Jo-Wilfried Tsonga

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Geschrieben von tron 23/03/2009 @ 01:14

Tags : jo-wilfried tsonga, tennisspieler, tennis, sport

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Jo-Wilfried Tsonga

Jo-Wilfried Tsonga

Jo-Wilfried Tsonga (* 17. April 1985 in Le Mans, Frankreich) ist ein französischer Tennisspieler kongolesischer Abstammung väterlicherseits.

Die Öffentlichkeit bemerkte Tsonga 2003, als er die US Open in der Juniorenkonkurrenz im Finale gegen Marcos Baghdatis gewann. Im selben Jahr erreichte er die Semifinals der anderen drei Grand Slam Turniere. 2004 wurde er Profi.

2005 startete Tsonga bei den French Open erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. In der ersten Runde unterlag er dem Amerikaner Andy Roddick in drei Sätzen. Ein Bandscheibenvorfall zwang den 1,88 Meter großen und 90 Kilogramm schweren Athleten aus Le Mans anschließend zu fünf Monaten Pause. Später kamen Schulterprobleme und eine Bauchmuskelverletzung hinzu.

Dank einer Wild Card stand der Franzose erstmals bei den Australian Open im Hauptfeld und traf dort erneut auf Roddick. Diesmal unterlag Tsonga knapp mit 7:6(18), 6:7(2), 3:6 und 3:6. Der erste Satz, der im Tie-Break mit 20:18 an den damals auf Position 212 geführten 21-jährigen Franzosen ging, ist immer noch der längste Tie-Break in der Geschichte der Australian Open.

Tsonga gewann 2007 vier ATP-Challenger-Titel in Tallahassee, Mexiko-Stadt, Lanzarote und Surbiton. Beim ATP-Turnier in Queens schlug Tsonga in der 2. Runde überraschend den Titelverteidiger Lleyton Hewitt mit 7:6(5) und 7:6(2). Im Achtelfinale unterlag der Franzose dann dem Kroaten Marin Čilić mit 6:4, 3:6 und 2:6.

In Wimbledon erreichte Tsonga nach Siegen über Julien Benneteau, Nicolás Lapentti sowie Feliciano López das Achtelfinale, scheiterte dort aber in drei Sätzen an seinem Landsmann Richard Gasquet. Mit dem 74. Platz verbesserte er sich trotzdem stetig in der Tennis-Weltrangliste.

Bei den US Open 2007 gewann Tsonga gegen Óscar Hernández 7-5, 6-1, 6-3 und anschließend gegen Tim Henman in dessen letztem Grand-Slam-Match mit 7-6 (2), 2-6, 7-5, 6-4. Dann verlor er gegen den angeschlagenen Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal 7-6 (3), 6-2, 6-1.

Sein bisher größter Erfolg ist der Sieg im Halbfinale der Australian Open 2008 über Rafael Nadal mit 6-2, 6-3, 6-2. Tsonga erreichte somit nach beeindruckender Leistung sein erstes Grand-Slam-Finale, verlor dies allerdings gegen den Serben Novak Đoković mit 6:4, 4:6, 3:6, 6:7 (2:7).

Am 12. Januar 2008 konnte er zudem seinen zweiten Karriere-Titel im Doppel gewinnen. Er gewann mit seinem Landsmann Richard Gasquet die Doppelkonkurrenz des ATP-Turnieres in Sydney gegen die Weltranglistenersten der ATP-Doppelweltrangliste Bob Bryan und Mike Bryan mit 4:6, 6:4, 11:9.

Nach einer vierteljährigen Verletzungspause (Meniskusverletzung) feierte er bei den US-Open sein Comeback. Dort unterlag er nach Siegen über die Spanier Ventura und Carlos Moya dem an 15. gesetzten Spanier Tommy Robredo in drei Sätzen.

Am 28. September gelang Jo-Wilfried Tsonga sein erster Turniererfolg im ATP-Turnier von Bangkok. Dort bezwang er im Finale den Weltranglistendritten Novak Đoković mit 7:6, 6:4. Am 3. November gewann Tsonga außerdem das mit 2,7 Millionen Dollar dotierte Masters Series Turnier von Paris, in dessen Finale er den Argentinier David Nalbandian mit 6:3, 4:6, 6:4 besiegte. Durch diesen Erfolg sicherte er sich ebenfalls die Teilnahme am Tennis-Masters Cup in Shanghai, wo er nach einem Sieg über Novak Đoković, den späteren Sieger des Master-Cups, in den Vorrunde scheiterte.

Er schied im Viertelfinale der Australian Open aus, nachdem er gegen den Weltranglistenplatz 8 gesetzten Fernando Verdasco nach vier Sätzen verlor.

Im Februar gewann Tsonga seinen dritten ATP-Titel beim Turnier in Johannesburg. Er besiegte Jeremy Chardy mit 6:4 7:6(5). Im selben Monat gewann er auch das Turnier in Marseille gegen den Franzosen Michael Llodra.

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Rafael Nadal

Rafael Nadal bei den US Open 2006

Rafael Nadal Parera (katalanisch Rafel Nadal Parera, * 3. Juni 1986 in Manacor, Mallorca) ist ein spanischer Tennisspieler und seit dem 18. August 2008 die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste.

Rafael Nadal gewann in seiner bisherigen Karriere sechs Grand-Slam-Titel, viermal bei den French Open, sowie einmal in Wimbledon und die Australian Open. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gewann Nadal zudem die Einzelkonkurrenz.

Der besonders als Sandplatzspezialist bekannte Spieler hält den Rekord der längsten Siegesserie auf Sand: zwischen April 2005 und Mai 2007 gewann er 81 Spiele in Folge, bevor er im Endspiel des Hamburger Masters-Turniers gegen Roger Federer verlor.

Rafael (Rafa) Nadal Parera wurde auf der spanischen Insel Mallorca geboren. Der Nachname Nadal entstammt dem dort gesprochenen Katalanischen und bedeutet Weihnachten.

Nadal begann im Alter von vier Jahren mit dem Tennisspielen. Erster und bis heute einziger Trainer ist sein Onkel Toni. Nadals zweiter Onkel Miguel Ángel Nadal spielte als Profi-Fußballer unter anderem für den FC Barcelona und hatte 63 Einsätze für die spanische Nationalmannschaft.

Rafael Nadal suchte schon früh den Weg auf die Profitour. Im Jahr 2001 wurde der Spanier erstmals als Profi-Spieler gemeldet und spielte bei einigen niederklassigen Wettbewerben.

2002, mit erst 16 Jahren, gelang dem Mallorquiner sein erster Spielgewinn auf der ATP-Tour. Im selben Jahr gewann Nadal sechs Titel bei kleineren spanischen, unterhalb der höchsten Turnierkategorie angesiedelten Turnieren der Future-Serie. Im Juni erreichte er bei seinem einzigen Start auf der Junioren-Tour das Halbfinale von Wimbledon.

Zum Jahresende 2002 hatte sich der Spanier um rund 600 Plätze in der Tennis-Weltrangliste verbessert und beendete die Saison erstmals unter den 200 besten Spielern der Welt.

Die Saison 2003 begann für Nadal mit einigen Finalteilnahmen auf der Challenger-Tour, bevor er sich im April 2003 erstmals für ein Turnier der Masters-Series qualifizieren konnte. In Monte Carlo macht er mit Siegen über Karol Kucera und Albert Costa auf sich aufmerksam, ehe er in der dritten Runde gegen den späteren Finalisten Guillermo Coria verlor. Durch diesen Erfolg hatte Nadal weitere wichtige Punkte in der Rangliste errungen, die ihm in den nächsten Wochen und Monaten die regelmäßige Teilnahme an Turnieren der ATP-Tour, der höchsten Spielklasse im Herrentennis, ermöglichten. Im Mai des Jahres qualifizierte er sich erneut für ein Turnier der Masters-Series. Am Rothenbaum in Hamburg erreichte er mit Siegen über den Franzosen Paul-Henri Mathieu und Carlos Moya die dritte Runde. Eine Verletzung verhinderte einen ersten Start bei den French Open. Wenige Wochen später erreichte er bei seinem ersten Start in Wimbledon mit 17 Jahren als jüngster Spieler seit dem sechzehnjährigen Boris Becker 1984 die dritte Runde. Später im Jahr folgte die bis dahin beste Platzierung auf der ATP-Tour mit Erreichen des Halbfinales beim Turnier in Umag. Schon in der Saison 2003 deutete sich Nadals besondere Stärke auf Sandplätzen an: 11 seiner 14 Saisonsiege konnte er auf diesem Spielbelag vorweisen. Zum Jahresende stand Rafael Nadal erstmals in den Top 50 der Tennis-Weltrangliste. Nadal spielte in der Saison 2003 zudem für den TC Blau-Weiß Neuss in der Tennis-Bundesliga.

2004 gewann Nadal erstmals ein ATP-Turnier. Er siegte im August in Sopot. Bereits zu Jahresbeginn hatte er in Auckland auf Hard Court erstmals das Finale eines ATP-Turniers erreicht, war aber Dominik Hrbaty unterlegen. Bei seinem Debüt bei den Australian Open zog Nadal in die dritte Runde ein, in der er Lleyton Hewitt unterlag. Nach dem Einzug ins Viertelfinale des Turniers von Dubai erreichte der junge Spanier auch die vierte Runde beim Turnier in Miami. Hier setzte er ein besonderes Ausrufezeichen: er besiegte den Weltranglisten-Ersten Roger Federer in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:3.

Besondere Aufmerksamkeit erregte Nadal indessen bei den sich anschließenden großen Sandplatzturnieren. Der Spanier erreichte mehrmals die Runde der letzten Acht. Auch beim Turnier von Estoril zog der Spanier ins Viertelfinale ein. Bei seinem Dreisatz-Sieg über den Franzosen Gasquet erlitt der Siebzehnjährige eine Stressfraktur im Mittelfußknochen, die ihn zu einer dreimonatigen Pause zwang. Das Comeback fand im Juli in Bastad statt. Nadal erreichte auf Anhieb erneut das Viertelfinale, wo er gegen Gaston Gaudio verlor. Schon eine Woche später bestritt Nadal am Stuttgarter Weißenhof abermals ein Viertelfinale.

Im August in Sopot gelang ihm schließlich der erste Turniersieg. Nadal schaffte erneut den Sprung unter die besten 50 Spieler der Welt. Bei den US Open 2004 erreichte Nadal zusammen mit Tommy Robredo erstmals das Halbfinale eines Grand Slam-Turniers im Doppel.

Nach eher durchschnittlichen Leistungen in der Hallensaison beendete Rafael Nadal die Saison 2004 auf Platz 51 der Weltrangliste.

Ein letztes Highlight folgte im Dezember, als Nadal zum Sieg der Spanier im Daviscup-Finale gegen die USA beitrug. Mit 18 Jahren und 6 Monaten war er bei seinem Sieg über Andy Roddick der zweitjüngste Spieler (nur Boris Becker war 1985 im Daviscup-Finale gegen Schweden jünger), der jemals ein Einzelmatch in einem Daviscup-Finale gewann. Spanien besiegte die USA mit 3:1.

Das Jahr 2005 brachte den endgültigen Durchbruch: Rafael Nadal gewann 11 Turniere, darunter seinen ersten Grand Slam-Titel bei den French Open sowie 4 Turniere der Masters-Kategorie. Im Frühjahr gewann er 24 Spiele in Folge. Acht seiner 11 Titel gewann der Spanier auf Sand, seinem Lieblingsbelag. Nadals Jahresbilanz auf Sand lautete auf unglaubliche 50 Siege und 2 Niederlagen, wobei er bis zum Jahresende 36 Matches in Folge ungeschlagen blieb. Nadal wurde somit zum erfolgreichsten Sandplatz-Spieler seit dem Österreicher Thomas Muster, der 1995 fünfundsechzig Siege bei zwei Niederlagen feierte.

Den größten Erfolg feierte Rafael Nadal im Juni bei den French Open in Paris. Er war der erste Spieler seit Mats Wilander 1982, der die French Open gleich beim Debüt gewinnen konnte. Im Halbfinale besiegte er an seinem neunzehnten Geburtstag sensationell den Weltranglisten-Ersten Roger Federer mit 6:3, 4:6, 6:4 und 6:3. Mit seinem Sieg über Mariano Puerta im Finale in Paris wurde Nadal mit 19 Jahren und 2 Tagen der jüngste Grand Slam-Sieger seit Pete Sampras bei den US Open im Jahre 1990.

Nach 24 Siegen in Folge verlor Nadal erstmals wieder in Halle gegen den Deutschen Alexander Waske. Auch in Wimbledon musste der Spanier eine relativ frühe Niederlage einstecken: er verlor als Nummer vier der Setzliste gegen den Luxemburger Gilles Müller in der zweiten Runde. Nach der Rückkehr auf die Sandplätze im Juli setzte der Spanier seine Siegesserie mit Turniergewinnen in Bastad und Stuttgart fort. Nadals Siegesserie auf Sand überstand das Jahr 2005. Im Anschluss gewann er in Montreal den ersten Titel auf Hard Court, als er Andre Agassi in drei Sätzen schlug. Nach einer relativ frühen Niederlage bei den US Open gegen den Amerikaner James Blake in der dritten Runde, gewann der Spanier in Peking seinen zehnten ATP-Titel. Er siegte im Finale gegen Guillermo Coria. Im Oktober triumphierte Nadal in Madrid auch erstmals bei einem Hallen-Turnier der Masters Serie gegen Ivan Ljubicic.

Ende des Jahres 2005 rückte der Spanier immer stärker in die Rolle des Herausforders des Schweizer Weltranglisten-Ersten Federer. Federer wie auch Nadal beendeten das Jahr mit je 11 Turniersiegen, wobei beide je vier der höchsten Masters-Kategorie gewannen. Federer konnte 81 und Nadal 79 Matchgewinne verbuchen.

Nadal beendete das Jahr auf dem zweiten Platz der Tennis-Weltrangliste. Er war damit der erste Teenager seit Boris Becker im Jahr 1986, dem dies gelang.

Im Jahr 2006 begann Nadal mit einer Bilanz von 22 Siegen bei 25 Matches innerhalb der ersten vier Monate des Jahres. In den Finals von Dubai (Hartplatz), Monte Carlo, Rom und Paris (alle auf Sand) schlug er erneut den Weltranglisten-Ersten Roger Federer. Nadal entwickelte sich mehr und mehr zum einzigen wirklichen Angst-Gegner des insgesamt die Szene ungefährdet dominierenden Schweizers.

Nach seinem Erfolg in Monte Carlo siegte Nadal auch in Barcelona. Bei den Offenen Italienischen Meisterschaften in Rom bezwang Nadal im Finale erneut Federer, diesmal nach über fünf Stunden und Abwehr zweier Matchbälle mit 6:7, 7:6, 6:4, 2:6 und 7:6. Mit diesem Sieg war Nadal seit 53 Matches auf Sand unbesiegt und stellte damit den Rekord von Guillermo Vilas aus dem Jahre 1973 ein. In Anschluss an das kraftraubende Match verzichtete Nadal, wie auch Federer, auf einen Turnierstart in Hamburg, um sich für die kurz darauf stattfindenden French Open zu schonen.

In seiner ersten Partie in Roland Garros löschte Rafael Nadal die gemeinsam mit Guillermo Vilas gehaltene Bestmarke von 53 aufeinanderfolgenden Siegen auf Sandplätzen. Im Finale am 11. Juni traf er erneut auf den Weltranglistenersten Federer. Diesmal siegte Nadal nach 3 Stunden und 2 Minuten in vier Sätzen mit 1:6, 6:1, 6:4 und 7:6 (7:4). Mit diesem Sieg hatte Nadal nunmehr 60 Siege auf Sand in Folge errungen. Er war der erste Spieler seit Gustavo Kuerten im Jahre 2001, dem es gelang, seinen Titel auf der „terre battue“ zu verteidigen.

Im Anschluss zeigte sich Nadal auch auf Rasen stark verbessert. Beim traditionellen Wimbledon-Vorbereitungsturnier in Queens erreichte der Spanier das Viertelfinale. In der Runde der letzten Acht zwang ihn eine Rückenverletzung zur Aufgabe gegen den späteren Turniersieger Lleyton Hewitt. In Wimbledon erreichte der Sandplatzspezialist zur Überraschung vieler Experten das Endspiel. Nadal war der erste Spanier seit dem Titelgewinn seines Landsmannes Manuel Santana 1966, dem der Einzug ins Finale der Offenen Meisterschaften von England gelang. Dort kam es erneut zu einem Duell zwischen Nadal und dem dreifachen Champion Federer, der die fünf letzten Vergleiche gegen den Spanier alle verloren hatte. Der Schweizer gewann 6:0, 7:6 (7:5), 6:7 (2:7) und 6:3. Für Nadal ging damit eine besondere Serie zu Ende: die Niederlage an der Church Road war die erste in einem Finalspiel nach insgesamt 14 Erfolgen in Serie.

Bei den US Open erreichte Nadal das Viertelfinale, scheiterte dort aber überraschend an Michail Youzhny. Auch beim Hallenmasters in Madrid schied Nadal im Viertelfinale aus. Beim ATP-Masters-Cup in Shanghai erreichte Nadal schließlich das Halbfinale, wo er an Roger Federer mit 4:6 und 5:7 scheiterte. Wie im Vorjahr beendete Nadal das Jahr damit auf dem zweiten Platz der Weltrangliste.

Zu Beginn des Jahres 2007 erreichte Nadal das Viertelfinale der Australian Open, unterlag dort jedoch Fernando Gonzalez klar in drei Sätzen. Auch beim Turnier in Dubai scheiterte der Spanier im Viertelfinale, wie schon bei den vergangenen US Open unterlag er Michail Youzhny. Beim Masters-Turnier in Indian Wells feierte Nadal dann seinen ersten Turniersieg seit den French Open im vergangenen Jahr. Beim Masters-Turnier in Miami unterlag er dann jedoch im Viertelfinale Novak Đoković, den er im Finale von Indian Wells noch bezwungen hatte. Am 22. April verteidigte Nadal dann seinen Titel beim Masters-Turnier in Monte Carlo gegen den Weltranglisten-Ersten Roger Federer mit 6:4 und 6:4. Dies war bereits Nadals 7. Sieg im 10. Aufeinandertreffen mit dem Schweizer.

Ende April gewann Nadal das Turnier von Barcelona ohne Satzverlust, sein Finalgegner war Guillermo Cañas. Am 13. Mai verteidigte er seinen Titel bei Masters in Rom mit einem 6:2 und 6:2 gegen Fernando Gonzalez. Zu diesem Zeitpunkt war Nadal damit seit 78 Matches auf Sand unbesiegt. Mit dem Erfolg im Halbfinale gegen den Russen Nikolai Dawydenko stellte der Spanier zudem einen neuen Rekord von ungeschlagenen Spielen auf einem Belag auf. Den bisherigen Rekord hatte John McEnroe gehalten. Auch im Master von Hamburg erreichte Nadal das Finale, doch diesmal verlor er nach 81 Siegen auf Sand in einem Finale auf höchstem Niveau gegen den Weltranglistenersten Roger Federer mit 6:2, 2:6 und 0:6. Bei den French Open erreichte er das Finale, in dem er am 10. Juni Roger Federer mit 6:3, 4:6, 6:3 und 6:4 in 189 Minuten bezwang. Somit gelang Nadal der French Open-Hattrick. Dies schaffte zuletzt Björn Borg vor 27 Jahren.

Beim Rasenturnier im Queen’s Club erreichte Nadal das Viertelfinale, unterlag dort aber dem Franzosen Nicolas Mahut mit 5:7 und 6:7(0:7).

Beim Turnier in Wimbledon gewann Nadal im Achtelfinale gegen Mikhail Youzhny nach einem 0:2-Satzrückstand noch das Match, nachdem der Russe wegen Rückenproblemen eingeschränkt war. Nach dem Viertelfinale gegen Tomas Berdych traf Nadal auf Novak Đoković, der wegen Ermüdung und einer geprellten Zehe beim Stand von 6:3, 1:6, 1:4 aufgab. Im Finale traf Nadal wie im Vorjahr auf Roger Federer. Nach fünf sehr hart umkämpften Sätzen konnte sich schließlich Federer mit 7:6, 4:6, 7:6, 2:6 und 6:2 durchsetzen. Zwei Wochen später gewann Nadal zum zweiten Mal das ATP-Turnier von Stuttgart. Im Finale schlug er den Schweizer Stanislas Wawrinka mit 6:4 und 7:5.

Beim Masters-Turnier in Montreal erreichte Nadal das Halbfinale, unterlag dort jedoch Novak Đoković mit 5:7 und 3:6. Bei den US-Open verlor Nadal, der sich mit Knieproblemen plagte, im Achtelfinale gegen seinen Landsmann David Ferrer in vier Sätzen. Nadal musste auch das Turnier von Bangkok wegen der Knieverletzung absagen. Beim Masters in Madrid verlor er im Viertelfinale gegen den späteren Sieger David Nalbandian mit 1:6 und 2:6. Beim Paris Masters erreichte Nadal nach Siegen gegen Youzhny und Marcos Baghdatis das Finale, in welchem er gegen Nalbandian unterlag.

Bei seinem letzten Turnier des Jahres, dem Masters Cup in Schanghai, bezwang er in der Gruppenphase Richard Gasquet mit 3:6, 6:3 und 6:4. In seinem zweiten Gruppenspiel verlor er gegen David Ferrer in drei Sätzen und musste um das Weiterkommen bangen. Allerdings gewann er sein letztes Gruppenspiel gegen den Serben und Aufsteiger des Jahres Novak Đoković unerwartet leicht mit 6:4, 6:4 und zog somit als Gruppenzweiter in das Halbfinale ein, in welchem er Roger Federer unterlag. Nadal beendete auch das Jahr 2007 als Nummer zwei der Weltrangliste und auch auf dem zweiten Platz im Championsrace.

Nadal erreichte beim Turnier von Chennai das Finale, welches er allerdings deutlich gegen Youschny mit 6:0 und 6:1 verlor. Noch am Vorabend hatte er in einem vierstündigen Spiel gegen seinen Landsmann Carlos Moya mit 6:7, 7:6 und 7:6 gewonnen. Bei den Australian Open 2008 erreichte Nadal das Halbfinale, in welchem er in drei Sätzen gegen Jo-Wilfried Tsonga verlor. In Rotterdam erreichte er nur das Achtelfinale, in welchem er gegen den Italiener Andreas Seppi knapp in drei Sätzen verlor.

Beim Turnier von Dubai erreichte der Mallorquiner wie im Vorjahr das Viertelfinale, in dem er dem späteren Turniersieger Andy Roddick in zwei Sätzen unterlag. Beim folgenden Masters-Turnier in Indian Wells erreichte Nadal als Titelverteidiger das Halbfinale, wo er gegen den späteren Turniersieger, den Australian-Open-Gewinner Novak Đoković, verlor. Im Turnierverlauf gelangen ihm Siege gegen James Blake sowie gegen Jo-Wilfried Tsonga. Blake konnte er auf dem Weg ins Finale des unmittelbar anschließenden Masters-Turniers von Miami erneut schlagen. Im Endspiel musste sich Nadal dem Russen Nikolay Davydenko in zwei Sätzen mit 4:6 und 2:6 geschlagen geben.

Für das spanische Davis-Cup-Team spielte Nadal vor der Sandplatz-Saison ein letztes mal auf Hartplatz. In Bremen trug er ein 7:6, 6:0 und 6:3 gegen Nicolas Kiefer zum 4:1 Erfolg der Spanier über Deutschland im Viertelfinale bei.

Mit einem 7:5, 7:5-Erfolg gegen Roger Federer holte sich Nadal den vierten Titel von Monte Carlo in Folge und machte so einen historischen Sieg perfekt. Für den Spanier wurde es der 24. Einzeltitel in seiner Karriere und der 19. auf Sand. Im Doppel gewann er zusammen mit Tommy Robredo ebenfalls das Endspiel, und somit den vierten Titel in seiner Profilaufbahn.

Bei den Barcelona Open Seat Gódo schlug er im Finale seinen Landsmann David Ferrer mit 6:1, 4:6 und 6:1. Damit ist Nadal der einzige, der dieses Turnier vier Mal in Folge gewinnen konnte. Zuvor konnten Björn Borg und Mats Wilander dieses Turnier jeweils drei Mal hintereinander gewinnen.

Beim ATP-Masters-Series-Turnier von Rom schied Nadal gegen seinen Landsmann Juan Carlos Ferrero in Runde zwei mit 5:7 und 1:6 aus. Eine Woche später konnte der Spanier sich für die Niederlage vom letzten Jahr im Finale des Turniers in Hamburg gegen Roger Federer mit 7:5, 6:7 und 6:3 revanchieren. Es war das bis dahin 16. Aufeinandertreffen der beiden Rivalen, Nadal hatte dabei eine Bilanz von 10:6. Rafael Nadal ist erst der dritte Spieler der Tennisgeschichte, der alle drei Masters-Turniere auf Sand gewinnen konnte.

Bei den French Open 2008 erlangte Nadal ohne einen einzigen Satzverlust seinen 22. Sieg auf Sand und den vierten Sieg in Folge bei den French Open. Damit konnte er den Open-Era-Rekord von Björn Borg egalisieren. Nach einem Erfolg im Halbfinale gegen Novak Đoković gewann Nadal das Finale gegen Roger Federer deutlich mit 6:1, 6:3 und 6:0. Mit nur 107 Minuten war es das kürzeste Finale in Roland Garros seit 1980. Wenige Tage später, am 15. Juni 2008, gewann Nadal sein erstes Turnier auf Rasen mit 7:6 und 7:5 gegen den Serben Novak Đoković beim Turnier im Queen’s Club von London.

Beim Turnier von Wimbledon kam es wie in den vergangenen zwei Jahren erneut zum Finale zwischen Nadal und Roger Federer. Diesmal jedoch gewann der Spanier in einem knappen Fünf-Satz-Match mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7 und 9:7. Damit beendete er die Siegesserie Federers, der zwischen 2003 und 2007 das Turnier fünf Mal in Folge gewinnen konnte. Mit diesem Sieg gelang es zum ersten mal seit Björn Borg 1980 einem Spieler, die French Open und Wimbledon im selben Jahr zu gewinnen. Außerdem war Nadal nach Manuel Santana, der 1966 in Wimbledon erfolgreich war, der zweite Spanier, dem ein Sieg bei diesem Grand-Slam-Turnier gelang.

Beim ersten Turnier der Hartplatzsaison in Toronto (Masters-Kategorie), das abwechselnd mit Montréal stattfindet, gewann Nadal das Finale gegen Nicolas Kiefer mit 6:3 und 6:2.

Beim Turnier von Cincinnati gelangte Nadal ins Halbfinale, wo er gegen den Serben Novak Đoković mit 1:6 und 5:7 verlor. Im gleichen Turnier schied der Weltranglistenerste Roger Federer im Achtelfinale gegen Ivo Karlovic mit 6:7, 6:4 und 6:7 aus. Damit war besiegelt, dass Rafael Nadal den Schweizer Roger Federer zum 18. August 2008 an der Spitze der Tennisweltrangliste ablösen würde, die dieser 237 Wochen in Folge innegehabt hatte.

Am 17. August 2008 gewann Nadal bei den Olympischen Sommerspielen in Peking das Finale im Herreneinzel gegen den Chilenen Fernando González mit 6:3, 7:6 und 6:3.

Bei den US Open konnte sich Nadal gegenüber dem Vorjahr steigern und erreichte zum ersten Mal das Halbfinale, in dem er auf Andy Murray traf. Beim Stand von 2:6, 6:7 und 3:2 musste das Spiel wegen Regens unterbrochen werden. Nach der Fortsetzung am Sonntag verlor Nadal das Match in vier Sätzen mit 2:6, 6:7, 6:4 und 4:6.

Nach seinem Einsatz im Davis-Cup-Viertelfinale kam Rafael Nadal auch im Halbfinale gegen die USA zum Einsatz. In Madrid konnte er im ersten Spiel Sam Querrey mit 6:7, 6:4, 6:3 und 6:4 besiegen. Die vierte Begegnung der Partie gewann er gegen Andy Roddick glatt in drei Sätzen: 6:4, 6:0 und 6:4. Insgesamt schlug Spanien die USA mit 4:1.

Das spanische Heimspiel bei den Madrid Masters endete für Nadal mit einer Halbfinalniederlage gegen den ungesetzten Franzosen Gilles Simon; Nadal verlor in drei Sätzen mit 6:3, 5:7 und 6:7.

Das letzte Masters in Paris war für Nadal im Viertelfinale beendet, dass er beim Stand von 1:6 wegen Knieproblemen abbrechen musste. Diese Verletzung war ebenfalls der Grund für seine Absage des Tennis Masters Cups. Auch für das Davis-Cup-Finale wurde Nadal deshalb nicht nominiert.

Das Jahr 2009 begann für Rafael Nadal mit dem ATP Turnier von Doha in Qatar. Nach klaren Siegen in den ersten beiden Spielen schied Nadal im Viertelfinale gegen den Franzosen Gaël Monfils mit 4:6 und 4:6 aus. Dagegen lief es im Doppelwettbewerb zusammen mit seinem Landsmann Marc López besser. Sie sicherten sich den Doppelsieg gegen die kanadisch-serbische Paarung Daniel Nestor und Nenad Zimonjić mit 4:6, 6:4 und 10:8.

Anfang Februar gelang Nadal bei den Australian Open der erste Grand-Slam-Sieg auf einem Hartplatz. Im Finale besiegte er Roger Federer nach 4:23 Stunden in fünf Sätzen mit 7:5, 3:6, 7:6 (7:3), 3:6 und 6:2. Für Nadal war es der insgesamt sechste Grand-Slam-Titel, der 13. Sieg im 19. Duell gegen Federer und gleichzeitig der erste Einzel-Sieg eines Spaniers bei den Australian Open.

Nadals Spielweise ist durch ein kraftvolles und aggressives Grundlinientennis geprägt. Seine Schläge auf einhändiger Vor- und beidhändiger Rückhandseite sind meist mit dem für Spanier und Südamerikaner charakteristischen starken Topspin versehen, den er durch einen extremen Vorhandgriff und volle Beschleunigung hervorruft. Hierbei benutzt Nadal vorzugsweise den so genannten Westerngriff, der es ihm ermöglicht, dem Ball einen extremen Drall zu verleihen. Die ebenfalls mit starkem Topspin geschlagene Vorhand ist Nadals stärkste Waffe und gilt als eine der härtesten im Profitennis. Hingegen setzt Nadals Aufschlagsspiel im Unterschied zu vielen seiner Konkurrenten nicht auf Härte und Geschwindigkeit, sondern auf eine strategisch geschickte Positionierung. Nadal verfolgt hierbei die Strategie, möglichst extreme Winkel zu spielen, was für seine Gegner mit sehr weiten Laufwegen verbunden ist.

Nadals bevorzugter Untergrund ist der Sandplatz. Er gilt auf ihm zur Zeit als nahezu unbesiegbar. Oft wird er deshalb als Sandkönig („el rey de la tierra“) bezeichnet.

Nadal absolviert seine Spiele in der Regel in Muskelshirts. Seine Spielhand ist die Linke, obwohl er Rechtshänder ist. Verantwortlich für diesen Umstand ist Trainer und Onkel Toni Nadal, der die Ansicht vertrat, dass Rafael Nadals beidhändige Rückhand von einem starken rechten Arm profitieren würde. Bemerkenswert ist auch die außergewöhnliche Athletik des Mallorquiners und hier im Besonderen seine enorme Schnelligkeit und Beweglichkeit, die es ihm oft ermöglicht, auch schwierige Bälle auf der Rückhandseite zu umlaufen und stattdessen den stärkeren Vorhandschlag einzusetzen. Nadal gilt als nervenstark und besitzt ein außergewöhnlich ausgeprägtes Antizipationsvermögen. Auf Grund dieser Eigenschaft sind die Gegner des Spaniers zu sehr aktivem und risikoreichem Spiel gezwungen.

Oft wurde Nadal in der Vergangenheit für sein Verhalten beim Aufschlag kritisiert, denn bevor er diesen ausübt, putzt er zuerst die Linie, schlägt seine Schuhe ab, richtet seine Strümpfe, streicht sein Haar hinter die Ohren und zum Schluss zupft er sich noch die Hose aus dem Hinterteil. Nicht selten führt dies auch zur Verärgerung des Gegners.

Durch sein auffälliges Outfit gilt der allerdings eher schüchterne Spanier als Pop-Star der Szene.

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Novak Đoković

Novak Đoković 2007 bei den Australian Open

Novak „Nole“ Đoković (kyrillisch Новак Ђоковић, andere Transkription Novak Djokovic; * 22. Mai 1987 in Belgrad, Jugoslawien, heute Serbien) ist ein serbischer Tennisspieler. In seiner bisherigen Karriere konnte Đoković insgesamt 12 Profititel gewinnen, der größte Erfolg war dabei der Gewinn der Australian Open 2008. Zudem erreichte Đoković 2007 das Finale der US Open und eroberte im Juli 2007 mit Platz 3 seiner bisher höchste Platzierung in der Tennis-Weltrangliste. Đoković ist der jüngste Spieler in der Open Era, der bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens einmal das Halbfinale erreichte.

Đoković begann als Vierjähriger mit dem Tennisspielen. Mit zwölf Jahren kam er auf die Tennis Academy von Nikola Pilić in München. 2003 debütierte er als Profi und stand am Ende des Jahres auf dem 679. Platz der ATP-Rangliste. Innerhalb von vier Jahren konnte er sich auf Platz 3 verbessern. Đoković lebt in Monte Carlo, Monaco.

Bei den Junioren schaffte Đoković 2004 den Einzug ins Halbfinale der Australian Open. Bei den Lambertz Open 2004 gewann er sein erstes ATP-Challenger-Turnier.

Als Profi erreichte er 2005 jeweils als Qualifikant die dritte Runde in Wimbledon und bei den US-Open, wobei er einige höher eingeschätzte Spieler wie Gaël Monfils und Mario Ančić schlagen konnte. Das Jahr beendete er auf dem 78. Platz der Rangliste.

2006 erreichte er das Halbfinale beim ATP-Turnier von Zagreb und das Viertelfinale bei den French Open, als er erst gegen den späteren Sieger Rafael Nadal nach 0:2-Satzrückstand wegen Rückenproblemen aufgeben musste. Auf seinem Weg ins Viertelfinale schlug er unter anderem mit Fernando Gonzalez und Tommy Haas zwei Spieler, die deutlich vor ihm in der Weltrangliste platziert waren.

Im Juli 2006 gewann Đoković das ATP-Turnier in Amersfoort in den Niederlanden und im Oktober siegte er im französischen Metz, wodurch er auf den 16. Platz der Rangliste kletterte.

Im Jahr 2007 erreichte Đoković das Achtelfinale der Australian Open, wo er dem Weltranglistenersten Roger Federer unterlag. Im März erreichte er dann das Finale des Masters-Turniers in Indian Wells, wo er Rafael Nadal unterlag. Durch diese Turniere rückte Đoković als erster serbischer Tennisspieler in die Top Ten der Weltrangliste vor.

Am 1. April 2007 gewann Đoković das ATP Masters-Turnier in Miami, als bislang jüngster Spieler der Turniergeschichte. Mit einem klaren 6:3, 6:2 und 6:4 besiegte er den Argentinier Guillermo Cañas. Beim Masters-Turnier in Monte Carlo erreichte Đoković das Achtelfinale, wo er an David Ferrer scheiterte. Anfang Mai 2007 gewann Đoković das ATP-Turnier in Estoril. Im Finale bezwang er Richard Gasquet mit 7:6, 0:6 und 6:1. Im Juni 2007 erreichte er das Halbfinale bei den French Open, das er in 3 Sätzen gegen Rafael Nadal verlor. Beim Rasenturnier in Queens scheiterte Đoković im Achtelfinale an Arnaud Clement. In Wimbledon gab er im Halbfinale gegen Rafael Nadal verletzungsbedingt auf.

Đoković erreichte am 12. August 2007 seinen bisher größten Erfolg als er in Montreal zunächst im Viertelfinale gegen Andy Roddick, danach im Halbfinale gegen Rafael Nadal und schließlich gegen Roger Federer im Finale gewann. Zum ersten Mal seit 1994 gelang es damit einem Tennisspieler innerhalb eines einzigen Masters-Series-Turniers, die drei besten Spieler der Tennisweltrangliste zu besiegen. Damals war es Boris Becker in Stockholm, der nacheinander über Michael Stich (ATP-Nr. 3), Pete Sampras (1) und Goran Ivanisevic (2) triumphierte.

Bei den US Open 2007 erreichte Đoković zum ersten Mal in seiner Karriere und als erster serbischer Spieler überhaupt ein Grand-Slam-Finale, das er trotz mehrerer Satzbälle (5 im ersten, und 2 im zweiten Satz) ohne Satzgewinn in drei Sätzen mit 6:7, 6:7 und 4:6 gegen Roger Federer verlor.

Danach gewann Đoković das Turnier in Wien gegen Stanislas Wawrinka mit 6:4, 6:0.

Zum ersten Mal konnte Đoković sich für den Tennis Masters Cup qualifizieren. Er schied jedoch schon in der Gruppenphase mit drei Niederlagen und ohne einen Sieg aus.

Đoković wird von Marian Vajda trainiert. In diesem Jahr wurde er bei den Indian Wells Masters, Miami Masters und Wimbledon Championships zusätzlich von Mark Woodforde betreut.

Am 27. Januar 2008 gelang Đoković mit dem Sieg bei den Australian Open sein erster Grand-Slam-Erfolg. Er ist damit der erste Serbe, der einen Herren-Grand-Slam-Titel gewinnen konnte und gleichzeitig auch der jüngste Gewinner der Australian Open. Im Finale des Turniers besiegte er den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga mit 4:6, 6:4, 6:3, 7:6. Im Halbfinale hatte er zuvor den Weltranglisten-Ersten und dreimaligen Sieger der Australian Open, Roger Federer, mit 7:5, 6:3 und 7:6 besiegt.

Bei den Dubai Tennis Championships im März zog er ins Halbfinale, verlor dort jedoch gegen Andy Roddick mit 6:7(5), 3:6.

Den zweiten Titelgewinn in diesem Jahr erreichte er am 23. März beim ATP Masters Series-Turnier in Indian Wells, USA, gegen Mardy Fish mit 6:2, 5:7, 6:3.

Am 11. Mai 2008 gelang Đoković der dritte Titelgewinn des Jahres in Rom. Er traf auf den Schweizer Stanislas Wawrinka, den er mit 6:4, 3:6, 3:6 besiegte. Im Halbfinale hatte er den Tschechen Radek Stepanek in zwei Sätzen besiegt.

Bei den Wimbledon Championships 2008 schied Đokovic in der zweiten Runde überraschend klar gegen Marat Safin mit 4:6 6:7(3) und 2:6 aus.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking trat Đokovic im Einzel an und konnte die Bronzemedaille gewinnen. Nach seiner Niederlage im Halbfinale gegen Rafael Nadal schlug er den US-Amerikaner James Blake im Spiel um Platz 3 in zwei Sätzen mit 6:3 und 7:6(4).

Bei den US Open 2008 konnte er seine Finalteilnahme aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Im Halbfinale unterlag er erneut dem Turniersieger Roger Federer.

Den im November 2008 ausgetragenen Tennis Masters Cup konnte Đoković gegen den Russen Nikolai Dawidenko mit 6:1 und 7:5 gewinnen. Damit wurde Đoković zum ersten mal Weltmeister.

Beim ersten Grand Slam Turnier des Jahres konnte der Australian Open Vorjahressieger Đoković diesmal nur das Viertelfinale erreichen, wo er im vierten Satz gegen Andy Roddick erschöpfungsbedingt aufgeben musste. Den ersten Titel dieses Jahres errang er bei den Dubai Open, wo er David Ferrer im Finale mit 7:5 und 6:3 besiegte.

¹ In der Gruppenphase ausgeschieden, mit 0 Siegen und 3 Niederlagen.

¹ Das Kürzel „(i)“ (= indoor) bedeutet, dass das betreffende Turnier in einer Halle ausgetragen wurde.

² Match um die Bronzemedaille.

Novak Đoković ist durch seine Erfolge zu einem Superstar in seinem Heimatland Serbien geworden. So erstaunt es nicht, dass er zum beliebtesten Serben des Jahres 2007, das Jahr seines großen Durchbruchs, gewählt worden ist. Doch die Leute finden nicht nur Gefallen an der Person Novak Đoković. So hat in Serbien das Tennis im Allgemeinen einen Aufschwung erlebt, nicht zuletzt auch Dank den ebenfalls sehr erfolgreichen serbischen Tennisspielerinnen Ana Ivanović und Jelena Janković.

Novak Đoković gilt unter Experten als ein Aspirant auf den ersten Platz der ATP-Weltrangliste. Aus dem langjährigen Duell zwischen der jetzigen Nummer 1 Rafael Nadal und dem zweiten Roger Federer ist inzwischen ein Dreikampf um den Thron des Herrentennis geworden. So sehen nicht wenige in Đoković einen Mann, der frischen Wind in die Tenniswelt gebracht hat und die Dominanz von Roger Federer und Rafael Nadal gebrochen hat.

Das Besondere an seinem Spiel ist das extrem häufige Auftippen des Balles vor seinem Aufschlag. Beim Viertelfinale der US-Open 2007 gegen Moya tippte er den Ball 28 mal vor seinem Aufschlag auf. Damit schafft er für sich selbst mehr Konzentration und bringt seinen Gegner aus dem Rhythmus. Dies führte allerdings schon mehrfach zu Diskussionen mit seinen Gegnern. So beschwerte sich im Australian-Open-Finale Jo-Wilfried Tsonga mehrfach beim Schiedsrichter über Đoković' Zeitspiel. Dieser wurde von den Unparteiischen schon des Öfteren für diese Eigenart verwarnt.

Außerdem parodiert er oft andere Tennisspieler, unter anderem Maria Scharapowa, Rafael Nadal und Andy Roddick. Aber auch „Altstars“ wie Pete Sampras und Goran Ivanišević hat er beim Training in Wimbledon 2007 parodiert.

Đoković spricht neben seiner Muttersprache Serbisch noch Englisch, Italienisch und Deutsch.

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David Nalbandian

David Nalbandian bei den Australian Open 2006

David Nalbandian (* 1. Januar 1982 in Unquillo, einem Vorort von Córdoba) ist ein argentinischer Profi-Tennisspieler mit armenischen Wurzeln. Nalbandian konnte in seiner bisherigen Profikarriere zehn Turniere im Einzel gewinnen, darunter der Sieg beim Tennis Masters Cup 2005 in Shanghai. Die Jahre 2003-2007 konnte der Argentinier jeweils unter den besten zehn Spielern der Tennis-Weltrangliste beenden, wobei seine persönliche Bestleistung bislang der dritte Platz der Rangliste war, den er im März 2006 erstmals erreichte.

Nalbandian war einer der erfolgreichsten Juniorenspieler der Jahre 1998 und 1999. So konnte er in der Saison 1998 den Juniorentitel der US Open gewinnen und dazu noch einige weitere prestigeträchtige Juniorentitel sowohl im Einzel als auch im Doppel erringen. Im folgenden Jahr folgte der Junioren-Doppeltitel in Wimbledon, sowie das Halbfinale im Einzel, wo er aufgrund eines Spielplan-Missverständnisses das Spiel verpasste. In beiden Jahren hatte Nalbandian schon Auftritte auf den Challenger und Future Turnierserien, bevor er im Jahr 2000 den Sprung auf die Profi-Tour vollzog. Seine erste Profisaison beendete Nalbandian nach zwei Halbfinalauftritten auf der Challenger-Tour unter den besten 300 Spielern der Weltrangliste. 2001 folgte der Sprung unter die besten 50 Spieler der Welt, maßgeblich vorangetrieben durch zwei Challenger-Turniersiege, seinem ersten ATP-Finale in Palermo und zwei weiteren Halbfinalteilnahmen bei Turnieren dieser Kategorie. In Estoril gewann der Argentinier im folgenden Jahr das erste ATP-Turnier seiner Karriere und beim Grand-Slam Turnier in Wimbledon erreichte Nalbandian bei seinem Profi-Turnierdebüt auf dem heiligen Rasen von Wimbledon das Finale, wo er Lleyton Hewitt allerdings deutlich unterlegen war. Später im Jahr folgte der zweite Turniersieg in Basel.

2003 erreichte Nalbandian das Viertelfinale bei den Australian Open und spielte sich durch konstante Ergebnisse im Saisonverlauf in die Top-Ten der Weltrangliste vor. Bei den US Open erreichte er das Halbfinale, wo er gegen den Amerikaner Andy Roddick einen Matchball nicht verwerten konnte und das Spiel noch verlor. Aufgrund einiger Verletzungen konnte er zum Saisonende nur noch wenige Turniere bestreiten, qualifizierte sich aber zum ersten Mal für den saisonabschließenden Tennis Masters Cup. 2004 erreichte Nalbandian wiederum das Viertelfinale der Australian Open und das Halbfinale der French Open. Insgesamt drei Turnierfinals erreichte er in dieser Saison (davon zwei der Masters Series Kategorie) musste sich jedoch in allen Finalbegegnungen geschlagen geben. Auch aufgrund mehrerer Verletzungen rutschte Nalbandian im Vergleich zum Vorjahr einen Platz auf Position 9 in der abschließenden Weltrangliste ab. 2005 gelang dem Argentinier in München nach rund 2 1/2 Jahren erstmals wieder ein Turniererfolg. Bei drei der vier Grand-Slam Turniere konnte Nalbandian das Viertelfinale erreichen und durch mehrere Verletzungsabsagen besser platzierter Spieler wurde ihm die Teilnahme am Masters Cup ermöglicht. Hier gewann er zwei Vorrundenmatches und drang bis ins Finale des Turniers vor, wo er den zweifachen Titelverteidiger und Weltranglistenersten Roger Federer nach einem 0-2 Satzrückstand noch besiegen konnte, um den bisher größten Erfolg seiner Tenniskarriere einzufahren.

Die Saison 2006 begann für Nalbandian mit dem Halbfinaleinzug bei den Australian Open, wo er trotz deutlicher Führung noch den zweiten Grand-Slam Finaleinzug seiner Karriere verpasste. Nalbandian ist damit neben Federer, Djokovic und Safin einer von vier aktiven Spielern, die in ihrer Karriere bei allen vier Grand-Slam Turnieren mindestens einmal das Halbfinale erreichen konnten. Nach dem Sprung auf Platz 3 der Weltrangliste in den folgenden Monaten konnte Nalbandian Anfang Mai in Estoril gegen Nikolai Dawydenko seinen ersten Saisontitel erringen. Im Juni 2006 folgte eine weitere Halbfinal-Teilnahme bei einem Grand-Slam Turnier, allerdings musste der Argentinier sein Spiel bei den French Open gegen Roger Federer beim Stand von 6:3 4:6 2:5 wegen einer Bauchmuskelzerrung aufgeben und verpasste eine erneute Möglichkeit auf eine zweite Finalteilnahme bei einem Tennisturnier der höchsten Kategorie. In den folgenden Wochen und Monaten fand Nalbandian auch aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme nicht mehr in die Frühform der Saison zurück und konnte seit den French Open nur noch eine Spielbilanz von 11 Siegen bei 8 Niederlagen vorweisen. Unter diesen Niederlagen waren unter anderem auch eine Drittrundenniederlage gegen Fernando Verdasco in Wimbledon, sowie das Zweitrundenaus gegen Marat Safin bei den US Open. Im ATP-Champions-Race reichte ein siebter Platz dennoch für eine erneute Teilnahme am Tennis Masters Cup, wo er trotz zweier Vorrundenniederlagen erneut das Halbfinale erreichte, dem Amerikaner James Blake dort aber deutlich unterlegen war und die Saison auf Platz 8 der Weltrangliste beendete.

Die Saison 2007 begann für Nalbandian mit einem Achtelfinale bei den Australian Open, wo er allerdings relativ deutlich in 4 Sätzen an Tommy Haas scheiterte. Weiters erreichte er das Achtelfinale beim ATP Masters Series Turnier von Indian Wells und das Viertelfinale in Barcelona. Bei den French Open schied Nalbandian in 4 Sätzen gegen Nikolai Dawidenko aus. Danach fiel Nalbandian in ein Formtief und schaffte bis zum Oktober keine nennenswerten Resultate. In Wimbledon und bei den US Open scheiterte er jeweils in der 3. Runde. Im Oktober konnte er überraschend das Masters Turnier von Madrid mit einem 1:6 6:3 6:3 Finalsieg über Roger Federer gewinnen. Auf dem Weg zum Turniersieg konnte er dabei auch die Nummer 2 und 3 der Weltrangliste, Rafael Nadal und Novak Đjoković besiegen. Zwei Wochen später erreichte er beim Masters in Paris erneut das Endspiel, wo er den Weltranglistenzweiten Nadal diesmal im Finale schlug. Auf dem Weg ins Finale hatte er ebenso wieder den Weltranglistenersten Federer besiegt. Mit den beiden Turniersiegen (bei denen er insgesamt 6 Top-Ten-Spieler in Folge schlug) beendete Nalbandian zum fünften Mal in Folge eine Saison unter den Top-Ten der Weltrangliste, obwohl er vor Beginn des Masters in Madrid nur auf Platz 25 geführt war.

Beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison 2008 scheiterte Nalbandian in der dritten Runde, bevor er in Buenos Aires im Februar seinen insgesamt achten Karrieretitel erringen konnte. Beim Hartplatzturnier von Indian Wells konnte er nach mehreren knappen Partien zumindest das Halbfinale erreichen. Nach einer eher unterdurchschnittlichen Sandplatzsaison verlor Nalbandian bei den French Open in der zweiten Runde überraschend gegen Jeremy Chardy nach einer 2-0 Satzführung. Nach diesem herben Rückschlag erreichte Nalbandian immerhin beim Vorbereitungsturnier für Wimbledon im Londoner Queen's Club das Halbfinale, wo er allerdings chancenlos gegen Novak Đjoković war. Trotz dieser Niederlage war man schon gespannt, was Nalbandian in Wimbledon zeigen kann, weil er letztes Jahr auf ähnlich schnellen Belägen wie Rasen sehr erfolgreich war. Doch der Finalist von 2002 hatte überraschenderweise keine Chancen gegen den eher unbekannten Kanadier Frank Dancevic. Dies war das erste Mal, dass Nalbandian in Runde 1 in Wimbledon als Verlierer vom Platz ging. Der Negativtrend bei den Grand Slams setzt sich somit für Nalbandian weiter fort. Sein letztes für ihn akzeptables Ergebnis war das Erreichen des Halbfinales bei den French Open 2006. Nach Wimbledon musste Nalbandian eine verletzungsbedingte Pause einlegen und konnte erst wieder bei den Olympischen Spielen antreten. Er verpasste somit die beiden Masters-Series Turniere in Toronto und Cincinnati und trat daher ohne Vorbereitung in Peking an. Nach einem leichten Sieg gegen den unbekannten Chinesen Shaoxuan Zeng und einem Sieg gegen den chilenischen Titelverteidiger Nicolas Massu, verlor Nalbandian im Achtelfinale gegen den französischen Shooting-Star Gael Monfils mit 4:6 4:6. Sein anschließendes Abschneiden beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres, den US Open, war nicht erfolgreicher als bei seinen letzten Grand-Slam- Turnieren. Er erreichte dieses Mal die dritte Runde, in dieser er abermals gegen Gael Monfils mit 3:6 4:6 2:6 scheiterte. Im Oktober kam Nalbandian wie im Vorjahr in Form und konnte mit dem Sieg des ATP-Turnieres in Stockholm (Finale: 6:2 5:7 6:3 gegen Robin Söderling) aufzeigen. Beim anschließenden Masters-Series Turnier in Madrid konnte Nalbandian seinen Titel nicht verteidigen, da er im Achtelfinale gegen seinen Landsmann Juan Martin Del Potro verlor. Seine Revanche nahm Nalbandian eine Woche später, als er Del Potro im Halbfinale des ATP-Turnieres in Basel bezwang und somit ins Finale einzog, das er aber gegen einen an diesem Tag überragenden Roger Federer verlor. Durch seine starken Ergebnisse im Oktober hatte Nalbandian noch die Chance sich beim Masters in Paris Bercy für den Masters-Cup in Shanghai zu qualifizieren. Er hätte jedoch das Turnier gewinnen müssen, was ihm knapp nicht gelang, da er sich im Finale Jo-Wilfried Tsonga mit 3:6 6:4 4:6 geschlagen geben musste. Diese Niederlage führte dazu, dass sich Nalbandian das erste Mal seit dem Jahr 2003 am Ende der Saison außerhalb der Top 10 klassierte.

Nach einem für Nalbandian enttäuschendem Jahr 2008, begann das Jahr 2009 für ihn sehr viel versprechend. Er konnte gleich zu Beginn das ATP-Turnier (250er Serie) von Sydney gewinnen, wo er im Finale Jakko Nieminen bezwang. Da das Turnier von Sydney nur eine Woche vor den Australian Open stattfand, und noch dazu am selben Hartplatz-Belag (Plexicushion), waren Nalbandians Erwartungen für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres hoch. Nalbandians Misere bei den Grand-Slam-Turnieren hielt jedoch an. Er verlor bereits in Runde 2 gegen den ziemlich unbekannten Taiwaner Yen-Hsun Lu in 5 Sätzen mit 4:6 7:5 6:4 4:6 2:6, nachdem es nach Satz 3 so aussah als würde Nalbandian seinen Gegner kontrollieren.

Nalbandian ist ein regelmäßiges Mitglied der argentinischen Davis Cup Mannschaft und kann eine 20-6 Bilanz aus insgesamt 12 Partien vorweisen. Die erste von bislang drei Einzelniederlagen seiner Karriere resultierte dabei aus seinem Davis Cup Debüt in der Saison 2002, als Argentinien der russischen Mannschaft im Halbfinale des Wettbewerbs unterlag. Seit der Saison 2003 ist Nalbandian eine feste Größe in der Mannschaft und wurde seitdem für jede Begegnung seines Landes nominiert und konnte nur zweimal, aufgrund von Verletzungen, an Davis Cup Begegnungen nicht teilnehmen. So musste er das Halbfinalduell 2003 gegen die spanische Mannschaft (Argentinien verlor mit 2 bis 3) absagen, nachdem er sein Land mit einer 4-0 Bilanz bis in diese Phase des Wettbewerbs geführt hatte. Auch 2004 musste er eine Begegnung verletzungsbedingt absagen, Argentinien unterlag Weißrussland im Viertelfinale mit 0 bis 5. 2005 wurde Nalbandian endgültig zum Führungsspieler in der argentinischen Davis Cup Mannschaft, nachdem er alle drei Siegpunkte im Viertelfinale in Australien auf Rasenbelag erzielte und sein Land damit zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren ins Halbfinale des Wettbewerbs führte. Den Finaleinzug verpasste die Mannschaft dann gegen die Slowakei, Nalbandian holte in seinem Einzelmatch den einzigen Punkt für sein Land.

2006 gewann Argentinien die erste Runde der Saison mit 5 bis 0 gegen Schweden. Im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Kroatien musste Nalbandian zwar die zweite Einzelniederlage seiner Karriere hinnehmen, führte die Mannschaft aber dennoch mit seinen Siegen im ersten Einzel und im Doppel erneut ins Halbfinale. Dort besiegte er im Einzel Mark Philippoussis aus Australien und im Doppel mit seinem Landsmann Agustin Calleri das australische Doppelteam mit Wayne Arthurs und Paul Hanley. Insgesamt besiegte Argentinien den Gegner aus Australien mit 5 bis 0 und zog damit erstmals seit 1981 ins Finale des Wettbewerbs ein, wo die Mannschaft gegen Russland antrat. Im Endspiel gewann Nalbandian seine beiden Einzelpartien gegen Marat Safin und Nikolay Davydenko, die Begegnung ging insgesamt aber mit 2 bis 3 an Russland. In der Saison 2007 nahm Nalbandian erst an der Viertelfinalbegegnung gegen Schweden teil, wo er sein erstes Einzel gegen Thomas Johansson verlor und Argentinien am Ende klar mit 1 bis 4 unterlag.

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Jérémy Chardy

Jeremy Chardy at the 2008 US Open

Jérémy Chardy (* 12. Februar 1987 in Pau, Frankreich) ist ein französischer Tennisspieler. Er gewann 2005 den Wimbledon Junioren Titel.

Sein erstes Grand-Slam Turnier waren die French Open 2006. In der ersten Runde gewann er gegen Jonas Björkman, schied allerdings in der zweiten Runde gegen David Ferrer aus. 2008 erreichte er bei den French-Open nach einem Sieg über den Weltranglisten-Siebten David Nalbandian die vierte Runde.

2009 zog Chardy in sein erstes ATP Finale in Johannesburg ein. In diesem unterlag er allerdings Jo-Wilfried Tsonga mit 6:4 und 7:6 (7:5). Kurz darauf erreichte er das Halbfinale in Delray Beach.

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Source : Wikipedia