IBM

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Geschrieben von tron 22/04/2009 @ 20:07

Tags : ibm, informatik, wirtschaft

Inhaltsverzeichnis
  1. IBM
  2. IBM 5100
  3. IBM Workplace
  4. IBM 704
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IBM

IBM Selectric von 1961 gestaltet von Eliot Noyes

Die International Business Machines Corporation (IBM) ist ein US-amerikanisches IT- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Armonk bei North Castle im US-Bundesstaat New York. Es ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Hardware, Software und Dienstleistungen im IT-Bereich sowie eines der größten Beratungsunternehmen. IBM ist der weltweit zweitgrößte Softwarehersteller gemessen am Umsatz. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 380.000, in Deutschland etwa 21.000 Mitarbeiter.

IBM geht zurück auf die von Herman Hollerith 1896 gegründete Tabulating Machine Company. Dieses Unternehmen stellte damals die von Herman Hollerith entwickelten Maschinen zur Auszählung und Erfassung per Lochkarten eingegebener Daten her. Dazu zählten auch Maschinen zum Auszählen der Stimmzettel bei Wahlen in den USA. Die Produktion derartiger Maschinen stellte IBM jedoch ein, nachdem die Hersteller für durch ihre Maschinen nicht gezählte Stimmen haftbar gemacht wurden.

1924 erfolgte dann die Umbenennung des Unternehmens in „International Business Machines Corporation“, kurz IBM, da ein Großteil der Produktpalette nun aus Maschinen für den Gebrauch in Unternehmen bestand, wie Locher, Prüfer, Sortier- und Tabelliermaschinen. Diese wurden im Regelfall nicht verkauft, sondern vermietet. IBM hatte auf dem Gebiet der standardisierten Lochkarten und deren Auswertung weltweit eine monopolartige Stellung. In Deutschland war IBM bis 1949 durch die ertragreiche Tochtergesellschaft DEHOMAG vertreten.

Thomas J. Watson wurde 1914 Chef der Computing-Tabulating-Recording Company, eines der Unternehmen, aus denen IBM hervorging, und leitete IBM bis 1955. Er prägte eine spezielle Unternehmenskultur mit einer starken Vertriebsorientierung. Großer Wert wurde auf unbedingte Loyalität der Mitarbeiter gelegt.

Im Jahr 1943 soll Watson folgenden denkwürdigen Satz gesagt haben: „I think there is a world market for maybe five computers.“ („Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.“). Der Autor Kevin Maney hat versucht, den Ursprung dieses Zitats zu ergründen, konnte aber weder in den Reden Watsons noch in anderen Dokumenten einen Hinweis darauf finden. Auch während der NS-Zeit lieferte das Unternehmen Milliarden von Lochkarten an seine deutsche Tochtergesellschaft DEHOMAG, welche unter anderem dazu genutzt wurden, im Auftrag des NS-Regimes die Erfassung der jüdischen Bürger und den Holocaust effizienter zu organisieren.

In den fünfziger und frühen sechziger Jahren wurden mit den Modellen 701 und 1401 die ersten Computer und die zugehörige Peripherie in Form von Magnetplatten- und Trommelspeicher wie zum Beispiel der IBM 305 RAMAC und Bandstationen, sowie Drucker entwickelt.

Im Jahr 1964 kam eine neue Großrechnergeneration, die S/360, auf den Markt. Die zugrunde liegende Architektur wurde bis heute evolutionär in den Modellen S/370, S/390, System z und System z9 weiterentwickelt. Parallel dazu wurde das Betriebssystem OS/360 über OS/VS1, MVS/370, MVS/XA, MVS/ESA und OS/390 zum aktuellen z/OS weiterentwickelt.

Das System/3 wurde 1969 als Low-End-Rechner eingeführt und bis 1985 vertrieben. Neu war hier mit einem Drittel der Größe von herkömmlichen Lochkarten das kleinere Lochkartenformat, welches jedoch mit 96 statt bisher 80 Zeichen mehr Daten speichern konnte.

Das blaue Logo des Konzerns führte zu dem Spitznamen Big Blue oder auch Mother Blue.

Im Jahr 1975 kam der erste „tragbare“ Computer, der IBM 5100, mit 25 Kilogramm Gewicht, 16 KByte RAM, BASIC, 16*64-Display und Bandspeicher, auf den Markt. Der Rechner hatte auch wegen seines hohen Preises von über 9.000 US-Dollar keinen Erfolg.

Als Antwort auf den sehr erfolgreichen Apple II brachte IBM im Jahr 1981 dann den ersten IBM-PC auf den Markt. Der Rechner war aus am Markt frei erhältlichen Standardkomponenten zusammengebaut worden und teuer, so dass IBM schnell Mitbewerber bekam. In den 90er Jahren hat IBM seine Marktführerschaft an seine Mitbewerber verloren.

Aus der Arbeit am Zürcher IBM-Forschungslabor gingen zwei Nobelpreise für Physik hervor. Die Preisträger waren 1986 Gerd Binnig und Heinrich Rohrer für die Erfindung des Rastertunnelmikroskops sowie 1987 Johannes Georg Bednorz und Karl Alexander Müller für die Entdeckung der Hochtemperatursupraleitung. Mit Leo Esaki arbeitete zeitweise ein weiterer Nobelpreisträger für die IBM Forschung.

1989 schrieb Donald Eigler auf eine Ni (110) Oberfläche mit 35 Xenonatomen den Schriftzug „IBM“ und somit die „kleinsten“ Buchstaben.

1990 beschäftigte IBM weltweit 373.820 Mitarbeiter.

Seit Ende der 1990er Jahre unterstützt IBM Open Source Projekte. So wird beispielsweise Linux auf IBM-Servern eingesetzt. Diese Anstrengungen waren allerdings nicht immer unproblematisch. So verklagte im Jahr 2003 die SCO Group IBM wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung in den Programmcodes, die IBM zu Linux beigetragen hat. Ein Open-Source-Projekt, das IBM gestartet hat, ist die Entwicklungsumgebung Eclipse.

Als Reaktion auf veränderte Kundenbedürfnisse insbesondere bei Großrechnern wurde das Unternehmen seit den Neunzigerjahren deutlich umgestaltet: Der Anteil an Beratung und Dienstleistungen wurde stark erhöht, organisatorisch zusammengefasst und zuletzt durch den Zukauf von PwC Consulting mit circa 30.000 Mitarbeitern weltweit im Oktober 2002 inhaltlich und personell weiter ausgebaut. Mit der Übernahme von PwC Consulting wurden alle Beratungsbereiche in der IBM organisatorisch zusammengefasst. Diese Geschäftseinheit heißt heute IBM Global Business Services. IBM versteht sich als global integrierter Geschäfts- und Technologiepartner. Neben Hard- und Softwarelösungen wird ein breites Spektrum von Beratungs- und Implementierungsleistungen sowie Finanzierung angeboten.

Im Februar 2001 veröffentlichte der amerikanische Autor Edwin Black das Buch IBM und der Holocaust. In diesem wirft er IBM vor, während des Dritten Reiches über seine Tochtergesellschaft DEHOMAG mit dem Hitlerregime zusammengearbeitet zu haben und so durch die Lieferungen der Hollerith-Rechner und der Lochkartentechnik den Holocaust logistisch möglich gemacht zu haben. Davor war IBM Deutschland GmbH bereits dem Entschädigungsfonds für NS-Zwangsarbeiter beigetreten. Klagen der GIRCA, der Gypsis International Recognition and Compensation Action, gegen IBM sind von Schweizer Gerichten wegen Nichtzuständigkeit – Genf sei in den Jahren 1933 bis 1945 nicht Sitz der IBM gewesen – und Verjährung abgewiesen worden.

Seit März 2002 ist Samuel J. Palmisano CEO von IBM. Sam Palmisano ist der Nachfolger von Louis Gerstner Jr., der von 1993 bis 2002 CEO war. Mit Louis Gerstner Jr. wurde der Posten des CEO erstmalig nicht durch einen eigenen Mitarbeiter besetzt.

Im Dezember 2004 entschied sich IBM zum Ausstieg aus dem Geschäft mit PCs und verkaufte die PC-Sparte zum 1. Mai 2005 für 1,75 Milliarden US-Dollar an den chinesischen Computerhersteller Lenovo. IBM äußerte sich in einer Pressemitteilung zur strategischen Bedeutung des Verkaufs der PC-Sparte an Lenovo. IBM wolle sich in Zukunft vor allem auf mobilere Endgeräte konzentrieren. Die PC-Ära neige sich dem Ende zu, der Unternehmensfokus verschiebe sich damit auf den Bereich der mobile web services.Davor wurde bereits die Festplattensparte an Hitachi verkauft.

2006 war IBM das vierzehnte Jahr in Folge das Unternehmen mit den meisten Patentanmeldungen weltweit und konnte den eigenen Rekord mit 3.621 Patenten nochmals steigern.

Im Jahr 2006 erreichte IBM mit weltweit 355.766 Mitarbeitern in 170 Ländern einen Umsatz von 91,4 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 9,4 Milliarden US-Dollar.

Am 20. Januar 2009 gab IBM einen Gewinn von 4,4 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2008 bekannt. Für das Gesamtjahr 2008 liegt der Gewinn bei 12,3 Milliarden US-Dollar und übertrifft das Vorjahr um 18 Prozent.

Nach einem Bericht des The Wall Street Journal plante IBM, Sun Microsystems für 6,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Das Geschäft kam nicht zustande, stattdessen wurde Sun nun von Oracle gekauft.

Mit Beratern in über 170 Ländern ist IBM Global Business Services, GBS, die größte Unternehmensberatung der Welt. Sie bildet einen Bereich innerhalb der IBM Global Services (s. u.). Rund 80.000 Berater unterstützen Unternehmen aus fast 20 Branchen inklusive Mittelstand. Die Beratungsthemen reichen von Strategieberatung über Supply Chain Management, Finanzmanagement, Kundenbeziehungsmanagement bis hin zum Personalmanagement und Anwendungsmanagement. Das Dienste- und Beratungsgeschäft macht mit 48,3 Milliarden Dollar (2006) die Hälfte des Gesamtumsatzes von IBM aus.

Die IBM STG ist für die Entwicklung und den Vertrieb von IT-Infrastrukturlösungen, eServer-Systemen, TotalStorage-Speichersystemen und Drucksystemen verantwortlich. System i5 mit dem Betriebssystem i5OS wird als integriertes Rechnersystem häufig im Mittelstandsbereich eingesetzt. System p5 mit AIX ist das Unix-basierte System. xSeries mit Microsoft Windows sind die Intelsysteme der IBM. System z9 mit z/OS bzw. z/VM oder z/VSE sind die Mainframesysteme (System z). Auf allen eServern stehen weiterhin unterschiedliche Linux Distributionen zur Verfügung. Zu den IBM Speicherlösungen gehören die Plattensubsysteme DS300/DS400 (Low-End), DS4000 (Midrange) DS6000 und DS8000 (High-End) sowie die Bandsysteme 3590, TS1120 oder VTS, optische Systeme und SAN-Infrastrukturkomponenten.

Mit der Ankündigung der IBM Systems Agenda werden sukzessive die Produkte der IBM STG umbenannt. Vorreiter ist hier das Mainframe Flaggschiff IBM System z9. Weitere Produkte werden äquivalent umbenannt wie zum Beispiel in IBM System Storage DS4000 etc.

Mit Geschäftstätigkeit in über 40 Ländern stellt Global Finance weltweit den größten IT-Finanzdienstleister dar. Eines der Betätigungsfelder ist das Leihgeschäft für Software, Hardware und Dienste des Konzerns.

Mit einem Jahresumsatz von 47,357 Milliarden US-Dollar (2005) hat sich Global Services in den letzten Jahren als wichtiger Bestandteil des Unternehmens etabliert, in dem zusätzlich weit mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ihr Tätigkeitsfeld finden. Neben dem Beratungszweig finden hauptsächlich in diesem Bereich die zahlreichen Dienstangebote ihr Zuhause. Ein Beispiel für mögliche Leistungen stellt der Bereich Strategic Outsourcing dar, der die teilweise oder komplette Übernahme von IT-Abteilungen anbietet.

Mit der DEHOMAG war IBM bereits seit 1911 in Deutschland vertreten. 1949 erfolgte die Umbenennung in „Internationale Büro-Maschinen Gesellschaft mbH”. Der Sitz der IBM Deutschland GmbH befindet sich in Stuttgart-Vaihingen, ab 2009 wird Ehningen Standort der Deutschland-Zentrale von IBM sein. Die Geschäftsführung setzt sich seit Mai 2007 aus dem Vorsitzenden Martin Jetter, Reinhard Reschke für Finanzen, Christoph Grandpierre für das Personal, Michael Diemer für Global Technology Services und Matthias Hartmann für den Bereich Global Business Services zusammen. Den Vorsitz des Aufsichtsrats führt Erich Clementi. Nach den Restrukturierungsmaßnahmen 2005 waren im Jahr 2006 etwa 22.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt, zuvor waren es noch etwa 25.000 gewesen.

Eines der ersten Outsourcing-Projekte der IBM in Deutschland war die Übernahme der EDV-Abteilung von FAG Kugelfischer. Die daraus entstandene Niederlassung in Schweinfurt wurde 2005 von IBM geschlossen, die Mitarbeiter entlassen und die Arbeit ins Ausland verlagert. Die Art und Weise der Standortschließung hat viele IBM-Mitarbeiter verunsichert. Das gleiche gilt auch für die von der Continental AG übernommenen Mitarbeiter in Hannover, Salzgitter und Aachen, die vorübergehend in den Gemeinschaftsunternehmen „ICA“ und „ICG“ beschäftigt wurden.

2003 wurden circa 800 Mitarbeiter der Deutschen Bank - das entsprach einem großen Teil ihrer IT-Mannschaft – von IBM übernommen und die IBM Business Services GmbH gegründet, in der sämtliche Outsourcing-Bestrebungen der IBM zusammengefasst wurden. Dazu gehören unter anderem die ehemaligen Töchter DVO und IBB. Die DVO in Oberhausen wurde 2003 aufgelöst und die Mitarbeiter freigesetzt.

Im Juli 2008 erfolgte die Einführung einer neuen Aufbau- und Ablauforganisation. . Im Rahmen dieser Reorganisation wurde die deutsche IBM in vier Kernkompetenzfelder entlang der Wertschöpfungskette partitioniert und diese wiederum in neue stark spezialisierte und global integrierte Gesellschaften gegliedert. Fast alle bis dahin existierenden Tochtergesellschaften und -marken sind in den neuen Gesellschaften aufgegangen. Diese Maßnahme war u. a. mit Betriebsübergängen für circa 8.000 Mitarbeiter verbunden.

Der Sitz der IBM Österreich befindet sich in Wien. Geschäftsstellen sind in fast jedem Bundesland vorhanden. Leo Steiner ist seit dem 9. Januar 2007 Vorsitzender der Geschäftsführung.

Der Sitz der IBM Schweiz befindet sich in Zürich. Die IBM ist seit 1927 in der Schweiz tätig und beschäftigt rund 3.300 Mitarbeiter. Geschäftsstellen sind in fast jedem Kanton vorhanden. Daniel Rüthemann ist Vorsitzender der Geschäftsführung.

IBM begann, zusammen mit Microsoft OS/2 als Desktop-Betriebssystem für IBM-kompatible PCs zu entwickeln. Als Microsoft aus diesem Geschäft ausstieg, um sich ganz auf Windows als Betriebssystem für IBM-kompatible Rechner zu konzentrieren, entwickelte IBM das Betriebssystem alleine weiter. Trotz technischer Überlegenheit konnte sich OS/2 gegenüber MS Windows nicht bei den Kunden durchsetzen, was zur Einstellung der Weiterentwicklung führte. Hauptsächlich bei Banken, aber auch bei Versicherungen, Fluggesellschaften und in der Fertigungsindustrie ist OS/2 auch heutzutage noch anzutreffen.

Bei Großrechnern dominieren IBM-Betriebssysteme (z/OS) den Markt. Eine regionale Ausnahme ist Deutschland mit dem Betriebssystem OSD von Fujitsu Siemens.

IBM kündigte im Februar 1999 zum ersten Mal offiziell an, Linux als Betriebssystemplattform zu unterstützen, und gehörte schon bald zu dessen größten Förderern. 2000 investierte der Konzern etwa eine Milliarde US-Dollar in die Entwicklung dieses freien Betriebssystems. Unter anderem wurde eine Möglichkeit geschaffen, Linux auf z/Series-Rechnern zu betreiben; wahlweise direkt oder als Gastsystem unter dem Betriebssystem z/VM. Dadurch werden Serverkonsolidierungen auf dem Großrechner möglich. Die meisten Linux-Distributionen sind heute auch für z/Series erhältlich.

Auf den Power-Prozessor-basierten Workstations und Enterpriseservern wie zum Beispiel RS/6000 oder pSeries von IBM läuft AIX, ein von IBM entwickeltes Unix-Derivat. IBM stellt für AIX eine Auswahl von meist durch Linux bekannte freie Software vorkompiliert bereit. Dazu gibt es auf den Internetseiten von IBM die sogenannte AIX Toolbox. Auch ein reines 64-Bit-Linux kann auf allen modernen pSeries-Servern eingesetzt werden.

Weiterhin werden die PowerPC-Prozessoren in den i5-Servern verwendet, die neben dem IBM-eigenen Betriebssystem i5/OS auch Linux, AIX sowie über spezielle Steckkarten wie Integrated PC-Server (IPCS) auch Windows als Betriebssystem in einer Maschine integriert ausführen können. Die i5-Server-Reihe der IBM ist derzeit das System mit dem – aus technischer Sicht korrekt – höchsten Integrationsfaktor, daher kommt auch die Namensvergabe „I“ von Integration.

Unter dem Markennamen IBM werden auch Mäuse und Tastaturen vertrieben, die zum Teil den Ruf extremer Langlebigkeit und Robustheit haben. Ein Beispiel hierfür ist die Tastaturserie IBM Model M.

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IBM 5100

IBM 5100 war der Name der ersten Serie von Mikrocomputern, die IBM 1975 vorstellte. Dazu gehörten sowohl (für damalige Zeiten) kompakte Systemeinheiten, sowie eine Auswahl an praktischer Peripherie. Die 5100er waren zwar die Vorgänger des IBM-PC (Typ 5150), ähneln sich technisch jedoch in keiner Weise. Trotz des revolutionären Konzepts, das sehr praktisch war, wurde die Serie ein Flop.

Der SCAMP (Special Computer, APL Machine Portable) stellte den Prototyp des 5100 Portable Computer (siehe unten) dar. Er bestand aus einem Gehäuse, das dem der damals üblichen Tischrechner ähnelte. Eingebaut war ein kleiner 5"-Monitor, eine komplette Tastatur mit Nummernfeld, sowie ein Bandlaufwerk. Als Prozessor diente eine eigens für diesen Rechner entwickelte Mehrchip-Lösung namens PALM. Als Software bzw. Betriebssystem waren ausschließlich die Programmiersprachen APL, BASIC, oder – per Schalter wählbar – beide, verfügbar.

Erstes frei verkäufliches Modell war der IBM Portable Computer (Typ 5100), der am 9. September 1975 mit der PALM-CPU auf den Markt kam. Erst bei den wesentlich späteren Modellen hatte die IBM auch Mikroprozessoren von Fremdherstellern benutzt, so z.B. den Intel 8085 beim System/23.

Der 5100 entsprach weitestgehend dem SCAMP (siehe oben), besaß jedoch ein QIC-Bandlaufwerk für DC300-Kassetten mit 204 KB Kapazität. Je nach Ausstattung von Arbeitsspeicher und Programmiersprache schlug der 5100 mit $9.000 bis $20.000 zu Buche.

Im Jahre 1978 kam die verbesserte Variante vom Typ 5110 Model 1 auf den Markt. Es wurden unter anderem die neuen externen Diskettenlaufwerke (siehe unten) und der damals bei IBM ansonsten gebräuchliche Zeichencode EBCDIC unterstützt; der 5100 verwendete noch einen eigenen Zeichencode.

Der 5110 Model 2 entsprach dem Model 1, beinhaltete jedoch kein Bandlaufwerk und auch keine Anschlussmöglichkeit dafür.

Beim 5110 Model 3 handelt es sich um die einzeln nicht erhältliche Systemeinheit des 5120, ein Paket aus eben genanntem Rechner und einem passenden Drucker. In die Systemeinheit waren ein größerer Monitor und zwei 8"-Diskettenlaufwerke integriert. Die Tastatur war fest vor dem Gerät angebracht. Mit fast 50 kg Gewicht ist der 5110 Model 3 der wohl schwerste Schreibtischrechner. Aus dem 5110 Model 3 wurde später das System/23 entwickelt, welches ein sehr ähnliches Gehäuse besitzt.

Peripherie ließ sich an die Systemeinheiten über eine Kombination von drei Kabeln anschließen, die den Systembus repräsentieren. Die Geräte ließen sich kaskadieren. Beispiel: Systemeinheit <-- Drucker <-- Bandlaufwerk.

Der Matrixdrucker 5103 war sowohl einzeln als auch als Bestandteil des Paketes 5120 in Ausführungen mit 80 oder 120 Zeichen pro Sekunde erhältlich.

Die Diskettenstation war ein voluminöses Turmgehäuse mit zwei 8"-Diskettenlaufwerken. Sie unterstützte u.A. das IBM 3740-Format (welches bis heute bei diversen Computersystemen beibehalten wurde) und erlaubte das Speichern von bis zu 1,1 MB pro Diskette. Die 3740-Kompatibilität ermöglichte den Datenaustausch mit anderen Rechnern von IBM und sorgte zusammen mit der – beim Bandlaufwerk nicht vorhandenen – Möglichkeit, schnell und gezielt auf Daten zuzugreifen, dafür, dass sich die 5100er-Rechner nun auch für den täglichen Einsatz im Büro mit mehreren Arbeitsplätzen eigneten.

Das Bandlaufwerk entspricht dem des 5100 bzw. 5110 Model 1, jedoch in eigenem Gehäuse.

Des Weiteren war ein IEEE-488-Interface verfügbar, was eine breite Palette von bereits für andere Rechnersysteme verfügbaren Zubehör und vor allem diversen Geräten aus der Messtechnik für die Verwendung an Geräten der 5100er-Serie ermöglichte. Zusammen mit der Portabilität der Systemeinheiten wurde so eine Vielzahl von Feldanwendungen ermöglicht.

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IBM Workplace

IBM Workplace ist eine Office-Software für Firmennetzwerke, vergleichbar mit dem SUN ONE Webtop.

Alle Marketingaktivitäten für das Produkt wurden vom Hersteller IBM am 11. Dezember 2007 eingestellt. Einige Teile des Codes wurden in die IBM-Produkte „IBM Lotus QuickR“, „IBM Lotus Connections“ und andere aufgenommen.

Die „Productivity Tools“ von IBM Workplace basieren auf dem Quelltext von OpenOffice.org Version 1.0. Der Code wurde dabei grundlegend umgeschrieben und nutzt nun Teile des Eclipse-Frameworks.

IBM Workplace ist im Gegensatz zu OpenOffice.org keine freie Software. Laut IBM ist es nicht möglich, den weiterentwickelten Code an das OpenOffice.org-Projekt zurückzugeben, da er sich technisch zu sehr von der ursprünglichen Codebasis unterscheidet.

Die Nutzung des OpenOffice.org-Codes ohne Veröffentlichung der Weiterentwicklungen ist möglich, da IBM den Code auf Basis der SISSL-Lizenz von SUN nutzt. Diese zwingt IBM allerdings zur Kompatibilität mit einigen Kerntechnologien von OpenOffice.org; unter anderem dem XML-Dateiformat, aus dem das OpenDocument-Format entstand. Dieser Standard wird nun ab Version 2.5 auch von IBM Workplace genutzt.

Seit Anfang 2005 sind einige IBM-Workplace-Entwickler Mitglieder des Technischen Komitees, das für die Entwicklung und Standardisierung des OpenDocument-Formats verantwortlich ist (OASIS).

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IBM 704

Eine IBM 704 (rechts), mit Bandlaufwerken vom Typ IBM 727 (links)

Die IBM 704 war der erste in Massenfertigung hergestellte Großrechner, der Gleitkommaarithmetik beherrschte. IBM stellte den von Gene Amdahl mitentwickelten Rechner im April 1957 der Öffentlichkeit vor.

Zu ihrem Vorgänger, der 1953 erbaute IBM 701, auch Defense Calculator genannt, deren überwiegende Produktion an das US-Verteidigungsministerium und die Militärflugzeugindustrie ging, war die IBM 704 nicht kompatibel. Der Rechner hatte eine verbesserte Rechnerarchitektur, drei zusätzliche Indexregister und Kernspeicher statt Williamsröhren. Der neue Befehlssatz wurde zur Grundlage der IBM 700/7000-Großrechnerserie.

Laut Angaben des Herstellers, der bis 1960 123 Geräte verkaufte, konnte die IBM 704 bis zu 40.000 Befehle pro Sekunde ausführen. Die Programmiersprachen Fortran und LISP wurden als erstes für diesen Rechner entwickelt.

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Source : Wikipedia