Hiddensee

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Geschrieben von robby 27/02/2009 @ 08:00

Tags : hiddensee, mecklenburg-vorpommern, deutschland

Neueste Nachrichten
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Nachbarschaftsstreit auf Hiddensee eskaliert - Ostsee News
Hiddensee (ddp-nrd). Wegen eines Nachbarschaftsstreits auf der Insel Hiddensee hat ein Polizist am Mittwoch Pfefferspray einsetzen und den Gebrauch seiner Schusswaffe androhen müssen. Ein 55 Jahre alter Insulaner hatte vor dem Hintergrund längerer...
Am Sonntag wechselhaft - Ostsee Zeitung
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Der alte Mann und die Mauer - Ostsee Zeitung
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Rügen ist die beliebteste Ferieninsel - MDR
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Hiddensee (dpa/mv) - Am Sonnabend setzt sich in Mecklenburg- Vorpommern zunehmend die Sonne durch, in Ostvorpommern halten sich anfangs noch Wolken. Abends ziehen aus Westen wieder ein paar Wolken durch, es bleibt jedoch trocken....
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Hiddensee (dpa) Nach einigermaßen freundlichem und auch trockenem Beginn gibt es ausgehend von Westmecklenburg ab Mittag in Mecklenburg-Vorpommern erneut einige gewittrige Schauer. Dazu weht mäßiger, teils auch frischer, westlicher Wind....
Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft - MDR
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Heizung defekt: Heiße Debatte - WELT ONLINE
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Hiddensee (dpa) Der Tag beginnt in Mecklenburg-Vorpommern großteils stark bewölkt und von der Seenplatte bis zur vorpommerschen Küste regnerisch. Im Tagesverlauf lockert es von Westen zwar nach und nach auf, dann gehen aber hier und da Schauer nieder....

Hiddensee

Wappen der Gemeinde Insel Hiddensee

Die deutsche Insel Hiddensee liegt westlich von Rügen in der Ostsee. Sie gehört zum Landkreis Rügen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde Insel Hiddensee (bis zum 2. Februar 1993 Hiddensee) umfasst die Insel sowie die ihr östlich vorgelagerte Fährinsel und gehört seit 2005 zum Amt West-Rügen mit Sitz in der Gemeinde Samtens.

Der Name „Hedinsey“ taucht bereits in der Prosa-Edda und in den „Gesta Danorum“ des Saxo Grammaticus auf und bedeutet so viel wie „Insel des Hedin“. Der legendäre Norwegerkönig Hedin soll hier um eine Frau oder auch nur um Gold gekämpft haben. Unter dänischer Herrschaft war offiziell „Hedins-Oe“ gebräuchlich. Noch 1880 hieß die Insel auch in deutschen Karten Hiddensjö. Die vollständige Eindeutschung zu „Hiddensee“ ist also relativ jung.

Hiddensee ist etwa 16,8 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle etwa 250 Meter und an der breitesten etwa 3,7 Kilometer breit. Innerhalb des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft ist sie die größte Insel und gehört zum Landkreis Rügen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist der Insel Rügen westlich vorgelagert und unterteilt sich in einen hügeligen, über 70 Meter hohen Nordteil (Dornbusch, höchster Punkt ist der Bakenberg mit 72 m ü. NN), eine Dünen- und Heidelandschaft im zentralen und einen flachen, nur wenige Meter hohen Südteil, den Gellen. Im Nordosten befinden sich die beiden drei Kilometer langen Sandhaken Alter Bessin und Neuer Bessin. Begrenzt wird die Insel durch den Schaproder Bodden und Vitter Bodden im Osten, die Gellenrinne (die Fahrrinne nach Stralsund) im Süden und die offene Ostsee nach Westen und Norden.

Hiddensee entstand während der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren und wird durch die immer noch einwirkenden Meeresströmungen weiter verändert. So wurden die ehemaligen drei Inselkerne durch Anschwemmungen miteinander verbunden. Dieser Prozess trägt im Norden am Dornbusch immer noch Sand ab. Im Jahr 2000 brachen an der Nordspitze Hiddensees im Bereich des „Toten Kerls“ zweimal 60.000 m³ Geschiebemergel ab und rutschten ins Meer. Im Durchschnitt verliert die Kliffkante des Dornbusch etwa 30 cm jährlich. Mitte März 2004 rutschten dann nochmals rund 10.000 m³ ins Meer. Geologisch gesehen ist Hiddensee ein sich in stetem Wandel befindendes Gebiet. Die an der Nordspitze abgetragenen Landmassen werden an der Südspitze und an der Ostseite zum Schaproder Bodden wieder angespült. So entstanden an der Südspitze der Gellen und auf der Ostseite die beiden geologisch sehr jungen Sandhaken (Landzungen) Alter Bessin und Neuer Bessin. Der Alte Bessin begann sich vor etwa 300 bis 400 Jahren herauszubilden und war schon Mitte des 19. Jahrhunderts über drei Kilometer lang. Seit damals ist er kaum noch gewachsen. Dagegen wächst der um 1900 entstandene benachbarte Neue Bessin jährlich um 30 bis 60 Meter und erreicht auch schon eine Länge von drei Kilometern. Inzwischen ist ein dritter Bessin im Entstehen. Auch die Südspitze wächst als sogenanntes Windwatt weiter in den Bodden.

Auf Hiddensee herrscht makroklimatisch Ostseeküstenklima mit häufigem Wechsel zwischen maritimen und kontinentalen Einflüssen. Charakteristisch sind dabei häufige, lebhafte und wechselnde Winde und eine lange Sonnenscheindauer. Diese beträgt im Durchschnitt 1850 Stunden pro Jahr. Damit nimmt Hiddensee eine Spitzenstellung in Deutschland ein. Eine Besonderheit ist bei schwachen, ablandigen Windverhältnissen die so genannte transperiodische Windzirkulation, die durch die unterschiedlichen Temperaturen über dem Meer und dem Land entsteht. Dabei setzt ein Seewind am späten Vormittag ein, der am Nachmittag oder Abend wieder nachlässt.

Die langjährige Jahresmitteltemperatur liegt auf der Insel bei 8 °C. Die mittlere Windgeschwindigkeit in Kloster beträgt 7 m/s. Im Vergleich zur nahe gelegenen Insel Rügen ist die jährliche Niederschlagsmenge auf Hiddensee deutlich geringer und liegt bei 540 Millimeter (Rügen 640 Millimeter).

Im Jahr 2008 war, wie der Wetterdienst Meteomedia mitteilte, Hiddensee-Dornbusch mit 2168 Sonnenstunden der sonnenreichste Ort in Deutschland. Die Daten wurden durch eine Meteomediaeigene Wetterstation (54° 36′ 0″ N, 13° 7′ 12″ O54.613.127; 69 m ü. NN) gesammelt.

Hiddensee ist die größte Insel des Nationalparkes Vorpommersche Boddenlandschaft und vereinigt eine alte Kulturlandschaft mit den Hutungen und der ursprünglich vorhandenen Dünenheide. Die großen Neulandbildungen im Nordosten (Alter und Neuer Bessin) und Süden (am Gellen) Hiddensees bieten Lebensraum für zahlreiche wirbellose Tiere, wie Würmer und Muscheln. Diese dienen dann vielen Zugvögeln als Nahrung. So ist die Inselumgebung einer der bedeutendsten Kranichrastplätze Deutschlands. Die Südspitze der Insel sowie der Neue Bessin wurden deshalb der Schutzzone I des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft zugeordnet und dürfen nicht betreten werden. Auf der Insel gibt es drei Naturschutzgebiete, das NSG Gellen und Gänsewerder im Süden, das NSG Dünenheide zwischen Neuendorf und Vitte und das NSG Dornbusch und Bessin im Norden.

Die Naturschutzgesellschaft Hiddensee und Boddenlandschaft unterhält in Vitte im Nationalparkhaus eine ständige Ausstellung zur Fauna und Flora.

Grieben ist das älteste, nördlichste und kleinste Dorf auf Hiddensee und liegt am östlichen Rand des Hochlandes der Insel. Der Name leitet sich vom slawischen „grib“ (für „Pilz“) ab. Grieben hat keinen eigenen Hafen.

Kloster hat seinen Namen vom ehemaligen Kloster der Zisterzienser, das von 1296 bis 1536 in der Nähe des heutigen Hafens von Kloster lag. Es wurde mit der Reformation aufgelöst. Heute gilt Kloster mit dem Gerhart-Hauptmann-Haus, der Inselkirche und dem Inselfriedhof mit den Grabstätten von Gerhart Hauptmann, Walter Felsenstein und Gret Palucca als das kulturelle Zentrum von Hiddensee. Es liegt direkt am Hochland, dessen höchste Erhebung der Dornbusch ist. In Kloster befindet sich das Institut für Ökologie der Universität Greifswald, das 1992 als Nachfolgeeinrichtung der „Biologischen Station Hiddensee“ und der „Vogelwarte Hiddensee“ gegründet wurde, die beide aus der 1936 entstandenen „Biologischen Forschungsanstalt Hiddensee“ hervorgegangen waren.

Vitte (sprich: Fitte) wurde erstmals 1513 urkundlich erwähnt, ist der Hauptort und zugleich der größte und zentrale Ort der Insel. Der Name ist eine Ableitung von „vit“; damit bezeichnete man früher Fischverkaufsstellen. In Vitte steht das Rathaus mit der Gemeindeverwaltung. Außerdem ist hier der Fähranleger für die Lastenfähre, mit der die Fahrzeuge für die Ver- und Entsorgung von Schaprode auf der Insel Rügen aus übersetzen. Der Güterverkehr wird auf Anhänger, die von Elektroschleppern gezogen werden, umgeschlagen und auf der Insel an die Lebensmittelmärkte und Gaststätten verteilt. Teilweise werden kleinere Güter auch noch mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert. Die Heidelandschaft auf Hiddensee, zwischen Vitte und Neuendorf gelegen, zählt ebenso zu Vitte. In Vitte steht das älteste noch erhaltene Haus der Insel, das „Hexenhaus“ (ehemals Sommerhaus von Adolf Reichwein). Darüber hinaus befinden sich in Vitte das (wohl letzte) Zeltkino und die Seebühne Hiddensee (Figurentheater).

Neuendorf ist der südlichste Ort auf Hiddensee. Die Einwohner von Neuendorf werden vom Rest der Insel als „Die Süder“ bezeichnet. Obwohl Neuendorf nur sechs Kilometer von Vitte entfernt liegt, sprechen die Einwohner einen anderen Dialekt. Große Teile von Neuendorf gleichen einer großen Wiese, auf der die Häuser wie an einer Schnur gezogen aufgereiht sind. Es gibt teilweise keine angelegten Wege, so dass einzelne Adressen nur direkt über die Wiese zu erreichen sind. Auch Neuendorf hat einen eigenen Hafen.

Neuendorf besteht aus zwei ursprünglich eigenständigen Ortsteilen: Dem älteren, wohl schon aus dem 13. Jahrhundert stammenden Plogshagen im Süden und dem eigentlichen Neuendorf, das um 1700 durch die Absiedlung aus der Siedlung Glambek entstand. Überreste dieser Siedlung sind noch heute nordöstlich des Neuendorfer Ortsgebietes zu erkennen.

Südlich von Neuendorf liegt der so genannte Gellen, ein bedeutendes Vogelschutzgebiet, das zur Schutzzone I des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft gehört und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Die ersten Besiedlungen der Insel erfolgten in der mittleren und jüngeren Steinzeit. Nachdem im 6. Jahrhundert n. Chr. die germanische Bevölkerung den südlichen Ostseeraum verlassen hatte, nahmen die Ranen (Slawen), die 1168 von König Waldemar I. von Dänemark durch die Eroberung der Festung Jaromarsburg am Arkona auf Rügen besiegt, christianisiert und unter dänische Lehnsabhängigkeit gebracht wurden, Besitz von der Insel. Hiddensee stand dadurch unter dänischer Hoheit. Am 13. April 1296 wurde die Insel Hiddensee so wie sie vom Salzmeere umflossen vom Rügenfürsten Wizlaw II. dem Kloster Neuenkamp geschenkt. Hier entstand eine Zisterzienserabtei namens Nikolaikamp, benannt nach dem Heiligen Nikolaus als dem Schutzpatron der Seefahrer. Tatsächlich hieß das Kloster aber während der gesamten Zeit des Bestehens Kloster Hiddensee. Zeitgleich mit dem Aufbau des Klosters wurden in den Jahren 1302 bis 1306 auf dem Gellen im Süden der Insel die Gellenkirche, ein kleines Leuchtfeuer, Luchte genannt, sowie der erste Hafen gebaut. Die Fundamente dieser Bauwerke befinden sich heute westlich des Gellens in der Ostsee.

1332 wurde die noch heute bestehende Inselkirche, bestimmt für die Bauern und Fischer der Insel, im heutigen Ortsteil Kloster außerhalb der Klostermauern geweiht. Mit der Überführung des Taufsteines aus der Gellenkirche in die neue Kirche wurden seitdem seelsorgerische Aufgaben von dort ausgeführt. Das um 1781 eingebaute Tonnengewölbe erhielt 1922 durch den Berliner Maler Nikolaus Niemeier eine Ausmalung mit Rosendekor.

Im Verlauf der Reformation wurde das Kloster 1536 aufgelöst. Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 wurde auf Anordnung von Wallenstein im Jahr 1628 der Eichenmischwald auf dem Dornbusch abgebrannt. Damit wollte man den Dänen die Insel als Möglichkeit zur Nutzholzgewinnung entziehen. Auch heute kann man an den Wegrändern in der Nähe des Leuchtturms wenige Zentimeter unter der Grasnarbe noch die Ascheschicht von damals erkennen. In den Jahren von 1648 bis 1815 befand sich Hiddensee wie das gesamte Vorpommern unter schwedischer Verwaltung. Von 1754 bis 1780 war Joachim Ulrich Giese Eigentümer der Insel und begann mit dem Abbau von Ton für die von ihm gegründete Stralsunder Fayencenmanufaktur.

Ab 1815 gehörte Hiddensee mit Vorpommern bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu Preußen. Im Jahr 1835 erwarb das Stralsunder Kloster zum Heiligen Geist die Insel, und 1837 bzw. 1840 wurden in Plogshagen und Kloster die ersten Schulen auf der Insel gebaut. In den Jahren zwischen 1854 und 1864 kam es im Rahmen der Ablösung der Reallasten (Bauernbefreiung) auch auf Hiddensee zu einer Neuordnung der Grundstücksverhältnisse. Während dieser Zeit, ab 1861, wurde mit der Wiederaufforstung des Dornbuschs begonnen. Jeweils in den Jahren 1864 und 1872 wurde die Insel von schweren Sturmhochwassern heimgesucht. Beim ersteren zerbrach Hiddensee durch eine vollständige Überflutung des Mittelteils in zwei Teile, was nur durch umfangreiche Aufbaumaßnahmen wieder rückgängig gemacht werden konnte. Nach der zweiten Sturmflut soll sich der bis heute berühmte Hiddenseer Goldschmuck (eine Wikingerarbeit aus dem 10. Jahrhundert) gefunden haben. Eine Replik davon kann man heute im „Heimatmuseum Hiddensee“ besichtigen, das Original wird im Kulturhistorischen Museum in Stralsund verwahrt.

Im Jahr 1874 wurde der Amtsbezirk Hiddensee gebildet. 1888 wurden in Kloster der Leuchtturm auf dem Dornbusch, der Hafen sowie die Seenotrettungsstation fertiggestellt. Von 1892 an verkehrten erstmals regelmäßig Dampfer zwischen Stralsund und Kloster. Ab 1905, mit Gründung des Arztzweckverbandes, wurde der erste Arzt auf Hiddensee eingestellt. 1927 wurde die Insel an das Stromnetz angeschlossen. Drei Jahre später wurde die Biologische Forschungsstation gegründet, aus der 1936 zusammen mit einer Vogelwarte die „Biologische Forschungsanstalt Hiddensee“ entstand. Zwischen 1937 und 1939 wurden die drei Gemeinden auf der Insel zur „Gemeinde Hiddensee“ zusammengefasst.

Im Jahr 1945 wurde Hiddensee am 4. und 5. Mai von sowjetischen Truppen besetzt. Im selben wie im folgenden Jahr wurde im Rahmen der Bodenreform der Gutshof Hiddensee in 18 Neubauernstellen aufgeteilt. 1952 wurde die Fährverbindung zwischen Seehof auf Rügen und der Fährinsel eingestellt. Im Jahr 1953 flüchteten während der Aktion Rose einige Hoteliers in den Westen, andere wurden verhaftet. Nach dieser Aktion wurden alle Hotels auf der Insel durch den FDGB übernommen. In den fünfziger Jahren wurden das Heimatmuseum und das Gerhart-Hauptmann-Haus eröffnet und die LPG „Dornbusch“ gegründet. Im Jahr 1962 wurde mit dem Deichbau zwischen Kloster und Vitte begonnen. Die Genossenschaftsreederei übernahm der VEB „Weiße Flotte“ Stralsund und die Fischer wurden durch die Gründung der FPG „De Süder“ in Neuendorf und „Swantevit“ in Vitte eingebunden.

Ab 1966 begannen sowjetische Spezialisten nach vorherigen vielversprechenden geophysikalischen Sondierungen im Nordteil von Hiddensee mit Erdöl-Versuchsbohrungen. Die Arbeiter und Wissenschaftler kamen allesamt aus der Sowjetunion und bezogen mehrere Wohnwagen am Aufgang zum Klausner, von den Einheimischen Der Wanderzirkus genannt. Eine Lagerstätte wurde gefunden, deren Ausbeutung durch die hohe Güte des Erdöls lohnend war; allerdings stand das Öl nicht unter Druck, musste also hochgepumpt werden. Das geförderte Öl wurde auf kleine Tankschiffe verladen, für die zuvor ein eigener Anleger errichtet worden war. Danach kam es zur Weiterverarbeitung in die Sowjetunion. Die Pumpstation wurde einige Jahre betrieben (das Einstellungsdatum müsste noch genauer ermittelt werden). Der Tankhafen wurde später zu dem noch heute genutzten Segelhafen bei Grieben umgestaltet.

Seit 1974 verkehrt ein neues Fährschiff zur Versorgung der Insel.

Am 7. Mai 1989 gab es bei den DDR-Kommunalwahlen trotz weitgehender staatlicher Manipulation immerhin 4,7 Prozent Gegenstimmen.

Im Jahr 1992 wurden die Forschungseinrichtungen „Versuchsstelle Schwedenhagen“ des Berliner Zentralinstitutes für Elektronenphysik und die „Versuchsstelle Fährinsel“ des Jenaer Zentralinstitutes für Mikrobiologie und experimentelle Therapie aufgegeben. 1996 erkämpfte sich die Insel die Amtsfreiheit, die sie jedoch im Jahr 2005 im Zuge der Gebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern wieder verlor. Seitdem gehört sie zum Amt West-Rügen.

Immer wieder wurde Hiddensee von Sturmhochwassern heimgesucht. So soll im Jahr 1304 die Insel durch die Allerheiligenflut von der Insel Rügen getrennt worden sein. Dies ist aber umstritten. In den Jahren 1864 und 1865 wurde die Insel dreimal von Sturmhochwassern zwischen Hohen Dünschen Garn und Peterbergschen Garn, einer sehr flachen und dünnen Stelle, durchbrochen. Vom 12. zum 13. November 1872 wurde Hiddensee bei Plogshagen erneut überflutet. Auch heute droht noch die Teilung der Insel in einen Süd- und einen Nordteil, welche nur durch umfangreiche Küstenschutzmaßnahmen verhindert werden kann.

Das durch den Weimarer Michael Zapfe gestaltete Wappen wurde am 29. Januar 1998 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 141 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Die linke Flanke hat einen hellblauen Hintergrund mit einem gelben Seepferdchen (Silhouette der Insel), die rechte Flanke hat einen gelben Hintergrund, auf dem eine für Hiddensee typische Hausmarke in hellblau erscheint. Die Farbgebung Blau-Gelb dokumentiert die Zugehörigkeit zum schwedischen Königreich zwischen 1648 bis 1815.

Die Flagge der Gemeinde ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuches von Gold (Gelb) und Blau gestreift. Auf der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Länge des goldenen (gelben) und blauen Streifens übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge der Flagge verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Das offizielle Signet des Seebades Hiddensee beruht auf einem Entwurf des Berliner Malers Torsten Schlüter aus dem Jahr 1996. Es stellt den Schriftzug Hiddensee und eine abstrahierte Küstenlinie auf weißem Grund dar.

Die Einwohner der Insel leben hauptsächlich vom Tourismus. Ein großer Anteil der Besucher sind Tagestouristen.

Auf der Insel wird seit 1788 Schulunterricht durchgeführt. Am Anfang übernahm dies der Küster. Die erste Schule in Vitte wurde am 2. November 1887 gegründet. 1990 wurde die Schule zu einer Realschule. Diese befindet sich im Ortsteil Vitte in der Schulstraße. Zur Zeit werden rund 50 Schüler in der ersten bis zehnten Klasse unterrichtet. Schüler, die die gymnasiale Reife erreichen wollen, müssen dies auf einem auswärtigen Gymnasium oder in einem Internat machen.

Der private Kfz-Verkehr ist auf der gesamten Insel verboten. Da es nur wenige Ausnahmen für öffentliche Aufgaben wie landwirtschaftliche Zugmaschinen, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Arzt sowie Versorgung und Entsorgung gibt, ist die Insel nahezu autofrei. Ein Teil der zulässigen Fahrzeuge ist mit Elektroantrieb ausgestattet. Der Großteil des Personenverkehrs sowie ein Teil des Warenverkehrs werden mit Pferdefuhrwerken durchgeführt. Zwischen den Ortsteilen Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf verkehrt ein Linienbus der Rügener Personennahverkehrs GmbH (RPNV). Zu erreichen ist die Insel von Stralsund sowie von Schaprode auf Rügen mit den Personenfähren der „Reederei Hiddensee“, die zum Unternehmen Weiße Flotte Stralsund gehören und in Kloster, Vitte und Neuendorf anlegen. In der Sommersaison bestehen weitere Verbindungen mit Breege, Wiek und Zingst. Außerdem gibt es noch Wassertaxiverbindungen mit dem Festland und der Insel Rügen.

Hiddensee bietet in den einzelnen Orten eine Anzahl von Sehenswürdigkeiten.

Im Norden der Insel, auf dem Schluckswiek im so genannten Hochland von Hiddensee, steht das Wahrzeichen der Insel, der Hiddenseer Leuchtturm. Er kann seit 1994 über 102 Stufen bestiegen werden. Damit es dort oben nicht zu eng wird, wird allerdings nur 15 Besuchern gleichzeitig die Besichtigung gestattet. Für eine Besichtigung gilt ein Mindestalter von sechs Jahren. Ab Windstärke 6 bleibt der Turm aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Im Süden der Insel, auf dem Gellen, steht ein Leuchtfeuer (Quermarkenfeuer).

Die Insel Hiddensee wird von den Einheimischen auch „Sötes Länneken“, süßes Ländchen, genannt.

In Martha Müller-Grählerts Gedicht „Meine Heimat“ von 1908, welches später als Lied „Wo de Ostseewellen …“ weltweit berühmt wurde, soll die Zeile Sehnsucht na dat lütte, kahle Inselland, wo de Ostseewellen trecken an den Strand... Bezug auf Hiddensee haben. 1974 veröffentlichte Nina Hagen den Hit „Du hast den Farbfilm vergessen“, in dem es heißt: „Hoch stand der Sanddorn am Strand von Hiddensee …“. Auch das bekannte Duo De Plattfööt besingt Hiddensee, Land zwischen Luv un Lee .

Ein Flugkörperschnellboot der Tarantul-Klasse, von 1985 bis 1990 im Einsatz mit Namen Rudolf Egelhofer, erhielt nach der Deutschen Wiedervereinigung den Namen Hiddensee. Das Boot wurde 1992 an die USA zu Testzwecken ausgeliefert und vom Naval Air Warfare Center (NAWC) als USNS Hiddensee geführt. Im April 1996 wurde es außer Dienst gestellt und ist heute ein Museumsschiff in Battleship Cove, Fall River, Massachusetts, USA.

Auf der Insel wächst Sanddorn in großen Mengen. Seine Früchte werden zu alkoholischen (Sanddornlikör und Sanddorngeist) und alkoholfreien Getränken (kalter und heißer Sanddornsaft), vitaminhaltigen Speisen (Sanddorntorte und -eis) sowie Kosmetika u.a. verarbeitet. Daneben dominiert bei den heimischen Produkten Fisch, vor allem frisch gefangen und geräuchert. Eine Besonderheit ist der „Hiddenseer Schmoraal“, für den jede alteingesessene Hiddenseer Familie und jedes Restaurant ein eigenes Rezept hat. Inzwischen hat auch der Boddenzander seine kulinarische Qualität bewiesen.

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Kloster Hiddensee

Das Kloster Hiddensee, eigentlich Kloster St. Nikolaus, bestand vom 13. bis zum 16. Jahrhundert als Zisterzienserkloster auf der Insel Hiddensee.

Am 13. April 1296 schenkte der Fürst Wizlaw II. von Rügen gemeinsam mit seinen Söhnen Wizlaw III. und Sambor dem Kloster Neuenkamp aus der Filiation der Primarabtei Morimond die Insel Hiddensee. Bereits in der Schenkungsurkunde wurde die Gründung eines Tochterklosters zu Ehren des Heiligen Nikolaus als Zweck genannt. Weiterhin wurde die Fischerei in den Gewässern zwischen Hiddensee und Rügen sowie das Dorf Zarrenzin auf dem Festland übereignet. Die Insel Zingst wurde für 2.000 Mark sundischer Pfennige zugunsten der Neugründung an das Kloster Neuenkamp verkauft, mit Ausnahme einer Wiese die der Stadt Barth gehörte. Um die Existenz abzusichern, übereignete das Mutterkloster 1298 dem Tochterkloster drei Salzpfannen der Lüneburger Saline.

Obwohl Wizlaw II. die gesamte Insel dem Kloster geschenkt hatte, bestanden noch von anderer Seite Rechtsansprüche auf Hiddensee, die mit der Zeit durch Zahlungen des Klosters abgegolten wurden. Auch auf dem Zingst musste für verschiedene Grundstücke noch an Dritte gezahlt werden. Die Sundische Wiese musste 1306 an die Stadt Stralsund zurückgegeben werden.

1299 überließ der Pfarrer von Schaprode auf Rügen dem Kloster Hiddensee die bisher zu seinem Amtsbereich gehörende Seelsorge auf der Insel. Er erhielt dafür eine jährliche Rente und ersparte sich bei schlechtem Wetter die schwierige Überfahrt. Der Vergleich wurde 1310 durch Papst Clemens V. bestätigt, obwohl Zisterzienser üblicherweise keine Pfarrdienste verrichteten.

Das Kloster siedelte sich im Norden der Insel an. Es befand sich in der Nähe des Hafens des heutigen Ortes Kloster. Durchschnittlich bewohnten 12 Mönche und weitere Laien das Kloster. 1302 wurde eine Kapelle auf der südlichen Halbinsel Gellen eingeweiht. Der Bischof von Roskilde, dessen Bistum die Insel Hiddensee unterstand, erlaubte 1306 dort einen Taufstein aufzustellen. Im gleichen Jahr schloss das Kloster Hiddensee einen Vertrag mit Stralsund über die Errichtung eines Leuchtturms („Luchte“) auf dem Gellen. Die Stadt stellte das Gebäude, das Kloster die Besetzung und die Unterhaltung des Feuers. 1332 wurde das Taufbecken in eine im Norden der Insel neu errichtete Kapelle verlegt, die damit zur Gemeindekirche wurde und heute als Inselkirche Hiddensee der letzte erhaltene Teil des Klosters ist. Die Gellenkirche war für die Schiffer und Seereisenden zuständig.

Über die Ansiedlung deutscher Einwanderer ist wenig bekannt. In den Anfangsjahren des Klosters wurde das Dorf Plogshagen gegründet, heute ein Teil von Neuendorf. Die Zisterzienser legten zwei Grangien an: einen Ackerhof im Norden nahe dem Kloster und einen Viehhof südlich davon. Wegen der Vitte - dem Anlandungsplatz für den Heringsfang, heute ein Ort auf Hiddensee - kam es 1426 zum Streit mit Stralsund.

Seit 1300 bemühte sich das Kloster Hiddensee auch auf Rügen Besitzungen zu erwerben. Das gelang vor allem in der Gegend von Schaprode und Trent, sowie auf den Halbinseln Wittow und Jasmund. Jedoch kam kein größerer zusammenhängender Besitz zustande. Deshalb blieb der Ertrag der Lüneburger Salzpfannen für das Kloster bis zuletzt von größter Bedeutung. Im Jahr der Auflösung des Klosters, nach der Einführung der Reformation in Pommern 1534, überstieg der Ertrag aus dem Salz geringfügig das Einkommen aus den Ländereien.

Mit der Säkularisierung wurde das Kloster in ein herzogliches Amt umgewandelt. Die Gebäude verfielen mit der Zeit und wurden während des Dreißigjährigen Krieges zerstört.

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Inselkirche Hiddensee

Inselkirche Kloster/Hiddensee

Die Inselkirche Hiddensee ist der letzte Überrest des ehemaligen Klosters der Zisterzienser in der Ortschaft Kloster auf der Insel Hiddensee. Sie wurde im Jahre 1332 geweiht und diente jahrhundertelang als Pfarrkirche für die Bewohner der Insel. Heute ist die Inselkirche Sitz der evangelischen Kirchengemeinde Hiddensee und gehört zum Kirchenkreis Stralsund.

Der Glockenstuhl wurde um 1700 in einem vorgezogenen Anbau errichtet. Die kleine Glocke stammt aus dem Jahr 1702, die große wurde 1993 neu gegossen. Um 1780 wurde die Kirche neu eingerichtet. Damals kamen der barocke Kanzelaltar, der Taufständer und der Taufengel in die Kirche. Auch das Tonnengewölbe stammt aus dieser Zeit. Die Innenraumgestaltung der Kirche entstammt größtenteils dem 20. Jahrhundert. Die Orgel der Kirche wurde 1943 von der Firma Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH gebaut.

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Stralsund

Wappen der Stadt Stralsund

Die Hansestadt Stralsund ist eine kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern im Norden Deutschlands. Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee, und wird auf Grund ihrer Lage als Tor zur Insel Rügen bezeichnet. Die Stadt ist zusammen mit Greifswald eines der vier Oberzentren des Landes. Die Altstadt gehört seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Titel Historische Altstädte Stralsund und Wismar.

Stralsund ist eine kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern, im Norden Deutschlands.

Die Stadt liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee. Die geographische Nähe zur Insel Rügen brachte ihr die Bezeichnung Tor zur Insel Rügen ein. Stralsund liegt ebenfalls nahe dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Das Stadtgebiet Stralsund beinhaltet drei Stadtteiche sowie einen Stadtwald.

Die höchste Erhebung der Stadt ist der Galgenberg am westlichen Ortseingang.

Das Stadtgebiet umfasst ca. 39 km², was Stralsund zu einer der dichtestbesiedelten Städte Mecklenburg-Vorpommerns macht. Die Stadt besaß (und besitzt zum Teil noch heute) zudem Ländereien in der näheren Umgebung sowie auf den Inseln Rügen, Hiddensee und der Insel Ummanz. Ausgehend vom heutigen Stadtkern, der Altstadt, wurden nach der Aufhebung des Festungscharakters der Stadt 1869 die umliegenden Gegenden schnell besiedelt.

Größere Städte in der näheren Umgebung sind Greifswald, Barth und Ribnitz-Damgarten sowie Rostock. Viele der kleineren Dörfer und Städte im Umkreis sind nach 1990 durch Zuzug von Stralsundern oder in Stralsund Arbeitenden stark gewachsen, wie z. B. Prohn oder Negast.

Stralsund erhielt im Zuge der deutschen Ostkolonisation im Jahre 1234 vom rügenschen Fürsten Wizlaw I. das Stadtrecht nach Rostocker bzw. Lübecker Vorbild. Die Gegend war von Slawen besiedelt gewesen, was auch ihren slawischen Namensbestandteil Stral erklärt (das bedeutet Pfeil- bzw. Speerspitze, -sund steht in germanischen Sprachen für eine trennende Enge und meint hier den Strelasund).

Die Stadt wurde vorwiegend durch Siedler aus Westfalen schnell zu einer bedeutenden Handelsstadt im Ostseeraum. Stralsund kam nach dem Erlöschen des Fürstentums Rügen 1325 an Pommern-Wolgast . Es war seit dem 14. Jahrhundert nach Lübeck die bedeutendste Hansestadt im südlichen Ostseeraumund war bald annähernd so mächtig wie Lübeck. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit den Herrschern von Dänemark gipfelten 1371 im Frieden von Stralsund.

Nach dem Niedergang der Hanse nahm auch Stralsunds Bedeutung für den Handel ab. Weiterhin jedoch lebte die Stadt vorwiegend vom Fernhandel und Nahhandel und dem Schiffbau.

Bereits 1525 trat Stralsund zum evangelischen Glauben über und war damit Schrittmacher in Norddeutschland.

Stralsund trotzte im Dreißigjährigen Krieg mit Hilfe von Schweden und Dänemark der Belagerung durch Wallenstein. Es folgte eine fast 200-jährige Zeit der Zugehörigkeit zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Pommern, das aber immer als Bestandteil des obersächsischen Reichskreises zum Heiligen Römischen Reich gehörte.

Im 19. Jahrhundert kam Stralsund zu Preußen und war Sitz eines Regierungsbezirkes.

Am 6. Oktober 1944 traf Stralsund ein Bombenangriff durch alliierte Bomber, der über 800 zivile Opfer forderte und die historische Altstadt stark beschädigte. Am 1. Mai 1945 rückte die Rote Armee in Stralsund nahezu kampflos ein.

Während der Zeit der DDR wurden in der Stadt zahlreiche Plattenbausiedlungen errichtet, der historische Altstadtkern allerdings verkam. Wirtschaftlich lebte die Stadt vor allem vom Schiffbau auf der Volkswerft, die Schiffe für die Sowjetunion teilweise im Zehntagesrhythmus fertigstellte.

Nach der politischen Wende wurde 1990 Stralsund Modellstadt der Städtebauförderung in den neuen Ländern. Der Historische Stadtkern mit dem Altstadthafen wurde mit Hilfe der Programme zur Städtebauförderung und zum Städtebaulichen Denkmalschutz danach gründlich saniert. Auch das Wohnumfeld der Plattenbausiedlungen Grünhufe und Knieper wurden im Rahmen der Programme „Aufwertung“, „Stadtumbau-Ost“ und „Die Soziale Stadt“ verbessert und ein Wohnungsrückbau eingeleitet.

Seit dem Jahr 2002 ist Stralsunds Altstadt zusammen mit der Wismars UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Namen Historische Altstädte Stralsund und Wismar.

Wirtschaftlich gab es nach der Wende große Herausforderungen, die in der strukturschwachen Region erhebliche Probleme verursachen und die noch nicht bewältigt werden konnten.

Die Auflistung der Stralsunder Straßennamen und ihrer Bedeutung verdeutlicht auch historische Ereignisse und den Wandel in der Betrachtungsweise.

Stralsund hatte bis 1871 einen Festungscharakter, der der Stadt über viele Kriege verhalf. Neben zehn Stadttoren, darunter die heute noch erhaltenen Tore Kniepertor und Kütertor, wurden auch Dämme angelegt.

Das Gebiet der heutigen Stadt Stralsund wurde zunächst von slawischen Siedlern bewohnt. Nach dem Sieg der Dänen über die slawischen Fürsten auf Rügen im Jahr 1168 begann die Christianisierung, wobei überwiegend christliche Siedler aus Westfalen in das Gebiet Stralsunds kamen. Im 13. Jahrhundert kamen auch Juden mit den deutschen Einwanderern nach Stralsund. Hauptsächlich wohnten sie in der nach ihnen benannten Judenstraße, die 1401 zum ersten Mal erwähnt wird.

Im 15. Jahrhundert wurden die Juden aus Pommern und Mecklenburg ausgewiesen. Die Reformation machte Stralsund Mitte des 16. Jahrhunderts zu einer überwiegend evangelischen Stadt.

1757 erlaubte der schwedische König wieder die Ansiedlung von Juden; diese begannen 1786 mit dem Bau einer Synagoge, die am 30. März 1787 geweiht wurde.

Jüdische Kaufleute brachten moderne Handelsideen in die Stadt: Am 15. April 1852 errichteten die Gebrüder Wertheim ihr „Manufactur-Modewaren-Geschäft“ und bauten 1875 das erste Wertheim-Kaufhaus in Stralsund. Leonhard Tietz eröffnete am 14. August 1879 einen kleinen Laden und begründete damit den später als „Kaufhof“ bekannten Konzern.

Am 9. November 1938 wurde die Synagoge geplündert und brannte völlig aus, beim Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944 wurde sie zerstört und 1950 abgerissen. 30 jüdische Geschäfte wurden in der Pogromnacht geplündert. Seit 1938 wurden staatenlose Juden zwangsumgesiedelt. Während sich 1933 noch 134 Personen zum Judentum bekannten, waren es 1939 nur noch 62; die meisten der 72 weggezogenen sowie alle noch in der Stadt verbliebenen Juden wurden in die nationalsozialistischen Vernichtungslager gebracht und kamen dort ums Leben. Nur zwei Stralsunder Juden überlebten den Terror und kamen zurück.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Stralsund zum sozialistischen Einflussbereich, dementsprechend erfolgte auch die Erziehung in den Schulen streng kirchfern. Zwischen 1949 und 1989 ging der Anteil der Protestanten an der Stadtbevölkerung von etwa 90 % auf etwa 20 % zurück. Heute gehören etwa 75 % der Stralsunder Bevölkerung keiner Religionsgemeinschaft an. Die stärkste kirchliche Gemeinde stellt die Evangelische Kirche dar (ca. 15 %), etwa 4 % der Bewohner bekennen sich zum Katholizismus. Daneben existieren noch Gemeinden kleinerer christlicher Gruppen, wie die der Neuapostolische Kirche, Adventisten, Baptisten und die der Evangelisch-Methodistischen Kirche.

In den 1920er Jahren brauchte Stralsund schon wegen des absehbaren Erreichens der Belegungsgrenze der Stralsunder Friedhöfe neues Land. Geplant war u. a. der Bau eines Zentralfriedhofes.

Nach der Verabschiedung des preußischen „Gesetzes über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts“ 1927, das auch die Auflösung der Gutsbezirke vorsah, stellte Stralsund den Antrag auf Eingemeindung von Klein Kedingshagen, Groß Kedingshagen, Grünthal, Grünhufe, Freienlande, Andershof, Lüssow, Langendorf mit Borgwallsee und Pütter See, Groß Lüdershagen, Neu Lüdershagen, Wendorf, Zitterpennigshagen, Voigdehagen, Försterhof, Teschenhagen, Devin und der Stadtkoppel. Zudem sollte der Ort Altefähr auf Rügen eingemeindet werden, da der Stadt der dortige Strand und Park bereits gehörten. Dieser Antrag, in dem es um eine Fläche von 3538 Hektar ging, wurde nur teilweise positiv beschieden. Durch Beschluss des Regierungspräsidenten vom 21. September 1928 wurden der Stadt Stralsund letztlich „der ganze Gutsbezirk Voigdehagen in einer Größe von 297,85 Hektar mit etwa 93 Einwohnern, der ganze Gutsbezirk Devin in einer Größe von 479,87 Hektar mit etwa 230 Einwohnern, der nördliche Teil des Gutsbezirkes Andershof in einer Größe von etwa 264,74 Hektar mit etwa 150 Einwohnern, der ganze Gutsbezirk Grünhufe in einer Größe von 405,61 Hektar mit etwa 157 Einwohnern“ zugeordnet.

Bestandteil des Gutsbezirkes Grünhufe waren die Gehöfte Stadtkoppel und Garbodenhagen und die Güter Grünthal und Freienlande. Zudem wurden der Stadt noch Teile der Güter Langendorf, Lüssow und Klein Kordshagen zugeordnet.

Die neu zugeordnete Fläche von 1.781,69 Hektar brachte annähernd eine Verdoppelung des Stadtgebietes. Die Übergabe erfolgte am 22. Oktober 1928 im Stralsunder Rathaus.

Im Jahre 1989 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt Stralsund mit über 75.000 ihren historischen Höchststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Seit der politischen Wende 1989/1990 hat die Stadt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und des Geburtenrückgangs bis 2006 etwa 17.000 Einwohner verloren. Die Arbeitslosenquote ging durch den wirtschaftlichen Aufschwung deutlich zurück. Sie liegt im Oktober 2007 bei 17,1 Prozent, was weit über dem des Landesdurchschnitts von 14,4 Prozent liegt.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Die Stadt (Wahlkreisnummer 5) besteht aus 68 Wahlbezirken.

Der oberste Vertreter der Stadtverwaltung ist der Oberbürgermeister. Dies ist seit Oktober 2008 Alexander Badrow (CDU).

Eine Auflistung der Oberbürgermeister und Bürgermeister finden Sie hier: Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister von Stralsund.

Das Wappen Stralsunds wurde am 9. September 1938 durch den Oberpräsidenten in Stettin verliehen und unter der Nr. 67 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Das „sprechende“ Stadtwappen der Hansestadt Stralsund symbolisiert den Namensbestandteil „stral“ der Stadt am Sund, der im Slawischen „Pfeil“ bzw. „Spitze“ bedeutet. Der Pfeil wurde auch in den Stadtsiegeln verwendet.

Die Stadtflagge zeigt auf rotem Grund einen aufrecht gestellten silbernen (weißen) Pfeil, bestehend aus Schafttülle und den beiden Flügeln, mit einem silbernen (weißen) Tatzenkreuz darüber.

Zudem ist die Stadt innerhalb der „Hanse der Neuzeit“ aktiv tätig; Vertreter der Stadt nehmen an den Hansetagen der Neuzeit teil.

Die Altstadt der Hansestadt Stralsund besuchen jedes Jahr zahlreiche Touristen aus Deutschland und der Welt. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde im gesamten Stadtgebiet die historische Bausubstanz durch den Einsatz privaten Kapitals sowie erheblicher finanzieller Mittel aus Bundes-, Landes- und Gemeindekassen sowie von Stiftungen saniert. Viele Häuser wurden dabei vor dem Verfall gerettet. Heute präsentiert sich insbesondere die Altstadt mit vielen sanierten Bürgerhäusern, die durch Detailtreue an Fassaden, Türen und Fenstern bestechen. Von 812 denkmalgeschützten Häusern stehen allein 526 als Einzeldenkmal ausgewiesene in der Altstadt; davon sind 374 bereits saniert, 65 werden derzeit saniert (Stand: November 2004).

Am 27. Juni 2002 wurde die Altstadt zusammen mit der von Wismar in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Das am Alten Markt gelegene Rathaus mit seinem imposanten Schaugiebel schmiegt sich an die Nikolaikirche und stand einst auch als Zeichen des Selbstbewusstseins der Stralsunder Bürger gegenüber der Kirche. Es gehört zu den bedeutendsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik und wurde 2004 nach einer umfangreichen Sanierung feierlich wiedereröffnet.

Das komplette Ensemble des Alten Marktes birgt mit Rathaus, Artushof, Wulflamhaus, Commandantenhus, Gewerkschaftshaus und Plattenbau einen Überblick über politische und architektonische Geschichte. Das ehemalige Schwedische Regierungspalais (Meyerfeldtsches Palais) beherbergt heute das Bauamt der Stadt.

Die oft mit hohem privaten Engagement aufwändig sanierten Bürgerhäuser mit ihren typischen Giebeln prägen das Bild in den Altstadtstraßen. Das Museumshaus in der Mönchstraße wurde mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert und bietet seither als eines von Nordeuropas bedeutendsten original erhaltenen Bürgerhäusern der Hansezeit das Erleben und Begreifen der Geschichte von sieben Jahrhunderten.

Im Hafen werden außerhalb des für den Güterverkehr genutzten Bereichs vor allem touristische Bedürfnisse befriedigt. So legen hier die Schiffe nach Hiddensee und Altefähr sowie zu Rundfahrten ab, in den Sommermonaten ist der Hafen Liegeplatz für Flusskreuzfahrtschiffe. Die Nordmole lädt zum Spaziergang entlang von hunderten Yachten ein. Architektonisch bilden die Hafenspeicher sowie die Silhouette der Altstadt einen ansprechenden Kontrast zur Aussicht auf die Inseln Rügen und Hiddensee. Mit der Bark "Gorch Fock" liegt zudem eine weitere touristische Sehenswürdigkeit im Hafen, der im Sommer auch vom Theater Vorpommern für Open-Air-Aufführungen genutzt wird.

Drei große mittelalterliche Backsteinkirchen (Marienkirche, Nikolaikirche und Jakobikirche) zeugen von einstiger Größe und Macht Stralsunds. Heute wird die Jakobikirche ausschließlich als Kulturkirche genutzt, die beiden anderen am Alten Markt bzw. Neuen Markt gelegenen Kirchen werden weiterhin für Gottesdienste genutzt. Vom Turm der Marienkirche am Neuen Markt bietet sich ein guter Panoramablick (siehe auch Bild oben).

Von den Stadttoren sind nur noch das Kniepertor und das Kütertor erhalten. Im Heilgeisthospital wurden einst Arme und Kranke untergebracht. Heute sind alle Wohnungen und Häuser saniert und das Areal lädt zu einem Spaziergang ein. Im Johanniskloster befindet sich das Stadtarchiv, auch finden dort regelmäßig Kulturveranstaltungen statt, wie z. B. Open-air-Theateraufführungen.

Das bis 1995 eigenständige Theater der Hansestadt bildet seitdem zusammen mit dem Theater Greifswald und seit 2005 auch Putbus' das Theater Vorpommern.

Das Theatergebäude wird von 2005 bis 2008 grundlegend saniert, sodass die Aufführungen an sieben verschiedenen Orten in Stralsund stattfinden.

Das Deutsche Meeresmuseum im ehemaligen Katharinenkloster ist Norddeutschlands meistbesuchtes Museum und bietet Einblicke in die Welt des Wassers und seiner Bewohner. Derzeit wird als Ergänzung ein Ozeaneum im Hafen errichtet, das im Juli 2008 eröffnet wurde. Außenstellen des Hauses sind das Nautineum auf dem Dänholm und das Natureum Darßer Ort.

Das Kulturhistorische Museum zeigt Ausstellungen aus der Geschichte Pommerns etc.; zudem findet sich hier der berühmte Hiddenseer Goldschmuck. Außenstellen des Museums sind das auf dem Dänholm, der als „Wiege der preußischen bzw. deutschen Marine“ gilt, gelegene Marinemuseum mit Informationen rund um die militärische Nutzung und Bedeutung Stralsunds, das Museumshaus und der Museumsspeicher.

Die Ausstellung "Stralsund blind verstehen" ermöglicht einen virtuellen Stadtrundgang durch die Hansestadt in völliger Dunkelheit. Der Besucher erlebt einen begrenzten Seitenwechsel in die Welt blinder Menschen.

In Stralsund existiert am Theater Vorpommern eine Singakademie. Das Stralsunder Haus des Theaters bietet Aufführungen aus allen Genres.

Die Stralsunder Sängerin Caró veröffentlichte einige Alben mit Popmusik.

Herausragende Zeugnisse der Architektur von Jahrhunderten sind die drei Pfarrkirchen St. Marien, St. Nikolai und St. Jakobi. Neben den Sakralbauten sind unzählige bedeutende Gebäude erhalten, die von der einstigen Macht der Bürger der Handelsstadt Stralsund zeugen, wie das Rathaus oder das Wulflamhaus.

Zu den jüngeren Sakralbauten zählen die Auferstehungskirche, Dreifaltigkeitskirche, Friedenskirche‎ und die Lutherkirche.

Während die Altstadt Stralsunds aus geschichtlich bedingten Gründen wenig Grün aufweist, wurden nach der Entfestung im 19. Jahrhundert einige Anlagen zur Naherholung angelegt. Ein Beispiel ist die entlang des Strelasund-Ufers führende Sundpromenade. Auch die Stralsunder Friedhöfe wurden im 20. Jahrhundert zu Anlagen mit parkähnlichem Charakter umgestaltet.

In der Brunnenaue wurde einst Heilwasser gefördert.

Auf sportlichem Gebiet besitzt Stralsund eine lange und erfolgreiche Gewichthebertradition. Die Sportler des jetzigen TSV 1860 Stralsund (früher: BSG Motor Stralsund) errangen bei vielen nationalen (zuletzt Deutscher Meister 2005) und internationalen Wettkämpfen Titel und Medaillen. Zu erwähnen wären u. a. Jürgen Heuser und Andreas Behm. Die Sportstätte des TSV 1860 Stralsund, Sektion Gewichtheben, ist vom Bund als Olympiastützpunkt deklariert worden und wird entsprechend finanziell unterstützt.

Die erste Männer-Mannschaft des Stralsunder Handballvereins (HV) spielte in der Saison 2003/2004 in der ersten Handball-Bundesliga. Nach vier Jahren in der 2. Bundesliga Nord schafften sie im April 2008 den Wiederaufstieg in die 1.Bundesliga. Sie tragen ihre Heimspiele in der Vogelsanghalle Stralsund aus.

Nach starken Zeiten der Fußballmannschaft des ASG Vorwärts Stralsund in den 1960er bis 1980er Jahren in der ersten und zweiten DDR-Liga stieg der Nachfolger, der FC Pommern Stralsund, in der Saison 2005/2006 aus der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern in die Landesliga ab.

Erfolgreich sind auch die Sportler des MC Nordstern Stralsund, die in der Speedway-Bundesliga ihre Runden drehen. Heimstätte ist das Paul-Greifzu-Stadion (Stralsund).

Die Volleyballerinnen des 1. VC Stralsund nehmen in der Saison 2008/2009 am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teil.

Auf dem Flugplatz Stralsund treffen sich die Piloten von Segel- und Motorflugzeugen, Hubschrauber und Modellflugzeugen. Der Deutsche Meister von 2006 im Hubschrauberfliegen kommt aus Stralsund.

Der Kaufmann und Fischhändler Karl Wiechmann erfand in Stralsund eine Art von sauer eingelegtem Hering, den er zu Ehren und mit ausdrücklicher Genehmigung des damaligen Kanzlers Bismarckhering nannte. Das Originalrezept besitzt der Fischhändler Henry Rasmus, der in seinem Restaurant seit dem Jahr 2003 wieder Original-Bismarckhering anbietet.

Die Biere der Stralsunder Brauerei erzielen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin regelmäßig Spitzenplatzierungen.

Das bedeutendste Verkehrsbauwerk bei Stralsund ist seit 2007 die als Hochbrücke errichtete neue Rügenbrücke über den Strelasund, die den alten Rügendamm entlasten soll.

In Stralsund erscheint die Ostsee-Zeitung (OZ) mit einer eigenständigen Lokalausgabe („Stralsunder Zeitung“).

Daneben existieren kostenlose Anzeigenblätter wie „Stralsunder Anzeiger“ (gehört zur OZ), „Stralsunder Blitz“ (gehört zum Blitz-Verlag) und „Sundecho“ mit „Altstadtecho“.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk des NDR sowie Privatsender wie Antenne Mecklenburg-Vorpommern und Ostseewelle sind per Antenne zu empfangen. Hauptsender für die Region ist der Telekom-Mast in Garz auf Rügen. Außerdem läuft derzeit das Lizenzierungsverfahren für einen lokalen Radiosender, der auf der Frequenz 98,9 MHz senden soll.

Fernsehen für die Region bieten das dritte Programm des NDR-Fernsehens sowie das private Programm FAS – Fernsehen am Strelasund des Kabelbetreibers.

Stralsund ist als Stadt im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern hauptsächlich vom Tourismus abhängig. Dieser bildet die Grundlage u. a. für zahlreiche Gaststätten und Beherbergungen (im Jahr 2003 wurden 294.079 Übernachtungen nur in Einrichtungen mit mehr als acht Betten gezählt, im Jahr 2006 bis einschließlich August 193.575; dazu kommen schätzungsweise noch einmal mindestens so viele Übernachtungen in kleineren Pensionen und Ferienwohnungen), Museen, ein großes Freizeitbad, Yachtcenter, Fährbetrieb und vieles mehr.

Neben dem Tourismus existiert in Stralsund als wichtigster Industriebetrieb die Volkswerft GmbH, eine traditionsreiche Vertreterin des Schiffbaus, in deren Umfeld sich diverse Metallbauunternehmen sowie kleinere Bootswerften angesiedelt haben.

Im Stralsunder Hafen werden vor allem Stück- und Schüttgut umgeschlagen, wie z. B. Salz.

Die Pommersche Volksbank hat ihren Sitz in Stralsund. In 26 Filialen werden Kunden auf Rügen und in Vorpommern betreut. Die Unternehmensgruppe Nordmann erwarb 1991 die Stralsunder Brauerei und richtete in Stralsund auch ihren Sitz ein.

Stralsund ist Sitz eines Amtsgerichtes und des Landgerichtes.

Die Schifferbrüder richteten im 15. Jhdt. die Schiffer-Compagnie ein, Vorläufer von Sozialversicherung und Gewerkschaft in einem.

Die Deutsche Marine unterhält in Parow die Marinetechnikschule.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund errichtete 1999 (damals noch als Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA)) eine Dienststelle mit heute (Stand: Oktober 2006) ca. 1450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gehört damit zu den größten Arbeitgebern der Region.

Für Kinder werden von verschiedenen Vereinen und staatlichen Einrichtungen Kinderkrippen und -gärten angeboten.

In Stralsund existieren gegenwärtig sieben Grundschulen ("Andershof", „Ferdinand von Schill“, „Gerhart Hauptmann“, „Hermann Burmeister“, „Juri Gagarin“, „Karsten Sarnow“ und „Maria Montessori“), zwei Förderschulen, eine Integrierte Gesamtschule (IGS „Grünthal“), eine Realschule ("Adolph Diesterweg"), drei Regionale Schulen, zwei Gymnasien (Hansa-Gymnasium, Goethe-Gymnasium) und eine Berufliche Schule (Technik und Handwerk sowie Wirtschaft, Verwaltung und Sozialpädagogik) sowie das Fachgymnasium, das dieser Schule angeschlossen ist.

Die 1991 gegründete Fachhochschule Stralsund bietet diverse Studiengänge an. Auf dem Dänholm existiert eine Außenstelle der Fachschule Lübeck sowie der Beruflichen Schule der Hansestadt Stralsund.

Eine Volkshochschule bietet die Möglichkeit zur Weiterbildung und Qualifizierung.

Menschen, die Besonderes für die Stadt geleistet haben, wird in Stralsund für die Dauer der Lebenszeit die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Eine Auflistung von Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürgern der Hansestadt Stralsund finden Sie in der Liste der Ehrenbürger von Stralsund.

Eine Auflistung der Bürgermeister und Oberbürgermeister finden Sie hier: Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister von Stralsund.

Eine Aufzählung von Menschen, die mit Stralsund in Verbindung stehen – sei es, dass sie in Stralsund geboren worden sind und berühmt wurden, sei es, dass sie als Freunde der Stadt Bedeutendes geschaffen haben, finden Sie in der Liste Stralsunder Persönlichkeiten.

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Source : Wikipedia