James Bond

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Geschrieben von tron 22/03/2009 @ 23:10

Tags : james bond, filme, kino, kultur

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James Bond

007-Logo

James Bond, auch bekannt als 007, ist ein fiktiver Geheimagent des britischen Geheimdienstes MI6. Im Jahr 1952 vom Schriftsteller Ian Fleming erfunden, wurde er vor allem durch die seit den 1960er Jahren erfolgreiche Filmreihe weltbekannt. Heute gilt die Figur des James Bond als popkulturelle Ikone.

Ian Fleming, der während des Zweiten Weltkriegs selbst britischer Geheimdienstangehöriger war, entwickelte die Figur James Bond vermutlich nach dem Vorbild des britischen Marineoffiziers Patrick Dalzel-Job, der im Zweiten Weltkrieg erfolgreich hinter den feindlichen Linien spionierte und von Fleming in seinen Memoiren beschrieben wurde. Den Namen seiner Romanfigur wiederum übernahm Fleming von dem Ornithologen James Bond, auf dessen Buch „Birds of the West Indies“ (deutsch: Vögel der Antillen) er gestoßen war. Im Film „Stirb an einem anderen Tag“ (2002) nutzt Bond (Pierce Brosnan) dieses Buch, um sich gegenüber Jinx (Halle Berry) als Ornithologe auszugeben.

Fleming schrieb zwölf Romane und zwei Kurzgeschichten-Bände mit James Bond als Titelhelden, die schon vor der Filmserie sehr erfolgreich waren. Nach seinem Tod 1964 setzten andere Autoren – siehe weiter unten – die Romanreihe fort. Seit John Gardners „Lizenz zum Töten“ wurden die Romane anhand der Filme konzipiert, nicht mehr umgekehrt.

2004 hat Ian Fleming Publications (Glidrose) eine neue Buchreihe angekündigt, die das Leben Bonds als 13-Jährigen am Eton College thematisiert. Charlie Higson hat die ersten Young Bond-Romane dieser Serie veröffentlicht. Bereits Ende der 60er verfasste Arthur Calder-Marshall einen Roman, der in der Jugendzeit von James Bonds Neffen James spielt. Diese Idee wurde Anfang der 90er von John Peel mit sechs Romanen weitergeführt.

Während sich die Filme der 60er und 70er Jahre noch relativ eng an Flemings Romanen orientierten (Ausnahme: „Der Spion, der mich liebte“, von dem nur der Titel verwendet werden durfte), wurden in den 80ern zunächst noch die Kurzgeschichten herangezogen. Von 1989 bis 2002 wurden die Filme gänzlich ohne literarisches Vorbild konzipiert. Lediglich der Bond-Film „Casino Royale“ aus dem Jahre 2006 basiert wieder auf einem Werk Ian Flemings, seinem gleichnamigen Erstling, wogegen der ebenfalls „Casino Royale“ betitelte Film von 1967 nicht zur offiziellen Bond-Reihe zählt.

Demnach erblickte James Bond am 11. November 1920 als Sohn des schottischen Ingenieurs Andrew Bond und einer Schweizer Bergsteigerin, der Waadtländerin Monique Bond, geborene Delacroix, in Wattenscheid im Ruhrgebiet das Licht der Welt. Nachdem die Eltern 1931 bei einem Ski-Unfall in Chamonix ums Leben kamen, wuchs Bond zusammen mit seinem älteren Bruder Henry bei seiner Tante Charmaine Bond in Pett Bottom bei Canterbury auf. Mit 13 kam er zum Elite-Internat Eton College, von dem er mit 15 aufgrund eines Zwischenfalls mit einem Zimmermädchen verwiesen wurde. Er wurde daraufhin nach Fettes in Edinburgh geschickt, wo auch sein Vater zur Schule gegangen war. Nach seiner Ausbildung ging er zur freiwilligen Reserve der Königlichen Marine, um zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im Marine-Nachrichtendienst die Bewegungen der deutschen U-Boot-Flotte zu beobachten. Dazu wurde er auf der militärisch schwer befestigten Insel Wangerooge von einem britischen U-Boot abgesetzt. Im Inselsand eingegraben sollte er die Schifffahrtsrinne vor Wangerooge observieren, durch die U-Boote in den Reichskriegshafen Wilhelmshaven ein- und ausliefen. Bald erreichte er den Rang eines Commanders, worauf ihm der Weg in die Doppel-Null-Abteilung offen stand.

Die Trilogie von Samantha Weinberg ergibt weiteren Aufschluss über Bonds Karriere. In den Romanen wird in Form von Tagebucheinträgen aus der Sicht der Sekretärin Ms. Miss Moneypenny über Erlebnisse mit James Bond berichtet, die in keinem der Bond-Romane vorkommen. Bei dieser Gelegenheit wird auch Moneypennys Vergangenheit näher beschrieben.

In den Romanen ist James Bond von durchschnittlicher Statur und ähnelt Hoagy Carmichael. Er hat schwarze Haare, eine Locke fällt immer unbändig in die Stirn. Seine Augen sind blau-grau. Sein schmales Gesicht und seine hohen Wangenknochen geben ihm zusammen mit seinen Augen einen kühlen Ausdruck. Besonderes: Er hat eine schmale Narbe auf der Wange. Außerdem hatte er eine Hauttransplantation an der rechten Hand, nachdem ihm ein sowjetischer Spion ein Erkennungsmerkmal in diese ritzte.

Nicht erwähnt in der (fiktiven) Biografie der Times ist das Privatleben: eine Verlobte (Vesper Lynd in Casino Royale), einmal verheiratet für 24 Stunden (Teresa „Tracy“ Draco-Bond in Im Dienst Ihrer Majestät), vermutlich ein Nachkomme (Kissy Suzuki ist schwanger in Man lebt nur zweimal).

In Klammern stehen das Erscheinungsjahr und, falls übersetzt, der deutsche Titel (bei mehreren Auflagen auch verschiedene).

1961 erwarben die Produzenten Harry Saltzman und Albert R. „Cubby“ Broccoli die Filmrechte für die Bücher Flemings und gründeten die Produktionsgesellschaft Eon Productions Ltd. Gemeinsam mit der Filmgesellschaft United Artists brachten sie 1962 den ersten Bond-Film mit dem Titel „Dr. No“ heraus. Seitdem erscheint spätestens alle vier Jahre ein neuer „Bond“ – einzig nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 gab es eine sechsjährige Unterbrechung zwischen den Filmen „Lizenz zum Töten“ (1989) und „GoldenEye“ (1995). Damit ist die 007-Saga eine der längsten bestehenden und eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Filmreihen in der Filmgeschichte.

Seit dem Tod von Albert R. Broccoli im Jahre 1996 führen sein Stiefsohn Michael G. Wilson und seine Tochter Barbara Broccoli die Geschäfte weiter.

Die Rechte an den von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Filmen lagen bis 1975 allein bei Danjaq S. A. und werden seit dem Verkauf des 50 %igen Anteil Saltzmans an United Artists von Danjaq S. A. und United Artists kontrolliert. Seit 1981 kontrolliert Metro-Goldwyn-Mayer als Mutterfirma von United Artists den Verleih der Filmreihe und besitzt Anteil am Copyright aller Filme. Seit der vollzogenen Übernahme von Metro-Goldwyn-Mayer (und der Tochterfirma United Artists) durch ein von Sony (und dessen Tochterunternehmen, die Sony Pictures Entertainment) geführtes Konsortium wird über den Vertrieb der bisher produzierten und der zukünftigen James-Bond-Filme verhandelt.

Alle bisherigen Bond-Filme wurden in den Pinewood Studios bei London produziert, wo für die teilweise sehr aufwändigen Sets eigene Hallen errichtet wurden.

Bond selbst wird einerseits als ein galanter, andererseits ironischer (vor allem bei Roger Moore) bis zynischer (Sean Connery) Macho skizziert, der von einer Aura der Unverwundbarkeit umgeben ist. Das Rauchen wurde Bond in den neueren Filmen abgewöhnt. Seine Waffe, eine Beretta, musste Bond gleich im ersten Film gegen eine Walther PPK eintauschen, die er bis Der Morgen stirbt nie verwendete. Seitdem schießt Bond aus einer Walther P99, in Ein Quantum Trost benutzt er allerdings wieder eine PPK. Die Handlung hat nicht viel mit tatsächlicher Geheimdienstarbeit zu tun. Lediglich Details wie die Bezeichnung der Führungspositionen mit Buchstaben wie „M“ und „Q“ hat Fleming vom britischen Geheimdienst MI6 übernommen.

Charakteristisch für jeden Bond-Film ist seit Liebesgrüße aus Moskau die kurze Szene mit dem Pistolenlauf am Anfang („Gun Barrel Sequence“' – Im Film Stirb an einem anderen Tag fliegt dabei erstmalig eine Kugel auf den Zuschauer zu). Zu Beginn ertönt das von Monty Norman geschriebene und durch John Barrys Arrangement berühmt gewordene Thema aus Dr. No, das „James Bond Theme“. Darauf folgt eine Sequenz (Teaser), die entweder ein vom Hauptfilm unabhängiges Kurzabenteuer oder einen Prolog im üblichen Sinne zeigt. Nun erst folgt der meist sehr aufwendig gestaltete Vorspann, in dem die Credits erscheinen und der mit einem extra komponierten Filmsong unterlegt ist. Bis Lizenz zum Töten war Maurice Binder Schöpfer dieser kunstvollen Sequenzen. Nach dessen Tod im Jahr 1991 übernahm Daniel Kleinman und führt seither Binders Tradition bis einschließlich Casino Royale fort. Die Titelsequenz zu Ein Quantum Trost wurde von der Firma MK12 erstellt.

John Barry galt bis zum Verlassen der Filmserie im Jahr 1987 als Hauskomponist der Bondfilme. Versuche, ihn später zurückzuholen, scheiterten. Beim ersten Bondfilm, James Bond jagt Dr. No (1962), arrangierte und dirigierte er Monty Normans berühmt gewordenes James-Bond-Thema. Insgesamt komponierte Barry elf Bond-Soundtracks, in Ausnahmefällen sprangen andere Komponisten für ihn ein: George Martin (Leben und sterben lassen, 1973), Marvin Hamlisch (Der Spion, der mich liebte, 1977), Bill Conti (In tödlicher Mission, 1981), Michael Kamen (Lizenz zum Töten, 1989) und Eric Serra (GoldenEye, 1995). Seit 1997 ist David Arnold für die Filmmusik verantwortlich.

Gemäß einer allgemein verbreiteten Soundtrack-Konvention werden auch in den Bond-Film-Musiken die Haupt-Themen, insbesondere das Bond-Thema und die Melodien der Titellieder, variationsreich eingearbeitet, um dem Film neben der dramaturgischen Funktion eine musikalische Identität zu verleihen.

Das James Bond Theme von Monty Norman eröffnet seit Liebesgrüße aus Moskau jeden Bond-Film bis zu Stirb an einem anderen Tag mit der typischen Pistolenlaufeinstellung. In der Neuverfilmung von Casino Royale (2006) wurde der Film offenbar aus dramaturgischen Gründen ohne dieses Thema eröffnet. Der Film beginnt nach den Firmenlogos gleich mit dem Teaser (in Schwarz-Weiß), danach erst ist die logoähnliche Szene mit dem Pistolenlauf zu sehen (in Farbe). Sie leitet direkt über in den Titel-Vorspann, unterlegt aber mit der Einleitung des Titellieds. Erst gegen Filmende erklingt das Bond-Thema vollständig ausgearbeitet, wenn Bond als gereifter Agent 007 ins Bild tritt, und das Thema leitet nahtlos über in den Abspann. In Ein Quantum Trost schliesst das Bond-Thema mit der ikonenhaften Pistolenlaufeinstellung den Film ab und leitet über zum Abspann.

Zwei Bond-Abenteuer, die gelegentlich auch als ‚nicht offiziell‘ bezeichneten Produktionen von Casino Royale (1967) und Sag niemals nie (1983), bilden gerade auch aus musikalischer Sicht eine Art Ausnahme von der Regel. Beide Filme wurden unabhängig von Eon Productions Ltd. produziert. Zu ersterem Film komponierte Burt Bacharach die Musik, zu letzterem Michel Legrand. Beide Filme haben zwar ihre musikalische Identität; doch diese ist mit dem von John Barry maßgeblich entwickelten Bond-Sound der ‚offiziellen‘ Serie kaum zu vergleichen. Die Verwendung des Bond-Themas oder der Pistolenlaufsequenz war allein schon aus rechtlichen Gründen in diesen zwei Filmen ausgeschlossen.

Bis heute werden für die Titellieder weltbekannte Solisten und Gruppen verpflichtet – mit teils unterschiedlichen Erfolgen beziehungsweise Hitparadenplatzierungen. Dazu gehören beispielsweise Tom Jones, Nancy Sinatra, Louis Armstrong, Paul McCartney, A-ha, Tina Turner und Madonna. Gleich drei Titellieder interpretierte Shirley Bassey für die Bond-Serie: Goldfinger (1964), Diamonds Are Forever (1971) und Moonraker (1979). Während des Titelvorspanns von In tödlicher Mission (1981) war Sheena Easton mit ihrem Titelsong als erste und einzige Bond-Sängerin auch auf der Leinwand zu sehen (Madonnas Kurzrolle in Stirb an einem anderen Tag nicht eingerechnet). Den ersten Platz der US-Charts belegte die Gruppe Duran Duran mit A View To A Kill (1985), was sowohl davor als auch danach keinem anderen Bond-Song-Interpreten gelang.

Product-Placement wird seit dem ersten James-Bond-Film bewusst eingesetzt. Beispiele für gezielt platzierte Marken sind: Smirnoff Wodka in James Bond jagt Dr. No, Dom Pérignon in James Bond jagt Dr. No, Goldfinger und Der Spion, der mich liebte, Champagne Bollinger in jedem James-Bond-Film seit 1983 (Octopussy), vorher seit Leben und Sterben lassen (1973) sporadisch, Rolex in James Bond jagt Dr. No, Omega in GoldenEye und Die Welt ist nicht genug und Casino Royale, British Airways in GoldenEye und Stirb an einem anderen Tag, Philips in Der Hauch des Todes, Seiko in Octopussy, Sony in Man lebt nur zweimal, Octopussy, Stirb an einem anderen Tag und Casino Royale, Aston Martin in verschiedenen Filmen seit Goldfinger und BMW in GoldenEye, Der Morgen stirbt nie und Die Welt ist nicht genug, KUKA Roboter in Stirb an einem anderen Tag. Neben der klassischen Form des Product Placement im Sinne von visueller Produktdarstellung wurden auch explizite verbale Placements in James-Bond Filmen eingebaut, z. B. für Whiskas in Im Angesicht des Todes oder für Omega in Casino Royale..

Die Romane von Fleming bauen aufeinander auf, und auch deshalb erfreuen sich Fankreise der Diskussion, ob der James Bond der verschiedenen Filme ein und dieselbe Person sei. Das Äußere von Bond ändert sich bedingt durch den Wechsel der Schauspieler, zumeist ohne dass in den Filmen darauf eingegangen wird. Die Idee, dies durch eine Gesichtsoperation zu erklären, wurde für den ersten Wechsel (Im Geheimdienst Ihrer Majestät) überdacht, jedoch fallen gelassen.

In Casino Royale (2006) wird mit der Kontinuität endgültig gebrochen und ähnlich wie bei anderen Filmreihen (zum Beispiel bei den Batman-Filmen) die Geschichte nochmals neu und von vorne erzählt. Der Film handelt von Bonds erstem Einsatz, spielt aber in der Gegenwart. Außerdem spielt Judi Dench Bonds Vorgesetzte M, eine Rolle, die sie erst seit GoldenEye innehat. Der 22. Bond-Film, Ein Quantum Trost knüpft direkt an den Vorgänger Casino Royale an.

Als Harry Saltzman und Albert R. Broccoli die Verfilmungsrechte für Ian Flemings Bond-Romane erstanden, konnten sie zwei Titel nicht sichern: Casino Royale und Feuerball.

Casino Royale wurde bereits 1954 an Gregory Ratoff verkauft, dessen Agentur diese an CBS für die Produktion einer Fernsehshow vermitteln konnte. Erster Bond-Darsteller war damit der amerikanische Schauspieler Barry Nelson in einer vom Sender CBS produzierten Live-Adaption von Flemings Debüt-Roman Casino Royale. Den Gegenpart Le Chiffre spielte damals Peter Lorre. Mit dem vertrauten Bild des Kino-Bonds, wie wir ihn heute kennen, hatte die Theatershow aus dem Jahr 1954 nur sehr wenig gemein, zudem hieß „James“ Bond in diesem Film „Jimmy“ und arbeitete für die CIA.

Als Ratoff starb, verkaufte seine Frau die Rechte an Charles K. Feldman weiter. Feldman strebte zunächst — erfolglos — eine Partnerschaft mit Eon Productions Ltd. an und produzierte schließlich auf eigene Faust die Bond-Parodie Casino Royale, welche 1967 erschien. Diese Persiflage auf den James-Bond-Mythos ist mit den späteren Austin-Powers-Filmen vergleichbar. In der Rolle des James Bond 007 sind unter anderem David Niven, Peter Sellers und Terence Cooper zu sehen. Woody Allen spielt den Bösewicht und Neffen von James Bond – Jimmy Bond/Dr. Noah. Beteiligt war auch Ursula Andress (auch als James Bond 007, bzw. als Vesper Lynd), Darstellerin des ersten Bond-Girls in James Bond jagt Dr. No. Den Bösewicht „Le Chiffre“, gegen den James Bond am Baccara-Tisch antreten muss, verkörperte Orson Welles. Des Weiteren traten noch diverse international bekannte Schauspieler in (mehr oder weniger) kleinen Cameorollen auf. (Barbara Bouchet, William Holden, John Huston, Deborah Kerr, Daliah Lavi, George Raft, Charles Boyer, Peter O’Toole, Jean-Paul Belmondo).

Nach Feldmans Tod kaufte United Artists seine Produktionsfirma, an der auch Columbia Pictures Anteile durch die von CBS gesendete Fernsehshow besaß. Dies war der Grund für einen jahrzehntelangen Streit um den Status von Casino Royale. 1989 wurde Columbia Pictures von Sony aufgekauft. Die 1991 umbenannte Sony Pictures Entertainment versuchte nun, unter anderem auch durch eine Kooperation mit McClory, in das Bond-Filmgeschäft einzusteigen, was wiederum EON mit gerichtlichen Mitteln zu stoppen trachtete. Die Auseinandersetzung endete 1999 mit dem Aufkauf der restlichen Filmrechtanteile an Casino Royale durch EON. Ironischerweise kaufte Sony 2004 die MGM Studios (die 1981 mit United Artists fusionierte) auf, so dass die neuesten Bond-Filme doch unter Sonys Flagge erfolgen.

1983 kam Sag niemals nie als letzter Auftritt von Sean Connery in der Rolle von Bond in die Kinos. Der Titel Never Say Never Again stammt von einer Anspielung Connerys Frau auf eine Aussage von Sean Connery, nie wieder James Bond spielen zu wollen. Der Skript basiert auf Whittingham und McClory. EON versuchte vergeblich die Verfilmung zu stoppen, um eine Schmälerung des Erfolgs von Octopussy aus dem selben Jahr zu verhindern, was dann wahrscheinlich auch der Fall war. Der früher veröffentlichte Octopussy (ca. 187 Mio. Dollar) übertrumpfte das Konkurrenzprodukt Sag Niemals Nie (ca. 160 Mio. Dollar) finanziell nur geringfügig. Die US-amerikanischen Kinoverleihrechte lagen bei der Erstaufführung von Warner Bros.

Sag niemals nie hat mit Connery als Bond den gleichen Handlungsaufbau wie der 1965 gedrehte Film Feuerball und kann daher als Remake angesehen werden. Als Bösewicht Maximilian Largo ist Klaus Maria Brandauer und als Bondgirl Domino Kim Basinger zu sehen. Die Romanvorlage von Feuerball geht auf ein geplantes Drehbuch für einen Film James Bond Secret Agent von Anfang der 60er Jahre zurück, an welchem auch Fleming mitschrieb. Das Vorhaben zog sich damals in die Länge und Fleming verlor die Lust an der Verfilmung. Die bis dahin erarbeiteten Elemente verwendete Fleming 1960 für das Buch Thunderball, was die anderen Beteiligten veranlasste, Fleming der Verletzung des Urheberrechts anzuklagen. Dessen wurde er später für schuldig befunden.

1983 erschien das erste James-Bond-Videospiel mit dem Titel James Bond 007, damals noch für Konsolen wie Atari 2600 und den Heimcomputer Commodore 64. Das Spiel setzte sich aus den Genres Text-Adventure und Side-Scroller zusammen. Nach zwei Spielen zu Im Angesicht des Todes im Jahr 1985 und vier weiteren in den Folgejahren erschien 1990 mit James Bond: The Stealth Affair ein Grafik-Adventure in Point-and-Click-Manier. Das Action/Adventure-Spiel James Bond Jr. aus dem Jahr 1992 basiert inhaltlich auf einer Comicbuch-Serie des Verlags Marvel Comics. 1988 und 1990 brachte Domark zwei Filmumsetzung älterer James Bond-Filme, Leben und sterben lassen und Der Spion,der mich liebte, heraus. Das erste war eine Bootssimulation im Stil der Lotus-Spiele und das zweite eine Kombination aus Fahrsimulation und Shoot’em up, wie es auch in Lizenz zum Töten-Spiel (1989) umgesetzt wurde. 1993 programmierte das Kremlin-Team für Domark ein SEGA-Spiel namens James Bond 007 - The Duel, das im damaliger populärer Jump & Run Manier gespielt wurde.

Im September 1997 erschien mit dem Spiel GoldenEye 007 der erste Ego-Shooter im James-Bond-Universum. Das Spiel etablierte sich aufgrund von Grafik, Spielbarkeit und Mehrspieler-Modus als Videospiel-Klassiker. Das Spiel erschien nie in Deutschland, da es kurze Zeit nach der Veröffentlichung von der BPjM indiziert wurde.

Von 1999 bis 2007 besaß Electronic Arts die Exklusiv-Rechte an den James-Bond-Romanen und -Filmen. Im November 1999 erschien der Third-Person-Shooter Tomorrow Never Dies exklusiv für die Playstation sowie im Jahr 2000 Die Welt ist nicht genug u.a. wieder ähnlich wie GoldenEye 007 auf N64, Gameboy und PlayStation. Es sollte auch auf der neuen PlayStation 2 veröffentlicht werden, wurde dann aber als Agent im Kreuzfeuer veröffentlicht. Bis ins Jahr 2004 erschienen sechs weitere Spiele für mehrere Konsolen. Das Spiel 007 Racing (2000) von den Entwicklern Eutechnyx stellt als Rennspiel eine Ausnahme dar. Dem Spieler stehen 19 lizenzierte Autos aus allen Bond-Filmen zur Auswahl.

Agent Under Fire (Dt. Titel Agent im Kreuzfeuer, 2001) ist das erste James-Bond-Spiel, welches weder auf einem Roman von Ian Fleming noch auf einem der Filme basiert.

Das 2004 erschienene „Everything or Nothing“ ist eine inhaltliche Fortsetzung des Filmes „A View to a Kill“ mit neuen, nach Schauspielern (z. B. Willem Dafoe) modellierten Charakteren, originalen Synchronisationen und eigenständigem Titelsong (von Sängerin Mya). Ende 2004 erschien GoldenEye: Rogue Agent, in welchem man einen Schläger Goldfingers spielt. Es treten offiziellen Gegenspieler (sogar Dr. No) auf. 2005 erschien der Third-Person-Shooter Liebesgrüße aus Moskau.

Der amerikanische Spieleentwickler Activision erhielt ab September 2007 die offizielle Lizenz zur alleinigen Vermarktung von James-Bond-Spielen. Am 22. August 2007 verkündete Activision auf der Games Convention in Leipzig, dass bereits mit Hochdruck in Zusammenarbeit mit diversen Spieleentwicklungsfirmen an einem neuen James-Bond-Titel gearbeitet wird. Dieser wird für alle aktuellen und „Next-Generation“-Spielkonsolen sowie für PC erhältlich sein. Die Lizenz gilt bis 2014.

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James Bond 007: The Duel

James Bond 007 – The Duel ist ein Videospiel, das auf keinem James-Bond-Film basiert und 1993 für die Sega-Konsolen Mega Drive und Master System programmiert wurde.

Auf einer einsamen Insel hat der irre Wissenschaftler Dr. Gravemar damit begonnen eine Rakete zu konstruieren, die er in Richtung London schicken will. James Bond wird dort hingeschickt und soll ihm das Handwerk legen. Bond landet auf der Luxusjacht des Irren und sprengt diese. Genauso verfährt er mit einer Anlage im Jungle, den Labors und des Raktensilos. In jedem Level muss Bond eine Anzahl von Frauen befreien. Sind alle befreit, muss er die Bombe finden, zünden und entfliehen. Als Endgegner stehen ihm so bekannte Gegner wie der Beisser und Baron Samedi entgegen.

Das Spiel besteht, wie viele Sega-Spiele seiner Zeit, aus vier Leveln. Bond besitzt am Anfang fünf Leben, die durch Herzen dargestellt werden. Sind alle aufgebraucht, gilt das Spiel als verloren. Als einzige Waffe verfügt 007 nur über seine Walther PPK. Die muss aber regelmäßig nachgeladen werden. Manche getöteten Gegner lassen Magazine zurück. An manchen Orten sind auch Koffer mit Granaten versteckt, die Bond als Zweitwaffe nutzen kann.

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James Bond Jr. (Fernsehserie)

James Bond Jr. ist eine 65-teilige US-amerikanische Zeichentrick-Fernsehserie mit der Hauptfigur James Bond Junior, dem Neffen von James Bond. Sie hatte am 16. September 1991 in den USA TV-Premiere und wurde von der Produktionsfirma Murakami Wolf Swenson produziert. In Deutschland lief die Serie zum ersten Mal am 9. April 1994 auf Sat.1.

Die verschiedenen Mitglieder der Warfield Academy, einschließlich James Bond Jr., seiner Freunde, Trevor Noseworthy und zweier Mitglieder des Lehrerkollegiums, sind alle fester Bestandteil der Serie und erscheinen in fast jeder Episode. Manchmal begleiten James nur zwei oder drei seiner Freunde auf seinen Abenteuern, die anderen bleiben meist auf Warfield zurück und erzählen einen sekundären Handlungsstrang, normalerweise über Trevors schlecht durchdachte Versuche, James in Schwierigkeiten zu bringen.

In der Serie gibt es eine Reihe von Gegenspielern die meist für S.C.U.M. arbeiten und entlang der 65 Folgen regelmäßig erscheinen. Einige Charaktere weisen große Ähnlichkeit mit ihren filmischen Ebenbildern auf.

Als animierte Serie übertrifft es die real verfilmten Bondfilme noch, was übertriebene Gadgets und verrückte Wissenschaftler angeht, jedoch ist die Gewalt der erwachsenen Bond-Serie hier nirgends offenkundig. Trotz offensichtlicher Übereinstimmungen mit den James-Bond-Romanen von Ian Fleming wurde die Sendung von den Inhabern der James-Bond-Rechte toleriert.

James-Bond-Fans betrachten James Bond Jr. für gewöhnlich nicht als Bestandteil des offiziellen Bond-Kanons, besonders weil Bond in dieser Konstellation nur ein Kind ist und die Serie Charaktere wie Dr. Julius No aufgreift, die vorher schon in anderen Bond-Filmen oder -Büchern behandelt wurden. Auch andere bekannte Gesichter halten in dieser Serie Einzug, darunter Jaws, ein wiederkehrender Bösewicht aus der Roger-Moore-Ära, zumeist in Gesellschaft mit Nick Nack, mit dem er ein sich ewig zankendes Comedy-Dou bildet. Sogar Auric Goldfinger erhält einen Auftritt, ganz wie in Goldfinger sogar mit seinem Diener Odd Job. Im Sinne der hier offensichtlichen „Verjüngung“ der Bond-Geschichten wird enthüllt, dass Goldfinger eine jugendliche Tochter namens Goldie Finger mit ebenso exklusiven Vorlieben hat. Viele der Episodentitel sind Anspielungen auf Bondfilme, z. B. Live and Let's Dance.

Das Titellied wird zu Beginn jeder Folge gespielt, am Ende ist eine Instrumentalversion des Liedes zu hören. Rechts die sinngemäße deutsche Übersetzung.

Bond, James Bond Junior. No one can stop him, but S.C.U.M. always tries, young Bond cuts through each web of spies. He learnt the game from his uncle James, now he's heir to the name James Bond.

Bond, James Bond Junior.

Look out, he's coming through, he's got a job to do. While he rescues the girl. James Bond Junior chases S.C.U.M. James Bond Junior chases S.C.U.M. around the world!

Bond, James Bond Junior. Niemand kann ihn stoppen, doch S.C.U.M. versucht es immer wieder, der junge Bond schlägt sich durch jedes Netz von Spionen. Er lernte das Geschäft von seinem Onkel James, jetzt ist er der Erbe des Names James Bond.

Bond, James Bond Junior.

Gebt acht, er beißt sich durch, er hat einen Job zu erledigen. Während er das Mädchen rettet. James Bond Junior jagt S.C.U.M. James Bond Junior jagt S.C.U.M. auf der ganzen Welt!

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007 James Bond greift ein

Unter dem Titel 007 James Bond greift ein erschien 1965 der erste deutschsprachige Kurzgeschichtensammelband von Ian Fleming. Das Original For Your Eyes Only war bereits 1960 erschienen und ist damit der einzige zu Lebzeiten des Autors veröffentlichte Sammelband.

Nahe Paris wird ein Meldefahrer auf seinem Motorrad erschossen. James Bond, der sich zufällig in Paris befindet, erhält den Auftrag, den Mörder zu ermitteln. Nahe dem Tatort entdeckt Bond einen Erdbunker, aus dem drei Männer steigen. Bond verkleidet sich daraufhin als Meldefahrer, um ein Ziel für die Attentäter zu bieten. Er wird beinahe erschossen, kann den Attentäter allerdings töten. Der Erdbunker wird ausgehoben.

In Jamaika wird das Ehepaar Havelock gefragt, ob es ihr Grundstück an einen Major Gonzalez verkaufen möchte. Als sie ablehnen, werden sie ermordet. M, ein Freund des Ehepaares, gibt Bond privat den Auftrag, Mörder und Hintermann auszuschalten. In Kanada trifft Bond auf Van Hammerstein, den Hintermann. Bond will ihn und Gonzalez mit seinem Scharfschützengewehr töten, doch Melina Havelock, die Tochter des Ehepaares kommt ihm in die Quere. Letztendlich können sie die Mörder töten.

Auf einer Party in Nassau erzählt der Gouverneur Bond die Geschichte eines Philip Masters und seiner Frau.

Bond trifft auf Kristatos, einen Kontaktmann, der ihm von einem Columbo und dessen Schmugglertätigkeit berichtet. Dieser kann Bond jedoch gefangen nehmen und Bond davon überzeugen, dass Kristatos hinter dem Rauschgiftschmuggel steckt und Bond gegen ihn aufzuhetzen versucht. Gemeinsam statten sie Kristatos Lagerhaus, in dem das Rohopium verladen wird, einen Besuch ab. Bond erschießt Kristatos, als dieser mit seinem Wagen flüchten will.

Auf den Seychellen reist Bond bei einem gewissen Milton Krest auf dessen Boot mit. Dieser muss zur Legitimation seiner Stiftung einen Fisch, die Hildebrand-Rarität, auftreiben. Bond bemerkt, dass Krest seine Frau Liz nachts foltert. Nachdem sie den Fisch gefunden haben, findet Bond Milton Krest wenig später tot vor. Der Fisch steckt in seinem Mund; Krest war daran erstickt…

Tod im Rückspiegel war mit dem Handlungsort Paris eine Vorlage für den Film Im Angesicht des Todes von 1985. Für sie persönlich und Riskante Geschäfte flossen in die Handlung von In tödlicher Mission ein und ein Handlanger von Bonds Gegenspieler in Lizenz zum Töten heißt Milton Krest. Weiterhin trägt der 22. James-Bond-Film im Original den Titel Quantum of Solace wie auf einer offiziellen Pressekonferenz zum Film vom 24. Januar 2008 bestätigt wurde. Der deutsche Titel lautet Ein Quantum Trost.

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Source : Wikipedia