Hof

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Geschrieben von bishop 10/03/2009 @ 23:07

Tags : hof, bayern, deutschland

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Hof (Saale)

Wappen der Stadt Hof

Hof ist eine kreisfreie Stadt im Nordosten des bayerischen Regierungsbezirkes Oberfranken. Zur Unterscheidung von anderen Orten mit gleichem Namen wird die Stadt mit Hof an der Saale oder Hof in Bayern bezeichnet. Hof ist Oberzentrum und gehört zum Netz der Metropolregion Nürnberg sowie zum grenzüberschreitenden Netzwerk der Zusammenarbeit Euregio Egrensis zwischen Bayern, Böhmen, Sachsen und Thüringen. Der Leitspruch der Stadt lautet: Hof in Bayern ganz oben.

Die Stadt Hof liegt im Flusstal der sächsischen Saale, die die Stadt von Süden nach Norden durchfließt, zwischen den Mittelgebirgen Fichtelgebirge, Frankenwald und dem Vogtland.

Bedingt durch die Lage am Rand zweier Mittelgebirge sind die Abhänge des Flusstales verhältnismäßig steil. Der tiefste Punkt der Stadt liegt an der Saale bei etwa 450 Höhenmetern, während der höchste Punkt im Stadtgebiet auf etwa 550 Höhenmetern liegt. Bedingt dadurch befinden sich in der Stadt, besonders in Ost-West-Richtung Straßen mit relativ großen Steigungen.

Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 6,2 °C hat Hof den niedrigsten Wert der Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern im deutschsprachigen Raum.

Hof entstand etwa um 1080 als Bauernsiedlung Rekkenze. Der Name ist abgeleitet vom Flüsschen Regnitz. In der Nähe der Mündung in die Saale standen die ersten Häuser. Die Siedlung wurde 1214 erstmals urkundlich erwähnt. Inzwischen erstreckt sie sich auch auf den angrenzenden Hügel – die sogenannte „Altstadt“. In der Urkunde genannt ist auch die Lorenzkirche, die älteste Kirche und Keimzelle von Hof.

Um 1230 wurde unter der Regierung von Otto dem Ersten von Andechs-Meranien nördlich davon eine neue, mit Mauer und Toren befestigte Stadt angelegt – die sogenannte Neustadt. Sie wurde zunächst (Stadt am) Regnitzhof oder Hof Regnitz, später (Stadt) am Hof bzw. (Stadt) zum Hof und schließlich nur noch Hof genannt. In Hof wird also die mittelalterliche Stadt mit Mauer und Toren Neustadt genannt, während die ältere Ansiedlung vor den Toren die Altstadt ist. Die große Straße durch die Neustadt heißt heute Ludwigstraße. Zum Ende des 13. Jahrhunderts gab es in der Neustadt zwei Klöster. 1373 ging Hof aus dem Besitz der Vögte von Weida an die Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern über.

Die Hussiten eroberten 1430 die Stadt und zerstörten sie schwer. Um gegen derartige Angriffe zukünftig geschützt zu sein, wurde 1432 eine Schützengilde gegründet. Aus den jährlichen Schießübungen der Gilde entwickelte sich der „Hofer Nationalfeiertag“, der Schlappentag. Im Jahr 1529 hielt die Reformation endgültig Einzug in der Stadt. Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach gründete 1546 das Hofer Gymnasium. Die Schule ist eines der ältesten Gymnasien in Oberfranken und heißt heute Jean-Paul-Gymnasium. 1553 wurde Hof im Zweiten Markgrafenkrieg von nürnbergischen und königlich-böhmischen Truppen belagert und eingenommen. Die erste feste Poststation wurde 1683 eingerichtet. Die erste Postverbindung führte wöchentlich zweimal von Leipzig über Hof nach Nürnberg. Bald kamen weitere Postverbindungen nach Regensburg (1692) und Dresden (1693) hinzu. Im Jahre 1743 brannte das Hofer Schloss nieder. Das Schloss war der Sitz des vom Markgrafen eingesetzten Verwalters der Landeshauptmannschaft Hof. Nach dem Brand wurde es nicht wieder aufgebaut. Die Bezeichnung des Hauses Ludwigstraße 14 erinnert noch heute an die markgräfliche Zeit, es heißt Brandenburger Haus.

1792 kam Hof mit dem Markgraftum Brandenburg-Bayreuth zu Preußen. 1806 besetzten französische Truppen die Stadt. 1810 verkaufte Frankreich das Fürstentum Bayreuth mit der Stadt Hof an Bayern.

1823 zerstörte ein verheerender Brand den Großteil der „Neustadt“. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Altstadt weitgehend neu bebaut, so dass sie heute neuer wirkt als die Neustadt. 1848 wurde Hof an die bayerische Ludwig-Süd-Nord-Bahn und die Sächsisch-Bayrische Eisenbahn angebunden. Der erste Hofer Bahnhof – ein Kopfbahnhof – lag nahe am Stadtzentrum, an der Stelle der heutigen Stadtpost. 1880 wurde weit vor den Toren der Stadt der neue Hofer Hauptbahnhof als Durchgangsbahnhof errichtet. Von 1901 bis zum Anfang der 1920er-Jahre fuhr die Hofer Straßenbahn zwischen Stadt und Hauptbahnhof. Die Straßenbahn wurde später durch Stadtbusse ersetzt. Als Grenzbahnhöfe zwischen Bayern und Sachsen waren die Hofer Bahnhöfe jeweils entsprechend aufwändig angelegt.

Mindestens seit Ende des 19. Jahrhunderts waren jüdische Familien in der Stadt ansässig, die eine Jüdische Gemeinde bildeten und im Jahre 1927 am Hallplatz ihre Synagoge errichteten. Dieses Gotteshaus wurde beim Novemberpogrom 1938 durch SA-Männer zerstört, woran seit 1983 eine Gedenktafel am Theatervorbau erinnert, ebenso wie an die Verfolgung der jüdischen Einwohner in der Shoa.

1945 wurde Hof von einem Luftangriff heimgesucht, der auch Opfer unter der Zivilbevölkerung forderte. Durch die deutsche Teilung nach dem Krieg geriet die Stadt in eine extreme Randlage (Zonenrandgebiet). Die guten Verbindungen nach Norden und Osten, nach Thüringen, Sachsen und Böhmen, wurden unterbrochen. Im Stadtteil Moschendorf wurde zum Kriegsende ein Flüchtlingslager eingerichtet. Die Bevölkerung wuchs aufgrund des Zuzuges von Heimatvertriebenen stark an. In Hof und Umgebung entstanden viele neue Wohnungen. Nach Grenzöffnung 1989 und Deutscher Wiedervereinigung 1990 konnten viele der alten Verbindungen wieder aufgebaut werden, wenn auch oft in veränderter Form.

Das Huuferisch (Betonung auf dem langen u), der Hofer Dialekt, gehört zu den oberfränkischen Dialekten in der Dialektgruppe der ostfränkischen Dialekte. Diese Dialekte werden in Deutschland allgemein als Fränkisch bezeichnet. Als Besonderheit existiert in Hof und der unmittelbaren Umgebung das Wort hoa (o und a werden zusammen als ein mittellanger Vokal, der zwischen a und o liegt, gesprochen, ein im Hochdeutschen nicht verwendetes Phon), welches von Dialektsprechern als Synonym zu „Ja“ oder als affirmatives Modalpartikel verwendet wird, und den Dialektsprecher auch außerhalb der Hofer Umgebung anderen Hofern gegenüber als Einheimischen zu erkennen gibt. Der Hofer Dialekt kann unter anderem im Hofer Spaziergänger der Frankenpost nachgelesen werden.

Von kunsthistorischer Bedeutung sind in Hof das Biedermeier-Ensemble entlang der Ludwigstraße aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Kontrast dazu das Ende des 20. Jahrhunderts neu erbaute Theater sowie der Bürgerpark Theresienstein mit dem Jugendstil-'Wirtschaftsgebäude im Landhausambiente und der künstlichen Ruine am Labyrinth. Die Anfänge des Bürgerparks reichen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück.

Der Hofer Stadtkern ist in der Liste der 300 bedeutsamsten historischen Stadtkerne Deutschlands des Zeit-Magazins enthalten. Es handelt sich um einen mittelalterlichen Straßenmarkt (Altstadt), dem sich eine spätmittelalterliche Gründungsstadt (Neustadt mit der Ludwigstraße) anschließt. Die Gründungsstadt ist mit planmäßigem Grundriss gegliedert und wurde nach einem schweren Brand im Jahr 1823 biedermeierlich wieder aufgebaut. Entstanden ist eine bedeutende, geschlossene Biedermeierstadt, die nahezu vollständig erhalten ist.

Der bekannteste Sportverein in Hof ist die SpVgg Bayern Hof. Der Verein entstand am 1. Juli 2005 durch die Fusion der SpVgg Hof 1893 und des FC Bayern Hof 1910, der bis 1914 Fußballclub Britannia Hof hieß. Hauptsportart ist Fußball, daneben gibt es eine Box- und eine Sängerabteilung sowie Abteilungen für Leichtathletik und Damengymnastik. Der Verein trägt seine Heimspiele der Bayernliga im städtischen Stadion Grüne Au aus.

1817 führte der Hofer Progymnasiallehrer Flamin Clöter am Hofer Gymnasium den freiwilligen Turnunterricht ein. Ein erster Turnplatz entstand 1818, als man den Anger unterhalb der oberen steinernen Brücke zwischen Saale und Mühlgraben mit den dafür nötigen Geräten versah. Die Disziplinen waren Springen, Barlauf, Wett- und Dauerlauf, Reck und Schwingpferd, später Barren- und Kletterübungen.

Im Herbst 1818 kam mit Florian Clöter der Schwimm- und Eislaufsport nach Hof. Er sorgte für die Errichtung einer Schwimmschule bei der oberen steinernen Brücke und brachte das Schlittschuhlaufen auf die Saale.

Flamin Clöter verließ Hof 1821. Damit hörten auch die Turnübungen auf, noch bevor 1824 das staatliche Turnverbot für Bayern erging. Für einige Jahre lag der Turnbetrieb in Hof wie im ganzen Königreich brach, bis durch Erlass vom 21. August 1826 das Turnen vom neuen König Ludwig I. wenigstens den Gymnasialschülern wieder erlaubt wurde. Zum obligatorischen Unterrichtsfach wurde der Turnunterricht an den bayerischen Gymnasien durch Ministerialbeschluss vom 2. November 1868.

Das Mädchenturnen hielt an der Höheren Töchterschule in Hof im Jahr 1860 Eingang. Die Vorbereitung von Volksschullehrern für den Turnunterricht wurde vom städtischen Hauptturnlehrer Rudolf Lion ab 1868 in Angriff genommen. Am 11. Februar 1870 erklärte die Stadtschulenkommission den Turnunterricht an den Hofer Volksschulen zum Pflichtfach.

Am 8. April 1861 wurde die Stadtverwaltung Hof um die Erlaubnis zur Gründung eines Turnvereins nachgesucht. Das Schreiben wurde „mit Vergnügen“ zur Kenntnis genommen und dem Verein wurde Unterstützung zugesagt. Während sich die Stadtverwaltung zur Förderung der sportlichen Aktivitäten gerne bereit fand, stieß man an die Grenze des Entgegenkommens, als der Verein darum bat, „an jedem Montag, Mittwoch und Sonnabend nach dem Turnen unter Trommelschlag in die Stadt einmarschieren zu dürfen“. Die zugesagte Turnhalle wurde 1868 fertig.

1869: Nach seiner Wahl zum städtischen Hauptturnlehrer oblag Rudolf Lion die Oberleitung und Koordination des gesamten Turnunterrichts in Hof. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war die Ausrichtung des 9. Bayerischen Turntages am 10. und 11. September 1871 in Hof. Als es 1874 zu Zwistigkeiten im Verein kam, traten mehrere Mitglieder aus und gründeten in Hof einen zweiten Turnverein.

Weitere Turnvereine entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Hof etwa mit dem Turnerclub Hof, der Freien Turnerschaft oder dem missglückten, 1907 gegründeten Turnverein Vater Jahn, dessen Mitglieder bereits ein Jahr später nichts mehr von der Existenz ihres Vereins wissen wollten.

Die seit dem Ende des Jahrhunderts bis 1918 aus dem Boden schießenden Spezialsportvereine beschäftigten sich überwiegend mit Radfahrsport oder Fechten. Die Schützen hatten mit der Schützengesellschaft eine Organisation, deren Gründung bis 1432 zurückreichte. Einer der bis heute bedeutendsten Hofer Sportvereine ist der 1911 gegründete Schwimmverein Hof. Mit der Spielvereinigung als einer Abteilung des Turnvereins Hof wird 1893 durch Otto Strunz der erste Verein des Hofer Fußballsports gegründet. Zum ersten Mannschaftsspiel kam es erst am 23. Oktober 1898, als man gegen die Fußballmannschaft des ATV Plauen spielte und 7:0 gewann. Zur Trennung vom Turnverein kam es 1924.

Ein weiterer Fußballverein war der Fußballclub Britannia Hof, der 1911 gegründet wurde und sich 1914 FC Bayern Hof umbenannte.

Seit 1977 existiert die Marine-Jugend Hof als Segelsportverein in Hof. Hauptsächlich im Bereich Jugendarbeit wird im Sommer der Untreusee zum Trainieren und zum Austragen von Regatten genutzt. Im Jahr 2008 wurde zum Beispiel die Bundesjugendsegelmeisterschaft des DMB organisiert. In den Wintermonaten beschäftigen sich die Jugendlichen mit Modellbau und Segeltheorie.

Als eines der Markenzeichen der Stadt gilt der sogenannte Hofer Wärschtlamo (hochdeutsch: Würstchen-Mann), der traditionell in der Hofer Altstadt steht und direkt aus dem Kessel seine „Wienerla, Bauern und Weißen mit Senft“ (hochdeutsch: Wienerwürstchen, Debrezinerwürstchen und Weißwürste mit Senf) verkauft. Hofer in der Ferne trauern besonders den Wurst- und Bierspezialitäten nach. Hof ist in der weiteren Umgebung für sein Bier bekannt. Heute wird Bier der Marken Falter, Meinel-Bräu, Scherdel und Zeltbräu in Hof hergestellt. Typische Gerichte in Hof sind weiterhin die Schnitz, ein Eintopf, der mit dem Pichelsteiner Eintopf zu vergleichen ist. Der Name Schnitz kommt daher, dass alle Zutaten geschnitten werden. Ein Pilzgericht trägt den Namen Schwammaschnitz, das ist ein Eintopf mit traditionell selbstgesuchten Schwamma (Pilzen).

Wichtige Arbeitgeber – gemessen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – sind der Einzelhandel gefolgt von Gesundheitswesen, der Textilindustrie, der Logistiksparte und dem Kreditwesen . Daneben gibt es Betriebe zur Herstellung von Kühlzellen, Unterwasserpumpen, Klärwerksausrüstungen, Elektroantrieben sowie von Stahl- und Leichtmetallbauteilen.

Der Hofer Anzeiger ist die führende Tageszeitung in Hof und dem Hofer Umland. Gegründet wurde die Zeitung im Jahr 1801 als Höfer Intelligenz-Blatt. Sie ist damit eine der ältesten Tageszeitungen in Deutschland. Seit 1968 gehört der Hofer Anzeiger zur Frankenpost-Verlagsgruppe, und wird von Einheimischen oft auch als „Die Frankenpost“ bezeichnet.

Von 1948 bis 1994 war Hof Standort eines Mittelwellensenders des RIAS, um die südlichen Teile der ehemaligen DDR besser mit dem Programm des RIAS zu versorgen. Als Sendeantenne dienten zwei 100 Meter hohe, gegen Erde isolierte, abgespannte Stahlfachwerkmasten. Diese Sendemasten wurden im Oktober 1995 durch simultane Sprengung abgerissen.

In Hof betreibt auch der Bayerische Rundfunk einen Mittelwellensender (dieser Sendemast steht in Hof an der Hohensaas, 50° 18′ 47,2″ N, 11° 52′ 32″ O50.31311111111111.8755555555567). Bis 1999 wurde die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte dieser nur 200 Watt EMRP starke Sender, der zusammen mit dem Sender in Würzburg im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut für Ausbreitungstests im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da aber viele moderne Radios die Frequenz des Hofer Senders nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz. Im Zuge dieser Frequenzumstellung wurde auch ein neuer Sendemast errichtet. Dazu wurde der dort nicht mehr benötigte Reflektormast des Senders Ismaning abgebaut und in Hof wieder aufgebaut. Es ist eine 74 Meter hohe geerdete, oben gespeiste Stahlfachwerkkonstruktion, wie die Sendemasten der Langwellensender Aholming und Donebach. Lange Jahre wurde das Programm Bayern 1, in den 1990er Jahren auch für einige Zeit B5 Aktuell übertragen. Seit dem 8. Oktober 2007 wird das Programm Bavarian Open Radio gesendet, das am 5. Mai 2008 in on3radio umbenannt wurde.

Derzeit findet man unter dem Dach des Funkhauses Hof die Radiosender Radio Euroherz und Radio Galaxy. Außerdem sendet als unabhängiges Lokalradio von 12:00 bis 18:00 Uhr extra-radio, das sich die Frequenz 88,0 MHz mit Radio Euroherz zeitlich teilt.

Im Funkhaus Hof befindet sich auch die Verwaltung und das Zentralstudio des regionalen Fernsehsenders TV Oberfranken. Der Sender wird im gesamten Regierungsbezirk auf einem eigenen Kanal und zusätzlich werktäglich in einem Regionalfenster zwischen 18 Uhr und 18:30 Uhr auf dem Kanal von RTL ins Kabel eingespeist, und ist über Satellit und als Livestream im Internet zu empfangen. Nach eigenen Angaben erreicht der Sender im Regierungsbezirk 700.000 Haushalte über Kabel und nochmals 450.000 Haushalte über Satellit.

Mit der Stadt Hof werden eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten in Verbindung gebracht. Der bekannteste lebende Ehrenbürger ist Georg von Waldenfels. Von Waldenfels war Staatsminister im bayerischen Kabinett und ist heute Präsident des Deutschen Tennis-Bundes. Die Grundlagen für das Periodensystem der Chemischen Elemente wurden vorgedacht von Johann Wolfgang Döbereiner, einem Sohn der Stadt Hof. Der bedeutende deutsche Schriftsteller Jean Paul besuchte in Hof das Gymnasium.

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Hochschule Hof

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Die Hochschule Hof (ehemals Fachhochschule Hof) gehört zu den sieben neuen Fachhochschulen (neben Ansbach, Amberg-Weiden, Deggendorf, Ingolstadt, Aschaffenburg und Neu-Ulm) in Bayern, die 1994 gegründet wurden, um vor allem in strukturärmeren Regionen ein flächendeckendes Angebot von Hochschulen zu gewährleisten. Im Jahr 2000 wechselte der Fachbereich Textiltechnologie und -design (Standort Münchberg) von der FH Coburg in die FH Hof. Gründungspräsident war Georg Nagler.

Ein steigendes Angebot an Studiengängen und auch mehrere bauliche Erweiterungen haben mittlerweile für eine Gesamtzahl von ca. 2300 Studierenden und ca. 60 Professorinnen und Professoren gesorgt.

Gelegen ist die Hochschule im Osten Hofs, eingebettet in viel Grün. Sie teilt sich den Campus mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern, so dass die relativ große Mensa und auch das vielfältige Sportangebot genutzt werden können. Außerdem beherbergt der Campus eine Pizzeria.

Als Besonderheit wird in der HS Hof das Modellprojekt "Studium mit vertiefter Praxis" angeboten. Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit ausgewählten Unternehmen geschaffen, um die momentan sehr beklagte wirtschaftliche Struktur in dieser Region zu verbessern. Hier haben die Studierenden die Möglichkeit, über die zwei Praxissemester hinaus, also in den Semesterferien, bei diesen Unternehmen weitere Praxiserfahrung zu sammeln. Man verspricht sich davon zum einen, dass die Studierenden nach Abschluss des Studiums nahtlos in den Betrieb eingegliedert werden können und sogar sofort Führungsaufgaben übernehmen können. Andererseits wächst durch diese Zusammenarbeit die Bindung zwischen Unternehmen und Studierenden. So wird der qualifizierte Hochschulabsolvent in der Region gehalten und der Praktikant oder die Praktikantin erhält sofort nach Studienabschluss in aller Regel einen Arbeitsvertrag.

Wegen der geografischen Lage Hofs, nicht nur „in Bayern ganz oben“ (offizielles Stadtmotto), sondern auch als Brücke nach Osteuropa, werden die Kontakte zu osteuropäischen Hochschulen vertieft, auch im Rahmen von Doppelstudiumsabkommen und gemeinsamen Masterprojekten.

Bewerber für den Studiengang Internationales Management müssen sich einem Eignungsfeststellungsverfahren unterziehen. Dazu gehören ein schriftlicher Sprachtest in Englisch, Französisch oder Spanisch und ein persönliches Vorstellungsgespräch.

Die Studierenden im Internationalen Managements müssen in 5. Semester ein Semester lang an einer ausländischen Hochschule studieren. Das folgende Semester verbringen sie dann im Praktikum bei einem ausländischen Unternehmen.

Die Gelegenheit eines Studiensemesters oder Praxissemesters im Ausland wird mittlerweile aufgrund des Angebots auch von Studierenden anderer Studiengänge vermehrt wahrgenommen.

Die Cafeteria wird auf die doppelte Größe ausgebaut und vergrößert (Stand 2008), um den steigenden Studentenzahlen gerecht zu werden. Bis Ende 2011 soll für 10 Millionen Euro ein Institut für Informationssysteme entstehen, das die bayerische Landesregierung aus den Transrapid-Mitteln fördert.

Im Fachbereich Informatik/Technik wird im BeowulfProject2004 ein Cluster paralleler Rechner entwickelt.

Die Hochschule Hof hat 2008 die deutsche Meisterschaft im Fußball der Fachhochschulen gewonnen .

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Landkreis Hof

Wappen des Landkreises Hof

Der Landkreis Hof liegt im Nordosten des Regierungsbezirks Oberfranken in Bayern. Kreissitz ist die Stadt Hof, die selbst nicht zum Landkreis gehört.

Das Gebiet des Landkreises hat eine Ausdehnung von etwa 35 km in Nord-Süd- wie in West-Ost-Richtung. Nachbarkreise sind im Norden der thüringische Saale-Orla-Kreis, im Osten der sächsische Vogtlandkreis und der tschechische Bezirk Eger (Okres Cheb), im Süden der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und der Landkreis Bayreuth sowie im Westen der Landkreis Kulmbach und der Landkreis Kronach. Die kreisfreie Stadt Hof ist ganz vom Landkreis Hof umgeben, gehört aber selbst nicht zum Kreisgebiet. Die Grenze zu Tschechien ist etwa 25 km lang.

Geographisch gliedert sich das Gebiet des Landkreises in vier Landschaften: Im Nord-Westen liegen die Ausläufer des Frankenwaldes mit seiner höchsten Erhebung, dem Döbraberg (795 m), und das Selbitztal. Die Selbitz entspringt im südlichen Landkreis und fließt dann nach Norden unter anderem durch die Städte Selbitz und Naila, um an der Kreisgrenze in die Saale zu münden, die ihrerseits ebenfalls im Süden des Kreisgebiets entspringt und östliche der Selbitz unter anderem durch die Kreisstadt Hof fließt. Im Osten des Kreisgebietes liegt das Bayerische Vogtland. Im Süden ziehen sich die Ausläufer des Fichtelgebirges mit dem Großen Waldstein (878 m) hin. Zwischen dem Frankenwald und dem Fichtelgebirge liegt die Münchberger Gneisplatte. Sie wird vor allem landwirtschaftlich genutzt.

Das Gebiet des Landkreises Hof gehörte bis zum 16. Jahrhundert überwiegend zum Markgraftum Brandenburg-Bayreuth. 1792 fiel es an das Königreich Preußen, anschließend an Frankreich. 1810 kam das Kreisgebiet schließlich zu Bayern. 1812 wurden die Landgerichte Hof, Münchberg, Naila, Rehau und Selb gebildet. Die Stadt Hof wurde kreisunmittelbare Stadt. Die Verwaltungs- und Gerichtsbezirke gehörten zum Mainkreis, der ab 1817 als Obermainkreis und ab 1838 als Oberfranken bezeichnet wurde. 1852 wurde die Distriktgemeinde Hof gebildet.

1862 entstanden aus dem Landgerichtsbezirk Hof das Bezirksamt Hof, aus dem Landgerichtsbezirk Münchberg das Bezirksamt Münchberg, aus dem Landgerichtsbezirk Naila das Bezirksamt Naila und aus den Landgerichtsbezirken Selb und Rehau das Bezirksamt Rehau. Das Bezirksamt Rehau wurde 1879/80 durch Abgabe einiger Gemeinden an das Bezirksamt Hof etwas verkleinert. 1919 schied die Stadt Selb aus dem Bezirksamt Rehau aus und wurde kreisunmittelbare Stadt. 1929/31 nahm das Bezirksamt Naila einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Teuschnitz und das Bezirksamt Münchberg einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Berneck auf.

1939 wurden aus den bisherigen Bezirksämtern Hof, Naila, Münchberg und Rehau die Landratsämter und aus den Bezirken die Landkreise. 1940 wurde Selb wieder in den Landkreis Rehau eingegliedert, doch wurde dies 1946 wieder rückgängig gemacht.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1972 wurde der Landkreis Hof um den Landkreis Naila, den Landkreis Münchberg (ohne Gefrees und Streitau), den nördlichen Teil des Landkreises Rehau sowie die Gemeinde Dürrenwaid (Landkreis Kronach), die der Gemeinde Geroldsgrün angegliedert wurde, vergrößert. Der südliche Teil des Landkreises Rehau wurden mit der kreisfreien Stadt Selb dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge angegliedert. Die Stadt Gefrees (Landkreis Münchberg) mit Streitau fiel an den vergrößerten Landkreis Bayreuth. 1977 kamen dann noch die Gemeinden Gösmes und Enchenreuth aus dem Landkreis Kulmbach zum Landkreis Hof. Sie wurden in die Stadt Helmbrechts eingegliedert. Der Landkreis Hof musste 1978 die Gemeinde Wölbattendorf, wie bereits 1972 die Gemeindeteile Eppenreuth, Lausenhof, Pirk und Stein der aufgelösten Gemeinde Martinsreuth, an die kreisfreie Stadt Hof abgeben.

Der Landkreis Hof weist eine weit überdurchschnittliche Industriedichte auf (Anzahl der Beschäftigten je 1000 Einwohner). Wichtigste Branchen sind das Textilgewerbe, die Herstellung von Kunststoffwaren, das Gesundheitswesen und das Baugewerbe. Sehr viele der Beschäftigten sind in der Kfz-Zulieferindustrie tätig. Der Automobilzulieferpark Pole Position in Hof soll die Kompetenzen in diesem Bereich ausbauen. 34 % der Industriebschäftigten sind im Textilgewerbe tätig, 10 % im Maschinenbau, 14 % im Bekleidungsgewerbe und 12 % im Ernährungsgewerbe. Der Raum Hof mit den benachbarten Landkreisen Kulmbach und Bayreuth zählt zu den wichtigsten Textilregionen Deutschlands.

Das Königreich Bayern erbaute schon 1848 die Ludwig-Süd-Nord-Bahn über Bamberg und Kulmbach nach Hof und führte sie zur sächsischen Grenze weiter. Die Verbindung nach Süden wurde 1865 zunächst durch die Hof-Egerer Eisenbahn hergestellt, bis dann die Bayerische Staatsbahn 1877 die direkte Strecke über Marktredwitz eröffnete. Im Jahre 1887 nahmen zwei Lokalbahnen ihren Betrieb auf. Die Hof–Naila–Marxgrün, ab 1898 bis Bad Steben verlängert und die Münchberg–Helmbrechts, die 1924 bis Selbitz weitergeführt wurde. Nach der Jahrhundertwende folgten noch 1902 Münchberg–Zell und 1910 Naila–Schwarzenbach. Die Preußischen Staatseisenbahnen verbanden ferner 1901 durch die Höllentalbahn Marxgrün mit dem thüringischen Blankenstein.

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht interessant sind die südöstlich des Landkreises Hof verlaufenden Sprachgrenzen zwischen dem Ostfränkischen, innerhalb dessen dem Oberfränkischen und Vogtländischen, und dem nordbairischen Dialekt.

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Source : Wikipedia