Herbert Grönemeyer

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Geschrieben von goldorak 02/04/2009 @ 20:15

Tags : herbert grönemeyer, sänger, musik, kultur

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Herbert Grönemeyer

Herbert Grönemeyer (2004)

Herbert Arthur Wiglev Clamor Grönemeyer (* 12. April 1956 in Göttingen) ist ein deutscher Musiker, Sänger und Schauspieler. Grönemeyer gilt als einer der populärsten Musiker in Deutschland. Seit 1984 konnten sich durchgängig alle seine Studio-Alben auf Platz eins der deutschen Albumcharts platzieren.

Als Herbert Grönemeyer geboren wurde, wohnten seine Eltern in Clausthal-Zellerfeld. Da seine Mutter für die Geburt jedoch einen Spezialisten konsultieren musste, kam er nicht in der Oberharzer Stadt zur Welt, sondern in Göttingen. Er war das jüngste Kind der Familie. Seine älteren Brüder heißen Dietrich und Wilhelm. Als er etwa ein Jahr alt war, zogen seine Eltern mit ihm von Clausthal-Zellerfeld nach Bochum, wo er aufwuchs. Dank seiner Familie mütterlicherseits kam er in den Kontakt mit Musik und nahm – wie schon zuvor seine Brüder – mit acht Klavierunterricht. Rückblickend beschreibt er seine Erziehung folgendermaßen: „Ich denke, ich bin zwischen Liebe, musischer Zuneigung und ziemlicher Strenge groß geworden.“ In Bochum besuchte er auch das humanistische Gymnasium am Ostring und engagierte sich unter anderem im Schulchor. An der Schule lernte er auch den späteren Schauspieler Claude-Oliver Rudolph kennen. Zusammen mit Rudolph verdiente Grönemeyer beim Schauspielhaus Bochum als Pianist sein erstes Geld – sein Freund arbeitete als Schauspieler. Wichtig war ihm auch eine Band aus Wattenscheid, in deren Proben er viel Zeit investierte. Neben der Musik interessierte sich Grönemeyer vor allem für das Fußballspielen, weshalb er am 1. September 2006 im Rewirpowerstadion Mitglied beim Verein VfL Bochum wurde, wo er sein Kultlied „Bochum“ live sang. Dieses Lied wird bei jedem Heimspiel des VfL gespielt.

Als Sänger der Bo-Band am Bochumer Schauspielhaus kam Grönemeyer erstmals als Darsteller in Kontakt mit dem Theaterleben. Später wirkte er dort als Korrepetitor und fertigte 1974 erste Kompositionen. Seine Entdeckung als Schauspieler verdankt er Joachim Preen, der ihn für das Stück „John, George, Paul, Ringo and Bert“ von William Martin Russel erstmals auf die Bühne brachte.

Nach seinem Abitur 1975 begann er mit dem Studium der Musik- und Rechtswissenschaften.

Im Jahr 1976 wurde Grönemeyer musikalischer Leiter am Schauspielhaus Bochum und spielte dort weitere Theaterrollen, wie „Till Uhlenspiegel“, als Graf Orlowsky in „Die Fledermaus“ und als Melchior in Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“. Hier arbeitete er auch mit Peter Zadek und der Choreografin Pina Bausch .

Obwohl Grönemeyer nie eine Schauspielschule besuchte, spielte er in einigen Fernsehfilmen mit. Die Schauspielkarriere wurde 1977 mit einer Rolle im Film „Die Geisel“ vorangetrieben. Bei Dreharbeiten zu Jürgen Flimms Fernsehfilm „Uns reicht das nicht“ lernte Herbert Grönemeyer 1978 die Schauspielerin Anna Henkel kennen. Im selben Jahr wurde seine erste Platte mit Dieter Flimms Jazzrock-Gruppe „Ocean Orchestra“ mit Herbert als Leadsänger veröffentlicht.

Als Fernsehdarsteller in „Daheim unter Fremden“ lernte man ihn 1979 kennen. Im selben Jahr arbeitete er unter der Führung des Schauspieldirektors Claus Peymann einige Monate als musikalischer Leiter am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart, gab den Lorenzo in „Der Kaufmann von Venedig“ am Schauspielhaus Köln und es erschien das Solodebüt „Grönemeyer“. Das Album erhielt die „Goldene Zitrone“ für das hässlichste Cover des Jahres. 1981 kam Grönemeyers zweites Album „Zwo“ heraus. Beide Alben waren kommerziell nicht erfolgreich.

In Wolfgang Petersens Film „Das Boot“ (nach dem Roman von Lothar-Günther Buchheim) trat Grönemeyer 1981, an der Seite von Kollegen wie Jürgen Prochnow, Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Jan Fedder, Heinz Hoenig und Uwe Ochsenknecht, als Leutnant Werner auf.

Für die deutsch-deutsche Koproduktion des Peter-Schamoni-Films „Frühlingssinfonie“, in welcher er neben Nastassja Kinski (Clara Wieck) und Rolf Hoppe (Friedrich Wieck), die Rolle des Robert Schumanns verkörperte, lebte Grönemeyer 1982 ein halbes Jahr in der DDR. Dieser Film war die erste westdeutsche Produktion, die in der DDR an Originalschauplätzen gedreht werden konnte.

Er konzentrierte sich zunehmend auf seine Musik. Für die nächsten Alben schrieb er „Anna“ und „Musik nur, wenn sie laut ist“. Sein Klassiker „Currywurst“ entstand in der Zeit, stammt allerdings aus der Feder von Diether Krebs, Jürgen Triebel und Horst-Herbert Krause. Er ging auf Tournee, aber zahlreiche Konzerte mussten mangels Interesse abgesagt werden.

Die in Zusammenarbeit mit Otto Draeger und Edo Zanki entstandenen Alben waren kommerziell so erfolglos, dass die Intercord Ton GmbH nach dem im Jahr 1983 veröffentlichten Album „Gemischte Gefühle“ den Vertrag kündigte.

Nach dem Wechsel zur EMI stellte sich mit dem 1984er Album „4630 Bochum“ der große Erfolg im Musikgeschäft ein. Das Album, dessen Titel sich auf die damalige Postleitzahl der Stadt bezieht, hielt sich 79 Wochen in den Top 100 der Hitparade. Während weltweit Michael Jacksons „Thriller“ das erfolgreichste Album des Jahres wurde, ging dieser Titel in Deutschland 1984 an Grönemeyer. Vor allem die Singleauskopplung „Männer“ machte den Künstler in ganz Deutschland bekannt. Daneben wurde der Titelsong „Bochum“ zur „inoffiziellen Hymne der Stadt“, die mittlerweile (neben der Vereinshymne) bei jedem Spiel des VfL Bochum zu hören ist.

1985 spielte Grönemeyer an der Seite von Julie Christie, Burt Lancaster und Bruno Ganz im Deutz-Film „Väter und Söhne“ von Regisseur Bernhard Sinkel.

Mit dem Album „Sprünge“ bezog der begeisterte Kohl-Hasser 1986 politisch Stellung. Die Titel „Tanzen“ und „Lächeln“ sind Kommentare zur Lage der Nation. Sie greifen die CDU-FDP-Regierungskoalition und den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl an. Für die Zeile „Ein Lächeln liegt auf diesem Land, fast unerträglich ignorant“ revanchiert sich Kohl mit einem Platz auf dem Index. .

Beim Anti-WAAhnsinns-Festival in Wackersdorf spielte Grönemeyer erstmals vor über 100.000 Zuschauern.

Im TV-Film „Sommer in Lesmona“, nach der gleichnamigen Novelle von Marga Berck, welche unter der Regie von Peter Beauvais u.a. mit Katja Riemann, Benedict Freitag und Richard Münch verfilmt wurde, trat er schauspielernd in Erscheinung und steuerte den 1988 mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichneten Soundtrack bei.

Zum kommerziellen Erfolg des Albums „Ö“ (1988) trugen vor allem die Titel „Halt mich“, „Vollmond“ und „Was soll das“ bei. Zur gleichen Zeit wurden Grönemeyers größten Hits auf „What's All This“ in englischer Sprache veröffentlicht. Das Titellied des Albums kam in Kanada in die Single-Charts. Es folgte eine Tournee durch Kanada.

Nach dem Fall der Berliner Mauer veröffentlichte er mit „Luxus“ eine Platte, welche die damalige Stimmung und gesellschaftliche Befindlichkeit in Ost und West zum Ausdruck brachte. Die englischsprachige Version des Albums „Luxus“ erschien 1991 in Kanada; es beinhaltet auch eine französische Fassung von „Marie“.

Am 20. Januar 1993 heiratete Grönemeyer seine Lebensgefährtin Anna Henkel, die Mutter seiner beiden Kinder Felix (* 20. Juli 1987) und Marie (* 17. Januar 1989).

Im selben Jahr erschien das Album „Chaos“. Es gelangte auf Platz eins der deutschen Hitparade. Die dazugehörige Tour besuchten in den Folgemonaten weit über 600.000 Menschen.

Der Musiksender MTV lud Grönemeyer als ersten nicht-englischsprachigen Künstler in die Fernsehsendung „MTV-Unplugged“ ein. Das Konzert fand am 15. Mai 1994 in den „Babelsberger Studios“ statt.

Anfang 1998 zog er gemeinsam mit seiner Familie nach London, wo er seitdem den Großteil des Jahres verbringt. Dort unterhält er ein eigenes Studio in den Mayfair Studios, wo er weiterhin deutschsprachig produzierte.

Am 21. April 1998 veröffentlichte Grönemeyer „Bleibt alles anders“. Zunehmend erhielten neben der klassischen Rock-Band-Besetzung bei Grönemeyer elektronisch erzeugte Sounds Einzug in seine Studio-Arbeit. Das Album erreichte nach weniger als vier Wochen Platin in Deutschland. Den ersten Teil der Tournee erlebten ca. 350.000 Besucher.

Mit dem Tod seines Bruders Wilhelm am 3. November 1998 und seiner Frau Anna am 5. November 1998 trafen Grönemeyer zwei schwere Schicksalsschläge. Grönemeyer benötigte über ein Jahr, um wieder künstlerisch tätig zu sein.

Im Jahr 2000 spielte Grönemeyer auf der EXPO in Hannover mit dem NDR Pops Orchestra unter der Leitung von Nick Ingman zwei Konzerte, woraus später die Doppel-DVD „Stand der Dinge“ entstand. Mit demselben Arrangement spielte er im gleichen Jahr auch in Berlin vor dem Brandenburger Tor und im Landschaftspark Goitzsche.

Im August 2002 erschien das Album „Mensch“. Es wurde noch vor der Veröffentlichung aufgrund der Vorbestellungen mit Platin ausgezeichnet. Letzten Endes erhielt es zehnfach Platin, erreichte die Plätze eins der deutschen Single- und Album-Charts. Die Single „Mensch“ war Grönemeyers bislang erfolgreichstes Lied, mit dem er erstmals auf Platz eins der deutschen Single-Charts gelangte.

Ab 2002 tourte Herbert Grönemeyer im Rahmen seiner „Alles Gute von gestern bis Mensch“-Tournee durch Deutschland. Auch in der Stadt seiner Jugend, der Stadt Bochum, trat und tritt er immer wieder auf, mit dem Album „Mensch“ zuletzt im ehemaligen Ruhrstadion. Eigentlich sollte am 8. Juli 2003 in Montreux das Tournee-Ende stattfinden. Bis dahin sahen 1,5 Millionen Zuschauer die Auftritte. Wegen des großen Erfolges wurde die Tour dann im Juni 2004 mit weiteren acht Terminen fortgesetzt und fand am 8. Januar 2005 im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten der LTU Arena Düsseldorf mit einem dreieinhalbstündigen Konzert nach über zwei Jahren ihren Abschluss.

Die 2003 erschienene Live-DVD schaffte es als erste DVD überhaupt auf Platz eins der Deutschen Hitparade.

Am 19. Mai 2006 erschien Grönemeyers Single „Zeit, dass sich was dreht“. Es handelt sich bei dem Lied um die offizielle WM-Hymne zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006, die er zusammen mit dem aus Mali stammenden Duo Amadou & Mariam sang. Der englische Titel lautet „Celebrate the Day“, die französische Version heißt „Fetez cette journée“. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung der FIFA-WM 2006 in der Allianz Arena München am 9. Juni 2006 stellte Herbert Grönemeyer das Lied live vor. Wenige Tage später erreichte die Single die Spitze der Hitparade und brachte Herbert Grönemeyer den zweiten Nummer-eins-Hit seiner Karriere.

Am 14. Oktober 2006 unterschrieb Grönemeyer einen Aufnahmeantrag beim VfL Bochum und erhielt die Mitgliedsnummer 4630 als Anspielung auf sein Erfolgsalbum „4630 Bochum“.

Die am 2. Februar 2007 veröffentlichte Single „Lied 1 – Stück vom Himmel“ war der Auftakt zum Album „12“. Sie erreichte am 13. Februar den ersten Platz der Single-Charts und ist Grönemeyers dritter Nummer-eins-Hit. Am 2. März 2007 folgte das Album „12“.

Im Sommer ging Grönemeyer auf Open-Air-Tournee und spielte 23 Stadion-Konzerte. Er gastierte in Deutschland, Österreich, Italien, Liechtenstein und der Schweiz. Der Abschluss der Tour fand am 27. Juni 2007 vor ausverkauftem Haus im Stade de Suisse in Bern statt. Im Herbst schloss Grönemeyer an die erfolgreiche Tour Konzerte vor kleinem Publikum in exklusiven Häusern an. Dazu spielte er – größtenteils „unplugged“ – beispielsweise in der Dresdner Semperoper, in der Royal Albert Hall in London und in der Heineken Music Hall in Amsterdam.

Auch im Jahre 2008 machte Grönemeyer keine Pause sondern führte die überaus erfolgreiche 12-Tour fort. Zwölf weitere Termine standen auf dem Programm und zum Ausklang ging es in die Hauptstadt nach Berlin. Der Tour-Abschluss fand letztendlich in Berlin in der neuerrichteten O2 World nahe dem Ostbahnhof statt. Hier gab Grönemeyer am 13. September 2008 ein dreieinhalbstündiges Eröffnungskonzert anlässlich der Neueröffnung der O2 World.

Am 21. November 2008 erschien das erste „Best of“-Doppel-Album „Was muss muss“. Es enthält 33 Songs aus 11 Alben und zusätzlich die Titel „Glück“, „Zeit, dass sich was dreht“ und den Track „Will i ever learn“. „Will i ever learn“ ist ein Duett mit Antony Hegarty von „Antony and the Johnsons” und wurde vorab veröffentlicht als „Lena“ für das Georg Büchner-Lustspiel „Leonce und Lena“. Zusätzlich erschien ein 72-seitiges Earbook, welches neben dem Doppelalbum auch eine DVD mit Musikvideos, eine 10″ Remix Vinyl und eine USB Card mit Raritäten, Remixen sowie einem Videointerview zu allen Titeln beinhaltet. Die DVD enthält auch das ursprünglich verworfene, englischsprachige Video „Full Moon“. Zusätzliche Bonus-Inhalte werden auf der Internetdomain www.wasmussmuss.de zur Verfügung gestellt und sporadisch erweitert.

Laut Grönemeyers Homepage erscheint 2009 ein englischsprachiges Album.

Grönemeyer ist stark sozial engagiert. Bereits 1985 initiierte er das Projekt „Band für Afrika“. Dabei handelte es sich, ähnlich wie bei Band Aid, um ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Künstler, mit dem Ziel, Spendengelder für Afrika zu sammeln. Die Single „Nackt im Wind“ erreichte 1985 Platz 3 der deutschen Hitparade.

Derzeit ist Grönemeyer Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Deine Stimme gegen Armut, dem deutschen Ableger von Bob Geldofs Initiative „Make Poverty History“. Seit 2005 unterstützt er die Aktion, durch die die Bundesregierung daran erinnert werden soll, dass sich Deutschland wie alle anderen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verpflichtet hat, alles zu tun, um bis zum Jahr 2015 weltweit die Armut zu halbieren. Er setzt sich so aktiv für den Schuldenerlass der ärmsten Länder Afrikas ein.

Am 2. Juli 2005, dem sogenannten White Band Day, trat er in Berlin mit deutschen und internationalen Künstlern auf, gleichzeitig mit den weltgrößten Stars auf den verschiedenen Live 8-Konzerten rund um die Welt.

Am 7.Juni 2007 trat Herbert Grönemeyer auf dem von Ihm initiierten Rostocker Musikfestival Music & Messages auf, welches parallel zum 33. G8-Gipfel-Treffen in Heiligendamm stattfand.

Grönemeyer gestaltete aktiv die Fernsehreihe Pop 2000, die die Geschichte von 50 Jahren Popmusik und Jugendkultur in Deutschland erzählt. Im Zusammenhang mit dieser Arbeit gründete er das Plattenlabel Grönland Records und leitete es bis Ende 2008 gemeinsam mit Rene Renner.Seit 2009 ist das Label komplett in Berlin ansässig und wird von Labelmanagerin Mareike Hettler betreut..

Grönland Records bietet eigenen sowie anderen Künstlern die Möglichkeit, dem hauseigenen Verlag, Polar Bear Publishing, beizutreten, welcher die Herausgeberrechte und die vielen Möglichkeiten verwaltet, die Musik eines Künstlers zu verwenden. Zu den Grönland-Künstlern zählen AK4711, Bombay 1, Dextro, Free*Land, Freidenker, Half Cousin, Kira, Lockdown Project, Lunz, Merz, Neu!, Pet, Petra Jean Phillipson, Psapp, Philipp Poisel, Roedelius, Sol Seppy und The Earlies.

Teilweise schon vor dem Durchbruch 1984 dabei, besteht die Band heute aus dem Bassisten Norbert Hamm, dem Schlagzeuger Armin Rühl, den Gitarristen Jakob Hansonis und Stephan Zobeley, dem Jazz-Saxophonisten Frank Kirchner und dem Keyboarder Alfred Kritzer, der auch für zahlreiche Streicherarrangements verantwortlich ist.

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Friedrich-Karl Praetorius

Friedrich-Karl Praetorius (* 6. Januar 1952 in Hamburg) ist ein deutscher Schriftsteller, Theater- und Filmschauspieler.

Friedrich-Karl Praetorius schloss den Besuch der Hamburgischen Hochschule für Musik und darstellende Kunst 1971 mit Diplom ab. Von 1972-1977 wurde er von Peter Zadek ans Schauspielhaus Bochum engagiert. Eine einjährige Unterbrechung führte ihn als Mitglied der "PipSimmons - group" nach Rotterdam und London. 1976 war er zusammen mit Herbert Grönemeyer Protagonist in Wedekinds "Frühlingserwachen", es folgte sein Auftritt in der legendären ersten Hamletinszenierung Zadeks in Bochum - Hamme. Zadek nahm ihn mit nach Hamburg, seiner Geburtsstadt. Dort spielte er zunächst am Hamburger Schauspielhaus die Uraufführung eines Stückes von Gaston Salvatore, "Freibrief", Regie: Arie Zinger. Ivan Nagel, der damalige Intendant in Hamburg wird ihn sehr viel später, 1985 - 1986, ans Staatstheater Stuttgart holen. 1978 wird er in Zadeks Inszenierung der "Komiker" am Thaliatheater zum "besten Schauspieler des Jahres 1978" gewählt In dieser Zeit hatte er Gelegenheit, in dem Kinofilm "Die Zärtlichkeit der Wölfe" ( Rainer Werner Fassbinder, 1973 ) mitzuspielen.

Weitere Theaterstationen waren das Thalia Theater (1978), wo er den Hamlet unter der Regie von Hans Neuenfels mimte. Mit Neuenfels wechselte er ans Schauspiel Frankfurt (1979) und dann war er von 1982-1984 am Schiller-Theater. Nach einem Abstecher ins Residenz-Theater in München, weilte er zwei Jahre am Staatstheater Stuttgart. 1988 trat er am Wiener Burgtheater als Kaufmann von Venedig auf, wechselte 1990 ans Schauspielhaus Zürich, bevor er dann ab 1992 abermals nach Frankfurt kam und dort bis heute verblieb. Teilweise gibt er Gastspiele an anderen ´Theaterhäusern im deutschsprachigen Raum.

Immer wieder war Friedrich-Karl Praetorius in Filmen und Fernsehserien zu sehen. So hatte er auch mehrmalige Auftritte im Tatort oder in der Serie Ein Fall für Zwei, sowie tragende Rollen in Verfilmungen der Brechtstücke Dreigroschenoper und Mutter Courage. Neben einer Tätigkeit als Buchkritiker und Journalist (für: Spiegel, Zeit, Frankfurter Rundschau und andere) verfasste er ab 1993 mehrere Bücher, die allesamt im Suhrkamp - Verlag erschienen.

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Amadou & Mariam

Amadou und Mariam

Amadou und Mariam sind ein musikalisches Duo aus Mali, bestehend aus dem Paar Mariam Doumbia (Gesang, * 15. April 1958 in Bamako) und Amadou Bagayoko (Gitarre, Gesang, * 24. Oktober 1954 in Bamako).

Das Paar, bekannt unter dem Namen das blinde Paar von Mali hat sich am Institut für Junge Blinde Mitte der 1970er Jahre zusammengefunden.

Zwischen 1974 und 1980 spielte Amadou mit Ambassadeurs du Motel zusammen und heiratete schließlich Mariam 1980. Fortan musizierten die beiden zusammen und starteten 1985 eine Tour in Burkina Faso. Anschließend zogen sie in die Elfenbeinküste und nahmen zahlreiche Kassetten auf, was ihnen einen hohen Bekanntheitsgrad in ganz Westafrika verschaffte.

Das Album Sou Ni Tile verkaufte sich in Frankreich sehr gut und sorgte dafür, dass Amadou und Mariam auf verschiedenen Festivals weltweit auftreten konnten. 2004 produzierte Manu Chao zusammen mit ihnen das Album Dimanche à Bamako, dessen Singleauskopplung Senegal Fastfood recht bekannt wurde.

2006 nahmen beide zusammen mit Herbert Grönemeyer Zeit, dass sich was dreht (Celebrate the Day), den offiziellen Song zur Fußballweltmeisterschaft 2006, auf.

In ihrer Musik mischen sie traditionelle malische Melodien mit Rockgitarren, syrischen Violinen, kubanischen Trompeten, ägyptischen Nays, kolumbianischen Posaunen, indischen Tablas und dogonischen Perkussionsinstrumenten. Diese bunte Mischung wird oft als Afro-Blues bezeichnet.

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Frank Kirchner (Musiker)

Frank Kirchner (* 1. November 1961 in Düsseldorf) ist ein deutscher Jazzsaxophonist.

Kirchner studierte ab 1971 Klarinette und Saxophon bei Leo Höller. 1978 gewann er den ersten Preis beim Wettbewerb Jugend jazzt. Von 1981 bis 1986 studierte er klassische Musik und Jazz an der Musikhochschule Köln bei Karel Krautgartner und Heiner Wiberny.

Seit 1986 ist Kirchner Saxophonist bei Herbert Grönemeyer & Band und nahm an allen Tourneen und Aufnahmen der Gruppe teil. Seit 1993 veröffentlichte er mit der Gruppe jazzattack (mit Axel Fischer, Stefan Rademacher und Kurt Billker) Alben unter eigenem Namen. 2005 erschien das Album Frank Kirchner mit Markus Wienstroer, Dietmar Steinhauer, Stefan Rademacher, Kurt Billker und Leonhard Gincberg.

Neben den Tourneen mit der Grönemeyer-Band und Fernsehauftritten u.a. bei Willemsens Woche, Wetten, dass..?, Geld oder Liebe und dem ARD-Wunschkonzert spielte Kirchner Duoaufnahmen u.a. mit Ully Leenen ein und wirkte als Sideman auf Aufnahmen der Toten Hosen, von Bianca Ciccu, Gloria Gaynor, Hildegard Knef, Gianna Nannini, Herwig Mitteregger, Timmy Thomas, Christoph Spendel, Anne Haigis und anderen mit.

2000 spielte er in der Tonhalle Düsseldorf unter der Leitung von Eberhardt Bäumler Darius Milhauds Konzert für Altsaxophon und Sinfonieorchester. 2004 entstanden Duoaufnahmen mit Hans-Jörg Böckeler an der Orgel der Augustinerkirche in Würzburg. 2008 startete er unter dem Namen rauschen.kneten.ton ein Projekt zur Zusammenarbeit mit Musikern wie Michael Schürmann, Claus Fischer, Jürgen Dahmen, Hinrich Franck, Knuth Jerxsen, Peter Fädrich, Peter Erskine und Marcus Scheltinga.

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Terra Firma Capital Partners

Terra Firma Capital Partners ist ein Unternehmen mit Sitz in London, das im Bereich von Private Equity tätig ist.

Es entstand 1994 als Ableger der japanischen Bank Nomura International. Maßgeblich leitend ist der Investor Guy Hands. Erste Investitionen fanden im Bereich der Abfallbeseitigung und dem Wohngebäudebestand des britischen Verteidigungsministeriums statt ("dem Britischen Annington"). Bis 2006 hat das Unternehmen insgesamt über £ 4,7 Mrd. auch im Bereich von Gastronomie, Hotelgewerbe, Kinos und Eisenbahn investiert.

In Köln war Terra Firma Capital Partners 2002 angetreten, um die städtischen Wohnungsbaugesellschaften GAG und Grubo für zusammen € 420 Mio. zu übernehmen, was trotz mehrerer Anläufe letztlich am Widerstand dreier CDU-Ratsherren 2003 scheiterte. 2004 übernahm Terra Firma Capital Partners den ehemals staatlichen Autobahnraststättenbetreiber Tank & Rast für € 1,035 Mrd. der drei vorherigen Kapitaleigner Allianz Capital Partners, Lufthansa und Apax. Im Januar 2006 berichtete die Presse, dass sich das Unternehmen auf die Übernahme des RWE-Tochterunternehmens Thames Water für £ 8 Mrd. (€ 11,7 Mrd.) vorbereite, welches dann letztlich an das australische Konsortium Kemble Water ging.

In Deutschland zählt die Deutsche Annington zu den Tochterunternehmen.

Im September 2007 hat die Firma für vier Milliarden Pfund (damals umgerechnet in etwa 5,6 Mrd. Euro) den Musikkonzern EMI Music übernommen (u. a. Robbie Williams, Coldplay, Herbert Grönemeyer).

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Jacques Reynaud

Jacques Reynaud (* 1960 in Mailand) ist ein italienisch-französischer Modedesigner und Kostümbildner.

Reynaud studierte Modedesign in New York, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. In Europa wurde er vor allem durch seine Kostüme für Theaterinszenierungen bekannt. Seine erste Arbeit für den italienischen Regisseur Luca Ronconi für dessen Peer Gynt Inszenierung. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet er mit dem US-amerikanischen Starregisseur Robert Wilson bei dessen weltweiten Inszenierungen. In Deutschland schuf er die Kostüme für die Wilson-Produktionen Ozeanflug 1998 am Berliner Ensemble, The Days Before und Poe-try in Hamburg, Doktor Caligari am Deutschen Theater in Berlin. 2003 schuf er für Wilsons gemeinsame Arbeit mit Herbert Grönemeyer und dem Berliner Ensemble Leonce und Lena von Georg Büchner die Kostüme und kam 2005 für die die Inszenierung des Wintermärchens von William Shakespeare erneut ans Berliner Ensemble.

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Source : Wikipedia