Internet Explorer

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Geschrieben von bishop 31/03/2009 @ 00:07

Tags : internet explorer, browser, internet, high-tech

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Windows Internet Explorer

Internet Explorer 3 auf Windows 95

Windows Internet Explorer (früher Microsoft Internet Explorer; Abkürzung: IE oder MSIE) ist ein Webbrowser von Microsoft für das Betriebssystem Microsoft Windows. Seit Windows 95b, SR2 ist der Internet Explorer fester Bestandteil von Windows-Betriebssystemen. Bei älteren Windows-Versionen kann er nachinstalliert werden. Die aktuelle Version ist Windows Internet Explorer 8.

Seit dem Erscheinen der siebten Generation des Webbrowsers, erschienen im Jahre 2006, lautet der Produktname Windows Internet Explorer (Abkürzung: WIE).

Den Microsoft Internet Explorer gab es für einige Zeit auch in Versionen für Mac OS und Unix-Derivate wie Solaris und HP-UX.

Der Internet Explorer wurde, ähnlich dem Netscape Navigator, aus dem NCSA Mosaic weiterentwickelt, einem Browser der ersten Generation, der ursprünglich am National Center for Supercomputing Applications programmiert wurde. Microsoft entwickelte die erste Version im Jahr 1995, aufbauend auf einem Lizenzvertrag der Firma Spyglass. Im Rahmen einer Vereinbarung wurden Spyglass eine quartalsmäßige Gebühr sowie ein Prozent der Einnahmen versprochen. Da Microsoft den Browser kostenfrei vertreibt und somit keine direkten Einnahmen macht, zahlte das Unternehmen lediglich das versprochene Minimum. 1997 drohte Spyglass mit einer vertraglichen Prüfung, was Microsoft mit einer Zahlung von acht Millionen US-Dollar beglich.

Microsoft hatte der wachsenden Bedeutung des World Wide Webs zunächst keine Aufmerksamkeit zukommen lassen und konnte bis zur dritten Version mit dem Netscape Navigator nicht mithalten. Daher wurde versucht, durch das Bewerben und die kostenlose Bereitstellung der Software (auch für Macintosh- und Unix-User) einen Vorsprung zu erzielen.

Ab Version 4.0 wurde der Internet Explorer tiefer in das Windows-Betriebssystem integriert und der Active Desktop eingeführt. Dieser ermöglicht die automatisch aktualisierte Darstellung von Webseiten wie Wetterkarten, Aktienkursen und jeder anderen Seite auf der Arbeitsoberfläche des Computers (Desktop). Einige der wichtigeren Neuerungen dieser Version betrafen das Betriebssystem selbst, so wurde eine Schnellstartleiste eingeführt (mit einem Klick auf „Desktop anzeigen“ werden alle geöffneten Fenster minimiert und der Desktop damit frei, Programmicons können dauerhaft in der Taskleiste gespeichert werden). Zudem wurde der Windows Explorer verbessert (UNC-Pfade und Netzwerkrechner lassen sich direkt über die Adresszeile ansteuern, Icons lassen sich beliebig nach Bedarf verändern), und es gab Einstellungsmöglichkeiten für Grafikkarten und Monitor; des Weiteren ließen sich jetzt visuelle Darstellungen verändern (z. B. Anti-Aliasing). Diese betriebssystemnahen Erweiterungen waren nur für Windows vorgesehen und in der Macintosh-Version nicht enthalten.

Das Update auf 4.0b1 brachte zum ersten Mal eine (allerdings unvollständige) PNG-Unterstützung (keine Alpha-Transparenz) und war wieder ohne Explorer-Erweiterungen erhältlich. Erstmals überstieg die Zahl der IE-Nutzer die der Netscape-Nutzer, und der Internet Explorer konnte technologisch mit Konkurrenzprodukten gleichziehen.

Version 5 brachte die Unterstützung von bidirektionalem Text, Ruby-Markup, XML und MHTML. Da der Konkurrenzkampf zu Netscape noch nicht gewonnen war, gab es die Version 5.0 auch noch für Windows NT 3.51 und Windows 3.11/ WfW 3.11.

Version 5.5 brachte Verbesserungen in der Druckvorschau, in der Unterstützung von CSS und HTML sowie in den Programmierschnittstellen. Das war die letzte Version für Windows 95.

Version 6 erschien am 27. August 2001 und verbesserte die Unterstützung von CSS 1, DOM 1 und SMIL 2.0. Zudem wurden die XML-Fähigkeiten erweitert, eine Medien-Symbolleiste und eine Bilder-Symbolleiste sowie die Unterstützung von P3P ergänzt. Außerdem wurde die Benutzerschnittstelle (unter anderem die Symbole) überarbeitet, um sie dem Aussehen von Windows XP anzugleichen.

Am 9. September 2002 wurde das Service Pack 1 für den Internet Explorer 6 veröffentlicht, das zahlreiche Sicherheitsprobleme behob, aber davon abgesehen keine Änderungen beinhaltete. Das war die letzte Version für Windows 98, NT 4.0v und 2000. Im August 2004 erschien das Service Pack 2 für Windows XP und den IE 6.0. Im Gegensatz zum ersten Service Pack brachte dieses verschiedene Neuerungen mit sich, darunter einen Popup-Blocker und eine Verwaltung für Browserzusätze. Der IE6 wurde mit dem Erscheinen von Windows XP Professional x64 erstmals als 64-Bit Variante angeboten.

Die Entwicklung des Internet Explorers in der Version 7.0 war zunächst nicht als eigenständiges Produkt geplant. Im Herbst 2001, kurz nach der Veröffentlichung der Version 6.0, löste Microsoft das Entwicklerteam um den Internet Explorer auf. Nur noch ein paar Mitarbeiter blieben, um sich um vorhandene Sicherheitslücken zu kümmern. Im Mai 2003 berichtete Microsoft zunächst, dass diese Version die letzte sein werde, die als eigenständige Installation verfügbar sein würde. Der Browser sollte nur noch als Teil des Betriebssystems Windows Vista (Codename Longhorn) weiterentwickelt werden. Mitte Februar 2005 ließ Microsoft-Gründer Bill Gates jedoch verlauten, dass es doch eine eigenständige Version 7 geben werde. Diese Kehrtwende wird vielerorts als Reaktion Microsofts auf den fallenden Marktanteil des Internet Explorer gewertet, welcher unter anderem durch den Aufstieg des konkurrierenden Browsers Mozilla Firefox seit dem Jahr 2004 bedingt war.

Am 19. Oktober 2006 erschien schließlich die fertige Version 7 für Windows XP (32-Bit- und 64-Bit-Edition) und Windows Server 2003 mit englischsprachiger Benutzerführung. Die deutschsprachige Version folgte am 31. Oktober 2006. Seit dieser Version wird der Internet Explorer nicht mehr als Microsoft Internet Explorer, sondern analog zu Programmen wie dem Windows Media Player und dem Windows Defender als Windows Internet Explorer bezeichnet. Die neue Version wird seit November 2006 als Update mit hoher Dringlichkeit vertrieben. Auf XP-Systemen wurde der Microsoft-Browser bisher nur selten auf Version 7 aktualisiert. Am 12. Februar 2008 wurde Version 7 im Zuge der selbsttätigen Betriebssystem-Updates für Firmensysteme erstmals automatisch installiert.

Mit der Version 7 wurde die Benutzerschnittstelle grundlegend umgebaut und vereinfacht. Erstmals ist die Registernavigation (auch als „Tabbed Browsing“ bekannt) sowie der Aufruf von Umlautdomains von Haus aus möglich. Es lassen sich RSS- sowie Atom-Feeds abonnieren, und die Unterstützung von CSS 2 und PNG-Grafiken mit Alphakanal wurde verbessert. Ein eingebauter Filter soll den Anwender vor Phishing-Angriffen schützen. Über ein ständig präsentes Suchfeld können verschiedene Suchmaschinen direkt genutzt werden. Persönliche Daten (zwischengespeicherte Dateien aus dem Web, gespeicherte Cookies, die Liste der besuchten Seiten, Passwörter und Formulardaten) lassen sich nunmehr auf einen Klick löschen. Neben der Möglichkeit, die Schriftgröße einer Webseite anzupassen, erlaubt Version 7 es, die gesamte Webseite samt Grafiken und Layout-Proportionen über die Zoom-Funktion zu vergrößern. Beim Ausdrucken einer Webseite wird diese automatisch skaliert, so dass sie auf die gedruckte Seite passt. Daneben können weitere Druckoptionen wie Ränder sowie Kopf- und Fußzeilen und die Druckgröße angepasst werden.

Mit vielen dieser Änderungen knüpfte Microsoft an die Entwicklungen im Browsermarkt seit Erscheinen der Version 6 an und adaptierte verbreitete Fähigkeiten von anderen Browsern.

Microsoft gab im Mai 2006 bei der Vorstellung von Windows Vista in Singapur bekannt, dass zukünftig jedes Jahr eine neue Internet-Explorer-Version veröffentlicht werden soll. Dieses Ziel war jedoch laut einer Pressemeldung im Mai 2007 von Chris Wilson (Internet-Explorer-Team) nicht realisierbar.

Am 19. März 2009 erschien der Internet Explorer 8. Unter Anderem wurden bestimmte Aktionen wie zum Beispiel das Versenden von Daten per E-Mail oder das Nachschlagen einer Adresse durch entsprechende Optionen im Kontextmenü vereinfacht (Schnellinfos). Zusätzlich werden Webstandards besser unterstützt, so besteht diese Version beispielsweise den Acid2-Test, allerdings werden im Acid3-Test nur 20 von 100 Punkten erreicht. Außerdem wurden das Wiederherstellen der geöffneten Tabs nach einem Absturz integriert und der Phishing-Filter verbessert. Erstmals hält auch ein Privat-Modus Einzug, wenn dieser aktiviert ist, werden keine Cookies, Verläufe oder ähnliche Daten lokal gespeichert.

Die Entwicklung der Internet Explorer für Macintosh wurde im Juli 2003 mit der Version 5.1.7 für Mac OS 9 eingestellt, einen Monat davor gab es mit der Version 5.2.3 die letzte Version für Mac OS X. Der Internet Explorer war eines der zusätzlichen Programme, die bei einer Standardinstallation von Mac OS von Version 8.1 bis Mac OS X Version 10.3 installiert wurden.

Am 31. Dezember 2005 wurde der offizielle Support von Microsoft für den Internet Explorer unter Mac OS vollständig eingestellt. Microsoft empfiehlt dabei, dass die Macintosh-Anwender auf "aktuellere Webbrowsing-Technologien wie Apples Safari" umsteigen. Im Februar 2006 wurde der Browser außerdem aus dem Downloadangebot von Microsoft herausgenommen, der Support in Microsoft-Newsgroups und der Microsoft Knowledge Base wird aber erhalten bleiben.

Die Macintosh-Version des Internet Explorers unterschied sich von seinem Windows-Pendant hauptsächlich in der Verwendung der Rendering-Engine. Während unter Windows die Trident-Engine zum Einsatz kommt, basierte die Macintosh-Version auf der Tasman-Engine.

Die Entwicklung des Internet Explorer für Unix (HP-UX und Sun Solaris) wurde 2002 eingestellt; auf der Website von Microsoft steht der Internet Explorer für Unix auch nicht mehr zum Download bereit. Support über die microsoft-eigenen Newsgroups und die "Knowledge Base" ist aber noch verfügbar.

Der Internet Explorer wird durch seine große Benutzerschaft mit zahlreichen Mediendateien im Internet auf Fehler geprüft. Dabei brachte ihm die Ausnutzung von Sicherheitslücken den Ruf eines der unsichersten unter den verbreiteten Browsern ein. Diese Sicherheitslücken ermöglichten es in der Vergangenheit wiederholt, den Browser zum Absturz zu bringen, persönliche Daten des Benutzers auszulesen, Einstellungen zu verändern (so genanntes Entführen, engl. hijacking) oder ungefragt Programme auszuführen.

Manche Kritiker vertreten die Auffassung, Microsoft kümmere sich nicht genug um Sicherheit. Andere hingegen sind der Meinung, dass der Internet Explorer nicht signifikant mehr Sicherheitslücken als vergleichbare Browser habe. Durch die besondere Verbreitung sei der Internet Explorer lediglich das vorrangige Ziel von Angriffen. Deshalb würden dessen Lücken schneller bekannt, während Fehler eines weniger verbreiteten Browsers unbekannt blieben.

Ferner wird kritisiert, dass Microsofts Umgang mit Sicherheitslücken übertrieben formalisiert sei. Statt die Korrektur einer Sicherheitslücke möglichst schnell nach der Entdeckung der Lücke anzubieten, veröffentlicht Microsoft einmal im Monat alle Patches des Monats (Patch Day). Zwar bietet dieses Vorgehen einige Vorteile für Systemadministratoren, aber im schlimmsten Fall können zwischen der Entdeckung und der Schließung einer Lücke mehrere Wochen vergehen, in denen sich Exploits bereits verbreiten und großen Schaden anrichten können. Microsoft veröffentlicht deshalb manchmal Patches für besonders kritische Lücken auch vor dem nächsten planmäßigen Patch-Day.

Microsoft zeigt sich bemüht, die Sicherheit zu verbessern. Durch das Service Pack 2 für Windows XP wurden viele Sicherheitslücken geschlossen. Der Internet Explorer 7 für Windows Vista besitzt den sogenannten „geschützten Modus“ (ähnlich der in Windows-Server-Varianten existierenden Erweiterung). In diesem Modus läuft der Browser mit besonders eingeschränkten Zugriffsrechten, die Schreibzugriffe nur mehr auf den Browser-Cache ermöglicht. Im Falle der Ausnutzung einer Sicherheitslücke kann sich Schadsoftware dadurch nicht im Windows-Betriebssystem einnisten. In allen Varianten des Internet Explorer 7 werden zudem fremde, nicht vertrauenswürdige ActiveX-Controls automatisch geblockt.

Das Ausnutzen von Sicherheitslücken von Windows-Programmen im Allgemeinen und des Internet Explorers im Speziellen wird durch unbekümmertes Verhalten der Anwender begünstigt. So ist es für viele Windows-Anwender selbstverständlich, im Alltag ein so genanntes Administratoren-Profil zu nutzen, das mit privilegierten Zugriffsrechten ausgestattet ist. Das ermöglicht im Falle eines Angriffs eine weitaus größere Kontrolle über den Computer, als es ein normales Benutzerprofil erlauben würde. Da der alltägliche Gebrauch von privilegierten Profilen unter anderen Betriebssystemen selten ist, werden die weitverbreiteten Windows-basierten Systeme häufiger Opfer solcher Angriffe.

Es wird daher nicht nur Internet-Explorer-Anwendern geraten, beim Websurfen ein eingeschränktes Benutzerprofil zu verwenden. Zudem sollte man regelmäßig Aktualisierungen einspielen und Zusatzprogramme wie Antivirenprogramme verwenden. Die meisten Sicherheitslücken in Browsern treten bei so genannten aktiven Inhalten (Skripten oder ActiveX-Steuerelementen) auf. Daher wird meist geraten, diese zu deaktivieren oder in ihrer Funktion einzuschränken. Zahlreiche Webseiten können dann aber nicht im vollen Umfang genutzt werden, weil sie auf diesen Funktionen aufbauen.

Der Heise-Browsercheck demonstriert einige der Sicherheitsprobleme des Internet Explorers. Dort kann man überprüfen, ob der eigene Browser mit seiner speziellen Konfiguration von bekannten Sicherheitslücken betroffen ist.

Die offengelegten Programmierschnittstellen (APIs) des Internet Explorers erlauben es anderen Programmierern, bei ihrer Software-Entwicklung auf Microsofts Browsertechnik aufzusetzen. Zahlreiche Programme machen davon Gebrauch, weshalb die Vor- und Nachteile des Internet Explorers dann auch für diese Anwendungen gelten. Beispielhaft hierfür sind die häufig verwendeten E-Mail-Programme Microsoft Outlook und Outlook Express. Sie verwenden zur Darstellung von HTML-formatierten E-Mails dieselben Softwarekomponenten, die der Internet Explorer für Webseiten benutzt. Deshalb reicht es oft, Benutzern dieser Programme eine E-Mail zu senden, um Sicherheitslücken auszunutzen.

Nachdem der Internet Explorer der Vorreiter bei der Implementierung von Web-Standards wie CSS 1.0 und dem DOM 1 war, wird heutzutage die unvollständige und teilweise fehlerhafte Implementierung von XHTML, CSS 2.0, DOM 2 und 3, PNG und SVG und anderen neueren Webtechniken kritisiert. Diese unzureichende Unterstützung von aktuellen Standards wird zum Teil damit erklärt, dass der Internet Explorer lange Zeit nach Erscheinen der Version 6 im Jahr 2001 nicht weiterentwickelt wurde. Die 2006 erschienene Folgeversion 7 brachte erhebliche Verbesserungen, bestand aber beispielsweise den so genannten Acid2-Test noch nicht. Der 2009 erschienene Internet Explorer 8 hingegen besteht den Acid2-Test. Microsoft kündigte an, mit den kommenden Versionen die Unterstützung der Webstandards weiterhin schrittweise zu verbessern.

Es widerspricht ferner dem Standard, dass der Internet Explorer die Content-Type-Angabe in der HTTP-Antwort des Webservers nur eingeschränkt auswertet. Beispielsweise werden Daten als HTML behandelt, die wie HTML aussehen, auch wenn der Webserver ausdrücklich einen anderen Inhaltstyp angegeben hat.

Opera-Chef Jon von Tetzchner erklärte nach der Veröffentlichung des Internet Explorer 8 missbrauche Microsoft mit dem Internet Explorer seine Marktmacht, um dem Wettbewerb bei Browser zu schwächen, indem es die Webstandards missachte. Webseitenentwickler wären gezwungen an den Internet Explorer angepasste Webseiten zu entwickeln, was dazu zu führen könne, dass andere Browser aus Kostengründen nicht beachtet werden. Dadurch, dass viele moderne Webstandards im Internet Explorer nicht verfügbar sind und Webentwickler mit zusätzlicher Anpassungsarbeit für den Internet Explorer belastet werden, führe Microsoft die Webentwickler zur eigenen proprietären Webtechnologie Silverlight, welches als Plugin im Browser genutzt werden kann.

Der Internet Explorer ist während des Kartellrechtsprozesses gegen Microsoft durch seine Bündelung mit dem Betriebssystem Windows in das Blickfeld der Medien gekommen. Durch diese Bündelung soll Microsoft seinen stärksten Konkurrenten und früheren Marktführer Netscape aus dem Markt gedrängt haben. Bei der außergerichtlichen Einigung musste Microsoft sich verpflichten, den Anwendern eine freie Wahl des Web-Browsers und anderen mit Windows mitgelieferten Anwendungen zu gewähren. Das geschah in Form eines Auswahldialoges in neueren Versionen von Windows (in Windows 2000 ab Service Pack 4 und in Windows XP ab Service Pack 1), jedoch kann der Internet Explorer dadurch nur „versteckt“, aber nicht entfernt werden.

Microsoft gibt an, dass die bei der Nutzung des Internet Explorers entstehenden Daten vom Konzern gespeichert und verarbeitet werden können. Welcher Art diese Daten sind, wird von Microsoft nicht präzisiert. Microsoft befolgt eigenen Angaben nach eine Vereinbarung zwischen der US-Regierung und der Europäischen Union über die Sammlung, Verwendung und Aufbewahrung von Daten, die aus der Europäischen Union stammen. Microsoft behält sich den Zugriff und die Offenlegung der Daten vor. Gründe für ein solches Vorgehen können laut Microsoft gesetzliche Vorschriften, aber auch der Schutz und die Verteidigung der Rechte und des Besitzes von Microsoft sein. Außerdem könne ein solches Vorgehen in dringenden Fällen nötig sein, um die persönliche Sicherheit von Microsoft-Angestellten, Nutzern von Microsoft-Produkten oder -Dienstleistungen sowie der Öffentlichkeit zu gewährleisten. Die Nutzung der Daten kann auch dann erfolgen, wenn Microsoft im guten Glauben handelt, dass ein solches Vorgehen nötig sei.

Bei der Nutzung des Phishing-Filters des Internet Explorers wird die Adresse der aufgerufenen Webseite, die IP-Adresse, der Browser-Typ und die Versionsnummer des Phishing-Filters mit Hilfe einer verschlüsselten Verbindung an Microsoft gesendet. Außerdem werden Statistiken zur Nutzung des Phishing-Filters erstellt und an den Konzern geschickt. Diese Statistiken sind laut Microsoft anonym. Der Konzern versichert, dass die Informationen, die aus der Analyse des Phishing-Filters gewonnen werden, nicht dazu dienen, den Nutzer zu identifizieren.

Nach der Verdrängung des Netscape Navigators im so genannten Browserkrieg (1995 bis 1998) ist der Internet Explorer heute der meistgenutzte Browser im World Wide Web. Das ist zum einen auf die Einbindung des Internet Explorers in das Windows-Betriebssystem zurückzuführen, zum anderen war der Internet Explorer mehrere Jahre nahezu konkurrenzlos, nachdem die Entwicklung des ehemaligen Marktführers Netscape Navigator Anfang 1998 eingestellt wurde und Opera lange Zeit nicht kostenlos verfügbar war.

Seit der Veröffentlichung des auf der Netscape-Technologie basierenden Konkurrenten Mozilla Mitte 2002 und des daraus hervorgegangenen Firefox Ende 2004 ist der Marktanteil des Internet Explorers kontinuierlich gesunken. OneStat.com beispielsweise misst einen weltweiten Marktanteil von 83,27 Prozent. In Deutschland benutzten gemäß dieser Statistik 67,63 Prozent der untersuchten Websurfer den Internet Explorer (Stand: Februar 2008). Laut WebHits liegt der Marktanteil auf deutschen Webseiten bei 65,8 Prozent (Stand: Januar 2009). Nach Angaben des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts Janco verlor der Browser 2007 weiter an Nutzern und erreicht nur noch einen Marktanteil von 63,86 Prozent (Stand: September 2007).

Insgesamt sind Browserstatistiken immer mit großen Fragezeichen behaftet und geben zuverlässig nur die grobe Verteilung und ggf. Trends an, weil jede Statistik nur auf der Auswertung der Logdateien ausgewählter Websites beruht und es keine unbestritten repräsentative Auswahl dafür zu verwendender Websites gibt. Sowohl regional wie auch je nach Zielgruppe des jeweiligen Webangebotes gibt es starke Abweichungen von diesen Durchschnittswerten. Ein extremes Beispiel: Die Seiten des IT-Verlages Heise verzeichnen einen Internet-Explorer-Anteil von nur 20,9 Prozent (Stand: Oktober 2008).

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Pocket Internet Explorer

Der Pocket Internet Explorer (PIE) ist ein mit Windows Mobile mitgelieferter Webbrowser, der die Darstellung von Webseiten auf PDAs und Smartphones mit diesem Betriebssystem ermöglicht.

Der PIE wurde unabhängig vom Internet Explorer von Microsoft entworfen und hat deutlich weniger Funktionen als sein großer Bruder.

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Avant Browser

Avant Browser ist eine Shell für den Internet Explorer (IE) von Microsoft. Das heißt, der Avant Browser benutzt die Render-Engine Trident des Internet Explorers, bietet darum aber eine eigene grafische Benutzeroberfläche. Avant Browser sollte ein Klon des Webbrowsers Opera sein, der aber alle Webseiten genauso darstellt wie der IE, was, bevor das Projekt gestartet wurde, nicht der Fall war. Der Avant Browser wollte also die Vorteile des Internet Explorers und des Operas vereinen, weshalb Avant zu Beginn IEOpera hieß.

Der Browser fügt dem Internet Explorer 6 zahlreiche Merkmale hinzu. Diese können in Komfortmerkmale, die das Surfen mit Avant gegenüber dem IE erleichtern und in Sicherheitsmerkmale, die das Surfen sicherer machen, unterteilt werden. Die meisten dieser Merkmale sind im mittlerweile erschienenen Internet Explorer 7 bereits integriert.

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Mozilla

Logo der Mozilla Foundation

Der Begriff Mozilla steht für Internet-Software und für Projektorganisationen, die mit der Erstellung dieser Software verbunden sind. Aus dem Webbrowser Netscape Navigator, der unter dem Codenamen Mozilla entwickelt wurde, ist die Programmsammlung Mozilla Application Suite hervorgegangen. Das Unternehmen Netscape Communications Corporation, in dem die Software entwickelt wurde, führte zeitweilig eine farbige Echse, die den Namen Mozilla erhalten hatte, als ihr Firmenlogo.

Auch der zentrale Bestandteil der mit Mozilla assoziierten Software, die Gecko Rendering Engine, hat eine Echsenart (Geckoartige) als Namensgeber. Dieses Modul, das die Darstellung von Internet-Dokumenten übernimmt, ist beispielsweise Bestandteil des Browsers Mozilla Firefox und der Programmsammlung SeaMonkey.

Das Mozilla-Projekt steht unter dem Dach der Mozilla Foundation. Das Mozilla-Projekt wurde ursprünglich von Netscape ins Leben gerufen.

Um die Internetprogramm-Sammlung der nächsten Generation für Netscape zu entwickeln, wurde 1998 die Mozilla Organization (kurz Mozilla.org) gegründet. Am 15. Juli 2003 wurde die Organization offiziell als eine Non-Profit-Organisation unter dem Namen Mozilla Foundation registriert. Diese Stiftung ist vor allem für die Entwicklung und Wartung des Mozilla-Firefox-Browsers, des E-Mail-Programms Mozilla Thunderbird und der beiden Anwendungen zugrundeliegenden Gecko Rendering Engine verantwortlich. Sie beherbergt aber auch einige andere Projekte wie beispielsweise Bugzilla, Tinderbox, Sunbird und Camino. Mozilla wurde von der Stiftung als Handelsmarke registriert.

Am 3. August 2005 verkündete die Mozilla-Stiftung die Gründung eines kommerziellen und steuerpflichtigen Unternehmens unter dem Namen Mozilla Corporation, das sich der Weiterentwicklung, der Vermarktung, dem kommerziellem Support und dem Sponsoring von Mozilla Firefox und Mozilla Thunderbird verschrieben hat. Laut Mitchell Baker, der Präsidentin der Mozilla Foundation, sollten damals 36 der rund 40 Mitarbeiter der Stiftung künftig den Arbeitgeber zugunsten der Mozilla Corporation wechseln.

Die wichtigsten Endbenutzer-Anwendungen für den Desktop sind der Webbrowser Firefox und das E-Mail-Programm Thunderbird. Zudem gibt es noch eine Kalenderanwendung, die wahlweise als Einzelanwendung oder als Erweiterung für Thunderbird angeboten wird, aber wegen des frühen Entwicklungsstadiums noch nicht für den produktiven Einsatz vorgesehen ist.

Die Mozilla Foundation plant in Zukunft die derzeitigen Einzelanwendungen auf der gemeinsamen Basis, dem XULRunner zu betreiben.

Neben dieser Software werden Bugzilla, eine Fehlerverwaltung, ein für Mac OS X optimierter Browser namens Camino, ein IRC-Client ChatZilla (als Firefox-Erweiterung) und weitere weniger verbreitete Anwendungen angeboten.

Im März 1998 veröffentlichte Netscape Communications fast den ganzen Quelltext ihrer als Netscape Communicator bezeichneten weitverbreiteten Programmsammlung für das Internet unter einer freien Lizenz. Als Namen für die neue Anwendung, die aus diesem freigegebenen Quelltext weiterentwickelt wurde, entschied man sich für Mozilla, den früheren firmeninternen Codenamen des ursprünglichen Netscape Navigators. Im November 1998 entschied man jedoch, eine komplett neue Rendering-Engine namens Gecko zu entwickeln. Nach einer relativ langen Periode der pre-1.0 Versionen wurde Mozilla 1.0 am 5. Juni 2002 vorgestellt.

Der Quellcode der Mozilla-Programmsammlung diente auch als das Open-Source-Fundament für die Netscape-Suite ab der Version 6.0 bis einschließlich Netscape 7.2; der Quellcode der Gecko-Rendering-Engine als Bestandteil der Mozilla Application Suite bildete auch die Basis für weitere eigenständige Anwendungen, unter anderem auch die heutigen Flaggschiffe der Mozilla Foundation: Mozilla Firefox und Mozilla Thunderbird. Um die Mozilla-Programmsammlung von den Einzelanwendungen besser unterscheiden zu können, wurde sie als Mozilla Suite oder Mozilla Application Suite vermarktet.

Mittlerweile hat die Stiftung jedoch die Entwicklung der Programmsammlung zugunsten von Firefox und Thunderbird eingestellt. Eine Weiterentwicklung der Programmsammlung findet nun im Rahmen eines weitgehend unabhängigen Projekts unter dem Namen SeaMonkey statt, womit wiederum ein ursprünglich als Codename im Mozilla-Projekt benutzter Begriff für eine Programmsammlung verwendet wird.

Das Mozilla Application Framework ist ein plattformunabhängiges Rahmenwerk für die Entwicklung von Anwendungen, die auf mehreren Betriebssystemen ausgeführt werden sollen. Es besteht hauptsächlich aus der Gecko Rendering Engine, aber auch dem XUL-Benutzerschnittstellen-Toolkit, der Necko-Netzwerkprogrammbibliothek und einigen weiteren Komponenten. Das ist der Programmkern, aus dem alle Mozilla-basierten Anwendungen gebaut werden. Zum Mozilla Application Framework gehört auch die durch dieses zur Verfügung gestellte Cross-Plattform-Komponentensammlung XPCOM, durch die einheitlich plattformübergreifend auf das Framework aus verschiedenen Umgebungen heraus und mit verschiedenen Sprachen zugegriffen werden kann.

Die Mozilla Codebase, bestehend aus dem Quelltext der Mozilla Softwareprojekte wie Firefox, Thunderbird, XULRunner usw., wird in einem einzigen CVS-Repository verwaltet. Diese große Quellcodebasis wird auch vereinfacht als Mozilla Quellcode oder noch einfacher als Mozilla bezeichnet.

Die Mozilla Codebase wurde ursprünglich unter der Netscape Public License veröffentlicht. Mit dem Aktualisieren der Lizenz auf die Version 1.1 wurde ebenfalls der Name in Mozilla Public License (MPL) geändert. Die Free Software Foundation und andere Freie-Software-Verfechter wiesen darauf hin, dass eine unter der GNU General Public License (GPL) lizenzierte Komponente und eine MPL-lizenzierte Komponente nicht auf eine legale Weise miteinander in einem Softwareprojekt verknüpft werden könnten, und sie empfahlen Entwicklern aus diesem Grunde, die MPL nicht zu verwenden. Um diesem Umstand Sorge zu tragen, lizenzierte die Mozilla Foundation die Codebase im Jahre 2003 dreifach unter der GNU General Public License, der GNU Lesser General Public License sowie unter der Mozilla Public License.

Seit der Anmeldung der Produktnamen und der Logos als Handelsmarken sowie der gleichzeitigen Lizenzierung der Logos unter einer nicht freien Lizenz (frei im Sinne von freier Software), konnte das Debian-Projekt wegen seiner Prinzipien die betroffenen Produkte, die auf der Mozilla Codebase aufsetzen, trotz des freien Quellcodes nicht unter den offiziellen Namen in seine Distributionen aufnehmen. So ist es zum Namensstreit zwischen Debian und Mozilla gekommen mit dem Ergebnis, dass Debian die betroffenen Mozilla-Produkte unter anderen Namen mit anderen Logos anbietet. Mozilla Firefox erhielt dabei den Namen Iceweasel. Ursprünglich wählte auch ein anderes Projekt namens GNUzilla im Vorfeld für ihre Firefox-Variante den bis auf die Großschreibung gleichen Namen IceWeasel. Dieses Projekt wurde von einem kleinen Team im Rahmen des GNU-Projekts initiiert. Das Ziel von Gnuzilla ist es ebenso, die Mozilla-Produkte ohne proprietären Bestandteile bzw. als freie Software unter anderen Namen anzubieten. Nach Verwirrungen aufgrund der Namensgleichheit entschied sich das Gnuzilla-Team jedoch später für einen anderen Namen, IceCat.

Wenn jemand eine Webseite mit einer Anwendung besucht, wird im Allgemeinen eine Zeichenkette übertragen, die das verwendete Benutzerprogramm (in diesem Fall User Agent genannt) gegenüber dem Webserver identifiziert. Diese Zeichenkette wird User-Agent-String genannt. Der Netscape Browser identifizierte sich als "Mozilla/<version>", gefolgt von Informationen über das Betriebssystem.

Weil der zu dieser Zeit führende Browser Netscape viele Funktionen besaß, die andere Browser nicht hatten, funktionierten bald einige Webseiten nur noch, wenn sie eine gewünschte Version von Mozilla im User-Agent-String fanden. Deswegen begannen andere Browser den Netscape Navigator zu imitieren, um ebenfalls diese Seiten darstellen zu können, indem ihr User-Agent-String auch mit Mozilla begann. Bekanntestes Beispiel ist der Internet Explorer, der der Hauptkonkurrent von Netscape war. Er identifizierte sich mit "Mozilla/<version> (compatible; MSIE <version>...". Dieses Format wurde von anderen Browsern kopiert und besteht heute noch, obwohl inzwischen der Internet Explorer den Markt dominiert.

In einigen älteren Browserstatistikanwendungen wird der Begriff Netscape 5.0 fälschlicherweise benutzt, um auf diese Browser zu verweisen, weil deren User-Agent-Strings mit Mozilla/5.0 beginnt.

Ursprünglich wurde Mozilla nur als firmeninterne Bezeichnung für den Webbrowser Netscape Navigator benutzt. Zum genauen Ursprung des Namens, der sich auf den ersten populären Webbrowser Mosaic bezieht, gibt es mehrere Erklärungen. Eine besagt, dass er sich aus Mosaic Killa zusammensetzt, laut der anderen aus Mosaic meets Godzilla. Möglicherweise treffen sogar beide Erklärungen zu.

Mozilla war ebenfalls das Maskottchen der Netscape Communications Corporation, die aus der Mosaic Communications Corporation hervorging. Anfangs gab es viele Ausprägungen verschiedener Formen des Maskottchens, unter anderem eines Astronauten mit Helm, aber die letztendliche Entscheidung für eine Godzilla-ähnliche grüne Echse hatte ohne Zweifel damit zu tun, dass der Name Mozilla dem Wort Godzilla ähnelte. Das Aussehen des Maskottchens wurde von Dave Titus 1994 entworfen.

Mozilla wurde anfangs sehr prominent auf der Netscape-Website dargestellt. Jedoch führte die Notwendigkeit eines "professionelleren" Firmenimages, insbesondere im Hinblick auf Unternehmenskunden, dazu, dass das Maskottchen von der Website verschwand. Netscape verwendete es weiterhin firmenintern, und es war oft auf T-Shirts der Belegschaft oder als Kunstwerke auf den Wänden des Netscape Campus im kalifornischen Mountain View zu sehen.

Nach Erwerb des Webverzeichnis NewHoo 1998 wurde es in Open Directory Project mit dem Spitznamen dmoz umbenannt. Dabei steht dmoz wegen dessen Ähnlichkeit mit dem Mozilla-Projekt für Directory of Mozilla. Ein Bild der grünen Echse zierte seitdem jede Seite von dmoz. Das ist sogar heute noch der Fall, obwohl Netscape nach deren Erwerb durch AOL aufgelöst wurde.

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Document Object Model

Logo des W3C

Das Document Object Model (DOM) ist eine Spezifikation einer Schnittstelle für den Zugriff auf HTML- oder XML-Dokumente. Sie wird vom World Wide Web Consortium definiert.

Eine Implementierung, die dieser Spezifikation genügt, besteht im Sinne der objektorientierten Programmierung aus einem Satz von Klassen zusammen mit deren Methoden und Attributen. Sie erlaubt Computerprogrammen, dynamisch den Inhalt, die Struktur und das Layout eines Dokuments zu verändern.

Das DOM ist ursprünglich unter dem Eindruck von mindestens zwei Entwicklungen entstanden, die die Computerwelt in der jüngsten Vergangenheit maßgeblich prägten. Beiden liegt die Notwendigkeit zugrunde, auf die strukturierten Daten in HTML- und XML-Dokumenten einfach und einheitlich zugreifen zu können.

Mitte der 1990er Jahre, als das World Wide Web immer populärer wurde, wurde die Skriptsprache JavaScript erfunden, und gängige Webbrowser enthielten seitdem Interpreter, die solche Scripte ausführen. JavaScript definierte rudimentäre Möglichkeiten zum Zugriff auf das HTML-Dokument und zur Ereignisbehandlung. Später erfanden verschiedene Browserhersteller unterschiedliche Modelle für dynamisches HTML (DHTML), die eine umfassendere Änderung der Struktur und des Aussehens des Dokuments ermöglichten, während das Dokument im Browser angezeigt wird. Die ersten DOM-Standards des W3C sind daher Versuche, die verschiedenen proprietären JavaScript- und DHTML-Techniken, die während der Zeit der Browserkriege entstanden, zusammenzuführen, zu standardisieren und letztlich abzulösen. Dies ist gelungen, so dass DOM heutzutage eine zentrale Bedeutung bei der JavaScript-Programmierung einnimmt.

Gleichzeitig entstand XML als allgemeines Austauschformat zur menschenlesbaren Darstellung von strukturierten Daten, das an den Erfolg von HTML anknüpfte. Zur Verarbeitung von XML-Dokumenten war eine verständliche, leistungsfähige und programmiersprachenübergreifende Schnittstelle nötig. Das DOM bietet eine solche und definiert darüber hinaus zusätzliche Schnittstellen für einen komfortablen Umgang mit XML-Dokumenten.

An diesem Beispiel lässt sich der prinzipielle Aufbau des Objektmodells diskutieren: Dokumente werden logisch wie ein Stammbaum dargestellt. Knoten (nodes) stehen über "Verwandtschaftsbeziehungen" zueinander in Verbindung.

Ausgehend vom Wurzelknoten ist jeder andere Knoten über diese Verwandtschaftsbeziehungen erreichbar.

Attributknoten sind eine besondere Knotenart, denn sie kommen nicht als Knoten in der Baumstruktur vor, die vor allem durch Elementknoten gebildet wird. Attributknoten sind demnach keine „Kinder“ von Elementknoten, sondern Eigenschaften von ihnen.

Im ersten Schritt wird ein bestehendes Dokument durch das Programm eingelesen und ein Dokument-Objekt erzeugt. Anhand dieses Objekts kann mittels der Methoden des API auf die Inhalte, Struktur und Darstellung zugegriffen werden.

Am Ende der Verarbeitung kann aus dem Dokument-Objekt durch so genannte Serialisierung ein neues XML- oder HTML-Dokument generiert werden.

Dieses Level wurde nie formal spezifiziert. Level 0 bezeichnet die mittels JavaScript nutzbaren Techniken zum Zugriff auf HTML-Dokumente. Diese wurden von Webbrowsern wie Internet Explorer und Netscape Navigator vor der Standardisierung des DOMs eingeführt.

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Source : Wikipedia