sondern sind über ganz Südwestdeutschland verteilt. Zur besseren Organisation ihrer Aktivitäten haben sich die einzelnen Vereine zur Mannheimer Faninitiative Die Blau-Weiß-Roten zusammengeschlossen. Seit mehreren Jahren übernimmt zudem jeweils ein Spieler aus dem Kader der Adler die „Patenschaft“ eines Fanclubs. Bei Heimspielen halten sich die organisierten Fans im Stehplatzbereich in der Nordwestkurve der SAP-Arena auf.

Zudem existiert aufgrund der regionalen Nähe eine Rivalität zwischen den Fans der beiden DEL-Gründungsmitglieder Adler Mannheim und Frankfurt Lions, an die im Vorfeld und während der Begegnungen zwischen den beiden rivalisierenden Vereinen von Fans und Medien erinnert wird. In den wichtigen Begegnungen zwischen beiden Teams, wie den Play-off-Halbfinals 1998 und 2005 sowie im Viertelfinale 2007 blieben bislang jedes Mal die Adler knapp und nicht immer unumstritten siegreich, was die Rivalität im Laufe der Jahre weiter verstärkte.

Im Juni 2004 verkündeten die Adler Mannheim, eine Zusammenarbeit mit dem Heilbronner EC eingehen zu wollen. Die Mannheimer unterstützen den HEC seitdem sportlich vor allem durch die Mitgestaltung des Trainings der Falken durch die eigenen Torhüter- und Konditionstrainer sowie durch den Austausch von Nachwuchs- und Förderlizenzspielern. Nach den Regeln des Deutschen Eishockey Bunds dürfen Mannschaften der DEL eine Förderlizenz an Spieler unter 25 Jahren geben, wodurch diese für einen weiteren Verein in einer tiefklassigeren Liga spielberechtigt sind. Die Nachwuchsspieler der Adler sammeln durch diese Regelung bei den Falken erste Erfahrungen im Profibereich und können somit langsam an die höchste deutsche Eishockeyklasse herangeführt werden, während sie selbst den Zweitligisten spielerisch verstärken, woraus ein Synergieeffekt für beide Teams entsteht. Als Folge dessen verpflichteten sich die Falken, ein ähnliches Spiel- und Trainingssystem wie die Adler Mannheim einzuführen um den Austauschspielern somit einen leichteren Übergang beim Mannschaftswechsel zu ermöglichen. Zudem nutzen die Heilbronner Falken seit 2004 das Scouting-System der Adler Mannheim in Nordamerika, wodurch vor allem junge Spieler aus dem US-amerikanischen Collegespielbetrieb und East Coast Hockey League verpflichtet werden können, da sich der DEL-Club vornehmlich auf Spieler der hochklassigeren National Hockey League und American Hockey League konzentriert. Die Adler haben gleichzeitig die Möglichkeit, durch die Falken verpflichtete Spieler aus Nordamerika unverbindlich zu beobachten und anschließend ohne Risiko selbst unter Vertrag zu nehmen.

Zu den weiteren Vereinbarungen des Kooperationsvertrags gehörte die Schaffung einer Corporate Identity nach nordamerikanischem Vorbild. Fanartikel des Kooperationspartners werden beim jeweils anderen Verein verkauft, außerdem wurde die Trikotgestaltung der Falken an die Farben und an das Design der Spielkleidung der Mannheimer Adler angepasst. Zudem berichtet die Stadionzeitschrift der Adler seit 2004 auch über die Spiele der Heilbronner Falken. Zur Saison 2006/07 wurde die bestehende Zusammenarbeit weiter verstärkt, indem das DNL-Team der Mannheimer, die Jungadler, vom bisherigen Stammverein Mannheimer ERC in den HEC umgegliedert wurde.

2007 gingen die Adler Mannheim zudem eine Kooperation mit dem Baseball-Bundesligisten Mannheim Tornados ein. Im Rahmen der Zusammenarbeit können Dauerkarteninhaber der Adler seit dieser Zeit Spiele der Tornados zu freiem Eintritt besuchen, zudem soll mit dem Besuch von Adler-Spielern des Roberto Clemente Field ein größeres mediales Interesse rund um die Baseballmannschaft erreicht werden.

Zudem überträgt der private Lokalsender Radio Regenbogen im Rahmen einer Medienpartnerschaften mit dem MERC sämtliche Spiele der Adler Mannheim in voller Länge im Webradio, seit der Saison 2008/09 auf der eigenen Internetplattform Die Adler Live.

Die Adler Mannheim und ihre Fans sind vielfach sozial engagiert und unterstützen dabei unter anderem die Initiative des ehemaligen Adler-Torhüters Mike Rosati, die den Namen „Rosys Kids Corner“ trägt und Spenden für den Kampf gegen Leukämie sammelt. Jährlich wird bei einer Partie der Adler eine Aktion mit dem Namen „Spiel der leuchtenden Herzen“ durchgeführt und Spendengelder für Rosys Kids Corner und andere Einrichtungen gesammelt. Im Jahr 2008 kamen bei der Aktion Spendengelder in der Höhge von 60.000 Euro zusammen. Im Dezember 2008 konnte beim Spiel „Spiel der leuchtenden Herzen“ erneut 40.000 Euro an die 2008 gegründete Initiative „Adler helfen Menschen“ sowie die Deutsche Leukämie Forschungshilfe übergeben werden.

Zudem geht der Verein seit der Saison 2006/07 feste Partnerschaften mit Schulen dieser Region, in deren Rahmen beispielsweise die nordamerikanischen Spieler der Adler den Englischunterricht in den Partnerschulen besuchen und dort Talkrunden in Deutsch und Englisch abhalten. Zudem unterstützt der Club die Aktion „Drogen legen Dich auf Eis“, das schon seit einigen Jahren in Kooperation mit der Kriminalpolizei durchgeführt wird.

Traditionelles Maskottchen der Mannheimer ERC ist der Adler, der bereits im Wappen des MERC, gemeinsam mit dem Wappen der Stadt Mannheim, enthalten war und nach der Ausgliederung der Profimannschaft zum Namensgeber des neuen DEL-Vereins wurde. Noch heute bildet der Adler als Maskottchen einen wichtigen Bestandteils im Merchandising-Bereich des Clubs, ohne jedoch bei Heimspielen der Adler aufzutreten. Diese Rolle übernimmt hingegen das offizielle Maskottchen der SAP-Arena, das in einem Wettbewerb für Schulklassen den Namen „Udo“ erhielt. Vor und nach den Spielen der Adler sowie während der Drittelpausen betritt es in Form eines Schlittschuhläufers im Hamster-Plüschkostüm die Eisfläche und versucht mit diversen Animationsaktionen, die Stimmung in der Halle zu steigern.

Zum Seitenanfang



Source : Wikipedia