Jens Lehmann

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Geschrieben von daneel 28/02/2009 @ 00:41

Tags : jens lehmann, fussballspieler, fussball, sport

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Jens Lehmann (Radsportler)

Jens Lehmann (1990)

Jens Lehmann (* 19. Dezember 1967 in Stolberg (Harz)) ist ein ehemaliger deutscher Radsportler. Er war seit 1980 im Radsport aktiv und Olympiasieger, sechsfacher Weltmeister und vielfacher deutscher Meister und DDR-Meister im Bahnradsport. Lehmann gehörte seit 2002 dem Thüringer Energie Team Köstritzer an.

Von 1981 bis 1997 gehörte er dem SC DHfK Leipzig an und wechselte 1998 zu Köstritzer. 2001/2002 fuhr er zwischenzeitlich für das Team Nürnberger. Lehmann war 1991 bei den Amateuren Weltmeister über 4000 Meter Mannschaftsverfolgung (Bahn-Vierer) und über 4000 Meter Einzelverfolgung.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona erkämpfte er sich Gold im Bahn-Vierer und Silber bei der Einzelverfolgung. 1994 kam ein weiterer Weltmeistertitel in der 4000 Meter Mannschaftsverfolgung dazu.

Für die Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta wurde Lehmann nicht nominiert. Nach dem Wechsel des Bundestrainers wurde Lehmann wieder ins Team zurück geholt und errang 1999 erneut den Weltmeistertitel im Bahn-Vierer.

Bei der 4000-m-Einzelverfolgung während der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney holte Lehmann trotz eine Trainingsunfalls wieder eine Medaille, die Silberne.

Als das Team des Bahn-Vierers (Jens Lehmann, Daniel Becke, Sebastian Siedler und Christian Bach) für die Weltmeisterschaften 2003 in Stuttgart durch Funktionäre des Bundes deutscher Radfahrer in nicht nachvollziehbarer Art und Weise umformiert wurde, folgte Lehmann einem Boykottaufruf seines Trainers Jens Lang, so dass die Weltmeisterschaft über 4000 Meter Mannschaftsverfolgung das erste Mal seit Bestehen dieser Disziplin ohne eine deutsche Beteiligung verlief.

BDR-Präsidentin Schenk und ihr Sportdirektor Bremer reagierten mit einer Suspendierung des Teams aus der Nationalmannschaft und für Olympia. Über Lehmann und Becke wurden Sperren von zwei Jahren, über Siedler von einem Jahr verhängt. Dieser Machtkampf zwischen Funktionären und Sportlern führte schließlich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Auf Grund von Protesten wurden die Strafen schließlich deutlich verkürzt. Die Sanktionen gegen Lehmann wurden am 13. Januar 2004 durch den BDR aufgehoben.

Für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen wurde Lehmann vom BDR nicht nominiert, weil er angeblich zu alt sei. Dem neu zusammengestellten deutschen Bahn-Vierer wurden keine Medaillenchancen zugerechnet, dessen vierter Platz übertraf die vorherigen Erwartungen.

Am 3. September 2004 gewann Jens Lehmann bei den Deutschen Bahnradmeisterschaft in seiner Heimatstadt Leipzig in der 4000-m-Einzelverfolgung und wurde damit zum 10. Mal deutscher Meister in dieser Disziplin. In der Mannschaftsverfolgung errang er ebenfalls Gold.

Lehmann wohnt in Leipzig-Engelsdorf, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Mit dem Mandat der CDU gehört er dem Leipziger Stadtrat an. Er war Listenkandidat dieser Partei für die Wahl zum sächsischen Landtag im Jahr 2004, wurde aber nicht in den Landtag gewählt. Im Bundestagswahlkampf 2005 stellte sich Jens Lehmann als Direktkandidat der CDU im Wahlkreis Leipzig I (153) zur Verfügung, wurde aber nicht gewählt. Die Nominierung auf einem Sonderparteitag hatte er mit überragender Mehrheit gewonnen.

Lehmann setzt sich als Botschafter der Stiftungen „Bärenherz“ und „Hänsel & Gretel“ für Kinder ein, ist Vorsitzender der Deutschen Olympischen Gesellschaft, Zweigstelle Leipzig und Vizepräsident des Stadtsportbundes Leipzig.

Lehmann bekam auch einige gesellschaftliche Ehrungen, so den Sport-Bambi 1992, das Silberne Lorbeerblatt des Bundespräsidenten 1992 und 2000, den BILD-Osgar 1995, die Goldene Ehrennadel des Sächsischen Radfahrerbundes 1995 und war Mitglied von Deutschlands Mannschaft des Jahres 2000 sowie Sportler des Jahres 2000 in Leipzig und Sachsen.

Am 17. September 2005 fand auf der „Roschkampfbahn“ in Leipzig ein Abschiedsrennen für Jens Lehmann statt.

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Jens Lehmann

Jens Lehmann beim Interview vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Irland 2006

Jens Lehmann (* 10. November 1969 in Essen) ist ein deutscher Fußball-Torwart. Er steht aktuell beim VfB Stuttgart unter Vertrag.

Jens Lehmann begann seine Profikarriere 1989 beim FC Schalke 04 in der 2. Bundesliga und schaffte 1991 mit dem Team den Aufstieg in die 1. Bundesliga. In seinen zehn Jahren auf Schalke war Lehmann in seiner Position als Stammtorhüter nahezu unumstritten und führte die Mannschaft zum Gewinn des UEFA-Pokals im Jahr 1997. Ein Jahr später verließ er Schalke 04 und wechselte nach Italien zum AC Mailand, wo er seine Stammposition bereits nach wenigen Spielen verlor und zur Winterpause nach Deutschland zu Borussia Dortmund zurückkehrte.

2002 konnte er mit Dortmund die Deutsche Meisterschaft gewinnen, bevor er 2003 zum zweiten Mal einen Wechsel ins Ausland vollzog, diesmal nach England zum FC Arsenal, wo er gleich in seiner ersten Saison mit der Mannschaft die Premier League gewann. Durch seine Leistungen in seinen ersten drei Jahren in England hat Lehmann auch den Sprung zum Stammtorwart der deutschen Nationalmannschaft im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland vollzogen und stand auch bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz im deutschen Tor.

Jens Lehmann begann mit dem Fußballspielen im Alter von vier Jahren und wurde in seinem siebten Lebensjahr Vereinsmitglied der DJK Heisingen. Allerdings war er in jungen Jahren nicht hauptsächlich als Torwart aktiv, sondern als Mittelstürmer. Zwischen 1978 und 1987 spielte er unter anderem gemeinsam mit Oliver Bierhoff bei ETB Schwarz-Weiß Essen, hier dann schon ausschließlich als Torwart. Mit der B-Jugend errang er die Deutsche Vize-Meisterschaft. Nach den Erfolgen des Essener Traditions-Vereins wurden auch die Vertreter der Profimannschaften auf Lehmann aufmerksam und auch wenn dieser erst einmal in einer Kreisauswahl gespielt hatte, unterschrieb er mit 17 Jahren einen Vertrag beim FC Schalke 04. Nach einem Jahr in der A-Jugend von Schalke rückte Lehmann in den Profikader der Mannschaft vor, die gerade aus der Bundesliga abgestiegen war.

In der Saison 1988/89 schaffte Lehmann auch schnell den Sprung zum zwischenzeitlichen Stammtorwart, nachdem Schalke auch in der zweiten Bundesliga zunehmend in Abstiegsgefahr geriet. Doch als Lehmann selbst einige Fehler zeigte und auch gleichzeitig sein Abitur anstrebte, musste er vorerst wieder auf der Bank Platz nehmen. Insgesamt kam der 19-jährige Lehmann in seiner ersten Profisaison auf 13 Einsätze und Schalke verhinderte letztendlich den Sturz in die Amateurklasse. In seiner zweiten Saison bei Schalke stieg Lehmann endgültig zum Stammtorwart auf und im dritten Jahr gelang den Schalkern die Rückkehr in die erste Bundesliga, nachdem Lehmann in 34 Saisonspielen nur 25 Gegentore hatte hinnehmen müssen.

Auch in seiner ersten Bundesliga-Saison blieb Lehmann die unbestrittene Nummer Eins im Schalker Tor und nachdem die Mannschaft 1991/92 zwischenzeitlich sogar auf UEFA-Pokal-Platz Kurs steuerte, reichte es am Ende für den sicheren Klassenerhalt auf Platz 11. 1992/93 folgte der erste größere Rückschlag in der bislang immer steil nach oben zeigenden Laufbahn von Jens Lehmann, nachdem er sich am achten Spieltag einen Innenband-, Kreuzband- und Meniskusriss mit Kapselsprengung zuzog war sogar die gesamte Karriere von Lehmann in Gefahr. Erst am sechsten Spieltag der Folgesaison kehrte Lehmann ins Schalker Tor zurück, doch er und auch die Schalker Mannschaft konnten nicht in die Form der Vorjahre zurückfinden und so kam es am 12. Spieltag der Saison 1993/94 zu einem Eklat, als Lehmann schon nach 27 Minuten drei Gegentore von den Gegnern aus Leverkusen eingeschenkt bekommen hatte und die Schalker Anhänger vehement die Auswechslung von Lehmann forderten. Tatsächlich wechselte der neue Schalker Trainer Jörg Berger Lehmann zur Halbzeit aus und stellte Holger Gehrke für die zweiten 45 Minuten ins Tor, der weitere zwei Gegentore hinnehmen musste. Lehmann selbst erlebte das Ende des Spieles nicht mehr mit, er hatte bereits mit der S-Bahn Leverkusen verlassen. Erst am 21. Spieltag eroberte Lehmann seinen Stammplatz zurück (Schalke lag zwischenzeitlich immer noch auf einem Abstiegsplatz), war in den folgenden Wochen aber Garant dafür, dass die Mannschaft sich zum Saisonende noch auf einen Nichtabstiegsplatz retten konnte.

Spätestens ab der Saison 1994/95 war Lehmann der unbestrittene Stammtorwart von Schalke 04 und verpasste in den nächsten vier Jahren nur noch zwei Bundesligaspiele. Auch für Schalke ging es in nationaler Hinsicht aufwärts, in der Saison 1994/95 gelang der sichere Klassenerhalt und in den folgenden Jahren wurde Schalke für die hervorragende Defensivabteilung um Jens Lehmann bekannt, die in der Saison 1995/96 mit 36 Toren die wenigsten Gegentore aller Bundesligavereine hinnehmen musste und mit Platz 3 die beste Bundesligaplatzierung seit fast 20 Jahren erreichte. 1996/97 gelang Schalke dann der größte Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte mit dem Gewinn des UEFA-Pokals, bei dem Lehmann im zweiten Endspiel im Elfmeterschießen den ersten Elfmeter von Inter Mailand parieren konnte. In der Bundesliga war Schalke weniger erfolgreich, denn auch trotz der zweitbesten Defensivabteilung der Liga, reichte die geringe Torausbeute nicht aus, um Schalke weiter als auf Platz 12 in der Tabelle zu führen. Als Titelverteidiger nahm die Mannschaft dennoch auch in der nächsten Saison am UEFA-Pokal teil und konnte wieder bis ins Viertelfinale vordringen, wo man allerdings in der Wiederholung des Endspiels vom Vorjahr Inter Mailand diesmal knapp unterlegen war. In der Bundesliga musste Schalke in 34 Ligaspielen nur 32 Gegentore hinnehmen und schaffte mit Platz 5 in der Tabelle erneut die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Dabei konnte Lehmann am 20. Spieltag gegen Borussia Dortmund als erster Torwart in der Bundesligageschichte ein Feldtor erzielen.

Nachdem er zehn Jahre lang ein wichtiges Mitglied der Schalker Mannschaft gewesen war und großen Anteil an der Entwicklung der Zweitligamannschaft in ein Bundesligateam mit internationalen Ambitionen gehabt hatte, entschloss sich der mittlerweile 28-jährige Lehmann eine neue Herausforderung anzunehmen und unterschrieb im Juli 1998 einen Dreijahresvertrag mit dem italienischen Spitzenclub AC Mailand. Bei Mailand zu Beginn als sicherer Stammtorhüter gesetzt, musste Lehmann nach schlechten Kritiken schon nach wenigen Einsätzen seinen Platz im Tor für den eigentlichen Ersatzmann Sebastiano Rossi räumen. Im Oktober 1998 bekam Lehmann eine erneute Bewährungschance, wurde aber bereits nach 27 Minuten ausgewechselt, nachdem er ein Gegentor hatte hinnehmen müssen und einen Elfmeter verschuldete. Sein Vertreter Rossi konnte den Strafstoß halten und hatte damit den Stammplatz im Tor von Mailand endgültig erobert. Schon Ende des Monats wurden Gerüchte laut, dass Lehmann den Verein vorzeitig verlassen würde, um zurück in die Bundesliga zu Borussia Dortmund zu wechseln.

Am 24. Dezember 1998 wurde der Wechsel dann perfekt und Lehmann ging für eine Ablösesumme von rund sieben Millionen Mark nach Dortmund. Der zu diesem Zeitpunkt auf Platz 5 der Tabelle befindliche Bundesligist hatte Lehmann als Nachfolger für Stefan Klos verpflichtet, der den Verein nach 7 ½ Jahren als Stammtorwart zur Winterpause verlassen hatte. Lehmann selbst kommentierte den vorzeitigen Abgang aus Mailand mit den Worten „Ich halte es nicht mehr aus. Ich bin nicht bereit, ein Dasein als Ersatzmann für Rossi zu fristen“. Ohne Lehmann wurde Mailand in dieser Saison italienischer Meister, womit Lehmann als einziger deutscher Profi Mitglied von Meisterschaftmannschaften in drei europäischen Spitzenligen war.

Als langjähriger Spieler von Schalke 04 wurde Lehmann nicht durchgehend mit freundlichen Stimmen beim Revierclubrivalen aus Dortmund empfangen. Aus der Rückrunde mit dem Ziel gestartet, noch die UEFA Champions League Qualifikation zu erreichen, konnte Lehmann zwar zwischenzeitlich mit einer Serie von 4 Ligaspielen ohne Niederlage überzeugen, leistete sich aber am 25. Spieltag gegen Hansa Rostock einen Fehltritt als er in der 90. Minute des Spiels Hansa-Kapitän Timo Lange in die Haare griff und zum ersten Mal in seiner Bundesligakarriere vom Platz gestellt wurde. Nach drei Spielen Sperre kehrte Lehmann auf den Platz zurück und kam am 30. Spieltag erstmals nach Schalke zu einem Auswärtsspiel zurück, wo er 90 Minuten lang ausgepfiffen und als Verräter beschimpft wurde. In den letzten fünf Partien der Saison musste Lehmann nur noch vier Gegentreffer hinnehmen und Dortmund schaffte noch am letzten Spieltag den Sprung auf den vierten Platz und damit zur Champions-League Qualifikation.

In der Folgesaison sorgte vor allem Lehmanns aggressives Auftreten auf dem Platz für Wirbel, eine Folge seines medienwirksamen Duells mit Oliver Kahn um den Stammplatz in der Nationalmannschaft. Dennoch spielte Lehmann eine überzeugende Hinrunde und musste in den ersten 17 Saisonspielen nur 13 Gegentore hinnehmen. Auch im Europapokal spielte Lehmann überzeugend und konnte Dortmund nach dem frühzeitigem Ausscheiden in der Champions-League zumindest das Verbleiben im UEFA-Pokal ermöglichen. Nachdem die Mannschaft das Hinspiel der 3. Runde gegen die Glasgow Rangers mit 0:2 verloren hatte, gab Lehmann in der Nachspielzeit die Vorlage zum 2:0 und hielt im Elfmeterschießen drei Elfmeter hintereinander, um die Mannschaft ins Achtelfinale des Wettbewerbs zu führen. Die Rückrunde lief dagegen äußerst negativ für Lehmann, der mit Dortmund nicht nur zusehends ins Mittelfeld der Tabelle abrutschte, sondern sich auch am 24. Spieltag einen erneuten Ausraster erlaubte und nach einem groben Foulspiel erneut die rote Karte sah. Schon in den Wochen zuvor hatte Lehmann mit einigen Fehlern seine Stammposition im Dortmunder Tor in Frage gestellt. Doch ohne ihn musste Dortmund in drei Spielen drei weitere Niederlagen hinnehmen und geriet endgültig in Abstiegsgefahr. Auch nach seinem Comeback wirkte Lehmann nicht sicherer und leistete sich einige weitere Patzer. Trotz zehn Gegentoren in den letzten sieben Spielen reichte es für Dortmund letztendlich mit Platz 11 aber dennoch für den Klassenerhalt. Zu diesem Zeitpunkt war auch klar, dass Lehmann, der im vergangenen halben Jahr dreimal um eine Freigabe (im Gespräch war unter anderem eine Rückkehr zu Schalke 04) gebeten hatte, auch in der Saison 2000/01 für Borussia Dortmund an den Start gehen würde.

Die Saison 2000/01 lief für Lehmann dann auch größtenteils ereignisarm, einzig seine hohe Anzahl von Gelben Karten fiel weiterhin negativ auf. Insgesamt musste Lehmann in seinen 31 Saisonspielen 40 Gegentore hinnehmen und Dortmund schaffte am Saisonende mit Platz 3 die Rückkehr ins internationale Geschäft.

Die Saison 2001/02 sollte Dortmund und Lehmann noch weiter nach vorne bringen. Mit starken Leistungen und einer geschlossenen Defensivabteilung musste Dortmund in der Hinrunde der Saison nur 10 Gegentore hinnehmen und lag zur Winterpause punktgleich mit Tabellenführer Leverkusen auf Platz 2. In der Champions-League war man erneut ausgeschieden, hatte aber noch die Qualifikation für den UEFA-Pokal erreicht. Auch in der Rückrunde konnte sich Dortmund weiter an Bayer Leverkusen orientieren, am 27. Spieltag kam es allerdings zu einem erneuten Eklat um Lehmann. Dieser hatte beim Sieg gegen Freiburg gegen den Mittelfeldspieler Soumaila Coulibaly nachgetreten und wurde nachträglich für vier Spiele gesperrt. Schon in den Wochen zuvor hatte Lehmann mit einer Attacke gegen Leverkusenstürmer Ulf Kirsten und einem Ellbogencheck gegen Bayerns Giovane Elber für Schlagzeilen gesorgt. Im UEFA-Pokal kam Lehmann dagegen weiterhin zum Einsatz und erreichte mit Dortmund das Endspiel. Am 31. Spieltag kehrte Lehmann in die Bundesligamannschaft von Dortmund zurück und konnte die letzten drei Saisonspiele mit der Mannschaft gewinnen und am vorletzten Saisonspiel an Leverkusen vorbeiziehen und die erste deutsche Meisterschaft seiner Karriere zu feiern. Im UEFA-Cup Endspiel reichte es dagegen nicht zum Sieg, Dortmund verlor das Endspiel gegen Feyenoord Rotterdam mit 2:3. Wenige Wochen zuvor hatte Lehmann seinen Vertrag in Dortmund bis 2004 verlängert.

Die Saison 2002/03 lief für Dortmund nicht annähernd so erfolgreich, auch weil der Verein immer wieder mit einer Reihe von Verletzungsausfällen zu kämpfen hatte. So stand die Mannschaft zur Winterpause dennoch auf Platz 2 der Tabelle, was vor allem der Defensivabteilung zu Verdanken war, die in 17 Spielen nur 13 Gegentore kassiert hatte. Lehmann fiel in der Saison hauptsächlich durch zwei weitere Platzverweise auf, am 12. Spieltag nach einer deutlichen Kritik am Schiedsrichter, am 22. Spieltag nachdem er den eigenen Mitspieler Marcio Amoroso verbal attackiert hatte. In der Champions-League schaffte Dortmund erstmals seit einigen Jahren wieder den Sprung in die Zwischenrunde und scheiterte am Ende erst knapp am Einzug ins Viertelfinale. Am 26. Spieltag sollte Lehmann sein letztes Bundesligaspiel für Dortmund bestreiten, nachdem er sich im Training eine lang anhaltende Oberschenkelverletzung zuzog. Zwar startete Lehmann auch in die Saison 2003/04 als Stammtorwart der Borussia, aber die immer noch geringe Akzeptanz bei den Fans des Vereins, sowie die Tatsache, dass er mit Roman Weidenfeller einen aufstrebenden Konkurrenten um die Torwartposition erhalten hatte, veranlassten den 33jährigen Lehmann sich erneut mit der Möglichkeit eines Vereinswechsels zu beschäftigen. Vor allem ein Wechsel in eine der Topligen Europas war für Lehmann nach seinem gescheiterten Versuch in Italien reizvoll. So bestritt Lehmann im Ligapokal-Halbfinale der Saison sein letztes Spiel im Dress des Dortmunder Vereins und leistete sich passenderweise den fünften Platzverweis seit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund, nachdem er den Stuttgarter Stürmer Kevin Kurányi im Strafraum umgerissen hatte. Einen Tag später nahm der Wechsel konkrete Formen an, nachdem Arsenal London mit Dortmund die Verhandlungen aufgenommen hatte. Lehmann sollte den ehemaligen englischen Nationaltorhüter David Seaman bei Arsenal ersetzen. Endgültig sicher wurde der Wechsel am 26. Juli 2003, nachdem sich die Vereinsführungen beider Mannschaften auf eine Ablösesumme von 3,5 Millionen Euro und zusätzlich den Transfer von Arsenals Ersatzkeeper Guillaume Warmuz nach Dortmund einigten. Nach 129 Bundesligaspielen und 37 internationalen Einsätzen endete das Kapitel Dortmund für Jens Lehmann.

In seiner ersten Saison in London (2003/04) kam Lehmann bei allen 38 Saisonspielen zum Einsatz und entwickelte sich zu einem überzeugenden Rückhalt für die Mannschaft des FC Arsenal, die im Saisonverlauf ohne Niederlage blieb und mit elf Punkten Vorsprung englischer Meister wurde. Dabei musste Lehmann in der gesamten Saison nur 26 Gegentore hinnehmen. Nachdem er im Champions-League Achtelfinale noch Garant für das Weiterkommen der Londoner Mannschaft gewesen war, musste er im Viertelfinale gegen die Lokalrivalen vom FC Chelsea Kritik einstecken, als er sich einen schweren Fehler im Rückspiel erlaubte und damit das Ausscheiden der Mannschaft mitverschuldete.

Die Saison 2004/05 verlief wechselhaft für Lehmann, der sich mit zwei Fehlern im Champions-League Gruppenspiel gegen Panathinaikos Athen erneut Kritik einfing und nach einem Formtief im Winter vorübergehend seine Stammposition an Ersatzmann Manuel Almunia verlor. Nachdem zeitweise gar von einem Abschied Lehmanns aus London die Rede war, kehrte dieser am 26. Spieltag, nach zehn Spielen Pause, wieder ins Tor von Arsenal zurück, weil sich auch unter Almunia der Erfolg der Vorsaison nicht wieder einstellte und Arsenal zwischenzeitlich auf den dritten Tabellenplatz abrutschte. In den letzten 13 Saisonspielen musste Lehmann nur noch sieben Gegentreffer hinnehmen und war Garant dafür, dass Arsenal letztendlich noch die englische Vizemeisterschaft erringen konnte. Auch im FA-Cup konnte sich Lehmann auszeichnen, indem er in der regulären Spielzeit gegen Manchester United eine fehlerfreie Partie zeigte und im Elfmeterschießen den entscheidenden Schuss parieren konnte.

In der Saison 2005/06 kam Lehmann in allen Saisonspielen zum Einsatz und musste in diesen 38 Ligaspielen insgesamt 31 Gegentore hinnehmen. Am letzten Spieltag der Saison schaffte die Mannschaft noch den Sprung auf Platz 4 in der Tabelle und damit die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions-League 2006/07. In der Champions-League entwickelte sich Lehmann zum Führungsspieler der Mannschaft und musste in seinen acht Saisonauftritten kein einziges Gegentor hinnehmen. Vor allem in den Spielen gegen Real Madrid im Achtelfinale und im Halbfinale gegen Villarreal, als Lehmann im Rückspiel in der 90. Minute einen für das Weiterkommen entscheidenden Elfmeter von Juan Román Riquelme hielt, war er der Erfolgsgarant der Mannschaft. Im Finale gegen den FC Barcelona sah Lehmann in der 19. Minute eine Rote Karte, als er außerhalb des Strafraums ein Gegentor durch den allein auf ihn zustürmenden Eto'o verhindern wollte, wobei er die Wertung dieses Gegentores durch seine Notbremse verhinderte. Zwar konnte seine Mannschaft in der Folge in Unterzahl in Führung gehen, musste in der Schlussphase noch zwei Gegentore zur 1-2 Niederlage hinnehmen. Jens Lehmann blieb außerdem 852 Minuten ohne Gegentor in der Champions League, so lange wie kein anderer Torhüter je zuvor. Er löste damit Edwin van der Sar als Rekordhalter ab. Im August 2006 wurde Jens Lehmann zum „Besten Torwart“ der UEFA-Saison 2005/06 in der Champions-League gekürt.

Im April 2006 unterzeichnete Lehmann einen Einjahresvertrag mit Arsenal, den er im April 2007 um ein weiteres Jahr verlängerte. In den ersten beiden Saisonspielen der Premier League Saison 2007/08 passierte Lehmann jeweils ein schwerer Fehler. Als er sich eine Kapselzerrung im Sprunggelenk zuzog, rückte der Spanier Manuel Almunia in die Anfangsformation. Dieser spielte fehlerfreie Partien, und erkämpfte sich so seinen Stammplatz, den er auch trotz einiger Fehler nach der Genesung Lehmanns behielt. Da Lehmann seitdem nicht mehr als Stammtorhüter von Arsenal eingesetzt wurde, war ein Wechsel des Torhüters zur Winterpause nicht ausgeschlossen. Einer Rückkehr zu Borussia Dortmund erteilte Lehmann nach längerer Überlegung jedoch eine Absage. Am 4. Mai 2008 wurde bekannt, dass Lehmann nach Saisonende den FC Arsenal definitiv verlässt. Im letzten Saisonheimspiel gegen den FC Everton wurde er kurz vor Schluss eingewechselt, um ihm den Abschied von den Anhängern des Klubs zu ermöglichen.

Am 3. Juni 2008 wurde bekannt gegeben, dass Lehmann ab der Saison 2008/09 für den VfB Stuttgart aufläuft. Beim VfB Stuttgart hat Jens Lehmann einen Einjahresvertrag.

Sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft gab er am 18. Februar 1998 in Maskat beim 2:0-Erfolg gegen Oman.

Jens Lehmann nahm mit der Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 1998, der Europameisterschaft 2000, der Weltmeisterschaft 2002 und der Europameisterschaft 2004 teil, kam jedoch nie zum Einsatz.

Jürgen Klinsmann erklärte bei seinem Debüt als Bundestrainer im Sommer 2004, dass es keine klare Nummer 1 im Tor der Nationalmannschaft gibt und setzte die beiden Konkurrenten Kahn und Lehmann im Rahmen des Rotationsprinzips abwechselnd ein. Die ungeklärte Torhüterfrage sorgte im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 für intensive öffentliche Diskussionen.

Am 7. April 2006 verkündete Klinsmann schließlich die Entscheidung zu Gunsten Lehmanns. Dessen Verein Arsenal London hatte zuvor das Halbfinale der Champions League erreicht und dabei acht Spiele in Folge – bei fünf von diesen (darunter den letzten vier) stand jeweils Lehmann im Tor – kein Gegentor kassiert (auch in den folgenden Halbfinalspielen blieb Arsenal mit Lehmann im Tor ohne Gegentreffer), während sein Konkurrent durch leichte Verletzungen und einige Patzer negativ aufgefallen war. Klinsmann betonte aber, dass nicht Kahns Fehler ausschlaggebend für die Entscheidung waren, sondern vielmehr die Spielphilosophie Lehmanns, der außerdem als der kommunikativere und anpassungsfähigere Spieler gilt.

Am 30. Juni 2006 sorgte er für das Erreichen des Halbfinales der deutschen Nationalmannschaft bei der WM, indem er im Viertelfinalspiel gegen Argentinien im Elfmeterschießen zwei Strafstöße hielt und Deutschland dadurch mit 5:3 n. E. gewann. Der von Torwarttrainer Andreas Köpke handgeschriebene Spickzettel mit Informationen über die Schützen der argentinischen Mannschaft, der Lehmann vor Beginn des Elfmeterschießens in die Hand gedrückt wurde, wurde von diesem später der Aktion Ein Herz für Kinder zur Verfügung gestellt. Bei einer Versteigerung erwarb das Unternehmen EnBW den Zettel für eine Million Euro und stiftete ihn dem Haus der Geschichte in Bonn.

In der Nationalmannschaft hält er den Rekord der längsten Serie ohne Gegentor: Der Torwart des FC Arsenal überbot beim 3:0 gegen Österreich im Februar 2008 seinen eigenen Rekord und war bis zum 2:2 gegen Weißrussland insgesamt 681 Minuten ohne Gegentor. Im selben Spiel übernahm er auch erstmals die Kapitänsbinde, wobei er in diesem Spiel der vierte Kapitän war. Nachdem Lehmann in der Premier League nicht mehr regelmäßig eingesetzt wurde, kamen Zweifel daran auf, ob Lehmann ohne ausreichende Spielpraxis bei der Europameisterschaft 2008 Topleistungen abrufen kann. Dort konnte Lehmann jedoch unter anderem im Viertelfinale gegen Portugal und im Finale gegen Spanien mit einer guten Leistung die Kritiker überzeugen.

Am 8. August 2008 gab Lehmann bekannt, vom Posten des Torhüters der Nationalmannschaft zurückzutreten, um noch vor der WM 2010 in Südafrika den Weg für einen jüngeren Keeper freizumachen. Nach 61 Länderspielen endet somit die Ära Lehmann im Dress der Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw selbst äußerte sich positiv über Lehmanns Nationalmannschaftskarriere, indem er seine professionelle Einstellung als vorbildlich bezeichnete. Auch Lehmann bedankte sich für die lehrreiche Zeit im Nationalteam und beschrieb seinen Karrierehöhepunkt, die Weltmeisterschaft 2006, als „phantastisch“ und „einzigartig“. Lehmann blieb in 31 Länderspielen ohne Gegentor. Damit hat er die beste Quote unter allen deutschen Nationaltorhütern mit mindestens zwanzig Einsätzen.

Jens Lehmann und sein älterer Bruder sind im Essener Stadtteil Heisingen aufgewachsen. 1988 machte er sein Abitur und studierte, neben dem Fußball, von 1992 bis 1998 mehrere Semester Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster.

Seit 1999 ist er mit einer Grundschullehrerin verheiratet. Diese hatte mit dem Fußballer Knut Reinhardt schon einen Sohn, den Lehmann später adoptierte. Im Juli 2000 wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren, im März 2006 ihre Tochter.

Jens Lehmanns Cousin, Jochen Rotthaus, ebenfalls aus Essen-Heisingen, ist heute Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim.

Er unterstützt die Stiftung Jugendfußball, die 2000, unter anderem auf Initiative von Jürgen Klinsmann, gegründet wurde und ist dort Mitglied im Kuratorium. Des Weiteren unterstützt er die Willow Foundation des ehemaligen englischen Torhüters Bob Wilson und die englische Anti-Rassismus-Initiative Kick it Out.

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Fußball-Bundesliga

Entwicklung der Preise für die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga[19]

Die Fußball-Bundesliga ist die höchste Spielklasse im deutschen Fußball. Sie wurde nach dem Beschluss des Deutschen Fußball-Bundes am 28. Juli 1962 in Dortmund zur Saison 1963/64 eingeführt.

In der Bundesliga werden im Ligasystem, bei dem jeder Verein in Hin- und Rückspielen gegen jeden anderen Verein antritt, der Deutsche Fußballmeister sowie die Teilnehmer der Europapokalwettbewerbe ausgespielt. Die letzten zwei Mannschaften steigen in die 2. Fußball-Bundesliga ab, die seit 1974 die zweithöchste Spielklasse unterhalb der Bundesliga bildet. Die drittletzte Mannschaft bestreitet Relegationsspiele gegen den Zweitliga-Dritten.

Während eines Meisterschaftsjahres, das sich in eine Hin- und Rückrunde unterteilt, treffen alle 18 Vereine der Fußball-Bundesliga anhand eines vor der Saison festgelegten Spielplans zweimal aufeinander; je einmal im eigenen Stadion und einmal im Stadion des Gegners. Eine Bundesligaspielzeit mit ihren (derzeit) 34 Spieltagen erstreckt sich in der Regel von August bis Mai oder Juni. In Jahren, in denen eine Welt- oder Europameisterschaft stattfindet, endet die Spielzeit zum Teil bereits im April. Im Winter wurde bis Mitte der 1980er bis auf eine kurze Unterbrechung durchgespielt. Eine von Anfang Dezember bis Ende Februar dauernde Winterpause wurde erstmalig zur Saison 1986/87 eingeführt, aktuell werden üblicherweise sechs Wochen in Dezember und Januar pausiert. Die einzelnen Spieltage werden traditionell samstags um 15:30 Uhr, in den letzten Jahren jedoch auch freitags und/oder sonntags angepfiffen. In Englischen Wochen gibt es zudem auch Dienstags- und Mittwochsspiele.

Der Spielplan wird mit Hilfe einer jede Saison wechselnden Schlüsselzahl festgelegt, die bestimmt, in welcher Systematik bzw. Reihenfolge die Vereine innerhalb einer Saison gegeneinander antreten. Die Schlüsselzahl und damit der Spielplan wird unter Zuhilfenahme eines Computerprogramms unter Berücksichtigung relevanter Parameter wie anderer Großereignisse vorgeschlagen. Die Terminfestsetzung der Spiele richtet sich nach dem Rahmenterminkalender der FIFA und UEFA. Zudem erhält die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der Polizei den Spielplan, um ihn abzusegnen und sogenannte Doppler auszuschließen. So sollen beispielsweise gleichzeitige Heimspiele von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 wegen der großen Rivalität der beiden Vereine vermieden werden. Aus demselben Grund sollen auch gleichzeitige Heimspiele von Vereinen vermieden werden, die aus derselben Stadt kommen. Dies ist zurzeit zwar nicht der Fall, kam in der Vergangenheit jedoch des Öfteren vor.

Die Mannschaft, die nach dieser doppelten Punktrunde den ersten Platz belegt, ist Deutscher Fußball-Meister. Die zwei letztplatzierten Mannschaften müssen in die 2. Bundesliga absteigen, deren zwei erstplatzierte Mannschaften im Gegenzug direkt in die Bundesliga aufsteigen. Darüber hinaus findet seit der Saison 2008/09 ein Relegationsspiel zwischen dem Drittletzten der 1. und dem Drittplatzierten der 2. Bundesliga statt. Neben dem Deutschen Meister und den Absteigern werden über die Bundesliga auch die Teilnehmer an den europäischen Vereinswettbewerben ermittelt. Dabei bestimmt die UEFA-Fünfjahreswertung, welcher nationale Verband mit wie vielen Vereinen in der Champions League und im UEFA-Pokal vertreten ist und zu welcher Phase die Klubs in den Wettbewerb einsteigen. Je höher eine Liga in der UEFA-Fünfjahreswertung steht, desto mehr Vereine aus dieser Spielklasse haben die Möglichkeit, am internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Aufgrund der gegenwärtigen deutschen Platzierung in der Fünfjahreswertung nehmen Meister und Vizemeister der Bundesliga an der Champions League teil. Der dritte Platz berechtigt zur Teilnahme an der Qualifikationsrunde zur Champions League. Der Meisterschaftsvierte und -fünfte sind ebenso wie der DFB-Pokalsieger für den UEFA-Pokal qualifiziert. Sind beide Endspielteilnehmer des DFB-Pokals bereits über die Bundesliga für die Champions League oder den UEFA-Pokal qualifiziert, nimmt der Tabellensechste am UEFA-Pokal teil. Zusätzlich können sich für den UEFA-Pokal weitere Mannschaften über die Fair-Play-Wertung qualifizieren. Dies gelang 2005 dem 1. FSV Mainz 05 und 2008 Hertha BSC.

Bei der Ermittlung der Platzierungen sind zunächst die von einem Verein erzielten Punkte relevant. Hierbei werden für einen Sieg 3 Punkte, für ein Unentschieden 1 Punkt und für eine Niederlage 0 Punkte vergeben. Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst die bessere Tordifferenz über die Reihenfolge der Platzierung, bei gleicher Differenz danach die Anzahl der erzielten Tore. Sollte dieser Vergleich immer noch keine Entscheidung bringen, werden die folgenden Kriterien zu Rate gezogen: das Gesamtergebnis aus den Partien gegeneinander, die Anzahl der in diesen Partien erzielten Tore gegeneinander, die Anzahl der auswärts erzielten Tore im direkten Vergleich. Danach entscheiden die erzielten Auswärtstore in allen Spielen. Bringen diese Vergleiche nichts ein, wird auf neutralem Platz ein Entscheidungsspiel ausgetragen. Dies war bisher in der Bundesliga jedoch noch nie der Fall.

Der Modus der Bundesliga ist seit der Erstaustragung nahezu unverändert. Es schwankte nur die Zahl der teilnehmenden Vereine (16 bis 20) sowie die Anzahl der Abstiegsplätze (2 bis 4). Zeitweilig wurden auch Relegationsspiele zur Ermittlung eines Auf- und Absteigers ausgetragen. Zur Ermittlung des Tabellenplatzes einer Mannschaft bei Punktgleichheit wurde bis 1969 der Torquotient herangezogen. Die Drei-Punkte-Regel gilt seit der Saison 1995/96. Davor wurden für jedes Spiel Plus- und Minuspunkte vergeben – Sieg: 2:0 Punkte, Unentschieden: 1:1 Punkte, Niederlage: 0:2 Punkte.

Bis ins Jahr 2001 wurde die Fußball-Bundesliga direkt unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgetragen. Seitdem sind der DFB und der als Zusammenschluss der 36 Lizenzvereine der 1. und 2. Bundesliga gegründete Ligaverband (offiziell: Die Liga – Fußballverband e. V.) gemeinsame Veranstalter. Dabei ist der Ligaverband ordentliches Mitglied des DFB, während die Bundesligavereine seit 2001 nicht mehr zum DFB gehören. Das Verhältnis zwischen DFB und Ligaverband ist im gemeinsamen Grundlagenvertrag geregelt. Die operativen Aufgaben hat der Ligaverband an seine hundertprozentige Tochter, die Deutsche Fußball Liga (DFL), übertragen.

Ziel der Deutschen Fußball Liga ist der Erhalt und die Stärkung des professionell betriebenen Fußballs in Deutschland. Die DFL sieht sich dabei als Dienstleister für alle 36 Mitglieder, und vertritt die Vereine gegenüber Medien und Öffentlichkeit. Grundsätzlich ist das Aufgabengebiet der DFL in die drei Hauptzweige Spielbetrieb, Lizenzierung und Vermarktung gegliedert. Neben der Organisation des Profifußballs, bei denen die DFL für die Ansetzung aller 612 Saisonspiele in der Bundesliga und der 2. Bundesliga zuständig ist, vergibt sie die Übertragungsrechte an den Spielen der Lizenzligen für Fernseh- und Hörfunkübertragungen sowie im Internet. Außerdem betreibt die DFL das Thema nationale sowie internationale Markenbildung und ist für die Lizenzierung der 36 Profiklubs sowie der Vereine in den Regionalligen zuständig.

Zur Teilnahme an der Bundesliga benötigt jede Mannschaft eine von der Deutschen Fußball Liga vergebene Lizenz. Die Lizenz wird aufgrund sportlicher, rechtlicher, personell-administrativer, infrastruktureller und sicherheitstechnischer, medientechnischer sowie finanzieller Kriterien vergeben. Hierbei stehen die genannten Voraussetzungen gleichgewichtig nebeneinander, jedoch entscheidet sich die Vergabe einer Lizenz regelmäßig an den finanziellen Kriterien, welche die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Vereine sicherstellen sollen.

Nachdem die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Klubs bis 2007 lediglich im Frühjahr überprüft wurde, wird ab der Saison 2007/08 eine sogenannte „Lizenzierungsnachschau“ eingeführt. Hierbei wird die Finanzlage wirtschaftlich schwächerer Klubs, die ihre Lizenz nur mit Auflagen erhalten, im Herbst erneut geprüft. Auf der Basis der Bilanz zum 30. Juni eines Jahres und aktualisierter Planrechnungen müssen die betroffenen Vereine den Nachweis der Liquidität bis zum Saisonende erbringen. Wenn dies nicht gelingt, können weitere Auflagen festgelegt werden. Bei deren Nichterfüllung drohen Sanktionen bis hin zum Punktabzug während der laufenden Saison.

Das Lizenzierungsverfahren im deutschen Fußball gilt als eines der strengsten der Welt. Aufgrund des besonderen Augenmerks auf der Prüfung der Liquidität, also der Betrachtung, ob die Klubs in der Lage sind den Spielbetrieb für die kommende Saison aufrechtzuerhalten, ist es seit der Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 noch nie dazu gekommen, dass ein Verein während der laufenden Spielzeit Insolvenz anmelden oder seine Mannschaft aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb zurückziehen musste.

Erhält ein Verein keine Bundesligalizenz, so gilt er vorbehaltlich der dort gültigen Zulassungsvoraussetzungen als Absteiger in die 3. Liga und rückt somit an den Schluss der Tabelle der 2. Bundesliga der vorangegangenen Spielzeit. Die Anzahl der aus sportlichen Gründen abgestiegenen Mannschaften verringert sich entsprechend. Mit Dynamo Dresden wurde in der Spielzeit 1994/95 das bislang einzige mal einem Erstligisten die Lizenz für die Folgesaison aus wirtschaftlichen Gründen verweigert. Aufgrund von Verstößen gegen Lizenzauflagen wurden Vereine in der Vergangenheit zudem jedoch mit Punktabzügen und Geldstrafen belegt.

Bereits 1932 forderte der damalige DFB-Präsident Felix Linnemann die Einführung einer „Reichsliga“, in der die besten Vereine den Deutschen Meister ausspielen sollten. Auf dem DFB-Bundestag am 16. Oktober 1932 wurden entsprechende Pläne vorgelegt. Das Vorhaben wurde jedoch von den Regionalverbänden abgewiesen. Bis in die sechziger Jahre wurde der Deutsche Meister unter den Meistern der einzelnen Oberligen in Gruppenspielen und Finalspiel ermittelt, während der DDR-Meister bereits seit der Spielzeit 1949/50 in einer landesweiten DDR-Oberliga ermittelt wurde.

Während der Fußball in anderen europäischen Ländern wie Spanien, Italien oder England in den 1950er und 1960er Jahren bereits in nationalen Profiligen organisiert war, gab es in Deutschland in den bundesweit verstreuten Oberligen als höchste Spielklasse große Leistungsunterschiede zwischen einigen Spitzenmannschaften und dem Rest der Liga. Dies führte dazu, dass die in Ligaspielen oftmals zu wenig geforderten Spieler international nicht mehr konkurrenzfähig waren, und spanische oder italienische Vereine den Europapokal dominierten. Durch die Schaffung der Bundesliga als landesweit höchster Spielklasse mit einer deutlich gleichmäßig starken Besetzung sollte das allgemeine Leistungsniveau erhöht werden.

In Westdeutschland diskutierte man nach dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls über die Einführung einer landesweiten Profiliga. Ein starker Befürworter dieser Idee war Franz Kremer, der damalige Präsident des 1. FC Köln, welcher 1949 Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bundesliga und Berufs-Fußball wurde. Wie bereits vor dem Krieg waren die Landesverbände von der Idee einer Bundesliga zunächst wenig begeistert. Auch der DFB hatte große Bedenken, ob sich sportlicher Wettstreit und Geldverdienen vereinbaren ließen. Viele Kritiker befürchteten, dass die Vereine zahlungsunfähig würden. Somit scheiterte auch ein erster Versuch zur Gründung der Bundesliga auf dem außerordentlichen DFB-Bundestag 1958 in Frankfurt. In der Folgezeit fand Kremer jedoch in Bundestrainer Sepp Herberger und dem späteren DFB-Präsidenten Hermann Neuberger wichtige Befürworter. Neuberger überzeugte die vielen Kritiker schließlich. 1962 – wenige Wochen, nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Chile im Viertelfinale ausgeschieden war – schlug er erneut die Schaffung einer einheitlichen höchsten Spielklasse vor. Am 28. Juli 1962 beschlossen die Delegierten der einzelnen Landesverbände auf dem DFB-Bundestag im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhalle schließlich mit 103:26 Stimmen die Einführung der Bundesliga zur Saison 1963/64.

In der neu geschaffenen Liga sollten 16 Mannschaften spielen, wobei je fünf aus der Oberliga Süd und der Oberliga West, drei aus der Oberliga Nord, zwei aus der Oberliga Südwest und ein Verein aus der Berliner Stadtliga kommen sollten.

Für die Auswahl der sich qualifizierenden Mannschaften sollten sportliche und wirtschaftliche Kriterien bestimmend sein, wobei nur ein Verein pro Stadt infrage kam. Das schließlich angewandte Auswahlverfahren bei der Suche nach den sechzehn Gründungsmitgliedern der Bundesliga war äußerst kompliziert. Der DFB beschloss einen Schlüssel, nachdem die Abschlusspositionen der Vereine in den Oberligen aus den Spielzeiten 1951/52 bis 1954/55 einfach, von 1955/56 bis 1958/59 zweifach und von 1959/60 bis 1962/63 dreifach gewertet wurden. Für das Erreichen von Meisterschaftsendrunden und Pokalfinals gab es Zusatzpunkte. Zudem mussten infrastrukturelle Rahmenbedingungen vorhanden sein. So hatte ein Verein zum Beispiel über ein Stadion mit mindestens 35.000 Plätzen und eine Flutlichtanlage zu verfügen.

Von den 74 Oberligavereinen bewarben sich 46 für die erste Bundesligasaison, 15 Klubs – darunter Borussia Mönchengladbach, Hessen Kassel und Bayer 04 Leverkusen – wurden jedoch sofort abgelehnt. Am 11. Januar 1963 wurden mit dem 1. FC Köln, Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, dem 1. FC Nürnberg, dem 1. FC Saarbrücken, dem Hamburger SV und Hertha BSC die ersten neun Teilnehmer festgelegt. Um die restlichen Plätze stritten sich somit noch 20 Vereine, welche unterdessen vergeblich versuchten, eine Aufstockung der Liga auf 18 oder 20 Klubs zu erreichen. Am 6. Mai 1963 fiel in Hamburg dann die endgültige Entscheidung: Preußen Münster, der Meidericher SV, Eintracht Braunschweig, der 1. FC Kaiserslautern, der TSV 1860 München, der VfB Stuttgart und der Karlsruher SC erhielten die letzten freien Plätze. Die restlichen 13 Vereine mussten in die als zweithöchste Spielklasse unter der Bundesliga gegründete Regionalliga.

Die Auswahl der 16 an der ersten Bundesligasaison teilnehmenden Vereine war teilweise stark umstritten. So wurde der 1. FC Saarbrücken nicht aus sportlichen Gründen, sondern aufgrund seines Stadions und der Infrastruktur aufgenommen. Dabei wurde spekuliert, dass diese Entscheidung vor allem dadurch fiel, damit der im DFB-Präsidium vertretene Hermann Neuberger „seinen“ Klub in die Bundesliga bringen wollte. Aus sportlichen Gesichtspunkten hätte sich neben dem 1. FC Kaiserslautern entweder der FK Pirmasens oder Borussia Neunkirchen als zweiter Südwest-Klub für die Bundesliga qualifiziert. Auch im Süden, Westen und Norden gab es stark diskutierte Entscheidungen. Kickers Offenbach hatte verglichen mit dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart aufgrund konstanter Leistungen in der Oberliga Süd die meisten Punkte in der 12-Jahreswertung gesammelt. Aufgrund des geringen Punktunterschiedes wurden die drei Vereine jedoch als gleichwertig eingestuft, so dass die Abschlusstabelle der Saison 1962/63 entscheidend war. Diese sprach letztendlich gegen Offenbach. Bei den Vertretern der Oberliga West fühlte sich Alemannia Aachen übergangen, da dieser zugunsten eines Vereins des Landesverbands Niederrhein (Meidericher SV) nicht in die Bundesliga aufgenommen wurde. In der Oberliga Nord war die Auswahl von Eintracht Braunschweig als drittem Nord-Vertreter umstritten, da Hannover 96 unter anderem mehr Punkte in der 12-Jahreswertung aufwies und bei den technischen Voraussetzungen besser abschnitt.

Die erste Bundesliga-Saison wurde am 24. August 1963 angepfiffen. Bereits nach 58 Sekunden erzielte Timo Konietzka vom Titelverteidiger Borussia Dortmund im Spiel gegen Werder Bremen das erste Bundesliga-Tor. Die acht Partien des ersten Spieltags lockten insgesamt 327.000 Zuschauer in die Stadien. Am Ende der Saison gewann der damals bereits professionell geführte 1. FC Köln überlegen mit nur zwei Saisonniederlagen und sechs Punkten Vorsprung vor dem Meidericher SV die erste Bundesliga-Meisterschaft. Die ersten beiden Absteiger waren Preußen Münster, das nie wieder in die Bundesliga zurückkehrte, und der 1. FC Saarbrücken, dem es 1976, 1985 und 1992 erneut gelang, in die Bundesliga aufzusteigen.

In der Folgesaison geriet die Liga in ihre erste große Krise. Hertha BSC wurde wegen zu hoher Zahlungen an Spieler die Lizenz entzogen, und der Verein musste in die damals zweitklassige Regionalliga zwangsabsteigen. Nun reklamierten die beiden sportlichen Absteiger Karlsruher SC und FC Schalke 04 den durch den Zwangsabstieg freigewordenen Platz für sich und erhoben Einspruch gegen den eigenen Abstieg. Daraufhin wurde festgelegt, die Zahl der Vereine auf 18 zu erhöhen und den Abstieg für eine Saison auszusetzen. Der DFB entschied, einen zusätzlichen Berliner Klub aufzunehmen. Politische Hintergründe spielten dafür die entscheidende Rolle, denn alle Bundesregierungen betonten seit 1949, dass die drei Westsektoren Berlins zur Bundesrepublik gehörten. Als Ersatz für Hertha BSC wurde der Vorjahresmeister und Drittplatzierte der Regionalliga Berlin, SC Tasmania 1900 Berlin, ohne sportliche Qualifikation für die Bundesliga zugelassen, nachdem der Regionalliga-Meister Tennis Borussia in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga gescheitert war und der zweitplatzierte Spandauer SV auf den Aufstieg verzichtet hatte.

Trotz eines Sieges zum Saisonauftakt stieg die Mannschaft aber nach nur einer Spielzeit als schlechtestes Team aller Bundesligazeiten mit sieben Bundesligaminusrekorden (geringste Zahl an erzielten Toren und höchste Zahl an Gegentoren , wenigste Pluspunkte , wenigste Siege , meiste Niederlagen , geringste Zuschauerzahl eines Spiels und längste sieglose Serie ) wieder ab. Im selben Jahr (1965) stiegen mit Borussia Mönchengladbach und FC Bayern München zwei Vereine auf, die nach kurzer Zeit die Bundesliga dominierten. Eine Besonderheit in den ersten Jahren war, dass bis 1970 in jedem Jahr ein anderer Verein Meister wurde. Mit dem 1. FC Nürnberg stieg 1969 zum ersten und bisher einzigen Mal ein amtierender Meister ab. Von den 16 Gründungsmitgliedern verblieb nur der Hamburger SV ununterbrochen in der Bundesliga.

International taten sich die Bundesligameister zunächst schwer: im Gegensatz zu den vorherigen Meistern, von denen immerhin einer das Finale des Europapokals der Landesmeister (Eintracht Frankfurt/1960) und zwei das Halbfinale (Hamburger SV/1961 und Borussia Dortmund/1964) erreicht hatten, kam keiner über das Viertelfinale hinaus; in den meisten Fällen war aber schon in der Vorrunde oder im Achtelfinale Schluss. Besser lief es im Europapokal der Pokalsieger, dessen Finale die deutschen Pokalsieger von 1965 bis 1968 erreichen und zweimal (Borussia Dortmund/1966 und Bayern München/1967) gewinnen konnten. Zudem wurde noch zweimal das Halbfinale erreicht. Im Messepokal, dem Vorläufer des UEFA-Pokals, konnte nur zweimal (1. FC Köln/1964 und Eintracht Frankfurt/1967) das Halbfinale erreicht werden.

Anfang der 1970er Jahre wurde die Liga durch den am 6. Juni 1971 von Horst-Gregorio Canellas, dem Präsidenten der Offenbacher Kickers, aufgedeckten Bundesliga-Skandal erschüttert. Aufgrund von Manipulationen bei Punktspielen im Abstiegskampf war es Rot-Weiß Oberhausen und Arminia Bielefeld gelungen, in der Bundesliga zu verbleiben. Bei den vom DFB-„Chefankläger“ Hans Kindermann geführten Ermittlungen wurde festgestellt, dass 18 Spiele der letzten acht Spieltage in der Saison 1970/71 nachweislich „verkauft“, beziehungsweise manipuliert werden sollten. Insgesamt wurden 52 Spieler, zwei Trainer sowie sechs Vereinsfunktionäre bestraft. Außerdem wurde den Vereinen Arminia Bielefeld und Kickers Offenbach die Bundesligalizenz entzogen.

In der Folgezeit verlor der Fußball seine Glaubwürdigkeit. Die Zuschauer bestraften die Vereine mit ihrer Abstinenz. Kamen in der Spielzeit 1970/71 noch 6,3 Millionen Besucher in die Stadien, waren es ein Jahr später nur noch 5,4 Millionen. Allerdings waren die Zuschauerzahlen schon seit 1965/66 kontinuierlich rückläufig und zu den – damals intensiv diskutierten – Gründen für diese Entwicklung wurden, abgesehen von dem Skandal, auch andere gezählt (mangelnder Komfort in den Stadien, „zu viel Fußball im Fernsehen“ etc.). Der absolute Tiefpunkt folgte in der Saison 1972/73 mit lediglich 5 Millionen Besuchern bei einem Schnitt von 16.372 pro Partie. Erst durch den Gewinn der WM 1974 im eigenen Land gegen die Niederlande konnte das Ansehen zurückgewonnen werden, zumal die Bundesligamannschaften auch international sehr erfolgreich waren. Zudem wurden für die Weltmeisterschaft 1974 viele Stadien um- oder neu gebaut, wodurch die Zuschauerkapazität insgesamt anstieg.

Borussia Mönchengladbach schaffte als erster Verein die erfolgreiche Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft (1970/71). Daraufhin erreichte Bayern München den ersten Titel-Hattrick (1972–74), den bis heute nur die Mönchengladbacher (1975–77) und die Bayern selbst (1985–87, 1999–2001) wiederholen konnten. Den höchsten Sieg der Bundesliga-Geschichte erreichte Borussia Mönchengladbach im Jahr 1978 durch ein 12:0 gegen Borussia Dortmund. Neun Spielzeiten hintereinander – so lange wie nie zuvor und nie wieder danach – machten mit Borussia Mönchengladbach und Bayern München zwei Vereine die Meisterschaft unter sich aus. Dabei musste Borussia Mönchengladbach auf Grund der geringeren Zuschauerkapazität des eigenen Stadions im Gegensatz zum bayerischen Konkurrenten, der 1972 ins neue Olympiastadion umgezogen war, immer wieder Leistungsträger ins Ausland verkaufen. So war man gegen Ende der 1970er nicht mehr konkurrenzfähig. Während der Meistertitel 1977 der bisher letzte für Mönchengladbach war und die Mannschaft 1999 und 2007 sogar abstieg, konnte Bayern München in den Folgejahren die Dominanz weiter ausbauen. Die Hauptkonkurrenten der Bayern waren in diesen Jahren andere Mannschaften, insbesondere der Hamburger SV, Werder Bremen und Borussia Dortmund.

1976 wurde erstmals bei der Verpflichtung von Roger Van Gool durch den 1. FC Köln eine Ablösesumme von 1 Million DM gezahlt. Diese Summen (in Euro) sind mittlerweile keine Ausnahme mehr, sondern der Normalfall, da sowohl die Ablösesummen als auch die Spielergehälter in den Folgejahren sehr stark anstiegen.

International waren die 1970er das erfolgreichste Jahrzehnt der Bundesligavereine. In jedem Jahr stand mindestens ein Verein in einem Halbfinale, dreimal konnte der Europapokal der Landesmeister (Bayern München 1974, 1975 und 1976), einmal der Europapokal der Pokalsieger (Hamburger SV 1977) und dreimal der UEFA-Pokal (Borussia Mönchengladbach 1975 und 1979, Eintracht Frankfurt 1980) gewonnen werden. Zudem wurde in jedem Wettbewerb noch einmal das Finale erreicht. 1980 standen vier deutsche Mannschaften im Halbfinale des UEFA-Pokals, was bis heute kein Verband mehr erreicht hat.

In den 1980er Jahren war ein allgemeiner Zuschauerschwund in den Bundesliga-Stadien zu verzeichnen. Dies lag unter anderem daran, dass mehrere deutsche Stars zu ausländischen Vereinen wechselten. Spektakulärster Transfer zu dieser Zeit war der Wechsel von Karl-Heinz Rummenigge von Bayern München zu Inter Mailand, als mit 10,5 Millionen Mark erstmals die zweistellige Millionengrenze durchbrochen wurde. Auch durch die Erfolge von Boris Becker und Steffi Graf verlagerte sich das Zuschauerinteresse recht stark in Richtung Tennis. Zudem waren die Auftritte der Nationalmannschaft in dieser Zeit weniger attraktiv, auch wenn 1982 und 1986 das WM-Finale erreicht werden konnte. Um dem Ausbleiben der Zuschauer wegen der schlechten Wetterverhältnisse entgegenzuwirken und weil in den Wintermonaten die Plätze oftmals unbespielbar waren, wurde 1986 die achtwöchige Winterpause beschlossen.

Sportlich übernahm der Hamburger SV mit den Spielern um Horst Hrubesch, Manfred Kaltz und Felix Magath bereits gegen Ende der 1970er Jahre die Rolle des „Bayern-Jägers“. So folgten der ersten Bundesliga-Meisterschaft des HSV im Jahr 1979 noch zwei weitere: 1982 und 1983 führte Ernst Happel die Hamburger zum Titel und wurde zum erfolgreichsten ausländischen Bundesligatrainer. Der Titelhattrick gelang den Hamburgern nicht, da sie in der Saison 1983/84 nur Vize-Meister hinter dem VfB Stuttgart wurden.

Doch auch der FC Bayern München hatte den Abgang der in den 1970er Jahren überragenden Spieler gut verkraftet und konnte auch im neuen Jahrzehnt an die vergangenen Erfolge anknüpfen. Ab Mitte der 1980er Jahre hatten sie sich allerdings mit Werder Bremen eines neuen Kontrahenten aus dem Norden zu erwehren. Die von Otto Rehhagel trainierten Bremer, in den 1970ern eines der „Kellerkinder“ der Liga, die 1980/81 ein Jahr in der Zweitklassigkeit verbringen mussten, setzten sich sofort nach dem Wiederaufstieg kontinuierlich im oberen Tabellendrittel fest, waren ein ums andere Mal dicht an den Bayern dran und holten 1988 die Meisterschale. Im gleichen Zeitraum entwickelte sich der FC Bayern München endgültig zur dominierenden Mannschaft der Bundesliga. Mit dem Gewinn der 10. Deutschen Meisterschaft im Jahr 1987 wurden die Bayern alleiniger Rekordmeister und lösten den vorherigen Rekordhalter 1. FC Nürnberg mit seinen neun gewonnen Meisterschaften (davon acht vor Einführung der Bundesliga) ab.

In diesem Jahrzehnt erreichten deutsche Vereine je viermal das Finale des Europapokals der Landesmeister (ein Sieg, Hamburger SV, 1983) und das Finale des UEFA-Pokals (ein Sieg, Bayer 04 Leverkusen, 1988). Auch wenn bis auf 1984 immer mindestens ein Bundesliga-Verein das Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs erreichte, konnten die Erfolge der 1970er Jahre nicht wiederholt werden.

Seit Beginn der 1990er Jahre erfreut sich die Bundesliga wieder wachsender Beliebtheit bei den Deutschen. Dies war einerseits durch den sportlichen Erfolg der Nationalmannschaft bedingt (dritter WM-Titel 1990 und dritter EM-Titel 1996). Andererseits wurde die Bundesliga in den Medien gezielt vermarktet; ab 1991 berichtete Premiere live von den Spielen der Liga, ein Jahr später übernahm Sat.1 mit ran – Sat.1 Bundesliga die Übertragungsrechte für den Samstagabend.

1991 trat der Deutsche Fußball-Verband der DDR (DFV) dem DFB bei. Mit der Angleichung des ostdeutschen Ligasystems an den westdeutschen Spielbetrieb wurden Hansa Rostock und Dynamo Dresden aus der DDR-Oberliga in die Bundesliga aufgenommen. Die Liga spielte 1991/92 daher vorübergehend mit 20 Vereinen, von denen vier absteigen mussten. Erster gesamtdeutscher Meister nach dem Krieg wurde der VfB Stuttgart, der sich in einem der spannendsten Finals der Bundesligageschichte am letzten Spieltag vor Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund schieben konnte.

Der sportliche Wettbewerb in der Liga war deutlich ausgeglichener als in den Jahren zuvor. Insgesamt fünf verschiedene Vereine konnten in diesem Jahrzehnt die Meisterschale erringen. Neulinge wie der VfL Wolfsburg, der SC Freiburg oder der Karlsruher SC, der bis ins Halbfinale kam, schafften den Sprung in den UEFA-Pokal, während sich Traditionsvereine wie Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach oder der 1. FC Köln zwischenzeitlich in die Zweite Liga verabschieden mussten.

Vor allem Borussia Dortmund, das die im Europapokal erzielten Einnahmen dazu verwendete, in früheren Jahren ins Ausland gezogene Spieler wie Jürgen Kohler, Stefan Reuter oder Andreas Möller wieder in die Bundesliga zurückzuholen, stieg dadurch zu einem Hauptkonkurrenten des FC Bayern München bei der Titelvergabe auf. Daneben konnten der VfB Stuttgart, Werder Bremen und der 1. FC Kaiserslautern die Meisterschaft für sich entscheiden. Den Pfälzern gelang es 1998 dabei als erstem Aufsteiger, auf Anhieb Deutscher Meister zu werden.

Auch in den 1990ern erreichten Bundesligavereine in jedem Jahr mindestens ein europäisches Halbfinale, einmal konnte die UEFA Champions League (Borussia Dortmund 1997), zweimal der UEFA-Pokal (Bayern München 1996 und Schalke 04 1997) und einmal der Europapokal der Pokalsieger (Werder Bremen 1992) gewonnen werden. Zudem wurde in jedem Wettbewerb noch einmal das Finale erreicht.

Auch im neuen Jahrtausend war der FC Bayern München in der Bundesliga das Maß aller Dinge. Von den seit dem Jahr 2000 vergebenen neun Meistertiteln konnten die Münchener sechs für sich entscheiden und mussten nur 2002 Borussia Dortmund, 2004 Werder Bremen und 2007 dem VfB Stuttgart den Vortritt lassen. Die zunehmende Zahl ausländischer Spieler in der Bundesliga führte dann auch 2004 dazu, dass mit Aílton zum ersten Mal ein Ausländer zum Fußballer des Jahres gewählt wurde.

Das Meisterschaftsrennen war meist mit knappen Entscheidungen verbunden. Im Jahr 2000 hätte Bayer 04 Leverkusen am letzten Spieltag ein Unentschieden beim bereits geretteten Aufsteiger SpVgg Unterhaching zur Meisterschaft genügt. Durch die 0:2-Niederlage Leverkusens zog der FC Bayern noch vorbei. Noch dramatischer war die Meisterschaftsentscheidung ein Jahr später, als sich der FC Schalke 04 nach dem erfolgreichen Ende seines Spieles bereits als Deutscher Meister wähnte, doch nur für wenige Minuten: Die Bayern schossen in allerletzter Sekunde ihres noch laufenden Spieles das benötigte Tor und fuhren den ausschlaggebenden Punkt zur Titelverteidigung ein. Schalke erhielt dafür von seinen Fans den Titel „Meister der Herzen“.

Am 24. August 2003 feierte die Bundesliga mit einem Spiel zwischen „Bundesliga-Dinosaurier“ Hamburger SV und Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München zum Auftakt der Saison 2003/04 ihren 40. Geburtstag. 2004 führte die Liga Meistersterne für Meistertitel ein, die im Rahmen der Bundesliga erzielt wurden.

Im Januar 2005 erschreckte der durch den Schiedsrichter Robert Hoyzer ausgelöste Fußball-Wettskandal die Liga. Bei den folgenden Ermittlungen gestand Hoyzer, Spiele der 2. Fußball-Bundesliga, des DFB-Pokals sowie der Regionalliga manipuliert zu haben. Darüber hinaus beschuldigte Hoyzer weitere Schiedsrichter und Spieler, in den Skandal verwickelt zu sein. Der DFB sah es darauf hin als erwiesen an, dass der Schiedsrichter Dominik Marks ebenfalls zwei Spiele aus der Regionalliga und der 2. Bundesliga verschoben hat. Der Verdacht, dass auch Spiele der Bundesliga manipuliert worden waren, bestätigte sich nicht. Infolge des Skandals installierten DFB und DFL ein Frühwarnsystem, das künftig ungewöhnliche Wetteinsätze anzeigt.

Trotzdem stiegen die Zuschauerzahlen auf immer neue Bestmarken. Die 306 Spiele der Saison 2004/2005 besuchten über 11,56 Millionen Zuschauer (im Schnitt 37.781), was deutlich über den Zuschauerzahlen in Spanien, Italien oder England liegt. Den europaweit höchsten Zuschauerschnitt erreichte mit 77.235 Zuschauern pro Spiel Borussia Dortmund. Die steigenden Zuschauerzahlen lassen sich mit den vielen für die WM 2006 neu gebauten oder modernisierten Stadien und einem generell zunehmenden Interesse am Fußball erklären. Zudem wird gezielt durch Bau von Business-Logen in den Stadien eine andere Klientel angesprochen. Auch der Anteil weiblicher Zuschauer nahm zu.

Direkt nach der Jahrtausendwende erreichten deutsche Vereine noch zweimal das Finale der Champions League (Bayern München als Sieger 2001 und Bayer Leverkusen 2002) sowie einmal das Finale (Borussia Dortmund 2002) und einmal das Halbfinale des UEFA-Pokals (1. FC Kaiserslautern 2001). Nach einer längeren Durststrecke in der Folgezeit erreichten zuletzt wieder mehrere deutsche Mannschaften das Halbfinale des UEFA-Pokals (Schalke 04 2006, Werder Bremen 2007 und Bayern München 2008), in der Champions League konnte die Liga jedoch außer bei gelegentlichen Teilnahmen am Viertelfinale keine nennenswerten Erfolge mehr feiern. Mit dem schleichenden Verfall der internationalen Klasse der Bundesliga war auch ein Abrutschen in der UEFA-Fünfjahreswertung verbunden. Die Liga verlor in den vergangenen Jahren mehrere Plätze und bleibt mittlerweile international deutlich hinter den führenden Ligen aus Spanien, England und Italien zurück.

Seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 spielten insgesamt 49 Vereine in der höchsten deutschen Spielklasse; mit der TSG 1899 Hoffenheim kam in der Saison 2008/09 der 50. Verein hinzu. Als einziger Verein gehört der Hamburger SV der Liga bislang allen 46 Spielzeiten ununterbrochen an. Es folgen Werder Bremen mit 45 sowie der FC Bayern München und der VfB Stuttgart mit je 44 Spielzeiten.

Die Vereine der Bundesliga kamen bislang nahezu ausschließlich aus Großstädten. Lediglich der 1. FC Kaiserslautern, Borussia Neunkirchen, der FC 08 Homburg, die SpVgg Unterhaching und die TSG 1899 Hoffenheim kamen aus Orten mit weniger als 100.000 Einwohnern. Dabei wies Unterhaching mit rund 22.000 Einwohnern die geringste Einwohnerzahl auf. Aus München, Hamburg, Stuttgart, Bochum und Köln gab es jeweils zwei Bundesligamannschaften einer Stadt. Berlin hatte mit Hertha BSC, Tasmania 1900, Tennis Borussia und Blau-Weiß 90 vier verschiedene Mannschaften in der Bundesliga vertreten, von denen jedoch nur Hertha und TeBe 1974/75 sowie 1976/77 in einem Berliner Stadtderby in der Bundesliga gegeneinander antraten.

Die geographische Verteilung der Bundesligavereine über das Land ist ungleichmäßig. Während in der Saison 2008/09 insgesamt sieben Klubs aus Nordrhein-Westfalen in der Bundesliga vertreten sind, verteilen sich fünf Vereine über die südliche Hälfte des Landes und vier über den Norden. Aus dem Osten kommen zwei Mannschaften.

Mit Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen haben sieben Bundesländer zur Zeit keine Fußballmannschaft in der höchsten deutschen Liga. Aus Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen kam dabei noch nie ein Bundesligist.

Eine Übersicht zu allen Vereinen, die jemals in der Bundesliga gespielt haben, liefert die Liste der Vereine der Fußball-Bundesliga.

Der zu Saisonende Erstplatzierte der Bundesliga ist Deutscher Fußballmeister und bekommt die im Volksmund auch als „Salatschüssel“ bezeichnete Meisterschale überreicht. Zudem darf ein Verein ab drei gewonnenen Bundesliga-Meisterschaften einen, ab fünf einen zweiten, ab zehn einen dritten sowie ab 20 errungenen Meisterschaften einen vierten Meisterstern über dem Vereinswappen tragen.

In der Geschichte der Bundesliga errangen insgesamt elf verschiedene Vereine den Meistertitel. Erfolgreichster Verein ist der FC Bayern München mit 20 gewonnenen Bundesliga-Meisterschaften, der auch die Ewige Tabelle der Fußball-Bundesliga anführt. Es folgen Borussia Mönchengladbach mit fünf und Werder Bremen mit vier gewonnenen Titeln.

In den Anfangszeiten der Liga gab es dabei in den ersten sieben Jahren sieben verschiedene Bundesliga-Meister. Erst Borussia Mönchengladbach gelang es als erstem Verein in der Saison 1970/71, den Titel erfolgreich zu verteidigen. In der Folgezeit schafften dies zudem bislang nur Bayern München, der Hamburger SV und Borussia Dortmund. Einen „Titel-Hattrick“ erreichten nur Borussia Mönchengladbach (einmal; 1975–1977) und Bayern München (dreimal; 1972–1974, 1985–1987 und 1999–2001). Die Deutsche Meisterschaft viermal in Folge zu gewinnen gelang noch keinem Verein.

Der FC Bayern München schaffte es zudem in den Spielzeiten 1972/73, 1984/85 und 2007/08, vom ersten bis zum letzten Spieltag ununterbrochen Tabellenführer zu sein und folglich Deutscher Meister zu werden. Ebenfalls stellte der FC Bayern die einzige Mannschaft, die Deutscher Meister wurde, nachdem sie an keinem Spieltag zuvor jemals Tabellenführer gewesen war (in der Saison 1985/86).

Seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 wurde mit dem 1. FC Kaiserslautern in der Saison 1997/98 unter Trainer Otto Rehhagel erst ein Aufsteiger auf Anhieb Deutscher Meister. Ein einziges Mal stieg 1969 mit dem 1. FC Nürnberg ein amtierender Deutscher Meister aus der Bundesliga ab.

Die Zusammensetzung der Fußball-Bundesliga ändert sich jedes Spieljahr durch den Abstieg der letztplatzierten Vereine, die im Gegenzug durch die besten Mannschaften der darunterliegenden Klasse ersetzt werden.

In den ersten beiden Jahren spielte die Liga mit 16 Mannschaften, von denen in der ersten Saison zwei Teams abstiegen. Neben dem 1. FC Saarbrücken traf es Preußen Münster, das in der Folgezeit nicht mehr in die Bundesliga zurückkehrte. Die Münsteraner sind damit der Verein, der die wenigsten Bundesliga-Spiele bestritt, da es in der Saison 1963/64 nur 16 Bundesligisten und deswegen auch nur 30 Spiele gab. Alle anderen Vereine, die nur eine Saison in der Bundesliga waren, bestritten 34 Spiele.

Ein Jahr später wurde die Liga auf 18 Vereine aufgestockt, so dass bis auf Hertha BSC, das aufgrund des Lizenzentzugs den Weg in die Berliner Stadtliga antreten musste, kein Team abstieg. Auch nachdem die Bundesliga auf 18 Mannschaften aufgestockt wurde, blieb es zunächst bei zwei Absteigern. Bis zur Einführung der zweiten Bundesliga spielten die beiden erstplatzierten der Regionalligen in einer Aufstiegsrunde die beiden Aufsteiger in die Bundesliga aus. Zudem wurde SC Tasmania 1900 Berlin 1965 aus politischen Gründen in die erste Liga versetzt.

Nach Gründung der 2. Bundesliga Mitte der 1970er Jahre stiegen jedes Jahr drei Teams ab. Die beiden Meister der zunächst in einer Nord- und Süd-Staffel gegliederten Zweiten Liga stiegen direkt auf. Der dritte Aufstiegsplatz wurde durch Aufstiegsspiele der beiden Vize-Meister der 2. Bundesliga Nord und Süd ermittelt. Nach Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga stiegen Meister und Vize-Meister direkt auf. Zwischen dem Drittplatzierten der 2. Bundesliga und dem 16. der Bundesliga fanden ab 1982 Relegationsspiele um den letzten freien Platz in der Bundesliga statt, so dass die Zahl der Absteiger variierte.

Nach der deutschen Wiedervereinigung spielte die Bundesliga 1991/92 ihre einzige Saison mit 20 Mannschaften nachdem Hansa Rostock und Dynamo Dresden aus der DDR-Oberliga aufgenommen wurden. Um wieder auf 18 Mannschaften zu kommen gab es in dieser Spielzeit vier Absteiger. Seitdem blieb es bei drei Absteigern und drei direkten Aufsteigern aus der 2. Bundesliga pro Saison. Dabei machte der siebte Aufstieg 2003/04 Arminia Bielefeld zum Rekordaufsteiger der Bundesliga.

Ab der Saison 2008/09 werden Relegationsspiele wieder eingeführt. Dabei spielt wie bereits in den 1980ern der Tabellendrittletzte der Bundesliga gegen den Dritten der zweiten Liga in Hin- und Rückspielen um den Klassenverbleib bzw. den Aufstieg.

Sechs Vereine schafften es, aus der Ober- bzw. Regionalliga in die Zweite Bundesliga und ein Jahr später sofort in die Bundesliga aufzusteigen. Dies waren TSV 1860 München (Saison 1992/93 und 1993/94), Fortuna Düsseldorf (1993/94 und 1994/95), Arminia Bielefeld (1994/95 und 1995/96), der 1. FC Nürnberg (1996/97 und 1997/98), der SSV Ulm 1846 (1997/98 und 1998/99) und die TSG 1899 Hoffenheim (2006/07 und 2007/08). Der SSV Ulm stieg allerdings – genauso schnell wie er in die Bundesliga gekommen war – wieder ins Amateurlager ab.

Zur Spielzeit 2006/07 gelang Alemannia Aachen die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Damit ist die Alemannia die Mannschaft mit der längsten Bundesliga-Abstinenz. Nach dem Abstieg 1970 dauerte es 36 Jahre, bis Aachen wieder erstklassig war.

Die Stadien der Bundesliga gehören zu den größten und modernsten der Welt. Die hohe Qualität der Spielstätten lässt sich unter anderem daran ablesen, dass alleine fünf deutsche Arenen das Prädikat Fünfsternestadion tragen und somit berechtigt sind, ein Endspiel der Champions League oder der Fußball-Europameisterschaft auszutragen. Die meisten Stadien wurden ab dem Jahr 2000 teilweise im Rahmen der Vorbereitungen zur Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 umfassend modernisiert und ausgebaut oder neu errichtet. Doch auch nach dem Turnier hält der Bauboom an. Um konkurrenzfähig zu bleiben, denken nun die Vereine aus kleineren Städten wie Mainz, Bielefeld oder Aachen, in denen 2006 keine WM-Spiele ausgetragen wurden, über einen Aus- beziehungsweise Neubau der Arenen nach. Zur Finanzierung eines Teils der Baukosten ist es inzwischen üblich, den Stadionnamen an einen Sponsor zu verkaufen. Hierdurch verloren in den letzten Jahren viele Stadien ihren angestammten, teilweise über Jahrzehnte bestehenden Namen, was vor allem von Seiten der Fans kritisiert wird.

Die größte Spielstätte bei Bundesligaspielen ist der Signal Iduna Park in Dortmund, der bei Bundesligaspielen 80.552 Zuschauer fasst. Es folgt das Berliner Olympiastadion mit 74.400 Sitzplätzen, sowie die Allianz Arena in München. Zwar gibt es in Deutschland keine Sitzplatzpflicht, doch ist der Stehplatzanteil in den großen Stadien in den letzten Jahren rückläufig. Gleichzeitig werden aus wirtschaftlichen Gründen in den Bundesligastadien vermehrt VIP-Logen eingebaut. Die Ticketpreise in Deutschland sind deutlich niedriger als in der italienischen Serie A oder der englischen Premier League, allerdings steigen die Eintrittspreise in Deutschland stärker als das durchschnittliche Preisniveau.

Die modernen Stadien sind mitverantwortlich für den Zuschauerboom in den letzten Jahren. Nachdem der Zuschauerschnitt in den 1980er Jahren noch bei unter 20.000 Besuchern pro Partie lag, ist seither ein stetiger Anstieg zu beobachten. Mit durchschnittlich 38.191 Zuschauern in der Saison 2005/06 wurde bei einer rund achtzigprozentigen Auslastung der Stadien der fünfte Zuschauerrekord in Folge aufgestellt. Hierbei überschritt man in der Spielzeit 2003/04 erstmals die 10.000.000-Marke. In dieser Spielzeit erreichte Borussia Dortmund zudem mit 79.647 Zuschauern pro Spiel den höchsten Zuschauerschnitt in einer Saison. Damit ist die Bundesliga die zuschauerstärkste Spielklasse des Kontinents. Obwohl andere Top-Ligen im Gegensatz zur DFL auch Frei- und Ehrenkarten mit in ihre Berechnungen einfließen lassen, liegen diese zum Teil deutlich darunter.

Der absolute Rekord für ein einzelnes Spiel datiert bereits vom 26. September 1969, als 88.075 zahlende Zuschauer die 1:0 endende Begegnung zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Köln sahen. Die Rekord-Minuskulisse stammt aus der Spielzeit 1965/66. Hier wohnten dem Heimspiel von Tasmania 1900 Berlin gegen Borussia Mönchengladbach am 15. Januar 1966 lediglich 827 Zuschauer bei.

Die Fußball-Bundesliga dominiert die Sportberichterstattung der meisten Tageszeitungen des Landes. Darüber hinaus gibt es eine umfassende Berichterstattung im zweimal wöchentlich erscheinenden kicker, sowie in anderen Sportzeitschriften wie der Sport Bild. Daneben bringen sowohl kicker als auch Sportbild zum Start der jeweiligen Bundesliga-Saison jeweils ein Sonderheft heraus, welches neben Mannschafts- und Spielerauflistungen weitere Berichte rund um die bevorstehende Spielzeit enthält. Seit einigen Jahren hat sich zudem das monatlich erscheinende Fußballmagazin 11 Freunde etabliert, welches die „Wiederaneignung“ des Fußballs durch die Intellektuellen erkannt hat, sich mit Aspekten der deutschen und internationalen Fußballkultur abseits der Spielergebnisse beschäftigt und dabei vorwiegend Geschichten rund um den Fußball und seine Fans erzählt.

Vor Beginn der Live-Übertragungen von Bundesligaspielen im Fernsehen war das Radio seit den Anfängen der Bundesliga im Jahr 1963 die einzige Möglichkeit, die Spiele zeitgleich zu verfolgen, ohne selbst im Stadion zu sein. An den Bundesligaspieltagen wird samstagnachmittags im Rahmen des ARD-Hörfunkprogramms live von den Spielen der Fußball-Bundesliga berichtet. Zunächst wird hierbei von Zeit zu Zeit in einzelnen Reportagen zu den Spielstätten geschaltet. Um 16:55 Uhr beginnt die Bundesliga-Schlusskonferenz, die wöchentlich von bis zu zwölf Millionen Hörern verfolgt wird. In der Zusammenschaltung bleiben alle Mikrofone offen und es wird bei jedem Tor oder Elfmeter sofort in das jeweilige Stadion geschaltet. Daneben gibt es seit August 2008 Deutschlands erstes Fußballradio 90elf, das zur Regiocast-Gruppe gehört und per Livestream im Internet alle Bundesligaspiele überträgt.

Schon ab 1961 berichtete die ARD in der Sportschau über die Fußballspiele des Wochenendes. Das aktuelle sportstudio des ZDF kam 1963 mit dem Start der Bundesliga hinzu. Die Sportschau zeigte die Bilder der Samstagsspiele in den ersten Jahren erst sonntagabends. Erst im April 1965 wurde zusätzlich eine Samstags-Sportschau eingeführt. Während die Sportschau kurz nach Spielende bis 1988 lediglich Berichte von drei Spielen pro Sendung zeigte, wurden alle Spiele erst im aktuellen sportstudio am Samstagabend gezeigt, und auch Gäste interviewt. Ab 1988 bis 1992 hatte RTL die Erstverwertungsrechte und zeigte in der Sendung Anpfiff – die Fußballshow die Spiele. Von 1992 bis 2001 wurden in der Sat.1-Sendung ran die ersten Berichte gezeigt. Sat.1 stand dabei für hohen technischen Aufwand und Information. So gab es bei Live-Spielen erstmals bis zu 18 Kameras. Ein weiteres Markenzeichen war die Bundesliga-Datenbank.

2003 übernahm die Sportschau wieder die Erstverwertung der Bundesliga im Free-TV. Zurzeit teilt sich die ARD die Berichterstattung mit dem DSF. Die Sportschau zeigt die Samstagsspiele zuerst, das DSF die Sonntagsspiele. Spiele in Englischen Wochen werden ebenfalls von beiden gezeigt. Zudem berichtet das DSF in täglichen Sendungen über die Bundesliga und lässt ehemalige Trainer und Spieler über aktuelle Geschehnisse in Talkshows (Doppelpass) diskutieren. Darüber hinaus wird in den Sportsendungen der 3. Programme über die Mannschaften der jeweiligen Sendegebiete berichtet.

Am 2. März 1991 brach mit der Übertragung der Begegnung Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern eine neue Ära in der Berichterstattung zur Fußball-Bundesliga an. Erstmals wurde jede Woche das Topspiel der Bundesliga live im Bezahlfernsehsender Premiere ausgestrahlt. Nachdem zwischenzeitlich aus nur einem Topspiel die drei Top-Begegnungen jedes Spieltages wurden, übertrug Premiere seit der Saison 2000/01 alle 306 Saisonspiele der Bundesliga live. Mit Beginn der Saison 2006/07 gingen die Übertragungsrechte für die Bundesliga-Spiele im Bezahlfernsehen an den Sender Arena über, doch bereits in der folgenden Spielzeit übernahm Premiere wieder die Berichterstattung, da Arena aufgrund finanzieller Verluste die Rechte sublizenzierte.

Das Fernsehen ist heute das Hauptmedium bei der Berichterstattung zur Fußball-Bundesliga und zugleich eine der Haupteinnahmequellen der Bundesliga-Vereine. Während ARD und ZDF seit 1965 bis Anfang der 1980er Jahre noch einen Betrag von 647.000 DM an den DFB bezahlten, kam es in der Folgezeit aufgrund der Konkurrenz durch das Privatfernsehen zu einem starken Preisanstieg für die Übertragungsrechte. Nachdem die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten für die Übertragung der Fußball-Bundesliga in der Spielzeit 1987/88 noch 18 Millionen DM (umgerechnet 9,2 Millionen Euro) bezahlen mussten, kostete die Erstübertragung der Spiele in der darauffolgenden Saison durch den Privatfernsehsender RTL plus bereits 40 Millionen DM. 1992 erhielt der Fernsehsender Sat.1 die Rechte erst für 140 Millionen DM. Für die Saison 1996/97 zahlte die Kirch-Gruppe für die Fernsehsender Sat.1, DSF und Premiere rund 330 Millionen DM.

Durch die Übertragung der Spiele im Bezahlfernsehen und die Zusammenfassungen im Free-TV konnten bis zur Saison 2005/06 300 Millionen Euro jährlich eingenommen werden. Dieser Betrag wird in Zukunft noch einmal deutlich steigen, ab dieser Saison werden die Sender um ARD, DSF und Arena 420 Millionen Euro pro Jahr an die DFL überweisen. Außerdem hat der österreichische Free-TV-Sender ATV sich die Rechte für alle Live-Spiele erkauft.

Die erzielten Gelder werden erfolgsabhängig an die Vereine der beiden Bundesligen verteilt. So kann ein Bundesliga-Verein aus den Inlandserlösen der Meisterschaftsspiele maximal rund 23,3 Millionen Euro und minimal rund 11,7 Millionen Euro erzielen. Darüber hinaus profitieren die Bundesliga-Klubs gesondert aus den Einnahmen der Auslandsvermarktung. Hier erhält der Deutsche Meister noch einmal 4 Millionen Euro, der Tabellenletzte durchschnittlich 518.000 Euro.

Im internationalen Vergleich hinkt die Bundesliga bei der Vermarktung im Ausland anderen europäischen Ligen wie Spanien, Italien und vor allem der englischen Premier League jedoch deutlich hinterher. So brachte der Verkauf der Fernsehrechte an der englischen Eliteklasse in insgesamt 81 Paketen für 208 Länder und Territorien bis 2010 umgerechnet 952 Millionen Euro pro Jahr. Selbst der Tabellenletzte erhält allein aus diesem Topf rund 45 Millionen Euro. Dennoch versucht die Bundesliga den Rückstand in der Auslandsvermarktung in den kommenden Jahren zumindest zum Teil aufzuholen. Momentan wird die höchste deutsche Liga bereits in 130 Ländern im Fernsehen übertragen. So laufen beispielsweise das Freitagsspiel sowie die Samstags- und Sonntagskonferenzen der Bundesliga live in den USA. In Asien sind zur Zeit in Japan, Hongkong und Malaysia pro Spieltag jeweils mindestens zwei, in China sogar vier Bundesligapartien live im TV zu sehen.

Durch die massiven Steigerungen bei den Einnahmen der Vereine – vor allem durch den Quantensprung beim Verkauf der Fernsehrechte in den 1990ern – sind im Laufe der Zeit ebenso die Höhe der Ablösesummen für Spieler und Trainer sowie die Gehälter der Beteiligten auf bis zu zweistellige Millionenbeträge pro Jahr angeschnellt. Durch das Bosman-Urteil 1995 wurde die Entwicklung zu immer höheren Summen zudem weiter verschärft. So überwies Borussia Dortmund für den Brasilianer Márcio Amoroso im Jahr 2001 die Rekordsumme von 50 Millionen DM (ca. 25,6 Millionen Euro) an den AC Parma.

Dies wirkte sich auch auf das Wachstum des Schuldenbergs aus. Betrugen die Verbindlichkeiten der in der Bundesliga spielenden Vereine 1984 noch 27 Millionen Euro, waren es zehn Jahre später bereits 240 Millionen. Inzwischen werden die Gesamtschulden der Bundesligisten auf mehr als eine halbe Milliarde Euro geschätzt. Allein der Schuldenstand des ersten börsennotierten Vereins Borussia Dortmund belief sich zeitweise auf mehr als 118 Millionen Euro.

Nachdem die Budgets der Bundesligavereine über viele Jahre stets gewachsen sind, führte unter anderem der zwischenzeitliche Rückgang der Fernsehgelder in Folge der Kirch-Pleite im Frühjahr 2002 zu einer Zäsur. Der Not gehorchend setzte bei den Verantwortlichen ein Umdenken ein, so dass eine Konsolidierung mit einer damit einhergehenden Verringerung der zur Verfügung stehenden Etats stattfand. Zu einer Insolvenz eines Bundesligisten kam es trotz der einbrechenden Umsätze im Fernsehgeschäft nicht, da die Vereine heute eine recht breite Streuung ihrer Einnahmequellen haben. Während in früheren Jahrzehnten nahezu 100 Prozent der Erlöse aus Eintrittsgeldern stammten, generieren die Vereine ihre Einnahmen inzwischen zu 36,8 Prozent aus TV-Honoraren, zu 23,8 Prozent aus der Werbung, zu je 16 Prozent aus Eintrittsgeldern und Merchandising sowie zu 7,2 Prozent aus dem Transfergeschäft.

Der Gesamtetat der 18 Bundesligaklubs in der Saison 2008/09 sieht Ausgaben von insgesamt mehr als 600 Millionen Euro vor. „Liga-Krösus“ ist Bayern München mit 80 Millionen Euro.

Im internationalen Vergleich gehörten 2004/05 nur Bayern München mit 189 Mio. Euro und Schalke 04 mit 97 Mio. Euro zu den zwanzig umsatzstärksten europäischen Mannschaften. Die ersten Plätze belegen Real Madrid (276 Mio. Euro), Manchester United (246 Mio. Euro) und der AC Mailand (234 Mio. Euro). Im Vergleich zu den Vorjahren rückten die Vereine der Bundesliga im internationalen Vergleich der Umsatzzahlen dabei nach vorne. Neben Bayern München und Schalke 04 wird erwartet, dass aufgrund des neuen Fernsehvertrages, der stetig wachsenden Zuschauerzahlen sowie der besseren Vermarktungsmöglichkeiten aufgrund der modernen Stadien, in Zukunft auch Mannschaften wie Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Hamburger SV, Werder Bremen und der VfB Stuttgart in die europäische Top 20 vordringen können. Beim Vergleich der Gesamtumsätze der Ligen lag die Bundesliga in der Saison 2006/07 mit 1,4 Milliarden Euro an zweiter Stelle in Europa, hinter England (2,3 Milliarden Euro) und vor Spanien (1,33 Milliarden Euro), Italien (1,16 Milliarden Euro) und Frankreich (0,97 Milliarden Euro).

Der professionelle Fußball bietet nicht nur Fußballspielern, -trainern und -managern bezahlte Vollzeitarbeitsplätze. Insgesamt arbeiten im Jahr 2007 34.103 Menschen direkt oder indirekt für die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga. 8.786 davon sind direkt bei den Vereinen beschäftigt, weitere 3.094 Beschäftigte haben die Tochtergesellschaften der Vereine. Zu diesem Personalstock gehören klassische Berufe wie kaufmännische Angestellte, Fan-Shop-Mitarbeiter oder Gärtner für die Pflege der Rasenplätze. Die Modernisierung der Trainingsmethoden führt zur Beschäftigung von Ernährungswissenschaftler und Fitnesstrainern. Durch die wachsenden Serviceangebote kommen weitere Arbeitsplätze hinzu, so in vereinseigenen Reisebüros, in der Kinderbetreuung während der Bundesligaspiele, Museumsleiter oder im Management der Vereinsmaskottchen. Größter direkter Arbeitgeber im deutschen Profifußball ist 2007 der FC Bayern München mit 250 Mitarbeitern in der Geschäftsstelle, während Vereine wie der MSV Duisburg und der FC Energie Cottbus mit nur 16 Mitarbeitern auskommen. Weitere 22.223 sind schließlich indirekt durch den Fußball beschäftigt. Hier zu gehören vor allem die Angestellten von Sicherheitsdiensten, Catering-Firmen und Sanitätsdiensten, die während der Bundesligaspiele zum Einsatz kommen.

Die ersten vier ausländischen Spieler in der Bundesliga waren Heinz Versteeg (Meidericher SV/Niederlande), Petar Radenković (TSV 1860 München/Jugoslawien), Jacobus Prins (1. FC Kaiserslautern/Niederlande) und Wilhelm Huberts (Eintracht Frankfurt/Österreich). Sie alle waren am ersten Bundesliga-Spieltag im Einsatz. Die Ausländerquote an diesem Spieltag betrug somit 2,27 % – heutzutage ist die Quote häufig über 50 %. Am 6. April 2001 war Energie Cottbus im Spiel gegen den VfL Wolfsburg sogar der erste Bundesliga-Klub, der in seiner Startaufstellung nur ausländische Spieler hatte.

Diese Entwicklung ist einerseits auf den Zerfall des Ostblocks Anfang der 1990er Jahre und andererseits auf das wirtschaftliche Zusammenwachsen Europas zurückzuführen, was dazu führte, dass in Folge des Bosman-Urteils die nationalen Verbände gezwungen waren, ihre Restriktionen für die Verpflichtung und Aufstellung von Spielern aus EU-Mitgliedsstaaten aufzuheben. Nachdem in der Fußball-Bundesliga zunächst lediglich der Einsatz von maximal zwei, später drei Ausländern gestattet war, konnten seit Dezember 1995 beliebig viele Spieler aus dem UEFA-Bereich und seit 2001 fünf nichteuropäische Ausländer eingesetzt werden. Spieler, die in Deutschland ausgebildet wurden, fielen als „Fußballdeutsche“ nicht unter diese Regelung. Zur Spielzeit 2006/07 wurde die zuvor geltende Ausländerregel zugunsten einer so genannten „Local-Player-Regelung“ abgeschafft. So können nun Spieler auch aus dem außereuropäischen Ausland uneingeschränkt eingesetzt werden. Im Gegenzug müssen bei jedem Bundesliga-Klub mindestens zwölf deutsche Spieler unter Vertrag stehen, von denen in dieser Saison vier, 2007/08 sechs und danach acht Akteure bei einem deutschen Klub ausgebildet worden sind.

Während in den ersten Jahren ausländische Spieler nur selten unter den besten Torschützen anzutreffen waren (1963/64 lag der Österreicher Wilhelm Huberts auf Platz 4, und erst 1989/90 konnte mit dem Norweger Jørn Andersen erstmals ein ausländischer Spieler die Torjägerkrone gewinnen), ist das Verhältnis seit den 1990er Jahren eher umgekehrt. 2001/02 waren mit Marcio Amoroso (Platz 1), Giovane Elber (Platz 3), Aílton (Platz 5) und Marcelinho (Platz 8) vier Brasilianer unter den Top 8, aber nur 4 Deutsche unter den Top 10. 2003/04 schaffte es sogar nur ein Deutscher in die Top 10 und von 2000/01 bis 2004/05 belegten jeweils ausländische Spieler den ersten Platz. In der ewigen Bestenliste belegt Giovane Elber mit 133 Toren als bester Ausländer den 17. Platz.

Aílton gelang es 2003/04 als erstem Ausländer zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt zu werden. Der Däne Allan Simonsen von Borussia Mönchengladbach war der erste ausländische Bundesliga-Spieler, der 1977 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt wurde. Auch 1978 und 1979 konnte mit Kevin Keegan/England vom Hamburger SV ein ausländischer Bundesligaspieler diese Auszeichnung erringen.

Neben ausländischen Spielern waren von Anfang an auch ausländische Trainer in der Bundesliga tätig. Den ersten Meistertitel gewann 1966 der Österreicher Max Merkel mit 1860 München, 1968 konnte er diesen Erfolg mit dem 1. FC Nürnberg wiederholen. Ihm folgte 1969 Branko Zebec/Jugoslawien mit dem ersten Titel für Bayern München. 1979 gelang ihm mit dem Hamburger SV erneut der Titelgewinn, welcher gleichzeitig den ersten Bundesligatitel für den HSV darstellte. Pál Csernai/Ungarn (1979/80 und 1980/81) sowie Ernst Happel/Österreich (1981/82 und 1982/83) gelangen ebenfalls zwei Titelgewinne. Damit stellt Österreich die erfolgreichsten ausländischen Bundesligatrainer. Der international erfolgreichste Vereinstrainer Giovanni Trapattoni konnte sich in der Bundesliga nie richtig durchsetzten. Der Italiener konnte die deutsche Meisterschaft nur 1996/97 mit Bayern München erringen. Auch sein letztes Engagement beim VfB Stuttgart endete 2006 vorzeitig.

Aufgrund einer Kooperation des DFB mit dem Schweizerischen Fußballverband wurden von 1981 bis 1990 zudem insgesamt 33 Bundesliga-Spiele durch Schweizer Schiedsrichter geleitet. Darüber hinaus waren bislang keine ausländischen Schiedsrichter in der Bundesliga tätig.

In den Jahrzehnten seit Gründung der Fußball-Bundesliga gab es eine ganze Reihe bemerkenswerter, teilweise auch kurioser Rekorde.

Die erfolgreichsten Spieler in der Bundesliga sind Oliver Kahn und Mehmet Scholl mit jeweils acht Deutschen Meisterschaften, gefolgt von Lothar Matthäus, Klaus Augenthaler und Alexander Zickler, die jeweils sieben Mal Meister wurden. Alle diese Spieler gewannen ihre Meisterschaften mit dem FC Bayern München. Erfolgreichster Trainer ist Udo Lattek, der mit dem FC Bayern (6) und Borussia Mönchengladbach (2) insgesamt acht Meisterschaften als verantwortlicher Betreuer feiern konnte. Platz 2 belegt Ottmar Hitzfeld mit sieben Deutschen Meisterschaften, gefolgt von Hennes Weisweiler mit vier Titeln.

Bei den Torschützen ragt Gerd Müller heraus, der in 427 Bundesligaspielen 365 Tore erzielte und siebenmal die kicker-Torjägerkanone als Torschützenkönig der Bundesliga gewann. Dabei stellte er 1972 mit 40 geschossenen Toren den noch heute gültigen Bundesliga-Rekord auf. Als bester Torschütze Europas wurde er 1970 (38 Tore) und 1972 zudem mit dem Goldenen Schuh geehrt. Die meisten Tore in einem einzigen Bundesligaspiel erzielte Dieter Müller vom 1. FC Köln, als er am 17. August 1977 sechsmal beim 7:2 gegen Werder Bremen traf. Der Elfmeterspezialist Hans-Jörg Butt ist der Torwart mit den meisten erzielten Treffern (25 Tore). Die bislang einzigen Tore durch Torhüter aus dem Spiel heraus schossen Jens Lehmann und Frank Rost, die beide jeweils einmal trafen.

Immerhin sechs Eigentore schoss Manfred Kaltz vom Hamburger SV, der damit diese Statistik anführt. Er traf allerdings auch 76-mal das richtige Tor. Fünf Spieler schossen bisher zwei Eigentore in einem Spiel.

Manfred Kaltz ist zudem der Bundesligaspieler mit den meisten Elfmetertoren. Er verwandelte 53 bei sieben vergebenen Strafstößen. Michael Nushöhr ist der einzige Spieler, dem es gelang, in einer Bundesligapartie drei Elfmeter zu verwandeln. Weniger erfolgreich am Elfmeterpunkt war Rekordtorjäger Gerd Müller. Bei insgesamt 63 Strafstößen vergab er zwölf – Negativrekord in der Bundesliga.

Zu den bemerkenswertesten Leistungen der Bundesliga-Torhüter gehört die Bestmarke des damals beim VfB Stuttgart spielenden Timo Hildebrand. Ihm gelang es, in der Zeit vom 25. Mai bis 4. Oktober 2003 kein einziges Gegentor zu kassieren und seinen Kasten 884 Spielminuten in Folge sauber zu halten. Auf die meisten Zu-Null-Spiele insgesamt kann Oliver Kahn zurückblicken.

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Mathias Schober

Mathias Schober (* 8. April 1976 in Marl) ist ein deutscher Fußballtorwart.

Bevor Mathias Schober 1990 zum FC Schalke 04 wechselte spielte er bei Germania Lenkerbeck, TuS 05 Sinsen und der SpVgg Marl. Zur Saison 1994/95 schaffte er den Sprung in den Profikader.

In der Saison 1996/97 absolvierte er sein erstes Bundesligaspiel, als er bei einer 0:2 Heimniederlage gegen den SC Freiburg in der 76. Minute für Jens Lehmann eingewechselt wurde. Am 21. Mai 1997 wurde er mit Schalke UEFA-Cup-Sieger gegen Inter Mailand.

Da er hinter Oliver Reck im Tor des FC Schalke jedoch kaum zum Einsatz kam (25 Bundesliga- und drei UEFA-Cup-Einsätze in fünf Jahren), wurde er in der Saison 2000/01 an den Hamburger SV ausgeliehen, für den er drei Bundesliga-Einsätze absolvierte. Dort nahm Schober am 34. Spieltag der Bundesliga in der Nachspielzeit der Partie gegen den FC Bayern München einen Rückpass mit der Hand auf; zu diesem Zeitpunkt des letzten Saison-Spieltags wäre der FC Schalke Deutscher Meister gewesen. Den darauf folgenden Freistoß aus wenigen Metern Torentfernung verwandelte Patrik Andersson zum 1:1-Endstand. Damit gewann der FC Bayern die Meisterschaft.

In der Saison 2001/02 kehrte Schober nicht zum FC Schalke zurück. Stattdessen wechselte er zu Hansa Rostock, wo der 1,91 m große Torhüter bis zu einer Verletzung in seinem 50. Bundesliga-Spiel am 9. Februar 2002, in deren Folge er für fünf Monate ausfiel, Stammtorwart war. Hatte er im Trikot des FC Schalke noch die Rückennummer 22 und im Trikot des Hamburger SV die 31 getragen, so bekam er in Rostock als Nachfolger des nach Hamburg gewechselten Martin Pieckenhagen die Nummer 1. Seinen ersten Einsatz für den FC Hansa absolvierte Schober bei der Eröffnung des neuen Ostseestadions gegen Bayer 04 Leverkusen. In den ersten vier Jahren beim FC Hansa absolvierte er 123 Bundesliga-Spiele und acht Einsätze im DFB-Pokal; in der Saison 2004/05 trug Schober die Kapitänsbinde. Nach dem Abstieg Hansas in die zweite Bundesliga 2005 absolvierte Schober dort 68 Ligaspiele, mit denen er Anteil am Wiederaufstieg 2007 hatte, und vier Einsätze im Pokal. Zur Saison 2007/08 kehrte er zum FC Schalke 04 zurück, wo er einen Vierjahresvertrag erhielt.

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George Forsyth

George Patrick Forsyth Sommer (* 20. Juni 1982 in Caracas, Venezuela) ist ein peruanischer Torwart und spielt derzeit für Atalanta Bergamo in Italien. Neben der peruanischen Staatsbürgerschaft verfügt Forsyth auch über einen deutschen und venezolanischen Pass. Er ist der Sohn einer deutschen Mutter und eines peruanischen Diplomaten, wodurch sich auch der Geburtsort Caracas erklärt. Außerdem verfügt er auch über schottische Wurzeln. In Peru wird er auch „El Blanco“ oder „El Aleman“ gerufen. In der Saison 2002/2003 spielte er für die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund und war dritter Torwart des BVB (hinter Jens Lehmann und Roman Weidenfeller). Mit Alianza Lima gewann er bereits zwei peruanische Meisterschaften (2004 und 2006) und wurde 2006 auch zum besten Torwart in Peru gewählt. Er gehört außerdem zum Aufgebot Perus in der Copa America 2007. Im Sommer 2007 unterschrieb er einen Dreijahresvertrag beim italienischen Serie A-Club Atalanta Bergamo.

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Gold-Vierer

Der Gold-Vierer, auch Kilian-Vierer, war eine erfolgreiche deutsche Radsportmannschaft in der Disziplin 4000-m-Mannschaftsverfolgung. Die Bezeichnung geht auf die vielen Goldmedaillen zurück, die die Mannschaft bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen in den 60er, 70er und 80er Jahren erzielte, beziehungsweise auf den Trainer Gustav Kilian. Bekannte Fahrer in diesem Vierer waren Udo Hempel, Günter Haritz, Karl Link, Peter Vonhof, Günther Schumacher, Ernie Claußmeyer, Dietrich Thurau, Gregor Braun, Rolf Gölz, Jens Lehmann und Robert Bartko.

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Source : Wikipedia